13. iq ISO. >Ä« Ile6tg Smnbtn I'Mten So^ntf '• Wttiä) lj> «ü »lumm sprechen. siebenen. chr Rrchritt von Mn <8 Zähren ibtri ath. tblitbtnen. > Uh tom Linb» und reine Bflcheaklölzß acht, ^anto^tp 5h. 4925 feit (4925 stets von jeder GeMd iitwttfni durch (4912 — <3, Frankfurt a. M mve ^»ven aus meinem bdwftimi werden, aur- «oentgeltlich ab- Zkäseimer Wittwe^ , -jiadtomtm Ha°m -yn bestens -mgef« ^ch ^-rrkti'ttaße. (M? »6$ *r V$ fl ME 5‘ «on-.D-E iuS dn R-- •rÄnunj °°° Nr. 173. Mittwoch den 28. Juli 1880. Anzeige- e«b Amtsblatt fir den Kreis Gieße«. 1 I NedOetion-bureaur \ Schulstraße B. 18. ExpedittonSdureaur / '--cyuriiraye Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 PK. England, Deutschland und der Orient. Die deutsche Invasion in Konstantinopel wird von den englischen Staatsmännern ihrer politischen Bedeutung nach nicht unterschätzt, und Lord Granville erklärte, Fürst BiSmarck habe vielleicht gern die paffende Gelegenheit ergriffen, um der Welt zu zeigen, daß daS deutsch-österreichische Bündniß kein nominelles sei; er erkannte öffentlich die große Tragweite des Vorfalls an, indem er hinzusügte, daS Eceigniß harmonire ganz mit der groß angelegten Politik Bismarcks. Solche Aeußerungcn genügen natürlich den aufgeregten Engländern nicht, welche die Wahnvorstellung habe, wie auf dem Meere, so habe auch im Orient John Bull das Meiste zu sagen. Die Engländer bewachten die Türket als eine handelspolitische Domäne und Jeden, der sich auf der Balkanhalbtnsel etwas holen will, alS einen Eindringling. Sie sind die Feinde Rußlands, sind erbittert über das Vordringen Oesterreichs und wüthend über die Bismarck'sche Intervention. Um den Eindruck derselben abzuschwächen, sollen sich die Botschafter Englands und Frankreichs in Konstantinopel bereits dahin geeinigt haben, statt der Berufung der deutschen Funktionäre der Pforte die sofortige Bildung einer internationalen Finanzcommtssion vorzuschlagen. Aber diese Anregungen kommen zu spät, denn der Regterungsrath Wettendorf ist dem Sultan bereits durch den Fürsten Hatzfeld vorgestellt worden, hat seine Htlssbeamten bereits requirirt und wird rasch seine amtliche Thättgkett beginnen. Es liegt ein fait accompli vor, zu dem die diplomatische Welt nichts mehr zu sagen hat; am besten ist es für England und Frankreich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Das Vorgehen Btsmarck's zerstört die englische Großspurigkeit und Anmaßung im Orient fast ebenso gründlich, wie der ftanzöstsche Krieg das Prestige Frankreichs zerstört hat. Ist es denn, wen« auch neu, nicht gesunder und natürlicher, daß Oesterreich und Deutschland im Orient etwas zu sagen haben, als die fernen West- Mächte? Man erinnere sich daran, daß seit den ältesten Zetten der deutsche Handel den Land- und Seeweg nach dem Orient offen gehabt hat, man bedenke, daß die deutsche und österreichische Industrie gebieterisch die Eröffnung eines Hinterlandes im Südosten Europas verlangen, daß das Deutschland eng befreundete österreichische Kaiserreich nicht allein der nächste Nachbar der Türkei, sondern der Mandatar Europas, der Exekutor des Berliner Vertrages ist. Auf alle Fälle, ob die Türkei erhalten bleibt oder nicht, haben wir Deutschen ein vitales Jntereffe, ein größeres als Engländer und Franzosen, in Stambul mitzurathen und mitzuthaten. AuS dem Großherzogthum Hessen, 24. Juli. Das Ministerium hat eine wichtige Entscheidung zum Reichscivtlehe-Gesetze erlaffen. In Heffen bestanden bisher neben dem S 33 des Retchsgesetzes particularrechtltche landesgesetzliche Bestimmungen über Dispensationen von verbotenen Verwandtschaftsgraden und trat in der Praxis die Frage heran, ob nach Erlaß des Retchs- Ctvtlehegesetzes jene Vorschriften hinsichtlich der kirchlichen Trauung noch als gültig zu betrachten seien oder nicht. Nach Ansicht des Ministeriums beruhen die seither geltenden Bestimmungen über verbotene Verwandtschaftsgrade, wenn ihnen auch die Anschauungen der Kirche zu Grunde liegen, auf particularrecht- ltchen Vorschriften der einzelnen Landesthetle, müffen deßhalb, da sie das Civil- ehegesetz nicht ausdrücklich aufrecht erhalten, als aufgehoben gelten. Sache der Standesbeamten ist, die Bestimmungen des Retchsgesetzes über verbotene Verwandtschaftsgrade genau zu beachten, bet kirchlichen Trauungen ist deßhalb auf verwandtschaftliche Ehehinderniffe keine Rücksicht zu nehmen. (F. I.) Telegraphische Depeschen. Lvag»er's teleg«. ■ Brri-ea«. Berlin, 26. Juli. Fürst Bismarck mit Gemahlin und dem Grafen Wilhelm BiSmarck ist heute Vormittag 8% Uhr nach Ktssingen abgereist. London, 26. Juli. Osficielle Meldung aus Simla vom 24. Juli. Kundschafter berichten, daß die Truppen Ajub Khans den Helmund-Fluß in der Richtung nach Hyderabad überschritten haben. Ein Theil der Kavallerie gelangte am 21. d. bis Shanghar (14 Meilen vom britischen Lager), kehrte aber wieder um. Im britischen Lager wurde der Anmarsch der 4000 Mann starken Kavallerie Ajub Khans am 22. d. und das Eintreffen des Gros von besten Truppen am 23. d. erwartet. In Befürchtung eines nächtlichen Angriffes veränderten die britischen Truppen ihren Lagerplatz. Wien, 26. Juli. Die Nachricht einiger Blätter von einer Erkrankung des Kaisers von Oesterreich wird von autorisirter Seite für vollständig unbegründet erklärt. Bern, 26. Juli. Auf dem Bieler See versank gestern Abend bet einem Sturm der Dampfer „Schwalbe"; von 17 an Bord befindlichen Personen, wobei 7 Ehepaare, retteten sick nur zwei Männer. Paris, 26. Juli- Bet dem gestrigen Banket in Belleville zu Ehren der Amnestirten nahm Nochefort den Ehrenplatz ein. Caszicaux toastete auf Nochefort, dessen Feder das Kaiserreich gestürzt habe und welcher zurückgekehrt sei, um für die Freiheit gegen den Opportunismus zu kämpfen- Nochefort toastete auf Vereinigung der Socialisten bei den Kammerwahlen im Jahre 1881- Diese unerläßliche Vereinigung müsse den Opportunismus discipliniren, welcher es trotz seiner Versprechungen nicht wage, die Märzdecrete auszuführen und die Armee und den Ntchterstand zn resormiren- Man müsse aber warten. Nochefort stellte einer Liste von Opportunisten eine Liste von Intransigenten gegenüber. Ferre, Delescluze und Flourens seien Bourgeois gewesen, Milliere sei gemordet worden. Rochefort schloß mit emem Toaste auf die Vereinigung aller Arbeiter. Paris, 26. Juli, Abends. Der Arbeiter-Congreß hat gestern seine Arbeiten beendet. Ein Individuum italienischer Herkunft wurde gestern wegen soctaltstischer Umtriebe verhaftet; dasselbe wird über die Grenze gebracht. London, 26. Juli. Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Konstantinopel. Sämmtliche in Europa stehenden Nizams-Batalllone sind auf 800 Mann per Bataillon erhöht worden. Rom, 26. Juli, Abends. Der bisherige General-Secretär des Krlegs- ministeriums, General Milon, ist zum Krtegsminister ernannt. Turin, 26. Juli, Abends. Der König und die Königin sind hier bei ihrer Ankunft mit enthusiastischen Ovationen empfangen worden. Lokales. Gießen, 14. Juli. Die heutige regelmäßige Versammlung des Provinzialtags der Provinz Oberhessen fand zum erstenmale in dem auf Kosten der Provinz und des Kreises ebenso geschmackvoll, wie einfach neu hergesrellttn Saale des Regierungsgebäudes, der Aula des früheren Gymnasiums, statt. Der Vor« fitzende eröffnete dieselbe mit dem Ausdrucke der Freude darüber, daß er heute zum erstenmale die Ehre habe, die Herren Vertreter der Provinz in eigenen, der Würde und Stellung des Provinzialtages entsprechenden Räumen begrüßen zu können ur.b knüpfte hieran die Hoffnung, daß in diesen neuen Räumen nur Beschlüsse gefaßt werden möchten, die geeignet feien, das wahre Interesse der Provinz und das allgemeine Beste zu fördern, wie dies dem Geiste unserer neuen Organisation allein entspreche. Als ein gutes Omen für den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung müsse er es betrachten, daß diese neuen weiten Räume abhalten müßten von beschränkter Auffassung und engherziger Entschließung Nach Vorlage und Prüfung der Rechnung der Provinzialkafie für 1879 und Er' stattung des Berwaltungsberichtes für 1879 trat der Provinzialtag in Verhandlung über die hochmütige Frage: die Errichtung einer Siechenaufialt für dre Provinz Oberhefien. Es wird erläuternd vorausgeschickt, daß der Kreistag des Kreises Gießen und darauf auch der Provinzialtag der Provinz Ober Hessen den Beschluß gefaßt hatten, an den Provinzialdirector der Provinz das Ersuchen zu lichten, Ermittelungen in Betreff der Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Errichtung einer Promnzial-Anstalt für Sieche anzustellen. Dem war entsprochen und hierauf dem Provinzial-Ausschusse Vorlage gemacht worden. Dieser stellte sodann einen ausführlich motioirten Antrag auf Gründung einer solchen Anstalt, welcher die heutige Verhandlung vor dem Provinzialtaae veranlaßte. (Den bezüglichen Antrag des Provmjial-Ausschusses haben wir in Nr. 149 unseres Blattes vollständig zur Kenntniß der Leser gebracht. D. R.) Provinzialdirector Dr. Boekmann bemerkt einleitend zu dieser Vorlage nach einem Rückblick über die Verhandlungen, daß der Provinzial-Ausschuß nicht mit leichtem Herzen diesen Antrag gestellt habe, vielmehr sich seiner Verantwortung sehr wohl bewußt sei. Die Hauptfrage, welche für die Entscheidung maßgebend fein werde, fei die, ob wirklich das Bedürsniß nach einer besseren Verpflegung der armen Kranken vorhanden sei. Werde diese Frage bejaht, so werde wohl Niemand der Verbesserung entgegen sein wollen. Daß aber wirklich die gegenwärtige Verpflegung eine ungenügende sei beweise der Provinzial-Ausschuß mit einer Reihe von Gutachten von Kreisärzten und anderer mit der Sache vertrauten Personen und durch die zur heutigen Sitzung eingeladenen und erschienenen Experten. Es werden nunmehr verlesen die schriftlich erstatteten Gutachten der Krels-Ge> sundheits-Aemter Schotten, welches namentlich eine bessere Fürsorge für Geisteskranke, an Epilepsie Leidenden und bet Ktanken mit Abscheu erregenden Gebrechen für notwendig hält, Alsfeld, welches die Errichtung einer Sicchenanstalt als einem längst gefühlten Bedürsniß entsprechend bezeichnet, Büdingen, Ulrichstein, welche Beide sich ebenfalls für Errichtung einer Anstalt aussprechen, und Lich, welch Letzteres hervorhedt, dag die hahl der betreffenden Kranken viel größer sei, als man gewöhnlich annehme und daß die unheilbar oder Ekel erregenden bettlägerig Kranken die allerunglücklichsten feien, da sich gegen solche das Gefühl der Verpfleger nach und nach abstumpfe, und endlich des Kreiswundarztes Dr. Stammler von Alsfeld, welcher die Errichtung der Anstalt vom ärztlichen und rein menschlichen Standpunkt aus mit Freuden begrüßt. Der Vorsitzende ersucht hierauf die erschienenen (Srpertcn, sich auf Grund ihrer Erfahrungen aus ihrer Praxis dahin zu äußern, ob die Verpflegung der armen Kranken dermalen auf dem Lande eine ausreichende fei. Es bemerkte darauf Kreisarzt Dr. Glasor von Gießen: Im Anschlüsse an die Gutachten feiner Eollegen könne er sich nach feiner 28jährigcn Praxis im Kreise Gießen mit Bestimmtheit dahin erklären, daß die Bei - pflegung der armen Kranken auf dem Lande mangelhaft, mitunter ungenügend fei. (fr fönne die hierüber in den Gutachten ausgesprochene Entrüstung nur thesien. Ten unglücklichen Geisteskranken, welche m die Irrenanstalten nicht ausgenommen werden können, gehe es am Schlimmsten. Mit denselben erlaube man sich Spott und Neckerei, sowie jeglichen Unfug, so daß schon vom sittlichen Standpunkte aus Abhulfe geboten sei. Die dermalen im Gang befindliche Zahlung der Siechen ergebe eine viel größere Sahl derselben, als man geglaubt. Sie bedürften absolut der Pflege. Ihm sei der Fall vorgekommen, daß eine geisteskranke, von der Gemeinde in einem Stall«- mtter- gebrachte Pet son durch den Frost beide Füße verloren habe; einen diefer Füße habe sie dem Polizeidiener an den Kopf geworfen; der andere sei von ihm^Redner) amputtrt worden. Daß Kranke auf Stroh neben dem Vieh lagen, fei Tbatfachc Er müße sich daher nach feinen Erfahrungen dahin ausiprechen daß die Verpflegung der Unnen, besonders der Geisteskranken, dermalen nicht genügend sei und daß vom ärztlichen und menschlichen Standpunkt aus eine Besserung ftattfmben müsse. Medicinalrath Kreisarzt Dr. Sartorius von Lauterbach schließt ftd) benijöemerftcn vollständig an und erwähnt einen ihm vorgekommenen Fall, wonach im verfloßenen Winter einem in einem Lchafstalle untergebrachten Kinde beide Füße erfroren unb ab: fielen. Auch bie Verpflegung in den f. g. Armenhäusern sei sehr dürftig. Bei richtiger Behandlung hätte manche Person erwerbsfähig gehalten werben können, die ganz er- wcrbsilnfälsig^ g Stubenrauch von Schotten. Heroorzuheben bleibe noch die große Unreinlichkeit bei der gegenwärtigen Armenverpflegrmg. Die Schlafstellen seien bedeckt mit Roth unb Unaexiefer Dazu kämen bie Quälereien und Neckereien, welcher die | ^rrfinniaen ausgesetzt seien wodurch erst rechte Narren gemacht würden, ©nblid) seble den Kranken, was gerade da sei unb pfropfe sie meist I mit Kartoffeln voll.' Reinlichkeit, liebevolle Behandlung, gesunde ^Nahrung und Lust würden in einer Anstalt allein schon helfen, so daß Arzneien kaum nöthig sein würden. Er halte deshalb eine Srechen-Anstall für einen großen Segen. Kreisarzt Franc von Liechtenstein aus Hungen fügt dem bereits Gesagten noch bei, daß auch die Unlerstützungen auf dem Lande sehr gering seien. Manche erhielten wöchentlich nur 2 Laib Brod, oder 2, 4, 5 X Geld. Kranke ruhten auf Stroh und würden ärger wie das Vieh behandelt. Besser sii es in den größeren Städtchen, wo Arme mitunter 200—300 X jährlich bekämen. Manche Gemeinden möchten guten Willen haben, allein sie könnten das Erforderliche nicht leisten, sich auch keine genügenden Anstalten gründen. Daher befürwortet er die Einführung der projektirten Anstalt. Professor Dr. Riegel von Gießen. Kranke kämen oft sehr verwahrlost in die hiesige Klmil. Jeder Kranke müsse aber die V-rpflegung haben, welche er bedürfe. Mancher sei schon von Laien als Siecher betrachtet worden, der später geheilt entlasten wurde. Die Frage, wo der heilbare Kranke aufhöre und der L-ieche anfange, sei überhaupt nicht zu beantworten. In einem von ihm geleiteten Siechenhause habe man jedes Jahr eine Reihe von Personen geheilt entlassen, welche ohne diese Anstalt der Menschheit verloren gewesen wäre. Dieselbe Erfahrung habe man auch in den Jn- validenhäusern gemacht. Es sei nicht möglich, Sieche außerhalb einer Anstalt zu verpflegen. Aerzie würden auf dem Lande auch gewöhnlich nicht gerufen. Es sollte aber auch der Gesichtspunkt betont werden, daß die Heilbarkeit mancher Kranken nur in Anstalten eikannt werden könne, lieber die Bedürfnißfrage herrsche kein Zweifel. Ein Siechenhaus sei nicht nur wünschenswerth, sondern eine strenge Pflicht der Human tät. Privatdocent Dr. Spanier aus Gießen: Am unglücklichsten seien die chronisch Geisteskranken. Aber nicht nur das Loos dieser armen Kranken erheische die Verbringung in eine Anstalt, sondern auch das Interesse der übrigen Einwohnerschaft, welche daduich von einem öffentlichen Aergerniß befreit werde Trotz alles guten Willens der Gemeinden vermöchten diese nicht genügend für Geisteskranke und Epileptische zu sorgen. Viele Geisteskranke litten nur an einzelnen Ausbrüchen ihrer Krankheit. Gegen solche Ausbrüche werde häufig brutale Gewalt und Mißhandlung angewandt. Viele derartige Kranke hätten ihm in Hofheim, woselbst er früher thätig gewesen, schreckliche Schilderungen ihrer früheren Behandlung mitgetheilt. Manche dieser Kranken seien später schätzbare Arbeiter der Anstalt geworden Die Irrenanstalten würden eine große Zahl ihrer Kranken an die Siechenanstalte abgeben können, die jetzt in ihre frühere Behandlung ncht zurück gegeben werden könnten, da zur Zeit ihrer Krankheitsausbrüche und Arbeitsunfähigkeit die geeignete Verpflegung eintreten müsse. Redner befürwortet daher ebenfalls das vorliegende Project Dr. Jhring von Lich Die Verpflegung in den Gemeinden sei vielfach eine schlechte. Es bestehe dort kein Gefühl und Sinn für humane Verpflegung. Eine technisch richtige Behandlung könne dort nicht gegeben werden, sonder । nur in einer Anstalt. In der Siechenanstalt zu Lich sei ein arbeitsunfähiger 80jähriger Mann wieder so weit gebracht worden, daß er jetzt den Garten der Anstalt besorge. Auch Redner spricht sich für Errichtung einer Siechenanstalt aus. Der Vorsitzende gibt ein Resumö dahin, daß die Verpflegung der armen Kranken aus dem Lande eine ungenügende fei, wie dies nach den Verhältnissen auch gar nicht anders sein könne. Die Voraussetzungen, von welchen der Provinzial-Ausschuß ausgegangen, seien durch die erstatteten Gutachten vollständig erwiesen. Er eröffne die Discussion und stelle insbesondere anheim, weitere Fragen an die Experten zu richten. Adalbert v. Nordeck Freiherr zur Rabenau aus Friedelhaufen stellt den Antrag, eine Generaldebatte über die Vorlage einzuleiten. Man könne das vorliegende Be- dürfniß recht gut anerkennen und doch der Ansicht sein, daß die Frage zur Zeit zur Entscheidung noch nicht reif sei, auf welchem Standpunkt er stehe. Er sei der Ansicht, daß man auch die Kreistage hören solle. Es seien so schwere Anschuldigungen gegen Gemeinden der Provinz erhoben worden, daß man auch deßhalb sie, bezw. die Kreistage hören müsse. Der Vorsitzende erwidert, daß die Bedürfnißfrage nicht von den Kreistagen erledigt werden könne, sondern nur durch Vernehmung der Experten. Ein gleicher Antrag des Herrn v. Rabenau sei bereits vom ProvinzaUAusschusse abgelehnt worden, und zwar einmal, weil der Antrag principiell nicht begründet sei, indem sich die Mitglieder des P ooinzialtages nicht nach den Ansichten der Wähler zu richten hätten, der Provinzialtag vielmehr einen höheren Standpunkt einnehme und in Verfolgung seiner Ziele selbstständig sei und weil sodann der Antrag unzweckmäßig erscheine, indem den Kreistagen solche Gutachten, wie hier, nicht zur Verfügung ständen und weil endlich auch die Consequenzen des Antrags zu berücksichtigen seien, die Kreistage müßten nämlich wieder die Ortsvorstände nnd diese ihre Wähler fragen und würden somit gerade Diejenigen entscheiden, gegen deren Versehen Abhülfe geschaffen werden solle. Damit falle das ganze Gebäude der Verwaltungsorganisation zusammen. Zweckmäßiger sei es, zuerst über die Rothwendigkeit der Anstalt zu verhandeln. Dies gäbe die Basis. v Rabenau: Auch er wünsche diese Frage festgestellt zu sehen, finde dies aber darin, daß auch die Kreistage gehört würden. Die Abgeordneten des Prooinzialtages seien zwar nicht Mandatare der Kreistage, an deren Ansichten nicht gebunden, aber man könne von dort vielleicht manches Wichtige hören. Er beantrage daher wiederholt, zunächst eine Generaldebatte zu eröffnen nnd auch eine Eingabe verschiedener Bürgerme stcreien aus dem Kreise Friedberg, wo man schon enorme Summen zu dem vorliegende Zwecke aufgewendet habe, zu verlesen. Rechtsanwalt Dr. Muhl. Er sei selbst Antragsteller gewesen und habe den Antrag des Kreistages noch erweitert. Das Hauptbedenken gegen die Ausführung des Projektes werde wohl sein, daß die Ausführung sehr hoch komme. Eine Mehrausgabe finde allerdings statt allein relativ werde doch die Verpflegung wohlfeiler. Nach den statistischen Erhebungen seien seither in der Provinz jährlich rund 67u00 X ausgegeben worden. Für die Siechenanstalt würden jährlich nur 60000 X von den Kreisen aufzubringen fein, also 7000 X weniger. Allein die Kreise, welche Kranke in die Anstalt senden, müßten noch weiter auch die Hälfte der Verpflegungskosten mit 32000 X aufbringen. Von den vorhandenen Hülfsbedürftigen werde aber nur etwa die Hälfte in die Anstalt ausgenommen, die andere Hälfte sei nach wie vor von den Kreisen weiter zu verpflegen. Es würden dies jedoch die leichteren und daher billiger zu verpflegenden Kranken fein. In Abzug müsse man aber bringen den in der Anstalt erzielten Arbeitsverdienst und die sonstige Hülseleistung der Pfleglinge. Er gelangt daher zu dem Resultate, daß noch die Hälfte mehr aufgewendet werden müffe, als seither. Man sage, dre Zeiten seien schlecht. Zu anderen Zwecken (z. B. für politische Vereine rc.) werde jedoch immer noch viel Geld ausgegeben. Man werde daher auch für die unglücklichen Armen noch Geld haben. Es werde auch nichts helfen gegen die Vorlage zu sein, da die Regierung, welche bereits statistische Aufnahmen angeordnet habe, ein- schreiten werde. Es sei aber dann für die Gemeinden selbst die größte Wohlthat, wenn die Provinz für sie sorge Ohne eine solche Anstalt würde der von den Gemeinden zu machende Aufwand noch größer sein. Wenn vor Kurzem in einem öffentlichen Blatte gefragt worden sei, warum denn apf einmal jetzt erst ein Bedürfmß nach einer solchen Anstalt do। liege, so hätte man viel eher fragen sollen, ob es denn immer so bleiben solle, wie seither, wo die humanen Rücksichten auf das Schwerste verletzt worden feien. Er unterstütze daher den Antrag. Die für das Project Stimmenden würden den Saal mit dem Bewußtsein verlassen, für einen edlen Zweck gestimmt zu haben. Der Vorsitzende führt darauf näher aus. daß die Lage doch »iel günstiger sei, als der Vorredner geschildert habe. In dem Kreise Gießen würden an Unterstützungen für 118 Personen dermalen verwendet ..... x. 21939 Sollten diese 118 künftig alle in die Siechenanstalt aufgenommen werben, so ergäben sich hierfür 118 + 109,50 = . . x 12921 Hierzu der Ausschlag für den Kreis mit 15111 Zusammen also X 28032 . . . 28032 Demnach mehr als bisher x 6093 was einen Mehrbetrag auf 1 Gulden Communalsteuei kapital von 0,48 H ausmachen würde. Ds aber aus dem K eise Gießen höchstens 50 Personen Aufnahme finden könnten, und der Rest von 68 leichteren Kranken viel geringere jährliche Unterstützung erhalte, als die oben angefetzten X 109,50 für die Bei pflegung in der Siechenanstalt, so werde die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen noch in obigen X 6093 abgehen müssen, so daß nur ein ganz geringer Mehrbetrag gegen bisher für den Kreis Gießen verbleiben könne. Kammerdirector Geyger von Asienheim. Nach dem, was die Experten gesagt, wage er d r Ei icbtung der Anstalt nicht zu widersp'echen. wenn nicht besondere Gründe vorgebracht würden. Die Kosten seien doch nicht so bedeutend, weil sie durch Ersparungen auf anderen Seiten wieder aufgehoben wüiden. Die Gemeinden möchten bei Verpflegung ihrer Armen guten Willen haben, allein es fehle ihnen die Möglichkeit, es vollkommen zu thun. Vielleicht könne das Project noch billiger werden, wenn mau Z. B- irgend ein frei werdendes Gebäude zu diesem Zwecke erwerben könne. Man habe hier nur Sieche im Auge. Es werde sich aber auch empfehlen, dafür zu sorgen, daß nicht Vagabunden und Bettler in der Welt herumzögcn, um schließlich der Anstalt zur Last zu fallen. Der Vorsitzende verliest hierauf eine Eingabe, wonach sich eine Anzahl Bürgermeister des Kreises Friedberg gegen Errichtung der Anstalt erklärt und bemerkt dazu, daß dieser Eingabe ein großer Werth nicht beizulegen fei, weil es nicht auf die Anzahl von Unterfd) vif teil, sondern daraus anfommc, ob die Unterzeichner von der L-achlage vollständig unterrichtet gewesen feien, sowie aus das Gewicht der Gründe. Als einziger Grund sei aber angeführt worden, daß Erfahrungen über die Gründung einer derartigen Anstalt in unserem Lande nicht vorlägen. Dieser Grund sei aber factisch unrichtig und hinfällig. Ersteres, weil die Stadt Offenbach bereits mit einem Aufwande von 250,000 X. ein Siechenhaus gegründet habe und die Verpflegung dort nur 33 H koste, also die Hälfte des Ansatzes des Provinzial-Ausschusses. Hinfällig sei aber dieser Grund, weil dessen Anwendung jede Verbesserung im Lande unmöglich mache. In einer guten Sache müsse man vorangehen und nicht auf Andere warten. Gehen wir getrost voran, die anderen Provinzen werden uns sicher Nachfolgen! Kaufmann K. Jäger von Schlitz. Bei unserer finanziellen Lage bedürfe die Sache einer gründlichen Erwägung. Die Kosten könnten auch größer, als veranschlagt, werden. Es ständen auch noch andere Kosten in Aussicht, z. B- durch die Wegbau-Ordnung rc. Er halte die Anstalt für wünschenswerth Es frage sich aber, ob wir der Sache gewachsen seien. Der Vorsitzende. Man lasse außer Acht, daß es sich nicht um eine Luxusausgabe, die man beliebig genehmigen, ooer auch ablehnen könne, sondern um Erfüllung einer Verpflichtung handle, welche den Gemeinden Niemand abnehme. Sodann fvtnme noch in Betracht, daß seither viele Aime auf Den Bettel geschickt ober die Reihe herum von den Einwohnern unterhalten worden seien Auch diese Kosten, sowie noch die für die Beerdigungen würben künftig erspart werden. Redner theilt hieraus Näheres aus dem erst nach dem Druck des Antrages emgelangte» Berichte der Anstalt zu Freiburg mit, nach welchem die neuesten Erfahrungen noch günstiger seien, als die im Anträge des Provinzial-Ausschusses niedergelegten, weil sich der Verpflegungssatz für 1879 pro Kopf und Tag auf 50,1 $ gestellt habe. Postexpeditor Freimann von Gedern macht darauf aurmerfjam, daß, da die Ausschläge für den Provinzialtag nach denselben Princip en wie beiden für die Cornrnunal- fteuern erfolgten, das halbe Einkommensteuer kapital nicht herangezogen werde. Dies sei nicht gerechtfertigt. Die Anstalt werde daher besser vom Staate errichtet, weil dann die Grundsätze der birecten Besteuerung zur Anwendung kämen. Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch von Gießen. In einem derartigen Falle dürsten wir vorn Staate nichts verlangen. Es sei Zweck der neuen Verwaltungsgesetze, möglichst viel den Kreisen und Provinzen zu überlassen. Warum sollten wir die uns erteilten Functionen wieder aufgeben? Der Staat könne auch bei den vielen an ihn gestellten Anforderungen nichts thun. Wenn die Sachverständigen zweifellos die Rothwendigkeit der Anstalt dargethan hätten, so fei deren Errichtung eine Ehrenschuld, deren Abzahlung nicht wie von einem bösen Zahler verschleppt werden dürfe. Für solche Zwecke, wie der vorliegende, sei keine Provinz zu arm. Es könne sich höchstens nur darum fragen, ob Vertagung auf ein Jahr ernt eten solle. Wir würden aber nach einem Jihre nicht klüger sein, als jetzt; denn die Sache sei reiflich erwogen und die Bedürfnißfrage festgestellt. Was würden wir also durch die Befragung der Kreistage noch mehr ivissen? Er fei der Ansicht, daß eine Nothwendigkeit zur Vertagung nicht vorliege und daß wir jetzt bei der ersten wichtigen Angelegenheit, die im Provinzialtage verhandelt werde, zu Ehren unserer Gesetzgebung eintreten müßten. v. Rabenau. Aehnliche Vorlagen hätten auch in den Provinzen Starkenburg und Rheinhessen stattgefunden. Was sei aus denselben geworden? So viel ihm die Aeußerungen des Bürgermeisters Stöl tin g bekannt seien, habe man auch in Starkenburg die Ansicht gehabt, daß der Staat eintreten und daß man die Sache verschieben solle. Die Verweisung auf Baden sei unzutreffend, da es sich dort um Kreisanstalten handle und daselbst die wirthschaftlichen Verhältnisse anders lägen. Für Arme trete er gerne ein, allein nicht mit fremdem Gelbe; man bezahle aber mit dem Einkommen nicht voll, denn das Gesetz lasse dies nicht zu. Man möge die Sache vertagen, bis sie besser geklärt sei. Aus Rheinhessen heiße es, daß ein desfallsiger Antrag nicht habe berathen werden können und Rheinhessen habe doch ein Provinzialvermögen von einer Million. Die Voraussetzungen für die sogenannten ^>elbstv rwaltungsgesetze und die dabei ^gegebenen Zusagen seien die gewesen, daß die Provinzen botirt werden sollten. Man hätte Dotationen geben können, denn es seien Ersparnisse beim Antritte der jetzigen Regierung dagewesen. Nachher seien die Kreigsentschädigungen gekommen. Auch diese seien zum größten Theile weg, bis auf em paar an Mainz geliehene Millionen. Erst möchten die Provinzen botirt werben, ehe man Lasten auf solche übernehme. Er gebe zu, baß die Siechen seither schlecht verpflegt worden seien. Dies könne aber auch mitunter an den Vcrwalttmgsbeamten liegen, denen die Oberaufsicht zustehe. Ein großer Theil der Armen könne in den Gemeinden selbst billiger untergebracht werden, namentlich bei Verwandten. Thue man heute mit Errichtung einer Siechenanstalt den ersten Schritt, so werde Weiteres nicht ausbleiben, z. B. ein Arbeitshaus, die Fürsorge für die Arbeiter rc. Er bestreite, daß das Armenwesen durch Centralisation billig w besorgt werde. Die Bezugnahme auf Preußen treffe jedenfalls nicht zu, da dieses seine Provinzen botirt habe. Unser Staat, welcher nur die Größe eines preußischen Regierungsbezirkes besitze, könne sich mit einem einzigen Siechenhaus begnügen. Während eines Aufschubs der Sache würden allerdings die Zeiten vermuthlich nicht besser werden. Allein man könne u. A. auf Beseitigung des Umstandes hinwirken, daß dermalen der Grundbesitz die Lasten m tragen hat und nicht das Kap'tal. Er beantrage daher: 1) vor definitiver Beschlußfassung über die Errichtung eines Provinzial- Siechenhauses die Wünsche und Ansichten der Kreistage der Provinz einzuholen; 2) eventuell von einer definitiven Beschlußfassung so lange abzusehen, als nicht die Ausstattung der Provinzen durch den Staat, wie dieselbe bei Erlaß der sogenannten Selbstverwaltungsgesetze in Aussicht genommen und gestellt war, erfolgt fein wird und aus dieser Dotation die Mittel zu dem fraglichen Zwecke entnommen werden können. Der Vorsitzende berichtigt, daß Bürgermeister Stölting nicht gesagt habe, der Staat solle hier eintreten, sondern daß Offenbach mit einem Aufwande von 250,000 X sich eine solche Anstalt deshalb selbst gegründet habe, weil man längere Verhandlungen nicht habe abwarten wollen. In Starkenburg sei der Antrag nicht abgelehnt, sondern nur bis zu weiteren Ermittelungen vertagt worden. In Rhe nhefsen habe her Antrag selbstverständlich nicht berathen werden können,"weil er nicht auf der Tagesordnung gestanden. Daß die Verpflegung dermalen billiger sei, als künftig im Siechenhause, müsse er zugeben. So habe gerade einer der Bürgermeister, welcher die Friedberger Eingabe unterzeichnet hätten, berichtet, daß ein Unterstützungsbedürftiger blödsinnig sei, an der Fallsucht leide, wenn er wcht hinreichend gesättigt sei, und hmke, daß derselbe 14 X für ein paar Schuhe aus Gemeindemitteln erhalte, im Uebrigen aber von den gutmütigen Einwohnern verköstigt und bekleidet werde, also auf den Bettel verwiesen sei. So billig könne es allerdings bei einer Central-Leitung des UnterstützungHivesens nicht gemacht werden. Postverwalter W. Engel II. von Homberg a Ohm Der Kreistag des Kreises Alsfeld habe sich einstimmig gegen das Project ausgesprochen, zu welchem ein Bedürfnitz nicht vorliege nnd dessen Ausführung eine zu große Belastung mit sich bringe. Das Grund- und Gewerbsteuerkapital der Provinz Oberhessen sei um ein Erhebliches geringer, als das Einkommensteuerkapital, und doch werde Letzteres nur zur Hälfte bei der hier maßgebenden Besteuerungsart herangezogen. Die von der Anstalt in Freiburg angegebenen Zahlen seien ihm zweifelhaft. Von anderen AnNalten fehle Nachricht. Manche Ausgaben bei dem Vorliegenden Projecte schienen noch nicht gehörig belegt; es fehle z. B. Ansatz der Kosten für die anzustellenden Beamten. Manche Kranken würden besser von den Gemeinden in Familien untergebracht, wo auf das Gemülh mehr Einfluß geübt werde, als in den Anstalten. Ehe man eui Siechenhaus errichte, sei auch zu prüfen, ob nicht auf andere Weise Besserung zu beschaffen fei. Jeder gute Haushalter unterlasse eine Ausgabe, die er n cht bestreiten könne. Da die Provinz eine so große Last für so lange Zeit nicht übernehmen könne, stimme er für Ablehnung, ober Vertagung des Antrags Fabrikant Karl Trapp von Friedberg. Die Frage wegen der Dotation der Provinzen und wegen des Steuermodus gehörten nicht hierher, sondern in den Landtag. Für das vorliegende Project könne es sich nur darum handeln, ob em sociales Elend 4589) ÄÄ A Ntrit.,'«». I >etzt" iiiif # besorgt I enHflg Mittel k geiWJ ffiinn ’ld Se könne n Eh, ff.« SS. Mes mäen lassen- fiinesive^aussreir Men des Art. 91 slheidung hinauszust A sei Alles genug Mihm im Elend Biirgemerster Fabrikant Tr MM Seelen zäh! AechtsaMalt MN durch forgfä M so halte er sür unmöglich. A füllten, so müsse b( müßten beginnen, Priacips der Selb bchirdigm und dü ' SMaH-Siechenans feils vom Eentrui Kranken den Fan Art ihrer Krankh bgs srühere Heim die mit der Geme Anstalt zu otrbrir totion ber^roDmj Ob man von Stai selbst diese Summe könnten wir nicht t taMbgeordneten m den Geldbeutel der Eieibin-Anstalt kost eisülle. Die Anh! baden. Der Pror sonst wäre er über lauter Gutachten u l>er vorliegenden S betreffenden Rednei k''il habe nicht nnn bii richtigen Kanal, steten wir aus an L„ Ar primäre iMirtn, mrbt dar -Die NSori AiWdsichr, Wlit6en »NA L^Ädiei metI er^tmnn j Sä?! Rieben habt . trift U1?er Prooii Sä Haupt- 6 j-ffi füll 4589) l W einqetroffen bei J. Jjf. Schulhof. , »ff L, ii die jährlich regelmäßig stattfindende Versammlung des Prooinzialtages im October oder November ftattfinden soll. 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 26. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 290 Kälber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 67—69, 2. Qual. vH 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 56—58, 2. Qual. vH 45-50, Kälber 1 Qual. vH 52—54, 2. Qual. 44 -46, Hümmel 1. Qual. vH 60—62, 2. Qual. vH 45-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 66 Handel und Verkehr. Gießen, 27. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostere: Butter per Pfd. JL 0,85 bis vH 0.90, Hühnereier 1 Stück 5—6 H, 2 St. — Enteneier 1 Stück 6 — 7 H. Käse per Stück 5—8 Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter — Linsen 1 Liter — ^, Dauben das Paar 75—100 Hübner p. St. vH 1.00—1.70, Hahnen p. St. vH 0.75—1.25, Wälsche vH 0.00—0 00, Anteil per Stück vH 0.00—0.00, Ochsenfietsck 68-00 per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 50-56 H, Kalbfleisch 40—44 Hammelfleisch 64-68 Schweinefleisch 64—00 Kartoffeln per 100 Kilo JL 5.00-6.50, Zwiebeln p. Etr. vH 15—00, Milch per Liter 16 und 18 Kirschen per Pfund 12—24 Eine Muster-Eollektton der von Herrn Je Bertram in Siegburg fabricirten Thonwaaren: als Blumentöpfe, Pflanzenständer, Baumstämme, Jardiniören u. s. w. halte einem verrhrlichen Publikum besten- em« psohlen und lade zu deren Bestchtiauna erqe6enft ein. B. Pfeiffer, Geschirrhandluna, Neuen-Bäuen. Bester Kaffee-Ersatz. Preisgekrönter Dr. W. Schwabe’s verbess. H. GesundheitS-Kaffee, bestehend aus den besten gebr. und gemahlenen Fruchtsorten (u. A. Cacao) durch ärztliche Atteste bestens empfohlen, so z. B. durch Herrn Dr. med. Göring, Leibarzt Sr. König!. Hoheit Ludwig III, sowie Herrn Dr. LouiS Schmidt, Arzt am Mathtlden-Landkrankenhaus in Darmstadt, Dr. Kirsch in Mainz u. s. w. Ein Packet ä 30 gibt bis 90 Taffen pur wohlschmeckendes kaffeeähnliches Getränk, derselbe kann auch mit Bohnenkaffee gemischt ge- t runken werden. (5013 Niederlagen in Gießen: E. Fischbach, Seltersweg 183, Rh. Nau & Co. Lindenplatz. Vermischte-. Frankfurt, 26. Juli. Gestern Morgen um 8 Uhr versammelten sich auf den angewiesenen Plätzen die Turner und diejenigen Vereine, welche durch ihre Mitwirkung das Fest zu unterstützen sich bereit erklärt hatten. Es durchwehte cm Geist der Pünktlichkeit und Ordnung das Ganze, denn schon um 9 Uhr sah man alle Gaue hin über den Main ziehen, um sich dort in den Festzug clnzureihen. Präcts 10 Uhr setzte sich derselbe in Bewegung und wurde er allenthalben nicht blos sympathisch, sondern enthusiastisch empfangen. Mit dem Willkommen und Gut Heil aus schönem Munde war es nicht genug, nein, auch Kränze und Blumew spenden regneten auf die fröhliche Turnerschaar herab, hin und wieder wurde auch den durch drückende Sonnenglurh matt gewordenen Festzüglern ein kräftiger Trunk aus Bacchus' um» Gambrinus' Keller, wie z. B. auf der Reuen Mainzerstraße, gereicht. Die Ordnung war musterhaft. Das Publikum setzte eine Ehre darein, selbst den für den Zug erforderlichen Raum frei zu halten und ,o kam cs denn, daß der aus ca. 15,uOO Personen bestehende Festzug, in welchem die Landwirthschaft, vertreten durch einen gesegneten ersten Erntewagen und noch belebt und umgeben von Schnittern und Schnitterinnen; ferner Schützen Frankfurts, die RulergeselU schäft und der Ruververeln mit ihren schimmernden Preisen sich frei bewegen konnte. Eine malerische Abwechselung brachten die 500 Banner und Fahnen, die im Zug getragen wurden und denen aller- wärts ein kräftiges Gut Heil entgegengebracht wurde, so daß den langen Zug ein ununterbrochener Jubel bis zur Festställe begleitete. Dank der musterhaften Ordnung, die allenthalben herrschte, brauchte die Spitze des Zuges nur 2rl Theilnehmer angenommen, daß, wenn auch die Speisen zur Befriedigung der Hungernden vorhanden waren, es doch gänzlich an der Bedienung fehlte. Hierdurch entstand großer Tumult, den Herr Fabricius durch eine kernige Ansprache zu beruhigen verstand. — Das Turnfest hat heute Nachmittag wie das Schützenfest seinen Feststurm gehabt. Wolkenbruchartig stürzte der Regen, den ganzen Platz überflutbend nieder. Der Wind raste. Die Gebäude, wenn auch das Wasser alles durchdrang, hielten Stand, nur am Triumphbogen fielen einige Verzierungen herunter. Nach vorübergegangenem Welter ging das Festtretben un gestört weiter. Frankfurt. 26. Juli. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 vH 41, 9lt. 2 JL 39, Nr. 3 JL 33, Nr. 4 vH 29, Nr 5 vH 23, Roggenmehl «/, (Berliner Marke) vH 2.850—29, do. 1 (Berliner Mark») vH 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) vH 22.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier vH 24.00 - 24.25, ab unserer Umgegend JL 23.50—24.00, do fremder je nach Qualität vH 23.50—24.75, Roggen, je nach Qualität vH 17.50—20.00, Gerste vH 00-00 00, Hafer vH 14.60—16.00, Kohlsamen vH 25—26, Erbsen vH 19—27, Wicken vH 16-18, Linsen vH 20—40, Bohnen, weiße, vH 23—25, Roggenkleie vH. —, Weizenkleie, grobe und feine vH —, Rüböl, detail, VH 63. Stimmung sehr flau. Hauptsächlich gekragt war: —. Dringend offertrt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per ..^sss* «S" Herren-Wäsche: ' «e» Weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemis- setten, Hemden-GLnsätze, Taschentücher, sowie seidene, wollene und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Socken. 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Die Staatsregierung werde Mittel genug haben, die von den Exp rten einstimmig angegebenen Mißstände zu beseitigen Es seien Fälle angegeben worden, aus welche § 221 des Strafgesetzbuchs Anwendung finde, und solche, welche die Anwendung pollzeilicher Maßregel rechtfertigen Wenn aber die Staatsverwaltung einschreite, würden den Gemeinden viel höhere Kosten entstehen, als die Siechenanstalt erfordere. Die Verpflegung durch Verwandte könne nicht immer genügend sein; auch würden die Familien durch lieber; nähme von Efsbedürftigen ost unerträglich belastet. Eme einzige Anstalt für das ganze Land, z. B. in Darmstadt, werde für die Angehörigen der Provinz Oberhessen noch besondere Transportkosten verursachen. Das Steuerkapital der Städte sei großer, als das des Landes In den Städten würden ferner herumstreifeade Bettler, Hülfs- Äedürftige rc durch die bessere Polizei schneller weggeschafft, als^auf dem Lande. Die zu errichtende Anstalt werde daher mehr das Land, als die Städte entlasten. In Baiern sei Jemand 52 Mal wegen Majestäts- und Amtsehrenbeleidigungen bestraft worden. Als der Betreffende schließlich wegen einer Brandstiftung vor das Schwurgericht gekommen, habe sich herausgestellt, daß^der Mensch blödsinnig und epileptisch gewesen sei Jetzt erst habe man ihn in eine iLiechenanstalt gethan. Eine ganze Menge von Verbrechen würden gerade durch so vernachlässigte Personen verübt. Auch er vermisse eine Dotation der Provinzen Die Staatsgelder seien aber nicht verschleudert, sondern zum Besten des Landes verwendet worden. So sei z B die neue Aula dahier aus der Kriegsentschädigung bezahlt woiden^ Man dürfe aber die Errichtung der Anstalt deshalb nicht ablehnen, weil keine Dotation da sei. Erscheine die Anstalt nöthig, dann müsse sie errichtet werden. Wir wollten nicht, wie die Sozialdemokratie, den Staat Alles macken lassen. In erster Linie komme die Selbsthülfe. Die Gemeinde könne das Bedürsmß nicht befriedigen, wohl aber die Provinz. Oberhessen habe eine deta- chirte Lage und müsse deshalb selbst vorgehen. Die Kreise nochmals zu befragen, scheine ihm nicht nöthig. Diejenigen, welche dies befürworteten, seien Gegner der Vorlage und wüßten, daß sich die Kreise dagegen erklären würden. Der Prooinzialtag werde auch reineswegs aus fremdem Beutel zahlen; er vertrete s in eignes Vermögen. Den Vorschriften des Art. 91 der Kreis-Ordnung sei genügt worden. Jeder Versuch, die Entscheidung hinauszuschieben, stelle sich als eine nicht gerechtfertigte Verschleppung bar. Es sei Alles genügend geprüft worden. Man solle nicht Hunderte von Menschen sernerhin im Elend liegen und Manche bei lebendigem Leibe verfaulen lassen. Bürgermeister Bramm von Gießen erklärt sich mit dem Vorredner einverstanden. Fabrikant Trapp von Friedberg weist noch darauf hin, daß der Kreis Freiburg 200,000 Seelen zähle, also größer sei, als ein Hessischer Kreis. Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch von Gießen. Wenn Herr v. Rabenau meine, daß man durch sorgfältigere Controle Seitens der Staatsbeamten Abhülfe schaffen rönne, so halte er cme solche Controle der Unterstützungen un Einzelnen überhaupt für unmöglich. Wenn weiter gefragt worden sei, warum wir gerade voran gehen lollten, so müsse doch einmal Einer den Anfang machen. Nicht die reicheren Provinzen müßten beginnen, sondern gerade Oberhessen als die ärmere In Ausführung des Princips der Selbsthülfe und Selbstverwaltung hätten wir unsere Bedürfnisse selbst zu befriedigen und dürften nicht an den Staat verweisen. Wir könnten aber auch eine Staats-Siechenanstalt in Darmstadt nicht wünschen, weil unsere Provinz zu sehr abseits vom Gentrum gelegen fei. Wenn weiter gesagt worden wäre, man solle die Franken den Familien belassen, so ist es nicht die Absicht, Personen, welche nach der Art ihrer Krankheit besser in der Familie verpflegt würden, dieser zu entziehen. Da das frühere Heimathsrecht nicht mehr bestehe, gebe es auch in jeder Gemeinde Arme, tic mit der Gemeinde in gar feinem Zusammenhang stünden. Diese von dort in bie Anstalt zu verbringen, habe gewiß keinen Anstanb. o. Rabenau wolle erst eine Dotation der Provinzen burch ben Staat. Zum Staate seien wir aber auch selbst gehörig. Ob man von Staatswegen jeder Provinz eine Summe gebe, ober bie Provinzen sich selbst biesc Summe verschafften, sei einerlei. Eine Aenberung ber Steuergesetzgebung könnten wir nicht abroarten, uns nicht vom Guten zum Besseren vertrösten. Die Lanb- ta^abgeorbneten möchten in biefer Richtung thätig sein. Der Einwanb, man bürfe Len Gelbbeutel der Provinz nicht zu sehr in Anspruch nehmen, sei unbegründet. Die SieckkN-Anstalt koste nur insofern mehr, als sie die Pflichten gegen die Armen richtig erfülle. Die Anhörung dcr verschiedenen Kreistage werde ein ungünstiges Resultat hoben. Der Provinzialtag sei auch nicht eine Combination dcr einzelnen Kreistage, sonst wäre er überflüssig Er vertrete selbstständig das Interesse der Provinz. Vor lauter Gutachten und Berichten sei schon Vieles nicht zur Ausführung gekommen. In der vorliegenden Sache noch weiteres Material s. mmeln, heiße sie vernichten. Die betreffenden Redner möchten aber gerade diese Tendenz haben. Die richtige Sparsam- fdt habe nicht immer die Hand auf dem G Ibbeutel, sondern wisse auch das Geld in die richtigen Kanäle zu leiten. Was wir in vorliegender Sache ausgeben würden, ernteten wir auf anderen Seiten. Er stimme daher für die Vorlage. Der primäre Antrag des Herrn v. Rabenau, vorerst die Kreistage der Provinz zu hören, wurde darauf mit 12 gegen 10 Stimmen angenommen. Die Tagesordnung betraf sodann noch die Feststellung des Voranschlags für 1881. Hierbei ergab sich fein Anstand. Zu pos. 5 des Voranschlags bemerkt der Vorsitzende, es sei vom Kreistage Alsfeld beanstandet worden, daß dem ßanbarmtiwerbanbe Als- fclb als unterliegenden Theile Kosten zur Last gesetzt worden seien- Nach dem Gesetze müsse jedoch dem Unterliegenden ein Aversionalbetraa zur Last gesetzt w rden. Die Provinzialfasse wäre schwer geschädigt worden, wenn dies nicht geschehen sein würde. Kammerherr v. Rotsmann aus Dotzelrode (Kreis Alsfeld) bemerkt, daß man sich darauf bezogen habe, daß die Provinzialkasse aus den Kreiskassen unterstützt werde- Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch erwidert, es sei Princip, daß ber Untediegenbe bie Hosten bezahle. Gegen das vorbemerkte Argument wende er ein, daß mit demselben ° uner Hm-- 4n Z . \.yaßc btbürjt bif ■ ; ^6ouin Don iür d'c ball zu üburfl mit, -- hir M pro Kopf ^rsiam, daß, da die Aus- ‘Oi »ur dieCommunal; angezogen werde. Dies 7,aau fm$tet, weil bann g-n Falle dürsten wir - altungsgeiehe, möglichst -:z T:r du uns erteilten Vielen an ibn gestellten • d:e Notbwendigkeil •' n'chald, deren Abzahlung >rür iilche Zwecke, wie n- nur durum fragen, d.r :iaii einem Juhre nicht d < ^ÄniBfraße fest- rnstiftt M mehr wissen? "• it vorliege und daß wir - diagt verbandelt werde, zu tat Provinzen etarfenburg ieror?en? So viel ihm die :::: man auch in Starken- c 7IUN die Sache verschieben :: i um Lreisanstalten - .2:n. ffär Xrmt trete er ■ not öm ßnlommtn nidjt vertagen, bis sie besser 5-erag nicht habt der alben TBiöjm von einer Million. -■..■'•V. und die dabei ge- • nr den io'litn. Mm hätte - Kntr n< der jetzigen Re- • r-. gekommen Auch diese : „ittbent M'vnm. Alt i irltde übernehme. Ergebe - könne aber auch mit- Ml Ein großer ./ya5t naben, nament- ■J" '>'^jnffalt den ersten Die Zürsorge für r^r^on billig r bqorgt ^7« da dieses seine Pro- 7-L oremiiche" ^egierungs- , -tr. Säbrtnb eines ',7 ^ -ucht besser werden. haß bemalen der r.-; ■ b< ner flnttog zlechenbause, 'nffedber^^ !7' < O«B der'- und 3111 - her »on den v.2 -reifes T ^tdülfn'8 •Ä Neues jlumliorn , r. . in lebet beliebigen Große finb sehr billig t zu haben bei (494B Je M. Schulhof S. Elsoffer, Bahnhofsstraße. Bekanntmachung. 5010) Vom 15. August d. Js. an treten tne seither bestehenden directen Frachtsätze für Beförderung von Gütern, Leichen, Fahrzeugen und lebenden Thieren, nach Aufhebung des Privat - Güterverkehrs der Grube Dudweiler außer Wirksamkeit. Nur für den Kohlenverkehr bleiben die z. Z. gültigen Tarifsätze ab Grube Dudweiler auch ferner in Kraft. Hannover, den 21. Juli 1880. Königliche Eisenbahn-Direction- Domeier. Montag den 2. n. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathaussaale versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl-zu 471,98 JL Lieserung von Lungstetn- werkstücken, veranschl. zu 341,40 Lieferung von Basaltsteinen, veranschlagt zu . - - 40,50 Stetnfuhrlohn, veranschl. zu 103,50 Schreinerarbett, „ „ 404,40 Schlosserarbeit, „ „ 29,20 Weißbtnderarbeit, „ „ 651,97 Chaussirarbeit, „ „ 71,90 Pflästererarbeit, „ „ 452,56 Vertiefen eines Brunnens, veranschlagt zu . . . 155,00 M U H If U H n H Räumen der Wteseck, veranschlagt zu ... . 100,00 „ Gießen, den 27. Juli 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. (5014 Mittwoch den 28. Inti werden in der Hofraithe des Hrn. L. Flett „Gasthaus zum Schwanen" dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 runde polirte Tische, 3 Sophas, 2 Consolschränke, 2 Tischchen mit Marmorplatten, 5 Kommoden, 1 Ofen, 12 polirte Stühle, 1 Standuhr, 1 Etagöre. Gießen, 26. Juli 1880. 4989) Bühner, Gerichtsvollzieher. Ieikgeöolenes. 4983) Eine Markensammlung, enthaltend ca. 2300 Stück, ist zu verkaufen. C. Nagel, Brandgasse. Eis liefert billigst (4885 D. Weller V. Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr an frischen Zwiebelkuchen. Heinrich Faß, 4968)__________________Ludwigsplatz. Neuen Gothaer Blasenschinken, Geräucherte Gothaer Leberwurst, Neue Berliner Rollmöpse, „ Matjes- und ,, Vollhäringe empfehlen (5004 I. A. Busch Söhne. Java-Arrsschust- Cigarren mit amerikanischer Einlage per Stück 3 Pfennige empfehlen (4991 J. A. Busch Söhne. 4616) Eine Parthie zurückgesetzte leinene Kragen von 20 H an das Stück, sowie bunte Hemden verkauft, um damit zu räumen, zu sehr billigen Preisen H. Rubsumen. Sydney 1879: Preis-Medaille I. CI. Empfehlenswert!) für jede Iamilie! Nichts ist so angenehm, kühlend und erquickend in der heissen Jahreszeit, auf Reisen und Märschen, als Zuckerwasser, Selters- oder Soda- Wasser mit Boonekamp of Haag-Bit ter, bekannt unter der Devise: „Occidit, qui non servat“, erfunden und einzig und allein de- stiilirt von H. Underberg-Albrecht am Rathhause in Rheinberg am Niederrhein, K. K. Hoflieferant. Inhaber vieler Preismedaillen. Ein Theelöffel voll meines „Boonekamp of Maag-Bitter“ genügt für ein Glas von V3 Liter Zuckerwasser. Der „Boonekamp of Maag-Bitter“ ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons ächt zu haben in Giessen bei den Herren Chr. Krämer, am Bahnhof, Hch. Wallach, Georg Wilh. Weidig etc. etc.; in Alsfeld bei Herrn Ernst Krause und Frau Wwe. Ernst Ramspeck; in Butzbach bei Herrn A. Joutz; in Friedberg bei Herrn W. Fertsch ; in Bad Nauheim bei Herrn Phil. Jac. Weiss; in Nidda bei Herrn Ch. Jost jr., in Wetzlar bei Herrn Georg Ortenbauh, sowie allenthalben bei den bekannten Herren Debitanten. Warnung vor Flaschen ohne mein Siegel und ohne die Firma 4993 H. Underberg-Albrecht. 1881 Lahrer blökender Bote ist zu haben bei (4992 _____________Ernst Balser. Sommerröcke verkauft um damit zu raumen unter Einkaufspreisen (4617) H. Rübsamen. 4442) Empfehle frei in's Haus geliefert feinstes Licher Exportbier ä Flasche 18 Pfg», feinstes Gießener Aetienbier ä Flasche 23 Pfg. Georg Dörr Ww., Flaschenbierhandlung, Canzleiberg B. 66. I'iiliiieiigarleii - Gesellschaft. Donnerstag den 29* Juli a e. findet Nachmittags von 5 Uhr bis Abends 10 Uhr: Grosses lioppel* Gon eerl (Militair- und Streichmusik) ausgeführt von der Kapelle des 3. Großherz. Heff. Leibregiments Nr. 117 unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Fischer und der Kapelle der Gesellschaft unter Leitung des Kapellmeisters Herrn L. Stasny statt. Eintrittspreis M 1.— pro Person, Kinder 50 Actionaire und Abonnenten haben gegen Dorzeigen ihrer Karten freien Eintritt. Frankfurt a. M., 27. Juli 1880. 5009________Der Ver^raltungsrath. Bekanntmachung. Von heute ab entzog ich dem Herrn E2 h. Wilh. Lang Gießen, Reichensandbahnhofstraße, meine Vertretung für Gießen und Umgegend. Herford, den 26. Juli 1880. 5008) M. Schulz, Leinen-Tischzeug und Wiische-Iabrik. WenzeFs Garten. Donnerstag den 29. Juli: GROSSES EXTRA-CONCERL FamilienbilletS bis zu 4 Personen 1 «X 30 Personenbillets......— „ 40 „ sind vorher bet den Herren Friseur Gerhardt (Ltndenplatz) und Plank (Seltersweg) zu haben. An der Kaffe Entree 50 H. — Anfang 7 Uhr. 5007) Hrausse^ Kapellmeister. J. P. Sann Buchbinderei, Hchreibwaaren- ö Cigarrenhandlung in Bismarckstraße. G-iessen Bismarckstraße. Unter obiger Firma habe am Heutigen mein Geschäft eröffnet und halte ich mich geneigtem Wohlwollen des verehrten Publikums bestens empfohlen. Gießen, den 26. Juli 1880. Achtungsvoll 4980) J. P. Sann. 5001) Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser innigst geliebter Sohn Theodor Curfchmann, Thierarzt in Wöllstein, heute Morgen nach langem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 26. Juli 1880. WermieHmrgen. 4997) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer an einen oder zwei Herren zu ver- mieihen im Hause des Herrn Unverzagt, Gartfeld.___________ 4996) Eine schöne Familienwohnung nebst allem Zubehör, Wasserleitung und Bleichplatz ist zu oermiethen und am ersten Oktober zu beziehen. __________________Ludwigsplatz C 171. 4994) In dem von mir erkauften Liittringhausffchen Hause auf dem Seltersweg sind 2 schone Familienlogis, bestehend aus je 3 Zimmern mit Cabinet, schöne Küche, sowie allem Zubehör zu vermiethen und per 15. September beziehbar Friedrich Kühne jun., Seltersweg. 5002) Ein Stube mit Cabinet und allem Zubehör zu vermiethen. __________________Kaplansgasse C- 197. 5005) Zwei kleinere Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten zu vermiethen. W. Seuling. 5015) Ein kleines Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei __________August Noll im „Stern". 5012) Em kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________________Lindenplatz A. 242. 5006) Nn möblirtes Zimmer zu vermiethen und pr. 1. August beziehbar bei Aug. Nauheimer Wwe. 4364) Wohnung von 5 Zimmer rc- zu vermiethen.________Wallthorstraße 14o. 4347) Familienlogis zu vermiethen. Knoll, Kirchendiener. 4346) Das von Herrn Lerwalter Krebs bewohnt gewesene Familienlogis, im früher Thorn'schen Hause in der Frankfurterstr., ist zu vermiethen und am 1. October zu beziehen.__ 4152) Der erste Stock des Auguft Ackcrmann'schen Hauses, Frankfurter Straße Lit. E- 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc-, ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen._______________ —4982) Zwei Zimmer zu vermiethen und am 1. August zu beziehen. Kanzlciberg Nr. 68. 4671) Ein Familienlogis mit Zubehör ist per 1. October zu vermiethen. Näheres __bei LoutS Lony, Marktstraße. 4768) Der obere Stock meines Hauses, Anfangs October beziehbar, zu vermiethen. Heinrich Vogt, Ludwigsplatz. 4837) Familienwohnung, 4 Zimmer, Gartenantheil und alle Bequemlichkeiten, zu vermiethen. . O. Mögenburg, Wcmsaal. 4933) Gut möblirtes Stübchen zu ver- miethen. Seltersweg 50. Vermischte Anzeigen. 4998) Vor ungefähr 4 Wochen habe ich 2 Koppelketten gefunden. Heinr. Melchior Römer, WieseL. 4999) Der Unterzeichnete empfiehlt sich in seinem Fach vorkommenden Neu-ArLetten und Reparaturen. Für gute und dauerhafte Arbeit wird besten- garantirt. Achtungsvoll Wilhelm Dietz, Dachdecker. Wohnung: Geschtrrhändler Wagner, ___________Neustadt D. 102._______ 5003) Auszuleihen JL 5000 bei der Löbe r'schen Stiftung gegen hypoth. 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Pietsch) in Gießen. gronffmt o rab bai T°'M latetWW* J" IMftW W l fit 1 erringen, - , Turner iiflifw1 zur Wege der h daß im gtfunbtn nfle ebltn Ausgal Die W Jahrhunderts un Ä mehr zurüä Mheitsdrang tir Turners, der ftd Wer Gott und »ehr weilt im $ aller Orten al8 einb Achtung er' ichrem Werthe i Joche ziehen, r «Spruch Göthe'i N 3a, es ist I acht und sie adel Spielen und aus Jahrzehnte durch Lvlies schwerer geblieben. Mit Aufgabe und der der Turnerei, die der in froher Tu auf die muntere * rühmen, der Tun M Trsetzrs Wür Auch from ru Turnerei dem HömmiM, Delc zu zu Gott 'ehrt das Turm ZrömmiM: V n!ä- «Äi* >bt# Uebitai Erwecken. Die d» S WIP einen Rnerunj an । 3” ganzen H* 6|l» man V "«i°. Steihit i bei i” örbnun» (n . SJ gliche $ M deutle.