IM f« Hi fe , ,*■ Tit f der unter- liege. tth"8 oie fidy ;*< 5 rAr i_A L äratuscheck 8- Kaut ^•ara Simon, 8r- Wagner & Pwftffor Koster. ewtS, m >6983 mm. itati Mliofyltn und (3952 iigers“) jeder Art freiten* ours. 16 2D Schenk len Dtntn, jlele Wohl- a Äbon »»r'\a in e-Ä Mr. 2S3. Freitag den 29. October tsso. chießener "Anzeiger AiMk- mi AmtsM fit iti Kreis Gießen / «chulstr-ß- S. I». Erscheint ILglkich mit Ausnahme deS Montags. Preis »ierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerloh-u Durch die Post bezogen vierteljLhrlich 2 Mart 50 Pf. Deutschland. m. Darmstadt, 26. October. Der Bericht des besonderen Ausschusses der zweiten Kammer über die Gesetzesvorlage, den Bau und die Unterhaltung der Kun st st raßen im Großherzogthum betreffend, erstattet von dem Abgeordneten Stephan iHeßlock) liegt nunmehr im Druck vor und entnehmen wir demselben bei der Wichtigkeit des Gegenstandes für das ganze Land das Folgende: Zunächst hält es der Ausschuß für angemessen, den Entmickelungsgang des Straßenbauwesens im Großherzogthum kurz zu erwähnen. Es wird ausgeführt, daß, während das Straßenbauwesen noch in den zwanziger Jabren in den übrigen deutschen Staaten weniger Beachtung fand, bereits im Großherzogthum vor 1827 über 179 Wegstunden treffliche Kunststraßen ausgebaut waren. In richtiger Würdigung des eminenten Einflusses, welchen die Fötderung des Baues von Verkehrswegen auf den Wohlstand der be- thciligten Bevölkerung auszuüben vermag, haben Regierung und Stände diesem wichtigen Zweige der Vetwaltung die größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit gewidmet. Das Großherzogthum Hessen habe eine geraume Zeit als Muster im Straßenbauwesen gegolten. Aber nicht allein den Staatsstraßen sei diese Sorgfalt gewidmet worden, die Instruction für die Ausführung des Vicinalwegbaues vom II. Juli 1838 bezeuge auch, welch günstigen Einfluß auf die wirthschaftlichen Verhältnisse des Landes man von dem normal ausgeführten Vicinalwegbau mit Recht erwartet habe. Die fpäteren Straßenbauten seien von geringerer Ausdehnung gewesen, da bis zum Jahre 1865 nur noch circa 18 Wegstunden ausgebauter Kunststraßen bem Verkehr übergeben werden konnten. Nachdem durch den Betrieb der Eisenbahnen der große Verkehr von vielen Staatsstraßen abgelenkt worden sei, so daß frühere Hauptstraßen nur noch die Bedeutung von Vicinalwegen hoben, sei zwischen Regierung und Ständen eine Reform im Straßenbauwesen vereinbart worden, wonach vorerst der weitere Einfluß der Eisenbahnen auf die Frequenz des vorhandenen Straßennetzes abzuwarten und keine neuen Straßenanlagen auf Kosten des Staates zu bauen wären, vielmehr nur noch Staats- suboentionen an Gemeinden zur im Interesse des großen Verkehrs nothwendig erkannten normalen Herstellung von Vicinalstraßen eintreten sollte. Das Großherzogl. Ministerium habe es als einen glücklichen Umstand betrachtet, daß die neue Organisaton der Kreise und Provinzen mit der Ausführung der Reform zusammentritt, indem man geglaubt habe, die Vervollständigung des Staatsstraßensystems nun nickt mehr als eine Verpflichtung des Staates anseden zu dürfen, vielmehr auf die Schultern der Kreise und Provinzen übertragen zu können. Die langjährige Unihätigkeit im Straßenbau, die allgemeine Erkenntniß des eminenten Einflusses der Eisenbahnen auf den Wohlstand der industriellen wie der Landwirthschaft treibenden Bevölkerung, das Verlangen der entfernt liegenden Gemeinden, an den Segnungen der Eisenbahnen wenigstens durch gute Straßen, auf denen die Bahnhöfe mit schweren Lastwagen leicht zu erreichen wären, participiren zu können, der thatsächlich in den meisten Theilen des Landes in schlechtem Zustande sich befindende Vicinalwegbau, die Inanspruchnahme der nur zu nachbarlichem Verkehr erbauten Vicinalwege zum Dienste des großen durchgehenden Handelsverkehrs, die hierdurch erfolgte sactische Verwischung des Unterschiedes zwischen Staats- und Vicinalstraßen, die ungerechtfertigte Herbeiziebung der betreffenden Gemeinden zur Herstellung und Unterhaltung ihrer nunmehr die Aufgabe der Staatsstraßen versehenden Vicinalwege, die Gewißheit, daß der Ausbau des Staatsstiaßen- systems auf Kosten des Staates nicht mehr zu erwarten stehe, habe die Eingabe von 17 Anträgen und Petitionen auf Unterhaltung und Erbauung von normal angelegten ! Vicinalstraßen an den 21. Landtag veranlaßt. Die zweite Kammer hat damals die I Summe von 250,000 Gulden aus Staatsmitteln zu Subventionen an Communal- Corporationen bewilligt, beide Kammern haben jedoch das Ansinnen Großh. Ministeriums abgelehnt, diese Summe ihm als Pauschsumme zu dem angegebenen Zwecke zur Verfügung zu stellen. In Folge dessen sei eine Vorlage Großh. Ministeriums um Bewilligung von Subventionen aus Staatsmitteln zum Bau der in Art. 21 des Gesetzes- Entwurfes erwähnten Straßen an die zweite Kammer gelangt, habe aber dort unter Hinweisung auf die neuen Verwaltungsgesetze und darauf, wie derartige Anträge nunmehr von den Organen der Kreise und Provinzen ausgehen müßten, und unter all- seitiger Betonung der Rothwendigkeit des Erlasses eines Wegbaugesetzes nicht die volle Unterstützung der zweiten Kammer gefunden. Es habe daher auch die Ausführung dieser projectirten Straßenbautm unterbleiben müssen und sei der Ausschuß daher nicht in der Lage, wesentliche Leistungen auf dem Gebiete des Straßenbauwesens in den letzten 15 Jahren verzeichnen zu können. Bezüglich der zur Zeit geltenden Gesetze über das Wegewesen wird auf den in den Motiven ausführlich erwähnten Inhalt derselben hingewiesen. Der Bericht sagt dann wörtlich: „Wenn wir nun auch die großen Erfolge auf dem Gebiete des Straßenbauwesens in unserem Großherzogthum in den dreißiger Jahren anerkennen, so gestattet doch schon die Möglichkeit, daß eine fast 40jährige Periode des Stillstandes in dem Ausbau des Staatsstraßennetzes eintreten konnte, die Annahme, daß die Grundsätze in unserer dermalem Wegegesetzgebung nicht mehr den Verkehrsverhältnissen entsprechen. Die Gewißheit, daß selbst jene oben bereits berührten, von allen Seiten als nothwendig anerkannten Straßenbauten weder auf Kosten des Staates ausgeführt werden, noch staatliche Unterstützung unter der Herrschaft der bestehenden Gesetze finden konnten, ließ die Rothwendigkeit einer durchgreifenden Reform unserer dermaligen Straßenbaugesetzgebung in der Bevölkerung tief empfinden und gab der Antrag Schröder vom 7. October 1875 diesem allgemeinen Verlangen Ausdruck, dahin lautend: Die Kammer wolle Großh. Staatsregierung um Vorlage eines Wegbaugesetzes ersuchen, welches insbesondere die Bestimmungen über Anlage und Unterhaltung der öffentlichen Wege (-Baulast) neu regelt, bezw. aufstellt." Die Großh. Regierung entspricht nun mit der gegenwärtigen Gesetzesvorlage dem von beiden Kammern angenommenen Antrag Schröder. Bevor der Bericht zur Beurtheilung der einzelnen Artikel übergeht, werde:: die principiellen Fragen der Gesetzesvorlage im Allgemeinen wie folgt erörtert: „In dem Entwurf bleiben die bisher maßgebenden Bestimmungen bezüglich der Staatsstraßen aufrecht erhalten, der Staat baut und unterhält Staatsstraßen- Die Vorlage hat die zur Zeit bestehende Staatsstraßengesetzgebung unverändert beibehalten und nicht für nothwendig erachtet, neue wesentliche Bestimmungen derselben beizufügen. Großh. Staatsregierung verzichtet somit vorläufig aus weitere Reform auf dem Gebiete der Staatsstraßengesetz- gebung, verzichtet auf Vorlage eines Staatsftraßensystems, verzichtet auf eine reelle, gereckte Ausgleichung längst bestehender Zurücksetzung einzelner Landestheile und lehnt die 1872 in Aussicht gestellte Uebertragung des Staatsstraßenwesens an die Provinzen definitiv ab. Der Ausschuß verkennt die Gründe nicht, die Großh. Staatsregierung bestimmen, die Staatsstraßen unter Verwaltung des Staates zu belasten; andererseits geben jedoch die Motive selbst zu, wie es unmöglich sei, eine bestimmte Grenze zwischen den Straßen zu finden, die ihrer Bedeutung nach von dem Staate zu unterhalten waren, und den Straßen, welchen die entsprechende Bedeutung nicht haben. Wir sind der Ansicht, daß die Straßen eines Landes nur dann vollkommen ihren Zweck erfüllen und der auf ihren Bau verwandten großen Summen zum Nutzen des Landes gereichen, wenn alle Verkehrsst raßen, Staats- wie Victnalstraßen, gleich gut unterhalten werden, da jede Straße, die dem Bedürfniß entsprechend angelegt ist, von gleicher Bedeutung für den wirthschaftlichen Nutzen der Bevölkerung ist. Wenn durch den Betrieb der Eisenbahnen die Staatsstraßen als Verkehrsstraßen an ihrer früheren Bedeutung verloren, so ist es allgemein anerkannt, daß die Vicinalstraßen als ein wesentliches Glied der Verkehrsmittel in demselben Verhältniß an Bedeutung zugenommen haben. Sie dienen heute nicht allein dem nachbarlichen Verkehr, sondern übermitteln den großen Verkehr in gleicher Weise wie die Staatsstraßen und ergänzen an vielen Orten das unausgebaute Staatsftraßennetz. Sie sind die Quellen, die den Strom des großen Verkehrs speisen: auf ihnen bewegen sich die Massenerzeugnisse unserer Landwirthschaft und ländlichen Industrie und geben hierüber die Verkehrskarten die gewünschten Aufschlüsse. Leider befinden sich aber viele unserer Vicinalstraßen in einem Zustande der Unterhaltung, daß sie ihrer Aufgabe nicht entsprechen können. Es ist eine bekannte Thatsache, wie renitent die meisten Gemeinden gegen jeden Straßenneubau, gegen jede Verwilligung von Geld für eine gute Unterhaltung der Vicinalwege sich verhalten. Andererseits kann die Herstellung einer Vicinalstraße und ihre gute Unterhaltung im öffentlichen Interesse nicht mehr von dem guten Willen oder der finanziellen Kraft einer Gemeinde, sondern einzig und allein von dem Vcrkehrsbedürfniß abhängig gemacht werden. (Fortsetzung folgt.) Darmstadt, 27. October. Sicherem Vernehmen nach werden Seine König!. Hoheit der Großherzog am nächsten Freitag, einer Einladung Seiner Kaiferl. und Königl. Hoheit des deutschen Kronprinzen entsprechend, einen Besuch in Wiesbaden abstatten. Berlin, 26. Octbr. Die hiesige türkische Botschaft bringt offictell zur Kenntniß aller Inhaber von türkischen Staatsschuld-Titres, daß die Hohe Pforte, um ohne wetteren Aufschub zu einer directen Verständigung mit den Inhabern von türkischen StaatSschuld-Titres behufs einer praktischen und gerechten Regelung der Wiederaufnahme der Ztnsenzahlung und der Amortisation zu gelangen, dieselben auffordert, aus ihrer Mitte eine Anzahl Delegirter zu ernennen, welche sich möglichst bald, mit den erforderlichen Vollmachten versehen, nach Konstantinopel begeben sollen, um sich dtrect mit der dortigen Regierung bezüglich dieser Regelung in Verbindung zu setzen. Die Regelung soll rrm'-r folgenden Bedingungen und Bestimmungen stattfinden: 1) Nach erzielter Verständigung zwischen der ottomantschen Regierung und den Delegtrten der Besitzer von türkischen Staatsschuld-Titres werden letztere eine Bank bezeichnen, welche an Stelle der Verwaltungsbehörde für oie sechs indirecten Steuern, deren jetzige Contrabenten laut Artikel 13 ihres Vertrages den vollen Betrag ihrer Forderungen erhalten werden, treten wird. Die so bezeichnete Bank wird mit dem Modus der Zahlung der Einkünfte aus dieser Verwal- tung an die Staatsgläubtger beauftragt werden. Die ottomanische Regierung behält sich das Recht einer allgemeinen Controle vor. 2) Im Falle einer Aenderung der Handelsverträge im Sinne einer Erhöhung der gegenwärtigen Zollgebühren von 8 pCt. soll die Differenz zwischen diesen 8 pCt. und dem künftigen Mehrbetrag ebenfalls zur Zinsenzahlung und Amortisirung der Staats- schuld verwendet werden. 3) Zu derselben Zahlung werden ferner verwendet: a. der Ueberfchuß der Einnahmen aus der allgemein in Kraft tretenden Gewerbesteuer über den jetzigen Ertrag der Temeffu- oder Einkommensteuer; b. die Summen, welche Ostrumelien zu entrichten hat; e. die Einkünfte von Cypern; d. der Tribut von Bulgarien; e. ein Thetl des Ueberschuffes, welcher sich nach Maßgabe der Erhöhung der gegenwärtigen Staatseinkünfte ergeben wird. Die Frage wegen der schwebenden Schuld und der an Rußland zu zahlenden Kriegsentschädigung werden bet diesem neuen Arrangement berücksichtigt werden. — Den preußischen Beamten, wie auch den Reichsbeamten, wird bekanntlich bei etntretender Dtenstunfähtgkeit eine Pension gewährt, welche höchstens drei Viertel des Gehalts beträgt. Nun ist aus einem kürzlich aus Portugal von den Cortes angenommenen und durch den König bestätigten Post- und Telegraphengesetze ersichtlich, daß den Beamten der Posten, Telegraphen und Leuchtthürme daselbst das volle Gehalt als Pension gewährt wird, wenn sie unabhängig von irgend einer anderen Bedingung für den Dienst unfähig werden in Folge von Unglücksfällen, welche aus der Ausübung ihrer Functionen herrühren, durch Verwundung oder Verstümmelung in Folge eines Angriffes oder Kampfes bet Ausübung ihrer Amtspflichten, ferner in Folge von Beschwerden, welche dieselben sich bet Ausführung einer menschenfreundlichen Handlung oder indem sie sich einer öffentlichen Angelegenheit widmeten, zugezogen haben. Diese Eventualitäten sind in unfern einheimischen Pensions-Reglements nicht vorgesehen, die hieraus abzuleitenden Ansprüche würden vielmehr erst im Rechtswege geltend gemacht werden müssen. ES erscheint daher der Erwägung angemessen, ob nicht eine entsprechende Ergänzung unserer Reglements zu bewirken sein möchte. — Den Gewaltthaten englischer Fischer an deutschen Küsten sind jetzt durch ein deuisch - englisches Uebereinkommen ernstliche Hindernisse bereitet. Darnach sind zunächst die ausschlteßenden Grenzen Deutschlands: diejenige Seestrecke, welche sich ausdehnt auf eine Entfernung von drei Seemeilen von der äußersten Grenze und die Elbe trocken läßt von der deutschen Nordseeküste und den vor dieser liegenden deutschen Inseln und Watten; ferner diejenigen Buchten und Einschnitte der Küste, die zehn Seemeilen und weniger Breite haben, von den äußersten Punkten des Landes und der Watten an gerechnet. Innerhalb dieser Grenzen steht das ausschließliche Fischereirecht demnach nur den Fischern deutscher Nationalität zu und die englischen Fischerböte dürfen diese Grenzen nur in Noth und Fällen von Gefahr und wenn sie auf ihrem directen Wege nach einem Hafen zum Fischverkauf sich befinden, überschreiten. Ftschereiböte nichtdeutscher Nationalität, welche somit in die erwähn» teil Grenzstrecken kommen, werden zurückgewiesen und falls sie sich widersetzen oder falls sie beim Fischen innerhalb der mehrgedachten Grenzstrecken betroffen werden, festgenommen und vor der nächsten zuständigen Behörde procedtrt. Wenn Mannschaften britischer Ftschereiböte bei ihrem Verweilen auf der deut, schen Küstenhöhe über die Taur deutscher Fischeretböte fortsegeln, diese durch, schneiden und das Geräthe solcher Böte beschädigen, so wird die britische Regierung die deutschen Behörden in der Unterdrückung aller solcher Ausschret- tungen unterstützen und die des Vergehens Schuldigen vor Gericht ziehen. — Der Rechenschaftsbericht der Regierung über die Verwendung der Bewilligungen zur Linderung des Nothstandes in Oberschlesien dürfte zu den ersten Vorlagen gehören, welche dem Hause der Abgeordneten zugehen und dort zur Berathung gelangen sollen. Der Rechenschaftsbericht gibt einerseits einen Nachweis der stattzehabten Verwendungen, andererseits bespricht er die Mittel und Wege zu einer systematischen Linderung des Nothstandes. Es werden bet diesem Anlaß zweifellos alle Fragen bezüglich des Nothstandes erörtert werden, welcher nicht Oberschlesten allein, sondern auch west, und ost- preußische Dtstrtcte betroffen hat. Die Regierung soll damit umgehen, ihrerseits einen geordneten Plan zur Abhülfe vorzulegen. Wahrscheinlich werden sich die Vorlagen, sowie die daran zu knüpfenden Erörterungen auch über die Frage der Oderregultrung verbreiten und zu einem Bericht über die bishert- gen Verhandlungen darüber Anlaß geben. Berlin, 26. October. Es wird immer klarer, daß Diejenigen gut unterrichtet waren, welche davon sprachen, daß innerhalb der conservativen Partei sich eine Spaltung vorberette. Die „Nordd. Allg. Ztg." gibt die Thatsache ohne Weiteres zu, ja, sie fordert sogar ganz direct eine Ausscheidung der Hochkirchlich-Conservativen, welche sie „hierarchisch, feudal" nennt. Da6 otsictöse Blatt sieht in der Verquickung der Conservativen mit den Hierarchisch. Feudalen eine Gefahr für die conservattve Sache, weil die (Partei) „Politik auch mit Vorurtheilen" rechnen müffe. — Bet dem Banket deS volkSwirthschaftlichen Congreffes brachte Oberbürgermeister v. Forckenbeck einen Toast auf die dauernde Allianz Deutschlands und Oesterreichs aus und auf ein baldiges handelspolitisches Bündniß beider Staaten. Der erste Viceprästdent des Congreffes, Frhr. v. Knebeck (Wien), dankte unter lautem Beifall mit einem Hoch aus die Stadt Berlin: er führte auS, daß, wenn auch jetzt ein Proceß gegen das Deutschthum in Oesterreich im Werden begriffen sei, er die bestimmte Hoffnung hege, daß es gelingen werde, alle Nationalitäten Oesterreichs zu einem Einheitsstaate zu vereinigen, deffen oberste Maxime die innige Allianz mit Deutschland sein werde. Hamburg, 23. Oct. Die „K. Z-" erfährt eben aus zuverlässiger Quelle, daß die Reichspostverwaltung nunmehr auch in Hamburg für eigene Rechnung mit der Anlage eines ganz Hamburg und seine Vororte umfassenden Telephon-Netzes zur Verbindung der Geschäftslocale, Comptoire, Fabrikanlagen u. s. w. untereinander vorgehen wird, wie ein solches unlängst zunächst für Berlin in Angriff genommen worden ist. Dieselben Bedingungen, welche für die Benutzung der Telephonlettungen in Berlin aufgestellt sind (200 JL jährliche Gebühr für Leitungen bis 2 Km. Länge, für jedes Kilometer mehr weitere 50^.) sollen auch für Hamburg maßgebend bleiben. Wenn die vorstehende Nachricht nur mit großer Freude zu begrüßen ist, weil Hamburg als die größte Handelsstadt gewiß in erster Linie nächst Berlin den Vorzug verdient, einer solchen Verkehrserleichterung thetlhafttg zu werden, so glauben wir andererseits, daß das neue Unternehmen besonders lebhaften Beifall bet dem kaufmännischen Publikum finden wird, weil die Trennung der Geschäftslocale von den Wohnungen der Geschäftsinhaber wohl nirgendwo in Deutschland so allgemein durchgeführt ist, wie hier in Hamburg, und weil deßhalb gerade hier ein besonderes großes Bedürfniß zur Anlage derartiger Telephonverbtndungen vorliegen dürfte. Im Uebrigen können wir bezüglich anderer deutschen Städte der Postverwaltung nur zurufen: Vivat sequens! Irankreich. Paris, 26. Octoder. Immer bester! Die „Corr. Havas" meldet: In Avignon haben sich die Jesuiten in ihr Colleg eingemauert und sich auf längere Zeit mit Lebensmitteln versehen! Es fehlt nur noch, daß die Jesuiten Kanonen zu ihrer Verthetdtgung auffahren und die Mönche als Artilleristen etnüben- Die Regierung scheint aber dem Lande zeigen zu wollen, wozu die Männer Gottes fähig sind, wenn es sich um Beobachtung der Gesetze handelt, die ihnen nicht gefallen. So viel erhellt auS der aufhetzenden Sprache der klerikalen Presse, daß die französische Regierung bei ihren bisherigen Schwan- kungen und Schwenkungen nichts im Vatikan gewonnen hat,.viel aber an An« sehen im Lande verliert. Wer mit dem Klerus anbindet, wer nicht mehr Amboß sein will, muß Hammer spielen und rasch zuschlagen. ZM $£ Mi tzngtand. London, 26. October. In Chtslehurst wird demnächst dem verstorbenen kaiserlichen Prinzen ein Denkmal errichtet werden. Dastelbe hat die Form eines Kreuzes, ist aus grauem Granit, 27 Fuß hoch und ruht auf einem mit Stufen versehenen soliden Granitsockel. Das reich verzierte Monument trägt vorn — in englischer Sprache — die Inschrift: „Napoleon Eugene Louis Jean Joseph, kaiserlicher Prinz, geboren in Parts am 16. März 1856, vom Feinde im Zululande getödtet am 1. Juni 1879." Auf der Rückseite des Denkmals werden folgende Worte aus dem letzten Willen und Testamente des Prinzen eingravirt werden: „Ich werde mit einem Gefühl der tiefsten Dankbarkeit gegen Ihre Majestät die Königin von England und die ganze königliche Familie, sowie gegen das Land, wo ich 8 Jahre lang solche herzliche Gastfreundschaft genoß, diese Welt verlasten." — In Folge der unruhigen Zustände im Westen von Irland sind 700 Polizisten nach Galway geschickt worden; desgleichen wurden Truppen dahin abgesandt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. NeW'Nv^, 27. October. Am Sonnabend fanden in Folge eines heftigen Orkans an der Küste von Neu-Schottland zahlreiche Schiffsunglücks, fälle statt. Loudon, 27. Octbr. Lord Salisbury wohnte gestern einem conferoa- ttven Banket in Taunton bei und hielt eine Rede, in welcher er betonte, die Orientpolitik der Regierung habe England in den Augen Europas lächerlich gemacht. Die Flottenkundgebung habe den Zweck verfehlt. Es sei Englands Pflicht, jedes diplomatische Mittel zur Durchführung der Vertragsbestimmungen bezüglich Montenegros zu gebrauchen, allein es sei eine unerhörte Doctrtn, daß eine Signatarmacht unter allen Umständen verpflichtet fein solle, die Durchführung des Vertrages in Dingen, an denen sie nicht interesstrt sei, zu erzwingen. Der Sultan sei verpflichtet, Dulctgno zu übergeben, allein Grie- chenland besitze keine legalen Ansprüche auf türkisches Gebiet und die Mächte hätten sich keineswegs verpflichtet, die Entscheidung der Berliner Canferenz durch Anwendung von Gewalt herbeizuführen. Die Uebertragung türkischen Gebiets an Griechenland Seitens der europäischen Mächte würde einer Tael- lung gleichkommen. England habe Griechenland niemals eine Gebtetsoer- größerung versprochen. Wien, 27. Octbr. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel: Die Pforte wies Derwisch Pascha tu Salonichi an, sich unorrweilt mit 4 Baiaillonen regulärer Truppen nach Skutart etnzuschiffen, um die Action Riza Pascha's zu unterstützen. Die Pforte beauftragte Riza, die Uebergabe von Dulcigno acht Tage nach Unterzeichnung der Convention zu bewerkstelligen. London, 27. October, Abends. Eine Depesche des Viceköntgs von Indien vom 26. ds. meldet gleichfalls, daß in Peshawur seit einigen Tagen Gerüchte von Unruhen in Kabul, selbst von dem Tode des Emirs, umliefen; seit dem 21. ds. habe der Vicekönig weder eine Post noch sonstige Botschaft aus Kabul erhalten. Dublin, 28. October. Healy, der Secretär Parnell's, wurde am Dienstag wegen Einschüchterung emes Pächters, welcher eine Pachtung übernehmen wollte, verhaftet, aber gegen Caution wieder in Freiheit gesetzt und von der Bevölkerung mit Ovationen begrüßt. London, 28. October. Der Vicekönig von Indien telegraphirte vergangene Nacht, er könne die Nachricht von einem Aufstande in Kabul weder bestätigen noch dementiren. Lokales. Gießen, 28. October. Durch den anhaltenden intensiven Regen sind Lahn und Wieseck eben wieder hoch angeschwollen, z. B. die Lahn von gestern Mittag 11 Uhr bis beute früh über 1 Meter. Dadurch, daß die Ein- und Ausgerinnschleusen bei Hochwasser geschlossen bleiben müßen, kann das in der Stadt niederfallende Regenwasier, sowie auch das Abfallwaster durch den Stadtbach und Stadtringgraben nicht abgeführt werden, sondern letztere werden ebenfalls anschwellen und die anstoßenden Keller unter Master setzen. Eine rechtzeitige Räumung derselben dürfte wohl geboten sein, und verfehlen wir nicht, hierauf aufmerksam zu machen. — In dieser Nacht ist der vorgestern stehen gebliebene Theil des Kerkerbaues im Landes- zuchtbause ebenfalls ringestürzt. Verwischtes. Darmstadt, 25. October. Aus den Verhandlungen der am 14. dss. dahier stattgehabten Ausschußsieung der Viehverstcherungs Anstalt für das Großherzogthum Hesien heben wir hervor, daß der Beitrag für das am 1. November l. I. beginnende 2. Semester des Versiehe rungssahres 1880/81 für Rindv.eh auf 2* i * * * * * */2^, für Pferde, außer den obligatorischen Zuschlägen nach den verschiedenen Beschäftigungsclasten, auf 3 (Normaltarif) von einer Mark Versicherungs-Capital bemesten wurde, und daß die nächste ordentliche Generalversammlung der Anstalt, in welcher u. A. auch der Ausschuß für die Provinz Oberbesten neu zu wählen, am 4. Novbr. I. I. zu Gießen im Hotel Kühne stattfinden soll. Stuttgart, 27. October. sEisenbahnunfälle.) Das sog. Millionenloch auf der Bahn zwischen Kißlegg und Wangen scheint sich nach und nach zum Milliardenloch ausbilden zu wollen. Ein bedeutender Dammrutsch daselbst hat stattgefunden und der ganze Eisenbahnverkehr zwischen Kißlegg und Wangen ist nach einer Bekanntmachung der hiesigen Bahnhofs- j tnspeckion auf „mindestens 10 Tage" eingestellt. — Der Nachtschnellzug von Frankfurt hierher ist heute früh vor 2 Uhr einer großen Gefahr noch ziemlich glücklich entronnen. Auf der Station Illingen wurde ein Güterwagen durch den schrecklichen Sturmwind von einem Neben- geletse bis hart an dessen Einmündung auf das Hauptgeletse getrieben. Der Schnellzug streifte scharf diesen Wagen, Fenster zerklirrten und die Wände krachten. Die schlafenden Pastagiere fuhren entsetzt empor. Doch geschah weiter kein Unglück. Der Güterwagen wurde auf die Seite geworfen und ein bayerischer Coupäwagen ist auf dcr einen Seite stark verletzt. Glücklicherweise wurde kein Mensch irgendwie verwundet Der Schnellzug fuhr langsam nach Bietigheim und kam mit einer Verspätung von circa 10 oder 15 Minuten hier an. Wäre der Güterwagen vollends auf das Hauptgeleise hineingerathen, so hätte es ein entsetzliches Unglück geben können. Assenheim, 25. October. Heute verunglückte ein Arbeiter an der Bahnstrecke zwischen hier und Bönstadt wahrscheinlich durch eigene Schuld beim Ausladen der Erbwagen und blieb auf der Stelle tobt. Mainz, 25. October. Nach kurzem Krankenlager starb in dem nahen Bodenheim der weitbekannte Historien- und Porträtmaler Franz Eduard v. Heuß in einem Alter von 72 Jahren, aus Oggersheim in der Rheinpfalz gebürtig. Ravensburg. Als Curiosum erwähnt der „Oberschwäbische Anzeiger", daß ein hiesiger Rebenbesitzer den Ertrag von 3 Morgen Weinberg verhandelte — gegen einen — Regenschirm. — Ein junger Bursche kam dieser Tage in Würzburg zu einem Geschäftsmanne und bat um abgelegte Frauenschuhe, er brauche sie dringend für seine Braut, die morgen auf'S Standesamt müffe und feine Sckuhe habe. — Der junge Bursche hatte kein Geschäft und keine Arbeit, die Braut hat nicht einmal Schuhe auf's Standesamt und in die Kirche, aber gehcirathet muß werden. Heidelberg, 25. Oct. Der akademische Senat macht durch Anschlag am schwarzen Brett auf ein Erkennlniß der Strafkammer des Reichsgerichts aufmerfjam, wonach auch Schläger, mit welchen die gewöhnlichen Studentenmensuren stattfinden, unter Umständen als Waffen betrachtet werden können, welche einen tödtlichen Ausgang zur Folge haben. Hachenburg, 21. October. (Raubmord.) Im April b. I. verschwand ein Aufseher der Eisenhütte zu Hamm, nachdem ihm von seinem Dienstherrn 200 JL zum Bezahlen einer Rechnung eingehändigt worden waren. Es war das Verschwinden um so räthselhofier, als der Aufseher, welcher den französischen Feldzug mitgemacht und dabei das eiserne K euz erhalten hatte, als ein solider und zuverlässiger Mann bekannt war, welchem der Fabrikherr schon manches mal Tausende von Mark anvertraut hatte. Da indeffen sein Ausschreiben in öffentlichen Blättern resultatlos blieb, so vermuthcte man schließlich, der Gesuchte sei nach Amerika ausgewandert. Vor einigen Tagen kam ein Lademeister der Hamm'schen Hütte zufällig nach Streithausen (hiesigen Amts), wo er in der Wohnung eines früher auf der Hütte beschäftigten Taglöhners den Rock des Vermißten an der Wand hängen sah. Auf die hierher gemachte Anzeige hin begab sich gestern Herr Amtsrichter Stahl in Begleitung der Gensdarmerie nach Streithausen und verhaftete den Taglöhner, welcher alsbald cingestand, daß er den vermißten Aufseher getödtet und die Leiche im Hüttenschutte verscharrt habe. Auch sonstige dem Ermordeten angehörige Gegenstände fanden sich in der Wohnung des Taglöhnrrs vor. Letzterer ist ein junger Mann von 27 Jahren, verheirathet und Vater eines Kindes. — Einmal im Jahre sich gründlich satt zu effen und sich des Lebens zu freuen, ist Hunderten von Armen in Würzburg bescheert. Am 18. October finden sie eine lange Tafel im Schlosse gedeckt, an jedem Platze einen Teller, ein Gefäß mit Wein aus dem Hofkeller und ein Stück Brod. Löffel, Meffer und Gabel müssen die Gäste mitbringen. Diesmal waren es nahezu 300 Arme; sie bekamen eine Kraftsuppe mit einem großen Stück Rindfleisch und dann Schweinsbraten mit Sauerkraut. Die Militärmusik spielte dazu. Wir das schmeckte! Diese jährliche Speisung ist eine Stiftung des König« Ludwig I. zum Andenken an die Schlacht bei Leipzig. I Mainz, 23. October. Im Corridor des Justizpalastes bewegten sich gestern Gatte und Gattin hin und her. Sie hatten nichts Geringeres vor, als sich Zwecks ihrer Ehescheidung zum Gerichte zu begeben. Beide betrachteten sich anfänglich mit scheelen Blicken. Endlich sagte Er: „Es ist nicht schön von Dir, daß Du mich verklagst." Sie -rwiederte: „Es ist auch nicht schön von Dir, daß Du Dich um Andere mehr kümmerst, wie um mich." Darauf Er: „Was Dir böse Zungen in die Ohren flüstern, ist ja Alles nicht wahr; wir wollen uns versöhnen; es ist bester " Die Frau senkte, wie zustimmend, das Haupt und reichte schweigend die Hand; der Gatte umarmte ebenso schweigend die Gattin und gleich darauf erfuhr der Herr Amtsrichter, daß die Versöhnung bereits im Corridor geschlosten worden sei. Der Herr Amtsrichter aber gab seiner Freude über diese Mittheilung dadurch Ausdruck, daß « bemerkte: „Wenn das nur in allen Fällen so geschähe." (N>) sE« 7084) 2' »g *> rlfien der 12 Stunden bie 61 stunde« türjiffi 6,18 al, 8«8* Miil, M Mi*8 ” MG 61 Vorn soll auf dahiesii der Georg Lin r I« meistbietend vers Gießen, den 1 GroßherM 6735) j Samstag l sollen in der i Hans zum Schi stände öffentlic zahlung verfiel 1 Weste, 2 T 1 Spiegel, 1 2 Sovha, 2 Nähmaschine, mit Käfige, 1 Gießen, den 2 7091) Bo Verl Dienstag d Nach, lasse ich meine Höfe liegende H. eine frequente wird, genannt vstenM im Lv wird der Huscht bot sofort rühr Auch vertat Hand und fow 3. Blitz das Gießen, den 7033.1 7055) Ein g gemauerter eifer kupfernen Was e k>n Frühstücks zu verkaufen. Conversi 11 "MM nebstt >. ist zu. ^b-n sich sch, 6735) Müller. . Reibet* am Kreuz 5717) verschiedener Stärke bei (6511 H. Keck. 7091) Bauer, Gerichtsvollzieher. Culmbacher Crportbier 6754) Löbtau-Dresden. 4332 7033) Chr. Reinhardt. 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Ware btt Süin- n entfeKlicheS Unglüct r an btt Lahnfire-ke i/oben der Srdwagm üben Bobenheim ber älter »61 U Jahren. t Anzeiger", bah ein — gegen einen - einem StschäMM raut die morgen anfe jatte fein »eschSst tf nb in die 1dtä>c, w F. e. Weber Neichensand-Bahnhofftr. 93/4 Der Ausverkauf oon Tapeten, Möbeln und Spiegeln wird im 1. Stock fortgesetzt. 7084) In Folge höherer Anordnung werden die Ent- und Beladefristen der Wagenladungsgüter von 12 Stunden bis auf Weiteres auf die Dauer von sechs Tagesstunden herabgesetzt. Diese Abkürzung der Ladelisten bezieht sich auf alle Wagengattungen. Cassel, den 26. Oktober 1880. Königliches Etsenbahn-Betriebs-Amt. Ut hemann. Handel und Verkehr. Frankfurt, 27. Oktober. (Marktbericht., Der heutige Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Etr. X 2.50—4.00, Stroh 2.00 -3.00. Butter das Pfd im Großen 1. Qual. X 0.95—00, 2 Qual. X 0.85 — 90, im Detail das Pfr. X 1.30—00, 2. Qual. X 1.20—00. Eier das Hundert ital X 7.00, deutsche Eier 5.80 X, OcksenfleNch per Pfund 65—70^, Kuh-, Rind und Farrenfletsch 45-60 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 40—65 H, Schweinefleisch 75-8" ein Hahn X 0.90 bis 1.20, ein Huhn X 0.90 1.20, eine Ente X 2.00—2.20, eine Taube 50—00 H, Gans X 5.00—6.00, Hasen das Stück X 3.50—4.00, Feldhuhn X 1.00—1.50, Rehbock das Pfd. 75-80 Kapaunen XO- 0.00, Wälscher Hahn X 5—7. Kartoffeln 100 Ko. X 5.00—0, Kohlrabi 3—5 H, Blumenkohl 1 St. 20-50 Wirsing 10—20 Gelberüben 1 Bund 6—12 Zwiebeln 1 Bund 6 Sellerie das Stück 6—10^, Meerrettig 1 Glück 00—00 Ä, Spargel das Pfund 00—00,$, Romain-Salat 25-00 A, Endivien 10—0 Rothkraut 15—20 Weißkraut 15—20 H, Arttschoken 50^, Erbsen das Pfd. 00 Limburg, 27. October. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 18.95, Weißer Weizen X 18.90, Saatwetzen X 00.00, Korn X 16.60, Gerste X 10.55, Hafer X 6.55, Erbsen X 00.00, Kartoffeln X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.) 6981) Durch Uebernahme eines größeren Postens in rein wollenen Hemden - Flanellen bin ich in der Lage, dieselben zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufen zu können. Unterjacken und Unterhosen in großer Auswahl. F. C. Weber, Rkichcnsand-BahnhoMr. 934. Samstag den 30. Minder, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden: 1 Weste, 2 Tische. 1 Pult, 3 Kommoden, 1 Spiegel, 1 Rock, 4 Betten, 3 Schränke, 2 Lwpha, 2 Stühle, 1 Glasschrank, 1 Nähmaschine, 1 Uhr, 2 Kanarienvögel mit Käfige, 1 Ueberzieher. Gießen, den 20. Oktober 1880. mit verstellbarem Stahlnadelbett zur Herstellung von Strümpfen ohne Naht, sowie allen Phantasieartikeln. Apparate zu 2 farbig Rund- und 1—4 farbig Flachstricken ohne Abreißen des Fadens, unter deutschem, östreich.-ungar., englischem, französischem und belgischem Patentschutz empfiehlt die Dresdener Strickmaschinen-Fabrik Laue & Timäus 6688) Die bekannten Pferde- und Bett Teppiche ä Mk. 3.30 sind eingetroffen. 14. Grünebaum. Aechte originalamerikanische Oefen, billiger als die nachgemachten. Meidinger Gefen, Kegulirfüll- und Wormser Kochöfen, Katentherdev. Köder Einmach fässer in jeder Größe empfiehlt billigst (6562 Louis Lony. Mäusburg 44. Fr* Sclbcl Mamburg empfiehlt Kaffee, roh, im Preise von Mk. 1 bis Mk. 1.60 per */z Kilo, sowie stets frisch gebrannten Kaffee ä Mk. 1.20 bis Mk. 1.80 per '/r Kilo, unter Garantie für reinen Geschmack. Reinschmeckenden Kaffee stets frisch gebrannt, per Pfund JL 1,20, 1,40, 1,60 u. 1,80 Ferner rohen Kaffee von «X 1 bis 1,60 pr. Pfd. Ausverkauf« 6982) Um vor Eintreffen der Neuheiten für Weihnachten mit meinen Maaren-Vorräthen etwas zu räumen, habe ich eine große Parthte Waare zurückgesetzt, die ich von Montag den 25. d. M. an unter Selbstkostenpreis verkaufe: Borffecker von 15 an, seid. Lavalivres von 28 an, Damenkragen von 20 an, Kinderschürzen von 20 H an, Manschetten, Krausen, Hauben, Schürzen, fertige Damenwäsche. Herren-Kragen und -Manschetten in allen Fiyons und Wetten, seidene Herren-CravateS von 10 an, Ginsätze, Taschentücher, fertige Hemden. Gleichzeitig habe ich einen Posten Waare am Stück, 20pCt. unter Freitag den 5. November, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht der Acker der Georg Lincker Wwe., als: Flur. Nr. Mtr. 7 52 3850 Acker auf den Leuferts- rödcr Weg meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. Oktober 1880. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Strickwolle bester Qualität, wobei eine große Parthie zu außergewöhnlich billigen Preisen empfiehlt (6o08 Carl Hoffmann. Rianinos Flügel, Tafelklaviere u. Harmoniums aus den anerkannt besten Fabriken Deutschlands — Beehstein — Biese — Blüthner — Ecke — Ibach — Lipp — Lockingen — Nagel — Neumeyer — Rosenkranz — Schiedmayer — Schönleber, Keppler & Co. — Schwechten — Steinweg — Vögelin — empfehle ich unter fünfjähriger Garantie zu Fabrikpreisen (450—2000 «^.). Leichte Zahlungsweise ; monatliche Ratenzahlungen von 10 dL an. Lieferung zur Probe auf 4 Wochen. Immerwährende Auswahl von mehr als 60 Instrumenten. Gespielte Pianos nehme in Umtausch an und habe ich solche zum Verkauf (50—500 «X) meistens in grösserer Anzahl am Lager. Nach Auswärts liefere ich franco an alle Bahnstationen. Reparaturen von Clavieren führe gut und billig aus. Leihanstält für Pianos, Zithern etc. Musikalien-Lager und Leihinstitut. Grosse Auswahl aller Arten Instrumente, Saiten etc. Kataloge, Versteigerung. Dienstag den 2. November, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich meine in der Nähe der Bahnhöfe liegende Hofraithe, dahier, worin eine frequente Gastwirthschaft betrieben wird, genannt „Zum Rheinischen Hof" .öffentlich im Locale selbst versteigern und wird der Zuschlag bei annehmbarem Gebot sofort ertheilt. Auch verkaufe ich dieselbe aus freier Hand und können Kauflustige bei mir und I. Blitz das Nähere erfahren. Gießen, den 25. Oktober 1880. SnI-hlag om W nerfiam, lMn, unitt Umfloß schwand em » i jum M* * njo ; bel 8-drilhen A Ä'ä -.sagt U hinher gern 4^4 6746) la. Stück-, Nuß-, und melirte Steinkohlen, Cokes, trockene Braunkohlen (ä Cntr. 68 bei Ladungen), Tannenholz, Kohlenkasten (broncirt und lackirt), Cokestrommeln, Ofenschirme, Feuergeräthe rc. bei Emil Pistor. ÄR *#•** m $ ii »«hl', 4, ** " (St) n ?tr Tiei, r-ch-n. K blt Sono"ition |u ."Nen NN Z*“8 'M gesetzt und ^legraphirte ver, *n ^üul weder Jmportirte amerikanische Oefen empfiehlt (7081 Carl Hensel. Die Colonial-, Material- it Farbwaarenhandlung Laubsägenholz in Ahorn, Mahagoni und Nußbaum, empfiehlt in großer Auswahl (6749 Wilhelm Seibert, Marktstraße. 6413 > Eine größere Stetnsammlung mit schönen Versteinerungen billig zu ver- kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. H. F. Nassauer. Vorzügliches Sauerkraut, Salzgurken empfiehlt (6927 Carl Hoffmann. Glace- u. Winter- Handschuhe | empfiehlt F. C* Weber« von der Großherz. Saline Bad Nauheim aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, ist stets vorräthia und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J. €t. D. Bapet auf dem Markt in Gießen. (2687 Großherzogl. Salinen- und Bergamt __Bad Nauheim.________ Trottoir Rinnen, Canal Deckel mit Rahmen in allen Größen vorräthig bet (7010 August Kröll. PMchenhüle empfehle von 80 Pfg. an. (6919 A Fangmann. Sauerkrautsaft in allen Größen, werden, um damit zu räumen billigst abgegeben bei 7052-________Carl Heil, Schloßgasse. 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Da wir den von uns angekündigten Bazar nur dann zur Ausführung bringen können, wenn uns eine genügende Anzahl von Gegenständen, die sich auch für den Verkauf eignen, zur Verfügung gestellt werden, so erlauben wir uns, unsere geehrten Freunde und Wohlthäter, und vornehmlich die verehrten Damen auf Einiges aufmerksam zu machen, was uns, ohne selbstverständlich anderes auszuschließen, besonders erwünscht wäre, z. B. Schürzchen für Kinder und Hausschür^chen, Arbetlstäschchen für Damen, allerlei Spitzenarbeit, verarbeitete oder im Stück, ferner Kragen, Manschetten, Halsbinden und sonstige Herrenartikel, Obst, in Körbchen arrangirt oder auch lose, Blumenkörbchen, kleine Sachen für den Nähtisch der Damen, sowie für den Schreibtisch der Herren und ähnliches mehr. Nach beendetem Verkauf wird bet Nest verloost. Wir werden jedoch Sorge tragen, daß an Werth und Zahl genügende Gegenstände für die Ver- loosung übrig Meißen. Die Gaben, welche uns zugedacht sind, erbitten wir uns freundlich bis zu Montag den 8. November. Jede der unter zeichneten Damen ist zur Entgegennahme bereit. Gießen, den 25. Oc'ober 1880. Der Vorstand: Fr. Dr. Baur. Fr. Bürgermeister Bramm. Fr. Profeffer Bratuscheck. Frl. Elisabeth Buff. Fr. Haustein. Fr. Gasdirector Hess. Fr Kauf. Frl. Klos. Frl. Langermann. Fr. August Noll. Frl. Clara Simon. Frl- Stammler. Fr. Landgertchisdireckor Stammler. Fr. Wagner Steinberger. Fr. Thorwart. Frl. Sophie Walther. Fr. Professor Wilbrand. Frl. Windecker. Frl. Henry. Fr. Pfarrer Köster. Robert Haas, Sßftßrsujßg C. 59, empfiehlt zu sehr billigen Preisen sein reichhaltiges Lager in Wollwaaren, als: Capuzen, Westen, Tücher (gewebte und Handarbeit), Kleidchen, Jäckchen, Strümpfe und Gamaschen in allen Größen, Unterhosen und Jacken, Handschuhe in Glacö- und Wildleder, Stoffhandschuhe in großer Auswahl. (7086 NB. Kiuderunterhoseu und »Jacken in allen Größen. 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