ten. ‘"SUli 'över). ncerl r' Schneider. iTüfij J*. Maschinen ur;'issenschafi|iche 10 der Vorlesungen ßirection L Miotheken unb Wt (3925 Magner. MPfehle meine, vor des Hauses unb en Fabrik. rAr. *ehaftliche »aiies fo. s Grossherzogs 1880. (4615 enu.Maln-Neckar-B^. rrnFjW*^- säs£ 16 16 Samstag den 21. August 188«. Mr. 191 Anzeigr- and AmtsM fir dtll Kreis Gießen. UedactioirSbureaur \ ExpedittonSbureau r / Schulstrahe B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlcl)^ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Directorium des Albert - Vereins in Dresden (Verein für Krankenpflege im Krieg und Frieden) die Erlaubniß zum Vertrieb von Loosen ä 5 I. für die von ihm veranstaltete und von der Königlich Sächsischen Regierung genehmigte Lotterie von Kunstwerken, im Großherzogthum Hessen erthsilt. Gießen, am 19. August 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Die Unsicherheit im wirthschaftlichen Leben. Die Vorbedingung einer gedeihlichen Entwickelung von Handel und Industrie ist die Stetigkeit der Verhältnisse, die Klarheit in der Gesetzgebung und die Ruhe in der Handelspolitik. In Deutschland aber ist mit der Zolltarif- Reform die in Aussicht gestellte Ruhe, der sog. Abschluß der neuen Aera nicht eingetreten. Die Finanz - Experimente dauern fort; das Tabaksmonopol ist nicht vollständig ad acta gelegt; die reine Goldwährung wird wieder in Frage gestellt; neue Gesetze, wie das Wuchergesetz oder die in Aussicht gestellte Beschränkung der Wechselsähtgkeit greifen tief in das Wirthschaftsleben ein, und über die Absichten der Finanzpolittker des Reiches schwirren die sonderbarsten Gerüchte umher. Fast alle unsere Handelsverträge sind abgelaufen oder gekündigt, und die neuen Abkommen mit den fremden Staaten tragen einen provisorischen Charakter, welcher der Entwickelung ständiger Handelsbeziehungen ungünstig ist. Die Klagen darüber hallen in allen Berichten der Handelskammern wieder, und der für den Osten Deutschlands wichtige Bericht der Stadt Bromberg sagt u. A.: „Der in seinem Erwerbsleben anders gestaltete Norden und Osten Deutschlands hat sich der Segnungen einer natürlichen Besserung der Verhältnisse nur wenig zu erfreuen, weil hier die außerordentlichen Förderungsmittel, wie sie durch die unaufhörliche Umgestaltung der Handels-, Zoll- und Steuer-Politik, der Gewerbegesetzgebung, der Eisenbahn- tarife angestrebt wurden, eine meist entgegengesetzte Wirkung, ganz besonders auf den Handel, übten, ja diesen schon dadurch schädigten, daß sie ihm die für seine Transacttonen nothwendtge Sicherheit nahmen. Dies hatte bet der Wechselwirkung unserer landwtrthschaftltchen, gewerblichen und commerc'ellen Verhältnisse zur Folge, daß auch diejenigen Erwerbszweige stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, auf deren Förderung hauptsächlich die wirtschaftspolitischen Reformen berechnet waren." Im deutschen Osten sehen sich die Landwirthe, der unbewiesenen Behauptung vertrauend, daß Deutschland unter dem Schutze des neu eingesührten Getreidezolles den Bedarf seiner nothwendigsten Lebensmittel selbst decken könne, in ihren Erwartungen getäuscht, obwohl sie für ihre Bodenproducte höhere Preise erzielten als zuvor. Speciell haben der Holzhandel und die Mühlenindustrie gelitten. Im übrigen Deutschland sind die Anfänge der Besserung der Verhältnisse erkennbar, und der Wandlungsproceß nimmt seinen Fortgang; aber zur gesunden Fundirung des Handels gehört eine Aera ruhiger politischer und wtrthschaftltcher Verhältnisse. Deutschland. Darmstadt, 19. Aug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben gestern, als am 10jährigen Erinnerungstage des glorreichen, aber blutigen Schlachttages von St. Privat-Gravelotte, von Seiner Majestät dem Kaiser ein Telegramm erhalten, worin Seiner Königlichen Hoheit und den hessischen Truppen von Neuem die Kaiserliche Anerkennung und Dankbarkeit für die hohen Leistungen an jenem denkwürdigen Tage ausgesprochen wird. Im Anschluß an dieses Telegramm haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog folgenden Tagesbefehl erlassen: „Indem Ich heute an dem zehnten Jahrestage der glorreichen Schlachten von Gravelotte und St. Privat ein die hessische Division in so hohem Grade ehrendes Telegramm Seiner Majestät des Kaisers den Truppen bekannt gebe, kann Ich Mir nicht versagen, denselben auch Meinerseits nochmals so volle Anerkennung und Dankbarkeit für die Tapferkeit, Ausdauer und Hingebung auszusprechen, mit welcher sie in den blutigen Tagen des Augustes 1870 ihrem altbewährten Rufe von Neuem Geltung zu verschaffen und ein weiteres rühm- reiches Blatt ihrer Geschichte einzufügen gewußt haben. Die hohe Auszeichnung, die uns Allen heute durch Seine Majestät zu Thetl geworden, erinnert uns von Neuem daran, wie es Sein erhabenes Beispiel war, was uns an- etserte, und wie es Seine Leitung war, die uns Gelegenheit verschaffte, zu beweisen, daß wir allezeit bereit sind, für unseren Kaiser und das Vaterland Gut und Blut willig htnzugeben. Indem wir die Hoffnung aussprechen, daß es Gott gefallen möge, Seine Majestät noch lange Jahre zu des Vaterlandes und der Truppen Ehre in un- geschwächter Gesundheit an unserer Spitze zu erhalten, betheuern wir zugleich dem erhabenen Monarchen wiederholt, daß die hessische Division stets bestrebt sein wird, durch Treue, Tapferkeit und Opferwilligkeit Allerhöchst Seiner Anerkennung auch fernerhin sich würdig zu erweisen. Als Ausdruck dieser Gesinnung rufen wir an dem heutigen denkwürdigen Tage in freudiger Begeisterung: „Es lebe unser Heldenkatser." Wolfsgarten, 18. August 1880. . (gez) Ludwig. Berlin, 17. August. Die hier erscheinende „Börsenhalle" bringt folgende Mtttheilung: „Wie wir vernehmen, haben im Kriegsmintsterium Erwägungen stattgefunden bezüglich der Abhaltung der bevorstehenden Herbstübungen der Truppen gegenüber den neuerdings stattgehabten Ueberschwemmungen und Mißernten. Wie wir hören, haben diese Erwägungen dahin geführt, daß den Corpscommandos in diesen Tagen die Weisung zugegangen, in denjenigen Fällen, in welchen in solchen Ortschaften, die nach den allgemeinen Frühjahrs- Dispositionen für die Abhaltung der Manöner in Aussicht genommen, die Witterungsverhältniffe eine Mißernte hervorgerufen, die von Nachtheil auf die Verpflegung der Truppen sein könnte, sofern nicht eine Verlegung des Manöverterrains an und für sich möglich, die Verpflegung der Truppen durch die Militärverwaltung selbst zu bewirken; in solchen Fällen aber, wo durch Ueberschwemmungen rc., wie in Schlesien, der Provinz Posen und in Westpreußen, die Terrainverhältnisse zur Abhaltung der Manöver untauglich geworden, die diesjährigen Herbstmanöver gänzlich einzustellen und die Trupperi-Uebungen auf die Regimentsverbände zu beschränken." Hierzu bemerkt die „Danz. Ztg.": „In den Kreisen der hiesigen höheren Militärs ist bis jetzt von einer Aufhebung oder Verlegung des Manövers noch nichts bekannt und man glaubt, daß wenigstens die Brigade-Exercitien wohl noch vor sich gehen werden." Berlin, 18. August. Durch die Neu- und Nachwahlen zum Reichstage stellen sich die Fraktionsverhältniffe jetzt wie folgt dar: Deutsch - Conser- vative 58 (früher 58), Reichspartei 48 (früher 51), Nationalliberale 85 (früher 83), Liberale Gruppe Schauß-Völk 15 (früher 15), Fortschrittspartei 26 (früher 22), Centrum 101 (früher 100), Polen 14 (früher 14), Socialdemokraten 10 (früher 9), keiner Fraktion angehörig 37 (früher 36, durch die Wahl des VolksparteilerS Payer). Nachwahlen sind zur Zeit drei erforderlich, und zwar in dem 22. Wahlbezirke des Königreichs Sachsen für den Abg. Schmiedel (Reichspartei); in Sachsen-Altenburg für den Abg. Findeisen (Reichspartei) und in Marienwerder-Stuhm für den Abg. Flottwell (cons.) Köln, 17. August. Die „Köln. Ztg." läßt sich aus Berlin das Folgende schreiben: Der heil. Vater hat am 4. ds. eine allerheiligste Stuhlordre, wie man nach der Analogie von Cabtnetsordre wohl sagen darf, erlassen, durch welche der heil. Thomas von Aquin zum Patron aller katholischen Lehranstalten ernannt wird. Der passus concernens derselben lautet ganz im Style der weltlichen CabinetSbefehle, wie folgt: „Nach Einholung des mit unserer Meinung übereinstimmenden einhelligen Gutachtens unseres heiligen Colleges der Riten ernennen wir Kraft unserer obersten Gewalt zum Ruhm des allmächtigen Gottes und zur Ehre des englischen Doctors, zur Mehrung der Wissenschaften und zu gemeinem Nutzen der menschlichen Gesellschaft den englischen Doctor St. Thomas zum Patron der katholischen Universitäten, Akademien, Lyceen und Schulen und wollen, daß derselbe von Jedermann dafür gehalten, geachtet und verehrt werde; mit dem Bemerken'jedoch, daß auch in Hinkunft nichts geändert werde an der Verehrung derjenigen Heiligen, welche Akademien oder Ltceen zu ihren speciellen Patronen erwählt haben sollten." Da es mit der Gründung einer katholischen Universität in Deutsch, land noch gute Weile hat, so bleibt die Ordre des heil. Vaters bei uns in Preußen ohne praktische Bedeutsamkeit; doch hat dieselbe in mancherlei Hinsicht Interesse. Wer in den sechziger Jahren mit dem Geiste der katholischen Lehranstalten, namentlich in Deutschland, vertraut war, dem fiel es auf — und selbst in den Gymnasial-Convicten konnte man die Beobachtung machen —, wie sehr die Leiter dieser Anstalten darauf hielten, begabteren Zöglingen das Studium des „großen Ochsen" — wie St. Thomas bekanntlich zubenamt ist — als Compendtums aller Theologie und Philosophie zu empfehlen. In der That, wer sich in seinen Thomas eingearbeitet hat und die Prämien desselben annimmt, daß daS Fundament auch der Philosophie die göttliche Offenbarung sein müsse, der ist vor der Gefahr, dem Liberalismus zu verfallen, gefeit; für den ist daS Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit und der obersten Richtergewalt des Papstes in Glaubens- und Sittensachen für die ganze Welt die logische Folge aus dem: Du b st Petrus und aus diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Seit der Günther'schen Bewegung innerhalb der kirchlichen Philosophie — dem letzten, an der damals schon unverkennbaren Unfehl, barkeitssucht des Vatikans gescheiterten Versuche, die Kirche philosophisch zu retten — rangen in Deutschland zwei Richtungen unablässig innerhalb der Kirchenphilosophte um die Herrschaft, die aristotelisch -thomtstische und die platonisch - cartesianische miteinander um die Herrschaft. Jene siegte im Unfehl- barkeitsdogma, diese sieht ihre letzten heldenmüthigen Kämpen in den Führern der Altkatholtken und einigen wenigen Inhabern von philosophischen Lehrkanzeln an den Universitäten zu Bonn, Breslau und einigen anderen Städten. Nachdem die Cartesianer unterlegen waren und die Thomisten mit dem Unsehlbarkeitsdogma nur noch die Radikalen duldeten, drängten die wenigen, die sich in der neuen öglise machine denn doch nicht wohl fühlten, über die kirchlichen Philosophen überhaupt hinweg zu den Kant'schen Prolegomenen einer jeden Metaphysik, die bekanntlich mit dem Selbstmord an sich selber beginnt. Die Güntherianer werden aussterben — wenigstens für geraume gett — und der Unfehlbare hat nur einen Act der Dankbarkeit an die katholischen Lehranstalten und den großen Universalgelehrten Thomas abgetragen, wenn er ihn für alle Zetten zum Universal-Patron der studirenden katholischen Jugend htnstellt. In der erfloffenen päpstlichen Ordre aber darf man einen neuen Beweis dafür erkennen,, daß dieselben Leute, welche Pius zur Unfehlbarkeit drängten, auch Leo's XIII. Ohr besitzen und von ihm Dank für das verlangen dürfen, was sie Pius IX. gethan. Und daraus ist der Schluß erlaubt, daß wir auch mit Leo XIII. zu keinem Frieden gelangen. Er mag von Frie- denssehnsucht reden was er will, „der Andere hört von Allem nur das Nein" — und die Jesuiten, die es dtcttren. » telegraphische Depeschen. «Sag»eU's telegr. (Ettrefotrtttti • Rom, 19. August. Die „Agenzta Stefant" erfährt, daß die italienische Regierung dem neuesten Vorschläge Englands zugestimmt habe, wonach betreffs der hinsichtlich der griechischen Angelegenheit an die Pforte zu ertheilenden Antwort die Einwürfe der Pforte wegen der neuen Grenzlinie entschieden zu- rückzuwetsen seien. — Die Nachricht verschiedener Blätter, die italienischen Botschafter in London und St. Petersburg seien nach Rom berufen worden, ist der „Agenjia Stefani" zufolge unbegründet. Paris, 19. Aug. Ministerpräsident Freycinet hat wiederum in einer bei einem Banket zu Montauban gehaltenen Rede Frankreichs besonnene und gemäßigte Politik im Innern und friedliche Politik nach Außen hervorgehoben. Der Minister bezeichnete ferner alle beunruhigenden Gerüchte als unbegründet; Frankreich werde sich niemals in eine Politik der Abenteuer etnlaffen und niemals den vom Lande entschieden gewollten Frieden aiffs Spiel setzen. Petersburg, 19. August. Von gut unterrichteter Seite wird über die bevorstehenden Personal-Aenderungen weiter gemeldet: Die Commission unter dem Vorsitz des Loris-Melikoff wird aufgelöst. Die dritte Abtheilung der kaiserlichen Kanzlet wird in ein Departement des Ministeriums des Innern umgestaltet. Gras LoriS-Meltkoff wird Minister des Innern. DaS Gens- darmertecorps, weiches bis jetzt von der dritten Abtheilung reffortirte, wird Loris-Melikoff unterstellt. Der bisherige Minister des Innern, Makoff, wird künftig Minister der Post und Telegraphen und behält das bis jetzt dem Ministerium des Innern zugehörige Departement der auswärtigen Cultus- angelegenheiten. Der frühere Gehülfe des Ministers des Innern, Martinoff, tritt in den Senat zurück. Gehülfe Lorts-Melikoffs wird Kochanoff. bisheriger Geschäftsleiter des Minister-Comites. (Siehe jedoch nachstehendes Telegramm.) London, 19. August, Abends. Unterhaus. Dtlke erklärt auf Befragen Wolffs: Die Regierung ist bereit, auf vollständige Ausführung des Berliner Vertrags zu dringen, und lenkte die Aufmerksamkeit der bulgarischen Regierung auf die Stipulation, betreffend die Festungswerke von Rustschuk. Aber die Frage, wie auch die wegen Uebernahme eines Theiles der türkischen Schuld durch Serbien interesstre in gleichem Maße die anderen Unterzeichner des Berliner Vertrages; etwaige Schritte seien daher im Concerte mit anderen Mächten und nicht Seitens Englands allein zu thun. Von der Strangulirung einer türkischen in die britische Botschaft geflüchteten Frau sei ihm nichts bekannt, Göschen indeß telegraphisch zur Erkundigung darüber angewiesen. Bulgarien seien wegen Mißhandlung von Mohamedanern von England und anderen Mächten fortwährend Vorstellungen gemacht worden; die bulgarische Regierung habe auf's Bestimmteste versichert, sie wolle den Mohamedanern ausreichenden Schutz gewähren; nach den neuesten Nachrichten befferten sich die dortigen Zustände. — Einer Meldung aus Simla war heute früh das Gerücht verbreitet, Ayub Khan habe Kandahar von Süden angegriffen. Eine Kanonade sei von drei Setten der Stadt her von Morgens bis Abends hörbar gewesen. Die Verluste der Briten seien unbedeutend. Petersburg, 20. Aug. Officiell. Loris-Melikoff wurde zum Minister des Innern und General Tscherewin zum Leiter der dritten Abtheilung der kaiserlichen Kanzlei und zum Unterstaatssecretär im Ministerium des Innern ernannt. Lokales. Gießen, 20. Juli. Es wäre gewiß vielen Spaziergängern unserer Stadt sehr erwünscht, wenn die noch vorhandenen alten Schoorwege mit ihren schönen schättengebendcn Bäumen so weit und so lange intact erhalten werden könnten, bis die neu angelegten einigermaßen Ersatz dafür bieten. Verwischte-. Mainz, 18. August. Unsere Schutzmannschaft hatte gestern Glück. Es ist derselben nämlich gelungen, den berüchtigten, von Frankfurt a. M. aus verfolgten, Schriftsetzer E. Haas, welcher der Falschmünzerei verdächtig ist, zu verhaften. Schon öfters hat die Polizei Milchet- lung erhalten, daß sich der berüchtigte Falschmünzer hierher begeben habe, um seine Falsifikate zu verausgaben und ist ihm dies auch in vielen Fällen mit Erfolg gelungen. Endlich hat gestern Abend den Verbrecher das Schicksal erreicht. Haas befand sich hier und verausgabte, einen falschen 20 Markschein in einem Cigarrengeschäft; in dem Moment, als er dieselbe Operation in einem anderen Geschäft verursachen wollte, wurde er von einem Schutzmann sofort erfaßt. Die körperliche Untersuchung führte zu dem Resultat, daß man in den Taschen des Verbrechers noch 35 falsche 20-Markscheine vorfand. Haas gestarid sein Verbrechen in der Voruntersuchung alsbald ein, auch gab er an, daß sich die Platten zur Anfertigung des Papiergeldes in Frankfurt a. M. befänden. fSiehe unten Frankfurts Frankfurt, 19. August. Die offizielle Festzeitung des Turnfestes hat zu Gunsten der Centralcasie des Festcomites einen Reinertrag von etwa 800 Ji. ergeben. Der Gesammt- überschuß des Festes wird auf über 20,000 JL berechnet, wovon ein Theil den durch daS Feuerwerk Verunglückten, der andere den hiesigen Turnvereinen, welchen ein solcher Geldbeitrag sehr zu Statten kommt, überwiesen werden soll. Für die nicht im deutschen Turnerbund be- finvlichen Turner und Festtheilnehmer wird ein Gedenkblatt gestiftet. Gestern fand dahier in der Wohnung eines Buchdruckers eine Haussuchung statt, welche versteckte Apparate zum Druck von Papiergeld und eine Menge falscher 20-Markscheine ergab. Von letzteren hatte der Besitzer in Mainz einige auszugeben versucht, was seine Verhaftung veranlaßte. Die Falschmünzer-Werkstätte wurde in einem Hause der Obermain-Anlage entdeckt. Der Verhaftete heißt Haas und ist Buchdrucker; sein Complice, welcher Wind bekommen haben mußte, ist entsprungen. Es wurde ermittelt, daß die Fälscher in fünf Fällen falsche 20 Mark- schetne ausgegeben haben, nämlich in der Markthalle, bet zwei Viktualienhändlern, im Wirths- haus und bet einer Dirne. — Ueber die Wickershetmersche Flüssigkeit, welche bereits früher erwähnt wurde, wird aus Berlin geschrieben: Unter den Mitgliedern des Anthropologencongresies hat neben der Anwendung der Wickersheimer'schen Flüssigkeit zur Erhaltung von Thiercadavern und Beweglich- machung von Skeletten namentlich diejenige Fähigkeit der Erfindung auf's Höchste überrascht, welche gestattet, menschliche Leichen 1) tm Allgemeinen zu conscrviren, 2) bereits Fäulnißerschei- nungen zeigenden diese zu benehmen und 3) dem Cadaver jede Ansteckungsgefahr auch für den secterendcn Arzt zu nehmen. In vier eklatanten Fällen, welche dem allgemeinen Leben, nicht streng der Wissenschaft angehören (hier sind die Erfolge bereits sehr zahlreich und anerkannt) hat Herr W. menschliche Leichen längere Zett im ersten Zustande erhalten. Im ersten Falle starb hier vor zwei Jahren auf der Durchreise ein Brasilianer; er sollte in heimatliche Erde kommen und wurde daher von W. mit seiner Flüssigkeit injizirt. Das Resultat ist glänzend gewesen, keinerlei Ausstellungen sind nach hier gemeldet worben, in bester Form ist die Leiche nach langer Reise angekommen. Einen gleichen Erfolg errang W. tm vorigen Jahre: es starb ein hiesiger Kaufmann, die Hitze begann bereits stark Protest gegen die Aufbewahrung etnzulegen, da nahm man zu dem Verfahren seine Zuflucht und — all' und jeder Geruch verschwand und noch später ankommeiide Angehörige konnten ungestört ihre Wünsche nach Besichtigung erfüllt sehen. Für den dritten obengedachten Vortheil der W.'schen Injizierung ist ein vor drei Monaten hier vorgekommener Fall beweiskräftig: ein hiesiger bekannter älterer und beliebter Arzt bat speciell für eine Sektion um W.'sche Desinfektion und war überrascht von dem ausgezeichneten Erfolge. In voriger Woche ereignete sich schließlich in Rathenow ein interessanter Vorgang. Am Samstag erschoß sich ein Husar, man bestellte hier Jnjectionsstoff, welcher erst Montag, nachdem zwei Gewitter über den Ort gegangen waren, eintraf und zur Verwendung gelangte. 15 Minuten nach der Procedur begann die Sektion und der dieselbe leitende höhere Arzt tottf von dem schnellen Erfolge dermaßen überrascht, daß er die nach dieser Richtung gemachten Beobachtungen in bas Protokoll aufnahm. Die Erfindung ist also von höchster Wichtigkeit und zur Unterstützung der Wünsche nach obligatorischer Leichenschau wie geschaffen. Für zweifelhafte gerichtliche Fälle hat Herr W. eine Flüssigkeit componirt, von gleicher Wirkung, welche aber durch ihre Bcstandtheile die Erkennung beigebrachter Gifte nicht beeinträchtigt. Die Flüssigkeit ist durchaus nicht theuer und schnell und leicht von der bekanntm Firma Paetz und Flohr zu beziehen. Mainz, 17. August. Unter Führung eines höheren Officiers kamen gestern Nachmittag circa 40 junge Leute, welche die Kriegsschule zu Kassel besuchen, hier an, um die Festungswerke unserer Stadt in ollen ihren Theilen einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Von hier aus begeben sich die Zöglinge der Kriegsschule nach Wiesbaden. — Am Sonntag Mittag mietheten zwei junge Herren im Alter von 18—20 Jahren von dem hiesigen Schiffer Herrn Johann Broff eine Schaluppe, angeblich um damit nach Kostheim zu fahren und wollten dieselben in einigen Stunden wieder zurück sein. Allein bis heute (Dienstag) sind dieselben weder zurückgekehrt, noch haben die mittlerweile angestellten Nachforschungen auf eine Spur ihres Verbleibens geführt, so daß man annehmen muß, den beiden Leuten sei ein Unglück zugestoßen. — Heute Vormittag haben tm Rhein die Taucherarbeiten zur Untersuchung der Pfeiler der alten Karolinger'schen Rheinbrücke begonnen. — Am Burgdorfer Gesangfest zeigte sich vor einer Bude ein braunrother Wilder, der thiertsche Laute ausstieß und sich eben anschickte, einem lebenden Täubchen den Kopf abzubetßen. Im selben Augenblick gingen mehrere Berner Ltedertäfler vorbei und der eine derselben, ein bekannter Metzger und Witzbold, wandte sich auf's Gradewohl an den vermeintlichen „Indianer" und fuhr ihn tm reinsten Berner Dtalect an: „Bisch du jetze hie, du Herrgottsoonner?" Der „Sohn der Prairie" aber erwiderte verblüfft und erschrocken: „B'kennst du mt?" und verschwand schleunigst. Frankfurt, 17. August. Seit gestern bildet ein aus dem Justizministerium bei dem hiesigen Concursgericht eingetroffenes Telegramm mit der Meldung, daß die Gebrüder Sachs, welche den vielbesprochenen Schwindelconcurs gemacht und durchgebrannt waren, in St. Jago (Ehili, Westküste von Südamerika) aufgegriffen worden seien, das allgemeine Tagesgespräch. Auf den Straßen bilden sich zahlreiche Gruppen, zumeist den Börsen- und kaufmännischen Kreisen angehörig, die sich über die intereffante Nachricht, welche dieses Mal Thatsache zu sein scheint, lebhaft unterhalten. Weiter verlautet, zwischen Chile und dem deutschen Reich bestehe zwar kein Auslieferungsvertrag, wohl aber ein solcher zwischen Nordamerika und Chile, so daß die Verbringung der Betrüger über Nordamerika auf Kosten des deutschen Reichs geschehen könne. Diese Kosten würden freilich sehr bedeutend sein. Bei Dem Gläubigerausschuß waren bis 6. Juki d. I. 150 Anmeldungen nebst 83 Aussonderungsgrsuche eingelaufen, deren Prüfung sich vor Ende October nicht bewältigen ließ, weßhalb sich der Ausschuß bis dahin vertagte. In der letzten Versammlung deffelben wurde von dem Concursverwalter u. A. mitgetheilt, daß in dem Jahre 1876/78 von der Firma Sachs u. Co. bei einer hiesigen Möbelhandlung allein für 34,000 JL Möbel gekauft und — bezahlt worden sind, von denen der Vater Sachs später behauptete, daß sie, die Möbel, ihm s. Z. von den Söhnen geschenkt worden. Unter den Gläubigern befindet sich u. A. ein Bauer aus einem Nachbarorte, der bei den Schwindlern gegen hohen Zins 87,0"0 J4 deponirt hat. Baares Geld oder Werthpapiere sollen sich bei dm Gaunern, als sie ergriffen wurden, nicht vorgefunden haben. Der Concurstermin ist auf den 26. October anberaumt. — Der Ueberschuß aus unserem Turnfest soll sich, neuerlichem Bernehmen nach, günstiger Herausstellen, als bisher angenommen wurde, nämlich auf 22,000 J4, außerdem wurden 8000 JL für etwaige nachträgliche Forderungen zurückgelegt. — Ein Glauchauer Fabrikant, welcher dem Passionsspicl in Oberammergau beiwohnte, hat folgende gereimte Chronik seiner dortigen Erlebniffe nach der Heimath gesandt: „Für's Passionsspiel voll Passion — Bis nach Murnau — Endstation — Eisenbahnbillet genommen. — Halb gerädert angckommcn. — Vost besetzt, kein Platz mehr krtegbar, — Andres Fuhrwerk nicht verfügbar, — Leiterwagen nehmen müssen, — Ohne Federn, ohne Kiffen, — Stundenlang umhergeschüttelt, — Durchgcrollt und durchgerüttelt — Körperflecke braun und blau, — Endlich — Oberammergau! — Schachmatt durch die Ortschaft trollen, — Gasthaus suchen, — Zimmer wollen, — Durch die Rechnung großer Strich, — „Zimmer frei?" höchst lächerlich! — Alles längst vermiethet, denn — Vorbestellung. Englishmen. — Schließlich Kuhstall aufgetrieben, — Nothgedrungen dageblieben, — Morgens Rechnung überdies — Mit Bougie und mit Service, — Nachtruh schwach, Bezahlung stark — Zwanzig Mäuse — dreißig Mark. — Umgekleidet ohne Pause, — Hingeeilt zum Festspielhause. — Gute- Spiel und böse Miene, — Zwischen meinem Platz und Bühne — Luftdistanz ein Hektometer — Oder etwas mehr peut-ßtre. — Aus der Näh' gewiß sehr schön, — Nichts gehört und nichts geseh'n. — Fünft- halb Stunden ausgehalten, — Plötzlich Krach und Wolkenschalten, — Donnerwetter, Regenguß, — Ueberschwemmung, Festspielfchluß. — Schleunigst fliehen, Obdach suchen, — Bitten, weinen, fluchen, — Kuchen, — Schnell entschlossen weggerannt, — Rücken Ammergau gewandt; — Murnauwärts bei Regenströmen, — Ohne Weit'res Fußweg nehmen, — Schirm auf, Hosen aufgekrempelt, — Aufgewetchter Gottestempel! — Endlich Bahnhof, schön heraus, — Tutzing, München, — Krankenhaus. — Graue Schwestern, gute Pflege, — Gottlob auf dem Beff'rungswege. - Also selber, unbestritten, — Hier Passionsgeschicht gelitten." — Ein gräßliches Eisenbahnunglück hat sich am 13. d. M., Morgens gegen 8 Uhr, auf der Strecke Reibnttz.Hirschberg ereignet. Nachdem die beiden Frühzüge passirt waren, wurde von Arbeitern zwischen dem Otttlienberge und dem Bober-Viaduct bei Hirschberg eine neue Schiene eingezogen, und zwar an einer Stelle, wo der Bahndamm wenigstens 20 Meter hoch ist Ehe diese Arbeit beendigt war, kam eine leere Maschine von Reibnitz zurück, bis wohin sie Vorspann geleistet batte. Als dieselbe durch den Einschnitt am Ottilienberg hindurch war, befand sie sich schon ziemlich nahe an der betreffenden Stelle. Sei es nun, daß der Maschinen- i führer das Haltesignal bei der nächsten Wärterbude nicht bald bemerkt hat over daß sonst ein Versehen vorliegt, kurz, trotz der Anstrengungen der Arbeiter, die Annäherung der Maschine zu verhindern, war dieselbe apf dem abschüssigen Terrain bei aller Mühe, die sich der Maschtnen- führer tm letzten Augenblicke offenbar gab, nicht zum Stehen zu bringen, sondern fuhr mit voller Kraft auf die neue, noch nicht festgeschraubte Schiene auf; Da Die Strecke an dieser Stelle auch noch eine Curve macht, so wurde die lose Schiene herausgerückt, die Maschine entgleiste nach links und stürzte im nächsten Augenblicke lammt dem Tender den steilen Abhang hinunter in den tiefen Abgrund. Dieselbe bat sich dabei mehrere Male überschlagen und liegt nun zerschmettert in der Tiefe. Der Masckinenführer Lux und der Heizer Jäkel sind beide toot. Ersterer kam an der tiefsten Stelle unter den Tender zu liegen und wurde so zerquetscht, daß mau seinen Leichnam stückweise hervorgesucht hat. Der Heizer wurde ebenfalls gräßlich Si-ße«' ?dl*@ xS« 5S?S 3 igfi gijtrnl st« ße*,n < uBtktrch"« UaMenst« SL-, MW 5485) ©üttrtanfe Bl anberroeitEtrmai lätzr im M-hr w,l-ichm tm Wbm 1< AsM) WrW M) Md II. Nachtrag W Hessisch-Pfälzisch weite ermäßigt Hafen loco und jührung. Verkausspttts Wn, bin : GMerzt Belw G sind dahiri Vorstehers der <5i Jahresgehalt vo zweier Schutz mä von JL 900 ju f Bewerbungen geschriebener E-nx Zeugnisse binnen zureichen. Zur Äusnahme rvird ersordect: T) ein M r höchstens 3! 2) körperliche kommene l- 3) guter Rus seitherige? 4) ausreichend Schreiben o) Vorschrift dienst. Worms, U Der Bürgerin, J Noesi sowie sammtlich, d°wur;e ernpst 6e 0 u«M°lb,r b™ fetollmiä S werden. 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Voll-Häringe Bekanntmachung. 5471) In Rücksicht auf dadurch veranlaßte Neuanlagen und Erweiterungen von Gaseinrichtungen, welchen wir wegen Häufung von Aufträgen bei Beginn des Winters nicht immer mit der wünschenswerthen Raschheit entsprechen können, machen wir bereits jetzt bekannt, daß von Anfang October d. I. ab eine Herabsetzung des Gaspreises für die Privatbeleuchtung auf 28 Pfennig pro Cubtkmeter, d-i. um lO7/j0 Procent, stattfinden wird. __________________________Giessener Gaswerk. II. Liidwigs-RegäiiäT auf dem wieder etngetroffen, per Stück 10 Pfennig. 5431) H. F. Nassauer, am Aren? B 114. Häcksel-Futterschneid-Maschinen, pramiirt mit 60 Preisen, bewährter Construction in vorzüglichster Ausführung, DRESCH-MASCHINEN für alle Verhältnisse passend mit neuesten Verbesserungen, TRIEUR „Unkrautsamen-Auslese-Maschine“ für Landwirthe und Mühlen fabriciren als Specialität; Zeichnungen und Preise auf Verlangen gratis. (3936 PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M. Aufträge nimmt entgegen Herr Heinrich Bellof in bei Giessen. Wermiethungen. 5470) Ein Familenlogis mit Werkstätte ist zu vermiethen bei _____A- B ecker Wwe., Asterweg. 5475) Bahnhofstraße lm Zimmer'schen Hause, 2. Etage, möblirte Zimmer zu vermiethen. _______________________ 5481) 1 Zimmer mit Cabinet ohne Möbel zu vermiethen.________Lit. C- 1- 5480) Ein schön möblirteS Zimmer, gleich beziehbar, zu vermiethen. Steusitadt D. 61. _ 5478) Zimmer mit Cabinet, möblirt oder unmöblirt, zu vermiethen. ________Rothenberger, Kaplansgasse. 5477) z kleine Logis zu vermiethen. __________________ JE. Krausch. 5486) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Marktstraße D- 218. 5487) Zwei kleine Familien- logis bei der sog. Lohmühle find zu vermiethen durch I. Blitz. 5097) Ein freundlich möblirtes Zimmer Mit Kost zu vermiethen. Ecke Brand und Schloßgasse 259. 5351) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Ehr. D. Fillmann. 3513) Ein freundliches Logis, 3 Zimmer mit allem Zubehör, sowie Theil am Garten, alsbald zu vermiethen. Gartfeld Nr. 121. 2056) Mansardenwohnung in unserem Hause am Ludwigsplatz auf sogle ch zu vermiethen__________L. L5 A» Petri. 331) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar. 8 Emil Pistor. 5427) Ein kleines Logis an eine ruhige Familie zu vermiethen bei ____________W. Böger, Seltersweg. 4933) Gut möblirtes Stübchen zu ver- miethen. ____ Seltersweg 50. 5143) Ein freundliches Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Heinrich Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause. 5124) Möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen.Gartfeld 1146/10. 5195) Ein Logis, 2 Zimmer, Cabinet, Küche, zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 5419) Der Keller meines Hauses auf dem Seltersberg, E- 37, welcher seither als Weinlager benutzt, per 1. Oktober zu vermiethen. C. Wenzel. Vermischte Anzeigen. 5476) 3 kräftige Arbeiter für-Erdarbeiten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 5482) Vcn 2 großen Fabriken der Rheinprovinz beauftragt, kaufe ich für dieselben Strick- und Leinen-Lumpen zu Tagespreisen auf. Vom 25. ds. Mts. Ablieferungs-Local Judengasse. A. I. C. Köster. 5399) Ein zuverlässiger, militairfreier junger Mann sucht in einer Mühle oder einem Hofgute Stelle als Verwalter. Gefl. Offerten subj. c. 6’684 an Haasen- stein S5 Vogler in Frankfurt a. M. Sonntag den 22. und Montag den 23. August: hlrcliweilitet zu MM, wozu ergebenst oinladet 5473)_______________Georg Lenz. Sonntag den 22. und Montag den 23. August: HiTliwi'ililrslJliiiflii'lhfliii wozu freundlichst mit dem Bemerken einladen, daß für gute Speisen und Getränke bestens gesorgt ist. 5438)_____ Snmmtliche Wirthe. | Thüringer JiuiilWticrei, Chemische Reinigung re. re. Anerkannt vorzügliche Leistungen. Aufträge vermitteln unentgeltlich 5451) Geschw, Heerz, Neuenweg. Teiche zu Bad Wanheim Sonntag den 22. August 1880, Nachmittags 3 Uhr, arrangirt von der Giessener Riidergesellschaft unter Betheiligung der Hanauer Rudergesellschaft, Mainzer Ruderclub, Offenbacher Rudergesellschaft „Undine“, Offenbacher Ruderverein. Wettfahrten in 4rudr. deutschen und englischen Booten Grönländern, Skifis etc. Se. Königliche Hoheit hat zu dieser Regatta einen Ehrenpreis zu stiften geruht. _________________ Während der Regatta OonCCrt der Kapelle des Infanterie - Regiments Nr. 116 und der Nauheimer Kur- Kapelle. Nach den Wettfahrten: Preisvertlieilung auf der Terrasse. Abends: Bengalische Beleuchtung der Anlagen- BALL im Kursaale. Entree 2 M. für Herrn nebst Dame. Preise der Plätze: Sperrsitz 2 Mk., Sitzplatz 1 Mk., Stehplatz 50 Pfg. Die Karten sind sichtbar zu tragen. G-iessener Rudergeaellschaft. NB. Die activen Mitglieder unserer Gesellschaft haben freies’ Entrde für Sitzplatz sowie für den Ball. Die passiven nebst Familiehaben nur zum Balle freien Zutritt. (5446 5235) Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich nach wie vor das Anfertigen von optischen und mechanischen Schreiner- Arbeiten jeglicher Art übernehme. Achtungsvoll //• ScJtwttie^ Neuen Bauen 85. *n atlen Sorten, empfiehlt in stets frischer Füllung 859)Emil Fischbach. Gesucht auf sofort ein tüchtiges Dienstmädchen bei 5479) Rothenberger, Kaplansgasse. Weinsaal. Mittagstisch im Abonnement. Hiesiges Actienbier. Sonnabend und Sonntag: ss. Culmbacher Export-Bier. 4936) A. Saame. Für Schneider! Mehrere Rock-, Hosen- und Westen- Arbeiter bei dauernder Arbeit gesucht von 5466) M. Weiner. Schneider von auswärts haben von ihrer Bürgermeisterei Beglaubigungs»Schreiben mitzubringen.____________________D. O. 5000) Ein junger Mann aus guter Familie kann bis zum 1. October in ein hiesiges Cigarrenfabrik - Geschäft als Lehrling eintreten. Näheres in der Exped. d. Bl. Mk. 3000 4fj2 Giessener Stadt-Oblig. werden zu kaufen gesucht. Näheres bet der Exped. d. Bltts.(5350 Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Giessen nach: Deutz 6", 12 448. Dillenburg 6", 12, 4