Nr. 78. Samstag den 2. April ,88» chichener 'TKmciger Amize- unb Amtsblatt fit brn kreis Gießen. 1**rrnu : Schulstraße B. IR. •rfc^dnt täglich mit Ausnahme brt Montag». Drei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf mit vringerlot Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P. Amtlicher H 6 eit. I Mtbtiluna *‘k b Uf aufm,r,|am- baB Ri-I->waiion«n, gan$ btfonbtr« aber Remonftrattoaen gegenisinkommensteuer.«! iäpt ,Ü6rin?,n flnb' kl j « fcWMcfc utib jwar unter genaue Angabe der für eine etwaige Ermäßigung sprechender Otünbe, bei£bem Unter,etchneten rc- = .ubtingea sind bam.t der Lommtsfian da« ,ur Beschlußfaflung erforberliche Material demnächst unterbreitet werben kann. ’ ’ Oieften. den I. April 1881. Der Borgende: — r___________ _________________________________ ____ S üffert.______________ Großherzogllches Steuer-Conuniffariat Gießen. A m t 8 t.l g r: und Horuüttaps von 8-12 und tladjmittags von 2—4 Uhr. Deutschland. ^oruiflabt, 31. März. Deine Königliche Hoheit der Großherzog werde., heute »6Herrn am 3. November, im Decanate Schotten am 15 November. — Kirchenvisttattonen fanden statt: in Alsfeld, Berstadt, Bingenheim. Bönstadt, Burg.Gemünden, Burkhards, EckartShausen, EichelSdorf, Gambach und Ober-Hörgen, Groß- Karben, Grüningen, Hainchen. Hain-Gründau, Hausen ber Butzbach, Hauken bei Gießen, Hoch.Wcisel, Hopfgarten, Hungen Äincif, Kreuzersgrund. Leusel, Londorf. Mmizeuberg, Nieder-Moos. Ober Eschbach, Ober-Mockstadt und Heeg, he'm, Ober-Leem-n, Pohlgöns, Romrod, Schlitz, Stumpertenrod und Ködoin- gen, Trais-Horloffs Wieseck. Wingershausen und Eichelsachsen, Wolf, Wölfers- heim und Weckcsheim. — Decanatsvifitation wurde gehalten im Decanate Alsfeld. . ^0. März. Bon dem großen Entwurf, der die Abänderung der RcichSverfaffung in den wichtigsten Bestimmungen über die Berufung d-s Reichstages, sowie die Budget» und Statspenoden bezweckte, ist in der Com- misfion nichts ubng geblieben, als der Antrag v. Benmzsen, wonach der Reichstag alljährlich im October einzuberufen sein würde. Selbst die vier» jährigen LegiSlatur.Perioden fanden trotz vieler Freunde in der Eommtsfion keine Gnade; v öglich, daß im Plerurn zu ihren Gunsten noch ein Antrag ge» stellt w rd. Et ist bemerkt worden, daß das Eentrum fich bet der Debatte wie bet den Abstimmungen über diesen Gesetzentwurf nicht einig zeigte. Das Eentrum scheint fich in zwei Lager gespalten zu haben. Die in dem einen glauben durch möglichst weitgehende Nachgiebigkeit gegen den Kanzler auf allen Gebieten und ostentative- Zusammengehen mit den äußersten Eonservativen den Fürsten Bismarck bei Geberlaune erhalten und der Zeit die gewünschte anti. liberale Signatur aufbrücken zu können; die in dem andern dagegen — und ihre Zahl und ihr Gericht dürfte bedeutender sein — wollen ihre politische R puianon auf politischem Boden nicht wegwerfen in der ungewissen Hoffnung, auf kirchlichem Gebiete Zugeständniffe zu erhalten. Sie würden selbstständige Politiker auch bann noch fein und bleiben, wenn es keinen Eulturkampf gäbe. Beide Strömungen konnte man innerhalb be« Eentrum- schon lange wahr» nehmen; seit einiger Zett tritt die Spaltung auch nach Außen offen hervor; fie wird fich eher vergrößern als schließen. Hamburg, 30. März. Der Senat hat der Bürgerschaft folgenden, vom 28 März dmirten Antrag zugeben lasten:' Seitdem die ReichSregterung den Anschluß von Hamburg und Br.men an daS ReichSzollgebtet in Anregung gebracht und sodann der BundeSrath Beschlüffe gefaßt hat, welche die Ein. schränkung deS mit dem hiefigen Freihafengebtet biS j.tzt verbundenen Bezirk« bezwecken und die bisher völlig freie Verbindung be« hiefigen Hafen« mit dem Meere mehr ober weniger beeinflussen werden, haben die dadurch hervorgeru. fenen Fragen den Gegenstand fortgesetzter Erwägungen im Schooße des Senat« und der betheiligten Bedörden gebildet und nicht aufgehört, zugleich da- leb- Hafteste Jntereste weiter Kreise, sowohl innerhalb wie außerhalb der Stadt, bis zum gegenwärt gen Augenblick in Anspruch zu nehmen. Der Senat ist der Anficht, daß der Zeitpunkt gekommen ist, um den Versuch zu machen, den nun einmal bestehenden Gegensatz zwischen den hiefigen Anschauungen und der von ber Reichsr.gterung vertretenen Austastung ,m Wege der Verständigung au«zu- gleichen, sofirn eine solche unter Modalitäten zu erreichen ist, welche geeignet sein würden, die Aufrechterhaltung der Handelsstellung Hamburg« im Wesent- lidjen zu sichern. Um in dieser für untere Stadt so hochwichtigen Angelegen, heit die bisher zwischen Senat und Bürgerschaft herrschende Einrnüthigkett zu e halten, wünscht der Senat schon jetzt übcr die Modalitäten einer solchen Vrr. ständigung mit ber Bürgerschaft fich in'S Vernehmen zu setzen, und zwar erachtet er als den hierzu geeigneten Weg, daß die Bürgerschaft diejenigen ihrer Mn. glieder bezeichne, welcde fie beauftragen will, in eine vertrauliche Erörterung des Gegenstandes eii z-itreten. Der Senat würde fich mit denselben sodann durch Eommistare m Verbindung setzen und ihnen die erforderliche Auskunft über die Sachl.ge ertheilen. Der Senat richtet seinen Antrag dahin: Tie Bürgerfchift wolle 9 chrer Mnz'.ieber erwählen und dem Senate al- ihre VertrauenSmäner in der fraglichen Angelegenheit bezeichnen. Schweiz. Bern, 30. März. Die griechischen Studenten in Genf haben Befehl erhalten, zurückzukehren, um fich zur Armee zu stellen. Auhland. Petersburg, 30. März Der Prinz von Wales hat heute mittag die Rückre se nach England angetreten. iktitgraphische Depeschtv. Wolff'» telegr. leorrespo»deuz-Bvrea«. . - .. Berlin, 31. März Der Reichstag setzte heute die Debatte über die Tenk- schrrtt bezüglich der Ausrührung des Socialiftengesetzes fort Der Abg. Wolffton und der Senator Dersmann (Hamburg) legten d'e vollständige Legalität der Ausführung de« Gesetzes in Hamburg dar. Senator Versmann stellte außerdem mehrere ver aeitrigen Lehauptunqen Auer s richtig. Mininer Matzbach rechtferttgte das Verhalten der preußischen Behörden in der Angelegenheit des „Neunkirchener Tageblatts". 2er Abg. Stumm glaubt in der nämlichen Angelegenheit gleichfalls durchaus forrect ce? bandelt zu haben. Abg. Payer hält den Belagerungszustand in Hamburg für n'ckt ausreichend gerechtfertigt, und meint, die Bedeutung der gestrigen Ausführungen 3e5 Ministers v. Puttkamer werde überschätzt- Abg. Bebel weist die Solidarität der deutt'chen Socialdemokratie mit Most und Hasselmann zurück, Beide seien von den deutschen Socialisten aus der Partei längst ausgestoßen worden. Abg. o. Schlieckmann bemerkt in Anlehnung an die Ausführungen Bebel's, die gemäßigtere social.stische Richtung werde der energischeren gewaltsamen zum Opfer fallen. Damit ist die Beratung über die Denkschrift erledigt. Sodann genehmigte der Reichstag das Gesetz über die Versorgung der Wittwcn und Waisen von Reichsdeamien nach den Anträgen der Commission. — Nächste Sitzung Freitag. Berathung des Unfallversicherungs- Gesetzes. — Bei der heutigen nochmaligen Besprechung von Reichstagsabgeordneten über die Frage wegen der mißbräuchlichen Verwendung von Sprenggeschossen einigte man sich auf einen von dem Abg. Windthorst emgebrachten Antrag, den Reichskanzler zu ersuchen, auf eine Vereinbarung mit den Regler ungen anderer Staaten hinzuwirken, wodurch jeder der Vereinbarung betretende Staat sich verpflichtet, den Mord oder Mordversuch gegen ein Staatsoberhaupt, auch wenn es zum Beginn des Verbrechens nicht kam ober die öffentliche Aufforderung dazu sowohl den eigenen Staatsangehörigen rote den im Staatsgebiet sich aufhaltenden Fremden gegenüber mit Strafe zu bedrohen, die im Staatsgebiete sich aufhaltenden Ausländer aber, wenn sie einen Mord oder Mordversuch begangen, der Regierung ihres Heimathsstaats auf Verlangen auszuliefern. Der Antrag geht sofort dem Reichstage zu. Graf Wilhelm Bismarck batte einen weitergehenden, die Vorbereitungshandlungen zum Mord betreffenden Antrag gestellt Frankfurt, 31. März. Die heute hier abgehaltene Generalverfamui> lung der Deutschen Handelsgesellschaft hat mit 2371 gegen 632 Stimmen be- schloffen, den Aufsichtsrath zu beauftragen, eine den veränderten Verhältnisse!, der Gesellschaft entsprechende Reorganisation derselben anzubahnen. Fast sämmtliche Mitglieder des Aufstchtsraths enthielten sich der Abstimmung. Die Decharge wurde mit 2325 gegen 463 Stimmen erthetlt, wobei sich sämmtliche Mitglieder des Aufstchtsraths der Abstimmung enthielten. Die auSscheidenden Mitglieder Cohn (Speyer) und Fltnsch wurden wiedergewählt, neugewählt wurden Dr. Kerner und Dr. Matti. London, 31. März. Nach einer Meldung aus Newcastle vom 30. ds. hat sich der Präsident Krüger mit seiner Begleitung nach dem Transoual Lande zurückbegeben. Man glaubt, daß General Wood im Laufe dieser Woche nach Pretoria gehen werde. — Aus Capetown vom 30. ds. wird gemeldet, daß General Roberts dort eingetroffen sei und die Rückreise nach England ange- treten habe. — Lord Beaconsfield hatte im Laufe des gestrigen Tages mehrere Pa- roxismen; sein Befinden war am Abend nicht so gut als am Morgen, so daß der Arzt es für nöthig hielt, während der Nacht bei dem Kranken zu bleiben. — Der deutsche Soctaldemokrat Most ist gestern verhaftet und die Druckerei der „Freiheit" polizeilich geschloffen worden. Heute findet das erste Verhör vor dem Polizeirtchter statt. Die Anklage lautet auf Aufwiegelung deS Volkes eines fremden Staates zur Empörung und Rebellion. Die deutschen Socialdemokraten beabsichtigen eine Versammlung abzuhalten, um gegen die Verhaftung Most's und die Unterdrückung der „Freiheit" zu protestiren. — Die „Daily News" spricht sich zustimmend zu der Unterdrückung der „Freiheit" aus, erhebt indeffen Bedenken gegen eine Verfolgung von Staatswegen. — Daflelbe Blatt erfährt, in Folge gewifler den Behörden zugegan- gener Mttthetlungen seien bei der letzten Reise der Königin von Windsor nach London und zurück für die Sicherheit der Monarchin außergewöhnliche Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. — Bezüglich der griechisch - türkischen Frage spricht die „Daily NewS" die Ueberzeugung auS, daß Griechenland der Stimme des vereinigten Europa Gehör schenken werde. Da alle Großmächte die Erhaltung deS europäischen Friedens wünschen, so wäre ein Widerstand Griechenlands thöricht, ja sogar verbrecherisch. Petersburg, 31. März Der „Rezierungsbote" meldet: Ein gestern erlaffener kaiserlicher Ukas befiehlt zur Wiederherstellung vollständiger Sicherheit in der Residenz die Einsetzung eines zeitweiligen Rathes aus gewählten Mitgliedern der gejammten Bevölkerung. Dieser Rath soll dem Stadthauptmann zur Sette stehen und an den Berathungen behufs Ergreifung der noih- wendtgen Maßregeln theilnehmen. Jeder von den 228 Stadtbezirken wählt einen Vertreter in denselben. Die ersorterlichen Geldmittel werden von be; ReichSschatzkammer angewiesen. — Die „Agence Ruffe" theilt bezüglich des durch den gestrigen kaiserlichen Ukas eingesetzten zeitweiligen Raths noch mit: Der Rath, welcher be- kanntlich aus gewählten Mitgliedern der ganzen Bevölkerung der Residenz bervorgehen und dem Stadthauptmann zur Seite stehen solle, werde über jede Maßregel nach Majorität zu beschließen haben, welche der Stadthauptmann zur Vorlage bringe. Eine solche durch Majorität beschloffene Maßregel werde zur Ausführung gelangen, nachdem sie die Sanction deS Kaisers erhalten hätte. Vorgeschlagene Maßregeln, welche nicht die Majorität des Raths erhielten, würden nicht ausgesührt werden. Jeder Hausbesitzer und selbstständige Miether im eigenen Namen solle Wähler und wählbar sein. Dieser Ukas sei ein Theil des für daS ganze Reich in Aussicht genommenen Planes, deffen Entwurf der verstorbene Kaiser bereit- unterzeichnet hatte. — Der Stadthauptmann macht bekannt, daß die Wahlen für den Rath bereit- heute Nachmittag 3 Uhr statt- finden sollen. Kopenhagen, 31. März. Die gegen die sociattstische Zeitung „He- rolden" erhobene Anklage stützt sich außer auf Beleidigungen gegen den Kaiser von Rußland, auch auf Beleidigungen, welche gegen den deutschen Kaiser gerichtet waren. London, 31. März. Die gerichtliche Verhandlung gegen den Socialdemokraten Most ist nach der heute erfolgten Vernehmung der Zeugen und der Polizeibeamten auf 8 Tage vertagt worden. Paris, 31. März Die Hebung deS Panzerschiffes „Richelieu", welche- am 29. December v. J-. in Folge eines Brandes im Hafen von Toulon gesunken war, ist heute mit vollständigem Erfolge von Statten gegangen. Madrid, 31. März. Ein königliches Dekret untersagt allen fremden Schiffen, vor stattgehabter gesundheitspolizrilicher Untersuchung in spanische Häfen einzulaufen, gestattet denselben aber, an der Küste vor Anker zu gehen. — Der russische Gesandte, Fürst Gortscbakoff. hat dem König sein neues Be- glaubigungs-Schretben überreicht. — Aus Sevilla wird das Steigen des Guadalquivir um 6 (?) Meter gemeldet, ein Thril der städtischen Promenaden ist überschwemmt. Lokales. Gießen, 1. April. Schwurgerichtßvcrbandlung am 31. März d. I. gegen ® e otg Mahl von Ilbenstadt, wegen falscher Anschuldigung und Meineids. Am 3. August v. I. engaghte Mahl die Helene Zoppi von Sonnenberg al« Haushälterin. Derselben mißfiel indeffen sehr bald ihre Stellung und verließ sie deßhalb am 23. Aug. v I. ca6 Hau« deS Mahl und logirte sich in Ilbenstadt bei einer ihr bekannten Familie ein. Sm 28. August v. I. reiste sie sodann mit der Eisenbahn nach Franffurt a. M., um sich von da nach Sonnenberg und später nach PariS zu begeben. Mahl, welcher von der beabsichtigten Abreise Kenntniß erhalten hatte, war mit demselben Zuge, wie die Zoppi, nach Frankfurt gereist. Auf dem Main-Neckarbahnhof traf er mit der Zoppi zusammen und wurde dieselbe dort auf seine Veranlagung verhaftet. Mahl begab sich hierauf auf bas Polizeibüreau und gab dort eine Anzeige zu Protokoll, inhaltlich deren er die Zoppi beschuldigte, sie habe tbm verschiedene Gegenstände entwendet. Auf Grund dieser Anzeige wurden die Effecten der Zoppi beschlag nahmt und fanden sich unttr solchen folgenden Gegenstände: zwei Kopfkiffen, zwei Paar Strümpfe, eine Schürze, ein Paar Stiefeletten oder Schube, cm HalSdindchen, verschiedene BriefcouvertS und mehrere Photographien vor, welche von Mahl als sein Eigenthum bezeichnet wurden. Die Zoppi wurde hierauf geeignet vernommen und stellte dieselbe dabei die Begebung eines Diebstahls z N. des Mahl entschieden in Abrede, indem sie zugleich Folgendes angab: Die Briefcouverts und Photographien gehörten allerdings dem Mahl, sie habe sich diese jedoch nicht rechtswidrig zugeeignet, sondern sie seien auS Versehen von ihr eing packt worden. Was sodann die weiteren von Mahl als sein Eigenthum bezeichneten Gegenstände betreffe, so gehörten dieselben ihr und habe sie solche theils von Haus« mit nach Ilbenstadt gebracht. tbeilS habe Mahl sie ihr geschenkt. Nach Vernehmung der Zoppi wurden die entstandenen Verhandlungen an die Staat«-- anwaltschaft abgegeben und ließ dieselbe die geeigneten weiteren Ermittelungen eintreten, wobei sich zweifellos herausstellte, daß die von Mahl alS fein Eigenthum bezeichnete Schürze der Zoppi von einer Freundin geschenkt worden war und somit derselben eigentbümlich zugebörte. Dagegen vermochte die Zoppi hezüglich der anderen oben aufgeführten Gegenständ? den Eigen- thumSnachweis nicht zu erbringen und behauptete Mahl bei seiner durch den ®r. Amtsanwa't zu Friedberg stattgehabten Vernehmung wiederholt auf daS Bestimmteste, daß diese Gegenstände fein Eigenthum seien. Auch bestritt et entschieden, daß er der Zoppi dieielben geschenkt habe. Gleichzeitig versicherte er noch, daß ihm dieZoppi außer jenen Gegenständen noch e.n schwarzes Kleid, eine Quantität Bettfedern, einen Kattunrock nebst dazu gehöriger Jacke, eine Tuchsacke und zwel Betttücher entwendet habe. Mit Rücksicht auf dieses Ergebniß der angestellten Ermittelungen wurde gegen Zoppi Anklage erhoben Die schöffengerichtliche Hauptverhandlung fand am 9. November v I. statt unv stellte hierbei die Zoppi die ihr zur Last gelegte Thai wiederholt in Abrede und erklärte dieselbe : Einen Kattunrock habe sie nie zu sehen bekommen und Bettfedern und Betttücher habe sie nicht mitgenommen. Dagegen habe sie allerdings ein schwarzes Kleid, eine Tuchjacke, ein seioeneS Tuch und ein Paar Stiefeletten und eine Kattunjacke an sich genommen, allein sie habe diese G-genständc nicht gestohlen, sondern dieselben seien ihr von Mahl geschenkt worden. Ferner habe sie tu Photographien und die BriefcouvertS, wie sie feüher angegeben lediglich aus Versehen eingepackt und was die in ihrem Besitze Vorgefundenen zwei Paar Strümpfe und zwei Kiffen betreffe, so hätten dieselbrn niemals dem Mahl gehört, sondern seien von ihr mit nach Ilbenstadt gebracht worden. Mahl, der als Zeuge geladen war, behauptete nachdem er den Zeugeneid abgeleitet, daß die bei der Zoppi vorgefundenen Strümpfe und Kiffen sein Eigenthum seien und daß er daS schwarze Kleid, daS Paar Stiefeletten, das seidene Tuch, die Tuch- und Kattunjackc keineswegs der Zoppi geschenkt habe und daß er annebmen müsse, daß ihm die Zoppi auch einen Kattu»- rock, zwei Betttücher und eine Partie Bettfedern weggenommen habe, da ihm bleie Gegenstände seit ihrem Weggänge fehlten. Nach Schluß der Beweisaufnahme erließ das Schöffengericht Urtbeil dabin, daß die Zoppi von dem Diebstahl einer Quantität Bettfedern, e,ncS KattunrockS und zweier Bunüchrr freizusprechen, dagegen des Diebstahls der übrig.m Gegenstände für überführt zu erachten unv in eine Gefängnißstrafe von 14 tagen zu verurtheilen sei. Gegen dieses Erkenntniß ergriff die Zoppi das Rechtsmittel der Berufung und fand tn Folge deffen am 22. December v. I. bei der Strafkammer Gr. Landgerichts der Provinz Oberheffen eine weitere Hauptverhandlung statt, zu welcher Mahl wiederum als Zeuge geladen war. Außerdem waren auf Antrag der Zoppi verschiedene, früher noch nicht v-rnommene Personen als Zeugen geladen. Mahl beharrte nach Ableistung des Zeugeneid>S bei s-tnen früheren Depositionen, die der Zoppi ungünstige Aussage des Wahl fand indeffen tn den wetteren Zeugenaussagen ein solches Gegengewicht, daß die Staatsanwaltschaft sich veranlaßt sah, die Freisprechung der Zopp, zu beantragen, welchem Anträge auch der Gerichtshof Folge gab. Mahl wurde hierauf verhaftet und die Voruntersuchung wegen falscher Anschuldigung und Meineids gegen ihn eröffnet. Derselbe stellte zwar bet seiner Vernehmung durch den Untersuchungsrichter die Be aehung der ihm zur Last gelegten Slrafthaten entschieden In Abrede, die stattgehabten Er. Hebungen haben indeffen Thatumstände ergeben, welche seine Schuld außer Zweifel stellen und sind namentlich durch die Aussagen der von Zoppi benannten Zeugen ihre Behauptung n vollständig erwiesen. Angeschuldigter wurde für schuldig erkannt und tn eine Zuchthausstrafe von vier Jahren verurtheilt. Gleichzeitig wurden demselben die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 4 Jahren aberkannt und ihm die Befugniß abgesprochen, alS Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden. Gießen, 1. April. Seine Kömgl. Hoheit ter Großherzog haben dem einjährig freiwilligen Pharmaceuten Daudt im Großh. 2. Inf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 daS allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" zu veileihen geruht. — Im Jahre 1880 logitten auf den 3 hiesigen Herbergen nicht weniger als 19861 Handwerk-burschen Wenn man nun berechnet, was jeder Handwerksbursche an Geschenken von den Handwerksmeistern uud an Bettelpfennigen in hiesiger Stadt zusammenklopft, so wird als Minimum pro Kopf und Tag 1 J4 nicht zu hoch gegriffen sein. Es hätte dem' nach die Stadt Gießen in einem Jahre an Handweiksburschen 19861 JL verabreicht, nbge- sehen von den 20 H Stadtgeschenk, die jeder zugereiste Handwerksbursche erhätt, und von den sonstigen Reiseunterstützungen. — Soeben, */z1 Uhr Mittags, eilt das Militär im Laufschritt nach dem Walde am Exercierplatz, woselbst ein Waldbrand ausgebrochen ist. Das Feuer wurde bald gedämpft und ist ein sehr großer Schaden hoffentlich nicht zu verzeichnen. Handel und Verkehr. — Die geplante Umgestaltung dcs Postwesens auf dem platten Lande, für welche die geforderten Geldmittel vom Bundcsrath und Reichstag bewilligt worden sind, wird alsbald in Vollzug gesetzt werden. Das Landbriefträger-Personal wird zunächst um 2000 Köpfe verstärkt, also von 12,000 um 14,000 vermehrt; weitere Verstä'kangen bleiben Vorbehalten. Gegen 300 Landbriefträger werden mit Fuhrwerk ausgerüstet. Die Einrichtung von 437 neuen Post Agenturen schließt sich an. Dadurch wird die Zahl der Reich r-Postanstallen auf 8017 gesteigert. Als Filialen bestehender Postanstalten sollen 1000 Posthülfstellen in allen Theilen de« Reich- eingerichtet werden. Die Zahl der Landbriefkasten wird auf 3a,000 vermehrt. Der Verkehr macht den Raum schwindm, und um diesen Satz für unser Landpostwescn zu bewahrheiten, ist nothwendig: die räumliche Verkleinerung der Landbestellbezirkc, die öftere Zuführung der Sen düngen und Briefkasten-Leerung, sowie die Vermehrung der Postanftaltcn und Bejchleun'gung der Verbindungen. Es wird angestrebt, einen beträchtlichen Tdeil bet Landotte täglich zweimal »ur Briefbestellung und zur Leerung der Briefkasten belaufen zu lasten. Die vestellgängc und Destellfahrten sollen bis zu Nacdbar-Postanstalten oder bi« zu Punkten, wo eine Begegnur.g mit Landbriefträgetn anderer Postanstalten vorgesehen ist, ausgedehnt und auf diese Weise förmliche Kursverbindungen hergestellt und im Zusammenhänge erhalten werden. Die Post- dülfstellen sind dazu bestimmt, solche Landorte, welche an Postkursen oder Eisenbahn-Haltestellen belegen sind, mit den nächstliegenden Postanstalten tn unmittelbare Verbindung zu setzen Reben bei bleiben diese Landorte im Landbestell-Verbandc einer Postanstalt und werden von den Landbriefträgern in gewöhnlicher Weise belaufen Die Posthülfestellen verkaufen Post Werthzeichen und Formulare und nehmen gewöhnliche Srieffenbangen und Packete, nach Bedürfniß auch inländische Telegramme, zur Einlieferung entgegen. Vor ihrem Hause wird ein Briefkasten angebracht, welcher vor jeder Post, welche zu benutzen, und bet Anwesenheit deS Landbriefträgers geleert wird. Mit den Posten gehen den Posthülfstellen gewöhnliche Briefe und Packete, sowie auch Zeitungen, für den Ort zur gebührenfreien Ausgabe zu. Sache der Empfänger ist e«, die Sendungen abzuholen. Mit Werth-, Geld uno Einschreibsendungen haben die Posthülf- stkllen keine Befaffung. Wird die Einlieferung solcher Sendungen gewünscht, so werden auf Bestellung bei bet Postbülfstelle die ßanbbrtefträger dieselben au8 der Wohnung deS Aufgeber« adholeu. Die Posthülfstellen werden als Ehrenamt solchen Ortsangebürigen, welche daS volle Vertrauen der Gemeinde besitzen und sich durch Eid zur gewiffenhaften Amtsführung verpflichten, übertragen. Sie bilden gewissermaßen die Vorstufe zur förmlichen Postanstalt, in welche sie nach und nach umgewandelt werden sollen. Eine wesentliche Erleichterung der Landbriefträger bei der Bestellung der Päckereien und zugleich eine Vervollständigung der Packetbestellung nach dem Lande wird angebahnt Die fahrenden Landbriefträger haben ntb.n bleien Aufgaben noch die Bebeutung für den Landverkehr, baß sie eine regelmäßige Personen-Fahraelegenheit bieten. D'e Mitfabrt ift gegen eine dem Landbriefträger zu zahlende Vergütung gestattet. Die nach einem allgemeinen Muster zwei- oder vierräderig gebauten Wagen haben euren Bockfitz für zwei ! Personen mit leichtem Verdeck, die vierräderigen außerdem einen Sitz für eine dritte Person. Diese Einrichtungen werden gleich einer belebenden Kraft auf den Verkehr wirken, wie d.e neuesten Erfahrungen beweisen, welche auf dem Gebiet der Telegraphie infolge der während t*r legten ftnf Iaht» Rattfltbabtfn Gr-sisun- von 4000 relezraphenstatlosen in Orten de» platten Lande» gemacht worden ftnb. )» fämmilichen Oderpost:Direkttanen sind die Vorardetlra -ar Darchsbhmaq dieser umfaflmfcfn Nrugestaltnnß 'm ®anar. Die ßeiommt« Äulflbtung unt lomit and) die volle Wirkung der fleplanten ttlmid)tim?fn kann fi* nahiTpanö» erst in /g", 3", 3>//, 4", 5“, tt* und 8", in Längen von 2—8 Meier, in Breiten von 0,20—0,70 Meter; ferner eine große Parthie halbreine tannene Diele, stark, in Längen von 4,50, in Breiten von 21, 24, 26, 28 und 33 Etm., sowie eine Parthie anderer Atth UNd Bauhäl.ztr und endlich Hebt geschirrt, Winden, Schreinerei- und Zimmel geräth schaften öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert. Die Versteigerung de: (^ichendielt wird Montag den 4. April, die der Lannen- und anderer Hölzer, sowie der Geschirre und t'-eräth- schasten Dienstag den 5. April vorgenommen. Die Besichtigung der Hölzer kann täglich von heute an stattsinden. Specificine BeNandliitcn stehen aus Wunsch zur Bersügung. 2053) ' Rudolf Bangel. Fruchlversieigcruilg bei dem Oroßh. Rentamt Nidda. Dienstag den 3. April l. I., Vormittags 11 Uhr, werden in dem RrthhauSsaale zu Nidda nachstehend verzeichnete, auf dem Herr« schasiltchen Speicher zu Nidda lagernde Früchte versteigert! 1) Korn 82 Hectoliter, 2) Gerste 43 3) Hafer 53 „ Bingenheim, den 29. März 1881. Großherzogl. Rentamt Nidda. 2249)_______Rübe.____________ Samstag Örn 2. April, öormtrtaa» 10 Uhr, werden am Krofdorf er Weg 10,000 Russenff eine versteigert. Tie Versammlung hierzu ist im „Zischerhof Sodann werden in der Behausung der Frau August Nauheimer Wtttwe dabier versteigert! Nachmittag» 1 Uhr 4 Betten, 2 Sopyas, 2 Commoden, 2 Consolschränkchen, 5 Schranke. 4 Lische, 6 Rohrstühle, 1 Rollstuhl, 1 Schrank mit Glasaufsatz, 1 Küchen- schrank, 3 Spieael, 4 Cdbilber, 1 Nähmaschine, 1 Näynschchen, 2 Waichtische, 1 0'affafchrank, 1 Schreibpull. 1 Com- mode mit Schrank, 2 Ubren, 1 Wasch kessel, 2 Rlpsvorhänge, 6 Mullvorhänge, 10 Rouleaux, 6 Brider, 1 Haussegen, 1 Flaschenzua mit Serl, 1 Parthie Sand-, Schleif- und Lungsteine und Hopfenstange, Grabdenkmäler, 1 Schnitz- und 1 Hobelbank, 3 Stämme Bauholz, 5 Schubkarren, 4 Kippkarren, 1 Wagenkasten, 1 Parthie Stickstecken und ca. 100 Bohlen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, 29. März 1881. 2236) Bauer, Gerichtsvollzieher. Monlsg den 4. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hostaithe: 3 Sopha, 2 Glasschränke, 4 Commoden, 1 Com'olchen, 1 Tisch, 1 Pult, 1 Spiegel, 3 Nähmaschinen versteigert werden Gießen, den 1- April 1881 2274) Bauer, Gerichtsvollzieher. Jamstag den 30. April, Nachmittags 1 Uhr, sollen aus dabiesigem OrtSaericht die dem Ludwig Krock VIII. von Heuchelheffn gc hörigen Grundstücke: Flur. Mtr. •/au 575 Acker unter der Hardt, am Schasstall, “/nt, 1150 Äcker auf der Hardt über den Gärten, ’°/4i® 500 Acker auf der Hardt am Gleiberger Weg, u,\ua 1244 Acker über der Koopbach in der Koppelhut meistbietend versteigert werden Gießen, den 16 März 1881. GioßherzoglicheS OrtSgertcht Gießen. 1821)_____Müller._________ Holzverfteigerung Mittwoch den 6. April er., Vormittags 8 Uhr, sollen im Heiliaenwald in der Cbsdorser Gemarkung versteigert werden: ca 500 Kiefernstämme erster Qualität, 18—21 Mtr lang und 20—36 Ctmtr Durchmesser und 120 Rmtt. Nollen, 3Mtr lang, besonders schön._ Die Stämme find täglich im Walde anzusehen. Bei schlechtem Wetter findet die Versteigerung bei Gastwirth Hamel in Ebs. dors statt, bei gutem Wetter an Ort und Stelle Die Verkaufsbedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gemacht. 2246) Eduard Lejeuue. Mkgeöotenes. 2250) Ein vollständiges Schmiedegeschtrr ist wegrugshalber zu verkaufen bei Christoph Weiß m Watzenborn. §150,000 Kussenlleine verkauft Hch. Adami. Frische Schellfisch, „ Cadeljau. Carl Schwaab. Zur Saison empfehlen Kegel und Kegelkugeln m bekannt guter Qualität und zu allen Preisen (2248 Moritz Gregori öt Sohn. 2270) Ein Bauplatz im Gartfeld zu verkaufen. Auf Wunsch kann der Betrag mit 5*/o verzinslich stehen bleiben. Näh. Seltersweg 10. 2273) Krüh • Kartoffel zum Setzen, Rio Frio, zu verkaufen bei Fr. Textor, Hardt. Wermietyungen. 2256) Ein Stübchen mit Bett zu ver- miethen.___________Wetzsteingasse A. 63. 88) Der untere Stock meines Hauses von 5 Zimmern nebst Zubehör zu ver- miethen. L. Bersch, Alicenstraße 102. 5 mit Gtzmnasialbtldunn (2252 Fr. G. Kehsenfeld, Univ.-Buckbandlung. Zur Beachtung für Viehhändler; Mit 2 illuslrtrten Beilagen : Alexander II von Rußland. — Extrablatt! Ein Straßen- bild vom Abend des 13. März. — Um- sckau auf gewerblichem Gebiete. 2259) Kleines Logis zu vermiethen. _ Adolf Hoß, Schützenstraße. 2258) Ein Logis, pr. 1. Juli beziehbar, zu vermiethen. Hermann Kraft, Neuenweg B. 183. 2262) Zu vermiethen der mittlere Stock meines Hauses vom 1. Juli an. Dr. O. Buchner. Die soeben erschienene Nr. 26 enthält: Das rotheGold. Ein Roman von Theodor Hermann Pantenius. (Fortsetzung). Traumdeuterin. Gemalt von Anna von Otttingen, Gedicht von Stephan Waetzoldt. — Zur Naturgeschichte der Feldherrn. — Von W v. Dünheim. — Auf Ischia. Von G. de Beaulieu. — Ein Arbeitstag in Pompeji. Von E. Presuhn. Mit zwei Abbildungen: „Opferndes Mädchen", „Kassandra" aus Pompejanischen Wandgemälden. — Am Familientische: Gehaltene und gedruckte Vorträge. — Kahle Köpfe — Rechtsratb. 2254) Die unterzeichnete Ortsbeyörde erlaubt sich hiermit die Handelsleute der Stadt Gießen und Umgegend auf die am 5. Mai und 18. August d. I- dahier abzuhaltenden Viehmärkte aufmerksam zu machen. Da in neuerer Zett der Viehzucht in unserer Gegend ein hohes Interesse zugewendet wird, und unser Ort wegen seiner Lage an der Landstraße und in der Nähe der Eisenbahnstation Soden (Vi Stunde) leicht zu erreichen ist, auch kein weiterer Vtrhmarkt in mehrstündigem Umkreise abgehalten wird, so dürfte sich auf unseren Märkten für dieselben günstige Gelegenheit zu Kauf und Verkauf in gewünschtem Maße darbieten. Neuenhain, den 31. März 1881. Die Ortsbehörde. 5Vs st: Q 9 Vermischte Anzeigen. 2247) 3 Schneidergesellen erhalten dauernde Arbeit. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl.____________________________ Für mein Antiquariat suche ich einen- jLeleWmg 2261) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Frau Geißler, Reichensand C. 227*. 2267) Logis von 7 Zimmern ist gleich zu beziehen. Wtlh. Schäfer, Gartfeld. 2268) Nahe der Aula möblnte Zimmer M'.t Cabinet zu vermiethen. Bleichstraße C. 38, mittlerer Stock. 2276) Der eine der beiden in m. Hause (Seltersweg C. 43) befindlichen Läden rc. ist zu vermiethen, beziehbar alsbald. Labroisse, Rechtsanwalt. Gesehäftsverlegung. Zeige meinen geehrten GeschäilsfrtUuden an, daß ich meine Flaschenbierhandlung in die um Bleichatrasse C. 38 ~ verlegt habe und empfehle Vorzügliche- Export-Bier von A. Klostermann (Brauerei Lotz) n „ „ der ActieN'Braueret per Flasche 23 Pfennig. Bestellungen werden prompt ausgefübrt. (2266 Carl Müller, Bleichstraße C 38, mittlerer Stock. Todes - Anzeige. 2263) Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht von dem plötzlichen Htnscheiden meiner lieben unvergeßlichen Gattin Charlotte Hermine Kuhl, geb. Worsdorff. Um stille Theilnahme bittet Johannes Kuhl, _ , Bremser der Main-Weser-Bahn. Gießen, den 1. April 1881. Die Beerdigung findet Samstag Vormittag 10 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs aus statt. Strohhute । für Herren u. Damen werden gewaschen, gefärbt u. faponnirt. 1976) bei A. Fan ff mann. Bestellungen nimmt auch mein Polier, Herr Kitzinger, in der Werkstätte auf der Grünbergerslrasse entgegen. (2269 Grabdenkmäler, Monumente, Einfassungen, Gedenksteine etc. werden in dem Steinhauer-Zeschäst von Wilbelm Nauheimer nach jeder Zeichnung in Marmor, wie auch in jeder Steingattung in geschmackvoller Arbeit und billigster Preisnotirung angefertigt. 25) Suppcnanstalt in der Herberge jur Heimath, Bahnhvsstraße. Ausgabe ber Suppe täglich von 117a b s 1 Uhr Mittags. Preis der Poxtion (3/< ß ter) 10 Der Vorstand. Danksagung 2260) Allen Denen, welche unsere liebe Gattin, Mutter, Tochter, Schwiegermutter und Großmu'ter Marie Elise Maurer, geb, Bangel, zur letzten Ruhestätte geleiteten und ihren Saig so reich mit Blumeu schmückten, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Gießen, den 31. März 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Köln Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach Deutz 6", 12, 4«s. Dillenburg 6", 12, 4“, 95. (201 Liepen 6", 12, 4,«». Wetzlar 6", 816, 10, 12, 4", 7«, 7*, 9* Ziegenfell eben kaust zum höchsten Preis (2271 M. Schultheis jun., Seltersweg 10. 2208) Em älteres zuverlässiges Mädchen sucht eine Stelle bet einer ruhigen Familie. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Danßfagnng. 2264) Allen Freunden und Bekannten für die so überaus reiche und liebevolle Thernahme von nah und fern b i dem schmerzlicher. Verluste uns res lieben unrergeßlicven Sohnes und BruderS Etto Außer saget» wir unseren innigsten, tiefgefüh.testen Dank. Gießen, den 1. Äpiil 1881. Die trauernden Hinterbliebenen. Gichencr Wcncn;üchlcr-bcrcin. Sonntag den 3. April, Nachmittags 4 Uhr: Versammlung bei Felsing, Neuenweg. Zum ersten Male hier! Auf der Durchreise nach Dänemark wird der Circus 1. Bügler Sonntag, Montag, Dienstag und die folgenden Tage (am Sonniag um 4 und 8 Uhr) a « ren übrige Tagen, Aberds 8 Uhr große Vorstellungen in der höheren Reitkunst, Pferdedressur und Gymnastik geben. Die Gesellschaft besteht ans 18 Perionen, 20 Pferden, 1 Rennthter und einem dresfirlen Stier. Besonders aufmerksom wird gemacht auf den Ringkampf der jurgen Schweizer Dame mit einem Herrn auf 2 Pferden. 1000 Mark werden Demjenigen zug'sichert, welcher nachneisen kann, eine gleiche Leistur g von e nef Dame geieben *u haben. Preise der Plätze: (2251 1. Platz 1 M-, II. Platz 60 Pf., Stehplatz 30 Pf. W Die Haupivorstellungen finden jeden Abend um 8 Ubr statt. Die Direktion Verantwortliche Redaction: A. Scheyda.— Druck und Verlag der Brühl'scherr Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. .Hierzu eine Beilage. zur Bertil fcibming Roftn bei befitzrr an, tfl «e UnfaHverfi Ndtßent wenngleich (ommiffarif 6tr bimähi. ü(«Phrt DO: b l ber Uay i ^nbuV.run, JoÜQßc a. o-r re.chsi, cwe des tz l<6ntnb b e Tkbatt- ,c|,on66(fui uh bnm! °'vl°matisch flfotbiuten 9ln0m )Qh[. "mH lnuli(m tQl diationollch "tit|ONcr Kupier bt; ^rsl'!ch.v ■ er- lr !"« sm °htichtikl, e,,d)et t, «ero «Ä,‘ Sft fef tzr. 6esl^tfe btt °?ari "’*Ö *