Sms attt" C. 16L t09 Rikgen- ^ssahungelL Nr. 69. Erstes Blatt. Sonntag den 21. März 1880. Gießener MnMger Avjeizr- Md AmtsdM sir dei Kreis Gieße«. SLpKditlottlöurea» r j Ä ch ui f» ratze B. 18. Erscheint tL-lich mit Ausnahme de- Mo«L<»g-. Prei- viertel jährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohir Durch die Post bezogen viertel jährlich 2 Mark 50 Pf. -rattheilunz. wart. Mlunq Mts 8 Uhr. 1 c Mm Abonnement “aear auf den Gietzener Anzeiger. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblätter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in s Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in -er Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im II. Quartal 1880 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, um vollzählige Exemplare liefern zu können.Die Expedition. (M änderung. t sich meine Wehes Herrn Texkor, gang in derLinden- il87T Hervt, Glasn. WeUeWs Men. Laulck Preis 750 X Keutschlaud. Darmstadt, 19. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 10. März den Generalsecretär des landwirthschaftltchen Vereins zu Wiesbaden, Dr. Adolf Klaas, zum Landescultur-Jnspector für das Groß- herzogthum, mit Wirkung vom 15. April I. Js. an, zu ernennen. — Seine Königliche Hoheit der Grohherzog haben allergnädigst geruht: Am 13. März den Lehrer an der Realschule zu Mainz, Prof. Ferdinand Albert, zum Dtrector an der Realschule zu Darmstadt, mit Wirkung vom 1. April 1880 an, zu ernennen; an dems. Tage den Lehrern an der Realschule zu Darmstadt, Dr. Ludwig Weis und Dr. Ludwig Külp, sowie dem Lehrer an der Realschule zu simWn. bügdn tarnt! | btfty, wird 8-- tzrp. b. Bl- M I hüte a werben gem'S^ J a M--M I MusburgL^.1 hiermit eiiM I ^Publikummeinen I portlvW' jriorMd^'I Marz 1880: । ' »bsoneVtat.) z littti W» V. (frWäu)^' ®taf «• ’ 3^. in»'“’?!» 3":S - prämtitt-) , .Tjalmsov^ r »iHrW Iter Gießen, Dr. Theodor Tasche, den Charakter als „Professor" zu verleihen. Berlin, 18 März. Bezüglich des Antrages der Fortschrittspartei auf Vorlage des deutsch-österreichischen Handels-Ueberetnkommens im Reichstage sagt die „Nordd. Allg. Ztg." : Nach Ansicht jenes Antrages erscheine das Abkommen einstweilen ungültig. Jndeß weder die Regierung noch der Bundesrath meinten, daß die verfassungsmäßige Zustimmung des Reichstags erforderlich sei und nahmen vielmehr an, daß das Ueberelnkommen unter die Kategorien der Verträge falle, welche verfassungsmäßig einzugehen dem Kaiser zustehe. Die kaiserlichen Behörden gaben bet dem Abschluß mit Oesterreich ausdrücklich die Absicht kund, das Abkommen nur auf solche Punkte anzuwenden, welche die Zustimmung der gesetzlichen Faktoren nicht bedürfen und trafen eine Auswahl, welche den in der vorjährigen Reichstagssession bet analogen Verhandlungen geäußerten Auffassungen des Reichstags entspreche. Der Bundesrath billigte dies Verfahren und sand gegen den Abschluß nichts -u erinnern. Sollte das Abkommen jetzt noch vorgelegt werden, so würden nicht nur die versaffungsmäßigen Rechte deö Kaisers im Princip wesentlich geschmälert, sondern es würde auch anerkannt, daß deutscherseits im Namen des deutschen Kaisers Oesterreich aus Unkenntniß der deutschen Verfaffung unhaltbare Ver- sprechungen gemacht worden seien. Die Mittheilung des Abkommens tm Ketchstag erscheine jetzt nicht möglich, da man dadurch zum Thetl der kaiserlichen Rechte der Verfaffung eine neue Interpretation gebe, welche außer LaSker imb Genoffen Niemand öffentlich geltend gemacht habe. Italien. Rom, 18. März. Die Erklärungen, welche Cairoli gestern in theil- velser Beantwortung der Rede Cavalotti hinsichtlich der Beziehungen zu Oesterreich abgab, lauten offiziell: „Ich kann nicht zugeben, daß die Sitzung in dieser Weise schließe, daß das Land unter dem Elndrucke einer Hypothese bleibe, welche weder in den Thatsachen begründet, noch durch irgendwelche Anzeichen gerechtfertigt erscheint. Cavalotti signalisirte eine Gefahr; ich meinerseits erkläre, daß ich gestern die strenge Wahrheit gesagt habe, sowohl hin- Mich unserer freundschaftlichen Beziehungen zu Oesterreich, wie hinsichtlich der herzlichen und spontanen Kundgebungen, welche uns anläßlich der übrigens weitaus übertriebenen Rüstungen aus Wien zugegangen sind. Cavalotti, welcher sagte, er wolle sich nickt mit einer gewissen ausländt- [djen Presse beschäftigen, hatte derselbe eine sehr große Ehre erwiesen, indem ti die Feindseligkeiten und Auslassungen weniger Blätter als von einer befreundeten Regierung ausgehend betrachtet, deren Wohlwollen wir würdigen und mit der wir die besten Beziehungen zu unterhalten gedenken. Diese wechsel- sritige Freundschaft hat natürlich ihre Begründung in der Achtung der Verträge, im Pflichtgefühl, kurz, in den hohen Erwägungen, wovon meine Estrigen bestimmten kategorischen Erklärungen dicttrt waren. Cavalotti sagt, wir sollen keine Politik der Furcht machen. Nein I wir wollen eine loyale Politik befolgen, und find gewiß, daß die ungeheure Mehrheit des Landes mit unS ist." a *■ . 75» 9* . Nutzland. Petersburg. Das ganze Souterrain des Winterpalastes in Petersburg, die Bodenräume, das Dach und alle bewohnten und unbewohnten Räume, auch die Wände und Kamine find untersucht worden und es hat sich herausgesteüt, daß man keinerlei Befürchtungen über neue Attentate daselbst zu hegen braucht, vorausgesetzt natürlich, daß die Wachen ihre Schuldigkeit thun und der alte Schlendrian nicht wieder einreißt, was leicht möglich. Der Kaiser schäft in Folge dessen wieder im Palast, was er seit dem 17. v. Mts. nicht mehr that, wenn auch jede Nacht in einem anderen Zimmer. Das Leben, welches er gegenwärtig führt, ist geradezu bejammernswerth. Ec genießt keine Speisen, die ihm nicht vorgekostet, und keinen Wein, der ihm nicht vorgetrun- ken wird, die Bäder muß der LeibmedicuS untersuchen, und jeden Abend, ehe er sich zur Ruhe begibt, findet sorgfältige Revifion des Schlafraumes und der angrenzenden, darunter und darüber liegenden Zimmer statt. Er ist sehr nervös, will von nichts mehr hören, sogar die Paraden, eine Beschäftigung, der er sonst mit Freuden oblag, machen ihm kein Vergnügen mehr. Die Nichtauslieferunz Hartmanns hat ihn noch mehr verstimmt und gegen die französische Republik, der er bekanntlich niemals sehr grün war, erbittert. Auch auf den Thronfolger soll diese Angelegenheit ihre Wirkung nicht verfehlt und den Rest von Freundschaft für französisches Weseti, der noch in ihm wohnte, vollständig erstickt haben. Türkei. Konstantinopel, 18. März. Es heißt, der Mörder des Oberst Kumerau's hätte die That eingestanden; es wurde aber behauptet, derselbe sei irrsinnig. Die Untersuchung dauert fort. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Correfporrdeur' Bnrea«. Berlin, 19. März. Der Kaiser conferirte gestern Nachmittag mit dem Fürsten Bismarck, ertheilte heute dem rumänischen Ministerpräsidenten Bratiano Audienz und empfing darauf den russischen Mllitärbevollmächtigten Fürsten Dolgorucki. Der Kronprinz empsing gestern Bratiano, welcher den rumänischen Hausorden überbrachte. Abends 9 Uhr wurde das Reichstags- Präsidium von dem Kronprinzen empfangen. Rom, 19. März. Ueber den Zwischenfall in der gestrigen Kammersitzung wird noch weiter berichtet: Als Präsident Farini sich aus dem Be- rathungssaale nach den Appartements des Präsidium- zurückgezogen hatte, wurden Cairoli, de Pretis, Baccarini, Villa, Crispi, Nicotera, Sella und die Mitglieder des Präsidiums, ausgenommen Farini, zusammenberufen, um über die Mittel zur Begleichung des Vorfalles zu berathen. Man beschloß, Farini zu ersuchen, baß er den Vorsitz wieder übernehme und die Sitzung eröffne. Farini aber weigerte sich, dies zu thun, besonders darum, weil die Linke den Vicepräsidenten Stanttgati, als er den Prästdentenstuhl einnahm, mit Beifall begrüßt hatte, welche Kundgebung Farini als deutliche Mißbilligung seine- Verhaltens Seitens seiner Partei betrachtete. Die Mitglieder des Präsidiums beschlossen hierauf, in die Kammer zurückzukehren und die Sitzung zu schließen. Heute findet abermals eine Berathung der Mitglieder des Präsidiums statt, und hofft man, daß ein Arrangement zu Stande kommt. — In Folge de- gestrigen Zwischenfalles in der Kammer hat Farini seine Entlassung als Kammerpräsident genommen; wahrscheinlich wird derselbe wiedergewählt. Sella ersuchte in der Versammlung der Rechten die Mitglieder der Partei, an seinerstatt einen neuen Parteichef zu wählen, indem er betonte, er wolle Mitglied der Partei bleiben und nur die Partei von Verantwortung bei der Mahlsteuersrage entbinden, worin er seine Anschauungen nicht ändern könne. Die Versammlung beschloß, keinen neuen Chef zu ernennen und nur Cavalotti bis zur definitiven Entscheidung mit der. Leitung der Parteiarbeiten zu betrauen. Die Versammlung gab auch ihrer Sympathie sür Farini Ausdruck. — Deputirtenkammer. Vicepräsident verliest ein Schreiben Farini's, worin derselbe seine Demission als Kammerpräsident gibt. Nicotera beantragt, dieselbe nicht anzunehmen. In demselben Sinne sprechen Mancini, Coppino, 19. Der Seconde - Lieutenant im II. Großh. Hess. Infanterie - Regiment Nr. 116 Philip Friedrich Carl LouiS Hermann Clößner zu Gießen mit Mar»e Margarethe Schwarze, Tochter deS Obergerichtspräsidenten Dr. jur. Erich Wilhelm Edmund Schwarze von Hamburg. Eheschließungen. März. 13. Der Arbeiter Johann Peter Heß von Letbgestern mit Louise Christiane Hoffmann, Tochter des verst. Küfermeistcrs Kaspar Hoffmann von Gießen. März. 11. Dem Schuhmacher Konrad Alt ein Sohn. 10. Ernst Alfred Johanne-, Sohn des Postcassiers Friedrich Otto Schreiber. 13. Philipp Ehristmn Karl, Sohn deS Maschinenmeisters Heinrich Belz. 15. Karl, Sohn des Taglöhners Justus Benner. 10. Louise Katharine, Tochter des Locomotivführers Heinrich Dotzenrodt. 14. Christiane, Tochter des Weißbinders Heinrich Pitz. 14. Curt, Sohn des Kaufmanns Hermann Rudolf Curt von Münchow. 8. Georg, außerehelich von auswärts. 16. Ludwig Konrad, Sohn des Gast- wirths Jacob Thomas. 15. August, Sohn des Korbmachers Christian Reinhardt. 13. Anna Marie, Tochter des Bahnarbeitcrs Heinrich Schäfer. Gestorbene. v o _. .. „ März. 12. Charlotte Treppinger, geb. Müller, 71 Jahre alt, W'ttwe deS FrtseurS Hermann Treppinger. 13. Auguste Stein, ledig, 66 Jahre alt. 14. stud. Karl Friedrich Hermann Georg Z!nß-r, 21 Jahr- alt. 14. Louise, 7 Jahr- Tochter °-s Schreiner« Wilhelm Amend. 15 Schreiner Heinrich Brock, 44 Jahre alt, von Pfungstadt. 18. Amalie Auguste Karoline Sophie, 7 Monate alt, Tochter des Schriftsetzers Christian Platz. Berichtigung. In Nr. 63 muß es unter den Aufgeboten anstatt von Arnim Nrmin heißen. Dem Schreiner Johannes Lenz Zwillingssöhne, Johann Gottlob und Karl Denselben. 29. Februar. 14. Theodor, geb. den 29. Februar. , . Den 17. März. Dem Kaufmann Friedrich Köser ein Sohn, Wilhelm Eugen, geb. den Auszug aus denStandesamisregiflern des Standesamts Gießen Vom 13. bis 19. März 1880. Aufgebote. März. 13. Schuhmacher Georg Luh von Leihgestern mit Margarethe Plaum, Tochter des Ackermanns Johann Jacob Plaum von Günterod. 18. Schlosser Karl Romer von Crof- dorf mit Christine Auguste Best, Tochter des Schuhmachermeisters Philipp Best von Gießen. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 12 März Anton Mühlich, Maurer dahier, ein Wittwer, und Katharine Elisabeth Ranft, geb. Euler, des verst. Taglöhners Peter Ranft dahier Wittwe. Den 14. März. Johann Peter Heß, Eisenbahnarbeiter, ein Wittwer, und Louise Christiane Hoffmann, des verst. Küfermeisters Caspar Hoffmann ehel. Tochter. Getaufte. Den 14. März. Dem Kaufmann Heinrich Roth eine Tochter, Alice Elisabeth, geb. Denselben. Dem Müller Johann Hofmann ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 17. Februar.^^^ Weißbindermeister Georg Karl Wilhelm Seipp ein Sohn, August ^^Dmselben. Dem Wirth Heinrich Roth ein Sohn, Heinrich Emil, geb. den 8. Oktober. Beerdigte. Den 12. März. Marie Lampus, geb. Lampus, Wittwe des verst. Metzgermetsters Melchior Lampus, alt 74 I. 4 M. 10 T, gest. den 10. März Den 13. März. Katharine Möser, geb. Brück, Ehefrau des Dienstmanns Johannes Möser, alt 50 I. 9 M. 19 T., gest. den 11. März. Den 14. März. Charlotte Treppinger, geb. Müller, Wlttwe des verst. Frtseurs Hermann Treppinger, alt 71 I. 7 M. 4 T., gest. den 12. März. Den 17. März. Karl Friedrich Hermann Georg Zinßer, Studiosus der Thterarzne' künde, des verst. praktischen Arztes zu Gladenbach, Dr. Daniel Zinßer I. ehel. Sohn, alt 21 I. 8 M. 2 T., gest. den 13. März. Lanza, Crispi, Martini, B-rtani und Cairoli. Die Kammer beschließt ein- stimmta, die Demission nicht anzunehmen. e Paris, 19. März, Abends. Deputirtenkammer. Godclle (BonapartM) wünscht den Minister des Innern zu tnterpelliren über mehrere Thatsachen, welche der Secre'är des Generalgouvernements von Algier, Gournault, in einer Zuschrift mttgetheilt hat. Gournault ist inzwischen von seinem Posten zuruck- aetreten wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem G-neralgouverneur Grevy. Die Kammer beschließt, da der Minister im Hause nicht anwesend, die Behandlung brr Interpellation auf morgen festzuseßen. — Der Senat genehmigte das neue Generalstabsgesetz. — Heute Abend findet eine Conferenz der Minister des Innern und der Justiz mit den Sectionschess des Staatsrathes statt zur Berathung der gegen die Eongregationen zu ergreifenden Maßregeln. Durch Circular des Polizei-Präsekten werden die Polizei-Commisiare zu detaillirten Angaben über den Bestand der Kongregationen in Paris und den Departe- ments^gefordert. ^ends. Deputirtenkammer. (Fortsetzung). Der Minister des Innern, de Pretis, bekämpft die von Visconti Venosta und Mmghetti bezüglich der auswärtigen Politik des Ministeriums de Pretis vorgebrachten Behauptungen. Er bestreitet, daß bezeichnetes Ministerium di- hm bezüglich Albaniens zugeschriebenen Ideen jemals gehabt habe, widerlegt Crispi's Ausführungen, wonach das Ministerium in der inneren Politik das Programm der Rechten befolge, und hebt hervor, das ministerielle Programm bastre besonders auf Abschaffung der Mahlsteuer und Wahlreform. Berlin, 19. März, Abends. Die heute Abend im Tivoltsaale stattgehabte Versammlung der Wähler der Fortschrittspartei des zweiten Berliner Reichstags - Wahlkreises proclamtrte einstimmig Virchow zum Candidaten. Eberty hatte brieflich angezeigt, daß er gegen Virchow nicht candtdire. Virchow hielt seine Candtdatenrede. Ec hatte die Annahme der Wahl bereits vorher brieflich erklärt. ____ Denselben. Dem Bremser Konrad Müller ein Sohn, Karl, gev. ven 8. «evruar. Denselben. Dem Bremser August Stiehl eine Tochter, Auguste Louise Elisabeth, geb. bC“ 9‘ Denselben. Dem Lokomotivheizer Peter Kipp ein Sohn, Otto, geb. denl 31. Januar. Verwischtes. Ueber folgenden interessanten Rechtsfall berichtet die „Doff. Ztg.": Wirth einer Restauration hatte Feierabend geboten. Der größte Th eil der Gäste entfernte sich darauf und nur wenige Stammgäste blieben zurück, nachdem sie vom Wirthe nngeladen worden waren, auf seine Kosten noch ein Glas Bier zu trinken. Diese Freigebigkeit führte den Wirth auf die Anklagebank, weil er über die gebotene Polizeistunde hinaus Gäste in seinem Local geduldet habe. Der Beweis, daß die zurückgebliebenen Personen seine Priratgaste gewesen, fand beim Gericht nicht die gehoffte Würdigung. Das Gericht gab zu, daß sich auf Privatgaste des WirthS die Polizeistunde nicht beziehe; aber daraus folge für den Begriff Privatgaste nicht, daß darunter alle Gäste verstanden seien, welche der Wirth vielleicht nur, um das Gesetz ru umgehen, zur unentgeltlichen Bewirthung eingeladen habe, und es laste sich namentlich nicht anerkennen, daß Jemand, der bis zur Polizeistunde in einem Wirthslocale als Schankgast anwesend gewesen, durch eine solche Einladung sich ohne Weiteres unter allen Umstanden in einen Privatqast verwandle. Schankgäste sind, so heißt es im Urtheil, diejenigen Personen, welche der Wirth in Ausübung seines Schankgewerbes aufntmmt, und wenn dabei nach der Natur des Gewerbebetriebes regelmäßig die Absicht bei ihm unterstellt wird, aus der Bezahlung des an die Gäste auf deren Bestellung Verabreichten seinen Geschaftsgewinn direet zu ziehen, so gibt es doch Ausnahmen von dieser Regel. Es kann sehr wohl im einzelnen Falle eine Leistung zwar unentgeltlich, aber dennoch als gewerbliche erfolgt sein indem die Wahrung des Geschäftsintereffes bei dem Schankbetriebe mit Rücksicht auf den künftigen Besuch und einen ausgedehnteren Absatz oder sonstige Dortheile gerade in diese Unentgeltlichkeit gelegt wird. Daß der Wirth h,er lediglich aus Freigebigkeit ohne Rücksicht auf künftige Gewerbsvortheile, in welchen er Ersatz für die Leistungen ohne Entgelt zu finden gedachte gehandelt habe, hat das Gericht nicht angenommen und deßhalb auf Strafe gegen den Angeklagten erkannt. — Ein seltenes Beispiel von Nichtachtung des Gerichtshofes gab am Mittwoch, der -«ta " zufolge, ein Zimmermann aus Reinickendorf, der wegen Körperverletzung vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts II zu Berlin angeklagt war. Während der Bote die Zeugen in den Gerichtssaal rief, holte der Angeklagte eine Schnapsflasche aus der Tasche und nahm aus derftlben einen kräftigen Schluck. Der Staatsanwalt stellte gegen den Mann sofort einen Antrag auf sechsstündige Haft. Das Schöffengericht beschloß die,em Anträge gemäß und d e Haftst?afe wurde sofort vollstreckt. Wegen des Vergehens der Körperverletzung ist der Angeklagte freigesprochen wo^n^^^^^ Erzherzog Josef in Alcsuth spielte sich Mittwoch Abends eine intereffante Scene ab. Ein Dieb hatte sich in das Arbeitszimmer des Erzherzogs em- aeschlichen und war eben im Begriffe, eine Tiscklade aufzusprengen, als, du ich das Geräusch aufmerksam gemacht, der Leibjäger Weber in's Zimmer trat. Der Gauner setzte sich zur Wehr und riß einen geladenen Revolver hervor. Ein harter Kampf entspann sich. Auf den Lärm eilte der Erzherzog herbei und die Situation überblickend, warf er sich rasch cntschloffen auf den Gauner, entwanv ihm den Revolver und überwältigte den Einbrecher, den er der Dienerschaft zur Dechaftung^ü ^g^ cin $en n0$ spät einem Geschäftsfreunde einen Besuch macken. Auf sein Schellen öffnete das Dienstmädchen hastig die Thüre, gab ihm eine Flasche Rüdesheimer und ein großes Stück saftigen Braten und schob ihn hastig hinaus. Durch die Thürspalte flüsterte die Holde noch: „Madame steht auf der Treppe, geh bis morgen Abend V* Handel und Verkehr. Kiesten, 18. März. Auf dem am 16. und 17. d. Mts. abgehaltenen Markte waren aufaetrieben: 8 Stück Pferde, 1645 Stück Rindvieh und 487 Schweine. Die ^ceise sind buiÄ den lebhaften Handel etwas gestiegen. Nächster Markt Dienstag, den 6. und Mittwoch, den 7. April, am letzteren Tage auch Krämermarkt, und findet an diesem Tage Morgens 7 Uhr das Verloo en der Krämerstände statt. u 1 10 (RitfittL 20. März. Aus vem heutigen Wochenmarkte kostete: B'rtter per Pftr.^L.1,10 biS U20 Hühnereier 2 Stück 10—11 H, Gänseeier per Stück 10-11 H, Enteneier 2 Stück 11 — 12 X Käse per Stück 5—10 Käsematte per Stück Erbsen 1 Liter 24 Linsen 1 Liter 28 Tauben das Paar Ji. 1.10, Hühner per Stück JC. 1.25—0.00, Hahnen per Stuck ».90 bi« 0 00 E7ten pn Stück 2.00-3.00, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6-9.00, Zwiebeln v Ctr JL. 15—18, Milch per Liter 16 und 18 Ochsenfleisch 66-68 H per Pst-' N' "N*> Rindfleisch 48-56 Kalbfleisch 40-46 H, Hammelfleisch 50-70 A' Schweinefleisch 60^. Herborn (an der KölwGießener Eisenbahn), 18. März. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 369 Ochsen, 311 Kühe und Rinder, 444 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag, den 3 April l. IS. und nicht am 12. April, wie in manche« Kalender irrthümlich verzeichnet steht. Börsenwochen-Bericht. Originalbericht des Bankhauses Max Levenstein, Berlin W., Charlottenstraße 55, 20. März. Die an Stelle großartigster Regsamkeit getretene beispiellose Geschäftsunlust und daraus resultirende retrograde Coursbewegung machte sich noch nie so bemerkbar, wie m der verflossenen Woche! Aber trotzdem ist man noch heute zu der Annahme berechtigt, daß die unfreundliche Physiognomie der Börse wieder einer zuversichtlicheren Haltung P atz machen würde. Schon jetzt kann man die Börse als im Uebergangsstadium befindlich ansehen, wenn schon die Coursrückgänge noch nicht als durchaus abgeschlossen zu betrachten sind. Auf dem internationalen Speeulationsmarkte herrschte Anfangs totale Geschäftslosigkeit bei nur wenig schwankenden Coursen. Erst am Donnerstag traten einzelne Faiseurs, ohne daß ein äußerer Anlaß hierfür zu erkennen gewesen wäre, aus der Reserve, indem sie größere Verkäufe entrirten. In erster Linie wurden von dem hierdurch veranlaßten Rückgang Creditactien betroffen, während Franzoftn und Lombarden weniger beeinflußt wurden, weil in diesen beiden Papieren das Geschäft überhaupt ein unregelmäßiges und kaum nennenswerthes war. Im Gegensatz hierzu zeigten die Renten eine entschieden freundliche und feste Haltung. Für Ungarische Goldrente besonders bestand ziemlich rege Nachfrage. Das Interesse dafür nimmt mit jedem Tage mehr zu, seitdem die Zahl der sicheren zinstragenden Papiere, welche zugleich einen mehr als 4procentigen Ertrag gewähren, sehr zusammengeschrumpft ist. Auch Russische Anleihen und Moten bekundeten wieder festere Tendenz auf neuerdings auftretende Gerüchte von Reformen im Russischen Staatswesen. Für Deutsche Bahnen blieb die Tendenz anfänglich durchaus fest. Die specu- lativen Bahnen, speciell Bergische und Oberschlesische, mußten am Donnerstag der weichenden Bewegung folgen, trotzdem die bekannt gewordenen Einnahmeziffern des Monats Februar geradezu glänzend zu nennen sind. Es darf wohl als ziemlich sicher angesehen werden, daß nach Realisirung des anscheinend starken Hausse-Engagements gute Bahnen im Allge^ • meinen und speciell Bergisch-Rtärkische zu derjenigen günstigen Coursentwickelung gelangen werden, zu der sie auf Grund der Einnahme-Ergebnisse berechtigt erscheinen. Kleine Bahnen schwach und geschäftslos. Für Münster-Enschede-Actien bestand aber bei dem billigen Course ziemlich rege Nachfrage. Unter den Banken war feste Tendenz zeitweise vorherrschend. Insbesondere gilt dies für Disconto-Commanditantheile und Darmstädter Bank. Später machte sich indetz für diese beiden Devisen starke Verkauflust geltend und die Course wurden dadurch in weichende Richtung gedrängt. Positive Gründe lagen für die ebenso plötzliche wie erhebliche Flauheit nicht vor. Man combinirte aus der matten Haltung allerhand Gerüchte, aber alle diese Versionen beruhen, wie von unterrichteter Seite versichert wird, auf purer Erfindung, Auf den Caffamarkt drückte, wie überall, die hochgradige Geschäftslosigkeit. BerhÄtmß« mäßig fest und leidlich belebt waren junge Gothaer Bank und Berliner Handelsgesellschaft Der Bergwerks-2lctien-Martt zeigt in Bezug auf den Verkehr ein derartiges Bild, wie man es noch vor Wochen für nicht möglich gehalten hätte- Die Umsätze gehen in den meisten Fällen über wenige tausend Thaler nicht hinaus, ja es kommen vielsaq Abschlüsse ilberhaupt nicht zu Stande, weil es an Käufern selbst geringfügigster Summen fehlt. Immerhin dürfen manche Papiere, die in sich confolidirt sind, bei gegenwärtigen Notirungen zum Ankauf geeignet erscheinen. Anscheinend besteht in Dortmunder un Laurahütte ein kleines Decouvert und hieraus erklärt sich wohl der verhältmßmäßig genng Abschlag. Von sonstigen hierhergehörigen Papieren sind ^Lbstphälische Union Stamn^ Prioritäten, Hibernia, Donnersmarckhütte und Bergisch-Märkisches Bergwerk als ziemlich belebt zu erwähnen. ^ndustriepapiere zeigen ebenfalls durchgängig Abschwächung bei sehr unbedeutendem ^Geschäft. In den letzten Tagen traten Passage-Actien etwas hervor, infolge der dkachricht von der Consolidirung resp. Billigerstellung der Hypothekenverzinsung. Stob- I wasser waren ebenfalls in verhältnißmäßig guter Frage. I Wilhelm, geb. den 27. Februar. . v , ~ " Dem Bremser Konrad Müller ein Sohn, Karl, geb. den 8. Februar. Gießen, 18. März. sHerberge zur Heimath.I E8 gingen weiter ein: a. Einmalige Beiträge: Don Herrn Gymnasiallehrer Dr. Römheld in Laubach 5 F. SB. Möller in Lauterbach 5 Jt, Gymnasiallehrer Dr. Geist in Büdingen 5^4, Äleln M 5 u SB ®. das. 5 JC. Frau Prof. Blümmor das. 10 JL, Musikdirektor Felchner dahier 10\k Pfr. Wagner 2 Jfc, A. v. Hornier in Echzell 20 JL, Frau Steuerrath Schch-r da- iii-r 10 v/ N. N. in Lich 10 JL, Gustav Windecker dahier 10 J4, Frl. Anna Wmdecker ? u A G 5 Pft. Strack in Reiskirchen 3 JL, Pfr. Scriba in Alten Bus eck 5 Ji- ' b Unkündbare Darlehu: Von Herrn I. B. Singer dahier 25 c. Jahresbeiträge: Von Herrn Pfr. Klotz in Hausen 5 JL, .Pfr. Bernbeck in Alten- Buseck 5 JL, Pfr. Henkelmann in Groß-Linden 6 Mit den früheren Betragen zusammen 3447 JL 40 Weitere Beiträge nimmt Kreisamts Gehulfe Döring zu Gießen entgegen. Die Liesers !l«8 f°ttbK l»'*’ fflü «ul ® jum ’ < ®li|en, »• 1824)____— M l Jul @?D1 heim Dullllk Mittags von Slbmalheck' stülk. Auszevr 4 W 30,5 rm ® und f 42,0 rm E schiede II. Jm G linden (£ am Sanrsiag mittags von Es werden i Eichen! 3 Eichen! 3 Kiefern 23 rm Eti und ßi 20,3 rm Stc III. Im G« hvlzhaufen Bomiitags \ vosklbß mit Dißiict Berg Zum Stil a. Stämmi 60 Riti b. Stange 1U. Cl< e. Derbho 1,25 r Buchen rm Kie Scheifi, 33,95 rm St GivMech DaS^ 1922) Arbei Sawsta r Ra, sollen auf de; «ccord verge 0 Planirark von GM Wasttrar WM ®rüninflen HDvvn, h Nmllt “«bin tm» Ti ©««im, » Nelgttt. 91 ?) Steni b«m Mar Lcvmstti» N. n t tzeichäftsuM j f0 btmerlbai, ! „ rm-hm- d--W | lilijwWS ; otgefN® I“K Mt tot, aus bnW® -n btm h-nwch« s »«I* £ “i*8 f -L -.st Die riaU Jaber w* rÄ-S rL- ’S.?*“’ ■;y.er tute ery^ $ d» ' jn deraE &gi\ ■ • Union -. . .-k bei Th.» XeOOS, Neuenweg. 1923) Ein Hause» Mist zu verkaufen __________im Hotel Prinz Carl. 1911) Ein Haufen Mist billig zu ver- Versteigerung. Montag den 22. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, werden im Lindenhof dahier (parterre) 33V Stück Tapeten verschiedener Sorten, sowie ein Etageretisch gegen Baarzahlung meistbietend versteigert. Die Versteigerung wird bestimmt abgehalten. Gießen, den 19. März 1880. 1890) Geißler, Gerichtsvollzieher. Montag den 22. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird auf meinem Bureau ein Küchenschrank mit Glasaufsatz und Schiebgefachen gegen Baarzahlung meistbietend versteigert. Gießen, den 19. März 1880. 1889) Geißler, Gerichtsvollzieher. Anton Reusch auf der Scheidemühle bei Groß-Buseck läßt nächsten Dienstag den 23. dS Mts., Nachmittags 2 Uhr, daselbst öffentlich versteigern: 150 Ctr. Heu, 200 Ctr. Stroh und 100 Gentner Grummet. (1699 Scheidemühle, den 12. März 1880. Bauholzverste^». 1) Donnerstag Nachmittags 1 Ul^ Hängend, werden im Naunhetme^^. ?meindewald, District Tannenwald, 218 Kiefern- Stämme mit 97,47 fm, meistbietend versteigert. Zusammenkunft auf der kleinen Breit bei Nr. 1. 2) Dienstag den rv. d. M. kommen in den Dtstricten Zehnheck und Homberg zur Versteigerung: 90 Eichen - Baustämme von 20 bis 92 cm Durchmesser und 14 m Länge mit 80 fm, 124 Fichten - Bauholz • Stämme mit 20,63 fm, 335 Fichten-Stangen, zu Sparren und Leiterbäume geeignet, 20,75 fm. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr in der Zrhnheck bei Stamm Nr. 1. Naunheim, den 18. März 1880. Der Bürgermeister: 1894) Kern. 1712) Gut gebrannte Nussensteine werden preiswürdtg abgegeben bet Frau Elchenberg. Zum Kapitel „JlotfjgeÖrungene Abwehr". 1916) Ein gutes Sprüchwort sagt: „Man muß dem Feinde, der auf dem Rückzüge sich befindet, goldene Brücken bauen". Ich will dasselbe beher- zigen und über die mancherlei Ausfälle hinwegsehen, womit in Nr. 57 dieses Blattes die Maschinen-Fabrik vorm. Werthhetm ihre Schwächen zu decken sucht. Aus die Kernpunkte meiner Entgegnung geht die Genannte ja doch nicht ein. Daß es ein Wtderfinn ist und verwerflich, die Original Singer Nähmaschine, die man nachahmt und deren Namen man dreist entlehnt, zu verunglimpfen, das ist etwas, was die Genannte nicht läugnen kann, und darum übergeht ste eS mit Stillschweigen. Daß eine Ungerechtigkeit barln liegt, wenn bet der Nähmaschinenprüfung im Dresdener Gewerbeveretne die Original Singer Nähmaschine unter der Hand gekauft und ihr Vertreter nicht zugezogen wird, während die coneurrtrenden Maschinen von den betreffenden Fabrikanten, die zugleich die Anstifter der Prüfung waren, ausgesucht wurden, das ist auch etwas, wogegen die Genannte Nichts etnzuwenden weiß, daher sie Stillschweigen darüber 1262) Zum Anfertigen von Hütten, Hallen, Garten- fpalieren, Waschpfählen und allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln, sowie zum Decken dieser Hallen und Hütten mit Schiefer, Ziegel» Asphaltdachpappe und geölter Leinwand, halte mich unter Zusicherung promptester und reellster Bedienung bestens empföhle». Jacob Helfenbein, Marburger Straße. An die Hausfrauen. Ungeachtet aller Anfeindungen ist und bleibt (180 Hudson’s Seifenextract das beste, billigste und unschädlichste Mittel zum Waschen, Reinigen u. Scheuren aller Gegenstände. Unwiderlegliche Beweise sind: Die große goldene Medaille 1877 und das Ehrendtplom 1879 der franz. Aoademie nationale in Paris. Höchste Auszeichnung für Waschpräparate: Weltausstellung Pari- 1878. Täglicher Verbrauch in England, Über 500,000 Pallete a '/« Pfund- Zu haben in allen Colonial-, Material- und Droguenhandlungen. Thurinuhren 1916) beobachtet. Das Publikum kann daraus schon entnehmen, was von dem neuen Angriffe der erwähnten Firma zu halten ist. Auf zwei Punkte muß ich jedoch eingehen, da ste in zu grober Weise den offenkundigen Thatbestand ins Gesicht schlagen. Ersten- bestreitet die Nähmaschinenfabrik vorm. Jos. Werthheim die Benutzung der Singer Maschinen Fabrikmarke und glaubt das durch einen beigedruckten Gnomen bekräftigen zu können. Ich wiederhole, daß in meinem Besitze sich, in Gestalt nachgemachter Maschinen mit entlehnter Fabrikmarke, der schlagende Beweis meiner Aussage bkfindet. Zweitens kann es die Genannte n cht lasten, wieder in Selbstbeweihräucherung zu machen, natürlich auf Unkosten der Wahrheit; sie sagt: es sei der Lauf der Welt, daß alte Institute stehen bleiben und jüngere ste überholen. Nun aber ist die Statistik des Absatzes der Original Singer Nähmaschinen folgende: Ist ein Institut, welches in den letzten 8 Jahren einen so kolostalen Aufschwung nimmt, eines, das an Altersschwäche leidet? Ist ein Institut, deffen Geschäftsumfang sich in den letzten drei Jahren verdreifachte, ein solches, ba* zmück^ehl? Die Singer Mannfaeturing Company produztrt allein so viel, als alle die Concurrenten zusammengenommen, und dabet spricht die Annonce von überholen! Uebrtgens werde ich bald in der Lage sein, noch überzeugendere Beweise von der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Singer Manufacturing Company beizubringen. Will die Nähmaschinenfabrik vorm. Jos. Wertheim durchaus ein Bild haben, so ist das einzig richtige dieses: Die Singer Manufacturing Company steht in ihrem Mannesalter, die Maschinenfabrik vorm. Jos. Wertheim dagegen noch in den Kinderschuhen. Dabei bedenke sie nock dies Eine: es giebr genug Näh- maschinenfabrlken, welche nie aus ihren Kinderschuhen herauskommen. Dies ist namentlich bei denen der Fall, welche nicht selbstständig schaffen lernen, sondern immer nur von anderer Leute Ruhm zehren. Hamburg, G. Neidlinger, General«Agentur der Singer Manufacturing Co., Uew-York. Filial-Geschäft in Gießen, Reichensand - Bahnhofstraße 226. 1870 . . . 127,833 . . . Maschinen 1871 . . . 181,260 . . . Maschinen 1872 . . . 219,758 . . . Maschinen 1873 . . . 232,679 . . . Maschinen 1874 . . . 241,679 . . . Maschinen 1875 . . . 249,852 . . . Masch nen 1876 . . . 262,316 . . . Maschinen 1877 . . . 282,812 . . . Maschinen 1878 . . . 336,432 . . . Maschinen liefert in bester und solidester Ausführung bei mäßigsten Preisen J. F. Weule, Fabrik von Thurm-, Hof- und Fabrik-Uhren in Bockenem, Prov. Hannover. Die Leistungen der Fabrik, aus der seit 33jährigem Bestehen über 700 Werke hervorgingen, wurden auf zwölf verschiedenen Ausstellungen prämiirt. Preiscourante, Zeugnisse rc. stehen den löbl. Gemeindeoorständcn und Pfarrern gratis zur Verfügung. Nähere Auskunft ertheilt für Gießen und Umgegend bercitwilligst H. Fr» Rhelt, Uhrmacher, Gießen.(926 1574) Um Jrrthümer r. Kuliel» Stollwerck’sche Brustbonbons (per Paquet 50 Pfge). Die ausserordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso grosse Zahl ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgerufen, welche sich nicht entblöden, Verpackung, Farbe und Etikette in täuschender Weise herzustellen. Die Paquete des ächten Stollwerck’schen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmenschilder. (1939 1920) Möblirte Zimmer zu vermiethen _________Jng. Merz, Bahnhofstraße. 1903) Zimmer für einen Einjährigen in der Nähe der Kaserne zu vermiethen bei Vicefeld wedel Seim Brandgass e. 1901) Ein Schlafstelle an einen anständigen Arbeiter zu vermiethen. __Neustadt 154, parterre. 1926) Lit. A. 62 ist eine Stube zu ver- miethen und gleich beziehbar.____________ Eine Parterre-Wohnung von 4 bis 5 Zimmern mit Zubehör und der 3. Stock von 8 Zimmern zu vermiethen; derselbe kann auch getrennt vermiethet werden, da 2 Kücheneinrichtungen vorhanden sind. 1934)_____G. Volk am Ludwigsplatz. 1928) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. _ Heinrich Hohmeyer, Kreuz. 1930) Der mittlere Stock unseres Hauses, bestehend aus 6 Zimmern rc. ist auf den 1. Juli zu vermiethen. Kauffmann Sf Co., Alicenstraße.^ 1940) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei ________Theodor Schmidt, Gartfeld. 1942) Möblirtes Stübchen zu vermie- then.____________________Seltersweg 50. 1863) Ein möblirtes Zimmer. Lit. E. 90. Vermischte Anzeigen. Für einen lohnenden leicht verkäuflichen Artikel werden Agenten sowie Personen, die eine große Bekanntschaft besitzen (in der Stadt wie auf dem Lande) gesucht. Offerten unter A. 8. K. an die Expedition dieses Blattes.________________________(1904 1921) Ein Schmiedgeselle, welcher selbstständig arbeiten kann, auf sofort gesucht von Schmied Kräusel», ____________ Grüningen.__ Warnung. 1941) Hiermit warne ich Jeden, meinem von nur getrennt und in Gießen lebenden Manne Heinrich Wehrum, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich vo» jetzt ab für nichts mehr hafte. Lang-Göns, den 20. März 1880. Katharine Wehrum. Montag Abend: Restauration Jung. in co der Militärs) derjenigen bei Unserem lieben Freund und Bruder nen* 1) em 9?u: |10 Lieufrauenstrasse 10. Geld» Cours < i 20-24 Billige W-r die herzlichsten Glückw heutigen Geburtstage ü donnerndes Hoch, oaß der Schiffenberg wackelt. 1932)Einer iei.de Bedienung, st-s Arrangement. bt TlÜW Wisent AL 1944) Tüchtige Maurergesellen und Handlanger gesucht. B. Strauch. D°»n»r Witt« «) hch Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweite- und drittes Blatt« , Mi. u„Ni 01 ÄW'.1 H 20-Francs-Stücke. . . i do. in Va - Englische Souve eigns . 1 Russische Jmper' les 4 Holländische fl. ly-Stücke 1 Ducaten ...... , Dollars in Gold . . . 1900) , vint Weinhandlung sucht einen jungen Mann zum pr-vissionsweisen Verkauf ihrer Weine für Gießen und Umgegend. Gef. Offerten bittet man unter A. W. Nr. 83 bei der Exped. d. Bl. abzugeben. 1624) Zwei Pensionäre finden zu Ostern gute Aufnahme.Markt P. 32- Ml „Straßburger Hof", » Frankfurt a. M., große Fischergasse, empfiehlt einem geehrten Publikum, sowie Geschäftsreisenden billiges Logiren, sowie Restauration 1683) F*. J. Kaub. 1853) 900 JL werden gegen doppelte Sicherheit zu leihen gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts 1931> Einen Jungen suckt in die t'chre Friedrich Weinhardt, Schreinernff Neustadt 97. OTuriu* b