str. 1^3. Mittwoch den 23. Juni 188V. Weßener WHeiger As?kigk- M MtüMitt sir des Kreis Gieße«. «edckt*i - Brrrea«. Ems, 21. Juni. Der Kaiser wohnte gestern Abend der Vorstellung des Kursaaltheaters" bei und setzte heute früh seine Brunnenkur fort. Wiesbaden, 21. Juni. Ein wolkenbruchartiger Gewitterregen hat gestern Abend in Lorch großen Schaden an den Häusern und Weinbergen angericktet. Pari-, 21. Juni. Bei der gestrigen Wahl eines Mitgliedes des dern das umgekehrte Verhältniß zur Erscheinung. Zu denjenigen Ländern, nach welchen der Brüfversandt aus dem deutschen Reichspostgebiete der Zahl nach geringer ist alS in entgegengesetzter Richtung, gehören alljährlich wiederkehrend. Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten Amerikas. Die Thatsache, daß das Reichspostgebtet von den Ländern im Westen mehr Briefsendungen empfängt, dagegen an die Länder im Norden, Osten und Süden mehr Briessendungen abgiebt, erklärt sich daraus, daß die Länder (m Westen im Allgemeinen eine reicher entwickelte Industrie und einen ausgedehnteren, besonders überseeischen Handel besitzen, als die Staaten des Reichspostgebiets, während zu Pen übrigen Ländern Deutschland im umgekehrten Verhältnisse steht und namentlich bei ihnen den Zwischenhandel vermittelt. Pyfen, 19. Juni. Der „Dziennik Pozn." erzählt, Graf Bethusy-Huc habe den Bedienten seines Schwiegervaters mit folgendem Zeugniß entlassen: „Mein Bedienter Anton Galle, welcher schon in meinem eigenen Hause gewissenhaft seine Pflichten erfüllte, ist seit einem Jahre in meinem schwieger- älterltchen, Baron v. Reiswitzsschen Hause bedienstet. Derselbe war stets ein guter, geschickter und sehr beliebter Diener; als solchen kann ich ihn Jedem nur empfehlen. Besonders hervorgehoben zu werden verdient sein treuer, gewissenhafter und pflegsamer Dienst während einer viermonatlichen schweren Krankheit meine- Schwiegervaters. Trotzdem kündigte ich ihm den Dienst für den 1. Juli d. I., weil das Vertrauen, welches ich in ihn gesetzt hatte, durch die Verschiedenheit unserer politischen Ueberzeugungen erschüttert worden ist." Allerdings hat die politische Ueberzeugungstreue des Lakaien Anton Galle den Herrn Grafen Bethusy-Huc sehr empfindlich getroffen, denn bei der letzten Abgeordnehenwahl für den preußischen Landtag in dem Wahlkreise Kreuzburg- Oels hat Anton Galle für einen der Gegen-Candidaten des Herrn Grafen gestimmt und der Herr Graf ist richtig mit einer Stimme in der Minorität geblieben. bewähren wird." Berlin, 19. Juni. Das neueste Beiheft zum „Amtsblatt des Reichspostamts" enthält interessante Mittheilungen über den Briesverkehr des deutschen Reichspopgebiets mit dem Ausande im Jahre 1879. Danach unterhält ersteres einen von Jahr zu Jahr fortschreitend zunehmenden ausgedehnten Briesvrrkehr mit letzterem. Die Gesammtzahl der im vorigen Jahre besör- derten Brüse, Postkarten, Drucksachen, Waarenproben aus dem diesseitigen Gebiete nach fremden Ländern betrug 71,7 Mill., aus diesen Ländern nach dem Reichspostgtbiete 66,5 Mill., mithin sind nach dem AuSlande 5,2 Mill. Stück mehr befördert worden. Dieses Mehr ist jedoch nicht dadurch entstan- den, daß gleichmäßig nach sämmtlichen fremden Ländern der Abgang an Bries- fendungrn den Eingang überstiegen hat; es kommt vielmehr bei einigen Län- | i Chaussee von Marklissa in der Richtung nach Görlitz ist bei Gerlachsheim durchbrochen; die dort befindliche, etwa zwanzig Fuß hohe Brücke vernichtet, ein Theil des Felsens, K 01 4236) vom 28. Jan die Bergwerk Tage mit den hauten, Kri worden ist. । Meldung des ltche Klage g, Wr Frist ist Jedem gestatt 1 Darni' Haulstrarßr ^abenarbei ^Sliejerun; «^tigung i)‘i Lokales. Gießen, 22. Juni. In der Beilage zu No. 24 der „Concordia" finden wir in einer Zusammenstellung die Arbeitszeiten und -Löhne der Arbeiter der diversen Branchen, sowie Lehens' Mittelpreise, Preise Der Wohnungen, Heizung und Beleuchtung in einer großen Anzahl von Städten verzeichnet. Wir heben hieraus Gießen hervor. Es beziehen in Gießen bei den Bauarbeitern während lOstündiger Arbeitszeit (abzüglich Pausen) Poliere einen Wochenlohn von 24 X, Gesellen 18 X, Handlanger 12 X. Säneinergesellen bei 11 stündiger Arbeitszeit 16 X, Schlossergesellen während derselben Zeit 18 X, Schneider- und Schuhmachergesellen bei lOstündiger Arbeitszeit je 16 X. Fabrikarbeiter 12 X Die Preise der Lebensmittel bet dem Bezug im Kleinen stellen sich wie folgt: 1 Kilo Brod 27 ein Kilo Roggenmehl 40 Weizenmehl 52 X Butter 1 Kilo 2 X. Milch per Liter 17 H, Eier per Dutzend 72 Kartoffeln 100 Kilo 8 X, Ochsenfleisch das Kilo 1,36 X, Kuhfleisch 1,10 Schweinefleisch 1,20 X, Speck 1,70 X, Bier das Liter 30 100 Kilo Weizen 23,6 X, Roggen 21 xt Erbsen 27 X Es sind die Preise der Wohnungen: Schlafstelle per Monat a) für Vr Belt 3,5 X, b) ganzes Betr 5,5 X, Familienwohnung pro Monat, bestehend auö einem heizbaren Raum 6 2 dto. 10 X, 1 heizbaren und 1 nicht heizbaren Raum 9 X Es kosten 100 Kilo Steinkohlen 2 X (Angaben von Holz und Braunkohlen fehlen), das Liter Petroleum 25 Ob die vorstehend angeführten Preise überall die thatsächltch richtigen sind, überlaffen wir der freundlichen Kritik der Leser. Immerhin ist es intereffant, eine derartige Statistik aufgestellt zu sehen, namentlich wenn man, wie hier, einen Vergleich mit anderen Städten anstellen kann. Vei M Ws Tamyag Bon Mm im Sa Jaben, al8; Die Ueberschwemmungen in der Ober-§ausitz. Ueber das schreckliche Unwetter, von welchem am 14. ds. der Kreis Lauban heim- oesucht wurde, wird der „Schlesischen Zeitung" noch Folgendes gemeldet: Der durch den Wolkenbruch am 14. d. unserem Kreise erwachsene Schaden läßt sich gar nicht beschreiben. Bis jetzt sind 51 Personen als vermißt gemeldet, mithin voraussichtlich ertrunken. Die Anzahl der eingestürzten Häuser und Brücken ist noch nicht zu übersehen Das Unwetter ist von Flinsberg aus über den südwestlichen Theil des Lau- baner Kreises, an der böhmischen Grenze entlang über Gerlachsheim und Seidenberg bis in die Zittauer Gegend gezogen und mit einer solchen Heftigkeit aufgetreten, daß man sich keine Vorstellung davon machen kann. Leute, die auf dem Felde beschäftigt waren, konnten sich nur durch Erklettern hoher Bäume retten, auf denen sie stundenlang zubringen mußten. Man erzählt, das Wasser sei angekommen wie eine Chausseewalze alles vernichtend und mit einer so rapiden Schnelligkeit wachsens, daß ein Entrinnen unmöglich war. Es scheint, daß auf der Wasserscheide bei Ober-Gerlachsheim der Centralpunkt für den herabstürzenden Wolkenbruch zu suchen ist; von hier aus ergoß sich nach Nordosten im Gerlachsheimer und Schadewalder Thale der eine Strom in den Queis, während der andere nach Nordwesten im Linda-Heidersdorf-Niklausdorfer auch tm Küpperbernaer Thale, dann vereinigt über Thielitz und Moys im Görlitzer Kreise sich der Neisse zuwälzte. Direct nach Westen strömte das Wasser in der Wittig zusammen und in dieser über Seidenberg und Radmeritz ebenfalls in die Neisse. Die mit ?s,ht m, W' M'X M V: '■T i1. Wt-' Vermischte-. Darmstadt, 19. Juni. (Milikärdienstnachrichten.) Graf v. Herzberg, Oberst und Commandeur des 1. Raff. Jnf.-Rgts. Nr. 87, unter Stellung a la suite dieses Rgts, mit der Führung der 49. Jnf.-Brigade (1. Großh. Hessische) beauftragt; v. Klüber, Obersts und Commandeur des Westfäl Drag.-Rgts. Nr. 7, in gleicher Eigenschaft zum 1- ®mt) Rat. (Garde Drag.-Rgt.) Nr. 23 versetzt; Friedrichs, Pr-Lt. vom 3. Großh. Insi-Rat (fictb- Ngt) Nr. 117, unter Stellung ä la suite des 1 Heff. Jnf.-Rgts. Nr. 81, als Adjut. zur 61 Inf -Brig. commandirt; Schott Sec.-Lt. vom 3. Großh. Jnf.-Rgt. (^eib-Ngt^) Nr. 117 zum Pr.-Lt. befördert; v. Müller, Major vom 2. Großh. Drag.-Rgt. (Letb-Drag.-Rgt.) Nr. 24, in seinem Commando als Adjut von der 22 Division, zur 20 Division übergetrcten; Frhr. v Gillern, Major und 1. Depot-Officier von der Großh. Train-Compagnie, tn sü"ch^r Eigenschaft zum Bad. Train-Bataillon Nr. 14 versetzt; Creter. Sec.-Lt- unD 2. Depot-Officier vom Schlesw. Holstein. Train-Bataillon Nr. 9, unter Versetzung zur Großh. Train-Compagnt.-, zum 1. Depot-Officier bei Derselben ernannt; Baltzer, Dicefeldwebel vom Res.-Landw-Rgt. (Berlin) Nr. 35, zum Sec.-fit. der Res. des 2. Großh. Jnf.-Rgts. (Großherzog) Nr. 116 befördert; Grodhaus, Sec.-Lt. von der Landw.-Feld-Art. des 1. Bat. (Darmstadt I) 1 Großh. jun«“110’ zch» (»lA6® ,L 0Im 11 «•"'Äint» ( ÄHi 80 2R a i n 8 / äiigrJi foj« «•„„ bl» &*** ®f„f »en »Kl™ S, et«M Kit jjberti«™* ottmbe verkauft, ^rschiedenen Betttr 2)as Wettfahren v Lhs. (Sour» 35 M SBoet 2V, Bootslängen i aderige innggj• - fcM« ”2 h, $n gtantfuH« SS Irrung von 35 De Zieitn-Vnims Eo Aaceboote für Jun Men Gieheuer Helm-. Ersterer bl Gejellschaft Schalu^ Weitfahrien -wische ,Wfl IV.", Ma «Boot „Sachjenhause einem Vorsprung vi tzomile's zuerkannt, tzeniors. Wcttfa dem Offenbacher 9 Srcunden und erh' eins Jeder Sieg Fahrzeugen aus bi einem halben Jah^ der Verein mit € WieSba 3. Juli dahier ji L. zum Meistertou Rastengrundi Bre b. zum Haupttor Berlin (3), Wir -ustndem werde, Hannover, Holla über den die Dorfstraße führt, unlerwühlt und auf eine Strecke von 200 M. bei einem auf 11,000 Centner zu schätzenden Gewicht fortgerissen. Wir enthalten uns der Schilderung weiterer Einzelheiten; das Unglück ist so niederschmetternd, die Verwüstung so grenzenlos, daß uns Zede Beschreibung einzelner Fälle im Verhältmß zum großen Ganzen matt und eindruckslos erscheinen will. Aus dem Berichte eines Augenzeugen entnehmen die „Görl. Nachr. und Anz." folgende Mittheilungen über die Katastrophe zu Seidenberg: Trotz der anhaltenden Regengüsse der letzten Tage ließen die Bäche, welche das Städtchen durchfließen, doch nicht die Besorgniß einer Ueberschwemmung aufkommen. Da plötzlich, binnen fünf Minuten, brachen die Fluthen über die Ufer, von den Berglehnen stürzten Wasserwogen tobend in die Straßen der Stadt und in wenigen Minuten steht Seidenberg unter Wasser. Die Erscheinung war so plötzlich, daß Menschen und Thiere sich kaum zu retten vermochten. In die obersten Stockwerke flüchteten sich die Unglücklichen, ihr Hab und Gut dem furchtbaren Elemente überlassend. Wer sich nicht eiligst flüchtete, fand seinen Tod in den Wogen. So ereilte das Schicksal eine Töpfersfrau mit ihren zwei Kindern, einem Mädchen von 15 und einem Knaben von 10 Jahren; ein wegen seines hohen Alters etwas schwerfälliger Mann verunglückte ebenfalls. Das Toben wurde wiederholt unterbrochen durch das ängstliche Brüllen des Viehes, bis auch das übertaubt wurde durch das Zusammenstürzen der Häuser und Stallungen. Wo das Wasser seine Kraft vergeblich erprobte, da übten die mitgeführten Balken und Eisengitter ihre entsetzliche Wirkung. Die Angst der Unglücklichen um das eigene Leben ward noch durch das vor ihren Augen sich vollziehende Unglück Anderer gesteigert. Hier stieg das Wasser bis in den zweiten Stock, zerdrückte die Fenster und kam brausend, Tische, Stühle und Betten mit sich führend, zum Giebel wieder hinaus; dort wurde im wahren Sinne des Wortes ein Haus in zwei Theile zerlegt; hier schwamm eine Wiege mit eand bedeckt, das Haus- geräth zum Theil zertrümmert, das erhaltene verdorben. Betten und Matratzen vollständig durchweicht, Spiegel und Fenster eingedrückt. Die Gärten sind vollständig verschwunden, Bäume und Sträucher entwurzelt, die Umzäunungen weggeschwemmt. Am grausigsten zeigt sich der zur Villa des Fabrikbesitzers Franz von der Firma Müller u. Co. gehörige Garten. Die mehrere Fuß starke steinerne Mauer mit dem schönen eisernen Gitter ist vernichtet, die Eisenstäbe sind wie Halme geknickt und bic blühenden Beete und Rasenplätze durch eine Sanddecke zur Unkenntlichkeit gebracht. Der Villa gegenüber sucht eine unglückliche Familie unter den Trümmern ihres Hauses die Reste ihrer Habe; ihr ganzes Vermögen, eine Ersparniß von mehreren hundert Thalern, ist vergraben. Ueberall dasselbe Bild, ganz besonders aber in der Neugaste und am Mühlplan. Mehr als 10 Häuser sind hier eingestürzt, ebenso viele unbewohnbar geworden. Zu den letzten gehört auch das Königl. preußische Steueramt, welches den Verlust werthvoller Acten zu beklagen hat. Am härtesten jedoch sind entschieden die Fabrikbesitzer Mau betroffen; der ihnen zugcfügte Schaden soll sich aus wenigstens 60 000 X belaufen- Abgesehen von dem Verlust an Farbholzern, Chemicalien, Kohlen u. s. w-, sind ihnen hundert Stücke Tuche so verschlammt, daß sie zur Reinigung nach Görlitz und in böhmische Nachbarorte geschickt werden müssen. Noch furchtbarer als Seidenbcrg sind Berna und Küpper heimgesucht. Die Verwüstungen entziehen sich der Beschreibung; fast kein Haus ist verschont, die meisten liegen in Trümmern oder drohen einzustürzen. Bis jetzt sind in Berna 16 und in Küpper 8 Leichen gefunden, während noch 7 Personen vermißt werden. Das Elend besonders in den letztgenannten Orten ist entsetzlich. , p, . f ,, Demselben Blatte wird aus Nieder-Linda, Kreis Lauban, geschrieben: Urplötzlich gegen V2I Uhr Mittags kamen so große Wassermassen gewälzt, daß binnen wenigen Minuten der sonst so harmlose Bach überl.ef, die Dorfstraße und die am Bache liegenden Gärten und Aecker meterhoch überschwemmt wurden. Viele Hauser schwebten m größter Gefahr, andere sind von den Fluthen zusammengerissen oder Theile von ihnen weggeschwemmt, 9 Menschenleben sind zu beklagen und viele Ziegen, Schweine, Hühner fanden ihren Tod. Die meisten Brücken sind weggerissen oder stark beschädigt die Dorfstraße ist für Fuhrwerk nicht zu passiren. An manchen Stellen ist das alte Flußbett verschüttet und hat sich beim Handelsgärtner Schubert durch den Garten em neues Bett gewühlt. Die Gärten sind nun mit Sand und Steinen überschüttet, in anderen sind tiefe Löcher gerissen. In der Heidersdorfer Schule, welche ganz von Wasser umgeben war, mußten die Kinder, deren Angstgeschrei kaum zu stillen war, aus zwei Classen in die Oberstube genommen werden. In der Schule zu Ober-Linda haben die Kinder von früh 7 bis Nachmittags 3 Uhr verweilen müssen. Der Schaden ist gar nicht auszusagen, auf viele Jahre hinaus wird es nicht möglich sein, die verwüsteten Aecker und Gärten fruchtttagend zu machen, gar nicht zu gedenken der Möbel, Wagen, Betten und Kleider, Gartenzäune, Bienenstöcke, Obstbäume, des Holzes und Reisigs, welches fortgeschwemmt wurde- Fünf Stunden dauerte es, ehe das Wasser zu sinken anfing. Auch heute ist der Bach noch ziemlich gefüllt, der in Ober-Linda in der Nahe des Urberges entspringt. Die Aufregung ist ergreifend und viele Fremde aus verschont gebliebenen Orten durchziehen heute schaarenweise die Stätte der Verwüstung. Pariser Municipalrathes im Quartier Pere la Chaise wurde in der Stichwahl der Communist Trinquet mit 2338 Stimmen gegen Letable, welcher 1880 Stimmen erhielt, gewählt. Berlin, 21. Juni. Abgeordnetenhaus. Fortsetzung der zweiten Berathung der kirchenpolitischen Vorlage. Es sind 6 Redner gegen und 12 für Artikel 4 gemeldet, v. Bennigsen erklärt im Namen seiner politischen Freunde, dieselben wurden für Artikel 4 oder für das entsprechende Gesetz, welches einen solchen Artikel entyalt, nicht stimmen. Redner warnt die Conservattven vor emem zu engen Bündnisse mit dem Centtum. Die Warnung des Centtums für das Zustandekommen der Vorlage sei jedenfalls bedenklich. Redner würde es für verwerflich halten, m so schwierigen Verhältnissen Partei- und Fractions-Jnteressen zu verfolgen. Es handle sich darum, vor Allem Frieden zwischen den Konfessionen zu schaffen. Wir halten.esi für ausgeschlossen, daß Bischöfe, welche wegen Widerstandes gegen die Gesetze ihr Amt durch Richter- svruch verloren haben, wieder zurückberusen werden können. Ware dies zulässig, so wäre es besser gewesen, den Kampf nie zu beginnen und die Maigesetze nie zu erlassen. Redner recapitulirt das Verfahren gegen die Bischöfe, namentlich gegen Erzbischo Melchers welcher so arg in Widerspruch mit den Landes-Gesetzen gerieth, datz auf mildernde Umstände nicht zu plaidiren wäre. Melchers habe bewußt eme agitatorische Thätiakeit gegen die Staats-Gesetze in ca. 40 Fallen entfaltet, habe sogar Glückwünsche vom Auslande für seinen Widerstand gegen die Gesetze entgegengenommen. Redner erinnert an den Eid des Erzbischofs, wonach er verpflichtet war, sein Amt niederzulegen, da er in feiner religiösen Ueberzeugung zu einem Widerspruche mit feiner Amtspflicht aerietb Welchen Eindruck würde es im Rheinlande machen, wenn man einen solchen Mann zurückriefe? (Bachem: Den besten!) In Ihren Kreisen jedenfalls,^ aber gerade das muß die Regierung bedenklich machen. Wenn die Regierung solche Manner zuruck- riefen es wäre der größte Triumph, der ecclesia mihtans, die größte Niederlage des Staates. Wir können dazu die Hand nicht bieten. Der Vergleich mit der französischen Amnestie trifft nicht zu. Ist denn jemals bei Amnestieen eine Ruckberufung der Amnestirten in ein Amt vorgekommen? Bei einzelnen Bestimmungen des Gesetzes, wie bei Artikel 1 und 5 sind wir zu verhandeln bereit; für Artikel 4 können mir niemals stimmen. Wir werden uns fragen, ob das, was bleibt, um den dringenden Bedürfnissen der katholischen Bevölkerung zu genügen, heilsam und wichtig genug, um dafür zu stimmen. Ausgeschlossen ist das Zustandekommen der Vorlage nicht, obschon es zweifelhaft bleibt. Wir werden, um unser Entgegenkommen zu zeigen, bei Artikel 9 den Anträgen der Conservativen zustimmen. Cultusminister v. Puttkamer erklärt: Er habe des Vorredners Rede mit Bedauern vernommen, da danach die Nationalliberalen nicht für Artikel 4 stimmen Trotzdem empfehle er den Artikel 4 auf's Nachdrücklichste. Der gegenwärtige Zustand bedürfe auf's Dringendste der Abhilfe (das sei keinerseits Geleugnet). Da man noch keine umfassende Verständigung über einen modus vivendi schaffen könne, müsse man wenigstens die Diöcesenverwaltung wieder einnchten und so den herrschenden geistlichen Nothstand durch einen theilwelsen Wideraufbau des Gerüstes der katholischen Hierarchie mildern. Er erkläre offen vor dem Lande daß die Regierung vor den Folgen der Maßregel des Artikels 4 nicht zuruckschrecke^ Auch solle Art. 4 nur die Möglichkeit gewähren, in einem oder anderen Falle die Rückkehr eines Bischofs anzuordnen. Gerade im Rheinland-Westfalen hatten große liberale Blätter den Standpunkt der Regierung in vorliegender Frage für die Nationalliberalen empfohlen. Auch sonst habe die Vorlage im Lande großen Anklang gesunde^. Das Recht der Krone zur Begnadigung werde durch Artikel 4 keineswegs prajubicirt. Der Minister erklärt den Standpunkt der Regierung zur Vorlage auch durch die geschichtliche Entwickelung der Kirchenpolitik für gerechtfertigt und erläutert dies an dem Falle des Erzbischofs Dunin. Man werde nie aus dem Gemuthe des katholischen Volkes herausbringen, daß die Bischöfe auch abgesetzt seine geistlichen Oberhirten seien. Die Manifestation bei Dunin's Rückkehr waren durchaus in staatstreuem Sinne gehalten So werde es auch jetzt sein. Art. 4 sei der Mittelpunkt der ganzen Vorlage. Der Minister empfiehlt möglichst unveränderte Annahme des Artikels unter Ablehnung von Amendements. Da die jetzige Situation die schließliche Entscheidung des Hauses arithmetisch unberechenbar erscheinen lasse, so habe die Regierung einstweilen keine Veranlassung, irgend eine ihrer wesentlichsten Forderungen fallen zu lassen. Es möge daher aus der reservirten Haltung der Regierung bis zur letzten Entscheidung fein Schluß gezogen werden. Justizminister Friedberg befürwortet den Art. 4 von der juristischen Seite und constatirt namentlich, daß das Begnadigungsrecht der Krone durch Art. 4 nicht geschmälert werde. Das Begnadigungsrecht sei ja auch nach Art. 4 das schließliche Fundament für die Zurückberufung der Bischöfe. Wenn ein Beamter bestraft worden, so ist der Landesherr berechtigt, die Strafen zu erlassen. Wenn aber das Amt nicht von dem Landesherrn, sondern von der Gemeinde verliehen ist kann der Landesherr das Amt nicht wieder verleihen. Bei Verleihung des Bischofsamtes wirken auch andere Faktoren mit. Art. 4 sei juristisch ungemein wichtig. Es würden auch oft bestrafte Beamte begnadigt und den bezüglichen Beamten meist das Amt wiedergegeben. Diese Praxis ist maßgebend für Art. 4 geworden. — Gras L'mburg- Stirum befürwortet die Vorlage. . Gneist erklärt sich gegen Art. 4, da die Rückberufung der Bischöfe em Sieg der römischen Kirche wäre, wie er seit 100 Jahren noch nicht erfochten, ein Sieg Roms über den Protestantismus und den protestantischen Kaiser. Gegen Rom, dessen ganze Kraft nur auf seinen unerschütterlichen Grundsätzen ruhe, habe der Staat nur den Schutz der Unerschütterlichkeit seiner Gesetze und der moralischen Kraft fernes Rlchter- ftuhles Die Autorität der Gesetze werde aber verletzt durch die Zuruckrufung der Bischöfe. — v Zedlitz-Neukirch befürwortet den Antrag Stengel und mit demselben den Art 4 — Virchow spricht in längerer Darlegung gegen Art. 4, da es nicht nut der Staatsautorität vereinbar sei, wenn die Träger so einflußreicher Aemter wie die Bischöfe passiven Widerst mb gegen die Staatsgesetze unbehindert leisteten. Redner vermißt jebe Aufklärung über die Tendenzen der Regierung. — Windthorst erklärt zunächst, daß die Abstimmungen des Centrums in jetziger Situation rein eventuelle und interimistische fein würden während das definitive Votum der Partei erst dann ergehen würde, wenn man wisse, welche Form das Gesetz schließlich erhallen habe. Redner bekämpft die Ausführungen von Gneist, Benningsen und Zedlitz und rechtfertigt das Verfahren der Bischöfe, namentlich des Erzbischofs Melchers, gegenüber den von den Vorrednern gegen sie erhobenen Angriffen. Er erklärt, daß das Gesetz ohne die Möglichkeit, die Bischöfe zurückzurufen, für ihn völlig werthlos fei, daß er aber gegen Art. 4 stimmen werde, wenn derselbe dem Anträge Stengel-Zedlitz zufolge die Clausel von der Anzeigepflicht bekäme; andernfalls werde er für Art. 4 stimmen. — Der Antrag Stengel (Anzeigepflicht der Bischöfe) wird angenommen. Alsdann wird Art. 4 in der nunmehrigen Fassung mit 252 gegen 150 Stimmen angenommen. — Genauere Angabe des Abstimmungsresulates. Der Antrag Stengel wurde mit den Stimmen der Nationalliberalen, Fortschrittspartei, Freiconservativen, des größten Theils der Altconservativcn angenommen. Für Art. 4 in nunmehriger Fassung stimmten: Die Conservativen, das Gros der Freiconservativen, Centrum und Polen; dagegen stimmten: Fortschrittspartei, Nationalliberale, Falk, Hobrecht, die Minister, Bitter Graf Eulenburg, v. Kameke und 0 Puttkamer, ferner v. Meyer (Arnswalde), von den Freiconservativen Brämer, v. Dziembowski, Kaapcke, Ludendorfi, Spangen- berg, Tiedemann, Vopeltus, Wehr und Wißmann. 7 rvSit IW 425,— Frankfurt a. M. 3593) 1576,25 1328,80 438,90 15,- Lteferung von Steinen, veranschlagt zu 3um Jleufiau -er Brücke bei Wißmar werden Donnerstag den 24. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthof zum Einhorn in Lollar ca. 100 cbm bearbeitet« Schichtfterne in öffentlicher Submission vergeben. Das Material muß aus Lungsteinen bestehen. (4209 Lollar, den 19. Juni 1880. Chr. Deibel, Maurermeister. Geröstete Hafergrütze, vorzüglichst eJuthat zur Fleischbrühe, empfiehlt <4106 G-g. Wilh. Weidig. Vergebung von Waldwegbauarbeiten. Gamstag den 26. dS. MtS., Vormittags 11 Uhr, Mm im Saale des alten Rathhauses folgende Arbeiten öffentlich veraccordtrt werden, als: KeUgeöote»«. 4242) Ein Distelfink nebst großem Käfig, zur Hecke ge-'gnet, zu verfeufen. Grünbergerstraße B. Nr. 149. 4156) Sensen, Sicheln, Wetzsteine empfiehlt Wilh. Seibert, MarktstraHe. Aufzüge (Fahrstühle) für Lagerhäuser und Fabriken für Hand» und Maschinenbetrieb liefern in bewährter Construction (Patent angemeldet.) Wieselte 4s Sehiirffe, Tombola betheiligen. Die Kämpfenden sind ohne Ausnahme Koryphäen ersten Ranges im Schachspiel. — Das bet Weitem größte Jnteresie wird ohne Zweifel — auch für Ntchtsptel- kundige — die Bltndlingsproductton erregen, bei welcher stud. Fritz aus Gießen gleichzeitig acht Partien gegen eben so viele Spieler spielt, während er die ganze Zett über sich in einem Nebenzimmer aufhält, das Spiel also gar nicht sieht. Offenbach, 20 Juni. Bet dem am 26. bis 28. Juni m Offenbach stattfindenden Feuerwehrtage soll, wie uns bekannt geworden ist, ein sehr interessantes Programm aufgestellt worden sein und sind wir in der Lage, Einiges hierüber mttzutheilen. Am 26. Juni soll eine Vorfeier stattfinden und bei derselben an die alteren Mitglieder Diplome zur Verkeilung gelangen. Nach der Vorfeier wird dem Kommandanten ein Fackelzug gebracht werden. Am Sonntag früh Weckruf und Empfang der Gäste. Die Delegirtenver- sammlung soll V210 Uhr beginnen und sind für vte Tagesordnung einige sehr wichtige Fragen über das Löschwesen rc. von Seiten practtscher Feuerwehrleute eingelaufen. Um 12 Uhr soll die Hebung der Offenbacher Feuerwehr stattfinden, nach Beendigung derselben werden 3 Land, feuerwehren eine gemeinschaftliche Uebung vornehmen. Zum Schluffe wird alsdann noch eine Erttnereurprobe vorgenommen werden. . . c Nachmittags soll Concert in der Schloffer'schen Liegenschaft und Abends in demselben Locale ein Ball abgehalten werden. . Für Montag (28.) Vormittag ist eine Probe mit Löschdosen vorgesehen und durfte dieselbe für viele Besucher um so mehr von Werth sein, als dies Löschmttrel noch nicht sehr be- fQTltlt ifl Eine Ausstellung von Löschgeräthen und Ausrüstungen rc. rc. ist, wie wir hören, von Samstag bis Montag Abend den Besuchern zugänglich und dürfte somit Jever an Erfahrungen reicher dieses Fest verlaßen. Kassel, 18. Juni. Gestern Morgen traf mit dem Courierzug eine Abtheilung von über 50 Jägern unter Führung eine« Officters und mehreren Oberjägern vom 7. Jägerbataillon in Bückeburg hier ein, welche mit dem nächsten Zuge nach Willebadessen fuhren, um in den dortigen Waldungen Streifzüge nach den Mördern der beiden erschoßenen Forster zu unternehmen, wo aller Vermuthung nach sich dieselben noch herumtreiben. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß wir bei Uebernabme des Verschleißes des Schwalheiirer - Natur - Mineral - Wassers durch neue Einrichtungen gezwungen sind, den Preis um 2 Pfennige per Füllung zu erhöhen. Frankfurt a. M., den 1. Mai 1880. Schwatffeimer 4182)5 Brunnen-Comptoir. Ghausfirarbeit, veianschl. zu Grabenarbeit, » „ Kieslteferung, w n Fertigung von Kanälen, veranschlagt zu Gießen, den 20. Juni 1880. Großherzogl Bürgermeisterei Gießen. 4237) A> Bramm. Jagdverpachtung. Montag den 28. d. MtS., um 3 Uhr, soll im Bürgermeisterei-Locale dahier die Jagd auf den Abteilungen A. unb B. der Gemarkung Crosdors-Gletberg mit Vetzberg, bestehend in Wald mit Feld, ca. 400 und 500 ha groß, einer nochmaligen Verpachtung auf 3 Jahre ausgesetzt werden. Crofdorf, den 21. Juni 1880. Der Bürgermeister: 4250) Colnot. I***«. d°ch ’•>««« fünf .^Wasservogm S",8 unt« rc 'ich kaum in «M KchL, au °>« Kn; «n wegen - Das Toben ,5, auch das > Sote «üm unb 6"5 "«rat Sttien "bra-r flefteigert. no kam brausend, dorl wurde - '4Damm eine -vdlenbetie ward, l,(. Äassermaffen' irttejfdte Element fallen. Am Schauspiel stellte Mchem Beschauer ‘ Siadt sind voll- u passiren; 6 bis id zu hemmende« M, so daß man welche nicht ein; s fast noch trüber bedeck, das Haus- b Matratzen voll- i sind vollständig i weggefchwemmt. von der Firma ; Mauer mit dem • geknickt und die ml chkck gebracht, nern chres Hauses mehreren hundert ir in der Neugasse o viele unbewohn- iteuermnt, welches ich sind entschieden sich aus wenigstens itm, Chemical-en, ß sie zur Reinigung ‘ Roch furchtbarer ingrn entziehen sich in Trümmern oder i Lochen gefunom, btn It^tnannim neden: MMch binnen wenigen .t am Vache hegen- Däuser schweblea m o Thelle von ihnen >ch weine, Hühner 'stark beschädigt, die n ist das alte * en^enein«^ schüttet, m and-ren jni von W um; flen war, aus zwei der-Lada haben d-e schaden >ll gar die verwüsteten b;r Möbel, W- M und Reisigd' ^Lasser zu ff * oi^a m der Nahe Ae aus verschout '1,'MÜttUNg. ____ Die Kirschen von den Bäumen aus dem Schulberg und auf dem Trieb sollen Donnerstag den 24. Juni d. I. Nachmittags 3 Uhr, versteigert werden. Anfang auf dem Schulberg im OSwaldstchen Garten. Gießen, den 22. Juni 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 4224) A. ® ramm. Bekanntmachung. 4236) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 unv 35 des Berggesetzes vom 28 Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß B-rgwerkSg-sellschait Germania zu Kalk bei Deutz unterm heutigen Taac mit dem Eiienerz-Bergwerke „Minco" in der Gemarkung Ruddings- b aus en, Kreises Gießen, mit einem Felde von 676 625 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung muffen bei Ver- metdung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gericht- lick- Klage gegen den B-rgwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist fft^dte Einsicht des L-ituationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. . Darmstadt, den 16. Januar 1880. Großherzogtiche Obere Bergbehörde. SoW- T, Zemstes Iranksurter Export-Vier ,aus der Brauerei Leschhorn's Nächfolger liefert frei in's Haus ä Flasche 23 4150) I. Weber, Stabt Cassel. 'Rats Nr 115 »um »remterlleutenant befördert; v. Sannow, Generalmajor und ' b , 49 UXtflf 1. Großh. Heß.) in Genehmigung seine« Abschiedsgesuches mit Kon 6, n 4 | 1".*' „nt 21 «•*, J’fi. */. *' - «•* ''X’«’*1” *» »h * Handel und Verkehr. (fließen. 22 Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostere: Butter per Pfd. JL. 0^0 biö^L 0.85, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück^ 5-6 Ggnseeier 1^ St. 9—10 Käse per Stück 5—11 H, Käsematte per Stuck 3 ^' Erbsen! Liter 2^, Linsen 1 Liter 26 H, Tauben das Paar 60—80 Hühner p. St. JL 1.25—1.50 alte Hahnen ^St. U 1 00-1 80, junge Hahnen 0.90-1.50 Wälsche X 8.00-9 00, alte Enten per Stuck 1 2 00-0 00, junge Enten 1.30-1.70, Kartoffeln per 100 Kilo 8.00-0, Zwiebeln XuSti jtL 18—20, Milch per Liter 16 und 18 H, Ochsenfleisch 68-00 per Pfd-, unb Rindfleisch 50—56 H. Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60 Kirschen per^Vfunb 22^ (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 ^0, Nr. 3 9()T 4 1/ 30 Nr 5 24 Roqgenmehl % (Berliner Marke) 29 50 30, do. t Ä II (»X« Mark.)^ 22.00-0000 W-iz.u effectiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 25.25-26.00, ab unserer Umgegend JL 25 50-25.75, do. fremder je nach Qualität X 25.00-25.75, Roggen, je na-h Qua tat 21.00-22.50, Gerste X 19-21.00, Hafer X 13.50-16.50, Kohlsamen X 00-00, Erbsen 19-27, Wicken X 16-18, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, 23—2d, Roggenkleie X, Wenenkleie grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 63. Stimmung unsicher. Haupts Mich gekr'aat war."-. Drin^nd o'ffertrt: -. (D.e Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Psund Z°llgkw,cht — 100 Kilo.) Vichmorkt war gut befahren. Sngetrieben toa.cn ku 370 Ochsen un?Sii°«, 320 W u/Rinder 267 «Aber und 300 Hummel Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 67—68, 2. Qual. -^ 02-64 Kühe Uno Rinder 1. Qual. X. 58—60, 2. Qual. X 42—44, Kalber 1. Qual. X• 5°—52, . 44-50, Hammel 1. Qual. X 58-60, 2. Qual. X 44 -50 per 100 Psd. Schlacht- gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund -H-■ rvA anb ,'AKilK V,T. ib-'S • 3t. fei r'S- Heugrasversteigerung bei der Stadt Gießen. Montag den 28. und Dienstag den 29. Juni d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Heugraö von den städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Montag den 28. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und im Hegstrauch, Dienstag den 29. Juni von den Ochjcnwtesrn den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist Montag den 28. Juni am Neuflädterthor und Dienstag den 29. in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten. Gießen, den 22. Juni 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 4251) A. Bramm. _______ Mittwoch den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf meinem Bureau ein Küchenschrank mit Glasaufsatz und Schiebgefachen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, am 21. Jun? 1880. , 4229) Geißler, Gr. Gerichtsvollzreher. Dunsiauer Kochgeschirr empfiehlt in frischer Sendung (4254 Philipp Pfeifer, Tiefenweg. Hauspäne werden abgegeben. (3932) LouiS Lony. Das Seugras einer Wiese am Wallbrunnen zu verkaufen. 4197)_____________Spruck, Asterweg. Gebrechten Flachs (5—6 Centner) zu verkaufen. Näheres tn der Exped. d- Bl- (4203 4234) Meine in der Sandgasse gelegene Scheune bin ich Willens zu verkaufen. H. OckeUs Wwe. Hudson’s Seifen - Gxtraet empfiehlt (4107 Gg. Wilh. Weidig. 4117) Realen mit Schubladen in noch gutem Zustande, für ein Specereigeschäft passend, zu verkaufen- Näheres bet der Exped. d. Bltts. Zehntes Tiinilest ♦ Wegen vorgerückter Saison ♦ 4241) franz. ächt » Di« im Regier ®ii Das Fest- Comite. im Schüßengarlen. Da! Weilmünster. C. Jung. (4244 2 Abonnements -Concert Entree 50 Ffg. Anfang 7 Uhr. Cöln, im Juni 1880. ®ie( 4246) Ä. Schönherr. Die Herberge zur £2 25/6 7 U. priic. Rec. (E de Geld - Courö. S. Flörsheim 4211 Verantwortliche Redactio«: A. Scheyda. - Druck uwb Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CHr. Pietsch in Gießen. » 7) n » verkaufe ich von heute ab : Kattun mit Mille-fleurs-Bordüre . Jaconets mille fleurs . . Zahlungen für mich können während meiner Abwesenheit an meinen Schwager, Herrn Aug. Mendelsohn, dahier geleistet werden, der von mir bevollmächtigt ist, gültig zu quittiren. Gießen, den 20. Juni 1880. 4253) Ein älteres Frauenzimmer wünscht gern eine Stelle auf sogleich bei einer kleinen Familie. Auf hohen Lohn wird nicht geachtet. Auskunft ertheilt Ver- mietherin Frau Langsdorf, Lindenpl. 244. Die General-Agentur Du Mont 4* Herwärts. 3MHT Zur gefl. Beachtung. *®c Mein noch vorräthiges Lager in Damen-, Herren- 86 Knabenhüten, Sonnenschirmen, TüllfichuS, Kinderkleidchen 86 Schürzen verkaufe zu bedeutend her ab gesetzten Preisen. (3998) Ä. Fanemann Wif WenzeFs Garten Donnerstag den 24. Juni: am am 27. und 28. Juni 1880. Bahnhofgstraße 935, nahe der Westanlage, bietet wandernden Gesellen für billigen Preis eine gute Unterkunft. Luftige Schlafräume, vortreffliche Betten, billige und gute Beköstigung, freundliche Behandlung, Nachweis von Arbeit. (3831 Kleiderstoffe in "Wolle und Halbwolle 25% unter dem Einkaufspreis. ♦ Je Bärmann, Hotel Einhorn. ♦ Schlesische Jeuerverficher.-Gesellschaft in Breslau. Grund-Capital 9,000,000 Mark. 4240) Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntntß, daß wir dem Herrn Carl Schlecnbecker in Krofdorf eine Special-Agentur unserer Gesellschaft für Krofdorf und Umgegend übertragen haben. •i’tj des Gaues E-essen in Wetzlar io Giessen, Programm: Sonntag den 27. Juni: Morgens 5 Uhr: Reveille. 8—12 Uhr: Empfang und Zug der fremden Turner durch die Stadt. 10 Uhr : Turntag im Schützengarten. Um 2 Uhr: Aufstellung des Festzuges auf der St arten weide und Zug desselben unter den Klängen zweier Musikcorps durch die Stadt nach dem geschmückten Festplatze. Dort Ansprache, vierstimmiger Mannerchor^ Gesang, Aufstecken der Fahnen, Freiübungen, Gesangsreigen. Preisturnen. Während des Preisturnens Concert, alsdann Tanz auf dem Festplatze. Bei bengalischer Beleuchtung Preisvertheiluug unter Betheiligung der Ehrendamen. Montag den 28. Juni: Morgens 6 Uhr: Reveille. 8 Uhr: Besteigung der Ruine Kalsmunt und Früh-Concert im Schüßengarten. %2 Uhr: Aufstellung des Zuges am Dom. und Zug durch die Stadt nach dcm Festplatz. Daselbst Vorführung von Musterriegen, Schau» und Kürturnen. Concert und Tanz. Abends 8 Uhr: Großer Ball Zur gefl. Beachtung. 4149) Feine, herrschaftliche und Hotel- Wäsche wird sauber und zu ganz soliden Preisen gewaschen bei __Graveur Konradt, Schoor D. 145. 4238 > 4000 fl. sind bis 1. August aus- zuleihen, auch getrennt. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________ Die Beleidigung die ich gegen den Herrn Konrad Weller II. ausgesprochen habe, nehme ich zurück. 70 „ 4179) Ein junges Bürschchen vom Lande (nicht aus nächster Nähe von Gießen) gegen Anfangs geringen, später nach Leistungen steigenden Jahrlohn, sucht Fritz Flimm, Materialist. 75 * 50 „ ♦ Kriegerverein Giessen Donnerstag den 24. Juni, Abends 8V2 Uhr, im Vereinslocal, Restauration Bramm (Neustadt): 4243) Monatsversammlung. Einladung des Knegervereins in Marburg zur Fahnenweihe am 4. Juli. Besprechung über eine im Laufe dieses Sommers auszuführende Wald-- parthte. Der Vorstand. stattfinden. & » NM der 49. a. b. c. d, Den lich zuzustel! chre Looft Die Soll von seinen Reserve II, zuftnden, li Die Aerwietyungen. 4254) Ein Logis, im mittleren Stock, an eine ruhige Familie oder einzelne Dame zu vermiethen. Grünberger Straße Lit. B. 151,7. 4255) Der untere Stock meines Vorderhauses, bestehend aus 6 Zimmern und Zubehör, ist Anfangs August an eine ruhige Familie zu vermiethen. ________________Professor v. Rittgen. 3761) 1 möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des Herrn Metzgermstr. Ruppel, Ludwigsplatz.________________ 4134) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer per sofort oder 1. Juli zu vermiethen. Frau Antonie Löber, ____________Grünberger Straße B. 149. Von tt 7» »Tauern m Rin bi ™ Rm r Beüin tm» ®'t bet tön smt ms * N« ”> «iche [taen, »b putsche« $ M-M Beben und Ktri ««Ifotge I Formt -x Das ,7-'derer j«: Ä"! k,t vermischte Anzeigen. 4239) Ein Mädchen, welches die Fähigkeiten oesitzt, zwei Kinder von einem und sechs Jahren zu pflegen und belehrend zu unterhalten, wird zu engagiren gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.________ 4247) Zur Ausführung von Blitzableiter-Anlagen in bewährtester Construction, empfiehlt sich Carl Stohr, Gießen D. 207. Durch Nachprüfung meiner ausgeführten Blitzableiter wird deren Leistungsfähigkeit und Solidität durch die Herren Dr. Buch- ner und A. Hug, Architekt, nacbgewiescn. 4216) Einen durchaus zuverlässigen Maschinisten für dauernde Stellung, sowie einen kräftigen Heizer gegen guten Lohn suchen Müller, Packard Co. 'N Wetzlar. Bezugnehmend auf obige Annonce halte ick mich zur Vermittelung von Ver-» sicherungen gegen Feuersgefahr zu festen und billigen Prämien bestens empfohlen. Die Gesellschaft vergütet Schäden, die durch Feuer, Blitzschlag oder Explosion, Retten und Löschen entstehen, gewährt den Herren Landwirthen wesentliche Vortheile und den gehörig angemelderen Hypotheken-Gläubigern volle Sicherstellung. Prospekte und Antrags-Formulare können jederzeit gratis bet mir entgegengenommen werden und bin ich gern bereit, jede wünschenswerthe Auskunft zu ertheilen.. Krofdorf, im Juni 1880. Hochachtungsvoll Carl Schleenbecker, Special'Agent der Schlesischen Feuer» Versicherungs-Gesellschaft. 4252) Eine Maschinen-Näherin gesucht^__Grünbelgerstraße 1491_ Zukäufen gesucht: (für eine Voliere) Distelfinken, Hänflings Buchfinken, Zeisige, Blutfinken rc. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts._____________________________________ 4060) Ein Logis von 4 Zimmern mit abgeschlossenem Corridor von einer ruhigen Familie per 1. Septbr. zu miethen gesucht. Offerten in der Exped. d. Bl. niederzulegen. Gesucht ^möblirtes Zimmer mit Offerten unter 6. Nr. 4204 an die Exp. d. Bl. erbeten.(4204 von ausgekämmten Haaren werden bestens angefertigt bet Christian Frech, Marktstraße. (1718 20-Francs-Stücke. . • do. in Vr • Englische Souvereigns . Russische Imperiales • Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...••> Dollars in Gold . . . 4257) In einer hiesigen Restauration wird ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen für die Küche gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten gründlich kochen zu lernen. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.__ Für Steinhauer 4215) 15 tüchtige Steinhauer finden dauernde Beschäftigung bei Unterzeichneten. Täglicher Lohn je nach Leistung 2,50 bis JL 3,50. Herborn, Deutz-Gießener-Bahn. Kling & Comp. 4249) Ein junges Mädchen wird auf ungefähr 4 Wochen täglich einige Siunden zu einem Kinde gesucht Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts._______________________ Lehrlingsstellen- Gesuch. 4157) Für meinen Sohn suche eine Lehrlingsstelle, am liebsten in einem gemischten Waarengeschäfte. - n . r>, mit Satin-Streifen 4172) In meinem Hause im Gartfeld (Steinstraße) ist die dritte Etage, bestehend aus 6 Zimmern, «Küche, abgeschlossenem Corridor, Bodenkammern und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und per 15. Juli beziehbar. __________________W. Seuling. 4169) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör per 1. October zu vermiethen. ____________I Stein, Bahnhofstraße. 4152) Der erste Stock des August Ackermann'schen Hauses, Frankfurter Straße Lit. E. 41, bestehend aus 8 Zimmern, 2 Speicherkammern, Keller, Holzstall rc-, ist per 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen.___ 3697) Ein Logis von fünf Zimmern mit Stallung und Remise (am Sclters- berg) zu vermiethen. Näheres bei _____________________________I. Blitz. 3486) Der 2. Stock meines Hauses, Mitte August beziehbar, zu vermiethen. __________H. Möser II., Alicenstraße. 2732) Ein Familienlogis zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei Chr. Noll III., Canzleiberg B. 66.__ 4100) Möblirtes Zimmer und Cabinet zu vermiethen_______Mäusburg D. 16. 4202) Ein Familien-Logis mit 5 Zimmern rc. per August vermiethbar. Näheres b. d. Exp. d. Bl.____________________________ 4233) Eine Familien-Wohnung zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, ____________H. Seibert, Mäusburg. Logis. 3717) Ein Logis von 6 Zimmern mit allem Zubehör in der Nähe des Selters- thors zu vermiethen und alsbald zu be- ziehen. Näheres bei_________I. Blitz. 4058) Die neue hergerichtete Man- sarden-Wohnung in meinem Vorderhause, bestehend aus 7 Wohnräumen nebst allem Zubehör per sofort, ganz oder getrennt, zu vermiethen. August Ackermann, Franks. Str. E. 41. ZU vermiethen. (4061 Lit. C. 184, Seltersweg. JL -$• 16 16-20 16 16-20 20 38-42 16 72 16 65 9 51-55 4 18-21