Nr 128 Samstag den 4. Juni 1881. Aichener MMger Anikigk- unii Amtsblatt für iirn Kreis Gießen. **urcatt: S chutüroße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit vring-rlodn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P'. Die Weinfälfcher. Mancherlei Ringen ertönen über die lange unfruchtbare Reichstagssession und die gesetzgeberischen Resultate derselben sind allerdings bisher nicht- Halbe- und nicht- Ganze-. Aber um einer That willen sei dem Parlamente, oa- viel gesündigt hat, viel verziehen, um de- energischen Vorgehen- halber, welche- da- hohe Hau- etnmüthtg gegen die Weinsälschung beschließen wird. M.t dem Gesetz, betr. die Bestrafung der „Manscher und Panscher", wird allerdings auch eine Privatindustrte ruintrt, aber eine höchst unsaubere und verderbliche, ein Gewerbe dunkler Ehrenmänner, welche den Triumph der Chemie über die Natur mißbrauchen und sich nicht nur am köstlichsten Gute der Nation, an der Gesundheit beS Leibes und der Seele, sondern auch an der edlen Gottesgabe selbst, am Blut der Reben, versündigen. Die Weinsälschung ist allerdings beinahe so alt wie der Wein selbst; der reine unverfälschte Wein war auch zur Zeit unserer Eltern und Vorfahren selten, aber so ausgedehnt und so schamlo-, wie heutzutage ist die Falschwein» fabrikation wohl noch nie betrieben norden. Die Weinordnungen deS Mittel» alters waren sehr streng; in Hessen Raffel erhielt sich die Strafe des Stranges auf die Weinsälschung bt- in die Mitte deS vorigen Jahrhundert-; in fast allen Wetngauen standen für jeden Winzer, der außer dem gesunden „Schwefel" anderlei Dinge In den Wein oder in da- Faß that, hohe Geldstrafen fest, außerdem sollte dem Faß der Boden ausgeschlagen und der Wein verschüttet werden. Da- neue Gesetz, wie eS aus der Retchstagscommisfion hervorgegangen ist, verordnet neben den Strafen ebenfalls die „Einziehung" der Getränke, ohne Unterschied, ob sie dem Lerurtheilten gehören oder nicht, und hoffentlich heißt die- aus gut Deutsch, die edlen Runftweine werden dorthin expedirt, wohin sie gehören: in die Goffe. Die Strafe für Weinfälscher beträgt Ge- fängniß biS zu drei Monaten und Geldstrafe bis zu 1000 JL; ist die Handlung aus Fahrlässigkeit geschehen, Geldstrafe biS zu 150 JC. oder Hast. Das Urtheil kann m ordnen, daß der Name des Weinfälschcr- öffentlich bekannt gemacht wird, und könnte cs nicht schaden, wenn diese Publikation vom Reichstage als in allen Fällen nothwend.g erkannt würde. Erfreulich ist e-, daß nicht nur die Runstwein-Fabrikation, sondern auch da- Verschneiden von Äaturiöelnex mit Runstwelnen, die Umwandlung von weißem Wein in Roth- wein, sowie überhaupt die Manipulationen mit Chemikalien verboten werden. Strafbar ist nämlich, wer zum Zwecke des Verkaufs weinähnliche Getränke unter Verwendung von Säuren oder säurehaltigen Stoffen — insbesondere Weinstein, Weinsäure oder Tamarinden — oder Glycerin oder ätherischen Substanzen — Herst eilt, sowie wer zum gleichen Zwecke Weinmost oder Wein mit einem der vorbezeichneten Gegenstände mischt oder durch Verwcn» düng von Farbstoffen weißen Wein in rothen Wein verwandelt. Dieselbe Strafe wie den Fälscher tr fft den Verkäufer und Feilbieter der „hergeftellten, gemischten oder umgewandelten" Getränke. Es läßt sich nicht verkennen, daß dieses Gesetz tief einschneidet in alle jene Mißbräuche in deutschen Ädlereien, in die bekannten Geheimnisse der Rüftrei und des schau losen Handel- mit Getränken, die vom Wein nichts al- den Namen haben. Aber es ist auch der Betrug, die Fälschung, die Masten» Vergiftung in der Gegenwart zu einem so offenkundigen und frechen Gewerbe geworden, daß eS hohe Zeit war, den tn elende Bande geschlagenen BacchuS zu erretten. Hoffentlich wird da- Gesetz energisch und gut gehandhabt werden, so daß es die Fälscher im In- und AuSlande trifft, denn wenn einmal, wie Fürst Bismarck meint, der Wein da- Nationalgerränk der Deutschen werden muß, so mag es auch ein reiner und guter Wein sein. Z)eut/chlLud. Darmstadt, 1. Juni. Da- heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 14 enthält: Bekanntmachung Großherzoglicken Staats» Ministeriums, betr. Linderung und Ergänzung deS Bahnpolizei-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands, sowie der Bestimmungen über die Befähigung von Bahnpolizei-Beamten und Locomotivführem. Berlin, 1. Juni. Es wäre zu wünschen, trenn der Reichstag bei Gelegenheit der seiner Entschließung unterbreiteten Einführung einer Lotterie» loosstkuer die Abändeiung einer Gesetzgebung anregte, welche nach verschiedenen Richtungen hin sich als unzweckmäß g erwiesen hat. Wir meinen die Verbote, welche in verschiedenen deutschen Staaten gegen den Vertrieb fremder, auch deutscher, Loose zur Zeit noch in Kraft bestehen. Es ist eire offenkund'ge Tatsache, daß gegen diese Verbote fortwährend gefehlt wird. Seitdem die verschiedenen deutschen Staaten zu einem einigen deutschen Reiche geworden find, seitdem ein Recht und ein Gesetz für alle Deutschen gilt, sollte man doch aufhören, Ueberreste einer überwundenen Vergangenheit zu conserviren, welche das Rechtsbewußtsein des Volkes in nicht geringem Maße zu erschüttern geeignet sind. Was soll es bedeuten, wenn in Sachsen eine Handlung das Spielen und der Verkauf eines preußischen Loose- — mit Sttafe belegt wird — welche in Preußen offen geübt werden kann, wenn in Preußm die Gerichte in Bewegung gesetzt werden für eine That, welche wiederum in Sachsen völlig legal ist? Der Beamte des deutschen Reichs darf in Hamburg ein Hamburger Lotterieloos spielen; sobald er aber nach Altona versetzt wird und das Spiel fortsetzt, verfällt er dem Strafrichter! Wir sollten glauben, daß dergleichen Widersprüche endlich beseitigt werden könnten. England. Dublin, 1. Juni. Wie hier verlautet, soll es gestern auf der Insel Arran More zu einem Handgemenge gekommen sein. Fünf Boote, welche zu dem dort zum Schutze der Gerichtsdiener stationirten Ranonenboote „Goshawk" gehörten, sollen von Bewohnern der Insel zerstört worden sein, wodurch der „Goshawk" veranlaßt worden fei, auf die Insel zu schießen. Türkei. Konstantinopel. Den Nachrichten der türkischen Blätter zufolge wird der Procrß gegen die der Ermordung des Sultans Abdul Aziz beschuldigten Personen in der nächsten Zeit beginnen. Ob die Verhandlungen öffentlich oder geheim geführt werden, ist nock nicht bestimmt. Angeklagt sind bi- jetzt folgende Personen: 1) der frühere Großvezir Mehemed Ruschdi Pascha Müterdschim zu Magnesia bei Smyrna; 2) der srühere Großvezir Midhat Pascha; 2) der früfoeie Scheich-ül-Jslam Huffan Hairullah Effendi zu Mekka; 4) der Marschall Nuri Pascha Damat (Schwager des Sultan-); 5) der Marschall Mahmud Pascha Damat (Schwager de- Sultan-); 6) Mehemed Hafis Bey, Ceremonie! meister des Sultan- Abdul Aziz; 8) Ali Bey, Major; 9) Izzet Bey, Oberst ; 10) Redschib Bey. Staats-Procurator ; 10—13) Mu- stasa Bohraniichahli, Mustasa Tschausch, Mustafa Dschezatrlt, Mehemed, fämmt- lich Palastwächter. Die unter 1—6 ausgeführten Personen sind beschuldigt (in Gemeinschaft mit anderen bis jetzt thellweise noch nicht ermittelten, theil- weise noch nicht in Anklagezustand versetzten Personen), die Ermordung deS Sultans beschloffen und eingeleitet zu haben; dem Kammerherrn Fachry Bey wird zur Last gelegt, den Sultan durch Beibringung von Chloroform bewußtlo- gemacht zu haben; der Major Ali Bey (ein Sohn deS Senators, Marschalls nnd General Adjutanten Namuk Pascha) soll einen Säbelhieb nach dem Arme ► 7 SultanS geführt haben, und den unter 9—13 aufgeführten Personen endlich wird vorgeworfen, dem Sultan verschiedene Schnitte mit einer Schere an den Armen beigebracht zu haben. Selrgraphischr Depeschen. Wolfes telegr. (-Oerespo»-e»z-B»reau Berlin, 2. Juni. Der Reichstag genehmigte heute zunächst $ 12 de- UnsallversicherungS'Gesetze- nach den Anträgen der Commission. Bei $ 13 (wonach von der Versicherungsprämie der Arbeitgeber zwei Drittel und der Versicherte ein Drittel trägt) tritt Staaissecretär v. Bötticher für den Staatszuschuß im Sinne der Regierungsvorlage ein, finde aber die letztere keine Metz- heit, so gebe die Regierung dem Anträge Kleist-Retzow den Vorzug. Danach würde der Arbeitgeber zwei Drittel und bei einem JahreSverdienst unter 1000 JL der Staat ein Drittel der Prämie zahlen, während nur bei einem JahreSverdienst unter 1000 Je. der Versicherte ein Drittel aufzubringen hätte. § 13 wurde indeß schließlich unter Ablehnung aller Amendements nach dem Anträge der Commission angenommen. Auch die folgenden SS bis zum $ 41 nahm der Reichstag unverändert in den Faffungen der Commission an. Bei S 42 stellte sich die Beschlußunsähigkeit des Hauses heraus; der Reichstag vertagte sich darauf bis zum 9. Juni. Kiew, 2. Juni. Der Proceß gegen die Anstifter der hier stattgehabteu Ruhestörung«» ist gestern Abend 10 Uhr beendet worden. Das Kriegsgericht verurtheilte den Leiter der Unruhen, Proborzw, unter Verlust aller Rechte zu 3Va Jahren Zwangsarbeit, drei andere Harptbetheiligte zu je 1V2 Jahren Zwangsarbeit. Acht Angeklagte erhielten 2 Monate Gefänguiß, vier 3 Wochen Arrest, sieben wurden freigesprochen. Graudenz, 2. Juni. Bei einem Versuchsschießen aus der Festung Graudenz ist heule Vormittag 11 Uhr unter den am Ziele mit der Aufnahme der Schuß Wirkung beschäftigten Militärversonen eine Granate geplatzt, wodurch 3 Hauptleute, 1 Oberseuerwerker, 1 Kanonier getöbtet und der Oberst Salb bach, 2 Kanoniere und 1 Civil-Jngenieur verwundet wurden. Graudenz, 2. Juni. Die Namen der heute durch das Platzen einer Granate geiöcteten Officiere find: Hauptmann von Broecker ä la suite des 2. Brandend. Felv-Artillerie»Regiments Nr. 18 (General-Feldzeugmeister), Hauptmann Schmid ä la suite des Westfäl. Fuß - Artillerie-Regiments Nr. 7, beide Mitglieder der Artillerie-Prüfung--Commisfion und Hauptmaun Engel vom Rör.tgL Bayer. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 1. Letzterer starb 1 Stunde nach erlittener Verwundung. Oberst Sallbach, Präses der Artillerie-Prüfung-- Commisfion, ist rur leicht verwundet. — Heute Nachmittag 3 Uhr fand Die gerichtliche Leichenschau statt. Hannover, 2. Juni. Die 50jährige Jubelfeier der technischen Hoch- schule wurde durch einen historischen Festzug eingeleitet, welcher sich heute Vor» mittag, vom besten Wetter begünstigt, durch die festlich geschmückten Sttaßen der Stabt bewegte. Bei der Ankunft des Zuges vor dem alten Polytechnikum hielt Baurath Haase eine Ansprache. Am Nachmittag findet Festesten und Abends Festvorstellung im Hoftheater statt. Pefth, 2. Juni. Die Thronrede, mit welcher der Reichstag heute geschlossen wurde, spricht die Freude darüber aus, daß die Hoffnung auf die patriotische Unterstützung des Reichstags sich erfüllt habe. Hierdurch sei es auch möglich geworden, daß, u |xxxxxxxxxmxxxxxxxxxxxxxx Sommer-Paletots und Umhänge M4*- UlllCll#lllltl)nil(lC# X für Damen und Kinder verkaufe, vorgerückter Saison wegen, -u z W bedeutend beraboesettten Bl-Ptspn A« Fangmann 3556) Lokales. Gießen, 3. Juni. Nach dem soeben our AuSgabe gelangten Verzeichniß der Stu- direnden an hiesiger Hochschule beträgt bic Zahl derselben im Sommersemester 1881 — 402. Von diesen sind 320 Hessen und 82 Nichthessen. Es widmen sich der Theologie 44 Rechtswissenschaft 77, Medicin 60, Tierheilkunde 22, Zahnhetlkunde 2, Eameralwtsicnschaft 4, Forstwistenschaft 32, Mathematik 36, clasi. Philologie 31, neuere Philologie 22, Philosophie 26 Geschichte 9, Pharmacte 17, Chemie 20. Äußer diesen Studtrenden besuchen noch 18 nicht immatrikultrte Hörer Die Vorlesungen.____________________ bedeutend herabgesetzten Preisen. (3799 ___________Aug. Montanus. Handel und Verkehr. Oftn8nn‘o“T8’J'n3!? (frutymaitt.) Rother Weizen JL 20.60, Weißer Weizen r4^ ' 50Tnn^ 1 ®cr^e 11,50 Hafer JL 8.25, Erbsen JL 0.00, Kartoffeln * '0 Kilo v* 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) Irifchbückcr in Gichcn Ätonebetfl1; aRaH^ro^108' Wufta° ®rfet' 8lnbe"»la8- 2. PfinMetkrtaq: Vubtoifl « Hauskleider x M in den neuesten Fa^onS empsiedlt in großer Auswahl ru 8 S auffallend billigen Preisen (qrqqX 5 A. Docter, LeNcrsweg 43 * XXXXXXXXXXXXXIXXXXXXXSXXXX l ungeachtet der neuen Lasten, von denen die Monarchie betroffen worden, die außerordentlichen Ausgaben mit Vermeidung aller dem Staatscredlte nachtheiligen Mittel hätten gedeckt und daß der rückständige Theil der großen schwebenden Schuld habe ein- gelöft werden können. Unter Aufzählung der tm Interesse des Wohlstandes und der Entwickelung des Landes geschaffenen Gesetze betont die Thronrede insbesondere die gesicherte Etienbahnoerbindung mit dem Orient, die bei voller Wahrung der Rechte der Gläubiger in einer für den Staat vorteilhaften Weise erfolgter Convettirung der Staatsschuld, den unter der beispiellosen Sympathie der ganzen Welt erfolgten Wiederaufbau von Szegedin. Die Thronrede hebt ferner hervor, daß die auswärtigen Verhältnisse die gegründete Hoffnung gewährten, daß die Völker die Segnungen des Friedens ungestört würden genießen können, da es der gegenseitige gute Wille der Mächte ermögliche, die zeitweise auftauchenden Fragen auf friedlichem Wege ihrer Lösung zuzuführen. Endlich erwähnt die Thronrede die Vermählung des Kronprinzen und die bei dieser Gelegenheit bekundete treue Anhänglichkeit an die Krone. Unter dem Aus- druck des Dankes an den Reichstag für dessen eifrige Bemühungen entbietet der Kaiser und König der Nation feinen aufrichtigen königlichen Gruß. Dublin, 2. Junt. ju Baryte «.Grafschaft Clare, Provinz Münster) versuchten gestern die Gerichts Executoren die gegen einige Pächter erlastenen Exmtjsionsbefehle zur Ausführung zu bringen, die Bevölkerung rottete sich aber in großer Maste zusammen, griff die de» Executoren zum Schuß betgegebenen Polizei- und Militärmannschaften an und gab mehrere Gewehrschüste auf die- selben ab. Die Polizei unv das Militär erwiderten daS Feuer. Einer der Tumultuanten wurde getödtet, mehrere andere Personen sind verwundet. — Der Generalsecretär von Irland, Forster, hat, da di« innere Lage des Landes immer bedenklicher wird, seine Abreise von hier verschoben. Berren-SoimeiiscDiiiiie wähl empfiehlt r Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suGicsten Gottesdienst: Samstag, den 4. Junt, Nachm. 2 Uhr, Beichte: Pfarrer Dr. Naumann. 1 Pftngstfetertag, 5. Juni: Morgen« 9% Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr. Gymnasiallehrer Stamm. lRach b.ib.n ®otr<6t>i.nfi«n Kell«!,, jum B«ft«n a.mnr Zoologie Studtrenden.) 2. Pfingstfeiertag, 6. Junt: SWorgtn« 9Vz Uhr: Pfarrer D-ggau, R-iseprediz-r aus Carlsruhk. Feier deS heil. Abendmahls. NachmittaqS 2 Uhr: Or. B u ch h o I v. fNach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen unserer Gemeinde.) Die Pfarrgeschafte für die Woche vom 5. bi« 11. Juni besorgt Pfarrer Schlosser. Vermischtes. i Darmstadt, 31. Mai. sPersonalveränberungen.) 1) Ernannt ist der komm. Vorsteher des Postamtes in Gießen, Postinspector Ritsert zum Postdirector; 2) Angestellt sind: als Postsecretar, der Postpraktikant Stamm in Gießen, als Postassistent, der Postassistent Keller in Offenbach a. M.; 3) Versetzt sind: ver Telearaphenassistent Krösing in Butzbach nach Berlin unv der Postassistent Lauckhard von Berlin nach Butzbach; 4) Gestorben sinv: die Postverwalter C üariuS in Laubach, Breitwieser in Ober-Ramstadt und der Postexpediteur a. D. Habich in Gernsheim. Marburg, 1. Juni. Die Zahl der Studtrenden an hiesiger Universität beträgt im laufenden Semester 701, während sic im vorigen Semester 604 betrug. Unter ersteren befinden sich 84 Theologen, 126 Juristen, 158 Medictner, 166 Studirende der Philosophie, Philologie und Geschichte, 122 Studirende der Mathematik und Naturwiffenschaften und 45 Pharmaeeuten. Mainz, 31. Mai. Gestern Abend halb 10 Uhr haben sich in der Treber'schen Wirth- sckaft auf der Hinteren Bleiche schändliche Scenen abgewickelt. Unter einer Anzahl Viehtreiber war Streit auögebrochen, wobei das Mobiliar zerschlagen, die Fenster zertrümmert wurden u. dgl. mehr. Em des Wegs daher kommender Schutzmann Namens Röth trat ,n das Local, um Ruhe zu stiften. Kaum war aber Röth in dem Zimmer, als er auch schon überfallen, ihm der Säbel abgenommen und der rechte Arm entzwei geschlagen wurde. Vor die Thüre geworfen, wollte Röth nochmals in das Zimmer dringen, als er einen Säbelhieb über den Kopf erhielt und betäubt die Treppe herunterfiel. In Folge des Skandals hatten sich viele Menschen toot. dem Hause angesammelt. Die Leute des Herrn Bott eilten in die Nachbarschaft, um P-ügel herbeizuholen, damit die gefährlichen Subjecte überwältigt werden könnten. Nun drangen aber auch die Schutzleute Bertling und Wagner in das Wirthszimmer. Die Vieh- treiber ergriffen die brennenden Erdöllampen und warfen sie auf ihre Gegner, so daß die Flamme vom Boden emporschlug und ein Brand auszubrechen drohte. Schließlich gelang es aber doch der Uebermacht, die vier Kerle zu überwältigen. Leiber sind bei dem Kampfe mehrere Verletzungen vorgekommen. Der Schutzmann Wagner, der einen Hieb über den Helm erhielt, hat nur diesem sein Leben zu verdanken, indem nur die Schraube des Helms eine Verletzung des Kopfes abhieit, während Schutzmann Bertling außer einem Hieb auf den Kopf noch mehrere Sticke erhielt Die Verwüstung auf der Unglücksstätte war grauenhaft, überall Blutlachen und Trümmer. In einem nahen Hause wurden von einem Arzte die Nothverbände angelegt und zwei der Schutzleute in'S Hospital, der dritte nach Hause transportirt. Bezüglich des Befindens der verletzten Schutzleute sind glücklicherweise die in der Stadt umlaufenden Gerüchte übertrieben. Aus bester Quelle können wir versickern, daß die Verletzungen des Bertling und Wagner derart sind, daß sie wahrscheinlich in 14 Tagen geheilt entlasten werden können, während der Armbruch dcs Schutzmann Rötb längere Zeit zur Heilung in Anspruch nehmen dürfte. Die 4 Kerle, die dies Alles verschuldet, sind in Haft. Butzback, 31. Mai. Gelegentlich der am 15. Mai in Reichelsheim stattgehabten Versammlung des Landeßpferdezucktvereins wurde unter anderm auch die behufs Anlage einer Fohlenweide für die Provinz Oberhesscn, event. für den Kreis Friedberg und die benachbarten Kreise nöthige Vorlage gemacht, mit welcher Herr Bürgermeister Küchel dahier in btr letzten landwtrthschaftltchen Bezirksvereinssitzung betraut wurde. Die von Pferdezüchtern und Pferdekennern sehr zahlreich besuchte Ver>ammlung sprach sich einstimmig für Die Noth- wendigkeit einer Weide aus, und wurde deren Anlage auf der Oes von vielen Anwesenden, insbesondere den Herren Vorsitzenden Haas, Lanostallmeister v. Willich, Freiherr v Schäffer- Bernstein, Kreißastestor Küchler so warm empfohlen, daß die Inbetriebsetzung Der Anstalt für nächstes Jabr gesichert erscheint. Ein zweites von Herrn Oeconom Rullmann vor Jahren schon vorgeschlagcnes Project zu einet Fohlenweide wurde von demselben abeimals Der Berück sichtigung empfohlen. Im Allgemeinen sprach man sich jedoch dahin aus. daß diesls Projcct seither energischer zu betteiben gewesen wäre, daß man jetzt aber, um nickt abermals wnder lange Feit zu verlieren, die für die Gemarkung Oes sprechende Vorlage werter verfolgen möge. Tsckembar tm Gouvernement Pensa (Rußland), 15. Mai. Gegen Ende des vorigen Monats kam hier vor einer Abtheiiung des Pensa'schen Bezirksgerichts ein seinen Motiven nack merkwürdiger Straffall zur Verhandlung. Die beiden Angeklagten, die minderjährigen Bauern Sstdorkin (18 Jahre) und Sazjepin (19 Jahre) standen nämlich unter der Anklage, den Bauern Powarenkow getödtet zu haben und zwar in Der Absicht, sich in den Besitz Der ( ilTo c® ST® etmotbften ietzen, aus der sick nach der Mörder Ansicht ein solches Licht berstellen laste, mit dessen Hilfe ungehindert Diebstähle ausgeführt werden können. Vie Geschworenenbank fällte ein verurtheilendes Verdikt, auf das hin der Gerichtshof 6iäbriqe Zwangsarbeitsstrafe aussprack. Der 18jährige Mördcr Ssidorkin frappirte während der ganzen Dauer der Proeeß Verhandlung alle Anwesenden durch seine Gleichgültigkeit gegen daß von ihm begangene schwere Verbrechen. ,jn, sGummiwäsche.) Nachdem d.e Papierwäscke ihre Rolle auszusp.elen sich anschickt, * " .bte, fn fafbtonablen Kreisen eigentlich nie reckt gespielt hat, tritt in Frankretck und England ein neues Surrogat zur Ersparniß Der Waschkosten auf, nämlich Die sogenannte Gumtm-Wasche. Es werden nämlich Kragen und Manschetten aus einem wasserfesten, gesteiften uuo ~ tta8 öie Hauptsache ist — schneeweiß gefärbten Gummistoff hergestellt, welche genau m ilY, r 9Ut gestärkter, reiner Lemenwäsche haben und außerdem den höchst wesentlichen Vortheil aufwesten, baß sie nach dem Gebrauch — nicht wie Die Papierwäsche fortaeworfen toeiöen müfien, sondern — einfach mit Hülfe eine« feuchten Schwämmchens oder Läppchens ^uerhalb einiger Minuten und ohne alle Mühe von jeder Unsauberkeit befreit werden können. Ob diese Wasche sich nun während der heißen Jahreszeit angenehm tragen wird, muß noch ab- i während des Winters bat sich dieselbe ganz vortrefflich bewährt. Der Preis für Manscketten dieser Art beträgt in Paris augenblicklich 2,80 FtcS. pro Stück für einen Kragen 1,50 Frcs. 20* Mai. Das Dienstmädchen des Bankiers F. Hierselbst wollte gestern Abend dem schwach brennenden Feuer durch Aufgreßen von Petroleum nachhelfen; es erfolaie eine Explosion und sofort standen die Kleioer des unvorsichtigen MädchenS in lichten Flammen ©er Sohn des Hause«, der den Knall und da« Geschrei des Mädchen« Hörle, eilte hinzu und üu « e dw Kommen zu ersticken. Allein e« war zu spät und unter schrecklichen Qualen ist die Aermste heute Nacht im Krankenhause verschieden. o., _ T lEm Marder al« Musikfreund.) Ein in der Nähe de« zoologischen Garten« in Köln wohnender Gartner pflegte sich des Abends mit einer Ziehharmonika zu vergnügen An Abende — e« herrschte große Finsterniß — saß er stillvergnügt auf einer ®artenbanf und spielte in rührenden Weisen — Quint und Baß — als sich Mötzlich ein Kabeln im Grase vernehmbar machte. Em dunkles Etwa« bewegte sich dort, nahm feinen r?e0 A*Men ep«I4»,- J1 , J ganz vergessen. Wiederum lockten die lieblichen Tone, der Gartner saß wiederum auf der Bank, wo er das erste Mal gesessen, spielte aber jetzt nur mit einer Hand, während die andere ein Gewehr schußbereit hielt 3?“ ®Q™er *am ^,c Stöhnt heran ein Krach - tobt lag der Räuber Da, Den Kopf vom ®Iet durchbohrt, ein ganz stattlicher Kamerad. Seine Liebe zur Musik hatte ihn in'S Verderben geführt. 7 7 1 m tSäcksisch.^ Die Worscht von Derheeme. Ein Soldat Der nach Zwickau gelegten Garnison hat folgenDen Brief nach seiner Heimath gelangen lasten: „Zwickau, 20. Avril 1881. 3nnigpgeltebtc Eltern! Die große Worscht, die Ihr mir geschickt habt, ist eine sehr schöne 2Borfd>t; ükr tn Zwick- h°ms- °°ch Worscht, ob» die Zwick:ch, W°:tcht Ifl noch lange Nttht fo, mie Eire Worscht. Jnnigstgeliebte Eltern, über Eire Worscht hab' ich mich recht qefreu, unD wenn ick derheeme wäre, bann werde ich gewiß nämlich Happen Worscht esten. Wenn ihr Widder Worscht macht, da schickt mir doch widder eine Worscht, um Die scheene Worscht- fupDe f°mm ick «mal; übrigens t« mir doch eegentlich Worscht, ob ich Die Worscht Her in Zwicke esie oDet derheeme. Euer treuer Sohn." k ^^etheilt von Dem Agenten des norddeutschen Lloyd a5. Dietz in Gießen. - , 1 Junü sPer transatlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Braunschweia, Capt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 18. Mat von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen. m Bremen, 31. Mai sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weser Lavi H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1«. Mai von Bremen al gegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen 1 ?xn‘ Dn Postdampfer Main, Capt. I Barre, vom Norddeutschen vLfc.u welcher am 21- Mat von Newyork abgegangen war, ist 12 Uhr Nachts woh.behalten in Southampton angekommen unb hat nach Lanbung ber für bort bestimmten Pastagierc, Post unb Labung heute 2 Uhr Morgen« bic Reise nach hier fortgesetzt Hohvcrlicigcrung tu der ^berförftcrci Schiffcnberg. Freitag den 10. 1. M. soll nachverzeichnete- Holz in dem IKicpenloh rinde I,schlag Stempel' schlag versteigert werden: 10 rm Eichen-Knüppel, 3930 Wellen . ,Reisig, 8 rm „ -LtScke, 225 Stück „ 'Stangen; ferner au- dem SDtftrict Tempel — 220 Wellen Eichen Reisto Zusammenkunft Vormittag- präci- 9 Uhr in der oben bezeichneten Abtheilung «Stempelschlag". Gießen, am 2 Juni 1881. GroAKerzogliche Oberförsterei Schiffenberg. 2^48)Georgi. türschenversleigerung. Donnerstag den 9. Juni er., Nachmittag- 1 Uhr. sollen in hiesiger Gemarkung von etwa 1200 Kirschbäumen, in der Obstanlage Steinchen und Georgenwäldchen, die daraus befindlichen Kirschen an Ort und stelle verkauft werdend Gegen genügende Bürgschaft wird den Steigerern entsprechender Eredtt gewährt. Himbach, den 1. Juni 1881. Großberzogl. Bürgermeisterei Himbach. 3841) Tugend. Arbeitsversteigkrung. Die zur Ehaussirung de- Wege- von Klein-Linden nach Lützellinden er- forderlichen Arbeiten werden Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittag- 10 Uhr, in dem Rathhau-saale zu Klein Linden durch öffentliche Versteigerung wenigst. fordernd in Accord vergeben: JL Maurerarbeit, veranschl. zu 96,— Planirarbeit, , „ 259,50 Ehaussirarbeit, „ „ 346,50 Steinbrechen, „ „ 560,— Steinfahren, „ „ 640,— Steinsetzen, . 64,— Zerkleinern von Steinen, veranschl. zu ... . 242,— Kiein'Lindev, am 3. Juni 1881. Großh. Bürgermeisterei Klein-Linden. I- Seuling, 3856) prov. Bezirksbauaufseher. Arbeitsdersteigtnmg. Donnerstag am 9. do. Mts., Nachmittag- 2 Uhr, werden in dem Gemeindehaus zu Leihgestern nachstehende Arbeiten durch öffentliche Versteigerung wenigstfordernd in Accord vergeben: JL Maurerarbeit an Canälen rc., veranschlagt zu . . . . 95,30 Lieferung von Lungsteinarbeit, veranschlagt zu ... . 29,82 Zimmerarbeit, veranschlagt zu 13,41 Drechen von Unterhaltung-. steinen, veranschlagt zu . 90,00 Fahren derselben, veranschl. zu 78,00 Sehen „ „ „ 15.00 Zerkleinern „ „ „ 150.00 Eindecken „ „ „ 18,00 Leihgestern, den 3 Juni 1881. Großh. Bürgermeisterei Leibgestern. I. A. : Seuling, (3857 _______Prov. BezirkSbauausseher. Fsmstgg den 4. Juni l I.. Vormittags 11 Uhr, werben in der Flett'schen Hofraithe dahier versteigert: 1 Porzellanschrank, 1 Sopba. 1 ovaler Tisch, 6 Stühle, 1 Consolschränkchen, 1 Buffet, 2 Wirthstische, 2 Wcrthsbänke, 2 Kommoden, 1 Tisch, 2 Oeldruck- bilder, 1 Kleiderschrank und 1 Wanduhr. 3836) Geißler, Gerichtsoollzieber' Fustbodenaustrich. 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Auf dem Lahnstein umzugshalber zu verkaufen: 2 Nußbmm-Bettstellen, 1 gut erhaltenes Pult, 1 Hängelampe, 1 Hand-Näbmaschine (Doppelstich), 1 Pelzmantel, 1 Puppenstube und -Küche, 6 lange und 6 kurze zu Weinlager benutzte Balken (3796 des Credit Vereins ;u Heuchelheim leingetr. Genofienschast) au- dem Jahre 18 SO. Die Einnahmen betrugen „ Au-gaben „ 98998,02 97191,09 Bleibt Kaffenbestand Bilanz. v4L 1806,93 Aktiva. Kaffenbestand .... 1806,93 Ausgeliehene Kapitalien . 193811,95 Ceditte Forderungen . . 7049,30 Inventar .... 20000 202868,1b Die Mitgliederzahl betrug ES traten zu Es gingen ab . Mit weniger Pasfiva. Guthaben der Mitglieder Kapital-Einlagen . . . Reservefonds . . . . Ueberschuß..... Ende 1879 . . . 197 . 5 . 7 ....... 2 JL 7020,00 192739.39 1743,79 1365 00 202868,1# Die Mitgltederzahl betrug also Ende 1880 . 195 Anmerkung. Sämmtliche aufgenommene Kapitalien werden zu 41/<°/o der- -inst. Von au-geltehenen Kapitalien gegen hypothekarische Sicherheit werden die Zinsen zu 5% berechnet. Von gegen Bürgschaft aus- geliehenen Kapitalien sind die Zinsen ä 5i/2% zu bezahlen. Heuchelheim, den 27. Mai 1881. Der Dorfitzende: Der Controleur. Der Rechner: __Jakob Hahn II.___________Jakob Rinn X__________Schleenbecker (ftirl Sd|iuiiab’9 Dklicatelscnhandlung empfiehlt für die bevorstehenden Feiertage frische Steinbutten und Soles, frische Hechte und Karpfen, g • I I I I I I ■ I 1H-+4-M I I I I I I i i Hera-1 KiiMtoge , ' sowie einzelne Röcke, Hosen, Westen, Joppen, e e Ueberzieber rc. in allen möglichen Stoffen. Schuhe und Stiefel aller Art für jede« Alter passend, empfiehlt in nur reeller Waare ju ■ den billigsten Preisen (3687 1 A. Docter, Seltersweg 43. '' Srlbllvrrferligtr .ssinsteruiagi'n in schönster Au-wahl von 8 JL an, Blumentische v»n 3 je. 50 foro e Lehnstühle, Kinderstühle, Hand- u. Reisekorbe u. s. w. empfiedlt zu den billigsten Preisen J. H. ■Iciiiiert. Korbmacher, Walltborffraße, im Hause deS Hrn. Bäckermeister Löb er. Krausen, Kragen. Vorstecher, Fichus, Schürzen, Strümpfe, Filet - und Sommerhandschuhe, farbige 2 knöpfige Gl ace-Handschuhe, per Paar Mk. 1,50, empfiehlt (3829 Julius SchulSC) Sonnenstrasse. Die Wähler des ersten Großh. Hessischeu Reichstagswahl - Bezirks werden zu einer Bc- sprechunq, die zukünftige Reichstagswahlbetreffend, auf Dienstag den 7. Juni, Nachmittags 2 Uhr, nach Grünberg „Gasthaus zum Hirsch" eingeladen. Der jetzige Abgeordnete Freiherr von Rabenau hat behufs Berichterstattung über seine seitherige Thatigkeit im Reichstag sein Erscheinen zugesagt. 3842) Mehrere Wähler. 3839) Ein braver Junge in bie Lehre gesucht von Chr. Werner, Schreinermeister. 3860) Ein zuverlässiges Dienstmädchen vom Lande gesucht. Mäusburg B. 50. flm 2. Mngstseiertage (38^r Vurcaur 6d 1 Sortemonnc ®te' NB. Restauration in miflenebmen Räumlichkeiten. (3670 wozu ergebenst ein ladet Heinrich. Rau. Crntree 30 Pfg Schützengarten in Wetzlar 3861) An/an ff 4 Uhr. Entree »50 P/g. Letzter (Zug von Wetzlar nach Gießen ll1 mit inrücf. Wilhelmine Geitz. * Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei lFr. Chr. Pietsch) in Gießen. 3753) Ein gewandter Hausbursche wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d- Bl. Auf Samstag a Sie ausgeführt von der Kapelle des II. Grossh Hess Infant -Reg Nr. II6 unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Krausse Arnsburger RrNungshaus für Mädchen Jahresfeier, 3. Pfingsttag, 7. Juni 1881, Nachm. 2 Uhr: Prediger: 1) Herr Pfarrer Gustav Schlosser aus Frankfurt; 2) Herr Pfarrer Theophil Blumhardt aus Boll; 3) Ansprache durch Herrn Reiseprediger Deggau von Karlsruhe". Zu zahlreichem Besuche ladet alle Freunde herzlich ein Lich, den 24. Mat 1881. Der Vorstand. 3849) Die beleidigende Äeußerung.die ich über Frau Bohn getban, nehme ich hier? in Daubringen wozu ergebenst einladet (3844 Wirth Albach. 3718) Ein cand. phil. wünscht eine Hauslehrerstelle anzunehmen oder Privatunterricht zu ertheilen. Offerten erbeten tn der Exped. d. Bltts. sub Chiffre 3718. 3863) Anfang ik Uhr Am 2. Pfingstfeiertage: Tanz-Belustigung Herren^trohhüle von 80 H an bis zu den feinsten empfiehlt (3804 ßadenburff. Montag den 6. Juni: Coneert. Dienstag den 7. Juni: Coneert und TanzMustk 3823) Ein zuverlässiges Dienstmädchen vom Lande gesucht. Mäusburg D. 12. 3377) Ein pens. ev. Pfarrer wünscht Elementarschülern Nachhilfe im Lateinischen zu ertheilen. Zu erfragen bei der Exped. 5W* Klein>Lindeu. “3XE Am zweiten Feiertag: Tanz- Hu s i /.. wozu ergebenst einladet (3846 Balth. Einterlang, Wirth, Frankfurter Straße. Ferd. Burk'sches per Pfb. Blüthenmehl ä 25 Vorschuss I ä 23 „ „ II. ä 20 „ bei Abnahme von üb:r 10 Pfund je 1 per Pfund billiger und frei tn das Haus geliefert, empfiehlt (3821 Fr. Seibel. Jn dir litWfyn Fch 'n dir teinen d«r gioto, lie 0,1 S'fcbeiten gdte bei Cchj ferne ®lüd, (, Wtfolteti btiu ieWchre; Öelnt^eten > U<6ei6iltung Nfölutt ,1 nm f» Änale, Kampfe N an den ( ! n* bil fiet" Infi t,r ® teit ihn $lll8wn, die ( tie N-ij .Wl8e Seift i, leit äty LW W L 1 5\' äHrcn/ das £*'» “'M Hi« ^hr tri Ti« i JS 1 Am 1. Pfingstfriertag: COICEBT Aiigem. Deutsche Patent- und Musterschutz-Ausstellung in Verbindung mit Ausstellungen für Balneologie, Gartenbau, Kunst und Localindustrie Frankfurt a. M. 1881. Auf dem Au-stellungSplatze, 70 Morgen grob, unmittelbar am Palmengarten in der schönsten Gegend von Frankfurt gelegen, über 100 Gebäude und Ausstellungshallen. Im AuSftellungSpalast, 18,000 Quadratmeter groß, 1700 Aussteller, in der balneologischen Halle 400 Bade-Ausstellungen, in Villa Grüneburg Gartenbau-Ausstellung zu jeder Jahreszeit, in der Kunfthalle zahlreiche Kunstwerke. Restaurationen Bierhallen, Kaffee's, electrische Eisenbahn, natürliche Eisenbahn, Niesenfern- rohr. — Täglich 2 Uoucerte der 6L Künstler starken berühmten Kapelle deS Hof-MuflkdtrectorS Bilse. AuSstelluugSzettung, Abonnement bei Heinrich Keller, Frankfurt a. M. sowie allen Postanstalten. Annoncen Annahme: Haa fenstern & Vogler. Reich illustrirter Katalog. — Große Derloosung, Hauptgewinn: ein We thstück von Mk. 80000, der Werth sämmtlicher Gewinne: Mk. 160,000; General-Debit: Bankhaus MagnuS, Bureau im Ausstellungspalast, ^preiS pr. Loos Mk. 1. Jeden Mittwoch von allen Stationen der in Krankfurt einmündenden Bahnen (bis 150 Kilometer Entfernung), sowohl für Elsenbahnfahrt als Ausstellung SOpEt Ermäßigung. Ausstellungskarten bei den Eisenbahn-Billet Expeditionen. In den entfernteren Stationen achttägige RctourbilletS; desgleichen Dauerkarten für siebenmaligen Besuch der Ausstellung für 3 Mart. Gelegenheit zu Ausflügen in die au Natur und Schönheit außerordentlich reiche Umgebung Frankfurts Vereine, Gesellschaften und Arbeitercolonnen von mindestens 30 Personen, sowie Schüler mit Lehrern (mindestens 10 Personen) an allen Wochentagen für die Ausstellung 30 pEt Ermäßigung, desgleichen auf Antrag erhebliche Preisermäßigung auf den Preußischen Staatsbahnen. Die Eisenbahn-Billet-Expeditionen geben nähere Auskunft. (3678 Mngfl-Icicrlage: T«n,-Musik in der Gartenwirthschaft bei Heinrich Volkmanii, Heuchelheim. Für gute Speisen und Getränke mit einem seinen Glase Actienbier und Textorbter ist bestens gesorgt. (3851 Gesucht ein tüchtiger zuverlässiger Pferdeknecht für eine Mühle in der Nähe von Gießen. Zu erfragen bei der Expedition dieses Blattes. (3704 3819) Ein tüchtiges Dienstmädchen von Auswärts für alle häuslichen Arbeiten mit guten Zeugnissen veisehen, sowie ein Zweitmädchen werden aus Johanni gesucht von Frau W. Siepmann, Süd-Anlage. Auszuleihen 949 JC. /I & liegen in hiesiger Kirchern faffe gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. ^-Z/uchelheim, bcn 27. ^ai 1881. ö77d) Schleenbecker, Kirchenrechner. 3639) Altes Zinn, Blei und Messing kauft zum höchsten Preise n. IohS. Zufall, Zmngreßer, Neue Bäue 86. SÄ Hin fenh 8*m ü I <\Sßk Sen i‘tn kll Sm«,(|n Wf 3 ltttb 1 üti,1!*.. 3545) Zwei möblirte Parterre-Zimmer in der Gartenstraße zu vermiethen. Näheres durch__I. Blitz. 3001) Ein möblirtes Zimmer zu ver- mietben bei Louis Stohr, Schloßgasse. 28OO) Der von Herrn Regierungsrath Dr. Hoffmann bewohnte 3 Stock meines Hauses ist zum 1. August l. I anderweit zu^ vermiethen. Dr. Plocl» 2987) Remise, auch als Lagerraum geeignet, zu vermiethen. Frau A. Lober. Vermiethungen. 3845) Eine Mansardenwohnung im Hinterhause zu vermiethen. H^Wcrner, Bismarckstraße 170. 3859) Logis mit Laden zu vermiethen bei Karl Gerlipp, Kirchenplatz. 3367) Möblirtes Zimmer zu vermiethen __________________Alicenstraße E 102. 3833) Em Hamll'.enlogis oermiethet _______A. Becker Wwe., Asterweg. 3502) Em kleines Familienlogis zu vermiethen.____________W Seuling. 1395) Das von Herrn Rendant Walther bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen __Carl Leid. 2585) Eine Wohnung zu vermiethen, per 1. Juli beziehbar, bei _________________Gebr. Stamm. 3778) Das von Frau Wttw. O p p en- heimer bewohnte Logis, Neue Anlage C. 29, ist anderweit zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei Frau Rechtsanwalt Thorwart. 3682) Das von Herrn Lvadenpfuhl bewohnte Logis im 2. Stock ist per August an eine ruhige Familie zu verm ethen. ______________©eorg Ludeking. 3674) Em freundlich möblirtes Zimmer vom 1. Juni an billig zu vermiethen. Zu erfragen in der Exoed, d. Bl. 3360) Ein Logis von 6 Zimmern, auf Wunsch mit Pferdestall, per Mitte August zu vermiethen. L. König Wwe., Nordanlage 3123) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. Juni. Seltersweg 50. 3797) Eine Stube zu vermiethen Neue Bäue B. 80. 3789) Zwei schöne Zimmer, unmöblirt, zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl.__________ 3763) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen und alsbald zu beziehen. E. Plank, Marktplatz. Vermischte Anzeigen. 3843) Ein braves Mädchen wird zu Johanni gegen hohen Lohn m eine kleine Familie gesucht. Näheres in der Erped. d. Bl.___________ Metalldrücker gesucht von (3847 Kauffmann S» Eo., Lampenfabrik. 3853) Em Stück ewigen Klee zu verpachten. Seltersweg 10. 3749) Lumpen, Knochen, Eisen werden angekauft frühere Zu den gaffe, jetzt Rrttergasse, von 8—12 und 1—7 Uhr täglich la. Strickwaare zahle bei Ablieferung über 5 Kilo per Pfd. 30 H Robert Äpficr. 140) Getragene Kleider, «pöfen, Stiefel, Antiquitäten, Gold, Silber, Kupfec, Zinn, Messing, Flaschen, ZettungSpapler rc. werden angekauft. Loiiiei Kothenherger. Neuenweg 193. GROSSES Miiitär-Concert ausgeführt von der Capelle des 2. Grohh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Capellmeisters Herrn C. Rrauffe. Anfang 4 Uhr. Cntrec 30 Pfg. Pöschel’s Bierhalle. Samstag den 4. Juni: I B / 1 f> -