Nr. 143. Mittwoch den 6. Juli chießener MMger Anikige- nr.) Amtsblatt für ürii Kreis Gießen. 'tw-rau t Schulstraße B. 1R. Erscheint täglich mit Ausnahme des Vlontaq-. vie^eljährlich 2 Mart 20 Pf. mit vringerlohn. ” Durch bu Poft bezogen vierteljährlich 3 Mark *»0 Pf. Amtlicher Theit. Gießen, am 1. Juli 1881. Betreffend: DaS Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die (^roßherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedcckschetne tm Rückstände find, werden hieran mit Frist von 8 Tagen erinnert. Betreffend : Heuser en. Gießen, am 2. Juli 1881. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sic an die Einsendung der noch rückständigen Anzeigen in rubr. Betreff. Dr. Bo ekmann. lioti-Amena. LuS dem kleinen Grenzkriege und Eroberungsspaziergang, welchen die Franzosen in Tunis spielend durchführen zu können glaubten, bat sich ein sehr ernsthafter und in seinen Folgen gar nicht zu übersehender Krieg ei.tivKfdt. Der VertheidigungSkarnpf, welchen btt arabischen Stämme gegen die etndrin- genden Franzosen zu führen gezwungen waren, hat sich in einen Glaubenskrieg verwandelt mit all' den Ausbrüchen des wildesten Fanatismus, den er noch- wendig mit sich bring?. Die grüne Fahne deS Propheten, das Banner des heiligen Krieges, die nur entrollt weiden darf, wenn der Glaube und die Existenz des Reiches auf's Aeußerste bedroht find, entflammt dte Muhamedaner btS zur Sinnlofigkeit, denn Jeder, der unter ihr fällt, geht direct ein zu den seligen Freuden des Himmels. Und nicht nur die Aufstachelung zur wildesten Tapferkeit, zur völligsten Todesverachtung tst die Folge der Proklamirung US Glaubenskrieges — jeder Muselmann ist gezwungen, dieser Fahne zu folgen und der Abfall der noch botmäßigen und gehorsamen Stämme von der sranzöflschen Herrschaft ist die weitere Consequenz. DieS ist jetzt in Tunis eingetreten, und nicht nur die dortige Stellung Frankreichs, sondern auch seine Herrschaft in Algier erscheinen ernstlich bedroht. Es hatte, wie gewöhnlich, den Feind in seiner St gesgewißheit unterschätzt und muß jetzt zu seinem Lchrecken bemerken, daß feine Truppen auS Angreifenden die Angegriffenen geworden find und es der äußerste«. Mühe bedürfen wird, den allgemeinen Ausstand utederzudrückcn. An der Spitze der arabischen Stämme steht ein Mann, der nach Allem, was über ihn berichtet wird, ebenso kühn wie verschlagen, die Vortheile welche die Beschaffenheit deS TerrainS, genaueste Orts« keiullnlß Gewöhnung an das Klima ihm und seinem Retterscbwarm darb.eten, auf's Klügste auSzunützen versteht. Bou-Amena, der Mann des TurbanS, der Mann des Glaubers, wie er genannt w rd, tst seit Abd-el-Kader der gefährlichste und gefürchtetste Gegner, der kühnste und verwegenste Feind, den Frankreich tn diesen Gegenden gehabi hat. Die Bravour drr Franzosen mag ja vorhanden (ein. Sie nützt ihnen aber nur nicht viel. Tagelang sehen fie keinen Feind, bis fie müde und matt von der senkenden Hitze, erschöpft bis zum Aeußersten, der Ruhe sich hingeben und Rast und Erquickung juchen. Da, plötzlich find sie von den Feinden umschwärmt, von erbarmungs- losen, fanatischen Feinden, die keinen Pardon geben, aber auch keinen haben wollen. Und wie sie gekommen, so sind fie auch wieder verschwunden, und nur die gelichteten Reiben der französischen Truppen zeugen von dem mörderischen Kampfe. Wie alle Guerillakriege kennzeichnet sich auch dieser durch die Grausamkeit der Kriegführung. Und zwar auf beiden Seiten. Die menschlichen Leidenschaften sind bis zur Siedehitze entflammt und Zerstörung, Schändung, Verstümmelung find die nothwendigen Co isequenzen. Welchen Eindruck macht nun Alles dies m Frankreich selbst? Wieder einmal aus threm Sieges- taumel gerissen, verkennen die Franzosen den Ernst der Lage nicht, aber wie immer in diesem vom Parteigetriebe zerriffenen Lande — Jeder sucht die Schuld auf den Andern zu wälzen. Gambetta sucht dem Gouverneur von Algier, Albert Grevy, dem Bruder deS Präsidenten, bei dieser Gelegenheit ein Bein zu stellen und damit indirect seinem Nebenbuhler zu schaden. Er tadelt aus'S Heftigste die bisher in Afrika befolgte Politik und verwirft die bisher ergriffenen administrativen Maßregeln als unnütz und schädlich. Anschetnend beab- sichtigte man nunmehr, dem Lande größere Freiheiten zu gewähren durch Einberufung einer Art von Parlament, eines conseil superieur als Beirath für den Gouverneur, doch muß das natürlich bis zur Beendigung des Kampfes vertagt bleiben. Wie aber wird der Kampf endigen? Das ist die schwer- wiegendr und schwer zu beantwortende Frage. Anscheinend beabsichtigt die Türkei, als Vormacht des JslamS, thatsächlich in den Kampf einzugreisen. Alle Nachrichten sprechen von großen Rüstungen, die nach dieser Richtung hin geschehen, und dann wäre aus der kleinen tunesischen Affaire ein europäischer Conflict geworden. Feurschland. Berlin Für die bevorstehenden Manöver sind folgende Mittheilungen von Wichtigkeit: 1) Bisher wurde den zur Verabschähung der durch Truppenübungen verursachten Flurschäden zugezogenen Ortseingesessenen eine Entschädigung nicht gewährt. Auf Anordnung des Reichskanzlers und des Zkriegsmimsterg soll jedoch fortan solchen Ortseingesessenen auf deren Verlangen aus Mtlitärfondtz eine Entschädigung gewährt werden. Dagegen haben die Ortsvorstände, well sie von AmtSwcgen bei den erwähnten Verabschätzungen mitzuwirken haben, nach wie vor keinen Anspruch auf eine besondere Vergütung für ihre Thätigkeit. 5) Da bei den vorjährigen Manöoern nach den Berichten der Truppen^Eommandos bedeutende Flurschäden durch das den Uebungen als Zuschauer beiwohnende Publikum herbeigesührl worden sind, so hat der Minister des Innern auf Veranlassung des Kriegsministers die Bezirks-Regierungen k. angewiesen, die behuss Aufrechterhaltung der Oldnung zu den Manooern kommandirten Gensdarmen ganz besonders darauf aufmerksam zu machen, daß fie ihr Augenmerk auf die Verhinderung von Flurbeschädigungen durch das Publikum zu richten haben. 3) Die Entschädigung für die bei den vorjährigen Manövern vorgekommenen Flur- bes! ädigungen Hai häufig eine V »zögerung erlitten, well Eigenthümer ihre Ent- schädigungsrGesuche an das General-Commando gerichtet hallen. Zur Vermeidung von Weitläusigkciten empfiehlt es sich für die Eigenthümer, ihre Entschädigungs-Ansprüche, dem S 16 des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 13. Februar 1875 und der dazu ergangenen Äussührungs-Jnstrucllon vom 2. September 187o entsprechend, bei dem Vorstande der Gemeinde, in welcher das beschädigte Grundstück belegen ist, anzumelden. Handelt es sich um Grundstücke, die einem dem Gemeindevorstande nicht einverleibten selbstständigen Gu sbezirk angehören, so hat die Anmeldung der Entschädigungs-Ansprüche bei denjenigen Civil- Behörden stattzufinden, welche nach den Lanoesgesetzen die nächste Aufsichtsbe örde des betreffenben Bezirks bilden. — lieber die hervorragende Bedeutung der Bekleidungs-Industrie in der deutschen Gewerbtbätigkeit gibt eine Veröffentlichung des Kaiserlichen natistischen Amtes in den „Monatsheften zur Statistik des Deutschen Reichs^ an, daß die ihr gehörigen Gewerbe vom 1. Tecember 1875 697,662 Betriebe mit zusammen 964,208 Personen beschäftigen. Davon umfaßte die Weißnäherei 197,463 Betriebe mit 217,887 Personen, Schneideret 214,539 Betriebe m>t 298,923 Personen, Putzmacherei und Verfertigung von künstlichen Blumen und Federschmuck 16,290 Betriebe mit 26,914 Personen, Hut- und Mützen- macherei und Fabr kation von Filzwaaren 6380 Betriebe mit 17^52 Personen, Kürschnerei und Pelzwaarenzurichtung 7028 Betriebe mit 12,715 Personen, Verfertigung von Hosen- trägern, Eravatten und Handschuhen (außer gewirkten) 5469 Betriebe mit 12,650 Personen, Verfertigung von Corsets und Crinolinen 497 Betriebe mit 3664 Personen. Schuhmacherei 249,996 Betriebe mit 374,203 Personen. Alle diese Gewerbe sind ganz Überwieqend handwerksmäßige. Nur m der Eorset- und Crinolinfabrikation kommen 7,4 Personen auf einen Betrieb. Die Hutmacherei beschäftigte 2,7, die Handschuhmacherei 2,3, die übrigen Bekleidungsgewerbe aber nur 1,8 bis 1,1 Personen auf jedes Geschäft. 128.639 Nähmaschinen waren für die Bekleidungs Industrie im Gange. Die Betheilitzuna weiblicher Arbeitskräfte erreicht in der Weißnäherei 98,4, in der Putz- macherei 91,9 in der Hundschuhmacherei 50,9, in der Gesammtheit der Bekleidungsgewerbe aber 31,2 Proccnt der Erwerbsthätigen. Berlin, 3. Juli. Die neuesten Volkszählungen in Europa haben intereffante Resultate über die Bevölkerung in den einzelnen Staaten im Lause der letzten 10 Jahre ergeben. Die größte Vermehrung wieS daS Königreich Sachsen nach, nämlich 1.68 vom Hundert im Durchschnitt. In Preußen betrug die Durchschnittssumme 1.14 pCt., in Bryern 0.92.z in Württemberg 0.89 pCt. ic. Im Durchschnitt beläuft sich dte Gesammtvermehrung im ganzen Deutschen Reich auf *.09 pCt. Der Vermehrung in Deutschland zunächst steht das Verhältniß der dänischen Bevölkerung, die fich um 1.05 pCt. vermehrt hat. In Oesterreich beläuft fich die Vermehrung nur auf 0,74 pCt-, in Ungarn sogar nur auf 0.11 pEt. Dte Schweiz hat fich um 0.65 pEt. vermehrt, Norwegen nur um 0.60 pCt. Noch schwächer war dte Dolk-zunahme in Frankreich, wo die Bevölkerung fich nur um 0.29 pEt. vermehrte. Berlin, 3. Juli. Prinz Heinrich von Preußen wurde in Kiel am Mittwoch auf offener Straße von einem Gelbgteßer insultirt. Derselbe wurde sofort verhaftet. — Das gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten Nordamerikas, Mr. Garfield, gerichtete Attentat hat in allen Kreisen gerechte Enttüstung hervorgerufen. Se. Majestät der Kaiser wurde sofort, nachdem dte Nachricht in der hiesigen amerikanischen Gesandtschaft eingetroffen war, durch da- auswärtige Amt davon in Kenntniß gesetzt. Sofort ausgegebene Extrablätter untm richteten das Publikum davon. Hesterreich. Wien, 3. Juli. Der gegenwältige commandtrende General in Ungarn, Baron v. Edelsheim-Gyulat, soll in gleicher Eigenschaft nach Prag versetzt merben. — In dir gestrigen Versammlung des Verfaffungsveretns Demscher Böhmens wurde einstimmig eine Resolution angenommen, in welcher dte bür- gerliche Freiheit und die persönliche Sicherheit der Deutschen in der Landes- i Hauptstadt sür verletzt und gefährdet erklärt wird. Gleichzeitig wird für die Deutschen der von jedem Rechtsstaate seinen Bürgern gewährleistete Schutz gefordert und die Behauptung, es fiele den Deutschen die Herausforderung zur Last, als bewußte Unwahrheit zurückgewtesen. Die Deutschen würde keinerlei Zwang in ihren nationalen und politischen Grundsätzen wanken machen, fie würden einig aus harren in dem Kampfe für deutsches Recht und deutsche Ehre, treu stch selbst und ihren Stammesbrüdern. Dänemark. Kopenhagen. Der König Christian von Dänemark wird sich Mitte Juli zu längerem Aufenthalt nach Gmunden begeben und dortselbst bei seinem Schwiegersohn, dem Herzog von Cumberland, Wohnung nehmen. In sonst unterrichteten Kreisen verlautet, der König beabsichtigte, eine Versöhnung zwt- schen Kaiser Wilhelm und dem Herzog von Cumberland anzubahnen. Serbien. Belgrad, 3. Juli. Der Fürst that heute in Gegenwart der Würdenträger, des diplomatischen Corps und einer großen Volksmenge den ersten Spatenstich zu dem Bau der Eisenbahn Belgrad-Nisch-Vranja Kriechenlano. Athen, 3. Juli. Die Uebergabe der an Griechenland abzutretenden türkischen Gebietstheile hat nunmehr begonnen. Die türkische Garnison in Punta hat auf Anordnung der internationalen Commission Punta geräumt, worauf eine Abteilung griechischer Truppen die deSarmirte Festung besetzte. Nach der Uebergabe von Punta ersuchte die Commission den Oberbefehlshaber der griechischen Occupattons-Armee sich bereit zu halten, um Arta sofort nach erhaltener Benachrichtigung besetzen zu können. Die griechische Regierung hat auf die bezügliche Meldung des Generals sofort die nöthigen Instructionen abgeschickt. Türkei. Konstantinopel. (Die Sultansmörder.j Das Nachspiel eines blutigen Dramas ist in Konstantinopel in Scene gesetzt und jetzt zu Ende gespielt worden. Nach dem räthselbaften Tode des Sultans Abdul Aziz sind Jahre verflossen, und fast befremdlich erscheint es, in einem Lande, wo Blut- und Gewaltthaten wahrlich nicht zu den Seltenheiten gehören, dieses fast vergessene Ereigniü wieder an's Licht gezogen und öffentlich verhandelt zu sehen. Ist es Gerechtigkeitsgefühl, was den jetzt regierenden Sultan dazu treibt, den an einem seiner Vorgänger verübten Mord zu strafen? Sicher nicht, sonst hätte es schon längst geschehen müssen. Aber Blut schreit zum Himmel und ungerecht vergossenes Blut ruft na b Sühnung und rächender Vergeltung. So mag auch wohl jetzt das dumpfe Gefühl, daß auch dieser Mord gesühnt, daß feine Ausüber nicht länger tr hohen Stellungen und einträglichen Würden ungestraft und ungestört genießen dürften, die innere und Hauptveranlassung zu dem späten Richterspruch sein. Auch dem Moslem schwebt wie dem Christen das Bewußtsein der Nothwendigkeit einer Vergeltung für verübten Frevel vor der Seele, und dies Bewußtsein, dies Gewissen des Volkes, wird ungestraft nicht verhöhnt. Bricht dies zusammen, so bricht mi ihm das Staatswesen, bei Muhamedanern ebenso wie bei Christen. Ueberall will der Ausspruch: Justitia fundamentum regnorum. So mag Abdul Hamid langsam zum Bewußtsein der Nothwendigkeit einer Bestrafung des damals verübten Verbrechens gelangt sein, zugleich aber hat ihn unzweifelhaft das Gefühl der eigenen Unsicherheit, welches seinen Vorgänger mit entsetzlicher Gewalt ergriffen und in den Wahnsinn getrieben hat, hauptsächlich veranlaßt, die blutige That nicht länger ungestraft zu lassen. Denn Straflosigkeit, wo möglich noch, wie dies damals geschehen, glänzende Belohnungen müssen zur Nacheiferung antreiben und keine Macht, keine noch so peinliche Vorsicht könnte schließlich den Sultan vor ähnlichem mörderischen Ende schützen, wenn das Gefühl für Gerechtigkeit in seinem Volke erloschen und erstorben ist. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, dürfte die factische Ausführung des Unheils, welche schließlich völlig von der Entschließung des Sultans abhängt, nicht zu bezweifeln sein und Blut mit Blut gesühnt werden. Es lautet gegen neun der Angeklagten auf die Todesstrafe, gegen zwei weniger Gravirte auf zehnjährige Verbannung. Unter den ersteren befinden sich an bekannteren Namen Mahmud Dschellalladin Pascha, Nuri Pascha, nahe Verwandte des Ermordeten, daun besonders Midhat Pascha, der christliche Renegat. Konstantinopel, 3. Juli. Server Pascha und Conduriotts haben gestern die türkisch-griechische Convention definitiv unterzeichnet. — Die Mutter deS ermordeten Sultans Abdul Aziz hat ein Schreiben an den Sultan gerichtet, in welchem sie demselben ihren Dank dafür ausspricht, daß er ihren Sohn gerächt und den Namen Osman von dem Verdachte des Selbstmordes reingewaschen habe. — Die Pforte hat auf Verlangen des österreichischen Botschafters Calice eingewtlltgt, daß den österreich-ungarischen Besitzern türkischer Schuldtttres dieselben Bedingungen gewährt werden, wie den englischen und französischen. Amerika. Washington, 3. Juli. Nach dem heute Abend ausgegebenen Bulletin ist der Zustand deS Präsidenten weniger günstig, unruhiger. Er klagt über Schmerzen im Fuß. Zwei Aerzte aus New-Kork und Philadelphia sind zur Consultation nach Washington berufen worden. leirgraphischr Depeschen. SBolfFf telegr. tMi*BÄttau. Koblenz, 4. Juli. Nach dem heute au-gegebenen Bulletin sind sowohl daS Allgemeinbefinden Ihrer Majestät der Kaiserin, als auch die Fortschritte in der Heilung der Wunde befriedigend. Berlin, 4. Juli. Die Kaiserin soll, wie verlautet, darauf bestehen, daß der Kaiser und die G'vßherzogin von Baden ihre auf den Mittwoch angesetzte Abreise nach der Insel Mainau nicht verschieben möchten. Berlin, 4. Juli. Der Bundesrath trat am 2. Juli unter dem Vorsitze des Staatsmtnisters v. Bötticher zu einer Plenarsitzung zusammen. Nach Erledigung einiger Anträge betreffend die Pensionsverhältnisie von Beamten und die Besetzung erledigter Stellen bei den Dtszipltnarkammern wurden Abänderungen und Ergänzungen des § 48 des Eisenbahn-Betriebs-Reglements betreffend den Transport explosiver und feuergefährlicher Stoffe nach den Vorschlägen der Ausschüsse beschloffen. Ferner wurden auf Grund von Ausschußberichten über Abweichungen vom Normalprofil des lichten Raumes auf der Eisenbahnstrccke Zabern Avricourt, sowie über die Abänderung der Fristen für die Credittrung und Rückvergütung der Rübenzuckersteuer, über die Strafbarkeit bet unberechtigtem Bezüge denaturirten Bestellsalzes, die Abänderung des § 53 des Begleitschein-Regulativs und verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. Endlich wurde beschloffen, den deutschen Volkswtrthschaftsrath für jetzt nicht ins Leben treten zn lasten, dagegen die Wtedereinstellung der für denselben erforderlichen Mittel in den Reichshaashalts-Etat sür das nächste Jahr vorzubehalten. Straßburg, 4. Juli. Die „Elsaß-Lothringische Zeitung" bezeichnet die von einem süddeutschen Blatte gemachten und auch in andere Zeitungen übergegangenen Mittheilungen über Aeutzerunzen, welche der Statthalter, Genc- ral-Frldmarschall v. Manteuffel, bezüglich seines letzten Besuches bei dem Reichskanzler, Fürsten v. Bismarck, und über die Rede des Grafen Wilhelm v. Bismarck in Berlin gethan haben sollte, als völlige Erfindung. — Dasselbe Blatt veröffentlicht ein Schreiben des StaatssecretärS deS Reichs-Postamtes, Dr. St'phan, nach welchem vom 15. October c. ab und womöglich noch früher, eine beschleunigte Postverbindung zwischen Berlin und Straßburg so Platz greifen soll, daß die Abfahrt des betreffenden Zuges aus Berlin 7 Uhr 30 M n. Abends, die Ankunft in Straßburg 12 Uhr Mittags erfolgt. — Die „E.saß- Lothringische Zeitung" künd'gt amtlich die Auflegung von 1,300,000 Mark 3prozent. Rente für den 10. August d. I. an. Wien, 4. Juli. Die „Polit. Corresp." kann gegenüber der sensationellen Nachricht über geplante Aenderungen in der Organisation der Armee auf das Bestimmteste versichern, daß wesentliche Aenderungen in dem Organismus der Armee zur Zeit nicht zur Ausführung gelangen würden. Prag. 4. Juli. Das von etwa 70 Abgeordneten in der gestrigen Con- ferenz beschlostene Mamsest wird wahrscheinlich heute veröffentlicht werden. Dastelbe appellirt an die Deutschen in Böhmen, dem ihnen innewohnenden nationalen Gedanken treu zu bleiben und ihrer eigenen Kraft und ihrer gerechten Sache zu vertrauen. — Auch gestern herrschte hier vollkommene Ruhe, eS fanden keinelci Ansammlungen statt. Prag, 4. Juli. Das Unterrichtsministerium hat an den academischen Senat der Universität Prag einen Erlaß gerichtet, in welchem der Antrag auf eine frühere Schließung der Vorlesungen der Universität genehmigt wird. Zugleich wird der Senat angewiesen, die bereits etngelritete Dtsctplinarunter- suchung auf das Nachdrücklichste m.t möglichster Beschleunigung durchzuführen und über das Erg'bniß derselben unverweilt zu berichten. Kopenhagen, 4. Juli. Die Mitglieder der königlichen Familie wohnten heute der Legung des Grundsteins sür die russische Kirche bei. Die Königin wird Ente der Woche nach dem Auslände abretsen. Von einer Reise des Königs nach Petersburg, von der in auswärtige Blättern die Rede war, ist hier nichts bekannt. Paris, 4. Juli. Ncchrtchten aus Konstantinopel zufolge stellt die Pforte entschitden in Abrede, irgend eine feindliche Absicht Frankreich gegenüber zu haben. Die Sendung von Truppen nach Tunis habe einzig und allein den Zweck, die Ruhe daselbst aufrecht zu erhalten. Tunis, 4. Juli. Nach hier etngegangenen Nachrichten ist gestern Abend in Manouba ein französischer Artillerie-Hauptmann durch einen Flintenschuß ermordet woroen, während er mit anderen Osstcieren vor einem Caf6 saß. Es wurde sofort eine Patrouille abgeschickt, um den Mörder ausfindig zu machen. Dieselbe tödrete einen Araber und nahm mehrere Verhaftungen vor. Der Scheik von Manouba hat drei Notabli als (Sii'el gestellt. Washington, 4 Juli. Nich dem heute früh 8 Uhr 15 Min. veröffentlichten Bulletin war m dem Befi'.den des Präsidenten Garfield keine wesentliche A nderung eingetreten. Von 12^ Ubt Nachts an hatte der Präsident mit kurzen Unterbrechungen geschlafen; einige Male in der Nacht klagte er "über Schmerzen im F «ß. Puls 108, Temperatur 99,4, Respiration 19. Konstantinopel, 4. Juli. Wie verlautet, sollen die in dem jüng- sten StaatSproccffe ausgesprochenen Todesstcafen sämmtlich in immerwährende Verbannung nach Taife in Arabien umgewandelt werden. Washington, 4. Juli. Das Bulletin von 1 Uhr Morgens lautet: Da Präsident Garfield vollständiger Ruhe bedarf, werden die Aerzte vor 7 Uhr Morgens keine Untersuchung der Wunde vornehmen. Lokales. Gießen, 5. Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung Donnerstag, den 7. Juli 1881, Nachmittags 4 Uhr 1) Die Quellwasserleitung betr. 2) Die Gradlegung des Bruchgrabens betr. 3) Die Handwerkerschule betr. 4) Gesuch des Ctgarrenfabrikanten Johannes Bernhard dahier um tauschweise Ueber- lassung städtischen Geländes. 5) Gesuch des Justus Bärrn dabier um Bauerlaubniß. 6) Dcsgl. der Firma Heiligenstädt & Co. 7) Gesuch des Zimmermeisters Peter Pitz dahier um Erlaubniß zur Erbauung eines Hintergebäudes. 8) Gesuch der Gerber Karl und Franz Plank dahier um Erlaubniß zur Legung eines Treppentritts auf dem städtischen Trottoir. 9) Klage gegen den Ortsarmenverband Braunschweig. 10) Klage gegen den Ortsarmenverband Levern. Gießen, 5. Juli. (Sitzung der Handelskammer am 28- Mai,) Anwesend sind die Herren Ed. Silbereisen, L-Georgi, S. Heichelheim, F. C. B- Koch, H. Schirmer Zur Kenntniß der Kammer werden 30 Eingänge gebracht. Auf die bdhufs Ausarbeitung des Jahresberichts der Handelskammer versandten Fragebogen sind eine Reihe von Antworten eingclaufen, welche verlesen und behufs ihrer Verwendung besprochen werden. Die ffll. Eisenbahn-Direction in Frankfurt a. M. macht die Mittheilung, daß am 25. Juni eine Eisenbahnconferenz in Frankfurt gehalten werde und ladet zur Beschickung derselben ein. Beantragt und beschlossen wird i bei dieser Conferenz nochmals die Ausstellung von Retourbillets mit 8tägiger Gültigkeit zwischen Gießen und Berlin zu beantragen. Hierauf folgt die Verlesung der Einleitung und einiger Abtheilungen deS herauc,- zr gebenden Jahresberichts, sowie Verhandlung und Beschlußfassung darüber. — Sitzung am 2. Juni- Anwesend sind die Herren Ed. Silbereisen, L. Georg i S- Heichelheim, F. C. B. Koch, W Liebrich. 8 Eingänge werden zur Kenntniß der Kammer gebracht. Die Handelskammer zu Offenbach theilt eine Eingabe an die Direction der Frankfurt-Bebraer Bahn mit, in welcher sie darauf anträgt, eS möge die Entladung^- frist verlängert werden, und bittet um Unterstützung. Die Kammer beschließt, der nach Frankfurt gehende Delegirte solle den betr. Antrag unterstützen. Eine Anzahl Antworten auf Fragebogen betr. den Jahresbericht werden verlesen und erledigt. Hierauf folgt Fortsetzung der Verlesung des Jahresberichts. — Sitzung am 8. Juni. Anwesend die Herren: Eduard Silbereisen L. Georgi, F. C. B. Koch, H. Schirmer, S- Heichelheim. Zur Kenntniß der Kammer werden 6 Einaänge gebracht und darüber bestimmt. Der Vorsitzende verliest die Antwort der Kgl. Elsenbahndirection Hannover betreffs der Aoisirung der ankommenden Frachtgüter per Post- Dies lbe lautet ablehnend. Die Angelegenheit wird dem Vorsitzenden zur weiteren Verfolgung überwiesen. Hierauf folgt die Verlesung weiter eingegangener Antworten auf Fragebogen betr. den Jahresbericht, und Fortsetzung der Verlesung des Jahresberichts selbst. — Litzung am 11 Ium. Anwesend die Herren: Ed- Silbereisen, L. Georgi, W- Ltebrich, H. Schirmer. S- Heichelheim. Nach Millheilung der Eingänge wird mit Verlesung der eingegangencn Antworten auf Fragebogen, bctr. den Iahresbcr.cht, und hieraus mit Verlesung dcS letzteren selbst foitg. fahren. «lesen, 5. Juli. Ja txm 6 Goncert des ^oncertvereius »hb Mittwoch den 13 Juli. IMmittao» 5 Ubr, in brr Siadiktrch« da» großartige Werk von «ar Bruch. Das Viet von der ä|rt|tn Solisten zur Aufführung kommen. Lnder wurde zv spät darauf aufmerksam gemach', daß gn demselben Tage da» Gustav-Adolph»rFest in L'ch statifiader. GS sei befcbalb sckon beute darauf bingewieien. baß die Hauptprobe ,u dem Ooncert Dienstag den 12. Juli, Nachmittags 5 in der stadtkirche abgehalicn wird, fo baß auch den Besuchern des Feste» in unserer Nachbarstaat Gelegenheit geboten ist. da» bedeutende musikalische Werk kennen zu lernen. — Ta» gestern Abend in Wenzel'» OanPostpersona!nachrichten.s 1) «ngestellt ist der Postassistent Walter :n Lampertheim al» Postoe,walter. 2) Versetzt ist der Postsccretair Stamm von Gießen nach -'!ainz. Mainz, 3. Juli. Die Vorarbeiten zu dem Milte August hier stattfindenden zwölften Mittel,hriniichen Turnfest« sind bereit» in vollem Gange. Der Central Ausschuß besteht au« 44 der angesehensten Bewohner von Mainz unter dem Ehrenpräsidium Sr. Excellenz de» Herrn GenerallieutenontS von Woyna, Gouverneur der Festung Mainz; die Herren Oberbürgermeister Dr. DuMont und Provtnztaldireetor Freiherr Röder von DterSburg haben den Vorsitz. Herr Gvmnasialdtrector Dr. Löhbach begleitet da» Schristführeramt. Nachdem der Eenlral.Ausschuß die Vorschläge de» gksckäftSführenden Fest-«uSschusie» genehmigt hat. ist da» nachstehende Programm al<5 definitiv festgest.llt zu betrachten: Sonntag, 7. August: Probebank,t. Nachmittag» Probeturnrn «bend» Goncert. Samstag. 13. August: Lurntag. Wahl der Prei-richker. Begrüßung der Turner in der Festhalle. Abend« Fest Gommer». Sonntag, 14. August: Empfang der Festgaste und Turner. Nachmittag« 2 Uhr Festig. Festrede. 4 Uhr Freiübungen, Musterturnen. Montag, 15. August: 8 Ubr Vormittags Beginn de» PreiSturnm«. 1 Uhr Frstdanket. 4 Uhr Schülerturnen. Abend» 7 Uhr PreiSvertheilung. Goncert unter Mitwirkung hiesiger Gesangvereine. Dienstag, 16 August: 11 Ubr Schaufechten. 12 Uhr gemeinschaftliches Frühstück. 4 Uhr Ringen, Volksbelustigungen, Doppelconcerk. Abend» Racht- manöver der freiwilligen Feuerwehr. Goncert. Sonntag, 21. August: Volksfest von Nach mittag« 3 Ubr ab. Alle festlichen Veranstaltungen der Mainzer haben sich, getragen von dem lebhaften Geiste der Bevölkerung, noch stet« alS echte DolkSfrste bewährt, wir dürfen daher annrbmen, daß bi unausgesetzt reger Thät'gkett der einzelnen AuSschüsie auch da« zwölfte MittelrhciNischr Turnfest allen Theilnehmern in der anger.elmsten Erinnerung bleiben wird. Szeged in, 30. Juni. Gestern fand, wie der „tß. Allg. Zig " telegraphtrt wird, Morgen» um 10 Uhr in der KreSzticS'schen Specereiwaaiendandlung eine Petroleum-Explosion statt, dir sich wiederholte, alS die F,uerlöschmannschaft erschien. Gin GommiS und zwei P.iffanien erhielten Brandwunden, elf Menschen erlitten Verletzungen, darunter mehrere gefährliche; auch der Fruerwebr-Gommandant ist verwundet. Die Szegrdiner Feuerwehr hat durch ihre außerordentliche Kraftentfaltung einen verheerenden Brand verhütet. . Die Explosion ist eigentlich nur dadurch veranlaßt worden, daß auf die Frage, od feuergefährliche Gegenstände im Keller verborgen seien, ein Bediensteter mit Nein antwortete und die Feuerwehr mit offenen Lampen in den Keller drang. Fünf Feuerwehrmänner sind tödtltch verletzt. — Gellert war einer Gräfin al8 Erzieher für ihren 16jährigen Sohn empfohlen worden. Sie machte ibn mit ihrem Vorhaben bekannt und stellte »hm sehr annehmliche Bedingungen. Dann schloß sie in einem wegwerfenden Tone: „Aber daS bitte ^tch mir auS: Sie sind ein gelehrter Mann, machen sie keinen gelehrten Pedanten auS mrinem Sohne Ich verlange nicht», al» einen leichten Anstrich von Sprachen. Mathematik, Geschichte, Geographie, Astronomie, Gbemie Diplomatie und wie die Dinge alle heißen mögen; nur einen leichten Anstrich!- — /2B Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 26 A. Tauben bal Pa ' X 0.55—0.70, Hühner p. St. X 1.20—1 70, Hahnen p. St. X 0.70-1 30, Enten per Stück X 1 80 - 2.00, Ock'enflnick 86-00 A pn Kuh. und Rindfleisch 48—50 Kalbfleisch 40—44 A. Hammelfleisch 64—70 H, Schweinefleisch 64—66 A. Ranoffeln per 100 Kilo X 5.25—5.50, Zwirbeln p. Gtr x 23 bi« X 24, Mich per Liter 16 und 18 Kirschen da« Pfund 20-25^. Frankfurt, 4. Juli. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39.50, Nr. 2 X 37 50 9h- 3 X 32.50, 9h. 4 x 28.50, Nr 5 x 25.50, Roggenmehl 0/t (Berliner Mark,) X 31—31.50, do. I (Berliner Marke) 29.50, do. ll (BerUner ÜKaib) 24.50, Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 24.50 24.75, ab unserer Umgegend X 24.25—24.50 do. fremder je nach Qualität X 23.00—24.50, Roggen, je nach Qualität X 22.50—22.50 Gerste X 18.50—20, Hafer 15.50—16 50, Kohlsamen X 29—30, Erbsen X 19.50—28* Wicken 16.50—17.50, Linsen 27- 40, Bohnen, weiße, X 23—25, ÄoqgtntMt X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 64. Stimmung flau Haupr säckltck gefragt war: —. Dringend offerirt: weiße« Mais X 14.00, bunteS X 13.75 -00. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd Zollgewicht = 100 Kilo ) Frankfurt, 4. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetriebcn waren ca. 430 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 300 Kälber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 62—66, 2. Qual. X 58—60, Küh« und Rinder 1. Qual. X■ 56—58, 2. Qual. X 40 — 50, Kälber 1. Qual. X 54—58, 2 Qual. X 40—50, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2. dual. X 40 -50 per 1(N‘ Pfd. Schlachtgewicht. Schweine wurden 560 Stück angeführt und daS Pfund mit 60—62 H bezahlt. Verzeichnis der Mitlelpreije der gewöhnlichsten Verbrauchsgcgenstände in der Ltadt Giehen vom Monat Juni 1881. 11 75 18 25 25 X $ 21 O-iQ 28 c 21 72 96 B Je 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennige. X* 12,40 x^> 5/- X A z-e 8 ' ’C.'X (9 ■ //. A Iö2 “|68 8 s <0- 1! A d Q l A - 66 57 x* A — 89 ’D x A 1 150 9 '40 '66 144 |70 •Stähtif(f|p fjminer.s -Srfjufc (]Jeii|ioiiat) in Marktbreit a. Main. — Die Reifezeugnisse berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. — Beständige Aufsicht; mäßiges Honorar. (938 Allgemeiner Anzeiger. Ausserordentlich practisch! lene Holl schlitz wände, aneikannt bester Schutz gegen Zuglust; im Zimmer, im Freien, auf Balkons und Veranden vorzüglich zu verwmden. Verstellbar nach allen öfiten. Preiscourante gratis. 4515) Th. Haubach. Dahichofstrasje C. 126. rexztxxrtxxrrxrerrirexrerexrexxxrrxxx Vorzüglichste Kindernahrung. x ~ ; x x Knorrs * p Präparirtes Hafermehl l 3MR* übertrifft jedes andere Hafermehl X empfiehl! (43S3X Karl Schwaab s Dclitatcsstnhandlung. X XXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXXX StepjMlec/ien in reichster Auswahl und billiasten Preisen empfiehlt F. Holberg, lurdjcnpiah. Gleichzeitig mache darauf aufmerksam, daß alte Steppdecken zu billigsten Preisen neu aufarbeiten lasse. (4400 Allgem. deutsche Patent- n. Nusterschutz- Ausslelliing Frankfurt a. tl. 1881. Von Mittwoch den 6. Juli er. ab werden von den Stationen der in Frankfurt einmündenden Eisenbahnen Eintrittskarten für die Ausstellung zu 50 Pfennig pr. Stück gleichzeitig mit dem zu lösenden Fahrbillet abgegeben. Mittwochskarten für 25 Pfennig an einzelnen besonders bekannt zu machenden Mittwochen bleiben vorbehalten. Auf den Stationen Oberrad, Rödelheim, Bockenheim und Mainkur werden ermäßigte Eintrittskarten überhaupt nicht mehr ausgegeben. Frankfurt a. M., den 3. Juli 1881. 4509) __________Aer Ausllcllungsvorlland. rt Pli. Stier i O 17 Schulatraase 17 £3. Nach stattgebabter Neueinrichtung meines 10 m Salons, holte ich mich für alle in mein FJ" zjf Fach einschlagende Arbeiten bestens env "J pfohlen. zum 28. September event. bis zur zweiten i Hälfte August b. I. zu vermiethen. Geschw. Gaquoin, Gartenstr. B- 165. | 4506) Ein Logis von 5 Zimmern mit • allem Zubehör außerhalb der Stadt ge- ■ legen, per 1. Oktober zu vermiethen. Näh. b. d. Exp d. Bl- ! 4507) Möblirte Zimmer zu vermiethen. ___Alicenstraße 102. 4504) Ein freundl. Familienlogis, vier Zimmer rc., im Hinterhaus zu vermiethen. _____________ A. Kröll, Seltersweg. 4503) Zwei kleine Familienlogis zu vermickhen bei Th Vogt, Löwengasse. 4501) E n Logis (1 Treppe hoch) mit oder ohne schön gepflegten Garten, sowie 1 ober 2 möblirte Zimmer sogleich oder später billig zu vermiethen. F Jutzi, Gartfeld. 4499) Bel-etage mit 5 Zimmer zu haben be£ Ingen. Mertz, Bahnhofstr. 4513) Ein Familienlogis zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. ds. Bl.______ 4516) Kleine Familienwohnung zu ver- miethen. Sandgasse 178. 4514) Der mittlere Stock meines Hauses zu vermiethen. Philipp Stiehl, neben dem „Fischerhof". 4428) Frankfuiterftr. E. 30 ist eine Woh- nung, 6 Zimmer, Küche rc., im zweiten Stock, sowie 1 Zimmer mit Möbeln im dritten Stock zu vermietben unbjl. Oktober c. zu beziehen. NieS, Obergüterinspector. 4455) Die Mansarden-Wohnung zu vermiethen. H Baum, Gartfeld. 4409) Ein Familienlogis von 7—8 Zimmern mit Gartenantheil, in der Gartenstraße zu vermiethen und per 1. Oktober event. auch früher zu beziehen. Näh. Auskunft ertheitt I. Blitz. 4364) Die neu bergerichiete Mansarde int (Safe Leib ist zu vermiethen und : baldigst zu beziehen.________e__ 4100) Em kleines Logis ,u verm-ethen ________bei Postschaffne'. Bötz, Gartfeld. I (2800) Der von Herrn Reqierungsralh Dr- Hoffmann bewohnte 3 Stock meines Hauses ist zum 1. August l. I. anderweit zu vermiethen. Dr. Ploch. 44241 Die seither von Frau Secretär Merk innegehabte Wohnung — 5 Zimmer und Zubehör — ?ft durch deren Wegzug von hier zum 1. Oktober ds. Js. ander- weit zu vermiethen. Jul. Bach. Vermischte Anzeigen. 4502) Eine zweitstillende Amme wird gesucht. Näheres bei Vermiethcrin Frau LaugSdorf, Lindenplatz 244. 4500) Auf sofort ein in allen häuslichen Arbeiten und im Kochen erfahrenes braveS, reinliches Dienstmädchen ßt- sucht. Näh bei der Exped. ds. Bl. 3178) Zur Ausführung von Blitzableiter-'Anlagen in bewährtester Eonstruction,^ empfiehlt sich Carl Stohr, Gießen D. 207. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und A. Hug, Architekt, wird deren Leitungsfähigkeit und Solidität nachgewtesen. 4520) Ein Mädchen, welches im Kochen erfahren und in besseren Häusern gedient hat, wirb per 1. August von einer ruhigen Familie zu miethen gesucht. Nähere Auskunft ertheili die Exped. d. Bl. Das Festcomite 4421) Sorte sich eines grossen Rufes, 4420) M.Iiinifi'ShJianes liessen Waltthor A. 156. 4255) Geld - CourS. 6t” N 1.80 1.60 1.40 1.20 16 16 20 16 16 9 4 Möbel-Transport Pli. Müller GIESSEN Wartburgia. Dienstag: Lony's^ierkeller. und leisten wir für guten und reinen Geschmack jede Garantie. Bei Beziehung grösserer Quantitäten entsprechende Preisermässigung. Mark 1.60 „ 1.50 „ 1.40 „ 1.30 „ 120 „ 1.10 „ 1- 4- 22-26 18-22 39—44 72-77 65 55 —59 22-25 4461) Ein Bursche von 18—20 Jahren, welcher Ackerbau verstebt, wird gesucht. Kirchenplatz A. 249. Akademischer Gesangverein. 4482) Die letzten Proben zur „Glocke" von Max Bruch finden statt am Dienstag den S in der Aula, am Donnerstag den 7. im Clubsaale, jedesmal um 7V2 Ul)t, die Generalprobe am Dienstag den 12 d. M. in der Stadtkirche um 5 Uhr Nachmittags. Der Vorstand. zu Lauterbach am 10. und 11. Juli 1881. Väheres stehe die Programme, Die Oberhessische Eisenbahn hat fammtlichen Festtheilnehmern Fahrpreisermäßigung in der Weise gewährt, daß ein am Sonntag gelostes einfaches Billet zur freien Rückfahrt am Montag noch berechtigt. 447g} e 1 pr. Pfund 2 ,, „ 2 ,, „ 4 ,, „ 5 „ „ 6 „ „ 7 „ Bittier werden eingerahmt in Barok-, Gold-, Politur- und Antiken Leisten, Photo- graphien in allen Gattungen von Rahmen, Neuvergolden von Spiegeln, Bilder- Rahmen rc. zu den billigsten Preisen. <1. P. Ritsert, Vergolder» 20-Francs-Stücke. . . do. in V» - Englische Souvereigns . Russische Imperiales Holländische ft 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . Unsere gebrannten Katfee’s erfreuen dieselben sind nach einer besonderen Methode vorzüglich geröstet Hochachtungsvoll J. A. Busch. Söhne. » Der Wi'l.lertiuer saugerbiind feiert Sonntag den 10. und Montag den 11. Zuti er. fein 19. Sängerfesl in den Gauen Watzenborn und Steinberg, wozu Freunde und Gönner hiermit freundlichst ein- geladen werden. Sorte 1 pr. Pfund Mark ,, 3 ,, ,, ,, 4431) Ein erfahrener, zuverlässiger Justirer für Ctgarrenktstchen wird per 1. August gesucht. Zeugnisse über Fähigkeit, Solidität und Angabe des Lohnes wird verlangt Offerten zu richten unter F. 4629 an Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. | Gebrannte Kaffee s & Koh-Kaffee s 45 empfehlen zu folgenden Preisen: Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei tFr. Ehr. Pietsch) in Gießen.