M.ÄL, genübtt n' ll. r. ’t«otoÄrne»^ ln»nen RfrMtW* ÄÄ&K ÄsG: sKStz Ä wahrend er EI sr-L^ 1 *»ä fe Nach, Donnerstag Mitlheilui'g. die Tn lieben Gatten besonderer Sn. Uhr Im Eltern. Schwester und 181. liebenen. Ion Ms abjurufen. liebenen. M-zi 5 irer Schatz ien Opfer b« Selbst- mit] unb ged-w« (en ist bti btrübmtt Selbstbeway der an den schre» 'dieses Lasters ludet. nBllehrung-"««^ ftn»= wj Ä l'6S«rhliunfl,rL,'p" i^&anbais" nrft-r”k3"f 5 «"ff »rat d«i sachlich v»i Dt«uib. wv _ ist WT MN Ar'"^§bK rtetliS- 91,6(1 (iiX’’ hezustande, n ImPotenZ- eü? 1U**e SBoof n und V-Sto^« irsntie m"ü 116 r s‘ht" &*. St-^5 d-'°° ” tein-Au^r^ Eic( Üt. 178 Freitag den 5. August 1881. Aießener Mn^eiger Allikize- nah für ütn greis Gießen. tt -ircau x Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ätiinabme bei Montags. Preis viertelsäbrlich 2 Mart 20 Pf. mit Vrmgrrlohn. Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Deutschland. Darmstadt, 1. August. Seine Künigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 27. Juli den HauptsteueramtS-Eontroleur Ludwig Heinrich Wittich zu Mainz zum Hauptsteueramt-.Rendanten bet dem Hauptsteueramte Darmstadt zu ernennen. Darmstadt, 1. August. DaS Großherzogltche Regierungsblatt (Beilage Nr. 18) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Zollbehandlung der wollenen Tuch- und Zeug-, sowie bedruckten Maaren betr. 2. Ueberficht der von Großherzoglichem Ministerium deS Innern und der Justiz für daS Jahr 1881/82 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Eornmunal Bedürfnissen in den Gemeinden deS Kreise- Gießen. 3. Ueberficht der für das Jahr 1881/82 und daS erste Quartal 1881 von Großherzoglichem Ministerium des Innern unb der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Dedürfnisseu in den israelitischen Reli- gionS-Gemeinden des Kreise- Darmstadt. 4. Ueberficht der für daS Rechnungsjahr 1881/82 von Oroßherzoz- ltchem Ministerium deS Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Lommunal-Bedmfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden deS fcieiM Schotten. 5. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts DenSheim, die Vergütung der Brandschäden zu Lampertheim betreffend. 6. Ordensverleihung. 7. Namensveränderungen. 8. Lharaktererthetlung. 9. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädtgst geruht: am 15. Juli den ordentl. Professor Dr. LacpeyreS für die Zeit vom 1. October 1881 bis dahin 1882 zum Rector der LandeS-Univer- sttät, — den Professor Baurath Sonne auf Vorschlag des Leh, er.Collegiums für die Zelt vom 1. September 1881 bi- zum 31. August 1882 zum Director der technischen Hochschule zu ernennen. Am 15. Juni wurde der Vtceseidwebrl im 4. Infanterie Regiment (Prinz Karl) Nr. 118 Hermann Müller unter Zurücknahme der Ernennung des Vice- feldwebelS Adam Krug zum AmtSgerichtSvlener btt dem Amtsgerichte Bingen, am 5. Juli wurden der Dicefeldwtbel Wilhelm Mitze auS Eichelsdorf und der Oberlazarethgshülfe Hetnr. Becker auS GrieSheim zu Steueraufsehern ernannt; an dems. Tage wurden dem Schulamt-Aspiranten Georg Wilhelm Marbach auS WeningS eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Vilbel, dem Schulamts- Aspiranten Ernst Karl Frölich auS Usenborn die Lehreistelle an der Gemeindeschule zu Bergheim, am 18 Juli wurde dem SchulamtS-Aspiranten Jacob Kremer auS Lörzweiler eine Lehrerstelle an der Demetndeschule zu Eppertshausen übertragen. 10. Ruhestandsversetzungen. Am 19. Juni wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Leihgestern Johanne- Wesp auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 6. August d. IS. an, in den Ruhestand versetzt. 11. Eoncurrenzeröffnungen. Erledigt und: die erste evang Psarrstelle zu Ober-RoSbach; dotationSmäßiger Gehalt 2872 JL Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wet-kirchen mit einem jäh lichen Gehalt von 900 JC. Die Stelle einer Lehrerin für das höhere Lehrfach an der höheren Mädchenschule zu Offenbach, mit einem Gehalt von 1400 v*, welcher biö zu dem Betrage von 2400 steigen kann. Eine mit einem evang. Lehrer zu besitzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach mit einem jährlichen Gehalt von 1000 JL Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrelstelle an der Gemeindeschule zu Gau-AlgeSheim mit einem jährlichen Gehalt von 1200 JL Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschi.le zu Reiskirchen mit einem jährlichen Gehalt von 900 mit der Stelle ist Organipendtenst verbunden. Darmstadt, 2. August. Das Amtsblatt Großherzoglichen Obercon- ststoriumS Nr. X enthält felgendes Ausschreiben an die evangelischen Geistlichen : «Durch Ausschreiben vom 21. Juni 1842 haben wir Sie auf den Verein zur Unterstützung und Beausfichtigung der aus den Landes- und Pro- vinzial-Strasanstalten Entlassenen im Großherzogthum Hessen und auf die von demselben verfolgten tbcln Zwecke aufmerksam gemacht und die Erwartung ausgesprochen, daß Sie demselben Ihre ganze Aufmerksamkeit und Theilnahme schenken und überhaupt an dem so wohlthätigen urd christlichen Werke der Fürsorge für entlassene Sträflinge selbstthätig mitwirken werden. Wir haben unS in dieser Erwartung nicht getäuscht, indem viele Geistliche sich mit warmem Eifer der entlassenen Sträflinge annehmen und in und mit dem Verein an diesem Werke der inneren Mission gewissenhaft arbeiten. In neuerer Zeit ist jedoch in dem Verein und in Conferenzen der Geistlichen zur Sprache gekom- men, daß die Theilnahme an den Bestrebungen zur Besserung und Hebung der entlassenen Sträflinge Nachlasse; dieS veranlaßt unS zu der dringenden Ermahnung, daß Sie diesen wichtigen Gegenstand sich sehr angelegen sein lassen, dem genannten Verein als Mitglieder beitreten und dem Ersuchen der Vereins- Orgone um Auskunft oder um Mitwirkung mit derjenigen Bereitwilligkeit entsprechen möchten, welche die Wichtigket der Sache verdient. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß e- beabsichtigt ist, dir DereinS-Statuten in der Weise abzuändern, daß an Stelle der BezirkS-Lereins-Eommisflonen selbstständig organlsiite Zwetgvereine treten, die ihre eigenen Vorstände wählen w d auS ihrer Mitte Beistände ernennen, welche die persönliche Thätigkeit an den VereinS-Pfleqlingen üben. Durch diese beabsichtigte Statuten-Aenderung wird eS möglich sein, dem Verein zu größerer Thätigkeit, zu lebendigerer Wirksamkeit zu verhelfen, und insbesondere wird es Ihnen gelingen können, Männer von christlicher Gesinnung zu bestimmen, die Functionen von Beiständen der entlassenen Sträflinge zu übernehmen. Wir glauben, daß es nur dieser Hinweisung bedarf, um Ihnen die Fürsorge sür die entlassenen Sträflinge recht eindringlich zu empfehlen." Darmstadt, 3. August. Am 30. v. Mts. wurde der Gerichtsvollzieher mir dem Amtssitze zu Herbstein, August Weyland, seine- Dienstes entlassen und der Gerichtsvollzieher mit dem Amtstze zu AlSfeld, Ph. Knie- rim, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Herbstein ernannt. Berlin, 2. August. Der „Kreuz-Ztg." wird auS Schleswig-Holstein geschrieben : „WaS die Ernteaussichten tu Schleswig Holstein Lauenburg an belangt , so sind dieselben so schlecht wie noch nie. Kein Futter- und Körner- ertrag; an sehr vielen Stellen erntet der Laidrnann kaum die Einsaat; der Roggen und Hafer ist oft so kurz an Stroh, oaß die Sense eS nicht fassen kann. Sehr viele und wohl die allermeisten schaffen Hornvieh ab, sogar auch Ackerpferde, da sie wegen Futtermangels nicht durch den Ämter zu bringen sind. Wir kennen eine Domäne, welche genöthigt ist, 100 Kühe zu verkaufen; eine andere Domäne hat auf 1400 Morgen nicht mehr als 125 Fuder Korn gegeben. Aus vielen Gütern, auf denen sonst Hafer verkauft ward, wird nicht einmal daS nötbige Futterkorn geerntet und zur Aussaat muß das nöthige Quantum zugekauft werden. Die Kartoffelernte scheint ebenfalls ganz schlecht zu werden, indem unter den Bülten fast nicht- ist und was darunter sich befindet, ist äußerst klein. Wir kennen einen Hof, der im vorigen Jahre auch nur eine sehr mäßige Heuernte hatte; derselbe erntet dieses Jahr wenigstenS 400,000 Pfd. weniger. Die Aussichten für den Winter sind also sür den Landmann sehr traurig." Berlin, 3. August. DaS „Tageblatt" meldet auS London: Die amerikanischen Behörden verhafteten gestern in Peria Cown den angeblichen Verfertiger der in Liverpool gefundenen Höllenmaschinen. Die Freilassung gegen Bürgschaft wurde abgelehnt. — Die russische Regierung verlangt die Auslieferung Hartmnnn's. Die Untonsregierung soll die AuSlieferunq bewilligen wollen, wenn die Identität Hartmann'S sicher, da auch der Mordversuch in dem Auslieferungsvertrag inbegriffen, einerlei, ob der Versuch gegen den Ezaren oder gegen Privatpersonen gerichtet sei. Kngtand. London, 1. August. In den Stahlwerken von Hallside bei Glasgow fanb man gestern ein Paket mit Dynamit zwischen zwei Stahlschienen. Die darin enthaltene Masse von Sprengstoff war groß genug, um daS ganze Werk zu zerstören. — Die Nadel der Kleopatra, die aus dem Victoria-Quai ausgestellt worden ist, soll rechts und links eine Bronce-Sphin; erhalten. Die eine wird soeben auf einer Granitplatte schon ausgestellt. — In Amerika haben die Verhandlungen im englischen Parlamente über die Entdeckung der Höllenmaschtnen einen tiefen Eindruck gemacht und eS herrscht dort nur eine Ansicht darüber, daß die Vereinigten Staaten nicht zum Tummelp'atz solcher ruckloser Verschwörungen gemacht werden dürfen. Der „New Dork Herald" meint, da Verschiffungen dieser Art gesetzwidrig find und eine hohe Strafe darauf steht, so sollte die Regierung im Stande sein, einem solchen Handel ein Ende zu machen. Die „New-Dork TimeS" sagt: Mögen diese Höllenmaschinen auS dem Ertrage einer Subscription für Massenmord in England hergestellt fein, oder der Anschlag eine- Scheusals, wie daS berüchtigten Andenken- tn Breme, Haven: die englische Regierung darf auf die ernste Mitwirkung der örtlichen wie der Bundesbehörden zur Ermittelung der Verbrecher vertrauensvoll rechnen, Die „New Dork World" fordert den Eon- greß auf, sofort ein Gesetz zu erlassen, das Verbrechen dieser Gattung gebührend bestraft und bemerkt weiter: Wie unzureichend ein solche- Gesetz auch sein mag, die öffentliche Meinung ist gewillt, mit Verbrechern dieser Art nach Gebühr zu verfahren. D»e Irländer hier zu Lande, die in Woh heit der Befreiung Irland- ergeben und bereit sind, alle gesetzlichen und friedlichen Mittel zur Erreichung diese- Zieles anzuwenden, ja selbst an einen offenen, ehrlichen Krieg biefe6 Zweckes halber denken, sollten einsehen, daß da- System eines Maffen-Meuchelmorde- ihnen und ihrer Sache verhängnißvoll werden wird. Es ist ihr Interesse, wie ihre Pflicht, diesen Gewalt, hätigkeiten ein für alle Mal unb schnell ein Enbe zu setzen. Venn bie Sache Irlands burch solche Mittel gefördert werden soll und bie Befreier Irland- sich als eine schlimmere und rücksichtslosere Bande erweisen, denn bie Nihilisten, dann wird die ciollifirte Welt gezwungen, zu ihrer eigenen Vertheidigung sich geien die Befreier Irlands als die Feinde der Menschheit zu wenden. Glücklicherweise ist daS noch keineswegs der Fall, aber es ist gebieterisch nothwendig, es nickt zu dulden, daß ein Paar Schurken und TollhäuSler die Sache des irischen Volke- mit unauslöschlicher Schmach beflecken. In ähnlichem Sinne, wie die oben erwähnten Zeitungen, sprechen sich die „Sun" und die „New-Jork Tribüne" aus. Die irischen Blärtrr geben die ganze Sache als einen Humbug aus, ter erfunden sei. um den irischen Patrioten zu schaden. O'Donocan Roffa's Journals „United Jrishman" hat wieder den frechen Ton von ehedem angenommen. Wenn, sagt das Blatt in seiner Nummer vom 26. Juli, die Fässer dazu bestimmt waren, um gegen Mr. Forster und Mr. Gladstone für ihre Morbthaten in Irland Execulion zu vollstrecken, so thut eS uns leib, daß die Hinrichtung nicht vollzogen worden ist. Das Handwerk dürfte den Herren bald gelegt werden. Wie der „Times" auS Philadelphia depeschtrt wird, haben bic BundeSbeamten in Boston und New-Iork die Angelegenheit bereits in die Hand genommen und sie dürften auf die Fährte der Verbrecher kommen, da sie von London auS Anhaltspunkte erhalten haben sollen. Die Agenten der transatlantischen Dampfer in den amerikanischen Häfen beobachten jetzt die äußerste Vorsicht bei der Empfangnahme von Gütern zur Verschiffung, insbesondere wenn diese in kleinen Posten von unbekannten Leuten constgntrt werden. Afrika. Tuni-, 2. August. In der Nähe von Tunis und Kairuan, wo eine Geldsumme gezahlt worden war, um Plünderungen zu verhindern, sind neue Gewaltakte von Marodeurs vorgekommen. Täglich treffen französische Trup« pen ein; man hofft, daß dieselben bald die Ruhe und Sicherheit in Tunis wieder Herstellen werden. Telegraphische Depesche«. «Solsf's telegr. E*rrefp»»de>tz«B»r«su. London, 3. August. Die Irländer Mc. Grath und Mc. Kewitt, welche am 10. Juni d. Js. den Versuch machten, das Liverpooler Rathhaus In die Luft zu sprengen, sind — der Erstere zu lebenslänglicher, der Letztere zu 15jähriger Strafarbeit — verurthetlt worden. London, 3. August. Unterhaus. Auf eine bezügliche Anfrage Tyler's erwiderte Gladstone, daß die Convention mit den Boers noch nicht unterzeichnet, aber an die Führer der Boers zur Unterzeichnung unterwegs sei. Labou- chere theilte hierauf mit, daß, als er sich vor wenigen Minuten in dem Vor- saale befunden habe, Bradlaugh in den Saal habe treten wollen, aber von den Beamten des Hauses zurückgewiesen und gewaltsam aus dem Parlamenls- gebäude entfernt worden sei. Er beantragte deshalb eine Motion, in welcher ausgesprochen werde, daß die Beamten des Hauses die ihnen erthetlten Vollmachten überschritten und die Privilegien eines Abgeordneten verletzt haben. Der Sprecher erklärte, daß die Beamten nach seinen Anordnungen gehandelt hätten. Gladstone bedauert zwar den Beschluß des Hauses, durch welchen Bradlaugh verboten wird, seinen Sitz im Hause einzunehmen, billigt aber das Verfahren des Sprechers und erklärt sich gegen den Antrag Labouchere'S. Northcothe spricht sich ebenfalls zustimmend über das Verfahren des Sprechers aus. Mehrere andere Redner geben die Erklärung ab, daß sie, obwohl sie das Verhalten des Sprechers billigen, doch nicht gegen die beantragte Resolution stimmen können, weil sie nicht inbirect baS Verhalten deS Hauses billi- gen wollen. Holland beantragt, Labouchere's Motion durch eine andere zu ersetzen, in welcher das Verhalten drs Sprechers und der Beamten des Hauses gebilligt wird. Gladstone und Northcote stimmen dem Holländischen Amendement zu. Die Motion Labouchere's wird hiernach mit 191 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Viele radikale Deputirie enthalten sich der Abstimmung und ver- laffen das Haus. Das Amendement Holland's wird ohne Abstimmung angenommen. Die Zugänge zu dem Parlamentsgebäude werden bewacht. Der Zutritt wird nur Berufenen gestattet. Die Gitterthore des Platzes vor dem ParlamentSgebäude sind geschloffen, außerhalb derselben haben sich starke Volks- Hausen angesammelt, welche Bradlaugh bei seiner Ankunft, wie bei seinem Fortgänge lebhaft Beifall zurtefen. SOtabrib, 3. August. Wie verlautet, würde die Regierung die Note des Vatikans über die Vorgänge bci der Uebersührung der Leiche des Papstes Plus IX. mit einem Hinweise aus die internationalen Pffichten beantworten, welche ibr nicht erlaubten, sich in die Angelegenheiten Italiens einzumischen. Moskau, 3. August. Der Kaiser hat in Nishni-Nowgorod eine Truppenrevue abgehalten und ist sodann mit den Mitgliedern der Kaiserlichen Familie nach Jurjewetz, im Gouvernement Kostroma, weitergereist, wo er gestern eintraf und von einer Deputation, welche Brod und Salz überreichte, empfanden wurde. Konstantinopel, 3. August. Die Pforte hat Dschellal eddin Effendi, einen Ulema höheren Ranges, zum Großscheich von Jerusalem ernannt. Das Resultat des zehnjährigen Wirkens der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. "Der Bevölkerung, welcher durch die Elementarschulen im Kindesalter nur die (Grundlagen der Bildung zugänglich gemacht werden, dauernd Bildungsstoff und Bndungsmlttel zuzufuhren, um sie im höheren Grade zu befähigen, ihre Aufgaben im ©taate, in Gemeinde und Gesellschaft zu verstehen und zu erfüllen" — das ist die ZÄu' ?lc für Verbreitung von Volksbildung" auf ihre Fahne geschrieben bat. Zehn Jahre lang bat nunmehr die Gesellschaft diese Fahne aufgepflanzt und eine stattliche Zahl von Anbangern hat sich um dieselbe gesammelt. Der soeben veröffentlichte „Jabresberlcht gibt hiervon Zeugniß, er bezieht sich nicht nur auf das abgelauf.ne Gefchaftsiahr 1880, sondern wirft einen interessanten Rückblick auf das verflostene erne Decenmum. Freilich kann nicht conslatirt werden, daß bis in die neueste Zeit die Zustromung von Mitgliedern eine gleichmäßig steigende mar: die wirth- schaftliwe gedruckte und der Gesellschaft ungünstige Strömungen im socialen Leben haben leider seit 1878 eine Verminderung der Mitglieder berbeiaeiübrt Dennoch steht der Gesellschaft mit 748 thatigen Vereinen und 4N1 unterstütz?ndenM.tgl"dern als ein starkes„Bollwerk für wahrhaft humane, federn Parteigetriebe und itber Sage§= Äk* ^lll,unÖ^einebun0 ba 3m Jahre 1871 constituirte sich die Gesellschaft mit 158 Vereinen und 1299 persönlichen Mitgliedern, sie zählte iu7 Reit der höchsten Blüthe im Jahre 1877, 772 Vereine und 4360 persönliche Mitglieder Rechnet man unter Zugrundelegung einer im Jahre 1875 ausgeführten Statistik auf leben der Vereine 210 Mitglieder, so stcben gegenwärtig, abgesehen von den persönlichen Mitgliedern, 157,080 Personen in mittelbarerer Beziehung zur Gesellschaft — man kann hier also recht wohl von einer Armee sprechen. Sehen wir uns nunmehr einmal die Arbeiten an, die diese Armee von Bllbungs Pionieren im Laufe der zehn Jahre vollführt hat. Auf zwei Wegen sucht die Gesellschaft ihr Ziel zu erreichen: durch das lebendige Wort und du- ch die Verbreitung volskthümlicher Schriften. Um das gesprochene Wort in Form von Vorträgen und Discussionen dem Fortbildungstriebe des Volkes zu bieten, suchte man nicht nur unter den Mitgliedern freiwillige geeignete Kräfte zu perotnnen, sondern es wurden auch eigene Wanderlehrer zu diesem ausschließlichen Zwecke engagtrt (5me Schätzung im Jahre 1877 ergab, daß in diesem Jahre im Gebiete der Gesellschaftsorganifation an 10,000 Vorträge gehalten worden waren woraus man die Bedeutung dieser Werksamkeit der Gesellschaft, die durch ein mit entsprechenden Anschauungsmitteln versehenes Wandermuseum unterstützt wurde, ermessen mag. Die Thätigkeit des Vereins in der andern Hauptnchtung: Verbreitung guter Volksschristen, äußerte sich hauptsächlich in der Begründung von Volksdibliotb keu. In der Benutzung dieser Bibliothekeri darf man wohl einen Maßstab für den Nutzen der Vortrags-Thatigkeit der Gesellschaft erblicken Zunächst wurden entsprechende Cataloge als Anleitung für die Auswahl von Volksichriften ausgestellt, dann aber wurden auch Baarmittel seitens der Gesellschaft zur Begründung von Bibliotheken an einzelne Vereine verabreicht. In solcher Weise hat die Gesellschaft vom Jahr 1874 bis 1880 durch Geschenke den Anstoß zur Begründung von 52 kleinen Bibliotheken gegeben und dafür einen Aufwand von 2558,Id JL gemacht, während die Bücher einen Ladenpreiswerth von 3400 X. repräsentiren Die Gesellschaft hat ferner die Auswahl und den Kauf von Büchern durch Verträge mit Buchhändlern und seit 1875 durch ihr eigenes Bureau erleichtert. Sie bat auf diese Weise Bücher im Ladenpreise von 153,000 Jt, einschließlich aller Geschenke, unter ihre Mitgliedschaften gebracht. Auch die eigene Production von Broschüren und Büchlein, deren Inhalt den Zwecken Der i Gesellschaft entsprach, war nicht unbedeutend. Von diesen Druckschriften waren bis | 1874 74,315 Exemplare verschiedenen Inhalts verbreitet. Auch einzelne Verbände waren I nach dieser Richtung hin thätig. Die hauptsächlichste volksliterarische Production der ! Gesellschaft ist der bei Simion in Berlin erscheinende „Deutsche Reichskalender", der ! sich großer Verbreitung erfreut. Als Organ für den Austausch der in den einzelnen ' Vereinen gesammelten Erfahrungen dient die Wochenschrift „Bildungs Verein", die ! unter Redaction von Julius Lippert gleichfalls von der Gesellschaft selbst herausgegebeii ; wird (vierteljährlicher Abonnementspreis 1 j£). | Nicht unwesentliche anberrocite Tätigkeiten der Gesellschaft wären noch auf; i zuführen. Wir zählen zu diesen die Bemühungen zur Verbreitung und Entwickelung j des Fortbildungsschulwesens namentlich in denjenigen Gebieten, in denen es noch nicht - durch Staatsgesetz eingeführt ist, die Errichtung von Lehrkursen für Erwachsene die ; Förderung des Fortbildungsschulwesens für Mädchen, die Beihülfe zur Veranstaltung 1 von Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten, die versuchsweise Einführung und Läuterung ! des Handfertigkeitsunterrichts rc. i Hiermit hätten wir in kurzen, aus dem umfangreichen Jahresbericht geschöpften i Auszügen die Hauptresultate der Gesellschafts-Bestrebungen seit deren Beginn angedeutet. - Durch das stetige Wachsen der Mitgliederzahl und durch das thätige Mitwirken an bet ! Erstrebung ber Ziele möge die Würdigung ihren Ausdruck finden, Die man der Pionierarbeit der „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" in ihrem ersten Decennium 1 darbringt. Lokales. Gießen/ 4. August. Der Ausschuß deS landw. Vereins für bic Provinz Dbcrbtffcn wird sich Dienstag den 9. August, VormittaqS 10 Uhr, im Gasthaus zum Einhorn in Gießen versammeln. Außer einigen geschäftlichen Gegenständen sind zur Verhandlung gestellt: 1) Be rathung und Beschlußfasiung über den Commissionsbericht, betr. die Thätigkeit des Vereins- Wiesenbaumeisters , sowie die Verwendung der für allgemeine LandeScuUurzwecke vorgesehenen 1000 X 2) Berathung über das Project von Bezirks- resp. Provinztal-Fohlcnweiden. 3) Die Anschaffung von jungen Obstbaumstämmchen, insbesondere die Vermittelung derselben durch den landw. Verein von Oberhcffen. Gießen, 4. August, lieber die Kaiserliche Tabaksmanufactur in Straßburg und das Tabaksmonopol äußert sich der Jahresbericht der hiesigen Handelskammer: Die Tabaksindustrie, welche für unfern Bestick von so hervorragender Wichtigkeit ist, bleibt nach wie vor in einem Zustande der Unruhe und Ungewißher', welcher kein Vertrauen in die Zukunft aufkommen läßt. In unserem letzten Jahresbericht knüpften wir an die Mittheilung, daß der Reichstag am 28. April v. I. mit 181 gegen 69 Stimmen die Resolution angenommen habe: baß er erwarte, nach dem zwischen ben Regierungen unb dem Reichstag erzielten Einverstänbniß über bie künftige Besteuerung des Tabaks, dieses Eiyverständniß nicht wieder durch einen Antrag in Frage gestellt zu sehen, — wir k üpften daran bie Worte: „baß bamil hoffentlich für immer über das Tabaksmonopol zur Tagesordnung übergegangen sei." Der Leiter der äußeren und inneren Politik des Deutschen Reichs ist leider entgegengesetzter Ansicht. Derselbe hat erst kürzlich das bedrohliche Wort fallen lassen, „der Tabak müsse noch mehr bluten", unb das Gebühren der Straßburger Tabaksmanufactur rechtfertigt die schlimmsten Befürchtungen. Seit Jahr und Tag sucht die Verwaltung dieses Etablissements ihr Absatzgebiet in Deutschland. Sie benutzt die leicht begreifliche Rücksicht, welche der Beamtenstand und die Militärbehörden auf jede mit dem Kaiser!. Adler geschmückte Empfehlung nehmen, um die Kundschaft dieser Kreise zu gewinnen. Sie errichtet Filialen an jedem Orte, wo sich ein Ladenbesitzer dazu bereit findet, kurz, sie scheut kein Mittel, um der Privatindustrie Concurrenz zu machen und dem Monopol Anhänger zu gewinnen. Der Verein deutscher Tabaksfabrikanten hat sich beschwerend an den hohen Bundesrnth gewandt, eine Reihe Handelskammern, darunter auch wir, haben diese Beschwerde energisch unterstützt, an den Statthalter der Reichslande, Feldmarschall v. Manteuffel, ist durch eine Deputation eine besondere Vorstellung gerichtet worden, endlich hat sich auch der Reichstag mit dieser Angelegenheit beschäftigt, leider ohne daß irgend ein nennenswerther Erfo g erzielt worden wäre. D^r hohe Bundesrath erflärt die Frage für eine innere Angelegenheit ber Reichslande. Die Regierung der letzteren beruft sich auf ihre Verpflichtung, in erner Linie das finanzielle Interesse der ihrer Verwaltung untergebenen Provinzen im Auge zu haben unb dieses finanzielle Interesse gebiete, die Thätigkeit der Straßburger Manufactur zu fördern. Im Reichstag war die Petition des Vereins deutscher Tabaks-Fabrikanteil und Händler, welcher sich eine größere Anzahl von Handelskammern, städtischen Behörden u. s. w. angeschlossen hatte, zunächst von der Petit'ons-Eommission derathen worden. Von dieser ist dem Plenum ber Antrag unterbreitet worden, die Petition so weit sie daraus gerichtet sei, der mißbräuchlich.n Geschäftsgebahrung der Straßburger Tabaksmanufactur entgegen zu wirken, dem Herrn Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, — dagegen über ben Antrag auf Aufhebung ber gebuchten Manufuctur als Staalsanltalt zur Tagesorbnung überzugehen. Für bie Berathung im Plenum ist von bem Abg. Freund ein schriftlicher Bericht der Eommission erstattet worden. Danach war man in der Comm ssion in voller Uebereinslimmung darüber gewesen, daß dem Antrag auf Aushebung ber Straßburger Manufactur als Staatsanstalt nicht entsprochen werden könne. Nachdem neuerdings die Verfassung und Verwaltung von Elsaß-Lothringen gesetzlich geordnet worden war habe die Staatsmunufactur in dem der Cognition des Reichstages nicht unterliegenben Landeshaushalt von Elsaß-Lothringen ihre Stelle, sie bilde in dem Etat einen bestimmten, budgetmäßigen, von den zustehenden Organen feftgefteUten Einnahme- uno Ausgabe-Posten, sei somit em Theil des Landesvermögens von Elsaß-Lothringen uns es könne eine Einwirkung, welche d>e Beseitigung dieses Landesoermögens unb cm- durchgreifende Aenderung der etatmäßigen Verhältnisse von Elsaß-Lothringen herbei- führen, nicht Gegenstand der Beschlkeßung des Reichstags sein. Dagegen sei nach den Erklärungen des Commissars ber verbünbeten Regierungen bie Richtigkeit ber speci- ficirten thatsächlichen Angaben der Petenten unzw:itelhaft, auch bie Echtheit ber von diesen ihrer Petition beigelegten drei Circulare der Direction der Kaiserlichen Tabaks- Manufactur m Straßburg sei als nachgewiesen anzunehmen: bie Klagen ber Petenten müßten deßhalb für gerechtfertigt erachtet werben. - Man könne bie Frage, ob der Betrieb kaufmännisch unb finanziell vorlbeilhast geführt werbe hier dahingestellt fein lassen, weil sie wesentlich nur für den Landeshaushalt von Elsaß Lothringett m Betracht kommt; man könne aber nicht zugeben, baß Über die Grenzen des Landes hinaus, für welches bie Straßburger Manufactur als Staatsanstalt fo-tgesührt worden in andere Bundesstaaten hinein sie wirksam werde in einer Weise, welche für den nanieii Bestand der Fabrikation unb des Hanbels schädlich werde und in der Conseauenz deren Ruin herbeffuhre. Man könne ein solches Gebühren nicht durch die Berufung auf die @etDerbeTreibeit decken Es leuchtet ein datz die Freiheit b:r Concurrenz theoretisch und prakttzch nur gedacht sei tm Verhaltniß privater ©eroerbtreibenoer zu einander und nicht pasie am das Verba Witz eines Staatsbetriebes, ber mit ungleich stärkeren Kräften ohne Ruck,icht am bie Große bes Betriebssonbs unb auf bereu wirthschaftliche lC,ve Geilte nötigenfalls ausschließlich für politische Zwecke führen könne, wahrend ber private ^ewerbtreibende solchen Zielen nicht zustreben könne unb bürfe. JDie Art, wie namentlich das Auftuchen ber Confumenten durch die erwähnten Circ.i- lare von ber Stratzburger Tabakmanufactur betrieben werbe, fei in hohem Grabe Der; werfl'ch. Es treue alles baöjenige zu, was die Petenten ihr entgegenhalten, zunächst unb vor Allem der nicht statthafte Gebrauch des kaiserlichen Namens für kaufmännische Anpreisungen --.Es sei emleuchtenb, baß, wenn man sich, wie geschehen, unter Berufung auf ben kaiierlichen Namen an Beamte unb an Militärbehörden roenbet, bannt -»riiif aildg^ ein?ru» ^an "Er^oiM S-Ä S»5* Stiels ÄS (ßriontu "JbieÄ'1 auf fünltiflt M b-dm Ml» u Thalsachen 0 CamMarsde sich beide aul d'- Lt nicht mit be ßMung abMb W Die komm tn, wonach die P' - Gtstern i auf bn Sttahe vm sie gleich zu verbüße - TroK der Sorten fl'siirn Sben! verk, welcbes vom o bkum lohnte die Leifl Darmstab ientlant Ihm von' TelegiapoiMsistniten stabt, dir Postasfiste' von öteele nach Äio Marburg, wähl hiesiger Univrrs Bergmann und 6 Gunsten bis Herrn fs Dffenbui Zeit einem htefigen ( würbe,u sechs Wach HilbeShein Bei Mache entstand s Asche gelegt wurden, brannte, befand sich sich aufs igeste. Ixi Ulegraphirte man ihr Drahtbnicht, liest ih> krieche ich nicht." — Bon einer W Gestm N ver Dienstmagd des j einem Messer au ttoxauf dieselbe auf l Kanin nach hause s Ml hielt sich wahi Ketn. Am ''Niger 3e man ber Pio^^ irem ersten Decenmum btt Provinz Dbtrbfflti ium Einhorn m banbfunq gestrllk: 1) tz, Thätizknl btt Banat cuiriiTjDtdt vvrgtjttzani rl-Fohl«nwtldta. 3j Du klung derstlbm butä ba ctur in Straßburg unb )anbelöfammer: )orragtnber JBldjt gkeir welcher fein Jahresbericht tnüpitm I. mit 181 tzegrn 6? nach dem Wichen ben ie künftige Besteueru^ ntrafl in Krage ßtitdli entlid) für imme. ü.y; Der Leiter ber Lußerw Wer Ansicht- DccM \bat inüife noch »chr factur i*rtW K maltuiifl bieft*) -v-i t begreifliche Rücklicht, lit dem Äaiferl Mr ze zu gewinnen. S-. oiu bereit srndet, tun t)tn und dem fDlonop:. werend an den boh v auch wir, haben M< chslanbe, ftelbmariM ellung gerichtet morbd -aftigt, leider ohne ohe Lunbesrath ertlo- Regierung der leyteree Interesse der ihrer ier- nm-m, Oä?*X ^-Commlslion dera v ein f»Ä®S T«s ssgs. N dem Emt , «SiFsr SS-- e RlchtlS^ bfr tor. id) die ^Kiabafi bieWrfworbrr, st°-"°Ad'n«L ^b'berE^^^"°ofdn ■6 bk kStzs§ 4 ?, bojetn 0rLid)|t cm Druck ausg.übt werde, n>ie ihn die Prloatinbustre nicht ertragen könne. Die milULrochen Mann'chaiten und )kant nenlnhader ie.cn gewodnr. die Anregung militärischer Poi gefetzter als unb.dlngte Befehle anzusehen und würden somit unter der Autorität d«S Kaiser« zu Kunden der Straßburger Manuiactur gemacht. 23cnn selbst daraus wen gcr Gewicht gelegt werden dülste. daß die Unterscheidung von EngroS. preisen und Detailpreisen durchbrochen werde, so sei doch auch hier eine ^orm der ^teclome gewählt, wie sie für em LtaatSlnstirut kaum angemessen erscheinen könnte — sei mißlich, wenn, was nicht ausgeschlossen werden kann, schlechter oder von den Konsumenten für schlecht erachteter Tabak unter dem kaiserlichen Wanten geliefert worden, die dieSsäll gen Klagen eine Richtung nehmen, welche dem kaiserlichen Namen ferngehalten werden muß. schließlich fei daS Htneindränaen der Ltaalrmanusaklur m't ihrer Aadiikat,on und mit ihrem Handel in die entferntesten Tbeile dL« ganz brillant zu nennen waren, mit lebbosiem Beifall. Bcrmffcfctci. Darmstadt, 1 August. sPostpersonalnachrtchtenj. Verletzt sind die Ober-Post, secretane Ihm von Mainz nach Halle, Saale und Ehrlich von «leiwitz nach Mainz; die Oder. Telearapbena.sistenien Priddat von Darmstadt nach Mainz und Harting von Mainz nach Darm- gabt, der Postassistent Lipke von Friedberg nach Mainz unb ber Te^graphenassistent Amend von Steel« nach Mainz. ... ~ t „ Marburg, 2. August. W't wir b6r«n, hat am vergangenen Sonnabend bte Rektor, wähl hiesiger Universität für da» näcdsie Siudlenjahr staltaefunbrn. D'e Herren Professoren Bergmann unb Ennecceru» erhielten jeder 15 Stimmen. da» Voo» entschied al»dann zu Gunsten de» Herrn Prof. Enneee.ru». Offenburg, 26. Juli. Ein Gymnasiast au» Donauelch,»gen, welcher vor einiger Zeit emtm diesigen Gymnasiasten mit einem sogenannten Tovschläger ewige Zähne au»schlug, wurde »u sech» Wochen Gesängniß verurtbrllt. H,ld,»he,m. Ewe tragikomische Geschichte hat sich dieser Taae b'er zugetrogen. Bei Rächt entstand Feuer, welche» io icknell um sich griff, daß in kurzer Zeit fünf Häuier w Asch, wurden, unter ihnen auch da» de« Londitor» D. Während aber da» Hau» abbrannte befand sich Herr D. auf dem deutschen Bundk»ichießrn in München und unterhielt sich auf» Beste. Trotzdem mußte man sich entschließen, ibn r inner Freude zu stören, und so telegrapbirt« man ihm denn nach München. .Ihr Hau» ist abgebrannt" Herr D. erhalt den Drahtder.cht. liest ihn. geht zum Telegraphrndureau und telegraphirt zurück: w«uf den Lnm frxtcfc* ich nicht." — Bon einer modernen Brunhild« schreibt man dem „Pfäiz. Kur " au» Eisenberg, 27 Juli Gestern Nachmittag entspann sich auf freiem Felde zwilchen dem Dienslknecht und der Dünstmagd de» Herrn I. Kwsinger von hier ein Wo'lstrelt. weicher damit endet«, daß der m't «wem M'ffer au»ge:üftrtr Knecht durch die kräftige Magd zu Boden gebracht wurde, woraus dieselbe auf ihm knieend ihr Faustrecht derart au»übte, bin sie ihn zuletzt auf e.nem Karren nach Hause fahren mußte, wo — 12, Kovf-Salat 6—10 Spinat 50—60 Schnittlauch da» Öebunb 3 Gurke 4—5 H, Kohlrabi 3—6 da» Stück. Kirschen da« Pfund 19-20 Frankfurt a. M , ben 4. Aug., Nachmittags 1 Uhr 40 Mln. (Telegr. CourSbericht Mitgelheilt durch bas Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credtt- actien 3221/«, <5taat«babnactien 312, Galizier 287V«, Oest. Silberrente 68s/b, 4°/0Ungat. Goldrente 797/*, 4% 1880er Russen 76,/lXa,7^ukr. Mr Schuhmacher. Eine gute, noch wenig gebrauchte Näh» maschine für Schuhmacher siebt billig zu verkaufen. Wo? sagt die Erped- d. Bl. At l g e m e i n e r Anzeiger. Petroleum-Kvchapparatc, 1 neu und verbessert, bei J. Gr. D. EftpSt. Großer Ausverkauf. 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