'hcctt kranker ®i,btt Origer) '8ftit 2lhr°nka Nr. 44* Samstag den 21. Februar 1SSO. Kichener ^(nieiger Ayrißk- mb Amtsblatt für ben Kreis Gieße». 'Don «ntweiuu " Laug. " Wagner. - Rütofei. ! t " dutDann., ■ " W. Völk. -MM (110$ I acbst den vahn- Verkäufer und am 12. April, >r, wozu namhafte ragS 3 Uhr, im k und Computern d uno Zaum im i ca. 1OOO M, M., 380 andere jun. in Maür^ kt-Verein. Ltübcben zu oer- bel, Savdgvffe. Mutigen. ,cht nbthör. Vonwev>- iiotpoi. (1|)97 f"S* Mn fucbt Stelle g Kindern als Stutze ? >ingung: famlime. Kn dn Erv-d-A irk einem N-chtjuden, llen Geschäft. > rbrt- Verzins. W S-M.MM lfi and.Grp. d-Dl. nmtktl a" tri. 8.1,1 —-77-^dlealr ■r We k * Mad-deo «n i"»I S* ; ober ffl4 W "g 1 „rt-jirbfit? } Erchulstrnße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme de« Mnntggs. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit tSotngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Dee Mordanschlag gegen die russische Kaiserfamilie. „Aw 1. December flog in Moskau eine Mine auf, die bestimmt war, den Kaiser A. N. zu vernichten. Leider ist uns die Sache diesmal mißglückt. Warum und aus welchen Ursachen die Mine nicht die gewünschte Wirkung hervorbrachte, halten wir aus wohl erklärlichen Gründen für unzweckmäßig, hier deS Näheren zu erörtern. Wir bitten aber unsere Gesinnungsgenossen inständig, sich ja nicht durch dergleichen Mißerfolge Niederdrücken oder abschrecken zu lassen, wir sind uns unserer Fehler bewußt und werden dieselben künftighin vermeiden. Also verzaget nicht! Alex. Nik. ist diesmal der Gefahr glücklich entgangen, das nächste Mal dürste er nicht so glücklich sein. Er wird fallen, und zwar so bald als möglich, noch ehe er sein Jubiläum begangen hat." So schrieb wenige Tage nach dem Mordversuche in Moskau das „Revo- lutions'Comtt^" und wenn seine Drohung heute nicht in Erfüllung gegangen ist, so liegt die Schuld wahrlich nicht an den Nihilisten! Alle die schweren Verluste, welche ihren Bund in letzter Zett getroffen, haben ihre Actions- sähigkeit nicht hemmen können und je mehr Mitglieder sie verloren haben, desto verzweifelter und teuflischer treten die übrig gebliebenen für ihre verbrecherischen Ziele in die Schranken. Wer sind diese Männer, die dem gewaltigsten Poltzeiapparat trotzen und eine Macht entfalten können, die der der Polizei bei weitem überlegen ist? Welche Hülssunttel, welche Verbindungen stehen ihnen zu Gebot, daß sie Mordanschläge durchzuführen vermögen, deren Vorbereitung wochen-, ja monatclange Arbeit, große technische Kenntnisse und bedeutende Geldmittel erfordert? Alle die wohlgeplanten Mordanschläge aus früherer Zett werden in den Schatten gestellt durch den neuesten, sowohl was dte unbegreifliche Vorbereitung als auch die rücksichtslose Durchführung desselben anbetrifft. Auf der Straße, auf der Eisenbahn war das Leben des Kaisers gefährdet worden; jetzt haben ihn dte Verbrecher sogar bis in seine eigene von Truppen bewachte, mtt zahlreicher Dienerschaft angefüllte Behausung verfolgt, und dort, wo nach menschlichem Ermessen keine Katze unbemerkt einschlüpsen kann, unter den Füßen des Kaisers eine Mine gelegt, um ihn mtt seiner ganzen Familie und allen denen, die sich an diesem Tage zufällig in seiner Nähe befanden, in die Luft zu sprengen, und neben den in ihren Augen Schuldigen auch dte Unbetheiligsten und Unschuldigsten zu ermorden! Nachdem es den Nihilisten gelungen, einen solchen Anschlag durchzu- sühren, muß man wirklich glauben, daß es nichts mehr gibt, was sie in Rußland nicht durchführen könnten, und muß neben der Allmacht des Czaren eine Allmacht der Nihilisten anerkennen, die größer ist als dte ves ersteren. Wte ost schon wurden dte Nthtltsten todt gesagt, wenn ihre Druckereien ausgehoben, wenn einflußreiche Mitglieder verhaftet waren und den Weg zum Galgen oder nach Sibirien angetreten hatten! Immer wieder wuchsen der Schlange neue Köpfe, immer sanden sich neue Revolutions-Blätter, welche dte Todesurtheile verkündeten, und neue Verbrecherhände, dte zur Vollstreckung bereit waren. Alle Mittel zur Erstickung jener unheimlichen gehetmntßvollen Gewalt sind ohne Wirkung geblieben, und mit Schaudern muß man sich fragen, was nun geschehen soll, wenn der Nihilismus, dieses potenzirte Verbrecherthum, in seiner erschreckenden Thätigke t fortfahren kann. Dte Lage des Kaisers von Rußland ist furchtbar und wirklich bemttletdenswerth. Es ist ein trauriges Verhängntß, auf einem Vulkan leben zu müssen, dessen Ausbruch man jederzeit, fast möchte man sagen, mtt der Unabwendbarkeit eines Naturereignisses zu gewärtigen hat, und durch den nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der nächsten Verwandten und Freunde bedroht wird. Und gerade Kaiser Alexander persönlich hat dieses Schicksal nicht verdient, sicher nicht verdient um sein Volk, dem er dir größten Wohlthaten erwiesen hat, die ein absoluter Regent nur erweisen kann. Wenn Vieles, sehr Vieles faul ist im Staate Rußland, so trifft die Schuld dafür die aus dem Entwickelungsgange des Staates sich ergebenden Verhältnisse, die stärker sind als der Kaiser selbst. Und wenn dte kaiserliche Regierung viele Ungerechtigkeiten begangen hat, für dte man den Kaiser verantwortlich machen wollte, so wären eö doch am wenigsten Russen, denen dte Rächerrolle dafür zufallen dürfte. Das neueste Attentat hat insofern Aehnlichkeit mtt dm früheren, als abermals dte Thäter entkommen sind. Dte Polizei scheint aber von noch größerer Ungeschicklichkeit gewesen zu sein, als tn früheren Fällen. Daß dte Nihtltsten einen Schlag gegen das Wtnterpalats zu führen gedachten, darüber waren schon seit geraumer Zett Gerüchte tn dte Oeffentltchkett gedrungen und es lagen auch Beweise für einen solchen Plan vor. Schon am 1. Februar wurde aus Petersburg mitgetheilt, daß tm Winterpalats zwei Schornstetn- seger verhaftet worden seien, dte eine nicht unbeträchtliche Menge Pulver in einem Kamin aufgehäuft hatten. In derselben Correspondenz war ferner eines Gerüchtes erwähnt, wonach das Wtnterpalats vom Admiralitätsgebäude oder von der Newa aus untermintrt sein solle. Auf diese Meldungen hat die Polizei nun entweder kein Gewicht gelegt oder es ist ihr trotz angestellter Untersuchungen nicht geglückt, den Mtnenherd zu finden; beides läßt ihre Gewandtheit tn schlechtem Lichte erscheinen. Uebrigens können dte Nihilisten an diesem neuesten Attentat erst seit zwei Monaten gearbeitet haben, da sie dte Mine sicher erst nach Mißlingen des Moskauer Attentats gelegt haben und es bet aller Rasfintrthett, die wir ihnen zutrauen, doch kaum anzunehmen ist, daß sie sich tm Voraus mit einem Reserve-Attentat versehen haben. (K. Ztg.) Aeulschlantz. Darmstadt, 17. Februar, lieber die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, betreffend die Verwilligung von 100,000 Jt zur Abwehr eines Nothftandes i« den ärmeren Theilen des Landes, hat Namens des Finanzausschusses der zweiten Kammer der Abgeordnete Schröder folgenden Bericht erstattet: „Wie die Ausführungen der Regierungsvorlage ergeben, ist, trotz des wohl bald zu Ende gehenden, ungewöhnlich harten und früh begonnenen Winters, erfreulicherweise von einem wirklichen Nothstande in dem oder jenem Theile des Landes nicht dte Rede. Bereits früher war Großh. Staatsregierung auf Grund eingezogener Berichte in der Lage, Ihrem Ausschüsse eine ähnliche Mittheilung mit dem Beifügen zu machen, daß sie erforderlichen Falles die entsprechende Creditbewilligung zu beanspruchen nicht anstehen werde. Demgemäß fieht der Ausschuß in der Proposition keine sogenannte Nothstands- lage, wozu eine Summe wie die geforderte jedenfalls auch nicht ausreichte, sondern die Bereitstellung von «Staatsmitteln für eine durch die Verhältnisse gerechtfertigte beschleunigte Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten, welche dem allgemeinen Wohle dienen und ohnedem ganz oder docd zum Theile von dem Staate, bezw. der Domänenverwaltung geltend gemacht werden müssen. Die weiteren Anforderungen qualificiren sich als unverzinsliche Vorschüsse oder sind geringfügiger Natur. Die Herstellung von Wegen in den größeren Domanialwald-Complexen, deren Erträgnffse durch bessere Abfuhrstraßen nur den Werth und Preis steigern können, bilden den bedeutendsten Posten der ersteren Art. Wenn hierbei zunächst Wegbauten in den Domanialwaldungen der Provinz Oberbcssen, vor Allem in den Forsten Romrod, Nidda und Grünberg, ins Auge gefaßt sind und dafür besonders und rasch 50,000 taats- minister Freiherr v. Starck, Excellenz, daß die Regierung den Antrag Molltnger und Genossen an Stelle der Regierungsvorlage acceptire. — Es gelangt heute ein Antrag der Abgg. Dittmar und Heidenreich zur Verkündigung, wonach dieselben im Falle der Annahme des Antrages Ellenberger und Genossen der ^^Ü)erung behufs Feststellung des definitiven Bauprojekts einstweilen die Summe von 20,000 VH. zur Verfügung gestellt wissen wollen- - Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird n -t 22 gegen 17 Stimmen abgelehnt. — In der Berathung selbst e» greift zunächst Abg. Küchler das Wort, um in der wärmsten Weise für die Vorlage der Negierung etn= zutreten, da es sich hier um eine productive Ausgabe im emlnentesten Sinne be§ Wortes handle und die Bedürfnißfrage von keiner Seite bestntten werden könne. Der laute Beifall, welcher dieser Rede Seitens der Gallerte folgte, )'kht letzterer eine Rüge des Präsidenten zu. — Abg. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau halt dte Erbauung einer stehenden Brücke bei Mainz als durch die localen Verkehrsinteressen dieser Stadt geboten, ist jedoch der Anschauung, daß die jetzige Vorlage weder technisch gehörig vorbereitet, noch finanziell genau begründet sei, init» ift bejwegen für den Antrag EUen- berger unb Genossen, ebenso Abg. Freiherr v. Wed>ek nd. -. ElN wtederholter Schluß- antrag ber Abgg. Racke, Wasserburg Betz Hallwachs und Jockel wird nunmehr angenommen; es haben sich noch 16 Redner zum Worte gemeldet. Abg. Schröder hat die Vorlage der Regierung freudig begrüßt, will jedoch vor destmtiver Verwilligung der erforderlichen Summe Verhandlungen mit dem Reiche wegen eventueller gottesvienst statt. Großsüist Nikolaus hat heute, auf der Rückreise von Der Speisesaal ist stark beschädigt; alle suchung dauert unausgesetzt fort. Außer den acht durch die Fenster find zertrümmert, der Fußboden gehoben. . , v v , .. ,, ______ - Schatzsecretär Scholz erwidert auf Richters gestrigen Angriff, der Reichskanzler habe nicht Versprechungen gemacht, sondern Forderungen gestellt, deren Erfüllung unerläßlich sei. Den Reichskanzler so dar- zustellen, als ob er unerfüllte Versprechungen gemacht, werde fast zur fable convenue. Die zur Durchiührung der Finanz- und Steuerreform verlangten Mittel seien nicht in vollem Umfange gewährt, deshalb könnten auch noch keine Steuererlasse eintreten. — Bebel bekämpft die Militärgesettnovelle. — Die Discussion wird hieraus geschlossen. Der Antrag Rickerts betr. die geschäftliche Behandlung des Etats (Verweisung einer Reihe von Specialetats an die Budgetcommission) wird mit einem Zusatzantrage Zimmermanns angenommen. Hieraus wird die Sitzung vertagt. Morgen Wahl des zweiten Bicepräsidenlen und mehrere kleinere Vorlagen. Stuttgart, 19. Februar. Im königlichen Schlosse fand heute aus Anlaß des Atlentates gegen den Kaiser von Rußland ein griechischer Dank« ten Vicepräsidenten. Berlin, 18. Februar. Die Nachricht von dem furchtbaren Attentat in Petersburg hat hier in der Stadt in den frühen Morgenstunden eine nicht geringe Aufregung hervorgerufen. Der Kaiser war von der Nachricht sehr erschüttert. Irgendwie neue und genauere Nachrichten waren bis zur Nachmittagsstunde im kaiserlichen Palais trotz wiederholter Anfragen in Petersburg noch nicht eingetroffen. Auch die russische Botschaft ist ohne nähere Nachrichten. Anfänglich wurde die erste Mtttheilung über das Attentat sogar bezweifelt oder das geschehene Unglück auf eine Gasexplosion zurückgesührt. Ilrankreich. Paris, 18. Februar. Das Petersburger Attentat, das diesen Morgen hier durch Extrablätter einiger Zeitungen bekannt wurde, erregt allgemeine Entrüstung. Der Präsident Grevy bezeigte seine Thetlnahme sofort durch ein Telegramm an den Kaiser Alexander und zugleich durch ein Scheiben an den Großfürsten Nikolaus, der augenblicklich in Paris weilt. Der Consetlspräst- dent Freycinet richtete gleichfalls ein Telegramm nach Petersburg und beglückwünschte den Botschafter Orlow wegen der glücklichen Rettung des Czaren. Auf der russischen Botschaft gaben viele Personen ihre Theilnahme durch Etn- zeichnung ihres Namens kund. Die gesammte Pariser Preffe spricht ihren Abscheu über ein Verbrechen aus, das um so entsetzlicher sei, weil es aus langer Hand vorbereitet scheine. Wie es heißt, wurden in Petersburg zwei Verhaftungen vorgenommen, und glaubt man, die Urheber des Attentates entdeckt zu haben. Morgen findet tn der russischen Kapelle in der Rue Daru ein Dankgottesdienst statt. Laut Depeschen, die hier heute aus Petersburg einirafen, sind wichtige Eretgniffe zu erwarten; man scheint entschlossen zu fein, noch strenger als bisher vorzugehen. Spanien. Madrid, 18. Februar. Die Gegend von Alcala, Zamora und Caro- que in Leon leidet an großen Ueberschwemmungen. Ein Theil der Eisenbahnen in Leon, Asturien und Galizien steht unter Wasser. — Im Biscayiscken Meere wüthen arge Stürme; im Hafen von Bilbao sind gegen 150 Kauffahrteischiffe zurückgehalten. Vkch Dienstag von Bl ■fallen Im alt« Anden: Maurerarb« Steinhamrc Ztmmerarbr Schreinerar Schlofferarl Weißbinder ßrdauffüllu Handarbeit Gießen, Hroßherzogl. 1104) ? Explosion sofort zerschmetterten Soldaten sind noch zwei tobte Soldaten unter den Trümmern gefunden. Von den 45 Verwundeten sind inzwischen mehrere gestorben. Petersburg, 19. Februar. Ofsiciell. Am 17. ds. Mts., Abends 61/2 Uhr fano tm Wmterpalais eine Explosion statt, verursacht durch eine beträchtliche Menge Dynamit. Dieselbe erfolgte unterhalb des Wachtsaales in der Richtung nach dem Spnsesaale Sr. Majestät. Acht Soldaten sind tobt, 45 verwundet. Der Umstand, daß die gewöhnliche Dinerstunde des Kaisers gewählt wurde, beutet die Absicht des Attentates auf die Person Sr. Majestät an. Die gü tliche Vorsehung hat unseren erhabenen Herrn und die Mitglieder der kaiserlichen Familie in Schatz genommen. Die Untersuchung ist eröffnet Darmstadt, 20. Februar. Die zweite Kammer bewilligt 100,000 Mk. aus den paratsten Mitteln der Staatskasse zur Abwehr eines Rothstandes in den ärmeren Gegenden deS Landes. — Die Landes-Synode 'st zum 2. März einher ifen. Paris nach Petersburg, unsere Stadt passirt. Berlin, 19. Februar. Der Bundesrath hat heute den Gesetzentwurf über die Erhebung der Brausteuer gemäß den Ausschuß-Anträgen angenommen. — Heute Mittag 1 Uhr fand tn der russischen Botschaftskapelle ein feierliches Tedeum statt, welchem der Kaiser mit den Prinzen Friedrich Karl und Alexander und dem Prinzen August von Württemberg beiwohnte. Die Minister, Generalseldmarschall v. Moltke mit der Generalität, die höchsten Hofbeamten und alle auswärtigen Botschafter und Gesandte mit ihren Räthen und Secretären, sowie die Hofmarschälle des Kronprinzen und der Prinzen Karl und Friedrich Karl und die Osficiere des Kaisers Alexander Garde- Regiments nahmen gleichfalls an der Feier Theil. Petersburg, 19. Febr. General-Gouverneur Gurko hat folgenden Tagesbefehl an die Truppen erlaffen: Gestern Abend gegen 7 Uhr erfolgte unter der Hauptwacht-Stube im Winterpalais eine mittelst Anwendung einer bedeutenden Dynamit-Ladung hervorgerusene Explosion. Der freche Miffethäter bekundete augenscheinlich seinen Höllenvlan gegen die geheiligte Person des Kaisers, da er die Zett des Mlltagseffens des Kaisers wählte und seinen Schlag auf die Vernichtung des Speisesaales des Kaisers richtete. Gott errettete das Leben des Gesalbten und erwies uns Allen abermals große Gnade. Beeilen wir unS, in warmem, einstimmigem Gebete dem Herrn dafür zu danken. — „Nowoje Wremlja" zufolge ereignete sich die Explosion unter dem Speisesaal des Winterpalais, woselbst das kaiserliche Familien - Diner um 6 Uhr beginnen sollte, zufälliger Weise jedoch eine halbe Stunde verschoben war. Die Explosion, welche vom Erdgeschoffe aus, wo die Centralheizungs- Einrtchtung sich befindet, erfolgte, trat gerade in dem Augenblicke ein, als der Kaiser mit dem Prinzen von Hoffen und dem Fürsten von Bulgarien tn die eine Thüre und die gesammte übrige kaiserliche Familie, mit Ausnahme der kranken Kaiserin, tn die andere Thüre eintreten wollten. Die Explosion war dermaßen stark, daß die Gewölbe des Erdgeschoffes, sowie der Wachtstube durchgeschlagen, die Dielen krummgezogen und Tische wie Geschirr im kaiserlichen Speisesaale auseinander geschleudert wurden. Zwei Diener erhielten Verletzungen. Die Kraft der Explosion bewies auch die große Zahl der zersprungenen Fensterscheiben am Winterpalais und den Nachbarhäusern am Newaquai. Da durch den Luftdruck das Gas ausgelöscht war, so herrschte voll-- kommene Finstern'ß. Der Kaiser bewahrte volle Geistesgegen vart. London, 19. Februar. Im Oberhause verlangte Lord Granville, im Unterhause Marquis of Hartington unter dem Ausdrucke des tiessten Abscheues Auskunft über das grauenhafte Verbrechen in Petersburg. Lord Beaconsfield antwortete im Oberhause, Sch^tzkanzler Northcote im Unterhause, es seien keine wetteren Detals als die publtcirken bekannt. Beide drückten ihren Abscheu vor dem Verbrechen und ihre hohe Freude aus über die glückliche Errettung der kaiserlichen Fam Ite. Lord Beaconsfield fügte hinzu, die Herzogin von Edinburgh wolle die Scenen großer Gefahr, und großen Leidens jetzt nicht verlaffen. Petersburg, 19. Februar. Die „Agence ruffe" meldet: Ueber die Urheber des Attentats liegen keine publicirbaren Nachrichten vor. Die Unter- Nußland. Petersburg, 18. Februar. Es hat sich als wahrscheinlich herausgestellt, daß bei der Explosion Dynamit verwandt worden ist, aber ohne Legung eines Minenganges, der beim Winterpalais unmöglich ist. Man vermuthet, daß das Dynamit durch eine Thomas-Uhr zu früh zur Explosion gebracht worden sei; fünf Minuten später würde die kaiserliche Familie den Speisesaal. der über der Wache liegt, betreten haben. Der Fußboden des Saales ist beschädigt, aber nicht erheblich, so daß das Verbrechen auch bei Anwesenheit der kaiserlichen Familie im Saale wohl nicht gelungen wäre. Die Verbrecker muffen genau die Oertlicdkeiten und die Zeiteinthetlung des Hofes gekannt und Verbindungen im Palais gehabt haben. Die Verwundeten sind nach dem Spital bei der Pawlow'schen Kaserne am Marsfeld gebracht worden. Die Zeitungen dürfen nur die Nachrichten des „Regierungsboten" nachdrucken. Heute findet ein Dankgottesdienst in der Kapelle des Palais statt, dem die kaiserliche Familie, die Hofchargen und das diplomatische Corps nebst Damen beiwohnen werden. Lokale-. Gießen, 20. Februar. Vorgestern verunglückte auf dem Bahnhofe ein Aangirer da' durch, daß er von einem Wagen fiel und das Schulterblatt zerbrach. — Am Montag Abend trieb ein Handelsmann sechs Stück Großvieh die neue Bahnhofstraße hinab. In der Nähe der Wieseckbrücke stürzte das Vieh sammt dem Manne den ziemlich hohen Damm hinab. Hilfreiche Hände halfen dasselbe wieder auf die Fahrbahn bringen. Wenn ein Geländer an fragt. Stelle angebracht wäre, hätte der Unfall nicht pajsiren können. Gießen, 19. Februar. (Herberge zur Heimath.^ Es wurden ferner bewilligt &. Einmalige Beitrage: Von Herrn Professor Pbtltpvi 20 Jt, M. H. 20 Apotheker Dr. Mettenheimer 10 Apotheker Knoch 10 JL, P. I 5 JL, Prof. Dr. Phöbus 10 JL, Fabrikant H. Serth in Grünberg 5 X. Pfr. Kißner Wittwe 10 Pfr. Vtgeltus in Steinfurth 25 Jt. Weinbändler Carl Schwan 25 X, Gasfabrikant Äug. Heß 25 Jt., KreiS- veterinärarzt Dr. Winckler 3 Stadtverordneter Grüneberg 15 «X b. Unkündbare Darlehn: Von Frl. Lina Pistor 25 c. Jahresbeiträge: Von Dr. med. Ploch 5 JL, Karl Faber II. Wittwe 5 JL N. N. 5 Mit den früheren Beträgen zusammen 3796 JL 50 H Um weitere Beiträge bittet und nimmt entgegen: Kretsamts - GehLlfc Döring in Gießen. — Die „Volksküche- vertheilte heute 1074 halbe Portionen, verkauft wurden hiervon 63, 1011 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen. $ a t m schändliche! Aschigen lasser -rochen und 9 hoffentlich ven § 9 n Worin welche in Nord)' •jWfi Lch bei anbet» Sie wird wenig, Quimeefien »ij wie ihre vorige \ ihren HauShalt t M. ®»9«' sie zu laßen hab Leden heiser fl==5eS8ehii <. W. Diel Bremen deutschen Lloyd 10 Uhr Abendi dort bestimmten Derselbe überbr Mittwoch bmm( Sä; 'Ärs 680 SM 3152 N'T 420 Sil 30 8*d 10 " & " Sie1 Donnerstag von M soll im Au »alb, List zeichnet,- 3 rm Bu 25 „ 6id 18 „ 1840 2Be3en »ei-bo, N0 Wellen 3M rm B, boh 105 Eichenste 20-42 bis 12 । 20 R-delstz 14 Melbei 2 rm - Die Zusüm «'S bei Nr £**■ ®i8en '• 3- Statut Annerod, ai __ Telegraphische Depeschen. Wagnrr's telegt. (Korrespondenz - Vureau. Berlin, 19. Februar. (Reichstag.) Die Abtheilungen haben sich constituirt, die Budgetcommission unter dem Vorsitz v. Bennigsens. Auf Antrag Windthorsts wird, da das Haus schwach besetzt ist, die Viceprasidenteuwahl bis zum Schluß der Sitzung ausgesetzt und zunächst in der Berathung des Etats fortgcfahren. v. Kardorf spricht s sich gegen die von Rickert beantragte Ueberweisung des Post- und Telegraphenetats an ‘ die Budgetcommission aus und erklärt sich für eine zweijährige Budgetperiode, aber ! für die einjährliche Einberufung tes Reichstags, so daß ein Jahr für das Budget, ein : Jahr für die eigentlichen Legislatur-Arbeiten benutzt werden könne. Das Gefüge des : Reiches sei zu jung, um auf das mächtige Bestandmittel der regelmäßigen Berufung ! des Reichstags verzichten zu können. v. Kardorf polemisirt hierauf gegen Richters gestrige Ausführungen und bezeichnet ; die Freihändler, speciell Richter, als Urheber der Nothlage, die ohne die Zollreform i noch ein viel breiteres Feld l über Oberschlesicn hinaus) einnehmen würde. Der Segen i der Zollreform sei in den verschiedenen Branchen bereits sichtbar. Die Verstärkung ; der Armee sei durch die veränderte politische Lage nothwendig geworden. Für einen Revanche-Krieg Frankreichs sei sie nicht erforderlich, wohl aber aus Rücksicht auf den östlichen Nachbar. Die frechen Nihilisten, die den milden russischen Kaiser mit ihren Verbrechen verfolgten, feien dieselben Panslavisten, die Konstantinopel in Berlin er- . odern zu wollen erklärten. Der Abg. Richter und seine Partei würden für die Verstärkung der Armee noch dankbar sein. — Bamberger erklärt sich gegen Experimente mit dem Vermögen der Nation, die zuni Ankäufe der Consols im Ausland: geführt hatten, einem Vorgänge, der an sich fein Unglück fei. Bamberger kündigt an, daß er bei der zweiten Lesung auf die dauernde Sistirung der Silberverkäufe und andere Maßregeln zurückkommen werde, durch welche Aenderu»gen in unserem Münz- und Kostenbetheiligung angcknüpft sehen und stimmt insoweit dem Anträge des Abg. Ellen- ) Bankwesen sich zu vollziehen tm Begriff seien. — berger bei, während er gegen eine Heranziehung der Stadt Mainz zu den Kosten sich ■ 9r,,rtr,ff ausspricht. — Die Abgg. Metz und Falk treten warm für den modificirten Antrag der Mehrheit des Ausschusses ein, Letzterer namentlich unter H nweis auf die Orte Kastel und Kostheim, welche in ihren innersten Lebensbedingungen nut der Stadt ; Mainz zusammenhängen. — Böhm stimmt, obgleich für ihn die Bedürfnißfrage nicht . zweifelhaft ist, bezüglich der formellen Behandlung der ganzen Angelegenheit dem An- ; trag Ellenberger bei, ebenso Präsident Kugler und Abg Dtttmar, welch Letzterer ; seinen mit dem Abg. Heidenreich gemeinschaftlich gestellten Zusatzantrag empfiehlt. — > Die Abgg Baur, Maurer und Wolz treten für den Antrag der Ausschußmehrheit | ein, ebenso der Berichterstatter Abg. Theobald in seinem Schlußworte. Inder i darauf folgenden namentlichen Abstimmung wird der Antrag b-r Abgg. Ellenberaer : und Genossen mit 25 gegen 23 Stimmen abgelehnt. — Für den Antrag stimmen die Abgg Böhm, Dlttmar, Ellenberger, Grünewald, Haustein, Heideureich, Lauh, List, Matth, Osann, Pitthan, Pfannstiel, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, Schönberger, Schröder, Seubert, Stephan (Osthofen), Sturmsels, Wadsack, Freiherr von Wedekind, Weyrauch, Muhl und Kugker; gegen den Antrag stimmten die Abgg. Baur, Betz, Bockenheimer, Diehl, Falk, Frank, Hallwachs, Jockel, Jost, Küchler, Maurer, Metz, Möllinger, Pennrich, Racke, Reinhard, Scriba, Stephan (Heßloch), Theobald, Wasserburg, Weith, Weitzel, Wolz, Heiuzerling, Wolfskehl. — In Folge dieser Abstimmung ist der Antrag Heidenreich- Dittmar hinfällig und gelangt nunmehr in namentlicher Abstimmung der Antrag der Mehrheit des Ausschusses einstimmig zur Annahme. Die Abgg. Schröder, Osann, Seubert und Stephan (Osthofen) motiviren ihre Abstimmung dahin, daß sie diesem Antrag um deswillen zugestimmt haben, weil sie darin nur einen andern Weg erblicken, um zu dem auch von ihnen erwünschten Ziele zu gelangen. In ähn- lidber Weife motivirt Freiherr von Nordeck zur Rabenau seine Abstimmung. — Nächste Satzung morgen. Berlin, 18. Februar. Beide conservative Parteien des Reichstags und das Centrum einigten sich definitiv über die Wahl Ackermanns zum zwei- erwart - ft«1« io ar &*?* j1' ."«trete?1 aut schlossen nrftX? San^aae Wahl bS heute am Mr Dank, wftelfe vou ®fi^eBtwurf ^r^gen ange» Kapelle rin Friedrich -arl vohnte. Die ' ^e höchsten 1 ihren Athm lb vn Prinzen Zander ®«be» V folgenden 7 Uhr erfolgte Sendung einer «he AistethSter Person deS M und seinen lichtete. Eott röermals große w Herrn dafür fron unter btm trn-Diner um unbt verschoben Kntralheizungb- ablicke ein, all m Bulgarien In t Ausnahme der hplofion war der Wachtstube schirr im katsti' vi'ner erhielten t Zahl der zu-: ^alhäuseln am o betritt voll'' art. Grantzille, im itisteu Abscheues lTb Deaconssield -ßause, es seien ücktea ihren Ab- u glückliche Er- B iu, die Herzogin I m Leibens setzt 8 DLr-°b bet: Ueber die 5T. D'e Unter- beschLW; a e i acht durch die golbaten unter j. W, ilitB :t hurt * * , S-chls-°lr.^ i IHM st"d * tSS tt -Mirer Ü I n01e Wl I <*'k> I“” I - 77'>0 * I fD* rhib«! 1 k"! d6U,ü«iv I . 8fh x, fc«v I «4 24 ■* ii ’ * < Vermischtes. Mainz, 16. Februar. sKirchendiebstahl.) In der Ehristophskircke wurde heute Nacht und Werkholz am Hattenröder Vtcinalweg beim Pflanzgarten. 2) bei dem Brennholz beim Burkhardsfelder Weg am Floß. (1117 Lich, den 18. Februar 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz._________ 799) Ein schwerer Wagen, noch neu, I 1040) Ein neuer Sw-isp°nmger Wagen wird billig abgegeben. Zu erfragen bei (Marbmger Constructton) 3U ' August Kröll. | Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1139) Statt besonderer Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser unvergeßliche Gatte, Schwager und Onkel Christian Schmidt, Weichensteller an der Main-Weser-Bahn, nach langem Leiden sanft verschieden ist. Gießen, den 19. Februar 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt Samstag Nachmittag 3 Uhr. Holzverfteigerung. Donnerstag den 26. d. MtS., des Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Retskircher-Gemeinde- wald, District Rettzberg und Wilshäuserwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 2 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 70 „ „ -Knüppel, 7900 Wellen „ -Reisholz (Durchforstungsholz), 16 Rmtr. „ -Stöcke, 42 Nadel-Stämme von 15 bis 21 Centimtr. mittleren Durchmesser und 5—17 Mtr. Länge 8Fest- mtr. enthaltend, 599 Nadel-Derbholzstangen, 32,82 Festmtr. enthaltend, 4297 Nadel-Reistgstangen, 91,13 Fest- mtr. enthaltend. Bemerkt wird, daß mit dem Bau-, Werk- und Nutzholz der Anfang gemacht wird. Die ^Zusammenkunft ist an der Wartschneiße, zunächst an der Schäfer- schmiße. Reiskirchen, am 19. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 1118) Jünger. Holzversteigernrrg in der Oberförsterei Krofdorf genehmigt. Die am 28. Januar er. zu Krofdorf abgehaltene Versteigerung über das Hol) aus den fiscalischen Distrikten 71ab Schloßberg, 57c Lichtenberg, 44ab Junkernstrauch, sowie 38 Bäuerstedt; ferner: Die am 16. Februar er. auf dem Kirschwäldchen bei Wetzlar stattgefundene Holz- versteigerung über das Holz im Stoppelberg sind genehmigt, und es können die Büra- listen sofort an die hiefige Forstkaffe eingesandt werden. Krofdorf, den 17. Februar 1880. Der König!. Oberförster: 1131) Müller. Montag, den 23. d. MtS, Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Bureau folgende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahmng öffentlich versteigert werden: 1 Schrank, 1 Bild mit Broeatrahmen, 2 Spiegel, 2 Sopha, 1 Glasschrank, 4 Kommoden, 1 Consolchen, 1 Tisch, 1 Pult, 1 Kleiderschrank, 1 Hängelampe, 1 Kiste, 1 kleine Wanduhr, 1 Nähmaschine. Gießen, den 12. Februar 1880. 1128) Bauer, Gerichtsvollzieher. Ausverkauf. 1069) Wegen Schluß der Hasenjagd verkaufe ich meine noch vorräthigen Hasen H Stück ju 2 jl Wildhändler Gbel, Marktstraße. , ZuT $orm schlvßs der J ,fa 6'Nertei tel > Panam *>ch»i ber sj d« »itztzol nut Schmjugl Sie fr, Mk fcmtf Matton wird -LZZ Z-rP btt nn! LrK §>555 137) (Verseilen 67 A. Fmtgmaim 70 116 430 1122) Unserem lieben Etchen-Stangen Schäfer. 1092) Bettenhausen. 1105) Müller. 1132) Die Direction. 1133) liocter & Hals 1136.) Der Vorstand 1124) — Druck und Verlag der Brühl'sche» Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 104 51 4360 1400 75 6 7 u tl II in allen möglichen FahouS und guter £}urJU5t- Extra-Weiren werden rasch angefertigt. m m e 76,5 42.5 Rau Buchen 181,7 Eichen 29 ruhjahrs ■ Ueberxleher für Herren und Knaben zu auHergewöhlich billigen Preisen empfehlen zu seinem heutigen 21. Wiegenfeste die herzlichste Gratulation. Bavaria. Agerrte n Gesuch. 1130) Für eine alte deutsche Leoens- Versicherungsgesellschaft wild eine solide Persönlichkeit als Vertreter für den hiesigen Platz gesucht, welcher neue Abschlüsse zrr vermitteln hätte und würde eoent. eine bestimmte Peovisions-Einnahme garantier.. Nur Bewerber, welche dieser Anforderung genügen können, belieben i()re Offerten abjusendeu, Karlsruhe, Baden, postlagernd! V. 6 1000. meter Inhalt, Fichten-Stämme mit 20.55 Festmeter Inhalt, Fichten-Staugen mit 13,11 Festmeter Inhalt Holzversteigerung Dienstag den 24. Februar, Vormittags um 10 Uhr anfangeno, soll im Albacher Gemeinvewald, District Kreuzholz und Buchwald, das am 16. d. Mts. nicht zur Versteigerung gekommene Bau- und Nutzholz, be- Prcise der Plätze: Sperrsitz 1 X 50 I. Platz 1 X. 20 II. Platz 75^, (Nallerie 30 Militär von Feldwebel abwärts: I. Platz 75 II. Platz 50 Gallerie 20 Tageskasse: Sperrsitz 1 X 25 , I. Platz 1 X Verkaufsstelle bei Herrn Friseur Gustav Gerhardt, Lindenplatz. Dutzend-Billets: Sperrsitz das Dutzd. 12 X., Erster Platz das Dutzd. 9 X, Zweiter Platz das Dutzd. 6 X sind an der Tageskasse zu haben und werden an der Abendkasse umgetauscht. Die an der Tages- und Abendkasse gelösten Billeis sind nur für die Vorstellung gültig, für welche sie gelöst sind. öffentlich versteigert werden. Bemerkt nstrd, daß sich die Eichen- Stämme votzuglich zu Bau», Wagner- und Grubenholz eignen, sowie He Fichten-Stämme und -Stangen von außerordentlicher und egaler Länge und Dicke sind. Albach, nm 17. Februar 1880. Großh. Bürgermeisterei Albach. Dienstag den 2U. Febr., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Johannes Anzer dahier als: Flur. Nr. Mtr. II. 3u.4 337 Hofraithe am Wißmarer Weg und der Lahn, II. 9 612 Grabgarten daselbst nochmals versteigert werden. Gießen, den lo. Februar 1880. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. 1025) Müller._________ Theater in Giessen. (Cafe Leib.) Sonntag den 22. Febrnar 1880: Zweite Probevorsteltung. Neu! Zum ersten Male Neu! Doeter Klaus. Lustspiel in 5 Acten von Adolph L’Arronge Montag den 23. Februar 1880: Dritte u. letzte Probevorstellung» Neu! Zum ersten Male Neu! Mädchenschwüre. Lustspiel in 3 Acten von 6. v. Moser. Mittwoch den 25. Februar beginnt das Abonnement, zu welchem wir noch besonders Einladung ergehen lassen. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 4". Dillenburg 6", 12, 443, 9*. Siegen 6", 12, 4,«. Wetzlar 6", 818, 10, 12, 4", ?6», 95, * bedeutet Schnellzug. (57 Gesucht in ber Nähe des Ludwigsplatzes Stallung, für 2—3 Pferde, nebst Zubehör. Von wem * sagt die Exped. b. Bl. (1097 stehend in: Eichen'Stämme mit 24 28 Fest« Holzverfteigerung in der König!. Oberförsterei Krofdorf. Freitag den 27. Febr. er., Vormittags um 10 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert aus dem Königlichen Forste nachstehend bezeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige eingeladen «erden. Distrikt 11a Fonbachskopf Eichen: ein Stamm mit 2,39 fm, 5 rm Reiser. Buchen: 2 Stämme mit 2,56 fm, 17 rm Nutzholz, 153 rm Scheid, 18 rm Prügel, 61 rm Stöcke, 248 rm Reiser. District 10a Fonbachskopf. Eichen: ein Stamm mit 0,31 fm. Buchen: 2 Stämme mit 0,74 fm, 6 rm Nutzholz, 39 rm Scheid, 23 rm Prügel, 22 rrn Stöcke, 122 rm Reiser. Fichten: 35 rm Stammreiser. Distrikt 31ab Kreuzschläge. Hainbuchen: 2 rm Nutzholz (Kammholz). Buchen: 125 rrn Scheid, 28 rrn Prügel, 61 rrn Stöcke und 307 rm Reiser. Distrikt 33a Bäuerftedt. Buchen: 8 rm Scheid, 126 rm Durchforstungsprügel und 1013 rm Durchforstungsreiser. Krofdorf, den 19. Februar 1880. Der Königl. Oberförster: Bürgergesellschaft. Sonntag den 22. d. Mts., Abends 8 Uhr Caroevalisliscbe Abendunterhaltnag Schneise. Gießen, am 14. Februar 1880. Großherzogi. Bürgermeisterei Gießen. 1006) A. Bramm. Bürger-Club. 1075) Eingerretener Hindernisse halber wird die auf den: 22. dss. Mts. angesetzte Unterhaltung bis auf Weiteres verschoben. Der Vorstand. B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 177 Etchen-Stämme mit 62,44 Fstm., darunter Stämme bis zu 52 cm Scheüh. Prügelh. Stockh. Reish. ter. Wellen. 1083) Ein nachweislich solid gebautes Wohnhaus, in guter Lage, steht ohne Zwischenhändler zu verkaufen. Näheres Flügelsgasse Lit. A. 87. feinene Webgarne sehr billig bei 397) A. Blaubach. 1112) 300 Ctr. Dtckwurzel sind abzugeben bei Oecouom Helfrich, Marburgerstr. Aspen 3 Radel — 2,88 „ 0,39 „ 10 Fichten. „ 0,65 „ Die Zusammenkunft ist auf der Staatsstraße nach Lich an der sechsten 1126) Die diesjährige Geburtsv tagsfeier Gabelsbergers findet Samstag den 21. d. Mts., von Abends 8 Uhr an, im Vereinslokal ((Safe Ebel) statt- Gäste können kingesührt werden um sind willkommen. Der Vorstand. Durchmesser, Fichten'Stämme mit 20 Fstm. .frischüeiMjen empfiehlt Otto Garn, 47) Lindenplatz. 1088j~Och^enflekch per Pfd. 66 $ bei Karl Malkomefius, Neuenweg. "1123) Ein gebrauchter Hötel'OmnibuS sehr billig zu verkaufen bei Ehr. Horeyseck. Buchen- „ für Damen, Herren uno Kinder lly »n billigst 6» (iotd i. ja«»»»««». Ich zeige hiermit ergebenst an, vaß ich mit vem Heutigen, in dein Hause des Herrn I. Becker im Gartfeld, ein eröffnet habe. Mit gutem Biere, FlaSCDCDblCr-UeSClIäll sowie reeller Bedienung hält flch bestens empfohlen. (1116) Alois Blum, Bierbrauer. Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 23. Februar 1880, von Vormiltags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Oberhag und Htttenbrunnen nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Damen-Regenmänlel, dos Neueste, empfehlen Doeter Ratz. vermischte Anzeigen. 1113) Für eine kleine ruhige Familie wird zum 1. April ein braves Dienstmädchen gesucht, welches Hausarbeit und Waschen versteht. Wo? sagt die Exped. b. Bltts.__ Frohsinn. Heute Abend ’AIO Uhr: Generalversammlung. Besonbers werben die Ehrenmitglieder gebeten pünktlich zu erscheinen. 1127)__Der Vorstand. 1080) Gesucht: Wohnung von 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, in freundlicher Lage, von einer ruhigen Familie. Offerten mit Preisangabe sub V. A. an die Exped. d. Bltts. erbeten. Für Schneider 1098) Rock-, Hosen- und Westen-Arbelter für die Werkstätte bei dauernder Arbeit gesucht._____________ " M. Weiner. 1114) Der Finder eines künstlichen Ge- bisses mit 2 Backenzähnen wolle es gegen eine Belohnung in dec Exped- bs Bltts. abgeben. 1138) Zur Stütze der Hausfrau wird ein gebildetes Mädchen aus guter Familie gesucht- Offerten werden unter Chiffre T. in der Exped. b. Bl erbeten- 1078) Ein Mädchen sucht Stelle als Amme. Näheres bei der Exped. d- Bltts. 798) Ick suche einen Lehrling August JEirött) Seltersweg. Mrüe-Deckeii in großer Auswahl und zu billigen Preisen 789) Heinrich Wallach. 1121) Im Schüler'schen Garten sind 3 bis 4 Wagen guten Dünger abzugeben in Wenzel s jSaalbau. Verantwortliche Redaction: A- Scheyda. Milch. Wir suchen für Gießen einen sicheren zahlungsfähigen Abnehmer, welcher täglich ca. 100—150 Ltr. gute Milch gebrauchen kann. Freih. Niedesel'sche Gutsverwaltung Hof Sickendorf bei Lauterbach. Offerten nimmt die Exped- d. Bl- unter Nr- 150 entgegen. (1134 1115) Ein Königswerk mit doppeltem Vorgelege, für Müller sich eignend, sowie eine Wasscrradwelle sind billig zu verkaufen- Näheres durch Ferd. Schnitzler in Wetzlar. Aennielyungen. 1135) Eine Familienwohnung von fünf Zimmern nebst allem Zubehör, Wasserleitung und Bleichplatz ist zu vermiethen und am 16. Mai zu beziehen. Jedoch nur an eine ruhige Familie. Gartenstraße B. Nr. 171 g. b. Wieseckdrücke._______ 1129) Zwei ineinandergehende Stüb- chen zu vermiethen Zu erfragen bei Messerschmied Schwarm ~486- Die seitheHon Herrn Gerichts- biener Seitz innegehabte Wohnung, beft. aus 5 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen. C P-ort, Pflastermeister, Lindengasse 229. 1044) Marburger Str. 163 im unteren Stock ist in abgeschlossenem Corndor eine Wohnung von vier Piecen, Küche mit Wasserleitung und allem Zubehör an eine ruhige Farnil e, im Mai beziehbar, zu ver- m iethen.____________________________ Kaden mit Iamilienlogis vollständig neu hergerichtet, in bester Geschäftslage hiesiger Stadt, ist zu vermiethen und gleich beziehbar. Näheres 1079)______________Neustadt D. 193. 1081) Eine Familienwohnung mit allem Zubehör zu vermiethen bei ________Helnr. Noth, Feldschlößchen. 889) Ein Geschäftslokal an frequenter Straße zu vermiethen und bis 1. Mai beziehbar. Näheres bei Blitz Aeilgeöotc««». 1110) Frankfurter Koch- Geschirr bei Philipp Wagner, Neustadt. Heiter auch in ernster Zeit. 1120) Ein Vademecum des Frohsinns und ber guten Samte. — 45 Heftchen komisch-humorist. Vorträge. Sehr dankbar und in geselligen Kreisen von erprobter Wirkung. — Preis für alle 45 Heftchen 90 Gegen IX in Briefmarken erfolgt franco Zusendung. Verlag der JK.5rner’schen Buch- ________Handlung in Erfurt.______ Vorgrarbritetrs Merkhost für Wagner, u. A. ca. 1000 Stück Felgen sind abzugeben bei J. Gr- Kohler I.,