18SO Samstag den 25.ZSeptember Nr. 224 Gießener Anzeiger in s? für R#»«#Hen»lnire S-E 0 d- (!) j) $ Ji S ls M i7 ****# 5 § 8 S n S- T! A t littäp« ei überall im Avanciren begrl -n sei. X*« ^Ä*eU6%fon fo munteranfange, können die am Ende derselben bevvr- Mnb n nur aut aussallen. Der alte Stamm der Fortschrittspartei empfinde n btt Wrv- rgSS !iN lN sch jgieftit td« «"Jgbet» l erft^z Vtvder «ltts «•SS«*«* I, °* Reichskanzlers gegenüber die selbstständige Prüfung hmtangesetzt. Dres werde jetzt anders m dem Matze, wie man die Gefahren dieser Richtung erkenne. schrittspartei könne von sich sagen: Viel Feinde, viel Ehr. obgleich sie fchon 1861 !n ihrem Programm die deutsche Einheit unter Preußens Führung an die Spitze gestellt und die erste Partei gewesen, welche sich zum Unterschied von der hessischen und baierifchen Fortschrittspartei „Deutsche Fortschrittspartei" genannt habe, so behandelten sie doch viele Gegner, als seien sie Reichsfeinde mindestens zweiter Klasse, Männer der Fortschrittspartei die für den Gedanken der deutschen Einheit gewirkt unh gelitten, als derselbe noch nicht hoffähig gewesen und man dabei Vermögen, Stellung und Freiheit einbützen konnte. Man bezeichnete sie als republikanisch, um ste m den Augen aewisser hochstehender Personen zu verdächtigen, wahrend ste nur dieselbe parlamentarische Negierung, d. h. die Uebereinstimmung der Gesetzgebung und Verwaltung mit dem in der Volksvertretung zur Erscheinung kommenden Rechtsbewußtsern des Volkes anst-eb^ Man nenne die Fortschrittspartei bie Vorfrucht der Socmldem-krat.e, aber umaekebrt sei sie entschiedenste Gegnerin der Socialdemokratie, wie diese selbst anerkenne^Sie verweise mit Schulze-Delitzsch die arbeitende Klasse auf SelbstMe, Selbstverantwortlichkeit und genossenschaftliche Thatigkett, nicht auft** werfe der Fortschrittspartei Feindichast gegen die Religion vor.aber sielast j B m ft’inp reTirtinfc Ileberreuauna und wolle nur-nicht, daß die kirchliche Oterarcyle ncy uoer Ln Ek-L'stell- und"'!"Gebiet der Schule hinübergreife schoben alles lieble an den bestehenden Verhaltmsten au d>e For schrit spartei, welche allen neueren Gesetzen zugestimmt habe. Umgekehrt «7^/w Rat-nallrberalen wteder der Fortschrittspartei vor, sie sei neg.rend und mach nur Opposttwn g gen « setze Solche Vorwürfe neutraltsiren ,,ch gegenfeitig- ®XJ^riU§Dar*i Doroe^ haft R-he vom nor'0e.n®?"^“0fl7nnfeanc;^hrnun"b?eb historische Machtstellung Bismarck's ste immer mehr in d>e Regatton gerathe und d-e Y I tBm immer mehr in nicht anerkenne. Aber nicht nur ste, sondern a r , .berklbe sei wie vor die Negation, weil eben Fürst Bismarck °°n heute ' L^aeschaff n Seim beNen zehn Jahren und das theilweise zerstörte was früheren Gehilfen, wie Falk und Delorucr, Gesellschaft. (Heiterkeit.) Fn die Fortschrittspartei.^"obwohl ihn^derselbe nicht gerne anhöre, (Heiterkeit) habe er Aagt'Ä bk 5ÄiH§P^ei6bu eigentlid, conservative Partei sei, bie alte Bismarck- Mzchen. Wem beti* )ndtti22chr-id einen jährlichen K v Ttfo. 600 JL 9f „ find unterJBr. iffen Binnen 8 w geptbt ■ 1880. wectfon ,kknann.__- kleidenn-^nA. ■-tX*; >d- « j. W- N* kann- Betr-Iiend: Dm Im Oltobm 1880 vorzunkhmmdm Wichngang. Gießen, dm 20. September 1880. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen „ El T de, SÄStt- - SÄ"-®!, b.66.11, dl-I-lb.» (kW! MMnH ..der. und di. -im d.» W.t<--.°« -»Mehmmdm P,-i.,.°< ii« I-»,ftm- l«m -1 s Ä » *■*’**!» f*3 ssr„ »°>dm ß»d d.»«.. ™t S .. r.».m -Nd 3) ÄÄ’ÄWÄ -.»Mtiich t°lche. >- deren «.-st».--« d.b Wi-tmmlm.„i-ß .°» 7. O-i-ie. 1830, «ollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden ^t und ß ! ana^eordnet würden Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie aS^UI« sind di", ... R.M A...d.»«m,° dm ... N-m -ivimdmdm m ... .»» Th«»,» >» iihnm. War ei» Mi„ii.d de-Wt,!m..,ß.»d.« -,-Md-,,. am Rmd«--«, Theil zu nehmen, so ist dies am Schluffe des Protokolls zu b°Eken. Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortsetnwohnern, welche Wiesen HS' ^^enbCIDb^ 7waUe°?h7beE kchehm foll, Jtfi mehr vollständig fein, so wollen Sie den Gemeinderaih wegen Ergänzung, Wteftnvörstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes^in besonderer Verhandlung vorlegen. _____________________________ —Generalversammlung des landw Vereins von «bcrheffen pro 188« Die diesjährige ordentliche GeneralversaEilung des landwirthschastlichen Verems von Oberhesfen soll am Donnerstag, den 7. Oetbr. d. I., des Vormittags 10'/» Uhr, im Gasthaus „zum Einhorn" in Gießen abgehalten werden. Gegenstände der Verhandlungen werden sein: -s ÄS«» ’S «.» 23. z.m k di- M»ch. ..d Unl.rdrückung ... «»"»'" ""«Md, 6) Die Frage: Wie am Zweckmäßigsten die Ackerschnecken vertilgt werden. 7) Bestimmung des nächstjährigen Versammlungsortes. Nprsammluna einen Vortrag über einen von der Tagesordnung abweichenden @,„ng„T* UXÄÄ. S« i™ «tat» 1» ««"»; Milch»---" "*• b" l..i° - EÄöSÄStt L«m. Friedelhausen, am 20. September 1880. ^stvem Nordeck zur Rabenau. ----------------- «rei- Vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringet«. Erscheint täglich mit Ausnahme des MvtttagS. die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pj. lldergehmde moblin.- 2 yLrren fojort z, Löwengasse 108.' littes Zimm rwiethen. rweg C. 61. local ju rerntie^r 1 Stern*. öbbrtes Ammer zu ^eue Saue S- 79. n 5 Zimmer rc. zu I illthoistratze 145- ; i vermieden bei l38- Ulaniarbenwo^iuir;: W. Trilling. ne- zamilienlogiei immer, Küche, Km lallon, per L Noobi idlfaibti . euchelheimer straßr . Partei gegen die neuen Wandlungen Bismarck's in der Zoll- und Kirchenpolttik. Wenn auch die Dankbarkeit Deutschlands niemals nergeffen werde, was sie dem Kanzler schulde, so gehe dieselbe doch nicht so weit, Deutschland und seine sachlichen Interessen über seine Person zu stellen, seine Wandlungen m.tzumachen, wenn dieselbeii gegen ; ihre Ueberzeugung wären. (Zustimmung) Diese Wandlungen, zuletzt in der Kirchenpolitik, hätten auch die Secession der Nationalliberalen hervorgerufen. Die Fortschrittspartei bilde jetzt zusammen mit der neuen Gruppe der Nationalliberalen und der Volkspartei die entschieden liberale Partei, innerhalb deren sie eine Mittelstellung einnehme. Sie bedaure, daß das Programm der iL>eressionisten nichts über die Militär- srage enthalte, sich auch nicht gegen die Reichseisenbahnen erkläre, welche zur wirth- schaftlichen und politischen Schädigung von Handel und Verkehr führen müßten. Von der Volkspartei trenne die Fortschrittspartei deren Vorliebe für das Staats-Eisenbahn- System, ihre unklare Stellung zur Zollfrage und der Umstand, daß sie den Gegensatz zum Socialismus nicht entsprechend scharf aufsasse. Aber in der gegenwärtigen Situation hätten die drei Vereinigungen gemeinschaftlich gegen die rückschrittliche Bewegung, gegen die zunehmende Steuerbelastung das Volk zu vertheidigen. Es würde die Fortschrittspartei nur freuen, wenn z. B- in der Umgegend von Darmstadt, in Mainz, wieder ein Demokrat wie Herr Oechsner gewählt würde und ebenso müßte sie es bedauern wenn etwa Herr Bamberger in Bingen nicht wieder gewählt werden sollte. Abgesehen von allen Meinungsverschiedenheiten mit demselben, habe sich derselbe ein großes Verdienst erworben, indem es hauptsächlich ihm zu verdanken, daß wir in der Samoa-Frage vor dem Anfang einer zum Abenteuerlichen führenden überseeischen Colonial Politik bewahrt worden seien. Zum erstenmale habe die Börse erfahren, daß doch nicht Alles, was der Kanzler anfange, ihr gegenüber von Erfolg begleitet sei. Die Fortschrittspartei als die mittlere Phalanx in der entschieden liberalen Partei erfreue sich eines 1878 unter Mitwirkung der Parteigenossen auch aus Darmstadt und Süddeutschland festgesetzten Programms, während die Programmlosigke-t der national- liberalen Partei dazu geführt hätte, daß ihre Mitglieder sich untereinander negirten. Ihrer Organisation verdanke die Fortschrittspartei ihre letzten Wahlsiege; diese Organisation zu vervollständigen, sei der Zweck der Parteitage, und er hoffe, daß auch dieser Parteitag zur Folge habe, daß das Beispiel Darmstadts in anderen hessischen Wahlkreisen nachgeahmt und der Fortschrittspartei neue Streiter zugesührt würden. (Lebhafter Beifall.) Der Vorsitzende glaubt der Dolmetscher der Versammlung zu fein, wenn er dieselbe auffordert, dem Vorredner für seinen ausführlichen und lehrreichen Vortrag durch Erheben von den Sitzen zu danken. (Geschieht). Reichstags-Abgeordneter Büchner: Wenn man von einem Gastmahle komme, bei dem Champagner kredenzt wurde, sei es schwer, mit kaltem Wasser zu kommen; aber ihm bleibe nichts Anderes übrig, als die Versammlung nach dem geistvollen Vortrag des Vorredners mit weniger warmen, aber nicht minder vom Herzen kommenden Worten zu behelligen. Dle Schwierigkeiten, welche sich der Fortschrittspartei in Heffen entgegengestellt, seien große gewesen, was hauptsächlich darin seine Begründung finde, daß wir eine hessische Fortschrittspartei besäßen, die sich allmältg nach schweren Kämpfen Bahn gebrochen, aber nach und nach der großen nationalliberalen Partei angeschloffen und daher schließlich mit dieser die unrichtigen Wege gegangen. Die Masse der Wähler — das habe sich bet den letzten Reichstagswahlen gezeigt — habe noch nicht verstanden, den Unterschied zwischen der deutschen und hessischen Fortschrittspartei zu ziehen; allein die letzten Wahlkämpfe haben die Verhältniffe erklärt und sei die Stimmung im Lande in Folge der Vorgänge im Schooße der nattonalliberalen Partei eine vollständig andere geworden. Nun sei es für die deutsche Fortschrittspartei nothwendtg, zu zeigen, daß sie lebe und vorhanden sei; sie habe den Beweis zu liefern, daß sie nicht blos hoffe, sondern durch Tbaten etntrete, an ihrem Berufe sesthalte und somit ihr Ziel erreiche. Um dieser Stimmung Ausdruck zu geben, schlaae er folgende Resolution vor: „Der Parteitag der Fortschrittspartei im Großherzogthnrn Hessen erklärt: Die Aufgabe der nächsten Wahlen ist es, dem Reichstage Männer zuzuführen, welche ohne Wanken und Schwanken entschlossen sind, der rückschrittlichen Bewegung kräftigen Widerstand entgegenzustellen, der fortgesetzten Vermehrung der Steuerlasten, insbesondere der die ärmeren Class.n bedrückenden Vertheuerung der Lebensmittel Einhalt zu thun, der Geschäftswelt wieder Ruhe und Sicherheit gegen die unablässig auft udjenben Projecte von Monopolen, Steuern und anderen wirthschaftlichen Umgestaltungen zurückzugeben und in Eintracht die gemeinsamen Interessen von Stadt und Land, sowie aller Berussklassen und Religionsparteien zu fördern. Die deutsche Fort- schrlttspartei erwartet von ihren in diesem Sinne ausgestellten Candidaten die kräftige Unterstützung aller freisinnigen Männer, welche von gleichen oder verwandten Bestrebungen für das Wohl unseres deutschen Vaterlandes erfüllt sind." Redner erklärt sich gegen das Tabaksmonopol, gegen das Reichseisen- bahn-Project, weil dadurch der Regierung die Macht gegeben werde, ohne Zustimmung des Parlaments zu thun, was sie wolle. Ebenso entschieden muffe man einer Erhöhung der Btersteuer entgegentreten, wenn nicht gleichzeitig auch durch eine vermehrte Besteuerung des Branntweins der Großgrundbesitz entsprechend zu den Lasten herangezogen werde. Nachdem Redner kurz auf das Project der Wehrsteuer und die projecttrte Beschränkung der Wechselfähigkett hingewtesen, auch darauf aufmerksam gemacht, daß man die Industriellen wieder mit dem Lockvogel der Zünfte kirren wolle, mit einem Worte, auf dem besten Wege sei, um mit aller Gewalt in die Reaction hineinzutreiben, fordert er die Versammlung auf, sich hiergegen mit aller Entschiedenheit zu stemmen. Dazu bedürfe man vor Allem Geld und muffe an die Opferwilligkeit appelliren. Der zweite hier in Betracht kommende Punkt sei der, wen wählen wir; freilich eine mehr interne Frage, aber von großer Wichtigkeit, denn bei der Dläten- lostgkeit sei ein Mann, den man nach Berlin in den Reichstag schicken könne, eine Rarität, ein weißer Rabe. Und drittens endlich werfe sich die hier noch weiter zu erörtende Frage auf: wer leitet die Organisation? (Beifall). Dr. Ebner (Frankfurt) führt aus, daß die Fortschrittspartei in Frankfurt, Heffen-Nafsau und dem Großherzogthum Hessen aufeinander angewiesen sei, viele gemeinsame Berührungspunkte habe und sich freundnachbarliche Hülfe leisten müsse. Weihers (Wiesbaden) berichtet über die Stimmung in Nassau und versicherte, daß die Fortschrittspartei bestrebt sei, sich wieder auf eigene Füße zu stellen, um die verloren gegangenen Wahlbezirke wieder zu erobern, aber hierzu einer kräftigen Action und einer Klarstellung der Parteien mit nicht verschwommenem Programm bedürfe. Fuchs (Worms) glaubt, daß der Wahlkreis Worms-Heppenheim an einer schweren Krankheit, der von den Nationalltberalen hinetngetragenen Corruption, leide, daß es gelte, dort das Eis zu brechen, zumal es in der nationalltberalen Partei schon gewaltig gähre und sich erblicken lasse, welche Verwirrung dort eingetreten. Nötigenfalls müsse man mit den Secefstonisten einen Pakt abschließen, um den bisherigen Reichstags-Abgeordneten, der im Reichstag eine so rühmliche Rolle gespielt, ein- für allemal zu beseitigen. (Beifall). Bücking (Alsfeld) bedauert, daß Herr Richter 1877 sich nicht in Alsfeld habe als Candtdat aufstellen lassen und daß das Central-Wahlcornit6 in Berlin die Alsfelder im Stiche gelassen habe. Christian (Unter-Liederbach) tritt für die Wahl von Männern ein, welche für die Sache des Fortschrittes, der Freiheit und des Rechtes zu wirken bereit sind, während Dr. Geiger (Frankfurt) den Grundsatz verficht, daß die Candidaten aus dem eigenen Wahlkreis aufzustellen seien und man nie eine Candidatur nur auf einen hervorragenden Namen hin aufbauen dürfe, sondern daß es darum gelte, die Principien der Partei zu verbreiten. J i dieser Beziehung sagte er freundnachbarllche Hülse zu. — Dr. Ebner (granffur) erachtet, daß in den meisten Wahlkreisen vollständig qualificirte Persönlichkeiten für den Reichstag vorhanden seien, da man nur schlichte, tüchtige Männer von festem Charakter, die das Herz auf dem rechten Fleck haben, gebrauche. — Goll (Offenbach) verhehlt nicht, daß man in Dein Wahlkreis Offenbach-Dieburg, der seither von Dernburg vertreten gewesen, einen schweren Standpunkt habe, namentlich mit Rücksicht auf die Jntereffenkämpfe, den scharfen Unterschied zwischen der Fabrtkstadt und der Landbevölkerung, hofft aber, daß in dem aufzunehmenden Kumpfe die Fahne des Fortschrittes siegreich entfaltet werde. — Diesfenbach (Zwingenberg) berichtet über die Stimmung im Wahlkreise Bensheim-Erbach, wo seither die Fortschrittspartei noch wenig Boden gehabt, weshalb man deren Ideen in das Volk hineintragen müsse. Reichstags-Abgeordneter Eugen Richter erklärt, daß er die Alsfelder Candidatur habe ablehnen müssen, weil er an seinem alten Wahlkreise Hagen festhalten mußte. Um rechtzeitig geeignete Candidaten zu finden, seien eben j^tzt die Parteitage anberaumt. Ec habe vorhin vergessen, noch von den Steuerermäßigungen, welche versprochen gewesen, zu reden. Er höre, daß das Darmstädter nationalliberale Blatt in seiner gestrigen Rede das positive Steuerprogramm der Fortschrittspartei vermißt habe. Es handele sich aber augenblicklich gar nicht um gerechtere Vertheilung der Steuern — dies sei aber die fortwährende Täuschung —-■ sondern nur um Vermehrung der Steuerlast. Jedes Finanzprogramm müsse zunächst von größerer Sparsamkeit ausgehen, die Verwaltungen müssen wieder aus den Milliarden Anschauungen herauskommen und sich, wie jeder Bürger in schlechten Zeiten, genügsamer etnrichten, Besserung der Zeiten bringe dann von selbst vermehrte Staatseinnahmen. An Vorschlägen zur Sparsamkeit habe es die Fortschrittspartei niemals fehlen lassen, und wenn man ihr vorwerfe, daß sie immer nörgele, so habe sie manches hübsche Milliönchen,durch Kritik des Budgets zusammengenörgelt in Auffindung von Deckungsmitteln, Ersparung von Ausgaben und Richtigstellung der Einnahmen. Eine solche durchaus pofitive, fruchtbringende Tätigkeit werde sie auch künftig entfalten. Langenbach (Darmstadt) reserirt über die Partei-Organisation und führt, gestützt auf zahlreiche zustimmende Zuschriften aus dem Lande, aus, daß die Sache nicht so schwierig fei, wie man sich vielleicht denke, daß namentlich mit der Organisation von Einzelvereinen vorgegangen werden müsse, die gewissermaßen das Fundament und den Grundstein des Baues bilden. Er fordere von diesem Gesicktsvunkte die Annahme folgender Resolution: „Der Parteitag empfiehlt dringend die Bildung von Wahlvereinen der Fortschrittspartei, ersucht die Parteigenossen, aus das Parteiorgan, die „Parlamentarische Correspondenz", zu abonniren, die Verbreitung der von der Partei herausgegebenen Broschüren zu fördern, sowie die Unterstützung der im Sinne der Partei redigirten Zeitungen sich angelegen sein zu lassen. Die einzelnen Wahlkreise haben bei der bevorstehenden Reichstagswahl Vie Pflicht, auch die Parteigenossen in anderen Wahlkreisen nach Kräften zu unterstützen. Insbesondere wird in Darmstadt und Frankfurt die Partei sich die Unterstützung der übrigen hessischen Wahlkreise durch Rath und That, Unterstützung bei der Einrichtung von Wahlvereinen, bei Ermittelung geeigneter Candidaten und Vorträge in Versammlungen angelegen sein lassen. Die Vermittelung der besonderen hessischen Wahlkreise liegt der Geschäftsführung der Partei in Darmstadt ob." Vogt (Offenbach) erachtet, daß keine Zeit zu versäumnn und es noth- wendig sei, persönlich von Ort zu Ort zu agittren, um namentlich den Grundsätzen der Fortschrittspartei bei der Landbevölkerung Eingang zu verschaffen. Nach kurzer Debatte, an der sich noch Büchner (Pfungstadt) betheiligt, gelangen b.e vorgeschlagenen Resolutionen zur einstimmigen Annahme, worauf der Vorsitzende die Versammlung mir einem Hoch auf die Sache des Fortschrittes, welchem ein Hoch auf Eugen Richter folgte, schließt. Die Präsenzliste constatirt die Anwesenheit von etwa 200 Teilnehmern aus folgenden Orten: Wiesbaden, Worms, Lampertheim, Pfungstadt, Groß-Gerau, Gießen, Butzbach, Erfelden, Alzey, Beffungen, Unter-Liedervach, Frankfurt, Offenbach, Mörfelden, Zwingenberg, Ernsthofen, Nürnberg, Alsfeld, Gernsheim, Walldorf, Reichenbach, Büttelborn, Nieder-Ramstadt, Stuttgart, Hanau, Bockenheim, Frankenthal, Neustadt a. d. H., Michelstadt, Fürth i. O., Nieder-Berbach und Darmstadt. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz-Bureau. Stuttgart, 23. Septbr. Nach einer Meldung des „Schw. Merk." aus Arolsen ist Prinz Wilhelm von Württemberg, Gemahl der Prinzessin Marte von Waldeck, in Arolsen angekommen, wo sich der Fürst von Bentheim- Steinfurt mit der Prinzessin Pauline, der ältesten Tochter des Fürsten von Waldeck, verlobte. Skutari, 23. Septbr. Den Consuln wurde ein von 35 Notabel» Dulcignos unterzeichneter Protest überreicht, worin dieselben erklären, daß sie sich niemals von der türkischen Regierung trennen wollten, unter welcher sie seit Jahrhunderten gestanden hätten. Wenn die Montenegriner versuchen sollten, vorzudringen, würde man ihnen mit Gewalt begegnen. Dieser Protest wurde von mehreren Consuln zurückgewiesen. Mohamedanische und katholische Mitglieder der albanesischen Liga haben sich nach Tust begeben, um die Bergbewohner zur Verteidigung Dulcignos aufzufordern. — Ein Adjutant deS Sultans, Suleiman Bey, ist in Veranlassung des von dem Geschwader.Com- Mandanten Admiral Seymour an die Pforte gerichteten Ultimatums in Skutari eingetroffen. Riza Pascha hat die Liga aufgefordert, sich zu unterwerfen und gedroht, im Falle der Weigerung Gewalt anzuwenden und von Konstantinopel Verstärkungen zu verlangen. Die katholischen Albanesen sollen eher geneigt sein, sich zu unterwerfen, während die Mohamedaner sich ganz entschieden weigern. Wien, 23. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet aus Cattaro von beute: Der Obercommandant der beträchtlich verstärkten Montenegriner, Petrovits, nahm eine Recognoscirung der albanesischen Positionen vor und kehrte, ohne den Feind zu treffen, zurück. — Admiral Seymour ist auf der Jacht „Helikon" in Cattaro eingelaufen und hierauf nach Cettinje weitergereist. Petersburg 23. Septbr. „Goloö^ meldet aus Smolensk von Ruhestörungen, welche in Folge plötzlicher Lohnberabfetzung unter den 3000 Arbeitern einer Fabrik in Jarzewo stattgefunden. Der Gouverneur, der Staatsanwalt und der Chef der Gensdarmerie haben sich an Ort und Stelle begeben, auch eine Milttärabtheilung ist heute dahin abgegangen. Basutos Pans? Mnißer, M tlflt waren, D Secretärposten^ Lrtra^ncer"___ Darmst^ arbeiten au8 den in- wird Sonntag, N" eonntag, den ■ auch viele der Lehm Ausstellung besuchen 10. Octoder wählen blf Direcuonen der tzisenbahnm und der vcrknschulen, sowie freie Rückfahrt gewa «ahrpreiS - Srmaßigr -dgangsstation 24 § stehenden Lehrer und Vorstand de8 bett J Nationen müssen bi( zeigen, damit ihnen der Rückreise, damit 6207) g unb am 3. Ai 2. Großbertogli des Hessischen 8 ihre Vergütungei viachung an, an in En 10 H überbracht Gießen, I AnW Wen in ?"ürnitta tz^Wohn <£“«2 ®381 _ 3.! Im Verkehr die -Stationen der Mc Sebraer-, Hessische ischen Bahn via F dcr Main-Neckar-B Station der badisch b>s zum Lchlutz die dcrechnung für fris Munden nach dm imss 1. dezw. A2. Gießen, dm 21.' D2) Großhenag Äch Dienstag bet Aachmt« '"e jur früh nil^ Wrigr Z 4 SReter brt ton Abbruch twi Meßern, a, ^Wvers b®,e"N den L diesige E to?nfanÖ ist Ä' am 22 4* »y >—-—3nbe bk i unb rL uoth itz ben Grund» u vrrschaffen. ßabt) beteiligt, nähme, woraus tidje des Fort« Die Präsenz- aus solqendm Knau, Aießm, rrt, Dffenbad), MM, ffiiü« au, Boäenhriw, Mrr-Verbaih Niatlon unb 'anbe, aus, ba| daß namentlich müsse, bie ge» s bilden. Er [ution: Minen der Forl- ian, die.Packer von der Packi ing der im Sinne i- Die einzelnen Pflicht, auch die erftüßen. Zns- bit Unterstützung ittyung bet der ILandidaten unb erm'ttelung der her Parier in Zchw. Mer^ i'dn ißrinjeffiii s oon Btntyttai’ Fülstw MD on 35 M» tDftffi, d-ß s> unter welch»/ grinet ».-„7,2 "S v* »on* 3000 «rrf le W1’ "' lbr»ud;e. .. ’Stonbjunft > Unter, SJ '«faltet im "°ch w, Wu müfie. 4 bb^felbn ' H°W feten eben M °°n den «, bnß d°z Mve Steuer. ; äugen. 8 IMbet bie ’,r Steuerlast '"'t ausgehen, ien herauskom. ner einrichten, nnahmen. 8n liemals fehlen öe fle manches in Aussindung luug der Sin. M werbe fie London, 23. Septbr. Aus Capstadt wird gemeldet: Am 20. d. M. griffen Basutos die Stadt Mohaleshöck an. Am 21. d. M. griffen dieselben in Stärke von 5000 Ma»n Mafeteng an. £cr Kampf dauerte an beiden Orten den ganzen Tag und wurden schließlich die Basutos zurückgeschlagen. Paris, 23. Septbr. Die republikanischen Journale hoffen, die Person des Ministers Barthelemy Saint Hilaire und seine Mäßigung würden für Europa ein Pfand der friedlichen Absichten Frankreichs sein. Die Journale der Conseroattven und Intransigenten meinen, bas Ministerium Ferry werde keine rnhige Existenz haben, b.-trachten indessen die Ernennung Barthelemy's ebenfalls als Garantie einer friedlichen Politik. Gestern Abend kamen die Minister, mit Ausnahme Barthelemy's und Clou6's, welche zu spät benachrichtigt waren, bei Ferry zusammen. Bezüglich der Besetzung der Unterstaats- Secretärposten ist noch keine Entscheidung getroffen. Lokales. Gießen, 24. September. Sicherem Vernehmen nach wird Fräulein Litt Lehmann, Königliche Kammersängerin aus Berlin, in einem — Sonntag, den 3. October — stattfindenden Extra-Concerte des hiesigen Concert-Vereins im Clubsaale auftreten. Vermischtes. Darmstadt, 22. Sept. Die diesjährige Ausstellung von Zeichnungen und Schüler- arbetten aus den inländischen Handwcrkrrschulen, sowie die Ausstellung von Lehrlingsarbeiten wird Sonntag, den 26. September l. I. zu Oppenheim eröffnet und dauert bis einschließlich Sonntag, den 10. October l. I. Sowohl Lehrer und Schüler von H^ndwerkerschulen, als auch viele der Lehrlinge, welche die Lehrlingsarbeiten'-Ausstellung beschickt haben, werden diese Ausstellung besuchen und hierzu wohl meist einen der 3 Sonntage, 26. September, 3. oder 10. October wählen wollen. Um denselben den Besuch dieser Ausstellung zu erleichtern, haben die Directionen der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn, der Matn-Neckarbahn, der Oberhessischen Eisenbahnen und der Main-Weser-Bahn bewilligt, daß den Lehrern und Schülern der Hand- wcrkerschulen, sowie den erwähnten Lehrlingen für den einfachen Fahrpreis der Hinfahrt die freie Rückfahrt gewährt wird. Die Frankfurt - Bebraer Bahn - Verwaltung gewährt 50 pCt. Fahrpreis - Ermäßigung, wenn mindestens 10 Stück Billets gleichzeitig gelöst werden und der Abgangsstation 24 Stunden vor dem Antritt der Reise Anzeige gemacht wirv. Die in Rede stehenden Lehrer und Schüler, sowie die erwähnten Lehrlinge, haben sich mit einer von dem Vorstand des bett. Localgewerbvereins auszustellenden Legitimation zu versehen. Diese Legitimationen müffen die Betreffenden schon auf der Hinreise oem Schalter- und Zugpersonal vorzeigen, damit ihnen die Fahrkarten abgestempelt und belassen werden, sowie wieder beim Antritt der Rückreise, damit diese unbeanstandet auf das einfache Tourbillet erfolgen kann. — Zur Dombaufeier haben die Stadtverordneten in Köln 60,000 JL bewilligt den Gasthöfen laufen schon jetzt zahlreiche Bestellungen auf Zimmer für die Tage der Feier, lichkeiten ein. Der historische Festzuz wird auch dann ausgeführt, wenn der Kaiser in Köln etwa nicht erscheinen sollte. — „An welcher Krankheit ist Ihre Frau gestorben?" fragte Jemand.einen Wittwer, der in der Ehe nicht glücklich war, und dieser antwortete: „Genau weiß man's nicht, vielleicht weil sie zu schnell gelebt." — „Wie so?" — „Bet unserer Verhetrathung war sie nach ihrer eigenen Aussage drei Jahre jünger, in ihrem letzten Stündlein aber laut Tauf- und Todten- schein neun Jahre älter alö ich." Irischbäcker in Elchen. Sonntag, den 26. September. Daniel Rühl, Marktstraße. Kreuz. Eduard Roll, Marktstraße. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde ?u Gießen. Gottesdienst: Sonntag, den 26. September. Morgens 9i/z Uhr: Pfarrer Schlosser. sFcter des heil. Abendmahls. — Katechismuslehre für die weibliche Jugend.j Nachmittags 2 Uhr: Gymnasiallehrer Stamm. Montag, den 27. September Vormittags 9 Uhr: Gottesdienst zur Eröffnung der Decanatssynode: Pfarrer Scriba aus Alten-Buseck. Die am vorigen Sonntag erhobene Kirchencollecte für die deutschen evangel. Gemeinden in Paris betrug 29,73 Jü und wurde an das Decanat emgeschickt. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 26. September bis 2. October besorgt Pfarrer Schlosser. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 6207) Die Quartierträger der vom 5. resp. 6. bis 17. Mai 1879 und am 3. August 1880 dahier einquarüerl gewesenen Mmnschafien des 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie - Regiments Nr. 116 (Landwehr) und des Hessischen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 11 werden hierdurch ausgesordert, ihre Vergütungen binnen 4 Wochen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an, an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag bei der Staotkiffe in Empfang zu nehmen, andernfalls solche gegen eine Gebühr von 10 3} überbracht werden. Gießen, den 23. September 1880. D r Stadtrentmeister: EnderS. OberhesMe Eisenbahnen. Im Verkehr diesseitiger Stationen mit Stationen der Main-Weser-, Frankfurt- Bebraer-, Hessischen Ludwigs- und Nassauischen Bahn via Frankfurt a. M, sowie der Main-Neckar-Bahn incl. Mannheim, Station der badischen Staatsbahn, findet bis zum Schluß dieses Jahres die Fracht- bcrechnung für frisches Obst in Wagenladungen nach den Sätzen des Special- tarifs L bezw. A2. statt. Gießen, den 21. September 1880. 6232) Großherzogliche Direktion. Versteigerung. Dienstag den 28. dS. MtS., Nachmittags 1 Uhr, soll die zur früheren ersten Schulhof- raithe gehörige Scheuer, 4 Meter lang und 4 Meter breit, Eichenholzbau, auf den Abbruch versteigert werden. Leihgestern, am 23. Septbr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. «227)_________H^ß._____________ Obstverfleigerung. Dienstag den 28. September, M $01 mittagg um 10 Uhr anfangend, (ott das hiesige Gemeinde-Obst öffentlich veisteigert werden. Der Anfang ist oberhalb des Orts. Rödgen, am 23. Septbr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. «228) Jnderthal._________ Donnerstag den 30. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Apotheker Eberhard, im Hause des Hecrn tzail Neustadt, 3 Bettladen mit Matratzen, 1 Kleiderschrank, Weißzeug, Kleiderund Bettwerk meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Septbr. 1880. I. A.: 6238) Müller. 5851) Eine Hofraithe, bestehend aus Wohnhaus, Nebenhaus, Scheune und Stallung, Hofraum und Garten, zu jedem Geschäft geeignet, in sehr schöner Lage gelegen, preiswürdig zu verkaufen durch Veffenlliche Kekanntmachnng. 6233) Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichungen vom 15. Febr. 1871 und 10. August 1878 wird hierdurch bekannt gemacht, daß gemäß Beschluffes der Generalversammlung des „Sparund Credttveretns für Stadt und Land (E. ®.)" zu Laubach vom 27. Juni I. Js. mehrfache Statutenänderungen vorgenommen worden sind, welche bei dem unterzeichneten Gerichte etngesehen werden können. Eine derselben ist die, tufc für die Bekanntmachungen des Vereins an Stelle des früheren Kreisblattes von Nidda fortan das Amtsblatt von Grünberg treten soll. Laubach, den 20. Septbr. 1880. Großherzogl. Amtsgericht Laubach. _________Römheld._________ Montag den 27. Srptbr., Vormittags von 10 Uhr an, werden in der Hofraithe des Herrn LouiS Flett, dahier, folgende Gegenstände gegen Baarzahlung meistbietend versteigert: eine Kuh, ein Billard und eine Appretirtrommel (für Färber). Gießen, den 24. September 1880. I. B. b. Gerichtsvollzieher Geißler: Haub ach, 6240) Gerichtsvollzieher-Aspirant._______ Samstag den 25. Septbr., Vormittags y29 Uhr, wird mit der Versteigerung bei Herrn Schreinermeister Werner in der Bismarckstraße fortgefahren. Vormittags kommen die Schreinerwaaren (Fourniere rc.) zum Ausgebot und Nachm. von V22 Uhr ab die Möbel, als: Kleiderschränke, Sophas, Tische, Spiegel, Bilder, Küchen- geräthe, Betten rc. Gießen, den 24. September 1880. 6235) Bauer, Gerichtsvollzieher. 6201) Einen Haufen Dung abzugeben. _________Fr. Kühne, Wallthorstraße. 6135) Ein gut eingerichtetes Wohnhaus zu verkaufen. Näheres in der Exp. d. Bl. Bekanntmachung. 6236) Die höhere Mädchenschule beginnt ihren Unterricht Donnerstag den 30. September. Anmeldungen werden Mittwoch den 29. d. M., von 9 Uhr Morgens an, im Dienstzimmer des Unterzeichneten entgegenqenommen. Die Stadt-Knaben- und -Mädchenschule beginnt Montag den 27. September ihren Unterricht. _____Gießen, den 24. September 1880._____________DigeliuS. Großher^oglithe Realschule pi Gießen. Der Unterricht beginnt Donnerstag den 30. Septbr. Anmeldungen werden am vorhergehenden Tage von 8 Uhr an im Schulgebäude in Empfang genommen. Gießen, den 22. September 1880. Großherzogliche Realschuldirection: 6193) ________________________Soldan._________ Der Alieeverern für Frauenbildurrg 6234) und Erwerb in Gießen eröffnet am 4. Oktober d. I., Morgens 10 Uhr, sein 5. Sennster mit folgenden Kursen: I. Claffe: Wäschezuschneiden, Maschinennähen, Sticken rc. Fachzeichnen. Freihandzeichnen — nicht obligatorisch. II. Claffe: Weißnähen, Sticken, Stopfen, Fachzetchnen, Freihandzeichnen, Deutsch. III. Claffe: Sttckkursus. IV. Cl.: Schnetderkursus. V. Cl.: Buchführung. Anmeldungen zur Theilnahme sind möglichst bald zu machen. Gießen, den 22. September 1880._________Der Vorstand. Ausstellung von Schülerarbeiten der Hsndwerkerschulen und den Lehrlingsarbeiten vom ganzen Großherzoglhum in Appenheim am Rhein. 6241) Eröffnung der Ausstellung: Sonntag den 26. September und Dauer derselben bis zum 11. October d. I. Für unsere Schüler, sowie diejenigen Lehrlinge, welche die Ausstellung beschickt haben, gestatten die Eisenbahn-Directionen eine Fahrpreisermäßigung (einfaches Billet für Hin- und Rückfahrt) bei Vorzeigung einer auf den Namen lautenden Legitimationskarte. Diese Legitimationskarten werden auf unserem Bureau am Asterweg ausgestellt. I. A. d. Vorstandes des Gewerbevereins: Aug. Hug. Das Neueste in Krausen, Damenkragen und Manschetten, Barben, Lavalliöres, Schleifen in allen Farben, Oorsetten und Schürzen, empfiehlt in schöner Auswahl zu billigst gestellten Preisen «»«) Z. H. Fahr, „LOFODEJXT" raffinirten Dampf-Medicinal-Leberthran Bürger-Gesellschaft. Sonntag den 26. d. M.: Abendunterhaltuiig mit Theater in Wenze l's Saale. NB. An- und Abmeldungen pro 1880/81 beliebe man gefälligst an Herrn Carl Brück, Goldarbeiter, abzugeben. 6203)Der Vorstand. Zu mielhen gesucht Paterre oder 1. ^tock, drei Zimmer, mit oder ohne 99?ös bel. Näheres bei 5938) I. Blitz. Englische Dampf-Dresch-Maschinen, deren wir schon an 100 Satz abgesetzt haben; in Paris mit der goldenen Medaille prä- miirt sind, halten grosses Lager und liefern unter Garantie mit Zahlungserleichterungen — Kleine Dampf-Dresch-Maschinen von Rmk. 2450. an. (40/b PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M. (allgemein bekanntes, werthvolles Heilmittel) aue der frischen Dorschleber bereitet, rein und unverfälscht, fast gänzlich geruchlos ond von reinem Geschmack, vom beeidigten Handels-Chemiker Herrn Dr. G. L. Ulex in Hamburg als Dorschleberthran bester Qualität bezeichnet, empfiehlt die Lofoden-Fischguano-u. Fischproducten-G-esellschaft in Hamburg, Eigenthümerin der bedeutendsten Thran-Fabrik auf den Lofoden-Jnseln in Norwegen. In einem, in unseren jeder Originalflasche gratis beigelegten Prospekten abgedruckten längeren Gutachten über unseren Lofoden-Thran wird derselbe von dem vereideten Chemiker des Königlichen Stadtgerichts in Breslau, Herrn Dr. A. Schottky, dem chemischen Befunde nach als rein, nach Farbe, Geruch und Geschmack als vor- itiflHd) bezeichnet. Verkaufsstelle in Gießen bei Carl Schwaab._______________(5886 Häcksel-Futterschneid-Maschinen, prämiirt mit 60 Preisen, bewährter Construction in vorzüglichster&Ausführung, DRESCH-MASCHINEN für alle Verhältnisse passend mit neuesten Verbesserungen, TRIEUR „Unkrautsamen-Auslese-Maschine“ für Landwirthe und Mühlen fabriciren als Specialität; Zeichnungen und Preise auf Verlangen gratis. (3936 PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Aufträge nimmt entgegen Herr Heinrich Bellof in ^U'leseclA. bei Giessen. Liefere die weißen Samenkartoffeln in st a r k e n Knollen und vorzüglichem Geschmack franco Haus 6 pro 200 Pfd. Proben bitte gefälligst bei Herrn Restaurateur Weber in der „Stadt Cassel" zu entnehmen. Bestellung erbitte per Postkarte mit genauer Angabe der Wohnung. (6220 L. Thon, Londorf (Poststation). Zu verkaufen. Ein Wohnhaus mit Bleiche, an der Lahn gelegen, ist billig zu verkaufen durch 5882)________I. Blitz. 6194) Ein großes starkes Zugpferd, 12 Jahre alt, ist mit Geschirr und Wagen, auch ohne Letzteres, Krankheits halber bei Jacob Koch in Waldgirmes preiswürdig abzugeben.______________________________ Feinste Frankl'. Würstchen wieder eingetroffen bei (6176 Gg. Will). Weidig. Unterjacken und Unterhosen empfiehlt gut und billig (6178 Julius Schulst. Narioirte Häringe empfiehlt (6044 Gg. Wilb. Weidig. Zu verkaufen. Ein Stück Land (Acker und Wiesen) 10593 lUMtr groß, tin Neustadter Feld gelegen, welches sich zum Russenfteinmachen eignet, ist billig zu verkaufen durch 5881)__I. Blitz. g frankfurter Wirftchen empfiehlt Hermann Euler. Wermietyungen. 6221) 2 kleine Familienlogis zu ver- miethen. Georg Hammel, Mühlgasse 83. 6222) Ein"möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H. Hochstätter Ww., am Brand.__ —6219) Ein schon mMsttes Zimmer zu vermiethen. Grünberger Str. B. 151. 6225) Ein schönes Zimmer, leer oder möblirt, zu vermiethen. Neuenweg B- 186 6226) Ein möblirtes Zimmer, zu vermiethen. S. Katzenstein, Seltersberg. Für Einjährig-Freiwillige. 6237) Ein möblirtes Zimmer (Parterre) zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition ds. Bltts.__________________________________ 6243) Möblirtes Zimmer per sofort zu vermiethen.________Maiktstraße D- 218. 6231) Ein möblirtes Zimmer, für einen oder zwei Herren, zu vermiethen bei Wwe. Hanitsch, Kirchenplatz 22. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsptatz auf sogleich zu vermiethen.__________L S» A» ^-etri. 3513) Ein freundliches Logis, 3 Zimmer und allem Zubehör, sowie Theil am Garten, alsbald zu vermiethen. __________________Gartfeld A- Nr 121. 6143t Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen in ßit E- 16,3, Ecke des Selter s- bergs und Wilhclmstraße.________________ 5603) Ein kleines Familtenlogis zu ver- miethen bei Kennel am Riegelpfad. Für Einzährig-Freiwillige. 6114) Zimmer zu vermiethen bei Pauly « Schmidt, Wallthorstr. A. 191. 5195) Ein Logis, 2 Zimmer, Eadrner, Küche, zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 5143) Em freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Heturtch Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause. 6174) Möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Seltersweg C. 61. 6185) Neu hergerichtete Logis zu Der; miethen bei Hermann Euler, Mäusbg. 6199) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen.____Neustadt T>. 61. 6197) Ein kleines Logis in der Sandgasse per 1. Novbr. zu vermiethen. _______________Karl Wallenfels II. 6205) Möbl. Zimmer für einen oder zwei Herren sofort zu vermiethen. ________________Wallthorstraße A. 223. 6208) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Kanzleiberg Lit- B. 1. 6192) Ein schön möblirtes Zimmer im Hause des Herrn Kaufmann Weidig, Marktplatz, bei K. Wilker im zweiten Stock zu vermiethen.____________________ 6171) Ein Knetplocal zu vermiethen. Restauration „Zum Sterns Vermischte Anzeigen. 6217) Ein Mädchen wünscht einige Laufstellen. Näheres Alicenstraße 1103/i0. 6218) Eine Person gesetzten Alters zur Führung eines kleinen Haushalts gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl.___________ 5939) In der Nähe des Wenzel's Garten werden drei unmöblirte Zimmer zu miethen gesucht. Näheres bei J. Blitz. Mein Photographisches Atelier befindet sich jetzt JVeueiibäiien IAt. B. Mr. 8T, in dem früheren v. Clroliuaii’sclien Hause, gegenüber der Weidengasse. Werde mich bestreben, wie bekannt, meine geehrten Kunden aufs Schnellste X* Beste zu bedienen. Giessen, im August 1880. Hochachtungsvoll Ludwig Orth, 5513)Photograph. I frankfurter Pferbemarkt am 4, 5. und 6. October 1880. (H. 61970.) Verloosung am 6. Oktober, i laut ausgegebenem Prospecte von 61 der schönsten Reit- und Wagenpferde, I 10 vollständigen vier-, zwei- und einspännigen Equipagen completten Geschirren, sowie sonstigen Reit- und Fahrrequistten rc. I §oose nt beuchen ä 3 Mark durch das Zecretariat des lm= | wirthschastlichen Vereins, Jrankfurt a. M. (6223 Sonntag den 26. und Montag den 27. Septbr.: Kirdiwellitet zu Wismar. wozu ergebenst einladet(6216) Gastwirth Lautz. «■■■■RnMoiMHsa- .......—1 Die Gartenlaube Jllustrirtes Wochenblatt Preis 1 Mark 60 Pf. vierteljährlich bringt im vierten Quartal dieses Jahrgangs die Erzählungen „Carmen" von M. Corvus und „Zwischen Fels und Klippen" von Ernst Ziel nebst einigen kleineren Novellen, denen sich ferner eine Reihe von Artikeln aus dem Leben der Zeit sowie zahlreiche unterhaltende und belehrende Aufsätze aller Art anschließen werden. Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. 6229) Ein Jagdhund, braun, kräftig, deutsche Ra?e, mit weißem Flecken auf der Brust und der rechten Vorderpfote, ist entlaufen und wird Rückgabe gegen Belohnung erbeten. Muth, Landger.-Director, Bahnhofstraße C. 124. 6239) Ein Gymnasiast oder Realschüler findet Pension und Nachhülfe bei Dr. Molly, Marburgerstraße 178. ODOOOOOOOC02! QOOOOOOOOOOg § 6230) Unserem lieben Müh zu fernem heutigen Geburtstage ein Q 2 38mal donnerndes, durch das Gäßchen q Q sausendes Hurreh! g aQaDODDOOODOIOCODODOOOOOO ""6244) Ein Frucht- und Mehlmagazin zu miethen gesucht. Näheres bei der Exp. ds. Bltts.____________________ 6245) Ein Volontair oder angehender Commis findet Stelle. Offerten sub. B. B. besorgt die Exped. d. Bltts._______________ 6189) E. gebild. Mädch., i. all. Haus- und Handarb., i. Kleidermachen, Bügeln, bürglich Kochen erfahren sucht Stelle a. Stütze d. Hausfr. ob. b. Kindern , welch s. auch i. d. Elementarfäch. u. i. Musik Unterricht ertheilen kann. Off. Postlag. Marburg A. D. 6191) Für das Bureau der unterzeichneten Behörde werden 2 Schreib- gehülfen gegen einen jährlichen Ge« halt von 1000 und resp. 600 gesucht. Bewerbungen sind unter Beifügung von Zeugnissen binnen 8 Tagen einmreichen. Gießen, am 22. Septbr. 1880. Gr. Provinzial-Direction Oberhefsen. Dr. Boekm ann.________ 6200) In einem wohhabenden Dorfe der Wetterau ist eilt in gutem Zustande befindliches Wohnhaus mit Wirthschafts- und Specereibetrieb und geräumiger Hol- raithe alsbald zu vermiethen oder zu verkaufen. Auf Wunsch werden auch eine größere Anzahl Aecker und Wiesen bei- geben. Näheres zu erfragen bei der Annoncen-Expedition von Earl Binder- nagel in Friedberg (Hessen). Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 4". Dillenburg 6", 12, 418, 95- Siegen 6“, 12, 4«. Wetzlar 6", 8>«, 10, 12, 4«, 7°", 95- * bedeutet Schnellzug. (3875 Verantwortliche Redaction: A Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr Ehr. Pietsch) in Gießen. Der «er Beilage Der A abgeholt 2 \ Dm auch im IV. Wir Siemiptate an die E Mr Flchchieschaan B-ie Dm mchtriglich gt Stryeiger Nr.; ®fe( Geft Zug« 5» Tietz Dar T, ®tbulbfp(el - «»zu, um das Samen« $üt[l 1“ machen, j M des Mm d-ß "icht efne £lnb einelnfil S?n man fit link Kleinen, ] gts ><,L" Mi F; i *s te"