Nr. 31. Mittwoch den 2. März 1881. Gießemr Mnzeiger Alneigk- an) lattsblatt fit irn Kreis Gieße«. ROiKtUMturNMli ej>e>iH»nibure«w: Schulstraße B. 11. Erscheint täglich mit Lulnatzme M Msntag». Preis vierteljährlich S Mark 20 Pf. mit 8ringeriet Durch bit Post bezöge» »ierteijLhrlich 2 Mark 50 M Aussichten. Die erklärliche Ungeduld, mit der in den letzten Jahren bte Rückkehr einer frischeren Bewegung im wirkhschastlichen Leben tn allen Ländern uud In ofl«n Li eisen ersehnt wurde, hat manche allzu sanguinische Zuversicht, aber auch manchen verzweiflung-dumpfen Pesfimi-mu- gezeitigt. Hier glaubte man in jtdem spontanen, einer vorübergehenden und vielleicht künstlichen Reizung entsprungenen Aufleben irgend eines Geschäftszweiges die sichere Botschaft „besserer Zeiten" für olle Gewerbe erfinden -u dürfen, und dort wieder drückte die Enttäuschung einer vorgefaßten Hoffnung auf eine „Wendung im neuen Jahre", die nicht eintrat, wenigsten- nicht an der Stelle, wo sie erwartet wurde, der Stimmung den Stempel einer stumpfen Apathie auf. Keine Shiie, wie die durchlebte, die ebenso sehr auf einer totalen Revolution tn der Technik und im Productton-wesen überhaupt, wie auf den Eon- sequenzrn ton Jrrthümern bezüglich des vorhandenen WaarenbedürsniffeS, der Expvrtau-fichten und bezüglich des Umfang- der Concurrenz bafirte, kann un- möglich so rasch überwunden werden wie frühere, bei denen nur der eine oder der andere Faktor und meist sogar in localer Beschränkung wirksam gewesen ist. Um nur einige Beispiele aufzuführen für die Schwierigkeiten, die sich heut einer raschen G'sundung unsere- WirthschaslSkörpers entgegenstellen, sei zunächst an die Folgen erinnert, welche die Einführung de- Stahles an vielen Stellen, ro früher weichere Eisensorten in größrren Mengen verbraucht wurden, so im BetriebSma'.erial der Eisenbahnen, tm Gefolge haben mußte. Der Stahl der Schienen u d am rolle,.den Material der Bahnen hält ungleich länger vor, als die früher zu diesem Zwecke gebrauchten Elsensorten, und der Verbrauch von Eisenproducten ist darum nothwendig heut vielfach ein relativ geringerer, während doch die Production eine erheblich größere als früher ist. Wetter denke man daran, wie fest man seither daraus gebaut hat, daß die überseeischen Länder iinvitr nur als Abnehmer europäischer Fabrikate, niemals aber als Rivalen unserer Industrie tm Weltverkehre fungiren könnten, und wie dann Amerika durch rte Entwickelung seiner Industrie unseren monopolitischen Hochmuth oft btS zum unberechtigten Sleinmurb dämpfte. ElUchwohl ist an der Rückkehr lebendigerer Wirthschastsverhältniffe nicht zu zweifeln. Die Industrie muß fich mit der Zeit den veränderten Umständen und Forderungen accomodiren, wenn auch unter schweren Störungen zahlreicher persönlicher Existenzen und unter dem Zusammenbruch der nicht lebensfähigen Unternehmungen früherer ProductionSperioden und der Zett der Täuschungen und der Gründungen; und gerade die auskeimende Industrie von Ländern, die bisher nur alS Käufer fabrictrter Waaren gelten, wird in dem Gesundung-- Proceffe eine nicht unerhebliche Rolle spielen, indem fie jene Länder mit zahlreicheren kauffähigen Bewohnern füllt, die zumeist auß den verarmten, kauf- unfähigen Bevölkerung- Bestandtheilen der alten Industrieländer zusammenfließen. Alles und Jede- kann nicht jede- Land gleich vortheilhaft fabriciren, und so werden auch dir neuen Industriestaaten gezwungen sein, trotz ihrer eigenen Industrie von unS zu kaufen, wie wir von ihnen, und wegen de- Reichthums. den ihnen ihre zunehmenden Gewerbe schaffen, und we^en der zunehmenden Bevölkerung werden sie allmälig mehr beziehen — trenn auch in anderen W-arenkategorien — al- bisher. Die Art de- Exportes wird sich vielfach ändern, die Menge aber muß unzweifelhaft in starker Progression steigen gerade mit der zunehmenden Gewerbe Entwickelung der dermaligen überseeischen Importstaaten. Man sieht die- ganz deutlich an den Zahlen, welche die Importwerthe Nordamerika- darstellen, und die von 1870 bis Ende 1880 von jährlich 435,g auf 667,9 Millionen Dollars gewachsen sind. Der Import auS Deutschlaud z. B., der sich 1870 auf 27 Millionen Dollar- bewerthete, repräsentirte 1880 eine Stimme von 52,3 Millionen, und nächst Belgien, dessen amerikanischer Export nur sehr unbedeutend ist (3fl Mill. 1870 und 11 8 Mill. 1880), ist Deutschlaud von den eigentlichen Industrieländern dasjenige, deffen Export nach Nordamerika im letzten Decenmurn am erheblichsten (fast 100 pCt.) gestiegen ist. Es kann die- auch als ein Zeichen deS Auflebens der Gewerbetdätigkeil betrachtet werden, zumal die gleiche Bewegung fich auch an den Wenhen des Außenhandels anderer wichtiger Welthandelsländer beobachten läßt. Frankreichs Einfuhr stieg von 1879-1880 von 4595 Mill. Frcs. auf 4907 M'll., seine Ausfuhr von 3200 auf 3400 Mill. In Großbritannien sind die Einfuhren des Jahres 1880 um 13^ pCt., die Ausfuhren um 16^ pCt. größer als die des Vorjahre- und repräsentiren somit, in Hinblick aus die nesige Ge- sammtsumme des englischen Außenhandels von etwa 12 Milliarden -cark, eine gewaltige Steigerung des Welthandelsverkehrs. Bemerkenswerth ist in dieser Beziehung die auffallende Abnahme der Fallimente in England und m den Vereinigten Staaten. Dieselben betrugen nach Daten, bte y. 1- Neu- mann-Spallart anführt, in Großbritannien 1878 noch 2643 Fälle und IbbO nur 1478, und in Nordamerika 10478 resp. 4735 mit einem Rückgang des Passivenkapital- daselbst von 234 Mill, auf nur 65 Mill. Dollars. Im An- schluß hieran macht Neumann - Spallart auch darauf aufmerksam, daß die Armenversorgung in England, die von 1875—1879 steiir zugenommen hatte, seit März 1880 „eine continuirliche, und zwar von Monat zu Monat progressive Abnahme" erfahren hatte. , „ Bei der Innigkeit, mit der heut die wirthschaftlichen Verhältmffe der einzelnen Länder mit einander Zusammenhängen, find das Alles allerdings Zeichen, welche der allgemeinen Wirthschaftslage günstigere Aussichten für die nächste Zukunft eröffnen. Deutschlaud. Berlin, 26. Fcbiuar. In der am 25. Febr. unter dem Vorsitze deS königl. bayerischen StaatsministerS Dr. v. Lutz abgehaltenen Sitzung deS Bun- deSraths erfolgte zunächst die Mittheilung, daß von Sr. König!. Hoheit d m Großherzog von Mecklenburg - Schwerin der Gioßh- Minister der auswärtigen Angelegruhtittn und Präsident des EtaatSminifteriums, Gras^v. Baffewitz, zum ersten Bevollmächtigten ernannt, und daß von dem kaiserl. Stattha!ter in Elsaß Lothringen der Ober RegierungSrath Hanschild alS Commifiar der Lar.- desverwaltung von Elsaß-Lothringen zum Dundesrath abgeordnet sei. Eie fernere Mittheilung bezog sich auf die gegenwärtig stattgehabte Einbringung deS dem Reichstage in seiner letzten Session nicht mehr vorgelegten EntwuifS eine- Gesetz,s weaen Abänderung deS Gesetze- über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden, von welcher die Versammlung, ebenso wie von der Präsidialvorlagr, bett, die Verhandlungen der Commission zur Prüfung des Entwurfs von Vorschriften über den Schutz gewerblicher Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit, lediglich Kenntniß nahm, während eine andere Vorlage über die zollamtliche Abfertigung von Bau- und Nutzholz, sowie ein Anttag Preußen-, betr. den Zollanschluß von Wandsbeck, den zu- ständigen AuSschüffen überwiesen würbe. — Alsdann wurde nach Genehmigung eine- Vorschläge- zur Wledeibesetzung einer erledigten Stelle bei der Disci- plinarkammer in Frankfurt a. O-, der Entwurf eine- Gesetzes über die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Reichs beamten tn zweiter Berathung mit den in erster Lesung beschlossenen Abänderungen genehmigt. —■ Gleicher Weise erhielt der Entwurf eines Gesetzes über die Besteuerung der zum Milt- tärdienst nicht herangezogenen Militärvfl-ch'igen, über welchem die Ausschüsie für das Landheer und die Festungen, für Zoll- und Steuerwesen und für Rech- nungSwestn berichteten, mit den von letzteren befürworteten Modificationen und vorbehaltlich einer Zusatzbestimmung, kraft deren der zur ReichSkasie fließende Stcuerertrag den Bundesstaaten nach dem Matrikularsuße überwiesen werden soll, in erster Berathung die Zustimmung der Versammlung. Auf den Antrag der AnSschüffe für Zoll» und Steuerwesen und für Handel und Dir» kehr wurde ein Anttag zum Derzeichniffe derjenigen Maffengüter, auf welche bte Bestimmung im $ 11 Abs. 3 deS Gesetzes vom 20. Juli 1879 über be Statistik des Waarenverkehrs Anwendung findet, festgestellt. — Nach den Vorschlägen teffelben AusschuficS bezw. in Verbindung mit dem Ausschüsse für Handel und Verkehr gelangten zwei Eingaben, welche sich auf die Zollbehandlunz der Tabakssaucen, insbesondere auf die Taravergütung bezogen, zur Erledigung. — Schließlich wurden Commiffarien zur Berathung von Vorlagen im Reiche- tage ernannt und Mitteilungen über eingegangene auf Grund früherer Be- schlüfie den betr. AuSschüffln zugetheilte Eingaben, sowie über neuerdingS rin- gelaufene Petitionen, welche letzteren ebenfalls an die beteiligten Ausschüsse verwiesen wurden, entgegengenommen. Krankreich. Pari», 27. Februar. Heute fand anläßlich be» achtzigsten Gebur!«. tag'» Bieter Hugo's eine große Manifestation vor desfm Hause statt. Zahl- reiche Deputationen von Gesellschaften aller Art waren mit Fahnen und Musik ersckienen. Auf dem Troeadero fand eine Versammlung statt, in welcher Loui» Blane eine Rede aus Victor Hugo hi.lt- — Sin Circular des Ministers des Innern an die PrSlikten der «üsten-D partementS macht denselbm zur Pflicht, scharf auf etwaige Einfchiflungen von Waffen und Munition zu achten. Am Freitag wurden in Marseille zwei Schiffe, welche Waffen und Munition für g'iechtsche EwpsLnger geladen hatten, mit Beschlag belegt. Ein griechisches Segelschiff, welches mit einer Pulvetladung angeblich für Algier bestimmt war, aber nach Griechenland gehen wollte, wurde gestern am Auslaufen verhindert. Telegraphische Depeschen. gSolfTi telegr. (kOrresplmvenr-Burrau. ©erlin, 28. Fköruar Um 11 Uhr sand in der Kapelle des Königlichen ' Schlosses der fe:erlichc Acuchgang der 9reuoerrnahlten statt, welchem der Kaiser und i Vertaner n mit den Mitgliedern des königlichen Hames, die surNltchen GasteideS ! f-oft« und D de tl-ngeladene beiwohnten. Die Ansprache hlelt der Oberhofpredrger ! T- ftöad -.«rachmncgs 4‘/i Uhr fand im Weißen L>aale des Königlichen Schlosses . Galadmer stau, an welchem der Kaiser, die Kaiserin,^ die sürstlichen plicdcr des königlichen Hauses, die üoN'chaster, Generäle, die Mlmtter. die Mitglieder : des Bundcsratbs, die Urändenten des Reichstags und der beiden Hauser des Landtags lheilnahmen. (Gegen 400 Gedecke.) Unter dem Thronhimmel saßen die Kaiserin und bte Königin von Sacosen, neben letzterer der Kauer und neben der Kaiserin dn Kon^ von Lachs.n- bnen gegenüber saßen die Neuvermählten, neben dem IZnuzen Wilhelm die ärcnprinieffin und Prinz Christian von Schleswig-Holstern, neben der Prinzeinn Wilhelm der Kronprinz, die Herzogin Mutter von Lchleswig-HolsttlN. , An dre snr.i- ljch'en Gäste der Hiupttasel schlossen sich die Bott'chaster an. Die Tafelmunk wurde vom l.J genehmigte die Aushebung des gegen ben Abgeordneten W'emer vor dem Amtsger'chle.zu Chemnitz und nahm in dritter Lesung die Geietzentwune über die Zuständigkeit des ReichSgernyrs für Sttei^'raaen rwischen dem Senat und der Bürgerschaft von Hamburg und bettenenb d'e Reosion^in bürg Glichen Rechtssachen an. Die Etats des Reichstags des Reichs kanzlers der ^Reichskanztti und des auswärtigen Amtes wurden sodann unverändert 18. 19. Ober- die Bill beim Woche in der letzten schreibt: Die nahen deS preußischen Hofes, Welsche 7.50-8. 3. Die 4. Die 5. Die 6. Die 7. Die 8. Die Holzversteigerungen vom 14., 21. und 28. Februar. DertheilungSi'cbleuße bei Abthetlungsnummer 9 und 10 in den alten Tischwiesen. Schleuste am UterSbrunnen. Schleuste im Oberlachs^raben. Arbeiten an der Pippiscken Sckanze betr. 16. 17. 9. Herstellungsarbeiten in der Turnhalle. 10. Die Grablegung der Wieseck betr 11. Die Grablegung des Brucbgrabenß betr. 12. Den AuSbau der LudwigSstraße betr. 13, Die Verbindung deS SellerSwegS mit der Südanlage. 14. Gesuch des Johann Adam Herrmann wegen Verbesserung eines städtischen Weg«. 15. Gesuch deS WeißbindermcisterS Christian Petri V. um Baucrlaubniß. Gesuch deS Heinrich Ruckstuhl II. um Erlaubnist zur Erbauung eineS HintergebäuoeS. Gesuch des Fabrikanten Ludwig Georgi um Erlaubnist zur Vornahme von Bauveränderungen. Gesuch des Kaufmanns W. Montanus um Erlaubnist zur Vornahme von Ban- veränverungen. Gesuch der Ehefrau des Wilhelm Steinbach um Genehmigung der Abänderung eines Bauplans. Gießen, 1. März. Ueber das von morgen. Mittwoch, an in Wenzels Saalbau ausgestellte NieseN'Eyclorama, darstellend die Reise von Berlin nach Tyrol, lauten die Berichte der Zeitungen in den Städten, wo solches ausgestellt gewesen, recht günstig Dasselbe sei sebr sehenswerth und ein naturgetreue« Kunstwerk. Es sei somit der Beachtung deS Publikums bestens empfohlen. war gut befahren. Angctrieeen 2x0 Kälber und 300 Hämmel. Qual. X 60—62, Kühe und 1 Qual. X 52-54, 2. Qual. 40 50 per 100 Pfd. Schlacht- Pfund 68 H. Handel und Verkehr. Gießer: 1 März Auf oem heutigen Wockenmarkie kostete- Butter per Pfd. X 0.95 btt X 1.00 Hükn-«ier 1 Stück 4-5H, 2 St. 00 Gänseeier 1 St. 12 -15 H. Käse per Stück 5—9 A. Küsematt: ver Stück 3—0 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Na • 1.00__00 A Hühner p. St. X 1.30—2 00. Hahnen p. ©t. X 1.50—2.00, Gänse pr. Stück 0—0 X, Enten per Stück X 1.70—2 50 Ockirnfleisch 66—00 per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 45—50 Kalbfleisch 40—4 4 Hammelfleisch 54—66 ^^wei"efleisch 6»-00 A Kartoffeln per 100 Kilo X 4.50-0.00, Zwiebeln p. Ltr. 11—0, Mllch per Liter 1» und 18 Weißkraut 100 Stück X 0.00—0 00, Enteneier per 1 Stück 5—6 Frankfurt, 28. Februar. Der heutige Diebmarkt waren ca. 340 Ochsen, 300 Kühe, Rinder und Stiere, Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 66—67, 2. Rinder 1. Qual. X- 54-55, 2. Qual. X 42- 50, Kälber X 40—50 Hämmel 1 Qual. X 62 — 64, 2. Qual. X gewicht. Sckweme wurden vorige Docke 679 verkauft, daS Frankfurt, 26. Februar. 'Marktbericht., Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete |< nach Qualität der Etr. X 2.80—4.50, Strob X 3.00--3 50, Butter 50 Kilo X 85- 90, im Detail 1. Qualität da4 Pfund X 1.20—0 00, 2. Qualität x 1.10—00. Eier das Hundert X 5.50—7. Ochseuflti'ck per Pfund 65—70 Kuh , Rind und Farrenfleisck 45-55 Kalbfleisch 40-55 A>, Hammelfleisch 45—65 Schweinefleisch 70-80 A>, ein Hahn X 1.50—2 00, ein Huhn X 1.00- 2 00, »ine Ente X 2 50-3 00, eine Taube 50 00 HX 6.00 - 8.00, Hosen daS Stück X. 0.00—0.00, Feldbuhn X 0.00 - 0 00, Rebbock das Pfo. 00—00 Ai, Kapaunen 0 00-0 Wälscher Habn X 6 -10 Karioffeln 100 Ko. X 5.50—6.50, Kohlrabi 0—0 Blumenkohl' 1 St. 5O-60^>, Wirsing 10-15 Gelberüben 1 Bund 00-00 Ai, Zwiebeln 1 Bund 0'4 Sellerie das Stück 00-00 A> Meerrertig 1 Stück 00—00, Spargel baß Pfund 000—0 A), Romoin-Salat 00 -00 Endivien 00—0 A, Rothkraut 20—25 Wustkraut daS Hundert X 10, Artischoken 50 H, Erbsen daß Pfd. 00 A>. 2. Grsuck wegen Ueberlaffung der HoSpitalkrrcke. Holzversteigerungen bei der Stadt Gießen. hause rinzubrtngen- — Der „Daily News" zufolge würde Kandahar des kommenden Monats März geräumt werden. Wien, 28. Februar. Die „Wiener Abendpost" verwandtschaftlichen Beziehungen unseres Kaiserhauses und sowie das Freundschaftsband, welches die österreichisch-ungarische Monarchie mit dem deutschen Reiche verknüpft, bringen es mit stch, daß man auch in allen Gauen des österreichisch-ungarischen Katserstaates das erfreuliche Famt- lienfest des Berliner Hofes mit der wärmsten Sympathie begleitet und daß dem neuvermählten Paare überall herzliche Wünsche entgegengebracht werden. Milchverkaufs-Grdnung. Es läßt sich über die Grenzen streiten, welche zwischen dem freien Handeln des Bürgers und den Befugnissen der Behörden zu ziehen sind Auch die entschiedensten Anhänger freiesten Handels und Wandels werden aber der Polizei doch gern das Ein- greifen gestatten, wo sie wahrhaft gemeinnützige Aufgaben erfüllen kann, — Aufgaben, | deren Losung auf andere Weise nicht gelingen will. Dies gilt insbesondere für bte ; Lebensmittelpolizei und namentlich die Beaufsichtigung der für den täglichen Bedarf unentbehrlichen Nahrungsstoste. Es ist em schreiender Uebelstand, daß in manchen größeren Städten z. B. der Verkauf gewässerter oder gar noch anderweitig verfälschter Milch die Regel bildet. , r Das Reichsgesetz vom 14. März 1879, betreffend den Verkehr mit Nahrungsmitteln, hat behördliche Schutzmaßregeln auf diesem Gebiete wesentlich erleichert. Im Folgenden seien die wichtigsten Bestimmungen einer Milchverkaufs-Ordnung wiedergegeben, welche in Darmstadt in Kraft getreten ist. Die Bewohner mancher anderen Stadt werden sich nach einer solchen Ordnung sehnen. In Darmstadt wird die Milch nur in zwei Beschaffenheiten zum Verkaufe zi(- gelassen, und zwar: a) als „ganze" (unveränderte) Milch, b) mit der einzigen Veränderung durch Abrahmung als „abgerahmte" Milch. Dte für den Verkauf bestimmte abgerahmte Milch darf nur m Gefäßen aufbewahrt und feilgeboten werden, welche in einer in die Augen fallenden, die Beseitigung ausschließenden Weise mit deutlichen Buchstaben die Bezeichnung „abgerahmte Milch" tragen. Unter Milch ohne nähere Bezeichnung wird nur „ganze" Milch verstanden. Im gesundheitspolizeilichen Interesse vom Handelsverkehr ausgeschlossen ist diejenige ganze oder abgerahmte Milch, welche von kranken, insbesondere von einer Seuche befallenen Thieren oder von Kühen innerhalb der ersten acht Tage noch dem Kalben abstammt, ferner jede bittere, schleimige, naturwidrig gefärbte oder sonst ekelerregende und verdorbene Milch. Die ganze und die abgerahmte Milch darf nur in ganz reinen Gefäßen und vorschriftsmäßig geaichten Maßen transportirt, bezw. feilgeboten und verabreicht werden. Ebenso ist in den Milchverkaufslocalen die größte Reinlichkeit zu erhalten. Dieselben müssen, namentlich wenn sie zur Aufbewahrung von Milch benutzt werden, trocken und luftig fein und dürfen nicht als Schlafstätten benutzt werden. (Sehr wichtig!) In Gefäßen von Zink oder Kupfer darf die Milch nicht aufbewahrt oder feil geboten, bezw. ausgemcssen werden. Milchbesitzer und Milchhändler, welche Milch verkaufen wollen, sind gehalten, den Milchverkauf noch vor Eröffnung desfelben der Polizeibehörde schriftlich anzuzeigen und haben hierbei die Milchviehbesitzer, wenn sie den Verkauf nicht in eigener Person besorgen, die damit betrauten Familienangehörigen oder Dienstleute, die Milchhändler die Landwirthe und Milckviehdesitzer zu benernen, von welchen sie die Milch beziehen. Die Handhabung der polizeilichen Milchconttole besteht unter Anderm in der die Besichtigung und Ermittelung des specistschen Gewichtes durch die Polizeibeamten umfassenden Vorprüfung und ui der Prüfung der Milch durch die chemische Lebens- mittel-Controlstation. Die für die Milckuntersuchung amtlich zu benützenden Instrumente sind das Lactodensimeter von Quevenne mit den zugehörigen Reductions- tobeUen, dos Laktobutyrometer von Marchand-Salleron und ein Thermometer mit hunderttheiliger Scala. Das specistsche Gewicht der Milch (ganzen Milch) soll bei einer Temperatur von 15° Celsius zwischen 1,029 und 1,033 liegen. Die Milch (ganze Milch) soll außerdem mindestens 2,8 pCt. Fett besitzen Bei abgerahmter Milch wird bei 15° Celsius ein specifisches Gewicht von 1,033 vorausgesetzt Milch (ganze Milch), welche bei der Vorprüfung durch die Polizeibeamten bei 15° Celsius unter 1,027 zieht, wird als gewässert betrachtet, vom Verkehr ausgeschlossen und vorläufig mit Beschlag belegt. Von derjenigen Milch (ganzen Milch), welche bei der Vorprüfung nur von 1,027 bis 1,029 ober über 1,033 (bei 15° C.) zieht, ist durch den controlirenben Polizeibeamten eine geeignet große Probe (ein viertel Liter) zu erheben, in eine reine, trockene Flasche zu füllen, zu versiegeln und mit genauer Angabe des Verkäufers, des Datums der Probe- Entnahme, des Temperaturgrades der Milch bei der Vorprüfung und des gefundenen specistschen Gewichtes auf dem Dienstwege an die chemische Controlftation alsbald abzugeben. Zuwiderhandlungen der Milchverkäufer gegen diese Bestimmungen unterliegen einer Bestrafung von fünf bis fünfzig Mark, falls nicht die m dem Reichsgesetze vom 14. März 1879 oder im Strafgesetzbuche vorgesehenen höheren Strafen einzutreten haben- Lokale-. Gießen, 1. März. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung Donnerstag, den 3. März 1881, Nachmittag 1 Uhr: 1. Gesuch deS VolksbiidungSvercinS um Ueberlaffung deS Rathhaus Saales. loren gegangen. Das Lager wird befestigt. — Wie verlautet, hat die Regierung dte Absicht, die irische Waffenbill fallen zu laffen, In Erwägung gezogen und beschlossen, die Bill beim C'.. Hanau, 27. Februar. Der „schauderhafte Mord" im Walde bei Kerzell-Fulda ist lediglich eine Ente, welche Jemand, wie eS beinahe scheint, im Sckerz in daß RedactionSbureau des „Hanauer Anzeigers" hat entfallen laffen. Bei der hiesigen Staatsanwaltsckaft weiß man wenigstens nichts davon. Aus Karlsruhe wird der .Fr. St." geschrieben: „Eine köstliche Anekoote soll sick, wie man erzählt, in unserem Finanzministerium zugettagen haben. D r Finanzminister Ell- stätter ist bekan tlich Israelit Eine Gemeinde hatte von d. A, Nachmittags 2 Uhr, werten in meiner iSrschäftsstube 16 Tascbenudren, hnrunter tOfilberne Cylind-r- und Anker- Uhren,sämmtlich ganz neu - öffentlich " Di-Verst-ig^M findet bestimmt statt. 1366)efeen’ ^Bühner, Gerichtsvollzieher. Frische Cabliaueo angekommmen und empfehlen auch (m AlsLnitt (1388 J. A. Busch Söhrir. Iu verkaufen wegen Aufgabe der Landwirthfchaft: 1 Pferd. Stute, 6jährig, vorzüglich eingesahren, zu feinem Fuhrwerk, sowie zu ledem ArbcitSgedrauche gleich gut. Jede verlangte Garantie wird zuaesichert; 2 Milchkühe, Vogelsberger Nace- sämmtliche landwrrthschaftliche Ge- räthe und Maschinen: 1 feines, offenes Wägelchen. Die Gegenstände, welche bis zum 14. März er. nicht aus der Hand verkauft sind, kommen an diesem Tag. von Morgens 9 Uhr ab zur öffentlichen Versteigerung bei Earl Kümbel, Holzversteigerung tm Gießener Stadtwalde. Montag den 7. Marz 1881, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Phttofphenwald, Stolzen- morgen, Drauhos und Faulerboden, nachverzeichneter Holz versteigert werden: A. Brennholz: Länge. DaS Eichen»Scheitholz ist ausze- schieden zu Küfer- und Glaserholz. Der Anfang ist Morgens 8*/2 Uhr am Brennholz im Hetlzewald bei der Lehmgrube bei Nr. L, nach 12 Uhr am E chen Bauholz, nach 2 Uhr im District Gesern an den Durchsorstungswellen. Steinbach, den 25. Februar 1881. Gloßh. Bürgermeisterei Steinbach. 1319) N icolaus.__ Mittwoch, den 2. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in meiner Gescha tssrube 5 Petro- leum Kochheerde gegen Baarzahlung ver- ^iehverlicigtrung. 1377) 'M in Montaft ben 11. üJIät» b. 3.. a« «ften tirtiäini^en »irfinutr 1t b m a r t u . StadimittdflS - H br btflinnrnb, feien aus dem Fürstlich Jsenburg-Busteintschen Hof.ul- Vnte». fang bei ®irflein 1) 6 stmm-ntdaler Kühe, thrils lrächtig, theil» mit Kalb, tm Alter von 2) 126ftmmentb3lei Rinder im Älter von '/, bi« 2 Jahren, die älteren tragend, 3) 4 simrnenthaler Bullen. — Älter wie ad 2, 4j 12 Rinder vogelSberg-simmenthaler Kreuzung. Alter wie au t, 5) 4 einjährige Bullen derlelben Kreuzung, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung und unter den bei der Versteigerung bekannt ,u machenden Bedingungen zum Verkaufe auügebolen werden. Birsteia, am 24. Februar 1881. Hurstl. Isenburg ivirftein sct,e (tzutöadniiniftration. König, Domänenrath. ____ „LOFODEN“ rafflnirten Dampf-Medicinal-Leberthran i'allzemein bekanntes, werthtelles Beilelttel) su» der fritchts Dor.chleber bereitst, reis and eoeerflleeM, fiel glaxlieb gereehlee end ▼en r« i ■ e m Geich er. eck, Tors tesidiften Hssdels-Chewker Herrs Or. Q. L. Ulex in Hemberg sie Dorichleberthren beeter QueliUt bestichnel, empiehlt die Lofoden-Fischguano- n. Fischproducten-fresellschaft in Hamburg, Eigenthümerin der bedeutendste« rhran-Fabrit auf de« LofodeniJnsel« in Sdorwege«. Preis pro Originalflaeche Mk. 1.10 Laut Attest des Geheimen Hofraths und Profeffors Herrn Dr. R. Fresenius tn Diesbaden ist unter Loioden-Torschleberthran als ein vollkommen reiner Leberthrcm Bonner Portland-Cemcnt, eiserne Tragbalken, Läule«, sowie alle Bauartikel in Guß und Schmiedeisen, Thonrohre rc. schaftslokalitäten. Gießen, den 1. März 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1402) A. Bramm.__________ Holzversteigerung. Donnerstag den 3., Freitag den 4. und Montag den 7. Marz l. I., jedeSrnal Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Semeindewald in verschiedenen Districten nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, alS: 353 Rmtr. Buchen-Lcheitholz, J. Gr, D. Bapat, Pianino, sehr gut erhalten, zu verkaufen. Nähe es bei B. Haubach, Mäusburg. C<4 Eingemachte Preiselbeeren in vorzüglicher Qualität in Gläsern, fcnk in kleineren Port onen emvstcblt Ladung. 1) Fatum, Konrad, Taglühner aus Saasen, 32 Jahre alt, zuletzt in Flensungen, 2) Atotb, Jacob, HondelSmann aus Rtevel-Dhmen, 26 Jahre alt, zu- letzt In Nieder»Ov'nen, 3i Siegfried, Emil, Metzger aus M.rlau, 23 Jahre alt, zuletzt in Merlau, 4) SartoriuS», Konrad, Landwirth out Merlau, 23 Jahre alt, zu- tttzt in Merlau, 5) Yedler, Johann Georg, Bäcker aus Merlau, 30 Jahre alt, zuletzt In Merlau, deren Aufe, thaltSort unbikannt ist, werdest beschuldigt zu Nr. 1 4 alS deurl übte Rejerv-sten bezw. alS Wehl» teute der Landwehr ohne Eclaubniß auSgewandru zu sein, zu Nr. 5 als Ersatzreseroist erster Slasse auSge-ran» dert zu sein, shr»e von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, — Urber» tittunfl gegen S 260 Nr. 3 deS Strafgesetzbuch-. Dieielben werden aus Mittwocd den 4. 1881, Doruuliag- v Uhr, .>r daS Großherzogl. Schöffengericht Gtünberg zur Ha^ptverhandlung gr- lasen. -€I , Vei unentschuldigtem Ausbleiben wcr-'in feit,elften auf Grund btt nach 472 der Strafproc ßordnung von dem Grohh. Bezirks - Kommando ,u Giepen ausgestellten Erklärung Der- urtfteilt werden Ale selb ben 16. Fkftruar 1881. Der Gioßbe'zogl. Ämtsanwalt. 4374) Sanbmann- Vergebung von Bauarbeiten. Donnerstag den 10. Marz, Poraitttags 10 Ubr, «ollen in dem Local des Großherzog. lichen Bürgermeisters Ä 6 ft l e r $u Lanasdorf nachstebenbe, bei Her. stelliu-g eines Kanals vorkommenten Bauai beiten K- wenigstnehmend ossent- Qeaen vorschttsismäßige Bürgschaft wirb Zahlungsfrist biS 1 Juli 1881 gestattet. Der Anfang ist im District See- topf Rödgen, am 1. März 1881. Troßh- Bürgermeisterei Rödgen. 1380) I n dertbal. Holzversteigerung Freitag den 4. Marz soll Im Steinbacher Gemeinde-Wald, District Heilzewald und Geseng, folgendes Holz versteigert werden: ' 108 Rmtr. Buchen Scheitholz, Ausverkauf« 1389) Da ich mein Ladengeschäft nur noch einige Monate beibehalte, verkaufe um rasch zu räumen mein jetzt vollständig assortirtes Lager in 5/t, We, 6/ 4 » < 86 ’M sMlUYUM K) u»j,»tch ua(jÖ)n;q nk ‘najQMd^u uaqudpiti) pajjatp# MfltyDW u-vzstuyv uszivm a§) sryv 13 qn ‘uatiotaq ijui uoa SPi-raz ijpjq tun r-PStz-giysiusqorH ustzch-q rsq ustzpn Itwj ■1 •M'HÄiy«IH3S-¥SSV^ intismr >’ iwmfiffnY r' -L «chtzßYSlq qun =.wnal 'ajb® Ziegel, 1000 Stück zu 18 Mark, sowie Drainrohren in der (379 Iiirssl. ZiegeleiKch. 1329) Jun.;e Hühner mit Hahn, sowie eine Partbie Mist verkauft Ludw. Pfaff, T'cfcnweg. Geschälte Victoria-Erbsen, Thürinaer kleine Bobnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 79)_________Fr. Seibel. 1393) Ewigen, rothen, weihen Kleefarnen , Grassomei , laudwirtbschaftliche und Gartengerathschaften aller 2ht bet _____________lLmtl Pistar. Oberstabsarzt Ur. Scnmidtach:s heilt Taubheit (wenn sie nicht angeboren) schnell u. radical, beseitigt Ohrensausen u. 00 Stechen sofort. Preis eines Flacons incl. sr Verpackung und Postporto 6 ,H. 60 a\. 2 Generaldepositär Leopold Steiner, Berlin RW Sehiity.on.-tra^se No, .x).______ Kasseler pferdeloose, ä 3 v4L, sind zu haben (1281 bei Wilh. Äräntcr, Bleichstraße. « Ein groß । Haufen Mist zu verkaufen im Darmstadter HauS. S tocii fisch empfiehlt (1187 Emil isischback. 879) Eine große Parthie Arbeitsiiosen sind mir zu Händen gekommen und werden zu einem billigen Preise abgegeben. K. Grünebaum. Mermietyungm. 1390) Ein Logts von 4 Zimmern mit allem Zubehör vorn 1. April an in der Wilhelmsstraße zu vermiethen durch ________________________ I Blitz. 1391) Ein Logis von 6 Zimmern mit allem Zubehör in der Nordanlage vom 1. April an zu vermiethen durch 3- Blitz. 1385) Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern mit allem Zubehör, ist zu vermiethen und 1. April zu beziehen. ______________Louis Lotz, Reichensand. 1232) Der erste u. dritte Stock meines Hauses in der Bahnhofstraße lje 6 Zimmer, geräumiger Corridor, rc.) sind ersterer per 1. Juli, letzterer per 1. Mat zu vermiethen. Zu ersterem auf Wunsch Lagerraum oder Stallung.________Theodor Haubach. 1124) Familienlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör zu vermiethen bei ___________Ph. Bauer, Bahnhofstraße. 729) Ein möblirtes Mansardenzimmer zu vermiethen bei Auguft Ackermann. 1158) Ein großes und ein kleines Familienlogis bis zum ersten April zu verm. Nüsing, in der Nähe d. Bahnhofs. 340) Ein möblirtes Zimmer ^Parterre) zu vermiethen. _______3^ Mannberger, Neuenweg. 1182) Familienlogis zu vermiethen und 1. April beziehbar. ________Rothenberger, Kaplansgasse. 194) Laden mit oder ohne Logis per sofort zu vermiethen. _________Ludw. Orth, Photograph. 460) Ein Laden mit Logis zu ver- mietden._________Sonnenstraße B. 106. 1039) Ein Logis von 3—4 Zimmern mit Zubehör und Garten zu vermiethen, beziehbar 1. Mai. ________I. Sg. Unverzagt, Gartfeld. 60) Ein schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. Näheres in der Buch- handlung von Fehsenfeld, Seltersweg. 78) W e n z e l's Garten gegenüber, B- 163,3, mittlerer Stock, 5 Zimmer zu vermiethen.______________________________ 468) Ein Familienlogis zu vermiethen ___bei Fritz Fürst Ww. 747) Ein Logis nebst allem Zubehör, gleich beziehbar, m vermiethen bei ___________Adolf Hoß, Schützenstraße. 1281) Mein Nebenhaus ist zum 1. Juni an eine stille Familie zu vermiethen. ____Dn Ploch. 1289) Ein möblntes Zimmer zu ver- miethen._______________Neustadt D. 62. 1094) Der 3. Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und Ende Mai zu beziehen. ______________Ludwig Hciu, Kreuz. 1085) Ein kleines Familienlogis bis zum 15. März zu oermi.tbfn. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1320) Em Familienlogis bis zum ersten April zu vermiethen. G. DrbuS, Krofdorfer Weg. 1400) Freundl. möbl. Zimmer per so- fort zu vermiethen. Marklstr. 218, 1. St. 1395) Das von Herrn Rendant Walther bewohnte LogiS ist anderweit zu vermiethen. ___________________Carl Leib. 1074) Ein kleines Logis zu vermie hen. ______________F. Felfing, Neuenweg. 1303) Eine geräumige Werkstatt mit Hofrauw, mit oder ohne Logis, ist auf 1. Juni zu vermiethen bei H. Hillgartner, Löwengasse. Vermischte Anzeigen. 1382) Ein tüchtiger Gastwirth ober Kaufmann findet Gelegenheit in einem Flecken zur Erpachtung eines großen neuerbauten Etablissements. Dasselbe enthält 12 Wohnräume nebst allen nöthigen Bequemlichkeiten und großen Lagerräumen, sowie einer prachtvollen Fernsicht. Gleichzeitig kann ein dabei liegender IVr Morgen großer Garten mitverpachtet werden. Näheres zu erfragen in der Exp. d. Bl. 1317) Ich suche aus Ostern ein solides, im Nähen und Bügeln geübtes Kindermädchen. Frau Professor Seuffert, Bahnhofstraße C. 126. Ein oder zwei Schüler finden in einer gebild. Familie gute Pension. Näheres in der Exped. d. Bl.(1379 1375) Allen meinen Bekannten, bei denen ich mich nicht persönlich verabschieden konnte, fa^e ich hiermit Lebewohl. Albert Schwartz. 1378) Ein kräftiges Dienstmädchen sucht Wilhelm Loder, Bäcker. 1384) Ein Longshawl gefunden. Abzuholen bei Wilhelm Heil, Kirchenplatz. 1386) Ein Kopftuch gesunden. Näheres SelterSweg 10. 1399) Im kommenden Frühjahre können 2 Schüler in einer Familie Pension und auch, wenn es gewünscht wird, Nachhülse bei den Schularbeiten erhalten. Nähere Auskunft ertheilt die Exped b. Bltts. L cs;. > Monats- versammiung Freitag Abend im (1394 Cafe Ebel. = Fertige Witsche» als: Kinderhemden in allen Größen, Damenhemden von 8einen, Halbleinen und Cd ffon Beinkleider, Shirtingröcke mit und ohne Stickerei, Negligefackeu, w.iß und farbig, leinene und Leinen» battisttaschentucher u. s. w. — Ebenso haben stets Bettwäsche vorräthig und empfehlen Betttücher, Hausmacher-Leinen, das Dtzd. zu 48 JL. — Sämmtliche Stoffe zu Wäsche empfehlen im Ausschnitt zu den billigsten Preisen. — Herrenhemden sind stets vorräthig, Extra-Bestellungen, als auch für Konfirmanden, werden unter Garantie des outen S'hens in kürzest-r Zeit geliefert. »7«) Geschw. Heerz, Neuenweg. Suppen Anstalt. Suppenmarken in Büchelchen geheftet zum Verschenken an Bedürftige sind zu ka fen: Bahnhofstraße beim Hausvater der Herberge und bei Herrn Kaufmann Hainbach; Markt bei Herrn Wilhelm Klee; Grünbergerstraße bei Herrn Kreisamtsgehilfen Döring. 74)___________________________________Der Vorstand. Akademischer Gesangverein. Mittwoch Abend 7 Uhr tiesamiutprobe. Die Liste zur Einzeichnung, für Sonntag, liegt während der Probe in der kleinen Aula rffen. (1392 Wenzel s Saalbau. Das prachtvolle Rundgemälde (Riesencyclorama), darstellend die Reise vou Berlin bis Tyrol (nicht durch Gläser), welches in Hamburg, Hannover, Cassel h so großes Aufsehen erregt hat, witd heute, Mittwoch, Nachmittags 1 und Abcnds S Uhr, zur Ansicht ausgestellt. Das Gemälde ist 10 Fuß hoch und 1000 Fuß lang; es zieht unter Musikbegleitung bei erklärendem Vortrag und bengalischer Beleuchtung frei vor den Augen fämnitlttiev Anwesenden langsam vorüber. Cntree 50 ^>fg — Schüler die Hälfte. Es ladet ergebenst ein Hermann Reeck, 1387) Cyclorama-Bcsitzer. Oswald s (Harten. Große Menagerie. Täglich 3 große Vorstellung n um 4, 6 und 8 Uhr. Um 4 und 8 Uhr Hauptdreffur und Fütterung. Heute, Mittwoch, letzter Eröffnungstag. Von Gießen aus wird sich die Menagerie nach Wetzlar begeben. 1233)Weitlauer & Haiti. Theater iu Giessen. (Cafe Leib). Freitag den 4 März: XVI. Vorstellung im Abonnement Novität. Die Tochter des Hrn. Fabricius. Charakterbild in 3 Acten v. Ad. Wilbrandt. Die Direction. 1349) Ein starkes Mädchen, bas kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird gegen hohen Lohn auf sofort gesucht. ______Job. G. Häger, auf der Hardt. 1224) Zwei Schüler können Kost und kafllmrer^alten' Zu erfragen in bei Exp. öS. Bltts. Beförd.'. UI.Gr. 7A. Ab. 4/3 81. (i4oi Verantwort«»« ÄebadtoH: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl's»cn Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Meßen. Zrr. trtlkrn jf| fltnreifter < -ttübnire zuvnfi mittelbar Sfoblöenr, bürglmri dazu die dtrllilhkn als d.-ffen CtTifi (u; '”8 ""«'J Utriffion "’friten $(I Wufltt Ctiitt jU ( » 81( Mijtt »ot< m. 1 vom 23. F halt der P Gmeindeh Reckmings dis baraufi und die J?r für Ja und daß b( und der Jl ni.ißüchkn ( onberroeiter 6'T Oommi fopitalitn z sind Das Sriften jur Rechnnngei 3lnorbmtng Be HcLuik i Mm gieren »r bn anmu »»-1.1 Ätn"" fn’fr' bl t b,t Er fe bon Sfr »7'in d°^ - wfeb'il b