N?. 44 Zweites Blatt. Sonntag den 6. Marz ISS1. Aichmer Mnzeiger Anieigr- uni Amtsblatt für Örn Kreis Gießen. Vnreau: Schulstraße B. is. Erscheint täglich mit Aufnahme bet Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerlohu. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps» Amtlicher Hyeit. L v c a l r e g l e m e n t. Betreffend: Borkehrunqen flehen Beschädigung durch Fuhrwerke Auf Grund des an. 56 der Städleordnung, nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung ur.d mit Genehmigung Grotzherzoglichen Mlntsteriums des Innern und der Justiz tom 1. Februar 1881 zu Nr. M. I. 2538, wird für die Stadt Gießen verordnet wie folgt: S 1- DaS Fahren mit bespannten und unbespannten Fuhrwerken, das Reiten und Dlehtrelben durch den Tiefenweg von der Bahnhofstraße in die Neustadt und umgekehrt ist verboten. $ Alle durch die MäuSburg gehenden Fuhrwerke dürfen nur im Schritt S 3. Beim Umwenden um eine Straßenecke muß im Schritt gefahren werden. S 4. Bei Festlichkeiten, wie bei Concerten, Bällen rc-, in den Räumlichkeiten d,S Gesellschastsvereins haben alle Wagen beim Anfahren ihren Weg von der Gchulstraße bezw. den Reuei.bäuen her zu nehmen. Die Abfahrt geschieht durch die Sonnenstroße nach dem Rreuzplatz. S 5. DaS Anfahren zu den in $ 4 genannten Festlichkeiten hat hinter und nicht neben ei. ander zu geschehen. Die Fuhrwerke haben in der Reihenfolge wie sie angefahren fird, nach dem Ansteigen der Besucher ter Festlichkeiten sofort abzufahren. $ 6 Die bei Gelegenheit der in § 4 genannten Fälle zum Abholen bestimmten Wagen haben sich nicht in der Sonnenstraße, sondern m der Schulstrcße auf. zustellen und nur nach Anweisung des diensthabenden Polizeibeamten vor dem GefellschasiSgebäude vorzufahren; die Wagenführer find verpfi chtet hierin den Anordnungen deS diensthabenden Polize.bt amten unweigerlich Folge zu le.sten. Greßen, den 17. Februar 1881. ^GroßherzoglicheF S 7. Beim Anfahren und Abfahren darf in der Sonnenstraße nur im Schritt gefahren werden. S 8. Born Beginn der Abend-Dämmerung an bi- zur Tage-Helle muß jede- auf öffentlicher Straße innerhalb der bewohnten Theile ter Gemarkung Gießen befindliche Fuhrwerk mit alleiniger Ausnahme der Schieb- und Slvßkarren durch hellbrennende, iu ordnungsmäßigem Zustande befindliche Laternen beleuchtet sein. S s Die D.leucktung hat zu geschehen: a) bei Persoi enfuhrwerk durch zwei Laternen, welche zu beiden Seiten deS Bockes bezw. deS Vorderiheiles deS Wagens anzubringen find; b) bei anderem Fuhrwerk mii bestens durch eine Laterne, welche in der Regel vornen so anzubringen ist, daß Bespannung und Wagen dem entgegenkommenden oder vorbei fahrenden Fuhrwerke dadurch sichtbar werden. S 10. Wenn die Ladung eine- Fuhrwerks neben oder hinten so weit vorsteht, daß Fußgänger, vorbeifahrende oder entgegenkommende Fahrwerke in der Dunke.heit dadurch gefährdet werden können, so muß dieser Theil der Ladung durch eine Laterne besonders beleuchtet sein. S n- Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden nach $ 366, poi. 10 deS Reichsstrafaesetzks mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen bestraft. Polizeicerwaltung Gießen. res entus. Gambetta. Trotz b<6 Spottei, den die radikale» Blätter Ftaitktt chs über die letzte Rede ®ambeita’6 ausgießen, ist der Ei druck, den fie in allen politischen Streifen dervorgerufrn hat, doch ein s,hr ernster. Zftt Dinge gehen aus ihr -an, ui zreiselhast hervor, schreibt der »Hann. Sour.': einmal, daß der Diktator auf ten «usgang der nächsten Depulirienirahlen seine Candibatur ,ur Piäside: tschast gründet, sodrnn aber, daß er eine neue R chtrng der fron- .öfilchen Politik in «nrficht stellt, welche nicht die der gegenrnäriigen R.gie- rung ist- Er deutet beide Eventualitäten zrnat nur an, aber fie find trotzdem nicht zu verkennen, denn jtr.e andere Stellung, deren Uebertrag-unz auf ihn tuich das Land er erwarten will, läßt fich unmöglich ander« beuten, und jene einenen Meinungen, die er über d,e auswärtige Politik zu haben bekennt, liegen iwetselloS nicht in der Richtung deS Frieden-. Stimmt man hinzu daß zu- gleich davon die Rede ist, die >m Ccobtr ablaufenbe Legislatur,e- obe der Depututenkammer durch Auflösung derselben abzukürzen ui d die W-ch'tn bis >n den Hochsoinmer vorzurücken, so liegt die Annahme nahe, daß Gambetta nicht daran denkt, die fieben Jahre, die der jetzige Präsident zu regieren hat, abzuwarten. Uno so scheint eS fast ficher, daß uns das Ende dees.s Ighres eine stürmische Bewegung in unserem Rachbarlande bringen wird. Daß Garn- betta dort der Meister der Situation ist, hat seine Rede schlagend dargeihan. In der Form bet Defensive trat fie bet heftigste Angriff auf das bestehende System des Friedens. Der frenetische Jubel, mit welchem die Rahmet die ironische Kiutk ihrer selbst entgegenr.ahm, ist ein neuer Beaeis für lie Wahr, hkit, daß diesem Manne in feigem Lande Keiner gewachsen ist. Sein persäa. Iiches Gewicht ist in einer Weise zu Tage getreten, die za den tristesten Besorgniffen Anlaß giebt. Was wollen die fleh en Niederlagen, Verlegenheiten und Hinderniffe da,regen kedeuiin, welche hm aus den Reihen der Monarchisten oder von Seiten des städtischen Radikal smus in jüngster Zeit bereitet wurden. Er ist der wahre Mann Frankreichs, dem die N.lion bereit sein wird zu folgen, welche Wege er auch immer e nschlagen mag. Die Wahlen wird er zu seinen Sanften leiten können, und dea Präsidenten wird er gelegentlich durch em M ßrrauens-Votum beseitigen toiejS feinen Vorgän« gern widerfuhr. Gambetta weiß nun genau, was er den Seinen bieten kann. Es ist geradezu unglaublich, in welchem Grade er di; Derttcuensseliakeit seiner Hörer in Anspruch nahm und fi gte. Deiselbe Mann, der so viele Minister grstüizt hat, der im Auslande als der mächtigste und drr einflußreichste Staatsmann seines Landes gilt, den England und Griechenland heimsuchen, derselbe Mann hat sich nie um die große Politik bekümmert, wie er behauptet. Er h.it nie auch nur den Versuch gemacht, Einfluß auf die Entschließungen der Minister zu gewinnen, er hat nie etwa- von den Waffenverkäufen des sdriegs- Ministers gewußt und von der beabfich'igten S'ndung Thomasfin'S nur nachträglich gehört, er Hal keine Ahnung davon, d^ß d e in diesen Dingen enthaltene Aufforderung an Griechenland, zur krieg-rischen Sction zu schreiten, einen d retten Gegensatz zu der offkuflen Neutralität des legalen Cabinets bildet, daß vor Aller Äug n eine geheime Nibenregierung in Fra kreich besteht, we che die Wege deS Gesetze- kreuzt, er weiß von Allem nicht-. Und man glaubt seinen Wortin. Er ist der übel verleumdete Biedermann, etwas beschränkt zwar, wie man annehmen muß, aber grundehrlich. In der That, Gambetta dal -u v el bewrisen wollen, weniger wäre mehr gewesen. Gelang es ihm, seine Landeleuie zu lä-schen, das Ausland hüll fich für brrechtigt, mit eigenen Augen zu sehen. Gambetta hatte seine guten Gründe, den Urtext der Rede von Caerbourg nicht zu veröffentlichen, jetzt ist eS ihm leicht, -n dementiren. Weiter kann man an seine Unschuld in der griechischen Frage unmöglich glaubm, wenn man deren Phasen bis jetzt verfolgt hat und den Eharakter des ManneS in Rechnung ziedt. Der R dner brivchte aber den Schein deS Loyal'smuS, den Schein fricdlicher Grfinnung, um bei den nächsten Wahlen obzufi'gen, um d.e gemäßigten Elemente der Republik für sich zu gell innen in seinem Kampfe g'gen monarchistische und radikale Tendenzen, und er darf fich Glück wünschen: er bat sein Frankreich, mag er eS nun zum Kriege oder zum Frieden leiten. Man braucht bei ferner Bewerbung um die höchste Gewalt gar nicht an außerordintl che Maßregeln und Wege zu denken. Sie wird ihm. wenn ihn die Wahlen tragen, spielend in den.Schooß falle». Und aller Voraussicht nach werden chn die Wahlen tragen. Er weiß daS selbst nur zu wohl, sonst hätte er nicht so sprechen können. Und auch seine Nat'v. weiß es, sonst hätte fie fich eine solche Behandlung einfach nicht bieten lassen. WaS nun die Wirkungen der Rede auf daS Ausland betrifft, |o würde ( Iflatn, m vd 9an6 Derzeickniß bet Mittelpreise der ftewöhnlichsten Verbrauchsgegenstäiide in der Stabt Gießen vom Monat ^rbruev 1881. t°Ä ® LH. Pi' JaW u Hr Submission. Für daS Provtnzialarresthaus Hierselbst soll die Lieferung von zehn eisernen Bettstellen, zehn Matratzen und Kopfpolstern, sowie von zwanzig Teppichen im Submtstionswege vergeben werden. Offerten stnd bis zum 15. März l. Js. verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bet dem Unterzeichneten einzuretchen. Die belr. Beding, ungen können täglich während der Büreaustunden auf der Kanzlet der Staatsanwaltschaft (Zimmer Nr. 44 des Justtzgebäudes) eingesehen werden. Gießen, den 26. Februar 1881. Der Erste Staatsanwalt am Groß- herzoglichen Landgericht der Provinz Oberheffen. 1406)Z i mmermann. Hi'-h fr als bi °-Gblr Ka von Watzenborn, 4. März Großh. Bürgermeisterei I. A.: Seuling. D e r ur i s ch t e München, lieber die schreckliche Katastrophe beim Künstlerfeste wird unter dem 26. Februar noch berichtet: Als kurz nach 12 Uhr die Verwundeten in das Krankenhaus gebracht waren, hatten 5 Aerzte, 3 Assistenten und 15 barmherzige Schwestern vollauf zu thun; ihre Thätigkett konnte sich aber nur darauf beschränken, die fürchterlichen Schmerzen der Unglücklichen zu lindern, was durch Morpbium-Jnjekttonen und Anwendung warmer Wannenbäder geschah. Außer den in das Krankenhaus verbrachten 12 Verunglückten ließen sich noch weitere 8 daselbst verbinden, ungefähr 17 Personen, die ebenfalls Verletzungen davontrugen, suchten die nothige Hilfe bei ihren Angehörigen. — Die Verunglückten, die nun der Tod von ihrer Qual n Fertige Wäsche 9 = als: Kinderhemden in allen Größen, Damenhemden von ßtincr, Halbleinen und Cd ffon, Beinkleider, Shirtingröcke mit und ohne Stickerei, Negligvsackeu, weiß und farbig, leinene und Leinen- battisttaschentücher u. s. w. — Ebenso haben stets Bettwäsche vorräthig und empfehlen Betttücher, Hausmacher-Leinen, das Dtzd. zu 48 JL — Sämmtliche Stoffe zu Wäsche empfehlen im Ausschnitt zu den billigsten Preisen. — Herrenhemden stnd stets vorräthig, Extra-Bestellungen, als auch für Konfirmanden, werden unter Garantie des guten Sitzens in kürzester Zeit geliefert. Das Museum des historischen Äereins (im Rarhhaus) ist jeden Montag von 11—12 Uhr den Mitgliedern des Verein- geöffnet. *£Dt Arbeitsversteigerung. 1476) Nachstehende Arbeiten sollen Donnerstag den 10. d. M«, Nachmittags 2 Uhr, ^5 auf dem Rathhause zu Watzenborn wenigstfordernd in Accord vergeben werden: la« 'm w 'W ü B CQ AL H 6elreit hat, sind meist im Bade sitzend eingeschlummert. Erfahrene Aerzte haben sich geäußert, daß lhnen die vorliegende Art der Verbrennung noch nicht zu Gesicht gekommen fei, bie Aber« feien förmlich blutleer gewesen. ö ' ' * ZT. -,.r ~ Das gräßliche Unglück bei dem Münchener Künstlerfest erinnert an eine trauriae Geschichte, die ,m Jahre 1570 in Waldenburg sich ereignete unb von dem damaligen Hof- Prediger m Oehrmgen, Anton Apin, folgendermaßen erzählt wirb- „Anno 1570 een 7 fttb» ^ar ist zu Waldenburg übel hergegongen: bat sich ein leidiger Fall begeben, da bat der leidige Satan aus Gotte« Veihangnuß eine sckröckliche Tragodnn und Speeiacul anger.chtet und al« ein arger Schadenfroh sein Müthlern nach Lust gekühlt. Damals warm zu Waldenberg in der Obacht, neben dem Graven und neben denen von Adel beytinander neun Grävinen, deren etn$e vermummten sich mit einem schönen En,el Hadi', gingen daher in gar weißer Kleidung mit weißen papurnen Flügeln, wie man die Engel pflegt zu malen, unb trugen auf ihren Haubiern weitze papierne Kione, darinnen kleine WachSlichtlcin brennten und leuchtetendagegen vermummten sich die Herren unb ber Abel mit einem sckeus^ich.n Habit, ließen an ihren Hosen unb Wamme«, Arm und Beinen, dick Werg von Flachs mit Faden stark anneben unb knüpfen bap sie heremtraien zotticht unb zerlumpt, wie man die Cacodaemones unb schwarze Höllhund pflegt zu malen Inbrm sie nun nach gehaltenem Tanz bei nächtlicher Weile um 10 Schlag ouf bem obem e>gQl bei bem Licht knicenv cingnber ein Mummtanz brmeen unb mit dem Licht nicht sursichtig umgehen, da gebet vom brennenden Licht daS Werg unversehens an- bald da demSaal -'n großer Tumult und Auflauf, em großer Schreck, Schreyen und Klagen: Kuntz von Delderg gibt bald die Flucht, und nlio vermummt springt er die Schneken em daß cr unversehrt bavon kommt unb von andern nickt angesteckt wird, aber Belllin von Berlickingen und Simon von Neubeck, auck Graf Albert von Hodenlobe verbrenn.n so bart, daß fle Gliche Wocken zu Bett liegen müssen. Graf Georg von Tübungen erlag seinen Wunden' am 22 gebruar, dem Grafen Eberhard von Hohenlohe mußte man alle Finger an beiben Händen Q?l^ne ÜCn Unb Qm b- März ist auch er gestorben." (R. Tagbl. Stutts) 1427) Herr Max Pilger ist beauftragt, die Ausstände des Herrn Apotheker Dr. Loubinqer cinzucasstren und gültig darüber zu quittiren, auch Klagen in eigenem Namen darauf zu erheben. Gießen, im Mär; 1881. Th. Baist, llechtsanw alt. Halergnilzfabrikale: als gewalzte, gerissene, gesottene, ganzer Kern und Manna« Mehl aus Haferkorn empfiehlt die Dampfgrützmühle von C. Witteborg, 1165) in Paderborn. AI. H -Iss Aufzüge (Fahrstühle) für Lagerhäuser und Fabriken für Hand- und Maschinenbetrieb liefern in bewährter Conftructwn und patenrirtem System (1153 Wieeche SctiarlTe. Franks a M Geschälte Victoria-Erbsen, Thürinaer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt Z 19 20 5v ■AL $ a 20 26 Q AL £ 1 13 14 E) 00 oooooooooöooosooooooöooosq O Der o Vuhbaiher Iriihjahrs-Faßel-, 8 Iuihtvieh- uitö Schiveinemarkt findet statt AL^ 2b\- ■al$ ÖS 2'17 (t. «AL $1 80 G AL^i Aeilgeöotenes. 1381) Ein schweres, schwarzes, gutes Zugpferd, 6 Jahre alt, Stute, in der Nähe Güstens zu verkaufen. Näheres frei Jtauf; mann Strack, Bahnhofstraße.__________ Trockenes Brennholz empfiehlt (215 2. Katzenstein, Holchandlung. Schwarze Tinte, per Liter 30 empfiehlt q am IO. Marz 1881. O Dabei erfolgt: 8Prämiirung von Faffeln durch den landwirthschaftlichen Bezirks- verein und von Rindern durch die Verloosungscommtsfion. o Verloofung von Faffeln, Bindern, Schweinen und q landwirthschaftlichen Geräthen. Ä Butzbach, den 2. März 1881. ä) ■M. 13|25 •AL 20- gemeint fei.* Als nächste Wirkung der Rede erscheint der „Presse^ diese: „Die Stellung deS Fürsten BtSmarck über alle inneren Conflicte und alle Hof-Jntriguen unnahbar zu erheben; Gambetta hat gesprochen und — Bismarck bleibt darum mehr denn je deutscher Kanzler." Lokales. Gießen, 5. März. fSitzung ber Stabtverordneten vom 3. b«. Mts.) Anwesenb: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeorbnetcn Keller unb Heß; von Seiten ber Stobt- vcrorbneten bie Herren: Daist, Gail, Grünederg, Haustein, Hornberger, Hoch, Kauf, Lübeking, Äug. Noll, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Vogt, Wenzel unb Wortmann. — Behufs Einrichtung einer Bibliothek unb Abhaltung von Leseabenben wirb bem Volksbilbungsverein ber Rathhaussaal auf einen weiteren Abenb überlassen, besgleichen bem Verein zur Förderung ber Sonntagsfeier, woselbst bie Lehrlinge unter Aufsicht unb Anleitung burch Lesen, Spielen unb Anhöreu von Vorträgen, Singen u. s. w. geeignete Anregung unb Unterhaltung finden unb vor dem für bie Jugenb verberblichen Sitzen im Wirth«haus bewahrt werben sollen. — Dem Gesuch bes evang. Dekanats Gieße.: um Ueberlassung bet Hospitalkirche zur Abhaltung einer außerordentlichen Synode wirb ebenfalls fiottgegeben. — Einem gestellten Ansinnen um Abänderung de« seitherigen Verfahrens bei den Holzversteigerungen wird nicht stattgegeben, sondern besch'.osicn, bet dem seither eingehaltenen Verfahren es zu belasten. — Die Herstellung von Schleußen bü Abth.-Nr. 9 und 10 in den alten Tischwielen, sowie derjenigen am Utersbrunnen und am Oberlachsgraben werden genehmigt. — Für Kosten be« Wasterpumpens bei Ausführung der Ueberwölbungsarbeiten an der Ptpp'schen Schanze wird dem bett. Uebernebmer eine Vergütung non «AL 300 bewilligt. — Die Kosten für Herstellung der Turnhalle werden genehmigt. — In Betreff der Gradlegung der Wieseck, deren Ausführung die Stadt Gießen übernommen unb der Fisku« die Hälfte ber Kosten beizutragen hat, sinb Seitens des Letzteren Ausstellungen wegen Tragung ocr Kosten gemacht worben. Zur vollständigen Erlebigunq b<« erhobinen Anstanbes würbe deschlosten, daß auf Ersatz von V12 der Gesammtkosten, nämlich für den Transport von Erde aus dem alten Wieseckbett von Seiten der Stadt verzichtet werden soll. — Nach der beschlostencn Gradlegung des Bruchgrabens hat sich die hiesige Sctienbrauerei, deren Abfallwasier in den bett. Graben läuft, an die Stadtverordneten-Versammlung mit dem Ersuchen gewendet, Angaben über bie aus Anlaß biefer Arbeit nothwenbig werdende Verlegung eines von bet Brauerei herzust.llenben Einrnündungsgraben« zu machen. Die Versammlung trat bem Beschluste der Baudeputation bei. welche beantragt, der Aetiendrauerei anheimzugeben, ihr Adfallwaster nach Fertigstellung des neuen Bruchgrabenbettes anderswo hinzuleiten, da man ein Recht ber Brauerei, -Ur Ableitung be« Masters des Bruchgrabens sich zu bedienen, nicht anerkenne. — Die infolge des Ausbaues ber Lubwigsstraße notbwendigen Kosten zur Herstellung einer steinernen Brücke über ben Bruchgraben im Betrage von «AL 10,000 werden bewilligt. — In Betreff der Verbindung de« Selterswegs mit der Südanlage hat in Ausführung des Beschlusses ber vorigen Versammlung die Einzeichnung zweier Straßen in den allgemeinen Bauplan ftattgefunden. Die Versammlung genehmigte dieselbe mit der Abänderung, daß die der Löwengaste gegenüber projeettrte Straße in gerader Richtung nach der Südanlage (also ohne Einmündung in die Göthestraße) anzulegen sei, während man sich beider durch den Kasernenhof (Garniionlazareth) projeetirten Straße für Einmündung derselben in die Göthestraße aus sprach. — Dem Gesuch des Ioh. Adam Herrmann wegen Verbesterung eines städtischen Wegs rechts von der Krof- borfer Straße wird beigetreten und den folgenden Gesuchen um Bauerlaubniß, resp. Veränderungen Genehmigung ertheilt: des Weißbindermeisters Ehr. Petri V. (Neubau an der Löberstraße), Heinr. Ruckstuhl II. (Erbauung eines Hintergebäudes), Fabrikanten Ludwig Georgi (Vornahme von Bauveränderungen), Kaufmanns W. Montanus (desgleichen), Ehefrau des Wilh. Steinbach (Abänderung eine« Bauplans). Fr. Seibel. affee« Nur edjt, wenn bie vorgedrvckte Schutz marke auf len ttiquetten fleht. Huste-Nieht Malr-^rtract u. (Tmamelltn höchst wohlschmeckende (Senuhmittel vor» L. H. Pietsch &. Co. Breslau*) Fabrik und pharmareut. faboratoriuia. I ^ocbebrenbce Schreiben Lr. TürHbifdjÖfIidjrii Gnaden brs £ hochwllldigsten Fürstbischofs von Prfslau, Heern Dr. Heinrich Förster, S -r. Heiligkeit ^.nisprälat und V Khronassiftent, llittrr hoher und ! höchster (strden. MdeulUj nehm Ai se i Jahr und Tig Jyre» treff! djen Malz Epract in meinem Thee ein; für Hä!z, Brust und Verbauung em pfanb ich davon eine fet)T erquickende unb beilfame Wirk i g. Au»richng d.nke ich E-.er Wohlgeboren mit der gl 'chzeittqen B rstcherunq, daß, sobald Ihre zweite . ü ige Sendung verbraucht fein wird, ich wiederum einige Maschen b'fo.dero zu ei bitten nickt verfehlen werde. -chlok )ahannealerg. 11 Mai 1880. Hochachtungsvoll Euer Wohlgeboren ergebener Heinrich, Fürstbischof von Breslau. «ußer zahlreichen flnerfennungen besitzen wir auch ein amtliches Dankschreiben der Haupi-Perwaltung bet Gesellschaft de4 vothen Kreuzes. ♦) Lu haben: trtract ä Flasche 2,50 Jt, 1,75 und 1 .X Karamellen i Beutel 50 und 3<> in Gießen bei 844) G*. Wilk. Weidi<. Eiserne Einger. glatte u.vcrnerle Säulen in jeder Länge und Dtd<- zu b ll'asi gestellten Preisen ewpsi bit (909 A. Kröll. 22) Ihre so beliebt gewordenen flelauge-hallces täglich frisch gebrannt, von 120 an, als vorzüglich per Psd. JL 140. empfieblr die KafTee-Hrennercl von S. Elsoffer, Marktstraße 205.________ 1393) Ewigen, rotben, weißen Jtlee- samen . Gross amen , landwirtbi chastliche unb Ganengcräthschasten aller Art bei Emil Pi stör. 8teinfiof)fen la.Oual. gewöh liche, Stücke, Quabbeln u. Nüsse tannenes Holz im Meter und kletngemacht, empfiehlt billigst Carl Lange, 1098) Seltersweg 44. 1429) 1000 Stück gut gebrannte Ziegel zu 18 Mk bei 21. 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Bezugnchmcnd aus ooistehende Annonce empfehle mich zur Lieferung dieser Äoblen bei den Herren Ziegelei- und Kalkbrennerel-B'sitzcrn denen-. — Die Zeche Sellerbeck ist eine der renommirteften Zcchcn des Ruhrkohlen-Nevicis; dieselbe fordert eine Ziegel und Kalkkohle sehr ftüdrcid), rem und frei von Schiesertheilen, welche zufolge ihrer vorzüglichen Eigenschaften für offene Fclddrandöfen und Jealfbrennereun feit länger alS 50 fahren von den Ziegelei- und Kalkbrennerei-Besitzern NheinlandS und WeNfalrnS mtt Vorliebe zur Verwendung gelangte und sich m den Jahren regerer Bautbätigkeit unausgesetzt einer wett über die Productionofähiglcit qu Zeche hinaus- gehenden Nachfrage erfreute. Genannte Noble verbindet erfahrungsgemäß außer ihrer intensiven Heizkraft die für Feldbrandösen erforderliche Eigenschaft bed bis jur weißen Asche reinen, gleich» mäßigen und nicht zu raschen Verbrennens, e-ne Eigenschaft, welche die gleichmäßige Absorbirung der Kämpfe gestattet und somit der Waare den erforderlichen Klang sichert, dieselbe vor Nissen b^roabrt und bei nur annährend richtiger Kohlengabe des Ofensetzers daS Nolh- und Schmolznrerden der Oefen oder einzelner Partien derselben vollständig ausschttcßt. n . Ebenso oeibält eS sich mit Äalfbrennen, weil die Kohlen eine sehr starke Heiz- kraft entwickeln, gleichmäßig brennen, wodurch der Kalk so um auSbrennt, daß sehr wenig Abfall vor kommt. Die Pie»se w rde ich so mäßig wie möglich unter annehmbaren Bedingungen stellen. Gest iranfnte tim tagen werden pünktlich beantwortet. gur Bcsiät gung niemer vorstehenden Auseinandersetzungen über die Güte und Beschassenhrtt der Sellerbecker Kohlen bin ich im Stande, die besten Zeugniste mehrerer Ziegelei- und Kalkorcnncrei-Besitzer Rheinlands und Westfalens vorzulegen. Hochachtungsvoll J. G-eorg Unverzagt I. ODOODOOOOOOOQIOOOOOOÖOOOOO o Billige Bordeaux-Weine, o x chemisch analysirt und für Reinheit garantirt. X X Durch vorthe.lhafte Einkäufe und birecte Bezüge von Produzenten Z W liefere ick): jr Q Nr. I 1 K ste, enth. 12 Fla'chei Bordeaux-Medoc . . . 12 JC. Q Q Nr. II 1 Kiste, entb. 6 Flaschen Borbraux Meboc unb Q X 6 N^fchkn St. 3'Jl en..........14^q X Nr. III. 1 Kiste enth. 4 Flasch rn Bordeaux Meboc, 4 Flaschen X Q St. Julien unb 4 Fl rschen Marge'nx.....16 JL W Q Franko Kiste geg n Nachnahme. O il D i größten Beftillungen PreiSermäßigU'q. Bei guten Referenzen O ö gewähre (1323 g x 3 Monate Ziel gegen Tratte. X 0 Hofmann 8z Co. Nachfolger, o O Frankfurt a. 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M hi^nz ober Am, ihre i unb in btt BtkW h btt uni tim Vc ntitntnä tu r beßtlltn, bt BekmiM C G. Neidlinger, Giessen, Bahnhofstrasse 1470) Di## & II ft y## 293) Die Räunieder «rück'schenFiliale (Babnbofstraße 93,7) sind anderweit zu ver- miethen. Merz, Ingenieur. Vermischte Anzeigen. 541) Gamaschen und Kntestaucheu werden ongefeitigt in der Maschinen- ftricferer von K. Pietsch II Schneidermeister Metzger in L'ch. Frankfurt a. FI., grosse GalluagaeiHe 17. empfehlen sich zur Ausführung von Bodenbelägen für Fabriken, Bierbrauereien Magazine, Keller, Trottoiraulagen rc., Betontrungen von Gebäude- und Maschinen- nindamenten. Gewölben Turbinenanlagen, Mauern rc., Herstellung wasserdichter Jtaunic. Beftebende Keller, in welche bei höherem Grund oder Fluthwasser- ftanv Wasser cindrtnqt, werden unter Garantie trocken gelegt(825 vet Durchsicht dkS lUuffrlrtrn vuches: „Dr. Atry's Heilmethode- werden sogar Echwerkrnnke die Ucberzcugung ae- Winnen, dik mrch sie, wenn nur btt richtigen Mittel zur Anwenduna gelangen, noch Heilunt erwnrttn dürfen. ES sollte daher jeher Leidende, selbst wenn bei thin biSlmiq alle Medicln erfolglos getvesen, sich vertrauensvoll dieser bewährten Heilmettwve zuwcnden unb nicht säumen. ovi.>r Löerk anzuschaffeTt. Ein ^Auszug- daraus gratis u. franco. Gute Pension Z in einer geb. Familie finden Schüler ober Einjährige. Näheres bei der Exp. d. Bl. Gesucht. Ein tüchtiger Schneidergeselle findet dauernde Beschäftigung bei In dem weit- verbreiteten Buche VvlUll sinden Gicht- u. Sil’(umnti6mu5«2tiof u, die bewÄhrtellrn Mittel gegen ihre oft sehr schmerzhaskcn Leiden angegeben, — Heilmittel, welche selbst bet veralteten Fällen noch die ersehnte Heilung t rachten. 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M., Abends 8 Uhr, in der Restauration Spies. ^oc^3'afle8l>rbnun8 : Corpsb richt. R^chimngsablaae Vorstmbswohl. _______________ Der Vorstand. Veklinnlmstchimst. 1325) Sämmtliche verfallenen Pfänder müssen längstens bt6 zum 20. st)tärz d. Is ausg,löst oder prolongirt werden, andernfalls solche zur öffentlichen Versteigerung kommen. __________K. Grünebaum Bermittyungen. 14641 Eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. Marktstraße D. 22. 1433) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und den 1. April zu be- -iehen bei Wildhändler Ebel, Marktstr. 1428) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. KrenaJ). 3._ 1370) Ein möblntes Zimmer mit Cabi- uet sofort zu vermiethen im Baum'ichen Hause, Gartfeld A. HO1». 1182) Familienlogis zu vermiethen und 1. April beziehbar. Rothenberger, Kaplansgasse. 340) Ein möblirtes Zimmer (Parterre) -u vermiethen. Sj. Mannberger, Neuenweg. 747) Ein Logis nebst allem Zubehörs gleich beziehbar, zu vermiethen bet Adolf Host, Schützenstraße. 1449) E>n freundliches Familienlogis bis zum 1. April zu vermieten. __Neichensand C. 129. 1100) In nächster Nähe der Realschule und des Gymnasiums für einen Schüler freundliches Zimmer mit Beköstigung zu vermiethen. Näh, bei der Exp. d. Bl. 1087) Zu vermiethen pro 1. Juli die ganze Parterrewohnung meines Hauses nebst einigen Zimmern im Nebenhause, dazu kann eventuell auch ein großer Lagerraum und Pferdestall abgegeben werden. Buchhändler Roth, Marburgerstraße. 1149) In meinem neuerbauten Hause am Ludwigsplatz ist die Mansardenwohung zu vermiethen. W. Seipp. 1133) Ein Logis im Vorderhaus, von 3—4 Zimmer und Gartenantheil, auf 1. 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' « ' Q® c "Ze l's Garten gegenüber, 100,0, mittlerer Stock, 5 Rimmer zu vermiethen. 0 1094) Der 3. Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und Ende Mai zu beziehen. Ludwig Hein, Kreuz. 460) Ein Laben mit Logis zu ver- miethen. Sonnenstraße B. 106.