FeutlHland. Berlin, 30. Mar. Die heutig Frühjahr-.Parade der hiesigen ®ar» r.ifon vor dem Rauer auf dem Tempelhofer Felde nahm bei herrlichem Wetter einen glänzknden Verlauf. Der Knler, der Kronprinz, die übrigen Prinzen drs königlichen Hauses und sämmtliche Prinzessinnen, welche mit der Großber- zogm-Mutter, der Großherzogin und der Erbg^oßherzogin von Mecklenburg. Schwerin der Parade zu Wagen beiwohnten, wurden auf dem Hin- und Rückwege von der in den Straßen massenhaft angesammelten Bevölkerung mit jubelnden Zurufen begrüßt. Zu dem im Weißen Saale heute Nachmittag stat sii der.den Paradediner sind 370 Einladungen ergangen. Großhrrzog und Elbzroßherzog von Mecklenburg nehmen an demselben Theil. AranLreich. Paris, 30. Mai. Nachrichten aus Rom behaupten, eS hätten vertrauliche Vorverhandlungen zwischen der deutschen Reichsregierung und dem Vatican stattgesunden, um die Frage der Ernennung eines CapitularvicarS für die ' mit Jrtd )en. k-SK. 1. D. Sbdjtn sucht eten. Exvedition 5 Zimmel lli 111 80; Mrich. SSrnFtn ör ift prr n. öieinstraßk. Ift otoc^p Jlojiä ao' tbm. l?v ni r Damr m mchl Stelle nemyotgut ^prbition seilen bei wpp, er, ebberg, erber. b:t en, roerb'rr fferten >ub -Expeblwn läbchen auf m gflbtn- n bit gtbrt Zchreiner _ Amädchen, vcn'ehen ist, g $ lit inde •rn dauernd [berühmtes scheu wate. »r die (3.E fatytaU (tränte ff ©eite su- obiqt. * eridjicne« , veri^?; eitet teile te. E- nde Lande, trbtiihi”8- ach* anj>— «r. 127. Freitag den 3. Juni 1881 Meßmer Hlmeiaer Anikize- n»b AmtsdlM für Örn Kreis Kieken. flurcau t Schuistratze B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag#. Preis viertelsSkiVllch 2 Mark 20 Ps mit Vriny-rleh Durch bie Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher HHeil. B c k a ii ii t m a ch u n q. tm G.°ßb?r7^hum'Hche7«t^ bn h-t der «öln.sch.n Uvfall.Brrfichrn,ng«.«cIiaigrsrll,ch°fi ,u R6ln bk Srlavbniß (Biegen, am 1. Juni 1881. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. ________________________________________________ Dr. Boekma n'n. zum Geschäftsbetriebe Bekanntmachung. k . _ ..au6n»ben f6t «'»kamt bereit- bestehenden beiden Zahltaarn - Dienstag und Samstag - »erben vom 1. Juni Ifb. I«. ab aud> nod> an «N bU*u7r"v^nomm?n°' § tbm EK'ttwoch, Donnerstag und Freitag, jedoch an diesen nur Vormittags von 9-12 Ubr, Kaste.Geschjste jeder (Bteßrn, den 28. Mai 1881. Großherzogliche- Rentamt Gießen. ____________________________Gchltep hake. Betr... Sang dkl DekanatSbokn. Lang.Gön«, den 1. Juni 1881. Das Großherzogllche evangellsche Dekanat Gleßen an sämmtliche Pfarrämter des Dekanats. Der nächste Gang de- Dekanat-boten findet Mittwoch den 8. und Donnerstag den 9. Juni statt. _____________ Strack. Eine Utopie gegen eine andere. Man diSputitt gegenwärtig „)ur Lösung der Handwerkerfrage* die Wie- | drreinrtchtung obligatorischer Innungen, oder doch wenigstens von Innungen, i zu denen der Beitritt durch gewisse wichtige Vorrechte, die man den Mitglte- dern zu geben gedenkt, tndirect erzwungen wird. Was durch solche Innungen wirklich bewirkt werden map, bleibe dahingestellt. Tie Lösung der Handwerker- . frage oder auch nur eine allgemeinere Besseistellung der Handwerker-Existenz I fördern sie aber sicher nicht. Die zunehrnei.de Roth des Handwerke- resultirt nicht auS der Auflösung I der früheren Handwerkerverbände, sondern, wie diese, aus der Umwandlung 1 der ProducuonSformm auS dem isoltrttn Betrieb in die cooperative, fabrik- mäßig.kapitalistische Arbeit-weise. — Man mag die Zahlen der noch selbstständigen Gewerbetreibenden noch so geschickt zusammenstellen und künstlich vergrößern I durch die Zahl von solchen, deren Selbstständigkeit nur ein Schein ist, die Thatsache ist nicht Hinwegzudeuteln, daß der Kleinbetrieb dem Großbetrieb er- i liegt und logischer Weise auch erliegen muß: D'e Anforderungen, welche der Productiv»-stand und die Markt- und Handel-gestaltung der modernen Social- exoche an die Gewerbetreibenden stellen, find um so besser zu erfüllen, je mehr Eapit^lskrast und kaufmännische Umsicht und Energie di.sen zur Versügu g steht; und eben darum wird der H ndwerker in der Corcurrenz mit der großen Industrie immer im Nochlbetl sein und e- beständig mehr werden, je weiter wir in der Entwickelung der Großwinhschaft fortschrciten. Dieser Halt zu gebieten, ist nicht möglich, und wäre eS möglich, so würde es unzulässig । sein, weil nur e ne entwickelte Großproduktion höhere Consum Gewohnheiten erzeugen und zugleich befriedigen kann. Nur wei n es ge'änge, die Handwerker mit denselben Kräften auSzustatten, wie sie da- Capital und die kaufmännisch ! geleitete Industrie besitzt, wäre es denkbar, daß eine Löiuna der Handwerker, frage bewirkt würde; avderr.falls besteht die Lösung in der Auflösung des ‘ Handwerks. DaS einzige Mittel, den Handwerkern bie Möglichkeit einer erfolgreichen Toncurrenz mit dem privaten Großkapital in die H^nd zu geben, wäre die Cooperation der Handwerker, nicht in Innungen, wohl aber in producirenden Verbänden, und bie Ausstattung dieser Veibände mit großen, nötigenfalls i staatlicherseits hergeschoffenen Mitteln. — Die Consequenz eines solchen Ver- fahren- wäre aber die Arbeiter-Productiv-Genoffenschaft überhaupt, denn es ist nicht einzusehen, wesdalb die Selbstarbeit nur im Handwerker und nicht auch I im allgemeinen Arbeiter unterstützt und gefördert werden sollte. Wirthschaft- liche Cooperationen der Handwerker, deren Leistungsfähi^ke t durch staatliche Hülfe geschaffen und gesichert ist, führen zweifellos zur Arbeiter-Productiv- । Genoffenschaft. Immerhin werden die Wege zu erörtern sein, die zu solchen Organi- i fatsonen der Handwerksarbeit und damit zu dem ewngen Mittel führen, : dieselbe vor der Aussaugung durch die kapitalistische Industrie zu schützen. Sls । kin solcher Weg möchte folgender zu beachten sein: Die Handwerker der näm- . üchkn Stadt treten zusammen, und errichten ein gemeinschaftliches, gut kaukwän- - nisch geleitetes Vertriebsgeschäft. - In demselben finden alle Daaren ihrer Arbeit Aufnahme und nach Möglichkeit entweder volle Bezahlung oder eine prov. Bezahlung durch Voischüffe in geeigneter Höbe. — Tie Leitung des Vertriebs- geschäftes hätte denn auch die Beschaffung der Rohmaterialien unter den Mgeu Chancen des Großbezugs zu bewirken und ihre Vertheiluna unter die einzelnen Mitglieder der Corporation entweder gegen Baarzahlung Credit oder ms Grund eines Conto Corrents zu besorgen. (Einen Anfang hierzu haben, wenn wir nicht fein irren, die vereinigten Schuhmacher in Gießen schon gemacht. Die Red?>. Ihr fiele auch die Aufsammlung und Verwerthung der Abfälle zu, die sie, weil tm Großen und kaufmännisch, vorthetlhafter bewirken kann, als der Einzelhandwerker. — Zwischen den Geschäften der verschiedenen Orte könnte nützlich auch ein Geschäftsverkehr derart stattfinden, daß die localen Conjuncturen den verschiedenen Orten zu Gute kommen, und Waarenmangel an bem tmtn aus dem Waarenübetfluß eines anderen Ortes Bedeckung findet. Leicht zu bewirken wäre eine Verbindung dieser Productiv- und Vertriebs- Genoffenschaften mit den Zwecken von Consumveretnen zur Beschaffung billiger TebrnSmittel. Zu vervollkommnen wäre die Institution dadurch, daß der Ver- band für eine gemeinschaftliche und für Alle ausreichende centrale Betriebskraft sorgte und die nöthigen und vortheilhaften Arbeitsmaschinen anschaffte, die alS- dann den Mitgliedern in der jeweilig geeigneten Weise und gegen den paffenden Entgelt zur Verfügung zu stellen wären. — Die Folge einer solchen Ausdehnung der Wrrkungsthätigkeit der Genoffenschaft wäre die räumliche Concentration deS localen Handwerks und die Herrichtung von Werk- und Wehnungsräumen um den Centralmotor durch den Verband. Die Vortheile einer solchen Einrichtung find augenfällig. Sowohl in Production alS im Vertriebe erlangt durch dieselbe der einzelne Handwerker und Arbeiter die Derfssgung über dieselben günstigen Dedlngungen, M die Jndustr e dem Handwerke jetzt überlegen machen. Die Frage der Mittelbeschc.ffung ist die heikelste in diesem Project, wenn daffelbe allgemeiner zur Durchführung gelangen sollte. — Man hat in biß zu bedenken, daß eine gewiffe objectire Sicherheit der in solchen Unternehmungen angelegten Capitalien einmal durch die Waarenerzeugung der Affo- ciation und durch die dabei möU'che eventuell staatliche Controle und andererseits durch die Verbildung ter localen Genossenschaften eine- ganzen Laute- gegeben ist, welche letztere gestattet, die Production dem Bedürfniß aozupafien und übermäßige Ueberproductionen zu verhindern. ES wäre darum nicht aus- geschloffen, daß das Capital auf dem Wege einer privaten Finauzlrung gewon- nen würde, »umal da eint sichere, wenn auch billige Verzinsung deffelben möglich ist. Im Nothfnlle würde eine staatliche Garantie, resp. die Herschießuna ftaat» licher Mittel ersprießlich sein. Sin solches Project mag utopistisch erscheinen, allein noch viel utopistischer, wenn man dabei im Ernst an die Lösung der Handwerkersrage denkt, und dab-i völlig nichtig ist die vermeinte Wirkung der ZwangSinnungen; und wenn man sich einmal in Utopien bewegt, so mag man sich auch einmal eine solche vorführen lassen, die, wenn sie sich doch möglich erwiese, wenigstens den ihrer Idee zu Grunde liegenden Zweck erfüllen könnte. Dtöcese Trier zu erledigen, ur.d man glaube, daß diese Verhandlungen zu einem stillschweigenden Uebereir kommen sühren würden, ähnlich wie bei der Ernennung eines Coadjutors für den Bischof von Straßburg. — Sechs fremde Socialisten wurden heute bei ihrer Ankunft verhaftet und werden morgen vor das Zuchtpolizeigertcht gestellt werden. Marseille, 31. Mat. Das hiesige Zuchtpolizeigericht hat heute gegen die wegen des Meetings zu Gunsten der russischen Nihilisten Jeffe Helfmann cm 15. d. Mts. zur Untersuchung gezogenen P.rsonen fein Unheil gefällt und Sustni zu dre monatlichem Gefängntß, sowie 100 Frcs. Geldbuße, Paula Mtrck zu einmonatltchem Gefängntß unv von drei anderen Angeklagten den einen zu zweimonatlichem, den zweiten zu dreiwöchentlichem und den dritten zu achttägigem Gisängniß verurtheilt. England. London, 31. Mai- Die amtliche „Gazette" veröffentlicht eine Cabi- netsordre vom 18. ds., durch welche Cypern für neutral erklärt wird im Falle von Feindseligkeiten zwischen Staaten, mit denen England Frieden hat. telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. E»rrespo»Ve«i-V»nau. Berlin, 1. Juni. Reichstag. Staaissecretär v. Bötticher gab in der heutigen Sitzung bei Fortsetzung der Berathung des Unfallversicherungs-Gesetzes die Erklärung ab, die Regierung erstrebe in erster Linie die Reichsanstall, die auch die billigste Methode zur Versicherung sei, sie werde eventuell aber auch Versicherungsanstalten der Einzelstaaten im Sinne der Commissionsbeschlüffe acceptiren. Der Reichstag nahm sodann den § 2a in der Fassung der Commission mit 145 gegen 106 Stimmen an, nachdem der Antrag Richter mit 130 gegen 109 Stimmen abgelehnt war, und lehnte dem Beschluffe der Commission entsprechend, den § 3 cb. Die §§ 4—11 wurden unter Ablehnung aller Amendements durchweg nach den Anträgen der Commission angenommen. Die Berathung dauerte von 10 Uhr Vormittags bis halb 6 Uhr Nachmittags. Fortsetzung morgen. — Die Commission für die im Nachtragsetat geforderten Posten für den deutschen VolkSwtrthschastsrath hat sich mit 8 gegen 6 Stimmen für die Be- willtgung derselben ausgesprochen und mündliche Berichterstattung über ihre Verhandlungen beschloffen. — Die „Nordd- Allg. Ztg." schreibt, der Reichskanzler habe vorgestern den Besuch des Fürsten Gortschakoff, deS französischen Botschafters in Petersburg, General Chanzy, und des Grafen St. Vallter und gestern den Besuch Göscher/s empfangen Die Begegnungen hätten früher getroffenen Verabredungen entsprochen und Fürst Bismarck habe deshalb ungeachtet seints leidenden Zustandes die mit den hier durchreisenden Staatsmännern in Aussicht genommenen Unterredungen gehabt. — Die „Prov.-Cvrresp." bringt einen Artikel über den Erfolg des Reichskanzlers in der Hamburger Zollanschlußsrage, welcher folgendermaßen schließt: DaS bisher erreichte Ergebniß dient keinen Partetzwecken, sondern der deutschen Sache. Daß es erreicht wurde gegen den Willen und mit dem Widerstand der Fortschrittspartei, wtro den Erfolg ebensowenig beeinträchtigen, wie auch der Mangel an Zustimmung und Unterstützung Seitens der Fortschrittspartei das Reich und seine Verfaffung in keiner Weise beeinträchtigt hat. Die Hamburger Frage wird hoffentlich Manchem die Augen über den Charakter der Fortschrittspartei öffnen, einer Partei, die sich den großen und idealen nationalen Aufgaben stets widersetzt und Alles auf bittet, um die Er- reichung dieser Ziele zu verhindern; gleichzeitig hat die Hamburger Frage von Neuem die Ohnmacht der Fortschrittspartei zur Erreichung ihrer verderblichen Bestrebungen dargethan. Wien, 1. Juni. Das Abgeordnetenhaus nehm nach kurzer Debatte den Gesetzentwurf, brtr. den deutschen Handelsvertrag und den Veredelungs- verk.hr, an, nachdem der Handelsminister erklärt hatte, die Regierung halte es für ausgeschloffen, daß eine Recocation des Gesetzes über den Appreturoerkehr eintreten könne._______________________________________________________________________ Lokales. Gieren, 2. Juni. Gestern Abend hielt Herr Rcisepredigcr Deggau auS Karlsruhe tm Saale des Einhorn" den angrkündtqtcn Vortrag über die sociale Bedeutung des Christen- thums. Etwa 70 bis 80 Zuhörer hattrn sich ungefunben und werden c8 nicht bereut haben, dem geistvoll frischen, von edler Wärme durchwebten Dortrage ihr Ohr geliehen zu haben' Nachdem der Redner etwaigen Mtßverständntsien des Lhema8 vorgebeugt und die Verwechselung von ..social" und „socialistisch", ,,Christenthum" und „Ktrchenlhum" abgewiesen, führte er zu nächst an der Hand des Neuen Testamenrs, besonders der Bergpredigt, sodann der Geschichte der Kirche, aus, daß das Ehiistenthum eine sociale Bedeutung habe, daß cs feine Lache blos der Privatfrömmigkeit und der persönlichen Erbauung, sondern seinem Wesen nach auf Gemeinschaft angelegt sei und den Trieb habe, alle GemeinschaftSverhältnisie der Menschen sittlich läuternd und reinigend zu durchdringen, die Sittlichkeit zur festen Sitte bildend. Don dieser Bafts aus suchte er dann in kurzen Zügen die Frage zu beantworten, welche loetalen Wirkungen wir heute von dem Christenthum erwarten und hoffen. Er betonte wiederholt, daß hier nur von der sauerteigartigen geistigen Wirkung des Chrlstenthums, keineswegs aber von politischen Zwangsmaßregeln die Rede sein könne. Für die Familie, für Ehe, Klnderzuchl, Herrschaft und Dienstboten, Herren und Arbeiter, für die Schule, für bas öffentliche Berufsleben, für die Presse seien die heilsamen Siltlichkerts- und Zucktgedanken deS Cbristrnthums durch lebendiges Zeugniß wieder zur Geltung zu bringen. Das sei wesentliche Aufgabe der inneren Mission, für deren segensreiche Wirksamkeit Redner sich zuletzt auf Manner, wie der kürzlich verstorbene Dr. Werbern in Hamburg, dessen großartige Thätigkelt für die Rettung verwahrloster Kinder, für die Reorganisation dir Gefängnisse u. j. w. berufen konnte. 8. — Die Hundssperre dürfte, vorausgesetzt, daß kein neuer Fall von Tollwutb constatirt wirb, doch erst mit Ablauf deS MonatS Juni ihr Ende erreichen. Hart wird die Bestimmung des ReicbsgesetzeS empfunden, wonach die Thiere mit Maulkorb und an der Leine geführt, sich im Freien bewegen dürfen. NicktS dürfte vielleicht bei heißem Wetter die Tollwulh fördern und die Hunde x> rrüdt machen als eine solche Behandlung. Wenn man vieliach dir Bcmer- kung bört, die Brhörde möge mebr Rücksicht nehmen so wollen wir darauf aufmerksam machen, daß es gar nicht in der Hand der Behörden liegt Aendrrungrn und Erlcichterungen in diesem Ersetze zu treffen. Das ReichS'euckenGesetz schreibt strikte vor, was zu thun und zu laffen sei und cie Behörde kann bei bestem Willen keine Ausnahmen zulaffen. — Von vielen Seiten wird neuerdings über die Unmasie von Katzen geklagt, welche in Garten und Feld umherstreichen und der jungen Brut nockstellen. Schreiber tieieS hat ver- schiedentlich mit zusehen müffen w,e diese Doge!räuber ganze Nester voll junge Vögel auSnuble n und mit den Thiercken spielten, alS hätten sie Mäuse vor sich. (Siebt cs kein erlaubtes Mittel dieses Raubzeug zu vertilgen? Man klagt über die Abnahme unserer Singvögel und mit Rccht. Aber man duldet auch die ärgsten Feinde unserer kleinen Lieblinge. Wir möchten gerne den Rath eines RechtSqelebrten erbitten, ob man eine im Feld und Garten umherstreifende Kaße, welche den Vögeln nachstellt, unschädlich machen darf? Nutzen bringt ein solches verwildertes Thier tm Hause doch nicht, denn es fleht fest: eine Katze, welche sich einmal das Streifen in Feld und Garten angewöhnt hat, fängt tm Hauke ferne Mäuse mehr. Dieses Raubzeug zu vermindern, müßk im Interesse der Vozelwelt gestattet fein — Die Schutzmannschaft hielt heute Nacht eine Razzia nach verdächtigem Gesindel ab. Die Ausbeute war jedoch nicht sehr lohnend. Nur ein weiblicher Strichfalter wurde aufgr- funben und aufgehoben. Gießen, 2. Jun«. Wir cerweisen betreffs der Psingstfeiertage auf die in unserem heutigen Blatte erschienene Bekanntmachung der allgemeinen deutschen Patent- und Musterschutz-Ausstellung. Bei der großen Reichhaltigkeit der gewählten Concertprograo.me darf wohl mit Sicherheit auf zahlreichen Besuch der Eonce'te sowohl, als auch der in ihrer Vollendung 1 einzig schönen Ausstellung mit ihren von der Meisterhand unseres weltbekannten Gartendirectora ' Siesmayer entworfenen Gartenanlagen gerechnet werden. — Ein Korbmacher, welcher gqlern Abend vor dem Neustädter Thor groben Unfug 1 verübte und sich den Anordnungen eines Schutzmanns widersetzte, mußte verhaftet werden. — Die Heinzelmännchen trieben heute Nacht, nach längerer Pause, wieder einmal in den Straß.n der Stadt ihr Wesen. Zweien derselben schien die Arbeit eines Maurer-Hano 1 langers besonders zu behagen, denn eine Schutzmann Patrouille traf sie gerade an, als sie m ; der Bachgasse rc. Gerüststangen und Leitern quer über Die Straße legten. EineS derselbin, ■ welchcs seinen Namen und Karte verweigerte, mußte für diese Nacht freies Quartier auf der I Wache nehmen. Außer diesen zweien werden eine größere Anzahl anderer unruhiger Geister, i welche in den Straßen tollisirten, einen Mahnzettel hierauf erhalten. — In der Wagengaffe wurde heute Nacht eine freiliegende Kellerthüre demolnt. Die Schutzleute deckten, um Unglück zu verhüten, dieselbe nothdürftig zu. — Diverse Handelsleute, welche heute Morgen Kälber auf ungeeigneten Fuhrwerken nach der Stadt »erbrachten, resp. mehr in den Wagen legtcn, alS zulässig ist, wurden zur Anzeige gebracht. — Mehrere Fleisch-Defraudanten, welche für das F.iertagSfleisch daS Octroi ipaxen wollten, wurden heute Morgen erwischt und müffen nun erhöhtes Octroi bezahlen- Verwischtes. Darmstadt. Der Bildhauer Böhm in London ist mit der Herstellung einer prall r- vollcn Gruppe aus weißem Marmor, die verstorbene Großherzogin Alice und deren Tochlcr darstellend, beschäftigt. Die Fürstin und deren Tochter liegen schlummernd auf einem Rude» lager, das Kind vom linken Arm der Mutter umschlungen. Das Sculpturwerk, welches Aehn lichkeit mit dem jüngst im Mausoleum in Frogmore eerlchteten Denkmal der verewigten Fürst.n hat, ist für S. K H. den Großherzog bestimmt und wird nach seiner Vollendung nach Darmstadt gesandt werden. Frankfurt a. TL, 27. Mai. Am Mittwoch Morgen war auf dem AuSstellungSplatz das Gerücht verbreitet, die deutsche Kaiserin und andere hohe Herrschaften würden zum Besuche eintreffen. Das Comite sammelte und befrackte sich, Ordonnanzen flogen zu den Kunstgärtmrn hin und her, bald war eine geschmackvolle Flora. Dank des großen Blumenoorra lhs und fertiger Arbeiten in den Läden anangut. Ein Portier wurde mit der Weisung voc dem Tcmpel aufgefleflt, bevor nicht die Herrschaften die Blumen bewundert, jeden plebejischen Fuß ferne zu halten. Stunde auf Stunde verrann, cd fuhren auch Herrfchaftswagen vor, aber die erwartete hohe Herrschaft wollte nicht eintreffen. Unter Den Besuchern kam auch eine Dame und ein Herr zur Schwelle Floia's, und wurde ihnen bedeutet, baß, Da hohe H rrschaftin er wartet würden, das Publikum vorerst nicht eintreten dürfe. Beide sahen sich fragend unD lächelnd an, worauf sie sich entfernten. Wenige Augenblicke darauf kamen zwei Herren und fragten ob die Herrschaften schon die Ausstellung verlaffen, worauf sie die Antwort erhielten: y(S8 war nur ein Paar Da, Die hab ich nicht hineingelaffen, weil noch Die Herrschaften kommen. Da unten geht es noch." Beide Herren schauten sich um unD riefen: „Unglück.icher, daS sind ! ja die Herrschaften, I. M. Die Königin von Sachsen." Der arme Mann war vor Schreck n sprachlos. Das Comite griff nun mit allen Bieren aus, die Sache wieder gut zu machen, Doch cs war zu spät, man nahm das Incognito zu streng. Speter 27. Mai. DaS schon so oft gerügte Feueranfachen mit Petroleum hat gestern wieder ein Unglück angerichtet Der Bediente des Premierlieutenants Funk, Martin Stück- grad, wollte gestern Mittag halb 12 Uhr das H.rdfeuer zu lebhafterem Brennen bringen und schüttete zu diesem Zwecke Petroleum hinein. Die Flamme ichlug zurück und erfaßte tm Nu Die Kleider des Stückgrad, der lichterloh brennend sofort Hülfe rufend in den Hof eilte, wo von der Straße Herkommende ihm einen baltegenoen Teppich überwarfen und so das Feuer erstickten. Siückgrad halte jedoch schon so bedeutende Brandwunden erlitten, daß er in das Spital verbracht werden mußte — fAltc 8eute] Das „Amtsblatt" von Lausanne erzählt folgende hübsche Anekdote. In einem der besuchtesten Cafe 8 der Stadt kamen eines Tag's vier alte Häuter zusammen, am einen Liter guten Lavaux mit einander zu trinken. „Der Jüngste schenkt ein!" sagte einer der Gäste, als die Flasche erschien. „Ich bm's nicht, ich habe 82 Jahre auf dem Rücken!" „Ich noch weniger", entgegnet |ctn Nachbar, „ich habe 94"; „Ich auch nicht, ich zähle 84." „Und ich v3", rief der Vierte. Unter allgemeinem Halloh Der Drei Freunde unD Der Gaste mußte Derjenige einschenkcn, Der geglaubt hatte, vermöge seines Alterö von 82 Jahren von Dem Amte des MunDichenken enthoben zu sein. „Es ist schon lange her", sagte er lachend, „Das ich in einer Gesellschaft Der Jüngste gewesen bin." — Der „Nürnb. Pr." wird aus Erlangen folgende kaum glaubliche Mittheilung gemacht: In voriger Woche wurde in der HetzlcserwalDung der Gendarm Raithel von Neun- kirchcn am Brand erschossen aufgefunden. Nach den drei SchußwunDen im Unterleib zu schließen, dürfte ein Mord als unzweifelhaft anzunehmen Hin. Entgegen den Vorschriften über bas Verfahren bei Auffindung von Leichen wurde an Ort und Stelle gar keine OoDuktton vorgcnommcn, sondern die Leiche des Gend.rrmen, welcher den Feldzug 1870/71 mitgernachl hatte, aufgeladen unD, man höre unD staune — um 18 JL an Die hiesige Anatomie verkaufi.' So hat Denn der höchst wahrscheinlich im Dienste Der Gerechtigkeit gefallene Gendarm mchl einmal em anständiges Begräbniß erhalten. Daß eine Gemeindeverwaltung oDer cm Bürgermeister (wer Die Leiche verkauft hat, habe ich aktcnmäßig nicht erfahren) jemals eine Leiche als FunDgegenstand verkauft hat, dürfte wohl noch nie vorgekommen sein. Die hiesige Gendarmerie wollte eine Sammlung unter sich veranstalten, um die Leiche auSzulösen und sie ordentlich bestatten zu laffen, aber sie wurde, alS einmal gekauft, nicht herausgegeben. — jEin Veteran von Leipzig.s In Lugos starb dieser Tage Der 105 Jahre alte Moses Ciortan, Der als FädnDnch im 16. Infanterie Regiment den Felozug gegen Napoleon I. mit; j gemacht, mit den Murten in Pans eingezogen und in Der Leipziger Schlacht mitgekämp t ' hat. Der Veteran batte vor neun Wochen feine Frau verloren; er war nie krank gewesen ' und entschlummerte sanft. — Die schnellste Eisenbahnfahrt, die je auf einer amerikanischen Bahn vor. ' gekommen, hat om 8. d. M der Sohn des Eisenbahnkönigs Vanderbilt in Begleitung mehrerer j Freunde und hervorragender Eisenbahnbeamten gemacht, indem er auf einem aus Der Lokomotive i und zwei Waggons bestehenden Zuge Die Strecke zwischen Ämherstbury und St. Thomas, eine j Entfernung von 111 Meilen, in 98 Minuten zurücklegte. — sAus Dein Instruktionsbüchlein des Hauptmann« Krtttlich ] Nachfolgende ergötzliche ! Parodie entnehmen wir Der neuesten Nummer der großen Ausgabe deS „Schalk". „Das Herz ist ein unter Den Ordenödekorativnen verborgener Flnschklumpen. In ihm wohnt" nicht nut Der durch Alkohol belebte Muth Des Soldaten, sondern auch Die angestammte Liebe zum Herr Unteroffqtcr.“ „Der Ha s »st jener im Innern der Halsbinde emporwuchernde Fleischcylinver, welcher aus einem inneren Bedürfniß sozusagen herauögewachsen und zur Ausfüllung besagter Halsbinde bestimmt ist Seine Längenachse trifft in der Verlängerung nach unten auf Den Mittelpunkt ter Erde, nach Oden auf DaS Sternbild De« (Urnen HunDeS. Der Blick des Soldaten kann DeShalb nicht ze.t'g genug nach oben gelenkt werden. Ohne den HalS würde Das Singen Der Wacht am Rhein im Bereiche Der Unmöglichkeit liegen." — „DaS freudige DckwellkN der Brust beim Anblick eines Vorgesetzten »st zwar al« eine löbliche, ächt patriotische Herzensregung zu betrachten, dock ,st in Reih und Glird, um die Richtungslinie nicht zu verschieden jede Uebettreibung möglichst zu vermeiden. Ein Eentimeter Schwellungsraum sei jedoch dem guten Soldaten gern gestattet. Iemehr sich Die Brust einer Vertikalebene nähert, um so brauchbarer ist Der SolDat * „Das Gerippe ist em knochiger natürlicher Kleioerstock für die MontHungsiiücke welcher nebenbei die stramme Haltung des Soldaten beim Parademarsch unteritüfcen soll." — „Die Fußsohlen sind natürliche Lederüberzüge an denjenigen Körperteilen btfi -L-oldatcn, welche dem Mittelpunkte Der Erde am nächsten, dem Polarstern hingegen am entferntesten liegen. Ein Erdbeben ver etzt daher auch zunächst Die Fußsohlen in jene unregelmäßigen reglementswidrigen Schwingungerr, welche sich allmählig sämmtlichen Körpertheilen des Soldaten mittheilen und ihn au8 der Richtung bringen. Nichts kann daher einen Kompagnic- djef in größere Verlegenheit setzen, als wenn er mit haarscharf gerichteter Kompagnie den rnspicirenden Vorgesetzten erwartet und plötzlich ein Erdbeben eintritt. Bei dem Erdbeben m Sgram war daS vollständige Aufrollen der RichtungSlimen exercirendcr Truppenabtheilungen am Meisten zu beklagen." — „Die Knie sind halbkugelförmige knorpeliche Charmere, welche die Weisheit der Vorsehung zum Durchdrücken beim Parademarsch bestimmt hat." — In der bekannten Untersuchung gegen die Köche bei badischen Hofküche zu Karlsruhe und gegen zwei Lieferanten Der Hofküche wegen Betrugs hat Da« Reichsgericht 1. etrofi , durch Urtheil vom 7. AprU 1881, ausgesprochen, daß Geschäftsleute, welche behufs Erlangung resp Erhaltung einer guten Kundschaft das Vermögen derselben durch Vorspiegelung fa,chcr Thatsackcn beschädigen, ohne selbst durch den Schwindel einen weiteren Vortheil zu erlangen, als Die Erhaltung der Kundschaft und den dauernden Bezug des geschäftsüblichen Gewinnes aus den künftigen Geschäftsabschlüssen mit der gedachten Kundschaft, und ohne zu beabsichtigen, dadurch einem Dritten einen Dermögensvortheil zu vechhaffcn, dennoch wegen Bmuart z° bestrafe« find. Die Kaufleute F und welär. Ltefnanlen für die Hofkück». »aren «oben flch auf Änflnntn der Kö-te. um die Kundschaft n.cht au t> erlitten, dazu hee, A.chnünae« 6btr ®aaun ebtiirdd?«*. die sie Rat nicht «duftet battrn, uvd sich btt dafür h.iuibutfn Beträge, nachdem auf den Rechnungen von den Köchen die Richtigkeu bet t'iqu'balion atirflnt warden, auliablre zu lasten. Diele Be'.töpe lieferten sodann die Li frranten an die Köche ab ohne von dem Geide ctrol für sich zu beba ten Obwohl die br den Lieferanten ve'sicherten daß fle bei der befchri.benen Manipulation kein,»weg- die «bsicht gehabt halten, den Köche«' etnen vorrheU ju verschaffen, sondern allein au« guichk, die Kundschaft der Hof- küch« tu verlieren, zu den Handlungen een den Köchen sich hatten verleiten lasten, io wurden ste dennoch von der ktraskammee ebenso wie die Köche weg.« Betrug» verurtheüs. Die Revision der Lieferanten, in der fie bebaupt.len. daß fie nur all Äebtlf.n zu dem von den Köchen verübten Betrug» in Betracht kommen können, wurde vom Retchög,richt verworfen. Handel und Derkehr. Frankfurt, l. Juni. iMarttderlcht.s Der heutige Heu. und Strohmarkl war gut befahret Heu kostet, s. nach Qualität der Ltr .* S.50-5.15, Stroh X ^50-4 00 Putxrr so Kilo X 95, Im Detail 1. Qualuöt das Pfunr X 1 20— 00, Z. Qualität fc3g «f < t 10-00, iöier da- Hunderts LjO—5.50 Omseafielich ver Dfund 60—70 Ruh , Rin^ und Farrenfieiich 50—55 H, Kalbfleisch 35—55 , Hammelfleisch 40—65 0». Schweinestersch 65—BO ein Hahn X 1.50—0.00, «n Huhn X 1 50 0.00, e»ne Ente X 3 00—0 00, eine Staube 50—00 , Gans X 5.00— 6.00, Hasen daß Stück X 0.00—0 00, Poularden X 3—4.(0, Rebbock da- Pfd. 00—00 Kapaune« X 3.00 4 DLlscher Hab« .sL 10—12 Kartoffeln 100 Ko. .* 5 00-0.00, Kobikraut 20 Blumenkohl 1 6t. 30 - 50 H», Wtrstng 20—00 Gelberüben 1 Bund 00- 00 Zwiebeln 1 Bund 0 H Sellerie daö Stück 00 -00 Meerrerrig 1 Stück 00—00, Spargel da- Pfund 40—60 Salat 10 00 iLndivten 00—<0 Rotbkraut 40—50 H. Weiß, kraut 20—00 Hrti'choken 60—iK) Erbsen da- Pfd 00 „X Bohnen da- Pfund X 250, neue Kartoffeln da- Pfd. 20— 00 H, Kopf-Salat 10—00 H, Spinal 30 X Gurke 30 Temperatur in Gießen. Mat 1881. Ri.derste 4- 0,0 • R. Mittlere 4- 10,21 , Wittel früherer Jahre 4- 10,06 , Höchste...........4- 20,0 „ Niederschlag an 8 Lagen 1,26 Par. Zofl. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Lagen . . 2,01 , Die Pegetationsstuf« war am Schluffe de- Monat- normal. Allgemeiner Anzeiger. Versteigerung. Mittwoch beit 8. Juni b. I., Vormittag- 10 Uhr, fommen dahier 10 6. Fackeltanz Nr. 2, mit Posaünen-Solo 16. Jüngherrn-TüNze, Walzer . 17. Marsch-Potpourri .... 18. Galopp . Am 2. und 3. Ffingstfeiertag GROSSES CONCIRT . , .. Anfang an beiden Tagen Nachmittags 5 Uhr ®ntre< *“ bt,t>en ®t’nCerten Unt> 2Uum.nat.on 4«Pf. ä Person. Bei ungünstiger Witterung im Saale 30 Pf. ä Person Bier im tihiw. Programm am 2. Feiertag. 1 .. < L !♦ Avtheilung. 1. Rhenama-Marsch 2. Ouvertüre zü „Fidelio" . 3. schöner Mäi! Walzer aus „Methusalem" . . . . 4. Ich sende breffe Blumen Dir. Lied für Trompete, vorqetraaen vän Herrn Apelt Am L Ffingstfeiertag, Morgens 10 Uhr F3% UH- COJVCER T Tfiiäumhaiige ti schöner Auswahl J. Ch. Retter 3« 17) Todes-Anzeige. 3816) Ve.woiidlen und Büann.en statt jeder besonderen Anzeige die traurige Mittdeilung, daß <6 dem Sillmächtigen aefaQen hat, unser liebe« Kind - das zweite Zwillingsföhnchen - im 11. Monate, Pttwt Friedrich «ach kurzem Kranksein gestern Abend '/,6 Uhr zu sich zu rufen. Um stille Thelnahme bitten Ludwig Lang, Limette Lang, qeb. Dlenstbach. Gießen, den 2. Juni 1881. ntwoitlich. Redaction. A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Statt jeder besonderen Anzeige. 3815) Heute Nachmittag 4% Uhr verschied nach kurzem, aber schwerem Leiden unser mn'gst geliebter G^tte und Vater A