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PolitiftHe Ueberskcht. Auf dem kaiserlichen Schlöffe zu Babelsberg wurde am 18. ds. der 50jährige Geburtstag des Kaisers Franz Joseph von Oesterreich officiell gefeiert. Der Kaiser empfing das Personal der österreichischen Botschaft, welche in kleiner Uniform, blauer Frack mit goldenen Knöpfen, erschienen waren, während Kaiser Wilhelm die Uniform seines österreichischen Letbregt- ments, Kaiser von Deutschland, angelegt hatte. Während des Diners ertönten österreichische und ungarische Tanzweisen und der Kaiser unterhielt sich lebhaft mit dem Graf Szechenyi und anderen Herren; beim ersten Glase Champagner erhob sich Se. Majestät und trank auf das Wohl seines kaiserlichen Freundes, während die Musik die Nattonal-Hymne intonirte, welche Alle stehend anhörten. — Die in Berlin lebenden Oesterreicher und Ungarn feierten vereint den festlichen Tag im Hotel „Norddeutscher Hof." Der erste Toast galt dem österreichischen, der zweite dem deutschen Kaiser. Während in Deutschland die Unwetter fortwährend andere Landstriche verwüsten, zuletzt einen Theil Ost- und Westpreußens, laufen ungünstige Nachrichten über den Ausfall der Ernte ein. Die Aussichten für den Winter werden dadurch trüb, und es wird ein Rückschlag auf die wirtschaftlichen Verhältnisse kaum ausbleiben, falls die Ernährungs-Bilanz eine schlechte und das deutsche Reich gezwungen ist, große Summen für Getreide an das Ausland zu zahlen. Ein Mangel an Getreide wird nicht etntreten, da Amerika eine vorzügliche Ernte erzielt, aber ohne Theuerung dürfte es nicht abgehen — mit oder ohne Getretdezölle! Oesterreich begeht den Geburtstag seines Herrscher in Betrübniß. In Schlesien, Mähren, Böhmen, Salzburg, Oberösterreich und in der nächsten Umgebung Wiens haben Wolkenbrücke und Waffersnoth große Verheerungen angerichtet. In Wien selbst sieben Tausende von Menschen an den Ufern der Donau und schauen besorgt auf die stetig wachsende Fluth. Festschmuck und Farbenpracht, daneben trübe tosende Fluthen, welche die Stadt bedrohen — das ist ein schrecklicher Gegensatz. Die belgischen Feste nehmen einen großartigen und glücklichen Verlauf. Am 18. August fand der große Fistzug in Brüssel statt, eine glänzende Maskerade, wie sie nur der Geschmack, die Kunstindustrie, der Reichthum und das Glück eines fcstsreudigen Volkes ermöglichen kann. Nach wie vor wird die Presse gefeiert, deren Festwagen vom Volke wie Alles, was in Belgien zur Presse gehört, jubelnd begrüßt wurde. Aus den französischen G en eralräthen werden einzelne unliebsame Zwischenfälle gemeldet, thetls Proteste gegen die Dekrete, theils Tadelsvoten gegen die Präfekten und gegen die Regierung. Es hat dies nicht viel zu sagen, da von 86 Generalrälhen 66 eine republikanische Majorität haben. Die tunesische Frage ist einem Frankreich befriedigendem Arrange- ment nahe; wie man sagt, habe das Berliner Cabtnet die Ansprüche Frankreichs in Tunis unterstützt. — Frankreich hat die Bahnlinie Tunis - Susa be- stätigt erhalten, und Italien wird dagegen nicht protestiren. Ein casus belli liegt also nicht vor. AuS dem Orient trifft eine Reihe kriegerischer Nachrichten ein. Ali Bey ist mit 2000 Mann von Prizrend nach Gusstnje gezogen, wo er angeblick die Albanesen zum Angriff auf Montenegro reizt. Osman Pascha ist mit 4000 Mann in Budua angelangt, wo ein Commiffar der Pforte eintrifft. Der rumänische Krtegsmintster inspictrt die Truppen der Dobrudscha. In Silistria trafen russische Kriegsschiffe mit Bergbatterien und Munition von Bessarabien ein. Allem Anschein nach kann „der Tanz beginnen I" London. (Die Irländer). Die sociale Gährung scheint in Irland auf dos Höchste gestiegen zu sein, denn außer dem üblichen agrarischen Morden meldet man Ueberfäüe und Beraubungen neutraler Schiffe und Pulververschwörungen , um die Kasernen der Engländer in die Luft zu sprengen. Die Engländer singen jetzt nicht mehr von dem grünen Eiland Erins, sie loben nicht mehr den heiligen Patrick, der die Irländer demüthtg und arbeitsam erhielt, sie preisen seit langer Zeit nicht mehr die irische Genügsamkeit und Bescheidenheit, sondern diese Irländer — God damned 1 — werden von John Bull auf einmal für Diebe und Räuber, Schurken und Mörder, für Aufrührer und Revolutionäre erklärt. Allerdings sind Gewaltthaten niemals zu billigen, aber es ist einmal ein Zeichen der Zeit und eine Eigenschaft der Menschheit, daß sie dort am häufigsten und m der schlimmsten Gestalt am meisten auftreten, wo man den Geist knechtet, wo die Ungerechtigkeit herrscht und die materielle Noth aus- bricht. Als Irlands Grundbesitz vertheilt war und eigene Besitzer hatte, lebte es glücklich ; seitdem die englischen Großen das Land an sich gerissen haben und den Pächtern harte Bedingungen verschrieben, seitdem die Landarbeiter hungern, find die Irländer demoraliflrt und einem Recht, das sie für Unrecht halten, setzen sie die Gewalt entgegen. Die Ablehnung der irischen Bill durch das OberhauS, die Verzögerung einer zeitgemäßen Lösung der Landfrage, denn eine Regultrung muß kommen, wenn man nicht die Revolution provociren will, scheint mit den neuesten Ex- ceffen in innerem Zusammenhänge zu stehen. John Bull, der Frethettsheld i „nach Außen", ist Tyrann in Irland; anstatt dort vor der eigenen Thür zu fegen, will er die Türket „befreien"; er mag bei Zeiten dafür sorgen, daß > nicht das eigene Haus ---■-----1 - ■— 1 . 0 Aechten Medicinal-T okayerwein Abzug der Hof-Ungarwein- Handlung Rudolf Fuchs« | Pest. HAMBURG. Wien. 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Technik uni limsasfender „Ans Wistensges/e/e k. I tkif/igt. Die Mc Mgesetzt, und 6ie pädagogischen 1 $oefte utih tk • machen P." Ts | vermehrte Detail' I ewigen Wahrheite ' Schule entstammt und Alles, was । haben, zum Lebeni Die Erziehu IE nicht die Not deren Erwerbung Ewig-Wahre, das aber in der Schul Wß. Geschieht Realschulen in d tohb es nicht nöl । flute Rathschläge . , Darmst« biute müüiritof ll" Major graj Nbtmann Mibenten des Htim, den ®i Nn b(n Srei b'st-h- 8 ff ler und ©eij ktlilptijibinien । , Berlin, tz,^eiiing«n, d ® fl8n allzeit ir 8? ^«it 8* »'Münzen >8t iif, £ betoaf? Miefes tie 6i ßi™ Men müü <6 y .i