Nr 73 Freitag den 26. März 1880 chichener 'Miyeiger Auzeigk- mi> AMÄlktt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Presse besprochen. Auch ein Artikel des „Grenzboten", als dessen Verfasser Btsmarck's „Büschchen" gilt, liefert einige neue Beiträge. Laut desselben ließ Rußland nach dem Berliner Congreß in Bezug auf die Ausführung desselben an die Regierung des Kaisers Wilhelm Mahnungen ergehen, die immer dringender und drohender wurden. Der Ton, in dem sie vorgebracht wurden, klang gebieterisch und zuletzt beleidigend. Es heißt in dem Artikel weiter: „Die moskowttische Diplomatie suchte nach Bundesgenossen gegen Deutschland, u. A. in Parts, wo der General Obrutschew, der Adjutant und Vertraute des Krtegsmtnisters Mtlutin, die betr. Ränke spann, wo man den Versucher aber nicht nur abwies, sondern diese Machinationen auch deutschen Diplomaten mittheilte." Inzwischen reiste Graf Andraffy nach Petersburg, und Bismarck, der leicht Mißtrauen schöpft, wurde besorgt, daß es sich um eine Allianz zwischen Rußland, Oesterreich und Frankreich bandeln könnte. Als aber Andraffy nach Gastein kam, ergab es sich, daß alle Besorgntffe unbegründet waren und der deutsche Rrichskanzler fand die Umstände günstig, um seinen langgehegten Plan, ein Bündniß mit Oesterreich abzuschließen, an welches zur Zett, als Gras Beust tn Oesterreich am Ruder stand, nicht zu denken war, zu verwirk- ltchen. Der Artikel schließt mit der Versicherung, daß das „Bündniß besteht und ungeachtet aller persönlichen Pflege des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen den Monarchen in Berlin und Petersburg zu unserm und Oesterreich- Ungarns Heil fortbestehen wird, welches uns allezeit näher liegen und allezeit viel mehr Verirauen oder — wie man in dieser unvollkommenen und unbehaglichen Welt vielleicht richtiger sagt — viel weniger Mißtrauen einflößen wird als Rußland." Bremen, 23. März. Kein geringerer Mann als Herr H. Meyer, seit zwanzig Jahren oder länger der erste Kaufmann unserer Stadt, hat sich an die Spitze des Ausrufs zu einer deutschen Petroleum-Bohrgesellschaft gestellt. Ihr eigenes Vertrauen tn den Erfolg des Unternehmens bekunden die sieben Gründer dadurch, daß sie von der Million deS Acttenkapttals ein Fünftel fest übernehmen. Sie übernehmen für 60,000 Mk. die Anlagen und Berechtigungen der zweiten Bremer Bohrgesellschaft zu Edemissen bet Peine, deren Tech- niker, Herr Hermann Meyer, in der pennsylvanischen Oelregion tüchtige Studien gemacht haben soll. Wenn die Vervollkommnung des Gewtnnungs- procrsses ausreicht, die Dünnheit des Vorkommens in den erreichbaren ölführenden Schichten auszugleichen, so mag ein befriedigendes Ergebntß tn Aussicht stehen. An dte Erreichung der tn Amerika die Oelquellen liefernden devonischen Schicht glaubt ein die Gegend so genau kennender Geognost, wie der Reichs- tagsabgeordnete Senator Römer in Hildesheim nicht und hält ebensowenig Petroleum für sicher vorkommend in jeder Devonschtcht. Er wünscht übrigens selbst wettere Versuche vermögender und geschäftskundiger Männer, warnt nur vor der Erregung übertriebener Hoffnungen in kleineren Capitalistenkreisen. Das Bremer Handelsblatt bringt diese Woche von ihm ein Gutachten über dte geognostische Seite der Sache. Isrankreich. Paris, 22. März. Dte Verhandlungen in den heutigen Sitzungen der beiden Kammern waren ohne Bedeutung. M§n erledigte eine Anzahl von Gesetzentwürfen und vertagte sich auf den 20. April. Morgen findet Minister- rath statt und wahrscheinlich wird das Amtsblatt nächster Tage über dte Maßregeln, welche dte Regierung beabsichtigt, Zuverlässiges bringen. Wie verlautet, kann dte Regierung bei ihrem Vorgehen gegen die religiösen Ordens- gemetnschaften vollständig auf den StaatSrath zählen. Dte AbtheilungSpräsi- venten desselben erklärten nicht allein, daß der Staatsrath für dte R.gterung etnstehen werde, sondern auch, daß alle Gesetze und Decrete über dte reltgtösen Ordensgesellschasten noch in voller Krast seien. Dte reacttonären Blätter stützen sich bet ihrer Vertheidigung der Jesuiten sogar auf ein Decret, durch welches Gambetta 1870 während des Krieges ein Decret des Präfecten von Marseille, Esquiros, das dte Jesuiten auswtes, für nichtig erklärte, weil dieselben französische Bürger seien und deshalb nicht aus Frankreich htnausge- worsen werden könnten. Gambetta zählte damals stark auf die Unterstützung der Katholiken und hoffte sogar eine Zett lang, „daß das katholische Bayern sich zu Gunsten des katholischen Frankreichs gegen das ketzerische Preußen erheben würde." In der Provinz herrscht noch große Aufregung. Ueberall werden anttjesuttische Adressen unterzeichnet. Alle Staats-Universitäten haben der Aufforderung der Pariser Studenten Folge geleistet und sind für die Ferry'schen Gesetze eingetreten. Eine Ausnahme machte nur dte Universität von Poitiers, dte in ihrer Mehrheit den Jesuiten gewonnen ist. In Toulouse, wo die Studenten sich ebenfalls gegen dte Jesuiten erklärten, kam es zu Ruhestörungen. Die Studenten durchzogen nach ihrer Versammlung unter dem Ab- Deutschland. Darmstadt, 23. März. Dte „Neuen Hess. Volksbl." schreiben: „Wie aus Petersburg gemeldet wird, geht es der Kaiserin wieder schlechter, die Kräfte haben abgenommen, F-eber und Temperatur sind im Steigen. Es ist leider wenig Hoffnung auf Wiederherstellung der edlen Fürstin vorhanden." Ein Bulletin vom 18. März im „Petersb. Herold" lautet: Seit dem 1. März war in dem Befinden Ihrer Majestät eine Verschlimmerung zu bemerken, dte sich im Steigen der Temperatur und im Zunehmen des Hustens äußerte. Der Appetit und die Verdauung waren während der ganzen Zeit befriedigend, dte Herzensthättgkeit war normal und der Schlaf gut. Dte Kräfte Ihrer Majestät nahmen im Laufe der vergangenen Woche etwas ab." Berlin, 23. März. Nach Berichten aus England ist dort Glycerin- Seife, die bisher in großen Qantitäten aus Deutschland importtrt wurde, vom 8. ds. ab mit einer namhaften Steuer belegt worden und dadurch das deutsche Exportgeschäft in diesem Artikel mit einem Schlage lahm gelegt. Die neue Steuer beträgt nämlich 3 Pence per Pfund, und ist deshalb diesem Fabrikate auferlegt worden, weil zur Herstellung desselben bekanntlich Spiritus verwendet wird, der in England sehr hoch besteuert wird, und es daher den dortigen Fabrikanten unmöglich machte, bet der geringen Eingangssteuer dte Glycertn-Seife bisher zahlte, mit dem deutschen Fabrikate zu concurriren. Aus diesem Grunde haben die englischen Fabrikanten schon seit Jahren für Erhöhung der Eingangtsteuern auf Glycerin-Seife agittrt und es hat diese Agitation jetzt, nachdem das deutsche Reich mit Schutzzöllen vorgegangen ist, den gewünschten Erfolg gehabt, denn, wie wir vernehmen, sind sofort die in Deutschland aus diesen Artikel gemachten Bestellungen annullirt und dte schon auf dem Wege nach England befindlichen Sendungen in den Seehasenplätzen angehalten worden. Berlin, 24. März. Kaiser Wilhelm hat, wie von verschiedenen Setten gemeldet wird, am vergangenen Sonnabend wiederholt Anlaß genommen, zu denjenigen Personen, welche ihn zum Geburtstage beglückwünschten, sich dahin zu äußern, daß der Friede gesichert erscheine, alle gegenthetltgen Gerüchte aber grundlos seien. Dieses Wort Kaiser Wilhelms wird nicht verfehlen, die Besorgnisse zu zerstreuen, welche tn letzter Zett sehr lebhaft geworden waren und kaum noch nennenswerthen Widerspruch gesunden haben. Dte öffentliche Meinung halte sich bereits an den traurigen Gedanken gewöhnt, daß nach der Lage der Dinge ein Krieg nicht mehr wird vermieden weiden können, daß Deutschland neuerdings gezwungen sei, dte Conspirattonen seiner abholden Nachbarn mit dem Schwerte zu durchkreuzen. Unter allen Umständen ist es doppelt erfreulich, von berufener Stelle zu erfahren, daß die erwähnten Even- rualiäten nicht in Aussicht stehen, daß an dem Orte, welchcr der maßgebende und zugleich der bepunterrichtete ist, nichts bekannt ist von einer gegen dte Sicherheit Deutschlands geplanten Verschwörung. Wenn Kaiser Wilhelm den Frieden für gesichert erklärt, so ist damit gesagt, daß dte Gewalthaber tn Frankreich und die Gewalthaber in Rußland gleichmäßig von dem Wunsche entfernt sind, das Waffenglück gegen Deutschland zu erproben. Freilich ist vamit nicht gesagt, daß nicht tn Frankreich wie in Rußland Personen vorhanden sind, welche eine gehässige Gesinnung dem deutschen Reiche gegenüber behalten und auch in Zukunft noch aussprechen werden. Wir können dies um so leichter ertragen, als wir gestehen müssen, daß auch unsererseits nur die Liebe zum Frieden, nicht aber die Liebe zu den Nachbarn wesentlich größer fei. — Der schwere Etsenbahnunfall, welcher sich auf dem Bahnhofe zu Halle a. d. S. ereignet hat und zwei im Besitze des Staates befindliche resp. unter seiner Verwaltung stehende Bahnen betrifft, ist eine üble Vorbedeutung für das jetzt zum Stege gekommene Staatsbahnsystem. Es ist dringend zu wünschen, daß eilig Auskunft über die Ursacke der Katastrophe von Halle gegeben werden, damit nicht die Meinung Platz greife, als liege die Schuld an einer deplactrten Sparsamkeit der Eisenbahnverwaltung, welche das Bestreben hat, möglichst große Ueberschüffe zu erzielen. Wir behaupten durchaus nicht, daß solche deplacirte Sparsamkeit bereits in Kraft getreten ist; wir wünschen aber auch nicht, daß eine solche Vermuthung überhaupt erst erstarke, und deshalb verlangen wir eilige und gründliche Aufklärung, — In militärischen Kreisen verlautet, daß tn kurzer Zett der comman- Idtrende General des 11. Armee-Corps, v. Bose, der schon zu wiederholten Malen um seine Pension nachgesucht, den erbetenen Abschied demnächst erhalten dürfte. — Die Enthüllungen über Rußland und dessen deutsch-feindliche Bestrebungen seit dem Abschlüsse des Berliner Friedens werden noch immer in der Bekanntmachung. Nachdem die Lungenseuche unter dem Rindvieh zu Londorf erloschen ist, werden die von uns verfügten Sperrmaßregeln (stehe unsere Bekanntmachung vom 23. October 1879 im Anzeiger Nr. 250) hiermit wieder aufgehoben. Gießen, am 24. Marz 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. RedactionSbitreaitr 1 ~ , rn , _ 1O ExpeditioUSdurcaur J Schulstratze B. 18. ,un6 Vorderhaus Kröll, 163 im unteren "’cnem Comdor eine Piecen, Küche mit lern Zubehör am eint w beziehbar, zu ver- ^Straße, Nr7l81, nR von 9 Piecen mn vom 1. Mai an ,ttn -- ‘f> "K ^-^licenstraße w vermielheu. Adami. venmklhen. fotifltn, ’LNmtr iu -ÄÄÜ-K' tts o; "flk bei 2"nmer zu ver Älnberg^zu. modUrte Zimmer einzeln, in der Röhe l.Äärz oder!. April lud) werden daselbst tnommen. Wo? sagt enlogis zu vermielheu. Neuenweg B-138. 1880. flOOCU- Schau"1 Kette j.bte- mi'lbev Neider, Garlfeld^. t -«Men- 7. einem ,^Sprlij i S'Wti Ssr->. I von Herrn Professor :ehable Wohnung ist im 1. Avril er. bezieb- Pb. Stttck. nntiergefienbe schöne 2 ober auch 3 Setten , -gen die ganze Der- kkn werden zu oer- »oävr Lony» dnMtzjür eine kleine H-ß, Ltbießtzärien. •mietlitn - fA W yuckner. singen der Marseillaise die Straßen. Ein Jnfanterie-Officier, welcher denselben begegnete, stimmte den Ruf an: „Es leben oie Jesuiten!" was zur Folge hatte, daß er tüchtig durchgeprügelt wurde. (Köln. Ztg.) England. London, 23. März. Die Kaiserin Eugente tritt am Donnerstag ihre Reise nach dem Zululande an. Außer dem Marquis v. Bassano, dem General Str Evelyn Wood und desien Gemahlin begleiten sie die speciellen Kameraden des verstorbenen Prinzen, Capitän Bigge, Lieutenant Slade und Dr. Scott. Blgge und Slade dienten bei derselben Batterie wie der Prinz; Dr. Scott war bei der Auffindung der Leiche zugegen und balsamtrte ste ein. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Correfpsnbeur ■ Bnrea«. . London, 24. März. Das Parlament wurde heute mittelst Botschaft der Königin aufgelöst. In derselben dankt die Königin dem Parlamente für die Unterstützung ihrer Politik, deren Zweck die Vertheidigung des Reiches und die Sicherung des allgemeinen Friedens gewesen sei. Die Beziehungen zu den auswärttgrn Mächten seien durchaus freundschaftliche und für die Erhaltung der Ruhe Europas günstig. Die Königin hofft auf eine baldige Regelung der Angelegenheiten in Afghanistan und weist mit Genugthuung auf die Befferung der industriellen Lage und das Aufhören des commerziellen Druckes hin. Paris, 24. März. Mehrere Deputirten, welche heute aus dem Palais Bourbon kamen, versicherten, entgegen den Behauptungen der Journale, daß die Decrete, deren baldige Publikation bevorstehe, die sofortige Auflösung der Gesellschaft Jesu in Frankreich aussprechen werden. Die fremden Jesuiten würden sofort ausgewtesen werden und werde den Klöstern dieser Gesellschaft eine Frist nicht von 6, sondern nur von 3 Monaten bewilligt werden, um ihre Verhältnisse zu ordnen und ihr bewegliches und unbewegliches Vermögen zu verkaufen. Die anderen nicht autorisieren Congregationen werden verpfllchtet werden, binnen kurzer Frist ihre Statuten vorzulegen; die Regierung wird dieselben prüfen und diejenigen Congregationen auflösen, deren Statuten den Grundsätzen des öffentlichen Rechtes in Frankreich für zuwiverlaufend erachtet werden. Den Jesuiten soll nicht gestattet werden, ihre Autorisation nachzusuchen._________________________________________________________________________ Lokales. Gießen, 25. Marz. Für dieses Jahr steht unserer Stadt das Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr bevor. Im Herbste werden es 25 Jahre, seit der Reformator des deutschen Löschwesens, C. M e tz von Heidelberg, das Prtncip der Freiwilligkeit und der militärischen Organisation auch hier in das Leben cinfübrte. Diese Jubiläumsfeier wird hoffentlich noch eine besondere Bedeutung dadurch erhalten, daß sie Anlaß zur Verschmelzung der beiden dahier bestehenden freiwilligen Feuerwehren giebt, und damit ein Krähwinkelthum beseitigt, besten sich Alsfeld und Friedberg, die einzigen Städte unserer Provinz, welche außer Gießen auch den Zopf doppelter Feuerwehren trugen, in Ueberwindung aller untergeordneten Rücksichten glücklich entledigt haben. Die freiwillige städtische Feuerwehr hatte die Anregung hierzu schon längst gegeben, das bevorstehende Jubiläum aber bot Gelegenheit, nunmehr mit besonderem Nachdruck auf die Sache zurückzukommen. Nachdem die Generalversammlung der F. St. F. sich einstimmig mit der Verschmelzung einverstanden erklärt und nachdem der Stadtvorstand bereits seine Vertreter für die deßfallsigen Verhandlungen ernannt har, hängt es nunmehr nur noch von der Gail'schen Feuerwehr ob, ob der gute Plan zur Verwirklichung gelangt, oder ob das gemeine Interesse auch für die Folge Sonderinteresten gegenüber zurückstehen soll. Da es schlechthin nicht verkannt werden kann, daß das Nebeneinanderbestehen zweier Feuerwehren, die einander Abbruch thun und das selbst eine ernste Gefahr in sich birgt, vom liebel und daß die Verschmelzung der beiden Corps in eine große einheitliche freiwillige Feuerwehr vom öffentlichen Jntereste dringend geboten ist, dem doch auch die Gatl'sche Feuerwehr dienen will, so darf man hoffen, daß letztere die ihr gebotene Hand nicht ausschlägt, daß die gute Sache siegt. Dann wird an Stelle eines Jubeljahres mit zwei Jubiläen ein Jubiläum im zweifachen Jubeljahr sein. Gießen, 24. März. Die gestern stattgefundene Bürgermeisterwahl zu Klein-Linden blieb resultatlos. indem von 125 abgegebenen Stimmen der eine Candidat Beigeordneter Germer 60, der andere K. Jung IV. 46 Stimmen erhielt, die übrigen sich zersplitterten und 2 ungültig waren. Die Stichwahl wird Freitag, den 2. April stattfinden. Gießen, 25. März. Manche Hausfrau wird heute Morgen vergeblich auf ihre Kuchenmilch gewartet haben Die Polizei war so ungalant und prüfte dieselbe auf ihren Wassergehalt. Auch heute wurden wiederum 90 Liter als zu stark gewästert confiscirt und an Arme vertheilt. — Ein Mann aus Burg-Gemünden, Vater von 5 Kindern, war seine Familie und Europa müde. Er borgte sich gestern aus dem Schranke seiner Mutter ca. 1000 X in Werthpapieren und wollte damit nach Amerika auswandern. Heute Morgen trafen nun der Beigeordnete von seiner Gemeinde und nock eine Person hier ein, ermittelten den Flüchtling, nahmen ihm seine „Papierchen" ab und damit auch zufrieden trat derselbe seine Rückreise in Begleitung in die Provinz wieder an. — Das neue Universitätsgebäude soll, gutem Vernehmen nach, am Samstag den 24. April feierlich eröffnet werden. Näheres über das Programm mitzutheilen, dürfte noch verfrüht sein, da diesbezügliche Verhandlungen noch in der Schwebe sind. — In die Diebstahls-Geschichte im Krausgrt ll'schen Hause scheint nunmehr Licht zu kommen. In Mainz wurden bei einem Goldwaarenhändler ein Dutzend silberne Löffel zum Verkauf angeboten. Der Händler avisirte die Polizei hiervon, da ihm die Person des Verkäufers nicht besonders gefiel. Die Löffel wurden nun von der Polizei beschlagnahmt und es stellte sich als unzweifelhaft heraus, daß sie aus dem Krausgrtll'schen Diebstahl stammen. Der Verkäufer wurde verhaftet und wird derselbe sammt einem Complicen, von welchem er die Löffel erhalten haben will, was dieser jedoch leugnet, wahrscheinlich morgen mit dem allgemeinen „Schub" hier von Mainz elntreffen. Vermischtes. Esch Wege. Der „N. Anz." erzählt unter dem Titel: „Neue Erwerbszweige" folgende Geschichte: „Dor zwei Jahren trat der zur Zeit in Großalmerode als Commis conbitionirende N. seine Braut an einen guten Freund für den Preis von 200 Thaler ab Der Contract wurde schriftlich gemacht und darin festgesetzt, daß der Kaufpreis erst nach zwei Jahren zahlbar sei und daß der Käufer auch die Braut bis zu diesem Zeitpunkt gehetrathet haben müsse. Dieser Tage wurden dem sich jetzt hier in Esckwege aufhaltenden Commis 450 X von dem sich inzwischen verreirathet habenden Käufer ausbezahlt. Ersterer verlangte nun aber die kontraktlich ausbedungene Summe und es ist daber nickt unmöglich, daß diese Sache noch am Gericht zum Austrag gebrockt werden wird, so sehr sich auch der Empfänger über den empfangenen Betrag gefreut bat. Die Frau, welche von der ganzen Geschichte nichts wußte, hat nun in Erfahrung gebracht, auf welche Weise sie verschachert wurde und ihren Mann in Folge deffen verlaßen. — Dem armen Ex-Khedive, der sich bekanntlich mit seiner ganzen Wirthschafr in Italien zur Ruhe gesetzt hat, wird dort das Leben sehr schwer gemacht. Eine große Anzahl von Neapolitanern hat nämlich eine Petition an den Ober-Staatsanwalt gerichtet, in welcher die Bestrafung des Ex Khcdivs Ismael verlangt wird, weil derselbe im Widerspruch mit dem italienischen Strafgesetzbuch in Neapel einen Harem unterhält. Diese Petition läuft durch alle neapolitamschen Zeitungen. Veranlasiung dazu hat die bereits früher erwähnte Flucht einer sechzebnjäbrigen Sklavin aus dem Harem gegeben, die jetzt, nachdem ein junger Neapolitaner sie heirathen will, außer Stande ist, den Anforderungen der italienischen Gesetze hinsichtlich ihres Famllienstotuts zu entsprechen. Das Mädchen weiß weiter nichts von seiner Herkunft, als daß es als kleines Mädchen von den Eunuchen in Kairo für den Khedive gekauft wurde. Viele Zeitungen tadeln die Duldung des Harems seitens der Regierung heftig. Wetzlar, 20. März. Heute stürzte sich ein ca. 11 Jadre alter Gymnasiast, weil er nicht in eine höhere Claffe versetzt wurde, von dem steilsten Punkte des Hauserberges — einen ca. 200 Fuß tiefen Steinbruch hinab. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. — Vor einigen Tagen fand man bei dem Durchbruch eines Theiles der alten Stadtmauer in der Nähe des ehemaligen Franziskanerklosters das Skelett eines in dieselbe eingemauerten Menschen. (N. V.) Mainz, 22. März. Ein betrübendes Unglück trug sich gestern Nachmittag auf dem Rheine in der Nähe des Hafens Angesichts einer Menge Spaziergänger zu. Drei junge Leute vergnügten sich damit, in einem Nachen zu fahren und kamen sie hierbei unglücklicher Weise in die Nähe des dort gesunkenen Schiffes und auf ein Tau, wodurch dasselbe mit dem Lande: verbunden ist. Durch den starken Wellenschlag hob das unter dem Wasser liegende Tau den Nachen, so daß derselbe umschlug. Zwei der Insassen konnten sich an dem umgeschlagenen Nachen festhalten und so gerettet werden, während der dritte, der 16jährige Sohn des Tünchermeisters K., in den Fluthen seinen Tod fand. Die Leiche konnte bis jetzt noch nicht aufgefunden werden. Frankfurt, 22. März. Der Palmengarten entfaltet in seiner Blumen- und Pflanzen- Ausstellung eine Farbenfüüe von das Auge entzückender wunderbarer Pracht. Camelien und Azaleen sind von herrlicher Fülle und in den schönsten Farbenspiegelungen in den Seitengallerien aufgestellt. Der Rosenflor ist ebenfalls in vollster Entwickelung und dürfte zu Ostern seinen Höhepunkt erreichen. Das Auge und den Geruch ergötzen auch die Lieblingskinder des Frühlings, die Maiglöckchen. Auch in den Gewächshäusern ist die Blüthenentwickelung eingetreten und zeigen die tropischen Blüthen gar wunderbare Farben und Formen; überhaupt bietet der Palmengarten gegenwärtig dem Freunde der Blumen so viel des Schönen, daß er sich Stunden lang daran ergötzen kann. London, 23. März. Im Newgate-Gefängniffe wurde gestern Morgen eine Hinrichtung durch den Strang vollzogen Der Delinquent, ein der niedersten Volksklasse angehöriger Arbeiter Namens Jobn Wingfield, 34 Jahre alt, hatte seine Frau aus Eifersucht erstochen. Der grausame Mord wurde am Hellen Tage in einer der belebtesten Straßen des Londoner Stadtbezirks Kilburn in Gegenwart zahlreicher Zuschauer verübt, die nicht bas Mindeste thaten, um dem Mörder sein Opfer zu entreißen. Er brachte der Unglücklichen nicht weniger als 17 Messerstiche bei und stellte sich dann selber der Polizei Er betrat das Schaffst mit sehr zerknirschtem Gemüthe und betete laut, bis die Klappe fiel. Offenbach, 23. März. Gestern Abend ereignete sich hier der gewiß seltene Fall, daß eine verwundete Schnepfe mitten in der Stadt und zwar in der Waldstraße gefangen wurde. Der Vogel hatte einen Schrotschuß am Kopf und mag lange umhergeflogen sein, bis er erschöpft zur Erde fiel. — Die Härte unseres neuen Gerichtsverfahrens führt zu oft recht verzweifelten Auskunftsmitteln, da doch jedem die Rettung seiner Sachen vor der Zwangs-Versteigerung am Herzen liegt. Viele, die eine Execution zu gewärtigen haben, schlagen derselben nämlich ein Schnippchen, indem sie ihr dadurch zuvorkommen, daß sie einem Freunde ein (natürlich fingirtcs) Accept geben und den Freund bitten, es schleunigst einzuklagen und die Execution zu veranlassen. Dieser befreundete Pseudo-Gläubiger beauftragt nun einen Gerichtsvollzieher zur Beschlagnahme der gesammten Habe seines Schuldners, jedoch mit der Maßgabe, daß von einer Siegelanlegung abgesehen werde. Dies Alles kann in wenigen Tagen geschehen, denn ein fälliger Wechsel kann sogar dem Gerichtsvollzieher direct zur Einziehung des Betrages, event. zur Beschlagnahme von Werthobjecten in entsprechender Höhe Übergeben werden. Kommt dann ein wirklicher Gläubiger, so blitzt er mit seiner Execution ab, da jein Gerichtsvollzieher bereits Alles gepfändet findet. Man sieht, des Ledens Praxis ist doch schlauer als des Reichstags Theorie. Sollte nicht aber, meint der „N. M. Anz.", diese List durch eine noch größere List wieder überlistet werden können? — sTättowirt.j In Albany in New-Aoik ist ein Streit wegen eines täckowirten griechischen Matrosen entstanden, der gegenwärtig von Herrn Barnum zur Schau ausgestellt wird. Die Ankündigung sagt, daß derselbe sieben Millionen Stiche an seinem Leibe habe, und daß ihm diese sämmtlich von einer weiblichen Wilden beigebracht worden seien. Der arme Mann vergoß einen Tropfen Blut und eine Thräne bet jedem Stich, und war der Einzige von Dierundzwanzig, welcher die Operation überlebte. Das Weib, welches die Tättowirung vollzog, arbeitete täglich sechs Stunden, bis die Arbeit vollendet war. — Die Genauigkeit dieser Angabe wurde von einem ausgezeichneten Mathematiker in Frage gestellt, welcher dem „Albany Expreß" das Resultat seiner in dieser Beziehung angestellten Berechnungen mitlheilte. „Das Weib", sagte er, muß dem Griechen in jeder Sekunde drei und einen halben Nadelstich gegeben haben. Wenn er dann bei jedem Stich einen Tropfen Blut verlor, muß er, die gewöhnliche Anzahl von Tropfen einer Pinte angenommen, und eine Pinte zu einem Pfund berechnet, 5833 Pfund, oder, anders ausgedruckt, gerade 889 Gallonen Blut während 90 Tagen verloren haben. Thränen wiegen nicht so schwer als Blut; Alles in Allem genommen, muß der Gent- lemcn aus Albanien binnen drei Monaten 5Vz Tonnen dieser Flüssigkeit vergossen Haden." Auf diese Bemerkung erwiderte Barnum's Agent, „daß der Grieche nicht ausgestellt würde, wenn er nicht ein wunderbarer Mensch wäre." Hamburg. Der frühere Bürstenbinder Vogt hatte, im Besitz eines Doctortitels aus Philadelphia, Hierselbst sich der Kurpfuscherei ergeben und nicht nur ein Schild mit der Bezeichnung „Dr. Vogt" an seine Wohnung angebracht, sondern auch in verschiedenen hiesigen Zeitungen eine große Anzahl Annoncen erlaffen, in welchen er sich „Dr." Vogt nannte. Es war deßhalb, nachdem Vogt schon einmal wegen gleichen Vergehens gegen die Gewerbeordnung bestraft worden ist, wiederum Anklage gegen ihn im Schöffengericht erhoben worden; dasselbe verurtheilte ihn zu einer Geldstrafe von 3500 X, event. 3 Monate Haft. Das Schöffengericht führte in seinem Erkenntniß aus, daß Vogt dadurch, daß er sich den Titel „Doctor" beigelegt habe, bei dem Publikum den Glauben habe erwecken wollen, er sei eine im Jnlande appro- bhte Medieinalperson. Es hätten sich in Folge dieser Annoncen eine Menge Personen an Vogt gewandt, welche sämmtlich kein anderes Resultat als bedeutende Verluste an Geld erreicht haben. Gegen dies Erkenntniß erhob Vogt durch Anwalt Dr. Türkyeim Berufung. Das Landgericht trat jedoch in seinem Erkenntniß den Ausführungen des Schöffengerichts bet und verwarf die Berufung als unbegründet. — Ein Gastwirth aus Steiermark, der nach Batosceg in Ungarn an einen ungarischen Weinbauer um ein Faß Wein schrieb und denselben ersuchte, er möge für's Faß und den Wein den Betrag nachnehmen, erhielt folgende Antwort: „Lieber Frajnd Sie schixi brif, aber schixi nix schixi Geld, schixi Wein. Ich nix kann vornehmen, nix wegnemcn baj kjjenbän, weil will ich nix, krig nix. Schixi also ein Faß, krixi was. Schixi nix, krixi nix. Jnerer Frajnd. M. B." Landwirthfchaftliches. — (Zerschneiden der Saatkartoffeln.j W. Rall sagt darüber im „Württ. Wochenblatt f. Landw.": Schon seit Jahren habe ich mich durch Anschaffung von Neuheiten befferer Kartoffelsorten, die in Der Regel große Knollen lieferten, mit Dem Zerschneiden derselben re. beschäftigt. Bei Kartoffeln mit flachliegenden Augen habe ich, namentlich bei Kopsels frühester weißer, früher Rosen, Early Gooderich, Schneeflocke u. dgl. Sorten Die Erfahrung gemacht, Daß auch bei der günstigsten Witterung nach der Saat wenigstens ein Viertel zerschnittene Knollen gar nickt keimten uno, ohne zu faulen oder Pilze anzusetzen, selbst im Spätsommer noch gesund, aber leblos im Boden lagen Dies führte mich zu verschieDenen Versuchen, welche auch zu einer einfachen Methode führten, welche ick zur allgemeinen Kenntniß bringen möchte. Drei bis vier Wochen vor der Saat, also Ende März, lege ich meine Saatkartoffeln, namentlich also frühe und werthvollere Sorten, bei welchen durch Zerschneiden Der Werth der Saatkartoffeln etwas billiger sich stellen soll, in eine Dachkammer und lege die Knollen ganz dünn auseinander. Nach 14 Tagen oder drei Wochen zeigen sich die Keime als kleine grüne Punkte und Dann beginne ich mit Der Theilung. Erst nach vier bis fünf Tagen, nachdem die Schnittfläche etwas eingetrocknet ist, beginne ich mit dem Auslcgen. Auf Diese Weise behandelte Saatkartoffeln treiben 14 Tage früher, als ungekeimt zerschnittene Kartoffeln, welche auf dasselbe Grundstück gelegt werden; sie zeigen auch Den ganzen Sommer ein besseres, lebhafteres Wachsthum und geben einen größeren Ertrag. Handel und Verkehr. Limburg, 24. März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 19.50, Weißer Merzen X 19.40, Korn X 14.70, Gerste X 11.50, Hafer, X 7.35, Erbsen X -. (Durchschnittspreis pro Malter.) Kartoffeln (50 Kilo) X 0.00. Frankfurt, 24. März. «Marktbericht > Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.00—3.40, Stroh X 2.00—3.40. Butter das Pfund tm Großen 1. Qual. 1.10-00, 2. Qual. 1.00, im Detail das Pfund X 1.40—00, 2. Qual. X 1.30—00. Eier das Hundert itoll. X 9.00, deutsche Eier 7.00 X, Ganze Erbsen daß Pfd. 20—26 geschälte Erbsen 32—37 H, Bohnen 27—29 Linsen 40—50 H. Weißkraut das Stück 20—25 H, Rothkraut, 1 St. 25—30 H, Kohlrabi — H, Kohlkraut 0 -0 H, Blumenkohl 1 St. 40—90 Wirsing — H, Kartoffeln 100 Ko. X 8-10, Zwiebeln 1 Bund — H, Merretttg 25 St — H, 1 Srück 15—20 Ochsenfler,ch per Pfund 60—70 Rindfleisch 45—60 H, Kuhfletjch 45—60 Kalbfleisch 45—55 H, Hammelfleisch 30—65 H, Schweinefleisch 60-70 ein Hahn X 1.70—2.20, ein Huhn X 1.50 -2.50. eine Ente X 2.30-3.00, eine Taube 60—70 H. Pet 1986) D- s Wwl,L Mittwoch t M Sott”'11 Milt W1 ftlgwde Bau- « m iffe»11* ' J56 Eiche- St enthaltend 4 Buchend enthaltend, 9 Birken'St« enthaltend, 84 Mel'Slü enthaltend, 2 Erlen'Släv 21 Buchen-Der enthaltend, 557 Fichtrn-Der fm enthalte §40 Achten-» enthaltend. Die Etchen-Stk Aangen sind von tfit, letztere eigner Lriterbäumen, B hangen. Die Zuja«men in den District Nähe deS Geinei Nach Beendig! rang kommen no welche ganz in . lagern rnt Suchet circa 5 Mir. Ian Mittleren Durchnn Dich Stämme vorher aus der werden. Londorf, ant 1 Grvßh. Bürge ??93)__W Wer Donnerstag M« in btn !lßg Wlrmt« jm j «WHimch Md 96 Ntn^tdn W utib mefla Wlctenb Detfiti . Anjana j MoWr. i9ar "Ww, t 2050) Alhen-Z utib von 2 8t*f,4* 2046) D(k Bü V* hfc i, ■'‘"Nttc i HÄ* I K «ys'a, tll gx WÄ'8'"" ä: *‘"**4" b,„ ®ön«Hen unb S’fubn b(g > -™Ä °?'V littet b„ B " M ©tunten stn ^'«intifthn. 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Der arme rar der Stchze van 1 iättoeirung vaüzag, Keuanigknk bieftt 8n- :tlier dem „Slbantt 1 mitttyilU. „Dab m WN Wbtn ft die gewöhnliche :m 8fanb berechnet, % tiyn tnlE m(-„ mug der Amt: Nachen baden." 8us »zcheLt würde, wenn -tae6 DoctartltelS aui a Lldiid mit der Le- i verichiedenen hiesigen - zogt nannte. 68 , M Srwerbeartnunz :rm worden: dasselbe lii Schössengenchl .i Dortor* beigelegt t in Alande appro- -Ktnae Personen an Bertolte an S'lv er= liitforim Lchössenztricht^ bei , „ ein« «’S«* ,■«$.! u«b * 8«» . b.i liieibi«. wtu 2 w* 3ntttt «Hier y), f t,$ L 7 00 >' * fobl^L g '11*,e \ . Bi-tt »»-** «S-- ttkl^'chgt!und, i-ch«°, Drei $*’■ *Jjit/d»"4 j<; '^Ä^hnot und Bekanntmachung. Betreffend: Das Begießen der Straßen. 1986) Das Fahren der zwei städtischen Gleßsäfser soll im Submissions- .^ege vergeben werden. Die hierauf Reflecttrenden wollen ihre Offerten binnen H Tagen von heute an v v4L 16 16 20 16 16 9 4 Lustspiel 2069) Karl Noll, Schlosser, Flügclsgasse. Wir M untersagt ist. L Die Gendarmerie empfehlen Das Neueste 1726) Passtonsaufführung des evangelischen Kirchengesangvereins am Charfreitag, den 26. Mär;, Abends 6 Uhr, in der Stadlkirche. Das Leiden und Sterben Jesu Christi in den Worten der heiligen Schrift und in den Liedern der Kirche. Der Eintritt ist unentgeldlich. Doch werden freiwillige Gaben in den ausgestellten Büchsen e tgegengenommen. Die reservirten Plätze befinden sich auf beiden Seiten des Altars- Diejenigen inaktiven Mitglieder, welche noch nicht im Besitz von Karten für die reservirten Plätze sind, werden gebeten, dieselben bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang zu nehmen. Bei demselben liegen auch Listen zur Anmeldung inaktiver Mitgliedschaft (jährlich 2 ans. 2O-Francs-Stücke. . . do. in Vr . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten...... Dollars in Gold . . . 2054) Nächsten Donnerstag den 1. April, Abends 8 Uhr, findet Generalversammlung des Credtr - Vereins zu Heuchelheim (einge- lragene Genossenschaft) in dem Local des Wirth Philipp Kröck statt. Tagesordnung: Abhör der Rechnung von 1879. Ergebniß der Prüfung der Rechnung von 1878. Der Vorstand• Aedactionsbur tzrpediiionsbr *4* 19-22 18-22 41-45 71 65 55—60 20-24 i 't'?D H ”h '"8 aÄ* Steindruckerei für alle Arten Druckarbeiten. Gießen, den 22. März 1880. 1985) ^rantroortlicbe Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen, gär’ Die nächste Nummer dieses Blattes erscheint Samstag Abend. Unfere ßtl Gängen ftd) in N. btm nii-t it dings arbeitet (n, unb mancher sch hißet uns über W- uns hvsjen, die bewegte Geg< die kirchlichen Mensch kommt zu einem Rückbli lung, mllche ihn Das heilig ieiue tiese Beten wie her Estöser Egengel versch und sltö Kamps und' 5 ?'n -u innerer u Ikder rastlos u-d neu angagirten Mitglieder. Ultimo. in 5 Akten von G. v. Moser. Die Direction. Vorzügl. Aepfelwein empfiehlt (1874 C Roth, Neue Baue. Warnung. 1941) Hiermit warne ich Jeden, meinem von mir getrennt und in Gießen lebenden Manne Heinrich Wehrum, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich von jetzt ab für nichts mehr hafte. Lang-Göns, den 20. März 1880. Katharine Wehrum. 1900) Eine Weuchandlung sucht einen jungen Mann zum provissionsweisen Verkauf ihrer Weine für Gießen und Umgegend. Gef. Offerten bittet man unter A. W. Nr. 83 bei der Exped. d. Bl ab zugeben. Theater in Giessen. Montag tzen 29. Mär; 1880: (1. Vorstellung im 2. Abonnement). Erstes Auftreten JSft« ^ttä9Un< i“ neuem fc, Sill, il!ne Nntn ur.8 M bk” ® ?? “w bk in nt Mbnlbbk® auf k™ W? Ä* iu fei i ? f,ntn soll ™ben H'n ,' ftA Burgruine Staufenberg 2052) Am 2. Osterfeiertage: gut best-tzte Tanz-ZlkuM, 2 tüchtige Schneidergejettrn sofort gesucht. Nur Solche wollen sich melden und erhalten R^se vergütet. 2051) I, Hartmann, Siegen. 2042) Unserem lieben Freunde Christiou L . tz zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! Humor» Montag den II. und Dienstag den III. Osterfeiertag: tillOSSES (OMKBT. ' ausgesührt von der Kapelle des 2. Großh. Heff. Inf. - Regiments Rr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Kransse. vermischte Anzeigen. 2068) Es ist mir gestern ein schwarzer Schäferhund mit einem ledernen Halsband und gelber Scheibe und alten Haaien am Schwanz entlaufen. Der redliche Finder wird gebeten, mir Mittheilung zu machen, damit id) denselben gegen angemessene Belohnung abholen kann Dernbach b. Gladenbach, 24. März 1880. I D. Lang, Schafhändler. 2048) Eine Köchin gesetzten Alters, mit guten Zeugnissen wird im Gasthaus z. Löwen angenommen.____________ 2040) Ein mit der Manufacturwaaren- Branche vertrauter junger Mann wünscht seine Stelle zu ändern. Eintritt 1. Juni oder auch früher. Offert, unt 2 100 postlagernd Marburg. 2062) Em Junge kann in die Lehre Gesucht einen Jungen in die Lebre. 2017) Schmitt, Glaser. 2024) Näherinnen werden zum Anfertigen von Perlborten für anhaltende Beschäftigung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1866) Für ein Eisenwaaren - Geschäft wird ein Lehrling gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. , 2060) Ein Mädchen vom Lande wird zu miethen gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. 1931) Emen Jungen sucht in die Lehre Friedrich Meinhardt, Schreinermftr, Neustadt 97._____________ Cin Schüler des Gymnasiums findet freundliche Aufnahme in einer kleinen Familie, in der Nähe des Neuenweger Thors. Näheres bei der Exped. d. Bl. (1952 674) Lumpen, altes Eifen, Zinn, Zink, Papier. Glasscherben kauft Louh Rothenberger, Neuenweg 193. 1624) Zwei Pensionäre finden zu Ostern gute Aufnahme. Markt B- 32. 2015) Ein Junge, der Kegel aufstellt und Hausarbeit verrichtet, wird gesucht im _______ Schützenhof. 2030) Ein angehender Kellner, welcher alsbald eintreten kann, wird gesucht im Darmstädter HauS. Kaden mit Jogis | alsbald zu vermiethen. Lit. D. 25. 1609) Für ein Fabrikgeschäftz"zu dessen Betrieb auch Dampfkraft abgegeben werden könnte, steht ein 'Hauni von etwa 100 qm Bodenfläche zu vermiethen bei H. Keck» Mr EinMrig-Ireiwillige Einige freundliche möblirte Zimmer sind zu vermiethen im (1765 _______________Frankfurter Hof. 1396) Ein Familienlogis zu vermiethen. _______Jakob Resbcr, Gartfeld i ..2012) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. ________ Flügelsgasse 94. 2016) Ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen.Kanzleiberg B. 67. Aermiethungen. 2047) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Asterweg 104, Nebenhaus. 2044) Ein freundl. möbl. Zimmerchen zu vermiethen. ___________Eduard Noll, Neustadt. 2053) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen im Hause des Herrn Dr. Felsing, Neue^äue B^ 92. 2045) Der mittlere Stock meines Wohnhauses (7 Zimmer, Wasserleitung, Bleichplatz rc.) ist per 1. April ober später zu vermiethen.______Rechtsanwalt Lauer. 2055) Em großes gut möblirtes Znn- mer, mit oder ohne Cabinet, zu vermiethen. _________Gartenstraße B. 165,6. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz auf 1. Juni, event. auch früher, zu vermiethen __L. N A. Petri. 2063) Ein möblirteS Zimmer zu vermiethen bei H. Hochstätter Wittwe _________________am Brand._______ 2058) Zwei ineinandergehende Stübchen zu vermiethen. Messerschmied Schwan. 2065) Ein Familienlogis zu vermiethen. Christian Noll, Kaplans gaffe. 1915) Ein kl. freundliches Famlienlogis zu vermiethen und gleich beziehbar. Näh. bei H. DebuS, Schiffenbergcr Str. 1818) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen bei lLouis Petri Ww., Neue Bane 883/10 2011) Für einen Einjährigen Freiwilligen ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Eduard Ottmaun, __________________Schloßgaffe A. 256. 1989) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Neustadt D. 61. 1903) Zimmer für einen Einjährigen in der Nähe der Kaserne zu vermiethen bei Vicefeldwebel Seim. Brandgasse. 1867) Ein Parterre-Logis von 7 Zimmern, welches sich auch zu Comptoirs eignet, zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz. 1815) Ein freundliches möbl. Zimmer nebst Cabinet (nach der Straße gehend) zu vermiethen. Auf Wunsch wird auch Kost gegeben.____________Markt 32. Logis. 1573) Ein Mansardenlogis von 4 Zimmern, in der Wilhelmstraße, ist billig zu vermiethen und vom 1. April ab zu beziehen.