omite. E* ®«6kr £'iu «ine. 61 d- Ats chaft lbr-i” Locale bt» rnissbaiik , in Gieße«. I möblirttS Zimmer Marktftraße 15. Knjeizr«. Qftänbige Prafion im ie für einen jungen en mit Preisangabe bie Exped. d- Bl. eränderuDg Wobmrna befindet m $et6etfWfi- L 252. Februar <880. ämidt Wwe. er, M Staate; wie* r erfahren, wünscht :n seiner Wohnung Zechen Mittags vorn »edttion dieses Blattes- nung. ,cid>nttt »«mtW ntm SiwtoS'1«-' mfiittag fto?® >rg.n, Ww|>* ur (tailätina SR«1' neb. ?ckwait>. __ rt at ift, “ium4t ftrart. b. vlttv. ^dter5®!L®_®L ;,aüzelgen, ten, starten. Igen, r’prist tu it inl ille. w in« ^u<6' Freitag den 27. Februar 19SO. Aießener ^Cn^eiger _________ Anrcht- M AmtshW fir bk« Kreis Gießen. eghbübHHfCM r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagA. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit KK,tngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theil. Betr.If.nd: Die Bildung der für das Jahr 1880 nSlhigen Weinsteuer-AnschäßungS.Commiffionen.' ^-"1- 1880. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an -ie Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme der Stadt Gießen. t,,s an-, gl S8^ufl nuf die Art. 4, 6 und 7 des Gesetzes und § 4 der Verordnung vom 9. December 1876 (Regierungsblatt Nr. 53) über die Beiteueruna w Kik“ ^afl-n,r^r e' aIfBatD Bur$ ten Gemeinderath drei Mitglieder und zwei Stellvertreter derselben sür die nach Art. 4 des^ bemerkten Gesetzes zu bildende örtliche Commission Wahlen zu lasten und uns das Ergebmß der Wahl binnen 14 Tagen mttzuthcilen. ° „Dr. Boekmann. Bismarck und Bennigsen. Der Gast im Palais in der Wilhelmstraße zu Berlin ist in dieser Saison nicht Herr Wtndthoist, sondern Herr v. Bennigsen. In den letzten Tagen hat ver nationalliberale Führer mehrere Conferenzen mit dem Reichs- kanzler gehabt, und es ist jetzt ein offenes Geheimniß, daß Fürst Bismarck lteoer Herrn v. Bennigsen, als den Grafen Arntm aus dem Präfldentenstuhle gesehen hätte. Jedenfalls hat Herr v. Bennigsen die Macht seines Einflusses schon bewiesen, denn seiner Initiative ist die rasche Abwickelung der Berathvn- gen über das VerwaltungsOrgantsationsgesetz zuzuschreiben, und an maßgebender Stelle scheint man zu würdigen, daß mit seiner Unterstützung die neue Armervorlage mit glänzender Majorität durchzubringen ist. Die erneute Annäherung des Fürsten Bismarck an die liberale Partei gtebt mancherlei zu denken. Am meisten treibt dazu die sowohl in den Regie- rungskreijen, als in der naiionalliberalen Partei vorhandene klare Erkennlniß, daß die Finanzlage des Reiches eine keineswegs gesicherte und befriedigende ist. Es können offenbar, wenn nicht noch bedeutende Relchseinnahmen geschaffen werden, die an sich höchst wünschenswerihen Steuererleichterungen in den Em- zelstaaten nicht durchgeführt werden. In Preußen aber wtrd die gesammte Entwickelung der inneren Verhältnifle lahm gelegt und geschädigt, wenn die projcctirtcn Entlastungen der Gemeinden ausbleiben. Die dtrecten Steuern haben an vielen Orten eine solche Höhe crieicht, daß sic als eine Ungerechtigkeit und schwere Kalamität bezeichnet werden muffen. Auch in vielen Einzel- staaien, welche ihren Etat bereits den Reichsüberschüsten angepaßt hatten, wurde ein Ausbleiben des Mannahrcgens aus der deutschen Reichskaste zu unliebsamen Zuständen führen. Ein Zwiespalt in der großen Geldfrage darüber, daß das Geld den Einzelstaaten bald zugeführt werden soll, herrscht zwischen dem Kanzler und den Nationalliberalen nicht. Die Differenzen beginnen erst dort, wo es sich um die Fragen handelt, woher das Geld genommen werden soll, und spitzen sich, wenn darin eine Verständigung erzielt sein würde, in der sog. coi>st,iutionellen Frage zu. An dieser letzteren ift bereits am 26. December 1877, als Herr v. Bennigsen gen Varzin fuhr, die Consttiuliuug eines liberalen Reichkmtnisteriums gescheitert, und man kann leider auch heute noch nicht sagen, daß die Chancen für läg Ministerium Bennigsen > Forckenbeck - Gneist - Rickert - Miquel allzu günstig Das Einnahme.Bewilligungs-Recht des Reichstages wird von den Liberalen stet» festgehalten werden; das Parlament befindet sich verfaffungs- und observanzmäßig im Besitz desselben. Es übt cs dadurch aus, daß es alle selbstständigen Reichsei »nah wen — also die Erträgnisse aus Zöllen und Verbiaucheabgaben, sowie die Ueberschüste aus der Reichspost-, Telegraphen- und Eiscnbahnverwaltung — festsetzt und zusammenzieht und diese Totalsumme Mit der Totalsumme aller Reichsausgaben vergleicht, alsdann feststellt, um wie viel höher die letzteren sind, und endlich das noch Fehlende in Reichs- Matrikular-Anlagen bewilligt. Diese Einrichtung ist von der größten WichUg- reit, nicht nur konstitutionell, sondern auch finanziell. Sie verweist uns auf jene weise Sparsamkeit, ohne welche gerade in constitutionellen Ländern, in welchen es oft den Abgeordneten süß schmeckt, auf allgemeine Kosten Wohl- thaten zu erweisen, die Ausgaben bis in das Unerschwingliche zu steigen drohen. Diese Einrichtung veranlaßt uns, die Einnahmen richtig zu stellen die Ausgaben zu ermäßigen und so das Budget in Gleichgewicht zu bringen also die Umlagen auf einem niedrigen Fuß zu erhalten. Zu diesem Zwecke w M-»' bisher die Einnahmen sorgfältig geprüft, Ausgaben gestrichen und allerlei Bestände und Ersparniffe herangezogen, um die Umlagen zu mindern. Auf diese Weise hat der Reichstag Millionen gespart. Wenn nun der Reichskanzler, der das Tabaksmonopol wieder in den Vordergrund schiebt, die indtrccten Steuern so hoch steigern will, daß die Matrikular-Umlagen ganz wegfallen, so fehlt das regultrende und ausgleichendc Moment dem Steuerbewilligungs-Rechte gänzlich. Es handelt sich also noch heute, wie früher darum, daß der Reichstag für dieses Recht einen Ersatz erhalten muß, und wie dieser Ersatz zu finden und zu gestalten ist, dies dürste »en Schwerpunkt der Berathungen zwischen dem Reichskanzler und Herrn ». Bennigsen bilden. Dem Reichskanzler ist cs vor Allem um eine defintttv- ftabtle, reiche Abundanz der Rcichsfinanzen und um Unabhängigkeit ber= gelben sowohl von dem Bundesrathe, als auch von dem Reichstag zu thun, letzterer dagegen kämpft hierbei um seine eigentliche Bedeutung, nicht um seine Existenz überhaupt, sondern um seine einflußreiche oder nichtssagende Stellung. Hoffen wir, daß hierbei eine Verständigung gesunden wird, die nicht nur die Reichsregterung, sondern auch das deutsche Volk befriedigt. Aeirtschlan-. Berlin, 24. Februar. Die „Volksztg." schreibt: Das Schicksal des Gesetzes über die zweijährige Budgetperiode kann jetzt als entschieden, unv zwar im thctlweise ablehnenden Sinne, betrachtet werden. Wie wir erfahren, hat die dcuisch-conservattvc Fraktion die Vorlage berathen und sich zwar für die zweijährige Etatspertode und die vierjährige Legislaturperiode ausgesprochen, jedoch mit der ausdrücklichen Einschränkung, daß der Reichstag nicht, wie die Vorlage es will, alle zwei Jahre, sondern alljährlich etnberufen werden muß. In der deutsch-conservativen Fraktion ist ausdrücklich anerkannt worden, daß eine alljährliche Berufung des Reichstages durchaus geboten, da sonst das vornehmste Recht des Volkes, durch seine Vertreter die Beschwerden im Reiche alljährlich öffentlich zur Sprache zu bringen, vollständig illusorisch gemacht werde. Auch die Retchspartet beharrt auf der alljährlichen Berufung des Reichstages, hierfür hat sich bereits der Abg. v. Kardorff bet der Etats- berathung ausgesprochen. Im Allgemeinen glaubt man, daß auch die Forderung einer zweijährigen Etatspertode von der Mehrheit des Reichstages abgelehnt werden wird. In Bundesrathskreisen wtrd hervorgehoben, daß für das Votum dis Bundesrathes hauptentschctdend die Bestimmung des Entwurfes war, daß der Reichstag nur alle zwei Jahre etnberufen zu werden braucht. -- Die Verhandlungen des Reichstages über den auswärtigen Etat verliefen so glatt wie noch nie. Auch die Erhöhung des Gehaltes für den Staatssecretär auf 50,000 ward nach einigen Bemerkungen genehmigt und Graf Paul Hatzfeldt, von dessen diplomatischen Fähigkeiten man im Auswärtigen Amt eine sehr gute Meinung hat, wird wohl diesen Posten erhalten, obgleich es noch einige Monate dauern dürfte, ehe er in Berlin etntrtfft, so daß man bis dahin von einer Stellvertretung redet. Was die Vorlage zur Abänderung der Retchsvelfaffung betrifft, so kann man jetzt schon mit Entschte- deuheit sagen, daß der Reichstag entschlossen ist, es nicht der Regierung zu überlasten, ob sie den Reichstag alljährlich berufen will oder nicht. Dagegen wird der Vorschlag, die Legislaturperiode auf vier Jahre zu erstrecken, wohl keinen ernsten Widerstand finden. Ob das zweijährige Budget angenommen werden wird oder nicht, läßt sich noch nicht mit völliger Entschiedenheit vor- aussehen. Die nattonalliberale Partei ist in der Frage noch sehr geteilter Meinung. Es ist richtig, daß Herr v. Bennigsen den Reichskanzler wiederholt gesprochen hat, indessen hat er keine eingehenden Verhandlungen mit ihm geführt und verhält sich ablehnend, wenn man auf seine jetzigen nahen Beziehun- gen zum Fürsten Bismarck anspielt. Uebrigens geht auf den Straßen Berlins wiederum bei Hellem Mittag ein Gespenst um, welches „Tabaksmonopol" heißt. Man glaubte das Monopol bekanntlich bet der letzten Session begraben zu hoben und die Tabaksfabrikanten hofften, daß sie jetzt nach einer nicht unbeträchtlichen Erhöhung der Tabakssteuer für einige Zett Ruhe haben wür- den. Indessen der Reichskanzler erzählt Jedem, der es hören will, daß, wenn das Reich Ueberschüste zur Erleichterung der dtrecten Steuern aufbrtngen solle, noch Geld, viel Geld dazu nöthtg sei. Die kleinen Steuern stopften nur eben das Loch^ und wenn man zum Zielr kommen wolle, bedürfe man noch einer großen Steuer. Unter dieser großen Steuer kann man allerdings nur das Tabaksmonopol verstehen. Indessen in diesem Jahre wird der Reichstag schwerlich mit dem Monopol hetmgesucht werden; eine dahin zielende Vorlage bedürfte einer längeren sorgfältigen Vorbereitung. — Die Firma Siemens und Halske hat bet dem hiesigen Magistrat die Concesston zu einer elektrischen Bahn nachgesucht, welche den Süden und Norden der Stadt mit der Berliner Stadt-Eisenbahn verbinden soll. Nach dem dem Magistrat vorgelegten Projekt soll die Bahn vom Bellealltanze-Platz aus durch die Friedrichs- und Chauffeestraße bis zum Weddtngplatz gehen, und zwar auf von starken Säulen getragenen Viaducten, welche sich etwa in der Höhe der ersten Stockwerke der Häuser hinziehen. Sine Verkehrsstörung wtrd durch eine derartige Bahn nicht verursacht, da dte die Vtaducte tragenden Säulen an den Grenzlinien des Straßendammes und des Bürgersteiges (den sog. Rinnsteinen) ihren Platz erhalten sollen. Durch dte elektrische Bahn soll der Pferde-Eisenbahn kein Concurrenz-Unternehmen geschaffen werden, da dir lectrtsche Bahn ihrer Natur nach nur sehr wenige Haltestellen haben kann und in der Th-t nur dazu dienen soll, die Sta t-Eu-nbahn mit denjenigen Stadttheilen, die fern von ihr liegen, zu verbinden, so daß eine erweiterte Benutzung des Lokalverkehrs der Stadt-Eisenbahn ermöglicht wird. Der Magistrat wird sich demnächst mit dem Anträge befaßen. Der Genehmigung dieser neuen Bahn-Anlage dürfte nur das eure Bedenken entgegenstehen, daß die Wohnungen in den ersten Stockwerken der Häuser der engeren Theile der FriedrichSstraße durch die in gleicher Höhe und geringer Entfernung vor- überfahrenden Wagen der eleclrischen Bahn entwcrthet werden. Türkei. Konstantinopel, 24. Febr. Die Beantwortung der letzten griechischen Memoranden eröffnete Sawas Pascha den griechischen Bevollmächtigten, dte Pforte schlage eine Grenzlinie vor, welche in ihren äußersten Punkten von Theben am ägäischen und von Anino am jonischen Meere ausgehe und überlaße dte Feststellung derselben in ihren Zwrschenpunkten den beiden verhandelnden Parteien. ______________________________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagver'S telegr. Correspoudenr * Bureau. Berlin, 25. Februar. Reichstag Eingegangen ist ein Schreiben des Reichskanzlers, worin die Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Restaurateurs Thiele in Friedenthal wegen Beleidigung des Reichstags nachgesucht wird. Das Schreiben geht an die Geschäftsordnungs-Commission- — Bauer hat die Niederlegung seines Mandats für den zweiten Hamburger Wahlkreis angezeigt. Richter (Hagen) fragt an, ob diejenigen Mitglieder, welche zu Mitgliedern des obersten Reichsgerichts ernannt wurden, dadurch in Rang und Gehalt erhöht worden sind und ihr Mandat niedergelegt haben. Der Präsident erwidert, ihm fei von den Betreffenden keine Mtt- theilung geworden. Es folgt nunmehr der Etat des Reichsschatzamtes. Bei § 26 weist Richter auf die seit Einführung der Zollreform eingettetene Zunahme des Schmuggels hin. Bundes- Commissar Burchardt erwiderte, alle erforderlichen Maßregeln zur Bekämpfung des Schmuggels seien getroffen. — Nach weiterer unerheblicher Debatte wird der bez. Etat genehmigt. Bei dem Etat des Reichseisenbahnamtes fragt Berger an, wie weit die Vorarbeiten für das Reichseisenbahngesetz gediehen seien und wann die Einbringung desselben zu erwarten sei. Bundes-Commissar Körte erwidert, Preußen habe bei dem Bundesrath beantragt, eine Commission zur Aufstellung eines Reichseisenbahn-Gesches über das Eisenbahnwesen zu ernennen- Diesem Anträge waren als Material drei Gesetzentwürfe beigefügt, betr. die Regelung des Reichseisenbahnwesens überhaupt, betr. die Bildung eines Reichseisenbahnrathes in Betreff des Reichseisenbahn Verwaltungsgerichts. Der Bundesrath habe den Antrag an die bezüglichen Ausschüsse verwiesen. Rickert verlangt eine größere Erleichterung der Localbahnen in ihren Verpflichtungen gegenüber der Post, Telegraphie und der Militärverwaltung. Bundes-Commissar Körte sagt die möglichste Berücksichtigung zu- Gegenüber Richter (Hagen) bemerkt Körte, von dem Eisenbahn-Tarifgesetz sei in dem Bundesrath noch gar keine Rede gewesen, auch das Eisenbahngesetz werde in der gegenwärtigen Session keinesfalls mehr eingebracht werden. Der Etat des Reichseisenbahnamtes wird genehmigt- Bei dem Etat der Zölle und Verbrauchssteuern und Aversen kritisirt Delbrück die Veranschlagung der einzelnen Einnahmepositionen und gibt anheim, das Capitel der Einnahmen an die Budget-Commission zu verweisen. Rickert stellt einen dahin gehenden Antrag. Bundes-Commissar Burchard rechtfertigt die Veranschlagung. Das Capitel der Einnahmen aus den Zöllen und Verbrauchssteuern wird nach dem Anträge Rickert's an die Budget-Commission verwiesen. — Sonnemann weist auf die umlaufenden Gerüchte wegen Wiederaufnahme des Projectts des Tabaksmonopols hin und fragt, ob die Einführung des Monopols in irgend einer absehbaren Zeit geplant werde. Bundes-Commissar Burchardt replicirt, im Schooße des Bundesraths sei die Frage wegen der Einführung des Tabaksmonopols in keiner Weise zur Erörterung gelangt. — Richter (Hagen) fragt, welche Absichten die Regierung hinsichtlich des übereilt eingeführten Flachszolles habe. Burchardt erwidert: Es sei augenblicklich nicht die Absicht, den Flachszoll aufzuheben. Böttcher fragt, ob etwa innerhalb des Reichsschatz- amtes die Einführung des Tabakmonopols in Erwägung gezogen worden sei. Der Schatzsecretär hält sich nicht für verpflichtet, über alle Erwägungen des Schatzamtes Auskunft zu geben. Nach einer weiteren unerheblichen Debatte wird der Etat der Zölle genehmigt. Der Etat des Spielkartenstempels wird ohne Debatte bewilligt. Der Etat der Wechselstempelsleuer und statistischen Gebühr wird nach unerheblicher Debatte genehmigt. Der Etat der Eisenbahnverwaltung ruft keinerlei Debatte hervor. Es folgt der Etat der Bankverwaltung. Der Bankpräsident weist auf die solide Fundirung der Bank hin- Die Principien, wonach dieselbe geleitet worden, seien und würden nicht aufgegeben und hätten in heftigen Krisen und drei großen Kriegen gegenüber sich bewährt. Es sei darüber nur eine Stimme. Bamberger bemängelt das Verfahren der Bank hinsichtlich der Wechselconten, welches mit den sonstigen Verwaltungs- principien in Widerspruch stehe uno das Institut schädigen müsse Der Bankpräsident rechffertigt wiederholt das Verfahren der Bank vom kommerziellen Standpunkte aus. Sonnemann wünscht Auskunft über verschiedene einzelne Punkte der Verwaltung, schließlich über die Betheiligung der Bank an der Verstaatlichung der Potsdamer Eisenbahn. Der Bankpräsident rechtfertigt die von dem Vorredner bemängelten Maßregeln und erklärt speciell in Betreff der Versendung von Circularen der deutschen Handelsgesellschaft unter Reichsbanksiegel, das Vorkommniß beruhe auf einem einfachen Versehen des bezüglichen Beamten, der dafür einen Verweis erhalten habe. Von einer illegitime» Einmischung der Bank könne keine Rede sein- An der weiteren Debatte betheiligen sich Windthorst, Meier (Schaumburg), Sonnemann und Bamberger. Der Etat wird genehmigt- Nächste Sitzung Freitag- Konstantinopel, 25. Febr. Der britische Consul Blunt tu Salonicht erhielt neuerdlngst eine Mtttheilunq des Obersten Synge aus Niko, worin derselbe um Uebersendung von 15,000 Pfund bittet. Berlin, 25. Februar. Anläßlich des neuesten Mordanschlages gegen Kaiser Alexander, der während seiner ganzen Regierungszeit die großherzigsten Pläne zur Hebung und Beglückung seines Volkes verfolgt, schreibt die „Prov.- Corresp." : Der Kaiser führte nach dem Friedensschluß von 1856 zahlreiche Reformen ein. Alle großen Fortschritte schienen aber nur den Geist des Radikalismus zu entfesseln. Der Versuch in Polen mißglückte durch dte revolutionäre SchreckLnsregierung und bewaffnete Empörung, nach deren Niederschlagung der Panslavtsmus ein Mittel zur Erregung der Volksleidenschaft wurde. Der Radikalismus entfernte jedes ideale Element und wurde ganz materiell. Der Panslavismus und das radikale Element pflanzten sich bis zum türkischen Kriege fort. Seitdem hätten dte revolutionären Kräfte in Rußland ihr ver- derbliches Spiel entsetzlicher wie jemals begonnen. Die Panslavisten suchten die Gemüther des Volks für den Kampf nach Außen zu erhitzm; dte Nthtlt- sten suchten in ruchlosen Anschlägen gegen das Leben des Monarchen ihrem Durst nach Zerstörung und Verwirrung eine frevelhafte Genugthuung zu bereiten. Die Gestalt des Kaisers steht vor der von Mitgefühl ergriffenen Welt als Beispiel, wie der reinste Wille und dte richtige Erkenntniß des Zieles und der einzig möglichen Wege dazu nicht htnreichten, unheimlich mit elementaren Leidenschaften verbundene Jnstincte und geblendeten Frevelsinn zu bemeistern, wenn nicht alle Kräfte des Guten, welche in der Ration wohnen, sich mit begeisterter Energie erheben und zur Bekämpfung der Krankheit um den Kaiser schaaren. Petersburg, 25. Februar. Dis „Journal de St. Petersbourg" polemisirt gegen den vorgestrigen Artikel Der „Norbd. Allg. Ztg." und äußert hierbei: Die „Norddeutsche" baue auf die von Der russischen Regierung beabsichtigten Frstungsprojecte Hypothesen auf; damit mache man Hypothesen- Politik. Das Journal verweist die „Norddeutsche" auf deren Artikel über die Broschüre, betr. den Feldzug gegen Deutschland durch Rußland und Frankreich; in diesem Artikel liege eine rihtige Auffassung. Das Jiurnal erinnert ferner an den Ausspruch in der Broschüre ernes deutschen Offteiers, das Rußlands Gefühl, von Deutschland unbedroht zu sein, nur aus der Ueberzeugung stammen könne, daß Deutschland sich stets als treuesten Freund Rußlands gezeigt habe und fein fundamentales Interesse existire, welches ernstlich dte gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen gefährden könne. Diese vor wenigen Monaten geschriebenen Betrachtungen entsprächen auch heute noch vollständig der Wahrheit. Berlin, 25. Februar. Dem Bundesrathe ist vom Reichskanzler der Entwurf einer Anweisung, betr. den zum Zwecke der Einziehung von Gerichtskosten unter den Bundesstaaten zu leistenden Beistand nebst einer bez. Denkschrift, vorgklegt. Konstantinopel, 25. Februar. Die Polizei satstrte bei einem Individuum, das sich Papadopulos nennt und unter britischem Schutz zu stehen vor gibt, Bomben und Höllenmaschinen; es wurde vermuthet, daß ein Attentat auf den Sultan beabsichtigt wäre. Mehrere Personen sind noch compromittirt; die Untersuchung ist eingelettet. Wien, 25. Februar, Abends. Meldung der „Polit. Corresp." aus Salonicht: Hier ist Nachricht eingetroffen, daß Oberst Synge noch am Leben ist. Die Pforte beauftragte die Generalgouoerneure von Salonicht, Monastir und Kossowo, Alles aufzubieten, um Synge's Freilassung zu bewerkstelligen. Zur Zeit ist jedoch des Schneefalls wegen der Verkehr im G btrge, wohin Synge von den Räubern geschleppt wurde, sehr schwierig. Letztere verlangen, wie es heißt, 8000 Pfd. Lösegeld. In Salonicht ist das britische Kriegsschiff „Antilope" etngetroffen. Lokales. Gießen, 26. Februar Es freut uns constatiren zu können, daß die im vorigen Jahre von der Firma I. F Weule in Bockenem, Prov. Hannover, auf das hiesige Rathhaus gelieferte Thurmuhr sich seither auf das beste bewährt bat. Trotz des ungewöhnlich strengen und anhaltenden Winters hat dieselbe unbeirrt gut und sicher funktionirt, und wie wir durch Erkundigungen in Erfahrung brachten, war das seinerzeit hier berichtete schnelle Schlagen leviglich durch die Wartung der Uhr herbeigeführt und hat sich bislang auch nicht mehr wiederholt. Gießen, 26 Februar. Gestern Mittag wurden die Jnsasien des Arresthauses an der Universitätsstraße in ihre neue Behausung am neuen Justizgebaude übergeführt. Die männlichen Gefangenen waren je zu dreien aneinandergeschlosien, während die weiblichen in diversen Droschken unter dem Schutze eines Gendarmen spedirt wurden. Im Ganzen waren es etliche 50 Ger fangene, welche in 3 Trupps marschirten. Die Ueberführung durch die Stadt erregte begreiflicher Weise Aufsehen. — Wir haben schon zum Oefteren in unserem Blatte das unnütze und geradezu schädliche Almoscngeben an den Hausthüren gerügt und betont, daß wenn die auf diese Weise vergeudeten Pfennige in einer Hand gesammelt würden, mit diesen zum ersten den Handwerkern besser unter die Arme gegriffen und zweitens dem gemeingefährlichen Stromerthum entgegengetreten würde. Viele Städte haben dieses schon erkannt und zweckentsprechende Einrichtungen getroffen, welche dahin zielen, in einem zu gründenden Verein, einem „Armen-Unterstützungs- Verein", die sonst für Hausbettel verwendeten Beträge zu centralistren und dafür den wirklich Unterstützungsbedürftigen, keinen Stromern, Kost und Unterkunft für einen Tag u. s. w. zu gewähren Man ging sogar noch weiter, indem man auf den Herbergen ein „Ar b e its - Nach- weise-Büre au" errichtete, wo wirklich Arbeitssuchende rasch bedient wurden. Dieses Nach- weise-Büreau besitzt noch den Vortheil, daß es das sog. „Umschauen" verhindert, welches doch fast nur eine Umschreibung des „Fechtens" ist. Die Handwerksmeister verpflichten sich dann 1) einem anfragenoen Gesellen kein Geschenk zu geben. 2) das sonst verwendete Geldgeschenk dem Armen-Unterstützungs Verein zuzuwenden und 3) allenfallsige Vacanzen in ihren Werkstätten dem Arbeits-Nachweise Bureau mitzutheilen, welches auf einer Tafel, welche in den Herbergen aufhängt, diese Vacanzen für Arbeitssuchende mittheilt. Dem wirklich arbeitssuchenden Handwerksburschen, welcher noch etwas auf Ehre flieht, ist damit im vollsten Maße gedient, während dem verlumpten Stromer ein Riegel vor sein Treiben gelegt wird. Das durchziehende Stromerthum hat sich bei uns in Gießen, diesen Vorwurf können wir nicht ersparen, in weitem Maße ausgedehnt. Die Stadt Gießen ist unter den Vaganten durch ihren Wohlthätigkeitssinn und Gutmüthigkeit weithin berühmt. Gerne kommen alte Fecht- und Schnapsbrüder alle 6, wohl auch 4 Wochen hier durch Gießen, holen ihr Stadtgeschcnk, effen in der Volksküche und klopfen dann Haus für Haus ab. Viele, ja sehr viele werden von der Polizei erwischt und inhaftirt, aber was hilft das alles, wenn das Publikum fort und fort giebt, ja einen Strolch vor den Augen des Schutzmanns wohl verbirgt. Eine praktische Einrichtung hat die Stadt Siegen neuerdigs getroffen. Wir erhalten hiervon Nachricht durch ein Ausschreiben, welches der Vorstand des dortigen „Armen - Unterstützungs - Vereins" erlaffen hat. — Dieses Schreiben lautet: „Sie wollen gütigst davon Kenntniß nehmen, daß wir mit dem 12. Februar auf der Herberge zur Heimath hier ein Arbeits-Nachweisungs-Bureau für „durchreisende Handwerker" errichtet haben, um eine Umschau nach Arbeit zu verhindern. Die Bekanntmachung, die wir in Gemeinschaft mit dem Vorstande der Herberge zur Heimath und mit Genehmigung der hiesigen Polizei - Verwaltung erlassen und in sämmtlichen Herbergen zur Heimath affichirt haben, lautet: „Die Bürger hiesiger Stadt haben sich geeinigt, an den Thüren keine Gaben mehr zu verabreichen, dagegen ifr ein Arbeitsnachweisungs-Bureau für durchreisende Handwerker auf der Herberge zur Heimath eingerichtet, nm eine Umschau nach Arbeit zu verhindern. Siegen (Reg -Bez. Arnsberg), im Februar 1880. Der Vorstand der Der Vorstand des Herberge zur Heimath. Armen-Unterstützungs-Vereins. Beglaubigt: Siegen, den 6. Februar 1880. Die Polizei-Verwaltung." Aus der sogen. Handwerker-Unterstützungs-Kasse, die wir als Zweigkasse unseres Vereins gründeten, und worin die Gaben der Bürger zur geregelten Vertheilung an unterstützungsbedürftige und -würdige Handwerksburschen fließen, erhalt jeder Hand- Werksbursche, der mit ordentlichen Legitimotionspapieren versehen und woraus heroor- gehen muß, daß der Betreffende nicht allzulang ohne Beschäftigung herumgewandert ist, sobald ihm keine Arbeit nachgewiesen wird, eine Unterstützung, welche hinreicht, um 1 Tag und 1 Nacht auf der Herberge freies Unterkommen zu finden. Die Prüfung der Legitimationspapiere erfolgt täglich 1—2 Mal durch hierzu beordnete Handwerksmeister und demnächst täglich (zugleich mit dem auf der Herberge zu führenden Fremdenbuch) durch die Polizei. Alle Papiere werden nach erfolgter Unterstützung mit einem Stempel versehen, der das Datum und außerdem die Aufschrift trägt: Siegen. Unterstützt weil keine Arbeit gefunden. Die Kontrollirung der Papiere ist nicht leicht und üben wir bis zum 15. März noch eine milde Kontrolle aus; vom 15. März indessen werden alle Handwerksburschen, die nicht hinreichend nachweisen können, daß sie thatsächlick keine Arbeit finden konnten und aus diesem Grunde wieder weiter wandern mußten, bei der Polizeibehörde angemeldet und selbstredend auch von und nicht unterstützt. Durch diese Einrichiungen hoffen wir der „Stromerei" ein Ende zu bereiten." Noch mehrere andere Scbriftstückc liegen diesem Ausschreiben bei, Welche Statuten, Reglements re. behandeln, auf welche näher einzugehen der Raum uns verbietet. Wir haben nur den Zweck, bet einer demnächst etwa zu erwartenden Generalversammlung des hiesigen Armenvereins, auf den hier bestehenden Uebelstand aufmerksam gemacht zu haben und sprechen die Hoffnung aus, daß gedachter Verein dieser Frage näher treten möge. _ D» $ tom 131 c 1258) Ach ist b'i fte unter' Sich, im Giet Montag oon A soll irn Distrikten l riachverzeichne werden: A. Scheit SU Eiche.1 - Radel - 8. Bau-, i 9 Eichet 397 Fichte! 1249 Uchte! Die Zu alten Steinl Schnelle am Gießen, a. Großjerzogi. 1196) 1 Fürst!, j Mon von Morgk „Höler" Garbenleich Schei Buchen 6 Eichen 3 Nadelh. 2 ferner 3 Eichenst 3 Wen- 1,12 c! 181 Uchteni Inhalt. MH rw Hjtotog ..hach", Sttfiatet Sche Bttchm 66 Eichen 36 Mtty - 8, 120 ((1272 empfiehlt Louis luony, Donnerstag d. ZL März: 130 6170 20 60 178 3800 140 Keberwurfl (1099 4 7 4 1271) Bopp. Ki M 405 rin 150 rm Eiche.i Radel 87 62 2 3390 70 340 1720 1100 1070 180 300 540 89 40 17 22 4 46 49 56 2 Waschbütten, Waschkörbe, Waschklammern Holzversteigerung. Dienstag den 2. und Mittwoch den 3. März L I., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Ettingshäuser Gemeindewald, in den Districten Bruch, Gabriels- zimmerplatz und Riedstein, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Stamm- und Stangenholz Dienstag den 2. März 1263) Ein zugfestes Pferd und eine zweispännige Chaise mit Pferdegeschirr teht zu verkaufen. Georg Schäfer, Wiesecker Weg. im District Bruch: Eichen - Stämme von 12 bis 34 cm Durchmesser und 6 bis 10 m Länge, Nadel - Stämme von 14 bis 31 cm Durchmesser und 8 bis 18 m Länge, Nadel-Derbstangen von 7 bis 14 cm Durchmesser und 5 bis 16 m Länge. Brennholz Buchen 65 Eichen 30 Nadelh. — und bis zu 8 Mtr. Länge, Stämme F chten - Bauholz von 15—32 Cmtlmtr. Durchmesser und bis zu 20 Mtr. Länge, Etchen-Wagnerstangen, F'.chten-Derbstangen, Fichten-Retsstangen, II. Brennholz: Knüppel, Wellen Buchen-.Eichen-u. Nadel- Reisholz Rmtr. Buchen-,Eichen-u. Nadel- Stockholz, Wellen Weichholz. Holzversteigerung im Hsttenröder Gemeinde-Wald. I. Bau- und Werkholz: Mittwoch den 3. März: 14 Stämme Eichen - Bauholz von 16—36 Centimtr. Durchmesser Gr. C. Hisgen'a deutscher OelManstack, anerkannt vorzügliches Material zum schönen und dauerhaften Anstrich von Fnßböden. Rur ächt zu haben bet 1082) Emil Pistor. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 10 Uhr auf dem Vicinalweg von Hattenrod nach Ltch beim Pflanzgarten. Hattenrod, den 24. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. 1283) Meng et Aeilgeöotenes. 1223) Ein Garten, vor dem Neuem wegerthor gelegen, ist zu verkaufen durch y. Versteigerung. Samstag Vormittag 10 Uhr werden auf der Mäusburg am Schmidt und Hormann'schen Hause: Ziegel, Fenster, gut erhalte Stuben- thüren, altes Bauholz, Oesen und zwei Waschkeffel gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. (127s Das Rauchwerk von 12 Fischottern, 5 Edelmardern, 2 Steinmardern, 2 Wildkatzen, 9 Jl- tissen, 72 Füchsen, sowie 17 Dachsschwarten wrd Donnerstag den 4. März, Vormittags 10 Uhr, im Gasthause „zur Traube" dahier meistbietend versteigert werden. Laubach im Fbr».ar 1880. 1256) Gräfliche Jagdverwaltung. Nächsten Montag als den !♦ März ds. Js., Vormittags IQ Uhr, soll auf hiesigem Ratbdause die Liefe« rung von 36320 Stück Drainröhren verschiedener Dimensionen wenigstneh- mend in Accord gegeben werden. Bellersheim, am 24. Februar. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim- Iruchtverfleigerung. Künftigen Montag den I. März, Mittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus 35 Malter Korn und 45 „ Gerste in kleinen Quantitäten für die hiestge Pfarrvaeans öffentlich versteigert werden. Grüningen, am 23. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. 1240) Leid ich. Butter da« Pfund im Großen 1. Qual. 0.90, 2. Qual 0.85-00, tm Detail da« Pfund u 1.20—00, 2. Qual. JL 1.10. Eier das Hundert (neue) JL 6.50—8, alte Eier 0.00 Ganze Erbsen das Pfd 28—32 geschälte Erbsen 32—37 H, Bohnen 27—29 H, Linsen 40—50 Weißkraut das Stück 20-25 Rothkraut, 1 St. 20—30 Kohlrabi 4-5 Kohlkraut 12 -15 H, Blumenkohl 1 St. 60—90 Wirsing 15-20^, Kartoffeln 100 Ko. 8-10, Zwiebeln 1 Bund Merretttg St. - 1 Stück l5-20 Ochsenflepch per Pfund 70—00 H, Rindfleisch 45-60 Kuhfletsch 45—60 Kalbfleisch 44—55 Hammelfleisch 40-65 Schweinefleisch 65-70 ein Hahn X 1.40-2.00, ein Huhn JL 1.60-2.30 eine Ente JL 2.50—3, eine Taube 50—60 H. Limburg, 25 Februar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 19.20, Weißer Wetzen 19.10, Korn JL 14.45, Gerste JL 11.25, Hafer, 3L 7.00, Erbsen JL (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) jt 0.00. Holzverfteigerung am Gießener Stadtwalde Montag den I. März 1880, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Unterhag und Hegstrauch nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheich. Prügelt). Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. * 2 — — 12 825 3410 —ÄäEt/leifdjwaaren, in bekannter Güte, , dto.Cervelatwurst, Schinken, Leberwurst «nd Knackwürstchen emvsehle" , — j Busch. Sohne. Gothaer Cervelatwurst, Zungenwurst, ferner: 77 Eichenstämme von 26—51 cm Durchmesser und 5—11 m Länge mit 47,25 cbm. Buchen- und Hainbuchenstamme mit 2,46 cbm, Lärchen, un- Kiefernstärnme mit empfiehlt in besten Qualitäten, auch iar 1880' h ‘«ü.f'Älill'' führenden Die Zusammenkunft ist jedesmal an der bestimmten Stelle Vormittags um 9 Uhr. Ettingshausen, den 24. Febr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. 1242) Sommer. Bekanntmachung. 1258) Die Abfuhr des Holze» aus den Waldungen der Stadt Lich ist bis auf Weiteres, weil die Wege in den Letzteren gänzlich ausgethaut find, untersagt. Lich. den 24. Februar 1880. Großherzoglichc Bürgermeistern Lich- Walz._________ Mittwoch den 3. März Zusammenkunft im District Gabriels- zimmerplatz und am Buchenholz im Riedstein: 50 rm Buchen Scheitholz, 30 rm „ Knüppelholz, 50 rm „ Stockholz, 2500 Wellen Buchen Reiserholz, 50 rm Nadel-Scheitholz, die tm vorigen Jahre >8 hiesige Athhaus ge- kgewöhnlich strengen und und wie wir durch 8r- chnelle Schlagen lediglich tcht mehr wiederholt, der Ärreslbaujes an der geführt. Die männlichen chen in divmen Droschken waren es etliche 50 (le-, >ie Stadt erregte begreif- nü-e und geradezu schäd- mn die auf diese Weise n ersten den Handwnkm : gtromertbum entgegev- tiprtdjtntt 6mrid)tungin .SrmM'Unterslützun^'- und dafür den wirklich ntn Tag u. V w. zu ge- - eüt „Ardrits'Nach- t wurden. Dieses Nach-' verhindert, welches doch rster verpflichten fich dann i rerwendelt Geldgeschenk amen in ihren Werkstätten reiche in den Herbergen ch arbeitssuchenden Hand: ni Mafi gedient, während vlltchjiebende Stromrr- ri^rn, m weitem Maße , Boblttitijfn»» "" .arsbrüder alle 6. wohl „ tollM unb W<« ,n troiW ral„ ©tttld>«« 1 L tlI Statt Stegen erlaßen hat, ireau fur.» ^>ie Äe- S’ti*"» Buchenscheithofi SÄ rei ins Haus geliefert, ist zu habm bei Earl Walper in Romrod. Nähere Auskunft ertheilt H. Flett im Schwanen.(1275 33 Rmtr. Buch?n-Scheithoiz, „ Buchen-,Eichen- u. Nadelferner : 3 Eichenstämme mit 1,63 cbm, 3 Fichten- und Kiefernstärnme mit 1,12 cbm und 181 Ficktenstangen mit 2,64 cbm 1284) 100 Stück und auch weniger Schaf-Lämmer (Hämmel), I. Qualität, sind billig zu verkaufen bei Schafhändler Daniel Lang, zu Dernbach bei Gladenbach. '"""iw $'utt boa= 1 $,i^htnler btt 1 elnet d-z Cent 6-1 Schutz iU ff«*, M ein Ww N> noch Solit. fiottejb.“ «n8 W noch am Leben ralonichi, Nonnstii Mu bemkstelljgen. im ®'6iti;e, wohin öftere wrlangen, britisch- »kiegsschiff x Wien “ von Zeche verein. Hamburg b. Annen an der Ruhr, für Maschinenheizung und Hausbrand. Anfragen u. Bestellungen erledigt prompt 1090) der Vertreter: Ed. Lejeuue in Frankfurt 2- M. im Anschnitt Emil Fischbach Eduard Spier GIESSEN, Asterweg A. 100 Papier und Schreibmaterialien- Handlung empfiehlt zu den billigsten Preisen: Papiere und Drucksachen aller Art, Brief- und Acten-Couverts, Geschäftsbücher aus der Fabrik von Weiss & Zimmer in M.-Gladbach, Alle Sorten Tinte in bester Dualität, „ m k Specialität in Düten und Beutel, Muster-Duten zum Versenden Hanf-CouvertS mit Firma-Druck von 3 bis 4 JL pro Mille incl. Druck, Schul-Schreibheften aller Art, /12ßn Bureau-Utenfilien. ------------------------ sw- Iransösislhe Capamen -*® in prachtvoller Maare sind lebend vorräthig in der (1258 Deticatessenhandtung von Carl Schwaab 894) Durch Anlage einer Hobelmaschine empfiehlt deutsche und schwedische Hobelbretter in allen Dimensionen Die mech. Bau- und Mobel-Fabrik von O. Stückrath, Gartfeld 104. Bestellungen werden auch in meinem Lager, Kirchenplaß Nr. 6r entgegen genommen. 2 86 cbm, »Uten- und Elsbeerstämme mit 0,66 cbm Inhalt, 17 Eichen und 3 Nadelholz.Stangen Ach, 23. Februar 1880. (1184 Wirnmenauer, Forstrath. Inhalt. , Dienstag den 2. Marz, »on Morgens 9 Uhr an, tm District „Hard". Zusammenkunft auf dem Birklarer Fußpfad: Scheich. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen „ Knüppelholz, „ Stockholz, 14300 Wellen Radel-Reiserholz. _ 15. M , gtfltuW' »rt;* bei E irlun0 Drainrohren in allen Größen, bester Qualität, zu den billigsten Preisen stets vorräthig auf der Ziegelei bei , (1102 Jacob Schmidt in Butzbach. 1252) Ein Haufen Mist verkauft U. HaaS, Wallthorftraße. billigst zu verkaufen bei Kkllwkrk Louis Rothenberger, 673 Neuenweg 193. _ rafun_ hnrt.„, wurden beute Nacht wieder einmal eine Laterne an der !•» “ »-» '■ “ diverse 'in0'^rIC;*tcbbcr9 hofft, daß das demnächst zn errichtende 3. Bataillon » 41 r ?^^I-Zp7En s seine Garnison dört erhalte. - In der GemeinderathsMng Vo Jufanterte-Regunen ) daselbst zwei Vorstellungen, an Se. Majestät den stf.18 fein »‘rt"'0Sc4eV6*"$“e »SSTl069 halbe Porttonen. Verkauft wurden hievoon 90 Arme, Kinder und HandweMburlchen. ---" Handel und Verkehr. ,, ,, ck?(.ruQT (Marktbericht., Der heutige Heu- und Strohmarkt war .Ut kostete^ch QLa. der Lntner ^-3.50, Stroh JC 2.00-3.40. Mrstl. Oberförsterei Lich. Montag den 1. März, von Morgens 9 Uhr an, im District ,Höler". Zusammenkunft auf dem Garbenteicher Weg. Scheith- Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 6 Eichen 3 Nadelh. 2 8. Bau-, Werk- und Nutzholz: 9 Elchen-Stämme mit 1,38 Fstm., 397 Ffchten-Stämme mit 93,66 Fstm. 1249 Fichten'Stangen mit 68,05 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Steinbacher Weg an der zweiten Schneise am Pflanz Örtchen. Gießen, am 23. Februar 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1196) A. Bramm.________ Holzverfteigerung in der Archimedische aus Achat 1261) laufende Rheit, Uhrmacher, Gießen» (926 Grosse Auswahl Zur bevorstehenden Saison bringe mein Lager in ♦ baumwollenen Strick- und Häkelgarnen, als : ▲ . Estremadura, gebleicht, PH Verantwortliche Redaction: 2l. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Ar. Ehr. Pietsch» in Gießen. O 1/3 V28 N. Sons. Bal. (1227 1268) Ein junger Mann, mit her Colonialwaarenbranche vertraut, seit l'/r- Jahren in einem Agenturgeschäft thät'g,. sucht unter bescheidenen Ansprüchen Stellung an hiesigem Platze. Beste Referenzen^ Gefl. Offerten sub H an die Exped. dsS°- Bltts. erbeten. Legitimation! 3» vermischte Anzeigen. 1232) Ein kräftiger HauSbursche findet dauernde Stelle. Wo? zu erfr. b. d. Exped. d. Bltts. Dani Tätigkeit fti 2. März l. < Hoh. M Gr mann im St voraus, toel welchem Her ein ßänbigks arißerdem at durch die 2l Mllgllkdern. Dr. Thaer Held In Ma! Hausen und bahn find fi Emmerling, Dr. Weder Ohnamtsriä mrdirrctvr (< heimdmg h ftid) in We Decanatsre> Commerzien Kammer W die Decane Grrau, Strack hi L tn Llch, Wal KMera ®t te tf ™®n9< SBotmj. ,. Möge b'st'» iiiftt, , Berli ™« Nu »««iillettjfd " h«i° ■ Pnlvvl,! h Jniitm '•Mtoil b(n flnb. (SbfnBu’ ■"St* J. H. Fuhr, Ziurz- & Mercerie Maaren-Handtung, 1257) empfiehlt Mr Saison Büffel- und Perlmutter- und Fantasie-Knöpfe in allen Farben, Perlgimpen u. Franzen in den neuesten Dessins, Seide und Zwirne in allen Farben, 500 Bard Zwirn-Rollen von 25 Pfg. an, Besatzlitzen in allen Farben, schwarze und Stücke von 10 Meter von ZlO Pfg. an, sowie sämmtliche derartige Artikel zu äußerst billigen Preisen. * baumwoll. ♦ ♦ Frauenstrümpfe u. Socken. | _ , "62) Zum Anfertigen von Hütten, Hallen, Gartenspalieren, Wafchpfählen und allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln, sowie zum Decken dieter Hallen und Hütten mit Schiefer, Ziegeln^. Asphaltdachpappe und geölter Leinwand, halte mich unter Zusicherung promptester und reellster Bedienung bestens empfohlen. Jacob Helfenbein, ______________________Marburger Straße. do. deutsche do. do. Wie, 6*>iU Volksküche. 1289) Suppenkarten für den Monat März werden Freitag und Samstag, Nachmittags von 2—5 Uhr, im Local der Küche ausgetheilt. Der Vorstand. Zur gefl. Beachtung. 1273) Meinen werthen Freunden und Gönnern zur Nachricht, daß ich die Wirthschafts-Localitäten auf dem „Lahnstein" verlassen und diejenigen des „Schützenhofes" an der Grünberger Straße mit dem 1. März übernehme. Mit der Restauration habe gleichzeitig eine Specerei- waaren-Handlung verbunden und halte mich hierin verehr!. Nachbarschaft bestens empfohlen. Unter Zusicherung promptester und reeller Bedienung bittet um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll W. Hoffmann. £ Ringelgarne in grosser Auswahl, ♦ farbig Doppelgarn, Sfach, 3 ♦ ächt Merinogarn, weiss und farbig, • * Merinogarn, imitirt. <► zu billigen aber festen Preisen in empfehlende Erinnerung. Robert Stuhl, Marktstrasse 23. Warnung. 1250) Ich Unterzeichnete warne hierdurch Jedermann meinem Ehemann Heinrich Muhl aus Staufenberg etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für Nichts hafte. M. Katharina Muhl, geb. Schwalb. Ammen-Gesuch. Eine Amme, jedoch brave und zuver- lässige Person, wird gesucht zum sofortigen Eintritt. Näheres ist zu erfahren in der Exped. d. Bl-_______________________(1270 1287) Freundliche Wohnung von 4—5 Zimmern mit Zubehör per 1. Mai gesuchte Nähere Auskunft ertheilt Herr S. A. B l u m e n f e l d. Codes-Anzeige. Statt besonderer Miltheilung Verwandten und Freunden die betrübende Nachricht von dem gestern Nachmittag 4 Uhr plötzlich erfolgten Tode unserer unvergeßlichen Mutter Cnnörtdjter W Geygers llhut’., geb. Feddersen. Um stille Theilnahme bitten Adolph und Louise Geyger. Gießen, den 26. Januar 1880. Die Beerdigung findet Freitag den 27. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. (1280 3(1 Mark Belohnung sichere ich Demjenigen zu, welcher mir den Dieb meiner, am 4. dss. gestohlenen 20 Stück (Enten so nachweist, daß ich denselben gericht* lich belangen lassen kann. Reumühle bet Dorlar, Im Februar 1880.. 1261)______C. Marx. Ein ordent!. Mädchen von 16 Jahren,, aus guter Familie, sucht Zwecks weiterer Ausbildung in allen häuslichen Arbeiten passende Stellung, am liebsten in einer Beamtenfamilie. Es wird mehr auf gute Behandlung als. auf Gehalt gesehen. Näheres bei I. Bernhardt, Schlller- 'straße. ___(128$ Mittagstisch zu 50, 60 u°d 86H empfiehlt (1278 ___W. Hoffmann, Schützenhof. 1285) Eine zweitstillende Amme gesucht- Näh. bei Frau Hebamme Stock, Selters- weg C. 45.______ »erbt1blf I ?! Lehrliu^ mit guter Schulbildung für ein feines Weißwaaren-Geschäft gesucht. (Selbft geschriebene Offerten an die Exped. d. Bl- 1173) Ein mit der Führung einer Dampfmaschine vertrauter Arbeiter, sowie mehrere Küfer, die selbstständig zir arbeiten verstehen, gesucht. _______Ed Silberetsen, Essigspritfabrik. 645) Ein Lagerraum, trocken und leickr zugänglich, zu miethen gesucht. Zu erfragen ___bei A. Kröll. 1279) Unterzeichneter empfiehlt seine gut eingerichtete heizbare Kegelbahn zur gef. Benutzung. "W* HoSL»»»»^Schützenhof- 1244) Zwei Realschüler feinen Kost und Logis erhalten. Seltersweg C. 61. ■ Frankfurt a. M. Annoncen in alle Zeitungen. H aasenstein [H. 6415] Vogler i Billige und reelle Bedienung. Wirksamstes Arrangement. 10 Liebfrauenstrasse 10. 1281) Wir beabsichtigen unseren Garten am Rod, V? Morgen groß, zu verpachten. I. A. Busch Söhne. ungebleicht, Baumwolle, gebleicht, do. ungebleicht, do. farbig und mehrt, Aennietyungen. 1265) Der dritte Stock meines Hauses zu vermiethen._________Dr. Dornseiff. 1259) Ein möblirteß Zimmer auf sofort und ein solches auf den 15. März zu vermiethen. Steueraufseher Bertling, Gartfeld. 1266) Der zweite Stock meines Hauses, bestehend aus 7 Zimmern, Küche, Kammern und sonstigem Zubehör, zu vermie- then.__Ludwig Hein, Kreuz. 1267) Em möblirtes Stübchen zu ver- miethen.________Flügelsgasse Lit. A. 87. 1274) Zwei ineinandergehende, gut möblirte Zimmer zu vermiethen. __________Fr Bieler Ww, Kreuz. 1277) Freundl. möblirte Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Wolkengasse E. 88. 1219) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________I. Hirz, Glaser, Seltersweg. 1216) Ein Logis von 2—3 Zimmern zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bltts._______________________________ 1141) 2 Stuben, möblirt mit Bedienung, oder ohne Möbel mit Küche, sofort an ruhige Leute zu vermiethen. Lit. D. 25. Logis. 890) Ein Logis von 5 Zimmern mit Lagerraum, sowie ein Mansardenlogis von 4 Zimmern mit allem Zubehör sind auf dem Seltersberg zu vermiethen und per 1. April zu beziehen. Näheres bei _____________________________I. Blitz. 444) Eine kleine freundl. Wohnung i)t weyzugshalber zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres ___________________Universitätsstraße 78'. 82) Möblirte Zimmer mit Cabinet auf sogleich billig zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________________________ 1217) Neue Mansardenwohnung sofort zu vermiethen.________Emil Menget. 1222) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen.____________Markt B. 15. 1224) Ein kleines Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen und den 1. April zu beziehen ____________H. Mühlich, Wagner. 1246) In meinem Hause in der Sand- gasse ein kleines Logis zu vermiethen. Näheres daselbst. Adolf Hoß. 1248) Ein Logis im 2. Stock, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Kammer und sonstigem Zubehör, ist sofort zu vermiethen. P. Hudeler, Brandgasse. Sdjrntil)en= Ventilatoren, Patent Follows ck Bäte, in den gangbarsten Sorten auf Lager bei JEndt Staudt & Co., _____________Frankfurt q. M._____ Tliiiriiitilireii liefert in bester und solidester Ausführung bei mäßigsten Preisen J. F. Weule, Fabrik von Thurm-, Hof- und Fabrik-Uhren in Bockenem, Prov. Hannover. Die Leistungen der Fabrik, aus der seit 33jährigem Bestehen über 700 Werke hervorgingen, wurden auf zwölf verschiedenen Ausstellungen prämiirt. Preiscourante, Zeugnisse rc. stehen den löbl. Gemeindevorständm und Pfarrern gratis zur Verfügung. Nähere Auskunft ertheilt für Gießen und Umgegend bereitwilligst H. W>.