Nr. 77. Freitag den 1. April 1881. Kichener "Anzeiger Amigk- unb Amtsblatt fät btn Krals Girßra. *9ert*n: Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag!. Preis vierteljährlich 2 5Rorf 20 Pf. mit Vringerle^n. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt. Amtlicher Hheil. Betreffend: Anlage von Feldwegen ic. In der Gemarkung Grüninger Bekanntmachung. In unserer Bekanntmachung vom 23. I. Mts. — Anzeiger Nr. 72 — muß eS Dteuercommiffariat „Hungen" statt „Gießen" heißen, was bier- mit berichtigt wird. Gießen, am 30. März 1881. Großherzogliche- Krei-amt Gießen. ___________ Dr. Boekmauo- Berlin, den 3. Mäcz 1881. Bekannt m a ch u n g, den Nemonte-Ankauf pro 1SS1 betreffend den 7. Juli „ 16. „ . 18. 8um Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier Jahren, find im Bereiche des Großherzogthums Hessen für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anbcraumt worden, und zwar: in Al-feld, „ Nidda, den 18. August in Bickenbach, „ 19. „ ,, Groß-Bieberau, „ 20. „ Groß-Gerau, „ 22. „ „ Goddelau. von der Remonte-Ankaufs'Comm.sfion erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. n ei^c mit Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den -auf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung deS Kaufpreises und der Unkosten zurückzm.ihmen, auch sind -ripp.nstper vom Ankauf ausgeschlosten. Tie Verkäufer siud ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine -opfhalster von reder oder Hanf mit 2 mindesten- 2 Meter langen starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgrsührten Pferde sestpellen zu tonnen, ist eS erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden. Nieder-Wollstadt, 17. August „ Lampertheim, -rteg-'Ministertum, Abtbeilung für das Remonte-Wesen, von Rauch Graf Klinckowström. Großherzogliches Steuer-Commiffariat Gießen. Ämlslagr: Dienstag und Samstag, Dormittags von 8—12 und Nachmittags von 2—4 Uhr. Ztrutschland. Berti*, 29. Mär». DI« SlaNytt M d-ulsch-n Rkich« g.währl jetzt einen Ü berblick über die elemeitare Schulbildung tn ganz Deutschland wäh» rend der letzten 5 Jahre, auf Grund der Prüfung der Ersatztruppen. Er bekur-det einen steten Fortschiitt, doch auch noch einen andauernden großen Ab« stand zwischen einzelnen Laudestheilen. Obenan steht daS durch sein höheres Schulwesen berühmte Württemberg, wo in 5 Jahren nur 2, demnächst Baden, tro 4 Soldaten i icht lesen und schreiben konnten. Sachsen bewegt sich zwi» schen 0 23 und 0,32 pEt. ohne Schulbildung. Auch Bayern hat sehr günstige Verhältnisse: 1,79; 0,93 ; 0,65; 0,56; 0 47 pEt. In den übrigen kleineren Ländern und in den freien Städten st 1 pEt. ebenfalls eine Ausnahme. Elsaß Lothringen hat es auf 3 45; 3,98; 2 58; 3,09; 2 23 pEr. oder z isam. men auf 106 Mann unter 4760 otne Schulbildung gebracht. Nur um ein wenig'- bester steht es durchlchnittl-ch in Preußen, wo die Derhältnißzahlen 3,19; 2,91; 2,45; 2 58; 2,27 (1955 unter 86,256) waren. Wahrend die meisten Provinzen gegenwärtig noch kein i/2 pEt. ohne Schulbildung aufweisen, bleiben ohne Schulbildung: in Schlesien: 3 27; 2,45; 2.18; 2,04; 2,25; , Ostpreußen: 7.33; 7,41 ; 6 46; 7,53; 5 48; „ Weßpreußen. 11 01 ; 10,48; 9,74; 1016; 822; „ Posen: 13,91; 12,93; 11,16; 11,10; 10,96. Diesen üblen Verhältnissen ist es hauptsächlich zuzuschreiben, wenn sür d^s Reich die Eesammtiumme der bildungSlofen Mannschaften noch 2 37; 2,12; 1,73; 1,80; 1,57 pEt. beträgt. Möge es der Thatkr^ft der preußischen Fürsorge für das Schulwesen bald gelttigen, die in jeten Provinzen noch fortbestehenden Schwierigkeiten einer allgemeinen Volksbildung völliger zu überwinden. — Die Commission für das VerfastungS - Aenderungsgesetz hat ihre Ar« weiten gestern Abend zu Ende gebracht. Nachdem sich die Abzg. Dr. Wi dt- borst und v. Schorlemer-Alst noch gegen die zweijährigen Budgetperioden ausgesprochen und der StaatSminister v. Bötticher, der bayerische Bundes- bevollmächtigte, Frhr. v. Räsfeldt, und Geh. Rath Aschenborn dafür plaidirt, wurde der Antrag Bennigsen, im Artikel 13 der Reichsverfaffung die Gnbe- rufung deS Reichstages auf den Monat October alljährlich festzustellen, mit 12 gegen 8 Stimmen angenommen. Danach blieb nur noch die Frage der Legislatur-Periode zu entscheiden. Wid-r Erwarten wurde, nachdem zuerst ein Antrag deS Abg. v. Helldorf auf fünfjährige Wahlperioden abgelehnt war, auch der Regierungsvorschlag durch die Stimmen der Liberalen im Verein mit einigen CevtrumS-^timmen (diese Partei hatte auch bei der ersten Fage auS- einandergestimmt) zurückgewiesen. Ene zweite Lesung in der Commission war nicht Vorbehalten worden, und somit gebt die Sache sofort ans Plenum. Zum Berichterstatter wurde der Abg. Dr. Marquardsen gewählt. telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. og) Nr. 116 versitzt. — Ein Mann von AuSwärts, welcher gestern bei einer Veisteig.rung in der Neustadt verschiedenen Unfug verübte, wurde verhaftet. Heute Morgen bekam er vom Amtsgericht 14 Tage zubiktirt. — Zwei Fechtbrüder, welche gestern per Zwicker die Stadt abklopften und wovon der eine einen Schutzmann inlultirtc, wurden beigesteckt. Heute Früh bekam^der Raufluftlzere 18 Tage, der andere 4 Tage Haft. — Am 29. v. Mts. wuide in dem Mühlgraben bei der Obermühle zu Lich die Leiche deS 76 Jahre alten Konrad Dörmer auS Lich geländet. Nach der gerichtsärz tUchen Leichen schau soll die Annahme eines Selbstmordes gerechtfertigt feip. Oeffentltche Sitzung deS ProvlnztalauSschuffeS der Provinz Oberheffe« vom 28. Februar und L. März l. I. (Fortsetzung.) Die Verhandlung der vierten Angelegenheit, Klage des Orts-Armenverbaudes Nidda gegen den Land Armenverbanb Büdingen wegen Unterstützung des Andreas Abt, war nicht sowohl durch die Schwierigkeit der in Betracht kommenden Rechtsfragen, alS durch die EigentyümUchkeit der thatsächlichen Derhältniste. welche auf Sntiag der Parteien durch Vernehmung von 21 Zeugen festgestcllt werden mußten, von Interesse. Den Kläger vertrat Herr Rechtsanwalt Or. Dittmar, den Beklagten Herr RechtSanwaU Hirschhorn DaS Sach, verhältniß ergibt sich aus den EntjcheibungSgründen. Der Provinzialaussckuß entschied dahin, daß Beklagter schuldig sei, den Kläger von Der Verpflichtung zur Zahlung des jährlichen Micthpreijes der Wohnung des Andreas Abt ,m Betrage von JL 60 vom 15. April v. I. an zu befreien und diese Beipflichtung für b,e Dauer der Hülfsbedürftigkeit des Andreas Abt zu übernrhm.n, die Kosten des Verfahrens zu tragen und an die Provinzialkastc den Aversionalbetrag von JL 2) zu zahlen. Die Entscheidungsgründe lauten tote folgt: B.kjagter setzt der Klage nur den Einwand entgegen, daß AnvreaS Abt nicht hülfsbedütftig und bestreitet vorsorglich die Angemessenheit Der Höhe deS verwilligten Mlethpreists. Zur Begründung des ersterwähnten Einwandes führt Beklagter einestheilS an, da- Andreas Abt ein sehr geschickter Schuhmacher und vollständig arbeitsfähig, und anbemtbctlß, daß derselbe dtm Tiunke ergeben sei. Daß beide Behauptungen nicht gleichzeitig zum Beweise deS Mangels der HülfSbedürf. t.gkeit geltend gemacht werden können, erweist sich als unzweifelhaft, denn auch ein geschickter Arbeiter muß gerade dadurch hülfsbedütflig werden, daß er der Trunksucht verfällt. Avgeiehen aber auch hiervon kann auch ein Arbeitsfähiger momentan hülfSbedü'ftig werden, wenn eS ihm an Arbeit und verfügbaren Mitteln fehlt, um dringend notljtoenDigc Lebensbedürfnisse zu bc friedigen, und eigenes Verschulden steht selbstverständlich der Annahme der Hülfsbedürftigkeit in keiner Weise entgegen. Im vorliegenden Falle hat dir Vernehmung zahlreicher Zeugen jeden Zweifel darüber beseitigt, daß Andreas Abt zur Zeit der gerichtlich erkannten Exmission nicht im Stande war, sich eine andere Wohnung zu verschaffen und daß zu dieser Zeit sein Kind schwer erkrankt war Andreas Abt war deßhalb zu dieser Zeit in hohem Grade hülsSbedürftig und würde deßhalb Kläger nicht allein inhuman gehandelt, sondern auch die ihm obliegende Pflicht der Armenpflege gröblich verletzt haben, wenn er dem Andreas Abt das nothwendige Unterkommen nicht auf öffentliche Kosten alsbald verschafft hätte. Daraus, daß Andreas At>t mit seiner Familie und insbesondere auch dem kranken Kinde gewaltsam auf die Straße ge* jetzt werde, Durfte es Kläger selbstverständlich unter keinen Umständen ankommen laßen. (Begleiche auch Wohlers Entscheidungen Heft XL pag. 46.) Der Einwand gegen Die Angemessenheit deS verwilligten Miethprrijes kann nach den übereinstimmenden Zeugenaussagen über die Unmöglichkeit, eine andere Wohnung zu billigerem Preise zu beschaffen, nicht in Betracht kommen. Zudem fällt eS auch in Die Augen, daß für eine heruntergekommene Familie mit sechs kleinen Kindern mehr gezahlt werden muß, als für eine andere Familie in besseren Verhältnissen Selbstverständlich konnte der Beklagte nicht verurtheilt werden, den bcrmaligen Betrag der Miethe für den Andreas Abt für alle Zeit zu übernehmen, sondern es mußte diese Verbindlichkeit auf die Dauer der Hülfsbedürftigkeit deS Abt beschränkt werden. Ebenso muß es dem Beklagten jederzeit frei fte.,en, den Nachweis Der Beschaffung einer angemessenen Wohnung zu billigerem Preise zu führen und sich hierdurch von Zahlung der etwaigen Differenz zu befreien. (Fortsetzung folgt ) Verwischte». Darmstadt, 30. März. Das Großherzogliche Ministerium hat mittelst Rescript Nr. 4931 vom 7. März 1881 Die durch die am 1 April d. I. wirksam werdende Reichs Seucheordnung nothwendig gewordene und von der Generalversammlung Der Viehverficheruiws Anstalt für vas Großherzogtdum Hessen erbetene Statutenorbnung genehmigt. ES w,rd für rationelle Viehdesitzcr nach dem „in Kraft treten" des Reichs-SeuchengesetzeS zum unerläßlichen Gebot der Ähigbeit, den Viehstand zu versichern. Je allgemeiner der LandeSanstalt, welche seit 36 Jahren unverrückt dieS Ziel im Äug. ! hat, die Sympathien zu Theil werden, je mehr findet dies tn der sinkenden Tendenz deS Bei i tragß feinen Ausdruck. Die landwirthschaftlichen Vereine werden gebeten, die neu revidirie.i I Statuten zu prüfen und Die Directoren von Bezirksvereinen werden gut thun, das Reichs . Seuchengesetz, die neuen Statuten der Landesanstalt und Den Antrag deS AuSschußmitgl'edcS P. E h a 11 auf ihre Tagesordnung zu setzen. Die Mitglieder der Anstalt, sowie die neu bei I getretenen Landwirthc werden gebeten, dcn Empfang der Statuten zu bescheinigen, weil geklagt , wird, baß Mitglieder behaupten, früher keine Statuten besessen zu haben, weßhalb Die Generalversammlung erwartet, daß die Ablieferung gelegentlich Der neuen Beitrittserklärung unD Umschätzung im April nur gegen Statuten Empfangsbescheinigung geschieht. Allen Interessenten und namentlich allen landwirthschaftlichen Vereinen und Genossenschaften stellt die Directlon auf portofreie Anfragen ihre revivirten Statuten mit Vergnügen zur Verfügung. Frankfurt, 28. März. Der katholischen Gemeinde tn Isenburg soll Schulden halbcr ihr durch milde Beiträge erbautes Kirchlein durch den Executor zwangsweise in 14 Tagen versteigert werden. Leipzig, 25. März. Heute trug sich hier rouDer einmal ein gräßlicher UnglückSfall zu. In einer Wohnung der Kochstraße hatte eine Frau ihr zweijähriges Kind, nachdem sie c» zum Schlafen gebracht, allein gelassen. Das Kind war jedoch ungewöhnlich schnell, noch vor der Rückkehr der Mutter, aufgewacht, an daS Fenster gegangen uno Hatte daS Fenster auf gewirbelt, beim Hinausjehrn aber daS Gleichgewicht verloren und einen Sturz auf daS Trottoir gethan. Nach wenigen Augenglicken gab das Kind seinen Geist auf. Man kann sich den Schreck der Mutter denken, welche bet der Rückkehr eine Leiche vorfand. Gingesandt. Wie wie hören, bat Herr Packbäuser Freitag Len 1. April sein Benefiz Er bat dazu daS beliebte Lustspiel des rühmlichst bekannten Dichters R. Kneifel r®retd)enä Polterabend* gewählt Die Wahl ist schon deshalb eine gute zu nenn'.n, weil das Stück überall mit vielem Beifall aufgenommen wurde und selbst die Lachmuskeln deS ärgsten Hvpo chonders in Bewegung setzte. Man kann es dreist „Krieg im Frieden" an Die Seite stellen. Herrn Packhäuser aber, Der längere Zeit schon leidend ist, io daß er in letzter Zeit weniger hervorragend beschäftigt werden konnte, wünschen wir, daß das Benefiz am 1. April ihm recht klingenden Erfolg einbrmge. X. Handel und Verkehr. Frankfurt, 3'». März. (Marktberickt Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren, deu kostete je nack Qualität der Ltr. X 3.30—4.20. Stroh JL 3.00 —4.00, Butter 50 Kilo JL 1—0.00, im Detail 1. Qualität das Pfund JL 1.30—0 00, 2. Qualität JL 1.20—00. Eier daS Hundert JL 4.50—6 00. Ochsenfleock per Pfund 60—70 H, Kuh, Rind und Farrenfleisch 45-55 , Kalbfleisch 40—55 , Hammelflei ch 45—65 H Gckweinesteisck 65 - 80 H, ein Hahn 1.80—2.30, ein Huhn JL 1.60 2.50, eine Snte JL 2.50—3 00, eine Taube 00-50 H, GanS JL 0.00—ouO, Haien das Stück JL 0.00 -0.00, Feldhuhn JL 0.00 - 0.00, Rebbock das Pfv. 00—00 Kapaunen JL 2.80-3, Malscher Hahn JL 5—10 Äartoffdn 100 Ko JL 5.00—6.00, Koblrabi 0—0 v>, Dlumenkob! I St. 30 50^, Wirsing 00—20 H, Gclberüben 1 Bund 00—OOH, Zwiebln 1 Bund 0 H Sellerie das Lrtück 00—00 H, Meerretrig 1 Stück 00—00, Spargel DaS Pfund ,4L 3.00, Romain Salat 00 00 Endivien 00—40 Rothkraut 25—30 A, Weißkraut 20—25 H, Artisckoken 40—80 Erbsen daS Pfd. 00 Limburg, 30 März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 19.90, Weißer Wetzen 00.00, Korn JL 16.20, Gerste JL 10 75, Hafer JL 7.80, Saathafer JL K40, Erbsen 0 00, Kartoffeln » 50 Kilo JL 2.40. (Durchschnittspreis pro Malter.) Bekanntmachung. An Stelle btt bisherigen Av sinnig der mitte st Boten geicheeht diese Avlstrung Seitens der Güter- Expedition G eßen vom 1. April d. I. ab an die innerhalb de- Station»- deziiks wohnenden Empfänger durch unfranktrte Avilbnese m.t der Bleich- nuiig ,Portofl'chtige Dienstsache-. Diese Aenderung erstreckt sich auch aus die mit der Köln-Mindenir Bahn in Gi'ßen eingehenden Stückgüter. EaffeL. den 28. März 1881. Königliches E senbabn - Betriebs - Amt. (Main Weie-'-Bahl'.) (2224 Holzversteigerung. Montag den 4. April 1S8I, von Vormittags 8 Uhr an, werden im Lo dorfer Gemeindewald nachfolgendeHelisoriimentr versteigert: A Bauholz: 79 E chei stärnme mtt $uf. 41,98 fm, 1 Buchenstamm mit zus. 0,40 fm, 45 Nabelftämme iuu zus 21,97 fm, 5 Buchen-Derbstangen, 645 Fichten-ReiSstangen. Unter den Eichenstämmen befinden sich schöne Ltreckbölzer und auch 2 Stämme, welche sich auf eine Länge von 6—8 Mtr. zu Mühlwellen eignen. B Brennholz: 93 Jimn. Buchen«, Birten-, Eichen« und Nadel-Scheiter, 144 „ Buchen-, Birken-, Elchen- und Nadel Knüppel, 322 „ Buchen-, Birken«, Eichen- '.-nd Nadel Reisig, 37 „ Buchen«, B'rken-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Dcr Anfang beginnt im Distrikt Katzengeheeg mit dem Brennholz. Das Bauholz kommt gegen 11 Uhr zum Ausgebot im Distrikt Hain- strutb. Londorf, am 29. März 1881. Großherzogl. Bürgermeisterei Londorf. 2206)______Weber.___________ Holzverkauf. Donnerstag den *7. April er., um 1 Uhr, soll 'm Locale der Wirthin Schneider in Dorlar nachverz. Holz auS dem Dorlarer Gemeindewald „Heinberg" versteigert werden: E'chenstämme: 52 Stück 2., 3., 4. El- = 31,41 Fstm., Eichen'Nutzholz: 6 Rm. (2 Mtr. lang), Brennholz: Buchen: 63 Rm Derb« Holz, 36 Rm. Stücke, 728 Nm. Reiser; Lichen: 7 Nm. Derbholz, 5 Rm. Stöcke, 26 Nm. Reiser; Geurschte Reiser: 239 Nm.; Ginster: 32 Rm Krofdorf den 29. März 1881. Der Bürgermeister: 2234) Colnot. Samflag brn 2. April, Dormitta S 10 Uhr, werben am Krosdoner Weg lO.WO Russen - fteme oerfieiflcrt. Die Versammlung hierzu ist im ^ZischerhosE. Sodann werben in ber Behausung her Frau August Nauheimer W'ttwe babur versteigert. Nachmittags 1 Uhr 4 Betten, 2 Sophas, 2 (Fommobnt, 2 Consolschränkchen, 5 Schränke. 4 Tische, 6 Rohrstühle, 1 Rollstuhl, 1 Schrank mit Glasaussatz, 1 Küchenschrank, 3 Spiegel, 4 Celbilber, 1 Nähmaschine, I Näduschcden, 2 Waschtische, 1 Casiaschrank, 1 Schreibpult, 1 Corn- mobe mit Schrank, 2 Uhren, 1 Wasch- kessel, 2 Ripsvorhänge, 6 Mulloorhängc, 10 Rvuleaur, 6 Silber, 1 Haussegen, 1 Flaschenzug mit Seil, i Parthie Sanb-, Schleis- unb Lungfteine und Hopsenitaogen, Grabdenkmäler, 1 Schnitz- imb. 1 Hobelbank, 3 Stämme Bauholz, ö Schuvkarren, 4 Kivokarren. 1 Wagenkasten, 1 Panhie Stickstecken unb ca. 100 Bohlen. Die Derfteigeruug findet bestimmt statt. „ Gießen, 29. März 1881. 236) Bauer, Gerichtsvollzieher. Kündlguna des 41,'ae/o Anlebens der Prov nzialhauptstadt Gießen von 600,000 v4L vom 30. November 1876. 2241) Auf Grund des tn den Schuldverschreibungen enthaltenen Vorbehaltes kündigen wir bimnit di« noch nicht zurückgezahlten Obligationen obigen AnlehenS zur Rückzahlung auf den 15. Mai 1881, von welchem Tage an deren Verzinsung aufhört. Wir fotdern die Inhaber der gebachten Obligationen auf, deren Nominalbetrag fammt dem am 15. Mai d. I. fälligen Zinsbeträge an diesem Tage entweder an unserer Stadtkasse oder bei dem Bai.khause Aron Heichelheim in Gießen oder bei der Mitteldeutschen (Kreditbank Filiale Frankfurt a.M. gegen Ueberre chung der Sd)iilbtitd, sowie deS fälligen und der noch nicht vetfalllnen Coupons und des Talons zu erheben. Gießen, am 30. März 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A Bramm, Bürgermeister. Mit Bezug auf obige Bekanntmachung der Stadtbehörde zu Gießen erklären wir uns Berit, die gekündigten Obligationen des 41/3% An lebens von 1876 gegen Obligationen des neuen 4•/« Anl-henS der Stadt Gießen von 1881, sofern uns erstere biS zum 21. April l. I. vorgelegt werden, umzutauschen ui d den Inhabern der dermaßen eingerelchten 41/2% Obliga- t onen eine Vergütung von 3/<°/o aus den Nominalbetrag, sowie 4Vie/o Zinsen bis 15. Mai a c. zu gewähren. Frankfurt a. M unb (Sieben, am 30. März 1881. Mitteldeutsche Creditbank Aron Heichelheim. Filiale Frankfurt a. M._________ Holzvkrsteigcrung tu dcr t^bcrförsterci Schiffcnberg. Donnerstag den 7. April in den Äbtheilunzen: Günthcrsgrab, Rehhecke, Altgehegt, Nabenpfuhl unv Brauhof: Holzart Scheiter rm Knüppel rm Reisig 100 Wellen Stöcke rm Buche 15,9 11,2 40,8 142,5 Birke 5,5 6 — — Eiche 44,9 64,5 70 287 Nadel bolz 100,7 39,7 33,1 97,5 Geichbolz — -- 41 1 — Freitag den 8. April in verschiedenen Abtbeilungen des Distrikts Franzenwald: Holzart Sa.euet rm Knüppel rm R.isig 100 Wellen Stöcke rm Nadelholz 26 119 65,8 46 Elche 19,5 — 132 3 Weichholz — — 22,6 — 4 Eicher -Stämme von 20—33 cm Durchmesser, 6—9 m Länge mit 1 60 fm, 12 Nadelholz- „ N 13-31 „ „ 5-11 „ „ „ 2,07 „ 117 „ Derbstanqen nut 3 85 fm 195 „ Re-Sstangen , 1,97 „ Zusammenkunst den ersten T^g am Günthersgrab, den zweiten Tag an dem Groß'Lindener Viehtrieb zunächst der Main-Weser-Bahn; beidemal Vormittags präcis 9 Ubr. Gießen, am 28. März 1881. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. I. A.: 2140)_____________________Walther. Nuh- und ßmiiiljolplkrflcigcrung in der Königlichen Oberförsterei Oioßberg. 1. Mittwoch, den 6. April er., von Morgens ll^Ubr ab im Lewmer'schen Wirthshause zu Sichertshausen, aus den bei diesem Orte belegtsten Distrikten Stangenholz, Hackersberg, Heinbuch und Spies (Waldwärter Zwihte zu Sichertshausen): wichen: 16 Baustämme — 9,15fm (4 bis 11m lang, 23 bis 62 cm Durchmesser), 4 rm Nutz-Schette und Knüppel, 7 rm Scheit- und Knüppelholz; Buchens 2 rm Nutzscheitholz, 103 rm Scheite und Knüppel, 535 rm Stamm- und Zopsreis und 30rm Stockholz 1. Claffe; Nadelholz: 3 Baustämme = 1 26 fm (Ilm lang, 21 und 23 cm Durchmester), 24 Nutzstaogen (Fichten) 2. und 3. Elaste, 94 rm Scheite und Knüppel, 385 rm Schneibel- und Zopfreis und 17 rm Stockholz 1. El. 2. Freitag, den 8. April er., von Nachmittags 2 Uhr ab bei dem Hofe Fortbacd, aus dem Distrikte Kuhmaik (WatdwäNer Zwihte zu Sicherrsbaulen): Eichen: 2 B^ustämme — 1,74 fm (5 und 8m lang, 46 und 28 cm Durchmester), 4 rm Nutz-Scheite und Knüppel; Buchen: 3 Nutzstämme — 3,86 fm (4 bis 8 m lang, 47 und 48 cm Durchmester), 15 rm Nutzscheite und 142 rm Bremiholzscheitr und Knüppel. Roßberg, am 28. März 1881. (2211 Der Oberförst-r Schulz. Das Neueste in Strohhüten für Damen, Mädchen und Knaben empnehlt zu sehr billigen Preisen. 2H3) A. Fangmann. Freitag brn 29. April, Vormittags 11 Uhr, folkn auf bibiefiym Ortsgericht bir Im- mobilitn der August Nauheimer Ww. : Flur Mtr. Vm 1825 *cker am jtrofborfer Weg. ”/m 194 GrabgaNeninderStepdanSr mark, 281 Hofraithe daselbst, r/»4 444 ^ofraitbc daselbst, 756 Gradgaricn daselbst, IW Hosraithegiund daselbst. H/io* 691 Wiese daselbst, meifibtfttnb oersteiacit werden (Mieten, den 17. Mär, 1881. OroßherzoglicheS Ort-)gericht Gietzen 1818) Müller. Holzverfteigerung Mittwoch den 6. April er., Vormittags 8 Uhr, sollen im Heiliaenwald in der Ebsdorfer Gemarkung versteigert werden: ea 500 Äterernftämmc erster Oaalität, 18—21 Mtr lang unb 20—36 tztmir Durchmesser und 1Ä) Rmtr. Rollen, 3 Mir. lang, bescmver- schön. Die Stämme sind täglich im Walde anmsehen. »et schlechtem Welter findet die Versteigerung bei (HafUoirtb Hamed in SbS dorf statt, b'ei gutem Wettet art Ort unb Stelle Die VerkaussbedmgungNi werden vor der Versteigerung beCannt gemacht. 2246) Eduard ttejawe. Aeifgeöotenes. -218) (Sute weitzc und rothe Krüh- fartoffcln oei kaust Karl Euler, Hamm Frische BratbucklNsie empfehlen (2131 I. A Busck 2öbne. 2230) Ein Sandftück, 318 jktft. haltend, ist zu verkaufen ober zu verpachten bei H. M. Iugbardt, _ ________________Alieenstraße.________ Besten Nolhklee- Satnen, garantirt ,eibefrei, sowie alle anderen Sorten empfiehlt billigst (2232 S. Elsoffer, 2232) 205 Marktstraße 205. 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Magnus Schuhmacher. Moritz Grcffori & Sohn. Türk Pflaumen, amerik. Apfelspalten, ital. bnb frank. Brünellen in bekannter hochfeiner Waare empfiehlt '. Wohnungs-V eränderung. Bekanntmachung. Dom 1. April ab werden die sämmtlichen Stadt-Postbrieskasten außer zu den seither bestimmten Stunden auch noch zwischen 8% und 9V2 Uhr Vormittags zu dem Schnellzuge nach Gaffel 953 Vormittags geleert. Außerdem findet noch Nachts zwischen 12 und 12V2 Uhr eine Leerung der Briefkasten am Markt, am Kreuz, am SeUetsthor, an 0er früheren Um» ver tätsbibltothlk, in der Bahnhofsstraße und an der Stadrpost statt. Die in diese Briefkasten bis 12 Uhr Nachts eingelegten Briefe erhalten mit den Zügen um l27 Uhr früh nach Gaffel, um 2™ Ufr früh nach Frankfurt a.M., um 6" Uhr früh nach Deutz bezw. Coblenz und um 7^Uhr früh nach Fulda 1617) Mein größeres Nebenhaus ist, im April beziehbar, zu vermiethen. Rechtsanwalt Briel. - 354) Das von Frau Dr. Caprano bewohnte Logis ist vom 1. April an ander- weit zu vermiethen. Dr. Jtönifler, Grünbergerstraße. 2018) Drei ineinandergehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, sind Frankfurterstr. E. 28 zu vermiethen. Stall und Boden können auf Verlangen abgegeben werden. Meinen wertsten Kunden zur Nachricht, daß ich meine feitherige Wohnung bei Frau Fürst Wittwe.. Neustadt, verlassen, und von jetzt ab im Hause der Frau H. Weidig III. Wittwe, Seltersweg C 60, wohne. empfiehlt in schöner Auswahl zu billigst gestellten Preisen I. H. Fuhr, e-,r Jiir