Statin, 3 *■ ob" t«n< m W«»Ä ™ Iftaer » "^"wohnuna iu ^fejleln- 'stube mit Ä micthm. L't. C. Nr. 1. lbt Ichm Haufe, Üm'lvnlogü an ttmtttbm $tnbanF5äi?^ Dtlt 'UDtnmtifcx ,CaN Leid jinimfT (fortan) |er, Neuenweg Her Haus Jin ;eräumiges Logir ^meines ÄorU >, Zimmern, nebst li an ernt ruhige )r. v. Nitgen. ur zu vermielben ;r, ScllerSwea >1. Zimmer mit engasse C- 88 Harten gegenüber arterre, modln le- B. 65 ein möb; ethen. rgehende gut möfc Ibttti pr. 1. 3uli. r, Lederhändln I und ein unmöbhT- ben 3 Treppen bo±- ergehende mäMirfr &bnt, .mj._ mit Seit ju a r ingasse Nr. imcr mit Sab ix; ix Wwe-, Ärnn- M zu oermieiktn- Mögevburg. AbeMend'üU» iche u- s. w-, Der ^Seltersweg.^ Ileichplan lauf [) ist auf 1- 3llk ^3 Stack Ja'f I anderst DrJ^ ,rU ÄnzeW' -aße rqv it. Nr. 108. Donnerftaq Hiehener Anmge- nnh Imtslilatl für Kn Kreis Gieße». ______—---------------------------------— -------- ' Preis vlkNtljäbrlich 2 Marl 20 Ps. mit vringerktn. g. .. . ß |8 Erscheint fAfllid) mrl Ausnahme des Montags. Durch tru Post bezogen vrcrteljLhrtrch 2 Marl LO P'- den 5. Mai 1SS1 MiMger A m t c i ch Betreffend: Statistische Nachweisungen über daS Dolksschulw, Die Gros',herzogliche Kreil an die Lchulvorf Wir sehen Ihren Ber chten in rubricirtem Betreff bis turn 15. Mai Stand brr einfacben Dolkssckule nach Beginn des Schuljahre- 188182: a. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld. Zabl der Schulkinder Nach dem Geschlecht: a. tm Ganzen, b. Knaben, c. Mädcken. Nach dem Bekennlnitz: u. evangeltsche. b. römisch katholische, c. israelitische, d. anderer Lonfesfion. llt4 Stand der (Erweiterten Dolksschul Wo sich Erweiterte Volksschulen befinden, ist Die Berichte find genau nach vorstehendem Schema unter BeibehaUu er H h ei t. en Gießen, am 3. Mat 1881. i-Schul-Commission Gießen ände des Kreises. entgegen und zwar: II. Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schulperivde 1880 81 Zahl der Fortbildungsschulen: a. einklassig, b. zweiklasstg, • c. dreiklasstg rc. Zahl der Schüler nach dem Bekeontviß: a. evangelische, b. rSmtsch'katholische, c. israelitische, d. anderer Eonsession, e. im Ganzen. i nach Beginn deS Schuljahre- 1881 82. mz nach Schema 1 über duselben zu berichten. derselben Bezeichnungen abzufaffen. k m a A n „ __________________________ VtS Deutschland. Darmstadt, 3. Mai. Seine Königliche Hoheit der Gtoßherzog sind heute Nachmittag 2 Uhr 52 Min. in erwünschtem Wohlbefinden aus Oberhefien hierher zunickgekehrt. — DaS Amtsblatt Großherzogl OberconfistoriumS Nr. 7 enthält: AuS- chrriben an die evang. Pfarrämter de« GroßherzogthumS, betr. Schenkungen und Vermäsi-tniffe für evangelisch.kirchliche Zwecke. Friedberg, 2. Mai. ES sand am 30. v. Mir. hier eine Betsamm. lung von Wählern statt, welche einen Wahlverein der deutschen Fortschritt«. Partei sür den frei« Friedberg bildeten. Wie man hört, soll schon eine zahl- „iche Anzahl Wähler alS Mitglieder beigetreten sein. LS wird nächsten« eine Verlammlung stattfinden, in welcher die Statuten entworfen und Vorstand«, wähl vorgeno • men werden soll. Offenbach, 2. Mai. Der ProvtnzralauSschuß der Provinz Starken- bürg hat in der Sitzung vom 30 v. Mt«. den Recuri gegen daS Srkenntniß de« KreiiauSschufik« in der bekannten Sache, betr. die StadttathSwahl ju Offenbach, abaewtesen. Da« Erkenntn ß hat die streitige Frage über die Stimmberechtigung bayerisch-r Staatsangehöriger bei hesfifchen Gemeinderath«. wählen rahin entschieden, daß auch Bayern den UnterstützungSwohnfitz in hessischen OrtSa menverbänd-n erwerben können. Berlin, 30. April. Die gestrige Rede deS ReichikanzlerS erregt pein> liche« Auffeden. Sr wiederholte seine Behauptungen, daß die Beamten nicht der Maßregelung durch politis-be Gegner mittelst ungerechter Einschätzung zur Miethsteuer preiSgegeben sein dürften. Allein diese Behauptung ist längst in allen ihren Thelen widerlegt und wurde, wie gestern durch Eugen Richter, fo beute durch den Oberbürgermeister v. Forckenbeck s-lbst nachdrücklich zurückze- wiesen. Dieser erklärte, daß er einen »Fortschrittsring» von Berlin nicht kenne und daß es einen solchen nicht gebe. Weit anffallender noch ist die Drohung des Fürsten, die deutsche und selbst die preußische Regierung, und ,Tar schon in der nächsten Sesflon, von Berlin weg zu verlegen. Als Sari I. von England damit drohte, seine Residenz von London nach Oxford zu ver- legen bemerkte der Lordmayor: »Die Themse wird ja wohl Se. Majestät uns »urücklassen!" Es ist kaum nöthig, alle die Rückfichten an,»führen, die gegen eine Verlegung der Regierung von h er etwa nach Raffel (denn davon sprechen conseroative Abgeordnete) geltend zu machen find. Die «eußerung des Reichskanzlers wird daher auch nur als ein Ausdruck feiner Unzufrieden, beit mit Berlin betrachtet und für einen bloßen Schreckschuß angesehen. Berlin, 2. Mai. Die Antisemiten-Petition ist in einer größeren An- zahl von Bänden dem Reichskanzler übergeben worden. Die darauf erteilte Antwort beschränkt sich auf die vom Vorstand der Reichskanzlei ausgestellte Bescheinigung über die geschehene Ein'ieferunz. Berlin, 3. Mai. Der Sronprim richtete an Professor Baumgarten als Dank für die Zusendung einet Broschüre wider Herrn Hofprediger Stöcker eine christliche Stimme über die Judenfrage" folgendes Schreiben: »Ich habe mit besonderem Interesse die kleine Schr.ft empfangen, welche Sie die Güte hatten, mir zu überreichen und nehme gern Veranlassung, Ihnen für diese willkommene Sendung bestens zu danken." Nochmals die Auswanderung. Immer mehr schwillt der Strom der Auswanderung an, als ob Deutsch, land dem Verderben nahe und Amerika daS gelobte Land sei, darinnen Mi ch und Honig fleußt. Wa« ist die Ursache dieser Völkerwanderung Wa« treib diese Schaaten au« dem Lande? Sprecht. Auswanderer! v°t der Himmel die Sü.er verringert, die er dm Geschlechtern vor euch gewährte? ®£bb« DüisSguellen, die er euren Vorfahren bot, weniger geworden, entreißt man euch den Lohn eurer Arbeit, ist eS Habsucht, die euch arm und elend flemad) ? Nein ihr hobt Muth. in ein unbekanrttS Land zu gehen, ihr nehmt zum großen Theil auch Seid mit I »Elend, Jammer, die Unmöglichkeit, trotz Fleiß und Thatkraft empor,utommen“ — daS — meinen die Auswanderer, tret e fie fort, aber Alle« daS ist kaum zur Hälfte der wahre Grund, vielmehr sind eS trügerische Lockungen von angeblich reich genotdenen Verwandten in Am rila, die »dem Grünen" häufig das biStden Seid ablocken, da« er miibnng^ Schon ertönen Warnungen au« Amerika, der Zuzug ist für e n 3^r ju f>QIf fetr Aufschwung ist keineswegs so bedeutend, wte man meint, und Tau sende' gehen .drüben" nicht nur einer unsichern Zukunft, sondern direct dem Arbeit'findet in Deutschland noch ihren Lohn, aber in Amerika ist ein härterer, schwererer Rampf um’« Dasein; eS ist nicht allem Arbeit, die der fremde leisten muß, wenn seine Zehrgroschen verschwunden sind, ionden haIte Arbeit, Arbeit, zu der der Ausgewanderte in Deutschland vielleicht niemals gegriffen haben würde, denn er muß schließlich die Straßen fegen, die Avalen Räumen, im TvphuSlazareth Wä.tet spielen, an ber »usternianksich d ßänbe »etteißen, ober gar auf bem Wallfischsahtzeug ober gegen die Jndia e tn Dienste treten. Trauet nicht ben gleißenden Versprechungen ber Verwandten und FrmM sondern leset die Ziffern der Smgewanderten die im HoSpita hungernd hinter ben Zäunen ober al« Lanbstreuher, im Arbeit«, unb Zuchthaufe m« „..h. ».* .*.» Sernter in Amerika fallen nut bem Eingeborenen zu; unter Tausenden, unter Hunderttausenden Einwanderern macht einmal Siner (Serri re, 8 Glück. Wer aber glaubt, in Amerika mit wenig oder ohne Seid, nut etwas Pfiffigkeit, wenig Mühe und wenig Wissen fern Brod «werten ,u können ber erschrickt, baß er baselbst bas aufgeklärteste, kiugste, fleißigste Volk findet, a, selbst bet Gauner erschrickt über bie größeren amerikanischen Dauner. Dar» hemmet ben Strom, cht Deutschen! Bleibet tm Sanbe unb nähret euch redlich!________________________________________ - Lehrer«Conferenze« Gieße n , den 3. Mat 18VI. Oesterreich. hördltche Anzeige. (Fr.-Bl.) OK. um etwa 6 5,42 , 6,81 „ 15,5 „ 0,86 Par. Zoll. v ,----- —, - — -----. Der Generalgouverr.eur von Ostflbirten ist zur Hülsele.stung ncch Kcc.snojarsk abgereist. Ronilantinopel, 3. Mai. In der in der letzten Nacht den Bot- schaftern übergebenen Antwort der Pforte aus die Collecttvnote der Mächte vom 19. April wird erklärt, daß der Sultan die von den Großmächten vorgeschlagene Grenzlinie annchme und Ali Nizam Pascha, Ghazt Osman Pascha und Artin Effendi beauftragt habe, sich behufs Abschlusses der nöthigen Convention den Botschaftern zur Verfügung zu stellen. London, 3. Mat. Unterhaus. Bel der fortgesetzten Berathung über die zweite Lesung der irischen Landbill beantragte Elcho die Ablehnung der Blll, well dieselbe öconomisch-ungesund, ungerecht und unpolitisch sei; schließlich wurde die Debatte abermals vertagt. — Der General-Staatsprocurator James begrundete darauf die Bill über den Parlamentseid, deren Zweck dahin gehe, daß jedem Mrtgliede des Oberhauses und des Unterhauses srristehen solle ob es anstatt des Eldes eine Erklärung an Eidesstatt abgeben wolle. Die Be- rathunq wurde gleichfalls vertagt. London, 4. Mat. In der Maghellanstraße ist die Corvette „Dole- rel untergegangen. Dieselbe verließ Cbatam zu Anfang dieses Jahres, um auf das Pactfic-Gcschwader zu stoßen. Nur der Commandant und 10 Mann |inb gerettet. Die Anzahl der Umgekommenen wird auf mindestens 140 ae- stutzt. Ein Explodtren der Pulverkammer wird vermuthet. Die „Nation" wird hierfür dankbar . . . : „Comits zur Züchtigung deutscher Rector Kremer machte von diesem Bubenstück die be- Prag, 1. Mat. In der Aula wurde die Aufforderung proclamirt, den Burschenschaften die Kappen abzuretßen, deutsche und jüdische Studenten durchzuprügeln, eventuell todtzuschlagen. fein. DaS Plakat trägt die Unterschrift: Frechheit in Böhmen." Lokales. 4;Aat, Experimental-Dortraq deS Herrn Amberg am gestrigen «benö m Wenzels Saal war lewer nicht so besucht, als man hätte erwarten dürfen Waden Vortrag, verbunden mit Vorführung der verschiedensten, neuesten und interessantesten <^n ?niQnp.M0 u£n® to0-n sachverständiger und competentester Seite versichert, daß das Gebotene nicht allem fachmännisch richtig und die Grllärung der Instrumente ver standlich und corrcct, sondern dast auch z Th. Experimente vorgeführt und Instrumente "^utert worden seien, wie solches an gröberen Instituten, selbst der hiesigen Un.versirät, nicht möglich sei. Nehmen wir als ein solches, um nur eines zu berühren, die elektrische Eisenbahn von Siemens & Halske Wie intmfl nt, auch für den Laien, ist diesrs Erperiment gewesen. Daß Herr Amberg sein Gebiet vollständig beherrschte zeigte auch, daß auch nicht em e.nziger Versuch mchratben oder fehlerhaft war. — Wir hoffen, daß der zweite Abend ein zahlreicheres Auditorium bringen und daß namentlich auch unsere studir.nde Jugend hier mehr Veranlaffung nehmen werde, ihr Wissm zu bereichern. ö y ’ sSterblichkeit in Gießen.j Die Zahl der im Laufe der Woche vom 24. bis ^0 April hier vorgekommenen Todesfälle belief sich auf 8, und zwar kamen bei erwachsenen Personen 4 und bet Kindern 4 St.rbfälle vor. Von letzteren befanden sich 2 noch im ersten Lebensjahre und erlag das eme derselben einer Gehirnentzündung, das andere Krämpfen. Von 2 alteren Kindern stg'b eins an Diphtheritt«. das zweite an Lungenschwindsucht. Bei den Er wachsenen war Krebs. Astbma. organische Herzkrankbeit, Lunaenentlündung je Imal Todesursache 6 Königsberg, 2. Mai. Der SBejkt ber hiesigen Oberpostdirection mehrere ÄmlSgebäude, sowie auch da- Gymnasium, läßt gegenwärtig 600 Etnspännerwagen sur die Landbriefträger anfertigen, die ■ - ----- - 9 sich durch daS Praktische der Einrichtung, sowie besondere Eleganz auszeichnen. Der Sicherheit wegen ist das Innere des Wagens mit Eisenblech ausgeschla- gen. Das Pferd muß sich der Briefträger selbst beschaffen, er bekommt für Unterhaltung deffelben eine jährliche Vergütung von 7—800 Jt, während der Wagen ihm unentgeltlich zur Disposition gestellt wird. Die Gumblnner Post- direction schafft 400 solcher Wagen für ihren Bezirk an. England. Dublin, 2. Mat. Dillon ist heute Abend in Port Arlington verhaftet worden und wird gegen 10 Uhr hierher in Gewahrsam gebracht weroen. Ztußland. Petersburg, 2. Mai. Bekanntlich wird Ostern von den Russen als größtes Sejt gefeiert. Es geht dann regelmäßig etwas bunt zu. namentlich an den unmittelbar auf das Fest folgenden Tagen. Dann wird gewöhnlich der letzte Heller durch die Kehle gezagt und schließlich Alles versetzt, was nicht niet- und nagelfest ist Der Bauer zieht den Rock vom Leibe, verkauft ihn, bezecht sich und taumelt in Hemdsärmeln heim oder was noch haustger ist, fällt so in den Rinnstein und bleibt da liegen, bis er seinen Rausch ausgeschlafen hat. In Elisabethgrad macht das Volk natürlich von der Regel keine Ausnahme. Bon den Bauern, die aus der Umgegend in die Stadt Kommen waren. hatten die meisten Alles vertrunken, einige sogar ihre Stiesel. Händler, Schacherer, vorwiegend wie überall Juden, hatten die Betrunkenheit der Leute benutzt, um sie zu überoortheilen. Zu dem Aerger hierüber kommt noch der alte sehr- verbreitete Aberglaube, daß Christenklnder in der Osternacht von Juden geraubt werden. Im vorigen Jahre spielte ja noch der große Proceß wegen der angeblichen Ermordung eines Chrtstenmadchens; in diesem Jahre wurde abermals ausgesprengt, es seien Kinder verschwunden, und es bedurfte ganz energischer Widerlegungen, um die aufgeregten GemUther des Volkes zu beschwichtigen. In Elisabeihgrad begann nun in einer Schenke, die von Juden gehalten wird, em Streit zwischen betrunkenen Gästen und dem Wirth; er endete damit, daß letzterer fürchterlich geprügelt und die ganze Bude demolirt wurde. Die Bauern plünderten die Kasse und da sie Geschmack an der Sache fanden, zogen sie, einmal erhitzt, auf die Straße unter dem Rufe- „Schlagt die Juden tobt, die Blutsauger." Die ersten Juden, die ihnen begegneten, wurden zu Boden geschlagen. Der Tumult verbreitete sich bald über die ganze Stadt; betrunkene Bauern und Gesindel schlugen den Juden die Fenster ein, stürmten d.e Kneipen der Mischen Wirthe, rissen die Fensterladen an den Häusern ab, schlugen die Thüren ein unb attaquirten schließlich die Häuser durch regelrechten Sturm Die Juden wurden gehauen, viele sprangen zum Fenster hinaus. Dann wurde gestohlen und gewaltsam zi^aubt, was tragbar und mitnehmensweith war, das Uebrige wurde vernichtet Das Militär in Elisabethgrad beeilte sich durchaus nicht, am 27. dem Unfug zu steuern und die Sache nahm bei Nachtzeit immer größere, immer bedenklichere Dimensionen ahIT k28 bcru6Äan)(?u : fcir.en Höhepunkt. Die Juden flohen sämmt- lich aus der Stadt, so weit ihre Beine ste tragen konnten. Mehrere wurden todtae- schlagen - lncht blos einer wie officiell gemeldet wird - viele schwer und andere Uicht verletzt Es war für ste noch ein Glück, daß bie betrunk-ne Bande es mehr auf Raub als auf Mord abgesehen batte, unb angesichts bcr lockeuben Beute aus Furcht "n?Qlibe SUvorkommen nieist bie geängstigten Opfer entkommen 1Ä verdanken auch bie glückliche Flucht nur einer Verkleidung und b Dunkels der Nacht. Das Militär machte, als um 4 Uhr Nachmittags am Mittwoch die Unruhen ansingen, keinen ernstlichen Versuch, die Störenfriede auseinander zu treiben und später, als die Plünderung und Zerstörung der Häuser begann T" f,d) tro?r ö"- Garnison zu schwach zum Einschreiten' kamen aus der Umgegend auf die Kunde von dem Geschehenen große Trupps mcift '.Hon betrunkener Bauern nach Elisabethgrad bineingezogen und das Militär er- l'HLlchwach um 'hnen erfolgreich entgegenzutreten In der Nacht auf den 29. trafen endlich die ersehnten Verstal kungen, drei Schwadronen Ulanen und ein Bataillon UNerie, ein, und gegen Morgen gelang es allmählich, die Ruhe berzustellen. Die 9ubcm ?ohen nach Odessa, woselbst die Administration ihnen Pässe SÄ? : öem Nahen der Cavallenc stob die Menge auseinander, die Bauern si^^ten in s Freie ; über 400 Perwnen wurden verhaftet, bei denen viel von dem gestohlenen Gute gefunden wurde. Der Commandeur des Militärbezirks wird sich vor dem General-Gouverneur darüber zu verantworten haben, daß die Truppen so svät eingeschritten. Als nachher die Elisabethgrader Unruhen gedämpft und die Bauern ver- lagt waren zogen diese in ihre Dörfer zurück, um dort den Unfug weiter zu treiben- die Juden, die nicht geflohen waren, wurden geprügelt, ihr Eiaenthum verwüstet. In' verschiedenen Dörfern kam es zu groben Ausschreitungen, so datz von der 7. Cavallerie- Dwiston mehrere Schwadronen in bie Umgegenb von etwa 30 Werst vertheilt werden mußten. Nach dem Orte Snamenca wurden Kosaken aus Rowogeorgiewttsch gesandt ^?^Ü"Po'vlisch aus mit einem Sonderzug ; die Ruhe ist dort wieder hergestellt. s.O^Ehen Golta bei Olwiopol, das nur durch den Fluß von letzterer Stadt getrennt !si' ö^och am 29. der Tumult los. Die Juden wurden geprügelt, ihre Habe geplündert §auVT gestürmt, bis endlich die Einwohner von Olwiopol mit' dcni Polizeichef AN der Spitze m das Dorf hinüber marschirten und dem Unfug em^nb! /nachten. Man banb bie Rabelsführer unb übergab sie bem Gericht. Die Behürben dankten den entschlosienen Bürgern. Strenge Untersuchung wurde eingeleitet. (K- Z.) Telegraphische Depeschen. Wolfes telegr. t mit «in,m Küchmmch» di- H-ls- duichschnlt- unb b«n an sich ,-ibst Hand l^gt- i^Spila^schaff, f-ih Margm« tobt, ihn In b-wußtlos.m Zustand-. Sr wu.o. Üin i“n8« ®onn d-rh-jrath-I--stch di-s-r Tag- in r-m-Svar mit einem Mädchen, daS ihm em Heirathsgut von 15,000 ff hätte zubringen sollen. Der Schwiegerpapa mbeffen kaufte die Schulden deS Ehemannes, welche gerade 15,000 fl. betrugen, auf, unb prasentir e sie ihm nach ber Hochzell statt Baargelb, darüber war der junge Gatte so erbost, daß er seine angetrautc Gattin sofort verließ. Auch em Zeichen der Zeit! ■£<,„ KI ^®,ne Der Walbwärter Piro in Dobrzyca wurde kürzlich wegen Un? t-lnihrere Sch, WWft für jebe i®tl ftiibtr (Tesch W« 2,66 unb F-ßts, 111:1 "W m(tgete; Sofern ***». M dies« äf'wtnem Unigg ?,un9en oder NaL äerit3«Ü in* W g'hnit. u titel, 2. g b| te»Stoib biii°n-^>'s->be 3204) Ein reinliches, durchaus anständiges Mädchen wird für Küche und Hausarbeit gesucht. Näheres durch die Exped. d. Bltts.___________________________ 3178) Zur Ausführung von Blitzableiter-Anlagen in bewährtester Construction, empfiehlt sich Carl Ttohr, Gießen D. 207. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter durch die Herren Dr. Buchner und A. Hug, Architekt, wird deren tet= tungsfähigkeit und Solidität nachgewiesen. Die Renten- und LebenÄ- verficherungSanstalt zuDarm- stadt hat gegenwärtig Gelder zum Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit verfügbar. Näheres bei dem Bevollmächtigten J. Pb.» Müller, Bahnhofstraße. 449) Tüchtige Abonnenten-Sammlcr finden lohnende Beschäftigung. Näheres täglich von 5 bis 8 Uhr Abends Neuenweg B. 194, 1 Tr. rechts. t»S = Baltunaen $ Ä'j Mett ^ü-kzeleA'^ Donnerstag den 5. Mai: II. Experimenlal-ll orlnig Gustav Amberg unter Vorführung vieler neuer und eigenthümlicher Apparate. 3162) Cm orbinthdM Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, oder eine zuverlässige Lauffiau zu sofortigem Eintritt ge- suchl Grünbergerstratze B- Nr. 159^0. 3142) Em starker Handwagen zu kaufen gesucht. Gg. Hammel, Mühlgasse. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbstbefleckung [Onanie] und geheimen Ausschweifungen ift das berühmte Werk: Dr. Retau’s Selbstbewahrung. 78. Aufl. Mit 27 Abbild- Preis 3 JL Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Lausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch G. Pö- nicke's Schulbuchhandluna in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. (3187 Restauration „zum Stern“. Vorzüglichen Mittngs- tisch im Abonnement 85 (2768 2586) Circa 21000 Mark werden zu 4,/2 pCt. gegen mehr als 3fache Sicherheit gesucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Die soeben erschienene Str. 81 enthält: Das Eidbuch von Köln. Historische Erzählung von Franz Eugen. (Fortsetzung.) — Festoögel. Zu dem Bilde von E. Hen- seler: Aus den Tagen des Einzuges des Prinzen Wilhelm und seiner Braut in Berlin. — Das Marmorpalais und der Neue Gatten bei Potsdam, die Som- merresidenz des Prinzen Wilhelm. Don B, Rogge. — Werden die Deutschen in den Vereinigten Staaten zu Yankees? Don Ph Albett. — In den Weinbergen. Eiu Knegscrlebniß von S- Oswald. — Der Bildhauer Albert Wolff. Mit Potträt und Abbildung: Der Fttede, Bronzefigur für ben Sitzungssaal der Reichsbank in Berlin von Professor Albert Wolff. — Eine Weltgeschichte von Leopold von Ranke. Besprochen von Th. H. Pantenius. — Die Winter kur 1880,81 in der Heilanstalt für skrophulöse Kinder zu Salzuflen. Don Sanitätsrath Dr Lenzberg daselbst. — Am Familientische: Das Exercilium mit dem Luntengewehr — F ühligswehen. Gedicht von E. v. St. E. — Hauswirthschaftliche Fortschritte. Mit vier Abbildungen. Mit zwei illustrirten Beilagen: Der Kampf gegen die Trichinen. Mit Abbildung: Auf dem Fleischschau-Amt. — Umschau in fernen Landen. — Ein englischer Dichter und Staatsmann. Mit dem Porrral von Lord Beaconsfield. — Ford schritte in Palästina. zum Damen-Frisiren 0 werden noch angenommen Jr bei billigem Preise (30 Seltersweg 50. >0000010000 00000001000000 0 Toiies-Anzeige. Freunden und Bekannten bringen wir hiermit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter und Großmutter, Krau Kammerdirector Krocber, geb. Hoffmann, aus Meerholz, am 3. Mai, Morgens 9 Uhr, dahier sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Namens der tiefgebeugten Familie Frau Ida Darlington, geb. Kroeber. Gießen, den 4. Mai 1881. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause auS statt. (3196 2781) Der mittlere Stock in meinem neuerbauten Hause in der Schillerstraße zu vermiethen und bis 1 Juni evcnt. auch später zu beziehen.______Earl Steller. 2762) In meinem Hause an der Sckoor ist eine Familienwohnung zu vermiethen. __________©. K. Simon. "”3024) Ein größeres und ein kleineres Familienlogis und eine Mansardenstube zu vermiethen bei H. Sauer, Neuenweg. 3112) Eine Wohnung im 2. Stock, von 5 kleineren Zimmern, mit abgeschlossenem Corndor und Vorfenster, zusammen oder getrennt zu vermiethen. Schreiner Lenz, Frankfurtersiraße 3099) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Heinr. Thomas, Neuenweg. 3115) Möblirtes Zimmer mit Cabinet, 2. Stock, Seltersweg C. 46, zu vermiethen. 3114 • Eine Familienwohnung bis zum 1. Juni an eine ruhige Familie zu ver- miethen.__________Gg. Noll, Gärtner. 3021) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei C. Fr. Eonrad, Friseur. 2774) Einige Familienlogis von 4—6 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. 3194) Ein anständiger Arbeiter kann Schlafstelle erhalten. Neustadl 93, 3. St. ■Mittagstisch zu 60 und 85 A, sowie ein gutes Glas Savator- und hiesiges Bier, empfiehlt A. Saame. Wein-Saal. ÜZ \ \ L hat die Nähschatulle ge- ilU 114 wonnen. (3179 :2585) Eine Wohnung zu vermiethen, per 1. Juli beziehbar, bet ______Gebr. Stamm. 2546) Der dritte Stock meines Vorderhauses ist anderweit zu vermiethen. __H. Keck. 2478) 2 freundlich möblirte Parterrezimmer mit Veranda und Burschcnzimmer zu vermiethen. F. Iutzi, Steinstr. A. 121. 2268) Nahe der Aula möblirte Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Bleichstraße C- 38, mittlerer Stock- 2067) Der 2 Stock meines Hauses, 3 Zimmer, Küche und Zubehör, zu oer- miethen. __Konrad Leib, Schützenstraße. 2278) Zweistöckiges Hinterhaus (.freistehend) Seltersberg E- 37, welches neu hergerichtet, Garten nebst Bleichplatz, mit oder ohne Pferdestall rc., ist an eine oder zwei stille Familien zu vermiethen. ____Earl Wcnzcl. 2259) Kleines Logis zu vermiethen- Adolf^Hoß, Schützenstraße. 1766) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen.________Marktstraße D. 25. 1338) Der 2. Stock versetzungshalber auf sofott zu vermiethen. Ph. Ster, Frankfurterstraße 33,1. 2788) Ein Familienlogis, 4—5 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermiethungen. 3192) Marburgerstraße 177 ist der mittlere Stock, bestehend aus 6 Zimmern und allem Zubehör per 1. Juli zu vermiethen.____________________Helfrich. 3208) Eine kleine Familienwohnung vermiethet Schneider Frech, Kaplaneigasse. 3181) 2 Familienlogis, je 6 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil am 1. Juli zu vermiethen- Auskunft bei der Exped. 3190) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. __________Jng. Merz, Bahnhofstraße. 3174) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Neustadt D- 57. 2860) Ein Logis zu vermiethen bei Fr Blumöhr, Schützenstraße. 2297) In Lit. B- Nr. 77 ist der oberste Stock mit 5 Zimmern zu vermiethen. 78) W e n z e l's Garten gegenüber, B. 163,3, mittlerer Stock, 5 Zimmer zu vermiethen.______________________________ 2933) Zwei schön möblirte Zimmer zu vermiethen. Auf Verlangen mit Kost. ___________Th. Lony, Bahnhofstraße. 1124) Familienlogis von 5 Zimmern unb allem Zubehör zu vermiethen bei _________PH» Bauer, Bahnhofstraße. 2279) Keller und Lagerräume Seltersweg E. 37 vermiethet K- Wenzel. 2540) Der untere Stock meines Vorderhauses, bestehend aus 6 Zimmern, nebst Zubehör ist Anfang Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. _____________Professor Dr. v. Ritgen. 3149) Der 2. Stock meines HauseS, Wohnung von 5 heizbaren Zimmern, 3 Cabineten, verschließbarem Corridor rc, ist per 1. August anderweit zu vermiethen. _______________I. G- D- Bapst. 5156) Schlafstellen zu vermiethen. ___________________Neuenweg B- 184. 3155) Ein Familienlogis zu vermiethen. _______Ludwig Klein, am Hamm. 1895) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Cabinet, Küche u. s. w-, per 15. Juni zu vermiethen. _________F. Kühne jun., Seltersweg. 1395) Das von Herrn Rendant Walther bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. C ar l L e i b. 340) Ein möblirtes Rimmer (Parterre) zu vermiethen. _______3. Mannberger, Neuenweg. 2851) W e n z e l'S Garten gegenüber Gartenstraße B-165,5, parterre, möblirtes Zimmer zu vermiethen._________________ 3106) Möblirtes Zimmer mit Cabinet vermiethet Fr. Bieler Wwe., Kreuz. 2971) Sonnenstraße B 65 ein möb- lirtes Zimmer zu vermiethen.____________ 2936) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net vermiethet I. Ch. Retter, C. 1. 2865) Möblirte Zimmer zu vermiethen. Nothenberger, Kaplansgasse. 3135) Ein Familienlogis und 2 Stübchen mit Bett zu vermiethen. Maigasse Nr. 14. Uk. 1°4