ein ;hte. 9 "1,k Satt*«. r. fich her Unter» L? »rauerer, osrkum. 'reise. ärtner, ffe 20. Gfohlen! iMeller' f empfohlen. tUllgSvoll Uögg. ch mit, daß ich dar lel-Geschäft iiebrid> Georg rieriung püfyntt mgsvell cb Georg. iir meine wertheit Geschäft abgegeben, sch„'t«gättner, dieAn- ,rn, Lttäucher«, ,fo Nen 'Anlage« beftenb empfohlen. chningsooll I Deines. Aus- f ,ei den Anzeiger« j nip, unter N 7 4 S iS $»v 'S t-t 4 Nr. 168. Donnerstag den 22. Juli 1880; Meßmer Wyeiger Anseigk- nnb Amtsblatt für bk« Kreis Gießen. " \ ' "" "r _ «reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. 8Ut>adion»bureaUi 1 Schulstr-ß- B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 U. GxptditionSvurtau r j ______ Deutschland. Darmstadt, 20. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: Am 6. Juli den Mtnistertal-Calculator 1. Klasse bei der Buchhaltung der Finanzen Wilhelm Jost zum Hauptrechner der allgemeinen geistlichen Wtttwenkasse und zum Rechner des evangelischen Centralktrchenfonds mit der Verpflichtung, auch die Verwaltung der Rechnerstellen des allgemeinen evangelischen und des Starkenburger Pfarrverbesserungssonds, des Pfarrwtttwenkorns. der v. Schultte'jchen Stiftungen, der Seeger'schen, Gambs'schen, Stuber'schen und v. Gatzert'schen Stiftungen, sowie der Prälat Dr. Köhler — Dr. Schmitt', schen Stiftung zu übernehmen, mit Wirkung vom 1. September d. Js. an, zu ernennen; am 12. Juli den außerordentlichen Professor bet der philosophischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Karl Zöppritz auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, aus dem Dienste zu entlasten; an dems. Tage den Kreisarzt zu Wimpfen Medicinalrath Dr. Karl Theodor Weigand auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand zu versetzen, und demselben aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthi- gen zu verleihen. Berlin, 19. Juli. Die zehnjährigen Gedenktage der großen Zeit, die im Jahre 1870 das ganze Volk Deutschlands mit Begeisterung erfüllte, rücken näher heran. Feierlicher als sonst dürfte man jene Tage in diesem Jahre begehen, ist doch ein ganzes Decennium als Zeitabschnitt für die Geschichte eines Volkes ein bedeutungsvolles Stück Vergangenheit. Um so tntereffanter dürste es gerade in' diesen Tagen sein, sich zurückzuertnnern an historische Mo- mente, die in kleinem Kreise sich abspielten und bisher zur Kenntniß der Allgemeinheit noch nicht gelangt sind. Es war am 19. Juli 1870. Im Vorzimmer des Grasen Bismarck standen Gruppen von höheren Beamten aus dem Ministerium des Aeußern, sich nur flüsternd unterhaltend, Spannung und Ernst auf den Mienen. Der drohende Krieg zog gegen das Vaterland herauf. Die Abreise des Königs von Ems und die Ankunft in Berlin waren am Tage vorher erfolgt. Man wußte es, man stand vor einem Augenblicke, in dem sich die ganze Zukunft Preußens entscheiden konnte. Es war gegen 12 Uhr Mit- tags, ein Wagen fuhr vor dem Palais vor. Einer der Regierungsräthe, der aus dem Fenster hinunter gesehen halte, meldete jetzt den Änderen: „Der Kronprinz kommt!" Sofort eilte ein Diener, den Grafen Bismarck zu benachrichtigen, und dieser kam zum Empfang von seinem Arbeitszimmer durch das sog. chinesische Zimmer nach dem Vorzimmer. Gleichzeitig betraten durch die gegenüberliegenden Thüren der Kronprinz und der Graf den Raum, in dem sich die Beamten in respektvollem Zirkel geordnet hatten. Die beiden Haupt- Personen schritten rasch auf einander zu und stumm reichte der Kronprinz dem Ministerpräsidenten die Hand. Eine feierliche Pause von mehreren Secunden. Dann sagte der Kronprinz sehr ernst: „Lieber Bismarck! Soeben ist die Kriegserklärung Frankreichs dem Könige, meinem Vater, im Palais übergeben worden!" Siumm drückten sich Kronpinz und Graf nochmals die Hand. Stumm wendeten sie sich dann und gingen zusammen nach dem Arbeitszimmer Btsmarck'S. Die zurückgebliebenen Personen im Vorzimmer fanden in den nsten Minuten keine Worte, um den Gefühlen Ausdruck zu geben, die Jeden von ihnen beherrschten. Die Situation war ernst, sehr ernst! Etwa zwanzig Minuten blieb der Kronprinz bei Bismarck, dann fuhr er nach dem königlichen Palais zurück. — Unter den Personen, die im Vorzimmer geharrt hatten, befand sich auch der Friseur Schulz, heut' noch in der Mauerproße wohnend, der, wie alle drei Wochen, auch für jenen Tag nach dem Palais des Grafen befohlen war, um dem Ministerpräsidenten die Haare zu schneiden. Schulz wurde sogleich nach der Abfahrt des Kronprinzen nach dem Arbeitszimmer des Grasen berufen, den er sehr ernst fand und an dessen Haar er sofort seine Arbeit begann. Der Graf pflegte sich sonst während dieser Procedur lebhaft mit seinem Friseur zu unterhalten, heut' aber blieb er still und nachdenklich. Als Schulz seine Arbeit vollendet hatte, sagte Bismarck zu ihm: „Lieber Schulz, ich sage gleich Adieu zu Ihnen! Es ist eine ernste Zett, Gott wird uns bnstehen!" Ttefergriffeu küßte der Letbfrtseur die Hand des Grafen, die dieser ihm zum Abschied reichte. — Ja, es war eine ernste Zeit! Wer konnte ahnen, welche Wendung jo rasch eintreten sollte — welche Wendung durch Gottes Fügung. Bremen, 19. Juli. In Sachen des Capitäns Neynaber vom Nordd. Lloyddampfer „Mosel", welcher beschuldigt war, auf einer seiner letzten Fahrten eine größere als die gesetzlich vorgeschrtebene Anzahl Passagiere befördert zu Ihc-ben, sand einer Mtttheilung der „N. Hdztg." zufolae am 1. Juli wiederum eine Verhandlung vor dem Bundescommissär Duel in New-Port statt. Capitän Neynaber machte geltend, daß er eine noch größere Anzahl Passagiere hätte befördern können, ohne sich einer Gesetzesübertretung schuldig zu machen. Eine von einem Sachverständigen über diesen Punkt eingeholte Ansicht lautete zu Gunsten des Capitäns; es ist daher zur endgiltigen Entscheidung des Falle« eine Veruussung des Dampfers in Gegenwart des Bundescommissars ange- vrdnet worden. Hesterreich. Wien, 18. Juli. Ueber den heutigen ersten Tag deS ersten internationalen Schützenfestes entnehmen wir einem Telegramm des „D. M." : Wien, die festesfrohe Stadt an der schönen blauen Donau, ist im Festes- rausche. In allen Straßen pulflrt das Feiertagsfieber. Man siebt nichts als graugrüne Lodenröcke, man hört nichts als das Knattern von Gewehren. An achttausend fremde Schützen haben sich hier versammelt, mindestens fünfzig, tausend andere Gäste füllen die Hotels, haben alle Privatwohnungen bis in die entferntesten Vorstädte belegt. Achthundert Schweizer Schützen haben ein Maffenquartter bezogen. Die Straßen prangen im glänzendsten Schmuck. Der baumumsäumte Festplatz im Prater ist ein wahres Juwel, an welchem nur die große Entfernung von der Stadt stört. Die riesigen Dimensionen der Schützenhalle geben hinreichenden Raum für viertausend Personen, welche dort täglich gleichzeitig banketttren. Hundert Schießscheiben stehen für die Schützen bereit. Der reicher als je ausgestattete Gabentempel repräsentirt einen Werth von mehr denn 400,000 Gulden. Der heutige Festtag genießt die besondere Gunst des Himmels. Goldene Sonnenstrahlen übergießen Kuppeln, Dächer und Menschen. Die freudige Erregung, die begeisterte Stimmung sind unbeschreiblich. Seit dem frühesten Morgen zeigten die Straßen ein buntbewegtes Bild. Der Ring und die Praterstraße sind von einem hölzernen Gürtel eingefaßt. Tribüne stößt an Tribüne, jede flaggengeschmückt und mit duftenden Blumen garntrt. Um 7 Uhr waren die Schützen in der Rudolfs- Kaserne versammelt, und bald darauf erfolgte der. Ausmarsch auf den Schottenring, wo in sechsgliederigen Reihen 10,000 Schützen sich rangiren. An der Spitze bewegt sich die berittene Polizei, das Musikcorps der Feuerwehr und die Feuerwehr selbst. Danach folgten die Leiter des Festzuges, von Milt- tärmufik begleitet, den Schluß macht das Gros der Schützen. Wohl selten hat man ein bunteres, fesselnderes Gemisch nationaler Typen gesehen. Helle Jubelrufe begrüßten den Vorbeimarsch strammer, martialischer Gestalten; ungewöhnliche und in diesem Grade kaum erwartete Sympathie begegnete den schmuck aussehenden Schweizern, Norddeutschen und Schwaben, welche Sym- pathie schon bei dem gestrigen Empfang Ausdruck gefunden hatte. Die deur- schen Schützen langten mit den oberösterreichischen auf einem Donau-Dampfer aus Passau an. Der Quai war mit Menschen übersät. Der Bundespräsident Reinerz-Düsseldorf beantwortete die Ansprache unter Betonung der Einig- feit. Donnernde Zustimmung folgt seinen Worten. Die Aufnahme der deutschen Schützenbrüder ließ in der That an herzlicher Sympathie nichts zu wünschen übrig- Die Schützen marschirten länderwetse; die Norddeutschen voran, dann die Süddeutschen, Italiener, Schweizer, Ungarn, Siebenbürgen, weiter eine Abtheilung der Bundesschützen aus den österreichischen Provinzen, endlich der Festwagen der Wiener Schützen. Stürmischen Jubel riefen zumal die Tyroler Kerngestalten hervor, welche zu allermeist Farbe und Leben in den Zug brachten. Jedes Thal zeigte eine andere bunte Gebirgstracht, alte Pracht- stutzen, Hüte in den seltsamsten Formen, mehrere verschieden costümirte Musik- Capellen, auch Mädchen in tyrolerischer Nationaltracht. Der Festwagen der Tyroler war weniger farbenglänzend, aber von eigenartigstem Reiz. Er stellt einen nackten, zerklüfteten Felsen dar, auf dessen oberster Spitze ein Schütze mit der historischen Fahne des Freiheitskämpfers, Andreas Hofer, steht. Hinter dem Festwagen kamen der Bürgermeister und das Comitö in sieben Gala- carossen, danach eine Cavalcade von Wiener Schützen-Zieler und Warner, und den Schluß bildeten 3000 Feuerwehrmänner. Um 10 Uhr langte der Zug auf dem F.rhnenweihplatz vor der Franz-Joses-Kaserne an. Die Schützen marschirten in Reihen von je Hundert auf. Tausendstimmiger Jubel begrüßte das Erscheinen des Kaiservaares. Hieraus wurde eine Messe gelesen, nach ber?n Beendigung die Befestigung des von der Kaiserin Elisabeth gespendeten Fahnenbandes e> folgte, an die sich die feierliche Weihe der Fahne selbst schloß. Darauf folgte die Ceremonie des Nägeleinschlagens in die gew fitzte Fahne. Dieselbe wurde zuerst vom Kaiserpaar, bann von ben Erzherzögen und ben sonstigen Notabilitäten vollzogen. Der Vorstand des öst-rreichischen Schützen- bnnbeS, der Neichsraths-Abgeordnete Abvocat Dr. Kopp , hielt hierauf eine kräftige Ansprache, in welche er der Kaiserin als Fahnenmutter dem Hasser als Schützen des Bundes seinen Da> k ausspiach. Der Bund, so rb cp Dr. Kopp, ist ein Wall gegen den Ar.sturm auf die verfassungsmäßigen tfrei» betten. Dis österreichischen Schützenbundes Aufgabe ist die Beiordnung von Friede und Eintracht am häuslichen Hcerd der Nation. Die Rede machte einen außerordeutlichen Eindruck, denn jeder Anwesende »«stand. welch« Em- tracht und welche verfassungsmäßige Freiheit der Redner t. «mne gehabt. Unter diesem Eindruck wurde dann die Volkshymne unter tausendfachem Jubel angestimmt. Das nun folgende Defilä der Schutzen *» eln« 8rc6* artigen Ovaiio« für das Kaiserpaar. Kaiserin Elisabeth trug beim Vorube" marsch der Schützen ein schwarzes Kleid, über ivelches einen dis aus .,e -süüe reichenden Spitzenüberwurf gebreitet hatte. Der Abmarsch auf dem Fc.> W, as Bankt und die Eröffnung des Schießens schließt sich an diesen Theil der Feier. Trotz der glühendsten Sonnenhitze sind bisher nur sehr wenige Unglücksfälle zu beklagen. den andern Mächten handeln werde. Die irische und schottische Volks- Lrltgraphische Depeschen. Wagser'O teirg». Es^resp»u»e»r • Berlin, 20. Juli. Der „Reichsanzetger" veröffentlicht das von dem Kaiser in Mainau untrrm 14. Juli vollzogene Gesetz, betr. die Abänderung der kirchenpolitischen Gesetze. — In drr Ankiagesache gegen die Reichstagsabgeordneten Fritzsche und Haffelmann wegen Zuwiderhandeln gegen § 28 des Socialistengesetzes (Bann- b. ucb) erkannte die Strafkammer des Landgerichts Berlin II aus Freisprechung; die Strafkammer nahm an, daß das vorübergehende Betreten des Nachbarortes Lichterselde als Aufenthalt daselbst nicht anzusehen sei und die Ausweisungs- Befugniß des Berliner Poltzetprästdenten sich auch nicht über das Weichbild Berlins hinaus erstrecke. Wien, 20. Juli. In der Schützensesthalle hat gestern Abend ein heftiger Gewittersturm große Verwirrung durch herabsallendes Gebälk angerichtet. Vier Personen wurden verletzt. Ein von Frohnmüller (Fürth) im Namen des deutschen Schützenbundes bei dem Schützenbanket auf die Allianz Oesterreichs und Deutschlands ausgebrachter Toast wurde mit stürmischen endlosen Jubel- rufen ausgenommen. Konstantinopel, 20. Juli. Aus Philippopel wird gemeldet: Der Mörder der Frau dcs Generals Skobeleff war ein russischer Lieutenant im rumelt- schen Diensten, mit Namen Uzatis, welcher die Generalin aus ihren Ausflügen begleitete. Die Ecgretfnng Uzatis erfolgte in der Schlucht von Oermendere. Daß sich der Mörder entleibte, als er sich ergriffen sah, wurde bereits gemeldet. Die v'.er wegen Verdachts der Theilnahme Verhafteten sind Croaten. Die Generalin hatte Schmucksachen von beträchtlichem Werthe bei sich. — Die ermordete Frau Skobeleff wird anderweitigen Nachrichten aus Philippopel zufolge als die Mutter des Generals Skobeleff bezeichnet. Die- selbe war auf der Fahrt nach dem Hospitale in Tztrpan, welchem sie Unter- stützung bringen wollte, als das Verbrechen verübt wurde. Die Berichte nennen den Mörder bald Uzatis bald Ouffoff. London, 20. Juli. Die „Morntng-Post" erfährt, daß Lord Listowel, Kammerherr der Königin, wegen der Haltung der Negierung bezüglich der irischen Pachtschutzvorlage demissionirt habe. — Wie verlautet, wird das Denkmal für den Prinzen Louis Napoleon in der Georgs-Capelle zu Windsor errichtet werden. Petersburg, 20. Juli. Der „Regierungsbote" meldet: Der Ober- Procurator des Senats, Geheimerath Markow, ist zum Adjunkten des Unterrichts-Ministers ernannt worden. Loudon, 20. Juli. Oberhaus. In Beantwortung einer Anfrage erklärte Earl Granville, das Gesuch um Ueberlaffung deutscher Finanzbeamten scheine von dem Sultan vor etwa 5 Monaten an die deutsche Regierung gerichtet worden zu sein. Gleichzeitig sei ein Gesuch um Ueberlaffung deutscher Offictere an die deutsche Regierung ergangen. Dem Gesuch sei willfahrt worden, weil es schon seit lange Gebrauch der deutschen Regierung sei, Osstciere nach Konstantinopel zu senden, indem der dortige Dienst als gute Uebung an- gesehen werde. Uebrigens seien dieselben nicht als deutsche Officiere nach der Türket gegangen, sondern hätten nur ihr Patent als deutsche Offictere niedergelegt. Daffelbe werde ihnen häufig bet der Rückkehr zurückgestellt. Bet früheren Gelegenheiten habe unter den deutschen Officteren große Bereitwilligkeit geherrscht, in türkische Dienste zu treten, gegenwärtig schienen dieselben aber allgemein nickt geneigt, nach Konstantinopel zu gehen. Earl Granville bemerkte noch, es sei ihm versichert worden, daß der Berliner Vertrag und die Arrangements der Berliner Conferenz die deutsche Regierung veranlaßten, ihre Offictere nicht zur Uebernahme türkischer Dienste zu er- muthigen; auch habe die deutsche Regierung versichert, daß sie in Betreff ihres Wunsches einer concentrirten Aktion Europas nur in Ueberetnsttmmung mit Mtrt js ‘m Honnrrsl"» *»*;,*>» Verwischte-. Butzbach, 20. Juli. Am Sonntag Nachmittag gegen 2 Uhr zog ein heftiges Gewitter, verbunden mit Hagelschlag, über unsere Stadt. In den umliegenden Fluren hat der letztere großen Schaden angerichtet. Im sogenannten Degenfeld und Röderfeld hat die Ernte besonders stark gelitten. Nach Mittheilung von Oeconomen ist in den genannten Districten durch dieses Unwetter theils die halbe Ernte vernichtet worden. Ferner berichtet man uns, baß in den Fluren der Orte Ebersgöns. Pohlgöns, Kirchgöns, Langgöns und Münzcnberg durch den starken Hagelschlaa theils mehr theils weniger Schaden angerichtet wurde. In Ebersgöns soll Hagel in der Größe von Taubeneiern gefallen sein. Münster, 19. Juli. Gestern Morgen L'/zUhr entlud sich hier ein Gewitter in einem sogenannten kalten Schlage. Derselbe traf den nördlichen Giebel der Conrad Theis'schen Scheune, zerstörte das Fachwerk, warf in einer Linie auf der vorderen Dachseite die Ziegel hinweg, lief den Kandel der Scheune und des anstoßenden Seitenbaues entlang und ging an der Ecke der Waschküche, deren Eckpfosten er zersplitterte, in die Erde. Dabet war die Luft weithin von Schwefelgeruch erfüllt und wie durch aufsteigenbcn Rauch verdüstert, weßhalb man Entzündung fürchtete und zum Löschen herbeietlte. Doch kam man mit dem bloßen Schrecken davon. — Revidirt Eure Blitzableiter! Der Umstand, daß kürzlich in Holstein ein mit zwei Blitzableitern versehenes Gebäude vom Blitz getroffen und voll.ändig eingeäichert wurde, hat großes Aufsehen erregt und Anlaß zu einer Untersuchung gegeben, die ergeben hat, daß die völlig verkehrte und veraltete Anlage an dem Unglück schuld war. Wir erinnern bet dieser Gelegenheit daran, daß Blitzableiter, die nicht richtig angelegt sind, nicht ein Schutz für das damit versehene Gebäude sind, sondern nur eine in hohem Grade vermehrte Gefahr bilden. Man sollte deSbalb solche An.agen stets nicht nur von wirklich Sachverständigen machen, sondern sie auch in ancmuffenen Zeiträumen untersuchen und auf ihre Lcitungsfähigkeit prüfen lassen. Frankfurt, 19. Juli. Gestern Morgen um 11 Uhr fand im großen Saal des Saal- baucs der feierliche Act der Ueberreichung der Bundesfahnc des Turnfestes an den Cenrral- verkaufen bei -LLRtmjh Ikikgeöot 4899) Zu verlausen: teilt Brrhm't Thier! & 4__________। 4907) Zur Desiafrt Max Friedl üeiciis-Desiafet Streubüchse Nr.1 (für? einmaliger Füllung 60 SkeMchseNr.2(süröff < einmaliger Mun Womit |atbolfäute, LE«'--. -JMelhel hardna hchM e.*i I« dmh''ß«n' UM @«*1’1 BOI Stück Eichrnstan 1155 „ -75 n » Ä) „ Lohwrllrn ”o . t*W M Schluß tocin tziin Marbvalh'Distrik SanlhattSbn-1. u.' 33 Stück Nadelholz 2. 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Bltts. abzugeben._______________________________ Mermiethungen. 4906) Ein kleines möblirtes Zimmer auf sogleich zu vermiethen- __Lindenplatz A. 242. 4911) Em Familienlogls im Loider- haus zu vermiethen bei I. Mannberger. 4914) Kleines Familnnlogis mit ver- schließbarem Corrrdor per 1- September zu vermiethen. _______I. Boock, Wallthorstraße 223. 4682) In der Nähe der neuen Aula ist ein möblirtes Parterrezimmer mit Ka- binet zu vermiethen- B. 170V,o. 3486) Der 2 Stock meines Hauses) Mitte August beziehbar, zu vermiethen. __________H. Möser II., Alicenstraße. 3320) Ein neu hergerichtetes Familienlogis bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör ist anderweit zu vermiethen. A. Wallenfels Wittwe 2223) 4ie Parterre-Wohnung in ine’* nein Hause, Seltersberg, ist zu vermiethen und alsbald bezrehhar. ________S. Katzenftein, Holzhdlg —1234) Eine Wohnung im Vorderhause zu vermiethen und alsbald zu beziehen- August Kroll. 4774) Zwei Familienlogis, ein größeres und ein kleineres, im Hinterbause zu ver- miethen. I Gg. Unverzagt, Gartfeld. 4862) Ein kleines Familienlogis ist so- fort zu vermiethen. Carl Loth. 1930) Der mittlere Stock unseres Hauses, bestehend aus 6 Zimmern rc., ist zu vermiethen. K a u ff mann «E? Co., Alicenstraße. VE" Gross-Buseck» "W Unterzeichneter erlaubt sich einem verehrlichen Publikum seine Wirthschast „zur Carlslust“ in empfehlende Erinnerung zu bringen. — Solide Preise. — Ein vorzügliches Glas Actienbier. — Vergrößerte Wirthschasts-Räumlichkeiten im Garten. — Angenehmer Spaziergang durch das Buseckerthal. 4808,__________________Carl Schwalb Gewerbliche und landwirtschaftliche Ausstellung des Pfalzgaues zu. MANNHEIM 1880. Unter dem Protectorat Sr. ,Kgl. Hoheit des Grossherzogs Friedrich von Baden. Eröffnet am 11. Juli 1880. Eintritt Jlk. 1.— (4615 Fahrpreis-Ermässigung bei der Badischen, Pfälzischen, Hessischen u. Main-Neckar-Bahn. Loose ä 2 Mark. (Auf 10 Loose 1 Freiloos) durch Herrn F. Nestler E 5, 2. Restauration zum Schützenhof. Unterzeichneter bringt seine neueingerichteten und erweiterten Lokalitäten in empfehlende Erinnerung. Unter Zu- stcherung prompter und reeller Bedienung ladet ergebenst -tn (4W0) W. Hofmann.. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen- w die Gr-ßherzl Wir müfjen 3» 3nb« ftn He W entstandener wuchert gewiesen, daß, na die Wucherer loS W chre Searnttn joHt Hindu' man allgemein al8 V Nichts im We-e -ei lels. Ur den Nichte Klasse der Prohiditit bestehend en, ihnen nuifytiMe adgtme. ipwch auf [fatfrflan fanden fein, aann es irfannt. Es sei kein. iaS Gesetz nicht ausd Mreehiltch für unverl lenzUen, weiche mit, rrgeden. 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