srr. 248. Samstag den 23. October 1880. Aichener Änreiger ZWU- nni) Amishlsli fit de« Krm Gicht«. *?edaetton-birreaur \ B 1R «tiMMHoneturtent i «^ulstraß- B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des «ontagS. PretA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Die Erweiterung der Haftpflicht. Die Preffe hat sich in der letzten Zeit bis zum Ueberdruß mit unserem Hafipflichtqesetz beschäftigt und dennoch läßt sich nicht behaupten, daß dabei die öffentliche Meinung über die eigentlichen Kernpunkte, auf welche es vor allen Dingen bei der Regelung der Haftpflicht ankommt, geklärt worden sei. Daß das gegenwärtig bestehende Haftpflichtgesetz den Jntereffen des Arbeiterstandes wenig genügt, wird ziemlich allseitig anerkannt, tndeffen stehen diesen Jnteresien diejenigen der Arbeitgeber gegenüber, welche Letztere, soweit sie hierbei überhaupt in Frage kommen, größtentheils Großindustrielle sind. Man muß zugeben, daß für dieselben die Haftpflicht eine Belastung ist, und es ist menschlich durchaus verständlich, wenn die verschiedenartigsten Versuche gemacht werden, diese Last abzuwälzen oder möglichst zu mindern. Der Jntereffenstandpunkt ist für die Erörterungen der Sache in der Preffe vielfach bestimmend, was zur Folge hat, daß die einander widersprechendsten Theorien und Vorschläge zur Regelung der Angelegenheit verbreitet werden. Von Alledem ist jedoch für die praktische Gesetzgebung sehr wenig brauchbar, denn der Gesetzgeber hat nicht die Aufgabe, dem einen oder dem andern Interesse zu dienen, sondern er soll die allgemeine Wohlfahrt fördern und zur letzteren gehört, daß jeder Einzelne von seinen Sonder-Jntereffen einen Theil der Gesammtheit zum Opfer bringt. Die Haftpflicht überhaupt ist eine durchaus begründete Forderung. Mit demselben Rechte, mit dem man verlangt, daß der Staat dem Soldaten, der in seinem Dienste ohne persönliches Verschulden am Leben oder dauernd an der Gesundheit geschädigt wird, die Sicherheit der Existenz für sich und eventuell für seine Hinterbliebenen gewährt, — mit demselben Rechte muß man auch von dem Arbeitgeber, der Arbeiter zu gefährlicher Beschäftigung gebraucht, fordern, daß er für die wirthschaftlichen Folgen etwaiger, ohne persönliches Verschulden eingetretener körperlicher Beschädigungen in der gleichen Weise eintritt. In solchen Fällen den Arbeiter sich selbst zu überlassen oder ihn, resp. feine Familie, der öffentlichen Wohlthätigkeit anheimfallen zu laffen, widerspricht den sittlichen Principien, auf denen die modernen Culturstaaten und die moderne Gesellschafts Organisation beruhen. Jede Verkümmerung der Haft- pflicht ist deswegen nut Entschiedenheit zurückzuweisen. So ist namentlich die neuerdings in einigen Organen der Preffe ausgestellte Ansicht, daß das ganze Haftpflichtgesetz durch die Einführung allgemeiner obligatorischer Arbeiteroer. sichel ungs-Kaffen entbehrlich, ja sogar überflüssig gemacht werden würde, unbedingt zu bekämpfen, denn diese Kaffen dürften — wenn sie wirklich eingeführt werden sollten — nur dazu dienen, dem durch Altersschwäche, Krankheit rc. erwerbslos gewordenen Arbeiter eine bescheidene Existenz zu sichern, aber niemals dürften sie dazu mißbraucht werden, den Groß-Industriellen der Haft- pflicht zu entbinden. Betrachtet man das gegenwärtige Haftpflichtgesetz in seinen Einzelnheiten, so kann man daffelbe nur als eine schwache Concession bezeichnen, die von der Ge- setzgrbung dem aus der modernen Gesellschafts-Organisation und der modernen Productionsweise hervorgehenden natürlichen Rechte gemacht worden ist. Es haften dem Gesetze verschiedene sehr große Mängel an. Erstens bestimmt dasselbe eine Verbindlichkeit zum Schadenersatz nur bei denjenigen Tödtungen und Körperverletzungen, die im Betriebe von Eisenbahnen, Bergwerken, Stetn- brüchen, Gruben und Fabriken herbeigeführt werden. Für die Baugewerbe, deren praktische Ausübung erfahrungsmäßig nicht minder mit Gefahr verbunden ist, exiftirt die Haftpflicht nicht. Eine Ausdehnung derselben nach dieser Richtung müßte also bei einer Revision des Gesetzes vom 7. Juni 1871 in erster Linie gefordert werden. Ein zweiter bedeutender Mangel ist es, daß nach diesem Gesetze Seitens der Geschädigten das Recht auf Schadenersatz in vielen Fällen sehr schwer, zuweilen gar nicht geltend gemacht werden kann. Das Gesetz enthält keine Bestimmung darüber, wer den Beweis zu führen hat, daß bei einer Beschädigung das Unglück durch eigenes Verschulden oder nicht durch eigenes Der- schulden des Betreffenden entstanden ist. Weil in dieser Beziehung also keine besondere Vorschrift gegeben ist, hat man die im Proceßverfahren sonst übliche Praxis, daß Demjenigen, der an einen Anderen eine Forderung stellt, anherm- gestellt wird, die Berechtigung zu dieser Forderung nachzuweisen, auch auf die Proceffe ausgedehnt, welche angestrengt werden, um auf Grund der Haftpflicht nach einer Verunglückung eine Entschädigung zu erstreiten. Darauf hat nun der Verunglücke den Beweis zu liefern, daß das Unglück nicht durch eigenes Verschulden herbeigeführt worden ist. Auf den ersten Blick erscheint dies ganz gerecht; erwägt man aber, daß zu einer solchen Beweisführung fast immer die persönliche Aussage des Verunglückten und ferner ein nicht ohne erhebliche Kostenvorschüffe zu beschaffender Zeugenapparat, sowie ebenfalls kostspielige fachmännische Rechtsoertretung erforderlich ist, dann wird man erkennen, daß durch die angeführte Proceßpraxis die Haftpflicht häufig illusorisch werden muß, namentlich in den Fällen, in denen der Verunglückte das Leben verloren hat, mithin überhaupt nichts mehr aussagen kann. Es mußte deswegen in dem Gesetze bestimmt werden, daß der wegen des Schadenersatzes Verklagte den Beweis des eigenen Verschuldens des Verunglückten zu führen hat und daß er zur Entschädigung verpflichtet ist, wenn er diesen ihn entlastenden Be- weis nicht führen kann. Dem Geiste der Haftpflicht entspricht ferner auch die Dauer des gegenwärtig bet derlei Protesten üblichen Verfahrens nicht. Das Unglück bricht über den Einzelnen schnell herein und die Hülfe ist ebenfalls schnell noth- wendig, wenn sie wirkliche Hülfe sein soll. Sind der Verunglückte oder seine Familie gezwungen, erst wegen deS Schadenersatzes einen langathmigen Proceß, der sich Jahr und Tag hinausspinnen kann, zu führen, dann können sie eventuell eher verhungern oder sonst gänzlich zu Grunde gehen, bevor sie Aussicht haben, zu ihrem Rechte zu gelangen. Je langsamer das Proceßverfahren ist, desto häufiger werden die Geschädigten gezwungen sein, gänzlich auf die Geltendmachung ihrer Ansprüche zu verzichten oder sich auf unvortheilhafte Vergleiche einzulaffen. Um dem vorzubeugen, ist es nothwendig, daß das Gesetz bestimmte Vorschriften über die Dauer des Proceßverfahrens enthält. Das Letztere muß ein möglichst kurzes fein, so daß die anhängig gemachte Sache spätestens in einigen Wochen entschieden ist. Der Einwand, den man dagegen erheben könnte, daß ein Specialgesetz nicht in den Gang der Rechtspflege eingreifen dürfe, ist unseres Erachtens durchaus nicht am Platze, da das Proceßverfahren, ohne Rücksicht auf allgemeine Normen, grundsätzlich jeder besonderen Art von Rechtsfällen entsprechend geregelt werden muß. Die hier angeführten Punkte würden, wenn sie bei einer Neubearbeitung des Haftpflichtgesetzes Berücksichtigung fänden, der Haftpflicht die wünschens- werthe Erweiterung geben. Wir meinen deswegen, daß sich daS Augenmerk auf diese Punkte richten und alle sonstigen, zum Theil sehr complicirten Vorschläge außer Acht gelaffen werden sollten. Berlin, 20. October. Die Anträge der Sachverständigen-Commission für gewerbliche Angelegenheiten in Betreff dee kaiserlichen T^baksmannfactur zu Straßburg eignete sich das Nettesten Collegium der Berliner Kaufmannschaft in soweit an, als es für seine Pflicht erachtete, vor den Gefahren einer im Anzug begriffenen und mehr und mehr übergreifenden Staats'Jndustrie zu warnen und seine ernsten Bedenken gegen diese Richtung dem Ministerium für Handel offen darzulegen. — Gegenüber der ultramontanen Klag« über Mangel an Rücksicht gegen die katholische Kirche bei dem Dombaufest, wo das protestantische Kirchenlied „Nun danket Alle Gott" in das Fest-Programm ausgenommen worden sei, wird der „Kreuzztg." aus Schlesien gemeldet, daß dorten dieses Lied seit bereits 30 bis 40 Jahren in die katholischen Kirchen-Gesangbücher und zwar mit Genehmigung der zuständigen bischöflichen Behörden zu BreSlau ausgenommen ist. Die „Magd. Ztg." bemerkt dazu: Das kann nun nicht sehr überraschen. Wenn die Anzeigepflicht in Preußen dem katholischen Gewiffen zuwiderläuft, während sie in anderen Staaten zugestanden werden kann, warum soll da nicht ein schönes Kirchenlied, welches in Schlesien von allen Katholiken zu Gottes Ehre gesungen wird, ein richtiges ultramontanes Gewiffen tief verletzen, wenn man es am Rheine singt? Wiesbaden, 17. Oktober. Der nassauische Parteitag der deutschen Fortschrittspartei, welcher heute im Saalbau Schirmer abgehalten wurde, war sehr zahlreich besucht. Wir schätzen die Ziffer der Theilnehmer auf 600. Mehr vermochte der Saal nicht zu faffen. Neben Wiesbaden waren die meisten größeren und viele kleinere Orte des ehemaligen Herzogthums vertreten. Auch von Frankfurt waren viele Parteimitglieder hcrübergekommen. So viel wir wahrnehmen konnten, gehörte die übergroße Zahl der Anzahl der Anwesenden dem wohlhabenderen Bürgerstande und dem reiferen Alter an. Arbeiter und überhaupt junge Leute waren nur wenige da. Die Verhandlungen waren sehr lebhaft. Abgesehen von den Reden der Reichtagsabgeordneten Richter und Löwe griffen verhältnißmäßig viele Theilnehmer in die Debatte ein. Die Stimmung der Versammlung war eine sehr entschiedene. Von ferneren Compromissen mit den Nationalliberalen wollte kaum einer der Redner etwas wiffen, höchstens bei engeren Wahlen wurden dieselben als zulässig erklärt. Den Ausführungen des Abg. Richter, welcher die gesummte Lage der Reichspolitik einer gründlichen Erörterung unterzog, wurde reicher Beifall zu Theil. Der Schluß ocr etnstündigen Rebe des Abgeordneten für Hagen war von einem nicht enden wollenden Beifall begleitet. Auch die kurze Ansprache des Abg. Löwe, welcher besonders betonte, daß überall im Vatcrlande die Ernüchterung der Wähler mehr und mehr Platz greife, daß die oppositionelle Stimmung wachse und daß die Bewohner Naffaus, welche ein halbes Jahrhundert verfassungsmäßiger Regierung hinter sich haben, gegenüber der jetzigen reactionären Strömung nicht die Hände in den Schoß legen könnten, wurde lebhaft applaudirt. Von den diesseitigen Parteimitgliedern sprachen Landgericktsrath Wiß- mann (Wiesbaden), der die Versammlnng eröffnete, Rechtsanwalt Schenck (Wiesbaden), der den Vorsitz führte, Bankrath Reusch < Wiesbaden), der die Resolution motivirte, welche zur Bildung von Wahlvereinen und zur Unterstützung der Parteipreffe auffordert. Telegraphische Depeschen. Wagners telegr. Correfpondenz-Bureau. Konstantinopel, 21. Octbr. Die Botschafter der Mächte beschlvffen gestern etnrnüthig, der Pforte keine Frist für die Uebergabe von Dnlcigno fest- zusetzen. — 10,000 Mann gehen unverzüglich nich Adrtanopel zur Cornplett- rnng der dort stehenden türkischen Truppen ab. Wien, 21. Octbr. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Rom: Der italienische Botschafter in Konstantinopel wurde beauftragt, die Aufmerk- samkeit der Pforte auf die Zusage der bedingungslosen Uebergabe Dulcignos und die widersprechenden Bestimmungen der Convention von Rijeka zu lenken. Italien muffe der Pforte empfehlen, die Convention nur auf die Feststellung der militärischen Modalitäten einzuschränken. — Aus Konstantinopel: Es bestätigt sich, daß der türkische Ministerresident in CMinje Montenegro eine Protestnote gegen das Vorgehen Montenegros gegenüber den Mohamedanern in Podgoritzr, Spnz und Zabliok übergeben hat. Straßburg, 21. Octbr. Prinz Wilhelm von Preußen traf gestern Abend von Baden-Baden hier ein, dintrte bei dem Staatsfecretär Hofmann und fetzte alsdann Über Metz die Reife nach England fort. Die Gewißheit der Aus Die Mobilmachung und Koblenz, den 1. Mai 1880. Dr. Meurer. IA| Am In und 6931’ -echte Fr bei Hermaat *■ 4V e L c <0 V) 0) 2 Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 24. bis 30. October besorgt Pfarrer Schlosser. Gen Gelbe Wurzel Schwarzwurz Sellerie, Porree, Zwiebeln, Weisskraut, Rothkraut, Winterkrausk Rosenkohl, Untererdige Rothe Rüben K(u\ in hochfeinen und liefert auf Beste Grärtne 6922) auf dei Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinöe suGichen der nächsten Woche beginnt der Confirmandenunterrtcht für die Knaben, zwar am Montag, den 25 October, Vormittags 11 Uhr für die Realschüler, Nach- m.ttügs 3 Uhr für die Gymnastasten und am Dienstag, den 26. Oktober, Vormittags 11 Uhr für die Stadtscküler. Athen, 21. October. Die Kammer ist heute mit einer Thronrede eröffnet worden, worin den Mächten der Dank des Königs ausgedrückt wird, daß sie Griechenland die neue Grenze zugesprochen haben und bereits mit Aus- führung des Berliner Vertrages beschäftigt seien. führung verpflichte Griechenland zu handeln. .... __________y Mllv militärische Vorbereitung seien eine Verpflichtung des Hellenismus gegertüber den Signatarmächten. Die Armee werde bis zur neuen Ordnung der Dinge in den neuen Provinzen unter den Waffen bleiben. Zur Bestreitung der Kosten sei ein Anlethe-Vertrag mit der Bank unterzeichnet. — Die Thronrede wurde von der Kammer mit Beifall vernommen. Gottesdienst: Sonntag, den 24 Oktober. Erntedankfest. Morgens 9i/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Professor vr. Weiss enbach. Sonntag, den 31. Oktober, wird bas Reformattonsfest gefeiert werden; die an demselben zu erhebende Kirchencollecte ist für den Verein der Gustav-Avolf- Stistung bestimmt. Irischbäcker in Gießen. am «4"IMH""' •***•*■ «“««• Kuhn, Tokayerwein. Bekanntlich wird dieser Wein schon seit langer Zeit als ein durchaus zweckentsprechend.s Stärkungsmittel seitens der Aerzte mit Vorliebe angewandt und auch den übrigen Meoicinal- Wetnen im Allgemeinen vorgezogen. Die Vorzüge, welche dieses bekannte ungarische Naturprodukt vor allen anderen Weinen die zur Stärkung kranker oder schwächlicher Personen dienen, besitzt, sind erklärlich, wenn man in Erwägung bringt, daß der Tokoyerwetn neben einem sehr geringen Gehalt an Alkohol (8 - 10%) die belebendsten Thcile der Traube in weit höherem Grade als die anderen Weine enthält. Obgleich die besieren spanischen und Port-Weine in die Medicin gut eingeführt sind io bleibt es doch immerhin Thatsache, daß man diese Weine hauptsächlich nur bei Männern'an wenden kann, wahrend Frauen, Kinder und schwächliche Personen eines Weines bedürfen, otr bet einem sehr geringen Gehalt an Alkohol die feinsten Bestanvtheile besserer Weine in großer Menge liefert. Die „Hof ' Ungarwein-Großhandlung" Rudolf Fuchs in Hamburg ist diejenige, welche den Import dieser Weine in hervorragender Weise führt und es sich stets angelegen sein läßt, die edelsten Tokayerwetne ,n den Handel zu bringen. , Der Medicinal - Tokayerwein der Firma Rudolf Fuchs" ist vorräthig bei Herrn Apotheker W. Knoch in G'eßen. ö f Men- oder Hintergebäude herger.chtei werden toll, da achte man wenigstens darauf. kle?n» E Sunst.ge Beleuchtung dal; denn abgesehen von oersch ebenen I Nachthellen, welche aus dem Mangel an genügendem Lichte erwachsen, muß besonders der alte Spruch der Weisheit auf der Gasse beherzigt werden: ' ^ d.e Sonne nicht hmeingehl, da geht der Arzt hinein." 0,e — Grobel's Portemonnaie-EisenbahwKursbuch für Mittel- und Westdeutschland mit Karte, Preis 40 H (Verlag von H. Grobe! in Casiel) ist wiederum in neuer Auflage für den Winterdienst erschienen. Die Anordnung der Fahrpläne ist übersichtlich, die Angaben correct nach amtlichen Quellen und bei dem sehr bequemen Westentaschenformat ist das Büchelchen geeignet, ein steter Begleiter zu sein Das Kärtchen ist höchst sauber gearbeitet und verweisen die Zahlen Darm zum leichteren Auffindkn der Route auf die Seite des Kursbuches. Wir können das Büchelchen dem reisenden Publikum lobend empfehlen- Handel und Verkehr. , . 8tan£turt, 20. October. (Marktbericht.i Der heutige Heu- und Strohmarkt rcci ' $cu ästete je nach Qualität der Etr. 2.50-4.20, Stroh 2.00 3 00 ®uttei Wt’ »m Großen 1. Qual. JL 0.95-00, 2. Qual 0.85-90, im Deraii dae ?! ' 2 2* Ql^!‘ 1 20—00. Eier das Hundert ital. JL 7.00, deutsche Ein 0-50 JL Och,enflei,ch per Pfund 60—70 Kuh-, Rind und Farrenfleisch 45—55 A Kalb nn?~70 Hammelfleisch 40—65 Schweinefleisch 68- 7" ein Hahn Jn o 9o Us 0.00, ein Huhn X 1-90 1.50, eme Ente JL 2.00-2.20, eine T^ube 50-M) ^00' 6 00, Hajen das Stück 3.50-4.00, Feldhuhn 1.00-2.00, Rehbock das Pfd ?5~ Kapaunen 0-0.00, Walscher Hahn J4 5-7. Kartoffeln l"0 Ko JL 5 00-u Kohlrabi 3-5 Blumenkohl 1 St. 20-50 Wirsing lo- 20 4, Gewerüben 1 Bund 10—20 H, Zwiebeln 1 Bund 6 Sellerie das Stück 6 Mecrrektig 1 Srück 00—00 A Spargel das Pfund 00-00 Romain-Salat 25-00 H, Endivien 10-0 Rothkraut 15—20 Weißkraut 15—20 Artischoken 50 Erbten das Pfd. 00^. , ,,, - Wir lasten nachstehend ein weiteres Attest über die Leistungsfähigkeit der „amerikanischen Zimmeröfen folgen, welches ein bekannter Coblenzer Arzt, Herr Dr. M e u r e r bei „Amerikanischen Ofenfabrik Nürnberg" bereitwilligst ausstellte: Attest. Seit Anfang Januar dieses Jahres brenne ich tn meinem Eonsultat.onszimmer den mir von der amerikamichen Ofenfabrik Nürnberg gelieferten Regulir-Füllofen Kronjuwel Rr 1. „ ,, 2ch sann mit der Leistung dieses Ofens nur meine volle Zufriedenheit aussprechen. Die Regulirung ist leicht zu handhaben; die Wärme deö Zimmers stets eine gleichmäßige bte Luft stets rein; namentlich habe ich nie über durch Glühhitze des Eisens verdorbene Luft'zu klagen gehabt. Sehr angenehm ist mir auch der Umstand, daß der Ofen toemg Bedienung bedarf unü das Feuer über Nacht leicht zu unterhalten ist. CL Wür ben Arzt ist ferner der Umstand zu schätzen, daß derselbe stets eine angenehme Fußbodenwarme vorßndct, wenn er mit kalten Füßen nach Hause kommt. Dieses bescheinigt mit Vergnügen ' 1 * Petersburg, 21. Octbr. Die Nachrichten über das Unwohlsein des Kaisers sind durchaus unbegründet. Der Kaiser war am Fieber erkrankt tn Folge der unter anhaltendem Regen in Tschugajew (auf dem Wege nach Livadia) abgehaltenen Revue; jetzt ist derselbe wieder ganz hergestellt. Wien, 21. Octbr. Die „Neue Fr. Preffe." meldet: Vier Bairakrare und Führer der Liga, Cten Mula und Bozut Burtt aus Gruda, Ded Gjont und Ismael Marco aus Hottt sind plötzlich gestorben. Man behauptet, sie seien vergiftet worden, weshalb in Skutari große Aufregung herrscht. London, 21. October. Der russische Botschafter Fürst Lobanoff hat sich gestern zu Earl Granville nach Walmercastle begeben. — Die „Times- meldet aus Capetown von gestern : Die Colonialtruppen unter Oberst Clarke haben Mafeting nach heißem Kampfe entsetzt. Die Basutos verloren 300 Mann. Der britische Verlust beträgt 26 Todte und 10 Verwundete. — Meldung der „Times" aus Konstantinopel. Die Pforte hat die Stipulation betreffs Aufrechterhaltung des Status quo im Osten des Sees von Skutari zurückgezogen. Konstantinopel, 21. Octbr. In türkischen Regterungskretsen wird behauptet, daß die Uebergabe DulctgnoS, für welche Rüa Pascha tn versöhn- ltcher Weise thätig sei, dadurch erschwert werde, daß die Mächte sich über die Erhaltung deS Status quo östlich des Sees von Skutari erst nach Uebergabe Dulcignos äußern wollen, während die Albanesen durch die Anerkennung Sei» tens der Mächte, daß Dinosch und Gruda bet der Türket verbleiben sollen, zufrtedengestellt sein und der Uebergabe Dulcignos keine Schwierigkeiten bereiten würden. Alter Ichlcnürian. Verhältnißmäßig nur wenige der größeren Städte Deutschlands haben durchweg lenes Gepräge sich erhalten, welches Göthe so meisterlich durch den Mund Fausts schildert, vor dessen Auge am Ostermorgen die bunte Menge, „ aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus der Straßen quetschender Enge" an's Licht des beginnenden Oftertages kommt. Die Neuzeit hat die beengenden Stadtmauern niedergerissen die überhängenden Erker wegrasirt und die krummen und engen Straßen gerade gereckt und für den gesteigerten, vielgestaltigen und hastenden Verkehr die Häuserreihen zu bequemem und raschem Durchgänge auseinander gedrängt. Freilich sahen die Gassen einer mittelalterlichen Stadt mit den zierlichen Erkern, dem bemalten Balkenwerk in den Hausgiebeln, den romantischen regenspeienden Drachenköpfen an den Dachtraufen recht malerisch aus, gegenüber den nach ein und derselben kasernenmäßigen Nüchternheit aufgepflanzten Häuserreihen unserer heutigen Städte; aber dafür findet auch der Würgengel, welcher sonst in verschiedenerlei Gestalt unter dem einen Namen Pest oder Seuche auftrat, nur selten und nur vorübergehend eine Herberge in den Vierteln unsrer Städte. So hat sich also der Geist der Neuzeit in der Wegräumung der liebel, welche uns unsere Vorfahren vererbten, kräftig genug erwiesen; aber in den Häusern selbst rst's vielfach beim Alten geblieben. „War's bei unfern Alten gut genug wird's bei uns auch gut sein", ist die bequeme Ausrede, mit der man unzweckmäßige Einrichtungen m Haus und Hof, in Stube und Werkstatt, gesundheitswidrige Gewohnheiten und Unterlassungssünden, Unsauberkeit, Nachlässigkeit und Lüderlichkeit zu entschuldigen wenn nicht gar zu rechtfertigen sucht. Thue einen Blick in die engen Hofe und finsteren winkeligen Hintergebäude, und du wirst in vielen Fällen, wo du das gefällige Gesicht' welches das Vorderhaus der Straße zuwendet, mit seiner Kehrseite und Allem was dieselbe birgt, vergleichst, nicht ohne Uebertreibung die biblische Gleichnißrede anwcnden dürfen: „Auswendig scheint ihr hübsch, aber inwendig seid ihr voller Moder und Todtengebein." Kaum kannst du dich in dem engen Hofraume einen Schritt vorwärts bewegen, ohne nicht an schmutzige Fässer zu stoßen und über Kehrichthaufen zu stolpern- und dabei athmet hier die Luft die verschieoenartigsten Modergerüche, welche von verfaulenden und abgestandenen Abfällen der Küche und der Werkstatt aussteigen Und all der Schmutz und Moder ist in einem Raume aufgehäuft, durch welchen nur selten wenn zufällig einmal der an die Thüren geschriebene kategorische Imperativ- aU1K- macht!" unbeachtet bleibt, em erfrischender und reinigender Windhauch geht. Nach diesem Raume, der für Auge und Nase, für Herz und Lunge gleich uneiquicklich i,t sehen die erblindeten Fensterscheiben der Werkstatt, an denen zahlreiche Spinngewebe Die beredtesten Zeugen dafür find, daß sie seit langer Zeit nicht von dem Kehrbesen heimgesucht wurden. Hier schmachtet im wahrsten Sinne des Wortes in Handwerk- und Gewerbesbanden der Meister mit den Gesellen und Lehrlingen; denn ein solches Local, welches erfüllt ift mit ungesunder, erstickender Luft kann kaum als Wohnung freier Menschen, die den größten Theil ihres Lebens darin zubringen müssen gelten In einer W^rkstätte, durch deren verstaubte und erblindete Fensterscheiben sich nur selten ein Heller freundlicher Lichtstrahl stehlen kann, da kann auch die freundliche Blume jugendlichen Frohsinns, der die Arbeit munter förder:, nicht gedeihen sondern die verpestete Luft, der Staub schnürt die Brust zu, das trübe L cht drückt den Sinn zu dumpfem Hinbrüten nieder, die Unsauberkeit und Lüderlichkeit, die nicht nur aus den Ecken lugt, sondern sich überall breit macht, hängt sich unvermerkt doch fest dem lugendl'chen Arbeiter an und bringt ihm, wenn er sich weiter in der Welt versucht manchen Tadel, manchen Verlust, den er sich bei besserer Gewöhnung hätte leicht er- froren tonnen Es darf bei einem derartigen Zustande, in welchem sich thatsächfich viele Werkstätten kleiner Gewcrbtreibendcn befinden, nicht Wunder nehmen daß der Gewerbsgehilfe stch lieber den Fabriken zuwendet, als bei einem kleinen Meister Arbeit zu nehmen; denn in den Fabriken müssen wenigstens die einfachsten sanitären An- forderungen, die man an Arbettsräume stellen muß, von gesetzes- und rechtsweaen k J_< - -T- geräumige, Helle Säle,in denen das leibliche Wohlbefinden augenscheinlich weniger gefährdet ist, als in „niedriger Hauser dumpfen Gemächern". Die Klagen des kleinen Gewerbtreibenden daß nur selten noch e.n tüchtiger Gefllle in seiner Werstatt sich sehen lasse, fallen affo zum Theil auf ihn selbst zurück. Sollte aber das, was in den Fabriken für das körperliche Wohlbefinden des Arbeiters gethan wird, nicht auch in den Werkstätten des Kleingewerbes möglich sein 5 Ganz gewiß! und ebenso gewiß wird der Arbeitgeber fick durch die Arbeitsfreudigkeit und die Leistungsfähigkeit seiner Arbeiter für den Mehraufwand von Kosten und Mühe, die zur Herstellung und Erhaltung einer aefuiiden Werkstatt erforderlich sind, belohnt finden. Freilich wird mancherHandwlrksme! te? die Ackfeln zucken und einwenden. „Wie soll ich meine Werkstatt so vergrößern daß sie groß und geräumig genug ist, um den ganzen Tag über die nöthige Menge gesunde? Luft für meine Arbeiter zu beherbergen? Die engen Grenzen meines Besitzthu s verbieten von selbst einen derartigen „Luxus". Wenn dies wirklich begründet und daher die Herstellung emer Werkstatt unmöglich ist, in welcher bei einer Stubenböbe von 10 Fuß auch eine Bodenfläche von 10 Fuß rn's Geviert für je einen Gesellen bestimmt werden tonn, sollte man doppelt nach einer guten, nie versagenden und zm.-ckmäkin angebrachten Ventilation streben. Als unerläßlich muß wenigstens verlangt werden daß jeden Tag mit dem emtretenben Feierabend die Arbeitsräume durch das Deffnen särnrntlicher Fenster gelüftet, die Abfälle beseitigt werden; damit erreicht man zu gleicher Zeit, daß die oft recht unangenehmen und zuweilen schädlichen Ausdünstuna?n allerhand Rohstoffe, wie des Leimes, des Kleisters, des Peches u. s. w. abgeschmackt ' und wenigstens zeitweise entfernt werden. Wo aber eine Werkstatt neu in einem > vMänd'S e. ©•1,1,8 ( Stenten,1 «es» 87.« Verwischtes. rf.Rm,«-®on,?U^ ^at in ^ln vielen stillen Aerger und Kummer hinlerUffen. All- Äü! I » Frauen und Jungsraucn haben an dem Festzug- Thnl genommen 1- bc"n wba6 '"chl, nur waß nicht ichön und präjenlabel war, ist vaheim gebl.ebcn? Leichen eUn ?cT Allerschönsten in das Herz. Sie sind ja dahr.m 'gedli,ben. aber ?u- wril der häßliche Windthmst ihren frommen Vätern und Müttern „würdevolle riulückhaltuna" h°"e bis m s deitte und vierte Glied Und nun werden sie von der Volksstimme in das Altjungfern-Stubchen verwiesen und ach, der Papst und Bi'chof waren so weil und der zcaqer und der Kionprmz rc. ir. so nah, um sie zu bewundern Heiliger Winbthorst, bemeifi d" ,/Dorfztg. , was hast Du gethan! Deine Garde ivanke. — Die Frostschäden im Obstbau, welche der vergangene Winter angerichtet hat lassen e,R vollständig übersehen. Allein in Unterfranken beziffert sich der Verlust nach am? Uchcn Erhebungen auf zwanzig Millionen1 4x Z 2" Jockenstetn bei Oberzell wurde dieser Lage ein bemcrkenswerther Fund ae macht. Das „Augsb. Anzbl." schreibt darüber: Einem Bauern von Jochenstein fiel, so oft Waldung beging, eine Steiniafel auf, welche mitten im Holz lag, 1,30 Qm. groß - er beschloß diesen Stein zu heben, hob ibn wirklich dieser Taae und war ,ehr erstannt über ’ben L'den er machte. Es waren unter dem Ste.n sechs kupferne Kopfringe, v.er Armband £ mi‘ le "cu" ®^n8cn und zwei Streitäxte, alles reines hartes Kupfer. Eämmt Verw?h?^^"^^ 0Ut CT^att,n und Säcklermeister Nölde in Obernzell hat dieselben im s K69 W von 8(| , »‘hl HP Wt Montag & jßttmi bl i® * ® fntiff21nr* b'" ' 6j36)___£- $* Nächst sollen in der Flei ^?Sndeischränk- 5 Scheine, 3' 2 «ornmobe, 1 C'gamn.lM leaur und 1 Br mtiitbidcnb veffst lSießen, den.21 6912) Geis b,e zu °'^E i() QBn *• 1° »ft ^a*b* bot v .^QmD't- bal Milben im ^trohmirki teCl 1 42,uo 300 (J" ®»h das r 5? Äalt Hahn ji 0.9,1 '°°4, •« ‘ W das M « u*50ü-u' 1 Bund SM 00-oo « 11 divihkravt *6^* b» „arntti-. L ®turtr, btr 'tlonSzimmtt btn fconjuteel ät. 1. >usiprrchkn. Dir fähige, bit Luft n< Luft zu flogen knunz btboif uns 8 eine angenehme Liefe- befcheinlzt Feurtr. Deuljd)lanb, mit Auflage für den Angaben tontet it bah ®üd)tltben tet und verwtijrn lliSbuchts. Wir l>eekentfprecbend,s itznt Moieinat- anbntn Weinen, rtliÄ, wenn man chatt an Alkohol al6 die anbertn ehtgcfübrl ftnb, *o bei Männetn an nee bebmfen, w Leine in großer bitjtntgt, welche ageltgm jein laß', g bei Herrn «po- »narich Kuh»- ictzcn. »Mi bi< T.W -nabe«, öilet, M Lorrnllka^ * Stuttgart, 22. Oktober. ^Monatsbericht des Allgemeinen Deutschen Ver« sichernnqsvercins.s Im Monat September 1880 wurden 138 Swadcnfälle angemelDtt und zwar 122 äußere Verletzungen und 1f> innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 2 den sofortigen Tod und 13 eine qänzlicbe oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im September 13. Neu ausgenommen in den Verein wurden in diesem Monat 1706 Personen. Alle vor dem 1 August d. I. eingetretenen Schäden tncl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bis auf die von 13 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. (6923 Sehlffeberielit. Mitgetheilt von dem Agenten deS norddeutschen Lloyd, ; Hs', ■■ ■ ; ■ '■<«!?lili' . . - - -n.nllW 1ltoV M empfehle von 80 Pfg. an. (6919 A. Fangmann. Steingut als Nrautftänder in allen Größen empfiehlt billig (6916 Philipp Pfeiffer, ______________________Ttefenrveg.__________ Vorzügliches Sauerkraut, Salzgurken empfiehlt (6927 ____Carl Hoffmann. ,6413 Eine größere Steinfammlung mit schönen Versteinerungen billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 6925) Die Abgabe von tannenem Prügelholz aus dem städtischen Magazin findet jeden Dienstag und Samstag Nachmittags von 1 bis 3 Uhr durch den Magazinsverwalter Schwan statt. Der Preis beträgt 7 je. pro Raummeter. Gießen, den 20. October 1880. Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. ___________________________A. Bramm. ________________________ Montag den 1. November, Abends 7 Uhr, beginnt die Fortbildungsschule ihren Unterricht. Zum Besuch derselben sind alle diejenigen jungen Leute verpflichtet, die in den drei letzten Jahren aus der Volksschule entlassen worden sind. Die Knaben im Alter von 14 Jahren haben sich zur Prüfung und Einthetlung Freitag den 29. d. M., Abends 7 Uhr, im Schulhaus am Asterweg einzusinden; die fünfzehnjährigen versammeln sich um dieselbe Zett im Lokal IV, die sechzehnjährigen im Lokal II der Knabenschule in der Schulstraße, sämmtlich mit Papier und Feder versehen. Etwaige Gesuche um Dispensation sind rechtzeitig der Großherzoglichen Krets-Schulcommisston Gießen vorzulegen. Die Meister, Lehrherrn und Arbeit- geber sind verpflichtet, den Knaben die zum Besuch der Fortbildungsschule nothwendige Zeit einzuräumen. Wir ersuchen die Lehrherrn, Meister und Arbeitgeber, ihre Gehülfen, Lehrlinge und jungen Arbeiter auf die Wichtigkeit dieses Unterrichts aufmerksam zu machen und zu einem pünktlichen und regelmäßigen Besuch der Schule anzuhalten, weil nur alsdann etwas Ersprießliches geleistet werden kann. Gießen, den 22. October 1880 Für den Schulvorstand Gießen: A. Bramm, Vigeltus, 6943)__________________________Bürgermeister.______Schulinspector.__________ 6333) Am Freitag den 20. October c., Nachmittags 2 Uhr, soll die der Kreissparkasse zu Wetzlar zugehörige WssermMe öei Rmkirchm (Kreis Wetzlar) in dem Kassenlocal Hierselbst unter günstigen Bedingungen meistbietend verkauft werden. Die Mühle, an der Kreisstraße belegen, hat 2 Mahlgänge und 1 Oel- gang. Die Gebäude, vor wenigen Jahren erst neu erbaut, befinden sich im besten Zustande und sind hinreichend zu einem ausgedehnteren Betrieb. Die zugehörigen Ländereien (ca. 90 Ar) liegen nahe bei der Mühle. Nähere Auskunft ertheilt der Director der Kasse P. Schlabach. Wetzlar, den 25. September 1880. ___Das Kuratorium der Kreis-Sparkaffe. Unsere Ausstellung von Pariser Modellen für Mnter-Costüme: Winter - Mäntel, Winter - Paletots, Schlafröcke, Damen-Regenmäntel re. befindet sich Donnerstag den 21., Freitag den 22. und Samstag den 23. October er. im Hotel zum Rappen in Gießen. Frankfurt a. M. 6865) l/lebritfler Hessel. 6944) Zu bevorstehender Saison erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager von Blechwaaren und Lampen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Letztere mit Nundbrenner von 3 an bis zu den elegantesten Salonlampen. Auch verkaufe ich eine Partie verzinnter und emailllrter Bioclige- scliirre, um gänzlich damit zu räumen, zu Fabrikpreisen. Hochachtungsvoll W. Ammon, Sonnenstraste. Täglich frische Milch 6933) bei ffarl Euler, am Hamm. Bebendes GeMgel als Poularden u. Kapaunen empfiehlt (6940 Carl Schwaab s Delicatessenhandlung. Einmachfässer. Frisch entleerte billigst bei 6876) Emil Gchmall (Frankfurter Hof). Irische Butter und Eier offerire zum Marktpreis. (6591 S. Elsoffer, Marktstraße 205. -frische 8chettflsche eingetroffen. (6931 I. A Bufck Söhne. la. neue Häringe, marinirte Häringe, Sardinen, Salz- und Essiggurken empfiehlt (6429 Und. Göbel. Buchenes und tannenes Brennholz, Eichen- und Buchen-Dohlen verschiedener Stärke bei (6511 ________H. Keck- 81emkohtmkastm (gewöhnliche und lackirte), Kohlenlöffel, Stocheisen empfi hlt Wilhelm Seibert, 6576) Mrrktstraße. 6430) Mein auf's Beste aswrtirte Cigarrenlager bringe in empfehlende Erin erung. Achtungsvoll _________Rud. (Hobel. Heue Sendung Astrachan Caviar und Elb Caviar eingetroffen. (6895 Gg. Wilh. Weidig. 6844) Eine fünfjährige Stute, complett lammfromm, einspännig gefahren, nebst einem eleganten Wägelchen, welches sehr solid gebaut ist, und Geschirr billig zu haben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6714) Unseren werthen Kunden die ergebene Anzeige, daß die Moctellhiite angekommen find. Zugleich empfehlen wir »u sehr billigen Preisen Stickereien, da wir mit denselben räumen wollen. Pauly & Schmidt. Hängelampen. Durch Einrichtung von Gas verkaufe circa 20 in gutem Zustande befindliche Lampen äußerst billig. (6877 Emil Schmall (Frankfurter Hof). Fraukl*. Würstchen empfiehlt (6602 Gg. Wilh. Weidig. *86 ‘£ rWSmWM ytf/opnu uajpisfe urtzvm)4 n? -ltzrjämr ^iijjoJuds-luaHM s^dAisjSsnj*! uaquap^ia pr^rLpH ua^bjUH uröz^uyö uapvm 10 gajjo lagn 'uatioVag izm uoq a^jacu 'urzvapftz lajaja qun aqig^qiv)$u)aoi^ ua^H-tz raq pagpu ?nDI '3I<5 (L8L9 aWKVHIÖS-VSSVa •• Aienanvo3: OTOTliiesrnr L-aiMiSßflMr N' »stztzßynq qun s^sj -rsmj 'ite e^T CSbA C /Öl | x^y Wermiethungen. 691b) Möblirte Zimmer zu vermiethen. ____________Gartenstraße 165,5. parterre. 6920) Ein großes unmöblirtes Zimmer zu vermiethen.__________Brand Nr. 67. 6917) In der Nähe des neuen Univer- sitätsgebäudes ist ein möblirtes Parterrezimmer zu vermiethen bei ___________________Lehrer Mayer. 6926) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen bei Uhrmacher Böger, Seltersw. 6928) Freundl. möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. ___________________Wolkengasse E. 88. 6929) Die untere Etage des Daniel Wtrth'schen Hauses, Neue Anlage Nr. 29, ist vom 1- November d. I. an, mit oder ohne Garten, zu vermiethen. Zu erfragen bei __________Rechtsanwalt Thorwari. 6930) Ein zweistöckiges Haus, Seltersberg E- 37, mit großem Garten, gutem Trinkwasser, Bleichplatz, Hühnerhaus, Pferdestall rc., zum Alleinbewohnen an eine stille Familie vermiethet per ersten April 1881_____________« Wenzel. Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 6941) Sonnenstraße 104. 6935) Ein kleines Logis zu vermiethen im Hinterhaus. _______________D. Rühl, Marktplatz. 6442) 3 unmöblirte Zimmer und 1 möblirtes Zimmer per sofort oder später zu vermiethen be£ Frau Antonie Löber. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz auf sogle-ch zu vermiethen. L. IX A. Petri. 6143) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen in Lit. E. 16,3, Ecke des Selters- bergs und Wilhclmstraße.__ 6882) In der Ludwiasstraße, im Hause des Tapezier Bepler, 2 Stiegen hoch, ein Zimmer zu vermiethen.__________________ 6874) Eine Wohnung zu vermiethen. Ph. Kreiling, Hintergasse A. 38. 6867) Ein kleines freundliches Familienlogis per 15. November zu vermiethen bei Handelsgärtner Friedrich Georg, vormals Carl Deines Gartfeld. 6836) Em kleines Familienlogis zu vermiethen bei _________Röder, Riegelpfad E- HVg- 6822) Zwei möblirte Zimmer, mit oder ohne Cabinet, vermiethet Karl Kaspar, Grünbergerftraße. _ 6730) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör, ist anderweit zu vermiethen und am 15. Januar 1881 zu beziehen. __Pitz, Zimmermeister. Logis. 6548) Ein Logis von 5 Zimmern mit Zubehör in der Nordanlage zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres bei_______________I. Blitz. 6661) Ein kleines Logis zu vermiethen _____bei Adolf Hoß, Schirßgärten. 6582) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen bei Heinrich Sauer, Neuenweg. 6547) Ein möblirtes, sowie ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres bei_______________I. Blitz. 5143) Ein freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Heinrich Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause. 6813) Mehrere freundliche gut möblirte Zimmer zu vermiethen bei Frau F. Lehmann, Seltersweg Nr. 66. 6857) Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Rothenberger, Caplansgasse. 6879) Ein neu reftaurirtes Familien logiS ist zu vermiethen und alsbald oder spater zu beziehen im _____________Darmstädter Haus. Ein schön möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Bahnhofstraße 92. 6866) Möblirtes Zimmer zu vermiethen im Helm'schen Hause, Bismarckstraße. 6757) Ein Pferdestall mit Bodenraum zur Mitbenutzung zu vermiethen bei ________Heinrich Faß, Ludwigsplatz. 6875) Zwei schöne möblirte Zimmer zu vermiethen ____Gambrinuö. 6443) Lagerräume, auch für Frucht und Mehl geeignet, zu vermiethen. Frau Antonie Löber. Vermischte Anzeigen. 6938) Ein braver Pfeidekneckt wird gesucht von Karl Walleirfels. 6939) Ein Hausbursche gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl._____________________ 6942) Ein tüchtiger Hausbursche und ein Dienstmädchen für das academische Hospital auf sofort gesucht. 6945) Ein flotter Kellner gesucht in ___________Pöschel'S Bierbrauerei. Stelle Gesuch. 6758) Ein junger Kaufmann, verhei- rathet, tüchtiger Buchhalter und Spediteur, sucht, gestützt auf beste Referenzen, Stellung per 1. Januar 1881 oder später unter bescheidenen Ansprüchen. Gefl. Offerten besorgt unter Chiffre H. R. 257 die Exped. d. Bl.______________ Academ. Krankenhaus. Ein Wärter für die chirurgische Ab- theilung auf sofort gesucht. Zeugniffe erforderlich.______________________(6893 Reparaturen u.üeberziehen von Regenschirmen wird rasch und gut besorgt von (6390 __ J» Weitxenkorn. Kreuz. 6872) Ein Kellnerlehrling wird gesucht _____________________Cafe Klein. Die Renten- und Lebens- Versicherungsanstaltzu Darmstadt hat gegenwärtig Gelder zum Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit verfügbar. Näheres bei I. PH. Müller, Drucksachen-Verwalter. Stahl Zaugemerkschule Mein. Vorkursus: 4. October. Wintersemester : 2. November. Auskunft u. Programm kostenlos ! 5835)__Der Director: E. Hoffmann, Baumeister, ! Samstag, den 23. Oktober d. I., Abends 8 Ahr: Generalverfammlung der Kranken- und ITnterstützungs - Kasse bei Wirth Spies. 6898) Der Vorstand. Verein der nationalen und liberalen Partei. flenerotocrfammtunfl Montag den 25. October, Abends 8 XThx, im Saale des Cafe Leib. Tagesordnung: Berathung und Resolution über die Stellung des Vereins gegenüber den jüngsten Parteibewegungen. Der Vorstand: Professor Dr. Bratuscheck, Bürgermeister Bramm, Carl Brück, Profeffor Dr. Clemm, Carl Demuth, Rechtsanwalt Dr. Dittmar, Ferdinand Gail, Profeffor Dr. Gareis, August Heß, Rechtsanwalt Hirschhorn. Heinr. Hochstätter, Ferdinand Hofmann, August Mayer, Rechtsanwalt Dr. Muhl, Adolph Noll, August Noll, Georg Noll, Profeffor Dr. Onken, Anton Petri, Christian Schopbach, Realschmdirector Soldan, Carl Stohr, Gymnasiallehrer Dr. Weiffenbach, Friedrich ________Winter.___________________________________(6921 Hessischer Hof, Butzbach. Nächsten Sonntag den 24. October, von 3 Uhr an, findet COJVCERT in meinem Gartensaalc statt, ausgeführt von der Marburger Jäger-Musik, unter Leitung des Herrn Musikmeisters Roack. Abends Ball. _______Es ladet höflichst ein___________________(6932)__________________A. Joutz. Geschäfts-Verlegung. Von heute an befindet sich mein Geschäfts - Local im Laden des Herrn Karl Lony, Seltersweg c. 187. Willi. Wirsig, 6817)__Handschuhmacher.__ Bekanntmachung. 6317) Zeige hiermit ergebenst an, daß ich Obstbäume (aus Norddeutschland bezogen), in Commission übernommen habe, mit dem Bemerken, daß ich solche zu demselben Preis ablaffe, wie dieselben an die Mitglieder des landwirthschaftflchen BeztrkSver^in Friedberg abgegeben werden. Die Proöestämme sind von zwei Sachverständigen geprüft und als sehr schön und ohne Frostschaden befunden worden. Bestellungen bitte bis zum 15. October abzugeben. _________________________Karl Berger, Handelsgärtner. In den nächsten Tagen werden die Damen des Gustav-Adolf'Frauen« Vereins Gießen die Sammlung der Beiträge für das Jahr 1880 beginnen. Wir bringen dies zur öffentlichen Keuntntß mit dem Bemerken, daß der Verein im vergangenen Jahr 560 Ji. 65 H eingenommen und zu einem Drittel für arme hessische, zu einem Drittel für preußische, zu einem Drittel für österreichische und andere bedürftige Gemeinden im Osten verwendet hat. Wir bitten nun es auch in diesem Jahr nicht an der seither immer so erfreulichen Theilnahme und an dem guten Willen für die Sache unseres Vereins fehlen lasten zu wollen. Gießen, den 20. October 1880. Der Vorstand des FrauenvereinS der Gustav-Adolf- Stiftung tu Gießen. I Dtr Schriftführer; Vigelius. SME* Auswanderer nach Amerika erhalten billige und reellste Beförderung durch die Agentur von 1427)J. M. Schulhof. hierdurch den herzlichsten Dank. Familie Port. Geld - Cours. Danksagung 6937) Allm, welche unser unvergeßliches Töchterchen Maria zur letzten Ruhestätte geleiteten und so viele Blumen spendeten, sagen 6860) Eine Hobelbank zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 20-Francs-Stücke . . do. in V, • Englische Souvereigns . Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . - . Jt H. 16 12—15 16 11-t 15 20 31-36 16 69-74 16 65 9 58-63 4 21-24 Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4«, 9>. (6777 Stegen 6", 12, 4,