SiL. Dienstag den 8. Februar issi. Kichener Hln seiger AMige- 8ii Amtsblatt fit bn fttw Gicht«. Redacttonßdurean: G^pediliondbureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohi^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps, Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Betreffend: Die Beschädigung der Lelegraphknanlagen. Die ReichS-Telegraphenltnien find häufig vorsätzlichen oder fahrlässigen Beschädigungen, namentlich durch Zertrümmerung der Isolatoren mittels Steinwürfe, durch unvorstchtiglS Fällen der Bäume in der Nähe der Leitungen rc. ausgesetzt. Da hierdurch die Benutzung der Telegraphenanstalten verhindert oder zerstört wird, so wird aus die durch das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich festgesetzten Strafen wegen dergleichen Beschädigungen aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wird bemerkt, daß demjenigen, welcher die THLter voisätzlicher otcr fahrlässiger Beschädigungen der Telegraphenanlagen derart ermittelt und zur Anzeige bringt, daß dieselben zum Ersätze und zur Strase gezogen werden können, Belohnungen bis zur Höhe vsn fünfzehn Mark in jedem einzelnen Falle aus den Fonds der Reichs-Post- und Telegraphenoerwaltung werden gezahlt werden. Diese Belohnungen werden auch dann bewilligt werden, wenn die Schuldigen wegen jugendlichen Alters oder wegen sonstiger persönlicher Gründe gesetzlich nicht haben bestraft oder zum Ersätze herangezogen werden können; desgleichen wenn die Beschädigung noch nicht wirklich ausgesührt, sondern durch rechtzeitiges Einschreiten der zu belohnenden Person verhindert worden ist, der gegen die Telegraphenar.lage verübte Unfug aber soweit feststeht, daß die Bestrafung des Schuldigen erfolgen kann. Die Bestimmungen in dem Strasgesetzbuche für das Deutsche Reich lauten: S 317. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt vorsätzlich Handlungen begeht, welche die Benutzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gefängniß von Einem Monat bis zu drei Jahren bestraft. § 318. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt fahrlässigerweise Handlungen begeht, welche die Benutzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gesängniß biö zu Einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft rc. Darmstadt. den 4. Februar 1881. Kaiserliche Oberpostdireciton. Deutschland. Darmstadt, 5. Februar. Se. Küntgl. Hoheit der Großherzog haben Lllergnädtgst geruht: Am 29. Januar 1881 den HauptsteueramtS-Assistenten 1. Klaffe bet dem Hauptsteueramte Mainz, Friedrich Hentel, in gleicher Diei stetgenschaft an oaS Hauptsteueramt Girßen zu versetzen; an dems. Tage den Finanzaspiranten Adam Rapp aus Semd zum Hauptsteueramtt'Asfifle> ten 2. Klaffe bet dem Hauplsteueramte Bingen, sowie die Harptsteueraufseher Georg Kaspar Zimmermann zu Offenbach und Georg Bing mann zu Wolsskchlen zu Hauptsteuer^mlS-Äsflstenten 2. Klaffe bet dem Hauptsteueramte Mainz zu ernennen. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 2. Febr. den außerordentlichen Profeffor an der Universität Leipzig, Dr. Friedrich Ahlfeld, zum ordentlichen Proftffor in der medicmischen Facul- tät der Landes-Universität — insbesondere für das Lhrfach der Geburtshülse und Gynäkologie — und Dtrector der Entbindungsanstalt zu G eßen, mit Wirkung vom 15. April d. Js. an, zu ernennen und in der gedachten E gen- schäft zu berufen. Berlin, 5. Februar. Das Abgeordnetenhaus sctzte heute die Be> rathung des Verwendungsgrsetzcs sort. Der Abg. Rickert beme'kte in längerer Rede, er und Bamberger seien zwar Freihändler, aber feite prmcipitllen Geg- ner deS Tabaksmonopolö; sie nären gegen dasselbe, wer! sie für die Einsüh. rung desselben nur unt.r der Voraussetzung. taß Entschädigungen dcsür gezahlt würden, stimmen könnten; ein Umstand indeffen, der das Monopol wieder unrentabel mache. Der rorgeschlaaenen Rtform könne er nicht zust.mmen, veil den hohen indirecten Steuern ein verschwindend kleiner Stamm von dirccten Steuern gegenüberstchen würde. DaS Steuerprogramm könne Nord- vnd Süddeutschland tn zwei feindliche Gruppen zerreißen. Dir Finanzminister erklärt die Meüung für irrig, als ob er fick bezüglich der Grundsteuerverau- lagung und der Reorgonffation derselben im Widerspruche stände mit dem Fürsten Bismarck. Das sei nie der Fall gewesen. Abg. v. Hammerstein erklärt, die Conservativen ständen voll und ganz auf dem Boden der Politik des Reichskanzlers. Das HauS verwies sodann das Verwendungszesetz an eine besondere Commission von 28 Mitgliedern und genehmigte sodann auch die oberschlefische RothstandSvorlage in zrveüer Lesung. — Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Gewährung von Entschädigungen an Reichstags-Abgeordnete auS dem fortschrittlich«» CentralwahlfonbS, wie solche vom „Berliner Tageblatt" in Aussicht gestellt worden, als eine Verletzung der Re chSverfaffung. — Die Arbeiten zur R i eint btbtuttnbt atienten glaub», unqen, weide jt tinfinen Lttd» man feie Urladu et. Echars wir- t’d). daß man auf Darmtr fördert )cS tniltbigtn. lobend ar.eifannt naehvtrzttchntt» mmtnitfoung keine anbl’6 Schwei^er- hätiftMt b4 Band S)axmid)mtt|tn Ihr Preis ist di biefelben nut i> lud) find dieselben ; In Friedberg ii loog. Aeilgebolenes. 875) Englische Speckbückinge, Berliner Rollmöpse, ruff Sardine» und Kieler Sprotten sind heute frisch eingetroffen bei C. G. Klelnhenn, Seltersweg C 21. steigert werden: Eichenstämme mit 37,79 Fstmtr., Nadelstämme mit 26,68 F'tmtr., Nadel Drrbftgn. mit 3,20 Fstmtr. Scheith. Knüppech. Stockh. Reieh. Wellen. .»Tinten * As * .. aui 97 Raummeter Eichen- und Buchen-Scheitholz, Prügelholz, 72 Ercher stangen mit 6 02 fm, 13 Nadclstangen mit 1,02 fm, 3 Birkenstangen mit 0,32 fm. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese Boimitttags 9 Uhr. Gießen, den 7. F bruar 1881. Großhe-zogl. Bü g-rmeisterei Gießen. 872) A Bramm. »Hi«« dir wnelunigmu "Ulunrhr unb |s. ift gentbmigt. Die Abfuhrscheine können vom 15. d. MtS. an bei Großh. Rentamt eingelöst werden. Ueberli.serung und erster Abfuhrtag btn 16. d. MtS. Gießen, am 5. Februar 1880. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. In Auftrag: Walt der, Forstaccesfist. Zagdverpachlung. Mittwoch den 16. Februar, Vormittags um 10 Uhr, foll die der Gemeinde Harbach gehörige Fckd. und W Udjagd versteigert werden. Bemerkt wird, daß die Gemarkung Harbach 20 Minuten von der Eisenbahn-Station Reiskirchen entfernt ist. Harbach, den 4. Februar 1881. Großh. Bürgermeisterei Harbach. 853) Münch. i —"T" latent» lchcn'^"^ Bahnhofstraße, emvft-bit küt reich afiortirteg Laqer tn Leinen, Halbleinen, Khiffoll, DowlaS, Pique, »ettdamast, Bettbarckent u.w. ia «'vielter Wtare ret!en. Handtuchdrell °°n 32 pr- Mir. an rein leinene Tischtücher ^ ' 75 Taschentücher und Er», fdfcc in arößier Auswahl. Herrenhemden in allen Arten unbJJuau 2 habe stets auf Lager, solche nach Maß ,1'efere m kürzester ^istun er Satantit des anltn Sitzens. Lteserung.n fertrger Damen-Wasch^ i wie aanrer Ausstattungen werden prompt ausgesührt. Damendem^u von Doulas T24, von Halbleinen «X 26 per Dutzend. Dorhangstoffe in allen Arten in den neuellen Desfins. Streng reelle Bedienung. — Feste Pret^e.________ Freunden und Bekannten widmen wir die M'.ttheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat. unfern geliebten unoerg ßliLen Hrrrn Bernhard Löwe in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Die B-ndigunz findet Mittwoch Nachmittag 4 Uhr von der akademischen Klinik aus statt. Geschäfts-Anzeige. , verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß, nachdem sich die Firma Docter & Katz aufgelöst, rch mit dem Heutigen ein Geschäft in gleicher Branche unter der Firma Hermtmtt Hals eröffnet habe. Mein Lager besteht aus Herren- und Knaben Kleidern, Damen- und Kinder-Mänteln, Schuhen und Stiefeln aller Art. Meinen werthen Kunden und Abnehmern strengste und reellste Bedienung zusichernd , zeichne Achtungsvoll Stegen, den 7. Februar 1881. “ _ . Hermann Katz. Mein Geschäftsloeal befindet sich in dem von den Herren Uowack & Schlüter neu erbauten Laden 340) Ein möblirtes Zimmer (Parterres zu vermiethen. , I. Manvberger, Neuenweg. 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