d?r. 282 Samstag den 3. Tccemver 1881. Kichener WnMger AiM- nah Amtsblatt für den Krris Gießen. Nur,au r Schulstraße B. 18. Lrschnnt täglich mit «u«nahme bet Montags. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pt. mit «ringerlohn. _____________ __________________________ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Deutschland. Darmstadt, 30. November. Wie wir fotbtn erfahren, hat Herr Dr. SDlann, dem Drängen feiner Wahlmänner nachgebrnd, sich entschlossen, eine Wahl in den Landtag wieder anzunehmen. Da er daö vorige Mal ein» stimmig von den Wahlmännern wieder gewählt rootbtn ist, so ist es faum zu bezweifeln, daß Herr Dr. Osann demnächst dem Landtag rtieber angehören wird. (Neue Hess. Dolksbl.) Berlin, 30. Novbr. Bezüglich unserer Nachricht, baß Gras v. Wal- dersee künftig als Ablatu« beS Chef« tes großen Gei.eralstabeS sungiren werbe, können wir noch bemerken, daß aus Wunsch beS Grafen Moltke der Genannte demselben in einem Theil der vielfachen Geschäfte häufig als Stell- Vertreter beigegeben werben soll, rrähienb b e Eentralleitung selbstverstänblrch den Händrn des berühmten Strategen anvertraut bleibt. — Wie wir bereits früher meldeten, hatte sich der Dun^esrath vorbe halten, den Zeitpunkt für Anschluß der Unt reibe durch besonderen Beschluß festzujepen. Jetzt liegt der Antrag Preußens, betr. die Ausführung des An- jchlufies der Unterelbe an da- deutsche Zollgebiet und die dadurch enrstehenden Losten, dem BunteSrath tor und lautet: Der Dundesrath wolle beschließen, daß 1) r er Zeitpunkt deS AnschlufieS der Unterelbe an daS deutsche Zollgebiet auf den 1. Januar 1882 f.stzusetzen. 2) d e vorgeschlagene Aenderung der jetzigen Zollgrenze zu genehmigen fei, 3) die zollamtliche Behandlung der WaarenEin», Aus- und Durchfuhr auf dem zum Zollgebet gehörigen Theile der Unterelbe nach den Vorschriften deS Vorgelegen Regulativs zu erfolgen habe, 4) die durch den Zollanfchluß der Unterelbe entstehenden Kosten, soweit sie nicht von der freien Stadt Hamburg au tragen find (und zwar nach der vorläufigen Beiechr ung bei den en maligen Kosten eine AnSgLbe von 479,550 JL und bei den dauernden Ausgaben eine Mehrausgabe von 284,808 in vollem Umtange von der Zoll-Gemeinschaft vergütet werden sollen. — Die durch den Zollanschluß entfiebenb-n bauernbe. Kosten betragen, soweit fie dem Reiche zusallen, 310,188 JL — Die Reihen bes Centrums waren in ber heutigen Sitzung bes Reichstags nicht so gut besetzt wie gestern. (5me große Anzahl von Mitgliedern der CentrumSPartei, we.che zugleich auch der bayerischen Kammer der Abgeordneten angehüren, haben Berlin verlaffen, um in München bei dem erneuten Anstürme gegen daS Ministerium Lutz lhätig zu sein. — Aus der Frage: „Wer wird den fürstbischöflichrn Stuhl in Breslau besteigen?M ist plötzlich eine andere entsprungen: .Hat Prinz Radztwill unter den jetzigen Verhältnissen Aussicht, ein B'Sthum zu erhaltenEs mag unter diesen Umständen nicht un-ntmffant sein, an die Stellung zu erinnern, welche der Prinz in den vorderen Reihtn der Kämpfer des UltramontoniSMLs einnimmt, namer.tlich aber an seine A ffaffung des kiichenpolitischen Streites zu erinnern, wie er sie in der vor drei Jahren erschienenen Streitschrift: „Kanossa oder Damaskus", eine Lebensfrage für das deutsche Reich, von Edmund Prinz Radztwill niedergelegt hat. Tie betr. Broschüre beschäftigt sich vornehmlich mit dem Socialistengesetze, dem sie teb e besondere Wirkung prognosticirt; dafür aber erwartete der Perfaffer von einer aufrichtigen Dec- Kündigung zwischen Kirche und Staat ein Zusammenwirken brber bei ber Lösung der socialen Frage. Der Culturkampf, meint ber Fürst Radziwlll, fei ein „Meisterstück in der Conceptwn" gewesen; wenn er trotzdem den Dienst oeifa^'te, so läge dies einfach in ber protestantischen Ansicht von ber blos menschlichen Verfaffung ber Kirche. Der Versuch sei mißlungen. „D'.e von BonifactuS grundgelegten Bindeglieder der K.rche in Deutschland mit dem Centrum der katholischen Ei> heil in Rom hielten fest." Fürst BlSmarck habe mit dem Culturkampse bezweckt, durch Asfimilirurg des Katholicismus und Protestantismus eine festere Verkettung auch in politischer Beziehung für das neu geeinte Reich zu erzielen. Prinz Radziwill sieht in der Entziehung der Schule von der geistlichen Aufsicht, in den gegen die Jesuiten- und andere Orden ergriffenen Maßregeln den Bewe-S, daß Fürst Bismarck es con vornherein auf einen nachhaltigen und weitangelegten Kampf gegen bie katholische Kirche angelegt hatte. — Besonders interessant aber erscheint gerade im Lichte der gestrigen Debatte im Reichstage die folgende Stelle in dem prinz» lichen Buche: „So sehr auch heute das öffentliche Urtheil über den Culturkampf und feine Folgen sich ernüchtert hat, so sehr die Erregung der tiefsten Leidenschaft, welche im Herzen des Menschen schläft, der religiösen Erbitterung und deS unüberwindlichen Voiurtheils, einer ruhigeren Erwägung Platz zu machen beginnt, — darüber möge sich doch Niemand räuschen: Die Gegensätze, welche in harter Reibung, wie zwischen Stein und Stahl, die heiße ®lutb des Kulturkampfes erzeugten und in verheerendem Brande bie reife Frucht langjähriger Arbeit vernichteten, fie bleiben bestehen, und so wenig Fruer und Waffer sich eint zu friedlichem Bunde, so wenig werden Gegensätze, welche bie beiben Pole brr menschlichen Entwickelung bezeichnen sich versöhnen, bevor nicht Gott selbst dem Kampfe Halt gebietet unb seine Schöpfung ber in ber Sünbe verlorenen Einheit in Gott zurückgiebt." — Graf St. Vallier erhielt, wie wir vernehmen, sofort nach fernem Eintreffen in Berlin ein Schreiben des Reichskanzlers Fürsten BismLlick, in | welchem der Botschafter Frankreichs gebeten warb, so balb als möglich an einem Familie, biner beim Reichskanzler theilzunehmen. Daffeibe hat am Montage im engsten Familienkreise stattgefunden unb nur ber Staatssekretär im auswärtigen Amte, Graf Hatzfelb, nahm noch baran Theil. Der Rücktritt St. Dallier's erfolgt einzig n, d allein aus Gründen der inneren Politik; als Botlckafter ist Graf St. Vallier Staatsbeamter, unb es wäre mit dieser Position kaum vereinbar, wenn er al« Senator bie innere Politik Gambetta's, namentlich m Fragen wie die Abietzbarkeit ber Richter, die Verstaatlichung ber Eisenbahnen, bie kirchenpolitische Gestaltung in Opposition zur Regierung treten uinßte. In der auswärtigen Politik Frankreichs soll ja eine Aenberung ber bisherigen Principien nicht eintreten. Essen, 30. Nov. Die „Essener Ztg." publ^cirt das in der am 29. ds. ZU Düsseldorf abgehaltenen Generaloersarrmlung des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Jntereffen für Rheinland»Westfalen an den Fürsten Reichskanzler abgesandte Telegramm. Daflrlbe lautet: „Die Gene- ralversari'mlung deS Vereins zur Wahrung ber gemeinsamen wirthschafilichm Jntereffen in Rheinlanb unb Westfalen ergreift freubig bie Gelegenheit, um mit bem Aus drucke vollster Verehrung für Euer Durchlaucht gegenüber ben vielfachen von politischer Varteistellunq beeinflußten gegentheiligen Aeußerungen zu versichern, daß sich in Folge Einführung der veränderten Wirthschaftspolitik die Aib'tt erheblich gemehrt hat, daß bie Arbeit lohnender geworden ist und daß sich mit unfern gesammten wirtschaftlichen Verhältnissen namentlich die Lage der Arbeiter gebeff-rt hat." Hesterreich. Wien, 30. Nooembrr. Die Regierung hat dem Abgeordnetenhause ein GeOtz über S nfübrurg von Post'Sp .ikaffen vorgele. t. Unter staatlicher Verwalturg und Geirährletstung wird darnach eine Staatssparkaffe mit dem Titel k. k. Postspa kaflenamt errichtet, al« deffen Sammelstellen die vom Han» delsminister hierzu bestimmten Postämter dienen. Die eingezahlten fre* ver- sügbaren Spareinlagen hat das Postsparkcffenamt fruchtbringend amulegev, und ttoar durch Ankauf verzinslicher östrrreichischer StaatSschuldoerschreibungen. Die Höbe des ZirSfußls wird auf drei von hundert für ba« Jahr festgesetzt. @in 1000 Gulden übersteigender Betrag des Sparguthabens wird nicht ver» zinst Die Rückzahlung be« Guthabens ober eines Theil« erfolgt nach einer Äünbiflurfl, welche bei jfber Sammelstelle (Postamt) eingebracht werben kann, auf Grund e ner Anweisung bis Postsparkaffenamtes gegen Vorweisung be« EinlagebuLks bei ber in ber Künbigung genannten Sammelstelle. Die Kündigungsfristen, b'nnen welchen die Rückzahlung zu erfolgen hat, werden im Verordnungswe. e festgesetzt. Außland. Petersburg, 30. November. Jgnatieff läßt gegenwärtig, um den uranaenebmen Eindruck, den der neueste Mordanfall erzeugte, zu verwischen, das Gerücht ter Breiter., Sai kowLki unb Neloikow seien wahrfcheinlich keine Nihilisten. Ersterer fei ein leichtsinniger Wüstling, der sich bas Leben habe nehmen, vorher aber noch ete. Das Blatt fragt, warum die Reise des Königs nicht bis Berlin fortgesetzt worden, ob die Beziehungen Italiens zu Deutschland ebenso intim seien, wie zu Oesterreich-Ungarn. Die Beziehungen Deutschlands zum Vatikan seien auf dem Wege ber Besserung. Der Gebanke an die möglichen Wirkungen dieser B fserung aus die deutsch-italienischen Beziehungen liege nabe. In dem minirten, bewegten Europa sei AlleS möglich. Die klerikalen Blätter erörterten bereits vor 10 Jahren die als lächerlich bezeichnete Combination, daß der Papst an Bismarck Concessionen machen und Bismarck den Papst in der Revindication der geistlichen Gewalt unterstützen werde. Lokales. Gießen, 2. Dezember. Nächsten Montag unb Dienstag finden öffentliche Sitzungen deö Provinzialausschuffes statt, in weichen folgenbe Gegenstände zur Verhandlung kommen: Montag ben 5. Dezember: 1) Klage des Freiherrn von Schenk zu Schwrinsberg gegen die Gemeinde Obe- Gleen wegen Gimarkungsrechts. 2) Beschwerde des Gemeinde-Einnehmers 1'1 lbr echt zu Büdingen wegen verweigerter Erhöhung seines Gehaltes. Dienstag ben 6. Dezember: 1) Beschwerde des Heinrich Damm zu Lollar gegen einen Beschluß des Gemcindr- raths daselbst wegen Regulirung der Lumda. 2) Klage des Ortsarmenverbandes Gießen ge,en den Landarmenverbano Friedberg wegen Unterstützuna des Peter Roth. 3) Klage des Ortsarmenverbandes Heldrnbergcn gegen den Ortsarmenverband Büdesheim wegen Unterstützung des Georg Ham m. Vermischtes. Darmstadt, 30. November. sPostpersonalnachrichtenj. Versetzt ist der Telegraphen- assistent Range von Gießen nach Frankfurt, Main. München, 25. November. Sicherem Vernehmen nach wird die „Allgemeine Zeitung- im nächsten Jahre von Augsburg nach München verlegt werden. — Emen colossalen Rausch hat ein Rittergut ii der Nähe Berlins zu verzeichnen. Dort warrn neulich sämmtliche °K uni wirt’ 0 brtrt srffi»» "„I, w» sLÄ ß< 'die Si^ & .#*5-5 6 Bnh sind n ; I 7b92) Bekanntmachung zu den Dienstag Donnerstag auf- L AepfclKraut (7882 empfiehlt C Ranft. Neuenweg 203. Hoc/nrolle (7236 per Prd. JL 1-20 empfiehlt Karl Hoffmann. 7878) M ttwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samüag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samüag sowie Dienüag MütwoL Donnerstag Samüag Dienstag Mütwoch Zur Metzger! Hackmesser und Spalter unter Garantie empfiehlt Willi. Seibert, Marktttrafie. 7904) Weine sind wieder eingetrofsen L. Zsrohnhäuser. 7500) (Sine Mark nfammlung billig zu verkamen Näh. Auskunft ertheilt die Erped. ds. Bl. Kirchliche Anzeigen der cvangeiischcnGemeinde juKietzen. Gottesdienst: Sonntag, den 4. Dezember. 2 Advent. Morgen- 9’/t Ubt: Gymnaslallebrer Stamm. Nachmittag- S Uhr: Pfarrricar Dtngeldey. Donnerstag den 8. Dezember: Im Gvmnasium Bibelftunde, Nachmittag- 6 Uhr : Pfarrer S «dl off er. (Luca- 15 tSleichnisfe vom verlorenen Schaaf, Groschen und Sohn.) Di« Pfarrgeschäftr für die Woide vom 3. bi- 10. Dezember besorgt Pfarrer Schlosser. --Xiie Hit Jabren bewährten Ingredienzen zur feinen «äckerei empfieblt bestens Emil Fischbach. 7898) ^ic'^Jnterefienten ton-bcn baber 7. 8. 10. 13. 14. 15. 17. 20- 21. 22. 24. * " 27. 28. 29. 31. 3 Januar 1882 4 5- H • 7. 9 " 10 11. 12. Bekanntmachung. 7895) Zur Empfangnahme und Beifchreibung bet ßlnfen von den bet biefiatt Spar- und Vvis duß Kaffe angelegten Kapttatten, sowie »ur B-tahlung der Zinsen rc. von den au« derselben entlehnten Kapitalien sur da« Jahr 1881 finb nachstehende G-,-bäfl«iage feligelcht: Montaa den 3 Decewber, Dienstag den « Decewber, Montag den 12. Decewber, Dienstag den 13. Decewber, Montag den I». Decewber, Dienstag den 20. Decewber “"b ^'Mona^Ianua^ I8«2 werden sodann noch die Wochen. l8flt SfflÄ S2U «L-wb-r 1882 W M. Geschäsi-iaq. nämlich j'ver Montag Vormittag von 7 bts 12 Uhr, selbstver stündlich mit Ausnahme von Festtagen, festgesetzt. Die £vmn Bürgermeister betheiligter Gemeinden werden ersuch , stehende« im Jn'ereffe ihrer Gtrneinde-Angehörigen ortsüblich bekannt machen lfl 3 Ude N-LmUl-g« «»bidehalt«, 'n S°u,b.m»Ion ->>,a«mmen und h-t ?antun, btT Hir borl deft.mmlen P--g-,im. «°ft unb e-dung i Ubr «°»miu°«« di, «dl, nad> bin Dnteld« Ibnbxtngt 12« »«ffajin, und voll« S-dun». Bremen. 3o. N°-nnd,i [®n tranUtianti(d) >» »remn>, w,l Karlsruhe statt. Loose für -ine Mark sind bei dem Unt-rz->chn-ten m Hadem Moritz Strauss junior in Mainz, General-Debitaire. -rankiurt a. «8 , den 2. D-ldr , Nachmittag, 2 Uhr 15 MIn (ttlegr. (£our4bert»l SS1® Äente 77%« 4% l^er NuffeL 73- ,«. 2. Onent-Anleihe 59V.e. o°/o «ü Rente 89^8. L'ombarben 131»,.. Tendenz schwankend. _____. Sll.nbors a. b. Lum'a, am 2S. November 1881. Vie Spar- und Vorschuß-Kasse Allendorf a. d. Lumda. Bieber. _________ &>"£. Xi-1’^l^SÄV’Ärsix ISVÄmÄ.y ^SHSS"S»SWEÄ s «Ära S--ML Je Ä »»r M'tz-WMMZSW taG, du,"ch tl. O.allHlm ,m,ii .(inn.lt^utiblid- Z - ) Srhlff.brrlrhl. mt««b«llt «on Mm «B-nt.n d.« norebntKb.n A°«° m ®*®"ftb«mbH Donau, -op. R «oisini «am Nord, b,uti±,nr™e,"’m ®um,n, welch« am 19 N<-«.mt« ton Newoort adge-tangen w«, gut B-zadlung der Linsen. w-ich-,°on bf "i bei der hiesigen Spar- und Leih käste Angelegten Kapitalien am Ende dieses >'bres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und Zwar: Dienstag den 6. Dezember 1881 Holzverfteigerung. Donnerstag den 8. Dezember, Vormittags 9’/2 Uhr ansangend, sollen im Dots-Gillkr Gemrindewald, tn der Nähe des VicinalwegeS nach (Airbenteich 400 Flchtenstämme von 12—30 Ltm.Durchm, 19 Mtr. Länge, m.t 90 Fstmtr., deSgl. 400 Kiefern- stämme von 12—30 C m. Durchm. 12 M'r. Länge, 108 Fstmtr, und 300 Fichten Derbstangen versteigert we.den. Die Zus wimer.kunft ist am Dtcina.- weg nach Garbenteich Dors.Gill, den 1. Dezember 1881. Oroßh Bürgermeister Dors-Gill. 7894) Knövper. Annonce, Die Thierarzistelle der Gemeinde Lampertheim mit einem fixen Gehalt von 1000 JL jährlich und einem lucratwrn Rebe.einkommen durch auS« zuübende Prax s ist sofort zu besetzen. Etwaige Bewerber belieben fich biS längstens 14 Tigen nach brüte unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei uns ent» weder schrif lich oder persönlich anzu» melden. LrmpertheiM, den 30. 9!ov. 1881. Großh. Bürgermeisterei Limpertheim. 7884) Seelinaer._________ 6354 Echten Dr. Sehwaebe’e Homöopath. (ycsundheitskasfee empfehlen DH. 9?an bi Cie Chapeau superbe, ei neuer Herrenhut, innen und außen aus Filz gefertigt, durch diese doppelte ?fi1$conftruction von äußerster Haltbar- cü, elastisch und wasserdicht, empfiehlt tn den neuesten Formen (7903 I^oids GalL Mäusburg. strima Gummischuhe d:lligst. (7905) L. Frohnhäuser- 7902) Mehrere Wagen guter Mist, zu Wiesendung sich eignend, zu derfaßen bei InftuS Värrn._______ M. (toloniainjrup, Aeitgebotenes. Feinste frankfurter Mrllchen empfiehlt (7 t 99 __________Emil Fischbach. Ueur holl vollhanngk, la reif. Limb. Käse empfiehlt (7883 Ranfts N u 'g 203. xxxxxxxxx Eiirliciie Arbeit oder — ? Vereinigung deutscher Nähmaschinen-Fabrikanten und Händler. Geschützt durch einen Eingangs-Werthzoll von 45°/o, der ferner Höhe nach einem Sperrzoll gleichkommt ferner geschützt durch em Cartell unter sich, wie es nur die grimmigste Geldgier der neuen Welt construiren konnte, mußten oie amerikanischen Nähmaschinen- Compagnien übermäßig dominiren und die Folgen waren: ein unnatürliches Wachsthum; zweitens- Jahresdividenden bis zu 60%, und drittens: mangelhafte Nähmaschinen. Fehlte doch Jahrzehntelang jeder Impuls zum Fortschritt. Massenherstellung war das einzige Ideal dieser Compagnien geworden und so mußten Niesenziffern entstehen, die dem Publikum allerdings leider rmponiren fön- en. Gegenüber den ungezählten Angriffen der Amerikaner auf die deutschen Nahmaschlnenindustriellen, die sich in ihrer Noth zur Abwehr zu einem Verein zusammengethan, erlauben wir uns kurz die Grundlagen zu zeigen, auf denen die deutsche Nahmaschinenindustrie emporwuchs. Kein Schutzzoll hielt die Hand über ihre Wiege, ja vielmehr wurde im Jahre 1865, als eben die ersten winzigen Saatkörner einer deutschen Nähmaschinenindustrie zu keimen begannen, der deutsche Eingangszoll von 6 Thaler pro Centner auf % Thaler herabgesetzt und noch heute 7889 GmpfehLung. n Meinen wertben Kunden, sowie einem hiesigen und auswärtiger; Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich mben mein-m Schuh '-acker. iWAäft, welches sich von heule ab in dem früher Weitzel'schen Haufe, Neustadt 194, befindet, ein ' ? 1 ' Mger in allen fertigen Zchuhwaaren errichtet habe. Empfehle solche zu soliden Preisen. Achtung-voll Carl Sack, Schuhmacher. & wlkm Ä'-nes Nähmaschinensystem erfunben. -^cfnn diese Match.ne wirklich ein neues System aufwiese, wenn sie wirklich em verdienstliches Werk wäre dann siele das Verdienst einer deutschen Firma zu. Die Mmch-ne, die trotz ihrem Ningschiffchen den Greife:- maschinen angehort, hat ihr Vorb ld m einer den Herren Diehl und Müller bereits 1866 patentirten Um- acbcitung der Wheeler-Wilson-Maschine gefunden. Die Behauptung, daß die Maschinen dieser Compagnie nur nachgeahmt würden, möge em ametitanü 1 W Urtbeil entkräften: Der Gerichtshof zu Muscatine m ^owa entschied gegen die Singercompagnie wie folgt • N'cht jene von euch verleumdeten und als unecht aus- geschrieenen Maschinen sind die nachgeäfften, sondern die eurigen selbst; seit eure Patente erloschen, sind eure Maschinen endlich von anderen Fabriken verbessert worden und ihr selbst habt euch zur Annahme einiger dieser Verbesserungen oeiftehen müssen, also sind eure logenannten echten Maschinen die nachgemachten. Möchte sich das deutsche Volk weder durch die Bezeichnungen Echt, noch durch die Riesenriff-rn, noch durch das neue »Meisterwerk der Erfindung" blenden und verblüffen lassen. Es bleibt Thatsacbe, daß die Amerikaner sowohl in der Ausstattung als in b^-2lu§tu^uns der Nähmaschinen überflügelt sind. ^Wie gerungen, 10 gelungen" sagt schon ein altdeutsches Spruchwort, man prüfe und man wird bald heraus- sinden, wo die ehrliche Arbeit, und wo der Humbua am Werk gewesen ist. J H Möchte das deutsche Publikum bei Gelegenheit der bevorftehenden Jahreswende seine Sliefe einer dis letzt nur tm Jnlande nach Gebühr noch nicht anerkann- wbhr als bisher zuwend.n. Die deutsche Nahmaschmen-Jndustrie verlangt keine Protection, sie verlangt ober die Berechtigung ehrlicher Mitbewerbung. erhebt das deutsche Reich den rührenden Betrag von \varc? Don der importirten Nähmaschine, wahrend die Ame-.ikaner etwa das Fünfunddreißta- fache einheimsen und damit jede Concurrenz von der Union fernhalten. Ter er)te Laut, den die junge deutsche Industrie vernehmen sollte, war der Lärm, die Ver- laumdung und die Schmähung der amerikanischen Reklame; kerne «feinen Patentrechte spielten ihre gesitz- ltche, kerne Cartells spielten ihr fragwürdige Htlfs- mittel zu, und das deutsche Kapital hat sich nur zu oft mehr für „Türkenloose" und „Rumänier" tuteressirt als daß es einer jungen Branche beigisprungen wäre. "nd trotz alledem blühte m Deutschland die zweitgrößte Nahmaschinenindustrie ter Welt heran mit ^"em ^nlagikap tal von circa 25,000,000 Mark, und doch beschickt Deutschland im Jahre den Weltmarkt mit nahezu einer halben Million Nähmaschinen - und das 211165 ohne Cartell, ohne Schutzzoll, ohne Privilegien. queren Verdächtigung war gesagt, die deutsche Nahmaschmenindustrle wisse nichts Neues zu schaffen. Nun, die heutigen Chefs der Singercompagnie haben die Singermaschine auch nicht erfunden, wohl aber wurden seit Bestehen des deutschen Reichspatentamtes zu Berlin (August 1877) 128 Patente an deutsche ^.^Maschinenfabriken vergeben, während die Amerikaner Ü-rtt 32 begnügen mußten, und davon fallen die Halste auch noch auf Deutschamerikaner Ein neuer Trumps, ein verzweifeltes Kampfmittel S^en uns i|t die plötzliche amerikanische Ankündigung einer sogenannten Ringschiffchennähmaschine mit dem stehenden Epitheton „Meisterwerk der Erfindung". Eine Kritik dieser Maschine würde uns als P-'rteileuten nlcht wohl anstehen und am Ende auch überflüssig sein da das „Meisterwerk der Erfindung" schwerlich je Boden tasten wird, aber verwahren müssen wir uns gegen die der Reklame eingesügte Bemerkung, die Deutschen Die Concordia. Mußten wir nothgedrungen jüngst die mit unglaublicher Zähigkeit in die Welt Hinern getrommelte fixe Idee bekämpfen, daß nur die Amerikanischen Näh- maschmen-Compagnien echte Grover, echte Singer rc. zu erzeugen vermöchten, so sind es heute die großen Paradezlssern der Herren Yankees, die wir auf ihren wahren Werth zurückführen möchten. Da heißt es in den Reklamen : Gesammtproduction drei Millionen Nähmaschinen! Jahresumsatz 30V,vvtt rc. Die Frage ist nun, wie sind diese Zahlen entstanden, sind sie die Resultate ehrlicher Mühen, verdienen sie Vertrauen oder hat sich der Humbug ein wenig dabei betheiligt? I 7897) Gesucht als Magazinier für eine chemische Fabrik ein Mann mit guter Handschrist, welcher Arbeiter tu beaufsichtigen gewohnt ist, und womöglich Gewandtheit im Wiegen besitzt. 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(7379 Äugstiefeletts rmpsiehlt in reeller Maare (kein Ausschuß) von Mk. L.7S an das Paar Exportbier pro Flasche 23 Pf. i o. . . . . a Ä Tufelbter , „ 18 , I Lieferung frei ins Haus. Wti Abnahme von zehn Flaschen gewähre entsprechenden Rabatt- „Kranllenfteund." Tas unter diesem Titel in Richter's Leipzig erschienene Schrfftchen gibt sowohl Gesunden bewahrte Rathschläge zur Bekämpfung der ersten Krankheits- Symptome, als auch Kranken zuoer- Anleitungen zur erfolgreichen Behandlung ihrer Leiden. Damit durch dieses Buchelchen möglichst alle Kranken die ersehnte Heilung finden, wird dasselbe von obiger Verlags-Anstalt gratis und franko versandt, es hat also der Besteller weiter keine Kosten als a H für seine Postkarte. (7891 Bismarckstr. K. Hilgärtner Bismarckstr. , - _ . . empfiehlt Flaschenbier ni bester Qualität. ntwortliche Redaction. A. Scheyda. —- Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pi et sich) in Gießen. 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