J Oktober -^' W' Sinttrlw.a w&w*-* - H-r««u «ulet, Zu oennietben. lüfarta Strafet 30^ «if schönt gamilitnrofe, ; a“^.3’mmtm, s^t Awüchktükn und ®arttn= rcutfea W. Stullna. n Zimmer iit Neue $, 79, [P bau von mir erkauften ?nt Hause aus dem Selters- tone FamlsenlagiS, beftebend nmern mit Cabinet, schöner aEfm Zubehör zu vmniethm Lrviember beziehbar. Kühne juv», Seltersweg. 7 obere Stock meines Hauses', Lber beziehbar, zu vermielhen. urich Logt, Ludwigsplah. Atzungen. '«sKr **j“m Vowett.^ imilimlogtS zu vermielhen. -voll, Kirchendiener. 15 von Herrn Verwalter KrH r ent$amilimlogi§, im früher Hause in der Frankfuttersti, rbtn unb am 1. ßctobtr p 7 erste ttci August ichrn xy*. ^qiWct : ^.bestehend ■tiätrfammtrn, Keller, hs!^ per 1. Oktober, auf Wunsch ui vcmiethen.__ -n Logis, 2 Zimmer, Gabinc, -7T” i75*r. . . Schratten.- ^chö^M^r^ 1 Kammer und 3*r) °° Familie zu vmniethm. Zinper Neue Nagtjr_ T^ines^äd^logis za -. W Vtrtz, ^onnenitraße pkTmiethen- ...5 -nberger Sttaße B- 20 16 16 9 4 «d *ö jW Ml*”' .«#s: , «teÄti« - flirt w"X aui i°°? < _______—— "W*< - i -Treutowkg' Snt))tel)1( :fi -ium tifiiriiiifl a11*' ^Kr.' "* t*SÄ Nv. 200» Samstag den 28. August 1880. toidkncr Mnzciger Allsrige- md A«Mltt st bte ßrm Gießen. «evaetton-bureau r Erpeditionsdureau r } Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Peel- vierteljährlich 3 Mark 20 Pf. mit Bringerkoh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hheil. Peovinzialtagssitzung vom 14. Juli 1880. In der siebenten Sitzung des Provinztaltages der Provinz Oberheffen, tu welcher außer dem Vorsitzenden 22 Abgeordnete und 2 Provinzialausschuß- mirglteder anwesend waren, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1) Die Provlnztalkaflerechnung für 1879 wurde geprüft, Beanstandungen nicht erhoben und die erforderlichen Credtterweiterungen erthetlt. 2) Der erstattete Verwaltungsbericht für 1879 gab zu Bemerkungen keinen Anlaß. 3) Bezüglich der Errichtung eines Provinztal'Siechenbauses wurde nach erstattetem Vortrage des Vorsitzenden, der Gutachten der Sachverständigen sowie nach eingehender längerer Debatte der Antrag: „vor definitiver Beschlußfassung über die Errichtung eines Pro- vinzial-Siechenhauses die Wünsche und Ansichten der Kreistage der Provinz einzuholen", mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen. 4) Der Voranschlag der Provtnztalkaffe für 1881 wurde nach den Vorschlägen des Provinzialausschuffes unbeanstandet festgestellt. 5) Das Statut, betreffend die Verlegung des Rechnungsjahres für den Provinzialhaushalt auf die Zeit von 1. April bis 31. März, sowie 6) dasjenige über die Verlegung der jährlichen regelmäßigen Zusammenkunft des Provinzialtages in den Monat October oder November wurde genehmigt. 7) Ein Gesuch um Kostenerlaß wurde nicht genehmigt, dagegen dem Schuldner eine dreijährige Zahlungsfrist bewilligt. Gießen, wie oben. Voranschlag über Einnahme undIAusgabeMerWrovinsial- Kaffe -er Pronin; Oberheffen für 1881.jfe Rubrik Einnahme. _ JL 1. Kaffevorrath aus vorhergehenden Jahren...... 270 87 2. Ausstände „ „ „ ......113 80 3. Beiträge der Greife............. 3000 — 4. Kapttalzinsen............... 200 — 5. Prozeßkosten...............700 — 4284 67 Ausgabe. 14. Besoldungen...............1100 — 15. Diäten und Gebühren . ........... 1500 — 16. Botenlohn und Verkündigungskoken ....... 200 — 17. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften..... 500 — 25. Reservefond für unvorhergesehene Fälle......213 80 26. Betriebskapital.............. 770 87 4284 67 Abschluß. § Gesammtsumme der Einnahme . . 4284 67 „ „ Ausgabe . . 4284 67 Vergleicht sich — — Der Vorsitzende des Vrovinzialtages der Provinz Oberheffen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Wir sehen uns veranlaßt, wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß nach § 3 des Localreglements vom 10. November 1879, die Reinhaltung rc. der Straßen in der Provinzialhauptstavt Gießen betreffend, bei warmer trockener Witterung die Straßen und Plätze vor dem Kehren zur Vermeidung des Staubes genügend mit Wasser begossen werden müssen. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift unterliegen nach § 366, pos. 10 des Reichsstrafgesetzes einer Geldstrafe bis ;u 60 M. oder einer Haftstrafe bis zu 14 Tagen. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, Uebertretungen der fraglichen Bestimmung unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 26. August 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. F r e s e n i u s._____________________________________ Amerikanische Concurrenz aller Enden. Wunder auf Wunder sind uns seit der ersten deutschen Beschreibung Amerikas durch den deutschen Waldmüller, auf dessen Veranlassung man die von Columbus entdeckte neue Welt des Westens nach jenem unbedeutenden Conquistadoren Amertgo benannte, von Amerika berichtet worden, und Tau- sende, ja Millionen wandten der alten Culturstätte Europa den Rücken, um drüben die Schätze eines menschenleeren Landes, das überreich an glänzenden Metallen und köstlichen Producten eines jungfräulichen Bodens geschildert wurde, zu heben und „reichbeladen zu den heimischen Gestaden zurückzukehren." Und die Wunder, welche erzählt wurden, erwiesen sich keineswegs immer nur als die Ausgeburten einer erhitzten Phantasie oder als blauer Dunst großsprecherischer, schwindelhafter Agenten. Mehr als ein Goldonkel wusch und grub sich aus amerikanischem Boden ein hübsches Vermögen heraus, das ausreichte, in den einfachen Verhältnissen seires Vaterlandes ein behäbiges, ja luxuriöses Leben zu führen und dadurch einerseits den Neid, andererseits aber das Verlangen zu erwecken, auf gleiche Weise in den Besitz der aüesvermögen- den Goldfüchse zu gelangen. Vor allen Dingen lockte die Aussicht auf die schrankenlose, goldene Freiheit und besonders auf den leichten, mühelosen Gewinn Tausende aus der Hetmath fort, um in der verheißungsvollen Ferne des Westens das Glück zu finden, was sie zu Hause so beharrlich floh. Aber wie Viele, die ihren Fuß mit zu hohen Erwartungen an den Strand Amerikas setzten, haben hier den Glückstraum weiter träumen müssen, ohne daß er sich je verwirklicht hätte; denn sie hatten sich das Wunderland Amerika ganz anders vorgestellt, hatten namentlich nicht bedacht, daß auch hier wie überall die beste Grundlage materiellen Wohlbefindens die Arbeit sei. Wenn irgendwo, so muß der Auswanderer, der in dem Welthafen New-Iorks das Auswande- verschiff verläßt und in den Vereinigten Staaten Nordamerikas sein Glück machen will, ein Paar kräftige Arme, unverdroffene Arbeitslust, einen Hellen, anstelligen Kops und starken Mannesmuth besitzen. Zwar ist Amerika heute noch ein Land, reich an Producten aller Art; aber Niemand sollte vergessen, daß auch nirgends der Kampf um>s Dasein mit so rücksichts- und schrankenloser Energie geführt wird, als hier, daß mit einem Worte Amerika, vor allen Dingen die Vereinigten Staaten der nordamerikanischen Union, ein Land der intensivsten Arbeit ist. Nirgends aber hat sich auch der Segen angestrengter Arbeit in den fabelhaften Erfolgen aller Art so deutlich gezeigt, wie hier. Unter ihrer strammen Zucht entfalteten sich die Kräfte einer noch im Werden begriffenen Nation in dem Maße, daß sie geradezu Wunderbares, Staunen- erregendes vollbrachten. Zwar blickte das monarchische Europa am Anfänge unseres Jahrhunderts mit souveränem Lächeln auf den jungen Freistaat jenseits des Oceans hin, in welchem Männer, welche die Nadel geführt und den Hammer geschwungen hatten, im Handumdrehen zu Feldherren und Staatsmännern wurden. Und doch kam bereits manche recht praktische Erfindung aus dem jungen Staate, in welchem sich alle Hände freudig regten, herüber; noch ehe als Stephenson und Andere in England führte der Amerikaner Oliver Evans im Winter 1803 — 1804 seinen Mitbürgern in Philadelphia eine sich selbst bewegende Dampfmaschine, eine Locomoiive, vor und sah mit richtigem Blicke die zukünftige Bedeutung dieses Verkehrs-Motors im Voraus. Eine Reihe von Entdeckungen der wichtigsten Art keimten empor mitten in dem Ringen des Einzelnen nach auskömmlicher Existenz und des Staates nach Ver- schmelzung der in ihm zusammenströmenden Elemente, von denen es schien, als ob sie wegen ihrer denkbar größten Verschiedenheit in Nationalität und Religion, Gesittung und Sprache nie zu einem festen Ganzen sich zusammenfügen würden. Die Amerikaner haben schon längst ihren nächsten Vettern, den Engländern, den Ruhm streitig gemacht, das praktischste Volk der Welt zu sein, und wenn hier der Name Edisons, des Erfinders des Telephons, der electri- schen Lampe u. s. w. genannt wird, so wird dies genügen, um die Berechtigung der Amerikaner anzuerkennen, sich ebenbürtig mit der europäischen Cultur zu fühlen. Zwar werden Viele als Gegenbeweis auf amerikanischen Humbug, auf philosophischen Doctorschwindel u. s. w. Hinweisen; aber man sollte bedenken, daß da, wo viel Lickt ist, auch der Schatten um so marktrter hervortreten muß. Die gesunde Kraft, die in dem bewegtes Volksleben der Vereinigten Staaten pulstrt, hat mehr als eine schwere Krise überwunden, bet deren Eintreten der deutsche Philister dem nordamerikanischen Freiheitsstaate den gewissen Untergang prophezeiete, z. B. bei dem großen Kriege des Nordens gegen den Süden, bei der coloffalen Corruptton unter ®rant. Qhne stehende Heere focht man den Riesenkampf aus und in wenigen Jahren tilgte man zum Erstaunen der Welt die Riesenschuld. Zum Schrecken der europäischen Geschäftswelt nahmen nach Ueberwindung jener politischen Krise Handel und Industrie in den Vereinigten Staaten einen derartigen Aufschwung, daß sich in kurzer Zeit der Amerikaner in vielen Branchen vollständig auf eigene Füße stellen konnten. Er baute sich jetzt selbst mancherlei Maschinen und in zahl- reichen Spinnereien Massachussets und anderer Fabrikdlstricte spinnen Tausende von Spindeln die heimische Baumwolle. Aber der außerordentliche Vorr uh der mannigfaltigsten natürlichen Hülssmittel, welche das europagroße Lano der Vereinigten Staaten bietet, machte es den Bürgern desselben nicht nur leicht, sich nach und nach der Abhängigkeit von Europa in Beschaffung ihrer materiellen Bedürfniffe zum größten Theile zu entledigen, sondern er mußte die Production auch in einer Weise steigern, daß die Amerikaner gar bald in wirksamste Concurrenz mit den ackerbautreibenden, metallerzeugenden und selbst mit den industriellen Ländern Europas treten konnten. Längst beherrscht die amerikanische Baumwolle den Weltmarkt; verschwindend klein ist die Kaffee- Production aller übrigen Länder gegen die des tropischen Amerika; kein Land der Erde kann gegen die Oelproductton der Vereinigten Staaten aufkommen, und der Ausfall der amerikanischen Zucker- und Tabaksernten ist ausschlag- gebend für die Preise dieser Producte auf den Weltmärkten. Aber auch in der großartigen Getreideproduction zeigt sich ganz deutlich, daß nicht die metallischen Schätze eines Landes deflen Bewohner groß und reich machen, sondern daß die Ertragsfähigkett seines Bodens die sicherste Grundlage ihres Wohlstandes ist. Schon hat der amerikanische Getreide Export so große Dimensionen angenommen und so viele Absatzgebiete in Europa sich erobert, daß die beiden wichtigsten Getreide ausführenden Länder Europas, Rußland und Ungarn, bereits die ernstesten Besorgniffe um die Zukunft ihres Getreide- Exportes hegen muffen. Die Russen haben das Unglaubliche als unumstößliche Thatsache anerkennen müssen, daß amerikanische Schiffe sogar an der Küste des Schwarzen Meeres Getreide und Mehl für Tiflis auszeladen haben, natürlich zu billigeren Preisen, als die Russen von dem nahen Hafen von Odessa aus liefern können. Rußland sah sich also nicht allein in der Getre de- ausfuhr nach England und andern Westländern Europas, die es Jahrzehnte lang als alleiniges Monopol anzusehen gewöhnt gewesen war, überflügelt, sondern selbst zu den Gestaden seines eigenen Landes hatte der amerikanische Concurrent den Weg gesunden. Hauptsächlich der amerikanischen Concurrenz ist es zuzuschreiben, daß Rußland im Januar und Februar dieses Jahres 37 pCt. Getreide weniger aussührte, als in der gleichen Zett 1879. Der von der russischen Regierung nach Amerika gesandte Agent brachte seinen Landsleuten die wenig tröstliche Mtttheilung: Gegen die amerikanische Concurrenz sei nicht aufzukommen, weil der Amerikaner zu viele Eifer,bahnen habe, mit außerordentlicher Beschleunigung das Getreide verlade (durch Elevatoren oder g oße Holzcanäle) und weil überhaupt die russischen Landleute zu träge seien und ihre Felder nicht rationell bewirthschafteten. Auch die ungarische Regierung entsendete einen Fachmann nach den Getretdehäfen Nordamerikas, um sich über die Fortschritte der Nordamerikaner im Exportwesen und über ihren rationellen Getreidebau zu informiren; denn bereits ist auch das ungarische Gerreide am englischen Markte durch amerikanische Concurrenz hart bedroht. Wir Deutschen haben keineswegs Ursache, mit verschränkten Armen den Fortschritten des amerikanischen Handels zuzusehen; denn auf mehr als einem Gebiete begegnet sich der deutsche Handel mit dem amerikanischen. Bereits haben amerikanische Agenten sich an den Hafenplätzen des Mittelmeeres gezeigt, um Abschlüsse für amerikanische Kohle herbeizuführen; regen sich die Kohlenproducenten Westdeutschlands nicht bald, so werden sich ohne Zweifel die Amerikaner auch mit dieser Branche an beu europäischen Gestaden etnntsten. Ferner dürfte es noch nicht so allgemein bekannt sein, daß unter den Handelszweigen, welche in jüngster Zett in den Vereinigten Staaten zu besonderer Bedeutung gelangt sind, der Austern-Export einen hervorragenden Rang-ein- nimmt; sind doch von 1875—79 nach Europa 264,330 Faß Austern im Werthe von 1,321,183 Dollars ausgeführt worden. Wir könnten noch eine Reihe Handelsartikel untergeordneter Art nennen, in denen Amerika unserm deutschen Handel immer größere Concurrenz zu machen beginnt; aber die angeführten Thatsachen mahnen laut und deutlich genug, daß der deutsche Pro- ducent und Kaufmann unablässig bemüht sein muß, durch Lieferung guter Waaren, Verbesserung der Transportmittel, ausgiebigste Ausnutzung aller gegebenen natürlichen Hülssquellen alte Absatzgebiete zu behaupten und neue zu gewinnen. Cz. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz-Bureau. Stuttgart, 26. August. Das qestern Abend zu Ehren des deutschen Kronprinzen von dem commandirenden General v. Schachtmeyer veranstaltete Diner verlief glänzend; große Volksmassen umstanden das Gebäude des Corps- Commandos, den Kronprinzen mit Zurufen begrüßend. Um 9V2 Uhr verließ der Kronprmz das Fest und begab sich heute früh nach Ludwigsburg zur Truppenbesichtigung. Von da erfolgt heute Nachmittag die Abreise nach Würzburg. — Nach Beendigung der Truppenbestchtigung in Ludwigsburg traf der deutsche Kronprinz wieder auf dem hiesigen Bahnhofe ein und reiste von da zum Besuche des Fürsten von Rumänien nach Krauchenwies bet Sigmaringen, wo das Nachtlager genommen wird. Morgen früh begibt sich der Kronprinz dann über Ulm nach Würzburg. — Seitens der Regierung ist, wie die „Württemb. Laidesztg." meldet, ein neues Anlehen der Stadt Stuttgart zu 3V2 Mill. zu Wasserleitunas- Zwecken genehmigt. Berlin, 26. August. Der Fürst und die Fürstin von Rumänien treffen am 28. August zum Besuche des königlichen Hofes ein und steigen im Stadtscklosse zu Potsdam ab. Kifftngen, 26. Aug. Fürst Bismarck mit Gemahlin und dem Grafen Herbert Bismarck ist heute 12 Uhr 50 Min. von hier abgereist. Am Bahnhofe waren Badecommissar Baron du Prel, Hofrath Dtruf und ein zahlreiches Publikum anwesend, welches dem Fürsten bei der Abfahrt ein dreifaches Hoch ausbrachte. Bern, 26. Aug. Der im Bieler See versunkene Dampfer „Neptun" »purde letzte Nacht gehoben. Heute Mittag findet die Beerdigung der 13 Er- trunkenen statt. Konstantinopel, 26. August. Die Ueberreichung der Collectioant- wort der Mächte auf die türkische Erwiderungsnote bezüglich der griechischen Angelegeicheit soll gutem Vernehmen nach heute erfolgen. Rom, 26. August. Die Unterhandlungen der Mächte betreffs der Flottendemonstration werden noch fortgesetzt; als eventueller V-rsammlungsorc der Kriegsschiffe wird Ragusa oder Palermo, als Commandeur der englische Admiral Seymour genannt- London, 26 August. Die „Tnnes" erblickt in der Collectivantwort der Mächte auf die türkische Note in der griechischen Frage die thatsächliche Widerlegung der oft ausgestellten Behauptung, das europäisch; Concert sei aufgelöst oder in der Auflösung begriffen. Bei dec Ablehnung des Gesuchs der Pforte um Wiedereröffnung der griechischen Frage seien die Mächte nicht von Feindseligkeiten gegen die Türkei beseelt gewesen, sondern die Mächte seien verpflichtet gewesen, der der türkischen Regierung in zwei Eollectivnoten dringlich angerathenen Politik Nachdruck zu geben Es sei im Jntereffe Oesterreichs und Deutschlands wie Englands und Frankreichs, den in der europäischen Türkei und den Nachbarstaaten durch den Berliner Vertrag hergestellten Modus vivendi aufrechtzuerhalten. Einer verfrühten und gefährlichen Eröffnung der bulgarischen Frage könnte durch die endgültige Lösung der griechischen Frage am wirksamsten vorgebeugt werden. „Times" hofft, die neue Collectivnote werde die Pforte von der Zweckmäßigkeit der Annahme der Entscheidung der Conserenz überzeugen. Bukarest, 26. August. Die Meldung verschiedener Berliner Blätter über einen größeren Zusammenstoß zwischen bulgarischen Briganten und rumänischem Militär bei Arabtabia ist gänzlich unbegründet. Der von einer In- spectionsrelse in der Dobrudscha zurückgekehrte Kriegsmintster Slaniceano con- statirt, daß daselbst vollständige Ruhe herrsche. Die Organisation de-- Dobrudscha macht rasche Fortschritte. Die Bevölkerung einschließlich der Türken und Bulgaren, welche Personen und Eigenthum gesichert steht, fühlt sich unter Rumänien sehr zufrieden. Rom, 26. August, Abends. Der Schwurgerichtshof verurtheilte Cardta- liano, welcher am 25. Juni einen Stein in den Sitzungssaal der Deputirten- kammer herabgeworfen hat, wegen versuchter Körperverletzung zu fünfjährigem Gefängniß und wegen Verbrechens gegen die Institution der Kammer au 6 Monaten Gefängniß uno 2000 Lire Strafe. Loudon, 27. August. Das Oberhaus beendigte die Specialberalhung der Bill, betr. die Haftpflicht der Arbeitgeber und nahm dieselbe mit zwei von der Regierung bekämpften Amendements an. — Die Postanwetsungsbill wurde in dritter Lesung genehmigt. Berlin, 27. August. Fürst Bismarck ist heute Nicht UM 123/, uKt hier eingetroffen. /4 v Vermischtes. Mainz, 24. August. Taucherarbeitcn. Heute Morgen wurde die Maschine welche zum Herausheben der Pfeiler der Brücke Karls des Großen dienen soll, an Die Kastel er Seite gefahren, um alsbald tn Verwendung zu kommen. Die Röhren, in welchen die Taucher arbeiten sollen, werden bereits in den Rbein versenkt. Die Röhren ftno des starken Stromes wegen nothweudtg, da im anderen Falle die Taucher von der Strömung erfaßt und fort geschleudert würden, ohne ihre Arbeiten vollenden zu können. Bei Den ersten Versuchen konnte sich der Taucher auf dem Boden des Rheins kaum auf den Füßen halten, so stark war die Strömung. Für die Entfernung der eichenen Holzpfeilcr, welche mittelst starker Winden auS dem Boden des Rheins gehoben werden, sollen drei Taucher in Verwendung kommen von L,e=\tnVtoel Winzer, weiche das Tauchen in der Lache bei Kastel gelernt haben. - Man hofft die Arbeiten in 4 Monaten zu vollenden. — Eine Kirchen Diebin wurde beute früh fest genommen, als sie ,m Begriffe war, ein Altartuch in der Emmcranskrrche zu entwenden. , , H 0^'ff Q' .M'' 241 August. Die Anzahl der erfrorenen Obstbäume in unserem Amts- bezirk bat sich nach der nunmehr erfolgten Zählung als bedeutend größer herausaestellt als anfänglich angenommen wurde. Es sino nicht weniger als 23,300 Aepfelbäume und 10 000 Zwctschenbäume zu Grunde gegangen Belgien. Der Correspondent des „Berl. Tgbl." F. Mauthner gibt von dem aronen geftäng in am 18. d. M. folgende Beschreibung: Die Bevölkerung Brüffels scheint sich verdreifacht zu haben. Lebendige Menschenmauern umrahmen die ganze Strecke welcke die Cavaleade nunmehr seit bereits fünf Stunden langsam durchschreitet. In furchtbarer Sonnengluth steht das Volk seit Vormittag auf seinen Plätzen und den improvisirten Tribünen. Es ist ein verwirrend schöner Anblick, den man von einer erhöhten Stelle am Boulevard auf den gesammten, von Gold und Farben schimmernden Zug genießt. Schön war Alles an diesem Festzuge; wenn ich Folgendes besonders hirvorhebe, mögen mir andere werthvolle Bilder vor momentaner Ermüdung entgangen sein. Den Beginn machten sechszig Gewappnete aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, in jeder Drahtmasche so echt, um einen Antiquar zu täuschen. Sied» zehn Amazonen in wallenden Gewändern stellen ausgezeichnet durch Schönheit, Reichthum und Freundlichkeit Die belgischen Provinzen dar; in leibhaftiger Gestalt reitet Philipp der Gute an der Spitze einer unerhört prächtigen Gruppe von Rittern des goldenen Vließes In Scharlach Ein Meisterwerk der Gruppe, Maria Theresia, war die Huldigung für Den Bräutigam ber Prinzessin Stephanie, die Musik der österreichischen Weißröcke aus dem siebenjährigen Kriege dann die Kaiserin in Gold und Purpur, schön, ober äußerst unähnlich dargestellr, unter würdigen', Baldachin Die Gruppe Leopolds des Ersten bringt außer dem Wagen, auf welchem Der erste K°nig von Belgien von den Genien der Freiheit befrist wird, ein schmuckes Bild der patriotischen Revolutionäre von 1830 Ungeheuren Jubel erregte der Wagen Der Landwirtb Erntewagen mit Skulpturen, die wirklich der Erhaltung würdig'sind, gezogen von -4 Ochsen, ein imposanter Anblick war der Wagen der Brauer, ferner der Wagen der Industrie dersen'ge Der Lütticher Waffenfabriken, ein kriegerisches Moment im friedlichen Feste sodann der Wagen des Handels und besonders der der Schifffahrt, ein Meisterstück von 'Anmuth etr cS/i?' b(ffcn Mastkorb ein Matrosenknabe berabgrüßte; durch ungeheure Größe zeichnete \ ’roa9n,I s ?’ b< * li» >«*£*. 4 iu ® |jerleuflbct' "erlettungg, T»ch>° oo„ „ , **«Ä8t S •'«'«* 'S®1*» 'Huf Ullb rin tNn» *‘«ws *‘Ä" mmanbein der englische der Collectioantivort W die thrtsächltche *4? Sonern fei auf. *nR des TesuchS der ata Machte nicht von Achte feien Dkl Boütctiönottn briaa-. 101 ^tereffeOe-erM b L-'cmung "faßt und fttt^ nn nftm Lttsukhni tonnte- L bflllk s° n-ar die ^nelst'mkn Mden aus Ortung fom^ S-mi admrt daben--^" Swwbf b 5 ><■* *V®*; ' L' W-S'" ^refie, der, tote Alles was zur Presse gehört, immer in Belgien vom Volke jubelnd begrüßt würbe' und sich durch Geist in der Erfindung der Allegorien auszetchnete. Den Schluß machte der Wagen Belgiens, an Pracht der Gewänder, an Schönheit der Frauen, an Reichthum und Geschmack des Ausbaues und an Größe alles Bisherige übertreffend; dahinter 150 Reiter als Vertreter der Kantone, von denen jede Kommune etwas beisteuerte, um auch ihren Reiter dabei zu haben. Nur der Geschmack, die Kunftindustrie, der Reichthum, der Uebermuth und die Festfreude Belgiens kann eine solche ungeheure Maskerade ermögl'chen. — sWarnung vor schlechtem Petroleum J Schon seit einigen Jahren versorgt Amerika den deutschen Markt mit schlechtem und gefährlichem Petroleum, well leider in Deutschland noch keine Gesetze bestehen, welche die Einfuhr von leicht entzündlichem Petroleum zu Leucht- zwccken verbieten. Wiederholte Klagen der deutschen Untersuchungsämter haben keinen Erfolg gehabt; das Petroleum ist immer schlechter geworben und die Gefahr der Lampenexplosionen L,ns näher gerückt als je. So z B hat kürzlich in Hannover ein dort ansässiger Arzt nur durch besondere Geistesgegenwart sich vor den Folgen einer Explosion schützen können, und dem Einsender dieses ist es an 2 Abenden nacheinander passtrt, daß oberhalb des Behälters einer Lampe sich das Gas entzündete, tn Folge besten eine rasche Erhitzung des Behälters mit In« halt stattfand. (Ich wage kaum mehr die sonst normal conftruirte Lampe noch weiter in ^e- brauch zu nehmen.) Schleckte« Petroleum entwickelt schon bei der gegenwärtig herrschenden hohen Temperatur leicht entzündliche Gase und somit kann auch eine Explosion mit ihren bösen Folgen leicht und überall auftreten. — fDer deutschen Vigognegarn Spinnerei droht ein Verlust.) Es ist bekannt, daß dieser Industriezweig, welcher hauptsächlich in Werdau, Crimmitschau und Zeitz seinen Sitz hat, einzig in der Welt dasteht. Weber England, noch Frrnkceich, noch Amerika hat in dieser Branche eine annähernd gleiche Leistungsfähigkeit aufzuweisen. Diese Länder find vielmehr ye- nöthigt, ihren Bedarf von Deutschland zu beziehen. Auch Rußland braucht enorm viel Vigognegarne. Wir wtsten, daß dort der Vertreter eines einzigen Hauses im laufenden Jahre bereits für 200,000 Rubel verkauft und weitere bedeutende Abschlüste gemacht hat; von anderen 'Vertretern sind uns ähnliche gute Geschäfte bekannt geworden. Dieser vortreffliche Absatz hat tinen Werdauer Fabrikant bestimmt, die berühmte Specialität seiner Heirnath nach Rußland zu verpflanzen. Er hat, um die Einfuhrzölle zu sparen, in Lodz eine Vlgognegarn-Spinnerei angelegt und bereits Nachfolge erhalten. Es ist kaum zu bezweifeln, daß diese Etablissements in Rußland gute Erfolge erzielen und den Absatz unserer deutschen Fabrikate einigermaßen beeinflußen werden. Möge es unseren Fabrikanten gelingen, durch gesteigerte Anstrengungen und namentlich durch erhöhte Leistungen ihrer Maschinen, sowie durch Fertigung neuer Specialitäten den in Aussicht stehenden Verlust abzuschwächen. Schweiz. Der Ort Oberegg, Grenzort des Kanrons St. Gallen an Thurgau bei Zihlschlacht, hatte nach der „Bodenseezeitung" letzter Tage ein Erngniß zu verzeichnen, das wohl einzig in dieser Art dasteht. Einige Männer saßen gemüthlick bei ihrem Glas, als einer der Gäste eine von ihm gemachte Aussage dadurch zu bekräftigen suchte, daß er binzufügie, er wolle sich aufhängen laffen, wenn cs nickt wahr sei und sich dabei eine lange Schnur um den Hals band. Sein Tischnachbar ergriff das End, derselben, zog es über die Ofenstange und den Angebundenen in die Höhe, bis er ordentlich zappelte. Nicht gering war aber der Schrecken, als er ihn losließ und derselbe nickt mehr reden konnte. Der derbeigerufene Arzt erklärte, die Schnur habe dem Unglücklichen den Kehlkopf zerschnitten und tr sei nun lebenslänglich Der Sprache beraubt. — (Polizeiverbot gegen „liebende Paare".) Das amtliche Blatt für die^Grafschaften Stolberg und Hohenstein enthält folgende bemerkenswerthe Bekanntmachung: ,,Scit längerer Zeit schon ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß fast allabendlich sowohl im Stadt-, tote auch im Schloßbezirke die Straßen, Plätze und Spaziergänge von sogenannten ,.liebenden Paaren" in anstößiger und das Sittlichkeitsgefühl verletzender Weise zum Standorte ihrer Liebksbezeugungen (Umarmungen, Umhalsen u. s. to.) benutzt werden. Um diesem Unwesen ein Ende zu machen, haben wir die unterstellten Executivbeamten: Amts-, Polizeidiencr, Nacht- üvächter re. angewiesen, falls diese warnende Bekanntmachung nicht Abhilfe schaffen sollte, die Betreffenden unnachsicktlich zur Anzeige, event. aber sofort zur Haft zu bringen. Zugleich er^ suchen wir denjenigen Theil der Einwohner unserer Bezirke, in dem noch Gefühl für Sitte und Anstand vorherrscht, die ihm vorkommenden Ungehörigkeiten gedachter Art zur Anzeige zu bringen, insbesondere schließen wir hier die ernste Mahnung an, daß die Lehrherrn und resp. Dienstherrschaften auch ihrerseits mit Strenge gegen das abendliche und nächtliche Herumtreiben ihres Personals thatkräftig einschreiten mögen Stolberg, am 12. August 1H80. Die städtische Polizeiverwaltung. Parnpel, Bürgermeister. Der Amtsvorsteher des Bezirks Schloß Stolberg Frhr. von Winningerode, Regierungsrath." Eingesandt. In letzterer Zeit wird den Anwohnern einer zwischen Asterweg und Lindenplatz gelegenen Wirthschaft öfters ein nächtlicher Ohrenschmaus zu Theil, der manchmal erst gegen Mitternacht sein Ende erreicht und die unfreiwilligen Zuhörer fast im Zweifel läßt, ob dieses Geheul und Gebrüll menschlichen Kehlen entstammt. So sehr wir nun auch Anhänger des Humanitätsprincips bezüglich der Polizeistunde sind, so dürfte unseres Erachtens in diesem speciellen Falle die Rücksichtnahme seitens der Schutzmannschaft gegen Concertgeber und Wirth doch wohl etwas gar zu sehr ausgedehnt sein. Sch Affsber lebt. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd C W. Dietz in Gießen. Bremen, 25. August. Der Postdampfer Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. August von Newyork abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Labung 3 Ubr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt Derselbe überbringt 132 Paffagiere und volle Ladung. Irilchb äcker in Gießen. Sonntag, den 22. August. Ludwig Stell, Neue Bäue. Emil Noll, Lowengaffe. Wilhelm Hartmann, Neustadt. vhnhhhhhbhbhihhmhhhhhhhbihhhhbb- Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinderuGiehen. Gottesdienst: Sonntag, den 29. August. Morgens LU/r Uhr: Pfarrer Schlosser. sKatrchismuslehre für die weibliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. Am Sonntag, den 5. September, wird das heil. Abendmahl gefeiert werben; die Beichte findet statt Tags zuvor Nachmittags 2 Uhr. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 29. August bis 4. September besorgt Pfarrer Schlosser. 5605) Die Lieferung von 1600 Ltr. Petroleum und 240 Ltr. Crystäl- für die Zeit vom 1. Oktober 1880 bis Ende September 1881 soll zu einem festen Preise vergeben werden. Die Lieferungs - Bedingungen sind in der Kanzlei des Postamts zu erfahren. Anerbietungen sind bis 15. September daselbst versiegelt abzugeben. Gießen, den 26. August 1880. Post-Amt Gießen. I. V.: Schreiber. Grummetgrssversteigerungen der Fürst!. Solms. Rentei Lich. I Wiesen oberhalb der Stadt Lich. Dienstag den 31. August, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiesen der Pemmühle gegenüber, den Wiesengrund herab, Großer Wörth, Stein- Wegswiese, zusammen 115 Morgen. II. Wiesen unterhalb der Stadt Lich. Dienstag den 31 August, Nachmittags 1 Uhr, Gänsweidwiese, an der Lohmühle, Bleichgarten am Dietert, zusammen 10 Morgen. III.Gemarkungen Mühlfachsen, Ober- und Meder Bessingen. Mittwoch den 1. September, Vormittags präcis 8 Uhr, Hainwiese, Krummwiese, Riedchcn. Seewiese, Sautenkor, im Ganzen 100 Morgen. IV. Gemarkung Burkhardsfelden. Freitag den 3. September, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Sttauchwaldwiese, im Ganzen 70 Morgen. Die Ausgebote geschehen an Ort und Stelle in Abteilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. Z. gestattet. Lich, den 26. August 1880. Fürftl. Solms. Rentei Lich. 5604) Kreutzer. 5608) Das Grummet - Gras von 21 Loosen mit je l1/» Morgen der eameralfiSealischen Sorau- wiese bei Daubringen wird Montag, den 30. d. MtS., Nach- mitttags um 2 Uhr bei Wirth Walter zu Daubringen versteigert. Treis a. L., den 26. August 1880. ' Großherzogl. Oberförsterei Treis a. L. Amendt. Allgemeiner Anzeiger. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwatde. Montag den 30. August er., von Vormittags 9 Uhr an, soll im G eßener Stadtwalde in den Distrikten Annaberg, Faulerboden und Heingesboden naHmrzelchueleö Holz öffentlich versteigert werden, als: A. Brennholz: Scheirh. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Eichen 5,8 Aspen 2 Buchen 0,8 Erlen 5,8 Nadel u./ Weiden S — 850 — 250 - 4 — 5 20i/3 18800 B. Bau-, Werk- u. Nutzholz: 5 Eichen Stämme mit 4,44 Fstm., 112 Fichten- und Nadel-Stämme mit 27 Fstm., 2698 Fichtenstangen mit 52,63 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße an der 5. Schneise. Gießen, den 24. August 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B.: K eller, 5571) Beigeordneter. Grummetgras - Versteigerung. Freitag den 3. k. MtS., von Morgens 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras von ca HO jHMorgen an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist bei der Fuß- wüble. Großen-Buseck, am 26. Aug. 1880. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 5600) Wagner. Das Grummetgras einer Wiese nm Wallbrunnen ist zu verkaufen. (5563) Lpruck, Astevweg. 5564) Das Grummetgras von mehreren Wiesen zu verkaufen. Näheres bei A. Lhnker. Grummetgras - Vkrsteigkrung. Das Grummetgras der cammeral- fisca/ischen Wiesen dec Gemarkungen Alren'Buseck, Wieseck und Gießen kommt an folgenden Tagen zur Versteigerung: I. in der Gemarkung Älten- Buseck von 7 Hectaren Donnerstag den 2. Septbr., des Morgens 9 Uhr, bei Wirth Krämer daselbst, II. in der Gemarkung Wieseck von 41 Hectaren Freitag den 3. Septbr., des Morgens 10 Uhr, bei Wirth Lenz daselbst, und III. in der Gemarkung Gießen von 36 Hectaren an demselben Tage, des Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib am Philosophenwald. Der Großh. Wiesenwärter Müller zu Alten-Buseck ist bereit, auf Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigerung vorzuzeigen oder nähere Auskunft darüber zu geben. Gießen, den 26. August 1880. Großh. Oberförsterei Gießen. 5602)________Lang.____________ Grummetgras - Versteigerung. Mittwoch den 1. September, Vormittags 10 Uhr, soll das diesjährige hiesige Gemeinde- Grummetgras an Ort und Stelle versteigert werden. Inheiden, am 25. August 1880. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. 5601)Reitz. Jeisgeöotenes. 1881. Sämmtliche Kalender empfiehlt Ernst Balser. Wieoerv''rkäufer erhalten dieselben so billig wie dnect bezoaen.____________(5610 5551) Feinschmeckenden Kaffee, frisch gebrannt, von Jt-, 1.40 bis 180, rohen «M. 1.— bis 1.60. Sonstige Colonialmaaren, L5ülsenfrüchte rc. zu laufenden Preisen bei Emil Piftor. Papierwäsche. Fabriklager von Mey & Edlich 56 H) bei Ernst Balser. Geyers Desinfections-Pulver. 5542) Mar^streue jeden Morgen ober Abends eine mitte Handvoll dieses Pulvers in den zu desinficirenden Ort, dasselbe wird alsdann allen unangenehmen Geruch sofort beseitigen. 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Plaut. 5606) Für ein Mädchen, beinahe 17 Jahre alt, das zu allen häuslichen Arbeiten willig und tüchtig ist, auch mit Kindern umzu- gehen versteht und außerdem durch den Besuch der Alicen-Jndustrieschule Fertigkeiten erlangt hat, wird ein Dienst gesucht, am liebsten auf dem Lande. Nähe- res in der Exped. d. Bltts.______________ Ttimpen werden angekauft in der 5614) Judengaffe. 5593) Ein braver, kräftiger HauS- bursche im Alter von 17—18 Jahren, welcher gute Zeugnisse besitzt, auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5566) Unterzeichneter hält sich bei vorkommenden Maflerarbeiten unter Zusicherung guter und reeller Arbeit bestens empfohlen. Karl Port, Pflastermeister, __Lindengasse 229. Kebens-Verficherung. Eine alte bedeutende Lebensversicherungs- Gesellschaft sucht für Gießen einen Vertreter als Hauptagenten unter sehr günstigen Bedingungen. Gefl. Offerten unter A. Z. 50 an die Exped. d. Bl. erbeten. (5599 Für Schneider! 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