Westes Bkat« Sonntag den 31. October Mr. 2ZZ 1880 Erlchcuck täglich mit Äusmrhme des MoutagS te"it Söitt, bounement. auf sofort ein Herrn. Offerten in der Exped- d. Preis viertetjährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. lasten und in dieser Beziehung Manches geschehen ist, so ist dieses Ziel im Großherzogthum Hessen noch lange nicht erreicht, denn von 992 einfachen Volksschulen traten in diesem Jahre noch 464, in welchen Schulgeld entrichtet werden mußte. Bemerkenswerth ist hierbei der Umstand, daß in fast allen größeren Städten der Unterricht unentgeltlich ist und namentlich die rhein- hessischen Gemeinden auf die Erhebung eines Schulgeldes vielfach Verzicht geleistet. Fulda, 28. Octbr. In der „Hess. Morgen-Ztg." liest man folgende Erklärung von sechszehn Israeliten aus Hersfeld : „Das Vorsteheramt der Jsrae- Uten zu Fulda hat den Synagogen-Aeltesten zu Hersfeld unter Strafandrohung aufgegeben, den Gottesdienst in der Synagoge jeden Sonnabend Morgen schon um 7 Uhr zu beginnen, während der ganzen hiesigen Gemeinde der Beginn des Gottesdienstes um 8 Uhr angemessener erscheint. Ebenso hat das der strengsten Orthodoxie ergebene Vorsteheramt den hiesigen Gemeinde-Aelteften deshalb seines Amtes enthoben, weil derselbe auf die Anfrage des Vorsteher- amts: ob der Hülfsvorbeter seinen Bart abrasire ober abkneife, um Angabe der Merkmale ersucht, an welchen man den hochwichtigen Unterschied dieser Entbartungsrnethoden zu erkennen vermöge. Da die Mitglieder der Syna- gogengemeinde Heröfeld nicht gesonnen sind, sich in dieser Weise von Fulda auö maßregeln zu lasten, so haben dieselben beschlosten und sich gegenseitig bei einer Conventionalstrafe von 300 JL verpflichtet, aus der hiesigen Synagogengemeinde ruszutreten." llzeitjeil. ie"'Mehlt fid). und reeller 5>. 13-1? u-8 69-71 65 Ä ___ I 16 16 20 16 • Vu 9 ' 4 in dem W Silh. Kohler- t 56, entgegen' ^ebens- llzu Darm- attig Ges- le" gegen ^lckerheit ntz bei Müller, Verwalter, andarbeiten, mr machen, äugeln, ^ch in und außer werden. Wo? Gefundene Gegen st ände 1 Regenschirm, 1 Handstauchen, 1 Gebetbuch, 1 Thetl einer goldenen Uhlkette, 1 Boa, 1 Stück Fensterblei, mehrere Schlüffel. Die Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Weidengasse 93) aufbewahrt. Gießen, den 29. October 1880. Großherzogliche Poltzetverwaltung Gießen. Fresenius. : / Gchulstraßc B. 18. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspoudenz-Bureau. Darmstadt, 29 October. Der Großherzog hat sich mit dem Ecb- Großherzog und allen Prinzessinnen-Töchtern heute zum Besuche der kronprinz- ltchcn Herrschaften nach Wiesbaden begeben. Dieselben werden am Abend wieder zurückkehren. Berlin, 29. Octbr. Abgeordnetenhaus. Präsidentenwahl, v. Rauch- Haupt beantragt Wtedererwählung des vorigen Präsidiums durch Acclarnatton, Gneist widerspricht irn Namen der Nationalliberalen. Es erfolgt daher die Wahl durch Zettel. 325 werden abgegeben, darunter 22 weiße, v. Köller erhält 276, Hänel 22, übrige zersplittert, o. Köller nimmt die Wahl dankend an. Bet der Wahl des ersten Vtcepräsidenten werden 327 Zettel abgegeben, darunter 19 weiße, v. Benda wird mit 267 gewählt; Hänel erhält 23, v. Heereman 13, übrige zersplittert. Bei der Wahl des zweiten Vicepräsi- denten werden 325 Zettel abgegeben; davon erhält Stengel 145, v. Heereman 141, Hänel 30. Bei der nun erforderlichen Stichwahl siegt Srengel mit 170 gegen v. Heereman, der nur 144 Stimmen erhält, v. Benda und Stengel nehmen die Wahl dankend an. — Nächste Sitzung Dienstag. Herrenhaus. Es findet Bejchlußfaffung statt Über die geschäftliche Behandlung der dem Hause zugegangenen Vorlagen. Berlin, 29. October. Die Abendblätter erklären, baß irgendwelche Aeußerungen des Polizeipräsidenten v. Madai über den Oberbürgermeister Miquel bezüglich der ZutrütLkarten bei der Eröffnungsfeier des Frankfurter Opernhauses nicht existiren. Stuttgart, 29. October. Der „Schwäb. Merkur" bringt Berichte über Ueberschwemmungen aus fast allen Landestheilen, insbesondere vom Neckar ans Rottweil, Sulz, Rottenburg, Cannstatt und Heilbronn, von der Donau aus Tuttlingen und Ulm, ferner aus Oberschwaben, dem Schwarzwald rc. Jetzt ist das Master Überall wieder im Abnehmen. London, 29. October. Nachrichten aus der Capstadt zufolge ist der Pondostamm im Ostgrtqualande im Aufstande; mehrere obrigkeitliche Personen sind ermordet. Die Colonial-Truppen haben das Dorf Letherodi eingenommen. Im Basntolande fanden mehrere Gefechte statt. Wien, 29. October. Meldungen der „Poltt. Corrrsp." Aus Athen: Das von Kumunduros in der Kammer entwickelte politische Programm gipfelt in der Erklärung, Griechenland werde allein die Beschlüste der Mächte durch- führen und die Rüstungen in erhöhtem Maße betreiben, um die active Armee ohne die Reserve auf 80,000 Mann zu bringen. — Die griechischen Gesandten in Rom, Sofia und Bukarest sind nach Athen berufen. — Aus Casielnuovo: Riza Pascha verständigte den montenegrinischen Woiwoden Popovic, er müsse die Wiederaufnahme der Verhandlungen vertagen, bis er neue Instructionen aus Konstantinopel erhalten habe. 7000 Montenegriner concentriren sich neuerlich bei Jutorman, anscheinend in der Absicht, gegen Dnlctgrio vorzurücken. Paris, 29. October. Meldung der „Agence Havas" aus Ragusa: Albanesische Gebirgsbewohner erklärten Riza Pascha, sie würden sich der Be- setzung Tusis durch türkische reguläre Truppen nicht widersetzen, wenn sich nicht ^Sasse^ i $?*• i-ß-»114: w 9*. ,, 7», S>. Äsiw 8^65: m. Darmstadt, 27. October. (Bericht des besonderen Ausschusses zweiter Kammer über die Weggesetzvorlage. Schluß.) Die lieber: Weisung der Bau- und Unterhaltungslasien der Kreise rechtfertige sich aber auch dadurch, weil bei den Organen derselben ein regeres Interesse barür vorausgesetzt werden müsse, als bei den Organen der Provinz. Der Kreisrath, der Kreisausschutz kennen aus eigener Anschauung die Bedürfnisse des Kreises, sie seien in der Lage, die Bedeutung widerstrebender Interessen innerhalb des Kreises abzuwägen, während die Organe der Provinz, weil entfernter, diese Gesichtspunkte nur schwer werden gewinnen können. Die Kreise werden die technische Leitung des Straßenbaues mit wenig zahlreichem Personal durchführen können, während die Provinz ein größeres Personal hierzu und zu der Verausgabung einer Verrechnung der Kosten bedürfen werde. Auch die Leistungsfähigkeit der Kreise werde mit Grund nicht in Zweifel gezogen werden können, wenn man erwäge, in wie bohem Maße die einzelnen Gemeinden entlastet werden und daß voraussichtlich die Provinzen in die Lage versetzt werden, den einzelnen Kreisen Bet- Hülsen zum Neubau von Straßen zu gewähren. Aus allen diesen Gründen glaubt die Großh. Regierung, an dem Pnncip des Gesetzesentwurfes, den Bau und die Unterhaltung der Vicinalstraßen im Wesentlichen zur Sache der Kreise zu machen, fcsthalten zu müssen. Der Ausschuß kann sich mit der in dieser Erklärung ausgesprochenen Auffassung nicht einverstanden erklären und beantragt in seiner Majoritär: Die Kammer wolle Großh. Staatsregierung ersuchen, den vorgelegten Gesetzesentwurf zurückzuziehen und einen Gesetzesentwurf der 2. Kammer vorzulegen, worin dem Grundsätze Rechnung getragen wird, daß die Vicinalwege für die Folge unter den durch das Gesetz zu bestimmenden Voraussetzungen von den Provinzen übernommen und auf deren Kosten unterhalten werden. Ein Mitglied des Ausschußes kann sich mit den Ausführungen des Referenten nicht einverstanden erklären, weil es bei Annahme des principiellen Antrages eine zu große Belastung der Städte befürchtet und beantragt, die Kammer wolle dem Antrag der Majorität ihre Zustimmung versagen und in die Berathung der Gesetzesvorlage eintreten. Eventuell, wenn der Majoritätsantrag nicht angenommen werden sollte, so verkennt der Ausschuß die Vortheile der Gesetzesvorlage gegen den früheren Zustand nicht und geht auf die einzelnen Artikel ein. Dte Art. 1—4 werden mit He neu Zusätzen zur Annahme empfohlen. Zu Art. 5 wird der Zusatz beantragt: „Kreisstraßen können auf Antrag des Kreistages durch Gesetz als Staatsstraßen erklärt werden. Im Falle des Ueberganges geht dann nut der Unterhaltungspflicht auch das Eigcnthum der Straße mit allen Nutzungen an den Staat über." — Art 6 wird nach der Regierungsvorlage mit einem unwesentlichen Zusatz, die Art. 7—10 werden unverändert zur Annahme empfohlen. Zu Art. 11 wird der Zusatz beantragt: „Das durch den Bau gewonnene Gelände wird Eigenthum der Gemeinde oder der Gemarkungsinhaber, welche das zum Neubau erforderliche Gelände zu stellen haben." Die Art- 12—14 werden zur Annahme empfohlen, ebenso von der Majorität Art. 15, während hier die Minorität auch die Besitzer größerer Waldungen insoweit, als durch die Abfuhr des Holzes die Straßen regelmäßig abgenutzt werden, mit einem Beitrag zu den Unterhaltungskosten herangezogen haben will und einen dahin zielenden Antrag stellt. Die Art 16—19 bleiben unbeanstandet. Nach Art. 20 des Entwurfes übernimmt mit dem Inkrafttreten des Gesetzes der Staat auch die Unterstützungspflicht der Vicinalstraße von der Mainz- Darmstädter Staatsstraße. Der Ausschuß kann dieser Straße eine solche Wichtigkeit nicht beimesfcn und beantragt Strich der betreffenden Bestimmung. Die Minorität beantragt hier einzufügen, die Straße durch den Grebenauer Grund über Wernges im Anschluß an die Staatsstraße von Lauterbach nach Schlitz. Art. 21 stellt der Regierung zum Neubau von vier Kreisstraßen gewisse Beträge zur Verfügung, so für die Straße von Schlitz nach Salzschlirf 24,000 JL Der Ausschuß beantragt, hierfür die Summe von 33,000 JL einzustellen, da sich inzwischen durch genauere Ermittelungen ergeben habe, daß diese Straße mit der ursprünglich eingestellten Summe nicht gebaut werden könne. Weiter sollen mit Zustimmung der Negierung der für die Erbauung einer Straße in dem südlichen Theile des Vogelsbergs vorgesehenen Summe von 50,000 von Sichenhausen mit Christine Auguste Pl.ilipplne Louis' ^chniall Tochter des verst. Küf.rmeisterL Philipp Christian Martin Schmall von Gi ßen. 26. Post-Secreiär Tbeocor Proske von Ncuvorf mit Marie Elise Karoline Henr'.eite Schwaab, Tocht.r des verst. Bauuntkrnehmers Friedrich Schwaab von Gießen. Geborene. 22. Dem Heizer Louis Kreiling eine Tochter 20. Dem Kmzwaarenhändler Johann Herr ein Sohn. 26. Dem Aufseher im Forstgarten Karl Ludwig Törrnir eine Tochter. 21 Dem Schreiner Karl Hobler eine Tochter. 18. (Sui Sohn von auswärts, Joseph Heinrich. 22. Eine Tochter von auswä-ts, Wilhelmine. 22. Eine Tochter von auswärts, Eli-aveth Christine. Gestorbene. 23. Katharine Elisabeth Jung, geb. Jung, 57 I. alt. Ehefrau des Lehrers Philipp Jung. 24. Elisabeth Schenk, geb. Rirhm, 32 I alt, Wlttwe des Weißbinders Karl Schenk. 21. Dem Arbeiter Georg Zinn eine tobtgeb. Tochter. 25 Marie, 7 M. alt, Tochter des Schuhmachers Theodor Schlitt. 26. Dem Aufseher im Forstgarten Kart Ludwig Dörrner eine Tochter, 3 Stunden alt. 25. Bergmann Peter Dietrich. 18 Jahre alt, von Braunfels. 26. Robert, 3 I. alt, Sohn des Feldwebels im 2. Großh. Hess. Inf. Rcgt. Rr. 116 Franz Heinrich Freudenberger 26. Heinrich Friedrich, 1 I. alt, Sohn des Arbeiters Jacob Kraus köpf. 27. Christian, 1 I. alt, Sohn des Kutschers Ludwig Rohrbach. 28. Dem Fuhrmann Karl Jugharb III. eine Tochter, 1 M. alt. 28. Louise Minna, 2 M. alt, Tochter des Hülfs- posiboten Georg Philipp Zink. 28. Theerbrenner Adelbert Weisenoerger 61 I. alt, von Spahl im Großherzogtdum Sachsen-Weimar. die Ueberaabe Dulcigvos daran schließe. Riza, weicher emschioffm sei, Dul- ciano in übergeben, habe die Verbindung zwischen Skutari und D'tlcigno unterbrochen, bei Goriza Reguläre concentrirr und am linken Bojina Ufer eine feste Stellung eingenommen. Tie Dulctgnoten hätten die Georgöbrucke an der Boiana besetzt, um den türkischen Regulären Widerstand zu leisten. Montenegro beharre auf der förmlichen Uebergabe DulciznoS, während Riza den Platz einfach räumen wolle. — Heute Vormittag erfolgte die Ausführung der Märzdecrrte gegen die Kapuziner in Perpignan und Marseille. In letzterer Stadt mußte der Re- aierungs-Commisfar die Thürcn der Ordensniederlaffung gewaltsam offnen lasten. Mehrere Legitimisten, bat unter Marquis Corioliö und d;r Redacteur des Journals „Ciroyen" wurden wegen Unterstützung des passiven Wider« standeS verhaftet. Äs heißt, heute und morgen würden die Decrete allgemein gegen die richt autorisirten Congregaiionen cusgeführt. Paris, 29. Octbr., Abends. Die Märchecrete sind heute auch gegen die Franziskaner in Rennes und Avignon ausgeführr. Bet der Ausführung in Perpignan verlas der Obere der Kapuziner die Excommumcatton gegen alle Agenten, welche an der Ausführung thrilnähmen. Gegen die in Parts befindlichen Kongregationen ist noch keine weitere Maßregel getroffen. — Der Agence Havas" zufolge hätte der Sultan Derwisch Pascha zum Generalcommissar mit Vollmacht zur Uebergabe Dulcignos ernannt. Eine Depesche der „Agence" auS Ragusa besagt ebenfalls, Riza Pascha sei seines Postens enthoben und durch Derwisch Pascha ersetzt. Handel und Berkevr Gießen, 30 October. Auf vem heutigen Wockenmarktc kostere: Butter bei- Pfb. JL 1 05 biS JL 1.10, Hühnereier 1 Stück 7-0^, 2 St. - Gänseneler 1 St. 11-12 Käse per Stück 5-10,$, Käsematte per Stück 3-0 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Li er 24 -Ä. Tauben das Paar 35-50 X Hühner p. St. JL 0.75-0.90, Hahnen p. St. vA °-50-0 80, Gänse pr. Pfd. 45-60 H, Enten per Stück J£l 30-1.60, Ocksenfleisch 68-00 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 48-50 X Kalbfleisch 50-60 X Hammelfleisch 50-66 X Schweinefleisch 68—00 X Kartoffeln per 100 Kilo jtL 4.00-4.25. Zwiebeln p. Ctr. JL 8-0, Milch per Liter 16 und 18 H, Weißkraut 100 Stück JL 3.00—6.0, Lokales («ießeir 30. October. Während deS gestrigen Tages wüthete ein wahrhaft orkanartiger Sturm, der an den Dächern und im Freien anBäumen erheblichen Schaden anrichtcte. Das Regenwetter hat nachgelaffen und sind Lahn und Wieleck im Fallen begriffen. Aus allen Gegenden Deutschlands laufen Rackrickten über Waffersnoth ein. Verwischtes. Worms 28. October. Der Rhein steigt in gefahrdrohender Weise und hat heute Mittaa die Höhe von 4,37 Meter erreicht. Das Waffer ist an verschtebenen Orten aus seinen Ufern getreten, der Weg nach dem Hafen ist total überschwemmt die Bürgerwe,de sowie die obere und untere K.eselswiese sind teilweise unter Master. Se.t Samstag ist die Waster- maschine in Thätigkeit gesetzt und erinnert das ganze Bild wieder an bas letzte Hochwaster. Von Waldshut wird wiederholtes rasches Steigen de« Rhemes gemeldet; von gestern Morgen bis Abends stieg das Master um Mir. 0,55 biß auf Mir. 4,30 am dortigen Pegel und wachst noch fortwährend. Alle Vorsichtsmaßregel sind daher geboten. Mainz. Das Schöffengericht geht nunmehr den Fälschern von Lebensmitteln scharfer iU Letbe als dies seither der Fall war, und zwar dadurch, daß in dem Straferkenntniß gleichzeitig die Publikation des Urtheils ausgesprochen wird. Der Wurstfälschung durch Kartoffel- mehl angeklagt, stand beute der Metzgermeister G- M- Stamm vor Gericht und wurde oer Beschuldigte zu einer Geldstrafe von 25 JL. und zur Publikation des Urtheils in dem Mainzer A meta er" vcrurtheilt Herr Medicinalrath Dr. Hellwig gab als sachverständiger Zeuge die Erklärung ab, daß der Zusatz von Kartoffelmehl in Wurst als Bindemittel 60 pCt. Wasser als Beigabe erfordere und daher der Käufer mehr Master als Wurst kaufe. Derartige Manipulationen sind offenbarer Betrug, die den armen Mann, der doch die meiste Wurst genießt, sehr schädigen^rgtf entleibet.] Welche sondrrbare Folgen die gegenwärtige Situation in Irland mit sich bringt, beweist die Thaisache, daß vor einigen Tagen em Gutsbesitzer in Irland einen kugelsicheren Eisendrahtrock für sich in Birmingham bestellte. Auch in Dubim selbst sollen ähnliche Kleidungsstücke schon bestellt worden sein. Doch behaupten Sachverständige daß gegen moderne Schußwaffen der Rock aus Eisendraht nicht schütze Die irischen Gutsbesitzer werden sich also schon entschließen wüsten, wirkliche Stahlhemven und -Röcke zu tragen und als eine Art wandelnder Panzerfregaiten sich von Ort zu Ort zu bewegen. SehllTfiberltPlil. Miwethetlt von dem Agenren des norddeutschen Lloyt, ^Brunen 28. Oet. Der Postdampfer Neckar, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Oktober von Newyork abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Pastagiere, Post und Ladung beute 2 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 114 Pastagier- und volle Ladung. - Auszug aus denStandesamtsreMern des Standesamts G-eßen Vom 24. bis 30. October 1880. Aufgebote. 25. Schuhmacher Gottfried Dörr von Homburg a. d. Ohm. mit Clara Faulstich, Tochter des verst. Arbeiters Johannes Faulstich II. von Londorf. 27. Maurer Emil Bacchli Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 22 Oktober. Wilhelm Kail Rau, Maschinensckloster zu Gießen, des Bremsers an der Main Weser-Bahn dahier, Jacob Rau ehcl. Sohn und Margarethe Grohrock, des Lehrers Georg Grohrock zu Berghofen bet Battenberg ehel. Tochter. Denselben. Johann Georg Dönges, Fuhrmann dahier, des Taglöhners Johann Dönges zu Ahrdt, Kreis Wetzlar ehel. Sohn und flatbarim fielet, d.s Taglöhners Johannes Keßler zu Altenkirchen ehel. Tochter. Den 23. Oktober- Roderich Theodor Curt von Rode, Lieutenant im 3. Pommersch en Jnfanteru-Regimcnc Nr. 14 in Stralsund, des Po ne lieutenants Roderich von Rode in Berlin ehel. Sohn und Anna Krausgrill, des Bauunternehmers Johann Georg Krausgrtll dahier ehel. Tochter. Denselben. Gustav Friedrich Emil Kautz, Kaufmann dahier, des verst. Glasers Heinrich Kautz zu Seebergen im Herzogthum Gotha edel. Sohn und Marie Margarethe Busch, des verst. Kaufmanns Franz Busch m Hamburg ehel. Tochter. Den 24 Oktober. Heinrich Adolph, Sergeant im 2. Großh. Hist. Jnfanterie-Negunent Nr. 116 dahier, des verst. Landwirths zu Sichenhausen Ludwig Adolph ehel. Sohn und Christine Auguste Philippine Louise Schmoll, des verst. Küfers Philipp Schmall chcl. Tochter. Den 26 Oetober. Theodor Proske, Postseeretär in Cassel, des verst. Schullehrers Joseph ProSke in Neudorf, Kres Leobschütz rliei. Scbn und Marie Elise Caroline Henriette Schwaab, des verst. Bauunternehmers Friedrich Schwaab ehel. Tochter. Getaufte Den 24 October. Dem Verlagsbuchhändler Otto Roth «in Sohn,' Karl Friedrich Max Ferdinand Emil, geb. ben 17. September. Denselben. Dem Sergeanten Heinrich Adolph ein Sohn, Louis Wilhelm Hermann Karl, geb. den 30. Juli. Denselben. Dem Weißbinder Heinrich Ruhl eine Tochter, Marie Louise, geb. den 19. August. Denselben. Dem Maschinenschlostcr Emil Sommerlad eine Tochter, Emilie Marie, geb. den 25. September. Denselben. Dem Schneidermeister Karl Loth eine Tochter, Marie, geb. den 22. Septbr. Denselben. Dem Schmied Wilhelm Nachtigall ein Sohn, Otto Johann Heinrich, geb. den 9. October. Den 37. Oktober. Dem Loeomotivheizer August Lichte ein Sohn, Hugo, geb. den 31. August. Den 28. Oktober. Dem Condttor Heinrich Kinkel eine Tochter, Gertrude Louise Minna Marie Karoline, geb. den 10. Oktober. Beerdigte. Den 22. Oktober. Elisabeth Heuser, geb. Hetchert, Wittwe dcs verst. Schneiders Caspar Heuser baller, alt 69 I. 4 M. 20 T., gest. den 20. Oktober. Denskllen. Rcinharb Schober, Großh. Staatsanwalt bahier, alt 33 I. 8 M- 11 T-, gest. ben 20. Oktober. Den 25. October. Katharine Elisabeth Jung, geb. Jung, Ehefrau des Lehrers Philipp Jung, alt 57 j 9 M. 12 I, gest ben 23. Oktober. Dcn 26. Oktober. Elisabeth Schenk, geb. Riehm, Wittwe bes verst. Wetßbinbcrs Karl Schenk, alt 31 I. 10 M, gest. ben 24. Oktober. Allgemeiner Anzeiger. Deutsche weiße und rotljc Weine aus den Kellereien der Herren Kn eil & Krug, Frz. Allmann’s Nachfolger in Bingerbrück a. Rh. Weisse Weine: per Flasche p.Dtz.Fl. Wachenheimer Mk. —,80 9,20 Laubenheimer „ 1,- H,20 Niersteiner „ 1,40 15,80 Forster , 1,50 16,80 Moselblümchen , 1,70 19,— Graacher Ä 1,40 15,80 Rothe per Flasche p.Dtz.Fl. Affenthaler Mk. 1.50 16,80 Landwein per empfehlen unter Garantie der Aechtheit Molsch -Bertram, Lahnstein. per Flasche p.Dtz.Fl. 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D-cembec S. I. statlfindeade Bslkszähluig bedarf e« der Beihülfe einer größeren Anzahl qualificirier Perionen, welche während des ckählaeichäst-s - etwa 8 Tage - als Zähler snngrren, und es erg-pt deßhalb a-. all« DreieaigM, welche bereit sind, sich unentgeltUch oder gegen B^ahlnng riefen Functionen zu unterziehen, daS Erfuchen, irch binnen 3 Tagen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu melden. Gießen, den 29. October 1880. Der Vorsitzende der ZädlungS-Comnnfsion für dl- Stadt Gl-ßcn. 7I53) A. Stamm, Bürgermeisier._____________ ‘ 7124) Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. kommenden Monats, i-de-m'l Morgens s Uhr Mlfa.lg-ad, werden lm -Saal- der Restauration Bramm (Neustadt) dahier -in- groß- Parihle Etsen- toaa™Widaen, Spaltsägen, Bauch- und Schrotsägen, Spamisägen, gellen, Hobeleisen, Bohrer, fertige Hobel, als l Raubank- , Doppel- , Petz , Schlicht-, Platiba-.k- und sonstige Faconhobel, Sarggr ffe, Sargbesch Lge in Zmn und Blech, Eharni-re. Zapsenband, schrank- und Schub ad. schloß Einsteck- und Einlaßschioß, R.-g-I, B-ttbefchläg-, Vorhangsch oß, Commodeschloß, eine große Parthie Kartätschen und sonstige in das Eisen, waarenfach -infchlagende Artikel, öffentlich o-rsteig-rt. Di- Versteigerung findet bestimmt statt. Gi-ßen, den 30. O-tob-r 1880. Bühner, Gericktsvollzieber. Versteigerung. Dienstag den 2. November, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich meine in der Nähe der Bahnhöfe liegende Hofroithe, dahier, worin eine frequente Gastwirthschaft betrieben wird, genannt „Zum Rheinischen Hof" öffentlich im Locale selbst versteigern und wird der Zuschlag bei annehmbarem Gebot sofort eithnlt. . . Auch verkaufe ich dieselbe aus freier Hand und können Kauflustige bei mir und I. Blitz das Nähere erfahren. Gießen, den 25. Oklover 1880. 7033) Chr. Reinhardt. Mainzer Sauerkraut empfehlen (7136 J. A. Busch Söhne. August Moll, tm Stern, empfiehlt Käskuchen, Gußkuchen, Nadankuchen, Windbeutel, Aepfel- törtchen und kleines mürbes G e b ä ck. (7139 Frische Schellfische (7135 eingetroffen. (7137 empfehlen empfiehlt 5615) C. Roth Neue Baue. 2437 3£fl. 3ioooi’n zu liefern soll Donnerstag den 4. Novbr., Morgens 11 Uhr, dahier vergeben werden. Crofdorf, bai 28. Oktober 1880. 7145) Das Bürgermeisteramt. ia. Laubsägeiiholz, Ahorn abgehobelt, billigst bei (7155 Ernst Balser, Reinschmeckenden Kaffee stets frisch gebrannt, per Pfund 1,20, 1,40, 1,60 u. 1,80 Ferner rohen Kaffee von M. 1 bis 1,60 pr. Pfd. 4669) Aus gestreckte Maschinen-Treib-Riemen aus b-st-m Kern- ktet Elevator- Becher. Näh- und Binde-Riemen. Alleinige Vertretung von Gandy’s Baumwoll-Pfttent-Trcibrlemeii au« dem C-ntrai Uhr. Tages-Ordnung: 1. Abhör der Rechnung. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Ausloosung eines Antheil'Sckeins. (7121 4. Allgemeine Vereins-Angelegenheiten. ___Der Vorstand. Meidinger Oefen, ächte Original amerikanische Oefen, billiger als die nachgemachten, NegulirEüll- und Wormser Kochösen, Patentherde von Röder. Anthraeit'fche Magerkohlen aus dem Wurmrevier in Koblschetd bei Aachen und . Fettkohlen, Steinkohlenkasten, Steinkohleneimer, Stocheisen, Steinkohlenlöffel, cmpfichik_________J. ft. » Statist. 7120 Einladung. 7148) Die Mitglieder der evangelischen Gemeindevertretung erlaube ich mir zu der 2. freien Versammlung auf Dienstag den 2. Rovemher, Abends 8 Uhr, in das Eaf6 Ebel ergebenst einzuladen. Gießen, den 30. October 1880. Dr. Naumann, Pfarrer. Wermietyungkn. 7113) Zwei schön möblnte Zimmer im Hause des Herrn WeiSgerlxr, Grün- bergerstratze B. 166, zu vermietfjen.______ 7119) Die von der güma Docter il Katz gemietheten vereinigten Läden mit Wohnung rc. sind einzeln oder zusammen anderweit zu vermiethen, beziehbar am 1. April 1881. ______________Labrotse, Rechlsanwalt. 7117) Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Cabinet an einen oder zwei Herren in der Nähe der neuen Aula, Blcichstraße C. Nr. 385/io, zu vermiethen.______ 7118) Im Hause des Herrn Kupfer- schmied Zimmer, Bahnhofstiatze E. 225, 2. Etage, ein freundliches möblirtes Znn- mer zu vermiethen,_____________________ 7138) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Christian Rützl, Walllborstratze. 7133) Ein kleines Logis zu vermiethen. ___Fr. Blumöhr, Schiehgärten. 7132) Ein Famitienlogls, gleich bezieht', zu verm. bei Emil Becker, Neuenweg. 7 131) Ein geräumiges unmöblntes Zimmer zu vermiethen I. Bclloff Wwe, Grünbergerstratze. 7125) Ein kleines möbl. Zimmer, sowie eine Schlafstelle zu verm. Lindenplatz 242. Iermischte Anzeigen. 7079) Zur Führung der Bücher, Eorrespondcnz oder sonstigen (5omptoir- arbeiten empfiehlt sich ein mit der doppelten Buchführung und sämmtlichen Comptoirarbeiten vertlauter junger Mann, mit schöner Handschrift, für die Zeit von jetzt bis Enoe Dezember. Off. unter X. 1OÖ an die Exped. d. Bl. erbeten_____________ 7127) Die Balse r'sche Klinik ist vom S. 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Geld: Cours. «♦L 20-Francs-Stücke . . . 16 13-17 do. in Vr • 16 11-15 Englische Souvereigns . 20 30-35 Russische Imperiales 16 69-74 Holländische fl. 10-Stücke 16 65 Ducaten...... 9 58-63 Dollars in Gold - • • 4 21—24 714t) Der heutigen Nummer dieses Blattes liegt eine Beilage von I. C. CH. Schwarz, Berlin N„ Neue Hochstraste Nr. 4, betreffend die nur allein echten magnetischen, gesetzlich geschützten Gicht- und Flustableitungs-Kettcn, bei, auf die wir unsere geehrten Leser besonders aufmerksam machen. Verantwortliche Redaction: A Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unw-Druckerei (ftr. Ebr. Pietsch) in Gießen- Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage. Urdatiion Naihk Giel flufgrßellt nti: Auf ( Dalum der BrkaMlmachum des Verbots. 1880. 26. Jan. 211 4. März. 212. 16. Vpril.213. 16. Mai. 215. 26. Juni. 216. 7. Jan. 191.1 10. Jan. 192. 9. April 193. 1 I ! 1- Mai. 194.; 1 1b- Juni. 195. i 16- Juni. 196. Juni. 197. 311M 198. 199.' 1 I v 0 301. £ hc L a> 302. § 18' lui . % dis 303. | fa lei