löschen. April " lUlr: robe local. -r Sorflaü. ^McchaniluS— »reu. * »< (ftu WJUffll t L -M- Mr uchend, honte tu y«, *Wt ba iidO i him nun »n. |mt leidet »■ *y; aixbliD) m Saure tu - de dnttiui^mua ®. .*£ Jede Abtheilung bat einen Sachverständ gen und einen Stellvertreter b.flelben mittelst dieselben bezeichnender Stimmzettel zu wühlen. Es empsehlen sich zu diesem Amte solche Männer, welche als tüchlige Landwirthe anerkannt sind und die RechtS- und DerwaltungSformen, die geometrischen, technischen und wirthschaftlichen Rücksichten zu handhaben verstehen, auch das volle Vertrauen der Unparteilichkeit genießen. Die Stimmberechtigten find befugt, auch btt der Zusammenlegung Betheiligte, denen fie ihr Vertrauen schenken zu wählen. Die drei AbtheilungSlisten, welche nach stattgefundener Offenlegung, wobei kttne Reclamationen erhoben wurden, all feststehend zu betrachten find können auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Lollar eingesehen werden. Gießen, am 2. April 1881. Großherzogliches KrttSamt Gießen. ________________________________________Dr. Boekmany.______________________________________________ Gießen, am 2. April 1881. Betreffend: Die Ausführung deS ReichSgesetzeS über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, vom 23. Juni 1880. Das Großherzogliche Kreis amt Gießen an die <8roßber;oglicden Bürgermeistereien und Locolpolizeibeamten. Sie empfangen demnächst mit der Post kurzer Hand ein Heftchen, enthaltend das Reichsgesetz über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, vom 23. Juni 1880 nebst beu zu dessen Ausführung ergangenen reich-- und landesrechtlichen Ausführungsvorschriften, nämlich der Reichs - Instruttion vom 24. Februar 188t, der Großherzoglich Hessischen Ausführungs-Verordnung vom 12. März 1881, dem Ministerin! - Ausschrttben vom 18. Märi 1881, Rr. 4 (3bnen bereits mitgetheilt durch Kreisamtsblatt vom 28. März l. I Nr. 5) und den Bestimmungen über unschädliche Beseitigung von Thier kadavern. Sie wollen sich mit diesen Vorschriften baldmöglichst vertraut machen und eintretenden Falle- darnach verfahren. _________________ __ Dr. B o e km ann. ______________________ Gießen, am 2. April 1881. Betreffend: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Fall einer Mobilmachung. Die Großherzogliche Meis-Schul-Commission Gießen an die Scbulvorstände des Kreises. Sie trcUfii die Lehrer oder Schuloerwalter Ihrer Gemeinten, weiche militärpflichtig sind darauf aufmerksam machen, daß Gesuche um Zurückstellung i« Fall einer Mobilmachung innerhalb 14 Tagen bei uns einzureichen find. Später einlaufende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Eivilftellung. 2) Vor und Zunamen. 2) Militärcharge und Truppengattung. 4) Genaue Angabe des Truppertheils, Regiment, Eompagnie u-, bei welchem der Eintritt erfolgt ist und Datum deS letzteren. 5) Bezirk des Landwehrbata.llons. Bei Lehrerrr oder Schulverwaltern, welche bereits früher bei unS nklamirt haben, bedarf eS der Angaben 1—5 nicht; eS genügt hier einfache Meldung. Abwesende Lebrer oder Schulverwalter, die als allein stehende Lehrer zur Reklamatton berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen. Dr. Boekmann. Ein neues Reich. .Ganz Eurova wundert sich nicht wenig, welch' ein neues Reich erstanden ist." lieber Nacht ist nämlich die Zahl der europäischen Königreiche um eins vermehrt werden. In der rumänischen Deputirtenkammer brachte bekannt- lick General Lecca m ter enthusiastischem Beifall den Antrag ein, dem Fürsten Karol den KönigStiiel zu verleihen und das Füistenthum Rumänien zu einem Königreich zu erklären. Schleunigst wurde der Antrag einem Ausschuß überwiesen, der sich dafür aussprach und sofort Bericht erstattete. Noch cn dem- selben Tage fand die Beralhuvg statt, die Redner aller Parteien erklärten sich mit Begeisterung für den Vorschlag, der darauf einstimmig zur Annahme gelangte. Elenso schleunig wurde der Antrag noch deffelbigen Tage- vom Senate einstimmig genehmigt. Der bisherige Fürst Karol nahm die Königewurde an, großer Jubel herrschte in dem beflaggten, von Mufikbanden durchzogen n Bukarest. Bei unS in Deutschland wird man dem jungen Staate die neue Würde nicht mißgönnen, um so weniger, da es ein Hodenzollern-Sproß ist, dem dieselbe zufällt. In Berlin wird man sicher von dem Sckrrtte vorher unterrichtet gewesen sein und ihm zugeftimmt haben. Der Zustimmung ter Westmächte wird man sich in Bukarest auch versichert haben; in London wie in Paris ist man dem rumänischcn Staat günstig gestimmt, schon um an demselben an der unteren Donau ein Gegengewicht gegen Rußland und Oesterreich zu haben. Etwas zweifelhaft ist die Stellung des neuen Königreiches zu Oesterreich. Es batte sich in jüngster Zeit, schon aus gemeinsamer Gegnerschaft gegen Rußland, ein äußerlich freundlichere- Verhältniß zwischen Wien und Bukarest herausgebildet, da- jedoch durch die Verschiedenartigkeit der Ansichten und Jntereffen in Bezug auf die Aufsicht über die Schifffahrt auf der unteren Donau etwas getrübt wurde. ES wird Deutschlands specielle Aufgabe gewesen und ferner sein, einen Ausgleich zwischen den beiden durch die Südkarpathen getrennten Nachbarstaaten in den dann und wann aufßeigenden Differenzen derbeizttühren. Am unangenehmsten wird die Erhebung des junge» Staates zu der höhern Würde in Rußland berühren. Rußland zieht e- feit Jahrhunderten nach der Stadt Eonsta' tin's und dem ägäischen Meere hin, und der jurge rumünische Staat versperrt den Söhnen des russischen Nordenden Weg nach lern sonnigen Süden. Rußland hat darum Rumänien, beson« oers in letzter Zeit, wo dies sich nicht mehr wie früher zum willenlosen Werkzeug lür die russischen Pläne gebrauchen laffen wollte, mit sehr viel Unfreund« lichkeit und Undank behandelt. Die Rumänen, welche ihr Land schon lange zum Königreich erheben wollten, haben darum wohl den jetzigen Moment zur Ausfühiu g ihrer Absicht gewählt, weil Rußland im Augenblick mit seinen inneren Angelegenb i en zu sehr beschäfiigt ist, als daß es außerhalb seiner Gre zen fet em Willen entschiedenen Nachdruck zu geben vermöchte. Die Innere Berichtigung zu dem neuen T'tel haben sich die Rumänen und ihr Herrscher am 11. und 12. September 1877 bei dem Sturm auf die Schanzen von Plewna geholt. Rußland hatte Rumänien gezwungen, ihm den Durchgang seiner Truppen durch das Land zu gewähren; aber es hatte ihm ver- we gert, daß rumän.sche Truppen sich an dem Kampfe beteiligen und des Landes Unabtänoigfeit erwerben könnten. Es kam jedoch die bange Stunde vor Ple rna, wo die Gefahr oorlag, daß die Ruffen von Osman Pascha schmählich über die Tor au zurückgejagt werden würden. Da riefen sie die Rumä en zur Hülfe herbei. Fürst Karl ging mit drei Divisionen über die Donau, übernahm bei Plewna den Oberbefehl und bei dem Sturme auf die türkischen Schanzen waren es die Rumänen, welche sich am meisten au-zeich- neten, obgleich die junge Armee hier zum ersten Male in's Feuer kam. Der Fürst und ehemalige preußische Garde-Lieutenant bewies hier durch die Probe, wie viel er für die Ausbildung und Organisation deS Hceres gethan. Als die Ruffen aus der Klemme befreit worden waren, entzogen fie der rumänischen Armee immer mehr die Selbstständigkeit, indem fie die rumänischen Divisionen Vermischtes. Darmstadt, 1. April. sPostpersonalnachrichten.s 1. Ernannt sind: der kommissarische Postrath Bcnnezet in Darmstadt zum Poftrath und der mit Verwaltung einer Postkassirerstelle beauftragte Ober PostdirectionSsecretär Gö.ke ebendaselbst zum Postkassirer^ 2 Versetzt fino; bet Postsrcrelär Seibert tn Mainz nach Eibrrfrld behufs Uebernahme einer Ober Postsecretär- stelle; der Postsecretär Hieronimuß von Langen nach Darmstadt, sowie die Postverwalter Scbwebel von Altenstadt nach Gietzen und Colin von Groß-Umstadt nach Darmstadt behufs Uebernahme von Postsenetärsiellen. durch Verthetlung auf die verschiedenen Kriegsschauplätze zersplitterten und so auch einen durchschlagenden Erfolg derselben verhinderten. Beim Friedens, schluß begünstigte Rußland die Bulgaren und Serbcn auf jede möglir-e Weise, Rumänien würbe aber sehr ung ädig behandelt. Rußland nahm tbm sogar | das fruchtbare Bessarabien ab und gab ihm dafür die unwirthliche Dobrudscha. Wenigstens erlangte Rumänien seine Unabhängigkeit. Rußlands Undank hat in den Herzen der meisten Rumänen große G bilterung erzeugt, welche Rußland bei feinen Zukunftsplänen noch sehr viel zu schaffen machen könnte. Haben die Rumänen bereits durch die Waffen ihre militärische Tüchtigkeit bc- wiesen, so werden sie noch sehr viel zu thun haben, ehe sie auch auf wirth. fchastlichem Gebiete sich eine Stellung errungen haben, welche der jetzt ange- nommenen Würde entspricht. An Thäligkelt, an wirthschafllicher Umsicht und Initiative laffen die sonst nicht unbegabten Rumänen noch immer sehr viel zu j wünschen übrig. Das kann man schon aus l em Druck erkennen, unter dem die israelitische Bevölkerung erhalten wird, aus den häufigen Judenhetzen. Wo | Judenverfolgungen möglich find, da liegt auf der andere. Sette immer wirth- ' fchaftliche Uutüchtigkeit vor. Bet fleißigen, sparsamen Völkern mit Initiative in wirtschaftlichen Dingen kann eine Judenhetze niemals auskommen. Ebenso schlimm, wie in Rumänien, sieht eS in dieser Beziehung in den slaoischen Für- stenthümern der Balkan-Halbinsel aus, die sicher durch die R mgerhöhun^ ihres Nachbarn in große Aufregung gebracht werden. T^e neue Würde des Königs K-rl wird Milan von Serbien und Alexander von Dulgar-ien nicht schlafen laffcn, und wir können uns auf den Versuch gefaßt machen, daß das Bukarester Beispiel in Belgrad und Sofia Nachahmung findet. Feutschland. Berlin, 2 April. Reichstag. Der Abg. Löwe (Berlin) erklärt vor der Tages- ordnuna, seine neuliche Bemerkung über Männer, welche über ihre Uebcrzeugung hinaus die Regierung unterstützen, sei nickt gegen Tre.tschke gerichtet gewesen. Bn der fortgesetzten Berathung des Unfallversicherungsgesetzes stimmt Richter lHagen) -war der in der Vorlage enthaltenen Idee einer Arbeiteroersicherung principiell bet, nn Uebrigen erscheine ihm die Vorlage aber bedenklich und verhängnißooll, gleichwohl werde er an dem Versuch theilnehmen, in der Kommission den brauchbaren Kern der Vorlage berauszuschälen. Fürst Bismarck hofft, die Unfallversicherung werde sich trotz der großen Schwierigkeiten auch auf die landwirthschaftlichen Gewerbe ausdehnen lasten. Wenn im Gegensatz zum Grundgedanken der Vorlage eine Revision und Erweiterung des Lastpflichtgesetzes gefordert werde, so möge man nur angeben, wie das anzufangcn sei. Die Vorlage habe keine sozialistische Tendenz, sondern sie sei eine Forderung des practischen Christenthums. Fürst Bismarck entwickelt sodann die Vorgeschichte der Vorlage, deren Realisirung er für unabweisbar hält. Man solle die Vorlage nicht au? irgendwelchem Parteistandpunkle und nicht aus der Losung „Fort nut Bismarck beurtheilen, dann werde man auch finden, daß die Vorlage die Großindustrie nicht protegire. Daß der Volkswirthschaftsrath die Sympathien Richter? und Bambergers besitzen werde, daraus habe er von vornherein nicht gerechnet. Der Abg. Stumm erklärt sich Namens der deutschen Relchspartei für die Vorlage im Prinzip, aber gegen die Beitragspflicht des Reichs, die Beiträge müßten die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausschließlich tragen. Der Abg. Lasker ist gegen den ganzen sozialistischen Theil der Vorlage und erkennt den berechtigten Kern der Vorlage nur insoweit an, als dieselbe das bestehende Haftpflichtgesetz durch das Institut der Versicherung ergänze. Fortsetzung Montag. München, 2. Apru. Die Kaiserin von Oesterreich traf heule Vormittag 9 Uhr mittelst Exirazuges von Paris hier ein. Auf dem Bahnhofe wurde die Kaiserin von der Königin-Mutter, der Prinzessin Gisela, dem Prinzen Leopold und den Herzögen Ludwig und Karl Theodor, sowie von dem öfter- retchtschen Gesandten empfangen. Heute Abend wird die Kaiserin die Reise nach Wien sortsetzen. — Großfürst Paul Alexandrowttsch traf heute Morgen hier ein und setzte nach kurzem Aufenthalte die Reise nach Italien fort. Schweiz. Zürich, 2. April. Die „Neue Züricher Ztg." spricht sich gegen ein etwaiges Verbot des Socialisten.Congreffes in Zürich aus, da das für den- selben veröffentlichte Programm ungefährlich sei. Ueberhaupt dürfe die Schweiz von den Rechten, welche dem Bürger durch die Verfaffung garanttrt find, dem AuSlande zur Liede Nichts verletzen, sonst komme sie auf eine schiefe Ebene. — Die „Baseler Nachr." bekämpfen die Idee, die Asylfrage auf internatio' nalem Wege zu regeln, hauptsächlich wegen der Frage der politischen Der- brecher, welche den republtkantschm Princtptm gemäß nicht ausgeliefrrt werden können. Arankreich. Pari-, 2. April. Nach einer hier eingegangenen Meldung aus Algier sind vier Eingeborene von der Mission des Obersten Plätters, der für den Bau der durch die Sahara projectirten Bahn Aufnahmen mochte, am 28. März mit der Meldung nach Ouregla gekommen, die Mission sei fast vollständig vernichtet worden. Sie erzählten, die Mission sei vier Tagereisen von Haiirer im Süden von Assimu überfallen worden, Oberst Plätters und die sämmtlichen Mitglieder der Mission seien getödtet. Einem Mtlgliede Namens Dtav.ous und einem Unterofficier Namens Pobeguin mit 63 Mann gelang es zu entkommen, sie schloffen sich den Touaregs von Hozgar an, welche versicherten, daß sie an dem Blutbade nicht theilgenommen hätten. Sie boten den Flücht- tigen Datteln an, die aber vergiftet waren. In Folge deffen starben Dtanous und 28 Mann. Pobeguin mit 30 Mann setzten auf dem Rückzüge den Kampf fort, wurden aber vier Tagereisen südlich von Meffeguem emflefdjloffen. Die vier Eingeborenen, welche mit dieser Meldung tn Ouregla ankamen, sind von Pobeguin gesandt worden. Es wurde unverzüglich Hülfe geschickt, aber es ist wenig Hoffnung vorhanden, die 30 Überlebenden zu retten, da sie in dem Moment, wo fie umzingelt wurden, nur noch wenig Lebensmittel und Munition besaßen. Paris, 2. April. Nach einer Meldung aus Constaniine haben die Tunesen einen französischen Mtlitärpoften angegriffen und dabei einen Corpora! und drei Mann getödtet; es ist sofort em Bataillon Zuaven mit einer Ab- thkilung Artillerie und Ambulanzen nach der tunesischen Grenze abgegangen. — Nach weiteren Nachrichten au5 Algier ist es gestern an der tunesischen Grenze zu keinem neuen Kampfe gekommen. Der vorgestrige Zusammen- stoß war sehr ernsthaft, derselbe dauerte 11 Stunden; 6 TnbuS der Khrumirs nahmen an dem Kampfe Theil; mehrere Tribus zögern noch, sich mit den Angreifern zu verbinden, doch versichert man, daß alle Grenzstämme geneigt find, sich beim ersten Signal zu erheben. Die französischen Truppen haben Verstärkungen erkalten, MunittonSvorräthe werden in Elajelsum aufgespeickert. — Das „Memorial diplomatique" corstatin, daß bis jetzt bei der französischen Regierung noch kein officieller Schritt gemacht worden sei, über gemeinsame Maßregeln gegen den Mißbrauch des Asylrechtes zu berathen. Daffelbe Blatt fügt hinzu, im Prmcipe sei eS sicher, daß keine europäische Regierung die Verpflichtung von sich weisen könne, zu verhindern, daß ihr Territorium Königsmördern und deren Genoffen Schutz gewahre. Kußland. Petersburg, 1. April. Der Beginn des ProceffeS gegen die am Attentat vom 13. März d. Js. Betheiltaten ist nunmehr amtlich auf den 7. Aprl festges-tzl. Ais Ang'k.agte werden aufgeführt: Der Kleinbürger Nikolaus Ruffakoff, die dem Bauernstände angehörigen Andreas Jeliaboff und ThimotheuS Michaiioff, die Kleinbürgerin Heffe Helfmann und die dem Adelsstände angehörige Sophie Perowskaja. Petersburg, 2. April. Die fortgesetzte Untersuchung wegen des Attentates vom 13. Mär< gegen die noch nicht gerichtlich belangten Bethei- l'.gten führte, wit der „Reg'erungsbote" m Iber, zu der Ueberweisung deS Sohnes eines Priesters, Namens N kolai Kibaltsch sch, an die Gerichte. Derselbe legie während der Untersuchung ein volles Geständig'ß ab und sagte u. A. aus, daß Sprengeschofie, wie die am 13. März geschleuderten und auch in der Teleschnasa-Straß! aufgefundenen, von ihm angefertigt worden seien. — Der „Golos" erfährt, in diesen Tagen sei eine Verfügung, belr. daS Verbot der Einfuhr von leicht entzündbaren Stoffen, erfolgt. Selrgraphischr Depeschen. Wolff'» telegr. C-rrespo»be»r-««roli,^arität sei eS ebenfalls. Wer wolle, werde sich den Mißregeln anschließen, die man auf dem internationalen Gebiete für nothwendig erachten würde. — In Bezug auf die angebliche Ablehnung der in Konstantinopel vorgeschlagenen Grenzlinie durch Griechenland bemerkt die „Agence Ruffe", btt griechische Regierung habe die Vorschläge der Mächte nicht ablehnen können, weil dieselben ihr noch gar : nicht mttgetheilt seien. Das Einvernehmen der Reaierungen sei auch ein so I vollständiges, daß man für die Annahme der Vorschläge in Athen so gut wie I tn Konstantinopel einen Druck ausüben könne. I ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Lokales. Gießen, 4. April. Schwurgrrichiö»erhandlung am 2. April b. I. gegen Avam Schmidt von Nieder-Efchbach wegen Meineids. Im Jahre 1878 hotte der Maureimctstcr Hemiich Gruber von Rieder Sickbach für den tyDam Sckmibt von da verschiedene Maurerarbeiten in dessen Hofraithe verrichtet und war Letzterer hierfür dem Ersteren einen erheblichen Betrag sckuldig geworden. Von diesem Betrage stand zu Anfang deS Jahres 1880 noch ein Rest au«, welchen Gruber auf 58 37 berechnete. Da di« Zahlung diese« ResteS in Güte von Sä>mldt nicht zu erlangen war, so erwirkte Gruber einen Zahlungsbefehl gegen denselben. Schmidt erhob fedoch Einspruch und wurde hierauf von Gr. Amtsgericht Vilbel Termin zur mündlicher Verhandlung der Sacke auf den 19. Octobir v. I. anbrraumt. In diesem Termine bemängelt' Schmidt insbesondere einen Posten der Klagcrechnung von 5 JL 20 zu dessen Begründunp angeführt war, daß zwei Mann einen Tag im Stalle des Schmidt gearbeitet hatten Schmid, behauptete dieser Begründung gegenüber, es habe nur 1 Mann im Stalle bei ihm gearbeitet und es könne daher auch nur die Hälfte deS Betrags von 5 JL 20 in Ansatz kommen Gruber schob bicrauf dem Schmidt über den beanstandeten Posten unter Aufrechterhaltung desselben den Haupteid zu, welchen Schmidt sofort acceptirte und auch noch in dem nämlichen Termine wie folgt aussckwur: „Hch schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwistenden, daß es nicht wahr "ist, daß noch ein zweiter Mann im Stall gearbeitet hat, so wahr mit „Gott helfe." Gruber "machte wegen dieser Eidesleistung Meincidsanzeige gegen Sckmidt und nuit' in Folge dessen das vorbercit>nde Verfahren und hiernachst die Voruntersuchung gegen Letzteren Schmidt ist 39 Jahre alt, evangelisch, verheirathct und noch unbestraft. Derselbe behauptete zwar bei seiner Vernehmung durch Gr. Amtsgericht Vilbel, sowie auch später bei dem Untersuchungsrichter, er dabc den betreffenden Eiv der Wahrheit gemä^ abgeleistct, da in der Thal nur ein Mann in seinem Stalle gearbeitet, es ist jedoch das Gegen« theil durch 2 unbescholtene und vollkommen glaubwürdige Zeugen erwiesen. Die Grsckwornen konnten sich indeffen nach dem Resultat der heutigen Verhandlung von der Schuld des An ieki.-gten nicht überzeugen und erklärten denselben für nichtschuldig, worauf Sckmidt von Strafe und Kosten freigeiprocken wurde. Kiepen, 4. März. Die wahrend der Ostelfeiertage stattfindende Ausstellung d«r bieffaen Vereins für Geflügel- und Vogelzucht verspricht dieSmal eine überaus reichhaltige zu werden da die dafür bereits eingelaufenen Anmeldungen auS allen Theilen Deutschlands, Oestere'ick Jialim und Holland rc. über alles Erwarten zahlreich sind, so daß jedenfalls die nach dem'festgesetzten Termine, 5. d. Mts., noch e.ntreffenden Anmeldungen unberücksichtigt dleiben müff ^^ser außerordentlichen Bethriligung nicht zum kleinen Tbeil daS durch die Vereine geweckte größere Jntereffe bet, io dürften doch auch die für die heurige AuSstellunz für die ersten Preise bestimmten Geld Prämien manchem verlockend gewesen sein. Mag dea jedoch sein, wie ibm wolle, auf jeden Fall wirb dem besuchenden Publikum viel schöneS Geflügel *c. geboten werden. Auch diesmal wird durch die damit verbunden« Verloofung die Gelegenheit gegeben sein, für geringe« Geld sich die Aussicht auf einen mehr oder weniger großen Gewinn zu verschaffen. — Heute Morgen gegen 10 Uhr stürzte ein Weißbinder-Lrhrling mit einem Speißkübe! von einer Leiter an einem Hause in den Neurnbäuen. Schwer verletzt wurde «r in di« Klinik verbracht ^it.nun gkgrn bit un *mlI4 auf hm Der 183(llN ucb blt bem Äbtil. un8 wrgm bet klangen tznbrt. ebnDkifunz bt« .Seiiitt Ln. > ab unt jagte Werten unb auch |t worden jein, brlr. da- Duboi nblungtn z rissen anbten Aostolov ml« siaaU jeadät etira eint halbe -bscheu über bas S, baß en festes Dem nächsten Feste den Wit n wie eilt wem wbze. )ank aus, bad der en habe. lefjnbte in Berlin, ungszeiuch ei-gt» r beoorstebeub. ijchr Meuchelm-i- Ruße", Rußland ne, die Soll «ick fliehen, die mu iibt. - In Bem ilagenen ©nndnt che Rezierui.g habe leiben ihr noch 8f en sei auch * Athen so flui & b. 2- 8<8tn leie icb« he venichtet ent wr dn Rest auf' in Tüte ton iss,c nod)du" °"l ft eii’ tet h^' 1 trlfuchung 8 r aisirrl' N' ji_ . na-h •SS#8"'« »selben st- .. -uKßelluna inte"6 V^6°ln‘4£ St,---' । zill2 di«”«1" . J m l6lll21**‘5 d>- H'Ä. «•«£ K-""„ tn ®‘"‘on ’ 6,,r ,ss-*: Handel und Verkehr. ^tanfruTt r 8pid SRsrftbmAt. > Der Herrn-, Heu- 2nd Strvh»Mrtt rrar ziemlich eut btfabrte -)ev koffere 1< aal ClxulUi: der Ln 3O I—4.OO Strob X 2 50 3 50, But-rr 50 Ät!o X <190 1, un DnaU 1. Dual‘t4t da» Tt'un' JL 1-30—000, 2 Qualität Jt 1.20 00 öin da« Hunden JL 4 50-6 00. Ochienfle.iL $ct Pfturt 60-70 4, tub , Ätnb unt gcrtmfltild) 45—55 4, Äalbflrt’d) 40-55 4 Hammeifledä) 4(i 65 4, 6*»nntdnid 65 mi 4, »in Hain JL 1.»'—2 00, ein Hu'.n 1 50 2 00 m Gemeindewals von Erda abgebaltene E chenstammholz-Verkauf feine Genebmiaung erhalten, so wird eine zweite Der» steigeiung auf Samstag den 9. April e. anberaumt, wobei in den Distrikten „Srdn,pfenthal", Morgen- 9l/a Ubr anfangend, „Gchenhardt", ,Hain^ und „Berg" 93 S ück E cken mit 64 63 fni Inhalt, darunter mehrere Stämme von 2, 3 — 466 fm, nochmal- au-geboten werden. Hohensolm- (Kreis W<ßlar), den 1. April 1881. Der Bürgermeister ___Trip-,________ 2348) Wir empfehlen unser großes Lager in: )3iicfisfüns 11. pnietollloffm zu billigst gestellten Preisen. Von vorigjadrigen Buckskins haben wir in Demi- und Sommer -Waare einen Posten zum Ausverkauf au#dcfr6t uder Scftcef, ZlkMM. llas ilrucflr in Krnuseih Daiiienkragen und llanschetten, Barben, LavalHeres, Schleifen in allen Farben, Corsetten und Schürzen 2207) empfiehlt in schöner Auswahl zu billigst gestellten Preisen 3 H. Fuhr, e"T;r* Scifeih u. Lichter-/abrik OTNoJ4Urfl Pe JOS. MÖbS aÄ6*|4ee8 empfiehlt seine sämmtlichen HauSbaltungS- und Toiletten- Seifcn zu den billigsten Preisen. (1710 Dn.s Llu8stattung8-geschäst von F. C. Weber, Bahnhofstraße, evipfikblt fein reich afioriirtes L'ger ui deinen, Halbleinen, Ehiffon, DowlaS, Piqug, Bettdamast, Bettbarchent u. s. w. in gediegener Waare zu äußerst berechneten Preisen. Handtuchdrell von 32 pr. Mtr. an, rein leinene Tischtücher JL 1 75 Taschentücher und Ein» sähe in größter SuSwahl. 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DaS zum Nachlaß des Oeconomen Bipp zur Haubenmüvle bet Nidda gehörende Gut von 85% Morgen, worunter 20i/a Morgen Wiesen, geschloffen und in guter Lage, dabei eine Wasserkraft, die früher zum Betriebe einer Mahl- und Oelmüble benutzt wurde, soll Dienstag den 19. d. MtS., Vormittag- 11 Uhr, auf der Haubenmühle selbst nochmc!- öffmtltch versteigert werden. Nidda, den 2 April 1881. Namens der Erben: 2358) A. Mantel. Freitag brn 8 April. Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundstücke der Georg Ltncker Wwe.r Flur. Mtr. */»■$ 235^J Acker auf dem Wismarerwea. 4/m,$ 2350 Acker daselbst, ‘ « 2662 Acker auf dem Gleiberaerweg, ,«? 2600 Acker auf der Hobleiche meistbietend versteigert werden. Giesen, den 22. März 1881. 1<™