es, Irnibqimtitr ginn r„ ^agstisch. (Strebt taud. rtrnfhnab*e französischen fliegenden ttclonren alle größere Trupps von Bewaffneten zerstreut hatten, daß das Schreckgespenst Bou Amei a in d>e Wüste zuiückgetneben, kurz, daß ein nen- nenSwerther Gegner überhaupt iuchi mehr vorhanden sei. Einzelne Räuberbanden durchstreiften wohl da- Land, und mordeten und plünderten, doch koi nie man diesen Guerillakrieg kaum noch mit einer allgemeinen Volkserhebung verwechseln. Jetzt ist daS auf di mal mit einem Schlage anders geworden, an vielen Orten des Lande- tauchen plötzl ch wieder mit einem Schlage große Trupp- bewaffneter Araber auf und reisetzen die fiege-gewiffen Franzosen, die an einen Fdnd überhaupt nicht ehr dachten, in die peinlickste Verlegenheit, dre um so größer ist, a!S sie sich auf ihre „Bundesgenossen", die tunesischen Truppen, fast gar nicht ver'affeu können. Die Ursache dieser plötzlichen Erhebung ist etwa- unklar. Es ist möglich, daß die u,.bedachte Thar des fr am »-fischen Obersten Nsgrier, welcher das Grabmal d's heiligen Sidi Scheik zerstören ließ, diese gewaltige Aufregung im Lande verursachte, wahrscheinlicher ist aber noch, daß die Franzosen es hier mit einem lange rorbereiteren Ausstand zu thun babm, der vielleicht eine Art „sicilianische BeSper" für die Fremden werden sollte. Daß die Situation sehr ernst ist, geht jedenfalls daran- hervor, daß die Städte jetzt sorgfältiger bewacht werden, und scharf auf die Einwohner geachtet rdrb. Ein bestimmter Plan scheint jedenfalls bei der Erhebung der Eingeborenen Vorgelegen zu haben, denn es find verschiedene franzöfische Eolonnen zu gleicher Zeil übeif .llen worden. Der Aufstand, der jetzt durch den Fanatismus in Folge *ber Zerstörung deS Grabdenkmal- eine bedeutende Ausdehnung gewonnen hat, kann ungemein gefährlich werden, denn, wie gesagt, selbst die Truppen deS Bcy find ihren Landsleuten freundlicher gesinnt, al- den Franzosen. ES gilt allem Anschein nach einen vorläufigen EntscheidunpSkampf, wer Herr in Tunis sein soll, der Bey oder die Republik, der kaum sehr schnell beendet werden dürfte, und der vor allen Dingen nie «als ganz ruhen wird, so lange die Mischberrschaft in Tunis, und damit ein B«v, noch existirt. Der Bey und feine Minister mögen ihren Unterthar.en Vorreden, so viel fie wollen, um ihren begre flick zu machen, daß die Franzosen nur die Verbündeten deS „H'rru des L chtS" und wie d.e Titel des Bev alle beißen mögen, find, die Araber werden nur ihren Lugen und nicht ihren Ohren trauen, und in den Fremdlingen stets nut ihre Unterdrücker sehen, Vie das in Algier sckon der Fall -.st. Was bleibt da weiter den Franzosen schließlich übrig? Das einzige Mittel, welches nach und nach allem zur völligen Beruhigung beitragen kann, ist die Entthronung des Bey, und die Einverleibung Tunefiens an Frankreich. Davon will man freilich officiell in 'Frankreich ebenso wenig etwas wiffen, wie in Oesterreich-Ungarn von der Annexion Bosniens und der Herzegowina, aber ein anderer Ausweg dürfte kaum -übrig bleiben, weil dieser nur allein Macht zu völlig freiem Handeln giebt. EL wird bann noch schwere Kämpfe kosten, aber schließlich wird der Zustand doch noch ein weit erträglicherer werden, als jetzt. Man hat in Paris ein Unternehme»» begonnen in dir Occupation von Tunis, deffen Tragweite auf den erstin Bl ck gar nicht abzusehe.» war, daS aber vielleicht den französischen Politikern deshalb so sehr b»hagle, weil sie durch daffdbe gewifferrnaßen noth- gedrui gin in den Besitz von TuniS zu kommen hoff.en. Und hier wird dem Wunsche bald b\t Thai folgen, die Frucht reift zusehends. FeutschlLUd. Darmstadt, 2. Septbr. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 27. August d. Js. den Finanz-Aspiranten Ludwig Müller ous Richen zum Registratur-Asststenten bei der Registratur oes Ministerium- der Finanzeu zu ernennen. — Großherzogliche- Ministerium des Innern und der Justiz hat bestimmt, daß bim Unterrichte in ber beatschen Rechtschreibung in den Schulen fortan das ui dem Commisstoi s'.erlag von Arnold Bergsträßer zu Darmstadt erschiinende Büchlein zu Grunde gelegt werde: „Regeln und Wörterverzeichniß für die deutsche Rechtschreibung." Herauögegeben im Auftrage deS Königl.ch Preußischen Ministeriums der geistlichen, Unteirickts- und Medicinal-Angelegenheiten. In den Schulen des Großherzogthum Hiffen eingeführt durch Verfügung Großherzoglichen Ministe- lium deS Innern und ber Justiz. Hesterreich. Ragusa, 1. Skplbr. Die Melbung von ber Einäscherung beS DorfeS Kaitza buich die türkischen Truppen, bei Gelegenheit der Räumung der dritten Zone des von der Türkei an Griechenland abgetretenen Gebiet-, stellt sich nach den an Oit und Stelle eingezogene.» Eikundizungen als unbegründet heran-. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um daS Niederbrennen mehrerer Baracken, die die türkischen Soldaten errichtet hatten und die Bewohner deS Dorfes selbst waren es, w-lche Feuer an die Baracken legten. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr- borrespondenz-Bureau. Berlin, 2. Septbr. Die Sedanfeier tourte hier in gewohnter Weise festlich begangen. Die Stadt ist reich beflaggt, die Straßen find vom Morgen ab durch eine festlich bewegte Menge belebt, die meisten Bureau- und viele Geschäfte find gefchlofien. Ja den Schulen fa den Vormittag- Festacte statt, um 1 Uhr ertönte F stmufik vom Ratdhau-thurme. Für den Nachmittag und Abend find Festversaa.mlungen von zahlreichen Vereinen und Korporationen in AuSfiLt fltaommen. Hannover, 2 Septbr. Se. Maj. der Kaiser fuhr heute Vormittag 9Vi Uhr in offenem Wagen zum Paradefeld bei Bemerode und wurde in den Straßen der Stadt und auf dem ganzen Wege dorthin von der zahlreichen Menschenmenge mit freudigen Zurufen begrüßt. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz hatte sich eine Viertelstunde vorher in offener Equipaze nach dem Paradefeld begeben. Das Wetter ist trocken, ber H mmel jedoch bezogen. Hannover, 2. September. Tie große Parade des 10. Armeecorps bei Bemerode batte einen sehr glänzenden Verlauf. Hunderttausende von Zuschauern aus der Stadt und der Provinz Hannover hatten sich aus dem Par adeselde etngefunben, namentlich waren sämmtliche Kriegervereine der Provinz Hannover mit ihren Fahnen anwesend. Se. Maj. der Kaiser, welcher in Bemerode zu Pferde gestiegen war, traf um IQi 4 Uhr auf dem Paradefelde ein und wurde von der versammelten Menge mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Ihre Kgl- Hoheit die Frau Prinzessin Albrecht wohnte der Parade in einem sechsspännigen Wagen bei. Nachdem Se. Kgl. Hoheit Pnnz Albrecht den Frontrappon überreicht hatte, ritt Se. Majestät die Fronten der m zwei Treffen ausgestellten Truppen ab. Das erste Treffen, welches General-Lieut«ant v. 16,U tommanbide, wued- durch bie 40. Jnl->n.-ne-Brig°d- unter G-N«al-Muj°r „ r>nnoTn->Mrnn(fnmcsft bie 39. Infanterie - Br'.gade unter General-Major voll bei toroeben die 38. Infanterie-Brigade unter General Major v. Wienkowski unb bie 37. Injanterie-Brigabe unter GeneralMajor v. Loos gebilbet 3m * toen«*raI-Vieuttnant o Drigalski fommanbirte, lianben bte 19 Eavallene- uSerSabSWaior v Wolfersdorfs, bie 20. Eavallerie-Brigade unter General-Major v Hesberg unb bie Artillerie unb der Tra n unter Obmt v. Schroetter. Nachdem Seine Majestät bte Fronten abgerttten hatte, besilttten bie Truppen vor Sr. Majestät zwetmaU "Der erste Vorbeimarsch erfolgte von der Infanterie m Compagnie- f, ont von der Cavallerie in Eskadronfront unb der Artillerie in Batteriefront. Bei dem 'zweiten Vorbeimarsch formirte bie Infanterie Regiments-Colonnen während b^e Caoallerte bte Artillerie und ber Train den Parabemanch im Trab aus übrten. Die fialtuna ber Truppen war eine vorzügliche unb machte bas ganze militarifche ©(baufmel einen höchst impomrenben Einbruch Das Wetter welches am Morgen re?neS war flärk fid) gegen Mittag auf. um 11% Uhr brach Sonnenschein burch Nach ber Parabe, welche um 12% Uhr beendet war, ritt Seine Ma^ stät ber Kaiser an den ausgestellten Kriegervereinen vorbei unb begrüßte dieselben. Um 12% Uhr fuhr ber Kaiser nach Hannover zurück. k Posen, 2. Septbr. Die Feier des Sedantages würbe gestern Abend durch einen großen Zapfenstreich eingeleitet. Heute hatte die StM festlichen Fahnenschmuck angelegt, in sämmtlichen Schulen sanden feierliche Acte statt. Am Nachmittage versammelten sich alle Gewerke und mehrere Vereine^ mit ihren Fahnen auf dem Bernhardiner Platze und zogen von dort, an dec-Dpitze die untformtrte Landwehr-Compagnie, nach dem Wtlhelmsplatz, wo Re vor dem Regierungs-Vtcepräsidenten Wegner und dem Vorsitzenden des Landwehroer. eins, Polizeipräsidenten Staudy, vorüberdestlnten. Am Nachmittage und Abend sanden in mehreren Gartenlocalen weitere Festlichkeiten statt- Die Betheili« gung an der Feier war eine recht allgemeine, das Wetter prachtvoll. Leipzia, 2. Septbr. Die Feier deS Sedantages wurde heute früh durch eine von drei Militärmusik'Corps ausgeführte Reveille eingelettet. Am Vormittag sanden darauf in allen Schulen Festacte statt; am Festzuge am Nachmittage nahmen gegen 7000 Personen Theil. Die dabei von Hofrnlh v. Gottschall gehaltene Rede fand allseitige begeisterte Aufnahme. Heute Abend waren alle städtischen Gebäude und viele Prtoathäuser illumimrt. Washington, 2. Septbr. Staatssecretär Blaine telegraphrt heute: Der Präsident Garfield ißt und verdaut gut, und die Drüsengeschwulst bessert sich stetig. In den letzten 24 Stunden ist zwar kein wesentlicher Fortschritt in dem Allgemeinbefinden eingetreten, aber der am Sonntag und Montag gemachte Fortschritt zum Besieren hat sich erhalten. Puls und Tempera ur zeigten gestern eine merkliche Zunahme gegenüber vorgestern; es wird dies zum Theil dem überaus warmen und schwülen Wetter zugeschr'.eben. — Das Cabtnet erörterte die Frage, ob man den Vlcepräfidenten Arthur «suchen soll«, die Präsidentschaft für zwei oder bret Mo..ate zu übernehmen. London, 2. Septbr. Gestern wurden tn der Chenpside City von Lon. don vier große WaarenMagaztne durch Feuersbrunst eingeäschert. A u s st e l l u u g von Zeichnungen und Schülerarbeiten ans den inländischen Handwerkerschulen rc. In dem Feitsaal ber neuen Realschule unb einigen Nebenzimmern sind zur Zeit bie in bem letzten Schuljahre gefertigten Arbeiten ber sämmtlichen 53 Hanbwe.ker- fchulen unseres Laubes, Der Lanbes-Baugewerkschule Darmstadt, ber 5 erweiterten jöanbroerferffiulen Mainz, Offenbach, Gießen, Worms unb Erbach, ber 2 Äunlh Industrieschulen Mainz unb Offenbach, sowie ber 2 Alicenfchulen für Fl'auendilbung unb -Erwerb in Darmstadt unb Gießen in übersichtlichen Gruppirungen ausgestellt. Die Besichtigung bieser überaus zahlreichen Sammlung von Frech mb- und geometrischen, architektonischen unb maschinellen Fachzetchnungen in ben aerschieben- artigsten Ausführungen — Bleistift, Kreide, Kohle, Feber, Tusch-und Aquarellfarben, selbst Oelmalerei ist vertreten — gewährt nicht allein allen, welche selbst ben Zelchen- stist zu führen verstehen, ein besonberes Interesse, sonbern ist auch für Dieienigen lohnend, welche ihre Freude an Gegenständen ber bildenden Kunst überhaupt haben und deren Bedeutung für das gewerbliche und kunstgewerbliche Leben zu würdigen wissen. Die gesammte Ausstellung macht den Eindruck, baß meistens gute, sa vorzügliche Kräfte ben Unterricht genannter Anstalten in Hänben haben. Ja, „in Hanben , denn an dem Beispiel, bem Vorbild, welches bie Künstlerhand des Lehrers vor den Blicken des aufmerksame t Schülers auf die Fläche zaubert, lernt dieser besser bie "Manieren ber verschiedenen zeichenkünstlerischen Ausführungen freier Handzeichnungeu, als burch gelehrte Vorträge. Anbers natürlich beim geometrischen und Fach zeichnen, wo belehrende Vorträge, Studium und Berechnung ber Eonstruction vorangehen müssen. Wennschon es nur dem besonderen Talente gegeben ist, sich zu einein eigentlichen „ Jeichenkünsller" auszubildeu, so dürfte es doch einem Jeden ermöglicht sein, durch Fleiß und Strebsamkeit sich bie Fertigkeit beS Zeich ens an ber Hand des Lehrers insoweit anzueignen, als es für bie Zwecke seines speciellen Berufes von Werth ist und bet welchem Berufe wäre einige Gewandtheit im Zeichnen nicht nothig, mindestens erwünscht? Jede tüchtige Hausfrau sogar muß einigermaßen zeichnen tonnen. Man wende nicht em: für Diese sind ja die Modejournale da; man muß mindestens an ben gegebenen Mustern mit Geschick zugeben und namentlich auch wegzulassnr, zu vereinfachen verstehen, ohne dem Formen- uub Schönheitssinn wehe zu thun. Es ist betzhalb eine erfreuliche Erscheinung, daß die Aliceschulen mit Vorliebe die Zelch mtunst unb bas selbstständige Entwerfen pflegen, unb die in ben Mappen liegenden Arbeiten ber kunstgewandten Schülerinnen verdienen nicht minder unsere Aufmeiksamtett, als bie m Farben prangenden Blumenstücke dort an der Wandfl rchc. Hier noch ein anderes ilb! Wenn ein junger Mensch vom Lande, der vom Zeichnen nicht die geringsten Begriffe hatte, seine Erstlingsversuche wahrhaft ins Papier hiileinprägte und wieder wegwischte, daß sozusagen die Späne daoonflogen, wenn dieser durch Ausdauer immer sicherer in der Linienführung wurde, reinere, schwungvollere Figuien zu Stande brachte, ja zuletzt ganz gefällige Gebilde darzustellen verstand, wie wir dies beim Durchblättern bei Hefte mehrmals wahrnahmen, so haben wir hier eine deutliche Illustration des allgemein bildenden Moments der Zeichenkunst. — So wirkt die Hebung im Zeichnen von ihren ersten Anfängen an bis zur getreuen Copirung klassischer Vorbilder m veredelnder Weise. Besonderer Erwähnung verdienen noch zahlreiche Arbeiten aus dem Modellier- Unterridit. Aus gestaltloser Masse Formen zu meißeln, welche nicht allein praktischen Zwecken dienen, sondern auch das Auge erfreuen, ist ein Unterrichtsgebiet, welches für bie Entwickelung unserer Kunst-Industrie von ber größten Bedeutung ist. Wie dieser Modellier-Unterricht bereits anderwärts mit Erfolg ertoeilt wird, fo ist zu hoffen, daß derselbe auch in Gießen demnächst eine Pflegstätte finden werde. Erfreulich ist es, daß jetzt fast jedes kleinere Städtchen jungen strebsamen Leuten die Gelegenheit bietet, sich die für ihren Beruf so nöthigm Fertigkeiten und Kenntnisse anzueignen, welche nun einmal in ber Werkstätte selbst nicht immer zu holen, aber heutigen Tages unentbehrlich sind. . Au einer e rgehenden und vergleichenden Knt'k der Leistungen der einzelnen Schulen haltrn wir uns nicht berufen, dies ist Sache emer besonder en, aus 15 Mitgliedern bestehenden und ben 3 Provinzen angehörenden amtlichen PrüfungsEommlssion Wünschen wir der Eentralstelle unseres Landesgewerbevereins in ihrer warmen Pflege ber Handwerker schulen, welche nun schon über 1 Jahrzehnte tn unsrem Lande blühen, — wünschen wir nicht minder den so segensreich wirkenden Aliceschulen auch für bie Zukunft ben besten Erfolg! Hiermit sei der Besuch besprochener Ausstellung aufs Wärmste empfohlen! 0. L. Lokale-. Gießens. Sept. Se. Könlzl. Hoheic der Sroßherzog tarn hrnce üRo.ien mit Zaz 8 Uhr 13 wein, von Friedberg und fuhr hierauf per Wagen zu ben Manövern nach Oiünöctg. Heule Mittag 1 Uhr 56 Mm. kehrt Hocvderjerde prr Lxtrazug von Grünberg hierher zurück und reist sodann nach Friedberg. _ Vermischtes. Darmstadt, 1. September. sPostpersonalnachiichtenj. Versetzt sind der Postoer Walter Zöller von Schlitz nach Laubach unb Postaiststent Flies von Eöln nach Schlitz behufs Uebcrnahme der Postverwallerstellr in Schlitz. Frankfurt, 1. September. Die Stabt Homburg v. d. Höhe wurde gestern Nachmittag in große Aufregung versetzt. In dem benachbarten Kirdorf sollte em Zimmermeister, ber sich f'üher in sehr guten Vermözensverhäitnisien bcfunorn Halle, von bcm Gerichlsvolltteher Boos gepfändet werden Boos, welcher den e^cmtrischen Eharakcer des Mannes kannte, nahm sich in einem Arbeiter Namms Maar einen Gehülfen m.t. Als die B-iben in bem Hause des Zlmmermeisters erschienen, ergrimmte berfelbe derart, baß er einen Revolver von der Wand riß und ben Gehülfen deS Beamten ohne Weiteres rtederschoß. Gerichtsvollzieher Boos erhielt sodann drei Schüße durch den Arm, worauf der Wülhrnde die Waffe auf sich richtete unb seinem Leben em Ende machte. Homburg, 2. September. Wie man uns mittheilt, ist ber durch den Zimmermeistcr Rath in Kirdorf verwundete Gerichtsvollzieher Boos heute Nacht gestorben. Handel und Verkehr. Gte^-n, 3 Sept. Äuf oem ueutigen Wochenmartte kostrrr tihiUtx. per 4$fb. JL 1.05 bis 1.15 Hühnereier 1 Srück 6— 2 Stück 11 H, Enteneier per Stück 6 2 Llück 00 käse per S-ück 5-* Käsemarke per StüL 3-0 Srdien 1 Liter 20 Zinien 1 Liter 24 Tauben das Pa ' JL 0.40—0.60, Hüuner p. St. JL 0.90-1 50, Sahnen p. St. X 0.40—70 0, Enten per Stück 1 25 1.50, Ganse per Stück JL O.Oo—0, Welsche per Stück vVL 0.-0, Ochlmsiet ch «4 66 per Pfd., Kuh. ui.r Rindfleisch 46 bi« 50 Kalbflerlch 45 48 L», Hammelsteiich 60—70 Schwemmencr. 64—00^, Kartoffeln prz 100 Kiw 6.(0—7.00 Zwiel-N per Etr. 7—10, MUch PN Liter 16 and l * H Weißkraut 100 St. JL OO-OC. HlliWklgr» ®ebitin;W Dr. -hr- 3* unb nid) unb Nachmittags inar! n «en, d-" % 57b42_______— Milch Montag den Lorlllittatz werbe ich in meh 1) 25 ©ad M 2) einen Mühlv) gegen baare Zai steigern. StonW' Pfe 5755) Gerichts Frankfurt a. M., ben 3. Sept., Nachmittags 2 Uhr — Min (Telegr. Coursbericht. Mitgethetlt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Otttzen.) Crebtt- actien 302%, StaalSb.- -.ctien 310, Galizier 278%, Oest. Silberrente 67%, 4«/,, Ungar. Goldiente 78, 4o/o 1880er Russen 75»%, 2. Orient-Anleihe 61-%, o°/o Rumänische Rente 91. Tendenz matt. Aus;ug aus den Standesamtsrcgistern des Standesamts Gießen. Vorn 27. August bis 3. September 1881. Aufgebote. Den 27. August. Wagnermeister Karl Wunder von Viernheim mit Agnes Ckristme Georgine Marie Elllabrth Friederile Georg. Tochter des Schneidermeisters Ludwig Georg. 29. Der Vicefel.dwebel im 2. Großh. Helschen Infanterie Regiment Nr. 116 Albert Heinrich Theodor Jahn mit Marte Ernstme Auguste Gombert, Tochter des Ackerbürger Johann Peter Gombert, beide von Brüssow Eheschließungen. Den 31. August. Bahnarbeiter Heinrich Christ, Wittwer, von Groß-Linden mit Margarethe Schmidt, geb. Weiner, Wittwe deS TaglöhneeS Ludwig Schmidt IV. von Alt-Buseck. Geborene. Den 18. August. Eine Tochter von auswärts, Anna. 21. Dem Schutzmann Johannes Ochs ein Sohn. Heinrich Adam. 22. Eine Tochter von auSwärts, Sophie. 22 Ein-Sohn von auswärts, Friedrich Wilhelm 23. Dem Polizeiwachtmeifier Heinrich Kasper «ine Tochter, Johanna Magdalene. 25. Eine Tochter von auswärts. 25. Ein Sobn von auswärts, Httn- rich. 27. Dem Hausdiener Melchior Wadenpfuhl Zwillingssöhne. 27. Dem Cigarrenmacher Johannes Wißner e:n Sohn, August Wilhelm. 28. Dem Bäckermeister Friedrich Hennings ein Sohn, Hermann 29. Dem Schuhmacher Philipp Größer ein Sohn. 30. Dem Ealculator Philipp Deibel ein Sohn. Gestorbene. Den 27. August. Ein Sohn von auSwärtS, Karl, 4 Wocken alt. 28. Julie Lorentz, geb. Mazonn, 69 Jahre alt, Wittwe deS Kaiserlich Russtschm SiaatsrathS und PlofessorS Dc. Friedrich Lorentz. 28. Marie Vogel, 60 Jabre alt. 29. Magdalene Schäfer geb. Schild, 42 Jahre alt, Ehefrau deS Drechsle,meisters Heinrich Sckäfer. 29. E^isabethc Kaldflttscd, geb. Schmidt, 29 Jahre alt, Ehefrau des SteinhauermeisterS Emil Kalbfleisch. 3>». Dem Ealculator Philipp Deibel ein todtgeborener Sohn 3t. Dem Kaufmann Gustav Kautz ein Sohn, 4 Wochen alt. 31. Fuhrmann Johannes Lmdenstrmh, 72 Jahre alt. 1. September. Helene Simon, lebig 66 Jahr alt, von Lollar. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evanaelische Gemeinde. Getraute. Den 31. August. Heinrich Christ, Eisenbahnarbeiter, ein Wittwer und Margarethe Schmidt, geb. Weiner, Wittwe des verst. Cigarrenarbeiters Ludwig Schmidt. Getaufte. Den 26. August. Dem Taglöhner Emil Heßler ein Sohn, Emil Johanne«, geboren den 16. Juli. Denselben. Dem Kaufmann Gustav Friedrich Emil Kautz ein Sohn, Philipp Ludwig Wilhelm Albert, geboren den 2. August. Den 28. August. Dem Schloffer Karl Georg Graf ein Sohn, Georg Karl, geborm den 26. April. Denselben. Dem Schaffner Heinrich Biebenkapp ein Sohn, August ThomaS, geboren den 14. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Lubw-.g Leukel eine Tochter, Anna Karoline Auguste, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Heizer Conrad Dietrich ein Sobn. LoutS Georg, geboren den 22. Juli. Denselben. Ein unrhcl. Sobn, Hermann Julius Wilhelm, geboren den 17. August. Den 30. August. Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Dr. Eduard Molly eine Tochter, Wilhelmine Mathilde Louise FranziSka, geboren den 27. Juli. Den 31 August. Dem Weißbinder Gottlieb Nauheimer ein Sohn, Friedrich Theodor, geboren den 14. Juli. Beerdigte. Den 30. August. Marie Vogel, deS verst. GlaferS Ferdinand Vogel ehel. ledige Tochter, alt 60 Jahre 11 Mon., gestorben ben 28. August. Denselben. Magdalene Sckäfer, geb. Schild, E'aefrau des Drechslers Heinrich Emil Schäfer, alt 42 Jabre 3 Mon. 8 Tage, gestorben den 29. August. Denselben Julie Lorentz, geb. Mazonn, Wittwe des Karierl. Ruff. Staatsralhs und ProfefforS Friedrich Lorentz, alt 69 Jahre 8 Mon. 11 Tage, gestorben den 28. August. Den 31. August Karoline Kalbfleisch, geb. Sckmibt, Ehefrau des Steinhauers Emil Kalbfleisch, alt 29 Jahre, 4 Mon. 10 Tage, gestorben den 29. August. Wir ersuchen wiederholt die geehrten Abonnenten, alle Unregelmäßigkeiten Seitens unserer Austräger uns qefl. mit kurzer Notiz mittheilen zu wollen, oanüt wir Abhülfe schaffen können. Unsere Träger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung zu bringen und nicht im Flur rc. abzuwerfen. Die Expedition des Giessener Anzeigers. 5734) Ein schön, 5 Zahrr alt, fleht kaufen. Nähaes eiptb.JOL__ 5760) Ein Haufe im »Danvstadter Hs Au von meinen Wiesen v Eedingungm. H. Becker, Cinma iu jeder Größe verk W T. Elf Ein , M Mckbwohm Mßm ®artei 1“ «Haufen. M blt M. M. A fit fertige Hemden-Ei empfehlende M ®ut(iBen6. JfrMiatl !oi» «ii»„ '• K«i v«u ‘°i" nm «chtti Xe* "Z'°"°nmnän, •MiM wkr ne® kam>tr, na^e n Dta Hail« ui n von Xu Saab *®«-i «tat R nchknr ur; len 3>‘nmtimn|n W -fd. A 1.05 pn €tfid 6 4, X- ird-m 1 Lün t- A 0.90-15-, Stück XO.üu-o, ' ÄUlbfletjch 41 kl | -00 4, Rmcfftu « 16 u.10 i' 4 cgr.Loursbmch:. iitfem.) 6rcb.ii 573/8, 4°/,, Ungar 5°/o RumänRt Mts GlkhkN. mit 3gnt4 GtnM I l«r8 Ludwig •«««. 116 SlbtTl -n°n- I ürgtr Johann I oKrLindtN mU Dar I IV. von aikSaR lhuj>mann 3«^nfl le. 22 öi" Soh> aSpn tin« Mf(- n auSwärt^ Htti- tm Ktgantnwack^ tttititid) Hranwat JO. Dnn Gi'.wUW 28. ?v'.'N «ibS uni 6.il«Wif W•’- iliflM 3'' '" »■ M’Ä ,11. 1. e*«* Gietzen. C Mstk’11 Allgemeiner Anzeiger. (Grummetgras - Versteigerung. Donnerstag den 8. Septbr. wird da» Era» von dcr, W'cscn der Herren Heinrich Busch Erbe», Arorfl Ehr. Spruck Erben, Karl Vobrr BZittwe, Medicenalraih Dr. Kehrer, Dr. Melchior tn Butzbach. Ehr. Jughard und noch von verschiedenen Besitzern an btn Wiesen mtlflb?eUnh versteigert. Anfang Morgend 9 Uhr am GänSacker urd Nachmittags 2 Uhr m der Stefantz- mark Gießen, den 2- September 1881. 5764) Müller______________ BrlskNllichr Vrrfirigrrung. Montag den ö. ds. Mtö., Bormittag- 111/? Uhr, werde ich tn meiner Woynung 1) 25 Sack Weizenmehl, ca. 2375 Kilo, 2) einen Mühlwagen mit Zubehör gegen baare Zahlung öffentlich der- steigern. Fronhausen, den 2. Sept. 1881. Pfeiffer, 5755) Gerichtsvollzieher. Feilgebotknes. 5734) Ein schönes, starke« Zugpferd, 5 Iabre alt, ftebt preitzwüldig zu vcr- foufen Nähere- zu erfragen bei der Oipeb. dtz. BT _ __ " 5760) Sin Haufen Mist -n verkaufen im »Darmstädter Hau-*. 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Nähere Auskunft ertheilt Obergüter- inspector Nies, Gießen. Der Aliee'Berein für Franenbildung und (Erwerb. Zum Besuche der am 9. September, Morgen- 9 Uhr, beginnenden Prüfung der Schülerinnen und insbesondere der Schülerinnen, welche den Cutsu- zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen besucht haben, werden bie Eltern der Schülerinnen, sowie die Mitglieder und Freunde des Verein- freundlichst eingeladen. Die Arbeiten der Schülerinnen sind am 9. und 10. September, Morgen- von 91/3—12% und Nachmittag- 2%—5% Uhr, in dem Verein-lokale aus dem Afterweg ausgestellt. Die Eurse de- Winterhalbjahr- beginnen am 10. October. Anmeldungen nimmt entgegen (5739 5 et Vorstand: Frau M. Bramm. F^au L Bratuscheck. Frau M. Buchner. Frau M. Hanstein Frau M. Kauf Frl. Langermann. Frau M. Weiffenbach. Frankfurter Ausstellungs-Lotterie. Hauptgewinne: im Werth von Jlk. 30 000^ .VIk. l»5 000^ 3 a 5000 VIk. unb 3500 Gewinne im Werth von .VIk. 160 OOO* Preis des Looses I Mark. 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Neumann; Fagott: Kammerm. Becher; Theorie: Hofkapellm. Schlösser, Mus.-Dir. Ph. Schmitt, Dr. Röll. Das Jahres-Honorar beträgt: in der Kunstschule M. 260; in der Dilettantenschule M. 120, M. 144, M. 160; in der 0 r ehester sc hule — Ausbildung für den Orchesterdienst M. 100; in der Vorschule für Klavier- und Violinspiel für Kinder unter 1<» Jahren M. 60, M. 72. — Prospecte gratis. — Anmeldungen sind zu richten an den Director: Pli. Schmitt, 5736) Gr. Musikdirector. Die Dampf-Kaffee-Brennerei von I A« Zu sitz sei. Wwe., Bonn und Berlin C«, empfiehlt ihren nach eigener Methode | XjTX gfbraoiileD Java-Kaffee, I $ la Qualität ä Mk. 1.70 per i/2 Ko., I in Packeten von !/2 und */4 Ko. Vof Jedes Packet ist mit Firma und nebenstehende Schutzmarke versehen. Dieser Kaffee ist nach einer eigenen, auf langjährige Erfahrung I gestützten Methode gebrannt, wodurch die bei gewöhnlicher Röstung ß sich verflüchtigenden aromatischen Bestandlheile gebunden werden. 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Für gute Speisen und Getränke bei vorstehender Festlichkeit wird bestens gesorgt. 5754) L. Balser, Festwirth. ^«abvik k K. Slückralh Giessen, Kirchenplatz 6, hält eich einem geschätzten Publikum bei Bedarf in allen nur möglichen Möbelarten unter Zusicherung bester und elegantester Waare sowie billigst gestellten Preisen bestens empfohlen. Grosses Lager in Kasten- und Polstermöbeln., Spiegeln, Teppichen, Vorhangstoffen, G&Uerieen etc., Bettfedern und Oaunen, Barchent, Drell u. s. w. Nicht Yorräthiges wird in kürzester Zeit bestens geliefert. Bei üebernahme completer Ausstattungen besondere Rabattgewährung. 1185 Lager in Seide- und Phantasiestoffen sowie Pelüschen. Vermiethungen. 5748) Familienlogis zu vermiethen. Friedrich Schneider, Mühlg. D. 68. 5749) Ein Familienlogts zu vermiethen. _________________Caplansgasse C. 219. 5750) Em möblirtks Zimmer für einen Gymnasiasten ob. Realschüler zu vermiethen. Frau (sieisiler Wwe., Bahnhofstraße Lit. 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Schepda. — Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Ebr. Vtetscki in Gießen Hierzu ein zweite- Blatt. Brtr r Sch uff Nachdem Horde- ter Gerda M Grimmg Die G.oß Senntniß bringen u Gießen, u, ®ten, 3 , «ft';,.»’ »erlm, 3. .usstlllung in Mel uitfaflen 1028 Pre iilbmie, 97 Broncei ton Brrlinkr AuSst Biiptn Preise find lilt. Eö sind nich Hannover 8ir>lgl. Lchlesse st Tnirralität, die |rt teu;e m bei kW Toast auf da N LIbrecht als tmibtrtr. - ifi’ lrtlchn zwei Ar ”18 btt Aatsir siüi m den Litzen, c > 9 ^äunbvrfl.Lchw "ach dem 1. Ast, lwmmln. Se. M Bnb fabr dann na, Hannover J® nach tzr/ Mui ft”1 b " $e|i Si‘l, 3. E, & Mw; Non, bat Sm Sn K