Samstag den 25. December 1880 RedaettovSbureaur \ Ä*1iro,„6, R 1R «r»e»iti»n,»ur-.«, l «chulstraß. s. 18. srr. 302. AwsitesBkatt. ear Einladung jum Abonnement -er auf den Gießener Anzeiger Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Faunlienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Hsus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Erpedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im I. Quartal 1881 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligft aufgeben zu wollen, um vollzählige Exemplare liefern zu können. Die Gxpebition. »Ws: itp 'S Nr < dieschni B6 genommen, $oq. ft« ?ie e§ Ä 1Dtr Odern ^2 waarea. JßuntD, sowie oollsl. güniiifltn 8<; W. &n0rö?^oii?. (?’ *•* befördern runben. Iiokijl gefuchn worden • gkgen f'trgüwRj der »geholt werden. Cito, Walllhorslrch Kichener Wyeiger Anzeige. ni> AMM fit 6t« Kni« Eiche«. _ u. CY » r. v » m» o Preis vierteljährlich r Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezöge,, vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. träge am besten auSführten und sich durch Selbstbeherrschung und Sparsamkeit auch rasch zu äußerem Wohlstand und Emfluß emporarbetteten. Sie fanden ohne tiefes menschliches Wissen in Folge reiner Gesinnung auch bild das rechte Verhältniß zu Gott und zu ihren Nebenmenschen. So ist denn von der geweihten Nacht in der That eine Kraft ausgegangen, die jedem Menschen innerliche Erneuerung und Frieden zu bringen vermag. Auch der Aermste und Schwächste ist berufen, durch Glauben und Gnade einer der beglücktesten Sterblichen zu werden. Mit dem Geist der Ltebe und des Friedens ist auch der Gedanke der Einheit und Gemeinsamkeit der Nationen wach geworden. Es ist uns zur Pflicht gemacht, auch das Wohl fremder Völker fördern und den „Frieden auf Erden" selbst mit verbreiten zu helfen! Vermischtes. — Nach den gegenwärtigen Schätzungen wird es 30,000 Tonnen Band- oder Reifeisen afotbcrn, um in Amerika die bevorstehende Baumwollenernte zu bmden und zum Transport fertig zu machen. Statistiker verkünden aus's positivste eine Ernte von 6,000,000 Ballen, und da die unveränderliche Mode der Befestigung der Ballen ver- nrittelst eiserner Reifen, 6 für jeden Ballen, zu geschehen pflegt, so folgt daraus, dag auch 36,000,000 solcher Reisen nothwendig werden, um die ganze Ernte zu binden. Diese Reisen sind von gleichmäßigem Gewichte und Dicke, so daß 1200 derselben gerade eine Tonne wiegen; weshalb denn auch 30,000 Tonnen hiervon nöthig sein werden, wenn die Voraussagungen der Statistiker sich betreffs der Größe der Ernte bewahrheiten sollen. Die Reisen („cotton-ties“) kommen gewöhnlich m Bündeln von je 60 Stück in den Markt, mit ebensoviel Schnallen an einer der inneren Endseiten daran. Da jeder Reif 11 Fuß lang ist, so machen die besagten 30,000 Tonnen eine Länge aus von 696,000,000 Fuß oder 75,000 Meilen Band- oder Reifeneisen, nahezu hinreichend, einen eiseriien Gürtel um die Erde zu ziehen. Letztes Jahr betrug der durchschnittliche Preis dieser Reifen mit den dazu gehörigen Schnallen Dollar 2.50 per Bundei oder Doll. 100 mr Tonne. Wenn dieses Jahr derselbe Preis bleibt, so wird mit diesen Baumwollen-Reifen allein ein Umsatz von Doll. 3,000,000 stattfinden. — Ueber die industrielle Lage und die landwirthschaftlichen Verhältnisse rm Regierungsbezirk Magdeburg, in Braunschweig und in Anhalt wird der „Social-Corr." aus Magdeburg geschrieben: Hier in Magdeburg hat in letzter Zeit die Elsenrndustue im Ganzen und Großen recht erfreuliche Resultate zu verzeichnen gehabt, ^n Osterwieck und Halberstadt blüht vor Allem die Handschuhfabrikarion mehr und mehr ans und die Weißgerberei und Färberei sloriren in den genannten Städten nicht ininoer. In Halberstadt beschäftigen einige Handschuhfabrikanten in ihren Etablissements, die auf Dampfbetrieb eingerichtet sind, b>s zu 60 Arbeiter, eine verhältnißmaßig hohe Ziffer. Leider hält in einer weiteren Hauptindustrie letztgenannter Stadt, Cigarren» fabrikation, augenblicklich eine Stagnation an. Ursache hiervon ist in erster Linie eine ungewöhnliche Ueberproduction, da kurz vor Erlaß der neuen Zollgesetzgebung die Halberstadter Cigarrenfabrikanten für ca. 500,000 Mk. Rohmaterial kauften und dieses alsbald aufarbeiten ließen. Nun liegt die fertige Waare da und viele Arbeiter haben keine Beschäftigung. Im letzten Sommer haben daher auch ca. 30 40 Cigarrenar- beiter-Familien der Hennath den Rücken gewandt, um nach Amerika auszuwandern.— In Burg bei Magdeburg ist die Fabrikation von Militärtuch seit einigen Jahren mehr und mehr zurückgegangen, da die Regierung zahlreiche Bestellungen im Elsaß aufgiebr. Ans dem platten Lande, besonders in der Nähe von Stendal, arbeiten seit neuerer Zeit die Großgrundbesitzer im Sommer während und nach der Ernte vielfach mit Arbciterir polnischer Nationalität aus Posen und Westpreußen. Auch weibliche Arbeitskräfte ver- dingen sich aus dem Osten der preußischen Monarchie nach der hiesigen Gegend und in zunehmendem Maße für die Erntezeit. Die Rittergutsbesitzer in der Gegend von Schönhausen beschäftigten diesen Sommer fast ausschließlich Polen das Domminm Schönhausen (im Besitz des Fürsten Reichskanzler) aber nur einheimische Arbeiter. Die ländlichen Arbeiter stehen ihrer unbequemen polnischen Concnrrenz natüilich überaus mißvergnügt gegenüber; die Löhne der ländlichen Arbeiter sind auch äußerst gedrückt. Im Sommer beträgt der Tagelohn sür Männer bei ausgedehntester Arbeitszeit 80 Pf. bis 1 Ml-, für Frauen 50 — 80 Pf.; nur ui der Ernte wird em höherer Lohnsatz gewährt. — Im Braunschweigischen prosvenrt die Zuck.rfabnkation. In Schöppenstedt, wo seit kurzem eine zweite prosperirende Zuckerfabrik angelegt worden ist, steht sogar jetzt wieder die Gründung eines dritten derartigen Etablissements in Aussicht. Das Substitutions-Verfahren in der Fabrikation hat sich nunmehr überall eingebürgert und damit dieselbe wesentlich rentabler gestaltet. — Ju Zerbst kommt seit kurzem die Seidenfabrikation, die daselbst seit 1872 vollständig brach lag, roieeer m Flor. Die hohe, aber leider nur vorübergehende Blüthe, roeldje tm Jahre 18/1 durch die Einschließung v»n Paris sür jene Fabrikation zufällig erzielt worden war, dürfte indessen schwerlich wieder erreicht werden. , .. ,. Herbesthal, 21. Decbr- Heute Nachmittag zwischen 3 und >3 7» Ulji ist hinter dem Aachener Buschtunnel zwischen Nonbeide und Aste-,et derhohe ^ubahndamm infolge des anhaltenden Regens emgerutscht. Ein Grtterzng fattebten’^ lange passirt, als e,n Bahnwärter den Zustand des Dammes bet semer Revision d^ Strecke rechtzeitig entdeckte und die nothigen Meldungen machte- Da M dem Elsen- bahndamme auch die Telegraphenstangen angebracht waren, so sind diese ebenfalls fort» Weihnachten als Friedensfest. Je weiter die Weltcultur forlfchretlet, um so allgemeiner und heißer wird auch der Kampf um's Dasein mit allen seinen guten und schlimmen Seiten. Mitten in diesem Kampfe bedarf die Menschheit der Ruhepunkte und der Sammlung. Ein solcher Ruhe- und Sammelpunkt ist Weihnachten, das Fest des Friedens und der Einigkeit im Geiste, so sehr uns auch das Materielle trennen mag. Wer Angesichts der politischen, religiösen und wirthschaft- ltchen Kämpfe der Gegenwart an der friedlichen Lösung socialer, Probleme verzweifelt, blocke zurück zu den Zetten deö Zwanges, der Unterdrückung und Uucultur, ehe Christus der Welt erschienen war. Wohl hat es auch im Alterthum Culturvölker mit tiefem Wsien, hoher Kunst und gewaltigen Reich- thümern gegeben; aber ihre Cultur war auf wenige bevorzugte Geschlechter und Clafsen beschränkt. Die Maffen des Volks waren nicht nur arm, sondern auch unterdrückt, roh und ungebildet. Die Fremden wurden a!S Feinde be- trachtet. Tie gewerbliche Thätigkett war verachtet und der vorhandene Retchthum stammte mehr aus Eroberungen und Tributen unterdrückcer Völker, als auS der Arbeit und dem freien Austausche gleich berechtigter Individuen. Die alten Völker konnten daher auch ihrem Staatswesen nicht die dauerhafte Stütze eines auS eigener Volkskraft und Entsagung herrührenden und stetig fortschrei- tende?. Volkswohlstandes verleihen. Diese Zustände der Unfreiheit waren unhaltbar. Man sehnte sich nach Erlösung aus äußerer und innerer Roth. Mitten in diese Widersprüche und Verderbtheiten der Hetdenwelt trat das Christenthum mit dem vollen Begriff von der in sich freien und berechtigten Persönlichkeit aller Menschen. Das Evangelium von Christo erwies sich als eine Kraft, die da selig macht Alle, die daran glauben, Juden und Heiden. Es führte nicht blos eine religiöse, sondern auch eine sociale Umgestaltung herbei. So recht eine frohe Botschaft für die Armen und Bedrückten, verkündete es die Gleichheit aller Menschenkindrr vor Gott, die Gleichheit ihrer inneren Bestimmung und höheren Lebensziele. Auch das bis dahin zurückgesetzte weibliche Geschlecht wurde wieder tn sein natürliches Recht eingesetzt und die Reinheit des Familienlebens zur Quelle des Volksglücks gemacht. Die schon im Judenrhum vorhandene reinere Anschauung von göttlichen und menschlichen Dingen wurde durch die christliche Lchre Wetter ausgebildet, ge- läutere und aus einem einseitig nationalen zu einem weltbürgerlichen Glauben und zu einem Gemeingute der Menschheit gemacht. Am schärfsten ist wohl drr Gegensatz der heidnischen und christlichen Weltanschauung in dem Satze ausgesprochen: „Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und daß sie alle zur Erkenntntß der Wahrheit kommen I" — Die moderne Gesellschaft steht ganz auf dem christlichen Grundsätze der Solidarität des Menschengeschlechts. Die Liebe der Menschen untereinander und gegen Jedermann ist des Gesetzes Erfüllung geworden; aber gleichzeitig ergeht an jeden Einzelnen die Mahnung, „mit Arbeit und Mühe Tag und Nacht zu wirken und sein eigenes Brod zu effen, damit er nicht Jemandem beschwerlich werde". ~ „ , . . . Arbeit und Fleiß werden schon im alten Testament gepriesen und dem Menschen mit dem Gehorsam gegen Gottes Gebot zur Pflicht gemacht; aber nach dem reuen Testament ist die Arbeit noch mehr als Gottes Gebot, sie ist Gnade von Oben, Freude und Lust und Beweisung des Geistes und der Kraft. Das Christenthum hat auch bereits die geistige Arbeit der körperlichen eberbürtig zur Seite gestellt. Paulus sagt von seiner Mtssionsthätrgkett, „daß er mehr gearbeitet habe, als die anderen Apostel alle"; aber er ging den Christen auch mit der Handarbeit voran, indem er am Tage predigte und des Abends seinen Unterhalt durch Teppichweberei verdiente. Obwohl er mit der ganzen Bildung seiner Z-tt ausgerüstet war, so verkündigte er doch ausdrücklich, daß sein Glück nicht im Wissen und fern Wort nicht in Reden menschlicher Weisheit, sondern tn Beweisung des Geistes und der Kraft bestehe^)^ Verbreitung des Christentums ist, ganz abgesehen von dem inneren Gehalt der Lehr-, sicher auch dadurch zu erklären, daß die ersten Christen die geistigsten, nüchternsten und geschicktesten Arbeiter waren, welche sich genoffenschaftlich orgcmisirten, sich in Freud und Leid Beiständen, alle Auf- tftl werden sleisgelW W20.^ ■Voftb, -0ll«nslM. ilomaten-- uni i-Wattt. bc Darstellung pf°-schmtinVwM ivtag freu 26. und a 27. Decbr. m to »dnids 9 Uhr in *tew M Male Ber Besitzer. SeilE pattison s -, bcI*- tete11’811 rft : - Utkrienjuni . sie, «m mn du - Anim nxn® dun». * oz'X>-. w । ÄfS"- -and- Nie Sicht" 1 ■ - .leidtttt* Bekanntmachung W .....-,H»0!?. ■ ______ --Q 8304) Donnerstag auf: 4303) Weine r Weisse Mk. 1.50 16,80 per Flasche Mk. 1, per Dutzend Flaschen Mk. 11,20, Regenschirme für Kinder (8262 empfiehlt (8352 wieder einqenoffen. 7402 S <£ W. Knoch, Engel-Apotheke. Wagner in Ullendorf a. d. Lda. und sichern beste und schnellste Bedienung zu. Affenthaler Landwein Rothe Flasche p.Dtz.Fl. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. AeUgeöoteuer. 8311) Blühende Maiblumen, Tulpen, Azaleen, Hyazinthen, Calla'K u. s. w., abgefchnittene frische Theerofen, Veilchen u. L w. empfiehlt Carl Berger, Kndenplah. Für die vielfach prämiirte bestbekannte Flachs», Hanf-, Wergspinncrci, Weberei, Zwirnerei, Bleicherei Bäumenheim Post- und Bahnstation, Bayern, übernehmen Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Verspinnen, Weben, Zwirnen und Bleichen Herren Carl Heller in Lich, Jul. Pfeiffer in Sau bad), Balth. 7115) Den Nest meines Waarenlagers habe ich in den 2. Stock meines früheren Hauses, Seltersweg 182, gelegt und verlause solches wie sriiher zu Einkaufspreisen mit 10% Rabatt bei Baarzahlung A. Lüttringhaus. Mein Lager in altdeutschen Krügen, Kinderspielwaaren, Steingut, irdenem und sächsischen Steingut, Kochgeschirre mit und ohne Blechböden halte bestens empfohlen. Balthaser Pfeiffer, 8273) Geschirrhandlung, Neue Bäue. Auch werden daselbst gesprungene Töpfe aller Art billig und dauerhaft mit Draht umflochten. 29. 30. „ h 4. Januar 1881, Mausb».g o, Fr. Conrad, empfiehlt fein Lager aller Arten Korbwaaren, als: Sessel, Blumentische, Blumenständer, Reisekörbe, Papierkörbe rc. rc-, sowie aller Arten Henkelkörbe von den feinsten bis zu dm ordinärsten. Ebenso sein Lager in Parfümerien aller Al, Kämme, Bürsten, Zahn- und Nagelbürsten, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel unter Zusicherung billigster Bedienung. (7300 1 Stets frische Hefe bei Karl Heil, Schloßgasse. Die der Concursmasse der Lahnhütte gehörigen in Oberheffen gelegenen 23 Muthungsfelder auf Braunstein und Cisenstein (eines auf Braunkohlen) sollen bis Ende des Jahres durch den Unterzeichneten verkauft werden. Gießen, 22. Decbr. 1880. S. Fascoe, 8312) Curator. einfabeln, Pistolen abschießen und sogar schreiben zu sehen. Kobelkow hat es im Schreiben zu einer so großen Fertigkeit gebracht, daß er anderthalb Jahre in einer russischen Garn.sonstadt als Schreiber sungiren konnte. Der Eindruck, welcher der Zuschauer von dieser körperlichen Mißgeburt erhält, ist kein unangenehmer, da Kobelkow sich voller Gesundheit, die niemals getrübt gewesen ist, erfreut, glücklicher Gatte und Vater von zwei gesunden Kindern ist und offenbar gern sieht, daß man über seine Geschicklichkeit Staunen verräth. Vor Kurzem stellte er sich einer Gesellschaft von Hamburger Aerzten vor, die der merkwürdigen Erscheinung ein eingehendes Studium widmeten. Mainz, 20. Decbr. Sehr zerstreut muß heute ein Laudmann in einem Nachbarorte gewesen sein. Derselbe hatte diesen Vormittag bei einem hiesigen Notar 900 zu zahlen, welche er in einem Säckchen bei sich trug. Vor der Zahlung ging er über in eine hiesige Wirtschaft, um eine Stärkung einzunehmen, während deren er das Säckchen neben sich auf den Tisch stellte. Später entfernte er sich, ohne das Geld mitzunehmen. Erst nach einer halben Stunde kehrte er kreidebleich und athemlos in die Wirtbschast zurück und — seltenes Glück! — der Geldsack stand unberührt nod) auf feiner Stelle. Karlsruhe. Der „Landbote" bringt folgende, aud) auf andere Städte passende Notiz: „Mehr als wie in den vergangenen Monaten stellt fid) in der letzten Zeit das Hausirweseu als eine Plage in den Wirthshäusern heraus. Mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen werden die Gäste in der oft aufdringlichsten Weise belästigt. Hier werden Hosenträger, Portemonnaies, bort sogar Unterbeintleiber re., kurz alle Artikel, die leicht transportabel sind, ausgeboten. Das Bezirksamt würde sich ein Verdienst erwerben, wenn es diesem Unwesen energisch steuerte und die Stadt von einer Plage befreite, die gerade in letzter Zeit mehr als lästig zu werden ansängt. Wir hoffen, daß dieser Hinweis bei der betreffenden Behörde auf guten Boden fallen wird." — Der große Gotthardtunnel wird im Juni nächsten Jahres vollendet sein, so daß mit dem 1. Juli die Eiöffnung der Bahn erfolgen kann. Alsdann wird ein Schnellzug, der 7 Uhr Abends von Basel abgcbt, Morgens zwischen 9 und 10 Uhr in Mailand ankommen und um-- gekehrt. Die Fahrzeit für den Schnellzug Mailand-Basel wird zu 13, bis Zurich zu IO1/2, bis Luzern bis 10 Stunden berechnet. Die Dauer gewöhnlicher Züge beträgt nach Basel 15 bis 16, nach Zürich 14 und nach Luzern 13 Stunden. Curt Sdjmaaö Seltersweg. Deutsche weiße und rothe Meine aus den Kellereien der Herren Knell & Krug, Frz. Allmann’s Nachfolger in Bingerbrück a. Rh. Holzversteigerung. Mittwoch den 29. December dS. Js. kommen im Licher Stadtwald, District Lanqenbuchen, 40 Eichen-Stämme von 30—46 cm Durchmesser und 5—15 m Länge, meistbietend zur Velsteigerung. Die Zusammenkunft ist am Hattenröder Weg vor dem Wald, Morgens 9 Uhr. Lich, den 21. December 1880. 5. 6. 8. 11. 12. 13. IM Vorschri 11 Professors Geh. Hofrath Stollv »rüst. 8eit 40 Jahre toler allen ähnl: er8t®n Rang ein Gegen Huch igtTBg Vorräthig a Raketen jQ j Wen-Geschäft fewie Apotheke- kenntlich. per Flasche p.Dtz.Fl. Mk. 1,70 197] Mr 5 J, 15- J°NM LSnlisie»vtL o j Zimmermann SpS op. Th Weine: | Ober-Ingelheimer eatclt, leicht ve :.::h sehr stärk toten und s mtionenäuss ttrthi' empsieblt Erkannt heft empfehlen unter Garantie der Aechtheit ÄÖofpO ^Bertram, Lahnstein. Aechten Medicinal-Tokayerwein Abzug der Hof-Ungarwein- Handlung Rudolf Fuchs. Pest. HAMBURG. Wien, empf. als ein besonders für schwächliche Kinder und Reconvalescirende geeignetes Stärkungsmittel in i/i, ilz und */4 Originalflaschen ä JL 3.—, 1.50 und 75 -910) SfSi»1'“1011 -Bä" Nonsinster $ bebeutenb NB. Bei Gebinden treten billigere Preise und dirccter Bezug ein. (7143 geschncken. gehackt . - oder per Ctr Mtenb-ls per < 10 Centner timiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. November 1880. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. gerutscht und jeglicher Telegraphenverkehr ist augenblicklich unterbrochen. Der Eisenbahn- vcrkehr wird auf dieser Strecke 1—2 Wochen unterbrochen bleiben; derselbe ist sofort über Bleyderg geleitet worden. Der Telegraphenverkehr wird voraussichtlich bald wieder aufgenommen werden. . ,. r, . Neuwied, 18. Decbr. Bei dem im hiesigen Kreise gelegenen Orte Waldbreitbach wurde im vorigen Jahre bei Gelegenheit eines Gemeinde-Chausseebaues eine gewölbte Brücke mit zwei Bogen über den Wiedbach errichtet, welche aber schon bei dem ersten Hochwasser, bezw. Eisgang desselben Winters einstürzte. Nachdem dieselbe in diesem Jahre wieder neu mit Ziegelsteingewölbe erbaut worden war, isi sie bei dem Anfangs dieser Woche plötzlich eingetretenen Hochwasser des Wledbaches wiederum zusammengestürzt. Abgesehen von der empfindlichen Verkehrsstörung, welche der Unsall im Gefolge hat, erwachsen auch den ziemlich armen betheiligten Gemeinden dadurch ganz bedeutende Unkosten. . Oh lau. Als vor einiger Zeit Arbeiter in der Nahe von Klein-Thiergarten mit Sandbaggern im Oberbett beschäftigt waren, wollte der eine derselben feine Schaufel von dem anhaftenden Lehm dadurch reinigen, daß er sie stark aus einen dabei liegenden Stein aufschlug. Durch den Schlag sprang jedoch der vermeintliche Stein in Stucke, ohne daß der Zweck mit der Schaufel erreicht wurde. Unwillig darüber warf bei Mann bie großen Bruchstücke mit ber Schaufel in bie Ober, die kleinen Uetz er liegen- Später wurden dieselben als Bernstein von hellgelber Farbe und wenig Trübung erkannt. Der größte Splitter wog 240 Gramm und der betreffende Arbeiter beschreibt die Größe des ganzen Bernsteinstückes als die eines 5—6 Quart fassenden Kochtopfes von länglicher Form. Sein Gewicht wird nach der „Schles. Ztg." auf acht bis zehn Pfund veranschlagt, so daß dieses Bernsteinstück zu den größten gehören durfte, die überhaupt gefunden worden sind. , . r „ . ...... Hamburg, 19. Decbr. Hier ist augenblicklich eine seltene Merkwürdigkeit zu sehen: Ein Mann, der ohne Arme und Beine zur Welt gekommen ist- Ist es schon fast als ein Wunder zu betrachten, daß es der sorgenvollen Pflege | einer Mutter gelungen ist, das vom Schicksal so arg betroffene Kind aufzuziehen so erscheint es doch noch wunderbarer, daß dieser Mann sich eine körperliche Geschicklichkeit angeeignel hat, welche ihm gestattet, sich nützlich zu beschäftigen. Was andere gesunde Leute mit den Händen thun, vollbringt Kodelkow — so heißt der Mann — mit dem Munde, unter Zuhülfenahme des rechten sehr kurzen Armstumpfes. Es fordert das Erstaunen der Zuschauer heraus, diesen anscheinend ganz hülflosen Mann trinken, essen, Nähnadeln Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei ber hiesigen Spar- unb Leihkasse angelegten Kapitalien äm Enbe bieses Jahres fällig werben, sinb nachstehenbe Termine festgesetzt unb zwar: Dienstag ben 28. December 1880, Mittwoch „ f" Donnerstag „ sowie Dienstag ben Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag „ Dienstag „ Mittwoch „ Samstag „ 15. „ „ Die Interessenten werben baher geforbert, bie Zahlungen an biesen Tagen in Empfang zu nehmen unb hierzu burch Vorzeigung ber Schulbscheine sich zu legi- Me Sorten Oelfarben aus's Feinst? gerieben, fertig zum Anstrich, sowie sämmtliche Sorten Lack-, Oel- u.Weingeistfirnifse empfiehlt in anerkannt vorzüglichen Qualitäten. (1423 Fritz Flimm, Materialist, ______________Wallthorstraße._______ 8269) Ein Haus in bester Lage bes Seltersweges mit neu eingerichtetem Laben ist zu verkaufen ober zu vermiethen. 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Die Namen derselben werden wie früher beim Jchresschiuß in diesem Blatte bekannt gemacht. Gießen, den 21. Dec-mber 1880. Louis Bücking Jung, Lehrer. Lips, Mitprediger. ___________llr ^taumann, Pfarrer. Schlosser, Pfarrer. Laden - Grvffmmg. 7930) Einem geschätzten Publikum zur Nachricht, daß ich im Laden des Herrn Gustav Gerhardt am Lindenplatz eine Filiale meiner Wanken- und Nmnenhandtlmg etc. errichtet habe. Empfehle daselbst Kränze und Bouquets jeder Art, sowie Blattpflanzen und blühende Pflanzen, wie solche die Saison bietet. Täglich frische Veilchen.