Mittwoch den 4. Mai Nr. 102 Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. i Schulstrafee B. IT. Deutschland. rieten, welche dir üeuiDtgenoen tseaenauperung vor- . eine juristische Würdigung ihrer Qu. l ficatron als »weit thatsächlich zu berücksichtigen, als dadurch der I Petersburg, frei geworden. Angeklagte gereizt und, in Affekt versetzt, zu seiner beleidigenden Gegenäußerung forigeriffen wurde und deSbalL milder zu bestrafen oder, fall- dem Angeklagten § 193 Str.'G.'B. (die Wahrnehmung berechtigter Jntereffen) zur Seite steht, freizusprechen sei. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit vrmgerlc >n Durch bie Polt bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P. Berlin, 1. Mai. Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts. HL Straf« senats. vom 5. März d. Zs., kann eine Beleidigung, welche ein Abgeordneter In einer in Ausübung seines Berufs gehaltenen Rede gegen eine Privatperson ausjpricht, nicht rr.it einer von dieser Privatperson als Entgegnung rerübten Beleid'gung campenfirt werden, vielmehr ist die Gegenbrleidigung gegen den Abgeordneten zu bestrafen, ohne daß der Richter die von dem Abgeordneten gethane Aeußerung einer stralrechtlichen Würdigung u lerziehen darf. Dem Richter ist in einem solchen Falle der wechselseitigen Beleidigung nur gestattet, bie Aeußernng des Abgeordneten, welche dir beleidigenden Geaenäußerung vor« angegangen, ebne sich in t . . . _ Beleidigung einzul'ffen, insoweit thatsächlich zu berückfichtigen, Die Nordpolar-l^xpeditionen. Der Reichstag hat nahezu einfhu.mig Den Antrag Virchow und Genofftn angenommen, welcher den Reichskanzler ersucht, eine geeignete Betbeiligung Deutschland- an der Polarsorschung berbeizusühren. Es handelt stch bekannt« l,ch um die Errichtung von Stationen, an welchen die großen Eultur-Nationen Theil nehmen und die im Jntereffe der Naturwiffenschasten (Erdkunde. Erd« magnettsmuS. Meteorologie u. f. w.) Zusammenwirken und die Kenntruß des arktischen L mde- erweitern sollen. Die Reick sregierunq steht dem Anttage ebenda- sympathisch zur Seite, und nur die leidige Kostenfrage bietet kleine Bedenken. , ,, _ Der Ehef der Admiralität, v. Stosch. berichtete bereit- über Geldbe« w'lligungen de- dänischen Staate-. sowie österreichischer und norwegischer Gönner der Polirforschung, von dem Plane de- Grasen Wilczek, aus Nowaja« Semlja eine erste Station zu errichten, und über einen dtutschen Plan, der der Reicksregierung torliegl und etwa 600,000 Jt beansprucht. Voraussicht- I ch wird also, wie Dirckow wünschte, da- deutsche Reich unter allen Uu.stän« den an drm friedlichen Wettstreite der Nationen theilnehmen. Unter diesen Nerhältniffen ersche nt em Ueber blick über die jüngsten Polar Expeditionen mcht uninter.ffank. Nach der berühmten Reise von Wey- preckt und Prayer, nach der Entdeckung des Franz«Josef«Landes, hatte die Entdeckungsfahrt deS Prof.siors Nordenskjöld die größte Bedeutung. Die Entdeckung der nordöstlichen Durchfahrt, die nördliche Umsegelung der Welt, von Engländern und Holländern schon ,m 16. Jahrhundert erstrebt, ist der Vega unter Nordenskjöld'- Führung gelungen; e- ist bekannt, m wie hohem Maße dabei die Geographie und die Naturwiffenschaften, wie auch die Völker« tunte gewonnen haben. Vm her hatte ein ei,.facher Fischer. Johanien, (1878) eire neue I, sei. die er „Einiamkett" taufte, norkw.pltch vom Eap Taymir entdeckt. Die Sorge um Nordenskjöld, von dem man 1879 keine Nachricht halte, veranlaßte den reichen rusflschen Kaufmann Stbiriakow, einen Dampfer auszurüsten und Nordetskjöld entgegenzuschicken. Eapitän Sandpccke, vor. der deutschen Nordpol-Expedition bekannt, führte da- Schiff; seine Wissenschaft« licken Begleiter waren der deutsche Freiherr v. Danckelm.nn und der russische Prvs.ffor Grigoriew. Nack der Abfahrt von Zjoloharna (27. Jul,), erlitt ter Dampf.r am 5. August an der Jns.l Zcsio Sch ffbruch. Danckelmann krhte nach Yokohama zurück und traf daselbst Nordenskjöld im Januar 1880. In Amerika empfand man gleichfalls Besorgnisse um cen schwedische Retser.drn und ter Besitzer des New Iorker „Herald-, Gordon Bennett, der Stanlay nach Afrika gesandt hatte, rüstete einen Dampfer au6, der zunächst Nordenskjöld Hülse bringen ui d eventuell eine Fvischu, gereise ärmeren sollte. Die Jeanette" sollte bi- zum Nordpol Vordringen, doch gelarg ,hr die- nicht. Unterweg- erhielt sie ton Wallfijchsänge.n Kunde von Norienskjöld's gclunge« ner Reise. Gleichzeitig war ein russisches Lriegrschiff ^Wffadmk" unter Lieutenant Opozewitsch nach Norden gegangen, wurde aber durch Eisrnoffen am Vordringen verhindert. Der Engländer Gartimor, der Norweger Bjerkan und der Rusie Tjagin, der Schwede Mohn befanden sich, als Nordenskjöld absegrlte. in den arktischen Gewäfjern, ohne andere als hydrographische Erfolge aufaeifen zu können, da sie trotz Ueberrolnlerung nicht weit vorzudringen ver« mochten. Eine holländische Exp.dition unter de Brujen drang dagegen über Nowaja.Sern'.ja hinaus bS in den Meridian von Franz»Joses-«Land. Der« schiedene Expeditionen wurden im Norden Grönländs ausgesührt; dem Marine- Lieutenant Jansen gelang die gtn Kreis Gießen. Türkei. Kouftantinopel. Die Commission, welche vom Sultan Abdul Hamid eingesetzt worden ist zur Cntdeckung der Mörder des Sultans Abdul Aziz, hat nut ihren Nachforschungen Crsolg gehabt. Zur Zeit befinden sich die Schuldigen bereits rn sicherem Gewahrsam. Die Verbrecher wurden in ihrer Heimath, wohin sie sich nach Empfang ihres blutigen Lohnes zurückgezogen hatten, endlich entdeckt und nach Konstannnopel qeerackt, wo sie. einer M'ttheilung der „Polit. Corresp.^ zufolge, alsbald ihre Tbat eingestanden Zwei der Hauptschuldigen waren ehemalige Palastdiener, der eine e n Aga Nuri Paschas, der andere ein sogenannter „Pschlioan", das iir ein Ringkämp'er von Beruf. Letzterer wurde für den Fall gedungen, bafe Abdul Aziz 'ich zur Wehre setzen sollte. Nach dem Geständnisse der Mörder wurde Abdul Aziz unter lemem Äopr- kiffen erstickt. Damit jedoch der Leichnam nicht die oorhergegangene Asphyxie und durch seine Schwärze das begangene Verbrechen verrathe, wurden dem Ermordeten an den Armen die Adern geöffnet und an seine Se te ein Paar Lcheeren gelegt, um zo die Annahme eines Selbstmordes wahrscheinlich zu machen. Zwei Frauen aus dem Palaste waren mit unter den Verschworenen, sie sind beschuldigt, die Mörder in di: Wohnzimmer von Abdul Aziz geleitet und mährend der verbrecherischen Thal bei der Frauenabtheilung Wache gehalten zu haben Fahari Bey, ehemaliger erster Kammer- Herr Abdul Aziz, ist gleichfalls sehr fompromittirt, da er an dem Tage des Meuchelmordes die ungewöhnliche Anordnung getroffen hatte, daß tue Leibwachen Niemanden den Zutritt zu dem Sultan gestatten. Selbstverständlich fällt auf Nuri Pascha, dessen Diener einer der Mörder ist, ebenfalls der Verdacht der M twissenfchaft, allem bis zur Stunde wurde er, obzwar in Verhör gezogen, auf freiem Fuß belassen. Nun Pascha war zu Abdul Aziz Regierungszeit Palaitmarschall und steht allgemein in sehr üblem Rufe, namentlich seitdem die Thatsache erwiesen ist, daß er verschiedene Kostbarkeiten aus dem Palaste im Werthe von 70,000 Pfund, die seiner Obhut als Muschir an- vertraut war, entwendet hat. Die Sultanin Valide, die Mutter von Abdul Az>z, fiel in Ohnmacht, als sie das Ergebniß der Untersuchung erfuhr. Sie behauptet, daß auch Midhat Pascha ein Mitschuldiger des Verbrechens sei, da er dasselbe geschehen ließ. Sicher ist, daß man sehr gerne auch noch andere Persönlichkeiten der Mitschuld anzuklagen wünscht. Afrika. Tunis, 1. Mat. Es bestätigt stch, daß die Häupter des arabischen theologischen Instituts beschlossen hatten, die Fahne des heiligen KciegeS gegen die Ungläubigen aufzupfianzen. — Von den Poltzetbeamten deS Bey ist ein Complot entdeckt und find in Folge dessen mehrere Verhaftungen und Haus» suchungen vorgenommen worden, wobei eine große Menge von Pulver und Kugeln aufgesunden wurde. — Der Zufluß von Arabern aus dem Innern des Landes nach der Stadt Tunis dauert ununterbrochen fort. Boua, 1. Mai. Bet Biserta hat eine weitere Ausschiffung französischer Truppen stattgefunden; dieselben haben die Bestimmung, ihre Operationen mit denen der Colonne deS Generals Lozerot zu verbinden; das Gebiet der Khrumirs wird hierdurch vollständig cernirt. — Das aus dem Rückmärsche nach Tunis begriffene tunesische Corps unter Ali Bey ist in Bejr eingetroffen, obschon Ali Bey dem General Logerot zugesagt hatte, daß er eine andere Marschroute einschlagen werde. — Mehrere italienische Eisenbahnbeamte und Arbeiter sollen in den Reihen der Khrumirs als Mitkämpfer gesehen wor. den sein. Sielegraphischr Depeschen. Wolff'» telegr. lkvrrefpondenz-Burrau. Wiesbaden, 2. Mat. Se. Majestät der Kaiser unternahm gestern mit der Frau Großherzogin von Baden, welche bet ihrer am Samstag Abend erfolgten Ankunft auf dem Bahnhose von Sr. Majestät empfangen worden war, eine Spazierfahrt, überall von dem zahlreichen Publikum mit sympathischen Kundgebungen begrüßt. Abendg erschien Se. Majestät mit der Frau Großherzogin zum ersten Male im Theater und wurde von dem Publikum mit einem dreimaligen enthusiastischen Hoch empfangen, während das Orchester die Nationalhymne tntontrte. — Das Wetter ist andauernd schön und warm. Petersburg, 2. Mat. Nach amtlichen Nachrichten aus Odessa vom 1. ds. ist die Ruhe in Eltsabethgrad wieder hergestellt. Während der Unruhen wurden 400 Personen verhaftet. Aus Ansuchen der Stadlduma von Eltsabethgrad ist der bevorstehende Jahrmarkt abbestellt worden. Puris, 2. Mat. Nachrichten aus Tunis zufolge ist die Stadt Biserta von den französischen Truppen ohne Widerstand besetzt worden. Die tunesische Besatzung hatte Bizerta geräumt. — Ein französischer Ävisodampfer ist nach Gabes abgegangen, um die Einfuhr von Pulver und Waffen für die KhrumtrS zu verhindern. Berlin, 2. Mat. Nach einer Pariser Mitthetlung der „Nordd. Allg. Ztg." hätten die deutschen Delegirten der Münzconferenz stch dahin ausge- sprochen, daß nach ihrer Meinung Deutschland die Silberuisprägung nicht freigeben könne, namentlich in solange England dies nicht thue, daß Deutschland wohl aber bereit sein werde, falls Frankreich und Amerika die Silber- ausprägung im Werthverhältnifle von 1 : 15i/2 freigäben, stch hinsichtlich der Verfügung über seine Thalerbeftände Beschränkungen aufzulegen, eventuell auch im eigenen Münzumlaufe Raum für eine größere Verwendung des Silbers zu schaffen. Die Haltung der deutschen Delegirten werde gegenüber der reservtr- len Haltung Englands als die einzig richtige betrachtet; über die Betheiligung Englands an der Conferenz schwebten noch spectelle Verhandlungen, eine Vertagung der Conferenz in der nächsten Sitzung sei nicht unwahrscheinlich, um Amerika und Frankreich zur Ausklärung über die Stellung Englands Zeit zu lassen. Lokales. Gießen, 3. Mai Da- Mustcrungs Geschäft ist diesmal im Ganzen rubig verlaufen (mit Ausnahme der betten Uhrdiebstähle). Nur ein Rekrut aus Alt-Bus eck g'.aubtc Aftern Mittag eine Ausnahme machen zu müssen. In der „Stadt Gaffel" machte de: Burscht, ein Knirps von Gestalt, einen Hndenläcm und bcbiobte u. A. c iicn VanDrochrmann mit gezogenem Messer. Die Polizei wurde requidrt; dieselbe nahm das Kerleben, welches sich inzwischen unter einer Bank versteckt hatte, bei Kopf und Men, trug es, weil es zu ticl strampelte und nickt gehen wollte, aus dem Local hinaus und steckie es ein Das Schöffengericht gab ihm heute Morgen für seine Heloenthaten vier Wochen freies Quartier, damit es Gelegenheit habe darüber nackzudenken, daß man in der Stadt fein manierlich sich betragen soll. — Ein betrunkener Stromer, wclcker Tags über schon in den Straßen umhertaume te, infulmte gestern Abend diverse Personen. Die Schutzmannschaft verhaftete ibn und da.-Schöffen' gerickt verurtbeilte ihn heute Morgen wegen Verübung groben Unfugs zu fünf Wochen Haft. — Eine gestern in der Neustadt stattgcfundenc Prügelei zwischen einem Meßgergesrllrn und einem Schreiner wurde durch die Scbutzma?>nschaft geschlichtet. — Wegen Verdachts des Meineids wurde beute Morgen cm Schöffengericht cm Q-uge aufi Gleiberg sofort verhaftet. vin bet d-.eser Sache zu 2'/, Monaten Hafk Verurtbe.lter gegen welchen Verdacht baldigster Auswanderung nach flmtrita vorlag, mußte seine Strafe auch sofort antreten.__ Vermischtes. Ass enheim i. v. W, im April. Unsere Stadt ist gegenwärtig ein Anziehungs punkt für viele Fremde welche kommen um den eben im Bau befindlichen großartigen Viaduct in der Eisenbahnstrecke Friedberg-Hanau übet ta€ Niddatbal bet Asienheim während der Auf stellung zu besichtigen. Auf acht durchbrochene» schmiedeeisernen Pfeilern und zwei c,erneuerten Landpfeilern ruhen in einer Höhe von ungefähr 25 Meter die ebenfalls ickmiedeetierntn Brücken, welche die Schienen, nicht wie gewöhnlich zwilchen, sondern oben auf dem Rand tragen so daß sich die Bogen unter denselben befinden Tie schmedceiieri-.cn Pfeiler stehen auf < erneuerten Sockeln, deren Unterbau bis in die Tiefe von etwa bO Meter reicht Von dem 300 Meter langen Viaduct rst gegenwärtig die Hälfte fertio; tic Aufstellung schreitet so rasch vorwärts daß derselbe in zwei biß drei Monaten vollendet sein wrrd. Dieser Viaduct ist bis jetzt in Deutschland, wie uns mttgeibcilt wu-.de, der erste, der in dieser Construction auSgefübrt worden ist; er wird in der Größe wohl nur von sehr wenigen Bauwerken ähnlicher Art in Deutschland übertroffen. New-Aork, 15. April. Ter Capitän des am Montag von Rio de Janeiro biet ein» getroffenen britischen Dampfers „Nebo" meldet, daß er am 8. d. M. unter dem 33 ©reiten: und 73. Längengrade die deutsche Barke „Tiger", Capitän Krüger, am 4. Deeembei v. I. von Liverpool nach Baltimore angetroffen habe, deren Mannschaft dem Hungertode nahe war, da \ ih* ffit mehreren Tagen nicht nur die Lebensmittel, sondern auch taB Wasser aufgegarger war. Während lcr letzten Tage hatten die Leute ihr Leben durch daS Fletsch eines ccm Capitän gehangen Hundts, sowie durch Kauen von ;n Leinöl getauchten Lederstreifen notbdürstig gefuftet. ®et Dampfer versah die Barke nach besten Kräften mit Lebensmitteln und Trinkwass i unt beiöe Schiffe setzten dann die Reise nach ihren Bestimmungsorten fort. — Bei der am 11. April «folgten Einweihung der neuen Oelbörse in Titusviüe wurde beschlossen dem Entdecker der Betroleumquellen, Oberst Drake, ein Denkmal daselbst zu setzen. Dortmund, 26. April. Von einem Hahn wurde kürzlich ein Kind in einem Garten an der Weyerstraße arg verstümmelt. D:e Mutter hatte daS zweijährige Kind auf kurze Zeit allein gelaßen, als sie plötzlich durch lautes Geschrei deffelben herbeigerufen wurde. Sie |ab nun den Hahn auf dem Kopfe des Kindes sitzen und deffen Gesicht mit dem Scknabel in hacken. Das Kind hat sechs bis acht tiefe Wunden, davon eine fast zolllange dicht am Auge davongetragen. — In Chicago kann man sich mit Musik barbieren laffen. Drei junge Mädchen haben eine Barbierstube eröffnet Die eine besorgt das Einseifen, die andere das Schinden, die dritte sitzt auf einem mit Goldpapier beklebten Throne und spielt auf einer Harfe: „Ich weiß nicht, waS soll es bedeuten, daß du so traurig bist." — dem Rodgau wird uns Folgendes mitgetheilt: Seit geraumer Zeit ist die Forstpolizei Wilderern auf der Spur, konnte dieselben jedoch nicht erwischen. Kürzlich gewann man wiederum die Ueberzeugung, daß ein Reh gestohlen worden und ' fand sich deßhalb veranlaßt, diesmal nach dem Witdpret Hanssuchung vorzunebmen bei einigen Herrschaften, von Venen man längst wußte, daß dieselben gerne Rehziemer auf ihrer Tafel sehen Der erste „b.suchte" Herr, der dem geistlichen Stande angehört,, betheuerts, als die betreffenden Beamten ,n seinem Haus nach Wildpret suchend erschienen, daß er nur etwaS Kalbst.isch im Hause habe — als ihm aber gejagt wurde, es gelte blo8, um ein Unglück zu verhüten, weil ein Reb mit vergiftetem Schrot ge,chossen worden — gestand der erschrockene Feinschmecker, daß er allerdings einen Rchzi-mrr in Reserve habe. Die weitere Haussuchung ergab noch bei einem Arzt und bei einem Beneficiaten ebenfalls Wildpretreste. Die betreffenden Herren werden sich nunmehr zu verantworten haben ob sie bei Erwerbung des bei ihnen gefundenen Wildprets die gesetzlichen Vorschriften beachtet haben. (£). j Glogau, 26. April. Dem „Niederschi Anz." entnehmen wir Folgendes: „Das Schwurgericht hatte heute in emer Anklagcsachc zu erkennen, deren Verhandlung und ÄuSgang einen uefen, sehr tiefen Eindruck auf das zahlreiche Auditorium machte Angeklagt war der Bäcker geselle Friedrich Wilhelm Eduard Krätschmer aus Spremberg wcaen versuchten Straßenraubes und qualifizirtrr Körperverletzung. Die Verhandlung ergab, daß der junge Mensch leit dem 1'3. November v I, also fünf Monate sich unschuldig in der Haft befunden harrt und daß bereits cm 28. Februar d. I. der Knecht Weihrauch, als er wegen der Verübung eines Pferde diebstahls in daö Gefängniß in Sagan eingelkfcrt worden, erngeräumt hatte, daß er den Straßenraub verübt habe, desien Kretichmer beschuldigt war. Die königliche Staatsanwaltschaft beantragte selbst das Nicktschuldig und war bemüht, die Handlungsweise der StaatSanwalOchrft und Strafkammer zu rechtfertigen resp. zu entschuldigen. - Seit einiger Zeit laufen aus Ungarn zahlreiche Berichte ein, welche ein bedeutendes Ueberhandnchnitn des Räuberunwesens melden. Es bestehen wieder eine ganze Anzahl von mehr oder weniger starken Räuberbanden, welche bald Reisende, bald einzelne Gehöfte überfallen und auSraubcn. Außerdem sind schon an verschiedenen Oit n ganze Herden Schaf, ober Schweine von den Strolchen toeggetricben worden. Am 15. d. wurde in der Nähe des Ortes O-Drzna eine auS vier Personen bestehende Reisegesellschaft von sechs Bewaffneten angehalten letztere schienen zu wissen, daß ein bei der Gesellschaft befindlicher gräflich 2BaIbfttin'id)er Wirthschaftsbeamter einen Betrag von 1500 fl. zur Auszahlung der Arbeiter in dem Eisenwerke Zugo bei sich habe. Die Räuber befahlen vorerst den Reisenden die Augen zu schließen gaben aber fast gleichzeitig drei Schüsse ab, die den Wirlbschaftsbeamten, einen Pächter und den Kutscher trafen. Hierauf schleppten die Räuber den Beamten in den Wald, rissen ihm die Kleider vom Leibe und luchten nach dem Gelde; sie fanden jedoch nichts, da der vierte Reisend , ein Waldbereit.r, unversehrt geblieben war und die Tascke m't dem Gelbe an sich genommen hatte. Als dieser aber zu laufen begann, wurden die Raub r auf ihn aufmerksam, streckten ihn mit einem Schuß nieder und nahmen ihm lodann das G-ld ab. Der Beamte, der Pächter und der Kutscher sind bereits ihren Wunden erlegen; der Waldbcretlcr dürfte am Leben erhalten werden, seine Verletzung ist leichterer Natur. — sDeutsche Karpfen in Amerika j Vor etwa 4 Jahren wurden die ersten deutschen Karpfen nach den Vereinigten Staaten eingeführt Don den damals lebendig an ihren Bestimmungsort angelangten 130 Exemplaren stammen aflt die zur Zeit in den Crrcinigcen Staaten vorhandenen deutschen Karpfen, die sich so vermehren, daß im verflossenen Jahre schon 30,000 Stück konnten verthe-lt werden und sich in der letzten Woche deS verfloffenen Jahres als man den Karpfenteich in Washington a'oließ, ergab, daß j tzt ungefähr 100,000 Fische zur Vertheilung gelangen konnten. Davon sind 10)0 n uerbingS nach den Brutteichen von Teneffee und 5000 zu gleichem Zweck nach Kentucky versandt worden. Frankfurt, 1. Mai. Bezüglich d r Emtritlspreise der Frankfurter Ausstellung scheinen noch mancherlei Mißverständniffe obzuwalten, weshalb die folgende genaue Wiedergabe der Be - bingungen erwünscht sein wird. 1) Es werden Karten zum Preiie von 2 ji aug-egeber welche zum Besuche der Ausstellung von Morgens 8 Uhr bis zum Schluß des Platzes resp'. Hauptportal gelten; den Abonnenten ist der Eint-itt von 8 Uhr an gegen Zahlung von I // gestattet 2) Von 10 Uhr an bis zum Schluß des Platzes (10-11 Ü.-r Abends) beträgt der Eintrittspreis für die Person 1 JL an Sonn«, Fest- und Extra Segen 50 H für Kinder du Hälfte. Die,e Tageskarten gelten nur für den einmaligen Eintritt. 3) ES werden ferner aus gegeben Abonnemcntskarten fü' die ganze Dauer der Ausstellung ; sie kosten für 1 Person 2o Jt Famililnkarten 30 JL Diese AdonnementSkarten gelten von 10 Ubr Morgens bis zum Schluß des Platzes, rcsp. Hauptportals (10-11 Uhr Abends) und berechtigen zum wiedwholten Em tritt während der Ausstellung, auch nach 6 Uhr Abends. 4) Monatskarten für die einzelne Person berechtigen zum Besuch der Ausstellung von MorgenS 8 Ihr ab während der Dauer eines Monats von dem Tage der Ausfertigung an; dieielden kosten für 1 P-rson 10 JL 5) Zum Besuche des Ausstellungsterraws und b't Conecrtc nach Schluß deS AuSstellungspalasteS werden von 6 Uhr Abends an SmiiittSkarten ü 40 H für die Person ausgegeben. An zw-i Tagen (Dienstag und Freitag) beträgt der AbcndpreiS 1 JL Diese Eintrittskarten haben nur Diejenigen zu loien. welche Nichtabonnenten ober welche nicht bereits im Besitze einer TaaeS- karte auf dem Platze sind Schließlich muß wiederholt auf bk Nothwenoigkeit hinqewiesen werden, die Abonnements rechtzeitig vor der Eröffnung anzumelden. — Am Samstag besuchten der Großberzog von Mecklenburg und bei Lanbgraf von H.-ffen bie Ausstellung wo ber (5k schäftsführer Herr Dr. Dronke sie geleitete. Soeben ist bte zweite Nummer ber von flenn Ingenieur Graf rebigtrten Ausstellungs Zeitung erschienen Die-elbe enthält einen Ärtifd be8 Herrn Prof. Dr. Garets über die Frage, in welchem Derhältniß ver rlweck und daS Wesen brr Ausstellung mit dem Zweck und Wesen des oeutschen Patentrechts stehe; ferner eine Erörtcruna der Grenzen zwischen Muster und Patentschutz; cm Referat beS Herrn Adkenasv über die Grundzuge, wonach die belg.seben, sranzösi'chrn unb österreichischen Aussteller zur Musterschutz- Ausstellung zuaelasien sind, und einen SttuationS-Artikel nebst einem Grundriß des AuSNellunas Palastes von Fr. Graf. - Auf Anordnung des Vorstandes inüffen bie se' thn auSge e?enen Üintrittskaiten auf dem AuSstcllungsplatze von Jedermann sichtbar getragen werden. * * sandel und Berkevr. Gießen, 3 Mai. Aus dem. . eurigen Ä^chenmarkte koster» Butter per Pfb. JL 1 00 Hühnernec 1 L>iück 4 2 St. 9 Enteneier per 1 Stück 5 H, ®än erier 1 uck 8 10 tfa.e »er Tr. d Io Käsematte per Stück 2—3 ö., Erbten 1 gtt«r 2o H Lin 'N ' Lite' 24 tauben cai Pu je o 60—0 80, Hübner v. St.' 1.20—1 50 flabner. p. St. 1.50 -2 00 Ente.i »er Stück X 2.00 2 50 Ochscnfle.'ch 66 -00 A her '-"r" Rindcheiich 48 >0 v, Kalbfleisch 40 44 .$> Hammelfleisch 66__70 \ 64-68 -L, Kartoffeln per Kilo JC 1 O0-5.00 Zwiebeln p. Etr. JL 20 bi« v*C 00, Milch per Lite? 16 unb |k y wcz' Frankfurt. 2. Mai. (fruchtbericht.) Mehl Ar 1 JL 39.50, Nr. 2 *L 37 so Är. 3 * 32.50, Nr. 4 2^.50, Nr 5 25 50, Roggenmehl o (Berliner Marke> 31-31 50, to 1 Karf«) 29 50, 60. U (Snlmn SRartt) ’l 50 »S effectiv biefiaer ab Babnbof hier x 25 00 00.00, ab unserer Umgegend JL ^4 50—24 75 do fremder je nach Qualität V. 23.00—24.75, Roggen, je nach Qualität ic 22 00 99 9V öerfte .M 17 0-19.5O, Hafer 14.50-16, Kohliamen 28 50-29 E^sen^ 19-2-' Wicken JL 1b—1/.50, Linsen 20- 40. Bohnen, weiße, ,x 23—25, Roggenkle»e JL — S* f"* und JC - »Üböl, b.taU, JL 64. Stimmung tubt« fountj sachlich gefragt war: —. Dringend offeutt: —. (Die Dreiie toerftpsJ« n*ä pei 200 Pfb Zollgewicht = 100 Kilo.) lammtttch Frankfurt, 2. Mai. Der heutige Liebmarkt war ziemlich befahren Anaetrieb.n waren ca. 370 Ochsen, 300 Kübe, Rinder und Stiere, 290 Kälber und 200 D-. Prni. f-Otcn üch. Dd>i.n 1. Quai « Bt-67, 2. t Rinder 1. Qual. .X. 55-57, 2. Qual. JL 45-50, Kälber 1 Qu^^ 54-56 2 Q^l t -50, Hämmel 1 Oual < 58-60, 2. Qual. JL 40 50 per 100 Pft. Schlachtgewicht.' Schweme wurden 680 Stuck angeführt unb kostete ber Zentner 65 W W ’ •taÄg*. inh ®«nn 'S' Mt am S,z. «'®Men b" tT1‘te- ’ to,|& Nicht, 611 * Bell .ft Mt ^rzl'ch flceain d'ßhalb vn V’Hfdwftfn. »ou 'd'n Dn „ft. 'fftnd.n 8-amlfn 9 >m HsuK bot. tofil dn Sr.b mit tt| h aD„ bü dnim Bnt 1 tonbn\ sich nei; ntn Shltytttl tt. (O.vj * Tai 6d)»ur. lnd Mgong .Inte l( war dn -8ädn tfn Strafet nrairtfi t Mrnjch idi dnn >tn Hane und dife düng d«rt Pfeidt [flttt dafe tr ttn 5laalvaniia:ii(f))f: 5taat8amh*d|di Hk dn hbnilrnM ganz. ÄnzaU ton Gkhöftk ü.-hfaBtr rten Sd}of. odn tt Nähr bri Dit.i ffnetkn angcbalitn, stich Wölbst,in ichn lcr in bnn ih'.r Bugen zu Ichlikfem. einen PLLtn uid Iain, rlfjen ibn. di. btt vintk M'iiknd an sich genommen uimerfjam, Ihfttttr. Beamte, bet Pättn t am Leben ttbaltt' die ersten beuffeben nDifl on ihren i ttn 8'• icnks) beträgt bet 5) für »mm r’< /erben fenur au8 >x 1 Person 2'L* - 8 b:S zum Echlu? »iebn^oltcn W „ für die einzelne ährend ber Tauer Person 10 «* ^slellungSpaluste» gegeben. '^n J ' Skart-n h-ben rsitze einer tiqfelt btngew.e^ Samstag b‘* kieSri1*1"*1 ;ner ‘tn'wfib„ tu Aßkenav “c' 71Ur ^uP'1'4 .tr iuJ (■„ia.ßsngo L 4 Srbst«1 "L 4 u 1.20—15U; ‘.ILoo L. >25 rin P> 6tT 4 37.^ Nr- ? ^arte) (SttltNg $,u,n > A-E Ä a 92.2?» F 22f 19-2T' Erbse"/' stlogg^. Mg Ä sanun"^ chen st4 . zlng^'. ohrk"- $iw* Allgemeiner Anzeiger. <^isenbabn Directions Bezirk Hannover. Lkönigliches ^isenbahn-Betriebö Amt bastel (Mam-Weser Buhn). Die bei Erbauung einer neuen Ler« tabediampe und eine- Retiraden- Gebäude- auf Station Lang-Gön- er- forderlichen Arbeiten, sowie der Abbruch de- allen Güterschuppen- und der alten Rampe daselbst, sollen im Wege öffentlcher Submisfion vergeben werben, wozu hiermit Termin auf Dienstag d. 10. Mai er., Vormittag- 9 Ubr, auf d.m Büreau der unterzeichneten Eisenbahn-Bau-Inspection zu Frankfurt (Gallu--Anlage 4) anberaumt wirb, woselbst die Zeichnungen und Bedingungen etogesehen und Offerten- Formulare in Empfang genommen werben kSnnen. D-.e Offerten flnb ebenbaselbst vor dem Termine portofrei und versiegelt und mit der Aufschrift „Submission auf Bauarbetten auf Bahnhof Lang-Gön-" rersehen abzugeben. Frankfurt a./M., 30. April 1881. Äonifllicbe (»ifenbabn- 3< 96) Bau-Inspection. t^lscnbabn Dirrctions Bezirk Hannover. Eisenbahn-Belrieds-Amt Oaffel (Main-Weser Bahn). Die GraS, und Klcc-Ernte auf den Bahnböichungen der Strecke Gießen- L'ng'Oän- soll Dienstag den 10. Mai er. auf 3 Jahre öffentlich verpachtet werden. D'-e Verpachtung beginnt Nach- mittag- 12«/, Uhr auf dem Bahnhose Lang-Gön-. g'auffurt a. M-, den 2. Mat 1881. ftpntßltcbr (Eisenbahn- Ban-Inspction. (3137 Hoizverfteigerung in der Kgl Cbcrförftcrei Krofdorf genehmigt. 3157) Die am 20 AprU er. gu Krof- borf nbfl baltene VeNte'gerung über da« Holz au» bin Distrikten ixonbaebtfopf 12, S.'urcbege 43 und 49a, Junger Licktten- btifl 56abcd, sowie in der Totalität des 'Lchupbez.rkS Aroiborf ist acnehmigt. jirofbori, den 2. Mai 1881 Der Äöntol. Oberförster _________Müller.____________ Hoizversteigerung tm 18ießener Tradtwalde. Montag den 9. Mai 1881, von Vormittags 9 Uyr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Distnct Veuusberg, nachverzeichnetes Holz verstkigert werden: Bau-, Werk- u. Nutzholz: 455 Fichten- und Siesern-Stämme mit 91,39 Fstmtr., <515 Fichtenstangen mit 104,06 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf dem Exrrcierplatz. Gießen, am 3. Mai 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Güßen. A. Bramm. (3160 Sonncrltag, den 5. Mai, event. die folgenden Tage, von Mor^entz 9 Uhr ab, werben in ber Restauration Bramm babier eine große Partie E senwaaren versteigert, barunicr namentlich: 1 Partie Sägeblätter unb Feilen, circa 20 Schrot- unb Bauchsägen. 3 Müblsägen, 30 Einsteck Thür- schloß, 1 PaNie Betthaken, Riegel, Zapfenbanb, Zimmermanr.säxte, Fharnierdanb, Boh.er, Schublade schloß, Breitbeile, geschmiebete Nägel, Hämmer. Zangen, Sarg- gritte, Sargschilber unb Sargver- Aterungen, fertige schlicht- unb Faconhobel unb sonstige in bas Eiscnwaarenfach einschlagenbeArtikel Die Versteigerung findet bestimmt statt Gießen, ben 2. Mai 1881. (3159 Bühner, Gerichtsvollzieher. la. Gothaer Cervelatwurst, Sardellen wurst, Trüffelleberwurst. Salami, Zungen- und Schinkenwurst, Göttinger Leberwurst, sowie (3164 Dresdener Appetit-Würstel empfiehlt G G. Zrleinheun, ___________________Selters weg C- 21. 2982) Dickwurz verkauft Kalkbrenner HaaS. den 9. Mai: Montag Ver- im District Galgenwald bet der Bemerkt wird, daß wollen sich deßhalb die Steigerer vor a n Bender. 3132) Aus. IIOlli»11 UM :H48j O)00)0D300D00003030030)0000D000D000000000000000l 8 2828) gebunden. lenvc Erinnerung. August Montanus. ge- bitte um g'- (3070 ll. 149 Lchulnraße 17. 2894) der die da- Holz wird und 3147) Mein a ti's Reichste au-gestanete Lager in sämmrlichen Darncnkleiderstoffen, Cattnnen, B?satzstoffen, Tuchen und Buckskins, sowie Lommcrpalctots, Umbängen und Regenmänteln für Damen und Mädchen bringe in empfeh- Negulator-Uhren, garantin 8 Tage gehend, onerirt sehr billig gegen Baar, iowie auf Abzahlung. Franks. Waaren. Bazar, Materialien führe stet- in bester Qualität. Büchereinbäntle jeder Art werden pünktlich, gediegen unb geschmackvoll ausgeführt. Schulbücher werden regelmäßig von Freitag auf Montag Achtungsvoll J. P. Sann. Buchbinder, Bismarckstraße. nüthige Auskunft ertbeilt. Der Anfang' der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, ersten Tag im District Buchwald, am zweiten Tag im District Eichenstücke. Hungen, am 2 MN 1881. Gropherzoglicbe Bürgermeisterei Hungen. Eine große Parthie suruckgeitetste Kleider*toff Kleiderstoff-Kettle bis zu 10 Meter, Kleide reut tune, empfiehlt zu äußerst billigen Preisen Hermann Hatz, C. INO. Sellernicey C. INO. steigerung nicht vorgezeigt . . Versteigerung an den Forstwart Jockel dahier wenden, welcher hierüber Flaschenbier ä Flasche 18 unb 23 Ps., frei ins Haus geliefert, emvstehlt (3167 E. G. -rietnhenn, Seltersweg C. 21. verbunden mit ÄVittagStisch eröffnet habe. Billigste und sorgfältigste Bedienung zufichernd neigten Zuspruch. Gießen, den 1. Mai 1881. Achtungsvoll Carl Burkhardt. Uculladl Einen großen Posten (circa 500 Paar) Herren-Zugstiefel mit Doppelsohlen ausgeschraubt, der 2chast aus einem Stück empfiehlt zu 2)tk. 51 2, 6, D^k 6V2 Hvlzvtrstclgtrung. Montag den 9. und öirnllag den 10. d. Mts. s Uen in dem Stadtrvald zu Kungen in dm Districten Buchwald, Galgenwald und Eichenstücke nachoerzeichnete Holzsortimente versteigert werden : __________I300000U00300000 00000300000 2924) Alle tn Nealschule unb Gymnasium gebräuchlichen Schreib- uml Lehrbücher, sowie alle nüthigen Schreib- ttiriliscliaris-Eroiriiiiög. Einem geehrten hiesigen sowie auswärtigen "Publikum zur fälligen Kennmißnahme, daß ich neben meiner Metzgerei eine Wirthschaft Holzart Scheiter rm Knüppel rm Reisig rm Stöcke rm Buchen 200 175 300 165 Elchen — 30 34 11 Dienstag den IO. Mai: Holzart Scheiter Knüppel Reisig Stöcke rm rm rm rm Buchen 11 15 84 16 Eichen — 39 108 14 Radel — — 42 15 Holzverfteigerung in ber Königl. Oberförsterei Krofdorf. Mittwocd d. 11. Mai d. I., Vormittag- um 9 Ubr, roerben zu Jbroiborf bei Wirth -tahlert autz bem Königlichen Forste nadiftebenb beieichnete HolNorlimente abermals öffentlich meiftbictenb versteigen, wom Kauflustige emgelaben werben. Schutzbezirk Salzböben. District Schabenstrauch 58. Buche« : 9 rm Scheit, 61 rm Stammknüppel unb 449 rm Stammreiser. Diftrict Klettenberger Harbt 46 Eiche«: 1 rm Eichen Stammknüppel, 5 rm Reifer. Buchen: 8 rm Scheit, 55 rm Stamm- knüppel, 1025 rm Stammreiser unb 5 rm Astreiser. Weichholz: 2 rm Stammknüppel unb 25 rm Reiser. Krofborf, ben 1. Mai 1881. Der Könial. Oberförster: 3110)_____Müller._________ Arbeitsderstkigerung. Freitag den 6. ds. M onatd, Nachmittag- 3 Uhr, sollen auf dem Dürgermeisterei-Büreau zu Annerod nachstehende Arbeiten an den Schulgebäuden öffentlich in Accorb gegeben werden: 1) Lieferung einer gußeisernen Pfuhlpumpe, veranschl. zu 30 jl. 2) Glaserarbeit, veranschl. zu 69 JL Annerod, am 2. Mai 188t. Großherzogi. Bürgermeisterei Annerod. I. 3113) L- Hahn.___________ Mittwoch drn 4. Mai rr, Nachmittags ,/l2 Uhr, wirb in ber Fl cN'schen Hofraithe eine 2aug und Hebepumpe gegen Baarzahlung versteigert- Die Versteigerung findet bestimmt statt. 3121) Geißler, Gerichtsvollzieher AeUgeöotmes. 3130) Eine Hofraithe an ber hiesigen Hauptstraße gelegen, nebst einem anstoßen- bem 155 Meter haltenben Grabgarten ist zu verkaufen. Das HauS eignet sich besonbers zu einer Backerei, ba biS jetzt in bem Orte eine solche nicht vorhanden, obwohl es ein länger gefühltes Vedürfniß ist. -rirchqöns.Ioh. (Fuler IV. K. Albach in Offenbach a. M., Ziegelstraße Nr. 30, oerfenbet franco gegen Nachnahme prima rohen Kaffee p»r Pfunb 95 unb JL 1.— in Säckchen a 9 Pfunb- Aufträge wolle man per Postkarte einfenben- (1131 3175) 2 ä^ich irisch abgekochlen Ächinke« bei 5karl Burkhardt, Neustadt. Geschälte Victoria-Erbsen, (3165 Gesiebte Hellerlinsen, Thüring Bohnen in feiner xochwaare, sowie Eingemachte Gurken, Bohnen und Sauerkraut empfiehlt C. t klrlnkrnn Seltersweg C 21. Geschälte Victorta Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfichll 79) ___ Fr. Seibel. Vorzüglicher Arpfelwein 3085)___ bei E Roth, Neue Baue. 3141) Schöne ästtge (frbfenreifer, per 100 Stück 70 «3t, hat zu verkaufen- Georg Hammel, Mühlgasse 83. 462) Das bekannte und be- ■ I währte Hofapotheker Borberger's Ij I Hühneraugen-Pflaster | Preis pro Rolle 50 Vorräthig in Gießen in der Hlrsehapotheke. Prima türk. Zwetschen, „ amerik. Apfelspalten empfiehlt <. G -kleinhenn. 3166) Settersweg C. 21. Kaffee gehr, per Pfd- 1.40, 1.60, 1.80 „ roh „ „ ILO, 140, 1.60 unter Garantie des Reingeschmacks empfiehlt (£. G Kletnhenn, 3163)______________Seltersweg C. 21. Brauereiverkauf. Eine Brauerei mit Garten, großem Inventar und gutem Absatzgebiet, in einem Landstädtchen (Eisenbahnstation) der Provinz Oberhessen gelegen, ist unter günstigen Bedingungen für 12,000 JL zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt I. Blitz in Gießen.____________________________(3067 Kleesamen, Grassamen empfiehlt billigst (2825 Wilk. Seibert, Ma ktstraße. Matjes-Häringe, Marinirte Häringe, Berliner Rollmöpse, Sardellen und Sardinen, sowie Besten Nürnberger Ochsenmaulsalat in hochfeiner Waare, empfiehlt 3170) C. G Klelnhenn, ___________________Seltersweg C. 21. Keuerwehr- Ausrüstungen sowohl zur completen Ausrüstung ganzer Corps, wie auch allein das Feuerwehrfach einschlagende Stucke empfiehlt die Feuerwehr-Requisiten-&. Militair-Effecten-Fabrik von H. Hüller * Co., Offenbach a Main (3139 JUustrirte Preisliste auf gefl. Wunsch gratis und franco. Muster gerne zu Dienften. Friedrichsdorfer Zwieback, Westfälischen Pumpernickel, täglich frisch bei <3169 (5 G. Kieinhcnn, Seltersweg C-21. Zu verkaufen. 2899) Ein Ziergarten am Nahrungsberg, mit kleiner Villa zu verkaufen. Schönste Fernsicht. Näheres durch I Blitz. Kieler Bücklinge, sehr fein, frisch eingetroffen bei (3168 C. G Klelnhenn, Seltersweg C. 21. Kochgeschirre roh, verzinnt und emaillirt, empfiehlt (2826 'Wilh,, Seibert, Marktstr. Io. Kernseife per Pfund 38 Pf., bei 10 Pfd. billiger, Fettlaugenmehl, Waschkristall, Feinste NetSstärke, (2420 Kugelblau empfiehlt Carl Hoffmann. Bermiethungeu. 3136) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen- MöbuS, Grünbergerstr. 15610. 3135) Ein Familienlogis und 2 Stübchen mit Bett zu vermiethen. ______________________Maigasse Nr. 14. 3134) Ein möblirles Zimmel zu ver- miethen. Alicenstraße E 102. 3133) 2 freundliche möbliite Zimmer an einen oder zwei Herren zu vermiethen Neustadt D. 53. 3138) 1 großes Zimmer mit Cabinet, sonnig, in der Nähe oes Marktes, unmöb- lirt, zu vermiethen D. 217. 3146) Freundliches Familienlogis zu vermletden. Wwe. Kreiling, Kreuz. 3156) Schlasstellen zu vermiethen. _________ Neuenweg B. 184. 3155) Ein Familienlogis zu vermiethen Ludwig Klein, am Hamm. 3153) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neue Baue B. 101, 1. Stock. 3158) Der erste Stock meines Hauses, Sonncnst'aße B. 61, per 1. August zu vermiethen. Carl Weidig. 3161) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethcm__Marktsir. D- 27. 3151)^ Ein kleines^Logis ist an eine ruhig. Familie in meinem Nebenhaus zu venmeth n und sofort beziehbar. ____Ziegler I. Tvistner. 315Ö> Zwei Z innrer mit Cabinet und Zubehör zu vermiethen. G.l. Nnverzaat Kaplansgasse 197. 3149) Der 2. Stock meines HauseS, Wohnung von 5 heizbaren Zimmern, 3 Cabineten, verschließbarem Corridor rc, ist per 1. August anderweit zu vermiethen. __I. G D. Bapst. 3171) Ein kleines Familienlogis, 2 Zimmer nebst Zubehör, an eine kleine Familie, sowie ein möblirtes Zimmer zu vermiethen- L- Möller, Sonnenstraße 103. Wenzel’s Garten« Heute Dienstag Abend 8 Uhr I. (ß[perimentar=Uortrag Gustav^ Amberg. Geschäfts ■ V erlcgtin g. Ich zeige hiermit an, daß sich mein Geschäftslocal vom 1. Mai ab in der Wohnung des Herrn Glasermeister Hirz in der Maigaffe befindet. Zugleich empfehle ich meine neuen Schnellwaagen und Reparaturen an Decimalwaagen. 3152) Hari Schmidt, Schloflrrmeister. Am 3. Juni i>. I.: Festball für Israeliten aus i)er JJiiüq Skuifenöerg, wozu ergebenst einladet Das Comitv. Oberhessische Gesellschaft für Natur* und Heilkunde. 3082) Sitzung Mittwocb, 4. Mai, Abends 7 Uhr, im physikalischen Auditorium in der neuen Universität. Vortrag: Herr Prof. Fromme über das akustisch-optische Gesetz von Doppler und seine Btdeutung für die Astronomie. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. IWWWMWWW^WMWWWWWWWWWWWWWW Dauksaguug. 3144) Für die allseitigen Beweise der Theilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unserer guten unvergeßlichen Mutter und Schwiegermutter Frau Marie Kühn, geb. Biugmanu, sowie für die reiche Blumenspende unseren tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 2. Mai 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Weihbinöergescllen auf sofort gesucht von (3154 Konrad l>5pfer. 3142) fein starker Hai-dwagen zu kaufen gesucht. Gg. Hammel, Mühlgasse. 3143) Em braves Mädchen von 15—16 Jahren wird des Tags über gesucht Näheres bei der Exped. d. Bl. Kapitalien werden zu 5 % auf erste Hypotheken in allen Größen ausgeliehen vom (2912 Mathildenstift n B yboefc. 3140) Zither-Unter rieht wird gründlich ertheilt- Näheres bet Friseur Conrad. 3162) Ein ordentliches Dienstmädchen mit guten Zeugnissen, ober eine zuverlässige Lauffi au zu sofortigem Eintritt ge= sucht Grünbergerstraße B- Nr. 159*/^. Mittagstisch im Abonnement. (2983 Gasthaus zur ^Stadt Hain^6. Jtw ßO hat die gehäkelte Decke ge- wonnen. (3175 3173) Ein pens. ev. Pfarrer wünscht Elementarschulern Nachhilfe im Lateinischen zu ertheilen. Zu erfragen bei der Exped. In eine Voliere zu kaufen gesucht: Distelfinken, Buchfinken, Blutfinken, Zeisige, Hänflinge rc. (2945 Von wem? sagt die Exped. d. 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Diese oder jene Anzeige tm- 25^5 ponirt durch ihre Grobe; er wählt und 3052) Ackt- b s zwölfjährigen Realschülern wird gegen mäßiges Honorar gründliche Nachhülie geleistet. Näheres bei der Exped. d Bl. 3026) Em braves Tienstmädchen vom Lande sucht Frau Senner, Seltersweg. Ein gut empfohlenes Mädchen sucht Stelle für Küche und Haus ober zu einer leidenden Dame. Näheres in der Exped. ds. Bl.(3071 Geld Courtz. 20-Francs-Stücke . do^ in ', . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische ff. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . ■ . vM. S>. 16 19-23 16 17-21 20 40-45 16 69-73 16 65 9 55 —59 4 27 3174) Möblirte Zimmer zu oermietten. Neustadt D. 57. 3176) Ein möblirtes Mansardenzimmer zu vermiethen. I Heß, Teufelslustgärtchen. 3172) Marburger Straße A. 178 ein freundliches möblirtes Zimmer im 2. 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I Mannberger, Neuenweg. 2446) Im Darmstadter Haus (Ein- gang Lindengasse) ein geräumiges Logis- zu vermiethen. 2540) Der untere Stock meines Bordes Hauses, bestehend aus 6 Zimmern, nebst Zubehör ist Anfana Juli an eine ruhige Familie zu vermiethen. Professor Dr. v. Nitgen. 2739) Möblirte Zimmer zu vermiethen bei Uhrmacher Böger, SelterSweg. 2799) Freundl. möbl. Zimmer mit Cabinet zu Perm. Wolkengasse C- 88. 2851» W e n z e l's Garten gegenüber Gartenstraße B. 165,5, parterre, möbliikes Zimmer zu vermiethen. 2971) Sonnenstraße B- 65 rin möb- lirtes Zimmer zu vermiethen. 3006) Zwei ineinandergehende gut möblirte Zimmer am Selterßberg pr. 1. Juli. __________Ohler, Lederhändler 3007) Ein möblirtes und ein unmöblir- tes Zimmer zu vermiethen Neustadt D- 94, 3 Treppen hoch. 3036) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. 3* M. Busch Söhne, Kreuz. 30'44) Ein Stübchen mit Bett zu per? mitthen. Wetzsteingasse Nr. 33. 3106) Möblirtes Zimmer mit Cab mt permiethet Fr. Bieler Wme., Kreuz. 3066) Zwei Familienlogis zu vermiethen. _____________ O. Möge«bürg. 1895 Ein Familienlogis, bestehend aüÄ 3 Zimmern, Cabinet, Küche u. s. w., per 15. Juni zu permiethen. F- Kühne jun,, Seltersweg. 2986) Ein Logis mit 6 Zimmern unt> allem Zubehör, nebst Bleichplatz sauf Wunsch auch Pferdestall) ist auf 1. IE d- I. zu permiethen- R. Schlabach, Ludwigsplatz B- 145. 2936) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet permiethet I. CH. Retter, C, 1. 29341 Seltersweg £ 78 ein möblirtes- Zimmer zu permiethen. 2800) Der von Herrm"Regierungsratb Dr. Hoffmann bewohnte 3 Stock meines Hauses ist zum 1. August l. I anderweit zu vermiethen. Dr. Ploeh 4 2776) Eine Scheune mit Stall ist per 1. Juli zu vermiethen. S p r u ck, Asterweg. 2865) Möblirte Zimmer zu oermrethen. Rothenberger, Kaplansgasse. 2992) Der mittlere Stock unseres Hauses (ganz neu hergerichtet) zu vermiethen unt> sofort zu beziehen Mettenheimer <