N . I2?D i ii t in a ch u n g. Aus Eisuchen wt.d hiermit zur Kei.ntniß gebracht, daß dci deut Großh. Rentamt Nidda nunmehr Mittwoch, Donnevfiaa, StcitüÄ unb Samstag arS Zahltage bestimmt find. Gießen, am 3. Juni 1881. GroßherzsgltLeS Kreisamt Gitßen. Or. Boekmann. Gefundene Gegenstände: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Hemd, 1 Taschentuch, 1 Hose, 1 goldene Broch?, 1 goldenes Armband (wurde schon vor mehreren Wochen gefunden) 1 Rot hacke, 1 Peitsche, 1 Strohhut, 1 goldewr Ubrschlüssel, mehrere Schlüssel. Gießen, den 4. Juni 1881. Großherzogllche Polizetverwaltung Gießen. Fresenius. Pfingsten! In der Relhe der weihevollen Feierkage ist Pfingsten der Name deS lieblichen Festes zu Theil geaorden. Lieblich ist daS Wrhin deS ZephyrS in der reinen Lust des Frühsommer», ltebl ch das Blühen der üppigsten Kinder der F.'ora, lieblich der fettgrüne Schn uck der Auen, lieblich der Jubelgesang oer g.fiedrrten Sänger. Der Ltibei, der Matur predigt die Liebe, die All. güte deS Schöpfers, ihr Frieden mahnt die Menschheit an jenes leider noch fetne Glück, in welchem einst die Mcnschheit selbst zu lieblicher Blüthe sich zu entfalten berufen ist. Je mehr Verwirrung und Streit d e Gemüthrr erfüllen, je häßlichere Furchen Wahn und Verfolgung im Antlitz der Geschmähten und Geknechteten ziehen, je drohender krankhafte Ausschr.itungen, sei eS durch Ueberbiltung oder Unbildung, durch Frömmelei cder Aberglauben, durch Herrschsucht oder U.berhebung, aus unserer vielgepriesenen Cultur ein Zerrbild machen, um so rührender uno erhobener wird unS der Frieden der Natur, der liebliche Knabe, gelagert am Bach der D.uelle, der nach einer ewigen harmonischen W.itwükl ng zusammeiiwiik.nden Na:urkiäste im Gegensätze zu dem wider, lichen Kampfe um das Da,ein erscheinen, in welchem die Menschheit sich kaum noch an den kirchlichen Festen Rast und Ruhe gönnt. Pfingsten, das liebliche Fest, erinnert an die Ausgießung deS heiligen Geiste- auf die Jünger. Sie redeten in allen Zunge»', über eir.müthig ertönte in ollen Sprocken da- Lob des Herrn, der Preis der erlösenden Religion. GS ron der Geist GotteS, der in der Wahrheit ist und in der Wahrheit sollen wir ihn anbeten. Was aber haben ue Menschen gemacht aus dieser Religion, die unS einen Hirten und eine Heeide verheißt? Die Religion ist im Laule der Jahrhunderte gemißbraucht worden zu weltlichen Zwecken, in ihrem Namen gestehen die größten Gräuel und der heilige Geist lebte oft genug nicht in den berufenen Geistern, sondern nur in brr großen ewigen Gemeinde aller guten und «hrl chrn Menschen. In dieser Gemen de lebt unb waltet noch heute der heilige Geist unb redet dieselbe Sprache deS reinen HerzerS, deö^ eh-.lichen Strebens zum Guten, der Nächsten, liebe und Duldung in tausend Sprachen. Irrer heilige Geist aber fehlt in unserem weltlichen Denken und Trachten. Der Mensch hat noch nicht erkannt, befe bte wahre Religion lehrt, sich selbst und seinrö Gleichen nicht zu schätzen noch Race oder Maiicnahfäl, nicht nach Armuih oder Reichthum, nicht nach irdischen Gütern und hohen geistigen Gaben, nicht ncch den Worten, so, der nach den Thaten. An ihren Früchten werdet Ihr fie erkennen I Wahrlich, tf thut dringend roth, daß keines unserer religiösen Feste, auch Pfingsten, das liebliche Fest, nicht vorübergedt, ohne uns zurückzuführen zur Demmh unb Bescheidenheit. Ken e Zeit mehr als unsere ruft unS Tag für Tag im Jagen nach n ühelosem Gewinn, im leichtfertigen Handel und Wandel, in der Ausnutzung deS Mitmenschen ernster unb warnender zu: ,WaS hülfe es Euch, so Ihr dir ganze Welt gewönnet unb nähmet doch Schaden an Eurer Seele!" Wie klem müffcn wir ms erscheinen, wenn wir wenige Jahre nach der glorreichen Erhebung deS einigen begeisterter. Volkes, kaum ein Decennium nach Errichtung deS machtvollen Kaiserreiches an allen Ecken und Enden Unglück und Elend, Haß unb Zwietracht, Unduldsamkeit und DersolgungSsucht auf. sprießen sehen? Finstere Mächte nagen am Gebäude des Reiches, die Einheit ist geblieben, aber Einigk.it und Freiheit rücken unter dem siegreichen Ansturm rückschrittlicher Elemente in immer weitere Fernen. Mnb barum bitten wir an einem Feste, das uns lehrt, w'.e groß das schwache Werk weniger MenschiN, die brr heilige Geist erfüllte, sich emporhob zum mächtigen Bau des Chr'Henthums, daß auch der hrtlige Geiß der Geschichte sich herabsenken möge auf unser Volk, daß nicht mehr, die eine Zunge reden, in hunderterlei zerrissenem, eigennützigem, habsüchtigem, dünkelvollem unb wahnwitzigem Geiste sich und die hehre Cultur befehdkn und beflecken. Pfingsten sende uns nicht allein den helligen Geist der Religion, sondern auch den heiligen Geist der ^ttte, der ernsten Erziehung und Fortbildung, der chrlichen Arbeit, den heiligsten Geist der Treue unb Liebe zum Vaterlande. Dann erst weiden wir, ein einig Volk in Wort unb That, feststehrn in Gottesfurcht und frommer Sute, rtnr heilige Gemeinde — Mann für Mann — trotzend dem Ungemach unb Unglück, das uns läutern wird, emporblühend nicht allein zur Macht, sondern auch zum Wohlstand, nicht allein zur Wissenschaft, sondern Berlin, 3. Juni. Der Kaiser mußte wegen plötzlichen Unwohlstins die Fahrt nach Potsdam zur Besichtigung des Lehrbataillons aufgeben. Die Aerzte constatiren eine leichte Erkältung; der Kaiser muß daS Bett bütrn. Berlin, 2. Juni. Die SeitrnS der »ationalliberalen Partei nlafsene, von 176 Mit fllttbim deS ReichStagS unb der Einzel«Landtage unterzeichnete Erklärung hat folgenden Wortlaut: Die am 29. Mai In Berlin v«rsammeltrn. der nationallideralen Partei angelörtqrn Ik'iLi.tcttr ttfc RtichSragS und der DoikSvtrtretungen deutscher Einzelstaaten haben deschlofien, die nackfolg-nd« Erklärung der Oeffentltchkeit zu übergeben: Die nationaüibttale Partei fteht in unverbrüchlicher Irme zu Kaiser und Reich. Bei voller Wabrvng der verfassungtzmäßigln Rechte der Einzelstaaten wird fie nach w,e vor der w.tteren Eutwickeluug der RetchSinstituttonen in nationalem und freiheitlichem Sinne t.re Dienste widmen. WaS für diese Entwickelung unter entscheidendtt Mitwirkung ver Partei gr ichehen ist, bezeugt Vie Geschichte und die Gesetzgebung deS Reichs in den ersten zehn Iah-en seines Bestehens. Die nationalliberale Partei hält es für ihre nächste unv wichtigste ckuigv k, das auf diesem Wege geschaffene in seinen wesentlichen Grundlagen ungeschmälert zu erhalten, ohne der i-efiernoen Abhülfe sich zu versagrn, wo einzelne Mängel an der Erfahrung hervor. RctTtltn sind. Ihr Dertrauen zu der das Ansehen Deutschlands und den Frieden Europas sicherndem Leitung unserir auswärtigen Angelegenheiten besteht unttfchütterr sort. Uebtt dir innere Politik, welche die Retchsregierung zur Zeit verfolgt, gibt sich bie Partei ebensvweni», einer Läuichung bin, wie über die Veränderung, welche ihre eigene Stellung zur Reichsregieru dadurch erfahren hat. Aber bie Zurückhaltung, welche hierdurch der nationalltveralen Parui auf.rlegt ist, wird fie nicht abhalten, olle Vorlagen der Regierung auch auf dem Gebiete der inneren Gesetzgebung unbefangen und sächlich zu prüfen und dem alS nützlich erkannten il re Unterstützung zu leihen. Das gilt namentlich auch von den Vorschlägen, weiche die arbeitenden Klaffen für Lie Förderung der Wohlfahrt und den Schutz gegen die Folgen von Ungiücksfällen im Auge haben. Getreu der naiürlichen, übernommenen Verpflichtung würden wir der social,st,schn, Bewegung nicht lediglich durch die Niederhaltung drohender gewaNsomer Ausbrüche, sondern vor Allem auch durch pofitive Maßregeln für daS Wohl der arbeitenden Kaffen rntgegenzutreten demübt fein. Alle Bestrebungen, gleichviel von welcher Sette sie kommen, welche auf die Schmälerung der verfaffungSmätzigen Rechte der Volksvertretung und auf d,e Rückkehr zu abgestorbenen Formen unteres wirthschaftlichen LebenS gerichtet find, wnd die Partei mit Entschiedenheit bekämpfen. Sie ist jederzeit bereit, dazu berzutragen, daß ein friedliches Verhältnisl zwischen Staat und K rche wieder hergestellt unv aufrecht nholten wird. Sie werß auch sehr wohl die große Bevcutung des kirchlichen Lebens für unser Volk zu würdigen; aber den nvthwendigen und urreräußnUchen Rechten fc<6 Staates gegenüber cn Ruche wird fie keinen Abbruch geschehen loffen, namentlich nicht auf den Gebieten btt Säule und der Ehegesetzgebunz, wo Uebergriffe kirchlicher Reaktion gaabe in Deutschland stets am Peinlichsten empfunden find unv am unheilvellsten gewirkt haben. Entschloffen, die bestehende gewerbliche Gesetzgebung und cie auf ihr beruhende wirthschaftliche Freiheit ge^en reaktionäre Angriffe zu vertyeidigen, holten wir an der Uederzeugung fest daß enlgegenstehende flfittnunpfr. über Schutzzoll und Freihandel nicht zur Grundlage politischtt Parterbildung dienen dürfen. Die Lttschiedenheu der landwirthschaftlichen Interrffen je nach dem Vorwiegen von Handel und Schifffahrt, von Ackerbau odec von Industrie «rforvttt dringend, daß mntthalb unserer Parte, abweichenden Anschauungen über Zollfragen Raum qelaffen wird. Ein Aufgeben dieser Frecheit würde eine über ganz Deutschland sich erstreckende nattonallibnale Partei unmög.ich machen. Raum vollständig zurückgedrängte poliu>che Gegensätze von Norden und Süden, ccn Osten und Westen müßten ,n unserem noch so jungen deutschen Reiche auf das Gefährlichste immn von Neuem brrrorbrecken, wenn ^roße wirthschaftliche Intnesien zugleich als polttilche Parteien sich bikämpfen. Tie Steigerung der eigenen Einnahmen des Reichs und die aus- gleichevde Befried,gura feiner finanziellen Bedürfnisse gehört zu dem alten Programm der Partei. Sie ist e,nn entsprechenden Vermehrung der »ndtrecten RetchSsteuttn zu bujem Zw'cke nickt entgegen?« treten. Gegen das Projekt des Tabaksmonopo'.S hat fie aus wirthschaftlichen wie auS politischen Gründen entschieden Widerspruch nhoben. Vor dem Eingehen auf wettere umfaffende Pläne, welche die Steunkraft des Landes in höhnem Maße in Anspruch nehmen, muß zunächst das rolle und nachhaltige Ergebmß ber vom Reichstag im Jahre 1879 bewilligten Zölle und VttdrauchSsteuern abgewartet tonten. In Preußen wird die Partei bei einer Reform der direkten Steuern Mitwirken, welche die Entlastung der »entger bemittelten Klaffen von einem Theile der ihnen aufnlegten Steunn herbeizusühren bestimm: ist. Ernn Znstörung beS direkten Steuersystems odtt eintt wesentlichen Schmälerung semn Erträge zu Gunsten an- gemepener Vermehrung intnecter Steunn werden wir unS widersetzen. Für die Uebtrtoeifung eines The,les drr Grund- und Gedäudesteunn in Preußen an die Communen unb Cornmuna.- vttbände — eine alte Forderung der libnalen Partei — werden hoffentlich die im Jahre 1879 bewilligten Srträae unter normalen wirtbschaftlichen Dtthältniffen nner umfichttgen Finanzverwaltung die Miltei bieten. Gegen eine übermäßige Gentralriation ter Staatsgewalt tonten ton die Selbstständigkeit und die Selbstverwaliunq dn Gemeinden Derzeitigen und tcettn ent- to.ckeln. Rach schmnzl chen Erfahrungen und Prüfungen ter Vergangenheit ist die national: lidttole Partei aus der Uebergtugurg unseres Volkes hnvorgepangen, daß eine über ganz Deutschland ausgebie tete unabhängige, reaktionären wie radikalen Tendenzen gleichmäß sich fern haltende, durch die Unterorcnang ind viduelln Ansichten unter die großen gemeinsamen Ziele starke liberale Partei eine Nothwendigkett ist. Ohne eine solche Partei wird ein fortdauttvter, die Grund'äulen des Staates erschütternder Kampf zwischen extremen Richtungen, an dem andere Staaten kranken und nicht zur Rude kommen können unfercra Vaterlande nicht erspart bleiben. An dieser Ueberzeuqung hielt die nationalliberale Partei auch in ter heutigen Zeit unerschütterlich fest, wo w'.rthschaftliche Sorgen die politische Enttäuschung und Verbitterung das ruhige lhtb*il zu verwirren nno die Bevölkerung in großer Zabl dem politischen Leben zu entfremden ober extremen Richtungen nach rechts ober links zuzutreibrn drohen. Für Deutsch, land ist nach wie vor eine Parte, notbwenvig, welche die weitere Entwickelung unsnes Darer- landes auf den mühsam erkämpften Grundlagen in entschjeden^freiheitlichem, abn zugleich maß- daß diese Auffassung bei unserem Volke in Stadt und Land nock in weitestem Umfang» volle > Zustimmung finvet Unabhängig, m sich geeinigt, f>ei von Ermüdung wie von Verbitterung, j ja ernster Arbelt entschlossen, wirv die nationalliberale Partei auch unter gesteigerten Schwierig, ketten ferner ihre polirische Pflicht erfüllen. Parteien, welche gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen, werden uns zur Verständigung und zu gemeinsamem Wirken bereit finden. Berlin, 3. Ium. Bezüglich des Unglücks in Orauvenz wird leit- graphisch mftgethetlt, daß der verhängnißvolle Schuß abgegeben wurde, bevor die Mitglieder der militärischen Untersuchungs-Commission sich in Sicherheit befanden. Dieselben waren eben noch im Begriff, an der dem Geschütz gegen- überstehenden Mauer die Wirkung des Rückpralles des vorher abgegebenen Schuftes zu constatiren, als sie von der zurückprallenden zweiten Granade getroffen wurden. — Die Leiche des Grasen Harry v. Arnim ist gestern in j Berlin angekommen, um nach Schlagenthin übergesührt zu werden, wo Mittwoch den 8. Juni, Mittags i2i/2 Uhr, im dortigen Arnim'schen Erbbegräbniß die Beisetzung stattfinden wird. telegraphische Depesche». Wolff'» telegr. (KtrrtfpxmieeHSitrtau. Berlin, 3. Juni. Dem Vernehmen nach wird dem BundeS- rath demnächst eine Vorlage wegen Einziehung der Fünf- und der Zwanzig-Markscheine zugehen. Kassel, 3. Juni. Der Redacteur Weise von der „Kasseler Zeitung" ist heute wegen Beleidigung des Oberpräsidenten v. Ende, begangen durch den Abdruck eineS der „Köln. Ztg." entnommenen Artikels, zu vierwöchentlichem Gefängniß verurtheilt worden. Kopenhagen, 3. Juni. Der König begiebt sich morgen auf dem königlichen Dampfer „Dannebrog" nach Lübeck und von dort nach Hamburg, um seinen erkrankten Bruder, den Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein- Sonderburg - Glücksburg, zu besuchen und kehrt nächsten Dienstag hierher zurück. London, 3. Juni. Unterhaus. Im Laufe der heutigen Sitzung gebrauchte der Deputirte O'Kelly den Behauptungen eines anderen Deputirten gegenüber die Worte: verleumderisch und lügnerisch, nachdem schon vorher der Gebrauch deS Wortes „lügnerisch" einem anderen Deputirten untersagt worden war. Das Haus beschloß mit 188 gegen 14 Stimmen, den Deputaten O'Kelly für den Rest der Sitzung zu juspendtren. Parnell kündigte für kommenden Freitag den Antrag an, daß die Suspendtrung O'Kelly's durch keinen Präzedenzfall gerechtfertigt sei. — Der Premier Gladstone stellte den Antrag, daß sich das Haus am Schluß der heutigen Sitzung bis zum 9. ds. vertage. — Die Deputirten Gorst und Churchill drücken ihr Bedauern über den Mangel an Informationen über die Zustände in Irland und im Transvaal-Lande aus. Gladstone erwidert, die Executive von Irland habe gestern Abend energische Maßregeln zur Unterdrückung der Unordnungen ergriffen. Northcote erklärt, die Mitthetlung Gladstone's sei wett davon entfernt, die durch das Verbleiben Forster's in Dublin und durch die allarmirenden Gerüchte verursachten Besorgnisse zu beseitigen, die größte Gefahr liege in der Schwäche und Unsicherheit der Regierung den Ereignissen in Irland gegenüber. Der Staatssekretär des Innern, Harcourt, weist die der Regierung gemachte Beschuldigung zurück und behauptet seir.erseits, Northcote habe den Wunsch, Besorgnisse hervorzurufen und dadurch die Schwierigkeiten zu vermehren und die Situation noch ernster zu machen. Hierauf wurde die Etnzelberathung der Landbill fortgesetzt. Lokales. Gießen, 4. Juni. (Sitzung der Stadtverordneten vom 2. ds. 9Xt6.j Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß; von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Baist, Gatt, Grüneberg, Hanftein, Hoch, Hom- berger, Lüdektng, Ad. Noll, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Vogt und Worimann. — Der Voranschlag der Realschule für die Finanzpenobe 1882/85 wird genehmigt, ebenso wird in den Voranschlag derselben für 1881/82 tue Anschaffung eines Klaviers für den Gcsangunte,richt ausgenommen. — Die Einführung von Pfanbzeicven zur K.nntlich» machung gepfändeter Gegenstände auf Schuldigkeiten an die Stadt wird beschlossen — Für Anlegung emeß Canals im Heegstrauch werden die Kosten im Betrage von X 100 bewilligt. — Die Klagführung gegen die Ortsarmenverbände Marburg, Fulda und Garbenteich wird genehmigt und diejenige gegen den Ortsarmenverband Meeranr aufgehoben. — Die Grablegung der Wieseck, veranschlagt zu ca. 35000 x, welche Summe sich je nach Verhältnis auf die Orte Alten Buseck, Trohe, Rödgen, Wieseck und Gießen vertheUt, wird, nachdem das Gutachten des Landescultur-Jnspector Elaß gehört, genehmigt, desgl. die Kosten für Räumung, resp. Entfernung von Gestrüpp aus einem Theile der Wieseck — In einer früheren Sitzuna wurde beschlossen, dem Stadtbaumeister die Ausarbeitung eines Planes zur Herstellung eines Dammes zum Schutze des Neustädter Feldes gegen die Ueberflutbungen durch die Lahn zu übertragen. Der Plan liegt nun vor ; es wird indeß Beschluß hierüber ausgesetzt, da vorerst das Gutachten Sachverständiger eingeholt werden soll. — Die aus Anlaß der Anlage von Feldwegen und Entwässerungsgräben im Neustädter Feld enlstandenen Gebühren für d,e Sachverständigen werden festgesetzt — Zwei Gesuchen um Octroirückvergütung wird stattgegeben. — Die Versteigerung der Jsterling'ichen Häuier, für welche X 343 erlöst wurden, wird genehmigt. — Einem Gesuche um Herstellung der Löberstraße wurde nicht stattgegeben, dagegen folT die Beifüllung deS FundamentmaueiwerkeS deS Hauses von Ehr. Petri V. von der einen Seite her geschehen. — Die für verschiedene Herstellunqsarbeiten in dem städtischen Hause in der Weidengasse (Kamin Verlegung re.) entstehenden Kosten werden bewilligt, desgl. diejenigen für die Herstellung des Standesamlszimmeis. — Die mtethweise Ueberlassung eineS LocalS im alten Ratbhaus zur Benutzung als Regimentsbüreau vom 1. August d. I. an, gegen eine jährl. Mlethe von X 80, wird genehmigt. — Die Fortsetzung der Herstellung der Ludwigsstraße nebst Trottoirlegung auf der östl. Seite derselben, wird gemäß des Voranschlags, genehmigt. — Die Baugefucke von Wirth Jacob Nuppel (Aenverung des Plans), Fabrikant Johannes Bernhard (Angabe einer Baulinie), Gafiwirtb Justus Müller (Errichtung eines Labens), Ludw. Pfaff (Eebauung einer Lckeuer), Hildebrand Kammer (Erbauung eineS Schuppens), Hofgerichts Advocat Wieffel Wiltwe (Herstellung einer Einfriedigung), Schlossermeister Karl Noll (desgleichen), Metzgermeister Karl Sack I. (desgleichen), Jacob Wagner (provisorische Herstellung einer. Einfriedigung), Gewerbtbank Gießen (Anlegung eines gepflasterten UebergangeS), Ziegler Jacob Wißner (Anlegung einer Ueberfadrt) werden unter Berücksichtigung der Beschlüsse "der Baudeputaiion ic. genehmigt. Giessen, 4. Juni. Wenn wir im Verfolg unseres Hinweises auf die in und um Gießen liegenden Erholungs und Vergnügungs-Etablissements (vgl. Nr. 118 d. Bltts.) heute eine weitere Wanderung unternehmen, so wollen wir doch zuerst in hiesi ger Stadt eines Etablissements nochmals Erwähnung thun, welches sich ganz besonders auf die Feiertage herauogeputzt und zum Empfang der Gaste würdig vorbereitet hat. Wir meinen Wenzel's Garten, welcher diese Woche in seinem Arrangement vollendet, dem Besucher einen freundlichen und sehr gefälligen Anblick gewährt. Nehmen wir dazu' noch die Musik der Kapelle Hilge aus Mainz, so bürftc Derjenige, welcher die Feiertage in Wenzel's Garten sich erholen will, sehr gut aufgehoben sein. (Herr Hilge ist wohl vielen der Leser noch bekannt aus den Eoneerten der Strauß-Lang en bach'schen Kapelle, welche nach Schluß der Wiener Ausstellung eine Conccrt-Tournöe durch Deutschland machte und damals auch hier concertirte, sowie ferner aus den Leistungen der Baunack'schen Kavelle ans Mainz, bei welcher Herr Hilge als erster Pisto« Bläser stand). — Treten wir nun unsere Wanderung wieder an, so wollen wir uns einmal den Westphälisch en Hof des H.rrn C. Braubach ansehen. Wir finden hier ein vorzügliches Glas Bier, guten Kaffee und ganz besonders gute Waffeln, welche Frau Braubach vorzüglich zu backen versteht. Für Naturfreunde hat Herr Braubach eine Voliere in seinem Hofe und ein Aquarium in seinem Hause zur Ansicht aufgestellt. — Nehmen wir den Weg, welchen die Krofdorfer machen müssen, wenn sie bei Hochivasser der Lahn von Gießen nach ihrer Heimatb wollen, so führt uns derselbe zur herrlichsten Ruine des Lahnthals, der in neuerer Zelt so viel genannten und besprochenen Burg Gleiberg. Eine Aussicht so schön und herrlich, daß es sich der Mühe verlohnt, hierher öfters seinen Ausflug zu lenken. Wenn die Restauration in dem sog. Nassauer Bau der Ruine hergerichtet ist, so dürfte der Wanderer auch besser mit leiblicher Erholung bedacht werden, als es jetzt der Fall ist. — Wenn wir gut zu Fuß sind, können wir von Gleiberg über die sieben Hügel und die Brücke bei Wismar über die Lahn gehen und gelangen dann zur Bad en bürg. Zu rathen iväre bei diesem Marsche jedoch ein Sonnenschirm für Damen sowohl als für Herren. Ist die Hitze arg, so muß man auf dem schattenlosen Wege einen Ableiter der heißen Strahlen haben und kommt ein Gewitterregen, dann ist auch ein solches Ding von gutem Nutzen. Herr Duil l auf der Badenburg sorgt im Sommer sowohl als auch im Winter recht anerkennenswerth für seine Gäste. Im Winter, wenn wir die Schlittschuhbahn auf der Lahn zurückgelegt haben, erwärmt uns ein Grogk oder Punsch und im Sommer birgt der kühle Keller ein vorzügliches Glas Bier u. dgl. — Wollen wir nun nach dem Staufenberg, so müssen wir nothgedrungen Lollar passiren und werden da wohllhun, wenn wir bei Freund Sch ad eck oder Geißler einmal die Hacke unterstellen. Haben wir uns hier ein klein wenig restaurirt, so gehen wir als Fußgänger nicht die Chaussee nach Staufen berg, sondern schlagen uns über Kirchberg. Die Hitze ist groß, der Durst noch größer und um den Quälgeist los zu werden, ladet uns Herr Heinrich Rau dortselbst zur freundlichen Einkehr ein. Wir trinken jedoch nur einen Trollschoppen, denn wir müssen uns eilen, um auf dem ©tauf en berg ein hübsches Plätzchen zu erhaschen. Hier oben finden wir nun ein buntes Gemisch von Stadt und Land. Ist sogar noch eine Parthie einer hiesigen oder Marburger Gesellschaft nach dem Staufenberg, so hält es erst recht schwer, einen Platz zu erhalten. Es ist hier oben aber auch geradezu prachtvoll. Dieie herrliche Aussicht, dieses schöne Panorama, wahrlich, Gießen besitzt eine Umgegend, um welche es Hunderte von Städten beneiden dürften. Die Restauration der Frau Fink aus dem Staufenberg brauchen wir nicht weiter zu loben, sie ist jedem Besucher als ganz vorzüglich bekannt. — Haben wir uns nun recht erquickt, vielleicht auch einer lustigen Weife unserer Regimentsmusik gelauscht, so dürften wir für heute wohl der Touren genug gemacht haben und gehen nun nach der Station Lollar, welche an der Weltbahn Berlin Wetzlar und auch an der Weserbahn liegt. Zum Zug nach Kinzenbach brauchen wir uns nicht so sehr zu eilen, denn die Bahn kann vorerst noch ihren Personenverkehr bewältigen; dagegen heißt es aufgepaßt, damit wir mit unserer Familie richtig nach Gießen kommen. Hier auf dem Bahnhofe verabschieden wir uns von Freunden und Bekannten, froh, einen Tag in Gottes herrlicher Natur verlebt zu haben. Und so verabschiedet sich auch hier der Spaziergänger einstweilen von den Lesern, allen recht vergnügte Feiertage wünschend; vielleicht kann auch er zu Pfingsten eine weitere Tour machen und davon später erzählen. Vermischte-. — Am 26 und 27. v. MtS. haben sich in vielen Gegenden Deutschlands, insbesondere in Schlesien und dem Königreich Sachsen heftige Gewitter mit Hagelschlag entladen und an verschiedenen Orten grobe Verwüstungen angerichtet. Ein Augenzeuge auS der Gegend von Zwickau schreibt darüber: „Wir hatten gestern einen wahren SchreckenStag, nämlich einen so furchtbaren Hagelschlag,, wie ihn die ältesten Leute noch nicht erlebt haben. Um 1 Uhr begann der Hagelschlag und dauerte etwa eine ganze Stunde. Die Körner waren von der Größe einer MuSkat- oder Welschen-Nuß; sie lagen an manchen Stellen 1—1*/2 Meter hoch. Die Fluren von 22 Gutsbesitzern sind total verhagelt. Auf unfern Wegen liegen die Hagelkörner heute noch Schneewehen gleich, die Leute schaufeln ununterbrochen aus." Möchten alle Landleute diese Schilderung sich zur Warnung dienen lassen! Deutsches Reichsgericht. (Nachdruck verboten.) Sitzung vom 1. Juni. III. Strafsenat. Präsident: Dr. v. Beyerle. Reichsanwalt: St en gl ein. (Verleumderische Beleidigung.) K.-C. Der verleumderischen Beleidigung des kgl preußischen Ministeriums der öffentlichen Arbeiten und des kgl. preußischen Staatsmmisters v. Maybach angeklagt erschienen am 21. Marz ds. Js. vor dem Landgericht zu Dresden die Redacteure Dr. B. und K- Die Bel idigung würbe in einem Artikel der „Dresdener Nachrichten" vom 26. October v- I. gefunden, in welchem anläßlich mehrerer Unglücksfälle auf den preußischen Staatsbahnen, behauptet worden war, daß, seit die Verwaltung der Privatbahnen auf den Staat ubergegangen sei, lediglich aus Ersparnißrücksichten die Loco- motivführer abgenützt würden, daß man es an nothmendigen Sicherheiismaßregeln fehlen lasse, um die Rente der Staatsbahnen hoch zu steigern, daß man mit großen Bctriebsüberschüssen vor dem Landtage prunken wolle, um so Stimmung für das Reichseisenbahnproject zu machen ;c. In dem Erkenntniß des Landgerichts ist ausgeführt, daß zwar in dem infnminirten Artikel Thatsachen behauptet würden welche geeignet seien, die genannte Behörde und den Minister Maybach verächtlich zu'machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen, daß auch der Beweis der Wahrheit dieser Behauptungen nicht erbracht sei — gleichwohl habe man zu einer Verurtheiluna nicht gelangen können, weil das Anfuhren des Verfassers des Artikels, Dr. B- in der Hauptoerhandlung, daß er bei Abfassung des Artikels von der Wahrheit der Be^ Hauptungen fest überzeugt gewesen sei, und daß er damit nur bezweckt habe, die Abschaffung der zu Tage getretenen Mißstände herbeizusührcn, umsomehr glaubhaft erscheine weil der Artikel mit Ausnahme einer Stelle die Grenzen der sachlichen Besprechung nicht überschreite. Demzufolge sei für erwiesen zu erachten, daß der gesammte Artikel in der Wahrnehmung berechtigter Interessen verfaßt und veröffentlicht worden sei um das die preußischen ^Ltaatsbahnen benutzende Publikum zu schützen. Es stebe deßbalb dem Angeklagten der Schutz des S 193 des Strafgesetzbuchs jur Seile/ da aus der Form der Aeußerungcn oder aus den Umständen, unter welchen sie geschehen sind eine Beleidigung nicht hervorgehe Die gegen das Urtheil von der Staatsanwaltschaft ein gelegte Revision wird vorn R.'ichsanwalt mcht für begründet gehalten und beantragt derselbe die Verwerfung derselben, welchem Anträge sich der Vertheidiger, Rechtsanwalt Freitag!, aus^Leipzig, anschließt Das Reichsgericht verwirft die Revision, da die von derselben behaupteten Widersprüche, welche in dem Urtheil enthalten sein sollen be^ihvorhanden Und und dasselbe nicht auf der Verletzung eines Rechtsgrundsatzcs Handel und Berkehr. «teßen, 4 Juni. Auf dem heutigen Wochemnarkte kostere Butter per P^d. 1 08 1 4-5 Enteneier per 1 Stück 5- 6 Gänsen 1 Stück 9-11 4 Käse per St. 4-10 Käsematte per Stück 2-3 A, Erbsen 1 Liter 22 4, Linsen 1 Liter 25 Tauben daS Pa at 0.60—0.80, Hübner p. St. je 1 20—1 50 Habncn p. Et. X 1.00—1.50, Enten per Stück X 2.00 000. Orbienfleisa. 66-00 unr Rmdfletsck 48-50 L», Kalbfieisch 40-44 4. Hammelfleisch 68-70 A. &d)trrinrRr*c? 62—68 5,, Kartoffeln per 100 jhlo 5.50 6.00, ^toiebelr; Str 25 bi« X 30, Milch vn Liter 16 und 18 Kirschen baß Pfund 60 H. Aus;ug aus den Standesamtsregistrrn des Standesamts Gießen. Vom 28. Mai bis 4. Junj^ 1881. Aufgebote. « c Maschinenmeister »Iwin Andreas von Leipzig mit Marie Margarethe' Elise Katharine MuSkuluS, Tochter deS verstorbenen FubrmannS Georg MuSkuluS von Gießen. Eheschliessungen. „ .-*■ ”Q|, .6*Min« J“’1 H°hn, G'°b Bu,.ck mit Comte Rabenau. Tochter des verstorbenen Gaftwnth« und AckermannS Ludwig Rabenau von Alt-Buseck. Geborene. A . .x26mMav Dem Metzgermeister Karl Sack II. -in Sohn. 27. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Wagner eine Tochter. 26. Dem Post Secretär Karl Mayer eine Tochter 20. Ein ©obn von auSwartS, Karl. 25. Dem Schneider Julius Exner eine Tochter, Wilhelmine Katharine 23. Dem Secondc-Lieutenant im II. Großberzogltch Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Wilhelm Müller eine Tochter, Victoria Auguste Therese Lydia Anna Tbekla Ellsabtlh. SM Nuaiufl aus den Kirchenbüchern der Ltadt Gießen. Evanaelischt (Memcinbe. 33 Tfm Büra«mdsie«l voreaugchülsen Senft Euler ein« Lockte', Johanna Lbr.stiane »ort. «in« >z (Jint Lockter von aulwärt- Lilhelmine. 31 Dem edjubmadj« Oouftttd Do« «n. Leckt«. 26. Dem LckLf« W'.ibe.m Z,,qd von Heüdeono. Z«tll,ng»klnd« Sbwrna und Svwm. 31. Dem ÖobnäTbfttn öilbtlm «infel dn Kohn, ttmil. 30 Dem Kaufmann InbTiol »«Her ein Sohn, Augusi. («tcfiorbrnc. 27 Mat (IHlabdbl Rodenhaufen, 61 Jahre alt. Locht« des verstorbenen Ackermann» öb.Tbaib «odenhaufen von Btel«f 28 ffiilbelm gnbtnonb. 9 Monate olt, Bobn de» Lcknnver» Lhrodoe Zhlbclm Diedmeyer. 31. Soph" Mesier, 63 Jab« alt, Lockt« de» versto'denen GLrtieri» Lblisiepb Messer von G-ßen. 1 $iim. Laut Friedr.ck W Monate «it -obn «» Kaufmann» Ludw.q Lanq 1. Maickinenmnsi« Adam ILq«, 4- Jahr, a L 1 Loalöhner «tarn Brasch. 3<> Iabre alt. 1 Johann,tt, Traudt, geb Heßler. 31 Jahr, aU, übd-aj t,» Laalöbnerz Iustu» Lraudt. 2. G««ube Müll«. geb. Jam», 22 Iabre a t. Ebefr^u de» Müller» Gustav Müller 2. Dem Müller Gustav Müller em Sobn. 11 Lage alt. Getraute. Den 29 Mat Earl Konrad Hahn. Schr,m„m,ist»r zu Gi»ß-n und Louise Rabenau, ledtar Lockrer de» vnftorbtnen »ck«monn» und Gastrv„tbs Ludwig Rabenau zu «lten-Buseck. Getaufte. Den 29 Mat Dem Magaztn»d,ener Balthasar Wr.ßner dne Lochter, Johanna Eli labdbt geb den 17. April Denselben Dem Lckubmack« Earl Körber «ne Locht«. Margarethe, geb. den 14. April. Denselben. D,m Drlßbtnder Philipp Schäfer ein Hohn, Earl Heinrich, geb. den 27. April. Dnrselben. Dem Laprzt« Hdnrich Malkomesiu» eine Locht«, Lltsabethe Henriette Den 31. Wfli. * Dem Bauunt«nebm« Anton Petri «ne Locht«, Julie, geb. den 7. April. Den 1. Juni Ein außerehelicher Sohn. Wilhelm. geb. den 21. April. Beerdigte. Den 29. Mai. Eltsabetbe Rodenhausen, ledige Locht« de» versi. Ackermann» Philipp ^b«bard Rodenhaufe» zu Wteseck. alt 61 Jahre, grst. den 27. Mai Den 1. Juni. Sophie Mester, ledige Lockt« de» versi. Gürtlermdst«» Lhristopd Mess«, alt 63 Jahre, gesi den 31. Ma». Brodpreise vom 5. bi- 19. Juni 1881 der Bäcker 1 Ägr. (2 Psd.) Sßetfebrob 2 , (4 „ ) . - - . . 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot) I. Solle 2 . (4 „ ) 1 „ (2 , ) , II Sorte 2 . (4 „ ) bet tfonrab Rmn UI 3 w (6 Psd ) Schwarzbrod II Sorte bei $t. Wallenfels und K Haas . , F. W. Hartmann w H. Kuhn........ „ L- Keil. M. Lenz, E. Wallenfels. D. Rühl Wwe., iZhr. Faß und L- Kroneberg...... 32 1 64 2 29 1 58 2 26 3 2 54 1 2 73 3 75 76 78 NB. Schwarzbrod II. Sorte wird von G- Busch, W- Lange, Aug Noll nicht verkauft. Gießen, den 4. Juni 1881. der Bro>verkäufer Kar. (2 Psd ) Wcißbrod • <4 ■ > - • * • • „ (2 „ ) schwarzbrod I. Sorte , (4 . ) * <0 w „ * bei W Seul>na und PH. Bob . . Kar. (2 Psd.) Smwarzbrod IL Sorte , (4 „ ) , (6 w j bei Emil Sauer w I Thomas Großherzogliche Polizet'Verwaltung Gießen. Fresenius. Attfl-meiner Anzeiger. .IRüfjlainerrtiuif. Die dem Großherzoglichcn House — Familieneigenthum — ^ehSrigc sogenannte Steinkautenmühle in der Gemarkung Bellmuth, bestehend aus Wohnhaus, Mühlenbau mit Einrichtung zu zwei Gängen, Scheune, Backhaus, Stallungen und Hosraum laut Grundbuch Flur III Nr. 4 — 225 qm, nebst daranliegender Wiese, Flur III 9tr. 7 = 1744 qm und Acker Flur III Nr. 3,3 — 912 qm (Ncbenlieglr Adam Heß, August Karl I., Adam Karl, Konrad Fayh — sammtlich von Bellmuth, — daS Großh. HauS - Familien- eigcntbum — und Konrad Weber von Ranstadt) soll Montag, den 2». Juli, Vormittags 11 Ubr, 4n Ort und Stelle nach den Formen dcS DomänenoeräußerungS- qcsepcS vom 2. Juni 1821 öffentlich meistbietend verkauft werden. Nähere Auskunft ertheilt die unterzeichnete Behörde, bei der -auefc die Verkaufsbedingungen zur Einsicht offen liegen. Ortenberg, am 2. Juni 1881. Großherzogliche Oberförstern Ortenberg 43882) T b a l e r Bekanntmachung. 3881) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Senntniß gebracht, daß bie Bergwerksgesellschast Germania zu Kalk bei Deutz unterm heutigen T^ge mit dem Eisenerz-Bergwerke .Kätchen" in der Gemarkung Beltershain, Kreise- Gießen, beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung muffen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerksetgenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Sltuationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 2. Mai 1881. Grokherrogliche Obere Bergbehörde. Iaup. Teckle nburg. Arbeitsversteigcrung. Die Fertigung eines Eanals über der Klingelbach in der 1. Schneise de- Districts Hegstrauch, veranschlagt zu 100 JL s'll Samstag den 11. dsS. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Saale des allen Rathhause- versteigert werden. Gießen, den 3. Juni 1881. Großberzogl Bürgermeisterei Gießen. 3870) A. Bramm. Waldgras Versteigerung. Die diesjährige Graserndte von den Blösen und Schneisen deö Gießener Stadtwalde- soll Samstag den 11. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Saale des allen Rathhauses versteigert werden. Gießen, den 3. Juni 1881. Großherzozl. Bürgermeisterei Gießen. 3869) A. Bramm. Fcilgebotenes. 3907) Ein fein« Kinderwagen und eine Blumenbank zu vk, kaufen. Nordanlage 122*. Rossbach. -Natürliches Mineralwafser aus den Brunnen des Konnbaeh Co. Limited enipfi'blt m ganzen und Halden Flaschen Carl Lehrmund, Neuenweg. prima Apfelwein per Liter 30 und 36 empsiehlt (3894 _______ Ferd. Welsing. Bestes EFport-Oier empfiehlt täglich frisch per (Alas 12 H K. Weller, ^Zur LindenburgE. Zur gesi. Nachricht, daß ,ch den ftüher von meinem Mann geführten Eisverkauf fortsetze. Mein Wagen geht täglich und liefere ich Eis billigst ins Haus. 3892) K Weller Buchene Holckohlen wieder angekornmen bei (3840 Carl Hoffmann. Alic Borten Mncralwalser, in stets frischer Füllung, empfiehlt 3873) Grg. Willi. Weidig. Suppen Anstalt. Suppenmarken in Büchelchen geheftet zum Verschenken an Bedürftige sind zu kaufen: Bahnhofstraße beim Hau-vater der Herberge und bet Herrn Kaufmann Hatnbach; Markt bei Herrn Wilhelm Klee; Grünbergerstraße bei Herrn Krei-amt-gehilfen Döring. 74) Der Borstand. Allgemeine Deutsche Bateiib uni) .7I7ullerschntMu8stellunff Frankfurt a. M. 1881. l*fingx t(‘e*t. Während der drei Pfinüstta-e tLglich vier Coucerle. auSqesührt von der berübmlen Capelle des königlichen Hof- und Musikdireetor» B. Bilse, bestehend aus 65 Künstlern, und der Militär-Capelle d»s 1. Hessischen Jufanterie-RegimentS Nr. 81, unter Leitung ihrrs Capellmeisters Herrn Wapmann. Liutrittsprets während der 3 Tag» von 10 Uhr Morgens b s 6 Uhr Abends pro Person JL 1, Kinder die Hälfte; Abends von 6 Uhr ab 40 H cio Person ohne Unteischied des Alters. Frankfurt a. M., •■fn 1. Juni 1881. 3812) Der AuwNtellungN- Vorstand. Mein Wei)hr Benedictiner hat mir bt\ meinem Magern und Leberleiden gute Dienste gethan und bitte um weitere Sendung von 2 Flaschen rc. SANCT Magenbitter. Billigstes Hausmittel, welches stch seiner Vortrefflichkeit ebenfalls einer Beliebtheit erfreut. Preis a Fl. ca. 150 Gr. Inhalt 1 in Folge allgemeinen Mark. Vortheilhafte Flasche von ca. 330 Gr. Inhalt 2 Mark. Der einzig ächte Benedictiner-Doppelkräuter-Magenbitter und Sanct Bernhard-Magenbitter von C. Pingel in Göttingen ist zu haben 50) in <5ie**en bei Herrn Fr» Seibel, Mäusburg. 3* wobne jetzt bei Herrn A u g. M o n t a n u s am Markts Eingang in eer Wagengafse. 3800)__Daniel Hilgardt, Seiler. 3903) Danksagung. fiUen Denen, welche unserem unvergeßlichen Gatten und Vater Adam Jäger bie letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir uns-rcn herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kaltes Frühstück. Restauration Schnett. Am 3. Feiertag: Verantwortliche Redoclton: Ä. Scheu na. ie naebfte Nummer erscheint Mittwo — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerek (Fr Ehr. Pietsch) tn Gießen bu>-ttaa, _________ Hierzu ein zweite- und drittes Blatt. Arnslmrgcr Ilettungshaus für Mädchen Jahresfeier, 3. Pfingsttag, 7. Juni 1881, Nachm. 2 Uhr: Prediger: Herr Pfarrer Gustav Schlosser aus Frankfurt: 2) Herr Pfarrer Tbeophtl Blumhardt auS Boll; 3) Ansprach/durch Herrn Retseprediger Deggau von Karlsruhe". Zu zahlreichem Besuche ladet alle Freunde herzlich ein Vid), feen 24. Ma» 1881. Der Vorstand. ^B. Henlauratioii in angenehmen RSumlichketien. (3670 Otto Luft, „ZUM Löwen" Str. Dvrnuu an biej®r $dn in Auftrag E Wir Betre । verordnen im S. 245), waj Dos ohne Unterschi gnignet find. Das Aus' Die Urtw Teg, pa,Mma medicir UpeuUe gektin eiP-eptis ns, c mercio tr&diu medicii Sectuaria medi medicü hmP astra medn n^baesivo an» etienoo, m 1^. tDedioi . * et ca,„ medi, ex^eMicin Sternum ^Phorato/ Paetiin , SX?e4i* 61 vino,^' eiCePÜ8 e3s e< rhae, doi ^pnlj ped,ci Cold-( Acid*in1 u . - Y's ÄrZL " lan>A a