l*en t 7u*«8 >0 ®aP'8t an btn Sowt,.1* Ng. Hfl "9 halte «ich Noll. Öl' '»rüg-: itz. i i ich Teufeln ein ft nie Ehaisin-ZM kfttllgt- wtrmtifa. lcht gSitf .«är» jn die AP' itl 8ühll- Airpt» "* Nr 98» Erstes Blatr. Sonntag den 25. April 1889. Aichener WtMtzer Aqeigk- anb WsM für bta Kreis Gieße«._____________ } Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch d°i°^Post bezogen nie-t-ljLhrlich Amtlicher Hßeit. Gefundene Gegen st ände: 1 Militärmützr, 1 Peitscht, 1 Broche, 1 Cylinderuhr mit Gchäus, 1 Spazterstock, 1 Päckchen Schnur, 1 Leine, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 grauer Regenschirm, 1 Schlüsselbund und verschiedene Schlüssel. Die Gegenstände find auf der Polizeiwache (Weidengaffe 93) ausbewahrt. Gießen, den 24. April 1880. Großherzogltche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Deutschland. Darmstadt, 22. April. Nach dem Ausschreiben Großh. Obercousisto- riums an die Großh. Kreisämter vom 13. April hat Großh. Ministerium deö Innern und der Justiz genehmigt, daß den evang. Kirchcnvorständen allgemein gestattet wird, Capitalien der Localkirchensonds mit spccieüer Zustimmung des betr. Großh. Kreisamts im Falle mangelnder Gelegenheit zu einer geeigneten und vortheilhaften hypothekarischen Ausleihung außer in den bis jetzt zuge- lafienen Werthpapieren auch In Obligationen anderer deutscher Staaten, nämlich in König!. Preußischen, Königl. Bayerischen, Königl. Württembergischen und Großh. Badischen Staatspapieren auf Inhaber anzulegen. Indem das Ausschreiben hiervon Kenntniß gibt, bestimmt das Oberconsistorium allgemein, daß die für die evang. Localkirchensonds angekaust werdenden Staatsp.^plere der genannten Art in gleicher Weise, wie dies für andere, in den Besitz.von Localkirchensonds gelangende, auf Inhaber lautende Werthpapiere bereits früher angeordnet worden ist, durch Abstempelung bei ihm „außer Verkehr gesetzt" und, wenn dieselben wieder veräußert werden sollen, „dem Verkehr zurückgegeben" werden. Da erfahrungsmäßig dergleichen abgestewpelte Staatsobliga- Honen in ihrem Courswerthe (einerlei Einbuße erleiden, somit auch im Falle ihrer erfolgten Ausloosung deren Rückzahlung bei der betr. Staatskafie keinen Anstand finden wird, ist e8' nicht erforderlich, die Zustimmung zu solcher Abstempelung bei der einschlägigen Staatsregierung vorher einzuholen. — Das Großh. Oberconsistorium hat am 16. April folgendes Aus- schreiben an die evang. Pfarrämter erlassen: „Aus Veranlassung verschiedener an uns gelangter Anfragen und Anträge theilen wir Ihnen in obiger Angelegenheit unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 24. Februar I. Js. ^Amtsblatt IV) Folgendes mit: 1) Dem Gesangbuch wird ein Anhang betgegeben, welcher eine Sammlung von Gebeten und die für den Gottesdienst zur Feier dls Geburtstags Sr. König!. Hoheit des Grobherzogs vorgeschriebene Liturgie enthält. Dieser Anhang wird stets mit dem Gesangbuch zusammen verkauft. — Der in unserem Ausschretben vom 24. Februar angegebene Preis für ein Exemplar der gewöhnlichen Ausgabe des Gesangbuchs (roh 60 H, einfach gebunden 70 begreift den Preis für diesen Anhang in sich. 2) Neben der gewöhnlichen Ausgabe des Gesangbuchs erscheint eine andere, in demselben Format und mit denselben Lettern, aber auf besserem Papier hergestellt, für welche der Preis für das rohe Exemplar einschließlich des unter 1 erwähnten Anhangs auf 1 «X 10 H festgesetzt ist. 3) Außer dem unter 1 erwähnten Anhang wird noch ein weiterer Anhang, welcher die Evangelien und Episteln enthält, gedruckt. Als Preis für diesen Anhang ist festgesetzt: in der gewöhnlichen Ausgabe 15 H, in der besseren Ausgabe 20 4) Wir glaubten vorerst von Veranstaltung einer Ausgabe des Gesangbuchs in größerem Format und mit größeren Lettern absehen zu sollen, weil der Preis für diese Ausgabe unverhältnißmäßig hoch hätte festgesetzt werden muffen. Sollte das Bedürsntß einer solchen Ausgabe sich später dringender fühlbar machen, so werden wir die Frage nochmals in Erwägung ziehen." (D. Z.) — Die „Köln. Ztg.", welche von ihrer Frankfurter Collegin noch jüngst und nicht mit Unrecht als „alte renommirte Wetterfahne" bezeichnet wurde, leitarttkelt über die Monopolfrage wie folgt: Was dann schließlich die Drohung angeht, der Reichskanzler werde im Falle der wirklichen Ablehnung der Brausteuer-Verdoppelung bei zweiter Lesung in der nächsten Reichstagssession auf das Tabaks-Monopol zurückkommen und dieses sicher durchzusetzen wissen, so möchte wohl zu entgegnen sein, daß doch auch den Liberalen das Tabaks-Monopol noch lange nicht der schrecklichste der Schrecken ist. Wenn die Versicherungen richtig wären, welche vor einigen Tagen die „Dost" zum Besten gab, daß das Monopol ohne Erhöhung der heutigen Tabaks- und Cigarrenpreise der Reichskaffe alsbald 77 Mill. *X. mehr über seine Productionskosten und Gründungszinsen (für die erforderlichen Entschädigungssummen) abwerfen würde, als die jetzige erhöhte Tabaks- steuer, bann würden doch bie Liberalen gut wie bie Conservattven b - Ein- sübrung nur wünschen und manchen nebensächlichen Uebelstaub willig in den Rauf nebmen können. Sollten sie aber auch btesen Versicherungen wahrscheinlich keinen rechten Glauben schenken unb deshalb für den Versuch nicht gern ausdrücklich durch Zustimmung ihre moralische Verantwortlichkeit einsetzen möaen so würden sie es doch ohne besondern Gram ansehen können, wenn der Versuch aus die moralische Verantwortlichkeit des R-ichskan,lers hin demnächst wirklich durchgesetzt unb gemacht werden sollte. Jedenfalls wird die vom Abg. Richter voreilig beantragt- Verwahrung »egen das angeblich drohende Tabaks-Monopol nur eine sehr geringe Minderheit für sich gewinnen. — Jn Reichstagskreisen wird seil einiger Zeit — so wird der „Frkftr. Ztg." von Berlin geschrieben — die Frage erwogen und ein Antrag vorbereitet, ob man nicht dem wachsenden Geheimmittel-Unwesen und der öfter damit ver- bundenen Kurpfuscherei mit weiteren als den vorhandenen Strafbestimmungen, und event. mit welchen entgenzutreten versuchen soll. Die an sich schwierige Frage wurde bekanntlich nicht gelöst durch die dafür 1875 erlassene kaiserliche Verordnung über die Beschränkung der Abgabe von Arzneimitteln. Im Gegen- theil nimmt das Heftel zu. Dem Reichstage gingen ebenfalls Petitionen in der angedeuteten Richtung, zum Theil weitergehend, zu. Zwar steht die Beschlußfaffung der Petitions-Commission darüber noch aus, doch denkt man auch dort daran, durch geeignete Anträge an den Reichstag dem Bedenklichen des Geheimmittelwesens näher zu treten. Voraussichtlich wird eS noch in dieser Session über den Gegenstand, der Lebern und Gesundheit betrifft, zur Plenarverhandlung kommen. Metz, 21. April. Jn den letzten Tagen wurden hier und in der Umgegend die diesjährigen Frühlings-Controlversammlungen abgehalten. Während noch vor einigen Jahren die daran Theilnehmenden größtentheils aus Altdeutschen bestanden, erscheinen jetzt mehr und mehr einheimische Reservisten. Die Haltung und Gesinnung der Letzteren, welche sich zum Theil mit ihren Militärmützen einfinden, ist eine vortreffliche. Meist sind ste auch während ihres Aufenthaltes in Altdeutschland der deutschen Sprache vollständig mächtig geworden. Die Ausbildung in altdeutschen Garnisonen ist überhaupt nach dem einstimmigen Urtheile von sachverständiger Seite von so günstigem Elnfluffe auf die jungen Leute, daß es nach diesem Gesichtspunkte zu bedauern wäre, wenn jetzt schon durch Bildung eigener elsäsfisch.lothringischer Regimenter hierin eine Aenderung eintreten würde. Hefterreich. Wien, 22. April. Die „Politische Correspondenz" meldet aus Madrid: Der Nuntius verlangte von Spanien ein Asyl für die aus Frankreich vertriebenen Jesuiten. Canovas versprach, einer bestimmten Anzahl ungehinderten Aufenthalt in Spanien, ausgenommen der baskischen Provinzen, zu gestatten. Wien, 22. April. Jn Oesterreich erörtert man ohne übertriebene Be- sorgniffe die Folgen der Gladstone'schen Politik. Man betrachtet den Balkan- bund, angeblich ein Bollwerk gegen Rußland, als einen Versuch, Oesterreich aus der Türkei überhaupt zu verdrängen, indem man es aus seinem Occupa- tionsgebiet herauscompltmentiren möchte. Das Project des wahrscheinlich zum Premier bestimmten englischen Staatsmannes entfeffelt im Orient wieder den Kampf Aller gegen Alle, schädigt den Berliner Vertrag und macht die orientalische Frage wieder zum Ausgangspunkt europäischer Verwicklungen. Die Oesterreich im Hintergründe gegen „den bösen Bismarck" zugesagte Unterstützung erregt in Wien Heiterkeit, und osficiöse Stimmen erklären, daß Deutschland denn doch ein zuverlässigerer und nützlicherer Bundesgenoffe fei, als der englische Liberalismus, weshalb auch die deutsch.österreichische Entente nicht nur das Cabinet Gladstone, sondern auch andere Wendungen des englischen Parteilebens überdauern werde. Irankreich. Paris, 22. April. Der „unverantwortliche" Präsident der französt- schen Republik, Gambetta, läßt Wirkungen seiner Arbeit hinter den Couliffen spüren. Seine Freunde agitiren für die Auflösung der Deputirtenkammer. Natürlich hat Gambetta dabei weniger die Bestimmungen der Verfassung im Auge, als die sich ihm abwendende Stimmung des Landes; er will die Neuwahlen , ehe die Abneigung gegen ihn sich so weit ausbreitet, daß er die Herrschaft verliert. Möglich, daß er hierbei ebenso irrt, wie Lord Beaconsfield bei seiner „Parlaments-Auflösung." Inzwischen. wählen die Radikalen fort und schildern den Culturkampf nur als eine Comödie, um daS Volk von den Plänen der energischen Republik abzuziehen. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Eorresp-udenr - «nrean. London, 24. April. Gutem Vernehmen nach übernahm Gladstone die Bildung eines neuen Cabinets. Konstantinopel, 23. April. Der „Levant Herald" ist wegen eines als aufrührerisch qualtficirten Artikels über Armenien unterdrückt. Berlin, 23 Avril Reichstag. An Stelle des ausgeschiedenen Abg. Klügmann wird durch Acclamation Buhl zum Schriftführer gewählt. - Fortsetzung der Zweiten Berathung der Samoa-Vorlage. Mosle tritt warm für bie Vorlage em und nimmt für sein Votum eine gewisse autorative Bedeutung in Anspruch; habe er doch 13 Jahre in Samoanischen Breitegraden in Handelsgeschäften zugebrachl- Es handle sich keineswegs um die Unterstützung eines verkrachten Hauses, sondern um wichtige nationale Interessen und Erschließung neuer Handelsbeziehungen. Mosle weist eine große Reihe von Einzelheiten aus Bamderger's gestriger Rede als unrichtig zurück und bittet um Annahme der Vorlage, deren segensreiche Wirkung sich in noch nicht einem Jahrzehnt evident zeigen werde. Meier -Schaumburg) erklärte Er habe als Director des Norddeutschen Lloyd vielfach Gelegenheit gehabt, sich mit den Samoa-Inseln näher zu befassen, und sei auf Grund seiner Erfahrungen und des Berichtes eines nach Samoa in Geschäften entsendeten Vertreters des Lloyd zu der Ueberzeugung gelangt, daß das Project einer Reichshülfe für die Südsee-Gesellschaft durchaus unpractisch und überflüssig sei. Weder die allgemein politischen noch die handelspolitischen Argumentationen, die man zur Befürwortung der Vorlage entwickelt habe, könne er gelten lassen, da sie den thatsäch- lichen Verhältnissen auf den Inseln durchaus nicht entsprächen. Rach eingehender Kritik der Samoanischen Verhältnisse kommt Redner zu dem Resultat, die Vorlage ablehnen zu müssen. Bundes-Commissar v. Kusserow wendet sich gegen Bamberger's und Meier's Angriffe. Dem Agenten des Norddeutschen Lloyd, auf dessen Bericht Meier's Urtheil basire, ständen viele kaufmännische Autoritäten gegenüber, die in einem Vorgehen im Sinne des Entwurfs den einzigen Weg erblickten, die von dem deutschen Handel auf Samoa mühsam eroberte Position nicht verloren gehen zu lassen. Redner folgt sodann den Bamberger'schen Ausführungen an der Hand zahlreicher statistischer Daten und umfangreichen amtlichen Materials, auf Grund dessen er Bamberger's Deductionen als hinfällig und auf irrigen Voraussetzungen beruhend darstellt. — Staudy polemisirt gleichfalls gegen Bamberger und erklärt sich für die Vorlage im Interesse der Beförderung des nationalen Handels. Darum handle es sich allein; von Unterstützung eines bankerotten Hauses, welche die Gegner der Vorlage in ihr erblickten, sei absolut nicht die Rede. — Bamberger wendet sich gegen die Kritik seiner gestrigen Ausführungen. Er halte Alles aufrecht, was er gestern gesagt, und constatire, daß der Re- gierungs-Commistar seine Ausführungen nicht zu entkräften vermocht habe. — Unter- staatssecretär Scholz befürwortet nochmals die Vorlage, indem er betont, daß mit derselben die Förderung der Handels-Interessen, aber keineswegs die Unterstützung des Hauses Godeffroy beabsichtigt weide. Die Vorlage sei so genügend erörtert, daß er eine commissarische Berathung für um so weniger geeignet halte, als der Beschluß des Hauses bis zum 1. Mai erfolgt sein müsse. — v. Benda spricht sich für den Gesetzentwurf aus. — Die Diskussion wird geschlossen und der Antrag auf Commissions- berathung zurückgezogen; die zweite Lesung findet im Plenum statt. — Nächste Sitzung Sonnabend. Berlin, 24. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht den Wortlaut des Antrages Preußens, betr. die Einverleibung der Stadt Altona und eines Theiles der Hamburger Vorstadt St. Pauli in das Zollgebiet. Der Antrag geht von der Darlegung der Verhältnisse bei Aufnahme der Elbher- zogthümer in den Zollverein aus, die es zweckmäßig erscheinen ließen, Altona zunächst gleich Hamburg außerhalb der Zollgrenze zu belassen, um beide Städte später gemeinschaftlich dem Zollgebiete anzuscklteßen. Betreffs der Freihafenstellung der Hanseestädte wird auf die einschlägigen Bestimmungen der Art. 33 und 34 der Norddeutschen Bundesverfaffung und Art. 34 der Reichsverfaffung hingewiesen. Lauenburg, beide Mecklenburg und Lübeck hätten sich inzwischen dem Zollgebiete angeschlossen; Bremen und Hamburg dagegen verharrten in der Stellung außerhalb des Zollgebietes. Es gewinne den Anschein, als betrachteten sie ihre Freihafenstellrng nicht mehr als vorübergehende, wie sie im Sinne der Cvnferenz des Norddeutschen Bundes uud des Deutschen Reiches aufzufaffen sei, sondern als definitive. Damit verliere der Hauptgrund, welcher 1867 zum Anschluß Altonas geführt, seine Bedeutung. Die preußische Regierung mußte sich fragen, ob dieser Zustand ferner aufrechtzuerhalten sei. Die Gestaltung der Verhältniffe Altonas in den letzten zwölf Jahren sei trotz der steten Zunahme der Bevölkerung nicht eine günstige gewesen Bezüglich der Zahl der ankommenden und abgehenden Seeschiffe und des Bestandes der Rhederei sei für Hamburg ein er* heblichrr Fortschritt, für Altona ein Rückschritt bemerkbar. Das Altonaer Commerz-Collegium hebe in seinen Jahresberichten hervor, daß der dortige Großhandel dem Hamburger gegenüber immer mehr an Bedeutung verliere und Altona mehr eine Vorstadt Hamburgs werde. Auch die beigefügten Steuernachweisungen ergäben, daß Altonas Wohlstand abnehme. Preußen müffe daher den Einschluß Altonas in das Zollgebiet ernstlich ln>s Auge faffen. Der Ausführung ständen aber erhebliche Schwierigkeiten im Wege, weil die Grenze zwischen Altona und der Vorstadt St. Pauli wegen der mangelnden Umsicht für die Controlbeamtcn für eine Zollgrenze ungeeignet sei. Eine bessere Grenze sei nur durch den Anschluß eines Theiles der Vorstadt St. Pauli zu gewinnen. Daß der Einschluß Altonas in das Zollgebiet von der Zustimmung Hamburgs nicht abhängig sei, bedürfe keiner Darlegung. Dem Bundesrathe sei aber auch die Befuguiß nicht zu bestreiten, den Anschluß der Vorstadt St. Pauli oder eines Thetls derselben ohne die Zustimmung Hamburgs zu beschließen. Nach Artikel 34 der Retchsverfaffung sollten Bremen und Hamburg mit einem dem Zweck entsprechenden Bezirke ihres oder des umliegenden Gebietes Freihäfen bleiben, bis sie den Einschluß beantragen würden. Die Frage, wer darüber zu entscheiden habe, in welchem Umfange die Ausschließung des städtischen Gebiets aus der Zollgrenze erforderlich sei, um dem Zweck der Freihafenstellung zu entsprechen, sei nach den allge- meinen Vorschriften der Rnchsveifaffung zu beantworten. Artikel 7 der Verfassung weffe die Entscheidung dem Bundesrathe zu. Zu den Retchsgesetzen im Sinne des Artikels 7 gehöre die Reichsverfaffung, zu den zur Ausführung derselben erforderlichen Einrichtungen auch die Verlegung der Zollgrenze innerhalb des Bundesgebiets in den durch die Artikel 33 und 34 gezogenen Schranken. Ein Zweifel hierüber könne um so weniger bestehen, als dem Bundesrathe in Bezug aus Zölle und Verbrauchssteuern bereits durch Artikel 37 der norddeutschen Bundesverfaffung und Artikel 8 des Zollvertrags das Recht der Beschlußfaffung über die Ausführungsvorschrtften und -Einrichtungen übertragen war und dieses Recht ihm durch Artikel 7 der Reichsverfaffung ganz allgemein zugestanden sei. Dem Bundesrathe gebühre daher die Entscheidung, welcher Theil des Hamburger Gebiets im Interesse der Freihafen, stellung von der Zollgrenze auszuschlleßen sei. Daß für die Frethafenstellung Hamburgs der Anschluß der ganzen Vorstadt St. Pauli nothwendtg sei, werde man nicht behaupten können. Die Reichsverfaffung könne auch nicht beabsichtigt haben, eine große preußische Stadt zum Zurückgeheu zu verurtheilen, weil ihre Lage Hamburg gegenüber Veranlaffunq gebe, von der Freihafenstellung und den Freihandelsintereffen Hamburgs absorbirt zu werden. Lokales. v _ Gießen, 24. Apiil. Zur festgesetzten Zeit trafen heute Seine Königliche Hoheit der Großherzog, begleitet von Sr. Excellenz dem Herr« Staatsminister v. Starck u. s. f. auf dem Bahnhof ein. Se. König!. Hoheit fuhr sodann bind nach der Aula, woselbst er vom Herrn Rector empfangen und begrüßt wurde. Herr Prof. Gar eis als Decan der iuristischen I Facultät überreichte dem Herrn Staatsminister v. Starck das Doctor-Diplom der juristischen ' $ÖCU~?L s°dann «ine längere Ansprache und batte die Gnade, eine von Ihm gestiftete goldene Kette dem Herrn Rector zu überreichen, welche Kette von dem £ tteihqen Rector der Universität bei geeigneten Gelegenheiten getragen werden soll. Einen au«, führlicheren Bericht über dre Emweihungsfeier werden wir in nächster Nummer bringen. ... , 24' April. Die Gewerbeausstellung in unserer Nachbarstadt Weklar "nd vorzüglich beschickt, wie man es, offen gestanden nicht erwartet hatte. Man dachte sich einfach: Wctzlar mit feinen rothen Straßen probucirt in feiner ^gebung mchtv als rothen Eisenstein. Daß dortselbst blühende und seltene Kunst und Industrie florirt, davon wußten oder wissen noch wenige. Ein Blick in die Ausstellung jedoch und man roeife, was man in Wetzlar zu suchen und zu erwarten hat Hter sehen w.r namentüd) die optische Industrie und die Produkte der Haar- fabnken, rooim Wetzlar einen Weltruf genießt, reichhaltig und schön vertreten Ferner Specialitaten der G er der ei; die Möbel-Jndu st r t e ist reichlich vertreten hArt aus den dortigen Maschinenfabriken, sowie Gußwaaren der Eisengießereten find sehr schön und praktisch ausgestellt u. s. w. Wir rathen unseren Lesern bei diesem schönen Frühlingswetter den kleinen Ausflua [ JÄ w Unbt e'n?2, Einblick in di- Industrie einer kleineren Schwester' ftabt sich zu verschaffen, auf welche stolz zu sein biefe alles Recht hat. ~~ Nächsten Sonntag, ben 2. 3D?ai, finbet bie biesiäbriae S'urnfnhrt f 91 ®aue§ Hoffen nach Burg Münzenberg statt. Um bie Turner des Gaues Hessen gleich- mastig auszub.lden b. h. daß d,e oolksthümlichen U-bung-n den Glrätbeüdunaen nich, hmtenangestellt w-rd-n, ist mtt biqer Turnsahrt ein Bettturnen, b-steh-nb in ffreihach - Sttmstost und Wettlauf, verbunden. Dasselbe beginnt SDiittaaS rräcl' Be^rechmrg zchamm-n^^ "" Bürgermeister Jäg-r'schen Local um 12'/, Uhr zu Eingesandt. u, Ließen, 24 April. Weit entfeint, in eine unnütze Zeitungspolemik emzulaffen, sehen wir uns doch genothlgt, auf die seither in diesem Blutte erichienenen Artikel in Betreff o„ Bereinigung beider hiesigen Feuerwehren ein für allemal zur allgemeinen Kenntnißnahmt M gendes zu erklären: p y ° In einem von dem Commando der F. St. F. an uns gerichteten Schreibe« wurde vorgeschlagen, beibe Feuerwehren aufzulöien und dann eine neue Wehr mit neuem Namen und neuer Uniform unter neu gewählten Führern zu bilden Zur Begründung dieses VorschlaaeS wurde unter Anderem besonders darauf hingewiesen, baß im Falle des Fortbestehens der beiden Corps unter Beibehaltung ihrer seitherigen Organisation die Führer derselben trotz aller Energie nicht hindern konnten, daß einstens bei einem ausgebrochcnen Brande der eigentliche Zweck der ! beiden Wehren ganz außer Acht gelaßen und „die Massen aufeinander schlagen!.'" Wie soll ein frei und unabhängig dastehendes Corps, welches 25 Jahre dem Wahl sprach der Feuerwehren: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! getreulich nachgekommen, ein Corps das überhaupt in jeder Beziehung ein ganz freies zum Wohle Aller ist, welches keine Belastung seiner Nebenmenschen brdingt und wenn es die Gefahr erfordert, einem Jeden helfend zur Seite steht und zu jeder Stunde mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln unter Selbstaufopferung zum Schutze seiner Nächsten dem entfesselten Elemente entgegentritt, wie soll ein solches Corps dazu kommen, was für Gründe sollen da vorhanden sein, gegen seine Kameraden eines anderen Corps, welche denselben guten Zweck verfolgen und sich demselben schönen Beruf opferwillig gewidmet haben, feindliche Gesinnungen zu hegen und bei der ersten Gelegenheit in Masten aufeinander schlagen?" Wir haben zu solchen Vorkommnissen, wie sie uns in genanntem Schreiben des Commandos der F. St. F angcdeutet werden, wissenilich oder vorsätzlich nie Veranlassung gegeben und sind auch für die Zukunft unbesorgt, daß die befürchtete Maffen- schlägerei" von unserer Seite aus jemals verursacht werben könnte, wofür die Führer'unseres Corps jederzeit einstehen können, da die Mitglieder dec freiwilligen Gail'schen Feuerwehr es als eine angenehme Pflicht betrachten, den Anordnungen ihrer Vorgesetzten in allen Lagen des Fcuerwehrdiensteö Folge zu geben. — Auf den in Nr. 90 d. Bl. unter „Lokales" erschienenen Artikel dem Commanvo der F. St. F. zur gefälligen Notiznahme, daß es edler und wahrhaft kameradschaftlich gewesen wäre, über die „aufgekommene und verbreitete Meinung", über „die eigenthümliche Form, in welcher der fr. Antrag zur Abstimmung gebracht würbe" unb über die „verbreitete Behauptung" in Bezug unseres Entgegenkommens zu einer gemeinschaftlichen Feier des 25jährigen Stiftungsfestes, welches Alles vielleicht auch absichtlich zu Ungunsten unseres Ansehens verbreitet worden sein kann, sich bei maßgebender Stelle auf privatem Wege Klarheit zu verschaffen, bevor man den Weg der Öffentlichkeit betritt, welchen Weg wir zwar in keiner Hin'icht zu scheuen Ursache haben, jedoch sicherlich nicht dazu geeignet ist, bas Vertrauen ber Einwohnerschaft zu seinen Feuerwehren zu 'heben und das gute Einvernehmen der beiden Corps zu erhalten und zu fördern besonders wenn Angaben veröffentlicht werden, deren Richtigkeit von dem Commando der F. St. F. selbst bezweifelt werden muß; wir sind gern bereit, dem genannten Commando auf Ansuchen den wahren Sachverhalt kameradschaftlich klar zu legen, welcher sicherlich durch uc.- freundliche Gesinnung zur Schädigung unseres Corps so sehr entstellt worden ist. — Dies unser erstes und letztes öffentliches Wort in dieser Angelegenheit; wir wißen unsere Zeit im Jnterefie des Löschwesens besser anzuwendcn und halten ben schönen Zweck einer Feuerwehr für viel zu erhaben, um uns in einen Zeilungsftreit einzulassen, welcher für eine so ernste Sache, wie das Löschwesen, mehr Schaden und Störung, als Nutzen und Gedeihen im Ti- folge hat. — In der Hoffnung, daß jene vcriuchie Herabsetzung bes Ansehens der hiesigen Lösch- anftalten und besonders des Ansehens unseres Corps vielleicht nur in dem Kopfe eines Einzelnen aufgetaucht ist und nie auf fruchtbaren Boden fallen wird, rufen wir, treu dem Wahlspruch! der Feuerwehren, unseren Kameraden der F. St. F., sowie der gesammten Einwohnerschaft zu- „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!" — Dem Verfasser jener Artikel aber folgend« Worte zur Beherzigung: Wer ein Haus ordnen will, der kehre nicht vor anderer Leut« Thür, sondern fege seinen eigenen Staub, der in Maße vorhanden und ihm vollauf 11 thun giebt- Der Vorstand der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr. A n m. d. R e d. Wir glauben den beiden Feuerwehren den allerbesten Dienst- erweis« zu können, wenn wir für die Folge unsere Spalten weiteren diesbezüglichen Corrcspondenzen ver^ schließen. Die Oeffentlichkeit eignet sich nicht immer zur Austragung von Meinungsverschieden- heitm und ein direkter persönlicher Verkehr wirkt in solcher Sache immer zweckdienlicher. Theater. M. G. v. Moser's neuester Schwank „Der Bibliothekar" wurde auch hier mit vielm Deifalle ausgenommen. Die einzelnen Mitspielenden gaben sich aber auch die giößtmöglichst« Mühe, dem Dichter gerecht zu werben. Herr Director Schubert «pielte den Lothar Macvonalv mit vielem Derständniß, das war ein Neffe, wie er selbst dem Herzen des Onkel Macdonalb Spaß machen mußte. Ein „Austoben" war das leichtsinnige Vergehen Lothar's wohl nicht zu nennen, aber immerhin war durch den Bibliothekar, deßen Rolle ganz vortrefflich besetzt war, ein Gegensatz geschaffen, der dieses schroff hervortreten läßt. Frau Schubert-Schneebebger spielte wie immer recht gut, Edith war eine Leistung, welche sie kühn zu ihren „Glanzrollen" rechnen darf. Dieser „Backfisch" ä Ix „Clementine Helm" entzückte durch Natürlichkeit und Anmuth. Fräulein König zeigte als Eva Webster, Gespielin von Edith, durch ihr sicheres Spiel, wir geläufig ihr diese Rolle war und wo Natur und Kunst sich paaren, da wird Vortreffliches geboren. Herr Müller gab den Marsland mit vieler Naturtreue unb wir konnten gegen Schluß des Stückes so recht mitfühlen, in welche Confusion der so ordnungsliebende Mann durch die Vorgänge in seinem Hause gebracht worden. Herr Weltzin spielte den leichtlebigen Georg Marslind zu unserer vollen Zufriedenheit. Erheiternd wirkten nächst dem Bibliothekar der Scbneioer Gib/on bes Herrn Gärtner und bie dem Spiritismus huldigende Gouvernante der Frau Debauer. Moser hat durch geschickte Einführung bes Spiritismus und der daraus resultirenden Verwickelungen die Komik des Stückes um Vieles erböht. Herr Gärtner gab sich viele Mühe und setzte durch sein komisches Spiel die Lachmuskeln der Zuschauer in fortwährende Bewegung. _ Frau Debauer spielte die etwas schwer wtederzugebende Gouvernante recht brav und wir können auch ihr wie Herrn Gärtner unsere volle Anerkennung aussprechen. Onkel Macdonald, dieser joviale alte Herr und die gutmüth:ge, gesprächige Wtrthtn Dickson sanden in Herrn und Frau Schubert senior eine recht gute Vertretung. Und so ging der „Bibliothekar" mit guter Besetzung und trefflichem Spiele Über unsere Bühne und wir freuen uns, daß dieses vor ausverkaufrem Hause geschehen konnte, denn dieses verdiente nicht nur dieser neueste Schwank Moser's, sondern auch die seitherigen trefflichen Leistungen der Benefizianten, deS Herrn Emil Schubert und der Frau Schubert-Schneeberger, welcher auch an diesem ihre« Ehrenabend die Anerkennung durch Ueberretchung eines sehr bübschen Buguets ausgedrückt wurde nfti 6tm ßcmmar.öo M farttaifäaftlid) gmtia upntbämlidjt ßom, i .mbrtitttt Ätbauphi^ -e Lsjährigen Stiftung ieitbcns der biesiffni ^wSopfe eines Su>^ | T neu dem Wahl!?» . „tun Sm»°h"--M> r nn Betitel * i#| Lj ni*t vor anberer I, iten giuetmeit nleebeB- «*** l^enSonefpotM"; wB «A**. lein " RtMtni^nabmi j, ‘«t Schnit«, teutb, m 11 ml* "'«em $«mt« ai *u"8 bieiej Bnieita "l'lben hoj el« 61' eijnnliie ZM J ■ schlagen!!" 15 3»b« dem Wahlj^ 'achgclommen, ein Co^ • welches keine Beicht 1 )rben helfend zur rne! 1 unter etlbftaufo^L lle lol ein solches fod kdameraden eines antnai schönen Beruf opferns 1 Gelegenheit in Fist oü sie uns in genau!« nlid) oder vorsätzlich rr;- die befürchtete wofür die Führer uaM 1 Gail'schen Ktuewch t letzten in allen Lagen M * 6, rrrI 6n «uni »nd |u , 'n di-zi,' unb fd)RnOfr ’Pöoi ;;:S,ss iK-’ä Ste &l ®'«Äd -»-*Ä vorNtffllch ^^ir- SrSÄ* \SrÄ »t k » unb der A .ggön»* i n°»^,B Sene»L ■ Wir Horen, daß bis Montag die Mitglieder des hiesigen TheateiS unter gütiger Mit- wtrkung der Drrection eine Abschiedsvorstellung veranstalten und dazu das sehr beliebte Lu .spiel des gefeierten Lustspieldichters Moser - „Erne Frau, dte in Paris war" gewählt haben und wünschen, daß sich die Anerkennung des Publikums für die seitherigen Leistungen sowohl der Direktion, als auch der übrigen Schauspieler durch ein volles H au s kund aiebt Die Dtrectron und die Schauspieler mögen mit dem Bewußtsein von hier scheiden, ihr ÄnaÄ ein ®lüä auf!" unsererseits begleite sie in ihren neuen ^vtrrungskrers. Auf Wiedersehen! Handel und Verkehr. Gießen, 24. April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd JL 1 10 bts^ü 1.20, Hühnereier 1 Stück 4-5 Gänseeier per Stück 9—11 o feier t Stück c K^ per Stück 4—9 Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 22 Tauben das Paar 0.65—0.85, Hühner per Stück Jü 1.20—1.50. Hahnen per St. Jü 1 30 WS 1.70, Wälsche 6-7, Enten per Stück JL. 2.50—3.00, Kartoffeln per 1O0 Ki^ ^5-6 Zwiebeln p.Ctr JL 15-00, Milch per Liter 16 und 18 OtfenflMfd) 66-68^ £ Wb ' ^u^ ^udfletsch 48—56 Kalbfleisch 38—46 H, Hammelfleisch 60—70 Schweine- Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen Vom 17. bis 23. April 1880, Aufgebote. April. 19. Bierbrauer Peter Worch von Schlierbach, Kreis Fritzlar, mit Johannette Weber, Tochter des verst. Schretnermeisters Christian Weber von Gießen 22. Taglöhner Christian Kumpf von Schlitz mit Anna Katharine Becker, Tochter des verst. Ackermanns Johann Heinrich Becker von Rieder-Gemünden 22. Dachdecker Ludwig Marrin Schwalb von Gießen mit Louise Auguste Caroline Wieke von Lagerhausen. 22. Kaufmann Philipp Nau Wlttwer, von Homberg a. Ohm, mit Wilhelmine Friederike Johanna Christine Louise Haßler, Tochter des Schuhmachermeisters Heinrich Haßler von Gießen. Eheschließungen« April. 17. Weichensteller Hermann Rehberg, Wittwer, von Steinbach mit Margarethe Glksabeth Faber, Tochter des Zimmermanns Johannes Faber von Stetnheim. 23. Zimmermann Karl Schmidt von Krodorf mit Elisabeth Naumann, Tochter des verst. Taqlöhners Jacob Naumann von Niederofletdcn. Geborene. . o ™ April 16. Fritz, Sohn des praktischen Arztes Dr. Fritz Ploch. 15. Wilhelm, Sohn des Rangirers Balthasar Becker. 13. Friederike Wilhelmine, Tochter des Redakteurs Paul Eugen Heinrich Laris. 12. Emilie Marie Margarethe Charlotte, Tochter des Gelbgießer- meisters Philipp Heinrich Karl Wilhelm Schwan. 15. Emil Friedrich Jacob Karl, Sohn des Taglöhners Heinrich Karl Otter. 10. Heinrich Karl, außerehelich von auswärts. 10. Philipp Heinrich, außerehelich von auswärts. 12. Katharine, außerehelich von auswärts. 13. Heinrich 3acci6, Sohn des Bergmanns Jacob Türk von Herdorf bei Stegen 14 Heinrich Au s, S°hn des Schlossers Heinrich Schmidt. 19. Dem Commissio^ Aohn. 18. Lina Christiane Friederike Marie, Tochter des Schuhmachermeiüei-s Nkilmn m?nnh 20. Heinrich Christian,, Sohn des Weißbinders Balthasar Rau. 18. Dem Buchbinder JobanneS Hauier em Sohn. 17. Marie, Tochter des Spediteurs Adolf Lyncker. 20.Dem Erhard Hassel von Rimbach eine Tochter. 15. Leonore und Katharine, außereheliche Jwillinae von auswärts. 22. Fritz Heinrich, Sohn des Schuhmachermeisters Ludwig Theodor Bärrn. Gestorbene. l l7c Gustav Jean Baptist Karl, 3 Jahre alt, Sohn des Postsecretärs Karl 17- Johann Lorenz, 2 Jahre alt, Sohn des Maurers Johannes Leicht. 19 Fried- Ä n$e »0 T°ge alt, Sohn des Bahnarbeitcrs Heinrich Berg. 20. Emil Balthasar ^o6fert ^°uis, 2 Jahre alt, Sohn des Schlossers Karl Stadler. 18. Bierbrauer Hermann Jansen, 33 Jahre alt, von Altstädten. 19. Christiane Schmitthenner, 56 Jahre alt, von Allen- dorf an der Ulm. 21. Heinrich Ludwig August Theodor, 7 Monate alt, Sohn des Sckub- machermeisters Martin Nagel. 21. Sophie Karoline Haßler, geb. Ruckstuhl, 21 Jahre alt » r Reis-Brocken-Stärke per Pfd. 30 Reis-Strahlen-Stärke per Pfd. 35 $ feinste Weizenstärke per Pfd. 30 Brillant-Glanz-Stärke, crystall. Soda per Pfd . 7 H, Henkels Bleich-Soda, Waschpulver per Paquet 7 Seifen-Extract u. f. w. Sroh Hüte und Sonnenschirme für Herren empfiehlt billigst 2825 A. Fangmann. Zur Conflrniatioo empfehle große Auswahl in: Schäften- und Zug-Stiefel, sowie Zeug-Stiefel in guter Waare >u lehr blühen Preisen. Wilh. Herbert 2924) am Markt. C« Schmidt Hutmacher, Seltersweg 21. 2936) Zur Saison empfehle in reichster Auswahl alle Sorten Herren- und Knabenstrohhüte , Filz- und Seidenhiite, zu erstaunlich billigen Preisen. Strohhüte von 30 Pfg. an. Seidenhüte von 4 M., Herrenfilzhüte von 2’/2 M. an. Turn er hüte 3 M. 50 Pfg. Strohhüte werden gewaschen. Filz- und Seidenhüte reparirt. Brennholz. Tannenscheitholz, la. Qualität 7.— geschnitten ...... gehackt " 9.- oder per Ctr „120 Buchenholz per Ctr. . . . . „ 1.30 Bei 10 Centner frei in's Haus, liefert 48) Andr. Euler. Tapeten. Von einer bestrenommirten Fabrik wurde mir der Verkauf von Tapeten und Borden rc. übertragen und empfehle i 2918) H dieselben zum ssaortrprers. H. Mar«, Neichensan- Freiswürdige gutabgelagerte Cigarren (ohne Zollaufschlag). 1 Stück 3 \ 3 10 I 7 " 4 " in Kistchen " n " / entsprechend 2 n „ billiger 1 ,, 5 „ 2 „ H . J 1 " 6, 7, 8, 9, 10, 25 H, Nicottnfrctc Cigarren (Reichspapatent) per St. 6 und 7 H, Cigaretten und fein geschnittene Tabake, sowie Tabake von Herrn Gg. H. Schirmer, „ Gebr. Baurmeister, „ „ Torbecke, „ C. R. Schlüter, per Pfd. von 80 bis «X 1,60 empfiehlt (2907 Rud. Göbel, ___________Neue Bäue 99 5.______ Confinnaudeii-Hüte, große und schöne Auswahl, zu 3, 4 und 5 (2937 Louis Grail, Miiusburg. J7u(;6oÖenfar6en in allen Nuancen, rasch u. hart trocknend sowie I^elnolslccÄtif zum Einölen empfiehlt Fritz Flimm, Materialist, 1422)___________Wallthorstraße._________ Seifen. 1630) Alle Sorten HaushaltungS- und Toilettenseifen empfiehlt zu den billigsten Preisen P. J. Mobs, Seifensieder. Laden Ecke Kreuz und Neuenweg. Königs-Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt (1862 ______Gmil Fischbach. 2914) Eine frischmelkende Ziege mit Lamm ist zu verkaufen. __Neustadt D. 201- 2916) Vorzügl. Sauerkraut empfiehlt ___________Emil Orbig, Reichensand. 2926) Für Milch- und Brod- transport nicht gebrauchte Kasten verkauft billig Jnderthal, Großmühle bei Gießen. Aermietyungen. 2920) Ein Familienlogis zu vermiethen auf der _____________„Sckönen Aussicht". 2928) 2 Zimmer, möblirt oder unmöd- lirt, zu vermlethen. E. HarmS, Schützenhof. 2927) Eine Mansardenwohnung ist an eine ruhige Familie zu vermiethen. W. Schäfer, Gartfeld. "2917) Der obere Stock meines Hauses, bestehend in 6 Zimmer nebst Zubehör ist zu vermiethen. __________Frau Advokat Wießell. 2942) Eine Wohnung von 4 Zimmern mit sämmtlichem Zubehör, sowie eine solche von 6 Zimmern mit Zubehör. G. Volk am Ludwigsplatz. vermischte Anzeigen. 2921) Ein Mädchen wird zur Wartung eines Kindes den Tag über gesucht. Wo? Zu erfragen auf der Exp. d. Bl.________ Perloosung von 6 Oelgemälden von H. Gastauer. Obengenannte Gemälde, begutachtet und taxirt von Geh. Baurath Prof. v. Ritgen und genehmigt von Großh. Polizeiverwaltung sollen mittelst Ausgabe von 720 Loosen ä 1 «X ausgeloost werden Loose sind bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg, zu haben. Die Gemälde sind bei Herrn Wilh. Reiber, Seltersweg, zur Ansicht ausgestellt^(2775 Commis für Comptoir und Reise gesucht. Schriftliche Offerten unter t hiffre X 12 an die Exped. d. Bl. zu richten.(2041 2989) Eine geübte Büglerin nimmt in und außer dem Hause Arbeit an. Wo sagt die Expedition.______________________ Ein zuverlässiges (2313 Mädchen mit guten Zeugnissen zu alsbaldigem Ein- tritt gesucht E. 77. 2905) Ein stud. phil. ertheilt jüngeren Schülern Nachbülfe in den Hauptfächern gegen billiges Honorar. Auskunft in der Exp. d. Bl.__ 2938) Ein junger Hausbursche wird gesucht. Zu erfahren in der Exped. d. Bltts.______________________ Johannes Schneider, Sohn des Schäfers Johannes Schneider von Annerod, hat sich heimlich von Hause entfernt und bittet man denselben im Betretungsfalle an die nächste Polizeibehörde abzuliefern und mir Nachricht zukommen zu lassen. Der Junge ist 9 Jahre alt und hat rothe Haare. Johannes Schneider, 2915)__________Schäfer in Annerod. ___ 2913) Ein leistungsfähiges Hopfengeschäft in Nürnberg sucht für Gießen u. Wetzlar einen tüchtigen mit der Brauerkundschaft bereits bekannten Agenten. Gefl. Offerten unter C. 143 an Rn» dolf Mofse in Nürnberg. Montag: Arnold. 2933) Das seither vom Corps Teutonia^ benutzte Kneiplokak ist anderweit zu vergeben. _______________Jungblut, Promenadehaus. Gesellschaft „Victoria**. Sonntag den 25. April: (2934 Tanzunterhaltung auf dem Westpfälischen Hof, wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Anfang 4 Uhr. Entree 50 Pf. Karten sind bei I. Thoma, Löwengasse, sowie, an der Casse zu haben. Dodenburg. Sonntag den 25. Aprit: COICEBT Anfang Uhr. Entree 25 Pfg. Es ladet ergebenst ein 2889) Chr. Duill. Welslitr. S Aumbe-Ausstellung im Schiitzengarten. Die Einwohner von Gießen laden wir zur Besichtigung unserer Ausstellung freundlichst ein. Sonntag den 25. April: Concert der Regimentsmuflk des 116* Jnf.-Regts« An den Wochentagenr Concert der städt. Capelle. Entree am Sonntag 50 an den Wochentagen 20 H. Loose ä 50 sind in der Ausstellung zu haben. 2919)_________________________Das Comitö. Sänger kränz. Sonntag den 25. April: Abend - Un terhaltung in Wenzel’s Garten. 2923)_____________________________Der Vorstand. Heute Sonntag den 23. April: Tanzmusik bei 2908) Srliiiiie Carl Dorfeld. Wiefeck 1^ Wetzlar Höchst gelegener Punkt der Stadt. Grösste Fernsicht. Haus- und Gartenwirthschaft mit großem Saale, an der Gießener Chaussee gelegen. Sichert Touristen aufmerksamste billigste Bedienung bet besten Speisen und Getränken zu. ” Michel Roth, Wetzlar. Todes - Anzeige. 2815) Unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Marie Müller ist heute Morgen 2 Uhr nach längerem Leiden in noch nicht zurückgelegtem 23. Lebensjahre sanft verschieden. Um stille Theil^ahme bitten Gießen, den 24. April 1880. Druckfachen-Verwalter Müller und Familie. Die Beerdigung findet Montag Nachmittag um 2i/2 Uhr vom Sterbehause (Reichensand-Bahnhosstraße) aus statt. Danksagung. 2931) Allen Denen, welche unsere unvergeßliche Gattin, Mutter, Tochter und Schwrster Sophie Hassler, ged. Ruckstuhl, zu Ihrer letzten Ruhestätte begleiteten und ihren Sarg so reich mit Blumen schmückten, unfern herzlichsten Dank. Gießen, den 24. April 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Iie AdminiAütionscajse J. W. Günther in Frankfurt a. M.- große Efchenheimerstraße 39 übernimmt 1) Vermögens-Administrationen in allen Zweigen, insbesondere d'.e Verwaltung und Verwahrung von Werthpapieren und Hypotheken, (Binlöfutt'i von Coupons. Einzug von Hypotheken-, Mieth- und Pachtzinsen, die Verzinsung von Geldern auf kürzere und längere Dauer rc. 2) Besorgung oder Ceffion 1» Frankfurter Hypotheken (kostenfrei). 3) Den börsenmäßigen An- und Verkauf vow Werthpaptercn rc. 4) Die Eröffnung laufender Rechnungen für Private, Verwaltungen, herrschaftlichen Rentämter rc. Provrsionsberechnung nach Vereinbarung^(2798 2943) Am 6. Mai geht ein großer Möbelwagen leer nach Darmstadt und können Möbel billig mitgenommen werden. Darmstadt. Ludwig Alter. Näheres auch bei Bierbrauer Führer Wwe in Gießen. von ausgekämmten Haaren werden bestens angefertigt bei Christian Frech, Reichensand. (1718 Theater in Giessen. Montag den 26. April 1880 r Abschiedsvorstellung, veranstaltet von der Gesellschaft, unter gefälliger Mitwirkung der Direction. 2940) Zum ersten Male: E,nc Frau die in Paris war. Lustspiel in 3 Acten von G. v. Moser Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Cbr. Viets ch) in Gießen.. Hierzu ein zweites Blatt und eine Berlage. AedtetloS' Wir I. Stand nc 1) 34 2) Zahl 3) Zah 4) Z-h schl Hatz 5) Zahl 6) W Wir «‘trennt sind Die ■Sä „ Ja Wtz IN Radial« 9« teilen g In biejem Ehrung b< iwbetn eine ( * ßch ielbh MalS jr Mut sich £ ’«ttttu $llt , ^oäniti tammem tUnS unb tat «n bet SBoi ptrLgilch. i 8°ttfotunien' J* fich dc ft abgesehe possidei i,h 3n dem beteitj f S,in de« Nbettfölte Sä Ä >! U|||)