d?r. 141. Erstes Blatt. Sonntag den 3 Inli 1881 Mchmer 'Anzeiger Anikige- uni) AmIsblM fir iite Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag». »wrwmx Schnlstraße B. 18. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit vnngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher Hy eil. B e k a n u t m a ch u n g. Droßher,»glich«, Ministerium bei Innern und der Justiz hat dem Stadtvorst.,>d zu Ortenbera die Lrlaubniß zur Vornahme einer Verloosung von Noblen Rindvieh, landwirtbschastltchen und anderen Gegenständen in Verbindung mit dem diesjährigen s. g. kalten Markt, sowie! den Vertrieb der Loose im Großherzogthum Hessen unter den Bedingungen erlheilt, daß höchsten- 10000 Loose ä 1 JL unb mindesten- 85 /0 de- Brutto-Erlöse- hieraus lum Ankauf der Gewinne verwendet werden. Gießen, am 1. Juli 1881. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann.. Gefundene Gegenstände: 1 Tasch«nm,ff,r. 2 Porlemonnaik'S mit Inhalt, 1 Trauring, 1 Brosche, 1 Weste, 1 kkmdnkrageu, 1 Taschentuch, 1 Notizbuch, 1 Schürze, mehr, wchlüst.l, Dießen"'den 1. Juli 1881. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. ______ ______ ____________ ---—-----------— " Gießen, den 30. Junl 188L Das Großherzogliche Rentamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Berichtigung der Ende Juni 1881 fälligen Holzgeldcr aus den Oberförstereien Schiffenberg und Tret« a. d.Lda. hat 61, zum 25. nächste» Monats — bei Meidung der Mahnung — anher zu geschehen, rrovon Sie Ihren Gemeinde-Angehörigen in geeigneter Weise «kenntmß geben wollen. _______Schliepbake.___________ _______ Neut/chlauö. Darmstadt, 30. Juni. Zur Förderung des Obstbaues, insbesondere bei Anlage und Unterhaltung der Baumpflanzungen an den Staatsstraßen, hat Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, den Großh. Kreisbauämtern im A, schluß an frühere Verfügungen und mit Rücksicht darauf, d. ß im Laufe der nächsten Jahre die namentlich im Winter 1879/80 an den Baumpflanzungen eingetretenen Verlust; zu ersetzen sind, empfohlen, der Pflege der Baumpflanzungen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Hierbei wäre zunächst aus die Erhaltung und sachgemäße Behandlung der bestehenden Pflan. zungen Rücksicht zu nehmen, da es erfahrungsgemäß sehr schwerig sei, Neu- Pflanzungen an Stelle von entfernten Baumreihen auszubringen, seitdem die Gemeinden nicht mehr für die in ihren Gemarkungen verübten Baumbefchädi- gungen aufzukommen haben. Es ist ganz besonders empfohlen, die Pflege der bestehenden Obstbaumpflanzungen zu fördern und bei den erforderlichen Neuan- lagen in geeigneten Fällen auf die B Pflanzung der Straßen mit Obflbäumen, anstatt mit Pappeln oder anderen wilden Bäumen, Bedacht zu nehmen. Die Kreisbauämter werden weiter beauftragt, wegen Auswahl der geeigneten Baum- sorten und der BezugSorte mit t>cm Vorstände des landwirthschaftlichen Vereins der betr. Provinz in'6 Benehmen zu treten, bezw. in einschlägigen Fragen dessen Rath einzuholev. , r Berlin, 30. Juni. Die „Germania" enthält in ihrem Jnseratentheil die nachfolgende Einladung zur Heiligthums - Fahrt zu Eornelimünster bei Aachen: ' „Die alle 7 Jahre wiederkehrende Ausstellung und Verehrung der feit vielen Jahrhunderten in der hiesigen ehemaligen Benedictiner Äbteikirche befind- lichen großen Heiligthümer, als deren Schenkgeber Kaiser Ludwig der Fromme, der Stifter der Abtei Eornelimünster, gilt, wird am Sonntag den 10. Juli beginnen und bis Sonntag den 24. Juli einschließlich dauern. Die ehrwür- digen, auch in kunsthistorischer Beziehung bochbedeutenden Reliquien sind: 1) Da- leinene Schütztuch, linteum domini, womit Christus beim letzten Abendmahle bei der Fußwaschung umgürttt war. 2) Das Grabtuch, sindon munda, in welchem der heilige Leichnam deS Hellavdes im Grabe gelegen. 3) Das Schmeißtuch, sudarium domini, welches das allerheiligste Antlitz des Herrn im Grabe verhüllt hat. Kranke, welche mit ven Reliquien berührt zu werden wünschen, wollen sich, mit einem Zeugnisse ihres Pfarrers versehen, Vormittags 10 Uhr, wo täglich eine Privatvorzeigung stattfindet, in der Pfarrkirche einfinden." Wir haben dieser öffentlichen Einladung nichts hiuzuzufüge n und fragen nur, ob Niemand mehr in der römischen Kirche den Muth hat, gegen diesen an Abgötterei streifenden Reliquiendienst aufzutreten. — Bei der Operation, welcher sich die Kaiserin am Montag unterziehen mußte, handelte es sich um ein Bruchleiden. Wie schon gemeldet, ist die Operation, die Pros. Dr. Busch vornahm, vollständig geglückt. Die hohe Patieniin fühlt sich zwar noch schwach und angegriffen, ist aber in zuversichtlicher, geho- bener Stimmung. Die völlige Wiedergenesung ist mit Sicherheit zu erwarten. Hesterreich. Prag. .Schlagt die Deutschen tobt!" ist jetzt die Loosung der Czechen in Prag Geworben Der* Dreschflegel war schon einmal die Hauptwaffe Iber Czechen gegen die Deutschen- zur Hussitenzeit rasselte er unter dem (Sommanbo Ziska's nieber auf bie germanischen Schübel. Auch jetzt thun die czechischen Behörben Nichts, um bie ruhigen Deutschen gegen bie Ausbrüche bes fanatnchen czechischen Pöbels zu schütze:.. Im Gegentheil ist eine großartige Agitation zur Abschaffung ber beutschen Sprache im Röhmerlanbe im Gange. Wie immer^efmbe^chde^rage^l der Spitze dieser unwürbigen, kulturfeinblichen Bewegung Statt sich um seine nächstliegenden stets versäumten kommunalen Ausgaben zu kümmern, Prag aus dem de- schämenben Zustanbe: bie schmutzigste, ungesunbeste Hauptstabt Europas em ewig brobenber Herb widerwärtiger Seuchen zu sein, zu befreien macht fein Stadtrath In bohcr Politik. Der Bürgermeister hat einen Erlaß veröffentlicht, worin eS heißt. .Schreibt bie Stadt Prag, fei cs an Wen immer und wo immer hin, so ist in der Regel zu diesen Correspondenzen die böhmische Sprache zu gebrauchen. »«Wen immer .nd wo immer hin! Das ist em stolzes Wort. Herr Stramlik der Prager Tischlermeister, welcher die Ehre hat, Bürger meister von Prag zu sein, hat noch Mühe genug gehabt, die abschwächende, bas Schlimmste verhütende Einschränkung, „m der Regel" in den Erlaß zu dringen. Wir setzen bestimmt voraus, daß, wenn an irgend eine deutsche Stadt em czechischer Brief des Prager Stadtraths kommt, dieser unbeantwortet noch der hundertthürm'gen Königstadt an der Moldau zuruckaeiendet wird. Wie weit cs bie Czechen bei ihrem unsinnigen Wüthen gegen bas Deutschtbum bringen, das sollte ihnen doch aus der beschämenden Thatsache klar werden, daß die Bevölkerung Prags in den letzten 10 Jahren beträchtlich zurückgegangen ist. Und dies trotz der großen Fruchtbarkeit der czechischen Ehen! Wenn die Czechen es in hren Herrschasts- gelüsten darauf anfangen, bie deutsche Sprache in Böhmen abzuschaffen und den Deutschen bas Wohnen >n Böhmen überhaupt unmöglich zu machen, fo fptelen fte ein gefährliches Spiel. Der scharfe beutsche Flamberg ist dem klotzigen czechischen Dreschflegel zuletzt doch wohl gewachsen. Frankreich. Paris, 30 Juni. Deputirtenkammer. Jacques, Deputirte für Oran, entwickelt seine Interpellation bezüglich dec Vorgänge im südlichen Theile der Provinz Oran. Er fprtd)t fein Bedauern aus, daß nicht, wie bei früheren Gelegenheiten, militärische Demonstrationen unternommen worben feien, um dem Ausstande zuvorzukommen; er tadelt den Mangel an Voraussicht und die Vertrauensseligkeit des Generalgouvernrurs von Algier und beantragt eine Untersuchung, sowie die Anwendung wirksamer Maßregeln zur Herstellung der Sicherheit in Algier Journault erklärt, er habe, alS er Generalsecretär von Algier gewesen, eine militärische Demonstration im Süden Algiers gewollt, aber der Generalgouoerneur habe erklärt daß man Nichts thun dürfe. Journ- ault verliest Auszüge aus einer osficiellen Depesche, welche feine Behauptungen rechtfertigen. Gasconi spricht von einem zwischen ber C'vilgewalt unb ber Militargewalt beftebenben Antagonismus. Der Kriegsminister fetzt die Schwierigkeiten auseinander mit welchen bie militärischen Operationen wegen bes Terrains und der H'tze zn kämpfen haben: er conftatnt, daß d,e Vorsteher der Niederlagen der Alsa gewarnt worden feien baß biefe aber an feine Gefahr geglaubt hatten. Der Minister sagt, es werbe nöthig sein, zwischen Saiba unb Gerpville ein größeres Lager Fr Erneuerung beß Proviants zu errichten. Er lehnt eine Untersuchung nicht ab stellt aber den Truppen das beste Zeugniß aus und sagt, wenn Fehler gemacht worden sind, zo werden dieselben verbessert' werben. Ein anberet Deputirter von Algier greift ben General- Gouverneur unb bie Militärbebörde heftig an unb wirst ihnen Mangel an Vorsicht unb Ungefchicklichkeir vor. Jules Ferry vertheibigt bas Verhalten des Generalgouverneurs unb sucht nachzuweifen, baß alle in der Debatte aufgebeckten L ersehen Militärische Akte seien Ter Generalgouverneur habe bie Militlwbehorben beftanbkg aus bie^Gefahren im süblichen Dran aufmerksam gemacht. Der Conseilprasibent spricht bie Hoffnung aus, bie Kammer werbe ber Regierung Z"t lassen, die Angeleg«heiten im Üblichen Algier zu einem guten Enbe zu führen. Brisson.tritt Ferry. ^.dlussührungen bezüglich ber Frage ber Verantwortlichkett entgegen unb fagt,^ weder ber Ge"eral- (9öuD,meur noch die Regierung, noch die Militärbehörde werden zich von den Anklagen rein waschen deren Gegenstand sie heute gewesen Floquet schlägt eine Resolution vor, welche betagt, baß die Kammer in dem Wunsche, die ^'Iregierunger- balten die Krisis »u beendigen und über die Verantwortlichkeit zu entscheiden, beichl.eß , ^runurluiünglcomm.h-fon.b«^!,» bet Vorgänge -nfttaj. ^^7"em?°°n ^ntraa wrb mii 330 gegen 155 St'mm en abgelehnt. Jules »yenp entart, eine von Melme beantragte Zageeorbnung, welche bas Vertrauen bet Kammer jur Rettung nn^svricht annebmen zu wollen. Die Kammer beschließt mit 2bb gegen stimmen, ber' Tagesorbnuna des Interpellanten Jacques den Vorrang einzuraurnen. Letztere bfs saM' Die Kammer zählt darauf, daß künstig alle geeigneten Matzregeln werbenge- troffen wnben um b-.e Sicherbeit in Algier derzustellen. Jules Fen? erklärt btefts I->delsvotum im Anträge Jacques nickt annehmen zu wollen. Die Kammer vertonst biernack bie Tagesordnung Jacques mit 236 gegen 220 Stimmen unb nimmt biejen ßc von Meline mit 282 gegen 194 Stimmen an. Außland. Moskau, 25. Juni. I- Kre fe Martapol brfivden sich sieben iüdsi Colonien; drei derselben sind ganz kürzli-Ä von russischen Bauern qu8 den benachbarten Dörfern Kamenki und Rasvorow buchstäblich ausgeräumt worden. Die Bauern erschienen nämlich am Hellen Tage mit mehr als 100 Fuhren, luden ohne Umstände das sämmtttche Eiqenthum der Juden auf, ohne baß sie von diesen daran verhindert werden konnten, und fuhren — ohne wettere Ausschreitungen zu begehen — gemüthlich von dannen. „Der Czar hat befohlen, den Juden zu nehmen, was sie besitzen, sie selbst aber nicht zu mißhandeln — und also thun wir", sagten sie. In den benachbarten deutschen Colonien forschten sie ebenfalls nach Juden und bedrohten die Colonisten mit einem gleichen Schicksal, im Falle sie die Juden schützen würven. Sriegraphischr Depeschen. Wolfes telegr. eintoen totemifä)en Versen unb bte große Seltenheit solcher Blätter, wie sie im 16. Jahrhundert von Verwandten den Verstorbenen gewidmet wurde, gab dem Verfaffer deS Weikchen« dankens. werthen Anlaß zur Wiedergabe derselben durch Lichtdruck. Eqenolff starb demgemäß am d ,«'b'var 1555 Er wurde am 26. Juli 1502 zu Hadamar mt Naffauischm geboren tarn mit vierzehn Jahren nach Mamz^ um al8 Scholar auf der dortigen Universität humanistische Studien zu treiben war Im Jahre 1529 selbstständiger Buchdrucker in Straßburg I. S. unb suchte am 20. Sep ember 1530 beim Rathe der Stab: Frankfurt um Aufnahme ,n die Bürgerschaft nach Dieselbe wurde thm gewahrt und so siedelte er. wte es scheint, im nächsten 3'’t"."’4 ^.ffurt über. 6r gelangte dort bald zu Ansehen unb reichen BesitzthÜmern unb starb hochgeachtet. Seine Grabschrift lautete nach dem im Stadtarchiv ausbewahrten Evi taph.enbuch das au* eme Zeichnung des Grabmals enthält, aus deutsch: „Hier liege Ick Egeno ff nach Ehrtsti Namen genannt, der Ich der erste Buchdrucker in dieser Stadt war " Kbrid an Eqenolff aus Hadamar starb im Jahre 1555, Im Alter von 53 Jahren feit der durch ihn hierorts erfolgten ersten Einführung der Buchdruckerei 25 Jahre lang Bürger Zu des Verstorbenem ewigem Gedächtniffe haben seine Gattin und die überlebenden Kinder bleks Denkmal setzen lasten. K.T.effIb' 27-311"*, Jene gegenwärtig durch die Zeitungen laufende schreckliche Ge- sch ckte, die in der Volksschule Nr. 25 auf der Ftschelner Landstraße passt« sein und na» welcher ein Lehrer ein Kind aufgelegt haben soll, beschränkt sich nach der (Melber darauf daß der Lehrer das betreffende Kind zur Strafe mit einem großen Tafel abwtscktuch um den Hals an emen Mantrlstock stellte. Folgen hatte diese Strafe b:e von der Schuttnfpectlon allerdings a!8 eine ganj unpgffende erkannt und demgemäß auch gerügt wurde, durchaus a cht gehabt. Das Kind, von welchem es hieß, daß es dem Tode fast ver fallen fei, war nicht einen Augenblick unwohl; auch wurde der Lehrer weder verhaftet noch zeitweilig seines Amtes enthoben. . . . . “ 3" ealgwebet hatte ein biederer Bürger, dem c8 sehr viel Kummer machte, bah feine Na e eine fabelhaft rothe Färbung befaß, sich in Folge emer Zeitungs-Annonce postlagernd an einen Wodtthater der Menfchhelt gewandt und bemfetben ble üblichen 5 M. ein- »eschickt. Er saß im Kreise seiner Familie bei Ttsck, als das Antwortschreiben eintraf Mit hoffnungsfreudiger Miene wurde es geöffnet, aber alsbald entfiel es der zitternden Hand Di" Gattin hob das Blatt auf, um den höhnischen Rathschlag an ihren rothnasigen Gatten zu lesen: „©auf, bis sie blau wirb!" 0 , k » Dassel, 27 Juni. @m Intereffanter Fall Ist vor einiger Zelt beim fönigl. Ober, landeSgericht bierselbst In zweiter Instanz entschieden worden, der namentlich für die ländlichen Gemeinden und bte Landwlrihe von Nutzen Ist. - Die Gemeinde Bettenhausen hat die Jagd in ihrer Gemarkung schon seit langen Jahren an ben Staat verpichttt, und enthält der betreffende Pachtvertrag eine Bedingung, daß der Pächter verpflichtet ist, dafür zu sorgen daß im Jagdrevier sich keine Schaaren von Vögeln, Dohlen u. dgl. bilden welche den Feldfrüchten schaden konnten, nothigenfalls Ist der Pächter für allen entstehenden Schaden haftbar. Der Oeconom August Sckweitzer zu Seitenbauten machte nun Dem Pächter, vertreten durch den Fasanenmeister Schäfer, im Jahre 1880 Anzeige, daß ganze Schaaren von Spatzen sein Welzen- feld arg Heimsuchttn, und ersuchte um Abhülfe auf Grund des Vertrags nut bet Gemeinbe. btefc nicht erfolgte, ließ Herr Schweitzer seinen Schaden abtaxiren und verklagte den Fiskus. Dieser Prozeß (ft nun am 26. April zu Gunsten deS Kläger« entfliehen worben, derselbe erhalt seinen vollständigen Schaden Anspruch im Betrage von 1200 JL, auch hat der Fiskus alle Kosten zu tragen. 7 ° H ana u 26. Juni. Die ganze Eisenbahnstrecke Hanau-Friedberg wird am 1. Sep- ^"'ber d. I. eröffnet. D»e Erdarbeiten sind nunmehr vollendet, mit dem Legen der Schienen A"?cken F^edberg wird die nächste Woche begonnen. Die Bahnstrecke von Hanau bis Wtndecken wird bekanntlich schon seit längerer Zeit befahren. .r. Juni. Die Absendung von 1200 tunesischen Soldaten nach Sfar wird durch ernsthafte Unruhen mottvtrt. Es sind daselbst mehrere Europäer verwundet. Die An. Wesenheit des französischen Kanonenbootes „Edakal" verhinderte größere Unordnungen. In der betreffenden Depesche wird die Besetzung von Gabos und Jl Djerba angrrathen. Die Psinnigfpsrksssen in Gießen. Alter Spruch: Wer den Pfennig nicht will achten, m l a „ Wird umsonst nach Thalern trachten. Verständige Arvelt wird uns vorwärts bringen zu Wohlstand und Zufriedenheit wenn zum Fle,ß, welcher erwirbt, sich die Sparsamkeit gesellt, welche erhält. ' v m Die Sparsamkeit bewahrt uns in schlimmen Tagen vor Hunger und Elend, vor der Noth, welche unseren Besitz in die Hände der Pfandlecher und Wucherer liefert welche zum Betteln und oft zum Verbrechen fühtt; die Sparsamkeit macht uns fähig' Mers'ch?n Un§ fC bft 8U und bannt macht sie uns zu wahrhaft unabhängigen Die Sparsamkeit wird aber auch überaus reich belohnt, nicht nur durch das wachsende Kapttal, sondern auch durch das wachsende Ansehen des Sparsamen durch das öffentliche Vertrauen, welches sich ihm zuwendet. Die besseren Stellen, der höhere Verdienst fallen chm zuerst zu, weil man ihm vertraut, weil die Erfahrung lehrt dasi der Sparsame Gewalt über sich selbst hat, daß er mäßig und ehrlich ist, daß er nichts thun wird , was seinen guten Namen, ferne Zukunft schädigen könnte. Der Sparsame für diese bessere Zukunft auch von Tag zu Tag befähigter; denn er kann z. B. wo es Noth thut, besseres Werkzeug anschaffen, eine kleine (Kaution stellen öder sich besser kleiden. ' So wird aus dem Sparsamen meistens der wohlstehende, angesehene Mann m besten Familie Ordnungsliebe, Ehrenhaftigkeit und alle Tugenden erblich werden zum Segen der Gemeinde und des Landes, welche solche Bürger besitzen. m im Leben schützende und beglückende Tugend der Sparsamkeit unendlich schwer, besonders wo die Einnahmen gering und die Bedürfnisse oder die Verlockung zum Vergnügen groß sind Namentlich den jungen Männern muh deßbalb der erste Entschluß zum Sparen crleidbtert werden durch möglichst bequeme (Gelegenheit, non dem erhaltenen Arbeitslohn. »ogleich etwas der sicheren Sparkasse anzuvertrauen. In d>e hiesige Spar- und Lcihkasse kann als kleinste Einlage Eine Mark und 70 Pf. eingelegt werden; bei geringen Einnahmen kann aber datz Sparen mfistens nicht mit Mark, es muh mit Pfennigen angesange« werden Der erste Entschluß zum Sparen mutz also weiter erleichtert werden durch Einrichtung von Sparkassen für kleinste Beträge. Wir wollen deßhalb an verschiedenen Punkten der Stadt Pfennig-Sparkassen errichten, in welche an jedem Samstag Abend, und zwar von 6 dis 8 Uhr in der Zeit vom 1. April bis 1. October, und von 5 bis 7 Uhr in der Zeit vom 1. October diS 1. April, (Erwachsene sowohl als Kinder Ersparnisse von 5 Pfennigen an Wöchentliche Einlagen betragen mit den erwachsenden Zinsen, daS Jahr nur in 10 Jahren: M. 28.92 „ 58.16 „ 116.58 „ 292.76 in 14 Jahren: M. 48.18 „ 97.- „ 194.43 „ 488.24 «tnlegen können. Wie sich die Sparpfennige vermehren, ergibt folgende summarische Berechnung. in 20 Jahren: M. 71.68, „ 144.20, „ 289.16, „ 726.08. zu 48 Wocheneinlagen gerechnet: in Ä Jahren: von 4 Pfennigen: M 13.06 „ 10 „ 26 24 20 „ 5261 „ 30 , 132.08 Wir sehen hieraus, wie rasch mit den Zinsen die Ersparnisse wachsen, und wie leicht eS ist. für die eigene Zukunft, für Nothfällc und für Eonsirmation, Lehrzeit und Ausstattung der Kinder durch kleine wöchentliche Ersparnisse vorzusorgen. De Pfennig-Sparkassen nehmen Einlagen in beliebigen, von 5 zu 5 Pfennigen aufsteigenden Betragen bis zu 95 Pfennigen an, ertheilen darüber unentgeltlich Qun- tungsbüchlein und schreiben bic Einlagen in ein Tagebuch. Die Gesammteinnahme jedes Zahltages wird im Tagebuch addirt, von dem Beamten der Pfennig-Sparkasse unterschrieben, der Betrag an die hiesige Spar- und Leihkasse als Einlage der bete Sparstation eingezahlt und dort quittirt. Baare Rückzahlungen können die Pfennigsparstationen von der Spar- und Leihkasse nicht verlangen. Sobald die Einlage eines Psenniasparbuchleins 1 Mark und 70 Pf. erreicht, wird sie in der Spar - und Leihkasse aus den Ramen des Einlegers eingetragen und verzinst. Ein Schuldschein der Spar- und Leihkasse w>rd durch Vermittlung der betreffenden Psennigsparstation dem Einleger behändigt, welcher also in den Stand gesetzt wird, feine Einlagen stets selbst zu überwachen. Die Pfennig-Sparkassen leisten keine Rückzahlungen, wohl aber die Spar- und Leihkasse; soll also eine Psennigeinlage zurückgcnommen werden, so hat der Einleger oder dessen Erben die Einlage bis zu 1 Mark und 70 Pf. zu vervollständigen, dann wird sie »n die Spar- und Leiykasse eingelegt und kann von dort zurückgenommen werden. Ein Kuratorium von fünf Personen, deren eine Mitglied des Vorstandes der Spar» und Leihkassc sein soll, wird mit der Oberleitung der Pfennigsparkassen betraut. Alle Stellen der Beamten der Pfennigsparkassen sind Ehrenämter, und wir dürscn eS für einen wichtigen Fortschritt, für einen werthoollen Gewinn der Menschenliebe halten, daß eine stets wachsende Zahl der besten Einwohner unserer Siadt veranlaßt wird, sich mit persönlicher Arbeit um die Verbesserung der Lage ihrer Mitbürger zu bemühen. Der Geschäftsbetrieb der Pfcnuigsparkaffen wird am Samstag den 2. Juli L I. eröffnet und ffnd vorläufig bei den nachstehenden Herren Pfennigsparstationen errichtet: Station L Herr Kaufmann Schopbach, Reue-Bäue Nr. 80. „ 2. „ „ Fischbach, Seltersweg Nr. 183. „ 3. „ „ Kurz, Neustadt Nr. 191. „ 4. „ „ H Schreiber & E Sack, in Firma: Carl Hensel, Wallthorstraße Nr. 228. So wollen wir denn hoffen, daß unsere Mitbürger von diesen neuen Einrichtungen recht eifrigen Gebrauch machen. Wir sind überzeugt, daß die Pfennig-Sparkassen den Zweck erfüllen, wozu sie errichtet werden: recht Vielen die Bahn zum Vor- wärtskommen im Leben, zu Wohlhabenheit und Zufriedenbeit zu eröffnen, recht Viele durch kleinen Anfang zu Menschen zu machen, welche sich selbst beherrschen können und dadurch wahrhaft selbstständig, frei und glücklich werden. Dogt, Stadtverordneter. Fresenius, Polizei-Commissär. Lhncker, Rentamtmann. Schlosser, Pfarrer. Schmidt, Universitätsrentawtmann. Handel und Scrfrbt. Gießen, 2 Juli. Auf rem heutigen Wockenmattle kostete Autt»r per Psi. 80 bi6 0 90. Hühnereier 1 Stück 0 H 2 St. 11 4h, Enteneier per 1 Stück 6H, Gänseeier 1 etücf OtiO 4- käse per Stück 5—11 Käsematte per Stück 3- 0 L». Eroten 1 Liter 20 4» Linsen 1 9ttr* 24 Tauben Pn 0.70—0 80, Hühner p. St. JL 1.00—1 50, Habnen p. St. JL 0.75-1.30, Enten per Stück JC 1 50 2.00 Oäienf’eOd. 66-00 L, per Pfd. ?ub. ur.r Rindfieisck 48 -50 Kalbfleisck 40 44 4h Hammelfleisch 66 -70 Sckweineflellck 64—66 Kartoffeln per 100 Kilo 5 50 0.00. Zwiebeln p. Etr. X 22 bi« JL 24, Mllch per Liter 16 und 18 4, Kirschen da« Pfund 20-30 Aus;ug aus den Standesamtsreaistern des Standesamts Gießen. Vom 25. Juni bis 2. Juli 1881. Eheschließungen. 29. Juni. Maschinenmeister Alwin Andreas von Leipzig mit Marie Margarethe Elise Katharine MuSkulu«, Tochter des verstorbenen FuhrmannS Georg MuskuluS von Gießen. 29. Eckneider Johann Georg Römer von Krofdorf mit Anna Marie Brück, Tochter dc« Landmanns Peter Brück von Erda. (R r b o r e n f. 19. Juni. Dem Professor Dr. Emil Schürer ein Sohn, Johanne« Friedrich 22. Dem Taglöhner Hemrick Monnberger ein Sobn, Heinrich 23. Em Sohn von hier- 23. Dem Kaufmann Robert Hecker eine Tochter, Johanna Louise. 24 Ein Sohn von auswärts, Heinrich 21. Dem Metzgermeifter Georg Möhl ein Sohn 25 Eine Tochter von bier' 27. Ein Sobn von auSmärt«. 27. Dem Holzrvaarenhändler Martin Weißbäcker Zwillmgssöhne. Gestorbene. 25. Juni. Maurer Heinrich Gerßler III., 58 Jahre alt, von Staufenberg 25. Wiege meister Heinrich Kloo«, 77 Jahre alt. 26. Johann Karl Heinrich, 3 Monat alt, Sohn de« Bäckermeister« Gustav Eqer. 26. Lobndiener Christian Wilhelm Henkel, 45 Jahr alt. 27. Elisa- bethe, 1 Jahr all, Tochter de« Heizer« Johanne« Schaum. 27. Taglöhner Georg Stohr, 52 Jabre alt. 28. Taglöbnerin Cbristiane Scklauderaff, 50 Jahre alt, von Königsberg. 29. Johann Wilhelm Fritz, 2 Jahr alt, Sohn de« Technikers Fritz Grell von Wetzl«. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 29. Juni. Alwin Andreas, Buchdrucker zu Gießen und Marie Margarethe Elise Katharine Mußkulu«, ledige Tockter de« verstorbenen Fuhrmann« Georg Mu«kulu« zu Gießen. Getaufte. Den 26. Juni. Dem Gelbgießermeister Heinrich Schwan eine Tochter, Johanna Christiane, geboren den 10. Mai. Denselben. Dem Schubmacker Konrad Häuser eine Tochter, Emilie Anna Elisabetbe Juliane, Karoline, geboren den 5. Mai. Denselben. Dem Müller Philipp DebuS ein Sohn, Wilhelm Albert, geboren den 3. Ma». Beerdigte. Den 25. Juni Freifrau Antonie von Heimrod, geb. Setjel, Wtttwe de« Großherzogl. Hessischen Majors a. D. Carl Freiherrn von Heimrod, alt 58 Jahr, gestorben den 24. Juni. Den 27. Juni. Heinrich Klo«, Wiegemeister, ein Wittwer, alt 77 Jahre, gestorben den 25 Juni. Den 28. Juni. Christian Wilhelm Ludwig Emil Henkel, Lohndiener, alt 45 Jahre gestorben den 26. Juni. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 3. Juli. Berichtigung. Die KalechlSmuslehre findet mit der confirmirten männlichen Jugend statt. Sonntag den 3. Juli findet um 9 Uhr in der Hospttalkirche altkatholischer Gottesdienst statt. Brodpreise vorn 3. bis 17. Juli 1881. der Bäcker 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod 2 „ (4 „ ) „ .... 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot) I. Sorte 2 „ (4 „ ) „ M 1 „ (2 „ ) „ II. Sorte 2 „ (4 „ ) bei Konrad Rinn III 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrot) II.Sorte bei K. Wallenfels und K-Haas . „ F. W. Hartmann „ H. Kuhn „ L- Kroneberg, D- Rühl Wwe., Ehr. Faß, M. Lenz, E. Wallenfels und L- Keil NB. Schwarzbrot) II. Sorte wird von W. Lange und Aug. Noll nicht verkauft. 32 64 29 26 52 54 73 76 der Brodverkäufer 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod 2 1 2 (4 „ ) „ - - - . (2 „ ) Schwarzbrot) I Sötte (4 „ ) 3 „ (6 „ ) bei W. Seulina und Ph. Bob - 1 Kgr. (2 Pfd.) Schwarzbrod II. Sötte 2 „ (4 „ ) 3 „ (6 „ 2 bei Emil Sauer . „ I Thomas 78 35 26 7 8 Gießen, den 2. Juli 1881. Großherzogltche Polizei-Verwaltung Gießen. Fresenius. Hcugras -- Versteigerung zu Allendorf a. Lda. Donnerstag den 7. Juli l. I., Lormiltags 7 Uhr ansangend, soll daS Heugros von den städtischen Wiesen, ca. 50 Morgen, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Aliendorf selbst am Unterthor. Allendorf a. Lda., 30. Juni 1881. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. 4432) Bieber._______ Zwei Eichenstämme, lagernd im Wismarer Gemeinde-Wald, Distr. Kennelsheck, ä 11 M. lang, 59 u. 60 Ctm- stark—3,01 u.3,11 Fstm. hallend, sollen Donnerstag den 7. d. M., um 11 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten versteigert werden. Crofdorf, den 1. Juli 1881. Der Bürgermeister Allgemeiner Anzeiger. Tapeten* 4452) Durch die Ukber.iahme eines großen Lazerbestandes habe ich viele Muster zurückgesetzt und verkaufe solche als Reste (für einige hundert Zimmer in allen Größen bis zu 25 Rollen) bedeutend unter dem früheren Preis. Die Muster sind durchaus geschmackvoll und nur in guter Waare, und werden Glanz- und Goldtaptten von 40 Pfg. an und Naturelltapeten von 15 Pfg. an per Rolle abgegeben. Bei größerem Bedarf, wie Neubauten rc., bietet diese Gelegenheit außerordentliche Vortheile, worauf ich ganz besonders aufmerksam zu machen mir erhübe. Heinrich Hochstätter. 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Oelfarbenanstrich der eisernen Brücken auf der Strecke von Betzdorf bis Gießen soll vergeben werden. Die Offerten find versiegelt und mit ent' sprechender Aufschrift versehen bis zum 13. Juli, Vormittags 10 Uhr, der unterzeichneten Bau-Jnspection Porto- frei einzusenden, woselbst die Bedingungen während der Dienststunden zur Einsicht ausliegen und die Formulare zu den Offerten abgegebenen werden. Die Eröffnung der Offerten erfolgt zur angegebenen Zett in Gegenwart der etwa erschienenen Sub- mtttenten. Wetzlar, den 29. Juni 1881. Königliche Elsenbahn-Bauinspection. 4453) Ulrich. Feilgebotenes. 4459) Weazugshalber sind gut erhaltene Möbel, als: Küchenschrank mit Glasaufsatz, Mahagonitisch, Bettstelle rc. preiswiirdig zu verkaufen im Haufe des Herrn Loccmotivführer Otto, Wallthorstr. «othaer la. ff. 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Freunden und Bekannten statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß heute Abend 8 Uhr mein lieber Mann Carl Schmitz seinem langen Leiden erlegen ist. (4472 Um stille Theilnahme bittet Gießen, 1. Juli 1881. Marie Schmitz. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Neustadt, aus statt. Philosophenwald. Sonntag den 3. Inti 14451 Grosses Voncert ausgeführt von der Kapelle (28 Mann) des II. Grossh. Hess. Inf-Reg. Nr. 116 unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Krausse Anfang L Uhr. Entree »iO P/)/. Montag Abend: Philosophenwald.. Der Wetterauer Siin^rliiiiiil feiert Sonntag den 10. und Montag den 11. Inti er. fein 19. Sängerfest in den Gauen Das Festcomite. 4421) Watzenborn und Steinberg, wozu Freunde und Gönner hiermit freundlichst eingeladen werden. Sonntag den 3. Inti: (4414 Tamsmusih. wozu ergebens! einladet Karl Dorfeld, Wieskck. 4385) Meine Wohnung und mein Amtslokal befinden fich vom 1. Juli ab in dem Haufe des Herrn Carl Demuth Schillerstraße Ul' 4385) Geissler, Gr. Gerichtsvollzieher. ■MOHMRMRBnHMiHBM Verwandten, Freund en und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß unser innigstgeliebter Gatte und Vater Herr Carl Seipp gestern Abend 6V2 Uhr nach kurzem aber schweren Leiden in ein besseres Jenseits verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten .. (4466 Gießen, 2. Juli 1881. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause (Südanlage) aus statt. 4444) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______Schillerstraße lll3/10 Mansarde. 4434) Ein Laden in bester Lage der Stadt zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition ds. Bl. Vermischte Anzeigen. 4468) Ein braves Mädchen, mit guten Zeugnissen versehen, wünscht eine Stelle auf sogleich für Haus und Kücbe. Nähere Auskunft bei Bermicthenn Frau Langsdorf, Lindenplatz 244.____________ Frohsinn. Heute Samstag Abend, präcis 9 Uhr : General-Versammlung. Tagesordnung: Vorftandswahl. 4443)_________Der Vorstand. 4433) Ein Herren-Sonnenschirm ist am letzten Sonntag in meinem Warte- zimmer zurückgelassen worden. Or. Blum. 4431) Ein erfahrener, zuverlässiger * Justtrer für Ctgarreukistchen wird per 1. August gesucht- Zeugnisse über Fähigkeit, Solidität und Angabe des Lohnes wird verlangt Offerten zu richten unter F. 4629 an Rudolf Messe In Frankfurt a. M. Das photographische Atetier von Kolodzie'a Nachfolger, Wetzsteingasse A 45, empfiehlt sich zu photographischen Aufnahmen in jeder Art und Größe zu den billigsten Preisen. (4460 Aufnahmen bet jeder Witterung. Wß hat den Vogelkäfig ge- V ♦ 4 O Wonnen. (4462 iFadj Hilfe suchend, durchfliegt mancher Kranke die Zei« tungen, sich fragend, welcher der vielen (57X75) Heilmittel-Annoncen kann man ver- W 4458) Ein tüchtiger Arbeiter, welcher Gartenarbeit versteht, sucht Beschäftigung. Näheres in der Exped. ds. Bl. ______ 4461) Ein Bursche von 18—20 Jahren, welcher Ackerbau versteht, wird gesucht. Kirchenplatz A. 249. 5^71 trauen? Diese oder jene Anzeige im- pontrt durch ihre Größe; er wählt und yfcr wohl in den meisten Fällen da» — X Unrichtigel Wer solche Enttäuschungen t vermeiden und sein Geld nicht unnütz j auSgeben will, dem rathen wir, sich A von Richter'S BerlagS-Anstalt in Leip« I zig die Broschüre .Gratis-Auszug" 1 kommen zu lassen, denn in diesem Schriftchen werden die bewährtesten Heilmittel ausführlich und sachgemäß ^2 besprochen, so daß jeder Kranke in aller Ruhe prüfen und daS Beste für fich auswählen kann. Die obige, bereits in 150. Auslage erschienene Broschüre wird aratiS und franco versandt, cS entstehen also dem Besteller weiter keine Kosten, als 6 Pfg. für seine Postkarte. 4435) Wir suchen für unser Manufaktur- und ModewaaremGeschäft per 1. ober 15. August einen tüchtigen Verkäufer. Derselbe muß mit Stadt- und Landkundschaft vertraut sein und sich zur Reise eignen. Nur Solche wollen sich melden, welche auf eine dauernde Stelle bei steigendem Salair reflektiren. Chrph Bersch Nachfolger in Marburg. Herrenkleider werden unzertrennt schön gewaschen und- gefärbt. (4450 Rasche Lieferung. Billige Preise. J. C. Böhler 4450)___________B. 29 Schulstraße.______ 4465) Gestern Abend wurde vom Pfau bis an den Lahnstein eine Sommerjacke verloren. Der Finder wird gebeten, dieselbe in der Exped. d. Bl. abzugeben. Unserem lieben Freunde Gustav Trübe *, ♦ zu seinem morgen stattfindenden ♦ ♦ Wiegenfeste dir herzl. Glückwünsche. ♦ ♦ T-Br. ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ 4436) Unserem lieben Freunde Georg H.....r zu seinem 23. Wiegenfest em dreifaches „Glückauf", daß die ganze Bahnhofstraße wackelt und Wasch- und Schmalleder Schottisch tanzen auf dem Stadtboch. .____________»AmteLtia." Einen ordenll. Lehrjungrn sucht Trautmann, Kupferschmied- (4445 örtliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei lFr. Ebr. PtetsM in Gießen.