Nr. S. Freitag den 7. Januar 1NS1. Aichmer Anzeiger uni fit btn Kreis Gieße«. Redac1io«»bnre»n r GxpeditionsbureO«: Schulstraßc B. 18. ^scheint täflürf) mit Ausnahme des MontagS. PreiS viertel Ehrlich 2 Mark 20 Pf. mH BringerlHw Durch die Post l»ezogea vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hl-ei l. Gießen, am 4. Januar 1881. Betrefsend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Hessen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstande des Kreises. Wir erinnern Diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, wiederholt an die Einsendung des in obigem Betreff zu erstattenden Berichts. vr. Boekmann.____ Gießen, am 5. Januar 1881. Betreffend: Statistik der Bewegung der Bevölkerung pro 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der alsbaldigen Einsendung der Register über die in 1880 oorgekommenen Zu - und Wegzüge entgegen, vr. Boekmann. PfarHbHiferenz: Mittwoch den 12. Januar. Lang-GünS, den 5. Januar 1881.Strack, Dekan. Das Bagantenthum. AIS die traurigste Erscheinung unserer Zeit muß wohl die furchtbare Ausdehnung betrachtet werden, welche das Bagantenthum sowohl in Hinficht auf die Zabl der Vaganten, als aus seine physichen und fittlichen Comequen- zen genommen hat. Es stellt ein Sinken des Menschen zu einer säst thieri'.chen Existenz dar, La- in einem grellen Conlraste steht zu der geistigen und male» rielltN Höhe unserer cictlifnhn Lebenshaltung. In der deutschen Geschichte giebt es vi'lleicht nur eine Periode, tn der Aehnliches zu finden ist, die Zeit nach dem dreißigjährigen Kriege, wo Tausende von Landsknechten und Söldnern und ininnttn und verlumpten Dauern die Gauen Deutschlands durch- streiften, olle Landstraßen unsicher machten und oft vor Frost und Hunger Hüter Hecken und Zäunen ein elendes L»ben auShauchten. D'e Demoralisa- non durch dos Voganlenthum hat damals in der DolkSfittlichkert noch lange nachgezittert, nachdem die materiellen Nothstäi de längst geheilt waren, und wir sürchten, daß die Eigenschaften, welche eS naiurgeu äß erzeugt, auch diesmal länger fühlbar sein werden, als es selbst in dem kraffen Maße wie heute exrp rt. D'e Bitterkeit, der trotzige Groll, der ,m Herzen des leidlich sittlichen Elenden durch eine vollkommene aussichtslose Ex>stenz hervorgerusen ist, beschwichtigt sich so leicht nicht wieder, selbst wenn seine ursprünglichen Ursachen gehoben find. Jene Empfindungen verdurkeln unzweifelhaft die Lebensauf- saffung und die Beurtheilung gesellschaftlicher Zustände in den Bevölkerungs- sch chnn, in die fie durch die Rückkehr der Baganten zu bürgerlichem Leben getragen werden. In den aus die äußerste Tiefe gesunkenen Individuen greift eine vollkonmlne Rü cksichtslofigk.it gegen die frcmde Existenz Platz, und wenn man erwägt, dcß geistige und fiitliche E'.genthümltchkeiten sich körperlich fort- erben können, so mag man wohl mit einigem Dangen in die Zukunft sehen dürfen. Es wäre ober vollkommen falsch, die Verbitterung und die Rohheit zu vermehren, indem man fie durch eine, den Groll und den Trotz herausfordernde unmenschliche oder Verachtung einschlußende Behandlung zu heilen versuchte. Eine Behandlung, die den Menschen erniedrigt, kann nimmermehr sittliche Hebung bewirken, sondern nur Rachedurst erzeugen, den eine als AuS- würflingk' stigmatifirte abgeschloffene und sich abschließende Klaffe an der übn- pen Gesellschaft löscht. Die Größe ur.d Gefähilichk.it des U bels erheischt unzweifelhaft die aufmerksamste und energischste Inangriffnahme von Besuchen, e- zu mildern und zu heilen, aber in diesen Versuchen wird man, um die Sache mcht zu verschlimmern, eben auch nur mit der größten Leidenschaftslosigkeit zu verfahren und sich vor den Eingebungen zorniger Aufwallungen zu hüten haben; man wird sich stets deffen erinnern u üfien, daß es Unglückliche find, utb in den meisten Fällen ohne eigene Schuld Unglückliche, welche die Hülse der Gesellschaft herauSsordern. (Forts, folgt). Deutschland. Berlin, 4. Januar. In einer schöffengerichtlichen Strafsache ist kürzlich die Frage zur Erörterung gekommen, ob es einem Zeugen bei der Le.stung des ZeugeneideS gestattet sei, der im Gesetz vorgeschriebenen Sides- sormel noch eine weitere, seinem GlaubenSbekenntniß entsprechende Betbeuerung hinzuzusügen. Auf die lern Justizminister gewordene Kunde von dem Vorgang erließ derselbe unter dem 18. Decbr. v. IS. an die zuständige Staatsanwalt- schäft eine Verfügung, nach welcher gegen die Zuläifigkeit confesfioneller Zusätze zu der EideSnorm ein Bedenken nickt Herzule,ten sei. Die entgegenges.tzte Anstcht würde in ihrer oonsequenten Durchführung geradezu zu Absurditäten führen. Denn nach ihr dürfte d?r Schwörende nach dem Auesprechen der durch das Gesetz gebotenen Bekräftlgungsworte offenbar auch nicht einmal das Wort „Amen" hinzusügen, ohne damit die Zulässigkeit des Eides zu beeinträchtigen. Die Anstcht des Justizmtnisters wird mveß in juristischen Kreisen keineswegs allgemein getheilt. — Wenn früher Klagen von unseren Ostgrenzen, Klagen über die traurigen Folgen der russischen Grenzsperre erschallten, so pflegte die Regierung und Fürst Bismarck selbst zu antworten, ihm ständen keine Mittel zu Gebote, den Kl->en abzuhelfen, und Preußen vermöge in dieser Angelegenheit auf Rußland mcht anders emzuwirken, als indem eS die Ruffen zu überzeugen suchte, daß sie sich durch ihre thörichte Schutzzöllnerei selbst den größttn Schaden thäten. Das war zur Zeit, als Deutschland in d Fürst BiSmarck den Grundsätzen des freien Verkehrs huldigten. Nun wir aber selbst zur Schutzzöllnerei übergegangen sind, können wir gegen Rußland, da- eben feine GrmzMe, bei Ermäßigung seiner Salzsteuer, um 10 pCr. erhöht hat, auch nicht ein Wort mehr sagen. Rußland folgt nur unserem Beispiel, und die Politik, die ihren eigenen Vortheil in der Beschädigung Anderer sucht, muß ihre weiteren Folgen eist in größerem Maße entwickelt haben, ehe wir zur Umkehr gelangen werden. Der Rückgang von Königsberg und Memel ist sehr auffällig und sehr beklagen-werth. Am meisten und zurächst wird die deutsche Eisenindustrie unter der Erhöhung der rnssi chen Zölle zu leiden haben. Wir verhindern die Einfuhr, selbst die Durchfuhr des russischen RoggenS und die Rusten sperren sich gegen das Leutsche Eisen ab. TaS ist ncch der Schutzzolltheorie ganz in der Ordnung und wird zu noch immer weiteren Consequenzen führen. Die alte einfache Wahrheit, daß bei jedem Handelsgeschäft beide Theile gewinnen, ist für jetzt tn einen tiefen Brunnen gefallen, aber die Zeit wird hoffentlich kommen ui b nicht weit mebr entfernt sein, wo wir die vergeffene Wahrheit mit Hebeln und Stricken wieder aus dem Brunnen Heraufziehen. Inzwischen herrscht roch viel Unklarheit und Verwirrung über unsere Steuer- und Zollpolitik. Das Centrum ist veistimmt über die nach seiner Meinung nicht aus- reicher den Zugeständniste, die eS in der Kirchenpolitik erfahren hat, und ist keineswegs io bereit wie damals, als es bei Einführung dec Schutzzölle mit» wirkte, die Regierung in Steuer ftagen zu unterstützen. Die preußische Vorlage wegen der Wehrsteuer wird im Bundesrath manche Abschwächung erfahren und in der neuen Gestalt keine« falls die 18—20 Mill. Mark aufbringen, die der preußische Finanzminister davon erhoffte. — Welchen Einfluß der Zolltarif auf alle Lebensmittelpreise ausübt, zeigt handgreiflich auch die Vergütung beS Reiches für bie Naturalverpflegung der Truppen. Während der Satz für die volle Tageskost mit Brod pro 1879 nur 80 Pfennige betrug, trat schon im verflossenen Jahre eine Erhöhung aus 85 Pfennige em, unv ist der Satz für daS Jahr 1881 vom Reichskanzler auf 1 M^rk erhöht worden. Dabei ist noch nicht einmal bie Steigerung der Brodprelse in Ai satz gekommen, da für Brod gleichmäßig in allen drei Jahren 15 Pfennige pro Tag und Mann in Rechnung gestellt werben. 80 Pfennige pro Tag machte im Jahre 392 Mark, jetzt 100 Pfennige pro Tag macht im Jahre 365 Mark; bie Differenz, welche bie durch den Zolltarif bewirkte Ver- theuerung der Lebensrnittel ausdrückt, beträgt mithin jährlich für einen Mann 73 Mark. Esten aber muß nicht nur der Soldat, sondern auch ftder Handwerker und Arbeiter, meint bie „B. Z." Auch für ihn haben sich also bie Ausgaben um diese Summe gesteigert; hat er grau und Familie, so wird er doch mindestens zweier Rationen bedürfen, mithin im Jahre eine Mehrausgabe von 146 Mark haben, wenn nicht Mann, grau und Kind Hunger leiden sollen. Das ist der ziffernmäßige Segen der inbirecten Steuern! Berlin, 4. Januar. Wie wir hören, ist eine Actiengesellschaft in der Bildung begriffen, welche den Zweck hat die Boll6e'sche Erfindung der Darnpf- kaleschen, Dampfomnibuffe und Dampf^astwaaen im Großen und für die allgemeinen Verkehrsotrhältmffe im praktischen Wege durch Errichtung regelmäßiger Touren für Personen- und Güterverkehr zwischen bestimmten Ortschaften auszubeuten. Frankreich. Vermischtes n 000—0 Romain-Salat 30-00 A, Endivien 10—0 ; y ‘ kraut 15—25 Artischoken 50 Erbsen das Pfd. 00 Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Csrrefpoudeuz-vnrean. New-York, 5. Januar. Berichten aus Havannah zufolge wird die Zuckerernte auf Cuba gleich derjenigen des Vorjahres geschätzt. Konstantinopel, 5. Januar. Es verlautet, die Pforte habe den Botschaftern der Mächte erwidert, sie werde die Schiedsgertchtssrage abermals erwägen. — Die in das Finanzministerium geladenen Banquiers, denen die sechs indtrecten Steuern verpfändet sind, erklärten sich, nachdem die Pforte 85 000 Livres Vorschuß zur Zahlung der Coupons der Anleihe von 1855 verlangt hatte, bereit, die bez. Convention auszusühren und den den Bonds- Inhabern zukommenden Theil auBzahlen zu lasten. Loudon, 5. Januar. Die Waffendepots der hiesigen Freiwilligen- Regtmenter werden schärsstens bewacht wegen Befürchtuvg von Angriffen durch Fenier. — Gestern kam es in Newbrook bet Claremorris zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen der Polizei und Volksmaffen, welche die Gertchts- beamten verhindern wollten, die gegen viele Pächter erlaffenen gerichtlichen Entsetzungs-Verfügungen letzteren zuzustellen. Zahlreiche Verwundungen kamen vor, darunter vier tödtliche. — Am Montag Abend wurde viermal der Versuch gemacht, die Liverpooler Docks durch Petroleum in Brand zu stecken. Athen, 5. Januar. Wie es heißt, erklärte Kumunduros auf den neuesten Schritt der Mächte zu Gunsten des Schiedsgerichts, Griechenland wünsche zuvor Aufklärung darüber, auf welcher Basis das Schiedsgericht verhandeln solle und welche Garantien die Mächte für die sofortige Ausführuna des Schiedsspruchs gäben. ö Paris, 5. Januar. Die Beerdigung Blanqui's fand unter sehr zahl- reicher Bethetligung statt. Gegen 20,000 Personen folgten dem Leichenwagen, während eine große Menschenmaffe in den Straßen, welche der Letchenzug passirte, Aufstellung genommen. Rochefort und verschiedene ehemalige Mttglie- der der Commune waren an der Spitze des Zuges. Mehrere Rufe: „Es lebe Rochefort. „ES lebe die sociale Republik I wurden vernommen. Am Grabe hielten einige Intransigenten Reden. Abgesehen von dem Gedränge in nung voxRoqu^tte unb auf dem Friedhöfe kam keine bemerkenswerte Unord- Agram, 5. Januar. Heute Abend fand ein eine Secunde währendes ziemlich heftiges Erdbeben statt. Utrecht, 5. Januar. Profeffor Harting macht im „Utrechter Journal" A'annt, daß die Adreffe zu Gunsten des Transvaal-Landes an das britische Volk gegen 5000 Unterschriften erhielt; dieselbe wird heute gedruckt und soll in England, dem europäischen Festlande und Amerika verbreitet werden. Lokales. ma" uns mittheilt, ist gestern eine Frau, einer Ge- Korbflechter angehorend, als an Recurrensfieber erkrankt in die Klinik verbracht worden. in — Einem Bergmanne wurde vorgestern durch das vorzeitige Explodiren einer °fncrrauf ""er Grube bei Wetzlar das Gesicht vollständig zerfleischt Die emen Anblick bieten als wenn sie mit Messern verhackt wäre. Der Ungliickliche wurde in die hiesige Klinik verbracht. (ro , ™ 10. des vor Mts. wurde aus dem Hausflur eines Geschäfts in der Marktstraße ein Ballen Buckskin im Werthe von cö 300 gestohlen Der Dieb m t^^erson des Joh. Georg Müller von Hettenhausen, Kreis Gersfeld von, dem Gendarm Holzer m Homberg ermittelt und verhaftet. Auf Requisition der hiesigen Polizeibehörde wurde Müller gestern Morgen hier eingebracht. Auf dem- selben ruht außerdem noch der Verdacht, anderweite Ballen-Diebstähle in hiesiger Stadt ausge^rt^zu haben, z. B. an den hiesigen Bahnhöfen, vor zwei Jahren im Gart- , . Vorgestern ^^chinittag wurde einem fremden Fuhrmann in einer .fiofraitbe uuf Kreuz eine neue Wmdlaterne vom Wagen abgebängt und an deren Stelle e ne alte befestigt. Bei einer heute früh vorgenommenen Durchsuchung fand die Schutz- mannschaft die abgehangte Laterne in der Scheune unter altem Holze versteckt. * legenen Straßen von Herzogenbusch stehen gleichfalls unter Wasier und die Umgegend al-icht einem See. verschiedenen Berichten zufolge wctß man sich nicht zu erinnern, daß es in dieicm 18£° nt ausgenommen, einen so hohen Wasierstanv gab. Glücklicherweise baden »öS Um3HU6^ hulfreiche Hand zu leisten, der sich fett 5i/2 Uhr borgens durch ein klbf hier ?4 Sh.Jh.2 Entfernung) stack bemerkbares Feu.rmeer anküncigte. Auch heute Abend iflt no/Feuerschein über jener ©tatte, die den Ruin von vielen Hunderten von Existenzen verkündet Bis auf b< Holzschneidemühle ist wenig gerettet. Der Schaden, welck.-n die Ä Ä Wn' ’* aUf me^ 018 - JL Such C ° !rn? S',.4' . Kaurn hat sich die erste dünne Eisdecke über überschwemmte Viesen unb Hdne Deiche ausgebrettet, so forderte sie auch schon ihre Opfer. Gestern Mittag vergnügten sich bei Hanau Knaben auf einer solchen Eisfläche mit Schlittschuhlaufen, aber leider brach em Knabe von 14 Jahren an einer Stelle durch, wo das Wasser so tief war daß er ertrank. Möge man doch alle Vorsicht anwenden und den Kindern das sa sonst s'o gesunde Vergnügen nicht eher gestatten, bis jede Gefahr ausgeschlosien ist. (£> ot' -j Call, 3. Januar. Bet der gestrigen Entgleisung eines Güterzuges auf diesiger Station sind nicht weniger als 11 Waggons gänzlich zerschmettert worden. Geleise' sowie Zugang zum Bahnhof sind versperrt und die Zuge einstweilen noch nicht wieder geregelt. Haag, 28. Decbr. Aus den südlichen Provinzen Lymburg und Nordbrabant kommen die herzzerreißendsten Nachrichten über den dortigen hohen Wasserstand. Die Eisenbahnverbindung mit Mastricht ist vollständig unterbrochen; die Züge fahren nur noch bis zu den vorletzten Stationen Bunde und Meerflen. In der Vorstadt Wijk, sowie in vielen Straßen von Mast- richt selbst mußten die Einwohner aus den Häusern fliehen, um nicht dem drohenden Element zum Opfer zu fallen. Die angrenzenden Dörfer St. Pieter, Heugem, Borgharem, Limmelen Jttern und Gent stehen vollständig unter Wasier; in Elsloo riß der Maas-Damm auf einer Länge von 40 Metern unb man sieht nur die Dächer der meist einstöckig gebauten Häuser aus der Flutb hervorragen. Das Nämliche ist bei den an der anderen Seite der Maas gelegenen belgischen Dörfern der Fall. In dem belgischen Dorfe Lamaye kam der Zollbeamte Barthelemy mit seiner Frau, 5 Kmdern und Vater in den Fluthen um, indem das Boot, worin er mit seinen Leidensgefährten floh, gegen einen Baum stieß unb infolge dessen umschlug. Auch in bet Umgegenb von Roermond und Venloo hat das Element bereits Opfer gefordert. In dem bei Venloo gelegenen Dorfe Thorn steht das Wasier ebenfalls bis an die Dächer; an verschiedenen Stellen brach hier der Maas-Damm auf größere Distanzen. Die niedriger geHandel und Verkehr. vv "L^b"rg, 5. Januar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 18.20, Weißer Weinen ^00 Korn ^L 16.10 Gerste 10.10, Hafer JL 6.75, Erbsen X 00.00, Kartoffeln «X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) '•ein Frankfurt, 5. Januar. «Marktbericht. Der heutige Heu- und ©trohmirff gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. ,X 3.00—4.40. Stroh jM 2 60 — 3 ®utter ba§ W un Großen 1. Qual. JL 90-1.00, 2 Qual *L 1.00-W, im Detall daS 2 Qual. 1.20—00. Eier das Hundert JC. 6—8.50. Ochsenflkiick per Vfuud 6o—70 Kuh-, Rind- unb Farrenfleisch 45—50 Kalbfleisch 50—55 A Hammelfleisch 35—55 Schweinefleisch 75 -80 ein Hahn 1.50 9 00 rin Anfni 2, eine Ente JL 2.50—3.00, eine Taube 60 —00 Gans JL 4 00 10 0 Laien Stuck 2.50-3.00, Feldhuhn JL 2.00-0.00, Rehbock bas Pfb 70-00 A Kav5,n^ H°bn ^6-8.0 100 Ro. Jt6.OT-7.00 Ml SUmentoH 1 St 30-60 4, Wnft»« 00-00 ©etberüben 1 Bund 12-151 «wt-biln Mn“"« 'S?4 °-00^- 1 Stück 00 - 00, Sparg-l da« Pfund 000 < A. Romain-Salat 30-00 A,, Endidlen 10—0 Rothkraut 15-20 A, Weiß- ^91. Artlichoken SO A OrrMen hofi Art Q h ”, Heber ben Brand der Hoffmann'schen Stärkefabrik tn Salzuflen veröffentlicht die Mind. Ztg. noch nachstehende interchante Einzelheiten: „Ein kleiner, winziger Flammen- PariS, 4. Januar. Da§ verfloffene Jahr 1880 wird namentlich in der Flnanzgesckichte Frankreichs eine hervorragende Stellung einnehmen. Un- geachtet der Sieuerabminderungen und der großen Ausgaben für öffentliche 1 Bauten ergeben die indtrecten Steuern einen Ueberschuß von 170 Millionen. \ Die im Laufe des Jahres bewilligten Zusatzcredite abgerechnet, bleiben gegen 100 Millionen verfügbar, deren Verwendung von der Kammer festzufetzen ist. - Der Finanzmtnister toub eine darauf bezügliche Vorlage einbringen und nament* ! Uch die Abschaffung der Paptersteuer, die 6y2 Millionen abwtrft, beantragen. ! Sofort nach Ecöffnung der Sesston, am 20. Januar, wird Magnin den i Budgetentwurf für 1882 etnbringen, den die Kammern noch vor Ablauf des 5 ihrer jetzigen M.lgl.-d-r »otiren müssen. j »ÜÄ Amerika. ! ft^niU!enblk-^‘am,"e mächtig ausgebrettet, und halb standen die imposanten fünf- _— Fabrikgebäude, die eine kleine Stadt ausmachen, über unb über in Flammen Von Washington, 3. Januar. Die Stoux.Jndianer haben ihre Zustim- ? kille Hülfe herbei, aber bas vernichtende Element, bas in den Materialien der mung zur Anlegung zweier Eisenbahnen durch Ihr. R-s-roatwn in Dakoia ! ? "dalten werden mußie, sollte nicht unabsehbares Unglück hervorqerufen werben. Das Feuer I ? '' CJnj.tti Jf.n "umer arger in dem Fabrikgebäude, besten einzelne Tbetle durch bas fort, i toabT£1nbe Umspringen des Windes von einer Richtung der Windrose nach der andern insae- sammt entzündet wurdew Die Cartons der zahllosen in Flammen gerathenen Packete wurbm von der Feueckaule leuchtkugelartig in die Luft gewirbelt und fielen gefahrdrohend auf die ? Dächer und ^cheunen der entfernter stehenden Fabrikgebäude unb unserer Stabt herab Leute früh furchtetm wir für unsere ganze Stadt, gegen Mittag war die Gefahr von derselben ab- i sikwandt. < ic großartige Fabrik aber, die etwa 1000 Arbeiter beschäftigt- unb durchschnittlich sf ?CT F2s°d’e 5000 ^.tr* 9148 öu Stärke verarbeitete, bas großartigste EtabÜstement seinn • dem ganzen Kontinent, ist vollständig ausgebrannt; nur die nackten Mauern zeugen noch von dem früheren imponirenden Umfang des Betriebs. Die Fabrikräume sind sämmtl.ch vernichtet, vernichtet die anderen großartigen Anlagen, die Pappen- unb Cartonnag-sabrik. die ©rueferei, bie 2aboratorien u. s. w^ Erhalten blieben die seitwärts gelegene Gasanstalt, die i Wohnhäuser der heiler und des Besitzers, die Sägemühle, das Lager oes Consumvereins der Fabrik und einige kleine Holzschuppen. Etwa 70- 80,(100 Ctr Stärke, theils verpackt theil« l!.nnb mCrrranntn ist bas Schicksal der zahlreichen Angestellten der Fabrik.' Das etwa 30 Personen starke Comptoirpersonal hat freilich noch für einige Zeit Gehaltsbezüge au erwarten, aber was soll aus den Arbeitern und Arbeiterinnen werden, die zum Theil von wett her, aus Sachsen, Westpreußen, Posen, Dienste m der Fab.ik gefunden? Ueber die Ent stehungsursawl des Feurrs ist noch nichts ermittelt; angenommen wird, daß dastelbe in dem ffiaum der Pappenfabrik entflanbcn ist, wo viel leicht entzündliches Material aufgestapelt war. ^eucLim Entstehen vielleicht unterdrückt werden können, wenn der mit dem Wasterleitungsnetz der Fabrik betraute Beamte zur Stelle gewesen wäre. urüdfleld>niltni unb In Otflie mit fonb^ 3ada«‘o«?|01,3iÄ,,l^^u" ® “ srg arten- Bei müdem Wetter Sraben und Rijoten der Flächen, bei denen b «esckeben. — D,e sür den Winterbedarf in Srdgruben und Kellern aufbewabrten Gemüse müsien gelüftet und von faulenden Tbe.len befreit werden - Spargel ™ St?*" ®eft!n gt'rir^n werden soll, muß mit frischem Pferdedünger bedeckt werdm 3to,,f< nerfi)rftcrei Lchiffenberg. , „ f8t)) Donnerstag den 13. und Freitag den 14. Januar loUen In den Bbtherlunzen Ällgehezt, Rabenpsuhl, Rehheck und GLneherszrab versteigert werden: 15-75 5-12 22 tf n rf tr ft n 42,64 0,64 n ft tf ft 5-17 3-6 (Schnittholz) 109 Nadelh.-Stämme 418 Etchen-Stämme von 25-46 cm Durchm., 5-11 m Länge mit 171,31 fm, 14 Nadelt 5 Birken-Stämme „ 15-20 " 242 Fichlen-Derbstanzen mit 7,31 fm, U65 N -Reisstanzen „ 7,60 „ „ 15-34 _ . Zusammenkunft an beiden Tagen Vormittags präcis 9 Uhr auf der ^^luberger Straße an dem Uebergmg über di? E senbahn. Donnerstags wird mit Versteigerung der stärkeren Eichen - Stämme begonnen und es kommt an diesem Tage auch sämmtliches Nadel - Schnittholz zum Ausgebot. 7 3 Gießen, den 5. Januar 1881. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. _________________Georgi._______ Cokes Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt 1.— per Gentner. " " in's Haus geliefert „ 1.05 „ „ ©irb das Zerkleinern oes (Lokes g^ünschl, so wnoen tutfüt 10 per Centner berechnet. Der Transport in das HauS erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 C ntner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. (gz 70) D'.e noch vorräthiaen Möbel und Spiegel in meiner L>obnung sowobl, als auch in dem m r gütigst auf kurze Zeit üb-rlaffenen Laden des Herrn L. Orth, Photograph, Neuen, Banen, verkaufe tch zum Selbstkostenpreis. Sämmtliche Möbel sind gut uno geschmackooll gearbeitet; darunter einige elegante Waschtoiletten- mit ^rmorauftatz, Polstermobel in Rips, Serbe und Broktt, Lecretär- schrank, polirte u-sid lackirte Nachtfchränke, Tische, Stühle, poltrte und Wirte Sletderschränke u. s. w. _______Hollmann, Neuen-Bäuen 100. 1^3 ) Dallblumen, Äroufen, sowie weißen und farbiqen Atlas empfiehlt a Pa-o.«,-««. __a. x angmann. Die Weine metnt« Neffen, des Herrn Friedrich Schleunlng in Bingen etk6e"Jn Flaschen ab Lüger hier und in Gebinden ab Lager Bingerbrück. ^45 ®ie§en- Fr. Haut, Alicenstraße 97. Holzversteigerung. Montag den 10. Januar, Vorrnutags von 9 Uhr an, sollen im Albacher Gemeindewald in den Distrtcten Dachöberg und Roderde folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 9 Eichenstämme mit 7 3 Fstm., 101 Nidelstämme mit 19,96 Fstm., 446 Nadel Delbstgn. m t 25,63 Fstm., 1715 Nadel'RriSstgn. mit 11,13 Fstm. 58 Rmtr. Buchen-Lcheit 1. Qual. 19 w tf 'Knüppel, 30 „ „ -Stöcke, 750 Wellen „ -Reisig, 4 Rmtr. Eichen Knüppel, 3 „ „ »Stöcke, 1786 Wellen „ -Reisig, 5,5 Rmtr. Nadel-Schett, 1 „ „ -Knüppel, 17.4 „ , -Slöckr, 2850 Wellen „ -Reisig. Der Anfang erfolgt am Brennholz irn Dachsberg Morgens und am Bau und Werkholz um 1 Uhr Nachmittags. Zusammenkunft im Dachsberg. Albach, am 3. Januar 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. 118) Schäfer. Holzversteigerung in der Königl. Oberförsterei Krofdorf. Donnerstag den 12. Januar, Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert aus dem Königlichen Forste Dlstrict 3a Homberg unweit Krofdorf nachstehend bezeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige eingeladen werden: Fichten: 80 Stück Stamme III. Elaste, mit einem Gesammtinhalte v. 31,57 fm, 999 „ Stämme IV. Elaste, m l einem Gesammtinhalte v. 153,46 fm, 846 „ Stangen I. Elaste, 53b , , II. „ 441 „ „ III. „ 4 rm Scheitholz, 24 rm Knüppel I. El., 158 rm Stockholz und 1062 rm Reiser- Krofdorf, den 5. Januar 1881. Der Königl. Oberförster: 190)______Muller._________ Mute-Nersicigerung. Samstag den 8. Januar er., Aben.s 7 Uhr, werden die Häute, welche der Vieh- Veisicherungsgestllschast tm Lause bä Jahres 1881 zufallen. im Locale der Frau Führer versteigert. ^Gießen, den 4. Januar 1881. 154) K. Simon. 130) Täglich frische Milch ber Balth. MalkomesiuS, Neustadt. 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