'N Abknd: ttbt : '"nkfurter n9 ist durch die Person 50 a Pla« 5. (4978 ÄS:** SÄ' ALL ®’ä=6*"= äw85 Musikalische // >v-Direktion ihmentS für dir Weise M lgeiassene in die „Sxpe- : a. M." wirb chickt. (5036 # Kremen oder an Billets nZteinbei^ rpliw- i Gieße" * ■ jfSO, ; 3ss, g»',lia-1'"' t( g»*, 12>lie'4' 'S«* effl“«’ in Giep'" «F ^l33-1*'3“' 10. H1». srr. 181» Erste« Blatt. Sonntag den 7. August 1881. Kießener WtzeiM Ämigr- nnb Jlmtsbktt für Ära Kreis Gieße». Vurcait i 8‘"ulftrafic B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Matt 20 Pf. mit vrmgeriohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Matt 50 Pf. Amtlicher H h e i l. Gießen, am 3. August 1881. Betreffend: Statistische Ermittlungtt der Personen, welche der Armenpflege auheimgefallen find. Das Großherzogliche Kreisanü Gießen an die Großberjoglicden Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem höheren Ort- angeordnet worden ist, daß behufS Gewinnung von statistischem Material in rubricirtem Betreffe statistische Erhebungen über die Zahl der dauernd und vorübergehend aus öffentlichen Armenmitteln unterstützten Personen stattfinden und wobei die hauptsächlich in Frage kommenden Gründe der Verarmung : Tödtung oder Verletzung deS Ernährers durch Unfall, Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) deS Ernährer-, endlich geistige oder körperliche Gebrechen besonders hervorgehoben werden sollen, lasten wir Ihnen in den nächsten Tagen die hierzu erforderlichen Formularien k. H. zugehen, um noch Anleitung derselben die Einträge zu vollziehen. Wir bemerken hierzu noch, daß die Nachweisungen für daS Jahr 1880 auSzusüllen find, wobei die Gemeinderechnungen für dieses Iahr^einen Anhaltspunkt geben können. In der ersten Spalte ist der Name der Gemeinde, auf welche sich der Inhalt der Nachweisung bezieht, unter Beifügung der Einwohnerzahl nach der Zählung vom 1. December 1880 anzugeben. D't auf Staats- oder Ureiskosten verpflegten Geistetkranken, Blinden, Tauben, Verkrüppelten, sowie ferner die auf Kosten der Krei-kaffen verpflegten Landarmen fu b nicht mttzuzählen. Die Rachweisungen sind längsten- bi- zum 13. September d. I. an uns etnzusenden. Dr. Boekmann.____________ Bekannt m ach n n g. Gefunden: 1 Farbzeichen, 1 Cigarrenspitzen-Etui, 2 Portemonnaie'-, 1 Sporen, 1 Taschenmesser, mehrere Schlüstel, 1 eichener Zuber. Jugeflogen: 1 Kanarienvoael. Gießen, den 6. August 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Verlin> 4. August. Der „Retchs-Anz." schreibt: „Die Eröffnung der im künftigen Jahre m BuenoS-Lyre- zu veranstaltenden Jndustrie-Ausstellung ist nach timt neuerin amtlichen Nachricht nunmehr auf den 15. Februar 1882 festgesetzt worden. Anmeldungen für die damit verbundene Schaustellung europäischer ur.d nordamerikanischer Maschinen find unverzüglich an die Eonsuln der argentinischen Republik oder die außerdem bestellten Agenten zu richten, welche eruächttgt find, dieselben bi- zum 15. December d. Js. in Empfang zu nehmen.- — Zur Unfallstatistik hat der Director des preußischen Statistischen Bureau-, Geh. Regierungsralh Dr. Engel, «inen bedeutsamen Beitrag geliefert. Dnselbe ist tn dem neuesten, soiben au-gegebenen Hefte des erwähnten Bureau- enthalten und verwerthet nicht allein rin reiche-, schon gewonnenes Matertal tn tabellerarliger goim, sondern enthält auch werthvolle Beiträge zur Beurtheilurg, wie die Unfallstatistik verbeffert werden kann und muß. Der Aussatz führt die U.brrschrist: „Tie tödtlichen ur.d nichtlödtlichen Verunglückungen im preußischen Staate im Jahre 1879 und in früherer Zeit mit besonderer Berücksichtigung de- Unsallmeldewesenk." Erst nachdem der umfangreiche Aussatz beim he vollendet war, erhielt ter Versaffer Kenntniß von dem Rescript, welches der Minister v. Bötticher an den Wirtschaftlichen Ver- em sür die Rheinlarde erlaffen hat, ur.d von den statistischen Ermittlungen, die nach Angabe diese- Riscripls angeordnet worden find. Wie man im preußischen Stattstischen Bureau von den Maßregeln d«s ReichsamtS keine Kenntniß hatte, scheint man auch im Reichsamt von den Arbettrn des preußi» schen Bureau- nicht unterrichtet geneftn zu sein. Engel spricht sich über diesen Punkt mit Zurückhaltung, aber deuil'ch au-, er sagt: .Die preußische Unsallstatist k scheint bei dem Reichsamt deS Jnrern ebensowenig bekannt zu sein, wie die mannigfachen, dem früheren preuß schen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten unterbreiteten Anträge deS Versaffer- bezüglich der Reform des Unfallmeldewesens und der Unfallstatistik. •.. Wir fürchten, daß man an der Reichsstelle die Schwterigkeüen einer solchen Zählung, von welcher die statistischen Landiscentralstellen nur aus den Zeitungen etwa- erfahren haben urb bet welcher fie unsere- WtffenS auch nicht zur Mitwirkung an den Arbeiten ausgefordert wurden, ein wenig unterschätzt." Irtegraphische Depesche». Wvlff's teltfft. Gastein, 5. August. Se. Mas. der Kaiser von Oesterreich ist beute Vormittag, nachdem er sich aus da- Herzlichste von dem Kaiser Wilhelm verüb' schiedet hatte, unter lebhaften Hochrufen der Bevölkerung und der Kurgäste wieder abgereist. Gestern Abend nahm der Kaiser die bengalische Beleuchtung des Wasserfall- und Illumination Gastein- in Augenschein. Tie Abreise Sr. Maj. des deutschen Kaiser- erfolgt morgen Vormittag über Frankfurt a. Danach Koblenz. Frankfurt, 5. August. Wie verlautet, würde Se. Maj. der Kaiser am Sanntag Abend 91/* Uhr hier eintreffen, im Centralpostzebäude absteigen, am Montag Vormittag die Ausstellung besuchen und Mittag- 12Vs Uhr bte Reise nach Koblenz fortsetzen. Freiburg, 5. August. Die Leiche bes Erzbi-thums-Verwesers Kübel wurde gestern Abend io großem Zuge bei Fackelfch-in von St. Peter in die Stadt eingebolt. Die Beisetzung tn der Münsterkirche erfolgt am Montag um 9 Uhr Vormittags. Berlin, 5. August. Der „Reich-anzeiger" schreibt: Kaum ist der "Name eine- Prälaten, an dessen eventuelle Berufung in ein hohe- K'tchenamt sich neuerdingS verstärkte Hoffnungen aus die Wiederherstellung friedlicher Beziehungen zwischen Staat und Kirche geknüpft haben, in die Oeffentlichkeit gedrungen, so ist auch schon ein Thell der Preffe geschäftig, durch tendenziö- gefärbte und unwahre Nachrichten über die Persönlichkeit und die bisherige Haltung dieses Prälaten die Bemübungrn zur Anbahnung de- kirchlichen Friedrn- zu durchkreuzen. Ein solche-, die Jntereffen de-Staate- wie der Kirche gleichmäßig gefährdende- Gebähten kann nicht scharf genug vetuttheilt werden. Wir wollm und dürftn von den in diesem Augenblick noch schwebenden Verhandlungen den Schleier nicht fortziehen und beschränken un- deßhalb sür heute auf den Hirwei- daraus, daß jene, schon durch ihren leidenschaftlichen und gehässigen Ton sich genugsam charatterifirenden Preßerzeugniffe au- durchcu- trüber Quelle geschöpft find und in ihren eigentlichen Zielen nur auf da- Hintertreiben de- rnneren Frieden- gerichtet sein können. Wien, 5. Juli. Au- Gastein wird noch gemeldet: Kaiser Franz Josif soupirte gistern Abend bei dem deutschen Kaiser. Heute Vormittag halb 11 Uhr stcttete der Kaiser Wilhelm dem Kaiser von Oesterreich einen Besuch ab und verweilte bi- 11 Uhr bet demselben. Inzwischen versammelten sich die Honarativren und der Hofstaat deS Kaisers Wilhelm in Gala-Uniform btt dem vorgesahrenen Wagen, die österreichischen Notabilitäten und die Spitzen der Behörden in dem „Hotel Sttaubinget." Um 11 Uhr erschienen der Kaiser von Oesterreich in österre chischet Uniform und der Kaiser Wilhelm im Eivtlanzuge. Der Kaiser von Oesterreich rerabsckiedete sich tn der herzlichsten Weise von dem Kaiser Wilhelm, d«ffen Suite und den österreichischen Nota- bilitäten und verließ Gastein unter begeisterten Hochrufen de- zahlreich ver- samne'ten Publikum-. Pari-, 5. August. Rach einer Meldung der „Agence Hava-" au- Ragusa wäre unweit Bilek tn der Herzegowina der Postwagen von einer gegen 30 Mann starken Räuberbande angegriffen worden, welche 2 Mann von der Milikäre-korte d«s Postwagen- getödtet und das im Postwagen befindliche Geld geraubt hätte. Tour-, 5. August. Bei dem gestern zu Ehren Sambetta's veranstalttten Banktt toastete der Maire auf Grevy und Gambetta. Letzterer erwidette mit einer Ansprache, in welcher er daran erinnerte, daß in den letzten 10 Jahren Frankreich seine Finanzen in gute Derhälwisie gebracht und seine militärische Größe unter der Fahne der Republik wieder bergenellt habe. Die menarchische Partei sei bestegt. Für die Republik sei der Zeitpunkt gekommen, die von ihr seit langer Zeit gemachten Versprechungen zu erfilllen: die sociale Emancipation, die vollständige Freiheit in der Politik und em unausgesetztes Fortschreiten. Gambetta sprach sich lobann in warmen Worten anerkennend über den Präsidenten Grevy aus, lenkte die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die gegenwärtigen Zustände und sprach sein Bedauern darüber auS, daß das Liften- skruttnium nicht angenommen worden und es so nicht möglich geworden sei, die Demokratie in ausgedehnterer Weise darüber zu Rathe zu ziehen. Der Redner unterzog sodann die verschiedenen, von ibm als nothwendig anerkannten Resormoorschläge einer eingehenden Betrachtung und äußerle sich mißbilligend darüber, daß der ^enat den Laien-Unterricht nicht genehmigt habe. Er sei für das Bestehen von zwei Kammern, wolle aber, daß dieselben von einem Geiste beseelt seien. ,Tas für den Senat gellende Wahlsystem, sowie die Befugnisse des Senats feitn_ ab zu ändern.^ Die ersten von der Nationalveisammlung als unabsetzbar gewählten Senatoren müßten sich einer neuen Wahl, welche von einem Kongreß vorzunehmen sei, unterworfen. Ftrner verlange er die weitere Entwickelung des Unterrichts und die vollständige Asiociationsfreiheit. Die zu stellenden Aufgaben faßte der Redner in folgende Punkte zusammen: 1) theilweise Reform der Verfassung im Hinblick auf den Senat, 2) die Herstellung einer Frankreich richtig repräsentirendeu Majorität, 3) die Wiederherstellung und die Achtung der Prä- rogatrve der admivistrativen Gewalt. Frankreich werde auch alle übrigen ofsenftehenden Fragen lösen. Ta es demokratisch sei, werde sich Memand, wie auch die Entscheidung ausfallen möge, derselben widersetzen. Wenn eine Spaltung eintrrten sollte, so werde dies nur eine Rivalitat in Bezug auf die Pflichten sein, nicht eine solche in Bezug auf die Herrschaft. - Die Rede Gambetta's wurde mit großem Beifall ausgenommen. Frankfurt, 6-Augufr. (ErflcieU.) Der Deutsche Kaiser besucht übermorgen, Montag früh, die Patent-Ausstellung. Lokales. Gießen, 6. August. In Bezug auf bie allgemeine Lage der Bierbrauereiindustrie wirb in dem Jahresbericht unserer Handelskammer erwähnt: „Mit den Zollen auf , Getreide ist das deutsche Reich nun einmal beglückt. Die Bierbrauereien Deutschlands zahlen den Betrag dieser Zölle in den Ankaufspreisen der einheimischen Gerste und des einheimischen Malzes 311m weitaus größeren Theile. Dies ist nicht gerade die schlimmste Wirkung derselben. Weit höher schlagen wir die Beschränkung an, welcher . die Bierbrauereien in der Wahl der Rohstoffe und Halbfabrikate darnach unter; Die Verkaufspreise des Bieres konnten und können nicht erhöht werden. Auf dem Be- zua der vortrefflichen böhmischen und mährischen Gersten- und Malzsorten haften schon sehr hohe Frachtsätze, so daß für Mitteldeutschland die Verwendung derselben sich nunmehr verbietet- __ So lange diejenigen Landflächen Deutschlands, welche qualitätvolle Sorten von Gerste erzeugen, gute Ernte erzielen und dieselben ohne Witterunasschäden em- heimsen ist das ausländische Product für die feinere Biere darstellenden Bierbrauereien au entbehren, anders aber gestaltet sich die Sache in dem entgeaengesetzten Falle. Hohe Frachtsätze, Zölle und die Unmöglichkeit, diese Kosten in dem Verkaufspreis des Bieres wieder vergütet zu erhalten, bringen den ohnehin schwierigen und kostspieligen Bier- brauereibetrieb in Situationen, in welchen von der Erzielung eines angemessenen Gewinnes kaum noch die Rede sein kann. Tritt dazu noch die in der Luft schwebende Braumalzsteuer, so wird es um die Existenz aller nicht gut fituirten Brauereien traurig genug aussehen, wenn nicht entweder der Bierpreis erhöht, ober bas Bier geringhaltiger hergestellt wirb. Eines von beiben würben sich bie Consumenten gefallen lasten mÜ^Cn*5)ie hiesige Actienbrauerei theilt uns mit, baß sich bie Probuction unb ber Absatz dieses Etablissements gegen bas .Vorjahr etwas vergrößert habe. Die Preise von Gerste, Malz unb Hopfen waren gegen 1878/79 wesentlich höher. Der Absatz beschränkt sich, abgesehen von kaum nennenswerthen Versenbungen nach Italien, auf bas Deutsche^Rnchobuc^on sammtlicher Brauereien in Gießen stellte sich nach Maßgabe des versteuerten Malzes i 50 pro Hectoliter «ier gerechnet auf: 44392,5 Hectoliter 40285 Hectoliter bazu Einfuhr 3085 „ 3621 „ In Summa 37477,5 „ 43906 „ Ausfuhr 16986,2 „ H944 „ Verbrauch in Gießen 30491,z „ 31962 „ — lieber bie Cigarren- unb Rauchtabakfabrikation im Bezirk ber Handelskammer heißt es im Jahresbericht: _ Ein uns zugehender Bericht sagt: Das Geschäft in Cigarren war wahrend des Jahres ein recht schleppendes, außerordentlich wenig lohnendes unb litt unter einer Reihe empfinblich schäbigenben Einflüssen, deren fühlbarste Consequenz in einer enormen Abnahme des Consums zu Tage trat. Die Unzufriedenheit ber Fabrikanten und Händler war daher allgemein, zumal die Auspicien für späterhin sich nur immer schlechter gestalteten. Auf der einen Seite war es die bedeutende Erhöhung des Rohtabakszolles, welche nach einer vorübergehenden Lebhaftigkeit des Geschäftes andauernde Stagnation herbeiführte. Und doch kam der neue Zoll nur mit einem kleinen Bruchtheil seiner Steigerung in den Preisen des Fabrikates zum Ausdruck, weil die Fabrikanten theil- weise seither noch von zu altem Zollsatz versteuerten Rohtabakslagern arbeiteten. Sind» aber diese Bestände aufgebraucht, so dürfte eine neuerliche Preiserhöhung unumgänglich, damit aber auch ein weiterer Consumrückgang zu befürchten sein. Auf ber anderen Seite ist es die Straßburger Manufactur, welche durch ihr mißbräuchliches, von der öffentlichen Meinung längst verurtheiltes Gebühren das Absatzgebiet ber Privatinbustrie stetig mehr unb mehr einzuengen unb ihre Fäden mit ber Seit burch ganz Deutschlanb zu ziehen trachtet. Die Unsicherheit enblich, welche durch die von ber Regierung ber Idee bes Monopols gewibmeten Aufmerksamkeit immer wieber von Neuem wachgerufen wirb, gesellt sich auch noch bazu, ber kräftigen äßleberentfaltung unserer Jnbustrie ein Hemmniß zu fein. Wenn man biese Verhältnisse im Auge hat, ist wirklich kaum zu verstehen, wie Seitens ber Relchsregierung zugegeben werben kann, baß die ohnehin so stark geschädigte, durch die mehrjährige Zollcampagne wahrhaft gehetzte und terrorifirte Tabaks- Industrie durch eine ihr aus dem Staate selbst erwachsene Gegnerschaft so sehr beiiachtheiligi werden darf. Man kann sich, eingedenk dieser unb anberer Anzeichen, welche in fast täglicher Wieberkehr darauf hinbeuten, wie ber Reichskanzler mehr benn je an ber Verwirklichung seines Jbeals, des Monopols, arbeite, der Annahme nicht erwehren, daß die Straßburger Manufactur dazu dienen soll, einerseits die Fabrikanten gefügig zu machen und andererseits die zukünftigen Monopolbeamten heranzubilden. Andere Berichte aus derselben Branche stimmen im Wesentlichen mit obigen Ausführungen überein. Dieselben conftatiren noch, daß die Straßburger Tabaks- Manufactur am hiesigen Platze und in unserem Lande noch keinen Boden gewinnen konnte, machen aber darauf aufmerksam, daß die hiesigen Fabrikanten mit ihrem Gelde der Manufactur nicht selten in die Hände arbeiten, indem sie durch längere Credit- gewährung an ihre Kunden diese in den Stand setzen, versuchsweise größere Posten des Straßburger Fabrikats per cass» zu kaufen. — In hiesiger Stadt hat sich in letzter Zeit ein Verein von Kaufleuten gebildet, welcher den Zweck hat, durch einmüthigeS Zusammenstehen sich gegenseitig vor schädlichem Kredit» geben zu schützen. In größeren Städten bestehen solche Vereine schon lange mit großem Erfolg und dürfte es auch für unsere kiesigen Geschäftsleute nur von größtem Nutzen sein, sich recht lebhaft für die Sache zu interessiren. Wie wir hören wird ver junge Verein demnächst mit einer Einladung zur Brtheiligung an di« Oeffentlichkeit treten. fertigen ließ, mittelst desien er Zeug« der Z.rstörung deS P aneten zu sein hofft, ohne daS Schicksal seiner Einwohner zu rheilen. Auf dieser Lustreise wird er eingemachtes Fleuch, Cognac, Sodawaffer, Rothwein und andere Lebensrnitteln in hinreichenden Ouanuiäten mitn«hmen, um feine Bebürfniffe für drei Jahre zu decken, um welche Zeit, roie er berechnet, sein Leden ein natürliches Ende gefunden hoben dürfte. Er ist der Meinung, daß sich unter den Trümmern der Welt sich irgend rin großes Fragment brsinden werde, auf welches er im Stande sein werbe im geeigneten Augenblicke herabzustelgen und eine Zuflucht für seine wenigen üorigen Jahre zu finden. Er beabsichtigt, seinen Waldhüter, einen alten und treuen Diener, mirzu nehmen, aber bat denselben, ber erst 52 Ja. re alt ist. gewarnt, baß, wenn die Lebensmittel in dem Ballon erschöpft sind, er für sich zu sorgen haben werde und sich in drei Jahren ohne Subsistenzmittel befinden dürfte. Nachdem er alle diese Vorkehrungen getroffen, soll der alte Herr in aller Gemüthsruhe geäußert haben: „Ich werde mich bester ohne die Welt als mit derselben befinden.- Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Vom 30. Juli bis 6. August 1881. Aufgebote. Den 30. Juli. Schirmmacher Gottfried Friedrich Franz Schneider mit Barbara Köhler, Tochter ded verst. Lokomotivführers Johannes Köhler von Gietzen. Den 3. August. Bahn arbeiter Heinrich Christ, Wittwer, von Groß Linden mit Margarethe Schmidt, geb. Weimer, Wittwe des Taglöhners Ludwig Schmidt V. von Alt-Buseck. 3. Kaufmann Friedrich Wilhelm Christian Jacob Ludwig Fuhr von Neu-Ulrichstein mit Emma Franziska Margarethe Lohmann, Tochters des WerkführerS Dietrich Heinrich Lohmann von Gießen. Eheschließungen. Den 3. August. Der Heizer an der Main-Weser-Bahn Philipp August Scheerer, Wittwer von Königsberg mit Regine Scheide!, Tochter de« verst. Fuhrmanns Johanne» Scheide! von Ludwigshafen. Geborene. Den 27. Juli. Dem Lehrer Dr. Ed. Molly eine Tochter, Wilhelmine Mathilde Louiie FranziSka. 28. Ein Sohn von auswärts, Karl. 29. Dem Schlaffer LouiS Pfaff eine Tochter. 29. Dem Fuhrmann Ludwig Leukel eine Tochter. 30. Dem Schuhmacher Philipp Kinkel eine Tochter, Sophie Clara. Den 1. Au ust. Dem Bahnarbetter Avam Schomber ein Sohn, Philipp August. 2. Dem Kaufmann Gustav Kautz ein Sohn. G e st 0 r b e n e. Den 1. August. Gcrichtsaccessist Georg Emil Ferdinand Strack. 22 Jahre alt. 1. Char» lotte Lips, 62 Jahre alt. 2. Ofenputzer Philipp Laudon, 48 Jahr alt. 2 Sine Tochter von auswärts Emilie, 24 Tage alt. 3. Rosalie Simon, geb. Wallach, 35 Jahr alt, Ehefrau deS Kaufmanns Victor Simon von Magdeburg. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 29. Juli. Christoph Hahn, Magazinarbeiter dahier, des Ackermanns Philipp Hahn zu Nieder Ohmen ehel. Sohn und Katharine Schmidt, geb. Wöll, Wittwe des verst. Taglöhners Johann Wilhelm Schmidt in Laubach. Den 31. Juli. Karl Bernhard Müller, Eisendreher dahier, des zu Großgartach, verst. Schneiders Christoph Friedrich Müller ehel. Sohn und Christine Schultheiß, deS Taglöhners Johann Heinrich Schultheiß zu Stangenrod ehel Tochter. Den 3. August. Philipp August Scheerer, Hilfslokomotivführer dahier, des Meffer- schmteds in Königsberg bei Gießen Karl Schee-er ehel. Sohn und Regine Scheidel, des verst. Frachtfuhrmanns tn Ludwigshafen Johannes Scheid«! ehel. Tochter. Getaufte. Den 30. Juli. Dem Fabrikanten Louis ümmeliuS ein Sohn, Ludwig Ernst, geboren den 9. Mai. Den 31. Juli. Dem Bahnarbeiter Friedrich Wenzel eine Tochter, Elisabeth Katharine, geboren den 20. Juli. Denselben. Dem Schutzmann Balthasar Müller eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 8. Juli. Denselben. Dem Bäcker Ludwig Kroneberg ein Sohn, Kan Ludwig Wilhelm, geboren den 7. Juli. Denselben. Dem Metzger Georg Möhl ein Sohn, Georg Philipp LouiS, geboren den 24. Juni. Denselben. Dem Fuhrmann Peter Dönges ein Sohn, Wilhelm, geboren den 12 Juli. Den 2. August. Dem Schaffner Johann Friedrich Runkel ein Sohn, Johann Bruno Bertram Theodor, geboren den 4. Juli. Beerdigte. Den 30. Juli. Elisabeth« Bertram, geb. Arzt, Eoefrau d«s Locomitivführers Joharn Ludwig Bertram, alt 54 Jahre, 8 Mon. 12. Tage, gestorben den 28. Juli. Den 31. Juli. Marie Bay, geb. Koppberger, Ehefrau deS Fuhrmanns Michael Bay dahier, alt 45 Jahre 7 Mon. 3 Tage, gestorben den 29. Juli. Den 3. August. Georg Emil Ferdinand Strack, Gertchtsaccessist dahier dahier, lediger Sohn des evang. Dekans und Pfarrers zu Lang-Göns, Lic. Karl Strack, alt 22 Jahr 7 Mon. 25 Tage, gestorben den 1. August Denselben. Cbarlotte Lips, ledige Tockter deS verst. Stavtschreibers zu Groß-Umstadt, Karl Lips, alt 62 Jahre 3 Mon. 27 Tage, gestorben den 1. August. Den 4. August. Philipp Laudon, Ofenputzer, alt 48 Jahre 6 Mon. 1 Tag, gestorben den 2. August. Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat Juli 1881. Je 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennig«. 5? 5 ' ,u s-h», 3°h«" önrl *«!«» 64,nn ^Wnntietinixi LocowitivfühmS Z-H-" Am» w *» effiß dahirr X«22^7*98 chwbn« >u e-»i'u,iUtl ' 6 hm. 11* «,ä',k0 " mit Öartata Ribin «n3 August, l«b. 'annFlitdri-L A°rgarttht Lohaa«,, '"'"hofft "*"« 8k j* fc tM 'taten mitn-k «Kn, le Unin den tr (8 ei i„ V uee,,t" "'n. ifr*'«» hiiti« ” bi< 8*2?' ”"!« ’l" ot,! °2i«n>n « 1 698 w «|* Lop^Ä-B ven min ▼on k. Sliickralh HO . 130, Gerichtsvollzieher. 5149, r Von 40 45 Ainerikanische Oefen werden bis Ausgang September zu den nachstehenden herabgesetzten 12 15 20 20 25 25 Pumpen jeder Art und Größe von 20 an, eiserne Pfuhl, Sumpen (neu), compl. 30»*, Dampfkessel-Armaturen, Gaskoch Apparate und Metallwaaren jeder Art. 5163) Filiale F. G-raef, Ncue-Bäuc 82. Fa^on, 5 Stück Havanna Jara, sehr fein, klein ga$on. glänzend bewährt Referenzen stehen zu Diensten. j994) Th. Haubach, Bahnhosstr. C. 12b. Bekanntmachung. 5174) Wegen Räumung bei Stadtringgraben- bleibt befien nördlicher Wafferzufluß vom nächsten Montag an einige Tage abzesperrt. Gießen, ben 6. August 1881. Großherzozliche Bürgermeisterei Gießen. A. D r a m m. Fabrik & Preisen abgegeben: Nr 0 früher Mark 100, jetzt Mark 90 Frankfurt a. M., ben 6 «Hfl.. 91a 1 Uhr 5z» Mm. (ItlMr.fr Rusten 76% 2. Orient-Anleihe 61% 5% RumLntfche Rente 93. Tendenz schwach. Bremen 3 «u«rfl Der Potzdo«pfer fconae, U»t. « v-stiu», lom Rorddratschen Lloyd tn Bremen, »eld£ °« 23 IuN ton R-yort * I*" 2 ££ o-amueaa« »oblbebaltcw in Southampton anytkommen und hat uacd Landun, der für dort Bot und Ladung 3 Uh- «ammarft< kostete Butter per $fb. JL.1.15 \ fcHif 6 a 2 Stück 11 H, Enteneier per Stück 6 4, , « X *4W «rr fcriZ S-0 4, fcM« « «Un \ mm J3A i«*« bl« P-> -* O.75-O.OO, «Untr ». 6t X 0.90-1.70 e"1«, * ®" o w Ano mc 6tU X 1.50-1.70, ein|c p« Stück X O.-O.OO, 1 ' 0 _u Oiifmnriftb 66—00 j, per vfd . K>ch- unb 8ttnb|Utf* 46 dt« »aMMw'- 00 X tammtl6«04 60-70 X 6«tae6«f4 64-00 4, »«tefftbt 100 IWi 000-000 nrut R.rtcff.l 100 fhlo X 6.00-6X0 3»«« »« La X 1O-1T«U* •" 16 »nb 18 X. »'"»'N d-« «'und 25 30 X- Feilgebotencs. 5152) Eine alte eiserne Drehbank mit Support und eine alte Holzdrebbank billig zu verkaufen. Nah. in der Exped- ds. Blattes.___________________ 5166) Einen Wagenkafren ;um Ein- ftellen von Flaicden und eine hölzerne Wendeltreppe hat abzugeben Dr. A. Mettenheimer. 5 Stück......... • • Sumatra, 77r, Holländer Fa^on, lang und in 10 Stück gebündelt, 5 Stuck . - • Valle E Hijo, groß Fa?on, 5 Lluck Kaiser Wilhelm, in 25«8ünbel, □ «tuet , Manilla, grob 9tegoliafaton, 5 Stuck . . , Los dos Carbajales, m 10 Stück ge- bündell und in 50-Kiftchen, 5^ Stück . . . , Lucero. MNelfa^on, in 2o-Bundel, o Lt. , Beralla de la Reyaa, groß Fa-on, in Klappkiften ä 50 Stuck, 5 Stück ... 50 „ den beliebten Barsoviana, 3 Stück 10 Pfg-, ha Alle Torten auf das Feinste gerieben, fertig zum Anstrich, rasch und OdiarDCH ^art notfnenb, sowie alle zum Anftre'chen erforderlichen Lacke, Firnisse, Pinsel etc. ci Cf. (4140 tmpf,e6 Fr. Seibel, Mäasburg. " 2 » w 165, Ä Fsr Alle anderen Nummern in demselben A erhällniss billiger. Die Oefen sind hier seit dem Winter 1879/80 vielfach im Gebrauch und haben sich 5171) Die am 15. Juli er. fällig gewesenen Pachtgelder von den «Ldlischen Trtebvtertela künnen in den nächstm 8 Lagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen iLtadtkasie bezahlt werden. Gießen, den 6. August 1881. Der Start.Rentmeister: ( Inders. _____________ Submission. 1) Die Lieferung von Steinkohlen und tannenem Scheitholz für das 7 acadrmifche Hospital In Gießen, 2) das Remigen unb Jnstandhalten der Oefen und des lkochherde« in dieser Anstalt Ehe man aber Keichskasse sllrhei Geld herbekomni! lrgend etwas ent 3U hüllen bemüht ~ Wie au. Studenlenverbindl deuischen Brüder, - Wie mw Würg eine ge: */ namentlich WUBgtlft. i NM Unsall t wenn glichen arnlllS werden. Da8 nei SR?* «S T ^Qebitt ^'^mfatijs t|, & 8"* ««ab« |nt8' Bl «