-rr. 302» Erstes Blatt. Samstag den 25. December L88O. Gießener Htnzeiger Anzcigk- nuii AmKM für ta Kreis Gieße«. SSX?“«; } Schulstraste B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MonlagS. Durch d^st^gen vierteljährlich 2 Ma^Ps? 8 Ufr: Gießen, am 22. December 1880. Betreffend: Das Viehversicherungswesen. zela, Bildern re, vis-wis Mg zu. itunzsvoll ■röniuger. . ■ ■ 16 s'r 20 16 , 16 W 9 Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die GroHherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zufolge Anordnung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz beauftragen wir Sie binnen 14 Tagen zu berichten, ob Ortsviehver- sicherungskaflen (Rindvieh- oder Pferdekasien) in Ihren Gemeinden bestehen, wie hoch sich das Versicherungskapital derselben beläuft, in welchem Procentsatze zu demselben die in den letzten Jahrgängen erhobenen jährlichen Prämien stehen, und ob bet Entschädtgungsleistung die ganze Versicherungssumme ein Thetl derselben zur Auszahlung kommt. Wenn keine solche Verficherungskasie vorhanden ist, so ist dies anzuzeigen. Dr. Boekmann. digen suchen. — Die Berliner Universität zählt in diesem Winter über 4000 Studenten , die höchste Zahl, zu der es eine deutsche Universität bisher gebracht hat. Leider hat die Universität in diesem Jahre unter ihren Professoren zahl- reiche schmerzliche Verluste gehabt, für die bisber noch kein Ersitz gefunden ist. - Für die durch den Tod von Nttsch erledigte Profesiur der Geschichte ist von ter Fakultät Weizsäcker in Tübingen vorgeschlagen, außerdem nicht aber blos die vorgeschobenen zwei anderen Candidaken, sondern eine ganze Reihe von Historikern. Daß der Nestor der deutschen Historiker, Leopold v. Ranke, der am 21. December seinen 85. Geburtstag gefeiert hat, jetzt eine aus 7 Bände berechnete Weltgeschichte herausgibt, ist gewiß eine einzig dastehende Leistung. Die Regierung sucht, wie man wisicn will, für den durch den Tod v. Bruns erledigten Lehrstuhl des römischen Rechts, Bernhard Windscheid tn Leipzig, zu gewinnen, und man darf wohl um so mehr hoffen, daß der berühmte Gelehrte den Ruf nach der Reichshauptstadt annimmt, da er als Mitglied der Commission, welche das deutsche Gesetzbuch ausarbettet, ohnehin genöthigt ist, sich jährlich eine längere Zeit tn Berlin aufzuhalten. Theodor Mommsen find am 30. November, seinem 63. Geburtstage, 160,000^. überreicht, die von seinen Verehrern gezeichnet sind, als Dotation, damit er frei von Sorgen seine Zett der Wiffenschaft widmen könne. Köln, 22. Decbr. Die Jmmedtat-Eingabe der Helden der würdigen Zurückhaltung an Se. Majestät den Kaiser hat die erwartete Antwort unterm 19. December gefunden. Dieselbe lautet nach der „Köln. Volksztg. : Berlin, 19. December 1880. Se. Majestät der Kaiser und König haben die von Ew. Wohlgeboren tn Gemeinschaft mit einer großen Anzahl rhetni- scher Katholiken an Allerhöchstdieselben aus Anlaß der Feier der Vollendung des Kölner Domes gerichtete Jmmedtat-Vorstellung dem königlichen Staats- Ministerium zur Prüfung m t> zu Ihrer Bescheidung zufertigen zu lassen geruht. Indem ich Ew. Wohlgeboren Namens des königlichen StaatsmtntstertumS hiervon benachrichtige, bemerke ich ergebenst, daß die königliche Staatsregtermig eS nicht für angezetgt erachtet, jene Feier zum Anknüpfungspunkt für ^Erörterung kirchen.politischer Anträge und Gesichtspunkte zu machen. Ew. Wohl- geboren stelle ich ergebenst anheim, die Mitunterzeichner der Jmmediat-Vor- stellung von diesem Bescheide in Kenntniß zu setzen. Der Vtce-Präsident des königlichen Staatsmintstertums. Otto, Graf zu Stolberg. An den Advocaten Herrn G- Schenk, Wohlgeboren, Köln a. Rh- Da zwischen der Eingabe und der Beantwortung derselben zwei volle Monate liegen, so können die Bittsteller gewiß nicht darüber klagen, daß ihr Gesuch nicht nach allen Setten hin auf's Eingehendste geprüft worden sei. Publikum mad)! äft jnbe iLpkttnsabm tyt Hblunßsiähist, tM '.'In, Zapqitr, sattle ■;n schreibe an 0. P. M ^skleöstmabchen I« Will Oe eines WZsP' 5(j An. HZ " W iS i" °d» ms"' , Nürburg. '• 1^3710' Bekanntmachung. Am 22. d. M- ertrank tn Marburg der 12jährige Sohn des Reallehrers Dute tn der Lahn. Der Knabe war groß und kräftig und mit Jaquet, .n u das tziüsnsaih kurzen Kniehosen und Stiefeln bekleidet. , ”,lk----- Im Ländungsfalle ist sogleich Anzeige zu erstatten und ist für das Länden eine Belohnung von 15 bestimmt worden. Gießen, am 24. December 1880. Großherzogliches Kretsamt Gießen. Dr. Boekmann. __ - Dörlny. Vorstand. uns 181 haben dir W i- oiürflBC einen Schim ifBninfl, WetziieiWsje 16 iU Berlin, 22. December. Die „Prov.-Corresp." hebt hervor, daß unter den noch zu erledigenden Landtagsarbeiten die Frage des Steuererlaffes tn Zusammenhang mit der Frage der Verwendung der Retchssteuern die Haupt- stelle etnnehme. Bekanntlich habe die Fortschrittspartei einen dauernden Steuererlaß beantragt; man sei jedoch seitdem hinlänglich darüber belehrt worden, niorftn an daß dem Anträge eine ernste Absicht nicht zu Grunde lag, daß vielmehr die Fortschrittspartei dem Steuererlaß absolut entgegen sei. Inzwischen hätten L.'t bei fitrrti W I- die Conservativen, von dem Wunsche beseelt, die Frage des Steuererlaffes । in einer dem wirklichen Wohle und Interesse des Volkes entsprechenden Weise zu lösen, Verhandlungen mit dem Ftnanzmintster angeknüpft, welche möglichen Falls die dauernde Bewilligung wenigstens eines Thciles des Erlöstes herbeizuführen geeignet erscheinen. Wenn diese Verhandlungen, wie man hoffen dürfe, zu einem Resultate sühnten, würde die Regierung sich darüber demnächst mit den übrigen Parteien, welche sie zu unterstützen geneigt seien, zu verstän- Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. C»rrespondenr-«ureau. Berlin, 23. Decbr. Der Botschafter Graf Hatzfeldt wurde gestern von dem Kronprinzen empfangen und begab sich Abends nach Wiesbaden, von wo er zu Neujahr hierher zurückzukehren gedenkt. ~ - r Straßdura, 23. Decbr. Nachdem das OberlandeSgertcht in Colmar vorMrn d^Caffalions-Recurs in dem Landesherr aths-Prozeffe TM s abge- wiesen, erklärt die „Elsaß-Lothr. Ztg." heut- gegenüber den französische» ^u^ nalen, welche die Verurthetlung Dstot's als eines französischen Staa^ange- höriaen angegriffen und das Urtheil als ein den Gesetzen widersprechendes dargchellt hatten, daß das durch umfastende Beweisaufnahmen festgestellte Verbrechen innerhalb des deutschen Reiches verübt worden, und Tiflot : o^ne Rücksicht auf seine Staatsangehörigkeit hier abzuurthetlen war, da die Strafge setze des deutschen Reichs auf alle in den Gebieten baren Handlungen Anwendung finden, auch wenn der Thättt ein Auslä»der ist. Da der Angeklagte, der ungilttg optirt hatte, über seine Staatsangehörtg kett weil er zum Osficier tn der französischen Territortal-Armee ernannt wurde, im 'Zweifel sein konnte, hatte das Gericht ihm mildernde Umstände bewilligt und statt auf 15 Jahre Zuchthaus nur auf 3 Jahre Festungshaft erkannt, das heißt, die Strafe so bemesten, als ob der Thäter ein Ausländerwäre. • In der gestrigen Sitzung des Landesausschustes wurde auf, eine Petition, betr. die Wiedereinführung der französischen Sprache tn der Volksschule, von Setten der Regteruna die Erklärung abgegeben, daß die Regierung vom gründ ätzltchen Standpunkte," welchen sie tn dieser Frage bisher eingenommen, nicht ab- gehen , 23. December. Ein Telegramm des „Globe" aus Dublin meldet: Gestern haben Zollbeamte im Flusse Clare, unweit s^ner Einmündung tn den Shannon, das Schiff „Juno" mit einer Ladung amerikawscher Waffen mit Beschlag belegt. Eine Abtheilung Truppen besetzte das Schiff. Eine Anzahl jüngst aus Amerika gekommener, im Districte sich aufhaltender MjÄ« p.htunt.r pol.jtil.ch« U-b-rw-chmg. In bem SDifkict herrscht gto^e $)U „PM.Mall-Gaz-tt," hält das Gerücht von der Demission d«s SBicelönig« von Indien, Marquis Ripon, mindestens sur , , «Ci. erfährt daß die Demtjsion des Vicekönigs von Indien', Marquis °s Ripon nab^ beoorstche . weil derselbe außer Aand-^e, das Klima zu ertragen. Das Blatt dringt M „scher Seite bii-ben 1 Osficier und 3 M-nn tobt, w Mann muroen verwundet. ------ " g a zes Gießen, 24. December. sSitzung b(ts®teQobTtb8^t7Tb^ ; Mn Seiten ^e^Sta^- wekend: Herr Bürgermeister Bramm, Canstein, Hoch, H omberger, verordneten die Herren: Batst ©all, ® y b e e fl, Kauf, Lüdektng, Ad. Noll, Pfannmij lit . Rechtsanwalt Batst das 8344) Den 19. December. IC. KÖNIG & EBHARDT. HANNOVER Bockbier (8326 ■= im Zapf lÄlMlCHh Oft Das Museum des historischen Vereins (im Rachhaus) ist jeden Montag von 11—12 Uhr den Mitgliedern des Vereins geöffnet.^* Getaufte. Dem Kaufmann Karl Schulze II. ein Sohn, Bernhard Die soeben in F. E. Fehsenfeld's Buchhandlung erschienenen Briefbogen mit Ansicht der Stadt Gießen, zeichnen sich vor ähnlichen Unternehmungen, durch die Reichhaltigkeit — 12 Ansichten — und die schöne künstlerische Zusammenstellung aus. Oben in der Mitte die Totalansicht der Stadt, darunter das Wappen der Stadt nebst Schiffenberg und Gleiberg. Zu beiden Seiten finden wir Aula, Gymnasium, Post, Justizgebäude. Darunter Anatomie, Realschule, Kaserne, Bahnhof und Synagoge. Reizend sind die Arabesken, welche die einzelnen Bilder umschlingen. Da sehen wir zwei flotte Burschen die Schläger schwingend, einen geflügelten Knaben mit Posthorn und Brief, die Minerva als Beschützerin von Kunst und Wissenschaft, zwei Musketiere feldmarschfertig, die Thora (d- 12 Tafelgesetz), und verschiedenes Andere. Der Preis von 30 Pf. ist so billig, daß jeder gern einige Exemplare davon seinen auswärtigen Freunden zuschicken wird. 8341) N sich gemacht wo bit Stadtmock tinin Preis von bit Einwohners lung derart zur Gießen, Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. — Der Auszug aus den StandesamtS-Regtstern ist uns bis heute Mittag 12 Uhr noch nicht zugekommen. D. R. GESCHÄFTSBÜCHER-FABRIK, BÜCH- und STEINDRÜCKEREI. PRÄM1IRT MIT DER K. PREUSS. GOLDENEN STAATS-MEDAILLE BND MIT DEN HÖCHSTEN AUSZEICHNUNGEN AUF ALLEN WELT- UND VIELEN ANDEREN AUSSTELLUNGEN. Agentur und Commissions-Lager bei Ph. LÜDEKING. (7720 Heinrich Karl, geboren den 25. November. Den 23. December. Ein unehelicher Sohn von auswärts, Wilhelm, geboren den 9. Dec. Beerdigte. Den 19. December. Karoline Louise Georgine Margarethe Vogt, ledige Tochter des verstorb. Bürgermeisters Heinrich Balthasar Vogt, alt 48 I. 25 T-, gestorben den 17. December Den 22. December. Ottilie Jung geb. Fieimann, Ehcfiau des Postsecretärs Conrad Jung, alt 30 I. 11 M. 18 T-. gest. den 20. Dec. Den 23. December. Dora Kraft, geb. Kleberger, Wittwe des zu Darmstadt verstorbenen Hofgerichtspräsidenten Dr. Friedrich Kraft, alt 70 I- 8 M- 7 T-, gest. den 22- Dec. Denselben. Christian Plank, Kaufmann, lediger Sohn des verst. Oeconomen Peter Plank, alt 25 I. 3 M. 9 T., gestorben den 21. Dec. MkM Johann I vcn Eltingsha» 1880 gestorbri drssüben vorc jrin wird, so h von äBttttifdl ZeWchen M ihres noch minl stände mit dn zeugten und t Sohnks, die ( RechtSwohlthat treten. Es ergeht an Ansprüche an l Konrad Di haben, die s^ewiß innerh! heute an gereä machen, widrige theilung des N slchtigt würden. Ltch, den 15. M^Lanss Prosit Veujflthrm 8340) Für den Jahreswechsel empfehle eine große Auswahl Gratulationskarten, originelle Neuheiten. Ernst Balser, Mäusburg. Oberfi Ehcttweif, tast? W «""" ^N°rf, btn M $er König! ! > S,Aen 5 Nen Sye ir LÄ *• gegen Balth. Lenz. Danach ist die Stadt Gießen durch den Spruch Großh. OberlandeS- gerichtS (Etvilfrnat I) verurthrtlt worden, an den Kläger die Summe von 2301)0 JL zu zahlen und alle entstandenen Kosten zu tragen. — Ferner theilt Herr Bürgermeister Bramm verschiedene Dankschreiben für erhaltene Stadtbaupläne mit, u. A. auch eines im Auftrage S. K. Hoh. des Großherzogs für ein demselben übersandtes Exemplar des Planes. - Bonder an den Stadtvorstand ergangenenMnladung des hiesigen Gewerbevereins zum Besuche der Ausstellung der LehrlingSarbeiten, welche s. Z. in Oppenheim a Rh. ausgestellt gewesen, wird dankend Notiz genommen. — Rach dem vorliegenden Bericht über den Stand der städtischen Schulen besuchen dieselben int Ganzen 1827 Schüler, hiervon entfallen auf die höhere Mädchenschule 399, auf di« erweiterte Mävchenschule 129, auf die Stadtmädchenschule 625, auf die Stadtknabenschule 464 und auf die Fortbildungsschule 210 Schüler. — Die Aufnahme der Kosten verschiedener von der Baudeputatton zur Ausführung vorgeschlagenen Straßen und Bauten in den Gemeindevoranschlag für 1881/82 wird genehmigt, desgl. einige die Stellung der Rechnung für das Jahr 1878 betreffende Anträge. Die Rechnung der Realschule für 1879/80 wurde zur Prüfung vorgelegt und für richtig befunden. — Infolge des neulich stattgehabten Frevels an einer der Ausgertnnschleußen der Stadtbach, wobei versucht wurde, die Schleußen zu öffnen, wodurch die Stadt schwer geschädigt worden wäre, beschließt die Versammlung, einen Preis von 50^ für Denjenigen auszusetzen, durch welchen die Thäter entdeckt werden. — Dem Gesuch des Pächters des Stembruchs in der Steinrutsche wird dahin stattgegeben, daß derselbe von dem Pachtvertrag entbunden wird. — Den Gerbern wird die Benutzung der Stadtbach zum Betriebe ihres Gerbereigrschäfts unter dem Vorbehalt gestattet, daß sie die Ufer in ordnungsmäßigem Zustande erhalten und schriftlich erklären, bei einer allenfallsigen Verlegung der Stadtbach Entschädigungsansprüche nicht geltend zu machen. — Der in Betreff der Nummerirung der Häuser gemachte Vorschlag, die rechtsseitigen Häuser mit ungeraden, die linksseitigen mit geraden Nummern, und in gleicher Weise die eben einreihigen Häuser zu nummenren, wurde genehmigt. Die Nummerirung soll vom Stadtthurme ausgehen und die freien Plätze sollen für sich fortlaufende Nummern erhalten. — In Betreff der Einhaltung der Baulinie auf der Westseite des früheren Reichensande« beschließt die Versammlung, die von der Baudeputation vorgeschlagene in den Plan eingezeichnete Linie zu genehmigen. — Das Gesuch deS Sattlers Friedel um Angabe der Trottotrhöhe an seinem neuerbauten Hause in der Retchensond - Bahnhofstraße wird befürwortet und beschloffen, an beiden Seiten der Straßen erhöhte Trottoirs anzubrtngen. — Infolge des Abhub« in der Bahnhofstraße beschloß die Versammlung in einer früheren Sitzung, an dem Eingänge zum Hofe des M. Rosenthal ein neues Thor setzen zu laffen. Deffen Gesuch, welches die Tieferlegung des Spaliers verlangt, wurde heute abgelehnt. — Zur Aufbesserung des Weges von der neuen Anlage bis zum Steg über die Wiejeck wird der erforderliche Kies nebst Fuhrlohn bewilligt. - Das Gesuch des Bauunternehmers Louis Kauf um Erlaubniß zur Errichtung eines Wohnhauses an der Wiesenstraße wird befürwortet, desgl. da« erneuerte Gesuch des Eberhard Fruster um Bauerlaubntß. — Das Gesuch des Ludwig Pfaff um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung am Tiefenweg wird auf Antrag Großherzoglicher Polizeiverwaltung abgelehnt. - Auf ein Gesuch um Heber; laffung städtischen Geländes am Friedhof wird beschloffen, fraglich'« Gelände zu ver- pelgein. — In vorletzter Sitzung wurde die Aufstellung mehrerer GaSlaternen ge- nehmigt, u. A. für die Strecke von der Neustadt bis an die beabsichtigte Unterführung de« Weges an der Pi pp'scheu Schanze. Seitens der Gasanstalt ist jedoch darauf aufmerksam gemacht worden, daß die Rohrlegung an genannter Stelle aus verschiedenen Gründen vorerst nicht zu empfehlen sei, weshalb beschloffen wurde, dort 2 Oellampen aufzustellen. Auch am Schiffenberger Weg soll eine Oellaterne ausgestellt werden. — Da das seitherige Kreißamts- Gebäude mit dem 1. Februar n. I. zu Militärzwecken benutzt wird, so macht sich die Beschaffung von Loealitätcn für die Polizetverwaltung nöthig und ist hierfür das Haus in der Wetdengaffe vorgesehen, zu deffen baulicher Veränderung die sich auf JA. 2060 belaufenden Kosten genehmigt werden. - Nachdem der seitherige stellvertretende Fleischbeschauer Stoß zum ordentlichen Fleischbeschauer für die Stadt Gießen ernannt worden, soll als deffen Stellvertreter Karl P l ank vorgeschlagen werden. — Die Verhandlung über die Eingabe mehrerer Einwohner, brtr. die Erbauung einer Tonhalle und die unentgeltliche Ueberlaffung von Gelände zu derselben endigte mit Annahme deS von der eigens hierzu eingesetzten Commiffton gestellten Antrages, dem Gesuche vorerst nicht stattzugeben und weitere Anträge abzuwarten. — Die Decretur von Kosten, welche sich theils auf Reparaturen an Gebäuden und sonstigen Gegenständen, theils auf div. Gebühren beziehen, wird genehmigt. Gießen, 24. December. Am 22. December Mittags ertrank in der Lahn bei Marburg der 12jährige Sohn deS Reallehrers D ut e daselbst und wurde die Leiche von der Strömung mit fortgerissen. Für die Ländung der Leiche ist eiye Belohnung von 15 Mark bestimmt. Ausstellung von Schülerarbeiten der hiesigen Handwerkerschule, sowie von Lehrlingsarbeiten. 8316) Die diesjährigen Arbeiten der Schüler unserer Handwerkerschulen (Erweiterte Handwerkerschule und Sonntags - ZeichensÄule), sowie die Arbeiten hiesiger Lehrlinge, welche in Oppenheim a. Rh. ausgestellt waren, sollen am 29., 30 , 31. December und am 2. Januar in unserem Lokal (am Asterweg) zur Ausstellung kommen- Die Zimmer sind von Vormittags 10 bis */21 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 .Uhr geöffnet. Schluß der Ausstellung am 2. Januar, Mittags um 12 Uhr. Wir laden unsere Vereinsmitglteder, sowe alle Jntereffenten zum Besuche der Ausstellung ein. Der Hauptlehrer: Der Vorstand drs Gewerbevereins: Aug. Hug. Dr. H. v. Ritgen. SS ^auffW,ilä61 »ft «’ >'S« tinaH811 lut 7d-- 6»*"1 fltil besondere L J Die Convl fills täglich bei dünnig von l /o ' Gießen, Der Witterungswechsel und sein Einfluß auf die Athmungsorgane des Menschen. Es ist eine bekannte Thatsache, daß unter allen Krankheiten des Menschen diejenigen der Athmungsorgane am meisten verbreitet sind und besonders in der rauheren Jahreszeit, beim Uebergange des Herbstes in den Winter und beim Eintreten des Frühlings Schnupfen, Husten (Keuchhusten), Heiserkeit, überhaupt Erkältungen im Allgemeinen epidemisch werden. So leicht nun anfänglich unbedenklich scheinende Erkrankungen durch Vernachlässigung einen ernsten Character annehmen, so wenig ist der Mensch geneigt, den ersten Symptomen Beachtung und entsprechende Behandlung zu Theil werden zu lassen, man greift vielmehr in den meisten Fällen zu den sogenannten Hustenmitteln (Syrupe, Pastillen, Bonbons, den div. Thees ?c.), die in manchen Fällen dadurch, daß sie mit den entzündeten Schleimhäuten in Berührung gebracht werden' wohl eine vorübergehende Linderung hervorbringen, aber nur zu häufig durch ihren Zuckergehalt rc. die Verdauung und so die ganze Ernährung stören. Neuerdings werden nun katarrhalische Erkrankungen mit größtem Erfolg durch antiphlogistische Mittel beseitigt und bedienen sich hierzu eine große Anzahl Aerzte der bekannten Dr. V o ß'schen Katarrhpillen, eine ebenso unschädliche, wie überraschend schnell und sicher wirkende Pille. Aeußcrt sich doch Herr Stabsarzt a. D., Dr. med. Schmidt, praktischer Arzt in Ahrweiler, über die Wirkung folgendermaßen: Die erzielten Erfolge sind als sehr günstige zu bezeichnen. Leichte katarrhalische Erscheinungen wurden schon im Verlaufe mehrerer Stunden gehoben, schwerere Fälle innerhalb einiger Tage, selbst bei hartnäckigem ccutcn Lungenkatarrb, womit Patient schon lange behaftet gewesen, trat schon in kurzer Zeit eine Minderung sämmt- licher Symptome ein und bei fortgesetztem Gebrauch der Pillen vollständige Besserung. Einen nachtheiligen Einfluß der Pillen auf den Verdauungsapparat habe ich nicht beobachtet, im Gegentheil schwand in den meisten Fällen, der den Lungen- resp. Nachenkatarrh fast immer begleitende Magenkatarrh schnell und wurde die Appetitlosigkeit der Patienten gehoben. Nach diesen gemachten Erfahrungen kann ich die Katarrhpillen als bewährtes Mittel bei allen und namentlich bei beginnenden katarrhalischen Erkrankungen aufs Beste empfehlen, umsomehr auch der billige Preis es dem weniger Bemittelten ermöglicht, sich dieses werthvolle Medicament zu beschaffen. Die von Dr. Ew. Voß (Adlerapotheke) in Frankfurt a M. dargestellten Dr. Voß'- schen Katarrhpillen sind nur in Blechdosen mit gesetzlicher Schutzmarke und mit einem den Namenszug des Dr. Ew. Voß tragenden zicgelrothen Verbandstreifen geschlossen, ä 75 Pf. in den Apotheken erhältlich, in Gießen bei Apotheker Dr. Hempel und verfehlen wir nicht, besonders aufmerksam zu machen, genau Dr. Voß'sche Katarrhpillen zu fordern, um jede Verwechselung auszuschließen. Chronischer Katarrh mit reichlichem Schleimauswurf ist ein Leiden, das bei Eintritt der nassen und kalten Jahreszeit viel Beschwerde verursacht. So nützlich dagegen der Jsländisch-Moosthee auch ist, so macht die umständliche und zeitraubende Bereitung desselben den Gebrauch für viele unmöglich. Es ist daher als eine glückliche Erfindung zu bezeichnen, daß es dem Apotheker Karl Engelhard gelungen ist, aus b--n wirksamen Bestandtheilen des Jsländ. Mooses eine Pasta darzustellen, welche bereits vielen, zu Lungenkatarrhen geneigten Leuten ein unentbehrliches Hausmittel geworden ist. Die Moos-Pasta ist in den Apotheken zu haben. Ü A. Bramm. 8344) taM Lirßkn. Mllh'l 8339) in der 8350) Darmstadt. empfehlen (8327 (8326 J| I. 2l Busch Söhne. ihof- U- fix Sohn, Srni^üib ätts, Wilhelm, ßtiotfii eins (im Rcühhru^ $trtini geöffnet'kt Feinste Gothaer Leberwurst hi träte Ma- 12 ®. S. Holzversteigerung in der König!. Oberförsterei Krofdorf theilwetse genehmigt. Die Versteigerung des am 11. er. zu Krofdorf aus den fiscalischen Waldungen der Oberförsterei Krofdorf zum Ausgebote gekommenen Holzes, nut alleiniger Ausnahme des Buchen-Scheit- und Knüppelholzes im District 71ab Schloßberg ist genehmigt und muß nunmehr die Verbürgung oder Bezahlung der genehmigten Hölzer von Seiten der Steigerer innerhalb 14 Tagen den Bestimmungen gemäß er- erfolgen. Krofdorf, den 22. Deccmber 1880. Der Königliche Oberförster: 8317) Müller. Hirschbraten 8325) bei Wildhändler Ebel, Marktstr. ibr kogt, kbiflt Tochter 3- 25 !., gchorbrn btn rfrau des Pofisemtars ot H iu Danchok "u ). 8 M-1 T-, gch i des naß. Ctunomti Bekanntmachung. 8341) Nachdem in letzterer Zeit unbefugter Weise wiederholt der Ver- such gemacht wo'den ist, das Schutzbrett der Ausgertnnschleuße aufzuziehen, hat die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer heutigen Sitzung ein für allemal «inen Preis von 50 JL. für Denjenigen festgesetzt, welcher eine derartige für die Einwohnerschaft Gießens leicht mit großen Nachtheilen verbundenen Hand- hing derart zur Anzeige bringt, daß der Thäter bestraft werden kann. Gießen, den 23. December 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. LS £?bn,'.ba§ b-i .bl d)e und itrtraubtnbt al5 eine glücklich! ■ »elungm ist, oubb-i JWUflen, welche bereis 2 Hausmittel geworden Oeffrntliche Alifforderuug. Johann Konrad Drechsler von Ettingshausen ist am 8. Septbr. 1880 gestorben. Da der Nüchlaß desselben voraussichtlich überschuldet sein wird, so hat Juliane Müller von Wctterfcld als Vertreterin des gesetzlichen Erben Wilhelm Drechsler, ihres noch minderjährigen, tm Brautstände mit dem re. Drechsler erzeugten und von diesem anerkannten Sohnes, die Erbschaft nur unter der RechtSwohlthat des Inventars angetreten. Es ergeht an alle Diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß des Joh. Konrad Drechsle« zu bilden haben, Die Aufforderung, ihre Rechte sogewiß innerhalb vier Wochen von heute an gerechnet dahier geltend zu machen, widrigenfalls sie bei der Ver- theilung des Nachlasses nicht berücksichtigt würden. Lich, den 15. December 1880. Großherzogl. Amtsgericht Lich. 8318) Langermann. gelten der . sowie von Ml«« gfSSl jntetfiente» 1««* Restauration ). Kämen Kölner Aombau-I'oose bei EouIn Ohnacker» ®frbn !;"«ta'ÄSw ?'^Ndo7n'-S feinstes Zockbier r;u"9ni: rtip/K rb{.blt «PPetitfÄ ? ’4 bi£^atarrbS dargkstellttn Dr. M mIrfe unb mst L' Bekanntmachung. Nachdem der von der Stadtverordneten-Versammlung der Stadt Gießen am 19- Juli d. I. gefaßte Beschluß wegen einer Kapitalaufnahme von Einer Million Mark, wovon 400,000 JL zur Bestreitung der in diesem und den nächstfolgenden Jahren insbesondere für Straßenanlagen und für die Erbauung eines Schiachlhauscs sich ergebenden außerordentlichen Ausgaben, die wetteren 600,000 JL zur Umwandlung des 41/2%,gen Anlehens in der Höhe dieses Betrags in ein 4%igeg verwendet werden sollen, die Genehmigung ber Aufsichtsbehörde erhalten hat, so wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Kapitalien in Beträgen von 1000 500 JL, 300 JC. und 100 JL gegen eine Vergütung von 1 Procent auf dieses Anlehen gegen Jnterimsscheme jederzeit zur Stadtkasse eingezahlt werden können und findet die Verzinsung mit 4% vom Tage der Einzahlung an Statt. Die Rückzahlung des neuen Anlehens erfolgt durch Amortisation mit jährlich 2% vom Jahre 1885 an unter Vorbehalt des Rechtes der Stadt zur Kündigung des Anlehens im Ganzen oder zu n Theil, während die Bedingungen für das umzuwandelnde 4i/2%ige Anlehen, insoweit die Inhaber von der Convertirung Gebrauch machen, die in den Obligationen verbrieften bleiben. Der Austausch der Jnterimsscheine gegen die auf Inhaber lautenden Original - Obligationen findet nach deren Anfertigung Statt, worüber seiner Zeit besondere Bekanntmachung erlassen werden wird. Die Convertirung der 4t/2 %tgcn Obligationen in 4%ige findet ebenfalls täglich bei unserer Stadtk.'sse durch Abstempelung unter sofortiger Vergütung von 1% des Nominalbetrags Statt. Gießen, am 21. December 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. aus der Brauerei von Fr. Textor während der Feiertage im Zapf. Geraucherte Speckbücklinge größte Sorte, pr. Kiste ca. 10 Pfund, ca. 40-50 Stück enth., 3 Jt, 3 Kisten 90 H billiger, 6 Kisten 2 Jt 40 H billiger. Frische, grüne, ungesalzene Heringe (Bratbücklinge), welche in Butter oder Schmalz gebraten sehr delikat schmecken, die Hälfte billiger als Fleisch und doch ebenso nahrhaft sind, pr. volle 10 Pfd -Kiste, ca. 45—50 Stück sehr große Heringe enthaltend 2 JL 40 H, 3 Kisten 90^ billiger, 6 Kisten 2 J£40^ billiger. Alles zollfrei und franco gegen Postnachnahme. Ferner offerire ab hier (also unfrankirt) frische, große Heringe in Körben ä 37 Pfd. Netto = 150 Stück pr. Korb 6 at Verpackung, Kochrecepte, Preislisten gratis. (8329 A. la. Hohr, Ottensen bet Hamburg. Während der Feiertage Schellfische (in Eis) empfehlen (8328 J. A. Busch Söhne. Ieitgebotenes. 8333) Wegen Ausgabe meines Kleider- ladens verkaufe ich die noch vorräthigen Joppen, Röcke, Säcke, Hosen und Westen um den halben Preis. _________la. Mosch, Sonnenstraße. 8359) Der so beilebt gewordene Champagner per Flasche 2 Ji. 50 ist wieder «ingetroffen. C Roth, Neuenbäuen. Währen- der Feiertage: (8348 feinstes Bockbier ____________bei C. Roth, Neuenbäuen. Ansichten der Stadt Gießen. 8347) Soeben erschien in me nem Verlage: Briefbogen mit 12 Ansichten von Gießen und seiner Umgebung, nämlich Totalansicht, Aula, Gymnasium, Justizgebäude, Realschule, Post, Anatomie, Kaserne, Synagoge, Bahnhof, Schiffen- berg und Gleiberg. Die Briefbogen sind in Quartformat und von gutem, starkem Papier. Der Preis des Bogens 30 H; 12 Bogen 3 Vorräthig in allen Buck- und Schreibwaarenhandlungen. Fr. E. Fehsenfeid, __Univ.,Buchhandlung. Corsetten in großer Auswahl empfiehlt billigst (8301 ___________A. Fangmann. Silberne Cylinderuhren in großer Auswahl billig bei (6464 ___K. Grünebaum. Ucujahrs Gratutationskartcn neueste Sachen, in verschiedenen Collectionen, in großer Auswahl bei (8321 _____Wilhelm Klee, am Markt. Hftrnri« in Frankfurt a. Jf. Mimdieirr IIofbräuiBaus-Bier. 8330) Der Ausschank von Münchener Hofbräuhausbier beginnt am T8. »ecember und wird das Bier ohne Pression direct vom Fass gezapft. (H. 62554) ________K. Ludwig. E <1 u aube «f? Co., Frankfurt a.M. Dacher-Aall, Sylvester - Nacht, am 31. Deeember, im Prinz Carl von L. H. Pietsch & Co. Breslau. Ich habe Ihren Huste-Richt (Malz- Extract) sowohl in dem mir direct zur Disposition gestellten Präparat, als auch in den in hiesigen Weif auf stellen vorräthigen Flacons einer genauen ärztlichen Prüfung, und prac- tischen Anwendung bei verschiedenen Krankheitsfällen der Atbmungs- und Stimmorgane, speciell bei den Catarrhen der Lungen- und Kehlkopfs-Schleimhaut unterzogen und kann nicht umhin, meine gutachtliche Aeußerung in Bezug auf den Weith der Wirksamkeit des Präparates dahin zusammenzufassen, daß ich dasselbe sowohl bei den oben genannten catharrhalischen Schleimhaut - Affec- tionen der betreffenden Organe, als auch bei beginnender Tuberculose, bei Heiserkeit und chronisch - catarrh- alischenKehlkopfsleiden als diätetisches Genußmittel mit gutem Gewissen dringend empfehlen kann. (8322 Dr. med. Michaelis, pract. Arzt. Zu haben in Gießen bei Gg. Wllh. Weidig. i Flasche Jl. 1, 1.75, 2.50. ä Beutel 30 und 50 H. 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