ZN,« —-i— «M «ära? klztz-dU ie3®N^t uoniiht. Näheres ^'"ichr und HLtel- mb i“ S°nz soliden ' Zchoor D. 145. ^cht: Eine Woh- und Küche. Briefe ucdltion ds. Blattes in'es. 7SÄ: (Miete) Buchfinken, Zeisig em? sagt die Erped. euer Krankenpfleger, pfehlvngen, in jeder !, empfiehlt sich zur ' Auftrage erbeten im n Franz Schirmer. Mädchen für Kinder bald gesucht. Wo? lns._________________ RA! ischen mit lops'.nb und langen : ädliche Milchsäure .piobien. kück. iiNimg, in. rhcit« löfiiöurg. brös Unglück Gestürzte. Endlich aber haben die schlechten Zeiten mehr als je zu leichten Etgenthumsvergehen geführt, die Roth ist ja der größte Urheber der Verbrechen, und unsere Gefängmffe sind überfüllt. In Tausenden von Gnadengesuchen offenbart sich das Leid und die Bedrängniß der Angehörigen, und es wäre ein schöner Triumph Deutschlands, wenn durch die Strenge, welche zum »Lystem einer neuen Aera zu gehören scheint, die Sonne der Gnade in einer Ammstie durchbräche. Arcmkreich. Paris, 24. Juni. Kammer der Deputaten. Die Amendements, welche auf Wiederherstellung der ehemaligen Ziffer der Besoldung der Prälaten und Cardinäle abzielen, werden verworfen; das Cultusbudget wird angenommen. Bei der Discussiou des Kriegsbudgets beklagen sich mehrere Redner über die geringe Effecttvstärke der Armee. Der Berichterstatter erwidert, der Kriegs- Minister habe sich mit dieser Frage bereits beschäftigt und sei entschloffen, die Lücken in der Infanterie durch eine bessere Verthetlung des Conttngents auszufüllen. Nutzland. Petersburg, 23. Juni. Aus Odessa wird folgender humane Zug des neuen UnterrichlSmtnisters Saburow gemeldet: Die Schüler der obersten Klaffe der Rostower und Charkower Realschule waren auf mtmstertellen Befehl auf ein Jahr in derselben Klasse zurückbehalten worden, weil sie aus irgend einem Grunoe beim früheren Minister mit einer Collecttvbtttschrift etngekommen waren. Bezüglich der Zöglinge der Charkower Realschule wurde diese Verfügung des Ministers durch Lons-Melikoff (als derselbe dort General-Gouverneur war) sofort aufgehoben. Am 14. Mat hat nun der Curator des Odeffaer Lehrbeztrks vom neuen Unterrichtsminister gletchssalls die Weisung erhalten, den Schülern der ersten Klaffe der Rostower Realschule die erforderlichen Zeugniffe über die Absolvtrung ihres Cursus auszustellen. Saburow und Lorts-Meltkoff sind kräftig bemüht, das wieder gut zu machen, was Tolstoi durch unnütze Härte verdorben hat. Irlegraphische Krpeschen. telegr. SorrespOuderrz ■ »uteciiu Darmstadt, 25. Juni. Seine König!. Hoheit der Großherzog ist von Wien wieder eingetroffen. Berlin, 25. Juni. Die Conferenz trat heute um 3 Uhr zusammen und hielt eine dreistündige Sitzung. Allgemein wird angenommen, daß die Hauptarbeiten heute Vollender sind. Konstantinopel, 25. Juni. In einer Note vom gestrigen Tage beantwortet die Pforte den Montenegro betreffenden Thetl der identischen Note der Signatarmächte; danach verlangt dieselbe Zeit zur Durchführung des Memorandums vom 14. April und spricht die Bereitwilligkeit aus, jeden , anderen Vorschlag anzunehmen, der geeignet sei, die obwaltenden Schwierigkeiten ohne Blutvergießen zu begleichen. Berlin, 25. Juni. Die Conferenz wird, wie gemeldet, voraussichtlich morgen ihre Arbeiten schließen können mit der protokollarischen Erklärung, daß die in der Conferenz vereinigten Botschafter im Namen der Mächte tte griechisch-türkische Grenze in Ausführung des Art. 24 des Berliner Friedensvertrags tractrl hätten. Die Botschafter t-xfcrinn daun ihren Regierungen, worauf identische Mtttheilungen bezüglich des Conferenzbeschluffes Seilens der Mächte nach Konstantinopel erfolgen würden. Man meint, daß die Conferenz- arbett alle thatsächlichen Verhältniffe derartig in Betracht gezogen hat und die Uebereinstimmung der Mächte eine so imposante ist, daß zur schließlichen Durchführung der Beschlüsse ein besondens executivischeö Vorgehen entbehrlich sein wird. Ragufa, 25. Juni. Der britische Consul Green hat die Mission, die Albanesen zu beschwichtigen, als gescheitert aufgegeben und kehrt nach Skurari zurück. Die Albanesen halten an dem Nationalitäts-Princip fest und organiflreu ihren Widerstand. Um die Abtretung Dulcigno's zu verhindern, nehmen die Stämme wieder die Waffen auf. Berlin, 25. Juni. Abgeordnetenhaus. Interpellation Virchow, betreffend die Einverleibung Altonas und der unteren Elbe in das Zollgebiet. — Virchow erklärt: Die Interpellation berühre das reichsgesetzliche Gebiet, nicht das Recht des Hauses. Gründe der Nützlichkeit hätten die Interpellation veranlaßt. Es sei wünschenswerth, zu wissen, wie die preußische Regierung zu der betreffenden Frage stehe, namentlich weil der Reichskanzler diese Einverleibung als im Interesse Preußens geboten bezeichnete. Die finanziellen Vortheile, welche Preußen bet der Sache erziele, würden durch die Nachtheile voll und ganz ausgewogen, welche Altona und die noch Freihafen verbleibenden umliegenden Gebiete erleiden. Ob die in Aussicht gestellten Verkehrssteigerungen sich realisiren würden, sei mindestens zweifelhaft. Die Verlegung der Zollgrenze würde deßhalb zu den größten Verkehrsstörungen führen, weil, möge die Negierung auch anfangs noch so milde in Ueberwachung des Verkehrs verfahren, der dadurch unbedingt beförderte Schmuggel ollmälig doch zu größerer Härte führen würde. Die Beantwortung der Frage, wie die Negierung zu Hamburg stehe, würde ebenfalls nicht abgelehnt werden können. Es fehle jede Aufklärung darüber, warum Preußen mit solcher Hast in der Frage vorgegangen sei und die bezüglichen Bundesrathsbejchlüsse extrahirt habe, trotz des nicht mißzuverstehenden Votums des Reichstages Die Regierung könne nicht sagen, sie habe mit der Sache nichts zu thun, da Preußen den Bundesrathsbeschluß hervorgerufen habe. Der Finanzminister gibt auf die Interpellation Virchow folgende Erklärung ab: Es hätten sorgfältige Erwägungen stattgefunden, daß die wirthschaftUchen Nachtheile des Zollanschluffes Altonas nicht die Vortheile überwiegen. Abgesehen davon sei mit dem Anschluffe Altonas lediglich nach Bestimmung der Verfaffung verfahren. Die Kosten-Anschläge würden seinerzeit dem Reichstage und Bundesrathe vorgelegt. Bislang wären nur überschlägliche Be- rathungen angestellt; eigentliche Kosten-Anschläge könnten erst auf Grund der bereits eingeleiteten Verhandlungen aufgestellt werden. Wegen der Geldmittel werde, sobald auf Preußen zurück- gegrtffen würde, gesetzmäßig verfahren werden. Die Regierung habe ihr Verhalten in dieser Angelegenheit dem Reichstage gegenüber nicht zu rechtfertigen und lehne jede Erklärung in dieser Richtung ab. Die auf die verbündeten deutschen Staaten zu nehmenden Rücksichten, welche gewürdigt worden, seien nicht im preußischen Abgeordnetenhause zu verhandeln; auch nicht auf diplomatischem Wege nach der früheren Pragmatik des aufgelösten deutschen Bundes oder durch Etnzelverhandlungen; dieselben würden vielmehr verfaffungsmäßig innerhalb des Bundesrathes zur Entscheidung gebracht und erledigt. Bei Besprechung der Interpellation Virchow erklärte v. Mtnnigerode die Form deffelben für verfehlt, den Inhalt in seiner Allgemeinheit für indiscutabel. Die Einverleibung Altonas sei materiell geboten; Hamburgs Freihafenstellung bleibe gewahrt. — Richter tritt dem Vorredner entgegen, verurtheilt schaif das Verfahren gegen Hamburg und erklärt, die ganze Sache trage den Stempel einer beabsichtigten Pression auf Hamburg. — Windthorst will nichts über die Frage entscheiden, weil er sich nicht für unterrichtet genug halte. Redner fügt hinzu: Die Einverleibung der Unterelbe war rechtlich unzulässig. — Warburg spricht sich im Sinne der Interpellation gegen die Einverleibung Altonas und der Unterelbe in den Zollverein aus unter eingehender Erörterung der Handels- und sonstigen wtrthschaftlichen Bedürfniffe Altona's. — Interpellation v. Hüne, betreffend den Nothstand in Oberschlesien. Der Finanzmtnister erklärt sich zur sofortigen Beantwortung bereit, v. Hüne begründet die Interpellation mit dem Hinweise, daß es nach Hebung des Nothstandes dringend geboten sei, die Bevölkerung anzuletten und ihr Gelegenheit zu geben, durch eigene Arbeit zu Wohlstand zu gelangen und auf diese Weise die Wiederkehr der traurigen Zustände zu verhindern. Das geeignetste Mittel hierzu sei die Beförderung der in Aussicht genommenen Eisenbahnbauten. — Der Ftnanzminister beantwortet den ersten Thetl der Interpellation vahin, daß die Staatsregierung einen seine Jn- struettonen aus der Centralinstanz empfangenden Mtnistertal-Commissar nach den Nothstands- kreisen geschickt habe, der prüfen solle, welche Maßnahmen nothwendig seien, um die Berhält- ntffe dauernd zu verbessern, wo Drainagen auszuführen, wo landwirthschaftliche Genoffenschaften zu bilden und Wasserstraßen zu meltortren seien. Der Minister hofft, daß dem Hause im Herbst darüber ein Generalplan mit Kostenberechnung vorgelegt werden und daß dann im Einvernehmen mit der Landesvertretung dem Oberprästdenten und der Bezirksregierung in Oppeln die Ausführung des Planes überlasten werden könnte. Minister Maybach beantwortet den zweiten Theil der Interpellation, indem er darlegt daß bereits mit der Oberschlesischen und der Rechte Oderufer-Etsenbahn-Gesellschaft Verhaiw' lungen bezüglich Anlage neuer Eisenbahnstrecken unter Bcthülfe der Kreise und zum Thetl des Staates angeknüpft seien, die ein günstiges Ergebntß erhoffen lasten. Namentlich halte er die Aufschließung der Kreise Rybnick und Pleß für nothwendig und hoffe, daß auch in dieser Beziehung dem nächsten Landtage eine Vorlage zugehen könne. Interpellation v. Echorlemer beit, den Stand der Ernte- v. Scholemer erklärt, er habe seine Anfrage gestellt, um der Regierung Gelegenheit zu geben zu einer beruhigenden Erklärung und behufs Verhinderung von Speculattonen mit der gegenwärtigen Lage. Der Minister Lucius bedauert, statistische genaue Angaben zur Zeit noch nicht machen zu können, da Berichte aus den Provinzen noch nicht vorlägen. Im Allgemeinen seien die Aussichten für Sommergetreide und Weizen günstig, für Roggen ungünstig: doch könne der Ausfall an Roggen durch eine gute Kartoffelernte gedeckt werden. Etwaigen Nothständen sei die Regierung mit den vorhandenen bewilligten Mitteln entgegenzutreten in der Lage. Schlimmsten Falls würde sie mit Forderung neuer Mittel vor das Haus treten. In der hierauf folgenden kurzen Besprechung erklärt sich Richter gegen die Wirthschafts- politik des Reichskanzlers, v Heydebrand für dieselbe. — Hierauf wird der Gesetzentwurf, bett, dl? Derwaltungsgerichte und das Verwaltungsstreitverfahren auf Miquel's Antrag en bloc in der Fassung des Herrenhauses angenommen. — Nächste Sitzung Sonnabend. Tagesordnung : Dritte Lesung des Kirchengesetzes. Berlin, 25. Juni, Abends. Die Conferenz nahm in ihrer heutigen Sitzung den Bericht der Delegirten über den französischen Vorschlag wegen der Grenzregulirung entgegen. Derselbe wurde von den Bevollmächtigten einstimmig angenommen. Morgen treten die Delegirten nochmals zur Berathung einiger unwesentlicher Detailpunkte zusammen. Die Bevollmächtigten werden Montag über diese Punkte beschließen und voraussichtlich in dieser oder einer nochmaligen Sitzung über die letzte formale Ausführung des von den Mächten der Conferenz übertragen gewesenen Mandates Beschluß fasten. Rio de Janeiro, 25. Juni. Laut Meldung aus Buenos-Ayres fand am 22. Juni zwischen den National- und Provinzial-Truppen ein Zusammenstoß statt, wobei letztere geschlagen wurden; jedoch ward der von ersteren versuchte Sturm aus die Stadt vereitelt. Berlin, 26. Juni. Gegenüber den Compromiß-Nachrichten über die Ktrchenvorlage erklärt die „Nordd. Allg. Ztg.", es sei unwahr, daß Minister v. Puttkamer erklärt habe, die Regierung wolle den Artikel 4 fallen lasten. Die Regierung werde freiwillig keinen Thetl der Vorlage fallen lasten, ebenso sei es eine willkürliche Erfindung, daß der Reichskanzler gegenüber v. Rauchhaupt Verzicht auf den Art. 4 erklärt oder geleistet habe. Die Staatsminister hätten noch am Freitag in vertraulicher Besprechung sich gegenseitig verge- wistert, daß die Regierung an der Vorlage, wie eingebracht, festzuhalten habe. Alle entgegengesetzten Behauptungen seien im Dienste der Centrumsfraction erfunden. Lokales. Gießen, 26. Juni. fVerzeichntß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen vom zweiten Quartal 1880.] 1. Montag, den 28. Juni, Vormittags 9 Uhr gegen Johannes Crijpenz von Wolf wegen Brandstiftung; Staatsanw.: Zimmmermann; Verth.: Rechtsanwalt Batst. 2. Montag, den 28. Juni, Vormittags lOVz Uhr gegen Heinrich Essel und Johannes Brand von Lindhetm wegen Raub; Staatsanw.: Jockel; Verth.: Rechtsanwalt Dr. Reatz. 3. Dienstag, den 29. Juni, Vormittags 8 Uhr gegen Andreas Spahn und dessen Ehefrau und Friedrich Köhler II. von Freiensteinau wegen Bankerutt und Beihülfe; Saatsanw.: Schober; Verth.: Dr. Muhl und Dr. Schwarz. 4 Mittwoch, den 30. Juni, Vormittags 8 Uhr gegen Philipp Hörpel II. Ehefrau und Philipp Hörpel II. von Groß-Buscck wegen Brandstiftung und Beihülfe. Staatsanw.: Jöckel; Vertll.: Rechtsanwalt Lauer. 5. Donnerstag, den 1. Juli, Vormittags 8 Uhr gegen Johannes Ferdinand Reuters Wittwe von Nieder -Wöllstadt wegen Kindesmord; Staatsanw.: Zimmermann; Verth.: Rechtsanwalt Weidig. 6. Freitag, den 2. Juli, Vormittags 8 Uhr gegen Heinrich Ludwig Kraft von Angersbach wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Staatsanw.: Schober; Verth.: Rechtsanwalt Hirschhorn. 7. Samstag, den 3. Juli, Vormittags 8 Uhr gegen Wilhelm Henrich von Hainchen wegen Widerstand; Staatsanw.: Zimmermann; Verth.: Rechtsanwalt Dr. Eckstein. 8. Samstag, den 3. Juli, Vormittags 11 Uhr gegen Marie Weber von Udenhausen wegen Kindesmord; Staatsanw.: Schober; Verth : Rechtsanwalt Lauer. 9. Montag, den 5. Juli. Vormittags 9 Uhr gegen Johannes Roth von Köddingen wegen Todschlag; Staatsanw.: Zimmermann; Verth.: Rechtsanwalt Metz. 10. Dienstag, den 6. Juli, Vormittags 8 Uhr gegen Johannes Mefferschmtdt von Kleeberg (Amtsgericht Usingen) wegen Brandstiftung und Diebstahl; Staatsanw.: Jöckel; Verth.: Rechtsanwalt Labrotsse. Gie ßen, 26. Juni. Mit dem neulich angenommenen Statut der Fr. St. F. ist eine Neuerung eingeführt worden, auf welche hier empfehlend hingewiesen sein mag. Vordem kannte die Feuerwehr nur active Mitglieder. Diesen konnte neben den Opfern, welche sie durch ihren Dienst brachten, nicht auch noch eine erhebliche Geldsteuer zugemuthet werden, während andererseits die Verwaltung bei aller Sparsamkeit nicht geringe Kosten verursachte. So beziffert sich allein die Ausgabe für Drucksachen im letzten Jahr auf beiläufig 130 A Um den hieraus entspringenden Verlegenheiten abzuhelfen und den Vorstand zu entlasten, ist die Annahme von außerordentlichen Mitgliedern beschlossen worden. Die neue Ordnung bestimmt hierüber in § 18: § 18. Neben dem eigentlichen Corpsverband besteht eine außerordentliche Mitgliederschaft. Zweck derselben ist die Unterstützung der freiwilligen städtischen Feuerwehr durch Geldbeiträge zu den Kosten der Verwaltung. Die außerordentliche Mitgliedschaft erwirbt jeder unbescholtene Mann, der sich dem Vorstande gegenüber zur Zahlung eines Jahresbeitrages von wenigstens 3 A verpflichtet. Diese Beiträge werden bei Eintritt und dann zu Anfang jeden folgenden Jahres bezahlt. Den außerordentlichen Mitgliedern steht das Recht zu, in den Hauptversammlungen bei Festsetzung des Voranschlags und Prüfung der Jahresrechnung, sowie bei Berathung und Beschlußfassung über außerordentliche Festlichkeiten mitzuwirken. Dieselben haben außerdem Zutritt bei allen Festlichkeiten unter gleichen Bedingungen wie die dienstpflichtigen Mitglieder. Nach Ablauf von drei Jahren kann die außerordentliche Mitgliedschaft durch schriftliche Erklärung an den Vorstand jederzeit gekündigt werden, ebenso bei dem Wegzug von hier. Die außerordentlichen Mitglieder erhalten zu ihrem Ausweis vom Vorstand ausgestellte Karten. Mit dieser Veranstaltung kommt die Feuerwehr dem Wunsche verschiedener Herren entgegen, die sich als außerordentliche Mitglieder gemeldet hatten, ohne wegen Mangels einer statuarischen Bestimmung Aufnahme finden zu können. Hier, wo selbst ein Verein, der lediglich Sport treibt, zahlreiche außerordentliche Mitglieder zahlt, wird man um so lieber die Gelegenheit benutzen, sich bei einer Körperschaft zu betheiligen, die nur der öffentlichen Wohlfahrt dient und es erscheint als die ersprießlichste Folge für die gute Sache, wenn sich solcherweise ein neues Band um Feuerwehr und Einwohnerschaft schlingt. Anmeldung nimmt jedes Vorstandsmitglied gerne entgegen. Handel und Verkehr. Gießen, 26. Juni Auf dem am 22. und 23. d. Mts. abgehaltenen Markt waren aufgetrieben: 6 Pferde, 1560 Stück Rindvieh und 573 Schweine. Bet dem Rindvieh blieben die Preise unverändert, während bei Schweinen sehr hohe Preise erzielt wurden. Nächster Markt Dienstag den 6 Juli d. I. Gießen, 26. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostere: Butter per Pfd. A 0 80 MA 0.85, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5—6 Gänseeier 1 St. 9—10 Käse per Stück 5—11 H, Käsematte per Stück 3 -5>, Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liter 26 Tauben das Paar 60—85 Hühner p. St. A 0.80—1.40, alte Hahnen p.St. 0.90—1.30, junge Hahnen 0.00 — 0.00 Wälsche A 8.00—9.00, alte Enten per Stück n 2.00—0 00, junge Enten A 1.70—0.00, Kartoffeln per 100 Kilo A 8.00—9, Zwiebeln b. Etr A 18—20, Milch per Liter 16 und 18 H, Ochsepfietsch 68—00 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 40—44 Hammelfleisch 68—00 H, Schweinefleisch 60 H, Kirschen per Pfund 15—20 H. Auszug sus den Stsnbessmtsregistecn des Standesamts Eichen Vom 19. bis 25. Juni 1880. Aufgebote. Juni. 23. Gärtner Friedrich Leopold Ferdinand Max Hermann Martin Georg von Gießen mit Anna Marie Susanne L-chopbach, Tochter des Schneidermeisters Jacoo Schopbach von Bensheim. 24. Pelzwaarenhändler Franz Xaver Urban von Bodenstadt in Mähren mit Karoline Henriette Louise Becker, Tochter des Rentners Heinrich Becker von Gießen. Eheschließungen. Juni. 22. Metzgermeister Wilhelm Emil Vogt von Gießen mit Anna Clara Emilie Kemmer, Tochter des Pfandmeisters Christian Kemmer von Alsfeld. 23. Bierbrauer Gottfried Ferdinand Tobies von Klcin-Lauth mit Karoline Marie Löber, Tochter des verst. Schuhmachermeiftrrs Jacob Löber von Gießen. Geborene. Juni. 19 Dem Schuhmacher Christian Weeg eine Tochter. 16. Lina Margarethe, Tochter des Schuhmachers Heinrich Moos. 17. Anna N. von auswärts. 17. Marie Theresia N. von auswärts. 19. Wilhelm Johannes, Sohn des Schreiners Hermann Muhl. 21. Heinrich Maximilian Ludwig, Sohn des Mechanikers Georg Böger. 20. Anna Christiane N. von auswärts. 21. Georg N. von auswärts. 22. Karl N- von auswärts. Gestorbene. Juni. 20. Elise Margarthe Helene Philippine, 7 M. alt, Tochter der Schuhmachers Karl Käs. 17. Taglöhner Johannes Hof, 29 I. alt. 22. Karoline Wilhelmine Petri, geb. Backes, 83 I. alt, Wiltwe des Schultheißen Christian Petri von Steinfurth. 22. Schuhmacher August Steiper 41 I. alt, von Offenheim. 22. Emilie, 1 I. alt, Tochter des Sattlermeisters Christian Horeyseck. 24. Leinweber Karl Kunze, 47 I. alt, von Berlin. Auszug sus den Kirchenbüchern der Stabt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 22. Juni. Wilhelm Emil Vogt, Metzger dahier, des verst. Metzgers Conrad Vogt ehel. Sohn und Anna Clara Emilie Kemmer, des Pfandmeisters Christian Kemmer dahier ehel. Tochter Den 23. Juni. Gottfried Ferdinand Tobies, Bierbrauer dahter, des verst. Taglöhners in Kleinlauth Carl Tobies ehel. Sohn und Karoline Marie Löber, des verst. Schuhmachers Jacob Löber ehel. T. Getaufte. Den 20. Juni. Dem Taglöhner Friedrich August Benk eine Tochter, Katharine, geb. den 23. Mai. Denselben. Dem Lehrer Johann Adam Lehr eine Tochter, Wilhelme Karoline Regine, geb. den 2. Juni. ~ . Denselben. Dem Küfer Johann Heinrich Becker eine Tochter, Anna Marie Elisabeth, geb. den 22. Mai. , . Denselben. Dem Schuhmacher Ludwig Theodor Bärrn em Sohn, Fritz Heinrich, 0e6‘ ^^Denftlbem^ Dem Güterexpedienten August Zöckler eine Tochter, Anna Marie, geb. den 24 März. . _ , „ , r. _ o . • Den 24. Juni. Dem Wirth Wilhelm Hofmann em Sohn, Carl Julms Ludwig, geb. den 26. April. B Beerdigte. Den 24. Juni. Caroline Wilhelmine Petri, geb. Backes, Wittwe des verstorbenen Schultheißen zu Steinfurth Christian Petri, alt 83 I. 5 M- 21 T-, gest. den 22. Ium. Berichtigung. In dem Verzeichniß der Beerdigten von voriger Woche muß es heißet 2lußu^ ÄflrI Weil, des Dieners bei dem Corps Starkenburgia Karl Weil ehel. Sohn- _____________ Sonntag, den 4- Juli, soll das heilige Abendmahl gefeiert werden Hilferuf! Ein schweres Unglück hat unsere Oberlausitz betroffen. Am 14. Juni ergoffen sich über das blühende Land mehrere Wolkengüsse; in ungeahnter Schnelle stiegen die Gewässer; Bäche wurden zu reißenden Strömen, in ihrem verheerenden Läufe verwüsteten sie Ortschaften und Fluren. Eine große Anzahl von Häusern ist vom Boden verschwunden, Hunderte von Heimstätten armer Weber von den Fluthen unterwühlt, drohen dem Einsturz, fast alle Brücken sind zerstört, die Wege zerrissen. Die Zahl der armen Menschenopfer, die in den tosenden Fluthen den Tod gefunden, ist groß, Männer, Frauen und Kinder. Das Bild der Verwüstung spottet in seiner grauenhaften Wirklichkeit jeder Beschreibung. Ein großer Theil der fleißigen, meist armen Bewohner, hat alle seine Habe verloren, auf Jahre hinaus ist der Wohlstand vernichtet. Noch beherrscht die Armen stumpfe Verzweiflung. Am schwersten betroffen sind die Orte Ruppersdorf, Rennersdorf, Cunnersdorf, Oderwitz, die Städte Bernstadt und Zittau. Schnelle thatkräftige Hilfe thut hier dringend Noth, um nur daS greif- barste Elend zu lindern, den Muth und das Vertrauen der Darniedergeschmetterten zu erheben, eine fleißige und brave Bevölkerung der Arbeit und Industrie wieder zuzusühren. Wir bitten Comite's und Sammelstellen zu errichten und die gesammelten Gaben an die Kreishauptmannschaft zu Bautzen einsammeln zu wollen, wie auch wir uns zur Annahme von solchen bereit erklären. Kreishauptmann von Baist in Bautzen. Landesältester Hempel in Bautzen. Amtshauptmann von Thielau in Löbau. Bürger- meister Haberkorn in Zittau. Amtshauptmann von Zahn daselbst. Dr. Pfeiffer auf Burkersdorf. Dr. von Meyer auf Ober-Ruppersdorf. Bürgermeister Reiner in Bernstadt. Reichstagsabgeordneter Dr. Rentzsch in Berlin. Abraham Dürntnger in Herrnhut. Alexander Ludwig in Nieder-Oderwitz. C- A. Prelbisch in Reichenau. Kreutziger u. Henke in Leutersdorf. E- F- Könttzer, Brüder Schmitt, Fränkel'sche Orleansweberei, Knoch u. Mörle, Wäutig u. Comp., Oberlausitzer Bank, Beyers Wwe. u. Comp. in Zittau. C- G- Häbler u. Söhne in Groß-Schönau. Angesichts des großen Elends wagen auch wir wieder an das edle Menschlichkeitsgefühl unserer Mitbürger zu apelliren und um ein Scherflein zu bitten. Haben wir auch einen harten Winter durchgemacht und ist die Wohlthätigkeit in unserer Stadt auf's Aeußerste angestrengt worden, so hoffen wir doch mit obigem Hilferuf keine Fehlbitte zu thun. Wir erklären uns zur Annahme und Weiterbeförderung von Gaben recht gerne bereit. Die Expedition des Gießener Anzeigers. 1,5 ®irf;tn Afe -ob«, Tocht« Lina Mar- Wts auswärts. & S®" ®iot9 ? tt5>» ™erä Vnuriih ter btr Schuh: Caroline Wil: um Petri von n- & Emilie, ler Äari Kunze, Ächzers Eonrad »riftian Kemmer des Dtrft. Zaa; ibtr, des oerst. »ttr, Äatharine, lhelme Karolme , Anna Marie n, Fritz Heinrich, r, Anna Marie, l Znllns Ludwig, des vm'lorbenen st. den 22. Zum. -iger Woche muß urgta werden Am Ü >l m ungeahnter ■Oien, In ihrem w w bM **«*»■ unben, HMd-r« roh!» d!» w '*>■ Wlt ’ «<»“ aj! ’l ■ E «3 M- -°i" Zöh°' |U«‘* . di« lbli (tC * -- °u«d »* " (D * lfm WMtck a11 'S " beherrsch' tM®** • *bi! £ w D°r>»ch"' ptl«“1""* Seltersweg 10. 4336) gefälligem Besuche entgegen. 893) Hochachtungsvoll [4 .*> 'S 4327) Pie Grasernte in meinem Haus- garten, sowie kräftige Gemüse - Pflanzen werden billig abgegeben bei Carl Rahn. Juljfiohenfurfien in allen Nuancen, rasch u. hart trocknend sowie Iielnolsiceatif zum Einölen empfiehlt Fritz Flimm, Materialist, 1422)__Wallthorstraße._________ 3687) Kein Magenleidender versäunze sich die Broschüre: „Magen-Darnckatarrh" (von A. Schnell, Heide in Holstein) senden zu lassen. Gegen Einsendung von 40 H (m Marken« wird dieselbe franco vom Verfasser zugesandt. __ Feinster Dorsch-Leberthran, fast geruch- und geschmacklos in Flaschen ä 60 X 1 und X 1,70. (3397 Derselbe eisenhaltig 1 X pr. Fl- C. F. Semmler. 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