nd Kind. im Älter ebenen. om Stnbk« (1229 Giessen. ,elb.) jtbruar M- Novität V g Vale: i ,*«»‘** TS-* Vbnwr » tlD1J pMf' W »‘ÄS**’ d- -uEÜ- M ' Mutter -er- und n uchren (1204 pweiu '■ tafin «Sfe (flrahg) Unt> Str. 48 Donnerstag den 26. Februar 1880. egHMthmiWrewu: f Schulstraße B. 18. m n . a, r, <_ t Gießen, am 24. Februar 1880. Betreffend: Das Landgestut, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die'Landgestütsstattonen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 'n Ihren Gemeinden bekannt machen zu laffen, daß die Grvßherzoglichen LandgestütsbeschSler für die Landgestütsstatianen »ergavt und Grün berg bereits abgcgangen sind. Dr. Boekmann. Erscheint titglich mit Ausnahme deS Montaa-. »iertetzührlich 2 Mark 20 Pf. mit ßtMgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ießener Wnzeiger A«?elgt- nii A»tsM fnr in Kreis Gieße«. ®8.,toirb h^mit zur öffentlich'!! Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dem Eaffeler Pferdemarkt-Eomüs die Erlaubniß »um Vertrieb von 500 Loosen in dem Großherzogthum Heffen für die Verloosung ertheilt hat, welche mit dem am 31. Mat, 1. und 2. Junt d. I. in Gaffel stattfindenden Pferde- und Rtndvtehmarkt verbunden werden soll. Gießen, am 23. Februar 1880. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. _________________ Dr. Boekmann. ,, . Großherzoglichen Kreisamts Gießen werden die Häuser der B. Schmidt Wittwe und des I. Hör mann auf der Mäusbura, welche dem Einsturz droben, abgebrochen. 4, n ,Um UnglücksfSlle vorzubeugen, haben wir Sperre für den Verkehr über die Mäusburg angeordnet. Die Fuhrwerke in der Richtung von der Wall- thorstraße nach dem Seltersweg gehend haben die Marktstraße und diejenigen in umgekehrter Richtung die Sonnenstraße zu benutzen. ttL i b! |Bumpe auf dem freien Platze neben vem Sch midt'schen Hause vorläufig nicht benutzt werden. Gießen, den 25. Februar 1880. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen. ________ ______Fresenius. D»e goldenen Thore Indiens. Lord Beaconsfield hat das stolze Wort gelaffen ausgesprochen, daß England die goldenen Thore Indiens festzuhalten gedenke. Damit ist das Schicksal Afghanfstans und Herats besiegelt, und den Ruffen, über deren Jntrigucn die geheimgehaltene Correspoudenz, welche in Kabul den Engländern in die Hände fiel, Auskunft geben mag, der Fehdehandschuh hingeworfen. Daß dies gerade nach dem Attentat im Wmterpalats stattfand, scheint darauf hin- zuteuten, daß England gerade jetzt Rußland für schwach und zu sehr mit sich selbst beschästtgt glaubt, als daß es noch irgendwie Rücksichten in Centralasien zu nehmen hätte. Englands nächste Aufgabe ist natürlich eine großartige Veistärkung seiner Position an den goldenen Thoren Indiens, da es dort nicht nur die Bergvölker zu zügeln hat, sondern auch darauf bedacht sein muß, Vorbereitungen gegen Rußland zu treffen. Was hier geschehen wird, hat auf Billigung aller englischen Parteien zu rechnen, denn nur der Gedanke an eine Bedrohung Indiens durch den russischen E!nfluß macht die Engländer ihrem asiatischen Erbfeinde gegenüber einig. Mit der Erringung der persischen Freundschaft, welche England seit langer Zeit durch das englische Großkapital und die Förderung des persischen Handels angestrebt hatte, ist den Engländern ein guter Schachzng gegen Rußland gelungen. Sie werden daher nicht allein Afghanistan befestigen, sondern auch Persien mehr und mehr an Großbritannien zu feffeln suchen. Zu diesem Zwecke wird eine Eisenbahn von Scanderum bis zur Spitze des persischen Golfs zu bauen beabsichtigt. Diese Bahn soll nicht allein die ungeheuer« Berölkerung Indiens durch ein eisernes Band mit dem Volke von Europa verknüpfen, sondern auch die Colonisation und Civilisation in den großen Thälern des Tigris und Euphrat befördern. Die Route ist am leichtesten durch England zu verihtidigen, da beide Endpunkte in der Nähe »es Meeres liegen. Nicht nur die englischen Handelsintereffen sprechen für ste, sondern all« britischen militärischen Autoritäten erkennen ihren hohen strategischen Werth. Die Bahn verkürzt den Weg nach Indien um 1000 Meilen, englische natürlich, und soll 10 Mill. Psd. kosten. Ste wird gebaut werden, denn England dürste in nicht allzuferner Zett in dte Lage kommen, darüber zu wachen, daß diese kurze, leichte und sichere Route nach Indien nicht in andere Hände komme. ____________ Deutschland. m. Darmstadt, 24. Februar. In der letzten Sitzung der zweiten Kammer der Stände hat der Abg. Hallwachs folgende Interpellation an dte Großh. Regierung eingebracht: „Laut Bekanntmachung der Großh. Ministerien des Innern und der Justiz und der Finanzen vom 23. September 1879 ist die Provision der Stempelmarken-Austheiler vom 1. October 1879 an von 5 auf 3 pCt. festgesetzt worden. Durch diese Anordnung erleiden die an den Kreis- Ämtern beschäftigten Gehülfen, denen großenthetls der Ertrag des Stempels überwiesen ist, um bet dem sehr knapp bemessenen Gehülfengehalte aus der 'Staatskasse einen Thetl ihres Einkommens zu bilden, eine wesentliche Schädi- Kung. Während die Einführung der Stempelmarken der Staatskasse Vortheile Mietet, mehren sich dte Arbeiten bet stempelpflichtigen Ausfertigungen durch tEntwerthung der Stempelzeichen; für die vermehrte Arbeit ist aber kein Aequi- »alent geboten, sondern eine Verminderung des Einkommens etngetreten. Das dienstliche Jntereffe erheischt indessen, daß auch die pecuniären Verhältniffe dieser Gehülfen nicht aus dem Auge verloren werden dürfen, wenn für dte Dauer etn tüchtiges Gehülfenpersonal, das für dte Bewältigung der Arbeitslast absolut nicht entbehrt werden kann, erhalten werden soll und dte besseren Kräfte sich nicht anderen Branchen zuwenden müssen Der Unterzeichnete erlaubt sich daher, die Großh. Regierung um geneigte Auskunft zu bitten, ob nicht aus den Erträgnissen des Stempels oder in irgend einer anderen Weise der den Kreisamtsgehülfen an ihrem Einkommen entstehende Ausfall durch Ueber- Weisung einer höheren Vergütung an Gehülfengehalt aus der Staatskasse ausgeglichen werden kann." Berlin, 23. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." weist auf dte beabsichtigte Anlage von Befestigungen an der Westgrenze Rußlands bet Kowno, Btalystock und Grodno hin. In den maßgebenden Kreisen könne schwerlich dte Besorgniß vor einem Angriff Deutschlands auf Rußland vorhanden sei. Ganz zwecklos würden nicht solche ausgedehnte und kostspielige Festungsanlagen unternommen. Der nächste Zweck derselben dürfte sein, im russischen Volk den Eindruck zu machen, als fürchte man einen Angriff Deutschlands. Gelinge es, diese Vorstellung zu erzeugen, so sei es von da bis zu einer feindlichen Erregung gegen den bedrohlichen Nachbar kein weiter Weg mehr. Wenn es wahr wäre, daß dte russischen Pläne gegen Deutschland, als deren Haupt- beförderet der Kriegsminister Miljuttn gelte, nur bis dahin aufgeschoben seien, wo Frankreich fertig sei, so könnte man in diesen Besestigungen gegen einen friedlichen Nachbar die Vorbereitung einer gesicherten Basis für einen künftigen Angriffskrieg gegen Deutschland erblicken. Weder Frankreich noch Rußland hätten jemals Angriffe von Deutschland erfahren. Dte kolossalen Rüstungen beider Staaten, welche zwingend auf das übrige Europa drückten, könnten daher nur auf eine aggressive Politik berechnet sein. Berlin, 23. Februar. (Schlimme Zeichen der Arbeiterbewegung). Kaum macht sich eine Besserung der Erwerbsverhältnisse bemerkbar, als auch schon auf breiter Linie in den Arbeitskreisen eine Agitation, den Arbeitslohn zu erhöhen, sich bemerkbar macht. So sehr man den Arbeitern eine Lohnerhöhung gönnen mag, da die Löhne wirklich in vielen Gegenden sehr gesun- ken sind, so muß doch auf die national-öconomische Unmöglichkeit aufmerksam gemacht werden, den Lobn künstlich zu steigern. Vor allen Dingen müssen erst alle Beschäftigungslosen wieder Arbeit haben, denn eine Lohnerhöhung ist undenkbar, so lange noch dispontbele Kräfte sich zur Arbeit herandrängen. Dte Agitation selbst hat leider in Oberschlesien wieder etne schlimme Frucht gezeitigt — den Exceß auf der Radztonkaugrube. Es geht daraus hervor, daß die Nothzeiten nicht überall, wie man gehofft hatte, die Arbeiter anspruchsloser und bescheidener gemacht habe. Weil die Kohlenpreise etwas gestiegen waren, die Förderung größere Dimenstonen angenommen hatten, glaubten die Leute nicht all,in ihr Recht auf Arbeit, sondern auch auf höheren Lohn geltend machen zu können. Wenn schon die Strikes mehr schädlich als nützlich sind, so muß die rohe Gewalt, welche sich an Gut und Blut der Eigenthümer, der Arbeitgeber und des Aufsichtspersonals vergreift, als eins der betrübsamsten Anzeichen, gleichzeitig aber auch als ein Fluch für die Arbeiter selbst bezeichnet werden. Der Erfolg der oberschlestschen Revolte ist ein trübseliger. Raub einer öffentlichen Kasse, Zerstörung werthvollen Eigenthums, schwere Körperverletzung von pflichttreuen Beamten — das muß natürlich in Kreisen von Arbeitgebern böses Blut erzeugen. Hierzu treten noch andere Nachtheile. Die Werke haben acht Tage nicht gearbeitet und wurden dadurch viele unschuldige Arbeiter im Erwerb geschädigt. Viele Familien werden unglücklich, denn es haben zahlreiche Verhaftungen stattgesunden und die Schuldigen verfallen wegen Aufruhr und Landfrtedensbruch schweren Zuchthausstrafen! Es ist höchst bedauerlich, daß die Aera eines wirthschaftlichen Aufschwunges nicht ohne Exceffe beginnen konnte. Werden denn nicht endlich auch die Arbeiter lernen, den socialen Frieden zu fördern? Berlin, 23. Februar. Ein kaiserlicher Erlaß vom 14. d. Mts. trifft Anordnungen für die Uebungen deS Beurlaubtenstandes für 1880/81. Danach werden aus der Landwehr und Reserve bei der Infanterie 89,700 Mann ein- berusen, wovon einschließlich 8 pCt. Unterosllciere unter andern 6900 Mann auf das Gardecorps, 8300 Mann auf das 7. (rheinisch-westfälische), 6700 auf das 8. (rheinische) und 2100 aus das 15. (elsaß lothringische) Armeecorps kommen. Bet den Jägern und Schützen werden 2400, der Feldarttllerte 6100, der Fußartillerte 5500, den Pionieren 2500, dem Eisenbahn-Regiment 400, dem Train 3565 Mann etnberufen. Die Uebungen sollen 12 bis 13 Tage dauern, können aber bis auf 20 Tage ausgedehnt werden. Die General- Commandos können rnactive oder dem Beurlaubienstande angehörige Osficiere, welche für den Mobilmachungsfall als Adjutanten der stellvertretenden Gene- ral-Commandos oder der stellvertretenden Jnfanterie-Brigade destgnirt sind, oder für den Dienst als Adjutant eines Landwehrbeztrks-Commaudos aur gebildet werden sollen — im Falle ihres Einverständniffes und innerhalb der Zahl der im Armeecorps etalsmäßtgen Landwehrbezirks-Adjutantensteüen — zu einer sechswöchentbchen Dienstleistung unter Gewährung sämmtltcher Com- petenzen etnberufen. Die im Bezirke deS elsaß-lothringischen Armeecorps abzuhaltende» Uebungen finden bei preußischen Truppenthetlen statt. Die zwölf- tägigen Uebungen find so zu legen, daß in diese Zetten möglichst nur ein Sonntag und kein Festtag fällt. Italien. Rom, 22. Februar. Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Rom find ganz zum Stillstand gekommen, ohne dtrectes Ergebntß, aber nicht ohne einen gewiffen Abschluß. Nachdem sich nämlich herausgestellt, daß dtrecte Vereinbarung unerreichbar, haben tn Wien noch fortgesetzte Besprechungen zwischen dem päpstlichen Nuncius und dem deutschen Botschafter stattgefunden. Nachdem diese die Aussichten beider Theile klargelegt, wurde der diplomatische Weg der Verhandlung vorläufig ganz verlaffen und Preußen gedenkt jetzt auf Grund der gewonnenen Kenntntß die Ordnung seiner kirchlichen Angelegenheiten selbstständig durchzuführen. Der Vatican nimmt an (was uns noch zweifelhaft erscheint), daß das Berliner Ministerium den Kammern tn der Sommersttzung bezügliche Vorlagen machen werde. Er hätte die diplomatische Durchführung der Verhandlungen lieber gesehen, glaubt aber auch so der Beendigung des Eonflicts näher zu rücken. (Köln. Ztg.) Rußland. Petersburg, 20. Februar. Die mannigfaltigsten Vermuthungen knüpfen sich an den Mordanschlag vom 17. d. M Man fragt sich, was wohl geschehen wäre, wenn der Speisesaal des Winterpalais bte gesammte kaiserliche Familie (mit Ausnahme der Kaiserin und der nicht in Petersburg weilenden Prinzen) unter seinen Trümmern begraben hätte? Ich kann Ihnen daraufhin mittheilen, daß ich auf diese hundertfach gestellte Frage immer dieselbe Antwort vernommen habe, die nämlich, daß das Volk aufgestanden und daß es zu ganz unberechenbaren Vorfällen gekommen sein würde. Das russische Volk ist in der Thal seinem Herrscher treu ergeben, und zwar nicht nur in Zeitungsberichten und Nationalhymnen, und wenn der Kaiser ermordet werden sollte, so ist fast mit Gewißheit anzunehmen, daß ein großer Theil seiner Unter thanen, (Bauern, Handwerker und natürlich auch ein Theil des Militärs) seinen Tod bitter rächen und in blutigem Kampfe aufstehen wird. Gegen wen sich dann die blinde, entfesselte Volkswuth richtet, ist leicht oorauszusehen, gegen alles, was einen anständigen Rock trägt in erster und gegen die Ausländer, denen man überhaupt nicht grün ist, in zweiter Linie. Man möge sich im Auslande im Geiste die weiteren Folgen dieses entsetzlichen Bubenstücks im Winterpalais — falls es gelungen wäre — ausmalen. Wir sind vielleicht keiner geringeren Gefahr entgangen wie der Kaiser selbst. Als die Höllenmaschine im Winterpalais aufgeflogen war, wollte man dem Zaren durchaus den wahren Sachverhalt verheimlichen, der Kaiser, der, wie gesagt, eben im Begriff stand, mit dem Fürsten von Bulgarien zum Diner zu gehen, erschrak heftig, als die Mauern des Schlosses zu wanken anfingen und das schauderhafte Getöse vom Schauplatz der Katastrophe her zu ihm heraufdrang. Alles rannte besorgt durcheinander, ein Jeder suchte instinktmäßig den Kaiser, dem man einzureden suchte, es habe blos eine starke Gasexplosion ohne irgend welche schlimmen Folgen stattgefunden. Die Explosion sollte durch Unvorsichtigkeit entstanden sein. Alexander II. aber rief hastig aus: „Nein, nein! Ich weiß, was es war! O Gott, o Gott!" Der Zar begab sich dann nach einiger Zeit, von vielen Officieren und Dienern geleitet, zu den Verwundeten, denen er seine Theilnahme aussprach und versicherte, daß er für sie sorgen würde. Die Hinterbliebenen der Getödteten — die Zahl der letzteren soll heute schon 14 betragen — werden aus kaiserlichen Mitteln unterstützt werden. Auch der „Golos" hat zum Besten der Familien der Verunglückten eine Sammlung veranstaltet. Die Kaiserin weiß heutigen Tags noch nicht, was sich am 17. Abends eigentlich ereignet hat, man hat ihr von einer Gasexplosion erzählt, vielleicht ahnt sie die Wahrheit. Nach dem heutigen Gesundheitsbulletin geht es der Kaiserin nicht mehr so befriedigend, das Fieber hat etwas zugenommen und auch das Herzklopfen ist stärker geworden. In der Stadt, auf den Straßen, in den Comptoirs, an den Biertischen spricht man übrigens von fast nicht- anderes, als von dem Attentat und der angeblich bevorstehenden Abdankung des Kaisers- Man will da ganz genau wissen, daß nach der 25jährigen Jubelfeier seiner Regierung Alexander II. gesonnen ist, die Zügel derselben dem Thronfolger zu überlassen. Der Zar soll es gründlich satt haben, für all seine Mühe und Liebe zum Volke von den entarteten Kindern der Nation mit Dynamit und Revolverkugeln belohnt zu werden. Trotz der inständigsten Bitten des Thronfolger und der Minister soll Alexander II. entschlossen sein, abzudanken. Ob's wahr ist, wird die Zeit lehren. Eine Neuigkeit kann ich Ihnen heute noch mittheilen, die nicht verfehlen wird, auch im Auslande Aufsehen zu erregen. Wenn nämlich die dritte Abtheilung recht unterrichtet ist, dann befindet sich die Wera Sassulitsch wieder im Lande, und zwar bis vorgestern noch in Petersburg. Sie hat die Schweiz unter einem falschen Namen unlängst verlassen und ist in ihre Heimath mrückgekehrt. Vermuthlich steht sie, nach den abgelegten Proben ihrer Tüchtigkeit als Mitglied des nihilistischen Mordvereins, zu den Partei- bäuptern in engen Beziehungen. Ihre Festnehmung wäre also von großer Wichtigkeit. Sie mag auch schon vorher um den jüngsten Anschlag auf den Zaren gewußt, sich den Ausgang desselben aber anders gedacht haben, denn sonst wäre sie wohl nicht so leichtsinnig gewesen und wieder in die Höhle des Löwen zurückgekommen. Die ganze Polizei ist auf den Beinen und auf der Suche nach Wera Sassulitsch. Wenn sie die Gesuchte gefangen haben, und das ist kaum zweifelhaft nach Signalement und Paß (fie soll auf einen englischen Namen reifen), dann werden wir ja erfahren, ob es die rechte ist. (K. Z.) Türkei. Konstantinopel, 23. Febr. Durch kaiserlichen Jrade wird die von den türkischen Commiflären vorzuschlagende definitive türkisch-griechische Grenzlinie sanctiontrt. Sawas Pascha hatte tn Erwartung des Jrade den griechische» Eommiffär Brailas ersucht, seine Abreise zu verschieben. Letzterer erklärte darauf, dringende Familien'Angelegenheiten ließen das nicht zu, er werde jedoch demnächst zurückkommen. Amerika. Washington, 23. Februar. Die demokratische Nationalversammlung für die Ernennung des Candioaten zum Präsidentenamt tritt am 22. Juni tn Cincinnati zusammen. Telegraphische Depeschen. Waguer'H telegr. Korrespondenz - «»re-««. Berlin, 24. Februar. Reichstag. Eingegangen ist em Gesetzentwurf, betr. Erhebung oer Brausteuer. Der Gesetzentwurf betr. die Schiffsmeldungen wird in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt. Folgt der Marine^Elat. Rickert fragt, warum eine Abänderung J>e§ Rudercommandos eingesührt worden sei. Der Chef der Admiralität, General v. Stosch, gibt eine technische Darlegung der Gründe, welche ihn zu derselben veranlaßt haben. Hänel kommt auf die Katastrophe des „Großen Kurfürsten" zurück und erklärt, der im Marine-Verordnungsblatt erschienene Bericht sei nicht ausreichend. Er fragt, wann der Reichstag einen erschöpfenden Bericht erwarten könne. Admiralitätschef v. Stosch erwidert, er persönlich würde sehr gern eingehendere Mü- thestungen machen; er habe sich aber auf die aus den officiellen Acten geschöpfte Darstellung im Marine-Verordnungsblatte beschränken müssen da gegenüber höheren Interessen nähere Mittheilungen unzulässig erschienen. Lasker erklärt, der Reichstag könne sich unmöglich mit dem nicht officiellen Berichte im Marine-Verordnungsblatte und der jetzigen Erklärung des Marineministers begnügen in einer Angelegenheit, welche die Nation in so hohem Grade aufgeregt. Hänel beantragt, den Chef Der Admiralität als verantwortlichen Stellvertreter des Reichskanzlers aufzufordern, einen Bericht über die Katastrophe vorzulegen. Auf Ersuchen Lasker's willigt der Antragsteller ein, daß der Antrag getrennt vom Etat zur Debatte kommt. Der Marine-Elat wird genehmigt. Bei Dem Etat Der Reichsjustizverwaltung bemängelt Stelter die Gerichtskosten-Tarffe. Der Staatssecretär Schelling erwidert. Die Abänderung der Gebührentarife müsse von der Initiative der einzelnen Staaten ausgehen. Kayser bemängelt die Vorschriften über den Arrestschlag und das Genchtsvollzieherwesen. Windthorst und Freund bemängeln gleichfalls das Gerichtskostenwesen. Oechelhäuser fragt, wann die Regierung ein neues Acttengesttz vorlegen werde, das durchaus nothwendig fei, da eine neue Gründerperiode drohe. Staatssecretär Schelling ermibert es seien bereits cornmissarische Beratungen eingeleitet Er hoffe, in ber nächsten Session Vorlage machen zu können. Richter kritisirt bie Mitwirkung der Reichsregierung bei der Gründung der Südseehandels- Gesellschast. Der Etat ber Reichs-Justizverwaltung wirb genehmigt Bei dem Etat des Reichsschatzamtes widerlegt Staatssecretär Scholz die Unterstellungen Bamderger's, als ob die Sislirung der Silberverkäufe die Denaturirung des Münz- und Bankgesetzes involvire. Die Silderverkäufe seien lediglich deßhalb fiftirt, weil die Regierung nicht bie Verantwortlichkeit für bte aus ben Silberverkäufen brohenden Verluste übernehmen könnte. Bamberger beleuchtet bie Lage bes Münzwesens eingehenb. Schatzsecretär Scholz wieberholt im Wesentlichen seine früheren Versicherungen unb fügt hinzu, bie Sistirung der Silberverkäufe sei nur ein Jnterimisticum, keine definitive Maßregel; es handle sich nur um eine Verlangsamung des Tempos in der Durchführung der Münz- reform. Namentlich in Süddeutschlanb sei ein größerer Bedarf an Silbermünzen hervorgetreten, als erwartet worden, daher werde wahrscheinlich noch in dieser Session dem Reichstage ein Vorschlag auf Abänderung des Art 4 des Münzgesetzes zugehen. Kardorff wendet sich gleichfalls gegen die Deductionen Bamderger's. Nach einigen weiteren Ausführungen Sonnemann's und des L>chatzsecretärs Scholz wird die Sitzung vertagt. Nächste Sitzung Mittwoch. Etatsberathung. Wien, 24. Februar. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Serajewo: Landstreicher tn der Umgebung von Plevlje schoffen auf österreichische Patrouillen, ohne Jemand zu verwunden. Von den Thätern befinden sich vier in Untersuchungshaft. Berlin, 24. Februar. Großfürst Nikolaus von Rußland ist heute früh 7% Uhr hier eingetroffen und von den Prinzen Karl, Friedrich Karl, Alexander und Prinz August von Württemberg am Bahnhof empfangen worden. Aus letzterem war eine Ehrencompagnie mit Fahne und Musik aufgestellt, welche beim Einfahren des Zuges die russische Nationalhymne intonirte. Prinz Karl geleitete den Großfürsten im königlichen Wagen nach dem russischen Botschaftshotel. Berlin, 24. Februar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht eine von beachtenswerther Seite kommende Zuschrift, welche in Betreff bes gestriger Artikels der „Nordd. A. Ztg." über bie Befestigung Kowno's die Meinung ausdrückt, daß aus der Befestigung der eigenen Grenze noch nicht nothwendig eine feindliche Tendenz gegen die Nachbarn heroorgetre, sondern nur das ob jcctive Bedürsniß, die eigene Sicherheit durch eigene Mittel zu verbürgen. Die Haltung der polnischen Bevölkerung bei ausbrechenden Conflicten könne die sorttficatorischen Anlagen von großer Wichtigkeit erscheinen laffen. Es ließen sich noch andere Conflicte denken, welche die Nützlichkeit der Befestigung Kowno's darthun würden, ohne daß dabei nothwendig der Bruch der langjährigen Freundschaft zwischen Rußland und Deutschland vorausgesetzt werden müßte. Jedenfalls stehe das Recht, sich so an den Grenzen zu befestigen, daß letztere mit eigenen Kräften zu schützen seien, jedem unabhängigen Staatswesen zu. Paris, 24. Februar. Der Senat dtscutirte heute über die Freiheit des Unterrichts. Pelletan unterwarf die Liga der Jesuiten seit Anfang deS Jahrhunderts einer Prüfung und erinnerte an die zahllosen Austreibungen aus Frankreich und anderen Staaten Europas. Die Jesuiten seien wie eine toter» nationale Gesellschaft mit einem fremden Oberhaupte; ste seien weder unsere Zeitgenoffen noch unsere Landsleute; sie haben nicht das Recht, die Jugend zu unterrichten. Voisins-Laverniöre (linkes Cmtrum) bekämpft den Gesetzentwurf im Namen der Freiheit. London, 24. Februar. „Standard" bezeichnet das Gerücht einer unmittelbar bevorstehenden Auflösung des Parlaments als verfrüht, bemerkt jedoch, daß, wenn die Geschäfte der gesetzgebenden Körperschaft auch fernerhin systematisch gehemmt würden, der Reg.erung keine andere Wahl bliebe, als an die Wählerschaften zu apvelltren. Lokales. Gießen, 25. Februar. ^Sterblichkeit in Gießens In der Woche vom 15. bis 21. Februar ereigneten sich in Gießen im Ganzen 6 Todesfälle, davon 3 bei Kindern und 3 bri Erwachsenen Von den ersteren starb eins, 4 Monate alt, an Darmcatarrh, ein anderes, eben» falls 4 Monate alt, an Bronchienentzündung, bei bim dritten, welches nur einen Tag lebte, konnte die Todesursache nicht bestimmt bezeichnet werden. Von den 3 Erwachsenen starben 2 an Altersschwäche und 1 an Lungenschwindsucht. G. — Die „Volksküche" vertheilte heute 1171 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervc i 69, 1102 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen. Verwischtes. Darmstadt, 23. Januar. Welche Geltung die Reichsgesetze über die BeurkundunA des Personenstandes, specicll auch Die Civileheschließung bei der katholischen Geistlichkeit grs nießen, davon kann der nachstehende Fall Zeugniß ablegen. Einem im Jahre 1878 standesamtlich getrauten Paare, welches von der kirchlichen Trauung Abstand genommen hatte, wurde im Januar 188n ein Sohn geboten Die Eltern wünschten das Kind von dem Geistliche« taufen zu lasten und begab sich der Vater des Kindes zu dem Geistlichen, um ihm dies mite zutheilen. Dort wurde ihm neben heftigen Vorwürfen über die unterlaßene kirchliche Trauung N°nje mufft Mn bitjor^nften über freund bemängeln Regierung ein neues neue Gründerperiode Nrijdje Sträflingen zu können. Richter der Lüdieehandels- ^gl- Sei dem 6tat 'ungen Bamdergn's, ij: und Bankgesetzes die Regierung nicht Lerluste^übernehmm Md- Tchahsecretar und fügt hinzu, die ünitine Maßregel; es chfühnmg der Muzin Lilbermünzen her- od) in dieser Session Mnzgejetzes zugehen. ger'5. Rach einigen Holz wird die Sitzung bet Ms Serajewo: ichlfthe Patrouillen, jid) vier in Unter- MS 2" Äurförlten- 1 ’e‘ nift aus- «warten formt angehendere M. ^ geschöpfte Lar-, nüber höheren ^n- ^eichstaglL ordnungsblatte und Mlegenheit, welche chei der Admiralität !-tinen Bericht über lnttagsteüer ein, daß Ltftt wird aenebmint Rußland i(i heule I, Jneöüä) Sari, o( empfangen wor- und M aufet in intonkte- ;gen nach dem Nfr / veröffentlitht eine Betreff oes grßrige i vno's die Meinung ch nicht nolh mendig ndern nur daö ov- m verkürzen. Die iggficta !6nne bli [afieu. S» l* * bet lanjlW' tiegt tserben ti- üb-r He MJ „en feit «"H b “ luitreibungt”®8 Jmieetneif , feien ®• ;ä2. m.u rfjnWl <5 bi8 ps« P' u q tu .-(.uft »üTt — Einen Brautzug wie der Gänsehirt in Eierdorf bei Königshofen hat ein Bräutigam noch nie gehabt. Als er mit seiner Braut zur Kirche schritt, folgten ihm wie auf Commando sämmtliche Gänse des Ortes, schön gewaschen, geputzt und geschmückt. Die Bauern haben hoffentlich den etwas derben Spaß durch einen Hochzeitsbraten wieder gut gemacht. — Ein Proceß, der nicht wenig Aufsehen erregte, wurde kürzlich in Oldenburg verhandelt. Der Fischhändler Wagner hatte gegen die dortige Wergspinnerei geklagt, weil sie gegen die Vereinbarung ihre Masckinencylinder nicht mit Talg, sondern mit Erdöl eingeschmiert. Dadurch sind dem Wagner in 51 Fischteichen nicht weniger als 300,000 Goldfische getödtet worden, für die er einen Schadenersatz von 366,000 beantragt. Der Prozeß ist in der ersten Instanz zu Gunsten des Klägers entschieden, die Wergsptnnerei hat Berufung erhoben. — Nach neuesten Nachrichten aus Constanz war am 19. Februar, Mittags, der Bodensee meistens noch zugefroren. Wenn nicht Regen und Wind eintreten, kann es noch Tage dauern, bis die Dampfboote geregelt zu fahren vermögen. Seit dem 18. fährt das Traject- boot zwischen Friedrichshafen und Romanshorn und das Dampfboot Leopold hat am 19. das Eis von Constanz bis Meersburg durchbrochen. Vom Wachsen des Sees ist noch keine Rede. Pueinte Reine per Flasche a am liebsten an Bauhandwerker, abzugeben bei (1172) Earl Deines. CO 3 — Xj. Frohnhäuser. cs «s LU empfiehlt in guten Qualitäten zu billigen Preisen 1162) neuester tf 20 Bei 10 Centner frei in's Haus, liefert 178 Andr. Euler. 48) 140 Seltersweq. 435) zu 28- Frau E. Etchcnberg. 1149) ____für Damen, Herren und Kinder CT)lrltlk billigst bet (1071) A. Fangmann. I- A.: 1241) SIM EONS DruckAutograph H n -Schlagen, »Decken, 30 50 2500 50 405 150 n tt ff u tf H 20 30 60 90 50 60 80 80 CO 40 cd 1 1 1 1 1 2 2 2 2 tt n tr n tt tf ff h ff 8 »Q O Priorate secco Priorato dulce Badalono Garnacho Sherry Maiaga Madeira Oporto Vino Rancio zu // tr tf if H o Robert Stuhl Marktftraße 23 21/— 201,60 Mittwoch bett 3. 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Mit den Packetbestellungsfahrten ist in hiesiger Stadt «we Einsammlung Don gewöhnlichen bestelle! entweder innerhalb der Häuser selbst, welche sie zum Zwecke der Be stelluna betreten, oder an denjenigen Stellen, wo ihr Fuhrwerk hält, Packete vom Publikum entgegen nehmen und bei der Rückkehr zum Postamt hier Für die Einsammlung der Päckereten ist eine zur Postkaffe fließende Gebühr (Einsammlungsgebühr) zu erheben. Diese beträgt: für ein Packet bis einschl. 5 Kilogr......lO H „ „ „ über 5 Kilogr........15 Geboren zwei oder drei Sendungen zu einer Packetadreffe, so wird für das schwerste Packet vorstehende Gebühr, für jedes weitere Packet aber nur eine Gebühr von 5 erhoben. c>m Falle der Frankirung der Packete ist das Franko sofort zu entrichten, wenn über die Hobe desselben kein Zweifel obwaltet , anderenfalls werd der Packetbesteller den Frankobetrag bei seiner nächsten Fahrt vom Absender erheben. Weiteren wird allgemein dem Publikum gestattet, durch srankirte Bestellschreiben oder Postkarten bei dem Postamt die Abholung von gewöhnlichen Packeten aus der Wohnung zu bestellen. Gießen, den 19. Juni 1879. Kaiserliches Postamt. Loch mann._________________ Launenscheitholz, la. Qualität JL 7. 8- JeUgevotenes. Aecht ital. Macearoni, ELergewüsenudeltt empfiehlt (1145 Carl Hoffmann. Schiffaberielat. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloy< <. W. Dietz in Gießen. Bremen, 24. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. d. Mts. von hier unv am 10. d. Mts. von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Nachts wohlbehalten in Newyork angekommen. 14300 Wellen Nadel-Reiserholz. Die Zusammenkunft ist jedesmal an der bestimmten Stelle Vormittags um 9 Uhr. Ettingshausen, den 24. Febr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. 1242)Som mer. OberheMe Eisenbahnen. 1239) Vom 1. März d. I. ab tritt für Sen Mitteldeutschen Verbandsverkehr em neuer Tarif für die Beförderung von Leichen, Fahrzeugen und lebenden Thieren in Kraft. Nähere Auskunft ertheilen die betresten- den Verbandsstationen, woselbst auch Tanf- e^emplare, soweit vorräthig, zum Preise von 50 H zu haben sind. Gießen, den 23. Februar 1880 Großherzogliche Direktion. D-rmstadt. (Auch nicht mjt bem 60n erfundenen R°ltungs°pp°r°t auch ,, . ~ Laul Bontan welchem auf seiner l-tzl-n Schwtmmtour In Amerika durch ^8t»Ä»®S“A °°m » nicht mehr ausweichen kannte, drei Rippen gebrachen wurden, fall aar Kurzem feinen »W«. "l0'" ’'e\eiben Bezeichnungen hat der Baiksmund in keinen Landgütern bei Z-Hden, Kreis Rupptn, b-igel.gt, die saeben der fiuherer Zett zw geworden das em Selbstmörder unmittelbar vor seinem Tode S sich I« Ruhe gefetzt und dasselbe feiner aer- eu'ckt?Nchdie?er Faraerung zu'entziehen und vertauscht« ihr Gut gegen -inen Th-il des Gutes siifter in einer Kiefernschonung erhängt vor.__ Stein-Brechen, veranschl. „ 'Fahren, „ 9- „ 1.20 „ 1-30 1073) Ein fast noch neuer Oeconomie- Wagen mit großem Kasten ist billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. 915) Träger, Säulen, Ab- trittsrohre in Thon und Guß, Cement und sonstige Baugegen- stände bei J. G. D. Bapsl. g. Meitze Vorhänge • aller Art, Rouleaur-Drell In den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung bei (45 Th. Brück, Schloßgasse K. 1 Apfelsinen empfiehlt (639 Gg. Wilk. Wetdig. 434) Häckselmaschinen und Schrotmühlen mit den neuesten Verbefferungen empfiehlt zu billigen Preisen. 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Anfang präcis 8 Uhr. Zur Vermeidung wiederholter Mißbräuche wird unter Hinweis auf die Mitgliedkarte bemerkt, daß Nichtberechtigte, Herren sowohl wie Damen, unbedingt zurückgcwiescn werden. Kinder haben durcbaus keinen Zutritt. 1236) Der Vorstand. 1253) Ich erlaube mir, meine Herren Wähler auf übermorgen (Freitag), Abends 8 Uhr, zu einer Besprechung in das Cafe Ebel (obere Zimmer) ein- zuladen. Gießen, den 23. Februar 1880. n?“ TUTll k 1 Landtagsabgeordneter ______________________JMLUXIAj der Stadt Gießen. Die für den 24. d. M. bestimmte Gesellschaft im Wenzel-- schen Gartensaale wird auf Donnerstag, den 26. d. Mts^ verschoben. Gießen, den 23. Februar 1880. "88) Das Comite. Generalversammlung der Leichenkasse-Gesellschaft findet Sonntag den 29. Februar, Nachmittags 4 Uhr, tm Locale des- Herrn Alb old in der Neustadt statt, wozu sämmtliche Mitglieder ein- geladen werden. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung pro 1879. 1215) 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. Für die Lebensversichernngs- Zwei Realschüler können Kost und Logis erhalten- Seltersweg C- 61. Verlobiingsanzeigen,. Visitenkarten) Einladungskarten, Todesanzeigen, etc. etc. liefert in kürzester Frist zu billiger?. Preisen die Buch- und Steindruckerei von (1171 IjOiiIs Wenzel, Giessen. 1231) Ein Kind wird zum Mitstillen angenommen. Näb. bei der Exp. d. Bl. 1232) Ein kräftiger HauSburfche findet dauernde Stelle. Wo? zu erfr. b. d. Exped. d. Bltts.__ 1235) V4 Morgen Land auf dem Hamm ist zu verpachten bei __Daniel Wirth. 674) Lumpen, altes Eisen, Zinn, Zink, Papier. Glasscherben kaust Louis Rothenberger, ______________Neuenweg 193. _____ 1207) Ein Hausmädchen mit guten Zeugnissen sucht baldigst Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1215) Ein braves Dienstmädchen wird in eine bürgerliche Haushaltung gesucht. Näheres durch die Expeo. d. Bltts._______ 1221) Eine Ji.6chln gesucht im Darmstädter HnuS. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.