ße„. W: 01 Einhorn ' Nachmittag, 3$tbn“”9 bittet ^rftottb, teinsT^ ^TO. 0'l“nben hQt ' 8'1»* 41 erhoben. Avth 1 Ritten. * foojt fallen, I tIC? BazcnS Bitten, ■ 1 fü[ alle Brr guten \ tu können. orstand. Bliung. iratit. iiele in feinem Carlo« I rtirt in Carlon. itär, Zauberßöttll'I srr. 27S. Mittwoch den 24. November 1S®O. |i|tigr- Mi JWlitt str itn Kreir Sich». Wedaetton-burea« t »r-editis«-dureau r | Schulstraße B. 18 Erscheint täglich mit Ausnahme des Prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post biogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Vorstand des Sächsisch-Thüringischen Reiter- und Pferdezuchl- vereins die Erlaubniß zum Vertrieb von Loosen ä. 3 M. aus der Verloosung von Equipagen, Reit- und Wagenpferden innerhalb des Großherzogthums Hessen ertheilt. Gießen, den 20. November 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. Loealreglement. Das Entnehmen von Kies aus dem Bette der Lahn. Um das Entnehmen des Kieses oder Grundes aus dem Lahnbette im öffentlichen Interesse zu regeln wird hiermit auf ®run^ des Art. 56 der Städteordnung nach Anhörung der Stadtverordneten - Versammlung mit Zustimmung des Kreisausschuffes des Kreises Gießen und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz vom 26. October 1880 zu Nr. M. d. I. 22722 verordnet wie folgt: § 1. Wer Kies oder Grund aus der Lahn innerhalb der Gemarkung Gießen entnehmen will, hat hiervon vorher Großherzoglicher Polizeiverwaltung Gießen die Anzeige zu machen, damit bestimmt werden kann, ob und an welchen Stellen, für wie lange Zeit und in welcher Menge Kies oder Grund aus dem Lahnbett entnommen werden darf. § 2. Unterlassung der in § 1 bestimmten Anzeige wird in jedem Einzelfalle mit einer Geldstrafe bis zu 30 Jt. bestraft. Gießen, den 19. November 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. fleflung tur 6alM jungen vor Weib-1 (755fr I V | m baten einen Ito lauf von 2 MoiMn nommtn werben. liebaum. . 34727. 34787I 5. 34978. 3525t 9 35906. 36051. rung. äusburg B.4? tbavdlung. a. 8«*® Morgen 9 W ofautter Wwe. ttblitW' «f«»? Der 1. December 1880; Der Beschluß des tm Jahre 1872 zu Petersburg abgehaltenen internationalen statistischen Congrestes tm Jahr 1880 in allen Culturstaaten an einem und demselben Tage zu zählen, wird zwar nicht zur Ausführung kommen, aber das Jahr 1880 ist auch ohne Staatsvertrag von einer Reihe von Culturstaaten zum großen Zählungsjahre auserkoren worden. Je näher der Tag der Zählung für das deutsche Reich heranrückt, um so nothwendiger wird eine wiederholte Besprechung deS Gegenstandes. Was zunächst die Geschichte der Volkszählungen anlangt, so weiß man nur, daß schon die alten Egypter, die Juden, Griechen und Römer Volkszählungen vornahmen und daß viele der tüchtigsten Herrscher des Mittelalters sich dieselben angelegen sein ließen, lediglich jedoch behusS Ermittelung der Waffen- und Steuerfähigen. Erst um die Mitte des vorigen Jahrhunderts erwachte die Einsicht, daß mit der Zählung der Bevölkerung noch ganz andere, für die allgemeine Wohlfahrt ausschlaggebende Ausschlüffe zu erlangen sind, wenn die Erhebungen weiter ausgedehnt, sorgfältig und steißig angestellt, verarbeitet und tabelltrt werden. Unter dem Ausdruck „verarbeitet und tabelltrt" verbirgt sich ein ungeheures Stück Arbeit, für welche die Spitzen der Behörden und ihre Organe bis hinab zu den untersten Stufen, sowie die Männer der Wiffenschaft mit zahlreichen Gehilfen und Handlangern ihre Kräfte einsetzen muffen. Und wozu das Alles? Was dem Laienauge als eine Sandwüste „trockener Zahlen" erscheint, erweist sich als ein unerschöpflicher Fruchtboden nicht nur für die „abstrakte Wiffenschaft", sondern auch für die Praxis des Volkslebens. Für die Gesetzgebung, für Handel und Gewerbe, für die öffentliche Gesundheitspflege und viele andere sehr „praktische" Dinge ist sie eine ergiebige Nahrungsquelle. Die Ergebniste des großen Zählwerks werden denn auch nicht mehr wie ehedem geheim gehalten, sondern amtlich veröffentlicht, damit Alle und Jeder daraus lernen können. Die modernen Naturwissenschaften, deren Ruhm die Welt erfüllt, haben von der Statistik die Methode der Maffenbeobachtung 9 Ein wesentlicher Fortschritt in der Behandlung des Zählgeschäfts, über den sich jetzt die verschiedenen Statistiker geeinigt haben, ist, daß nicht mehr blos die einheimische ober ortszuständige, sondern die „faktische Bevölkerung", d. h. alle zur Zeit an jedem Punkte Anwesenden gezählt werden. Erst dadurch ist dem Werke eine sichere Grundlage gegeben. Unter den Staaten, die in neuerer Zett der Statistik, welche mit Recht die „Selbsterkenntniß der Völker" genannt wird, die kräftigste und einsichtigste Förderung angedethen ließen, stehen Belgien, Preußen, Hegen, Sachsen, einige andere deutsche Gebiete und Nordamerika obenan. Die Länder, in denen die statistische Wiffenschaft blüht, sind zugleich diejenigen, in welchen die staatliche und communale Verwaltung am besten geordnet ist und gehandhabt wird und der geistige und wirthschastliche Aufschwung am stetigsten vor sich geht. Der Männer, die sich verdient machten um die Pflege dieser Wiffenschaft, ist eine lange, stattliche Reihe, auS welcher hier nur der Belgier Quetelet (geb. 1796, f 1874) und Dr. Ernst Engel in Berlin (geb. 1821 zu Dresden) genannt seien. Von Dr. Engel ging die Anregung zu einer internationalen, gleichzeitigen und gleichartigen Volkszählung ans, deren Werth für die Der- gleichbarkeit der Ergebniffe er den maßgebenden Zeitgenoffen anderer Länder, insbesondere auch dem Petersburger internationalen statistischen Congreffe 1872, warm an's Herz zu legen wußte. Das Wort „Statistik", zuerst von Achenwall (geb. 1719, f 1772) gebraucht, wird vorn neulateinischen statista, Staatsmann, abgeleitet, und ihre Aufgabe als die „Erforschung der physischen und moralischen Erscheinungen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens" bezeichnet. Die große Maffe deS Volks verhält sich den Zählungen gegenüber leider noch immer theils gleichgiltig. theils abgeneigt, aus verschiedenen Gründen. Viele sehen in jeder Zählung nur eine unbarmherzige Gehülfin der „Steuer- schraube." Gerade die ärmeren und arbeitenden Klaffen haben jedoch die meiste Ursache, genaue Kenntniß der thatsächlichen Verhältnisse ausgebreitet zu wünschen, denn erst darauf gestützt können ihre Anwälte in der Gesetzgebung für gerechte Verkeilung der Lasten mit Erfolg kämpfen. Andere haben einen Widerwillen gegen jede öffentliche Leistung, sehen darin eine Belästigung, eine „gelehrte Spielerei", der sie, wenn sie sich ihr nicht entziehen können, gern eine Nase buchen, ohne dm hohen Werth der Sache für sie selbst zu ahnen. An der Volkspreffe ist es, derlei Vorurtheilen den Krieg zu machen. Auch die Jugend- und Frauen-Zeitschriften, nicht minder Schulen, endlich Vereine und Clubs jeder Art, Casinos u. s. w. können und sollen ausklären, antreiben, beaufsichtigen helfen. Jeder richtig Denkende und Empfindende muß die Ehrenpflicht fühlen, feinerfeits dem Zählgeschäfte thunltche Förderung zuzuwenden und auch in seinen Umgangskreisen dafür nach Kräften zu wirken. Von Stumpsfinn zeugt es, wenn, ähnlich wie dies politische Wahlen so oft gefälscht hat, Einzelne ihr Gewissen zu beschwichtigen suchen mit gedankenlosen Redensarten, „was kann mein Thun und Lassen dem großen Ganzen viel schaden ober nützen" rc. Wieviel ein böses oder gutes Beispiel nach Außen wirkt, entzieht sich ber Be- rechnung. Unzweifelhaft übt es einen Einfluß, namentlich auch nach Innen. Ich muß mir sagen: für meine Selbstachtung ist kein Fall von erfüllter ober vernachlässigter Pflicht gleichgiltig. Unterlaffe ich, was bie Zählung von mir verlangt, so mache ich mich einer geistigen Steuerbefraubation schuldig. Deutschland. Berlin, 20. November. Abgeordnetenhaus/ Auf der Tagesordnung stehen Zunächst Wahlprüfungen. Die Wahlen v. Kleist's (Hohenau) und Kropatschtek (Brandenburg) werden beanstandet; die Wahl v. Wedell's wird für ungültig J0}«? die Interpellation Hänel. Minister-Viceprastdent Graf Stolberg erklärt sich zu sofortiger Beantwortung bereit. Hänel begründet ine,Interpellation: Zur Aufnahme der Staaten Rumänien, Bulgarien, Serbien und Montenegro in den Verband der europäischen Staaten habe man auf dem Congresse von die Gleichberechtlguna der Juden mit den übrigen Confessionen zur Bedingung gemacht, weil nur durch die volle Gleichberechtigung die Assimilation der Juden mit deremheinnschen Bevölkerung zu erreichen sei. Da Rumänien Schwierigkeiten in der Ausführung N^L^rpstichwng gemacht, sei ihm die Anerkennung so lange versagt worden, bis e5 der V erpflrchtungna ch - gekommen sein würde. Die Parität der Juden sei somit einesolche:^rbedingung der Civilisation, daß Staaten, die sie nicht hätten, nicht m die europäische Völkergemeinschaft ausgenommen würden. Die Rückwirkungen einer mehr als ^ou^ndiahrtgen Knechtschaft der Juden verschwänden leider nicht mit einem Tage Deßhalb dürfe man dock nickt die ehemaligen Verhältnisse wieder inaugunren wollen. Die jetzige Bewegung sei auch nicht gegen jene Uebelstände gerichtet, sondern gegen das Jutzen- / namentlich in Berlin bewiesen. Die Bewegung sei zu einer Racensrage geworden und habe so die aufreizendste, perfideste Wendung erhalten. Der Haß gegen die Race richte sich nicht gegen den Einzelnen; dieser Racenhatz fei ein Schlag tn's Gesicht des königlichen Gebotes des Christenthums, welches laute: Liebet euren Nächsten! Die antisemitische Bewegung sei an Brutalität durchaus nicht niedriger, als die Ausbreitung der Socialdemokratie. Er erinnere nur an gewisse Vorkommnisse in öffentlichen Communikationsmitteln und an die Massenschändung jüdischer Gräber. Das sei die Signatur der Bewegung, für welche die Schürer und Förderer verantwortlich seien. Die jüdischen Schüler seien nicht mehr sicher vor Zurücksetzung und Beleidigung in der Schule. Doch, wie viele Juden könnten nicht das höchste Verdienst um Staat und Gemeinde für sich in Anspruch nehmen? Die jetzige Lage der Dinge sei völlig unvereinbar mit der Parteilosigkeit und Gerechtigkeit. Das haben die Männer ern- vfunden, die jene Manifestation gegen die Antisemitenliga erließen. Er glaube, auch die Regierung habe jetzt die Pflicht, Parteilosigkeit und Gerechtigkeit durch eine Kundgebung zu offenbaren. Er verlange gleiche Sonne und gleiches Licht für Alle. Es existirten Besorgnisse i» den betreffenden jüdischen Kreisen, als ob die Regierung nicht ganz gerecht gegen die Juden sei. Die Regierung müsse um so mehr jetzt sich äußern, als an sie in der bekannten Petition die Forderung gerichtet wurde, im Verwaltungswege die Verfassung zu untergraben. Redner verlieft eine Depesche aus Westfalen, wonach ein Landrath amtlich zu Unterschriften der Antisemiten-Petition habe auffodern lassen. Er glaube verpflichtet zu sein, die Interpellation zu stellen, wenn er völlig unabhängig und selbstständig auf dem ihm durch die Verfassung gegebenen Rechtsboden stehe. Eine runde und volle Erklärung der Regierung im Sinne der Verfassung werde der Antisemitenbewegung die Spitze abbrechen, Beruhigung verbreiten und den jüdischen Mitbürgern die Freudigkeit an ihrer bürgerlichen Thätigkcit zurückgeben. Er hoffe auf eine solche Erklärung Die Stellung der Regierung müsse jedenfalls klar sein. Er halte es für eine Forderung der nationalen Ehre, daß die Parität gewahrt bleibe. Die Erklärung der Regierung als Antwort auf die Interpellation Hänel lautet nach dem Stenogramm: Die vorher verlesene Interpellation des Abg. Häncl ist davon ausgegangen, daß eine Petition an den Reichskanzler als Ministerpräsidenten eingereicht sei, welche die «örtlich aufgeführten vier Forderungen enthält. In Anlaß dessen richtet die Interpellation die Anfrage an die Staatsregierung, welche Stellung dieselbe den Anforderungen gegenüber einnimmt, die auf Beseitigung der vollen verfassungsmäßigen Gleichberechtigung der jüdischen Staatsbürger zielen. Hierauf muß ich zunächst conftatiren, daß eine solche Petition wie die hier erwähnte bisher an die Staatsregierung nicht gelangt ist und daß diese daher auch nicht in der Lage war, den Inhalt derselben in amtliche Erwähnung zu ziehen. Gleichwohl nimmt die Regierung nicht Anstand, die an sie am Schlüsse gerichtete Frage dahin zu beantworten: Daß die bestehende Gesetzgebung die Gleichberechtigung aller religiösen Bekenntnisse in jeglicher staatsbürgerlicher Beziehung ausspricht und daß die Regierung nicht beabsichtigt, eine Aenderung dieses Rechtszustandes eintreten zu lassen. (Beifall.) Nach der Erklärung des Grafen Stolberg beantragt v. Minnigerodc eine Besprechung der Interpellation; denselben Antrag stellen Rickert und Klotz. Das Haus stimmt zu. Die Rednerliste wird durch das Loos festgestellt. 9 Redner sind für 18 gegen die Interpellation eingeschrieben. — Abg. Reichensperger: In der Erklärung der Regierung freue ihn, daß dieselbe die Gleichberechtigung der Juden wahren wolle. Die Vorgänge in Rumänien bewiesen nur, welche Bedeutung, welche internationale Macht jene kleinste jüdische Minorität gewonnen habe. Die antisemitische Bewegung sei keineswegs durch religiösen ober Racenhaß bictirt Sie entspringe vielmehr ber Volksüberzeugung, baß nationale unb sociale Interessen in Frage stehen, baß bas eman- clpirte Jubenthum schädlich wirke, namentlich in den unteren Classen durch eine Minorität, welche nicht arbeite, sondern speculire Die Juden müßten die Emancipation erst verdienen. Man habe sie ihnen keineswegs als Anerkennung ihrer Tugenden gegeben. Er bedaure, daß die guten Elemente unter den Juden nickt so regsam seien wie die schlechten. Er wolle nicht die Gesammtheit ber Juben für bie Fehler eines Theiles verantwortlich machen. Er beharre auf bem Stanbpunkt ber verfassungsmäßigen Parität ber Juben, so schwer sie ihm unb seiner Partei bas gemacht hätten. Die jüdische Presse habe im Kulturkampf den Eymsmus ber übrigen noch Überboten. Die Agitation bes Culturkampfes sei nicht allein gegen bie Katholiken, fonbern gegen das Chriftenthum überhaupt gerichtet gewesen. Er hoffe auf Einkehr unb Umkehr ber jüdischen Mitbürger Die Fortschrittspartei, welche jetzt die Juden beschütze, habe seinerzeit die Hand geboten zur Aushebung' der brei Verfassungsartikel. Von der antisemitischen Bewegung und Interpellation verspreche er sich, daß die Juden zu mehr Besonnenheit unb Mäßigung veranlaßt würden und einsehen, baß mit bem tatsächlichen Princip ber Freiheitsrechte nichts ge- than sei unb daß die Rückprobe bleibe, ob bie Erwartungen erfüllt, bie an bie Eman- cipation geknüpft seien. — Seyfahrt führt aus, die Grunbsätze bes Christenthums gestatteten nicht, bie Juben zu verfolgen. Auck die Erinnerung an 1870 verbiete die Verfolgung. Die Judenfrage wie die sociale Frage könnten nur durch die christliche Toleranz gelöst werden. v. Heydebranb unb ber Lasa finbet es ungewöhnlich, baß man eine Petition zum Gegenstanbe einer Interpellation an bie Staatsregicrung mache, bie nicht an bas Haus gerichtet unb an ihre Abresse noch nicht gelangt sei. Noch ungewöhnlicher sei es baß bieiemge Partei bie Regierung um Schutz für bie Juden anrufe, welche ihr in andern Dingen den größten Widerstand leiste. Eine tiefe Mißstimmung gegen einen Theil ber Mischen Einwohner fei nicht zu bestreiten; biefelbe gehe burch ganz Europa. Er müsse aber entschieben bagegen prote- stiren, baß ber konservativen Partei bie Erzeugung ber antisemitischen Agitation zuge- schrieben werbe. Er appellire an die einsichtigen Juden, Achtung vor den christlichen Institutionen, vor den Staatsgesetzen, durch die sie geschützt würden, zu zeigen, und tactvoller unb gemäßigter aufzutreten; anbernfalls vermöge keine Macht irgenb einer Art, keine Interpellation bie Bewegung einzubämmen, welche aus ber innersten christlichen Ueberzeugung bes Volkes hervorgegangen sei. Virchow führt aus, baß die Agitation gegen die Juden nicht von heute fei aber derart um sich gegriffen habe, daß bie Zeit gekommen fei, hinbernb einzutreten, um bie verfassungsmäßigen Rechte ber Juben zu erhalten. Es sei ihm unverständlich, wie man für möglich halte, die Einwanderung der Juden zu verhindern. Uebrigens eriftire dles gar nicht; es sei dies eine gleiche Verwechselung, wie sie mit Religion unb Race in diesem Falle begangen werbe. Es heiße immer, man richte bie Angriffe nicht gegen die Religion, fonbern gegen einen Stamm. Wenn man aber auf ben Grund gehe so finbe man, baß es bie Religion fei, bie man verfolge. Schließlich fei es aber ber Neid ^"^r zur Verfolgung ber Juben reize wegen bes Vermögens, das sie erwerben wegen der Blldung, die sie sich aneignen. Die conservative Partei könne ificht bestreiten daß aus ihren Reihen heraus ber erste Anstoß zu ber Agitation erfolgt fei. Seine Partei habe geglaubt burch eine öffentliche Discussion zur Klärung ber Ansichten unb Aufrechterhaltung bes Friebens beitragen zu können. Hobrecht sagt, bie Erklärung ber Staatsregierung scheine wohl geeignet, eine Beruhigung ber burch bie Agitation gestörten Gemüther herbeizuführen. Das Haus sei nicht mi Stande, hier bie Frage zum Austrag zu bringen unb hier über einzelne V-Aommmsse zu Gericht zu sitzen. Die Agitation rufe bie Leibenschaften an, bie sich N'cht controliren lassen. Gerade hier sei es nölhiq, all- L-id-nschastlichk-it und Partei- lichkeit bet Seite zu lassen. Die ganze Frage könne nicht burch eine Discussion im Parlament gelost werben; bas könne nur bie Gesellschaft burch sich selbst. Die Antwort ber Regierung befriedige ihn und feine Freunde vollständig. Im Uebrigen müsse das gesunde Herz unb ber gesunde Sinn des Volkes die Frage lösen. Trager führt aus, es sei beschämend, daß man jetzt in Preußen die Judenfrage im Parlament bebatttren müsse. Der Schwerpunkt ber Bewegung liege auf dem socialen Gebiete. , Cs werbe der Reib ber minber gut Situirten gegen bie Besitzenden erregt. Die Erinnerung an bie Tapferkeit ber Juben in den Kriegen unb ihre Opfer- freubigfeit zum Besten ber Sohne bes Laubes sollten boch jeben Gebauten an die Unterdrückung derselben unmöglich machen. Eine Nothwendigkeit, den Forderungen ber Petition^0^5 ^ geben, liege nicht vor unb ein Abgehen von ber Gleichberechtigung würbe die schädlichste Wirkung haben. (Forts, folgt.) ° 0 Berlin, 21. November. Nach der „Neuen Freien Presse" wären die Feindseligkeiten zwischen den Türken und Albanesen bereits zum Ausbruch ge- kommen. Die Bestätigung bleibt abzuwarten; jedenfalls hat die orientalische Frage, seit Gladstone sich genöthigt gesehen hat, seinen Rückzug anzutreten ihren unmittelbar drohenden Charakter verloren. Deutschland und Frankreich arbeiten in Athen gemeinschaftlich darauf hin, daß Griechenland nicht sich auf oas Abenteuer üneS Krieges mit der Türkei einlasie und wohl gar noch auf die Unterstützung Kr Mächte hoffe. Der Fall von Montenegro und von Griechenland ist sehr verschieben; dem Fürsten von Montenegro waren durch den Berliner Frieden gevtffe Gebietserweiterungen zugestchert. Es handelte sich also um vertragsmäß^e Rechte- Griechenland haben die Mächte nichts zuze- sichert, als ihre Vermittlung, wenn es sich mit der Türkei über eine neue Grenzlinie nicht einigen könne, und darüber denken die Mächte für jetzt nicht hinauszugehen. Herr v. Radowitz wird wohl schon in Athen angelangt sein. — Ein Telegramm aus Washington vom 11. b. Mts. ist für die deutsch, amerikanischen Bürger, welche nach Deutschland zurückkehren wollen oder sich bereits hier aufhalten, von großer Wichtigkeit. Daffelbe besagt, daß ein Cir- cular bes StaatSd«partememS bekannt macht, daß alle als Bürger der Vereinigten Staaten naturalistrten Deutschen, welche Deutschland in der Absicht, nach Amerika zurückzukehren, besuchen, Seitens der Unions-Regierung gehörigen Schutz erhalten werden. Dieses Circular ist, wie die „Magdeb. Zig." hört, dadurch veranlaßt worden, daß neuerdings die deutschen Centralbehörden eine höchst wichtige Jnterpretatlon der bett. Vorschriften der Naturalisations-Ver- trä.ze zwischen den Vereinigten Staaten einerseits und dem vormaligen Nord- deutschen Bunde und den süddeutschen Staaten andererseits vorgenommen haben. Nach diesen Vorschriften soll, wenn ein in Amerika naturalistrter Deutscher seinen Wohnsitz wiederum in Deuschland nimmt, ohne die Absicht zu haben, wieder nach Amerika zurückzukehren, dies so angesehen werden, als habe er auf seine Naturalisation in den Vereinigten Staaten verzichtet. Die Absicht, nicht zurückkehren zu wollen, kann als vorhanden angesehen werden, wenn die Person sich länger als zwei Jahre ir Deutschland aufhält. Die Unions' Regierung hält nun einen länger als zweijährigen Aufenthalt in Deutschland an sich noch nicht für einen Beweis der rlbstcht, nicht nach Amerika zurück- kehren zu wollen. Die deutschen Regierungen dagegen haben bisher das Gegenthell behauptet und wiederholt zurückgekehrte Auswanderer, welche sich länger als zwei Jahre in Deutschland aufgrhüten haben, als auf ihre amerikanische Naturalisation verzichtend angesehen und ausgewiesen. Nach der neuerdings Seitens der deutschen Centralbehörden gegebenen Interpretation der bett. Vorschriften sollen jetzt solche Personen als Individuen, welche weder dem einen noch dem anderen Staate angehören, angesehen und behandelt werden. Die Ausweisung nach zweijährigem Aufenthalte in Deutschland soll nur dann erfolgen, wenn ein besonderer Anlaß dazu vorlikgt, als welcher die durch die Auswanderung selbst begangene Verletzung der Militärpflicht in der Regel nicht angesehen werden soll. Irankreich. Paris, 20. Novbr. Die Urtheile der von klerikalen Richtern besetzten Gerichtshöfe über die Vorgänge bei der Ausweisung der Jesuiten machen böses Blut. So sprach der Gerichtshof von Nancy den Advocaten Cantal, der bei der Austreibung^der Oblaten den Polizei-Commiffar beschimpft, und den Abbe Lutz, der „A bas les crocheteurs“ gerufen hatte, von jeder Schuld frei; so verurthetlte der Gerichtshof von Lyon den Mitschuldigen am Morde des Ccos, Namens Gourdiat, nur zu 50 Frcs. Geldstrafe, obgleich er einen Todtschläger bei sich trug, was gesetzlich verboten und mit den strengsten Strafen belegt ist. Die Regierung selbst geht noch immer entschloffen vor und ergreift Verwaltungsmaßregeln gegen die, welche sich an den Kundgebungen bei der A isttei- bung der Mönche beteiligten. Der Haupt-Casstrer der Sparkaffe von Bou- logne wurde deshalb seines Amtes entsetzt, und der Artillerie-Lieutenant Berihault, ein Sohn des ehemaligen Kriegsministers (er steht in Bourges) erhielt 30 Tage Gefängnißstrafe, weil er einen jungen Mann durchgepmgelt, der bei der Austreibung der Jesuiten ein Hoch auf die Republik gerufen hatte. Die Sprache der klerikalen Blätter ist frecher denn je; sie predigen geradezu Aufruhr 1 So schreibt der ehemalige päpstliche Zuaoe Marchand in der „Civ.- lisation", einem der heftigsten Blätter des „Roy", wie folgt: „Wir haben nichts mehr von den parlamentarischen Mitteln zu hoffen, um dem gehässigen Joch zu entgehen, das auf Frankreich lastet. Wir können es nicht genug wiederholen : Lossen wir vor den Pforten unserer Versammlungen die letzten Hoffnungen. Wir müssen uns heute selbst befreien und die Regierung, bie Gesetze herstellen, indem wir ben Thron bes Königs aufrichten." Rußland. Petersburg, 20. Novbr. Man hat einen umfangreichen Hanbel mit gestohlenen oder gefälschten deutschen Pässen aufgebeckt, bie zu 100 bis 1000 Rubel das Stück verkauft wurden. Es findet dieserhalb ein lebhafter Briefwechsel mit der russischen Botschaft in Berlin statt. — Der Kurdenkrieg nimmt einen bedenklichen Umfang an; Rußland ergreift Maßregeln zum Schutz seiner Grenze. Türkei. Konstantinopel, 20. November. Die Truppen Derwisch Paschas in der Umgebung von Dulcigno sollen von den Albanesen eingeschloffen sein. Die Albanesen verweigerten zuletzt, das zur Fahne einberufene Redifscontingent zu stellen. — Die albanestsche Liga zeigte OLman Pascha an, daß sie jedem Versuche, das Decret des Sultans auszuführen, gewaltsam entgegentreten würde. — Das österreichische Consulatsgebäude in Prizrend wurde geplündert. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Correspoudenz-Bureau. Darmstadt, 22. Novbr. Der Großherzog besuchte gestern mit bem Erbgroßherzog unb den Prinzessinnen Victoria, Elisabeth unb Irene bie krön- prinzlicken Herrschaften in Wiesbaben zum Geburtstage ber Kronprinzessin. Agram, 22. Novbr. Samstag Nacht unb gestern Nachmittag erfolgten wiederum locale Erderschütterungen. Konstantinopel, 22. November. Der Sultan ließ gestern durch einen Adjutanten dem deutschen Botschafter Graf Hatzfeldt mittheilen, daß Derwisch Pascha die Mazurabrücke besetzte und heute die Mazurahöhen besetzen wird. Die Occupation Dulcignos sei bevorstehend. Heute Abend ist Con- ferenz der Botschafter der Mächte. E^ bestätigt sich, daß der Sultan bie Tobesstrafe Veli Mahomeb's in lebenslängliche Gefängnißstrafe umwanbeln will. Riza Pascha ist zum Mitglieb ber Militär-Reform-Commission ernannt. Mainz, 22. Novbr. Bei ber hiesigen Stabtverorbnetenwahl siegten bie Canbibaten ber vereinigten Nationalliberalen unb Demokraten. $1* g @rlll 'ww>: & Wl M I SonnM M Hießen, tit'en mit d-m H * Sch«»»' $inj" '»ch'-l«, « GM Johan» E ($otjn des veff Löschhorn v flltiäH* veM Hane, geb, 5 10. November 40 Jchren nad unb seitdem v curatonsch vei selben beträgt 320 X Do seit der Georg Löst verfloßen find, selbe resp. se mentscrben hie hier verwalte/ binnen brei' an gerechnet in als H ber Löschhvrn \\ Vermögen dess Mflen toi Würde. Gleichzeitig welche iänfprüi Vermögen zu l forderuvg, ihr, innerhalb obig der Nichtberüä zu machen. Lch. 15. N TrchhnzG 7646) 8o Vlirmfl, Wilk Z 7633) Chaiß matten sind to Mfe zum Un Wasserleitunger bei mir ein. Gießen, den H. I M-Hr Ä W^dig J tagt die E Pwr M MW ND RÜCK’! wr - -fi 1 Tert’'t'-'tv” ein (7477 denselben Beifall wie die übrigen, z. 93 „der Spiegel der Madame Pompadour". Die agto8< koptschen Bilder erregten allgemeine Bewunderung, „das Märchen vom Storch" große Heiterkeit. Bet den optischen Vorstellungen bot sich dem Auge ein Farbenspiel von solcher Pracht dar, daß das Publicum am Schlüsse laut Beifall klatschte. Heute Abend findet eine wettere Vorstellung statt. Auch wollen wir nicht verfehlen, diejenigen Eltern, die ihren Kindern eine Freude bereiten wollen, auf die Mittwoch Nachmittag 4’/2 Uhr stuttfindende Kindervorstellung aufmerksam zu machen. 7595) Ein HauS nebst Hinterhaus und sonstigem Zubehör für mäßigen Preis erbtheilungshalber zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl- nl Richtern besetzten suiten machen böses trn Tantal, der bet * und den Abbe er Schuld stet; |o m Morde des Ecos ' einen Todtschlägo i Strafen Lel.'gt ist. ib tyrtift Smoab n bei irr Mrtb parlasse von Bou-. trttllkrle'LieutrnM steht in Douros) inn durchs:üzelt, ubht zeichn hatte, r prrdizen geradezu geehrtes Publikum aufmerksam. Auch ist stets feinstes Maschinenöl und Nadeln bei mir zu haben. Reparaturen aller Systeme werden schnell und billig besorgt. Ratenzahlung 1 A 50 per Woche. rchand In der F'.v>- olgt: „Wir haben um dem grhälslZkn es nicht zenuz wie. gen die letzten Hch igirruug, die GG 7631) Leere Fässer und Kisten, Haus- ' Glasthüren rc. billig abzugeben bei Emil Plstor. Dublin, 22. Novbr. Einem gestern von der Landliga veranstalteten Meeting in Killamore wohnten 15 000 Personen bei; es wurden sehr heftige Reden gegen Grundbesitzer und Regierung gehalten. Konstantinopel, 22. November. Eine Depesche Derwisch Paschas zeigt der Pforte an, er werde heute mit vier Bataillonen in Dulcigno einrücken. London, 22. November, Abends. Dem Vernehmen nach wurde dem Botschafter in Berlin, Ruffell, die Pairswürde verliehen. Petersburg, 22. Novbr. Der Großsürst-Thronfolger mit seiner Familie ist heute hierher zurückgekehrt. Loudon, 23. November. Gestern kam es in Ballina (Irland) zu Ruhestörungen. Die Polizei suchte ein Mitglied der Landliga zu verhaften, welches an eine Ansammlung von Landleuten aufreizende Reden hielt. Letztere widersetzten sich der Verhaftung; bet dem Zusammenstoß kam es zum Blutvergießen und mehrere Polizetagenten wurden verwundet. Endlich griff die Polizei mit Säbeln die VolkSmaffen an und setzte die Verhaftung durch. Sonntag geht abermals ein Regiment nach Irland ab. Lokales. Gießen, 23. Novbr. Die gestern Abend im Saale des Cafe Leib stattgehabte 8or< flcdunq de« Zauberkünstlers Basch wirkte in allen Theilen auf die Zuschauer so befriedigend, und wurden die Produktionen genannten Künstlers mit solcher Exaktheit durchgeführt, daß Mancher, der das Alles sch on gesehen" haben will, anderer Meinung werden mußte. Die Kunst- stückcken mit dem Handschuh, mit den beiden Ringen und namentlich mit der „leeten Schatulle", bte außer Schreipuppen, Näbtäschchen rc. eine große Anzahl gefüllter Weingläschen „für Herrn Danz" enthielt, und aus der schließlich Herr Basch ein Centnergewicht hervorholte, ernteten Hemden nach Maß liefert unter Garantie des Gutpassens 7192) H. Rübsamen. Historischer Verein. Vortrag Donnerstag, 25. November, Abends 8 Uhr: Dir. Soldan über den Pfahlgraben (Cafe Ebel). (7645 6944) Zu bevorstehender Saison erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager von Blechwaaren und Lampen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Letztere mit Rundbrenner von 3 an bis zu den elegantesten Salonlampen. Auch verkaufe ich eine Partie verzinnter und emaillirter Kochgeschirre) um gänzlich damit zu räumen, zu Fabrikpreisen. Hochachtungsvoll W. Ammon, _ 7193) Zur Saison erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager in allen Arten Pelzwaaren in empfehlende Erinnerung zu bringen. Reparaturen, sowie allein das Kürschnerfach etnschlagende Arbeiten werden gut und billigst ausgeführt. H. Kübsamen, Kürschner und Kappenmacher. n ®trwiW n I* fat Wif*"** bi an, H ® ifam Origina I Amerikanische Oesen Ulster (t Westminster mit feinster Vernickelung. Brillanter, besser und billiger als die nachgemachten. Allein-Verkauf bei 11. 8. liess efranäfurt a. J1T. Wiederverkäufern Rabatt. (7634 Handel und Verkehr. Gießen, 23 November. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. A 1,12 btö A 120., Hühnereier 1 Stück l—0H, 2 St. 00 Gänseeier 1 St. 12-00 H. Käse per Stück 5—9 Käsematte vcr Stück 8—0 Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 Tauben das Paar 50—65 Hühner p. St. A 0.70—1.00, Hahnen p. St. A 0.65—0.90, Gänse pr. Pfd. 50—56 Enten per Stück A 1.30-2.00, Ochsenfleisch 66-00 H per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 45—50 Kalbfleisch 50—00 Hammelfleisch 50—66 Schweinefleisch 64—68 H, Kartoffeln per WO Kilo A 3.50-4.00, Zwiebeln p. Lrr. A 8-0, Milch per Liter 16 und 18 Weißkraut 100 Stück A 3.00—5.00, Frankfurt, 22. November. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 A 40, Nr. 2 A 38, Nr. 5 A 32, Nr. 4 A 28, Nr. 5 A 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) A 32.00—00, do. I (Berliner Marke) A. 30.00—00.00, do. II (Berliner Marke) A 24.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier A 23.00 - 23.25, ab unserer Umgegend A 22.50—22.75, do. fremder je nach Qualität A 22.50—23.25, Roggen, je nach Qualität A 22.00—00.00, Gerste A 15.50-19, Hafer A 13.75—15, Kohlsamen A 27.00—28, Erbsen A 19—27, Wicken A 16-18, Linsen A 20-40, Bohnen, weiße, A 23—25, Roggenkleie A —, Weizenkleie, grobe und feine A —, Rüböl, detail, A 63. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offertrt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.) Frankfurt, 22. November. Der heutige Viebmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen und Stiere, 320 Kühe und Rinder, 180 Kälber und 800 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. A 65—68, 2. Qual. A 60—62, Kühe und Rinder 1. Qual. A- 52-56, 2. Qual. A 40—45, Kälber 1. Qual. A 45-52, 2. Qual. 00-00, Hämmel 1. Qual. A 50—55, 2. Qual. A 35 -45 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität daS Pfund 65 N* ähmaschinen aus den anerkannt besten Fabriken, mit den neuesten Einrichtungen (Selbstspuler und Spulauslösung) versehen, liefert unter mehrjähriger reeller Garantie zu den billigsten Preisen JF. Kraft) Neuenweg B. 183. Besonders mache auf meine Singermaschinen für Familiengebrauch und Gewerbe, Grover «fc Bakermafchinen desgl., Wheeler K Wilsonmaschtnen, Cylinder-, Elafttc- u. Säulenmaschinen, vorzüglich für Schuhmacher, Geßenttiche Auffordkrung. Johann Georg Löschhorn, Sohn des verstorbenen Johannes Löschhorn von Eberstavt und deffen gleichfalls verstorbenen Ehefrau Juliane, geb, Bender, geboren am 10. November 1810, ist vor ungefähr 40 Jahren nach England ausgewandert und seitdem verschollen. Das seither mratorisch verwaltete Vermögen desselben beträgt gegenwärtig ungefähr 320 eX. Da seit der Geburt des Johann Georg Löschhorn bereits 70 Jahre verflossen sind, so wird nunmehr derselbe resp. seine Leibes- oder Testa- wentscrben hiermit aufgefordert, das hier verwaltete Vermögen sogewiß binnen drei Monaten von heute an gerechnet in Empfang zu nehmen, als sollst der Johann Georg Löschhorn für tobt erklärt, und das Vermögen desselben den sich meldenden nächsten Elben auS geliefert werden würde. Gleichzeitig ergeht an alle diejenigen, welche Ansprüche an daS bezeichnete Vermögen zu haben glauben, die Ans« fordernng, ihre desbezügltchen Rechte innerhalb obiger Frist bei Meldung der Nichtberücksichtigung dahier geltend zu machen. Lich, 15. November 1880. Großherzogliches Amtsgericht Lich. 7646) Langermann. ®arfn h?M •-hi; *• 1 *• lit t ae« rn Qnj.J nicht lein- eng Di- UnL ? IBM. t,6ln iiih„ bai Mt fich :8. auf ihri aoiert» R--H bet 3nterpretatton Milche weder wb behandelt wer- '«Wanb soll nur Welcher hie duich W in der Aezel 0 । EÄ % Sultans ■’Ä" rbntltn®161 W ostatea- k ,11 100 iii M ein ltih-fttt W _ Der Surdenkrirg -chegeln zum Ws a - H tZ69__________________ Frielendorfer (Briquettes 7491) bei C. Schmitz & Ca Marmor-Wärmfleine, Wärmflaschen in Zinn empfiehl? billigst (7638 I. H. Fuhr, Sonnenstraße. NB. Altes Zinn wird in Tausch genommen.______________ Kochgeschirre, roh, verzinnt und emaillirt, empfiehlt zu billigen Preisen (7562 Wilhelm Seibert, Marktstraße. Eine Mrlhie zurückgesehte Rletüerstosse, sowie mehrere Stücke Läufer (Tepptchstoff) zu Einkaufspreis und darunter. Ferner empfehle: x Kleiderstoffe (neu) in soliden Genre's, Besatz - BelvetS, Waffelund Piguedecken von JL 23/4 an, Tisch- und Commodedecken in Wolle unh Leinen, wollene Bettdecken, ShawlS, leinene Taschentücher re. rc. (7636 Martin Scheel, am Marktplatz: 7630) Ich zeige hiermit an, daß nur die Beremsbank in Nürnberg den Verkauf ihrer 41/2% und 40/g Hypothekenpfandbrtefe übertragen hat. Ich kann diese Pfandbriefe als unbedingt sichere und billige Capitalanlage bestens empfehlen. Gießen, 23. November 1880. Albert Kaufmann. Jinitöiicfünfle frische Sendung eingetroffen. S Gg. Wilh. Weidig. u Mer!:: Raffinade in Broden, Würfelraffinade, Würfelabfallraffinade, Gestoßene Raffinade, Poudre- Raffinade, Crystallzucker, empfiehlt in bester Qualität (7532 H. I. Nassauer. Ieitgeöolenes. 7633) Chaisendecken, Stroh- und Rohr- matten sind wieder v orräthig. Stroh zöpfe zum Umwickeln von Pumpen und Wasserleitungen treffen in einigen Tagen bei mir ein. Gießen, den 22. November 1880. H. Dickoro, Sonnenstraße. Piano, noch sehr gut erhalten, preiS- würdig zu verkaufen. Wo? sagt die^Exped. d. Bl. (7632 <£. Wenzel. April 1881 7631) Darmstädter Haus 7639) Unserem lieben Freunde zu seinem heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glükwünsche. ÖKAA Ml, werden zu leihen "ge- /£dvv sucht. Näheres bei bei der Mehrere Freunde. (7615 Exped. d. Bl. Entree frei. o Mr. 1 hat das Bügeleisen gewormem Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der BrÜhl'schen Umv.-Druckerei (Fr Ebr. Pietsch) in Gießen Zu verkaufen eine Nähmaschine für Schuhmacher und Sattler und eine Partie Leisten. 7107) Kirchenplatz Nr. 23. 7016) Lumpen, alteS Eisen, Zinn, Kupfer, Messing, Flaschen und Zei« tungSpapier rc. werden angekauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193. 6953) Mödlirtes Zimmer zu vermie- then bei Carl Stuckrath, Gaitfeld. 6985) Der 2. Stock in meinem Hause in der Bahnhofstraße za vermiethen und per 1. Januar 1881 zu beziehen. Wilhelm Reiber. 7637) Am Sonntag Abend wurde auf dem Wege vom CafäLeib nach dem Neuen- weg ein Portemonnaie verloren Man bittet um Abgabe Erlengasse B. 126. 7640) Anfang 8 Uhr. Die Eröffnung des Miisterlagers der Möbelfabrik, Reichensang - RahnholMratze L. 93’ Mer z ’schen Hause, zeigt ergebenst an 7585 77t. Orüdi. Bazar des Fräüenvereins. Nachdem unser Aufruf eine so überaus günstige Aufnahme gefunden hat, und uns in dankenswerthester Weise so viele schöne Gaben gespendet worden sind, wollen wir nun unseren Bazar Mittwoch den 24. November im grossen Saale des Hotels zum Einhorn eröffnen. Ausstellung und Verkauf finden Mittwoch, Donnerstag und Freitag, jedesmal Vormittags von 10 bis 1 Uhr, Nachmittags von 3 bis 9 Uhr, statt. Zugleich ist ein Büffet arrang'rt. Am Eingang wird em Eintrittsgeld von 10 H erhoben. Auch sind daselbst Loose zu haben. Es wird gebeten, sich mit Kleingeld zu versehen, da Herausgeben und Wechseln Schwier gkeiten macht. Mittwoch und Donnerstag Abend von 7—9 Uhr Coneert. Die Verlosung wird Samstag Nachmittag 2 Udr gehalten. Die Gewinne, welche auf die an dir Kaffe verkauften Loose fallen, werden im „Gießener Anzeiger" veröffentlicht weiden. Jndew wir nun um recht zahlreichen Besuch unseres Bazars bitten, hoffen wir durch geschmackvolles Arrangement den Besuchern für alle der guten Sache gebrachten Opfer auch eine kleine Freude bereiten zu können. Der Vorstand. 7644) Ein Gesellschaftszimmer abzu- geben. Näheres bei der Exped. d. Bl. FercL Hoffmann in Gießen, Settersweg. 7650) Eine graue Geldbörse mit einem Inhalt von ca. 3 JL, sowie einem goldenen Ning mit Stein, verloren. Der redliche Finder wolle solche gegen Ucberlassung des Geldbetrags an die Exped. d. Bl. abgeben. ---------- Heute Dienstag den 23. und Mittwoch 7639) Unserem den 24. November r g M Mangs-Loncerl § zu seinem heutige Tyroler Alpensängergesellschaft J. Kopp g 'u,r*** D) aus dem Zillerthale. g Bri Durchsicht des tllustrirten Buches: „Dr. Airy's Heilmethode" werden sogar Schwerkrante die Ueberzeugung ae- toiiutm, daß atich fie, wenn nur die richtigen Mittel zur Anwenduna gelangen. noch Heilung erwarten dürfen. Es sollte daher jeder Leidende, selbst wenn bei ihm bislang alle Medicin erfolglos gewesen, sich vertrauensvoll dieser bewährten Heilmethode zmveuden und nicht säumen, obigeS Werk anzuschasfen. Ein „Auszug" daraus gratis u. franco. In dem weit- JUg (ßtdif“ verbreiteten Buche * finden Gicht- u. Rheumatismus-Leidende die bewährtesten Mittel gegen ihre oft sehr schmerzhaften Leiden angegeben, — Heilmittel, welche selbst bei veralteten Fällen noch die ersehnte Heilung brachten. Prospcct gratis u. franco. — Gegen Einsendung von IM. MPfg.wird „Dr. Airy'S Heilmethode" u. für60Pfg. das Buch „Die Gicht" franco überall hin versandt von Kichter'« Herlags-AnstaU in Keiprl«. Di Der B-r d«i letzten T-k dir dnrch die < sind. M-nh^ titr Srwerbsui'I von Betrirbsun! ein Fehler der - hie, lveltgehelidei -ricknet werden. Praktstck zur Er ES ist jäz zunst des Hast fehle, ihre Ard aus Unfällen 1 gm btx Gel öd Betrübe unter wenn Unfälle zu erfülle», l solide Fübrtka schluhen, mit Daraus folgl gesichert ist. aus dem Weg gknden Btwei Thell ist, zur Mältnß zp ter heutigtl, $ daß die EnW neu im Baare'f Unfallvnfichnu Bergroerü, der fchüftlichen Ne Hüben necke allf Unfälle d>r Stmfftm Procch um b noch übiig ble Unürnihwer, f der haatbchm der Anbrüche Unternehmer i Tas fu tigm g teibür wird ÄuLftch Vorlage an, i sächlich in We des einzelnen weniger zvips der Belritbsf liegt also »ich lriebc auf Kc werden, und Man wird fr lassen, die sä die unter dal Eßen, all, dlnsall eine Ui Künftig, als fi Kkeiten zu ^aungs-Juß ™ in Rück! « 0,6 de Wen wird. , Aber die {M°lfen wer « Bracht ;-L- Sm?'? Teutonia? Allgemeine Renten-, Capital- und Lebensversicherungsbank in Leipzig, errichtet 1832. Versicherungs'Copitalien z. Z. über 63 Millionen Mark. Garantie-C^pitalien z. Z. circa 9 Millionen Mark. Dividende-Vergütung ohne erhöhte Prämie und ohne Nach- schutz-Verbindlichkeit. Dividendeberechtigt (nach Prospect): Capital Versicherungen über 3000 und mehr auf den Todesfall, mit abgekürzter Verficherungszeit und auf zwei verbundene Leben (Tarif XV-XVIII). Dividendevertheiluna nach Verbältniß der Sumn-e der eingezahlten Prämien. Folge davon: Beständig wachsende Dividende resp. stetige Er- niederung der Einzahlungen nach Maßgabe des Jahres- gewinnes. Dividende für das Jahr 1879: Versicherungen aus dem Jahre 1873: 8,16 % „ „ „ „ 1863: 2177 o/oket Jahresprämie. „ „ „ , 1853:35 98 %) Zur Ausgabe von Prospecten, Ertheilung von weiterer Auskunft und unentgeldltcher Entgegennahme von Beträgen empfiphlt sich der Hauptagent: Toües-Anzeige. 7649) Statt besonderer Anzeige, Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß heute Morgen 7 Uhr unser innigst geliebter G tte und Vater D. Rühl, Bäckermeister, nach längerem Leiden in ein befferes Jenseits sanft abberufen worden ist. Um stille Theilnabme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 23. November 1880. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr statt. vermischte Anzeigen. 7635) Ein braves Dienstmädchen vom Land wird gesucht auf sogleich. Wo? sagt bie Exped. d. Bltts.____ 7643) Ein gut erhaltener geräumiger Schreibtisch zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe erbeten unter EL. R. I. an die Exp. ds. Bltts. 7587) 1—2 Herren können Kost und Logis ei halten. Wallthorftraße A. 199. 7518) Ein Zapfjunge gesucht. „Restauration Busch". XXXXXUXXXXXAIXXXXXXXXXXXXR X Ueberraschende und passende (7647 g Weihnachls- und Geburtstags-Geschenke. 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