Meßmer Mcheiger WM- imii Amtsblatt fit bei Kreis Gieße«. ~ Brei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Drmgerlohn. 1 Schxlstrab- B. 18. Erscheint tügttch mit Ausnahme »es Montag». Durch di- Post bezogen oiertelMrlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Diejenigen Einwohner von Gießen, welche Tauben halten, werden hiermit anfgefordert, dieselben ohne Ausnahme vom 1. October bis 1. November l. I. bei Metdung der in Art. 79 des Feldstrafgesetze« voibestimmten Strafe in den Schlägen eingesperrt zu halten. Gießen, den 27. September 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Deutschland. Darmstadt. Die Pfennigsparkassen in Darmstadt, ein neues Institut thätiger Menschenliebe, werden überall mit Interesse beachtet und besprochen, namentlich kommen auch von vielen anderen Städten Anfragen wegen der Einrichtung des Betriebs. Hat man doch auch in so vielen Städten die hiesige Vereinigung der Privat- wohlthätigkeit nachgeahmt, mit dem guten Erfolge, daß die erschreckende Gleichgültigkeit, mit welcher Almosen an den Thüren gereicht und damit die Handwerksburschen zu Vagabunden und die Kinder zu Bettlern herangezogen wurden, der verständigen Prüfung und Abhilfe der wirklichen Noth Platz machte. Mit Recht schenkt man nun mindestens ebenso große Beachtung dem Versuch, die Sparsamkeit, und damit die Grundlage unabhängigen sorgenfreien Lebens, in Kreise der Einwohnerschaft zu bringen, wo sie leider wenig mehr zu finden ist. Wir meinen namentlich damit die junge männliche Bevölkerung, welche aus der Zeit ihrer vollen Kraft, aus ihren Gesellen-, Gebülfcn- und Wanderjahren, wo sie nur für die eigene Person zu sorgen hatten, so selten Ersparnisse Heimbringen, mit welchen doch das eigene Geschäft, der eigene Hausstand gegründet werden sollte. Freilich ist gerade für die jungen Männer auch die Versuchung zum Geldausgeben am größten, aber wir hegen doch das Vertrauen, daß bei den Meisten die Willenskraft, der männliche Stolz nur geweckt, daß nur die Gelegenheit geboten werden muß, um sie auf den rechten Weg zu führen. _ Diese Gelegenheit bieten nun die Pfennigsparkafien. Sie treten uns am Sonnabend überall auf dem Heimwege von den Arbeitsfte^n entgegen und bitten freundlich: „Vertraut doch einen kleinen Theil eures Wochenlohnes und eures Extra-Verdienstes unseren sicheren Händen an." „Seht," so sprechen sie, „wenn ihr das Geld verjubelt, ist die Freude gar bald vorüber und die Reue folgt nach. Versucht es einmal euch einen Genuß zu versagen und wir versprechen dafür euch in mancher Roth zu schützen, auf die Wege zum Wohlstand zu führen und dereinst einen blühenden Hausstand, ein glückliches Familienleben zu bereiten. Das Alles aber werdet ihr nur der eigenen Kraft, dem eigenen Muthe zu verdanken haben." Aber auch den bereits bestehenden Familien treten die Pfennigsparkassen mit freundlichen Anerbietungen entgegen und sagen zu ihnen: „Reben den täglichen Ausgaben des Lebens und den Bedürfnissen für Wohnung und Kleidung halt es euch schwer, für die rrukunft der lieben Kinder zu sorgen. Da werden denn frohe Ereignisse wie z. B. die Confirmation oder die Verheiratung )u schweren Sorgen. Wir wollen euch diese Sorgen abnehmen; legt wöchentlich für sedes eurer Kinder wenige Mennige bei uns an, und bis zur Confirmation und Hochzeit geben wir das Geld zur Ausstattung (in den neuen Sparbüchlein ist die zuverlässige Berechnung darüber zu lesen) voll in eure Hände." . ,. Alle diese schonen Ziele hoffen unsere Pfennigsparkassen zu ..erreichen und ste werden sie erreichen, denn einem so wichtigen nützlichen und zeitgemäßen Unternehmen kann ja in Darmstadt die allgemeine Theilnahme und Förderung nicht fehlen. Berlin, 26. Septbr. Bezüglich de« Ausschubs der Flottendemonstration schreibt die „Norddeutsche": „Es heißt, daß Montenegeo „diplomatische Verhandlungen" veranlaßt habe. Ueber die Natur und den Zwcck dieser diplomatischen Action erfährt die Welt, einstweilen wenigstens, nichts Näheres; auf Fragen von kapitaler Wichtigkeit dürste ße sich schwerlich erstrecken; dage- gen spricht schon die Kürze des der Flottendemonstratton zugedachten Ausschubes. Man erkennt aber daraus, wie ungemein subtil von den Nächstbetheiligten zu Werke gegangen wird und wie groß die Rolle ist, welche den unvorhergesehenen Zwischenfällen Vorbehalten bleibk." Die „Kreuz-Ztg." meint, daß es keinem Zweifel unterliege, daß die von der Pforte gestellten Bedingungen, nach welchen sich die Mächte verpflichten sollen, auch in der griechischen Frage keine Flotten- Action zu unternehmen, als undiscuttrbar zurückgcwiesen worden. Durch das Eingehen auf eine solche Bedingung wäre der Rahmen der Frage, um welche es sich jetzt handelt, überschritten und ein Zusammenhang zwischen der monte- nrgrtntschen und der griechischen Frage geschaffen worden, welchen man gerade bisher zu vermeiden suchte. Uebcrdies wäre eine solche Garantie-Uebernahme schon deshalb unmöglich, weil die Einigung der Mächte über ihre Entschließungen in der griechischen Frage noch gar nicht so weit fortgeschrittten ist, bah Verpflichtungen für die Zukunft hätten übernommen werden können. Berlin, 27. Septbr. In einem von der „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlichten Erlaffe des Reichskanzlers an das Präsidium der Handels- und Kewerbekammer zu Plauen tritt der Reichskanzler der Ansicht bet, daß bet der Vorberettung volkswirthschastltcher Gesetzentwürfe dte Kritik derselben vom Standpunkte derjenigen, die später davon durch die Ausführung betroffen wer- den neben der Berathung durch dte amtlichen Factoren der Gesetzgebung erbö'bte Bürgschaften für eine zweckmäßige Gestaltung der Gesetze biete. Sein Streben sei btn Entwürfen vor ihrer Einbringung in die gesetzgebenden Kör- perschasten eine vorgängige größere Publtcttät und specielle sachkundig- Beur- tbe lung aus den Kreisen der Hauptbethetltgten zu sichern und zu dem Ende einen permanenten Volkswirthschaftsrath aus Vertretern des Handels der Industrie, der Landwirthschast und der übrigen Gewerbe zu bilden. Die Ver- Handlungen des preußischen Staatsministeriums hierüber (wodurch der ent- sprechenden Einrichtung für das Reich vorgearbetlet werde) seien in Vor- Berlin, 27. Septbr. Das „D- MtgSbl." schreibt: In exclusiven Kreisen wird erzählt, daß der herzliche Empfang, welchen Kronprinz Rudolf hier gefunden, eine höchst bemcrkenswertbe Monarchen-Zusammenkunft zur Folge haben dürfte, Es soll nämlich Kaiser Frarz Josef im nächsten Jahre in Begleitung der Kaiserin Elisabeth unserem Katserpaar einen Besuch abstatten. Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so wäre es seit langer Zett das erste Mal, daß die Kaiserin freiwillig eine mit fürstlicher Repräsentation verbundene Fahrt unternähme, das erste Mal überhaupt, daß sie ihren hohen Gemahl auf einer so bedeutsamen Reise begleiten würde. Wir wollen nicht entscheiden, ob dieses Gerücht aus eine Absicht des Wiener Hofes oder auf einen Wunsch des unsc- rigen zmückzusühren sei. Köln, 26. Sepibr. Dte Centrumspartet gibt sich alle erdenkliche Muhe, das Dombaufest zu beeinträchtigen, weil es ihr fehlschlug, den Erzbischof Melchers mit Erfolg zurück zu reclamiren, und doch werden die Führer der Opposition in den Tagen des Festes gewahren, daß sie eine Sisyphusarbeit vollbracht; denn Köln wird in einem so reichen und geschmackvollen Festgewand prangen, wie vielleicht nie zuvor und dte Zahl der Fremden wird am 15. und 16. October Legion sein. Ob dte Handvoll Führer der klerikalen Partei sich der Einsicht verschließen, daß sie der Sache, welche sie vertreten, wahrscheinlich schaden, und dte Verständigung auf vielleicht lange Zeit vereiteln? Der Kron- Prinz wird am zweiten Tage des Festes in Köln zu erscheinen verhindert sem; die Minister dagegen werden Hierselbst verweilen, ja man hofft, der Kaiser werde schließlich noch der Einladung der Stadt am 16. October Folge geben. Der historische Festzug ist gesichert und verspricht ein höchst prachtvoller zu werden. Die Hauptparttecn, selbst ganze Gruppen sind besetzt; gestern noch meldete das Personal sür dte Darstellung der Hansa sich vollständig an, ferner genugsam für die Ritter nebst Reisigen, und 12 Personen ließen sich zurUeber- nahme von Pairtcierrollen einzeichnen. Von der Ostseeküste, 26. Septbr. Es wird jetzt sehr wahrschein- lich beschlossen werden, daß statt des untergegangenen Panzerschiffes „Der große Kursürst" keine neue Panzer-Fregatte wieder gebaut werden soll. Die deutsche Kriegsflotte würde danach an großen Panzerschiffen haben: die 7 Fr«, gatten „König Wilhelm«, „Kaiser«, „Friedrich der Große«, .Preußen", „Deutschland", „Kronprinz« uud „Friedrich Karl« und die 4 großen Ausfall- Corvetteu „Bayern«, „Sachsen", „Württemberg" und „Baden", nebst mehreren schweren g-panzerten Kanonenbooten. Statt der ganz großen Panzer- freqatten beabsichtigt man eine Zahl kleinerer Panzerfahrzeuge von der allergrößten Geschwindigkeit bis zu 20 Seemeilen pro Stunde und mit 2 Geschützen armirt, dte 1500-Pfündcr sein sollen, zu erbauen. Die Geschütze dieser neuen Art von Fahrzeugen sollen in einen drehbaren schwer gepanzerten Thurm auf bim Verbeck gestellt werden und bas Fahrzeug so niebrrgen Bord haben, daß es nicht sehr hoch über das Waffer ragt und> bei seiner großen Schnelligkeit und Lenksamkeit nur schwer zu treffen sein wird. Dabei sind die Kosten der Erbauung ungleich geringer, und man berechnet, daß statt einer einzigen großen Panzcrsregatte, wie der „Große Kurfürst war, an 8 solcher neuen schnellen kleinen Fahrzeuge hergestellt werden können. Hesterreich. Wie», 27. Septbr. Die „Frkstr. Ztg." läßt sich aus Wien telegra- vhiren • Auf Grund autoritativer Informationen kann ich Ihnen den Stand der Dulcignofrage wie folgt, präcisiren: Nachdem die Mächte die vom Sultan gestellten Bedingungen abgelehnt, erklärte die Pforte, st- werde Riza Pascha keine Vollmacht zur Uebergabe Dulcignos erthetlen. Riza PasLa hat in Folge dessen Montenegro erklärt, daß er jeden Versuch, türkisches Gebiet zu occupi- ren, mit Waffengewalt zurückweisen werde. Hierauf bat Nikita dte Mächte möchten die Fiottendemonstration um einige Tage verzögern, bis er was in drei Tagen der Fall sein werde, genügende Macht auch zur Bekämpfung tut- ktscher Truppen aufgeboten habe. Die Mächte sind hierauf eingegangen. D>- Abfahrt der Flotte ist bis Donnerstag vertagt; hat der Sultan bis! nicht seinen Sinn geändert, so beginnen dte Montenegriner, unterstützt von^der europäischen Flotte, ihre Operationen gegen Dulcigno, gleichviel, ob Riza Pascha dasselbe geräumt hat oder nicht. Telegraphische Depeschen. Wagner's trlegr. Correspondenz-Bureau. Strafibura, 28. Septbr. Wie die „Elsaß-Lothr. Ztg.« meldet, tritt der Statthalter Fetvmarschall Freiherr v. Manteuffel morgen früh die Rückreise von Gastein an und trifft am Freitag Nachmittag hier ein. London, 28. Septbr. In Folg- von Mitth-ilung-n, die auch m die | Oeffentltchkeit gelangt sind, ist Befehl ergangen, oaß der Zutritt zu der Werft, wo die für den Kaiser von Rußland bestimmte Jacht „Livadia" erbaut wird, allen nicht befugten Personen untersagt wird- Wetter verlautet, die hiesigen Polizeibehörden seien von der Petersburger und der Genfer Polizei benachrichtigt, daß drei Nihilisten mit zwei Höllenmaschinen in der Form von Uhren nach Glasgow unterwegs wären. Diese Individuen sollten schon von London abgereist sein. Die Polizei von Glasgow habe in allen Hotel garnis, namentlich in den von Ausländern besuchten, nachgeforscht. Bis jetzt sei aber keine Verhaftung vorgenommen. Man untersuche auch sorgfältig alle Thetle der Jacht nach einer etwa dort versteckten Maschine. — Die „Pall Mall Gazette" meldet: Der Kohlenvorrath, welcher bereits in die Jacht „Livadia" verladen war, wurde wieder auegeschifft. Taucher untersuchen den Kiel der „Lwadia." Die in London sich aufhaltenden Nihi- listen sollen die Existenz einer Verschwörung zugestanden und ihre Bekannten in England benachrichtigt haben, daß eS gefährlich sei, zu Bord der „Livadia" zu fahren. — Angesichts der Lage im Orient und in Irland sollen mehrere einflußreiche liberale Mitglieder deS Parlaments darauf dringen, daß das Parlament im November wieder einberufen werde. Essen, 28. Septbr. Die „Essener Ztg." meldet aus Herne: Am 27. ds-, Abends HV2 W. verunglückten in Folge eines Flötzbrandes auf der Zeche Shamrock 20 Bergleute, von denen 11 tobt sind. Pari-, 28. Septbr. Die „Agence Havas" meldet aus Gravosa, die vereinigte Flotte würde, im Falle die vereinigte Flottendemonstration stattfinde, in drei Linien formtet werden. Die erste Linie würden die englischen und italienischen, die zweite Linie die österreichischen und die französischen und die dritte Linie die russischen und die deutschen Schiffe bilden. — Die „Agence Havas" meldet, aus Ragusa: Da Montenegro die materielle Unterstützung der Flotte nachgesucht hat, so haben die Admiräle der Großmächte an ihre bez. Regierungen darüber berichtet. England und Rußland sollen geneigt sein, dem Ansuchen Montenegros nachzukommen. Gleich» wohl sehe man bereits voraus, daß die Flottenmanifestation aufgegeben werde und die Geschwader alsbald absegeln würden. Eine anderweitige Bestätigung dieser Nachricht liegt nicht vor. Rom, 28. Septbr. Garibaldi und Menotti Garibaldi haben ihre Entlassung als Deputirte genommen und erklärt, sie wollten nicht an der Gesetzgebung in einem Lande theilnehmen, wo die Freiheit mit Füßen getreten und das Gesetz nur angewendet werde, um die Freiheit der Jesuiten und anderer Feinde der italienischen Freiheit zu schützen. Die Veranlassung hierzu soll eine dem Schwiegersöhne des General Canzio zugestellte gerichtliche Aufforderung sein, die über ihn verhängte Freiheitsstrafe anzutreten. Lokales. Gießen, 29. Septbr. Schwurgerichtsverhandlung am 28. Septbr. d. I. gegen 1. Peter Schieserstein, Mühlarzt von Hochelheim und 2- Konrad Weber, Zimmermann von Dudenhofen, wegen Meineids, 3 Johannes Amend, Müller von der Klappermühle bei Münchholzhausen, wegen Anstiftung zum Meineid. Auf Grund einer Anzeige Großh. Oberförsterei Schiffenberg vom 10. Novbr. v. I. wurde gegen Johannes Amend von der Klappermühle bei Münchholzhausen von der Staatsanwaltschaft unterm 7. Januar I. I. Anklage dahin erhoben: daß er unterm 25. October 1879, Morgens zwischen 6 und 7 Uhr an einem Orte, an dem er zu jagen nicht berechtigt war, nämlich in der Feldgcma'.kung Allendorf a-d. Lahn, die Jagd ausgeübt habe, indem er zur Jagd ausgerüstet die Feldflur Nr. 11 absuchte. In der Hauptverhandlung vor Großh- Schöffengericht Gießen vom 27. Januar l. I. stellte Amend das ihm zur Last gelegte Vergehen einfach in Abrede, wurde jedoch nichtsdestoweniger auf Grund der Depositionen des als Zeugen vernommenen Schäferknechts Bertus Gaumann, sowie des Philipp Euler von Allendorf a. d. Lahn, welche in vollkommen glaubwürdiger Weise übereinstimmend versicherten, sie hätten am 25. October, Morgens zwischen 6 und 6V2 Uhr den Amend mit einem Gewebr bewaffnet in der Gemarkung Allendorf a. d. Lahn die Feldflur 11 absuchend betroffen, des ihm zur Last gelegten Vergehens überführt erachtet und in eine Geldstrafe von 30 JL und tu die Kosten verurtheilt. Gegen dieses Urtheil legte Amend unterm 31 Januar lfd. Js. Berufung ein, unter gleichzeitiger Benennung des Peter Schieferstein von Höckelheim, des Konrad Weber von Dudenhofen, sowie des Konrad Loh von Münchholzhausen als Entlastungszeugen, welche bekunden würden, daß er an dem fraglichen Morgen sein Haus, bezw. seine Mühle n'cht verlassen habe und demgemäß das fragliche Jagdvergehen nicht begangen haben könne. In der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts der Provinz Oberhessen vom 24. April l. I- stellte Amend das ihm zur Last gelegte Vergehen wiederum einfach in Abrede, während die bereits in erster Instanz vernommenen Belastungszeugen ihre früheren Aussagen wiederholten unter dem Hinzufügen, Amend sei nur 50 Schritte von ihnen entfernt gewesen und sie hätten ihn ganz deutlich erkannt. Insbesondere deponirte Zeuge Baumann weiter, Amend habe tbit später und zwar nach dem 27. Januar, dem Tage der Schöffengerichtsverhandlung, bei einem Wirthe in Münchholzhäusen, dem s. g. Goldjonas, herausrufen lassen, und ihn zu überreden gesucht. bei der demnächstigen Verhandlung zu sagen, er wisse nicht genau, wer der Thäter gewesen, bezw. er solle angeben, sein (Amend's) Sohn sei es gewesen. Der Entlastungszeuge Konrad Loh sagte nichts von Erheblichkeit aus; anders jedoch Konrad Weber und Peter Schieferftein, welche sich durch ihre Aussagen mit den Zeugen Baumann und Euler in birecten Widerspruch setzten. Konrad Weber deponirte nämlich nach vorausgegangener Beeidigung, er habe im vorigen Herbst bei Amend gearbeitet und öfters bei demselben übernachtet Eines Abends habe ihm Amend gesagt, er solle sich den 25. October in Acht nehmen, weil, wie sein Sohn in Allendorf gehört habe, er an diesem Tage auf der Jagd erwischt worden sein solle. Dieses Gespräch habe zwar einige Tage nach dem 25. October ftattgesunden, er müffe aber annehmen, daß an genanntem Tage Amend von Morgens 5 Uhr an, namentlich aber zwischen 6 und 7 Uhr bis noch später in seinem Hause bezw. Hofe gewesen sei. Denn derselbe habe in seiner Nähe gearbeitet, konnte also zwischen 6 und 7 Uhr nicht in der Allgemeine Hessisch-Rheinischer Bergbau-Verein. 6377) Die Auszahlung der für das mit dem 30. Juni er. abgelaufenen Rechnungsjahres auf 5% festgesetzte Dividende findet mit Mk. 15 per Actis von heute ab statt: in Gießen bei der Gesellschaft^ Kaffe. „ „ „ dem Bankhause Ä. Heichelheim. „ Frankfurt a. M. bei der landwirthsch. Kreditbank, „ Berlin bei der Filiale der Weimar'fchen Bank, „ „ bet den Herren Sternberg Sf Co. Gießen, am 25. September 1880. Die Direktion. Allendorser Gemarkung gewesen sein. Aehnlich deponirte Peter Schieferstein: derselbe gibt namentlich an, Amend könne aber unmöglich an diesem Tage wäyrend des Morgens auf der Jagd gewesen sein, denn von 5 Uhr sei derselbe stets theils in feiner Nähe, theils im Hof beschäftigt gewesen. Die Staatsanwaltschaft veranlaßte nun sofort die vorläufige Festnahme der des Meineids und bezw. der Anstiftung dringend Verdächtigen und beantragte noch an demselben Tage die Eröffnung der Voruntersuchung gegen Weber, Schieferftein und Amend und Verhaftung derselben, welchem Antrag auch sofort entsprochen wurde. In der Untersuchung behauptete nun Amend, nicht er, sondern fein Sohn Karl fei der Thäter gewesen, dem gegenüber deponirt aber der Zeuge Baumann wie früher, daß er den I. Amend mit aller Bestimmtheit als den Jäger erkannt und ihm noch zugerufen habe: „Klepperhannes, nehmt Euch den Tag in Acht, ich kenne (5ud)!" Desgleichen blieb Zeuge Euler bei seiner früheren Aussage. Der Beschuldigte, Konrad Weber, deponirt diesmal nicht mehr mit der Bestimmtheit wie früher, versichert vielmehr nur, es sei nicht wahrscheinlich, daß I. Amend am fraglichen Morgen in Allendorfer Gemarkung auf der Jagd gewesen sei, während Peter Schieferftein seine frühere Aussage wiederholt. Amend gestand seine Schuld einem Mitgefangenen zu, indem er die Thäterschaft demselben gegenüber einräumte und namentlich erzählte, daß er schon seit seinem 14. Jahren knappe, aber noch nicht erwischt worden sei. Dieses Eingeftändniß stellte er jedoch später in Abrede. Weber und Schieferftein sind schlecht beleumundet und schon mehrmals wegen Körperverletzung, bezw. Diebstahls und Urkundenfälschung bestraft worden. In der heutigen Schwurgerichtsverhandlung sprachen jedoch die Geschworenen das „Nichtschuldig" aus, worauf der Gericktshof gegen sämmliche Angeschuldigte ein freisprechendes Erkenntniß erließ und dieselben auf freien Fuß setzte. Verwischtes. Herbstein, 28. September. Montag den 27. d. Mts., Nachts 11*2 Uhr, wurden die Einwohner unserer Stadt durch den Feuerruf aus dem Schlafe gejagt. Es standen schon 3 Häuser nebst Scheunen und Stallung in hellen Flammen, als man das Feuer zuerst gewahrte. Bald waren noch 3 weitere Hofraithen von den Flammen ergriffen, so daß 6 Gebäude in Flammen standen. Hilfe war rasch zur Hand. Die beiden einheimischen Spritzen arbeiteten mit lobenswerthem Eifer. Bald erschienen auch auswärtige Spritzen am Platze. Gegen 5 Uhr Morgens konnte man annehmen, des Feuers Herr zu sein. Zehn auswärtige Spritzen waren am Platze erschienen, so daß man zuletzt über zwölf verfügen konnte. Menschenleben sind Gott sei Dank keine zu beklagen, es wurden nur drei junge Leute beim Einsturz eines Schornsteins und eines Giebels leicht verletzt. Besonders lcbenswerth zeigten sich unsere Frauen, die mit rühmenswerther Ausdauer das nöthige Wasser herbeitrugen. So viel bekannt ist, brack das Feuer in einer Scheune aus. Die Ursache der Entstehung ist bis jetzt noch nicht bekannt Düsseldorf, 26. September. Am 26. brannte die Hauptrestauratton der Düffel- dorfer Ausstellung nieder Heber die Ursache des Branves entnehmen wir der „Köln Ztg." Folgendes: Im Saale fand ein Bier-Commers alter Corpsstudenten statt, woran sich etwa 200, meistens ältere, Corpsstudcnten bethetligten. Während einer Rede wurde von den An wesenden bemerkt, daß das in der durch eine Portiere von dem Saale abgesperrten, neben dem Buffet für den Abend provisorisch eingerichteten Garderobe beschäftigte Frauenzimmer, um jene Rede hören zu können, die Portiere zuruckgeschlogen, die dadurch an einem in der Nähe befindlichen Gasleuchter Feuer fing. Mehrere der Anwesenden sprangen sofort hinzu, rissen die Portiere herunter und traten das Feuer aus, worauf der Commers seinen Fortgang nahm. Leider hatte man aber nicht bemerkt, daß das Feuer auch die über der Portiere befindlichen Guirlanden ergriffen und durch diese das Balkenwerk entzündet hatte. Als dieses bald darauf in Hellen Flammen stand, wurde sofort die im Garten befindliche Feuerwehr herbeigerufen. Es dauerte jedoch lange, ehe diese zur Stelle war, auch konnte sie in der Verwirrung die Hydranten nicht finden, welche, zwölf an der Zahl, in der Nähe des Restauratlonsgebäudes vorhanden sind Auch die Schläuche sollen nicht in Ordnung gewesen sein. Da der Saal ringsum mit Guirlanden geschmückt war, die noch von einer früheren Festlichkeit herrührten, so hatte sich inzwischen das Feuer mit rasender Geschwindigkeit verbreitet, und bevor die Feuerwehr ihre Tbätigkeit beginnen konnte, war ,chon das ganze Gebäude und der Dachstuhl ergriffen, so daß das Hauptgebäude nichc mehr zu retten war unv sich die Bemühungen der durch die Commers- theilnehmer kräftig unterstützten Feuerwehr daraus beschränken mußten, die benachbarten Gebäude zu schützen. Das Feuer ist daher auch auf dieses beschränkt geblieben, selbst die angebaute Restaurationshalle, sowie die Küche sind erhalten und keinerlei Schaden an den Nachbargebäuden entstanden. Der Betrieb Der Restauration wird, da sofort für Ersatz des vollständig zerstörten Mobiliars gesorgt ist, keine wesentliche Störung und ebensowenig das für den 1. October vorbereitete, zu Ehren der Preisrichter stattfindende Fest eine Einbuße erleiden, da bis dahin ein provisorisches geräumiges Holzgebäude an der Brandstelle aufgerichtet sein wird, das auch im kommenden Winter für den Zoologischen Garten dienen soll. Frankfurt, 25. September. Am Samstag Abend kam ein badischer Polizeibeamter mit einem aus Amerika in Hamburg ausgelieferten großen Betrüger und Wechselfälscher hier an Um ein Bedürfntß zu verrichten, trat der Beamte mit seinem Gefangenen zur Seite und hieß diesen seine Reisetasche halten. In diesem Augenblick kam der Homburger Zug und mit ihm ein ziemlich ansehnliches Publikum an. Diesen Umstand benutzte der Arrestant und entfloh. Die Tasche, in welcher sich ein Revolver, die Kette zu seiner Feffelung, die Papiere über seine Auslieferung und das nöthige Reisegeld befand, nahm er mit. Trotz der angestellten Nachforschungen gelang es nicht, den Verbrecher einzufangen. Eingesandt. Warnung. Es dürfte wohl nicht überflüssig sein, auf einen Schwindel aufmerksam zu machen, der den Käufern von Werthpapieren gegenüber in der letzten Zeit mit Erfolg durchgeführt woroen ist. Von den Gotthardbahnprioritäten existiren solche ersten RanqS und solche zweiren RaNfls. Die letzteren wurden ausgegeben im Gesammtbetrage von sechs Millionen Francs, haben aber an deutschen Börsen wenig Eingang gefunden und werden deßhalb z. B. in den für die hiesige Gegend maßgebenden Frankfurter Cursblättern gar nicht notirt Dieser Umstand nun im Vereine mit der äußeren Achnlichkeit der beiden oben genannten Pa piersorten erleichtert cs gewiffenlosen Geschäftsleuten ungemein, gutgläubige Erwerber in erheblichen Nachtheil zu bringen. Es wird Den letzteren das Kursblatt vorgelcgt, in welchem verzeichnet ist „Gotthardbahn 1 bis 3. Serie 91, 4. Serie 9u", und versprochen, die hier notirten Papiere zu liefern, oder es wird darauf hingewiesen, die zu liefernden seien bie hier notirten. Der Empfänger sieht sich das Papier nicht genauer an und wird erst später, meist erst bei Einlösung der Zinscoupons gewahr, daß er nicht die im Cursblatt aufgeführten, sondern Papiere von bedeutend geringerem Werthe erhalten hat; denn Gotthardbahnprioritäten 2. Rangs stehen co. 83—85. Es ist deßhalb Allen, die erst in der letzten Zeit in den Besitz von Gotthardbahn- papieren gelangt sind, anzuempfchlen, diese auf den eben Hervorgehobenen Unterschied hin anzu- fehen, und geeigneten Falls der Staatsanwaltschaft die Mittel zur Verfolgung an die Hand zu geben. — 1. r Anzeiger. 6351) Die zur Erleichterung des Besuchs der Düsseldorfer Kunst- und Gewerbe-Ausstellung an gewissen Tagen und zu gewissen Zügen im Bezirke der unterzeichneten Direktionen zur Verausgabung gelangenden Retourbiüete zu ermäßigten Preisen werden nur noch bis einschließlich 1. Octbr. er. ausgegeben. Dagegen findet vom 30. September er. ab die für Arbeiter- und Schüler- Colonnen bewilligte Beförderungs-Vergünstigung zum Besuche der besagten Ausstellung nicht mehr statt. Die am 1. October er. verausgabten Ausstellungsretourbillete können innerhalb der festgesetzten Gültigkeitsdauer noch nach diesem Tage zur Rückfahrt benutzt werden. Cöln, den 26. September 1880. Königliche Direction der Rheinischen Eisenbahn. „ „ „ Köln-Mindener „ «•* N K: w zznbands'Gut 1818 iß btr I VI. trfd)ien,n' Station*11 W ÄrlW f“r nontn, * D;)ianüS und solt' e von sechs *nö werden deßbalb j. *■ gar nickt notnt n eben genannteri »* ge Erwerber '" n rrfoIR ” । Bekanntmachung. Vom 3. October ab fällt die dritte Octsbestellung an Sonn« und Festtagen aus. Die zweite Sonntagsbesttlluna nimmt erst um 10 Uhr Vormittags ihren Anfang, so daß die mit den Zügen 939 Uhr Vormittags aus Frankfurt a. M. und 940 Uhr Vormittags aus Coblenz hier eintreffenden Sendungen noch zur Abtragung gelangen. Kaiserliches Postamt. I. V-: Rttjert. Bekanntmachung. Zum Hesstsch.Rheinisch'Westpfälischen Verbands-Gütertarif vom 1. Septbr. 1878 ist der sofort gültige Nachtrag VI. erschienen und durch die Verbands« Stationen käuflich zu beziehen. Dieser Nachtrag enthält u. A. directe Tarifsätze für neu einbezogene Sta« nonen, resp. theilweise veränderte Taxen für schon bestehende Verkehrs« Relationen. (6371 Hannover, den 27. Scptbr. 1880. Königliche Eisenbahn.Direction. Verpachtung des städtischen Steinbruchsan der Steinrutsche. Der vorbemerkte Steinbruch soll Dienstag den S. Oktober, Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses ander- weit verpachtet werden. Gießen, den 29. September 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 6367) A. Bramm Donnerstag den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier 2 Schweine, 3 Betten, 1 runder Tisch und 2 Kleiderschränke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. September 1880. I. B. des Gerichtsvollziehers Geißler: Haubach, 6318) Gerichtsvollzieher-Aspirant.______ Freitag, den 1. Mober I. I., Mittags 2 Uhr, werden in der Hofraithe des Herrn Flett, „Gasthaus zum Schwanen" dahier, folgende Gegenstände: 1 Taschenuhr, 3 Kommoden, 2 Bilder, 1 kleines Schränkchen, 2 Kleiderschränke, 1 Schrank, 1 runder Tisch, 1 Küchenschrank, 145 Hobel (für Schreiner), 24 Kartätschen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 20. September 1880. 6378) Bühner, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. 6370) Die Kastanienernte von den Alleen auf den Straßen nach Grünberg und Llch, zunächst hiesiger Stadt soll Samstag den 2. Oktober, Vormittags 9 Uhr, in unserem Geschäftslocal an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 29. Septbr. 1880. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Fau st, Kretsbauaufssher-Aspirant. Freitag den 1. Bktober, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe (Gast- haus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden: 2 Nähmaschinen, 3 Kommoden, 1 Uhr, 1 Sopha, 1 Quantität Weißzeug, 1 Kleiderschrank, 2 Tische, 3 Ocldruckbilder, 5 Mille Cigarren, 2 Kühe Gießen, den 7. September 1880. 6379) Bauer, Gerichtsvollzieher. Aeikgeöotenes. Ein schöner Oleander, in Blüthe stehend, wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Näheres bei (6360' Loos & Reinecke. Frankfurter Pferdeloose ä Ji. 3, Friedberger , ä 1.50. 6366)__C Lehrmund. !! Strickwolle!! in allen Farben und Qualitäten, zu bekannt billigen Preisen, sowie ! Rockwolle! das Pfund Mk 1.40, empfiehlt (6157 —I. H Fuhr, Sv".e ftraße 104. Kieler große Fettbückltnae, pr. Postkiste Mk. 2.50, Aal in Gelee, per Postfaß 9 Pfund, Mk. 6,50, versenden u- ter Nachnahme (6357 Meyer & Schuhmacher, Kiel. 6365) Oeldruckbilder verkauft billig ___C. Lehrmund. 6374) Ein schöner Oleander ist wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. '86 'L 31iv8u3Qpgf \Ih«M Wiop^lf Uijpift ltttzösM n$ u^qu-jSfiL- pajjdfyg# usMllfg uröf^unv uapvat S-Vv rsgn 'uaöoisg i)m uaa stzpcu ^u-wafrgz iap)a §un sqaohsglvssu)aoagß uajJrrq ;phpn 1nol '*1(35 (€829 •3HMVaH3S-VSSV,3 P48H3SSV01: «minesnv -aonsQQMr rrrtzgßgzlq Qitn ZM -rrnrj Die englische Circus- und Seiltänzer- Gescllsihaft nebst Affentheater Edw. Hodjes aus London gießt nächsten Donnerstag und Freitag an beiden Tagen je S Vorstellungen im Freien. Schauplatz: Oswald'- Garten. Preise der Plätze: Sitzplatz 30 Stehplatz 20^. Kinder zahlen die Hälfte. — Um gütigen Besuch bittet E/2 Uhr: Zugsauf- stellung auf dem Lindenplatz; 11—1 Uhr: Zug und Uebungen; Uhr: Festeffen und von Abends 7 Uhr ab: Offener Commers in Wenzel's Garten. Zum Festcommers am 2. October und zum Festeffen haben außer den besonders Eingeladenen Zutritt nur 1. die außerordentlichen Mitglieder gegen Vorzeigung ihrer Karten, 2. die ehemaligen Mitglieder gegen Lösung einer Gesammt- festkarte zum Preise von 1 JL, 3. die Omartiergebcr. Eintritt zum offenen Commers am 3. October für andere Theilnehmer 30 Karten zu 1 Mark und 30 Pf. bei der Casse und bei den Herren W. Bö.er, Seltersmeg, C. Stieber, Marktstraße und F. E Winter, Lindenplatz. Karten zum Festessen, das trockene Gedeck 2 Mark, bei den Genannten und Herrn W Wenzel. Die Einwobnerscbaft wird freundlichst gebeten, am 3. October zu flaggen. 6383 Der Vorstand der f-eiw.Uigen irädtischerr Feuerwehr. Handwerkerschute in Gießen. 6251) Wir machen die verebrltchen Handwerksmeister darauf aufmerksam, daß in unserer Winter Abendschule nicht nur Unterricht im Zeichnen ertheilt wird, sondern daß die Lehrlinge und Gesellen sich auch im gewerblichen Rechnen und der Buchführung ausbllden können. Wir laden die Gew^rksmeister zum Besuche unseres offenen Zeichen- saals ein, wo diese ihre Zeichnungen anfertigen können; ebenso finden die Meister bei unserem Lehrer kostenfreie Unterstützung für Aufstellung von Projekten und deren Kostenberechnungen. Jungen Handwerkern ist in der Tagesschule Gelegenheit geboten, sich in ihrem Fache technisch anszubilden. Honorar 1 50 pro Monat. Unseren Mitgliedern möchten w r namentlich auch die reichhaltige Vereinsbibliothek mit thren technischen Werken und Zeitschriften anempfehlen. I. Auftr. d. Vorstandes des Gewerbevereins: _________________________ Aug. Hug.___________ Theilnehmerinnen an meinem Unterricht im Maaßnehmen, Zuschneiden und Anserti- gen von Damenkleidern können jederzeit eintreten und werden in dem kurzen Zeitraum von vier Wochen befähigt, jedes Kleidungsstück nach jeder Mode selbstständig anzufertigen. Johanna Rothenberger, 6350)___________________________Lindenplatz_________________ Mein Holzwaarenlager und Küferei verlegte unter dem Heutigen in ras von mir erkaufte Gregori sche Haus, Marktstraße D. 53. 63§4)Rjoaiis Ijoiiy. Georg Petri, Friseur, 50 Seltersweg 50, empfiehlt sein neu eingerichtetes Cabinet zum Damenfrisiren, —---separat ------- ■ den verehrten Damen zur gefälligen Benutzung. Geschmackvolle Ausführung, pünktliche Bedienung wird neben billigen Preisen zugesichert. Abonnements in und außer dem Hause angenommen. (6355 . ■ DMKsMMß. 6361) Allen Denen, welche uns bei dem Tode unseres l eben Gatten, Schwiegersohns und Schwagers JLtttltvig Schmidt so tröstend zur Sette standen und dessen irdische Hülle zu Grabe ge- ieitiien, sagen wir hiermit unseren tiefgefühlrcsten Dank. Gießen, 28. September 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. im Llubsaale 6309) Beethoven. von 8 3) für Violine für Pianoforte ist 4816) then. Seltersweg 50. Mv TT hat den Teppich gewonnen. H(6353 Geld» Cours » n 4) 5) a. Etüde b. Menuett c. Widmung 7> n r> r> 'n Der Concertflügel von Blüthner in Leipzig fortelager von Wilh. Rudolph dahier. a. Romanze \ b. Ungar. Tanz ; c. Moto perpetuo ) Gesang: „Mignon“ 6385) Die neuen Muster der Dainenhiite ftnb eingetroffen und werden alte Filzhüte billigst nach denselben umgearbeitet. Louis G-ail, Mausburg. Verdi. Mar Bruch. Brahms-Zoachim. paganini. Liszt. Chopin. Moszkovsky. Schumann-Liszt. Aichard Wagner. Zgn. Brüll. aus dem Piano- Stückkohlen, gew. Nußkohlen No. t, stückreiche Steinkohlen von der Zeche Germania, Braunkohlen von der Zeche Buderus liefert in bekannter Güte von 25 bis 50 und iOO Ctr. bis Ende September zum Sommerp reise und 200 Ctr. -tum Zechenpreise 6124) Schutt kann an meiner Baustelle an der Lahn abgeladen werden und vergüte für den Wagen 40—60 L. Chr. Nübsameit *) Der Zutritt zum Concertsaal findet nur durch den Nebensaal statt; während der Aufführung eines Stückes ist auch dieser geschlossen. (Kammermusik) Sonntag den 3. October 1880, Abends präcis*) 5 Uhr, Warnung. Nachdem meine Frau Hilda, geb- Engel, sich ohne meine Erlaubniß von hier entfernt und mich böswillig verlaffen hat, so warne ich hierdurch Jeden, derselben auf meinen Namen zu borgen, da ich nicht dafür hafte. Hungen, den 28. Septbr. 1880. 6372) Ferdinand Brodreich. Georg Unverzagt Kohlenhandlung, KaplanSstraße, am Kreuz. I son- (2506 Wilhelm Klee, Papier- & Schreibmaterialienhandlung, G-iessen, Marktstraße, empfiehlt sein Lager in fdmmil. Schulbüchern, Heften und allen sttgen Schulartikeln, ferner in Büreau-Requifiten aller Art. ( unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein Lilli Lehmann, königl. Kammersängerin in Berlin, des Herrn Violonisten Otto Freiberg, königl. Universitätsmusikdirector's in Marburg und des Herrn Pianisten Ludwig Dingeldey aus Darmstadt. Eintrittskarten sind von Donnerstag den 30. September an in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der Rudolp h'schen Musikalienhandlung ä 2 (Sp.errsitz ä 3) zu haben. Karten für die Mitglieder des Academischen Gesang-Vereins sind bei dem Rechner des Vereins, Herrn Kaufmann Bapst (Marktplatz) in Empfang zu nehmen. 6) Gesang : a. Träume .... b. „Es war eine Maid“ Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brüjhl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch in Gießen. Hierzu eine Beilage. Lvcalveränderung. Vom 15. September ab befinden sich unsere Geschäftslocalitäten und Wohnung am Kreuz D. Nr. 6 im vormals Christian Reiber^schen Hause. (5970 ___________Moritz Cregori r 1^.0 O 50 sonstige Sorten weißes Leinen, Tischtücher, Hand- O O tücher, Servietten, weiße leinene Taschentücher, worunter O eine P >rtie 25% unter Fabrikpreis, Shirtings, Chiffons, Piques, Flockpiquvs, Plumotdamaste. W Tuch-, Buckskins- und Doublestoffe, zu Herren- und O ö Knaben-Anzügen, von M ter 2—14 JL Q ö Shawls, worunter Chenille, 100 cm groß, 3 J4,. per Stück. O 3 Morits Heichelheim* g 8 Seltersweg C. 185. (6376 O Wermischte Anzeigen. 6373) Ein tüchtigter Schlossergeselle wird gesucht. Näheres zu erfahren in der Exped. d. Bltts._____ 6369) Herrenhüte werden zu Damenhüten nach neuesten Formen umgeändert. C. L. G-ail, Schulstraße 19. 6268) Ein Zapfjunge gesucht. Jungblut, Promenadenhaus. OOOOOöOÖOaOOiOQ0OOCC»C@3CSg ftwdonor ff nur ort Ttorom o T,. o gießcner Llmcen-urrnu ü Wintersaison zeige an. 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