Dirnstag den 26. October 1880 Str. 2SO Meßener Wrzeiger Aytigk- mH AwisbM st Le« Kreis Gieße» Erscheint täglich mit Ausnahme bes Montag». ras -A K 4 Pl-ei» »ierlckjährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch Vie Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. rechnunq liegenden Ereignissen. In Podgoritza, Spuz und Zabliac sind durch die wohamedanischen Theile der Bevölkerung Krawalle veranlaßt, bei denen die dort stattonirten montenegrinischen Truppen mit Waffengewalt eingeschrttten ind. Es mag sein, daß das Truppencommando hierbei zuerst einer unabweisbaren Pflicht gefolgt ist, aber es ist auch wohl zu glauben, daß nachher in Folge des nationalen und Glaubenshaffes mehr Blut gefloffen ist, als nöthig war. Jedenfalls macht die Sache das Verhältniß zwischen Montenegro und der Pforte entschieden schwieriger, hat doch die letztere bereits durch ihren Ministerrestdenten in Eetttnje eine Note übergeben lasten, worin sie gegen das Vorgehen Montenegros wider die Mohamedaner der genannten Ortschaften Protest erhebt. f . So steht denn die montenegrinische Grenzfrage heute ziemlich auf dem- elben Punkte, wie vor der Flotten-Demonstration. Es wird darüber weiter verhandelt und es läßt sich nicht berechnen, wenn diese Verhandlungen ihren Abschluß finden werden. Dadurch, daß es so gekommen, ist nun auch wieder die Eventualität einer kriegerischen Lösung nicht ausgeschlosten. England und Rußland werden sich die Lage unzweifelhaft zu Nutze machen und, wenn es angeht, ein executivisches Einschreiten gegen die Pforte empfehlen. Sollte es wirklich dahin kommen, daß sich die Mächte über ein solches einigen — vorläufig halten wir dies jedoch noch nicht für wahrscheinlich —, dann wird es sich die türkische Regierung selbst zuzuschretben haben, denn dann wich sie sich sagen müsten, daß sie die Geduld der Mächte in unerträglicher Weise auf die Probe gestellt hat. >___ Nitthen. ' Expcd. MliHr * otrmi^eR 1 Hauses auf !r seither als ooembcr m Wenjel^ Sobenranm tn bei Mgsplatz. Dekanatsversammlung zu einem geistlichen Jubelfeste mit kirchlicher Eröffnungsfeier durch Herrn Pfarrer Dr. Naumann in der Hospitalkirche zu Gießen Mittwoch den 27. October, Mittags um 12 Uhr. Lang-Göns, den 24. Oetober 1880. Strack, Dekan. I VS; .«rank- der ifhaßeig irLwe. Deutschland. Berlin, 23. October. Mit Rücksicht auf die Nachricht, daß Seitens der preußischen und mehrerer anderer Bundesregierungen die Herabsetzung der Gertchtskosten als nicht dringlich erkannt worden sein soll, sammelt jetzt eine Anzahl von Handelskammern Material, um für die Klagen über die enorme Höhe dieser Kosten den actenmäßtgen Beweis zu erbringen. Sobald das nöthtge Material Herbetgeschafft ist, sollen die betr. Petitionen wegen Herab- Minderung der Gertchtskosten an die maßgebenden Faktoren abgesandt werden. Im Reichstage wird sich voraussichtlich eine große Majorität für die Befürwortung dieser Petitionen finden. e, x — Wie verlautet, hat die preußische Regierung kürzlich einen höheren Beamten nach Elsaß.Lothringen gesandt, um die dortigen Wohlfahrts-Einrich- tungen für die unteren Klaffen zu studiren, zu denen bekanntlich in erster Lime die großartigen Arbeiter-Wohnstätten in Mühlhausen gehören. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist die Thetlnahme des Fürsten Bismarck an dem ersten Theile der Landtagssesston nicht zu erwarten. Die soctalpolitischen Maßregeln, womit Fürst Bismarck gegenwärtig beschäftigt ist, würden nicht Gegenstand der preußischen, sondern der Reichsgesetzgebung fern. Gleichwohl sei die Thetlnahme des Fürsten Bismarck an den Arbeiten des Landtags für später nicht ausgeschloffen. — Gegenüber den Blättern, welche den Erwerb von Eisenbahnen durch den Staat als von finanrtell ungünstigem Erfolg darstellen, schreibt die „Nordd. Allg Ztg." es sei dies, wie die Budgetvorlage ergeben werde, durchaus nicht der Fall. — Feldmarschall Graf Moltke wird seinen bevorstehenden 80. Ge- burtötag bet Verwandten außerhalb Berlins zubrtngen. Berlin, 23. October. Der volkswirthschaftliche Congreß berteth über den Handelsvertrag mit Oesterreich und die internationalen Zolletntgungen und nahm schließlich eine Reihe von Resolutionen an, welche im Wesentlichen eine Zolleinigung für nicht zulässig erklären und den Abschluß eines Handelsver- träges mit Conventtonaltartfen, der Frethett des Veredelungsverkehrs in früherem Umfange und der Metstbegünfttgungsclaufel dringend empfehlen. Die anwesenden Oesterreicher sprachen sich auf das Entschiedenste gegen den Thetl der Resolutionen aus, welche eine Zolleinigung für unzulässig erklärten. Die Be- rathung der Revision über die Actiengesetzgebung gedieh nicht zu Ende. Me Beschlußfassung wurde vertagt und der Congreß geschloffen. Dortmund, 23. October. Auf dem Schacht „Arnold" der Zeche „Heinrich Gustav" des Harpener Bergbauveretns im Revier Bochum fand eine Explosion schlagender Wetter statt, wodurch 4 Häuer getödtet und 3 verwun- del wurden. Alö Ursache des Unglücks ist der „Wests. Ztg. zufolge verbotswidriges Schießen anzusehen. Das Schießen war verboten, weil vor 3 Wochen sog. Bläser (Wetter) aufgetreten waren. Oesterreich. Wien, 23. October. Das beute vertheilte Nothbuch umfaßt den Zeitraum vom 13 1878 bis 22 August 1880 und enthält 601 Depeschen Stucke in vier Abtheilungen und zwar in der ersten 199 betr. die türkisch-griechische Grenzfrage, in ber weiten 60 betr die bulgarisch-rumänischen Grenzdifferenzen, in der dritt.n 307 betr die türkisch mont-negrinüch- Gr-n,ang-Ieg-nh-it, m der, vmten^über di-R-MÜrt- irung der bulgarisch muhamedamschen Flüchtlinge 3d Attenttucre. £)te er|tc Anregung mieöe g, im Hofe i". Empfehle Hnmg aller trnahme vov srcha. biungivoll Frau Fürst, Msseischunro D. 176, ver- t noch Kiadtt In die Kunst' usvehme, zeige öllne^ Roch immer die montenegrinische Grenzfrage. Als nach den, Fiasko der Flottendemonstration die Pforte ihre beleidigende Note an die Mächte gesandt und dadurch den Unwillen der Cabinete im stärksten Maße erregt hatte, als damals die deutsche Reichsregterung durch ihren Botschafter dem Sultan eindringliche Vorstellungen über den Ernst der Situation machen ließ, schien cs, als ob unter dem Eindrücke dieser Vorstellungen nur die bisherige, von den türkischen Staatsmännern mit großer Consequenz und noch größerer Geschicklichkeit getriebene Verzögerungs-Politik ehrlich aufgegeben sei. Die Pforte versprach feterltchst die bedingungslose Uebergabe Dulctgnos und die öffentliche Meinung Europas freute sich beinahe kindlich darüber, daß nun die montenegrinische Grenzfrage endlich in friedlicher Weise gelöst sei. Nur schüchtern wagte hier und da ein Publtc'st zu äußern, daß das Versprechen der bedingungslosen Uebergabe noch nicht die letztere selbst sei; die große Mehrheit im gejammten abendländischen Europa vertraute diesem Versprechen nach dem alten Satze: Ein Wort, ein Mann 1 Inzwischen sind bereits wieder ein paar Wochen vergangen; die Uebergabe ist noch nicht erfolgt, sie verzögert sich im Gegentheil immer länger und erscheint heute schon fast wieder in kaum absehbare Ferne gerückt. Die Pforte hat also thatsächlich chre Verzögerungs'Politik nicht aufgegeben, sondern jenes Versprechen war weiter nichts, als ein diplomatischer Kniff, mit dem die europäischen Cabinete abermals von den Tüiken dupirt worden sind. Wenn man den Gntwickelungsgang der orientalischen Frage während der. letzten Jahre betrachtet, so kann man sich unmöglich der Ueberzeugung verschließen, daß die Staatsmänner der Pforte an schlauer Berechnung ihren abendländischen Coüeqen ohne Ausnahme überlegen sind. Wer den Volks- Charakter und die persönlichen Anlagen der Orientalen im Allgemeinen kennt, wird dies nicht allzu auffallend finden. Auf der ganzen Welt giebt es kein Volk, welches tn dem Maße, tote die orientalischen Völker, Schlauheit und GeriebenhUt im Handel, Gewiegtheit mit allen erdenkbaren Ränken und Kniffen im commerctcllen Verkehr entwickelt. Mit diesem Charakterzuge der orientalischen Völker steht die Ueberlegenhett der türkischen Staatsmänner bei diplomatischen Actionen im engsten Zusammenhänge. Wir sind daher der Meinung, daß den europäischen Cabineten kein sonderlicher Vorwurf daraus zu machen ist, wenn sie von der Pforte immer wieder hinter's Licht geführt Was nun speciell die Abtretung Dulcignos anlangt, so bleibt die Pforte — das ist eben die Schlauheit — in Worten fortwährend dabei, sie wolle dieselbe ohne wettere Bedingungen durchführen, aber zugleich behauptet sie, die Durchführung mache ihr Schwierigkeiten, denn es müffe dabet dem Widerwillen der Albanesen Rechnung getragen werden. Daffelbe haben die Türken vor einem halben Jahre auch schon gesagt; immer stellten sie sich, als ob sie die kleine Festung und das dazu gehörige Gebiet den Montenegrinern gern überlasten würden, wenn die albanesische Opposition nicht wäre, die sie gleich- zeitig im Geheimen stets schürten. Kann man glauben, daß die Pforte heute weniger dopp-lzüngtg ist, als sie so lange gewesen? Die Pforte erklärte, bald nachdem sie das Versprechen der bedingungslosen Uebergabe gegeben, cs sei zur Ausführung destelben eine besondere Convention mit Montenegro nothwendig. Nun meinte man allgemein, es könne sich habet lediglich nur um militärische Abmachungen handeln, heute hat tn» dosten auf Grund der inzwischen Seitens der Pforte weiter gemachten Vorschläge die italienische Regierung bereits Veranlassung genommen, durch ihren Botschafter in Konstantinopel darauf Hinweisen zu lasten, daß die Convention bei solchen Präpositionen mit dem Versprechen der „bedingungslosen" Heber- gäbe nicht zu vereinbaren sei. Es geht hieraus hervor, wie u-enig es der Pforte darum zu thun ist, ihr gegebenes Wort in vollem Umfange zu halten. Von türkischer Seite wird ferner gesagt, Riza Pascha — also derselbe General, der mit dem geheimen Auftrage, den Albanesen eine Truvpenmacht zuzuführen und dieselben in ihrem Widerstande möglichst zu bestärken, nach Dulctgno ge- sandt war — habe jetzt die M ssion, d!e Albanesen mit dem Gedanken der Abtretung zu versöhnen, aber b;e Verständigung werde dadurch erschwert, daß die Mächte sich über die Erhaltung des Status quo östlich des Skutari-Sees erst äußern wollten, nachdem die Uebergabe Dulcignos erfolgt sei, während die Albanesen durch die Anerkennung der Mächte, daß Dinosch und Gruda bei der Türkei verbleiben sollen, zufrieden gestellt sein und der Uebergabe Dul- cignoS keine Schwierigkeiten bereiten würden. So müsten also die Albanesen, resp. deren Widerstand der Pforte als Vorwa.d dienen, um den Mächten in- direct als Bedingung für die angeblich „bedingungslose" Uebergabe die Forderung der Garantie des künftigen Besitzes von Dtnosch und Gruda zu unterbreiten. Um die Situation für die türkische Verzögerungs.Poliiik momentan gün> sttger zu gestatten, fehlt es nun auch nicht an zufälligen, außerhalb der Be> . melden unter l.6i- °"E'Ä ,-nvlatz - Muster w hüte rbtn alle Filz- selben uvgear' 8 Gail, IMMcttaiMmwaitt \ Schulstraße B. 18. 616 ■ tt Ev., ki-nl. ib Reise wirb gesucht. Oss. (Men. 'iqueurgeschäft Sorjug. ?rn. Naha Ä Nahmen tn statt, ette, chfolqer. ng und allen suntzerMann sub B. 3 an zu der Flottendemonstration übermittelte Graf Karolyi in einem Telegramm an Baron Haymerle vom 3. Juli, worin cs heißt: Um dem Widerstände der Türkei gegen die Beschlüsse der Mächte wenigstens in der montenegriniscyen Angelegenheit entgegenzutreten, regte Lord Granville mir gegenüber ganz vertraulich folgenden Gedanken an, wovon er sich fest sicheren Erfolg verspricht und wodurch auch die türkisch-griechische Grenzangelegenheit erleichtert würde. Der Fürst von Montenegro wäre aufzusordern, unter dem Schutze einer Flottendemonstration die ihm durch das Dulcigno-Arrangement zugewiesenen Gebiete mit eigener Waffengewalt zu besetzen. An dieser Flotken- demonstration hätten principiell alle Großmächte theilzunehmen, thatsächlich aber nach Conoenienz einer jeden derselben. Die Schiffe würden keine Landungstruppen führen, aber das Erscheinen einzelner Kriegsboote mit entsprechenden Matrosen-Abtheilungen auf der Bojana oder dem Skutari-See würde eventuell als nützliches Mittel gegen die albanesische Liga wie gegen die Türkei sich erweisen. Ein Telegramm des Baron Haymerle vom 6. Juli stimmt dem britischen Vorschläge zu, findet es indessen nicht rathsam, Montenegro direct auszufordern, das Gebiet von Dulcigno mit Waffengewalt zu besetzen. Eine solche Aufforderung würde die Verantwortlichkeit für alle Consequenzen von dem zur Action wenig geneigten Montenegro auf die Mächte übertragen und die moralische Verpflichtung begründen, Montenegro gegen jeden Mißerfolg zu sichern. Baron Haymerle spricht sich auch gegen die Einfahrt einer Flotille in die Bojana aus und beantragt, daß jede Macht mit zwei Schiffen sich an der Demonstration betheilige. — Eine Depesche Vasettis von Berlin meldet, Deutschland sei bereit, vereint mit den übrigen Mächten, seine Flagge in den Gewässern von Dulcigno zu zeigen, lehne aber im Voraus feine Betheiligung an einer eventuellen weiteren Action für Montenegro ab. Wien, 23. October. Die „Poliit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Das Verlangen Montenegros auf Uebergabe Dulctgnos unmittelbar durch die türkischen Behörden stößt noch immer auf Widerstand. Bedri Bey machte eine Concesston, indem er die fünfstündige Frist für das Etnrücken der Montenegriner nach dem Abzug der Türken auf drei Stunden «buchte. Irankreich. Pari-, 23. Octbr. Die „Agence Havas" erklärt auf's Bestimmteste, daß keinerlei Verhandlungen der Regierung mit dem Vatikan oder mit den Bischöfen über Ststtrung der Ausführung der Märzdecrete stattgesunden haben. — Dem Vernehmen nach versagte die Regierung der vom Deputirten Latsant in der Ctffey-Affatre auf morgen berufenen Versammlung wegen Nichterfüllung der gesetzlichen Formalitäten die Genehmigung. — Privatnachrichten der „Agence Havas" aus Konstantinopel zufolge zog der Sultan alle von der Pforte aufgestellten Bedingungen in Betreff der Uebergabe Dulctgnos zurück und verhieß die baldigste Uebergabe. England. London, 23. October. Die in Irland herrschenden Zustände werden durch einen Brief, welcher der „Times" von einem in Ballinrobe, Grafschaft Mayo, ansässigen Pächter namens Charles C. Boycott zugeht, in greller Weise gekennzeichnet: Am 22. September flüchtete sich ein von 17 Polizisten begleiteter Ge- richtsdiener nach meinem Hause, dem eine heulende Menge auf dem Fuße folgt?, welche die Mitglieder meiner Familie mit Pfeifen und gellendem Geschrei empfing. Am folgenden Tage (23. Sept.) versammelten sich Hausen von Leuten auf meinem Gute, einige Hundert rückten mir vors Haus und befahlen meinen Knechten, Arbeitern und Stellknechten unter Drohungen —, meinen Dienst zu verlaffen und nie wieder für mich zu arbeiten. Auch mein Hirte hat sich durch die Furcht verleiten laffen, seine Stellung aufzugeben, weigert sich jedoch, das Haus zu räumen, das ich ihm als Dienstwohnung überlasten hatte. Ein anderer Hirte auf einer entlegenen Farm ist gleichfalls genörhigt worden, seine Stellung niederzulegen. Mein Schmied hat Briefe erhalten, welche ihn mit der Ermordung bedrohen, falls er weiter für mich arbeite; auch meine Waschfrau hat den Befehl erhalten, nicht mehr für meine Familie zu waschen. Ein zwölfjähriger Knabe, der meine Postbeutel nach der benachbarten Stadt Ballin- robe und zurück besorgt, wurde am 27. September geschlagen, bedroht und beauftragt, den Dienst zu kündigen, seit welcher Zeit ich meinen kleinen Neffen meine Briefe besorgen ließ, allein auch er wurde am 2. October auf der Landstraße angehalten und gemahnt, nicht mehr Botendienste für mich zu thun. Die Ladenbesitzer haben Drohbriefe erhalten, mir keine Maaren mehr zu liefern, und ich erhalte soeben ein Schreiben der Posthalterei, welche mir mitthcilt, daß der Briefträger vom Telegraphenamt unterwegs angehalten und bedroht worden sei, falls er mir Depeschen überbringe, und daß sie eS nicht länger für sicher halte, telegraphische Depeschen an mich zu befördern, da dieselben entwandt und dem Boten übel mitgespielt worden könne. Meine Farm ist öffentliches Eigen- thum; die Leute betreten dieselbe unbestraft. Meine Ernten werden meberge- treten, thetlweise fortgeschleppt und massenhaft zerstört. Die Schlöster meiner Thüren werden zerschlagen, die Thüren aufgeriffen, die Mauern niedergeristen und das Vieh auf die Landstraße getrieben. Kein Arbeiter wird mir Diei.ste leisten und es wird öffentlich ausgesprochen, daß die Landliga meinen Ruin beschlosten hat, falls ich nicht alles aufgebe und das Land verloste. Ich rede nicht von der Gefahr, in der mein Leben schwebt, was jedem klar sein wird, der das Land kennt. Montenegro. Cettinje, 22. Octbr. Die in Rijeka eingestellten Verhandlungen zwischen den montenegrinischen Delegirten und Bedri Bey werden in Virbazar wieder aufgenommen. Die Aussichten auf eine baldige Uebergabe von Dul- cigno sollen durch die neuen türkischen Vorschläge einigermaßen abgeschwächt sein. Hriechenlano. 2ltl)cn, 23. October. Das Ministerium hat seine Entlassung ringe* reicht. Man glaubt, CommundnroS werde mit der Neubildung des Cabinets beauftragt werden. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Darmstadt, 24. Ociober. Der Großherzog ist gestern Abend von seiner Reise nach England nach hier zurückgekehrt. Petersburg, 24. October. T»e „Agence rüste" hebt hervor, die Einigkeit der Mächte habe den Sultan auf den Weg der Coucessionen geführt und sei demzufolge eine friedliche Lösung der Orient-Angelegenheiten zu erwarten. Griechenland würde die Befriedigung seiner Ansprüche am besten durch friedliche Mäßigung und Besonnenheit erreichen. Konstantinopel, 24. Octbr. Regierungsseitig wird behauptet, daß Aisim Pascha den Botschaftern auf ihre Anfrage wegen der verzögerten Uebergabe Dulctgnos noch keine Antwort ertheilen konnte, da derselbe noch ohne Nachrichten von Riza Pascha sei. Rom, 24. Octbr. Baron Ricasoli ist in Folge eines Schlaganfalles gestorben. Lokales. GteßkN, 25. October. Der am Samstag Mittag aus dem Justtzpalast entsprungene Euler erfreute sich nicht lange der Freiheit. Schon um 3 Uhr wurde er von zwei Gensbarmen von Krofdorf her wieder etngebracht. — Der Winter bat seinen Einzug gehalten. Am Samstag Abend hatten wir einen tüchtigen Schneefall und die folgende Nacht eine Kölle von 5 Grad zu verzeichnen. Letztere hat in den Gärten an vielen Pflanzen traurige Arbeit verrichtet. — Verfloßene Nackt setzte es in der Marktstraße und in der Nähe der Wieseckbrücke am Neuenweger Thor Keile ab. Verschiedene beschädigte Köpfe mußten zugepflastert werden. Vermischtes. Heppenheim, 20. October. Den hiesigen Jagdpächtern ist schon feit längerer Zeit bekannt, daß eine Anzahl Wilderer aus Lorsch in ihrem Jagdgebiete allsonntäglich förmliche Treibjagden veranstalteten und in der schonungslosesten Weise ihren Wildstand decimirten. Um diesem Treiben ein Ende zu machen, zogen am vergangenen Sonntag eine Anzahl Jäger aus und gelang es diesen auch, die Wilderer zu umstellen und in einen immer enger werdenden Kreis einzuschließen, welcher auf einer Seite von der ziemlich hoch angeschwollenen Weschnitz begrenzt war. Auf diesem Wege mußten sich die Wilderer endlich salviren, nm nicht eingefangen zu werden. Vom jenfeuigen Ufer aus schoß einer der Wilddiebe aus einen Jäger, erhielt aber als Gegenleistung alsbald einen Schrotschuß, der ihn mehrfach verwundete. Zwei der Wilderer sind bereits dingfest, der dritte, welcher den Schuß abgegeben hatte," ein Metzger ans Lorsch, ist flüchtig gegangen und wird wegen Mordversuchs und Wilderei steckbrieflich verfolgt. Da er feiner Wunden wegen ärztlicher Hilfe bedarf, glaubt man feiner leicht habhaft werden zu können. — sDer Vater statt des Sohnes.] Vater General zum Lieutenant, seinem Sohn: Schöne Geschichten das! Läßt für Balleteusen Zimmer ausmöbliren, kanns natürlich nicht bezahlen. Lieferant will an's Regiments-Commando schreiben. Hm?! Was sind das für Streiche?! — Sohn Lieutenant: Muß entschieden in Abrede stellen! Ist nicht wahr. — Vater General: Ist nicht wahr? So? Hast aber hier im Zimmer den Bries vom Lieferanten verloren, den ich gesunden. Da ist er, da steht es: „Herr Lieutenant v. H.! Sie haben mich lange genug zum Narren gehabt- Die Möbel, die ich für das Fräulein Z. geliefert hab, sind noch nicht bezahlt u. f. w." Lies selbst! Was nun? — Sohn Lieutenant lieft den Brief, bann sagt er lachend: Papa hat vergessen, das Datum zu lesen, der Bries ist vom Jahre 1850 an Papa selbst, als er noch Lieutenant war. Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. Octobcr. «Marktbericht. > Der heutige Heu- und Strobmarkt wa, schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ctr. Jl. 2.50—4.20, Stroh 2.00—3 00 Butter das Pfd tm Großen 1. Qual, at 0.95—00, 2. Qual JL 0.85—90, im Detail daS Pst. jü 1.30—00, 2. Qual. Jü 1.20—00. Eier das Hundert ital. JL. 7.00, deutsche Eier 5.50 JL. Ochsenfleiick per Pfund 60—70H, Kuh-, Rind und Farrenfleisch 45—55 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfletsck 40— 65 Schweinefleisch 68 -70 ein Hahn Jü 0.90 bis 0.00, ein Hubn JL. 1.90 1.50, eine Ente JL 2.00—2.20, eine Taube 50—00 Gans JL 5.00 6 00, Hasen das Stück JL 3.50—4.00, Feldbuhn 1.00-3.00, Rehbock das Pfv. 75 — 80 Kapaunen 0 - 0.00, Wälscher Hahn v*L 5—7. Kartoffeln 100 Ko. 3L 5.00—0, Kohlrabi 3—5 H, Blumenkohl 1 St. 20 — 50 X Wirsing 10—20 H, Gelberüben 1 Bund 10—20 Zwiebeln 1 Bund 6 Sellerie das Stück 6 Meerreittg 1 Stück 00—00 Spargel das Pfund 00—00 Romain-Salat 25 00 H, Endivien 10—0 H, Rothkraut 15—20 H, Weißkraut 15—20 Artischoken 50 H, Erbsen das Pfd. 00 H. 6951) Für hervorragende Leistung in Caffc Surrogat wurde vom Preis- Gericht der Düsseldorfer Gewerbe-Ausstellung der Firma Werner Breuer in KSln am Rheingassenthor Nr. 1141(1) die Broncene AuSstellungS-Medaillc als höchste Auszeichnung zuerkannt. Berichtigung. Unter den standesamtlichen Nachrichten muß es unter „Geborene" heißen: Dem Schutzmann Joh. Jost Dönges eine Tochter. Lebendes Gestügel als Poularden u. Kapaunen empfiehlt (6940 Carl Schwaab s Delicatessenhandlung. Goldfische sind angekommen bei 6959)_______I. Schäser, Kirchenplatz. 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It-ft "” Hin b°rch ^toe* ®*nÄ6axmtn wir flntn »ntn. itytttt ^flt ®it|tdbrü(ft am W werten. hon feit linyrtr "e allsonnGich vt'sk ihren Wild- am vergangenen !ertr zu umsleUen ' tmer Seite von !m Wege mußten Vom jenseitigen >Is Gegenleistung 'tr Wildeier sind ehger aus Lorsch, kdrieflich oersolgt. ner leicht habhaft it, fdntm Sohn: kanns natüilid) Hm?! Was cde stellen! Ist )ia im Zimmer tot to - .Herr Die Möbel, die d.* Lies selbst I : Papa hat verübst, als er noch tzttobmarkt war )b .*2.00-300 0, im Deiaii das 7.00,. beutle kn 45-55 A. Salk rin Hahn <* 0.90 50-00 Sans , Rehbn! das Psv. Kl Äo. .* 500—0, »elbnüben 1 Sanb 1 6nuf OO—00 -4, _o 4, R-chkr-ut 4__ >urde vom Preis- W 6*(6961 '0(6-8 >-d ’i> »« lipc“' M । ßgfi -V'- Seb b # Ladung. i) Heinrich Stier, Taglöhner aus Londorf, zuletzt daselbst sich auf- baltend, 31 Jahr alt, 2) Peter Schomber, Schreiner aus Kesielbach, zuletzt daselbst sich aufhaltend, 32 Jahr alt, 3) Peter Bräuning, Knecht aus Merlau, zuletzt daselbst sich auf- haltend, 38 Jahre alt, 4) Peter Sprankel, Taglöhner aus Lumda, zuletzt in Flensungen, 33 Jahre alt, 5) Jost Reder, Taglöhner aus Merlau, zuletzt daselbst sich aufhaltend, 26 Jahre alt, deren Aufenthaltsorte unbekannt sind, werden beschuldigt als beurlaubte Reservisten bez». als Wehrleute der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, Uebertrelung gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Dieselben werden auf Mittwoch den 15. Dezember 1880, Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht zu Grünberg zur Hauptverhandlung geladen Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach § 472 der Strafproceßordnung von dem Großherzogl. Landwehr-Bezirks- Commando zu Gießen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Alsfeld, den 8. Oktober 1880. Der Großberzogliche Amtsanwalt. 6653) Sandmann. Immobilien- Versteigerung. Donnerstag den 11. Nov. er., des Vormittags 10 Uhr, sollen auf bi-staem Rathbause, die den Georg Philipp Schillinger Eheleute dahier gehörigen JmmoblUen, als: 413 Meter Hofraithe in der Vcr- stadt,best. in Wohnhaus, Scheuer und Stallungen, 518 Meter Grabgarten daselbst, 116 „ Grabgarten am Steinweg, 34 „ Grabgarten daselbst, 849 „ Grasgarten in der Lau- bach, 280 „ Grabgarten in der Aue an der Bürgelbach, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich versteigert werden. Die Hofraithe liegt unmittelbar an der Hauptstraße, ist in gutem Zustande und darin seit länger als 50 Jahren Bäckerei, Wirtschaft und Oeconomie mit großem Verkehre betrieben worden. Laubach, am 23. October 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Laubach. 6992) Ritter. Mittwoch den 27. Oktobers Nachmittags 2 Uhr, werden im Ge ilfuß'schen Nebenhause die Mobilien der verstorbenen Margaretha Laudon's Ww. gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 27. Oktober 1880. Großherzogl Ortsgericht Gießen. 6997) Müller._________ Mittwoch -kn 27. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe (Gasthaus zum Schwanen) nachstehende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baar- zahlung versteigert: 1 Schrank, 1 Bild mit Brocattahmen, 1 Spiegel, 1 Chaise. 1 Waschtisch, 1 Spiegel mit Brocatrahmen, 1 Spiegel mit Goldrahmen, 1 Sopha, 2 Kommoden, 1 Nähmaschine, 1 Bett, 1 Sekretär, 1 Nachttisch, 1 Nähtisch, 2 Kleiderschi änke, 1 Schreibsecretär, 1 eiserne Kiste, 6 silberne Eßlöffel, 18 Theelöffel. Gießen, den 25. Oktober 1880. 7001)_______Bauer, Gerichtsvollzieher. Aeilgebotenes. Offenbacher Würstchen empfiehlt (6968 3 Stein Wrve., Wetzsteingasse. Bekanntmachung. 6946) Im Firmenregister unterzeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: A) Es wurden gelöscht: 1. am 16. September I. Js. die Firma Georg Schmehl in Gießen, 2. am 22. September l. Js. die Firma Müller in Gießen, 3. am 29. September l. Js. die Firma G. Stieber in Gießen, 4 an demselben Tage die Firma Simon Löb Löwer in Alt-Buseck, 5. an demselben Tage die Firma Georg Dörr Wittwe in Gießen; B) am 29. September l. Js.: M,t dem 1. September I. Js. ist die offene Handelsgesellschaft Nattmann & Weidig zu Gießen in Liquidation ge- treten; Liquidator ist Herr Julius Nattmann zu Gießen. C) Neu eingetragen wurden: 1. am 16. August l. IS.: Firma Fr. Hast, bestehend seit Winter 1879; Inhaber: Fritz Hast von Gießen, Agent; 2. am 24. August l. Js.: Firma K- Jacob, bestehend seit Anfang dieses Jahres zu Gießen; Inhaber: Kaufmann Jacob von Heldenbergen, Inhaber eines kaufmännischen Geschäfts; 3. am 16. September 1880: Firma Heinrich Völzel II. zu Wieseck, be- stehend seit December 1879; Inhaber: Heinrich Völzel II. von Wieseck, In- Haber eines kaufmännischen Geschäfts; 4. an demselben Tage: Firma Karl Dorseld, bestehend seit 1876 zu Wieseck; Inhaber: Karl Dorfeld von Wieseck, Inhaber eines Handels mit Eisenwaaren; 5. an demselben Tage: Firma Gustav Köhnke, bestehend seit dem 1. Februar l. I. zu Wieseck; Inhaber: Gustav Karl Wilhelm Köhnke aus Roihenklemperer, Inhaber eines kaufmännischen Geschäfts; 6. am 18. September l. Js.: Firma Robert Haas, bestehend seit dem 1. März l. Js. zu Gießen; Inhaber Robert Haas von Gießen, Inhaber eines Kurz- und Wollenwaarengeschäfts; Procurisrm: Zohannette, Ehefrau des Robert Haas, geb. Ei ff. 7. an demselben Tage: Firma Karl Weidig Wittwe, bestehend seit dem 1. September l. IS. zu Gießen; Inhaberin Louise, Wittwe des Carl Weidig, geb. Steinberger, Inhaberin einer Ctgarrenfabrtk; Procurist: Julius Natt- MUNN zu Gießen; 8. am 20. September I. Js.: Firma Philipp Bob, bestehend seit dem 10. September zu Gießen; Inhaber Philipp Bob, Inhaber eines Colonial- waarengeschäfts; Procuristm: Catharine, Philipp Bob Frau; 9. am 22 September 1880: Firma Friedr Müller jr., bestehend seit dem 1. April 1880 zu Gießen; Inhaber Friedrich Müller, Sohn des Orts- gerichtsmanns Müller, Inhaber eines kaufmännischen Geschäfts; Prokuristin: Elise, Friedrich Müller Frau; 10. am 29. September l. Js.: Firma Ernst Lotz, bestehend seit dem 15. November 1879 zu Gießen; Inhaber Ernst Lotz, Inhaber eines kauf- männischen Geschäfts; 11. am 2. October 1880: Firma Carl Stieber, bestehend seit dem 22. September l. I. zu Gießen; Inhaber Carl Stieber, Inhaber eines kauf- männischen Geschäfts. Im Gesellschaftsregtster wurde heute eingetragen: Laut Geiellschaftsvertrag vom 31. August 1880 hat sich unter der Firma „Vogelsberger Bergwerksverein" mit dem Sitze in Gießen eine Actiengesell- schäft gebildet, welche den Erwerb, die Ausbeutung und Verwerthung der zur Zeit der Gewerkschaft Stangenrod bei Grünberg gehörigen Bergwerke, Be- lehnungen und Muihungen bezweckt. Das Actiencapital beträgt 1,200,000 JL und zerfällt in 600,000 Stammaktien; die Einzahlung ist erfolgt. Innerhalb der Gesellschaft verfügt und beschließt der Auffichtsrath, be- stehend aus den Herren: 1) Consul Wilhelm Dulheuer in Bonn, 2) Direktor Altmann aus Berlin, 3) Kaufmann Paul Opitz von da, 4) Kaufmann Felix Vogt von Essen selbstständig in allen Angelegenheiten der Gesellschaft, soweit die Befchlußfaffung nicht der Generalversammlung Vorbehalten ist. Oeffentltche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch die Direktion, vertreten durch Herrn Richard Jöcke! dahier, in der Berliner Börsen- Zeitung und dem Gießener Anzeiger. Alle Urkunden und Erklärungen der Direktion sind für die Gesellschaft verbindlich, wenn sie mit der Firma der Gesellschaft und — so lange nur ein Direktor vorhanden — von diesem oder von dem Prokuristen unterzeichnet sind. Die Auflösung der Gesellschaft kann nur dann gültig beschloffen werden, wenn der betreffende Antrag entweder von der Majorität des Aufsichtsraths oder von einer Anzahl von Aktionären, die zusammen ein Drittel des Grundkapitals besitzen, gestellt wird. Gießen, den 18. Oktober 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. I. V.: ____________________Langsdorfs.__________________ 6981) JDurdi Uebernahme eines größeren Postens in rein wollenen Hemden - Flanellen bin ich in der Lage, dieselben zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufen zu können. Unterjacken und Unterhosen in großer Auswahl. ______F. Weber, Nnchknsand-DahnhoMr. 934. Verein zur Förderung -er Sonntagsfeier. Mittwoch den 27. Oktober, Abends 8 Uhr, findet 'M alten Rathhaussaale wiederum eme Versammlung statt, zu welcher alle Mitglieder, sowie Freunde der Sache dringend eingeladen werden. Tagesordnung: Welche sind die Gründe, aus welchen sich viele dem Gottesdienst entziehen, und welche Mittel find anzuwenden, um den Besuch des Gottesdienstes *008) zu heben? Der Vorstand. 7.— Gemüse: 3.50 3.- 3.50 2.50 Strickwolle bester Qualität, wobei eine große Parthie zu außergewöhnlich billigen Preisen empftehlt “ (6508 __Carl Hoffmann. Seefisch,Hummer,Caviar und zollfrei dort: Kouand. Vollhermge, neue, 25 p. Faß 3.— Fettherrnge, ff. marin. „ 35 p. „ “ Rufi Sardinen, ff. neue, 120 p. „ Flschroulade ohne Gräten, 40 p. Krauteranchovis, pikant, 200 n " Gelee Aal, ff. rnarinirt, 5 Ko- " , — Sardellen ohne Gräten 4/1- ob. 6/2-Dose 6 — Lachsheringe, ff. geräuch., 32.....3.50 Sprotten, Kieler, 200 p. Kiste, . . . 2— Elbcaviar, ff. neuer milbgef., 1 Ko 4 50 Uralcaviar, extraff. „ 1 Ko. 6— Hummer, leb. ob. fr. gek.,6—10 p. 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I. an, mit oder ohne Garten, zu vermiethen. Zu erfragen bei Rechtsanwalt Thorwart. " 6926) Zwei möblirte Zimmer zu oera miethen bei Uhrmacher Böger, SelterSw. 6918) Möblirte Zimmer zu vermiethen. ___________Gartenstroße 165,s, parterre. “ 6917) In der Nähe des neuen Univer- sitatsgebäudes ist ein möblirtes Parterrezimmer zu vermiethen bei Lehrer Mayer.. 6730) Der 3. Stock meines Haus es, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör, ist anderweit zu vermiethen und am 15. Januar 1881 zu beziehen. Pitz, Zimmermeifter. 6982) Um vor Eintreffen der Neuheiten für Weihnachten mit meinen j Maaren -Vorräthen etwas zu räumen, habe ich eine große Parthie Waare i , die ick von Montag den 25. d. M. an unter Selbstkostenpreis , zeige ich hierdurch ergebenst an. zuruckgesetzt, Die a) 9 , Zugleich erlaube ich mir, auf eine große Auswahl in Zanella-Stepp- "erkauf: ««»alii-reS von 28 L> an, i rocken, mit und ohne Ailaibesatz, Cheviot., Filz- und Flanell-Röcken Wermiethungen. 6993) Ein möblirtes Zimmer in der Nähe der neuen Aula, Neue Anlage C. 31, 3. Stock, zu vermiethen. _________________ 7007) Em möblirtes Zimmer zu vermiethen.__________Sonnenstraße B. 65. Das seither von Hrn. Kreutzer bewohnte FamilienlogiS mit fünf schönen hohen Zimmern und abgeschloffenem Corritzor, im Gasthaus zum Löwen, ist per ersten Januar anderweit zu vermiethen. Auch kann auf Wunsch, wenn das Logis zu groß, ein Aimmer zurückbehalten wer- den. ________________(6978 7004) Gut möbl. Zimmer mit Labinet zu vermiethen. Wilh. 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'86 'S MömyuM ‘.///«Ml Whopntf urffrrxk urtzVsM n? rMckuir ‘uojoaiMls-luajw«! s^GAisjSsnyi urqu-i-skr prjjrLstH usZöMg usös^unö urpv« 2Z 9>nD 1399 'uitioVag i)tn uaa 'uajoapjfc up}a qun aqig^9iD^U)aaiSfc urtzPgh rrq IsrtzPN rnv; 'rs(L Geschäfts Anzeige. 7002) Einem geehrten htestgen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich von Anfang nächsten Monats Seltersweg E. 49 als Kürschner etablire. — Gleichzeitig empfehle mein aufö Reichhaltigste affortirtes Lager in Pelzwaaren und Mützen. — Gute solide Arbeit bet billigster Preis- stklluna. Reparaturen, Erneuerungen werden angenommen im Photograph Uhl'schen Hause, Neue Anlage. Während des Sommers Aufbewahrung aller mottengefähr- lichen Gegenstände. 5W Einkauf von Hasen-, Iltis-, Marder- re. Fellen^ Achtungsvoll ___________________A. Kretzschmar. Wohnungs-Veränderung. oMnnuesM -aimsnawr