1880 Samstag den 24 Juli Nr. 170 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Redaettoosvoreaur l Schulstraße v. 18. Sxpevttionsbnreau r J Sanbtiälttfter Gutsbejitzn Mierfbetf. ®tmeinbe; Haberkorn in Wfcfott Henke uniborf. Obeiförfttr ig in Riedrroderlvih. u- Dr. von Meyer "rnßadt. KrchlSanwalt mgtr, Vorstand der Nisser aufVurkrrS. Asarin dichter in rvi VWorf. Ritter« ?rmcnn von Thielan $uian. L^deSbestallter Gießen, am 21. Juli 1880. Betreffend: Ausschlag der Kreisumlagen für 1881. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen a« die Großherroalichen Bürgermeistereien und Gemarkungsvorstande. ÄsassgiSEHa™:: genbeS Verbreitung Verdiener. Das Gesetz vom 6. Mai, welches b-n Erfaß- reservtsten erster Klasse vier Uebungen (von 10, 4 und je 2 Wochen) währ-nb des Friedens anferlegt, hat keine rückwtikendc Kraft, finde vielmehr nur Anwendung auf diejenigen Militärpflichtigen, welche nach Erlaß dieses Gesetzes wegen hoher Loosnummern und — erst in zweiter Reihe u>egen geringer körperlicher Fehler der Ersotzreserve erster Klaffe überwiesen sind. Da die endgültige Entscheidung bei dem Ober-ErjatzgeschLtt gefällt wird, so kommt es darauf an, ob daffelbe-vor oder nach dem 10. Mai d. I , mit welchem Tage die Militärnovelle G«i-tz°skrast erlangt hat, stattgefunben. Dte Uebun- gen werden erst im künftigen Jahre zum ersten Male abgehalten werden. Zur Erjatzreserve wird man im 22. Lebensjahre überwiesen und die Beipflichtung zu derselben dauert bis zum vollendeten 31. Lebensjahre. Denjenigen, welche das Recht zum Dienst als Einjährig.Freiwilltge erm°,ben haben, steht für d.e erste U'bung unter denjenigen Truppentherlen die Wahl fre», welchen für das betr. Jahr die Ausbildung von Eisatzreservisten übertragen ist. __ Bekanntlich haben die beiden kleinen Königreiche Belgien und Grie- ch " 'nd dem Jahre 1830 ihi e Selbstständigkeit zu verdanken. Bekanntlich war P.mz Aeopvlo uvu ^achsru-Kovurg von zum Körrig bestem., aber wie verschiedenartig war die Entwickelung demjenigen Landes, desien Krone zu tragen er ausgeschlagen und demjenigen, das er resp. sein Elbe regtert. Der Berl. B.-C" bemerkt darüber in einer Parallele: Belgien gedieh prächtig, ist ein kleines Musterland, Griechenland dagegen führte eine kümmerlicheExt- strnz, war der Heerd ewiger Tumulte. In Belgien blüht Kunst, Wiffenschast, Lande! Industrie, in Griechenland blüht das Räuberwesen, der Nationalitäten- H'.der. Belgien ladet all- Welt zu Gast-, zu Festlichkeiten wie sie Europa nie gesehen, der König ton Griechenland ladet sich selbst bei den versch.edenen Lösen Europas zu Gaste. Mit verschwenderischer Freigebigkeit streut das reiche Belgien seine Gaben aus, der König von Griechenland reist umher, um Unt-tstützung zu erbitten. IranLreich. Paris, 20. Juli. Frankreich lebt noch immer in dem Jubel, des Nationalsestes. Tag für Tag folgen sich Festlichkeiten unb °sficielle Drttet- ... (Shren der reoraanisirten Armee. Das bemerkenswertheste militärische Esst n, dem d-r krwgsmüuster d-r Gouverneur von Pnr.s und di- Spitzen der Armee beiwohnten, sand bei Gambetta im Palais Bourbon statt. General v. Galliftt batte die Vorstellung der Gäste übernommen und spielte überhaupt den ganzen Ansprache. Er schilderte di- verzweifelte Lage, in welcher das Kaiserreich die Armee gelaßen hatte, und führte aus, daß st- selbst um so bereitwilliger a ihrer Reoraanifirung mitgearbeitet bäite, als si- sich von den dauerhaften Institutionen ^d-r republikanischen Staaisform unterstützt fühlte. Das h-uOge i aniökiicke Leer schloß er, wäre ein Gegenstand der Ueberraichung und Be wuudcrüng?! ganz Europa. Dies. Werte wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen und d-r Ministerpräsident v^ Frepcinet wünfepte dem Redner zu seiner Improvisation in den wärmst.n Ausdrucken Gluck. A, Sonnabend chloß der S-natspräfid-nt Leon Say dw «en.der Mch-n Emps-ngs abende durch -in Diner von 100 Gedeck.n, w-led-s er »en ältesten Osfictercn gab, die an der Fahnenweihe Th-ii nahmen. - Auch das Pariser Volk fährt fort, Nachfeier zu halten. In einzelnen «'r°'>dtff-'"-nts wurde an den l-tz -n Abenden auf öffentlichen Plätzen wieder getanzt und für g-st" ®a en n‘“‘ Kackelzüa- ana-kündigt. Das Fest sollte eist mit dem gestrigen Tage, den B-lleville mit dem höchsten Aufwande von öff-ntl'^-n ^tme» wollt-, seinen Abschluß finden. Auf di- dit-.sveribelm m t.n dort.g-n Schulen, der man einen unumwunden politischen Charakre g , s g Banket, dem Gambetta beiwohnen wollte. Türkei. jR’nttilüittfttottel 20. Juli. Im Zusammenhang mit den Berufungen d-u.!ch^L7-M-"zur M^rnLng dis ? k.schen H-er- u«b w-sens siebt jedenfalls auch die Ernennung des Generals Drlgalsky Hafaa (irS 4«S.«■ w'» I m er Kavallerie-Division des 15^ Armee Corps) war ursprünglich preußischer Osficier und stmib als C«onbe- Lieutenant tu Mainz in Garnison. Jugendlicher Thatendurst bewog ihn, bte 1880 k, in 1 oder vrr, L Srak* «■ Stein. ** Schätz ÄBTJtw blt Wto 6kS6k «Uhu wir ’ff'« Hä»d, fjnb(n Krchencr Anzeiger Alifeigk- enb Amtsblatt fir btn Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlobn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. n. ikfuri ü. A bei 24. ds. mit nicrVtlb lö Waxufc yflempeh tt rsr Xbgang M kTpevirt werden unt Wohnort" nflrirung erlitten.' Vormittag at» leer grgirimatton bt iK-GtsM K'°" grdiening ^nft jrmngsooll «w* .,,,.««•* ■, ä» *>y ’.e * mezlfl' l,fr j Deutsche Beamte in Konstantinopel. Der Sultan in tausend Aengsten hat einen „letzten Versuch" in Scene gesetzt, der in vielfacher Beziehung als ein geschickter Schachzug der wech el- »ollen orientalischen Politik betrachtet weiden muß. Di- deutsch- Intervention in Konstantinopel gewinnt den Charakter eines diplomatischen Handstreichs, bet welchem bis aus Weiteres nicht recht klar ist, ob man -s mit einer türkischen Originalidre zu thun hat, oder ob der auch im Oriente zuweilen austauchende „Finger Bismarck's" einen Wink mit dem Zaunpfahle gegeben hat. Das Er- -igniß selbst ist indeffen so bedeutend, daß die Ursachen deffelben nebensächlich erscheinen, da die diplomatische W-lt genug mit den Wirkungen zu rechnen hat. Betrachtet man den Versuch von der rein geschäftlichen Seit-, vom Standpunkte der praktische» Zneckaiäßigkeit, so kommt man zu dem Resultate, daß allerdings deutsche Beamte die geeignetsten sein möchten, Ordnung in di- türkischen Verhältniffe zu bringen; sollie flch dagegen h-rausst-lle», daß es auch ihrer Mission nicht gelänge, wie die Preußen sagen, „Zug in die Co- ionne" zu bringen, so ist die Türket wirklich incurabel. Tüchtige deutsche «eumte werde., in sch. kurzer Z. i.-rm'tf'n, ob die Tü-k-t vor dem Stoots, iankeroit zu retten ist oder nicht; vor dem Auge deutscher Rechnungsrevtsoren, die gewohnt sind, zu rechnen, bis die Sache aus V30 Pfennige „klappt , passt- rm keine türkischen „Schätzungen", und die Herren werden sich von den abge- siimtesten Paschas kein X sür ein U machen lassen. Eine deutsche Jiüerven- tion welche Bismarck mit seinem Namen deckt, wird also vor allen Dingen energisch vorgehen und Klarheit schaffen, und ist diese klare Ueberstcht gewonnen, so ist der erste Schritt zu den türkischen Resormen gethan. Bei der großen Notenschreiberei, mit welcher in jüngster Zett die Mächte des Abendlandes die Pforte beglückt haben, hat sich Deutschland im Hin ter- gründe gehalten. Die Bismarcklchen Deveschen erfreuen sich zwar ebenfalls, wie der Vatikan bezeugen kann, eines eleganten Styls, zumal Herr Lothar Bucher auch als Wirklicher Geheimer Legationsrath nicht die aristokratische Schreibweise eines echten Ritters von der Feder verlernt hat, aber der Inhalt, den Fürst Bismarck voischreibt, bleibt doch immer die Hauptsache. Die deut- schen Noten wirken, weil man beim Verlesen derselben hört, daß eventuell Bataillone marschiren oder Flaggen von Panzerschiffen in Sicht kommen. Zm weilen haben sie auch jenen größten diplomatischen Vorzug, den die Amerikaner ,bluff" nennen; sie verblüffen, und gegenüber der Reserve, welche Deutschland auch jetzt, wie vorher in Egypten, den französisch * englischen Interventionen gegenüber beobachtet hatte, müßte es einen wirksamen Eindruck machen, daß Deutschland das europäische Jntereste nicht aus den Augen verlor und Herrn Göschen einen deutschen Regserungsbeamten als Commiffar des Sultans ^^Es ist allerdings möglich, daß alle Wiffenschast deutscher Gelehrten, Volkswirthe, alle „hohe Schule" der Ftnanzwiffenschast und alle Treue und Ehrlichkeit, Freudigkeit und Tüchtigkeit deutscher Beamten nicht htnreicht, Ordnung in der Türkei zu schaffen. Daß aber die Lösung der orientalischen Wirren durch eine rasche Klärung der finanziellen und wirthschastltchen Verhältniffe nur gefördert werden kann, das gilt sür ebenso unbestreitbar, als die Thatsriche, daß es bohe Zeit war, die Westmächte daran zu erinnern, daß auch Deutschland und Oesterreich bei der Entscheidung über die Zukunft der Türkei ein Wörtchen mitzusprechen gedenken.___________________________________ Deutschland. Darmstadt, 21. Juli. Den Districtseinnehmern, Steuercontroleuren und Zoüamtsasststenten sind kürzlich Decrete zugegangen, wonach sie gleich den übrigen höheren Staatsdienern unwiderruflich angestellt sind. Auch sind die einleitenden Schritte gethan worden, um sie bezüglich der Penstonirung mit die en gleichzustellen. Es wird wohl noch den Ständen eine diesbezügliche Vorlage zugehen. Auch wegen der Ausnahme der Justiz- und Staatsverwal- tungsbeamten in das Eioildienerwittweninstitut wird voraussichtlich den Kammern ein Gesetzentwurf zugehen. . ^8’ -o) Berlin 21. Juli. Osficiös wird geschrieben: In den Kreisen der E:satzr«fervist-n Ist vi-lf°ch üb-r bi- Wirkung b-s G-s-tz-s vom 6. Mat b. I. Unklarheit v-rbr-tt-i unb bi- Ung-wißh-tt ob si- »»r U-bung h-ra»g-. Wn w-rb-n können, veranlaßt Vi-l-, von b-r miiitär^fch-n C-utralb-hörde i t «ttiin Auskunft zu erbitten. Zur Beruhigung bet B-tr-ff-nb-n bürste Fol- II schlug er in eine Badebude am Geestemünder Teiche, ■ Vermischte- engen helmathüchen Verhältnisse zu verlassen und in die Fcemde zu gehen. Nachdem er einige Jahre in Indien das dortige Mtlitäcwesen zum Gegenstände eingehender Studien gemacht, wurde er in Konstantinopel an der Kriegsschule als Militärlehrer angestellt und verheirathete sich mit einer 'Tochter des Generals von Molinowsky (Emin Pascha), der früher als Haupt» mann dem preußischen Heeresverbande angehört hatte. Drigalsky rückte schnell bis zum Obersten auf und wurde dann durch das Vertrauen der hohen Pforte aus den schwierigen Posten deö Präsidenten der internationalen Donau-Commission berufen, welche Stellung er bis zum Ausbruch des türkisch«russischen Krieges mit Geschick und Tact verwaltete. Hernach war er dem Auswärtigen Amte der Türket zugetherlt, wurde mit mehreren schwierigen Missionen betraut und figurirte u. A. auch als Candtdat bei der Besetzung des Gouverneur- postens für Ostrumelten. Vor einigen Wochen erhielt er aus der Hand des Sultans selbst das Berat als Lioa (Generalmajor). Mit gründlicher Kennt- niß der verwickelten orientalischen Verhältnisie verbindet Drigalsky Pascha eine umfasiende allgemeine Bildung, tüchtige Sprachkenntnisie, die feinen Umgangs- formen der vornehmen Welt und eine seltene Liebenswürdigkeit des Benehmens. Die Familie des Generals lebt seit einigen Jahren in Dresden; eine seiner Töchter ist an einen Hauptmann verheirathet, von seinen Söhnen ist einer Osficter, einer Martnecadett. _________________________________ Heddernheim, 21. Juli. Gestern ging der 8jährige Sohn des Taglöhners Franz von Heddernheim mit 2 anderen Knaben nach Eschersheim. Als die Kinder auf der über die Nidda führende Brücke angekommen waren, legte der Sohn des Franz sich auf das Geländer und nunmehr faßten ihn bte beiden Begleiter bet den Füßen und warfen ihn über das Geländer den Festplatz des fünften allgemeinen deutschen Turnfestes schreiet die officielle Festzeitung u. A. - „Günstiger hätte der Festplatz nicht gewählt werden können; er befindet sich auf demselben Raume, auf welchem im Jahre 1862 das so glänzend verlaufene allgemeine deutsche Schützenfest abgehalten worden ist. An der Peripherie von Frankfurt dehnt sich die weite Fläche hin, aber sie scheint gleichsam in die Stadt hinemgezogen, indem sie von drei Seiten umbaut und vom städtischen Leben umflulhet ist. Im Osten und Süden ist der Platz von der Haidestraße und Bornheimer Land-raße, im Westen von der Friedberger Landstraße umfaßt. Die Nordseite des P'atz's, welche nach rechts und links ausläuft, eröffnet den Blick auf's freie Feld und wird Slelegraphische Depeschen. «Mg»er'S teleg«. E»rresp»«be«z * München, 22. Juli. Abgeordnetenkammer. Marquardsen und Kopp beantragen, eine Commission zur Abfasiung einer Hukdigungsadresse anläßlich des Jubiläums der Dynastie niederzusetzen, bestehend aus dem Directorium und den Äbgg. v. Schlör, Fischer, Freitag, Ruppert und Xaver v. Hasenbrävl. — ES folgt nunmehr die Berathung des Antrages v. Hafenbrädl auf Abschaffung des siebenten Schuljahres. Nachdem v. Hasenbrädl den Antrag begründet, beantragt Rußwurm die Ueberweisung desselben an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Rußwurm bekämpft den Antrag als schädlich für die stttliche Volksbildung, doch sei in einzelnen Districten Abhülfe geboten. Sittig erklärt sich Namens der Linken absolut gegen den Antrag und dessen Verwei- sung an einen Ausschuß. — Der Antrag Rußwurm wird vom Hause angenommen ; dafür stimmt die Rechte, dagegen die Linke. — Nächste Sitzung Dienstag; Tagesordnung: Militär-Etat. Pari-, 22. Juli. Die „Agence Havas" meldet aus Konstantinopel vom 22. ds.: Der Fürst von Montenegro hat den Vorschlag der Pforte, eine Untersuchungs-Commission bezüglich des Seitens der Albanesen unternommenen Angriffes einzusetzen, abgelehnt und seinen Geschäftsträger angewiesen, Konstantinopel zu verlassen; Letzterer wird wahrscheinlich morgen abretsen. London, 22. Juli. Unterhaus. Harttngton antwortete Onslow, es scheine besser, die Aufklärungen über die Lage in Cabul und die Politik der Regierung bezüglich Afghanistans bis nach dem heute in Cabul stattfindenden Durbar zu verschieben; er hoffe, er könne sie nächsten Montag geben. — Unterstaatssecretär Dilke antwortet Wolff, er sei nicht informirt von einer Concentrirung bulgarischer Truppen bet Jchtiman; die Schriftstücke über die uniontsttsche Bewegung in Bulgarien und Ostrumelien würden demnächst vorgelegt werden. Was den Schriftwechsel mit Rußland über die Einfüh>- y'\ russischer Osficiere und Waffen auf der Balkanhalbinsel betreffe, so seien die russischen Mittheilungen ohne Zustimmung Rußlands nicht vorlegbar; es sei kein Grund, zu glauben, daß Rußland die Zustimmung verweigern werde. — Dilke antwortet ferner Otway, die Antwort der Pforte aus die Collectivnote sei bis heute Nachmittag noch nicht erfolgt. — Auf eine Anfrage Dawney's erwidert Gladstone, er besitze keine definitive Information, daß Earl Z-tland als Kammerherr der Königin demtssionirt habe. Wien, 22. Juli, Abends. Der Kaiser verbleibt bis zum 20. August in Ischl; die Reise desselben nach Schlesien ist ausgegeben. — Der galizische Landtag nahm eine Resolution an, wonach der jüdische Religionsunterricht in polnischer Sprache erfolgen soll. — Der Landtag der Bukowina ist heute geschlossen worden. Mailand, 23. Juli. Der wegen Entwendung des dem Don Carlos gehörenden Orden des goldenen Vließes angeklagte Boet wurde fretgesprochen. Lokales. Gießen, 20. Juli. In der heute Abend im @af 6 Ebel abgehaltenen zahlreich besuchten Versammlung wurde, nachdem Herr Pfarrer Naumann den Zweck der Berufung |n warmen Worten dargelegt, zunächst über die Wahl der Mitglieder des Kirchenvorstandes berathen und der Beschluß gefaßt, über einzelne Persönlichkeiten keine Abstimmung eintreten zu lasten, vielmehr die Auswahl der Personen der Einsicht und Gewistenhaftigkeit der Wähler anheim zu stellen. Der andere, ebenfalls von Herrn Pfarrer Naumann in Anregung gebrachte Gegenstand, nämlich periodisch Versammlungen zu halten, fand ungeteilte Zustimmung und es wurde beschlossen, daß vorerst sechs mal jährlich die Mitglieder der Gemeindevertretung und des Kirchen- vorstandes zu freien Besprechungen zusammentreten sollen. Hoffentlich trägt diese Vereinigung, wodurch ein reger Austausch bei Meinungen vermittelt unb Anregung zu mancherlei Ideen gcp geben wird, segensreiche Früchte für das kirchliche lieben. Gießen, 23. Juli. Nach der „Darmst. Ztg." hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz auf Auftrag der Großb. Centralstelle für Landwirtschaft 2C. veranlaßt, durch den in landw'.rthschaftlichen Kreisen viefach laut gewordenen Wunsch, daß eine allgemeine Zäh-, hing aller in Folge des Winters 1879/80 abgestorbenen und aller gesund gebliebenen Obstbaumr im Großherzogthum vorgenommen werden möge, eine derartige Zählung für die erste Hälfte des Monats August angeordnet. Es werden demgemäß die Großh. Bürgermeistereien angewiesen werden, während des genannten Z-itraumes in den betr. Gemarkungen die bezeichnete Zählung vornehmen zu lassen und das Ergebniß der Aufnahme nach Art und ungefährem Alter der Bäume geordnet in ein Verzeichniß einzutragen. Die Ergebniste der Gemarkungsverzeichntste werden von dem bett. Krcisamte in einem Hauptverzeichniß zusammengestcllt und dieses mit den Gemarkungs Aufnahmen dem Großh. Ministerium zugesendet. — Eine Dienstmagd stahl in einer hiesigen Wirthschaft zwei daselbst logirenden Handelsleuten mehrere Meter Hosenzeug. Als die Leute fort waren, wurde das Tuch in ihrem Bett vorgefunden. Dieselbe ist sogleich flüchtig geworden. — Ein Arbeiter stahl dem anderen einen Arbeitskittel und gelangte deßhalb zur Anzeige. Dampfers int Bremerhavener Hafen, die er zerstörte. Funken in den am alten Hafen nach dem Außendeiche rieth dichter Qualm, daß er gezündet hatte. Leider nichtung vor. Es stehen oder vielmehr standen am Ätz- . ' ich. Ä gegen Westen durch die fernen Höhen des Taunusgebirges, in der Mitte und gegen Osten durch Ocstwäldcr und die nahegelegenen gewaltigen Baumgruppen des Rothschüb'ichen Parkes um- grcnzt Der Platz selbst, die sogenannte „dicke Oedk" geheißen, ist ein Besitzthum des Herrn Baron Mayer Karl v Rothschild, welcher ihn zum Zwecke der Abhaltung des Turnfestes dem Festeomite pachtweise überließ. Die zur Verfügung stehende Fläche umfaßt 89 Frankfurter Morgen, wovon jedoch nur 52 Morgen (lO6,5uU Quadrat Meter oder l,du4,000 Quabrat-- fuß) zum Festplatz benutzt wurden. Der vordere, an der Stadt liegende Theil dient zur Abhaltung des eigentlichen Turnfestes, während der gegen Noroen liegende Raum für Aufstellung von Buden und Sehenswürdigkeiten bestimmt ist. Gelangt man auf den Festplatz, so fällt zuerst die auf der Nordseite gelegene Festhalte, welche fast deren ganze Breite entnimmt, in's Äuge. Sie ist möglichst einfach, aber doch geschmackvoll gehalten. Der hohe Mitielbau ist sehr schön gegliedert. Die Länge der Halle beträgt 117 Meter, ihre Tiefe 45 Meter, ihre Grundfläche umfaßt über 5200 Quadratmeter. Es ist Sitzraum für 4000 Personen darin vorhanden. Hinter der Festhalle befindet sich der Raum für die Küche und deren Annexe. Sie ist 48 Meter lang und 2u Meter breit. Das Buffet wird mit fernen einzelnen Abteilungen fast die ganze Länge der Festhalle einnehmen. Gegenüber der Festhalle ist auf der Südseite des Festplatzes längs der Bornheimer Landstraße die Tribüne für die Zuschauer gelegen. In langer gerader Linie erheben sich 15—18 Sitzreihen, welche etwa 3500 Peisonen Platz gewähren werden. Die Lage der Tribüne ist äußerst glücklich gewählt, weil auf derselben das Publikum möglichst gegen die Sonnengluth geschützt ist. Die beiden Dienstgedäude nehmen die südöstliche und nordwest- lidli Ecke des Festplatzes ein. Das erstere ist für Äerzte und Ordnungsmannschaften re., das letztere für die Ausschüsse u. A. (Zimmer für den Centralausschuß, ein Auökunftsbureau, Telegraphen und Post, Feuerwehr, Reduktion der Festzeitung, Preßausschuß rc.) Den Mittelpunkt des Festplatzcs nimmt der Turnplatz für die Freiübungen ein. Derselbe ist 115 Meter lang unb 170 Meter breit, umfaßt einen Flächenraum von 10,550 Quabratmetern und kann 5- bis 6000 Turnern zu ihren Hebungen dienen Südlich und nördlich schließen sich die Turnplätze für das Geräthturnen an. Der südliche ist 40 Meter breit und 170 Meter lang und umfaßt 6800 Quadratmeter Grundfläche. Der nördliche (denselben Raum einnehmend- ist durch einen 15 Meter breiten Verbindungsweg des Freiübungsplatzcs nach dem Platz vor der Festhalle in zwei Theile gethetlt. Der südliche Gerätheplatz, auf dem das officrelle Turnen, wie z. B. das Musterturnen der Riegen, das Turnen der außerdeutschen Turner, das Wettturnen :c. stattfindet, enthält: 16 Recke, 1 Kreuzreck, 14 zweiholmige und 1 drecholmigen Barren, 10 Pferde, 8 Böcke, 10 Schnursprungsgeräthe mit 50 .Sprtngstäben, 4 Paar Schaukelringe, 2 Schweberecke, 1 Tiefsprunggeräth, 2 Sturmläufe, 2 Vdlttgirtijche mit Febertrampolin, 1 Mast mit Klettertau, 1 Platz mit 10 Stoßsteinen, 1 Platz zum Stemmen mit 5 Kugelstäben ä 5i» Kilo unb 5 Gewichten ä 25 Kilo. Die nördlichen Gerätheplätze, welche denjenigen Turnern zur Verfügung stehen, die während der Vorführung auf dem südlichen Gerätheplatz dort nicht turnen dürfen, enthalten: 14 Recke, 15 Barren, 10 Pferde, 8 Böcke, 10 Schnursprunggeräthe mit 50 Spri^gstäben, 4 Paar Schaukelringe, 2 Schwebereck, 1 Platz mit 10 Stoßsteinen, 1 Pratz zum Stimmen mit 5 Kugelstäben ä 50 Kilo und 5 Gewichten ä 25 Kilo, 3 Ringplätze. Eine erhöhte Tribüne dient den Vorturnern zum Vormachen der Freiübungen. Um die Turnplätze führt ein Weg von 17 Meter Breite. Vor der Festhaüe finden sich 2 Tanzpodien und 1 Musikpodium errichtet. Der Steigerthum für die Hebungen der Freiwilligen Feuerwehr ist auf bet östlichen Seite vor dem Freiübungsplatz errichtet. Um ben Freiübungsplatz befinden sich etwa 300 Richtfähnchen für das Richten der Reihen und Rotten bet den Freiübungen. W etzlar, 21. Juli. Wie uns berichtet wird, wurden am Sonntag den 18. d. Mts. gegen Abend in unmittelbarer Nähe von Ehringshausen im Chauffeegraben zwei Handwerks- burschen aufgefunben, von benen der eine tobt unb bet anbete schwer betrunken war. Von ber Polizei unb einem Arzt würbe sofort bet Thatbestanb festgestellt und die Ueberführung des Tobten in bas Gemeindehaus und des Lebenden bei einem Einwohner angeordnet. Wer ber Verunglückte ist, hat bis jetzt nicht festgestellt werben können, da sich keinerlei Papiere bei ihm vorgefunden haben. Er besaß nur eine Branntweinflasche, einige Pfennige und etwas Brod. Es ist ein untersetzter, mittelgroßer Mensch mit schwarzem Haar und Vollbart. Der Überlebende Handwerksbursche sagt aus, er habe den Verunglückten vor ein paar Tagen auf der Straße gefunden und wiffe von demselben nur, daß er Schlosser, unverheirathet und i/i Stunde von Köln zu Hause sei. Wie verlautet, sollen Ehringshäufer Burschen die Betven, als sie schon am Wirthshaus vorbei gewesen, zurückgerufen und mit Branntwein regalirt haben, und zwar den Lebenden mit Liter, nach deren Genuß ex erklärte: „Ich kann nicht mehr vertragen," den Gestorbenen aber mit 1 % Liter Zwetschew und 2/s Liter Kornbranntwein. Die Unter« suchung ist im vollen Gange. Auf den 22. d. M., 7 Uhr, ist die Obduetion der Leiche durch den ersten Staatsanwalt in Limburg angeordnet. Die Rohheit der Burschen, sowie des Wirths wird der verdienten Strafe nicht entgehen- ' * (W. A.) Düsseldorf, 17. Juli. Der Prozeß gegen die beiden Gladbacker, die angeschuldigt waren, eine Frauensperson in der Kesselfeuerung einer dortigen Fabrik verbrannt zu haben, ging vorgestern zu Ende. Die Beweisaufnahme hat auch nach der ersten Vertagung der Sache nur Jndieien gegen die Angeschuldigten zu Tage gefördert; diese waren aber so belastend, daß der erste Staatsanwalt gegen beide Angeklagte das Schuldig beantragte, bei dem Heizer aber auch die Unterfrage stellte, ob derselbe nicht wenigstens der Körperverletzung der Verschollenen schuldig sei unb dadurch ihren Tod herbeigeführt habe. Die Geschworenen bejahten sämmtliche ihnen vorgelegten Fragen nach ihrem ganzen Umfange, schloffen jedoch bei der als vorhanden angenommenen vorsätzlichen Tüdtung des vermißten Mädchens eine Heberlegung Seitens des ersten Angeklagten aus. Der Schwurgerichtshof erkannte auf 15 Jahre Zuchthaus gegen den Heizer, auf drei Jahre gegen den Quacksalber, Ehrverlust von zehn bezw. fünf Jahren und Tragung der Kosten je zur Hälfte. Dem Quacksalber wurden sechs Monate von den verbüßten 22 Vorhaft in Anrechnung gebracht. Bremerhaven, 17. Juli. sDas Feuer in Bremerhavens Ein entsetzliches.Gewitter mit Wolkenbruch entlud sich gestern Nachmittag über unsere Stadt. Der Blitz schlug zuerst einige Flaggenstangen um, darunter die am Eingänge des Geestemünder Hafens, und fuhr in ein Haus in Geestendorf, wo er an den Wänden die Spuren seines Weges zurückließ. Später " n ' ~bann in die Stengen eines englischen Gegen 5-dö»lich< J* W« ""?c'i®Mtro lt';"* lö 115 S(l; Ä-”«"n -i n lana H'!’’1 d°««L ®mn'-'» 4 ?-« Echallkelmg. 2 an 1 Mast X ™ ^^tlstadki, a 5(1 ®‘ «°iemzv» tunuin ,UT J 6ort turnen ‘ L ^ninzzmrht w,l ^icbitnntn, 1 $ifl6 Ato, 3 Kingpläze. ßine ■’:L" bie LurnPlätze • unpotioi unb 1 MA. -Fv-emch iß auf 6t' sich etwa ' FTttibangei. * Aenntag bm 18. b. MtS. zwu HanbvnK ki bthnhn war. Lvn bn - -"• Urdnsilhiung deS «Hartirt. Wer bet » kmmla Papiere bei ihm 1 L't-chr unb erwäg 8rob. : <. .:6tl Der überlebende tn den Bach, trotz des Sträubens und Schreiens des Franz. Einer der Buben holte noch einen Stein und warf damit dem Franz auf den Kopf. -An Rettung war nicht zu denken und ist der Fran- das Opfer eines Bubenstreichs geworden. Die Leiche ist noch nicht aufgefunden. — lieber den Fund eines vorweltlichen Nashorns beim Dorfe Steigerthal bet Nordhausen werden der „Magdeb. Ztg." von Herrn Leo Baltzer in Nordbausen, welcher den unter seiner Leitung ausgegrabenen Funv geborgen hat, folgende nähere Angaben gemacht: Fünf Minuten südöstlich von Sreigerthal im Diluvium ves am Schellenbcrge belegenen Thales fand sich in einer Trefe von 2 Meter das wohlerhaltene Knochengerüst eines etwa mannshohen uov weltlichen Rbinoceros. Vollstänvtg sinv die Knocken der vorderen und Hinteren Exkremitäten und des Beckens, ziemlich vollständig die Knochen der Mirbeliäule; am wenigsten gut sind bie Kopfknocken erhalten, weil der Schädel zu oberst lag und der Verwitterung am meisten aus- qesetzt gewesen ist, jedoch sind 28 Zähne gut erhalten. Herr Baltzer gedenkt, die Knochenstücke zusammen zu setzen und das Rtesenthier dann einer Hoch- oder anderen Schule zu überweisen. — In der Diamantschleiferei der Gebrüder Houy in Hanau wird, der „Hess. Morgen- rleitung" zufolge zur Zett an zwei Steinen gearbeitet, welcke einen enormen Werth repräsen- ttren Der eine'dieser beiden Diamanten hat ein Bruttogewicht von nicht weniger als 232 Äarat G-brüder Houy hoffen, mit dem Schliff einen Stein zu erzielen, welcher den weltberühmten .Kohinoor" des englischen Kronschatzes erreichen, wenn nicht übertreffen wird. Bekanntlich hängt die Schwere und der Werth eines Steines davon ab, wie er sich schleift. — sLvnchjustiz.j In der Ortschaft Abrany im Saroser Komitat, Ungarn, brach, wie die „Pannonia" schreibt, zu Wiederholtenmalen Feuer aus Das Volk verdächtigte einen dortigen Bewohner der Brandstiftung und schleuderte denselben in s Feuer. Dieser rettete sich ^eooch, wurde aber wiederholt «griffen uno in die Flammen geschleudert, so daß er des gräßlichsten Todes starb. — sAus der Schule.) Lehrer: „Nenne mir einige Beispiele von treuer Zuneigung und unvergänglicher Liebe zweier Menschen." Schmidt: „Romeo und Julie." Müller:, „Hero -und Leander." Fritzchen: „$aut und Virginie." Sckon scheinen die Beispiele erschöpft, da meldet sich ein Anderer zum Worte und ruft siegesgewtß: „Haasenstcin und Vogler." SDarmftabt. fFleisch- und Butterpreise.) Nach einer Zusammenstellung der Großh. Zentralstelle für die LandeSstatistik über die Durchschnittspreise verschiedener Aerbrauchsgegenstande 'kostete im Monat Mai 1880 per Pfund: Ochsenfleisch Kalbfleisch Schweinefleisch Butter in Darmstadt 0,70 0,60 0,63 1,29 in Dabenbausen 0,70 0,56 0,60 1,00 in Bensheim 0,64 0,50 0,50 0,99 in Beffungen 0,61 0,48 0,60 1,15 in Erbach 0,66 0,40 0,60 1,10 in Offenbach 0,70 0,60 0,68 1,30 in Gießen 0,68 0,43 0,43 0,60 1,13 in Alsfeld 0,53 0,51 1,05 in Büdingen 0,64 0,45 0,60 1,10 in Butzbach 0,67 0,48 0,56 1,27 in Friedberg 0,64 0,50 0,56 0,90 in Schotten 0,58 0,38 0,60 0,95 in Mainz 0,67 0,58 0,70 1,13 in Alzey 0,48 0,50 0,53 1,14 in Bingen 0,65 0,50 0,68 1,15 in Worms 0,70 0,50 0,60 1,17 Mittelpreis 0,67 0,50 0,60 1,14 — ^Vielversprechend.) Die kleine Elly hat vom Onkel ein Gläschen Wein erhalten, das sie gleich an die Lippen führt. Aber sie soll doch erst ihr „Ich danke" sagen. Darum fällt der Onkel ihr in den Arm, mit der freundlichen Frage: „GLy, wie sagt man?" — Elly (verständnißvoll zu ihm aufblickend): „Prost!"____________________ Schiflfeberleht. Mttgethetlt von dem Agenten des norddeutschen ßloni, T. W. Dietz in Gießen. Bremen, 21. Juli. Der Postdampfer Donau, Capitän R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Juli von Newyork abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 5 Uhr Morgens die Reise nach hier fortaesekt. Derselbe überbringt 239 Paffagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Gießen, 22. Juli. Auf dem am 20. und 21 d. Mts. hier abgehaltenen Viehmarkte waren 3 Pferde, 1385 Stück Rindvieh und 397 Schweine aufgetrieben. Fast sämmtliches aufgetrtebene Vieh war schön und gut genährt und zeigte sich große Kauflust zu höheren Preisen, als die der vorhergegangenen Märkte. Schweine sehr hoch im Preise. Nächster Markt Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. August, am letzteren Tage auch Krämermarkt. Irischbäcker in Metzen. Sonntag, den 18. Juli. Daniel Rühl, am Marktplatz. Emil Sauer, Seltersweg. Martin Lenz, am Marktplatz. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde suGietzen. Gottesdienst: Sonntag, den 25. Juli. Morgens 9*/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Feier des heil. Abendmahles. fKatechismuslehre für die confirmtrte männliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 25. btS 31. Juli besorgt Pfarrer Dr. Naumann. >WWMWMlWWWWW»WWWW»WWMWWMW»W»WWW^WWWWMWMMWM Sichern Erfolg kann das Annonciren nur gewähren, wenn die geeignetsten Zeitungen gewählt und die Annoncen wirksam arrangirt werden. In unübertroffener Weise beschafft Beides die älteste Annoncen - Expedition Haaseiistein 4? Vogler in Frankfurt a. M. (4309 ii hu im ’ Feinstes Salatöl per V2 Liter 62 Pfg., empfiehlt 4609) Neue Baue. 4937) Brennholz Bei 10 Gentner frei in's 'Haus, liefert Andr. 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Die im Jahre 1787 geborene, und angeblich im Jahre 1847 nach America ausgewanderte und seitdem verschollene Zlisabetha Dorothea, geborene Müller, Wittwe des Johann Ludwig Knortz von Alt-Buseck wird hiermit aufgefordert, so gewiß binnen 3 Monaten, von dem Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, daS für sie seither dahier curatorisch verwaltete Erb- thetl, welches ihr auS dem Nachlaffe ihrer Schwester Marte, Wittwe des Philipp Schaum von Alt-Buseck an- gefallen, dahier in Empfang zu nehmen, bezw. ihre Ansprüche daran geltend zu machen, als sie sonst für tobt erklärt, und fraglicher Nachlaßthetl den weiter aufgetretenen nächsten Verwandten der Erblaffertn zugewiesen werden würde. Gleiche Aufforderung ergeht an etwaige Leibeserben oben genannter Johann Ludwig Knortz Wittwe und gilt auch bezüglich dieser der vorerwähnte Rechtsnachtheil seinem zweiten Theile nach. i4 Gießen, 4.^uli 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Stammler, 4657)_______Amtsrichter.___________ Lieferung. 4920) Der Bedarf für das Jahr 1880/81 an tannenem Scheitholz und an Steinkohlen (Anthracit-, Stück- und rnelirter Kohlen) für das academische Hospital zu Gießen soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Lieserungslustige wollen ihre Offerten innerhalb 8 Tagen aus daS Verwal- tungsbüreau gedachter Anstalt ein- reichen. Gießen, den 21. Juli 1880. Die Verwaltung. auf ber Straße anb Stuntt von i .» 8rtbtn, a/s fit schon e baben, unb zwar •srs tiäi mrhi vmrazm,- -r:MMWlw. Untn» 2:Ua\cn Vn Lrchr bund £ .-'chrn. svwü des Wltthi (8. tit angq^ulWgt -' rabteiad zu Haven, ging .. ; -jnj bn Sache nur (• ’o lrlaßmb, baß bet ... "btt bfl Heim aber auch ,. wg'T'ioHtnen schuldig •fi -nibtti iämmilicht ihnen iä varhttden anje- , fj.quBc Hebens bei ersten aeqen Dffl Heizer. b. rirf lTfl9un8 e ren da -eitlen 22 Lor- mtiexlich«s Hewltttt Tn 8^'1 I-hlug zuerst .;.:n Hafens, unb M m lurtidiiet E>pat ‘,1^ n-ti «9* rubt der WN ‘ ‘ Iucpen unb bald w» ' Lckav»kll von Snton m ^enn liegt bet liebäute, daS gprigen unb wurden a unb Die w‘13 <■ ' ® Sperber, •4- -• • ■ • ®*ä ’t’” ,,g eini’S* - '• " H 9 ui fitUtt» b*’ 0 . . '. er tee^ uBb W -r* ® btt® , •.(* . 4 ' tir hot - KLM -' Aeikgeöotenes. 4917) Wtnter-Endivieupflanzen in der Handelsgärtnerei von Friedrich Georg, vorm. Carl Deines. Mene Kochgeschirre mit Blechböden sind billig zu haben. B. Pfeiffer, Geschirrhandlung, Hni.s für Damen! 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M h8 ^nannten E gang tie M ? der Folge habet - Eine erlassen worben. «in Mtfatyt zn, ficht Ar bie ei 56er dieselben P Behörden Echemc Das Schema evl Dienssailer übeil llhaitenen Orden mit einer neuen jeitig von den A Arzt als solcher Turnverein. V. allgemeines Turnfest in Irankfurt a. M. Abfahrt nach Frankfurt a. M. Samstag den 2£. ds. mit Ertrazug Nachmittags 3y2 Uhr. Die Lösung eines einfachen Billets zu diesem Zuge berechtigt zur freien Rückfahrt innerhalb 10 Tagen, muß aber in Frankfurt zur Rückfahrt vom Festcomite gestempelt werden. Alle Theilnehmer müssen */2 Stunde vor Abgang des Zuges am Bahnhof sein. Das Gepäck muß erpedirt werden und muß die Bezeichnung „Turnergepäck, Name 8? Wohnort" haben. Jeder muß in vorgeschriebener Turnkleidung erscheinen. Die Eisenbahnbillets können schon am Samstag Vormittag am Billetschalter eingelöst werden, ohne daß eS einer Legitimation be- Sonntag den 25.Juli (Nachmittag): Carroussel-Belustiguüg iw Oswald s Garten. Um zahlreichen Besuch bittet (4928 Carrousfflbesttzer. 4921) Ein Pferdeknecht kann in Dienst treten bei Oeconom Kennel. Sonntag den 25. Juli 1880: Fahnenweihe 4926) Im Anfertigen von Damenkleidern nimmt eine gut gelernte Kleidermacherin gegen billiges Honorar Arbeit in und außer dem Hause an. Näheres zu erfragen bei I. Mö'ckcl, im Hause des Herrn Helm, Bismarcksstraße. Wein. aal. )a Mittagstisch im \bonnement. Hiesiges Z- ctienbier. Sonnabend und Sonntag: ff. Culmbacher Export-Bier. C. Hillgärtner, Fabrgaffe 20. konton, M h btt gtjiri( A ittnte atbu Hn Wtn (tt , - Ds ' Eben, unb Kontzai We Bollstr,^ 0ierstbeiiteiW Wie«, W von $?ot «n^alknen Neu unb Wtn Rhropei ^urüt Ä 'L: **4 S:"J? >*»!?,*• SÄ *■»< des Gesangvereins „llermannns“ zu Gleiberg, wozu ergebens! einladet__________________Der Vorstand. Aufruf! Erst heute laffen sich die Folgen des am 14. Juni 1880 über die säch» fische Oberlausitz hereingebrochenen Wafferunglücks genauer bestimmen.^ Wir beklagen den Verlust von 63 Menschenleben, welche den wüthenden Wafferströmen zum Opfer fielen, 231 Häuser find weggeschwemmt oder vernichtet, 300 Häuser schwer, 380 weniger b» schädigt, die schönen gesegneten Fluren auf einem Bezirke von 16 Qu.-Meilm zum Theil in Sand- u. Steine wüsten verwandelt. Der Verlust an Privateigenthum, abgesehen von den enormen Schäden an Brücken, Wegen und Stegen, beträgt nach bis jetzt möglicher Schätzung mindestens 1,300,000 Mark. Zwar ist durch den wahrhaft erhebenden Wohlthätigkettssinn in Nähe und Ferne, für Hebung der allerdrmgendsten Noch gesorgt worden, aber noch fehlt viel, um die armen von dem schweren Unglück Betroffenen nur einigermaßen zu entschädigen, den Muth der Entschlossenen zu heben, die Verzagten zu ermuthigen, die hiflosen Waisen zu erziehen! An das Mitgefühl des deutschen Volks in Nord und Süd richten wir diese Bitte um Hilfe, überzeugt, daß wir offene Herzen, offene Hände finden l Gesammelte Beiträge bitten wir an die Kreishauptmannschast zu Bautzen einzusenden. Löbau, am 15. Juli 1880. Das Central-Comitv Kreishauptmann von Beust als Vorsitzender in Bautzen. Landesältester Hempel in Bautzen. Bisckof Bernert in Bautzen. Gutsbesitzer Böhmer in Alt-Löbau. Pfarrer Brösel in Rennersdorf. Gemeinde- vorstand Gäbler in Oberoderwitz. Bürgermeister Haberkorn in Zittau. Rittergutsbesitzer Hähnel aus Kuppritz. Fabrikbesitzer Henke in Leutersdorf. Fabrikbesitzer Hoffmann in Neugersdorf. Oberförster Junge in Cunnersdorf. Fabrikbesitzer Ludwig in Niederoderwitz- Handelskammer S cretär Dr. Löbner in Zittau. Dr. von Meyer auf Oberruppersdorf. Pfarrer von Mosch in Bernstadt. Rechtsanwalt Oppermann in Zittau. Kaufmann Pfenninger, Vorstand der Handlung Dürninger u. Co. in Herrnhut. Dr. Pfeiffer auf Burkersdorf. Bürgermeister Reiner in Bernstadt. Pfarrer Richter in Niedercunnersdorf. Rittergutsbesitzer Richter auf Bischdorf. Rittergutsbesitzer von Thiel au aus Kemnitz. Amtshauptmann vonThielan in Löbau. Amtshauptmann von Zahn in Zittau. Landesbestallter von Zezs chwi ß. fit»««»* 4939) Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dem heute Nacht nach langem, schwerem Leiden im Alter von 21 Jahren erfolgten Ableben unseres geliebten Sohnes und Bruders Georg Sack. Wir bitten um stille Theilnahme. Bie trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 23. Juli 1880. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag um 6 Uhr statt. Frank für I a. Jf. Allen seinen das Turnfest besuchenden Landsleuten hält sich der Unterzeichnete während der Festtage bestens empfohlen. Ausgezeichnetes Lagerbier aus der Jung'schen Brauerei. Reingehaltene Weine, eigenes Wachsthum. 3C Vorzügliche Küche. — Billige Preise. WenzeFs Garten» 494°) Sonntag den 25. Juli: GROSSES < O>< ERT von der Capelle des II. Gr. Hess. Inf.-Regts. Nr. 116 unter Leitung ihres Capellmeisters Herrn C. Krausse. 4861) Hardtsteine können aus meinem Steinbruch täglich abgefahren werden, auch wird grober Bauschutt unentgeltlich ab; gegeben. Aug. Nauheimer Wittwe. 4913) Ein reinliches Mädchen, welches die Hausarbeit gründlich versteht und im Bügeln ziemlich bewandert ist, wird zu miethen gesucht von Frau Carl Emmelius. PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Aufträge nimmt entgegen Herr Heinrich Bellof in Wieseth. bei Giessen Gewerbliche und landwirtschaftliche Ausstellung des Pfalzgaues zu MANNHEIM 1880. Unter dem Protectorat Sr. Kgl. Hoheit des Grossherzogs Friedrich von Baden. Eröffnet am 11. Juli 1880. Eintritt Mk. 1.— (4615 Fahrpreis-Ermässigung bei der Badischen, Pfälzischen, Hessischen u. Main-Neckar-Bahn. Loose ä 2 Mark. (Auf 10 Loose 1 Freiloos) durch Herrn F. Nestler E 5, 2. Wermiethrmgen. 4927) Ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen bei ____________B. Kllin, Hammstraße. 4929) Der mittlere Stock im Hause der Gebrüder Köhler im Gaitfeld ist billig zu vermiethen und Mitte Oklober zu de- ziehen._____M. Pilger. 4930) Ein freundliches möblirtes Zimmer mit Cabinet in her Nähe der neuen Aula ist preiswürdig zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. ________ 4934) Ein kleines Familienlogis ist in meinem Vorde Hause zu vermiethen. ________I Schmücker Marktstraße. _ 4933) Gut möblirtes Stübchen zu vermiethen.________________Seltersweg 50. 3513) Ein freundliches Logis, 3 Zimmer mit allem Zubehör, sowie Theil am Garten, alsbald zu vermiethen. _____________________Gartfeld Nr. 121. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz auf sogleich zu vermiethen. _______________ L. & A. Petri. 4774) Zwei Familienlogis, ein größeres und ein kleineres, im Hinterhause zu uer; miethen. I. Gg. Unverzagt, Gartfeld. 331) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar. Emil Pistor. M** Gross- Btt «eck. "WE Unterzeichneter erlaubt sich einem verehrlichen Publikum seine Wirthschaft „zur Carlslust“ in empfehlende Erinnerung zu bringen. — Solide Preise. — Ein vorzügliches Glas Actienbier. — Vergrößerte WirthschastS-Räumlichkeiten im Garten. — Angenehmer Spaziergang durch das Buseckerthal. 480S) _________Carl Schwalb Häcksel-Futterschneid-Maschinen, pramiirt mit 60 Preisen, bewährter Construction in vorzüglichster Ausführung, DRESCH-MASCHINEN für alle Verhältnisse passend mit neuesten Verbesserungen, TRIEUR „Unkrautsamen-Auslese-Maschine“ für Landwirthe und Mühlen fabriciren Hl Hinten werden stets von jeder Gegend nacbgewiesen durch (4912 Treusch, Fahrg. 63, Frankfurt a. M- vH. 20-Francs-Stücke . . . 16 19-23 do. in V? • 16 18—22 Englische Souvereigns . 20 38-42 Russische Imperiales 16 70-75 Holländische fL 10-Stücke 16 65 Ducaten ...... 9 53-58 Dollars in Gold . . . 4 18-21