*) ^eyger. ann, SMmbof. MlAwmgchA mme Stock. Selters- ÄnTrniTber !®e vertraut, seit iy8 lgmturgeschast tbätig, n?n Ansprüchen Stel- Neste Referenzkn^ j an die Exped. bj6. •f NathM^z (1280 rl,Ä W K, S-Idst- , bie 1 Uhr plötzlich .««2, 3 gesucht Msosorvgm MZH ' crtjri« HM s' dkl . s,- 111 s!"fe zss-**1* jtijba« Oahlt Mmx grn zu, welcher mir im4. dss. gestohlenem ift (Enten ich benfelben gnicht" i kann. Weilar, im Februar 1880, C. Marx^ )chkn von 16 Jahren, futft Zwecks iDeiierer ' häuslichen Arbeiten im liebsten in einer gute Behandlung als- Kernhardt, Scblller- 1.^-d gstisclT AI Erstes Blatr. Sonntag den 29. Februar 188V» chießener -Anzeiger Ayche- ui Amtsblatt str hn Kreis Gieße». .■■■■—— 1 ■"■■■■ ..—>■■■—— 1 Preis viertckjührlich 2 Mark 20 Pf. mit L^tngerlohrr. Red»ettOH»Sp«rea«r l Schulstraße B. 18. Erlcheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. EA»sditisnsbAreait r J ......III wiiii — ■MiwmMgBnt: ® Amlkicher Hheik. Bekanntmachung. , Gefunden: 1 Taschenuhr mit Kette und Schlüssel, 1 Kinderschuh, 1 Taschenmesser, 1 Brosche, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Gewerbe. Legttlmationsschein, 1 Spazierstock, 1 Wagenkette, 1 weißes Taschentuch. Zugelaufen: eine lürk.sche Ente. Die gefundenen Geqenstände sind auf der Polizeiwache (Schloßgafle 258) aufbewahrt. Gießen, den 27. Februar 1880. Großherzogliche Polizetverwaltung Gießen. K r e s e n i u s. ___ Aeutschlarrd. Darmstadt, 26. Februar. Die zweite ordentliche Landessynode, deren Thättgkett sich auf die 5 Jahre 1880 bis 1884 erstrecken wird, ist aus den 2. März I. Js. einberusen. Die Eröffnung findet im Namen Sr. König!. Hoh. des Großherzogs durch den Herrn Oberconsistorial-Präsidenten Dr. Gold- rnann im Ständehause statt. Es geht derselben ein öffentlicher Gottesdienst voraus, welcher in der Stadtkopelle Morgens 9 Uhr gehalten und bet welchem Herr Superintendent Habicht predigen wird. Die Landessynode hat «in ständiges Mitglied, Herrn Prälaten Dr. Schmitt in Mainz, und besteht außerdem aus von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog ernannten und den durch die 23 Decanatssynoden gewählten, theils geistlichen, theils weltlichen Mitgliedern. Ernannt sind die Herren: Professor Dr. Stade und Profeffor Dr. Thaer in Gießen, Oberpostmeister Pfaltz in Darmstadt, Fabrikant Römheld in Mainz, Pfarrer Engelback in Butzbach, Pfarrer Dr. Hager in Erzhausen und Pfarrer Hildebrand in Hongen-WeiSheim. Die gewählten Synodalen sind folgende Herren : Stabsauditeur Eigenbrodt, Recktsanwolt Buchner, Ober-Appellationsrath Draudt, Geh. Oberstcuerrath Baur, Oberfinanzrath Emmerling, Dr. Rieger, sämmtlich in Darmstadt; die Rechtsanwälte Dr. Weber in Offenbach, Dornseiff in Gießen und Curtmann in Friedberg; Oberamtsrichter Hempel in Lauterbach, Amtsrichter Wehl in Alsfeld, Seminardirector Schäfer in Friedberg, Justizrath Jäger in Vilbel, die Bürgermeister Heimburg in Worms, Trautmann in Rimbach, Philippi in Wehnbach, Faulstich in Weitershain, Lahr in Wendelsheim, Lehrer Knauß in Bischofsheim, Decanatsrechner Bernius in Groß-Bieberau, Landgerichtsdtrector Pauli und Commerzienrath Reuleaux in Mainz, Gutsbesitzer und Mitglied der ersten Kammer W. Wernher in Nierstein. Gewählte geistliche Mitglieder sind die Decane Müller in Pfungstadt, Netz in Beerfelden, Staudinger in Groß- Gerau, Krug in Groß-Umstadt, Bonhard in Offenbach, Dornseiff in Bickenbach, Strack hi Lang-Görs, Ebel in Ktrtorf, Pullmann in Grünberg, Clemm in Lich, Walther in Nieder-Jngelheim, Fitting in Alzey; Profeffor Dr. Köhler in Friedberg; die Pfarrer Dingeldey in Darmstadt, Groh in König, Dr. R6e in Bleichenbach, Dieffenbach in Schlitz, Hofmayer in Nidda, Beleg- leb in Wingershausen, Diehl in Dienheim, Schlich in Partenheim, Müller in Worms. Möge die Synode das wahre Wohl der evangelischen Landeskirche nach besten Kräften fördern und der Herr ihre Berathungen und Beschlüsse segnen! Berlin, 26. Februar. Der Kaiser holte heute Nachmittag gegen 1 Uhr den Großfürsten Nikolaus aus dem russischen Botschastshotel zu einer gemeinsamen Fahrt nach der Central-Turnanstalt ab. Nachmittags 5 Uhr findet Familientasel bei Prinz Friedrich Kar! statt, woran Großsürst Nikolaus und der Herzog von Eciuburg theilnehmen. Abends ist bei den Majestäten must- kalische Soiröe, zu welcher außer den Mitgliedern des königlichen Hauses Großfürst Nikolaus und der Herzog von Edmburg nebst Gefolge, das gesammte Personal der russischen Botschaft, der Botschafter Russell mit Gemahlin und den Attaches der britischen Botschaft, die Botschafter von Frankreich, Oesterreich, Italien und der Türkei mit ihren Gemahlinnen und Graf Moltke geladen sind. Heute Abend Uhr reisen Großfürst Nikolaus und der Herzog von Edinburg gemeinsam nach Petersburg ab. Kesternich. Wien, 26. Februar. Die „Wiener Abenpost" meldet: In Folge des mitgetheilten Zusammenstoßes zwischen einer auf einem Uebungsmarsche begriffenen Compagnie und einer bewaffneten Bande in der Nähe von Plewlje wurden Streiszüge angeordnet, bei welchen die Banden, von denen die eine sich einer Hammelheerde bemächtigt hatte, bereits zerstreut gefunden Seither ist die öffentliche Ordnung ungestört geblieben. Die Truppen-Com- mandanten traten sofort mit den türkischen Behörden tn’6 Einvernehmen. Irankreich. Paris, 26. Februar. Der „Soir" erfährt gerüchtsweise, der Ministerrath habe entschieden, daß, wenn die Prüfung der Hartmann betreffenden Dokumente dessen Identität dargethan und das Verbrechen sestgestellt haben sollten, die französische Regierung der Auslieferung Hartmann's zustimmen werde. Nußland. Petersburg, 26. Februar. An Stelle deS General-Gouvernements in Petersburg tritt eine Oberleitungs-Commission unter selbständiger Direktion und Führung des mit weitesten Vollmachten ausgerüsteten Generals Grafen Loris-Melikoff, um energisch dem revolutionären Treiben ein Ende zu machen. Der bisherige General-Gouverneur bleibt Truppen-Commandant. Der Commission gehören Delegirte verschiedener Refforts an, welche den Anordnungen des Chefs Folge zu leisten und die Mitwirkung der bez. Ressorts zu erleichtern haben. ____ Telegraphische Depeschen. Wagner'« «elrgr. Eorrrsp»«»«, - Barra«. Berlin, 27! Februar. Die deutsche Reichspartei beschloß zu dem Anträge Hänel's, betr. bie Vorlegung des osficiellen Berichts über den Untergang deS „Großen Kurfürsten" den Uebergang zur einfachen Tagesordnung zu 27. Februar. Der „Staats-Anz." enthält eine Mittheilung über bas Befinden des erkrankten Ministers v. Sick, wonach absolute Ruh- für denselben auf geraume Zeit erforderlich ist. Berlin, 27. Februar. Die „Nordb. Ällg. Ztg. schreibt in einer Polernit gegen die „Kreuz-Ztg." und den „Reichsboten", welche die jüngsten Artikel der „Norddeutschen" angegriffen hatten, indem sie nochmals bie friedliebende Politik Deutschlands betont: bie panslamstisch-n Bestrebungen, wenn sie siegreich zum Ziele gelangen, sind gleichbedeutend mit Auflösung der osier- reichisch-ungariichiN Monarchie. Daß Deutschland dagegen einzuircten habe, entspreche der von ganz Deutschland gebilligten Politik des Reichskanzlers. Die tiefe Verehrung für den edlen und friedliebenden Kaiser Alexander, den nahen Verwandten und nächsten Freund unseres Kaisers, bedinge doch nicht, daß man alle leitenden russischen Staatsmänner für Freunde Deutsch- lands h°lte^ hgrt, cs sei jetzt definitiv, daß Fürst Hohenlohe zunächst für di- nächsten 6 Monate die Geschäfte des Staatssecretärs des Auswärtigen übernehme. m n Rom, 27. Februar. Im heutigen Consistorium überreichte der Papst den Cardirälen Füistenberg, Ferreira, Meglia, Cattani und Sanguigni den Cardiualshut. Ferner ernannte der Papst 15 Bischöfe für Italien, 19 in partibus, 8 für Frankreich, 1 für die Schweiz, 5 für Slmerita und für Oesterreich, übergab sodann den erwähnten Cardinälen den Cardinaisring und verlieh denselben ihre Eardinalstitel. Nach der Investitur erfolgte der Em- pfang der Cardinäle in Privat-Audienz. Petersburg, 27. Februar. Der „Regierungsbote veröffentlicht einen Ausruf drs Generals Loris-Melikoff an die Bewohner der Haupistadt, worin unter Hinweis auf die im russischen Volke, sowie in ganz Europa durch die unerhörten srevelhofien Attentaie hervorgcrusene Entrüstung bekanntgegebcn wird,' daß die Regierung g-nöthigt sei, durchgreifende Maßnahmen zur Unterdrückung des die sociale Ruhe bedrohenden Uebels zu ergreifen. Der Ch-f der Ex.cutiv Commission sei sich der Schwierigkeiten der ihm bevorstehenden Tbäiigkeit wohl bewußt und wolle nicht übertriebene Erwartungen auf unmittelbaren Erfolg erregen, werde sich aber nicht scheuen, mit den strengsten Maß- regeln zur Bestrasung der verbrecherischen Thaten vorzugehen, wie "bereit sein werde, die legalen Jntereffen der Gutgesinnten zu schützen. Er hoffe d - Unterstützung aller ehrlichen Menschen bei seinem Vorgehen »» finden. Die Gesellschaft selbst habe die Regierung bei der Wiederherstellung des regelmäßigen Ganges des S'aatslebcnS zu unterstützen. An die Bewohner der oaupt stadt werde die dringende Bitte gerichtet, der Zukunft ruhig entgeflenzuseh n, ohne sich durch böswillige oder leichtsertiae Gerüchte irrelciten ö» Waffen. Berlin, N Februar. Reichstag' Die Abg°°rbn°t-n Dr-ver und Witte haben die Entscheidung der Frage nachgesucht, ob sie nach ihr .9 0 Schreiben emgetretenen Rangerhöhung noch dem Reichstage Gesetzentwürfe, QIs ^ndbSchuldverschreibungen, sowie bc- Sä “ PÄ r,S äWÄÄÄS -------- »*** >» «“'■ binnen ber 3fieid)§beamten ju\ A bebürfe keiner Versicherung, daß die An- t * § a a keinen Augenblick aus dem Auge gelassen sei. Be- gelegenhert Seitens der Reg erung kemen aber fo erhebliche kanntltch fei em Entwurf bereits voryanoen 9^1 'verzichtet habe. Es sei nunmehr Bedenken dagegen geltend gern. ch , ^nächst auf die Angehörigen des Heeres und em neuer Entwurf ausgearbeltet, der ,ily zu n 1 Befriedigung aufge- >" -."-1 - --- hoffentlich dieses letzte Stadium in Kürze zurückgelegt haben, so daß derselbe voraussichtlich noch in gegenwärtiger Session werde vorgelegt werden. — Damit ist dieser Gegenstand erledig!. Es folgt die Interpellation Stumm, betr. die gesetzliche Regelung der Begründung von Altersversorgungs- und Jnval'denkassen für Fabrikarbeiter. Minister Hofmann erklärt sich zu sofortiger Beantwortung bereit. Stumm begründet die Interpellation mit Hinweis auf die Dringlichkeit der Regelung. Der Minister gibt folgende Erklärung: Der Gedanke, daß der arbeitsunfähig gewordene Arbeiter nicht der Armenpflege zur Last falle, sondern die Gesetzgebung für ihn zu sorgen habe, sei durchaus berechtigt, Aber seiner Durchführung ständen außerordentliche Schwierigkeiten entgegen. Die Regierung habe in voriger Session zu der Frage keine prmcipiell ablehnende Stellung angenommen und später unter Darlegung der in Betracht kommenden Hauptgesichtspunkte die Aeußerungen der Einzelregierungen nachgesucht. Es liege bereits eine Reihe öon Aeußerungen der Regierungen vor, aber gerade von den größeren Staaten fehlten ffe noch' es sei daher nicht möglich, ein zusammenhängendes Bild von den Anschauungen der Regierungen zu gewinnen. Die Vorlage noch in gegenwärtiger Session an den Reichstag zu bringen, sei nicht möglich. Ob die Vorlage im Sinne des Interpellanten ausfallen werde, könne er nicht bestimmen. — Auf Antrag v. Hertling's findet eine Besprechung der Interpellation statt. — Wöllmer bekämpft die von Stumm befürworteten Zwangskassen und tritt für freie Kassen ein. v. Hertling plaidirt für obligatorische Kassen und bittet die Vorarbeiten für den vom Interpellanten gewünschten Gesetzentwurf thunlichst zu beschleunigen und dringt ferner auf Revision des Haftpflichtgesetzes. Minister Hofmann erwidert: Der Bundesrath werde bis zur nächsten Session zu der Frage jedenfalls Stellung nehmen müssen. Was die Revision des Haftpflichtgesetzes anbetrifft, so hätten diesbezügliche Erwägungen stattgefunden, seien aber noch nicht abgeschlossen. Ohne Zusammenhang mit der Frage der Alterversorgungskassen werde die Revision des Hastpfl chtgesetzes nicht bewirkt werden können. Rach seiner Ansicht würden die schwebenden Erwägungen dahin führen, daß den Fabrikanten die Wahl gelassen werde, ob sie dem Haftpflichtgesetze in verschärftem Maße sich unterwerfen oder ob sie dafür sorgen wollen, daß die Arbeiter gegen alle Unfälle ohne Ausnahme in bestimmter Weise versichert werden. Inzwischen seien verschiedene Maßnahmen tU Gunsten der Arbeiter getroffen. — Stephani hingegen spricht sich dafür aus, daß die Altersversorgungskassen nach dem Muster der Knappschaftskassen eingerichtet werden, v. Helldorf-Bedra plaidirt für Zwangskassen. Rickert dagegen weist auf das Gedeihen der freien Kassen und Gewerkvereine hin und warnt vor Unterstützung. — Nächste Sitzung Montag. Tagesordnung: Militärgesetznovelle. Konstantinopel, 27. Februar. Die Noth im Paschalik Diarbekir nimmt zu. Tausende von nothleidenden Landbewohnern treffen täglich in der Stadt Diarbekir ein, Unterstützung zu erbitten. Zwanzig mit Getreide beladene Flöße wurden von Bauern geplündert. Petersburg, 27. Februar. Die seit mehreren Tagen hier gesuchte Vera Saffulitsch soll nach einer Meldung der „St. Petersburger Zeitung" hier in der Wohnung einer Freundin ergriffen worden sein. Die Schweizer Polizei hatte zuerst die russische Polizei von der Abreise der Saffulitsch nach Petersburg benachrichtigt. Lokales. Gießen, 28. Februar. Wir berichten über den 2. Vortrag des Herrn Architekten Aug. Hug, gehalten im Volksbildungs- und Gewerbeverein am 24. Februar in Betreff des Wohnhauses das Nachstehende: Der griechische Tempel, durch den Begriff des Säulenhauses ausgedrückt, steht m seiner edlen Einfachheit, aber vollendeten Proportion und Idealität, heute noch als Vorbild da. Auf mächtigem Unterbau über die umgebende Landschafr emporgehobcn, steht der Tempel da, als ein der Gottheit dargebrachtes Weihgeschenk. Um eine einfache Cella, worin das Götterbild aufgestellt war, reihen sich die gewaltigen Säulen, welche das aus mächtigen Steinblöcken zusammengesetzte Gebälk und durch dieses das steinerne Giebeldach tragen. Die Verhältniffe der Säulen und Gebälke, sowie Ornomentirung dieser und der übrigen Bauglieder, bleiben uns stets noch maßgebend. Die Wohngebäude, aus Lehmstetn aufgebaut, gruppirten sich in der ersten Epoche meist um Den heiligen Tempelbezirk. Aus der Beschreibung alter Schriftsteller wissen wir, daß jene höchst einfach, ohne irgend welchen Schmuck ausgeführt waren; erst am Schluß der 2. und in der 3. Epoche sollte auch das bürgerliche Wohnhaus mit allen möglichen Bequemlichkeiten und dem größten Luxus ausgestattet werden. Trotz all den angebrachten Skulpturen und Malereien bewahrte aber der Grieche stets Maß und Ziel in Relief und Farbe; treffend jagt ein griechischer Bildhauer uno Philosoph von einem Gebäude, wo die Verzierungen richtig vertheilt sind, daß dieses mit einer jungen Schönheit zu vergleichen sei, deren Putz die Zierlichkeit ihrer Formen hervortreten läßt; dasjenige aber, welches mit Schmuck überladen sei, ist eine alte Cokette, die ihre Häßlichkeit durch alle möglichen Künste zu verbergen suche. Trotz Unterjochung der Griechen durch die Römer ging die griechische Baukunst nicht unter, jonvern kam auf die Sieger Über; die Römer gestalteten Diese nur in ihrer roheren Anschauungsweise um. Hierzu kam der Gewölbebau, weicher bei den Römern zur höchsten technischen Vollendung gebracht wuroe. Ueberall hin bezeichnen großartige Bauwerke, namentlich Nutzlichkeitsbauten, wie Brücken, Wasserleitungen rc. die Wege der mächtigen Eroberer. Neben den großartig angelegten öffentlichen Bauwerken wurde auch Das Wohnhaus mit möglichst großem Luxus ausgestattet. Die Ausgrabungen von Pompeji geben uns genaue Aufschlüsse über Plan und Decoration des römischen Wohnhauses; wenn dieses auch hier etwas luxuriöser ausgestattet sein mochte, als die großen Miethkasernen in Rom. Das römische Wohnhaus, drm griechischen in der Hauptanlage ähnlich, besteht wie dieses der Tiefe nach aus 2 Abthei- lungen. Die Bedeutung und Benützung derselben ist jedoch dadurch verschieden, daß der vordere Theil (um das Atrium gruppirt) beim griechischen Hause die Männerwohnung, im römischen Hause den öffentlichen Theil des Hauses bildet. Der hintere Theil (Gemächer um das Peristyl angeordnet) aber war für den Aufenthalt und den eigentlichen Wohnraum der Familie bestimmt, wogegen im griechischen Hause der hintere Theil nur für die Gemächer der Frauen und für Wirthschaftsräume zu dienen pflegte. Fenster nach der Straße gab eß im Allgemeinen nicht, sondern öffneten sich im oberen Stockwerk gegen das Atrium und Peristyl. Die Thürcn der Gemächer wurden zum größten Theil nur mit Teppichen zugehängt. Aufgelegte Zeichnungen gaben ein klares Bild über die verschiedenen Grundrißanlagen sowohl des römischen als pompejiamschen Wohnhauses und von der luxuriösen Deeoration Der Jnnenräume. Gießen, 28. Februar. (Spruchliste für das Schwurgericht der Provinz Oberhessen im 1. Quartal 1880.) Oelmüller August Schlörb, Schotten; Kaufmann Georg Karl Steuernagel, Groß-Felda; Landwirth Wilhelm Pfarrer VI., Villingen; Landwirth Friedrich Knöß, Freienseen; Müller August Vorbach, Holzhausen; Landwirth Johann Weber VI., Eschenrod; Rechtsanwait Dr. Emil Dtttmar, Gießen; Gymnasiallehrer Dr. Ferdinand Weiffenbach, Gießen; Holz- und Kohlenhändler Ferdinand Jost, Nidda; Steinkohlcnhändler Johannes Fischer, Gießen; Landwirth Johannes Fritzel, Schwalheim; Landwirth Wilhelm Koch, Kohden; Kleiderhändler Nathan Stamm. Gießen; Weinhändlcr Georg Heinrich Friedrich Leib, Gießen: Mechanikus Christian Liebrich, Gießen; Lederhändler Johann Ferdinand Zöller, Gießen; Jacob Graulich, Ober- Breidenbach; Fabrikant Karl Jughardt I-, Gießen; Bankvorstand Arnold v. Jungenfeld, Gießen; Cigarrenfabrikant Julius Hahn, Gießen; Jacob Koch, Stockheim; Bäcker Georg Adam Kißner, Schotten; Glaser Johann Heinrich Keck, Gießen; Gustav Ramspeck, Alsfeld; Landwirth Friedrich Hensel, Okarben; Posamentier Karl Heinrich Christoph Schulze, Gießen; Bernhard Schirmer, Alsfeld ; Metzger Heinrich Walz, Vilbel; Spezereihändler Wilhelm Seulmg, Gießen; Kaufmann Gottfried Thomas, Vilbel. Gießen, 26. Februar. Vom 19 bis 24. Februar sind in den Recurrenzhospitälern zu Hießen zugegangen 4 Kranke, genesen entlassen wurden 7, verstorben ist 1, sämmt- lich Männer. Am 24. verblieb ein Krankenstand von 69 (63 M, 6 W ); von Anfang der Epidemie an waren im Ganzen daselbn ausgenommen worden 179 Kranke (160 M-, 19 W.> und davon verstorben 15 (13 M-, 2 W.-. — Im Recurrenzhospitale zu Friedberg waren in dcmselhen 5tägigr ernt znsnedenstellende nie ungünstig be.infich inmmder llntou-SiamiN! cmentlid) hatte die erste« im ^irte der Woche sich die Tendenz vorwiegend ;nj aufSrunb von «ehr jng von gewisser SO ,rm W-M'«- u* 6ir ü-ch- - d-r * naräfl'J und di! Courft ltU* SÜ«finnunL nK, naus, d°ß m°° U* •ÄM *;g i» ’ - 4 uV" 4 Frau Dt @i"' «"" Ätz *Rh*’**»Mmw yps.- OCH JH Vetzgtts P' gib. ,i t't U/,sirianlis 3°' '*&*** 8wü, ®ä , , Mabeth, Toch « 3- e‘, j» s v. Cellarius, 34 Jahre alt, Ehefrau des Hauptsteueramtscontroleurs Anton Korwan. 23. Susanne Klein, geb. Schweitzer, 28 Jahre alt, Ehefrau des Korbmachers Adam Klein von Battenberg. 25. Katharine Geygrr, geb. Feddersen, 63 Jahre alt, Wittwe des Großh. Landrichters Wilhelm Geyger. 26. Franziska, 4 Jahre alt, Tochter des Sattlers und Tapeziers Johann Friedrich Wilhelm Böhling. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 25. Februar. Johann Heinrich Becker, Küfer dahier , des verst. Ackermanns zu Treis a. Ld. Johann Heinrich Decker III. ehel. Sobn und Margarethe Zecher, des verst. Land- wtrths ju Staufenberg Johannes Zecher V. ehel. Tochter. Denselben. Justus Grauß, Metzger dahier, des Landwirths zu Neukirchen, Kr. Ziegenhain, Heinrich (Siuufc ehel. Sohn und Barbara Erbar, des Metzgermeisters Peter Erbar zu Moselkern, ehel. Tochter. Den 26. Februar. Robert Haas, Kaufmann dahier, des Landwirths zu Willingen Ludwig Haas ehel. Sohn und Johanna Johannette Eiff, des verst. Schneidermeisters dahier Heinrich Eiff ehel. Tochter. Getaufte. geb. be®3n Januar^"' 5Dem DB1,Mn,r Höß -in- Tochter, Fri-d-rik- Wilhelmine,' H.tnr,?Ludwh,feb"'dm 2^^^°^°-^°-»- Jakob Merlau ein Sohn, Ernst Christian den 13.^D«cember gu^m, tm Locale VeS Herrn A l b o l d in der Neustadt statt, wozu sämmtliche Mitglieder «io- geladen werden. ö Tagesordnung: Holzversteigcrunft in der Grotzher,°gl. Oderförftere, »auldach. Freitaa den 12. und Samstag den 13. Marz, ta fa Ä* «—'«■ Blauerkopf w. versteigert: gtämme ; 156 Eichenstämme mit 37 20 fm ent|altenb, 17 Kiefernstämme von 24-62 cm mml ©urtnn. enthaltend- 4 Buchenstämme von 41—62 cm mittl. ^)urcym. , v II, Derbstangen: 30 Eichenstangen, zu Wagnerholz und Grubenholz geeignet- III. Brennholz: Buchen-, Birken-, Kiefern- und «spen-Scheiter, ; ; ", Reisig,' " " ' Stöcke- . Wcrrniethungen. 1327) Ein Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen in Neuen Bäuen B. 90. 1340) Ein kleinesLogis zu vermieden öei Tbcodoc Vogt, Lömengasse. 1344) Durch Wegzug des Herrn Baron von Met tingh von hier ist dessen Logis von 8 Zimmern und Zubehör vom 1. April an anderweitig zu vermiethen. H. Becker, Neue Anlage. ~ 1339) Ein Logis im 3. Stock, bestehend aus.5 Zimmern und 2 Mansardenzimmern, zu vermiethen und bis 1. Mai beziehbar. Auf Verlangen kann auch ein Pferdestall mit abgelassen werden. Ziegler Witzner, Grünberger Str. vermischte Anzeigen. 1332) Verloren ein Spitzentaschentuch. Abzugeben gegen Belohnung bei Prof- Weiland, Neue Baue. 1328) Ein hiesiges Fabrikgeschäft sucht für das Comptoir einen Lehrling mit guter Schulbildung und hübscher Handschrift. Angebote sub !*• P.SO bef. I die Exped. d. Bl. 1345) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht._____________Lit. C. 43, 2. Stock. » Unserem lieben Collegen Verantwortlich- R-daction: A-Sch-yda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Uni,.-Druck-r-, (Fr. 66Blatt. Versicherungen bestens. Grund-Eigenthum «» Berlin: Mark Depositum in Deutschland: „ Aetiva in Europa: Mark 2,400,000. SHÄ«Ä*4-io~ b" et»"** Hausen entfernt. A QQEA Koch. _________________ --mm Wohl der dienenden Klasse in 9R bk” Mdcben, di- in Frankfurt a. M. einen Dienst Es | 80 d^Verein^bezweckt damit: braven Mädchen, die mit den örtlichen M $ÄS$ SS SÄSÄÄ tOmit Ich nehme'die^dem d) Reinbardt V. und seiner Familie von Allendorf a. d. Lumda am 10 Februar I. I. in der Wirthschoft zur Stadt Cassel in Gießen ,«gefügten ^e^g^gen beM. Kihrenkränkungen, zudem tdE> ausdruckltM alles sagte als unwahr bejeickne, hiermit wieder zuruck und bitte ihn und seine Familie um ^rzechung. Allendorf a. d. Lumda, am 18. Febr. 1880. | 1336) Eberhard Häs, Ziegler. Sängerkranz. Sonntag den 29. Februar: 7 *■"■'* Abcud-Anterhaltung in Wenzel’s »arten. Anfang präcis 8 Nhr. a„r Vermeidung wiederholter Mißbräuche wird unter Hmwcts auf die Mitglicdkarte bemerkt, daß Nicktberechtigte, Herren sowoh wie Damen, unbedingt zurückgewicsen werden. Kinder haben durchaus keinen Zutritt. d236) Oer Vorstand. 894) Durch Anlage einer Hobelmaschine empfiehlt deutsech und schwedische Hobelbretter in allen Dimensionen Die mech.. Bau- und Möbel-Fabrik von C. Stückrath, Gartfeld 104. Bestellungen werden auch in meinem Lager, Kirchenplatz Nr. 6, entgegen genommen. — —