1880 Mittwoch dm 25. August srr. 107 ^oach a. gjj Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags» Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Grüningen. WtUlfoft. orff. uns q. Jlf|. Programme zu erhalten Dr. Schneider. Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M. «r“fl «.«edictl»^ «tl >n ö (5524 Deutschland. Darmstadt, 23. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aüergnädtgst geruht: (deck üqitte, '«sstellun« 80. wber 1880. «m*. ®arten& kuustgewerb- Wu. Eintrittspreis t Abends electrische Wein- und Siet: Hauptgebäudes Elrctnschr Eisenbahn, dener, Ahrinilchen und r:abt burä Pierdebadn Märkischen Eisenbahn-. arstraße Nr. 5. Die Beschränkung der Wechselfähigkeit. SDte Idee, einzelnen Kreisen der Bevölkerung die Wechsclsähigkeit zu entziehen, har mancherlei Bestechendes. Der Wechsel, eine Wohlthat für den Handel und im internationalen Verkehr, ist Arm in Arm mit dem Wucher oft genug von schädlicher, den Wohlstand vernichtender Wirkung geworden. Nach der Ansicht beS SohneS des Reichskanzlers, Grasen von Bismarck, ist der Wechsel iheils zu einem Schuldschein d«S kleinen Mannes herabgesunken, der sich Lamir wie im Mittelaller dem Gläubiger zu Hand und Halfter Der- Echter • rhetls ist er daS Mutel für leichtsinnlge Leute, sich zu unprodurttven »wecken Geld zu verfchaffen. Gra, Bismarck behauptet, der Wechsel habe den Rum ganzer Gesellschaftsklassen herbeigesührr, und er wünscht im Wesentlichen von der Wechjelsähigkeir ausgeschlosien: die Militärs, die öffentlichen 23«unten, die Krauen, die Handwerker und die kleinen Grundbesitzer. Wie schon bei dem Wuchergesitze zu beklagen ist, daß es zu vier m das subiective Ermeffe» des Rlch'ers stellt und damit dem allgemeinen Geldveikehr Ladet io krankt auch der Vorschlag, die Wechselsählgketi zu beschränken, an großer Unbestimmtheit. Die Ausgabe, eine gelungene Abgrenzung derjenigen Gesellschafisklaffen vorzumhmen, welche nicht wechjelfähig |cin sollen, ist eine unlösbare. Graf Bismarck meint zwar, man könnte „vielleicht' eine be- ßmimte Stufe der Klaffensteuer oder der Grund- und Gebäudesteuer nehmen, und damit die Emschätzungs Commission über die Wechlelsähigkeit entscheiden lasten aber er erkennt selbst an, daß dies mißlich sein würde und halt es für nöglich" em anderes Merkmal zu finden. Das Schlimme dabei ist eben, daß „Vielleicht" und „Möglich", daß Wahrscheinlichkeiten und zweifelhafte Dinge keine Basis für die Gesetzgebung fmb. Dr. Schulze-Delitzsch hat bereits daraus hingewlesen, daß ver Wechsel eine unentbehrliche Vorbedingung für den Geldveikehr der Genossenschaften geworden ist. und es wäre offenbarer Leichtsinn, wenn man die anerkannt seaensreiche Thätigkeit der Volksbanken durch ein Gesetz, welches der herrschen' den Lenden» entspricht, das Volk wider seinen Willen glücklich zu machen, lahm legen ^wollte. Man bedenke ferner, wie schwierig und willkürlich der Unterschied zwischen großen und kleinen Handwerkern und Grundbesitzern wer- den würde / daß außer den Handelsfrauen zahlreiche selbstständige Frauen der Wechselsähigkelt würdig, daß Ossiciere oft genug Großgrundbesitzer unb gabrt- kanten, Beamte an Handels-Unternehmungen betheiligt, ja sogar oft in chrer Eigenschaft als Gewerbtrelbende Beamte sind. Läßt sich aber erst die Wechse- käbigkelt der bei der wechselmäßigen Verpflichtung Bethelllgten nur ober9 «ar nicht erkennen, so wirb offenbar bie Sicherheit bes Wechjelverkehrs überhaupt erschüttert. Hierin würbe, ba ber Wechsel bekanntlich dem n e - nationalen Geldverkehr hauptsächlich bient, eine schwere Schädigung des nat o nalen Wohlstandes liegen, und darum ist eine Beschränkung der Wechfelsäh g- leit giiädrllch. Es ist eine Frage von allerhöchster Wichtigkeit, ob es wohlgelhan ist, an der Wechselordnung zu rütteln, welche die Welt der Juristen und des Handels für das beste Gesetz hält, welches je in Deutschland gemacht worden ist- — «edaettousbureaur | Schulstraße B. 18. «rpedittorrSbureaur J 1 p 18. August 1880 den ordentlichen Professor der Ingenüur'Wtssen- schaflen an der technischen Hochschule Dr. Theodor Schäffer zum vortra. gniden Rath bei der Abiheilung b?6 MliiisterlumS ber Finanzen für Bauwesen unter Verleihung bes Amtstitels „Oberbauratg" zu ernenne . Berlin, 21. August. Vagantrnthum und Prügelstrafe ist ein Artikel im Correspandeuzblatt des deutschen Vereins der Rheinprovmz" überschrieben, worin trog Humanismus und Liberalismus (bas Blatt ist durchaus liberal) die Wiederemmhrung ber Prügelstrafe empfohlen wirb, al§ einziges wirksames ^DZittcl zur Abhilfe gegen b.c überhanbnehmenbe Seuche bes Vagantenthums. Es wirb in dem Artikel erzahli Auf einer Tour burch bas Ruhrthal kehrten wir am vorigen Sonntag Adenb m einem kleinen Wirthshausc em, um bort Schutz vor bem Gewitterregen zu finden Es war ba eine bunte Gesellschaft zusammen, Lanbwirthe, Bergleute, Arbeiter unb - em Stromer, ber in längerem Vortrage bie Gesellschaft über bie Prmcmlen lein er Lebensanschauung zu orientiren versuchte. Nachbem er sich in verschlebenen heftigen Angnssen gegen ben Reichskanzler ergangen, wobei er, obwohl betrunken, wie er äugen,chemlich war - eine ganze Menge geschichtlicher Daten^ selbst aus ber Geschichte ber aHen Griechen unb Römer anführte, fragte ihn ber Wirth, ber zugleich Bezirksvorsteher ist, nach seinen Legitimationspapieren. „Habe ick seit zwee Jahren mch. antwoiteve lächelnb ber Vagant. — „Dann können Sie hier nicht über Nacht bleiben! — „Schabet nischt, bann jehen wir wo anbers Hin!" — ,„Wenn Sie aber nun gefaßt werben^" — „Wat kann mir passiren? Sehen Sie hier? unb dabei zog ber Stromer ein solide gebundenes Exemplar des Strafgesetzbuchs (!) aus der Ta,che und^las bie über Bestrafung vagabonbirenber Personen handelnben Paragraphen vor. „^ck hab et ja überhaupt wol nich weit von hier bis Brauweiler / (Provinzlal-Eorrectionsanstalt im Regierungsbezirk Köln) fügte er lächelnb hinzu Unb nun kam em rronncher Rebeschwall über das, was ber Staat mit fernen Bes,erungsanstalten bezwecke.. „Zwar nicht' so anjenehm wie Bummeln: aber zum Satteren immerhin fut genug!" ,o lautete bas Endmtheil. Nachbem er sich bann noch über bie Gutrnüthigkeit ber dauern, zumal auf einsam gelegenen Gehöften, lustig gemacht, benen man nur em „ernstes Jestchte zu zeigen brauchte, um etwas „rauszukloppen", entwickelte er Mit einer an's Unglaubliche slreifenben cynischen Rohheit seine Lebensanschauung bahrn, batz ihm „allens schnuppe" unb um den Hunger zu stillen, jedes Mittel erlcuibt fer. „Denn wat will man mir überhaupt machen?" und wieder wanderte das iLtrafgesetzbuch aus feimr Tasche und wieder las er in heiterem Tone bie von ber Bestrafung vagabonbirenber Versonen banbelnden Paragraphen vor- Dem Wirth würbe es zu Diel; er fragte: Nun sagen S m r zunächst, was Sie sind?" - „Ein janz jefährliches Subfeet!" Ast-das Scheusal um dann seinen Schnaps auszutrinken und mü den Worten das ttocal iu verlasf-n: .Jetzt woll'n wir ’mol anderswo Scandal machen!" 34 frag« zunächst die Leute, warum sie nicht zur Verhaftung eines solch gemeingeiahrlichen Menschen geschritten. Die meisten meinten, das sei zu gefährlich, dafür werde einem nachher der rothe Hahn aus's Haus gesetzt u. s. w. Andere wiefen sogar daraus hm, wie aus der Verhaftung der eigenen Gemeinde doch nur Kosten erwüchsen tun, 7üs aller Antwoit 'tönte heraus, daß man solche Subjeete am besten laufen asst. Nun fragte ich aber, wo soll's hinaus, wenn solche Zustande möglich k Dn unnttlich-n Attentats sind gerade bei uns in Westsalen jetzt an der Tag-sordnung und °llc Gemüiher beben; Diebesbanden ziehen nn Lande umher; aus einsamer^'.^otten werden die Landleute, namentlich Frauen, ,n der frechsten Weise bedroht Geld und Lebens mittel berauSuiaeben* man braucht ja blos „een ern tev gesichte zu maajin, um erroas ÄÄW 'd-nVerüb°?n aller solcher B°'^ut°ten m.d Unvei chamth-.ttn ist das ihnen drohende Zuchthaus, G-fangms; oder j.-(N un eb n Bestie als dem Menschen gleichenden Subjeete bleibt uns d-nn noch ubng ÄS! die VrüaelstrafeBebenkt man bie gerabe munberbare IBirtung, rociaje Die ^bieoer- zweifelhaft baruber.^in' . . ncrfmcchen könnte, wenigstens ben einzig mög- ttch-n"^Sttch"als'ob wir"m- nten, das Entwürdigende, welches m dieser Strafe liegt, uaien. ^cieyi ms ov wu u ' . laut)en körperliche «L-ckmerz unb m zweiter . e , ist baö%inuge, womit biesen Subjeeten, benen „allens ßime die Furcht öor pemfelb n ift ba§ ^mzige^ i Inhumanität ferne Rebe Wr7L'd-7n"hch man eä 'S w Menschen zu ihun? Legt nicht die Nachdem der Ortsvorstand von Grüningen beschloffen hat, eine zweckmässigere Anlage von Feldwegen und eine bessere Gestaltung der Parcellen in der Art vorzunehmen, daß jedes Grundstück mindestens von einem Wege, womöglich aber von zweiWegen auszugängU ^rd, womit je nach Beschluß der auSführendcn Commission, von welcher die Mehrheit ihrer Mitglieder von den bethelllgten Grundbcsitzernfelbstspäterzn wählen ist eine Zusammenlegung der Grundstücke, nach Maßgabe des Gesetzes vom 18. August 1871 (Regierungsblatt Seite 309) und d« Ausführung etwa sonst noch möglich« Verbesserungen verbunden werden kann, wird Offenlegung der summ arischen £atUgunfl unb M bet bethelllgten Grundbesitzer auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Grüningen vom 13. September bis 11. October I. I. hierdurch ungeordnet. Zugleich Ä*ÄÄ'£«.l« 1. 3. »P« 10 bi» .-2Ub. V°-miN-g- °.f b.m G-°«h--.°,iich-» Bürgermeisterei-Bureau zu Grunrngen # c r ..... M über diesen Antrag abzustimmen, wobei wir bemerken, daß nach dem genannten Gesetze die weder in Lrelbstpersou, noch durch gehör g bgt lmtr e e o ) üfite Grundbesitzer als für bte Ausführung der Zujammenlegung stimmend angesehen werden. Es muffen daher nur diejenigen erschetnen, •"** » d-- d. bd «"■■BÄ KW £ m fÄi-m« ».'ch- - Mundbuch, .t« b-,m - legttlmlrt sm?daß jedoch bei zeitigem Anträge da/ Ab- und Zuschretbm noch während des Laufs der Offeulegunglfr.st erwirkt und durch das.Steaer- commiffariat gewadrr werden kann. , Gießen, am 23. August 1880. Großherzoglrches Krnsamt Gießen. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Selbsterhaltungspflicht hier die Nothwendigkeit auf, sich mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu vertheidigen? In der That, man sehe wohl zu, daß man sich hier nicht durch eine nicht zu rechtfertigende Milde täuschen und das liebel so lange wachsen lasse, bis die Heilung zu spät ist!" Berlin, 22. August. Der Militärverwaltung erwächst bei den bevorstehenden Herbstmanöoern insofern eine erweiterte Arbeit, als diesmal Magazinverpflegung an die Stelle der Verpflegung durch bte Quartiergeber eintreten soll. Zum ersten Mal werden auch bie Maximalste für den Vorspann deS Militüreffecten-TranSports auf den Märschen und in den Cantonnements ein- / treten, über welche hinaus nicht bezahlt weiden darf. Sind innerhalb dieser höchsten Sätze Fuhrunternehmer nicht zu gewinnen, so kann die Militärverwaltung die Civtlbehörde zur Gestellung von Zwangsfuhren requtriren, zu deren Leistung in erster Linie diejenigen Bezirkseinwohner heranzuziehen sind, welche das Lohnfuhrwerk als Gewerbe betreiben. Diese Anordnung ist infolge der großen Uebervorthetlungen erfolgt, welcher die Militärverwaltung bisher vielfach ausgesetzt war, und wobei es vorkam, daß die Ortsüblichkeit hoher Sätze von Setten der Civtlbehörde aus Rücksicht auf die Beztrksetngesesienen vielfach amtlich bescheinigt wurde. — liebet die Zustände in Elsaß-Lothringen brachte jüngst das „Corre- spondenzblatt des deutschen Vereins der Rheinprooinz" eine auf Mitthetlungen von berufener Seite sich stützende Correspondenz, die erwähnenswerth ist. Da heißt es im Gegensatz zu anderen Schilderungen, daß ein Rückgang der deut- schen Sympathien zu bemerken sei. „Die Auswanderung nach Frankreich nimmt wieder zu, seitdem man denen, die optirt haben, das Wiederkommen in das Reichsland so erleichtert. Die Bauern selbst sangen wieder an, unangenehm von den hungrigen Preußen zu sprechen, mit denen sie zusammengespannt feien und mit denen sie zusammen Steuern zahlten. Einige Beamten finden, daß der Statthalter allzu nachgiebig sei und die Geister wenig unterscheiden könne. Ein reicher Fabrikant hier und dort rühmt seinen Einfluß auf den obersten Reichsbeamten, er hebt hervor, was er schon bet diesen durchgesetzt habe, und macht sich anheischig, auch noch diesen und jenen Beamten fortzubringen. Gern glrubt man ihm, und so entsteht eine schlimme Unterströmung in französischer Richtung. Die Ultramontanen sind wieder zuversichtlicher geworden. Ihre französischen Sympathien find zwar nicht so lebhaft für den Augenblick, da man jenseits der Vogesen sich in die bekannte Unternehmung gegen die Jesuiten rc. gestürzt hat. Aber fle erkennen wohl, daß sie auch von dem wesentlich protestantischen Deutschland nichts zu erwarten haben. Vor der Hand begnügen sie sich, überall das canontsche Recht hervorzuheben, z. B. auf den Kirchhöfen die Protestanten in einen besonders ummauerten oder doch wenigstens mit Grenzsteinen markirten Raum zu bringen. Daß Staatsgesetze dem entgegenstehen, geht sie nichts an. Was sind Staatsgesetze gegen canoni- sches Recht? denken sie, wie ihre priesterlichen Genoffen ziemlich überall. Kurz, allgemeiner Rückgang in der deutschen Sache. Was fett Jahren durch mühevolle Arbeit gewonnen war, geht verloren. Wenn das einmal offenbar her- vortrttt, so daß man es auch im Centralpunkt der Retchsverwaltung handgreiflich faffen kann, so wird die Methode wieder abgeändert werden; das hat man ja von vornherein in Aussicht stellen muffen. Aber es ist immerhin zu bedauern, daß man darauf zu warten hat, und vor Allem, daß gut gemeinte Bestrebungen so trefflicher Männer, wie der Statthalter doch offenbar ist, ihr Ziel zu verfehlen scheinen." — Wir glauben Angesichts der so außerordentlich verschiedenen Stimmungsberichte wegen, welche uns aus den Retchslanden zu- kommen, auch diese Auslastung notiren zu sollen. Sie ist der Beachtung werth. — Die „Köln. Ztg." schreibt: Wir haben wiederholt betont, daß die gemäßigt-liberalen Parteien nicht umhin können werden, dem Fürsten Bismarck die Hand zu bieten zur Fortführung der angebahnten Steuerreform, unter gewissen Bedingungen und innerhalb bestimmter Schranken. Diese Bedingungen sind die Gewährung constttuttoneller Garantieen und möglichst baldige Beseitigung des Antrages Fcanckenstein aus dem Zollgesetz, sowie die Entlastung der minder bemittelten und überbürdeten Klaffen; die Schranken werden gezogen einerseits durch die Forderung äußerster Beschränkung der Ausgaben im Staats-, bezw. Reichshaushatt und andererseits durch die der äußersten Grenze nahe gebrachte Steuerfähigkett der unteren Volksklaflen. Die „Nat.-Liber. Corresp." hat an der Hand einer Broschüre von F tzer die Steueifrage in mehreren Artikeln behandelt, die mit unseren Ansichten in der Hauptsache übereinsttmmen. Wir beschränken uns daraus, die Schlußbemerkungen des nattonalliberalen Organs hier wiederzugeben. Daffelbe kommt zu dem Schluffe, daß die Steuerreform, wie sie Fürst Bismarck im Sinne und theilweise durchgeführt habe, die Armen schwer belasten, dem Mittelstand geringen, den Reichen, vor Allem aber den großen Grundbesitzern mit dem Maß ihres Besitzes wachsenden großen Vortheil bringen würde. Selbstverständlich aber dürfe eine Partei, die nicht das Jnterefle einzelner Bevölkerungsklaffen, sondern das Wohl der Maffe der Bevölkerung vertritt, in eine solche Reform nicht willigen. „Sie muß dagegen einer richtig angelegten Börsensteuer zustimmen, sie darf eine nicht zu hohe Branntwein- und Brausteuer, wenn beide combtnirt sind, bewilligen, muß aber verlangen, daß die Erträge dieser Steuern vorzugsweise zur Entlastung der Minderbesitzenden verwandt werden, daß neben der Ermäßigung, nicht Beseitigung der Klaffen- und Einkommensteuer, neben thetlweiser Ueberweisung der Grund- und Gebäudepeuer an die Communalverbände, unter eingehender Berücksichtigung aller in Betracht kommenden Verhältniffe, die drückendsten indi- recten Steuern beseitigt werden. Eine liberale Partei darf nicht dem großen Grundbesitz zu gleicher Zett die völlige Ueberweisung der Grund- und Gebäudesteuer an ihn selbst (b. h. an die selbstständigen Gutsbezirke) und Getreide- und Viehzölle zugestehen. Das Verlangen einer derartigen Entlastung des Grundbesitzes, deren Nutzen wesentlich nur dem Großgrundbesitz zu statten kommt, darf keineswegs als gemäßigt conservattv bezeichnet und zur Grundlage eines Bündnisses der gemäßigt Konservativen und einer liberalen Mittelpartei gemacht werden. Diese muß vielmehr neben den bekannten constitutionellen Vorbedingungen die betonten wirtschaftlichen Gesichtspunkte festhalten ehe fie auf eine „Steuerreform" eingeht." Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Stuttgart, 23. August. Der deutsche Kronprinz ist, einem Telegramm des „Schwäb. Merkurs" zufolge, heute früh 7 Uhr in Neu-Ulm an- gekommen und von der Generalität empfangen worden. Die Besichtigung der Truppen nahm den günstigsten Verlauf. Sodann erfolgte ein Besuch des Ulmer Münsters und darauf die Abfahrt des Kronprinzen nach Friedrichshafen und Mainau. Berlin, 23. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt in einem Leitartikel bezüglich der Auslassungen Gambetta's in Cherbourg hervor: Die Aeußerungen Grevy's und Freycinet'S in Dijon und Montauban geben zu lebhafter Befriedigung die Gewißheit, daß in der auffälligen Rede des Kammer- Präsidenten nicht Frankreich, sondern Gambetta persönlich gesprochen. Der Artikel beleuchtet sodann den Begriff der von Gimbetta angerufenen Gerechtigkeit , welche sich auf die Raubkriege Ludwigs XIV. und auf die Schwäche und innere Zerrissenheit Deutschlands gründe, erinnert ferner an die feit 200 Jahren von Frankreich in Deutschland gemähten Einfälle. Bisher schienen die Staatsmänner der französischen Republik in richtiger Würdigung der Thatsache, daß die Mehrheit auch der französischen Nation sich kaum je für einen Krieg erwärme, zu welchem sie nicht durch einen Angriff gezwungen sei, ihrerseits friedlichere Wege zu gehen als die Bourbonen und bonapartistischen Kaiser. Namentlich hatte Gambetta sich den Ruf eines Freundes — man kann fast sagen einer Bürgschaft — des Friedens erworben. Wenn nun die Rede vom 9. August zeigt, daß er diesem Rufe entsagt, so habe dies in Deutschland zwar keine „Panique", aber doch Verwunderung und aufrichtige- Bedauern erregt. Deutschlands Politik wird deßhalb genau so friedliebend bleiben wie bisher. Aber dem Vertrauen aus die Dauer des Friedens hat die Kundgebung Gambetta's einen harten Stoß versetzt. Wir sehen in Folge derselben nicht etwa Verwickelungen voraus, aber jene Kundgebung beweist doch, daß die Küegspartei auch unter den Republikanern bedeutende Anhänger hat. Wolle das republikanische Frankreich unter Gambetta's Führung bie Traditionen Ludwig's XIV. und XV., Napoleons I. und IIL uns gegenüber fortsetzen, so müßten wir uns leider mit dem Gedanken vertraut machen, daß der Friede auf der Westgrenze unsicher bleibt. Nur muß die friedliebende Mehrheit beider Nationen wissen, wer den Frieden heute bedroht. Deutschland wird nicht müde werden, in feiner nationalen Politik den Beweis zu liefern, daß es Frieden halten will und den Krieg verabscheut. Wir bedauern, daß der kriegerische Geist, welcher unseren Nachbar heute wie seit 300 Jahren beseelt, uns zwingt, unsere Sicherheit in einem starken schlagfertigen Heere zu suchen. Mehr als Sicherheit suchen wir nicht, aber wir haben den Willen und das Vertrauen, sie zu finden. London, 23. Aug. Die „Times" meldet aus Skutart vom 20. ds.: Riza Pascha ist heute Abend mit 2000 Mann Truppen hier eingerückt und wurde von dem Ausschuß der Liga empfangen. Alle Chefs der Albanesen und Mitglieder der Liga find zu einer am Montag stattfindenden Versammlung eingeladen. Die anderen 2000 Mann unter Riza Pascha blieben in Dulcigno und bezogen ein Lager gemeinsam mit Albanesen auf den die Stadt beherr- chenden Anhöhen. — Der Staatssecretär für Irland, Forster, ist hierher zurückgekehrt. — Die gestrigen Landmeetings in verschiedenen Theilen Irland- sind ruhig verlausen. London, 23. August, Abends. Unterhaus. Generalsecretär Forster erklärt: ES ist keine Veranlassung, Ausnahmegesetze für Irland zu verlangen. Es wird absolut kein Aufstand befürchtet. Aber wenn die Regierung finden sollte, was fle indeß durchaus nicht erwarte, daß im Laufe deS Herbstes ober Winters bie bestehenden Gesetze sich als unzulänglich erwiesen, so werde sie keinen Augenblick anstehm, das Parlament zu berufen, um Ausnahmegesetze zu verlangen. — Hartington spricht die Hoffnung auS, daß, wenn die Budget- berathung am 30. August erledigt sei, der Schluß des Parlaments am 6. September erfolgen könne. London, 24. August, früh. Unterhaus. Forster erklärt auf eine Anfrage Finnian's Die Polizei in Irland schieße mit Rehposten anstatt Kugeln, weil dadurch bei Straßenaufruhr das lieben Unschuldiger minder gefährdet sei. Die irischen Deputirten proteftiren lebhaft gegen die Neuerung. Dillon will Forster Gelegenheit geben, sich betreffs seiner jüngsten Antwort, worin er Dillon der Böswilligkeit und Feigheit bezichtigte, zu erfläreii. Forster hält jedes Wort ferner damaligen Antwort aufrecht. Dillon habe das irische Volk zur Uebertretung der Gesetze aufgehetzt, welche die Regierung trotz der Agitation aufrecht zu erhalten gedenke- — Seitens irischer Deputirter wird namentlich das Wort „Feigheit" getadelt. — Hartington erklärt: Nichts in den Reden der Irländer rechtfertige die Zurücknahme des Wortes. Die Regierung könne jetzt ihre Politit bezüglich Irlands nicht darlegen. Sie wünsche die dortigen Uebelstände abzustellen. Redner fordert das Haus auf, die unnützen Debatten fallen zu lassen und die auf der Tagesordnung stehenden Geschäfte, insbesondere das irische Ausgaben-Budget zu erledigen._______________________________________________________ Lokales. Gießen, 24. August. Sonntag Abend, sowie Montag Nacht wurde in zwei Häusern mittelst Einstcigens durch das Fenster außer verschiedenen Kleinigkeiten eine silberne Uhr mit Haarkettc gestohlen. Der Dieb scheint es nur auf Werthgegenstände abgesehen zu haben, da er Wäsche und Kleidungsstück liegen ließ. — Heute Narbt geriethen zwei Kutscher, welche sich schon aus der Kirchweih zu Heuchelheim rempelten, am Neustädter Thor aneinander, wobei der eine einen Messerstich in den Kopf erhielt. — Vor ca. 14 Tagen wurden in einem Hause der Neuen Anlage 2 silberne Löffel gestohlen. Die Diebe sind mittlerweile in Seligenstadt verhaftet worden. — Bet der gestrigen Mittheilung über die II. Ludwigs Regatta zu Bad Nauheim ist durch ein Versehen Nr. IV des Programms ausgeblieben. Wir boUn solches nach. IV. Vier- rudenge inrigged Naceboote. Preis: 1 silberne Fruchtschaale und 5 Ehrenzeichen Es siegte der Offenbacher Ruderverein mit Boot Möve gegen den Mainzer Ruder-Elub mit Boot Alice. Vermischtes. Cassel, 21. Aug. (Die liebe Concurrenz.) Bei dem am 10. auf dem Bau- bureau an der Katlenburg abgehaltenen Submissionstermine für die Maler- und An- slreichcrarbeiten im Innern des neuen Justizgebäudes hat sich eine Differenz in den Forderungen ergeben, w e sie bisher wohl noch nicht oorgekommen sein dürfte. Es waren 22 Offerten eingelaufen, darunter 17 aus Cassel und 5 aus Berlin, Frankfurt a. M., Leipzig, Barmen und Dinslaken bei Wesel. Der Offerte der beiben Meist- fordernden mit 40,500 «A stand die Offerte des Mindestfordernden mit 11,800 JL gegenüber, also eine Differenz von ppr. 29,000 Jt. bei einem Objecte von 40,500 JL\ \ — Mindestfordernder blieb eine Frankfurter Firma mit obengenannter Summe von 11,800 JL; dieser zunächst folgte eine Leipziger Firma mit 13,400 JL und eine Barmer Firma mit 15,400 vH. Die dieser letzteren Offerte zunächst folgende steigt sofort auf 26,100 vH. und bewegen sich alle übrigen Offerten lsämmtlich aus Cassel) zwischen 26- und 45,000 Jt. Die mindestfordeinde Firma hat ihre Leistungsfähigkeit beigefügt und ist auaenblicflid) mit denselben Arbeiten im neuen Gebäude bei Kunstakademie zu Düsseldorf beauftragt. — Aus Wattenscheid wird Folgendes geschrieben: Ein Witzbold klebte i.i einer Restauration den Titel eines marktschreierischen Prospectes, lautend „Bandwurm mit Kopf" auf die in der Gaststube hängende Speisekarte. Es erscheint nun ein Handlungsreisender, um beim Gerstensaft etwas aus der vortrefflichen Küche der Restauration zu verzehren. Er nimmt also die Speisekarte und sieht da mit großen ßettein verzeichnet: „Bandwurm mit Kopf". Eine solche Speise war ihm noch nicht präsentirt worben. - / Ms cS ‘ farte- Ä haben! Md b „„Vman f -s 1eht QUt*n'Manne ßtimenbatt aus feinen wa^nn ® L- fSn di' 6»*”' Oberammergau weit« Gastein, k-hm Md d-rt üin Men von Dem Witt Wenige Minuten na Thore, in wilchem o Gewitter beobact Handgepäck zu schaffe Stoiüverkes herunter danack an den Wirt HauSflur steht?" - Also kennen Sie _ „Der Graf Moli gegeben!"..... Legion Gntschuldlgun Zimmern bleiben; ei tta8 ich Ihnen gsch Aber die Sxcellenz btt kurzen Bemerkun das Wort ab. Und und demonstrativ ar bemerkt dieser wiedl M OmnibuS i" . Neffe (der vorhin thaten den vorgesr^ in dir bewußten C Unb richtig wurde - In der und Artbur». El rverthen Muffe]} u ein Häuschen bestßi in neuerer Zeit die derselben früher er katholischen Pfaner ärmsten HäuSler a tesondne Lorkennb ringen, aber verhäl Mnwd) di Normt!« loU cuf Stotfl i Nr Sieter. 1 202 81 , Mtagben Nchviit '«erten auf t "^glichen r fc®Wtma 3 Jenen 3mm S" **"* s i- * ®ie6. en k-> F-'d-n i !«!g ?tit. au6an geben' ®’e $«b, ft»« k6. M»wnÄ T ^Menen N< V sb but* ,, hutti i« env"^ ^EUnbeS und auHtatf FJVÄ flehen in Folqr Kundgebung beweist Amtende Anhänger 5jrr5 Ehrung die u uns gegenüber "/raut machen, daß uß die friedliebende bedroht. Deutsch, 'M den Beweis m t>eut. Wir bedauern, »ie leit 300 Zchm ^fertigen Heere zu vir haben den Willen Stulari vom 20. ds.: hier eingerückt und ss der Albanejen und senden Bersammlung r bluben in Dulcigno en die Stabt behrrr- erher zurückgekrhrt. - Irlands sind ruhig »eneralfecretär Forster 3tlanb ju vtrlanflen. die Regierung stnden ft deS HrrM ob« w^rn । \z werde ste um Äusnahlnezelehe >aß, wenn die Budget- deS Parlaments am worden. Staunend rieb er sich die Augen, kopfschüttelnd nimmt er trotz seines hungrigen Magens sein Handköfferchen und verläßt den Gasthof, wo es „Bandwurm mit Kopf" gibt. Nach kurzer Zeit wünscht ein anderer Gast m fpeisen und fragt deßhalb die Wirthin, was es denn zu essen gäbe. Diese, nichts Böses ahnmd, weist ihm die Speisekarte. Frau Wirthin! Hub der Fremde an, was da verzeichnet steht, werden sie wohl nicht alles haben! — Gewiß, gewiß antwortete die Wirthin, haben wir das--- und dabei fielen ihre Augen auf den „Bandwurm mit Kopf". — Die Bestürzung der Frau kann man sich leicht denken, während der Witzbold mit einem Kumpan in einer Ecke des Gastzimmers saß und sich den Bauch vor Lachen hielt. Augsburg. Einem Geistlichen aus der Dtöcese Passau ist unlängst in einem hiesigen Gasthause ein nicht sehr angenehmes Reiseabenteuer begegnet. Derselbe trug sich Abends in das ihm vorgelegte Fremdenbuch als „Coadjutor" R. aus N. ein. Der Kellner, dem dieser in der Passauer Dtöcese zur Bezeichnung der privaten Hilfsgeistlichen übliche Name ganz unbekannt lein mochte, las als Coadjutor: Conditor. Ein Conditor in geistlicher Kleidung — das schien dem guten Manne höchst verdächtig; einen verkleideten Schwindler oder Verbrecher witternd, beeilte er sich, von dem gefährlichen Gaste der Polizei Anzeige zu machen, welche den Fall ebenfalls sehr bedenklich fand. Um des vermeintlichen Bösewichts desto sicherer zu sein, ließ man ihn ungehindert zu Bett gehen. Nachts 1 Uhr aber holte ihn ein Diener der heillgen Hermandad aus den Federn und wies »hm für den übrigen Theil der Nacht Quartier auf der Polizeiwache an. Bei dem am folgenden Tage vorgenommenen peinlichen Verhör berief sich e Negierung u wünsche die dockM nnüeen Debatten sollen ^besondere das miche ,t werte in zwei WJ k0 HM en ® tfiAe del * |j rfsf> . 2 filtern« Loßri 9 lr-• Nauheim w - * 1 V » ■ » Mittwoch den 6. Mtober, Vormittags 11 Ubr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Georg BooS, als: Flur Nr. Meter. 1 202 81 Hofraithe in derLöwen- gasse meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. August 1880. Großherzoal. Ortsgencht Gießen. 5549) Müller. Montag den 30. August l.I., Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Bureau Großherzoglichen Ortsgerichts dahier die zur Debitmasse der Gebrüder Köhler gehörigen im Gartfeld gelegenen Immobilien, bestehend aus einem dreistöckigen Wohnhaus mit Hof und Gartenraum und einer im Betrieb befindlichen Dampf-Schneidemühle mit allen Maschinen, Sägen und sonstigen Geschäftsutenfilien, nebst einem großen theilweise bedeckten Holzplatz öffentlich versteigert, wobei bemerkt wird, daß bei annehm, baren Gebot der Zuschlag sofort durch den Gläubigerausschuß er- theilt werden kann. (5545 Gießen, den 23. August 1880. M. Pilger, Maffecurator. 5054) Ein Wohnhaus mit Hinterhaus und Garten in sehr guter Lage preiswür- dig zu verkaufen. Näheres Flügelsgasse A. 87. Allgemeiner Anzeiger. 5556) Den Empfang särnmtlicher Neuheiten in Knöpfen und Besatzartikeln für die Herbst-Saison zeigt hiermit ergebenst an ____________Robert Haus, Seltersweg C. 59. Restauration zum Gambrinus! Unterzeichneter beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß er mit Heutigem die „Restauration zum GambrinuS" übernommen hat und bittet, das ihm früher geschenkte Vertrauen auch auf das jetzige Local übertragen zu wollen. Angenehmes großes Local mit Nebenzimmer und Gartenwirthschast. Cafe. Vorzügliches Bier und Apfelwein. Reingehaltene Weine. Restauration zu jeder Tageszeit. Ttlittagstiscli in und außer Abonnement. Billard. Karl Fuhr, 5279) früher Restaurateur des Cafe Klein. Möbel-Lager. Kirchen pp. atz Bit. B. Nr. 6. Unterzeichneter empfiehlt sein reichhaltiges Lager in completten Salon, Eß-, Schlaf- und Wohnzimmer-Einrichtungen in schwarzem, Nußbaum- und Eichenholz, sowie Polster-Arbeiten. Durch Verbindung mit den renommirtesten Fabriken Deutschlands in der Lage, zu außergewöhnlichen Preisen zu verkaufen, sehe ich gefälligem Besuche entgegen. Hochachtungsvoll 893) 47. Mittwoch den 25. d Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Hofraithe des Herrn L. Flett „Gasthaus zum Schwanen" folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 1 Ladenschrank mit Glasaufsatz, ' 2 Sophas, 1 runder polirter Tisch, 6 polirte Stühle, 3 Standuhren, 2 runde Tische, 1 Sopha, 6 Bilder, 1 Barometer, 4 Commode, 1 zweithüriger und 3 ein- thürige Kleiderschränke, 1 Tisch, 1 Schrank, 2 Nähmaschinen, 1 Spiegel, 1 Wanduhr, 1 großes Oelbild in Goldrahmen, 3 Stahlstiche in Goldrahmen, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 28 Bauch- oder Schrotsägen, 2 Stück Spaltsägen für Zimmerleute, 4 „ Mühlsägen, 2 Dtzd. kleine Schittersägen, 14 Stück Heerdecken, 20 „ Einsteckthürschloß. Gießen, am 17. August 1880. 5540) Bühner, Gerichtsvollzieher. Ieikgeöotenes. Steinerne Elnmachstöpf zu billigen aber festen Preisen. B. Pfeiffer, 5550) Geschirrhandlung, Neue Bäue. 7^5548) 2knpf. Glacs-Hand- fchuhe ä M. 1.50, Bei Pb. Schlatter. SteueS Mainzer Sauerkraut u. neue Gurken empfehlen (5554 I. A. Busch Söhne. Donnerstag den 26. August, Nachmittags 1 Uhr, werden im Hause des Herrn Briefträgers Wendel im GartfeLd dahier ein Sopha, 2 Commoden, 1 Kleiderschrank, 3 Bettstellen mit Bettwerk, Tische, Stühle, 1 Küchenschrank nebst Küchengeräthen, 2 Waschbütten, 1 Vogelhecke und sonstige Hausgeräthschaften freiwillig versteigert. Gießen, den 23. August 1880. I. A.: 5533) M. Pilger.___________ 5555) Untere anerkannt haltbaren Wein-Essige, sowie Gewürze empfehlen 4616) Erne Parthie zurückgesetzte leinene tragen von 20 an das Stück, sowie bunte Hemden verkauft, um damit -u raumen, zu sehr billigen Preisen __II. Rühiamen, Frische Fische sind zu haben in der 5552)_______________Pulvermühle. 5551) Feinschmeckenden Kaffee, frisch gebrannt, von X 1.40 bis 180, rohen JL. 1.— bis 1.60. Sonstige Colonialwaaren, Hülsenfrüchte rc. zu laufenden Preisen bei ______Emil Pistor. 5561) 25-30 Waggons Taimmschwartm werden billig abgegeben von Gebr. Wallach in Alsfeld, Dampfsägewerk und Holzhandlung. • AnosaasesspaBBBHaaHHsiv« Kngel- Kaffee-Breuner neuester, wesentlich verbesserter Construction in 7 Größen, von 21/» bis 90 Kilo Füllung. Vorzüge: Unsere Brenner werden mit ausgemauerter Feuerung geliefert, sind leicht transportabel, nehmen den möglich, kleinsten Raum in Anspruch und liefern bei überaus leichter Handhabung den regelmäsigsten Brand. Spohr & Kraemer, Frankfurt a./M.-Sachsenhausen. 5422) Prospecte gratis. Vertreter für Gießen und Umgegend: Fr. Seibel, Gießen. Sommerröcke verkauft um damit zu räumen unter Ein- kaufspreisen (4617) H. Rübsamen. 4456) Rouleauxstangen, Weinflaschen, ein viersitziger Comptoirpult, 1 großer Küchenscyrank, 1 Divan werden billig abgegeben. I. Rothenberger, Linden platz. Extras. Champagneresstg, Extras. Wein-Essig empfiehlt (5468 Emil Fischbach. Einmachsüsser in jeder beliebigen Größe sind sehr billig zu haben bei _ _ (4948 ________E. Elsoffer, Bahnhofsstraße. Schlackenfan-, per 2späm ige Fuhre «M. 1.50, „ Ispännia „ „ 1.— Morgarktheuhütte bei Gießen. (5536 Gebr. BuderuS. 5341) Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr an frischen Zwie bel- ikuch en. Heinrich Fase, Ludwigsplatz. Wermietstungen. 5546) Zwei größere und ein kleineres Familienlogis zu vermiethen bei __Hermann Euler. 5547) Ein Zimmer auf sofort zu vermiethen an eine Person. ______Neustadt D. Nr. 57, Hinterhaus. 5562) Logis, gleich beziehbar, zu Den miethen.___________Neue Bäue B. 90. 5160) Zwei möblirte Zimmer und ein desgleichen mit Cabinet zu vermiethen. _____________Bismarckstraße B. 170,12. 5481) 1 Zimmer mit Cabinet ohne Möbel zu vermiethen. Lit. C. 1. 5427) Ein kleines Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei W. Böger, Seltersweg. 5469) Eine schöne Mansardenwohnung (3 Zimmer, 1 Kammer und Zubehör) an eine ruhige Familie zu vermiethen. Adolf Zinßer Neue Anlage C. 28. 5467) Eine mittelgroße Familienwohnung mit Bleichplatz zu vermiethen. ____________________Seltersberg E. 38. 5418) Ein Logis zu vermiethen bei ______F. Felsing, Neuenweg B. 138. 5093) Die dritte Etage meines Hauses in der Bahnhofstraße, bestehend aus sieben Zimmern mit Zubehör und allen Bequem- ltchkeiten, ist zu vermiethen. ______________Aug. MontanuS. 5195) Ein Logis, 2 Zimmer, Cabinet, Küche, zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 5495) Zwei schöne Familienlogis von je 5 Zimmer nebst Zubehör sind per ersten September oder ersten Oktober er. zu vermiethen.__Ehr. Keller, Grünbergerstr. 5496) Eine kleine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen. _____________Frankfurter Straße 30Viq. 5288) Eine sehr schöne Familienwohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und allen Bequemlichkeiten und Garten- antheil, zu vermiethen. W. Seuling. 5387) Ein möblirtes Zimmer per ersten Oktober zu vermiethen. LoutS Lonv. 4994) In dem von mir erkauften Lüttringhaus'schen Hause auf dem Seltersweg sind 2 schone Familienlogis, bestehend aus je 3 Zimmern mit Cabinet, schöner Küche, sowie allem Zubehör zu vermiethen und per 15. September beziehbar Friedrich Kühne jun., Seltersweg. 5178) Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen.Neue Bäue B. 79. 4346) Das von Herrn Verwalter Krebs bewohnt gewesene Familienlogis, im früher Thorn'schen Hause in der Frankfurterstr., ist zu vermiethen und am 1. October zu beziehen.___________________________________ 4152) Der erste Stock des August Ackermann'schen Hauses, Frankfurter Straße Lit. E. 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc., ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen._______________ 4347) Familienlogis zu vermiethen. __________________Knoll, Kirchendiener. 4768) Der obere Stock meines Hauses, Anfangs October beziehbar, zu vermiethen. _______Heinrich Vogt, Ludwigsplatz. 5508) Der I. und II. Stock unseres neuerbauten Hauses in der Gartenstraße — neben der Sparkasse — mit je 7 Zimmern nebst Zubehör, Gas- und Wasserleitung, Gartenantheil und Pferdestall, zu vermiethen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Architekt Stein ___________Hch^ und Iac. Keßler. Faden mit Wohnung zum 1. September zu vermiethen bei 5505) Gustav Gerhardt, Lindenplatz. Wermischte Anzeigen. 5560) Eorallenkctte verloren. Abzugeben gegen Belohnung im ,,Kühlen Grunde". Für Maurer und Brunnenbauer. Unterzeichneter empfiehlt leihweise seine doppelt wirkende Säugpumpe. Ohr. Zimmer, 555'3*) Kupferschmied. 5463) Für Gießen wird von einer alten, eingeführten Feuerversicherungs- Gesellschaft einthätiger Vertreter gesucht. Gefl. Offerten unter X. V. 287 befördert die Central Annoncen-Expedition von D. Daube «fe Co., Frankfurt a. Main. Für Schneider! i Mehrere Rock-, Hosen- und Westen- Arbeiter bei dauernder Arbeit gesucht von ! 5533) M. Weiner. • Schneider von auswärts haben von ihrer ' Bürgermeisterei Beglaubigungs.Schreiben l mitzubringen. D. O. i Guter Verdienst. | Eine Verlagsbuchhandlung sucht für Aießeu und Umgebung einen Vertreter.