ß ‘M’fflmeifterä Uhr. "g i der Mtkich. in den Wort« Rirche. freiwillige Gaben r n Seiten des Atm im Besch von Karte *ei Hem Buchbändlc Nr. 74» Erstes Blat*. Sonntag den 28. Marz 1880. Kietzener 'Mmeiger AMize- «xi Amlshlsit fir den Kreis Gieße«. gssz,} -*-»*• - -~w- nsrer Amtlicher Hheit. Betreffend: Das Behüten der Wiesen. Gießen, am 27. Mürz 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß das Behüten der Wiesen nach der Wiesen-Polizet-Ordnung für den Kreis Gießen vom 1. April an untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmerksam machen und die Feldschützen strengstens anweisen, etwaige Uebertretungen zur Anzeige zu bringen. Die Gendarmerie ist gleichfalls angewiesen, Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot zur Anzeige zu bringen. Dr. Boekmann._________________________________ ,___________ Gießen, am 25. März 1880. Betreffend: Den Zustand der Fortbildungsschulen. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Rechenschaftsberichte in rubricirtem Betreff bis spätestens zum 15. April entgegen. ________________Dr. Boekmann.__ Gefundene Gegen st ander 1 Taschenmesser, 1 weißes Taschentuch 1 Paar Pantoffel, 1 Schlüssel. Die Gegenstände sind aus der Polizeiwache (Schloßgaffe 258) ausbewahrt. Gießen, den 27. März 1880. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen. Fresenius. inaktiver Mit> ort!and» O st e r n. Unsere Zeit ist in Unruhe! Zm öffentlichen Leben der deutschen Nation ■ drängen sich in rascher Folge wechselnde Ereigniffe, und kaum vergeht ein .Tag, dem nicht irgend ein erschütternder Vorfall sein Gepräge verlieh. Allerdings arbeitet inzwischen auch unablässig die Cultur für ihre hohen Ziele, und mancher schöne Triumph der friedlichen Arbeit und der Wiffenschast tröstet uns über politisches Ungemach, mancher Sonnenblick aus lichten Höhen * yi«L— 1g. il zbenbS 8 Uh ucöelbeim lipp Üröck statt du 1878. fort läßt uns hoffen, daß die Zukunft unserem Vaterlande schöner tagen wird, als die bewegte Gegenwart. Im aufregenden Kampfe um das Dasein bleiben uns die kirchlichen Feste, an denen die Arbeit ruht, willkommene Ruhepunkte. Der Mensch kommt mit seinem Fühlen und Denken wieder einmal zu sich selbst, zu einem Rückblick aus seine Thäitgkeit, zu einer Umschau und inneren Sammlung, welche ihn mit Hoffnungen und Vertrauen zur Zukunft erfüllen. DaS heilige Osterfest hat, ehe es Religionssest war, schon als Natursest seine tiefe Bedeutung gehabt. Wie die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, wie der Erlöser die Feffeln des Todes gesprengt hat, wie Israel von dem Würgengel verschont auszog aus dem Lande der Knechtschaft, das Alles sind mächtige und schöne Settenbilder zu jener Auferstehung von Noth und Trübsal, von Kampf und Leid, zu dem Auszuge aus den drückenden Banden der Sorgen zu innerer und äußerer Freiheit, auf die ein jedes strebende Volk, ein jeder rastlos ur d ehrlich arbeitender Mensch wie auf die Erfüllung einer Verheißung hofft. Das Herz grünt in neuer Lebenskraft, der Geist erhebt sich zu neuem Fluge und der Körper stärkt sich zu neuer Arbeit. Diese innere Wiedergeburt ist ein heiliges Verwächtniß der Osterzeit. Die Kirchenglocken läuten Friede und Versöhnung, die Worte der Priester mahnen uns zur Einkehr in uns selbst, es ruht der Kamps mit unseren Gegnern, und die Menschen sollen sich in dieser festlichen Zeit als Brüder fühlen. Es war um die Osterzeit, als im Frieden zu Frankfurt a. M. das geeinte Vaterland in neuer Herrlichkeit auferstand, und jedes Ostern läßt uns beten, daß bald die Glocken einen dauernden Frieden im Völkerleben, einen Frieden auf dem religiösen und socialen Gebiet etnläuten möchten. Wer nicht vermag, in diesem Sinne das Fest der Versöhnung und Auferstehung zu feiern, der ist in den Geist der Religion, die schon ihrem Namen nach einen soll, was da getrennt ist, noch nicht eingedrungen. Aber die süh- lenden Herzen, welche der Frühltngsodem der Natur erfüllt, die edlen Ge- müther, die von der tiefen Bedeutung des kirchlichen Festes ergriffen werden, die strebsamen Geister, denen das Osterfest nur die Markscheide zu neuer Arbeit im Dienste sür das Volk, für ihre Familie und für alle edlen Ziele der Cultur ist, sie finden das Vertrauen zur eigenen Kraft und Stärke wieder, und voll bester Hoffnungen sehen sie einer Zukunft entgegen, die, mag sie auch noch manche schwere Prüfung im Schoße bergen, endlich doch beglückend werden muß, weil sie gerecht ist. Siehe, voll Hoffnung vertraust Du der Erde den goldenen Samen, Und erwartest im Lenz fröhlich die keimende Saat! Nur in die Furche der Zeit bedenkst Du dich, Thaten zu streuen, Die, von der Weisheit gesä"t, still" für die Ewigkeit blüh"n? Deutschland. Berlin, 25. März. Die „Nordd. Allg. Zig." dementtrt die Mit- tcheilung der „Nationalzettung" von der beabsichtigten Wiedervorlegung des uimgearbeiteten Gesetzentwurfs über die Besteuerung des Vertriebs geistiger Getränke in der Nachsesfion deS Landtages. Dieselbe sei von keiner Seite auch nut in Erwägung gestellt worden. Berlin, 25. März. Der „Reichsanzeiger" publictrt den folgenden Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler vom 24. März: Freudiges Bewußt- setir-erfklllt Mich, indem Ich beobachtete, wie allgemein im deutschen Vater- larde d r Tag festlich begangen worden ist, an welchem Mir vergönnt war» ein neues Lebensjahr anzutreten. Ich weiß es zu schätzen, daß das deutsche Volk Mir an diesem Tage seine Huldigungen gewidmet hat. Don allen Seiten bin Ich beglückwünscht und mit Aufmerksamkeiten überschüttet worden. Wenn Ich nun mit Genugthuung ersehe, wie viele Adreffen, verehrungsvolle Aeußrrungen in telegraphischer und schriftlicher Form, Spenden von Dichtungen, künstlerischen und literarischen Erzeugnissen, sowie schöne Kränze und duftige Blumensträuße Mir dargebracht worden, so erkenne Ich mit inniger Freude an, daß der Zweck der Einsender, Mich an diesem Festtage in glückliche Stimmung zu versetzen, in höchstem Grade erreicht worden ist. Nicht jeder dieser freundlichen Spender kann den besonderen Ausdruck Meiner Dankbarkeit erwarten, aber Ich beeile Mich, Allen, welche Mir Meinen Geburtstag durch sympathische Begrüßungen versüßt, hierdurch aus vollem Herzen zu danken. Demnach beauftrage Ich Sie, diesen Erlaß alsbald zu veröffentlichen. KeKerreich. Wien, 24. März. Das „Neue Wiener Tagebl." veröffentlicht den Befehl des Generalcommandos, dotirt Serajewo, 9. März, wonach in den bosnischen Kreisen Banjaluka unv Bihac wegen Ueberhandnahme des Räuberunwesens das Standrecht erklärt wird. Der standrechtlichen Behandlung verfällt auch, w?r Räubern Unterstand oder Gelegenheit zur Flucht gibt. Preise von 10 bis 14 Ducaten werden für jeden todt oder lebendig eingebrachten Räuber ausgesetzt. Arankreich. Paris, 24. März. Die „Corresp. Havas" erhält aus Angers folgende Depesche: Der „Patriote von Angers" zeigt an, daß es in der Käthe- drale zu einem ernsten Zwischenfall gekommen ist. Der Pater Forbes von der Gesellschaft Jesu predigt dort in Passion. Im Augenblick, wo er am 21. ds. nach seiner, besonders gegen die moderne Gesellschaft und die gegenwärtige Regierung eifernden Predigt die Kanzel verlaffen wollte, erhob sich der Pfarrer der Kathedrale und sagte: „Bisher hielt ich zurück; aber jetzt kann ich mich nicht enthalten, gegen den Charakter zu protestiren, die der Prediger seinen Predigten gegeben hat. Ich kann weder ihren Geist noch ihre Ziele annehmen." Sich an die Anwesenden wendend, fügte der Pfarrer hinzu: „Ich ersuche Sie, Ihre Mildthätigkeit für die Sammlung aufzusparen, die ich selbst sür die Capelle des Kirchhofs machen werde." Diese Erklärung brachte die größte Wirkung hervor. Paris, 25. März. Der „Moniteur" sagt: Wenn die dem Cabtnet bezüglich der Jesuiten zugeschriebenen Absichten sich verwirklichen, wird der Senat, den man beleidigt, indem man seinen Willen tgnorirt, sofort beim Wiederzusammentritt der Kamenern die Regierung tnterpelliren. Cherbourg, 25. März. Die Königin von England ist heute Abend 7 Uhr hier angekommen, bleibt die Nacht und morgen auf ihrer Dacht hier und reist morgen Abend 5 Uhr nach Baden-Baden weiter. England. London, 25. März. „Daily News" melden aus Kabul von gestern: Die afghanischen Truppen in Turkestan erklärten sich für Abdurrhaman Khan, welcher in Kadagan unweit Kunduz eingetroffen ist. Der Gouverneur von Turkestan hat sich geflüchtet. PortSmouth, 25. März. Die Königin Victoria und Prinzessin Beatrice haben sich heute an Bord der königlichen Pacht begeben, um über Cherbourg nach Deutschland zu reisen- Southampton, 25. März. Die Kaiserin Eugente bat sich heute auf dem Dampfer „German" nach Südafrika etngeschtsft. Belgien. Brüffel, 24. März. Der Gemetnderath von Löwen hat das Verfahren seines Bürgermeisters gegen die randaltrenden Studenten einstimmig gebilligt. Einige Tage vor Mtttfasten waren einige Museniöhne bei dem Stadthaupt ersebienen und hatten ein polizeiliches Verbot verlangt gegen einen carnevalistische» Auszug, der die Universität verspotten sollte, widrigenfalls sie selber denselben gewaltsam sprengen würden. Der Bürgerme ster hatte dem Rector der Universität von diesem Ansinnen Anzeige gemacht und erwartet, daß e'ne Warnung vor Ausschreitungen an die Jugend ergehen werde. Der Rector that aber gar nichts und die Studenten überließen sich am Sonntag und am Montag ihrem Haß gegen di« Liberalen so wett, daß st« nicht nur mit einem Besen, an dem die Rationalsahne angebracht war, lärmend durch die Stadt zogen, sondern auch die friedlichen Bürger mit rohen Gewaltthätig- keitcn Angriffen. Nun schritt der Bürgermeister poltzeilich ein und verbot alle Zusammenrottungen und Aufzüge der Studenten. Italien. Rom, 25. März. Ein veröffentlichtes Schreiben Farint's sagt, sein Entschluß, auf den Vorsitz in der Kammer zu verzichten, sei unerschütterlich, und er würde in dem Falle, daß er nochmals gewählt würde, neuerdings ablehnen. Spanien. Madrid, 24. März. Der Verthetdlger des Attentäters Oteros hat bei dem König um Begnadigung des zum Tode Verurthetiten nachgesucht. D-r König erwiderte, er sei seinerseits zur Begnadigung bereit, muffe die Frage jedoch den Ministern unterbreiten. Auch di« Königin legte Fürsprache für den Verurthetiten ein. Afrika. Kairo, 25. März. Die englische Regierung zeigte hierher an, daß Rivers Wilson zum Mitglied« der internationalen Liquidations-Commission ernannt ist. Als weitere Mitglieder dieser Commission werden genannt di« Engländer Auckland und Calvin, die Franzosen Liron und Diaroles, der Italiener Baravellt und der Oesterretcher Kremer. Telegraphische Depeschen. Wagner'« teleg«. Torrrsp»n»rn,. «ureau. London, 26. März. Der Marquis es Hartington hielt gestern eine Wahlrede, in der er daS Programm der Liberalen bezüglich der Orientpoiitik entwickelte. Er erklärt«, die liberale Regierung würde, falls st- an’8 Ruder komme, di« Jnierrffen und dir Ehr« Englands nicht von der Erhaltung der Unabhängigkeit und Integrität der Türket, nicht von einer fest organtstrten türkischen Regierung abhängig machen; das Verhalten der türkischen Regierung gegen die Christen nicht al« eine Angelegenheit behandeln, welche nur die Türket und Rußland tnteresstre; nicht versuchen, das europäische Einvenneh- men zu stören, wenn durch einen glücklichen Zufall Europa einig darüber sein sollte, was in der Türkei zu geschehen habe; sie würde im Gegentheil ihr Aeußeistes aufbieten, das Einvernehmen zu fördern und, wenn dasfelbe wieder- hergestellt sei, Alles lhun, um die Beschlüsse Europas zur Ausführung zu bringen-Standard« h^icht die Angriffe Gladstone's gegen Oesterreich und legt Verwahrung rin gegen eine Politik, welche dazu angeihan wäre, die englische und die österreichische Regierung einander zu entfremden. Oesterreich sei nach wie vor der nothwendige Alltirte Englands für die britischen Interessen im Orient; es sei von der höchsten Wichtigkeit, daß an der Donau eine wachsame Contrvle sei und daß bie Balkan-Halbinsel durch einen starken. befreun- beten Staat regiert werbe, bet im Stande sei, Rußland von Konstantinopel fernzuhalten. __________ ” Lokale-. Gießen, 27. März. Am Sonntag, den 28. d. M. findet eine „Soiree" im Saale des Herrn Wenzel statt, worauf wir an dieser Stelle besonders hinzuwetsen Veranlassung nehmen. Die Dtolin-Künstlerin Frau Henriette Bischoff-Alexander hat durch bic Virtuosität auf der Geige, verbunden mit einem außerordentlich seelenvollen Vorträge, in allen größeren Städten Deutschlands Bewunderung erregt. Herr Earl Bischoff, hierselbst bereits bestens eingeführt, sowie verschiedene hiesige sehr geschätzte Kräfte, werden in obiger „Soiräc" Mitwirken; die letzteren zu einem Streichquartett vereinigt, bringen u. A. ein Andante von dem Kirchern componisten Haydn, sowie Piecen von Mendelssohn, Schubert und Mozart zum Vortrag. Gießen, 27. März. Eine traurige Geschichte ereignete sich am verflossenen Donnerstag in einem Hause am Kirchenplatz. Ein Dtenstmävchen hatte das Unglück, ein Kind von circa li/„ Jahren an Gesicht, Brust und Leib derart mit heißem Wasser zu verbrühen, daß der arme Wurm gestern Nachmittag seinen Leiden erlegen ist. Möchte dieser Fall wiederholt zur Warnung bienen, bet kleinen Kindern die größte Vorsicht anzumenden. — Ein Stromer, welcher sich am Donnerstag zu unverschämt in einem Hause der Bahnhofstraße benahm, wurde verhaftet. Eine tüchtige Traäck Prügel auf den Köpertheil. welchen er die Frechheit hatte zu entblößen, wäre hier ganz gewiß am Platze. — Ein junger Mann von 17 Jahren, Schüler der Realschule, erhängte sich gestern Abend an einer Serviette in der Wohnung seiner Eltern. Nichtversetzen in eine höhere Klasse gibt man als die Ursache des Selbstmordes an. __ Der hiesige Turnverein beabsichtigt, am 4 April in der städt. Turnhalle ein Schauturnen abzuhalten. ___________ Vermischtes. Lc obschütz, 17. März. Gestern Abend hatte der hiesige Fleischermeister Fuchs aus Kreisewin einen jungen Stier hier im Gasthause zum rothen Hirsch eingestellt, um ihn heute dort zu schlachten. Zu diesem Zwecke begab er sich mit einem Sohne ves Fletschermeisters Moose in den Stall, um das Thier loözubinden. Bevor dies aber geschehen tonnte, zerriß der Stier die drei Stricke, mit denen er angebunden war und stürzte sich auf Fuchs; letzterem gelang cs aber noch schnell die Thür zu erreichen und sich durch dieselbe zu retten, wahrend Maase auf die Krippe retirirte, von wo aus er mit den Händen eine bölzernc Sprosse zum Aufhängen von Pferdekummeten erreichte, an der er sich in die Höhe zog Der Stier raste nun im Stalle umher und suchte den an der Wand hängenden, in Todesangst schwebenden jungen Mann mit den Hörnern aufzuspießcn. wobei er wiederholt mit solcher Gewalt gegen das Mauerwerk rannte, daß das Gebäude erzitterte Inzwischen holte der Fleischermeister Fuchs einen Gensdarmen und einen Polizei-Sergeanten, welche nach Lage der Sache beschlosien, das Thier durch das Fenster zu erschießen, denn Maase flehte dringend um Hülfe, da er sich in seiner Lage unmöglich länger halten könne. Mit zwei Schüssen brachte der Gensdarm den Stier zu Falle, in dem Augenblick, u!8 Maase herunterfiel. Der Aermste hatte gegen btei Viertelstunden in bteser schrecklichen Lage zugebracht und war durch die übermäßige Kraft- anstrengung und den Schrecken so erschöpft, daß er sich nur langsam wieder erholte. — ^Sächsische Gemüthlichkeit.j EtwaS zur sächsischen Höflichkeit erzählte man sich dieser Tage auf einem Dresdener Bahnhofe. Ein merklich Angetrunkener hatte in einem Coupe Platz genommen. Der ihm vis-k-vis sitzende Passagier hielt es für seine Pflicht, den Schaffner auf den Mann aufmerksam zu machen und bat ihn, wenn der Mann aussteigen würde, ihm bann etwas behülflich zu sein. Das that der gute Mann an der betreffenden Station auch, bei welcher Gelegenheit der Angesäuselte in ausgiebigster Weise den Inhalt seines Magens über den Helfenden ausscküttete. Was that der Schaffner darauf? Er sagte freundlich: „Na, Hern Se. Sie Ham aber Glück, seh'n Sc, wenn Se bas auf's Trittbrett gekommen wäre, da mußten Sc drei Mark Strafe zablen."_________________________ Eingesandt. — Freunden der Poesie, insbesondere der Dichtung, die aus unserem nächsten Kreise stammt und sich auch zum großen Theil mit Land und Leuten in Oberhessen beschäftigt, glauben wir eine Sammlung von Gedichten empfehlen zu sollen, die in diesem Jahre in Forst in bet Lausitz erschienen sind und den anlpruchslosen Titel führen SaronSblumen und Heckenrosen von Georg Engelbach. Der I. Theil behandelt biblische Stoffe in würdiger und ansprechender Form. Wir möchten hier nur beispielsweise aus Davids Klage um Jonathan verweisen. Der II. Theil (Heckenrosen) besingt in gemüthlicher und äußerst feffelnder Art daS Leben, Lieben und Leiden der Bewohner unseres Dogelsberges. Wir wollen nur einige Lieder nennen; Nr. 2 „Don den Bergen laßt mich singen, Auf den Bergen schallt mein Lied, Wo die Luft, die klarbeschwingte, Durch die freien Wipfel zieht". Nicht weniger sind „Sonntagsgang", „Abends im Walde" u. A. Ergreifend und mächtig wirken andere wie „Sturm", „Im Schneestarm", „Das Freiherngrab im Walde". Der III. Theil endlich bringt „Verschiedenes". Da bie Ausstattung vortrefflich, der Preis mäßig gestellt ist, können wir daS Buch allen Freunden der Poesie mit gutem Gewiffen empfehlen. Es eignet sich auch zu Geschenken an die reifere Jugend, z. B. an Confirmanden. V. Handel und Verkehr. Gießen, 27. März. Auf Dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1,20 bis^L 1.30, Hübnereier 2 Stück 10—13 H, Gänseeier per Stück 10 — 12^, Enteneier 2 Stück 11-13 4- Käse per Stück 5—8 H, Käsematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar J4 0.90—1.05, Hühner per Stück JL 1.40—2.40, Hahnen per St. X 170 bis 2.50, Enten per Stück JL 2.30-3.00, Kartoffeln per 100 Kilo JL 8—9.00, Zwiebeln p. Ctr 15—18, Milch per Liter 16 und 18 H, Ockienfleisch 66-68^ per Pfd., Kuh- und Ninblleisck 48—56.$, Kalbfleisch 40—46 H, Hammelfleisch 60—70 Sckweinefletick 60 L» Origiieal-Börsrn-Wochenbericht des Bankhauses Max Levenftein in Berlin W., Charlottenftr. 55. (27. Marz 11180.) Die abgelaufene Woche gehörte zu ben geschäftlich verkehrslosesten der letzten Monate, obschon in dieselbe die Regulirungstage gefallen sind. Ohne daß politische Vorfälle irgend welcher Art oder ein sonstiger äußerlicher Anlaß zu regiftriren gewesen wäre, wurden die Course fast sämmtlicher speculaliven Wertl)e in stark weichende Richtung gedrängt. Auf eine successive Besserung wird nur dann zu rechnen sein, wenn der Retnigungsprozeß, der sich augenblicklich vollzieht, nicht wieder durch künstliche Mittel ausgehalten wird, wie dies schon einmal zu Beginn dieses Monats geschehen ist. Der internationale Spceulationsmarkt trug in den ersten Tagen der Woche das Gepräge vollständiger Geschäftslosigkeit bei nur wenig schwankenden Notizen. Das Bekanntwerden einzelner Ziffern der Creditanstalt-Bilanz gab indeß schon am Dienstag Veranlassung, die Situation zu klären. Die Course geriethen von da ab fast ohne Unterbrechung in weichende Bewegung, und ohne Rücksicht darauf, daß der flüssige Geldstand die Repartirnng ziemlich leicht gestattet haben würde, wurde das Angebot von -Tag zu Tag drängender. W^nrHer empfindlich als. Creditactien hatten Franzqsen und Lombarden zu leidens erstere empfanden vorübergehend sogar einen Stützpunkt in den von Paris gemeldeten Rotirungcn. — Einer durchaus festen Haltung hatten sich ausländische Rentenpapiere zu erfreuen. Namentlich gilt dies für Ungarische Goldrente, welche in großen Summen aus dem Markte genommen wurden. Selbst russische Werthe waren verhältniß- mäßia leidlich behauptet. , r r ' Auch Deutsche Bahnen wurden von der rückgängtgen Bewegung verhältnlßmäßrg nur wenig beeinflußt. Allerdings erfuhren die speculaliven Devisen wie: Oberschlestsche, Bergische und Mainzer kleinere Rückgänge, aber es traten zu den gewichenen Cour,en doch immer wieder gute Käufer auf. Sonst sind besonders Anhalter hervorzuheben, für welche bei erhöhtem Preise reger Begehr war, aus Anlaß der nunmehr auf 5pCt. festgesetzten vorjährigen Dividende. Kleine Bahnen lagen still und waren meist billiger. Ostpreußische Südbahn und Görlitzer erzielten im Anfang der Woche geringe Besserungen, welche indeß später wieder verloren gingen. Münster-Enschede-Stammactien beliebt. In Banken war die Stimmung eine matte. Besonders zu leiden hatten DiSconto Commanditantheile, in denen ein starkes Hausse-Engagement vorhanden war. Das Nämliche gilt von Deutsche Bank, die den dieswöchentlichen Verkehr mit einer größeren Einbuße verlassen. Auch Darmstädter Bank erfuhren auf's '.Neue einen mehrprocentigen Coursverlust. Ucberaus matt lagen Hypothekenbanken, besonders Pommersche. Besser hielten sich Leipziger Credit, junge Gothaer Grundcrcdit und Berliner Handelsgesellschaft. Unter den Bergwerken machte die rückläufige Bewegung weitere Fortschritte. Dieselben Erwägungen, welche für die weichende Tendenz in Dortmunder Union und Laura- hütte geltend gemacht wurden, waren auch der Anlaß für bie Abschwächungen der Cassa- werthe. Ein Ankauf von Kohlen- und Eisen-Industrie-Actien selbst bei heutigen Notizen möchte noch nicht räthlich erscheinen, weil nicht abzusehen ist, ob der Rückgang dieser beiden Producte nicht noch weiter um sich greift. Anders zu beurtheilen sind diejenigen Gesellschaften, welche der Blei-, Kupfer, ober Zink-Branche angehören, weil die Preise dieser Metalle fortdauernd günstig und sogar steigend bleiben. Die Papiere solcher Gesellschaften fanden denn auch willig Rehmer. Neu zur Einführung gelangten die Pfandbriefe des Haseler Kupferbergwerkes, welche zu 95pCt. in großen Beträgen aus dem Markte genommen wurden, da dieses Papier, bei unbedingter Sicherheit, mit einem festen Zins von 6pCt. ausqestattct ist und innerhalb 20 Jahren mit 120 pCt. zur Amortisation gelangt. ^ndnftriepapiere behaupteten im Allgemeinen ziemlich feste Tendenz. Die Umsätze in denselben waren indeß von so geringer Bedeutung, daß nicht ein Effect besonders hervorgehoben zu werden verdient. (2145 Ausrug aus den Stsndesamtsregistern des Stsndessmts Gießen Vom 20. bis 26. März 1880. Aufgebote. März. 23. Postschaffner Johann Georg Heckmann von Gammelsbach mit Marie Lang. Tockter des Landwirths Heinrich Lang von Rainrod. 23. Zimmermann Karl Schmidt von Krofdorf mit Elisabethe Naumann, Tochter deS Taglöhners Jacob Naumann von Nieder- Oflciden. 24. Weichensteller Hermann Rebberg, Wittwer von Steinbach, mit Margarethe Elisabeth Faber, Tochter des Zimmermanns Johannes Faber von Stcinhelm. 24. Küfer Georg Julius Euler II von Gießen mit Friederike Dorothea Leun, geb. Weismüller Wittwe des Wirths und Küfers Johannes Leun von Gießen 24. Metzgermeister Karl Peter Sack von Gießen mit Christiane Louise Zoll, Tochter des Barbiero Heinrich Zoll von Niederursel. 25. Kaufmann Ferdinand August Gail von Gießen mit Anna Hubertine Arnold, Tochter des Telesraphenbcamten Johannes Ludwig Wilhelm Arnold von Frankfurt a. J«• Eheschließungen. März. 20. Kaufmann Wilhelm Hanftein von Friedberg mit Henriette Marie Wüker, Tockter des Staatsanwaltsgehiifen Carl Wilker von Gießen. 24. Taglobner Hermann Bender von Grüningen mit Elisabeth Zecker von Krofdorf. 25. Fabrikant August Wilhelm Hermann Küchel von Butzbach mit Louise Burkhardt, Tochter des verst. Kaufmanns Georg Burkhardt von Gießen. Geborene. Wär». 16. Christiane Louise Marie, Tochter M Dl-nstmann« Philipp Müller V. 13 o^Iel-b außerehelich von auswärts. 14. Catharine. außerehelich von auSwarto. 14 Margarethe Therese, außerehelich von auswart«. 16 Anna Ma^e Eli,, außerehelich von auswärts. 18. Louis Car,. Sohn des Schreiner« Hermann Krocker. 18. Dem Metzger, meister Hermann Euler ein Sohn. 21. Anna. Tochter de« M-chamku« Johanne« Kart Hatz. IS- Mhel MM SV®“*' **«? Irf Lud» g!» Den 20. ' Friedberg Fried«' Wen dahier x-l 1 Den 2d. 1 Värgermetsttts ß Kaufmanns Den 21. 9 Ottilie Sophie, g Anmeldun können von der Gießen Msntug 3}ad)' lasse ich folgend eine gut etha mit vollstand Wagen, Pflüg butten, mehret Mer, 1 tinfpä fleftfiirr, mcfii MLtr.Apselru 80 Ltr. Frucht, 5 M Cigarrrn ■ 2125) $dl 2122) F,chz kaufen bei Kind größter Ausn ___Jö Rollmö, marin, pikant 0chse, Miehlen J- A. B -S.L" äE ^Wtana« unbjj Sri den tat Lcvcusttin in Docter Katz bei Turneriiüte bet 2109) Marktstraße. 2143) s p ■ nirtf «mpfiehlt 2128) »schon in dieselbe bit wllcher Art oder ein lourse faft smmtlicher it juccessive Äesserun- Kleesamen, Grassamen, empfiehlt Willi. Seibert Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 28. März biS 3. April besorgt Pfarrer Schlosser. Den 22. März. Johannes Schußler, Telegraphist, alt 34 I. 8 M. 3 T., gestorben 20. März.____________________________________________________________________ 2W Geräucherten Lachs im Anschnitt, "Ä® SMF neue Kartoffel, Kopfsalat, “M DEr- Geflügel in großer Auswahl, Hecht und Schellfisch Am II. O sterfeiertag den 29. März. Morgens: Pfarrverwalter Schöner. — Nachmittags: Mitprediger Dr. Buchh old. Am II. Osterfeiertag wird Vor- und Nachmittags eine von dem Kirchenvorstand zu vertheilende Collecte für die Armen erhobrn werden. Bekanntmachung Betr.: Die Wilhelmsspende. Anmeldungsformulare für Einlagen bei der Kaiser-Wilhelms-Spende Tonnen von der unterzeichneten Behörde bezogen werden. Gießen, den 24. März 1880. (2129 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. _______ 19. Martin Christian, Sohn des Schreiners Werner Struth. 20. Eduard, Sohn deS Mechrmtkus Wilhelm Graf. 21. Lina, Tochter des Feldwebels im II. Großh. Hess. Jnf.- Regt. Rr. 116 Wilhelm Mitze. 23. Johannes Louis, Sohn des Schreiners Johann Meusel. 24 Marie, Tochter des Gütervorstehers Franz Zöckler. Gestorbene. März. 19. Seiler Ludwig Nikolaus Huhn, 56 Jahre alt. 20. Telegraphist Johannes Sckükler 34 Jahre alt. 20 Mathilde Christiane Justine, 9 Monate alt, Tochter des Glasers .Heinrich Gröninaer. 20. Ludwig, 4 Jahre alt, Sohn des Landwirths Conrad Wallbott von Steinberg. 20. Gertrude, 2 Jahre alt, Tochter des Försters Wilhelm Lehmann von Ulm. 21 Marte Sophie, 3 Monate alt, Tochter des Schuhmachers Johannes Siek. 20. Katharine Maring 53 Jahre alt, von Nteder^Wöllstadt. 23. Ein todtgeborener außerehelicher Sohn pon auswärts. 23. Louise Karoline Phtlippine Gtlmer, leoig, 66 Jahre alt, Tochter des verst. Geh. Oberfinanzraths Theodor Gilmar. 23. Schneider Karl Grvde von Beuern. 24. Heinrich Karl Ludwig, 4 Monate alt, Sohn des Conditors Heinrich Kinkel. 25. Moritz, 2 Jahre alt, Sohn des Schneiders Jakob Kahn._______________ Timt legen der 8ch lenden Älizen. 26 ß ich« am Dienßnz c ab faft ebne Unter der fluffige MH Angebot von lag n« vnb iombarbm , in ocr. von ^anä ausländische Rente»: ne, welche in g* Ihr wen Verhältnis- Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGiesten Gottesdienst: Am I Osterfeiertag den 28. März. Morgens.- Pfarrer Schlosser. — Nachmittags: Gymnasiallehrer Stamm. 11 dir M Such alhi 1 I“ ^tichmken « btt ___V. co e» ein Pune feine Le-er-Dumenzugstiesel Aeilgeöolenes. 2122) Sechs junge Hühner zu verkaufen bei Ludwig Pfaff. Bettfedern u. Daunen. 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Sohn und Henriette Marie Wilker, des Staatsanwultsge- Hilfen dahier Karl Wilker ehel. Tochter. Den 25. Marz. August Wilhelm Hermann Küchel. Fabrikant zu Butzbach, deS Großh. Bürgermeisters daselbst Jakob Wilhelm Küchel ehel. Sohn und Louise Burkhardt, deS verst. Kaufmanns Georg Burkhardt dahier ehel. Tochter. Getaufte. Den 21. März. Dem Großh. Prokesior Dr. Ferdinand Adolf Kehrer eine Tochter, Ottilie Sophie, geb. den 13. Februar. C L. Gail, Schulstraße. Für Consumenten u. Händler, ff, Guatemala-Kaffee, vorzüglich im Geschmack, roh per Pfd. Mk. 1, gebrannt per Pfd. Mk. 1.23, zollfrei, Postpackete von 9 Pfd. portofrei, gegen Nachnahme empfiehlt (2085 _______Heinrich Hein, Hamburg. 2130) Von heute an vorzügliches Bockbier im Zapf, per Topf 15 H, per Schoppen 18 H. Restauration Bramm. Vorzüglichen Aepfelwein empfiehlt Ferdinand Felsing, 2100)___Neuenweg.________ Lugmbiurlich vollzichi. )oc einmal zu 8ezm Kinderwagen Är größter Auswahl empfiehlt billigst __W. Ferber, Lindenplatz. "Rollmöpse, marinirte Häringe in pikanter Sauce, sowie Ochfenmaulsalat empfehlen (2121 J. A. Busch Söhne. 2111) Frühkartoffel und Früh-Rosa- rartoffel werden verkauft _______Mühlgafie D 84- " 2110) Kuhmttt verkauft Friedr. Müller, Neustadt. 2142) Vnwätter^Weißer im Arrest- haus verkauft Umzugshalber 300 fichtene Bohnenstangen, 4 Stück Oleanderbäume, eine Schnitzbank mit Messer, Schreiner- werkzeug und allerlei Hausrath. r-l!HM-1 \ tu#11® Aargarkihe | * n 2141) Stets frisch abqekochten Schinken empfiehlt __________Metzger U. Firr. Verschiedene Sorten Weissweine sowie französische Rothweine empfehlen (2118 I. A. Busch Söhne. Lieferung vollständiger Betten ■ in streng reeller Ausführung. i Ghülerien und RoMtten. ; Weiße KoryLnge alter Art. Noukeanr-Wrell in de« gangSarsten Jesstns. Gemalte Fenster - Rouleaux. “ Uebernahme vollständiger Einrichtungen mit kürzester Lieferungs-Zeit. ° mOOOCOOOCOJCg^UUO^ -tXKXJOÖÜlXgXKXJ^^ Geschäfts-Eröffnung. 1857) Hierdurch die ergebene Mittheilunq, daß ich mit dem Heutigen in dem Hause des Herrn Plank^ Bahnhofstraße G. 913/io, ein Specereiwaaren- und Flaschenbiergescbäft eröffnet b°be und halte mich geehrtem Publikum, unter Zusicherung reeller Bedienung, bestens empfohlen. Gießen, den 18. März 1880. _______Philipp Bob. Grossherzogliche technische Hochschule zu Darmstadt. Beginn des Sommer-Semesters 1880 am 19. April. Anmeldungen bis 15. April. Programme gratis vom Secretariat. 2093) »le Dlreetion: H. Wagner. Aermiethungen. 2092) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- Linet, sowie ein solches ohne Cabinet, zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Bl. 2098) Ein kleines Logis zu vermiethen bei Lchlosier Noll, Neustadter Thor. 2Ö95)"1Möblirtes.Zimmer zu vermiethen. W. Ferber, Lindenplatz. Jür Einjährige. 2099) Möblirte Zimmer zu vermiethen bei H. Noll, Sonnenstraße B. 74. 2082) Ein schönes Familienlogis von 6—12 Zimmern rc. nebst abgeschlossenem Vorgarten vom 1. Juli ab zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 2075) Im unteren Stock meines Hauses ist eine Wohnung von 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. _______________Rechtsanwalt BricL 2080) Ein Mansardenzimmer, einfach möblirt, zu vermiethen. ________________Chr. Wallenfels. 2084) Em Zimmer mit oder ohne Kammer, für eine einzelne Dame, ist vom 1. April ab zu vermiethen im Vorderhaus des Herrn Keck._______________________ 2136) Ein gut möblirtes Zimmer per sofort zu vermiethen. Böger, Uhrmacher. 2137) Scheuer, Stallung mit Hofraum pr. 1. Juni zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.____________________________ 2132) Ein Logis mit allen Annehmlichkeiten, auf.Wunsch auch mit Garten lst zu vermi^tben bei________(F. Rahn. 2116) Ein Mansarden-Logis, bestehend aus 3 Zimmern, 2 Cabineten mit abgeschlossenem Corridor, sowie allem sonstigen Zubehör, bis Juni d. I. zu vermiethen. Grerhard, Riegelpfav. 2124) Ein möblirtes Zimmer, ebener Erde, in der Nähe der Kaserne, zu oer- miethen._______________Lindenaasse 229. 2112) Ein möblirtes Zimmer für einen einj. Freiw. zu vermiethen. Brandgasse 201. 2117) Möblirte Zimmer zu vermiethen bei Lehrer Hch. Schmidt, WaUthorstr. 2102) In meinem neuerbauten Hause sind zwei Zimmer nebst Keller und Hofraum zu vermiethen. Jakob Kröck, __Wirth in Heuchelheim. 2104) Ein unmöblirtes Zimmer zu oers miethen. Zu erfragen auf der Exp. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 2081) Ein junger Mann mit den nöthigen Vorkenntnissen, insbesondere hübsche Handschrift wird zum alsbaldigen Eintritt in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________________ 2087) Lehrling gesucht von ________________Aug. Schlesfinger. 2097) Ich warne hiermit Jedermann, irgend Jemand, mag sein wer da will, auf meinen Namen Etwas zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Darmstadt, den 26. März 1880. ____________Wehn, Rendant. 2139, Freie Wohnung und sonstige Vergütung erhält ein cand. theol. oder phil., welcher einem Jungen täglich einige Stundcn Unterricht ertheilen kann. Näheres in der Exped. d. Bl._________ E>r. Nuffensteinbrenner findet dauernde Beichäfti ung bet (2090 Joh. Sommerlad III., Be»ern 2138) Ein Lehrling, sowie ein unmöblirtes Zimmer zu miethen gesucht. ____________P. Hollmann, Tapezier. 2131) Ein ordentliches Mädchen, das gründlich alle Arbeit versteht, wird gegen Hohen Lohn gesucht von ________________Frau C Rahn. 2091) Einen selbstständigen zuverl. Bäcker sucht_______August Jüngst, Wetzlar. 2119) Ein Bursche wird zu sofortigem Eintritt gesucht. ______________Emil Lotz, Kirchenplatz. Maurrr und Handlanger werden gesucht von (2106 I. Wagner, Maurermstr. Müller-Billen i (zum Schäi fen der Steine) werden unter Garantic geschärft bei Schmiedmeister Becker, Wallthor. Kindergarten. Mit dem Heutigen habe ich den seither von Frau Dr. Diehm geleiteten Kindergarten übernommen. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch liebevolle Behandlung der mir anvertrauten Kinder das Vertrauen der geehrten Eltern zu erwerben. Dies zur vorläufigen Anzeige. Achtungsvoll Krau CWwtff JKoffee. NB. Anmeldungen nehme jederzeit in meiner Wohnung bei Herrn Lehrer Rahn, Wetzsteingasse, entgegen. (2144 VorbereitdOgs-liistihit m Giessest Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär specielle Finanz- und Geometer - Examina, für den kaufmännischen Beruf sowie behufs Aufnahme in polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsieute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmen aber behindert sind, ist ein Abend-Cürsus eingerichtet. Beginn des Sommer-Semesters am 1^. Resultate: Seit dem fünfjährigen Bestehen der Anstalt gelangten durchschnittlich 90 pCt. aller Vorbereiteten zu einem günstigen Resultat. Der VDrsteher : 1906) Or« Kitbet» Am. dritten Osterieiertag: Tanz - Musik