udrung oon tkr-Anlagm T’TTuctijm, empWkßch *Tf ließen D. 207. "*mtintrau^t^rten • ■ :mtn Dr. Buch- । Jrdnhft, wird beten ur.b cohbität nachge- -re'Kimen Haaren wer- a suMer Stbieming eoe ifnedr-cb Welker, Neustadt 154. ; Juli l.'Belosli« L'NSv^beM 2 f wttir* ..Taartit werben^ trfjk billigst°ng^ ^Lsäsra ;■ JS'Äfi’S L?rMet ZAtz< ^Ld°lgsplatz Z>vs-i sSsjä: J2* k09I5 von mjur_~ h &W 7-^UmStetn. ‘Wen. S Ä.M ifq ----£JSs__ ’ »tmTfiTTS tt«»t bnr°hnkj>^ ,b'5 » 1. Dttata nfaal m Äbonneineat. Actienbier. Mv eonntaß' itr Erprt-Bin. A. Laawe. liiemam von Dame» rr; _-jf gelernte Kleider V._ Honorar ArbtL ' juft an. . । b« 3. vM .... A>tlni, SiSntötiß1 805 it'.'.j LLK J^®55fn in den tuen -Liun B. gg. srv. 172. Dienstag den 27. Juli 1880. Erscheint täglich mit Ausnahme des SRontagä Preis vierteljährlich 2 ^arf 20 Pf. mit BringerTöhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^. NedactionSbureaur «rpeditionSbureaur Amtlicher Hheil. Lang-Göns, den 25. Juli 1880. Betreffend: Vorschläge wegen Abänderung des Systems der directen Steuern. Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an die Kirchenvorstände des Dekanats. Großherzogliches Oberconststorium hat mich an die baldige Erledigung der auch Ihnen zugegangenen Verfügung vom 7. Mai d. I. (Amtsbl.'.XVII) erinnert. Ich fordere daher diejenigen unter Ihnen, welche dieser Verfügung noch nicht nachgekommen sind, aus, die verlangten Güterverzeichntsse^längstens mit dem nächsten Gang des Dekanatsboten etnzusenden. Strack. Die deutsche Finanzreform. Seit Jahren hört man viel singen und sagen von einer allgemeinen gründlichen deutschen Finamreform, welche die Defictts der Einzelstaaten beseitigen soll. Im Bundesrathe, im Reichstage und in Wahlversammlungen sind darob gar viele Reden gehalten worden; einer lebhaften Correspondenz zwischen den einzelnen Regierungen ist die Heidelberger Conserenz der Finanz- Minister gefolgt; mit krampfhafter Anstrengung haben die preußischen Mini- tzerien und daS deutsche Reichskanzleramt Vorarbeiten gemacht; wie man hört, sollen nun abermals die deutschen Finanzminister in Coburg Berathung halten; aber trotz alledem und alledem liegt ein richtiger „Plan", eine wirkliche „Reform", die Hand und Fuß hat, nicht vor. Beim großen Faß zu Heidelberg kam nicht mehr zu Tage, als man vorher wußte, daß nämlich das TabakSmonopol geeignet sei, die fehlenden Gelder zu schaffen, und man darf gespannt sein, ob diese Weisheit in Coburg einfach aufgewärmt oder ein anderer Weg aus der Trübsal der Destcits entdeckt werden wird. Das Tabaksmonopol, so will und bestehlt es Fürst Bismarck, soll nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden; nichtsdestoweniger ist klar, daß vorläufig aus eine Annahme befleißen nicht zu rechnen ist. Da nun aber die Mehreinnahmen des Reiches höchst unbedeutend sind, so wird man sich in Coburg über die Erhöhung bestehender und die Einführung neuer Steuern den Kops zerbrechen. Wir sind zwar schon besteuert „vom Scheitel bis zur Zeh'", aber es gießt noch genug Dinge, die nicht versteuert sind, und da man in finanzministeriellen Kreisen sehr findig ist, so wird es an einem neuen Steuer- Bouquet von einem halßen oder ganzen Dutzend neuer Steuerßlumen nicht fehlen. Eine Finanzreform, die wiederum neue Steuern bringt, ist wenig populär; braucht das Reich aber immer und immer wieder Geld, so wird es beschafft werden müssen. Jedenfalls dürfte jetzt eine Anleihe des Reiches in Höhe der Deficits der Einzelstaaten, welche das Geld nimmt, wo es disponibel ist, nützlicher fein als eine neue bedeutende Steuererhöhung, welche zwangsweise das Geld auch dort nimmt, wo eS vom Volke dringend gebraucht wird. Die Einnahmen des Reiches werden sich voraussichtlich noch beträchtlich heben, und zwar schon im lausenden Jahre, woraus zu folgern, daß cs nicht gut und wohlgethan ist, voreilig neue Steuern zu bewilligen. Darüber und nebenbei noch über die häuslichen Sorgen des heimischen Finanzministeriums denken allein die Finanzmintster der Einzelstaaten nach; zu einer genialen und großartigen Finanzresorm werden solche Heidelberger und Coburger Finanzcon- frrenzen niemals führen; sie mögen gemüthlich sein, auch belehrend, aber schöpferisch können sie nie werden. Zur Schöpfung einer Finanzresorm gehörte stets ein Schöpfer, ein Geist, der sich über die Rechenmaschinen erhob. Ist kein Ftnanzgente da? möchte man heute im Reichstage fragen, und ebenso vergeblich fleht man sich in den hohen deutschen Beamtenkreisen nach einer geeigneten Kraft um, — es fehlt auch noch der rechte Platz für dieselbe, der Sessel eines deutschen Finanzministers. Wohl möglich, daß wenn die Stellung und die volle Macht da ist, sich auch the right man in the right place find en wird. Deutschland. Darmstadt, 24. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog laßen allergnädigst geruht: am 17. Juli den Amtsrichter bet dem Amtsgerichte Gießen Hermann Oppermann zum Landgertchtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Oberheffen, am 21. Juli den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Vilbel Karl Pückel zum Amtsrichter bei dem/Amtsgerichte Gießen — zu ernennen. Darmstadt, 24. Juli. Das Ausschretben des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, Sectton für Justizverwaltung, Nr. 37 ist an die Staatsanwaltschaften gerichtet und betrifft die Dienstvorschriften für die Hülfsbeamten der Staatsanwaltschaft. m. Darmstadt, 25. Juli. Der Gesetzgebungsausschuh der zweiten Kammer wird Mittwoch den 28. d. M. zusammentreten. Gegenstand der Berathung wird der unterm 12. Februar d I. der Kammer von Seitens des Gr. Ministeriums des Innern und btr Justiz zugegangene Gesetzesentwurf, das Rechnungsjahr für den Gememdehaushalt betreffend, bilden. Nach dem Entwürfe soll das Rechnungsjahr für den Gemeinde» haushalt vom 1. April 1881 an allgemein mit dem 1. April beginnen und mit dem 31. März des darauf folgenden Jahres schließen. Dem Ausschlag der Communal- steuern für das erste Vierteljahr des Jahres 1881 sollen die Stenerkapltalten zu Grunde «legt werden, die für das Rechnungsjahr des Staates 1880/81 ermittelt sind. Nach jlrt. 3 des Gesetzentwurfes ist das Gr. Ministerium des Innern und der Justiz mit der Ausführung des Gesetzes beauftragt. Wenn demselben dabei zugleich ausdrücklich überlassen bleibt, die Termine zur Einsendung der Voranschläge und Rechnungen der Gemeinden allgemein zu bestimmen, so soll damit nach den dem Gesetzesentwurfe beigegebenen Mottven die bisher durch Gesetz vorgeschriebene Fixirung dieser Termine aufgehoben sein, da die Festsetzung derselben durch das Gesetz weiterhin nicht noth- wendig erscheint, sie vielmehr recht wohl durch die oberste Verwaltungsbehörde erfolgen kann. Dabei soll den Gemeinden gestattet bleiben, auf dem Wege statutarischer Anordnung eine andere Frist hierfür zu bestimmen. Als weiterer Gegenstand der Vorberathung des Ausschusses erscheint der den Ständen unterm 17. d. M. zugeganae Gesetzentwurf in Betreff des Rechnungsjahres für den Haushalt der Provinzen und der Kreise. Derselbe umfaßt drei Artikel und bestimmt, daß das Rechnungsjahr für den Haushalt der Provinzen und der Kreise vom 1. April 1881 an mit dem 1. April beginnt und mit dem 31. März des darauf folgenden Jahres schließt, daß für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1881 die Provinzen und die Kreise den vierten Theil der für das Jahr 1880 vorgesehenen Beiträge von den Kreisen und den Gemeinden erheben, und endlich, daß die Aufstellung des Voranschlags über die muthmaßltchen Einnahmen.und Ausgaben der Provinzial- und der Kreiskafsen alljährlich im Monat August stattfindet. Durch letztere Bestimmung wird der durch Art. 40 der Kreisordnung auf den Monat Mai eines jeden Jahres bestimmte Termin zur Aufstellung des Voranschlags der Provinzial- und der Kreiskassen, der Verlegung des Rechnungsjahres entsprechend, auf den Monat August festgesetzt. Selbstverständlich wird dann auch die regelmäßige Versammlung des Provinzial- und des Kreistags, die nach Art. 33 des erwähnten Gesetzes im Mai oder Sunt eines jeden Jahres abgehalten werden soll, zweckmäßig erst im September oder 'ktober ftattfinben; eine anderweite gesetzliche Regulirung der Zeit ihrer Abhaltung erscheint indessen nach den Motiven einstweilen nicht geboten, da dem Provinzial- und dem Kreistag jetzt schon zusteht, eine andere Zeit dazu durch statutarische Anordnung zu bestimmen. Berlin, 22. Juli. Aus Petersburg meldet das „Tageßl.": Die Schandthat des Mörders der Frau Skobeleff ist geradezu ungeheuerlich, wenn man erfährt, daß dieser Unmensch seine ganze Existenz und Carriöre dem Sohne der Ermordeten, General Skoßeleff II., zu verdanken Hal. Der Mör- der heißt Ufati, war erst 27 Jabre alt, und galt als ßesonders tapferer Officier. Seine AuSßildung und Erziehung hat er in der hiesigen Ingenieurschule genoflen. Er wurde im Jahre 1870 nach einem glänzenden Examen russischer Sappeurfähnrich mit Osstciersrang. Bei Ausbruch des Ausstandes ging er 1876 zu den Montenegrinern. Fürst Nikolaus von Montenegro zeichnete ihn persönlich wegen ausgezeichneter Tapferkeit mit dem Danilo-Orden aus. Im Jahre 1877 ers chien Ufati auf dem russisch-türkischen Kriegsschau, platz und wurde durch General Skobeleff's Vermittlung als Freiwilliger im 63. Infanterieregiment Uglitsch von der 16. (Skobeleff'schen) Division angestellt im Osficiercorps. Er bittet General Skobeleff selbst um seine Beförderung zum ordentlichen Officier für seine Bravour vor dem Feinde. Ufati schlich sich z. B. bei Brestowatz recognoscirend in den Rücken der türkischen Stellung. Er ward in Folge dessen Ordonnanzosficier beim RegimentScommandeur und sodann Adjutant bei Skobelcff, der ihn seiner Bravour wegen in jeder Weise protegirte. Für seine Unerschrockenheit im Gefechte am „grünen Berge" und später bei Schiwin erhält Usati den Wladimir-Orden 4. Klaffe, das Georgen- kreuz und schließlich den goldenen Säbel „für Tapferkeit." Letztere Auszeichnung ist sonst nur für hohe Officiere bestimmt. Bei Schiwin ist Usati der Allererste in der feindlichen Redoute. Der kürzlich bei der Skobeleff'schen Expedition von Tekenzen ermordete Doctor Studitzki nennt Ufati einen Ritter ohne Furcht und Tadel. Kameraden beschreiben ihn mittleren Wuchses, kräftig gebaut, energische fast finstere Gesichtszüge. Er liebte sehr das Spie! und die Weiber. Seiner gänzlichen Todesverachtung und glänzenden Bravour wegen bildete sich zwischen General Skobeleff und ihm bald ein freundschaftliches Verhältniß. Aus Verwendung des Generals erhält Usati den Rang eines Jngenieur-Capitäns, als welcher er bei der rumelischen Miliz nach dem Abmarsch der russischen Occupationstruppen zurückbleibt. Nach Vorstehendem erschien gerade Lieutenant Usati als der allergeeignetste Beschützer der bejahrten Frau Generalin Skobeleff, Mutter seines Gönners. Es ist ein eigenthumliches Zusammentreffen, daß Usati gleichzeitig mit dem vorjährigen Raubmörder Lieutenant Landsberg die Ingenieurschule absolvirte. Beide traten 1870 aus. Die Leiche der ermordeten Generalin ward einbalsamirt nach Bujukdere zur russischen Botschaft gebracht und wird auf Wunsch des Schwagers, Hausmmi- sters Grafen Adlersberg, hierher übergesührt. In allen Kreisen herrscht das tiefste Mitgefühl. An den so hart betroffenen Sohn, General Skobeleff. gingen Seitens des Kaisers Alexander und des Großfürsten sofort Beileids- Telegramme ab. . Berlin, 24 Juli. Der „Nordd. Allg. Ztg. wird mitgetheilt, der in verschiedene Blätter übergegangene Inhalt der Unterredung, welche der Finanzminister mit den Mitgliedern der Hamburger Anschlußpartei hatte, sei vielfach unvollständig, ebenso vielfach mißverstanden und in einzelnen Punkten unrichtig wiedergegeben worden. Berlin, 24. Juli. Abends. Fürst Bismarck ist heute Abend von Friedrichsruhe hierher zurückgekehrt. ! Mannheim, 24. Juli- Heute Morgen 4 Uhr ist die Bedachung des ; kleinen K-sielhauses in der Maschinenhalle der PfalzgamAusstellu-eg^ abgebrannt, j Die Ausstellung selbst ist vollständig unverletzt. Hesterreich. Wien, 24. Juli. Das hiesige ,Telegr. Eorresp.-Bureau" meldete ! Wiewohl dir Hoffnung noch nicht aufgegeben ist, daß die Pforte im letzten : Augenblicke auf Widerstand verzichten werde, so sind dennoch hier bereits Vor- i kehrungen zur Betheiligung an der Flottendemonstration getroffen, zu welcher | das Panzerschiff „Eugen" bereits bestimmt ist; wegen des zweiten Schiffes I schwankt noch die Wahl zwischen dem Panzerschiffe „Custozza" und der Dampf- । Fregatte „Laudon". \ Dänemark. ! Kopenhagen, 24. Juli. Der Reichstag hat das Armee-Organisations- gesetz definitiv angenommen. Die Session des Reichstages wurde heute geschloffen. Irankreich. Paris, 24. Juli. Vor einigen Wochen hatte die legitimistische „Civilisation" eine Subscription eröffnet, aus deren Errrag dem Grasen von Chambord zu seinem Namenstage ein Geschenk angeboten werden sollte. Es wurden von 9000 Personen circa 16,000 Frcs. zusammengelegt, ein Resultat, von dem man annehmen darf, daß es den Erwartungen des von Illusionen zehrenden Prätendenten selbst nicht entsprach. Er rschtete daher an die „Civilisation" ein Schreiben, des Inhalts, daß „in dem Augenblicke, wo die Thore Frankreichs/ die sich vor den Mördern aufthun, vor den Dienern und Dienerinnen der Armen, der Geringen, der Enterbten dieser Welt schließen", di- 16,000 Frcs. keine bcffere Verwendung finden könnten, „als wenn sie den Brüdern der christlichen Lehre cingehändigt würden." Diesem Wunsche wurde entsprochen und vorgestern nahm der Superior der Lehrbrüder, Pater Jrlide, das Scherflein der Legitimisten in Empfang. Der Subscriptionsbogen liest sich zum Thetl sehr posstrlich: Da ist ein kleines Kind, Mademoiselle Berthe, „welches Alles, was unsere gute Republik thut. verabscheut", 2 Frcs.; ein Portier, der „Gott, der Religion, dem König" 25 Centimes schenkt: Fräulein L. M., „welche den Tod der Freiheit beweint", 50 Centimes; ein anderer Unzufriedener, der „dem Kinde des Wunders, dem Prinzen Europas, Henri Dieudonne, meinem König", 10 Centimes widmet u. s. w., eine ganze Liste vor. Personen, welche es darauf abgesehen zu haben scheinen, ihren Roy etwas lächerlich zu machen. Paris, 24. Juli, Abends. Präsident Grevy hatte beute Vormittag eine längere Unterredung mit dem russischen Botschafter Orloff. Türker. Konstantinopel, 24. Juli. Der montenegrinische Geschäftsträger ist heute in Folge seiner Abberufung nach Cetiinje abgercist._____________________ Telegraphische Depeschen. Wagoer'» telegr» E»reesv»ode«r ’ Voees«,. Berlin, 25. Juli. Bezüglich des bei der Discusston der Elbzollsrage von Virchow im Reichstage erwähnten Briefes des Reichskanzlers an den Finanz- mintster erführt die „Nordd. Allg. Ztg.": Der Reichskanzler habe sich bet jeder Gelegenheit in jenem Sinne geäußert. Es wär? nicht nothwendig gewesen, Briese zu stehlen, um festzustellen, daß der Reichskanzler sich für das schließliche Ziel der Einheit des deutschen Zollgebietes interessire. Das An- ßreben dieses Zieles gehöre einfach zu den Aufgaben seines Amtes, die er ohne Pflichtverletzung nicht vernachlässigen könne. Der Reichskanzler, der auf diesem Gebiete nicht die Verwirklichung der nationalen Einheit mit allen verfassungsmäßigen Mitteln erstrebe, sei nicht zu brauchen, sondern zu entlasten. Der „Nordd. Allg. Ztg." werden als Aeußerung des Reichskanzlers die Worte citirt: Henn ich gewußt hätte, daß die Herren Werth darauf legen, schriftlich constatirt zu sehen, daß ich meine Schuldigkeit thue, würde ich Ihnen gern zehn solcher Briese geschrieben haben. Es ist meine Pflicht, den Anschluß der Hansastädte zu erstreben, natürlich mit gesetzlichen Mitteln und unter Achtung vor dem Art. 34 der Reichsverfastung. Die Retchspolitik muß daraus gerichtet sein, die Zustimmung der Hansaflädte zum Anschluffe an das Reichszollgebtet zu gewinnen. Frankfurt a. M., 25. Juli. Das 5. allgemeine deutsche Turnfest wurde heute Vormittag mit einem großartigen Festzuge eröffnet, der sich von 11 Uhr an durch die aus's Prächtigste geschmückten Hauptstraßen der Stadt bewegte. An demselben nahmen über 10,000 Turner, ferner 5000 Sänger, Schützen und Feuerwehrleute mit gegen 500 Fahnen und 15 Musik-Corps Thetl. Ueberall wurden die Turner von den in zahllosen Maffen versammelten Zuschauern mit jubelnden Zurufen empfangen, namentlich die ausländischen Turner, die Schweizer und Oesterreicher wurden mit Enthusiasmus begrüßt. Der Zug dauerte Stunden. Kurz vor 2 Uhr langte derselbe auf dem Festplatze an, deffen feierliche Uebergabe nunmehr stattfand. Dann begannen bte Freiübungen unter Betheiligung von 2200 Turnern. Madrid, 25. Juli. Einem Telegramm aus Manilla von gestern Abend zufolge richteten neue Erdbeben großen Schaden an. Wien, 25. Juli. Die Preisvertheilung am Schluß des Schützenfestes erfolgte beute Nachmittag durch Erzherzog Albrecht. — Fürst Milan von Serbien ist nach Belgrad abgeretst. Paris, 25. Juli. Bei Uebergabe der Fahne an die Truppen in der Provinz fanden in sämmtlichen Garnisonen Revuen statt. In Cherbourg unterließ hierbei der Admiral Rlbourt. die Tribüne des Munierpalraths zu grüßen und wurde deßhalb von der Menge zum Gegenstand feindseliger Kundgebungen gemacht. Der Municipalrath beschloß zurückzutreten, falls R'bourt nicht ab- berusen werde. Im 19. Arrondissement fand eine Versammlung unter dem Vorsitze Rocheforts statt. Canioet, Clovis und Hugues griffen die opportunistische Politik Gambettas und Gallifets heftig an. Einig; Anwesende, welche riefen: „Es lebe Gambetta!" wurden mit Entfernung aus der Versammlung bedroht, Rochefort indeffen erbat den Schutz der Polizei-Commiffäre für dieselben. Die „France" bespricht die französische Mission nach Griechenland und sagt dabei, die Aufgabe der M'.sston sei eine rein technische. Im Falle eines Conflictes zwischen der Pforte und Griechenland fei es den Mitgliedern der Mission formell untersagt, sich an etwaigen Engagements zu öelheiügen oder denselben als Zuschauer beizuwohnen. Lokales. Gießen, 25. Jult. Heute in aller Frühe herrschte in unserer Stadt ein reges Leben, galt es doch unserer Nachbarstadt Frankfurt einen Besuch abzustatten, die in vollstem Schmuck prangend, schon gestern und vorgestern Tausenve von Gästen empfangen hatte. Nachdem mit den gestern Nachmutags und Abenos hiek-abgehenden Zügen eine große Anzahl Festtheilnehmer nach der Feststadt abgeretst war, folgten mit den ersten Morgenzügen neue Schaaren. Der um 5 Uhr hier abgehende Zug mußte auf den meisten Stationen durch Anhängen von Wagen verstärkt werden, jo daß er, allerdings etwas verspätet, als stattlicher Train von ca. 36 dichtbe- fetzten Waggons in Frankfurt eintraf. Auf den übrigen Frankfurter Bahnhöfen war der Zu- drang noch viel größer. Wir fanden bei unserem Eintreffen schon die meisten Vereine auf ihren Sammelplätzen und wer Gelegenheit hatte in der Nähe der neuen Main-Brücke, welche einzelne Gaue passirten, ein Plätzchen zu finden, konnte schon ein ungefähres Bild von dem Festzuge erhalten, der sich später durch die Hauptstraßen Frankfurts bewegte. Den Zug selbst eröffneten, unter Vorantritt der Feuerwehr, eine Reitermusik, welcher eine glänzende Schaar stattlicher Retter folgte. Hierauf folgte ein schön ausgestatteter Erntewagen, welcher von Schnittern und Schnitterinnen begleitet, allgemeine Heiterkeit erregte. Nächst dem Fest-Ausschuß folgte der Frankfurter Schützenveiein, hinter welchem die von Frankfurter Damen gestiftete Bunvesfahne, ein wahres Prachtstück ihrer Art, getragen wurde, woran sich nun der übrige Theil des Festzuges anschloß, deffen Ende eine große Sängerschaar und die Feuerwehr bildete. Unter den im Zuge befindlichen Fahnen befanden sich viele, die durch ihre Schönheit allgemeine Bewunderung erregten. Die größeren Städte Deutschlands waren stark vertreten, so namentlich Berlin, Bremen, Hamburg, Dresden, Leipzig, Nürnberg, München u. s. w., während kleinere entfernt liegende Städte nur einzelne Vertreter geschickt hatten. Es gehörte übrigens eine große Ausdauer dazu, an einem Platze stehend, den ganzen Zug an sich vorüber ziehen zu laffen, denn derselbe schien gar kein Ende nehmen zu wollen. Unter lautem Zurufen, mit denen namentlich die Amerikaner, Italiener, Engländer u. s. w. überall begrüßt wurden, gelangte derselbe, nackdern die Festtheilnehmer ca. 4 volle Stunden auf Dem Marsche zugebracht hatten, auf dem Festplatze an, wo nach -Begrüßung der Turner und Unterbringung der Fahnen sich ein Leben und'Treibet! entwickelte, wie es eben einem Feste, wo Alles sich freut, würdig ist. Der lang andauernde Marsch und die drückende Hitze hatte natürlich bei allen Festtheilnehrnern einen rirsigeri Durst erzeugt, der aber, Dank den vortrefflichen Wirthschaften, bald gelöscht wurde. Bemerkcnswerth ist, daß unter den Zuschauern während des Festzuges die größte Ocdnnng beobachtet und so es möglich wurde, denselben in seiner ganzen Pracht und Vollkommenheit zur Geltung kommen zu laffen. (Ausführliches später.) — Auf dem „Dallesplatz" in Frankfurt findet sich ein Schild gp einem Maste angebracht, welches folgenden Wortlaut' trägt: Hier befand sich einst der „Dalleö", Biedrer Fulder Paradies, Wo der Adam Sonntags Hannes Und die Eva Lisbait hieß. Daß diese und zahlreiche andere angebrachten Sprüche lebhafte Heiterkeit erregten, bedarf wohl nicht weiterer Versicherung. Gieße»», 26. Juli. Ein IZjähriger Dachdeckerlehrling von hier wurde gestern Abend wegen Diebstahls einer silbernen Uhrkette und eines Opernglases verhaftet. Verwischte ». Lang-Göns, 21. Juli. Wir können die freudige Nachricht bringen, daß der am vorigen Sonntag durch Hagel und Stuim angerichtete Schaden wenig bemerkbar ist. — sDie allzugroße Inanspruchnahme der Postschaller.) Es kann unserem Publi- kum nicht ost genug eingeschärft werden, daß der kleinere Hausbedarf an Freimarken und Postkarten jederzeit von den Postboten selbst zu beziehen ist. Auch hilft fast jedes Ladengeschäft in der Materialwaaren- und Tabaksbranche mit diesem Artikel aus, abgesehen davon, daß eine ganze Anzahl solcher Geschäfte den officiellen Vertrieb postalischer Werthe übernommen. Es ist oft wahrhaft jammervoll mitanzusehen, wie während der lebhaftesten Postverkehrsstunden die Schalter an den Postburaux belagert sind. Es scheint immer noch nicht in alle Kapillaren des öffentlichen Bewußtseins gedrungen zu sein, daß der jetzige Postverkehr für die deutschen Lande tncl Oeslrreich auf dem einheitlichen Zehnpfcnnigtarif begründet ist, und Briefe und Karten nach Posemuckel, München und Wien, ebenso billig befördert werden, wie solche Ms nächste Dorf oder um die nächste Straßenecke. Aber abgesehen von dieser Totalverfinsterung mancher Geister in Postalibus, welcher durch einige Instruction namentlich seitens der Herrschaft zu begegnen wäre, trägt Gewohnheit und Kurzsinn viel zur unnöthigen Belastung des Schalterdienstes bei. Man denkt eben nicht daran, sich mit einigen Postmarken und Karten im Voraus zu versehen, da man zu jeder Zeit in die Lage kommen kann, einer solchen zu bedürfen, oder eintretenden Falles sich dieselben von den tätlichen Postboten resp. in einem Ladengeschäft zu besorgen. Die Macht der Trägheit in öffentlichen Dingen ist leider eine der schlimmsten Eigenthümlichkeiten deutscher Schwerfälligkeit, sonst müßte die Jedermann augenscheinliche Schwere des Schalterdienstes jede unnöthige Inanspruchnahme des betreffenden Beamten dauernd verhindern. Man bedenke nur, daß dieser Beamte für den ganzen Betrag des oft auf Hundertausende sich steigernden Geldoerkehrs verantwortlich ist und keine Hilfe heranziehen kann, da eben die Verantwortlichkeit wie in politischen, so auch in finanziellen Dmgen eine unheilbare ist und auch jedwede zeitweilige Unterbrechung des Dienstes, resp. dessen Uebergabe an den Vertreter, einen völligen Abschluß der Rechnung bedingt. Ferner bedenke man, daß ohnehin unabweisbare Unterbrechungen lur Richtigstellung einer Adresse rc. im Veikehr mit dem Publikum die Zeit raubt und manchen wirklich eiligen Brief, dessen Wichtigkeit das Prädicai „Eingeschrieben^ bedingt, in der rechtzeitigen Expedition behindert. Man rechne ferner nicht, daß der Andere sich diese Lehren zu Herzen nimmt, so daß wir selbst etwa daraufhin sündigen können, sondern man gehe in Rücksicht auf die oft überlasteten und deßhalb mürrischen Schalterbeamten mit gutern Beispiele voran. Grünberg, 21. Juli. Die generellen Vorarbeiten zur Erbauung einer Secun- därbayn sollen nunmehr nicht von der Station Mücke, sondern von hier aus in der Richtung nach Freienseen, Laubach rc. nach Friedberg vorgenommen werden. (D- Z.- Langendiebach bei Hanau, 22. Juli. '(Kesselexplosion.) Der „Frkf. Z" wird gemeldet: Heute Morgen, wenige Stunden vor 6 Uhr, explodirte in der großen Cigarrenkistchen- und Wickelformenfabrik der Herren Brünning u. Sohn der Dampfkessel. Die ganzen weit ausgedehnten Fabrikanlagen liegen in Schutt und Trümmern und leider sind bei dem Unglücksfall auch mehrere Menschenleben zu beklagen. Der Kessel der 50 Pferdekraft starken Maschine war gestern Abend angeheist und von den Fabrikinhabern selbst genau controlirt worden. Die eigentliche Jntriebsetzung fand heute Morgen, etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Arbeitszeit statt. Als der Maschinen- führer, der sich selbst mit genauer Roth vor dem sicheren Tode retten konnte, dem Heizer den Befehl geben wollte, die Maschine arbeiten zu lassen, erfolgte die Explosion, deren Wirkung eine wahrhaft furchtbare war. Datz Vordertheil des Kessels flog gegen das Dorf und fiel auf die Scheune des Gastwirths Duckhardt, deren Dach vollständig durchschlagen wurde. Andere Kesseltheile wurden nach verschiedenen Nichtungeü bis in Entfernungen von etwa 150 Meter hinausgeschleudert, u. A. ein Stück Kesselmautel von 5 Meter Länge und 1 Meter Durchmesser. Die schweren Eisenplatten waren wie ein Stück Pappe zusammengedrückt, ebenso wie die eisernen Thüren, die zu den ein» jelncn Fabrikräumen führten. Glücklicherweise waren während des unglückseligen Ereignisses erst wenige von den Hunderten von Arbeitern, welche die Fabrik beschäftigt, in denselben anwesend. Getodtct wurden sofort der Heizer Ernst Euler von Rawolz- hausen, verheirathet und Vater von 3 Kindern, der Arbeiter Philipp Völker von Langendiebach, verheirathet und Vater von 6 Kindern; der ledige Paglöh^ier- Wflh. Eberdt von Langendiebach wurde so schwer verletzt, daß stündlich fein Ende erwartet wird. Leicht verletzt wurden defi Aufseher Johannes Hergenröder und der Arbeiter 5erb. Jäger von Langendiebach. Dcr ganze Ort ist von tiefster Trauer erfüllt nicht allein wegen der bedauernswerthen Opfer der Katastrophe, sondern auch wegen des schweren Unglücks, das die durch ihre Humanität unh Rechtlichkeit so sehr geschätzten Fabrikbesitzer betroffen hat. " , „ p , — „Deutschland, Deutschland über Alles" darf fortan nicht gefangen werden, da es Sünde sei, „fein Vaterland über Gott zu stellen " So lautet die Wchung, welche der Pfarrer — Doll ist fein Name — von Neukirchen bei Mörs, den Schulkindern, welche den Religionsunterricht besuchen, ertheilt hat. Kann man eH glauben? - Als der Lehrer das Lied in der Schule fingen liefe, schwiegen verschiedene Kinder, unp ■ bei der Seitens des Lehrers angestellten Untersuchung stellte es sich heraus, daß der Der utiM Ler untttW finte" ftingtni ", & Postamt-1 dem" auf ihu-uU 1U fürchten hat Gießen, $1 Amtliche 2 Hießen: 1) bei 2) hi 3) bei 4) bei 5) bei VnttatzsmLi angemeßenen Vorr zu keinem höheren laffen. Im Mgei das ©tjWlotal innerhalb der für t Orts? Poffanffalten- Gießen, bet We ist bei de Wunen käuflich K H virb bemerkt, dc J9/7) jum Tarif Tur den Abkehr zwi Hannooer'jchen Stan Weser-Ahn und der Bahnstrecke Cassel-Wa Stationen der Koni, Vormitta H die Lieferung SÄ «uf dem « Wp werden toeifgty rM ' vwuun w Heu A. —__Dvir »w b-4-j “■j6 • »111 L?*1 Nh» Z-rjä Mz- «z«r,V» -»'t« i01t* “"n “«» 7tiM -ÄS; :-sF^ ", «"!Ä St«i4* ■:ä H«gJ Li§ 8 nn Aaren s °-«L ...» M ?fSWt . t- »“X »in «•* a,kiter *r ixfltfl,, ji»*1 Ä ' 6*L. fÖi^-. ,'^ *rf e? «., rt r>err Pfarrer es zu singen verboten hatte. Der genannte Pfarrer ist derselbe, welcher vor mehreren Jahren, als der neuernannte Hanptlehrer eingeführt wurde und der Kreisschulinspector bei der Festlichkeit dem Kaiser und Könige das Hoch brachte, es nicht über sich gewinnen konnte, aufzustehen und in das Hoch einzustimmen — „aus religiösen Gründen nicht." — Damals wurde der Herr seines Amtes als Local-Schul- inspector enthoben. Ob Hofmann von Fallersleben wohl daran gedacht hat — in seinem Liede Deutschland über Gott zu stellen - und was würde derselbe, lebte er, zu dieser Auslegung des Pfarrers Doll sagen? SeMtifsberileht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyd, C W» Dietz in Gießen. Bremen, 23. Juli. jPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Juli von Bremen und am 13. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 24. Juli. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Altes Heu kostete je nach Qualität der Centner Jt 2.50—4.00, neues Heu Jt 2.00—3.00, Strob 3.00 -0.00. Butter das Pfd. im Großen 1. Qual. Jt 1.00-00, 2. Qual J£ 0.90—OÖ, im Detail das Pfd. 3L 1.20—00, 2. Qual. JL 1.10—00. Eier da« Hundert ttal. 7.00, deutsche Eier 5.00 JL, Ochsenflet)ch per Pfund 65—70^, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 45- 60 H, Kalbfleisch 40—55 Hammelfleisch 45—65 H, Schweinefleisch 70—00 ein Hahn Jt 2.00—2.50, ein Huhn JL 2.00-2.50, eine Ente Jt 3.00—3.50, eine Taube 60—00 Kapaunen Jt. 3 — 3.50, Wälscher Hahn vH. 6—12. Kartoffeln 100 Ko. JL 0.00—0, das Gescheid 10 4, Kohlrabi 3—0 H, Blumenkohl 1 St. 40-80 Wirsing 00—00 Gclberüben 1 Bund 6 — 10 Zwiebeln 1 Bund 6 H, Sellerie das Stück 30^, Mecrrettig 1 Stück 00—00 H, Spargel das Pfund 00—00 Radieschen 3—4 H, Artischoken 50 Erbsen das Pfund 00 Romain-Salat 30—00 Bohnen 100 Stück 0.00—0 Jü, Gurken 00—00 Allgemeiner Anzeiger. Aufforderung. Der unbekannte Absender eines am 24. d. Mts. bei der unterfertigten Stelle eingegangenen Briefes, das Auffinden eines leeren GeldfahrpostpacketS betreffend, wird dringend ersucht, seine Angaben persönlich bei dem hiefi- gen Postamte zu machen. Cs wird demselben noch ausdrücklich bemerkt, daß nach Lage der Sache jeder Verdacht auf ihn ausgeschloffen ist, er also keinerlei Weiterungen zu fürchten hat. Gießen, den 25. Juli 1880. Kaiserliches Postamt. In Vertretung: Schreiber. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen in Gießen: 1) bei Herrn Louis Wenzel, Seltersweg. 2) bei Herrn Emil Orbig, Bahnhofsstraße. 3) bei Herrn I. W. Kurz, Neustadt. 4) bei den Herren Ph. Nau Sf Co., Wallthorstraße. 5) bei den Herren Heinzerling # TribuS, Seltersweg. Vertragsmäßig find die amtlichen Verkäufer verpflichtet, stets einen angemefienen Vorrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, als dem Betrag ihres Werthes an das Publikum abzu- laffen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslocal der Verkäufer geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Orts - Postanstalten. Gießen, den 24. Juli 1880. Kaiserliches Postamt. I. V.: Schreiber. 4977) Zum Tarif vom 1. Januar 1880 für den Verkehr zwischen Stationen der Hannover'schen Staarsbahn, der Main- Weser-Bahn und der Bergisch-Märkischen Vahnslrecke Cassel-Warburg einerseits und Stationen der Königlichen Saarbrücker und Rhein-Nahe-Bahn andererseits gelangt vom 1. August cr. ab der Nachtrag I. zur Einführung. Derselbe ist bei den Verbands-Guter- expeditionen käuflich zu haben. Es wird bemerkt, dah vom 15. Oktbr. cr. ab bie birecten Taxen sür die Hannoverische Staatsdahnstation Minden außer Kraft treten und demnächst directe Abfertigung nach und von Minden nur noch auf Grund der chestehenddn Frachtsätze für die Köln- Mndecker Skation Minden stattftndet. Knnover, den 23. Juli 1880 Königliche Eisenbahn-Direction. Domeier. Donnerstag den 20. l. Mts.- Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung von 100 Kubikmtr. großer Felöblöcke mittelst Sub- mifsiou auf dem städtischen Baubüreau vergeben werden, woselbst auch vorher die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 24. Juli 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4964) A. Bramm. Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 29. d. Mts., Vormittags lO1/2 Uhr, sollen in dem Rat.hhaussaale zu Groß- Linden folgende Arbeiten, als: Schreinerarbeit, veranschl. zu tX 213,42 Weißbtnderarbeit, „ „ „ 107,05 durch öffentliche Versteigerung in Accord vergeben werden. Groß.Ltnden, am 24. Juli 1880. Großh. Bürgermeisterei Groß'Ltnden. I. A.: 4952) Seuling. Dienstag den 27. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Kupferschmied Trautmann Möbel, Bett- und Weißzeug, Kleider, sowie verschiedenes Haus- und Küchengeräthe meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. Juli 1880. Großh. Ortsgertcht Gießen. 4943) Lüdektng. Mittwoch den 28. Juli werden in der Hofraithe des Hrn. L. Flett „Gasthaus zum Schwanen" dahier folgende Gegensläilde öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 2 runde polirte Tische, 3 Sophas, 2 Consolschränke, 2 Tischchen mit Marmorvlatten, 5 Kommoden, 1 Ofen, 12 polirte Stühle, 1 Standuhr, 1 Etagöre. Gießen, 26. Juli 1880. 4989) Bühner, Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. 4905) Zwei große Musikwerke habe unter dem Fabrikpreise zu verkaufen. Rob. Hartmann, Uhrmacher, ____Lindenplatz._____________ Verkaufsanzeige. Ein zweispänniger, gut hergerichteter Oeconomte-Wagcn ist preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei Hrn. E. Steinberger und den Unterzeichneten- 4974) Echternach Lt Hanftein. 4979) 1 Ofen gutgebrannte Backsteine ist zu verkaufen bei Aug. Nauheimer Ww. Spielkarten | aus der weltberühmten Fabrik von C. L. Wüst, Frankfurt a. M., empfiehlt Julius Doos, am Markt. 4978) Einen Bauplatz auf der neuen Anlage zu verkaufen. 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