—J taten. ncerL in Mal: „Kommt i, etc. » 20 Pffl- ckendcn 30, 90, i ari* E ,S Stadt Nz- BttrttH* 23. SaMche (7ooi Pulvermuhl^. rttr nnpfithlt sich l" ( Ccim 2C-, lowieim bcdelbciL II, Saweld. fter Kratzenberger- ,Fdler^/ «r» 272. Samstag den 20. November 1880. Aießener ^Anzeiger AsMt- «O AskWE fit tat Km Kikßkn. 1 6(6uIftra6e b. 18. ^rpedittonSbureairr J Aeulschkand. Darmstadt, 17. Novbr. Seine Köntgl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Königlich Großbri- tanischen Geschäftsträger Mr. Jocelyn, den Königlich Großbrttanischen Oberst- lieutenant Schaw, den Rentner Wilhelm Schwab von hier, den Lreisrath Frhrn. v. Schenk zu Schweiusberg von Groß-Gerau, den Pfarrer Schuchard von Reinheim, den Banquier Wolfskehl von London, sowie den Major und Hofmarschall Sr. Hoheit des Fürsten von Bulgarien Frhrn. v. Riedesel zu Essenbach: zum Vortrag den Staatsmtnister Frhrn. v. Starck. Darmstadt, 16. Novbr. Schluß des Inhalts Grvßh. Regteruvgs- 6Iatt8 (Beilage Nr. 26): . 9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt find: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Klein-Hausen, im Kreise Bensheim, mit einem nach dem Dienstalter deS bett. Lehrers sich bemeffenden Erhalt von 900 Big 1000 Jl.\ die mit einem evang. Lehrer ju besetzende Lehierstelle an der Gemetndeschule zu Beuern, im Kreise Gießen, mit einem Mrlichen Gehalt von 900 ; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen, im Kreise Offenbach, mit einem Gehalt von 1000 eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß.Linden, im Kreise Gießen, mit einem (Schalt von 900 X; di- mit einem kalh. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Rockenberg, Im Kreise Friedberg, mit einem Gehalt von 900 die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- mei'.de,chule zu Otterbach, im Kreise Alsfeld, mit einem Gehalt von 900 Jfc, mü Der Stelle ist Küchendienst verbunden; die mit einem evangelischen ßeLrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfaffen. Beer- fuitb im Kreise Erbach, mit einem Gehalt von 900 »X; das Concurrenz- Ausschreiben in der Beilage Nr. 23 des Großh. Regierungsblatts wird hiermit zurückgezogen; die mit einem seminaristisch gebildeten Lehrer zu besetzende erste Gksanglehrerstelle an der Volksschule zu Mainz, mit einem Gehalt von 1200 «X; eine mit einer Lehrerin zu besetzende Lehrerstelle an der kath. Schule zu Seligenstadt, mit einem Gehalt von 1200 «X; dem G^ph-K^^ iQtbe zu Offenbach unk dem Ortsvorstand zu Seligenstadt l^ht das Prüfen, tationsrecht zu; die Concurrenzeröffnung in Beilage Nr. 20 des Großh. Regierungsblatts wird zurückgezoge« ; die zweite evang. Marrstelle zu Wimpfen, im Decanate Zwingenberg; die evang. Psarrstelle zu Oppenheim, im Decanate Oppenheim, Gehalt 2002 «X . R, 10 Sterbefälle. Gestorben sind: am 29. Septbr. der Kammermusiker Ferdinand Lieb- zu Darmstadt; am 1. Octbr. der Lehrer Friedrich Rauf mann Tu Mainz; an deins. Tage der Förster i. P. Johannes Zulauf zu Bingen, am 5 Octbr. der Schullehrer t. P. Anton Eller zu Flonheim; an dems. $aae der d-leglrte Kreisarzt Medicinalrath Dr. Friedrich Bose zu Orten berg; am 6. Octbr. der delegirte Kreisarzt Dr. Karl Franc v. Lichtenstein zu Hun- aen am 8. Obtbr. der Landg-rlchik-Aclnar f. P. Georg Christian Gottlieb fieibft au Lich; am 10. Octbr. der RechtSanwalt Wilhelm Kekule zu Darmstadt an dems. Tag- der Rechtsanwalt August L-»i S» Mamz; am 20. Octbr. btt Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhessen Reinhard Schober $u ®ie^Vn 17 Novbr. Das seitherige Mitglied des hiesigen Gemeinde, „chs P-nnrtch hat sein Mandat als Vertreter der Stadt Bingen im hessi- scheu Landtage niedergelegt. Berlin, 17. Novbr. Di- hiesigen Zeitungen enthalten eine angeblich non Nroseffor Th. Mommsen verfaßte und vom Oberbürgermeister v. Forcken- und 60 hervorragenden Persönlichkeiten der verschiedensten Lebenskretse der Lauvtstadt unterschriebene Erklärung gegen die antisemitischm Bestrebungen, welche folgenden Wortlaut hat: .Heiße Kämpfe haben unser Vaterland geeint Tu einem mächtigen aufstrebenden Reiche. Diese Einheit ist errungen worden babuidt baß im Volksbewußtsein ber Deutschen bas Gefühl der nothwendigen Zusammengehörigkeit den Sieg über di- Stammes- und Glaubensgeg-nsätz- da- oontrufl, die unsere Nation wie keine andere zerklüftet hatten. Solche Unter- Miede den einzelnen Mitbürger entgelten zu lassen, ist ungerecht und unedel unb trifft vor Allem Di-jenigen, welche ehrlich und ernstlich bemüht sind, in ttulammengehen mit der Ration die Solcherart abznwersen. Von chmn wird es als®in Treubruch Derer empfunden, mit denen sie nach gleichen «wecken AU streben sich bewußt find, und es wird dadurch verhindert, was das gemeinsame Ziel ist und bleibt: die Ausgleichung aller innerhalb der deutschen «rtlm noch von früher nachwlrkenden Grundsätze. In unerwarteter unb ttes Weise wird sitzt an verschiedenen Orten, zumal den größten S^dten des Reichs, d-r Racenhaß und der Fanatismus des Mittelalters wie- b« in 8 Leben gerufen und gegen unsere jüdischen Mitbürger gerichtet. Ver- a llen wird wi- v le derselben durch Fleiß und Begabung in Gewerbe unb Handel in Kunst und Wiffenschaften dem Vaterland- Nutzen und Ehre gebracht Gebrochen wird di- Vorschrift des Gesetzes wie die Vorschrift d-r Ehre, daß alle Deutschen in Rechten und Pflichten gleich sind. Di- Durch- fftbruna dieser Gleichheit steht nicht allein bei den Tr^unalen, sofern bei Lrn iedes etnrelnen Bürgers. Wie eine ansteckende Seuche droht die Wiederbelebung eines alten Wahnes bie Verhältnisse zu vergiften, die in Staat und Gemeinde, in Gesellschaft und Familie Christen und Juden auf ----—-------—--- «reis vierteljührlich 2 Mark 26 Pf. mit Briy-erlo^ Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntagS. Durch die Post bezogen »iertMLHrlich 2 Mark 50 dem Boden der Toleranz verbunden haben. Wenn jetzt von den Führern dieser Bewegung der Reid und die Mißgunst nur abstract gepredigt werden, o wird die Masse nicht säumen, aus jenem ziellosen Gerede die praktischen Conseauenzen zu ziehen. An dem Vermächtniß Lesstng^s rütteln Männer, die auf der Kanzel nnd dem Katheder verkünden sollten, daß unsere Cultur d e Jsolirung desjenigen Stammes überwunden hat, welcher einst der Welt die Verehrung des einigen Gottes gab. Schon hört man den Ruf nach Aus- nahmegesetzen und Ausschließung der Juden Don diesem oder jenem Berus und Erwerb, von Auszeichnungen und Vertrauensstellungen. Wie lange wird eS währen, bis der Haufen auch in diesen einstimmt - Noch ist es Zeit, der Verwirrung entgegenzutreten und die nationale Schmach abzuwenden; noch kann die künstlich angesachte Leidenschaft der Menge gebrochen werden durch den Widerstand besonnener Männer- Unser Ruf geht an die Christen aller Par- feien, denen die Religion die frohe Botschaft vom Frieden ist; unser Ruf ergeht an alle Deutschen, welchen das ideale Erbe ihrer großen Fürsten, Denker und Dichter am Herzen liegt. Vertheidiget in öffentlicher ErAärung und ruhiger Belehrung den Boden unseres gemeinsamen Lebens : Achtung jedes Bekenntnisses, gleiches Recht, gleiche Sonne im Wettkampf, gleiche Anerken- nung tüchtigen Strebens für Christen und Juden." München, 17. Novbr. Das Jnstrzmin'sterialblatt veröffentlicht eine Bekanntmachung, wonach den Rechtsanwälten das Tragen von Barett und Robe bei Verhandlungen vor den Landgerichten rc. gestattet wird. Für Diejenigen, welche von dieser Erlaubniß nicht Gebrauch machen, verbleiben die früheren Bestimmungen in Geltung. Oesterreich. Wien, 17. Novbr., Abends. Der Dombauverein hat sich heute con- stttuirt und wählte den Gemeindrrath Lederer zum Präsidenten, Oberbaurath Ferstel rum Vtceprästdenten. Der Kaiser bewilligte für 5 Jahre den Jahresbeitrag von 5000 fl. Cardinal Kutschker trat dem Vereine mit dem Jahres- beitrag von 2000 fi. bei. Bisher gehören dem Vereine 140 Mitglieder an. Protektor desselben ist Kronprinz Rudolf. Rußland. Petersburg, 17. Novbr. Heute fand eine Sitzung der Commission für Prchangelegenhe'.ten statt. Die Redacteure mehrerer hiesiger und Mos- lauer Zeitungen waren von der Commission eingeladen, um ihre Anschauungen kundzugeben. Dieselben sprachen sich für Abschaffung der administrativen Maßregeln gegenüber der Presse und für Unterstellung der Preßvergehen unter die richterliche Gewalt aus. _ Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz-Burear». Berlin, 18. Novbr. Die „Nordb. Allg. Zig." schreibt: Die Zel- tunaen biinaen ben .Text unb Umschriften einer in Sachen der Inden angeb. lieb an ben Reichskanzler gerichteten Petition. Ans b-rn Umstande, daß dieses Actensiück ber Oeffentllchkeit übergeben ist, könnte man schließen, d-nr Reichs- Eamlct wäre bfefe oder eint ähnlich- Eingabe wirklich zugegangen. Wir sind AU bei Erklärung ermächtigt, daß dies nicht der Fall ist. ° Stuttaart , 18. Novbr. Dl- „Würüemb. Landesztg.« meldet t D-r hiesige Gerne,noerath hat beschioffen, die Bitte an das Finanzministerium zu richten, ben Cousumvercin zur Gewerbesteuer für seinen ganzen Umsatz, sowie Aum Umfldb für seinen Welnverkanf unter 20 Liter bei,uziehen. 6 Konstantinopel, 18. November. Veit Mohameb, ber Mörder des Obersten o Kumerau, hat dem Sultan ein Gnadengesuch eingrrelcht. Die Pfoete wirb bl- Not- der Botschafter nach ber Entscheidung des Sultans über bas Gnadengesuch beantworten. Paris 18. Novbr. Die „Ag-nce Havas" meldet aus Skutari von gestern^ Derwisch Pascha versammelte sämmtliche Osficlere und Armeebcamte auf dem Serailplatze unb hielt eine Ansprache, worin er btn von den Albanesen b-AÜglich Dulcignos verlangten Aufschub von 31 Tagen verw-ig-rre und auf die Nachtheile hlnwies, welche ein fernerer Widerstand der Türkei verursache. Derwffch Pascha erklärte gegen die Albanesen eventuell gewaltsam vor- gehen unb den Belagerungszustand aufrechterhalten zu wollen. Peterbura, 18. November. Telegramm aus Livadia vom 17. ds.. Der aus Konstantinopel eingetroffene Botschafter Novlkoff ist heute vom Kaiser “ “ÄÄrä'iSfc »■ -wb. stand der hiesigen Anwaltskammer habe gegen den ^^schluß des Münchener OberlandeSgerichts bezüglich der Sttzungökleidung der Anwälte Protest beim m. .toi«. ... toi.»b; Die von der serbischen Regierung ernannten drei Delegirten zur $Bttb«auf. nähme ber Verhandlungen über den Handelsvertrag mit ^^errcich-Ungarw wurden angewiesen, nach Wien abzur-ls-n. - Der Genie-Oberst Nicollo i bei der Donau»Commission ernannt. roUt ‘ßaaft 6 1^ November. D-r General Gouverneur von Niederländlsch- ^ndlen van^LandSberge erbat sich für März 1881 seine Entlassung. — Die Zweite Kammer lehnt« dm Artikel 1 des G-s-tz-ntwurf«, betreffend die Rege- hing der finanziellen Beziehungen Niederländisch-Indiens zum Mutterlands, mit 45 gegen 19 Stimmen ab. Der Minister der Colonien zog hierauf den ganzen Gesetzentwurf zurück. Das Erdbeben in Croatien. Agram, 16. Novbr., 9 Uhr Vorrn. Meine gestern ausgesprochene Hoffnung war zu früh, mein Wunsch war zu kühn. Seit Mitternacht ist die Erde in fortwährend zitternder Bewegung. Man fühlt diese im sichersten Winkel de- Hauses, wie unter jedem Pflasterstein der Straße. Wie viel Stöße uns die Erde von Mitternacht bis jetzt versetzt hat, wer mag sie zählen, und was ihre Stärke anbelangt, so ist uns auch die- sehr gleichgiitig. Genug, daß wir alle hier in fortwährender Lebensgefahr stehen, erschlagen, verschüttet oder begraben zu werden. Das sind nicht Nedensarten, daS ist die ledigste, entsetzlichste Wahrheit. Dazu das unterirdische Rollen des tellurischen Gewitters, daS man bei Tage weniger hört, als bet der Nacht. Nach Mitternacht kam der erste der von unterirdischem Donner begleiteten Stöße und schon w. r der Jellactcplatz voll von Männern, Frauen und Kindern. Die Männer schweigend, mit tiefernstem Blick sich befragend, während die Frauen still weinten oder die schreienden ober unruhigen Kinder zu begütigen versuchten. lieber dieser traurigen Scene leuchtete in mildem Lichte der prachtvollste Mondenschein, tiefe erhabene Ruhe am stcrnfunkelnden Firmament, das Entsetzen, der Schmerz, die Verzweiflung auf der Erde. Die Stöße und Bewegungen folgten einander ziemlich rasch, der Boden zitterte, hier schwächer, dort stärker, in grauenvollem Wechsel. Noch immer kamen aus allen einmündenden Gaffen die Menschen, suchten Trost und Hoffnung und fanden im Antlitze der Anderen das Spiegelbild der eigenen Furcht. Man wagte kaum zu sprechen und btese Stille inmitten des durch das fortwährende Beben und Rollen verursachten Geräusches war unsäglich ergreifend. Der Donner rollte immer fort wie der dumpf dröhnende Ton aus dem wetten Schallloche eines umherschleichenden höllischen Ophtkletdes. Die zitternde Bewegung ging ihren Gang, thetls stärker, theils schwächer, hörte aber nicht einen Augenblick auf. Der furchtbare Gedanke, Agram stehe auf einem vulcanischen Boden und werde veröden müffen, ergreift die Menschen immer mehr. Keine Zukunft, nicht einmal eine Gegenwart mehr, sondern nur Vergangenheit, solche und ähnliche Ideen wirbeln im Kopfe umher. Dann kommt die Vernunft und sagt, daß solche Erdbeben und zitternde Bewegungen der Erde auch schon durch mehr als wie hier acht Tage lang gewährt und am Ende weder Stabt noch Bevölkerung geschädigt haben. Nach halb 5 Uhr Morgens wieder ein, ich weiß nicht wievielter, aber starker Stoß. Der Jellactcplatz noch immer voll mit Menschen, ebenso alle dortigen Kaffeehäuser und noch immer die seufzenden Frauen, die ächzenden Kinder, die ernsten Männer. Da wird erzählt, tote nach dem ersten Stoße um Mitternacht die ganze Familie sich um das Oberhaupt derselben drängte, angstvoll seine Arme und Knie umklammernd; welche Mühe es kostete, ohnmächtig ge wordene Frauen zum Bewußtsein zu bringen, Kinder die Treppe hinunter zu tragen, wie man die Thüren verfehlte, niederstürzte und sich blutig auffiel, Kleider zerriß und d.e Fetzen um den lebenden Leib schlang, tote der Bahnhof überfüllt sei und die Menge die Waggons stürmt, kurz, eine schreckens- und grauenvolle Nacht Im Freien. Es heißt nur, den Kopf nicht verlieren. Vor Allem werden heute Frauen und Kinder, wenn möglich alle, entfernt, wenn nöthig mit Gewalt, denn ihr Schreien lähmt die Thätigkett und Energie der Männer. Eine Menge von Ihnen ist schon reisefertig und geht eilig, jeder Train entführt ihrer nach Hunderten. Heute dürfte überhaupt Alles, was nicht hier bleiben muß, Agram verlaffen. Dann muß die Regierung große Barackenlager bauen und dieselben thetlS sehr billig, theils unentgeltlich der Bevölkerung überlasten. Die kommende Nacht dürfte kaum ein hiesiger Einwohner, wo anders als unter einem niedrigen Dache zubringen. An Lebensmitteln ist kein Mangel und wer von Arbeitern arbeiten kann, arbeitet rüstig. Das Wetter ist prachtvoll, die Luft milde, beinahe warm. Ein Einsturz von Mauern oder Häusern kam seit acht Tagen und auch heute Nachts nicht vor. — (Frd. Bl.) Agram, 16. Novbr., 1 Uhr Mittags. Heute war wieder eine Nacht wahnsinnigen Schreckens. Wenige Minuten nach dem ersten Stoße waren bereits Straßen und Plätze mit angsterfüllten Männern, verzweifelnden Weibern und schreienden Kindern angefüllt. Es war ein furchtbares Nachtbild. Der Mond schien heiter am prachtvollen Sternenhimmel, während im Inneren der Erde dafür die furchtbarsten Elemente entfestelt schienen. Fast jeder Erdstoß kündigte sich durch ein vorausgehendes unheimliches Brausen an. Vom Gebirge her waren heftige Detonationen vernehmbar. Man glaubte stets, nun müsse in der nächsten Secunde die Katastrophe eintreten. So furchtbar wie die heutige war noch keine der jüngst verflossenen Nächte. Mit den Morgenzügen verließen wieder zahlreiche Bewohner die Stadt. Für den Abend steht eine weitere Maffenflucht in Aussicht. Die Bevölkerung beklagt sich sehr darüber, daß die Behörden sich wohl um die Reconstructions-Arbeiten, aber nicht um den höchst nöthigen Barackenbau kümmern. Die Bevölkerung wagt nicht, in den erschütterten Häusern zu bleiben und sucht Zuflucht im Freien. Auf dem Zrimplatze waren heute Nachts nicht blos alle Bänke besetzt, sondern auf dem bloßen Erdboden lagerten Frauen und Kinder aus den besten Claffen. In Folge deffen find Krankheiten zu befürchten. (N. fr. Pr.) — Die Kranken im Spliale der Barmherzigen Brüder wollten sich zum Fenster hinaus- stürzen. Die Stimmung ist eine unbeschreiblich aufgeregte. (D. Z.) Vermischte-. , , , November. Seit dem Bestehen des preußischen Staates haben wohl in keinem The» e desselben ähnliche Zustande geherrscht, wie augenblicklich in dem Kreise Bochum. Kaum sind einige Tage vergangen, seit der gräßliche Mord an der Hebamme Becker hier verübt worden, der fünfte Mord dieser Art seit etwa 13/4 Jahren, und schon wieder hat ein Scheusal, wahrscheinlich daffelbe, welches die anderen Mordthaten verübt, eine Frau aniufaflen 8rau aus Langendreer wollte am vergangenen Freitag Mittag Ihrem außerhalb beschäftigten Manne das Mittageffen bringen, als sie p'.ötzlick in einem Hohlwege non einem Menschen überfallen wurde, der ihr eine Schlinge um den Hals zu werfen und fte iu erdrosseln suchte- Zum Glück kam in demselben Augenblicke ein Milchfuhrmann angefahren, der den Un- menschcn verscheuchte. Leider sah sich der Mlichknecht nicht veranlaßt, den Flüchtigen äu ver- solgen, obgleich die Behörde 3000 auf die Ergreifung des Verbrechers ausgejetzt hat Die Frau war von dem Ueberfall so erregt, daß sie erst gegen Abend der Behörde Anzeige machte. Die Hoffnung, des Scheusals habhaft zu werden, ist jedoch gestiegen, denn die Frau hat den Angreifer erkannt, wenn sie auch seinen Namen nicht anzugeben vermag. PestH' 14. November. Pechy richtete im Unterbaute eine Anfrage an die Regierung Uber die m Klausenberg von zwei Officieren gegen den Redacteur Bartha begangenen Ausschreitungen. (Nikolaus Bartha, der Redacteur des Blattes „Eüenzek", wurde am 13. vs. Vormittags, von zwei Officieren herausgefordert, weil in seinem Blatt eine Notiz erschienen war, welche das Vorgehen des Militärs gegen Freiwillige scharf tadelte. Der Redacteur lehnte den Zweikampf ab, worauf die Dfficiere mit Peitschenhieben antworteten. Bartha wehrte sich mit (einem Stocke; darauf hieben ihn die Dfficiere mit ihren Säbeln nieder. An Bartha's Auskommen wird gezweifelt. Anläßlich der Aufregung, welche dieser Vorfall in Klausenburg hervorrief, ist das Militär in den Casrrnen consigmrt. Heute findet eine Volksversammlung ftatt, um eine Beichwerde an die Regierung und den Reichstag zu beschließen.) Auf Pechv's Anfrage antwortete der Ministerpräsident Tisza unter mehrfachen Unterbrechungen der äußersten Linken, baß allerdings Ausschreitungen vorgekommcn seien. Der Gerichtshof habe sofort die Untersuchung elngcleitet, um den Thatbestand der Ausschreitungen festzustellen. Das Mllitär- Commando in Hermannstadt laffe die Angelegenheit durch eine gemischte, aus Militärpersonen und Burgern bestehende Commission untersuchen. Die Thäter seien bereits verhaftet. Der Meister versicherte, daß die Schuldigen nach Maßgabe der Untersuchung mit erforderlicher Strenge bestraft werden würden, er warne aber davor, wegen Ausschreitungen Einzelner gegen eine ganze Körperschaft aufzureizen. Die Antwort wurde vom ganzen Hause zur Kenntnlß genommen. Die Sitzung verlief sehr bewegt. - [®ie Ohrgehänge der Muttergottes-Statue.) Ein intereffanter Rechtsstreit wird gegenwärtig in Wien lebhaft besprochen. Die Gattin eines der angesehensten Bürger der Leo- poldstart starb vor einigen Jahren unter Zurücklassung eines Testaments, in welchem dieselbe em Paar prachtvolle Brillant-Ohrgehänge im Werthe von 3000 fl. der Muttergottes,Statue in der Johanneskirche in der Praterstiaßc vermachte. Jedoch war an dieses Vermächtniß die ausdrückliche Bedingung geknüpft, daß die Muttergottes diese Ohrgehänge auch wirklich tragen muffe. Das Legat wurde von der Kirche zu St. Johann ordnungsmäßig übernommen und der Wunsch der Erblafferin in allen Theilen ausgeführt. Da verschwanden vor einiger Zeit die Brillanten von der Marien-Statue. Als der Gatte und Testamenlsvollstrecker von diesem Umstande Kenntnlß erhielt, begab er sich sofort zum Pfarrer zu St. Johann, um denselben zu bestimmen, die Statue in der früheren Weise wieder zu schmücken. Der Pfarrer setzte jedoch diesem Verlangen Widerstand entgegen Die Ohrgehänge feien an der Statue zu febr betrachtet und liege also die Befürchtung eines Diebstahles nahe. Da der Polizeibehörde die permanente Aufstellung eines Detective zur Bewachung der Statue nicht zugemuthet werden dürfte, so habe er, der Pfarrer, die Brillanten vorläufig in Verwahrung genommen. Hiergegen legte der Gatte der Erblafferin jedoch entschiedenen Protest ein; et berief sich auf den Wortlaut des Testaments, In welchem die Bedingung, daß die Statue die Brillanten stcktbar trage, besonders betont sei. Könne oder wolle die Pfarre diese Verbindung nicht einhalten, so habe sie das Recht auf daS Legat überhaupt verwirkt. Nichtsdestoweniger beharrt der Pfarrer auf seinem Entschlüsse, die Brillanten an der Statue nicht mehr zu befestigen, und so wird cs wohl zu einem Rechtsstreite kommen. Dirmstein, 13. November. Bel heutiger Treibjagd, an der ca. 80 Schützen thell nahmen, wurden etwas über 700 Hasen geschoffen. Außerdem soll einem Schützen in die Hand geschoffen worden sein und ein anderer soll es nur dem Umstand, nicht einige Centimeter größer zu sein, zu verdanken haben, daß ihm eine unliebsame Berührung seines Kopfes mit Schrot- körnern erspart blieb. SehifiTeberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Llood. C. W. Dietz in Gießen. Bremen, 18. Novbr. Der Postdampfer Mosel, Capt H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. November von Newyork abgegangen war, ist gestern 12 llhr Nachts wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 4 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 92 Passagiere und volle Ladung. Lokales. Gießen, 19. November. Kommenden Montag und Dienstag wird der „Zauberkünstler" F. Basch im Saale des Casö Leib zwei Vorstellungen :n seinem „Cagliostro- Theater" veranstalten. Wir entnehmen der „Creselder Zeitung" über die Leiftunaen gedachten Künstlers das Nachstehende: 0 Einen recht genußreichen Abend bereitete gestern im Nebeck'schen Saale der Zauberkünstler Herr F. Basch dem mit Beifall keineswegs kargenden, leider aber nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum. Bei den Herren der „schwarzen Kunst" heißt es bekanntlich immer „Geschwindigkeit >st keine Hexerei" und „Alles geht auf ganz natürlichem Wege zu", doch bot Herr Basch gestern so viele neue und im höchsten Grade überraschende Piecen, daß man schier an der Richtigkeit dieser Versicherung hätte zweifeln und glauben können, es sitze doch irgendwo in den Taschen des Herrn Basch ein Helfershelfer in Gestalt eines kleinen Koboldes versteckt. Schon die erste Nummer des reichhaltigen Programms: Einige Dutzend Gläser schmackhaften und dazu noch dampfenden Punsches aus einer offenbar leeren Bowle hervorzuzaubern, war eine Leistung, bei der man nicht mehr wußte, wo die Geschwindigkeit aufhörte und die Hexerei anfing. Auch die übrigen Nummern boten ungemein viel des Staunenswerthen Herr Basch entnimmt einer ohne allen Zweifel leeren Schatulle eine Unzahl von Puppen, gefüllten Weingläsern und schließlich gar ein Centnergewicht; auf der Oberfläche eines Spiegels erscheinen auf geheimnißvolle Weise prächtige Rosen, die ihre Farben ändern, verwelken und wieder verschwinden rc. rc. Doch nicht allein'auf Pro- ductionen solcher Art beschränkt sich Herr Basch, sein Programm ist ein weit vielseitigeres. So entlockt er einer unscheinbaren Mundharmonika die schönsten Melodien eine Leistung, die wir derart noch nie zu hören bekamen. Etwas Außerordentliches ist auch die „geheimnißvolle Mühle", die, wie sich Jedermann überzeugen kann, leer ist und der, aller Beobachtung ungeachtet, bei nachheriger Oeffnung dock ein Mensch entsteigt oder in der auf unbegreiflicher Weise Menschen verschwinden. Zum Schluß seiner Vorstellung bringt uns Herr Basch noch eine Reihe prächtiger agioskopischer Bilder reich in Farben, Beleuchtung und Mechanik. „Selbst der Anspruchsvollere wird in' diesen Soireen etwas Neues und Interessantes zu hören bekommen und sich einiae Stunden bestens amüsiren." 0 Gießen, 19. November. Gestern Nachmittag 3 Uhr brach abermals in Lana- Göns Feuer aus, das 5 Scheunen nebst 2 Ställen mit Anbauten in Asche legte Es brannte an 3 verschiedenen Stellen rechts und links der sog. Hundstedenstraße in den Hofraithm von Conrad Müller XVI. Frau, Anton Velten XIII. Johannes Jung, Johannes Hartmann IV. Wittwe, Johannes Brückel VI. und Anton Stahl II. In Abwesenheit des Bürgermeisters war der Ausbruch des Brandes durch die Güte des Herrn Dekan Strack den hiesigen Behörden telegraphisch mitgetheilt worden deren Vertreter sich alsbald an Ort und Stelle begaben und die Untersuchung ein- leiteten. Hoffentlich gelingt es, die Entstehung des Brandes zu ermitteln. Noch verdient erwähnt zu werden, daß die umliegenden Orte bis über den Umkreis von 2 Stunden hinaus Spritzen und Mannschaften zu Hülfe gesandt hatten so daß es den vereinten und eifrigen Kräften gelang, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. 8 — Die Schutzmannschaft verhaftete heute Morgen zwei Handwerksburschen welche als der Brandstiftung in Lang-Göns dringend verdächtig erschienen. ' — Heute Morgen riß der Sturm die 70 Fuß lange Fahnenstange auf dem „Heidenthurm" herunter. Die Stange richtete an dem unten im botanischen Garten stehenden Treibhaus arge Verwüstungen an. Irischvöcker in Gießen. Sonntag, den 21. November. Ernst Wallenfels, Wallthorstraße. Friedrich Hennings, Seltersweg. Georg Spieß, Neustadt. j Kirchliche Anzeigen | der evangelifchenGemeinde ?uGießen. Gottesdienst: Sonntag, den 21. November. 8 Todtenfest. MorgenS 9i/z Uhr in der Stadtkirche: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofcapelle: Pfarrer Dr. Naumann. I Am 1. Advent, Sonntag, den 28. November, wird das hell. Abendmahl gefeiert werden; die Beichte findet Tags zuvor Nachmittags 2 Uhr statt. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 21. bis 27. November besorgt Pfarrer Schlosser. Sanges Brüder! *) Am 22. d. MlS. werden es 100 Jahre, daß Eonradin Kreutzer, der große Lleder-Componist, geboren wurde. Ihm, dem der deutsche Männergesang so viele der schönsten Lieder verdankt, wird an diesem Tage allerorten eine Gedächtnißfeier bereitet. Soll der Tag hier in Gießen, wo so Viele- für Gesang gethan wird, unerwähnt vorüber gehen - Schaart Euch zusammen, damit dem Componisten der „Kapelle" und einer Menge der schönsten Lieder, eine seine Verdienste würdigende Feier veranstaltet werde. Laßt an einem solchen Tage einmal allen Unterschied und alle Parteilichkeit fallen, wenn es gilt, eine» Mann zu ehren, der nur für da- Deutsche Lied gelebt und gearbeitet hat. Darum nochmals: Feiert den Tag gemeinsam! *) Im Anschluß an unsere Briefkasten-Notiz in Nr. 269 ds. Bl. bemerken wir heute, daß der Lieder-Componist Conradin Kreutzer 1780 zu Mößkirch in Baden geboren ist. Das Conversations - Lexicon sowohl von Meyer als auch Brockhaus, welche 1788 al? das Geburtsjahr bezeichnen, enthalten somit eine Unrichtigkeit. enthaltend «ingefthrt« 1 * < stith-rige" M »erben mch jungen a iO. DeceMr zelnen Hefte bi daraus vorgedr Mer-Md Mionen kauflin «rtheill aus Thüringischen G Erfurt übtr bti Auskunft. Hannover, de Königliche G Ieil 7268) Frisch JL 1,20-1.80, sonstigen Color feinen Wcinat Geschälte Thüringer Heller-Lins von ausgezetch 7547) 7558) Has fmb stets zu \ Wildprethö __________1 II* alle Socken, in Exemplaren, er KarlBerf Wollen seidene, Mene jacken und Unt socken, Lei! Buckskin-und Regenschirme empfiehlt . 7191) fl «ingetrvsfkli. Zu vi Ae Mmaschj Rattler und eir <10/) ~~7551j^g «nb Bouqu Serner;gt1 SouqUcts M“"«. Io»fe ^""pflanz ”m geneigten ; B & 'N« 6 ^--Kränze Sä Kochs irätatytyn Avhb, Remter, vom Nv:b- jtmqm war, ist gestern Landung dn für dort hia fortgeießt. Der- ^Uatta l , dein Sr,.?b«n notr 'mf Bftfet S9***- J°n »ifbet 6?et: nt 8rau ' ^Qt ein N R?.?°n 'wen ‘Wn, ,nN" n Un* .auW? iu vererbe tä- Die * di-Lichte. 0 4ttW ben a9e an b|t »,, ‘Da btga ”,8S .:£*■>* " 8oi«S?'s '•'n.) Ae'«»« *un9m k’"f Hl lebef d'' *ta t*4s* it von bleiern um btnjtlbfn zu 1 dsarrer fegte jedoch Htt zu sehr betrachtet ebörde bie permanente dürfte, so hebe hiergegen legte btt aut den Wortlaut deS bkbar trage, besondns itni, so habe fle beb 3 Psarrn auf feinem ' i» wird es wohl zu ca. 8t) Schüßen theil Echtz» in die Hand liflt Stniimtter qw&tt Äopfti mit Schrot- Mpap Kriedrich N Kietzc». ifflt- aumann. chl gefriert vnden; itt. ■n besorgt 6l**"fl* kf M&t** ?r 'm Reift vsi' «S»** Bekanntmachung. Met dem 1. Januar 1881 tritt für den Güterverkehr im Mitteldeutschen Eisenbahn-Verbande ein neuer Tarif, enthaltend besondere Bestimmungen, K'lometer-Entfernungen und Frachtsätze (Theil II), in Kraft- Die seither gültigen, am 1 November 1877 und später eingeführten dtrecten Taxen kommen für diejenigen Relationen, welche der neue Tarif enthält, nicht mehr in An- Wendung. Es treten thetls Ermäßigungen, theils Erhöhungen bezüglich der seitherigen Frachtsätze em, außerdem werden mehrfache directe Verkehrs- beziehungen aufgehoben. ™ Vom 10. Deeember d. Js. an sind die einzelnen Hefte des neuen Tarifs zu den darauf vorgedruckten Preisen durch die Güler - Expedttionkn der Verbandsstationen käuflich zu haben. Bis dahin «rtheilt auf Anfrage die Direction der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft zu Erfurt über die Höhe der Tarifsätze rc. Auskunft. (7545 Hannover, den 16. Noobr. 1880. Königliche Eisenbahn-Direction. Ieikgeöolenes. 7268) Frisch gebrannte feine Kaffee's vM 1,20—1,80, rohe Kaffee's, sowie alle sonstigen Colonialwaaren, Hülsenfrüchte, feinen Medtcmalthran rc. zu billigen Preisen. __Emil Pistor. Geschälte Victoria-Erbsen, Thüringer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt 7547)_______Fn Seibel. 7558) j^afen und Rehbraten sind stets zu haben bei Wildprethändler Julius Ebel, _____________Marktstraße.__ Höchst übslbäiime, alle Sorten, in schönen frostsreien Exemplaren, empfiehlt (7550 Karl Berger, Handelsgärtner. Wollene Hemden, seidene, wollene und baumwollene Unter- jatfeii und Unterhosen, Jagd Westen, Socken, Leibbinden, Wildleder-, Buckskin- und Glace Handschuhe, sowie Regenschirme für Damen und Herren empfiehlt 7191)____H, Mühsame». Neue ita(. Mneffen eingetroffen. (7549 Fr. Seibel. Zu verkaufeif cine Nähmaschine für Schuhmacher und Sattler und eine Partie Leisten. 7107)_______________Kirchenplatz Nr. 23. _ 7551) Getrocknete Kränze und Bouguets stets vorräch'g. Ferner: Frische Ball- und flache BouguetS und Kränze auf Bestellung, sowie blühende Topf- und Blattpflanzen empfiehlt und bittet um geneigten Zuspruch Karl Berger, Handelsgärtner. Erlaube mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich bei Hrn. I. Zö'rb, Mäus- burg (früher Seibert'jches Haus) getrocknete Kränze und Bouquets vorräthig halte, sowie Bestellungen dortselbst aufgegeben werden können.D- O. Kochgeschirre, roh, verzinnt und emaillirt, empfiehlt zu billigen Preisen (7562 Wilhelm Seibert, ________ Marktstraße.__________ 7525) Zwei russische Steppenpferde, rothbraun, 143 Ctm. hoch, fehlerfrei, nebst zwei Paar Geschirren (zu 650 X und Ahatse (400 X), Alles zusammen zu 1009 X Verzugswegen zu verkaufen. Braunfels. Wetz, Pfarrer. Allgemeiner Anzeiger. 31 p(£t. flrtilT. 8olni8-Laukach'sche Anleihe von ursprünglich sl. 850,000, d. d. 1. Deeember 1820. Im Auftrage Sr. Erlaucht des Grafen zu Solms-Laubach offerire ich hiermit den Besitzern von Partial- Obliaattonen obiger Anleihe die zukünftige vierproeentige Verzinsung ihrer Obligationen und zwar vom 1. Deeember 1880 anfangend, unter der Bedingung, daß dieselben einwtlligen, daß der am 1. December 1880 noch verbleibende Anlehens-Rest von fl. 402,000 anstatt in den nächsten 12*/, Jahren in 30 Jahren getilgt, also die Rückzahlungs-Scala um 17*/, Jahre verlängert wird. Ich fordere diejenigen Besitzer von 3i/zpCt. Gräfl. Solms - Laubach'schen Partial-Obligationen, welche von diesem Anerbieten Gebrauch machen wollen, hiermit auf, ihre Obligationen nebst Coupons und Talons bis spätestens ben 30. November a. c. an mich etnzusenden, damit die Obligationen mit einem die erwähnte Ueberetnkunft bestätigenden Stempel, sowie mit neuen 4pCt. Couponsbogen versehen werden können. Frankfurt a. M., October 1880. 6851) Philipp Nicolaus Schmidt. Hackselfchneid - Maschinen. 7085) Als bedeutendstes Etablissement in dieser Specialität biete ich die größte Auswahl und die neuesten Constructionen zu äußerst billigen Preisen. Auf Anfragen werden Beschreibungen, Preise und Abbildungen gratis zugesandt. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik in Mannheim. Lanz'sche Maschinen liefert zu Fabrikpreisen Aug. Kröll in Gießen. 6944) Zu bevorstehender Saison erlaube ich mir mein reichhaltige- Lager von Blechwaaren und Lampen in empfehlende Erinnerung zu bringen. Letztere mit Nundbrenner von 3 X an bis zu den elegantesten Salonlampen. Auch verkaufe ich eine Partie verzinnter und emaillirter Kochge- 8Chirre9 um gänzlich damit zu räumen, zu Fabrikpreisen. Hochachtungsvoll W. Ammon, Sonnenstraße. 36 -ZvöuzyuM 4lh<> ti usstsiA urtzösUlg nk a^ajctiua naquappia prjjzLssH usgvzipg uröstzunö urpvai iZ gjflo laqn 'uadatag ipa uaa acppai npja qun sqrs^glvstusaarg; ustztpgtz rag prtznn Mv; (88L9 i’pNOiuissnv ^-iiäisnawr V'^3N13W33T!^ aajfpijgqjiq qun 3|j3j 431131 '3)13$ Julius Schulze, Honnenstratze 58. 7204) empfiehlt ui reicher Auswahl: Kaputzen, Tücher, Westen, KinderkleidÄhen, Strümpfe, Bein-Längen, Gamaschen, Röcke, Unterhosen ».Jacken, Leibbinden, Handschuhe rc. zu dm billigsten Preisen. 7450) Soeben ist in unterzeichnetem Verlage erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kurze Geschichte von Hessen. Ein Anhang ?u jedem Lehrbuch der Geschichte. Für Hessische Schulen bearbeitet von F- Müller, Kreisschulinspector zu Alsfeld. Kl. 8o. Mit Portrait Sr. König!. Hoheit des Grohherzogs Ludwig IV. Einzelpreis 60 H - geb. 10 H Parthiepreis für Schulen 50 mehr. Ausgabe B auf extra feines Papier gedruckt und cartonirt 80 H. Franco nach auswärts bei Francoeinsendung des Betrags (in Briefmarken). Gießen, den 14. November 1880. Hochachtungsvoll Emil Roth, - Verlagsbuchhandlung. Gesellschaft Heiterkeit. Sonntag den 21. November 1880: flöenÖunter[jartung >... 8aat6d°-CastLM Anfang 7 Uhr. — Karten sind Abends an der Kaffe zu haben. 7286) Der Vorstand. Neue ff al. Hasel-Nüsse, Nhein. Wallnüsse b lügst bei (7548 Fr* Seibel* 7478) Ein Pferd und ein Break verkauft__Eduard Roll. Maronen, prima ital., empfiehlt (7560 Gg. MUH. Meidig. 7559) Ein eleganter Schlitten mit zwei Schlittengeläuten steht preiswürdig zu ver- kaufen bei Frau Weber, Herborn. la. neue Häringe, marinirte Häringe, Sardinen, Salz- und Essiggurken empfiehlt (6429 Bud. Göbel. 7552) Schlossers Weltgeschichte. 19 Bde., Liebtg's chemische Briefe, Bessel's astronomische Vorlesungen, Burger's Lehrbuch der Landwirthschafl, sämmtlich gut erhalten, sind billig zu verkaufen. Näheres in der Exped.- d. Bl._____________________________ Hemden nach Maß liefert unter Garantie des Gutpassens 87192)H. Nübsamen. c 0> co eft /. direct von einem Bi nenzüchter bezogen, per Pfund 80 Pfg. emvfieblt '7530) H. F. Naffauer, 6430) Mein auf's Beste assortirte Cigarrenlager bringe in empfehlende Erinnerung. Achtungsvoll Rud. Göbel. Frankl'. Würstchen empfiehlt (6602 Gg. Wild. Weidig. 7193) Zur Saison erlaube ich mir mein reichhaltiges Lager in allen Arten Pelzwaaren in empfehlende Erinnerung zu bringen. Reparaturen, sowie allein das Kürschner fach einschlagende Arbeiten werden gut und billigst ausgeführt. H. Rübsamen, Kürschner und Kappenmacher. Mittwoch den 24. November t. Z.: Nicolay - Markt zu Allendorf a. d. Lumda. Indem wir uns erlauben, hierauf aufmerksam zu machen und zu recht zahlreichem Besuch desselben freundlichst einzuladen, bemerken wir zugleich, daß die Stände für die betreffenden Gewerbtretbenden Morgens um 9 Uhr ver- loost werden. Allendorf a. d. Lumda, am 17. November 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. 7526) Bieber. -für flefmaferei! Oelfarben in Tuben, gebleichtes Leinöl, Stccatif, Pinsel, Malpapter und Malpappe rc. in hübscher Auswahl und bester Qualität bei (7452 I. P. Samt, Bismarkstraße. tzineS der besten und reellsten Hausmittels find die Schweizer Piken roo Apotheker Rich. Brandt in Schaffhausen D dieselben, durch ihre vorzügliche Wirkung« weltbekannt geworden, und auch von vielen« der Herren Aevzte empfohlen, reinigen das r; Blut, führen Säure, Schleim und Galle, welche meisten- die Ursache ernsterer Krank- M heilen sind,durch den Leib ab undvertheilenBläh- ungen, entfernen —Rückenweh , Be- M klemmung beSMa- gens, Schmerzen des Unterlelbes_^MH Verstopfung. Ver- ä.' schleimung, Bitterkeit Im Munde, Ekel, Erbrechen , D mangelhafte ilnee hie>- aesebenen Experimenten Magie Jlluffion. Die ge- beimnistvolle Mühle. Welt- Tableaux. The Fackir. Märchen vom Storch. Chromutikkekataractapoikile Entree: Sperrsitz I JL 20 I. Platz I Jt II. Platz 60 Gallerie 40 H. Kinder unter 12 Jchren zahlen auf den beiden ersten Plätzen die Hälfte. Cassaöffn. 7 Uhr. Anfang 8Uhr. F. Basch» Theilnehmerinnen an meinem Unterricht im Maaßnehmen, Auschneiden und Anfertü gen von Damenkleidern können jederzeit eintreten und werden in dem kurzen Zeitraum von vier Wochen befähigt, jedes Kleidungsstück nach jeder Mode selbstständig anzufertigen. Johanna Kothenberger, 6350) Lindenplatz Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4, 9*. 7529) Ein kräftige? Mädchen mit guten Zeugnissen, in allen Hausarbeiten gründlich erfahren, wird zur Stütze der Hausfrau und für das Ladengeschäft, gegen hohen Lohn gesucht. Franco-Offerten unter A. Z. 20 postlagernd Offenbach a. M 7541) Ein Dienstmädchen per gleich gesucht. Näheres im Weinsaal. Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Mittheilung Verwandten, Freunden und Bekannten b ermit die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Schwager fleittrielt Möhf heute Morgen um 9^ Uhr nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, den 18. November 1880. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag den 20. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstraße, aus statt. (7542 Verantwortliche Redactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Univ^Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen. Bet Es wirt lomen steuer für imb zu Erlahmt ernannt hat. Gieße Bei Diesen Be Nachdei verfügten Sperrt (Sie 6 et Gefunden: 1 bi de, I Zugelaufen: Die fit Gieße in Anwesenheit Lang- Berlin, wurde die beantwortet. £ kostens ein ( ZustellungöM und die Schrfi, alle Regierungei iu M b°b. p He ffiu^erproci Ren sind. U'erbevereins (£ Mrelkn Ai,,, “W'fominijjQ feien nnb OA ktt in G^un irntt lä "nerj ‘Ä* bin