s s Ä * fr ?* G8- I- % jeigen. !ost und Logis int, ger, NeustM. tißjeugnohm öm im Hnuse g angenommen. uenweg 193. if bit Annonce ’baydjtt nicht verrauscht ge- ird dem- hrliugs- ►ck & Co. shund, gelb, ist Wenige, welcher le ibn bti£>m- itben. Kircdncr. kammtem haar »M.gemW- t, dauerhafte irb garantirt. Reuter, tut, 6idtn^_ jnünsdE 8 für 2 »'* n % zu miethen "andi-^d. »ei Dr M-r m Mäßiges Ho>u>' iwcht' ">K. äfts-Local 187. M (68I5 Str» 2LS Mittwoch den 2V. October 1880, chrchener Wizeiger Aijkige- mb JnrtsMatt fit den Kreis Gießen. AedaettonSbureau t «xpeditionSbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 M Die Entwickelung der Landwirthfchaft in Amerika und die deutsche Landwirthfchaft. Die rasche und üppige Entwickelung, welche der nordamertkanische Land- - bau in den letzten Jahren genommen hat, ist nicht ohne Einfluß auf die europäische Landwtrthschafr geblieben. Die Producenten von Brod und Fletsch in Europa baben heut schon mit der Concurrenz Nordamerikas zu rechnen. Unter dem Eirflusse des rapiden Ausbaues eines weitverzweigten Bahnnetzes, das seine Ausläufer bis in die tiefsten Einöden erstreckt, und unter dem eines starken Zu- ’ zugs europäischer Landarbeiter zur Besiedelung und Cultivirung von noch jung* 1 fkäulichen Bodenstrecken dehnt sich auch heute noch die landwirthschaftliche Pro* duclion der Vereinigten Staaten in einem starken und beständig wachsenden Maße aus. Betrugen doch die Landstücke, welche im laufenden Jahre zu Zwecken der Urbarmachung und des Landbetriebes von der Regierung verliehen und verkauft worden sind, über 16 Millionen preußischer Morgen, und ist doch die Einwanderung noch in beträchtlichem Wachsen. Dabet ist noch zu bemerken, daß längst besiedelte und bebaute Districte, die, weil sie bisher von jedem Verkehre abgeschnitten waren, nur eine ärmliche Naturalwirthschaft trieben | und für den allgemeinen Markt gar nicht in Frage kamen, nun, da sie von Eisenbahnen und Kanälen berührt werden, auf einmal auch als mächtige Concurrenten der für den Welthandel producirenden Landwirthfchaft eintreten. Es kann sein, daß in wenigen Jahren die amerikanische Getreide- und Fleisch- Production sich gegen die heutige vielfach vervielfältigt. Der amerikanische Landwirth, wenigstens der im großen „weiten Westen", bat entweder keine Gruntverzinsung zu ertragen, oder doch nur eine im Ver- hältmß zur europäischen sehr geringe. Die Kosten der Bodenbearbeitung, inso- eit Dünger und Thierkräfte in Frage kommen, verschwinden gegen die der Landwirthfchaft unseres Conttnents; der Amerikaner bebaut einen noch unauS- \ gebeuteten Boden, und er treibt auf ihm, allerdings auf Kosten späterer Gene- i rationen, einen schonungslosen Raubbau, und seine Flächen sind weit genug, j um das billige Arbeitsviehrnatertal ohne nennenswerte Schmälerung der für den Verkauf bestimmten Ernte zu erhalten. In Jnterrsie der Agrtcultur sind die Frachten auf den amerikanischen Bahnen, Flußläufen und Kanälen stau- nenöwerth niedrige, so daß die Versendung landwirthschaftlicher Erzeugnisie aus dem tiefsten Innern nach den Häfen kaum merklich die Preise erhöht. Bei I dieser Sachlage darf man in Europa wohl auf die amerikanische Concurrenz j aufmerksam werden und die Frage erörtern muffen, wie man sich zu ihr zu stellen habe. Für den Consum wird es als ein hoher Vortheil betrachtet werden können, wenn uns Amerika billige Brodfrüchte und Fleisch liefert und damit auch ' die europäischen Preise herabdrückt. Nichts ist falscher, als die einmal aus hohem Munde verkündete Meinung, daß theure Lebensmitielpreise ein Glück für das Volk feien. Aber für unsere Landwirthfchaft, für die europäischen Producenten für Brod und Fleisch, müssen die Eretgniffe in Amerika bedenklich erscheinen. — Aber auch nur erscheinen, denn richtig angegriffen giebt es noch Mittel genug, um unseren Landwirthen den Ruin durch die amerikanische Concurrenz zu ersparen. — In erster Linie werden eben auch bei uns die Vertriebs- Kosten von der Productions-Stätte zum Markte zu verringern sein; Straßen, Bahnen und namentlich Kanäle und Flüsie muffen bis in die ödesten Theile Deutschlands hingeführt und die Frachtsätze auf das geringste Maß normtrt werden. Bewäsierungs- und Entwässerungs-Anlagen, die den Boden ergiebiger machen, werden allgemeiner und mit allgemeinen Mitteln durchzuführen sein, und eine gleichfalls allgemeine Fürsorge wird das landwirthschaftliche Credit- wrsen in Obhut zu nehmen haben, um den Landwirthen billiges Betriebs* und Meliorations-Capital zu schaffen. An die Stelle unfruchtbarer Handarbeit wird, nöthigenfalls mit Hülfe genoffenschaftlicher Organisationen, eine schwungvollere Ausnutzung der Maschtnenhülfe treten können. Und endlich wird der Landwirth selbst aus dem gewohnten Schlendrian herauszutreten und seine Wirthschaft, in der Wahl der ru bauenden Früchte, resp. also in Rücksicht auf die Verwendung seines Landes, den Bedingungen und Forderungen anzubequemen haben, welche die veränderte Lage stellt. — Muß denn durchaus nur Getreide gebaut, nur Vieh zu Fleischverkauf gezogen werden, kann nicht, wo die Bedingungen hierzu ungünstig liegen, Ersatz gesucht wer* den in der Gemüseerzeugung, im Bau von Judustriefrüchten, von Hopfen, Wein, Tabak, im Obstbau, in der Butter- und Käsebereitung, nöthigenfalls wieder in genoffenschaftlicher Gemeinsamkeit? — Es giebt der Surrogate für die unrentable Getreide- und Fletscherzeugung genug; nur werden unsere Land* wirthe mit höherer Intelligenz und mit größerer Energie als bisher sich aus* zurüsten haben. Dabei sei angeführt, daß die große Maffe der kleinen Land* besttzer, denen es an Verständniß und an den Mitteln gebrechen könnte, ihre Wirthschaft umzugestalten von der amerikanischen Concurrenz gar nicht getroffen werden, da sie gar nicht für den Verkauf produciren; ja sie gewinnen durch die Verbilligung der Lebensmittel die ja unzweifelhaft auch ihren Einfluß auf die allgemeinen Preise üben muß eher noch einen Nutzen. Mag also auch auf den ersten Blick eine gewiffe Beängstigung durch die Entwickelung der amerikanischen Agricultur hervorgerusen werden, bet ruhiger Ueberlegung kann und wird sie schwinden, sobald nur die nöthtgen Maßregeln energisch angegriffen werden, welche geeignet sind, den Betrieb unserer eigenen Landwirthschaft billiger und ertragsreicher zu gestalten. Das ist eine unumstößliche Wahrheit, daß die Lage der Völker eine um so günstigere wird, je weiter das Productionsgebiet der Erde sich ausdehnt und je mehr die Menge der in den Handel kommenden Nahrungsmittel anwächst; — und diese Wahrheit wird auch durch die Entwickelung Nordamerikas wiederum bestätigt werden. Deutschland. Berlin, 17. Octbr. Die Wünsche der rheinisch-westfälischen Industrie in Bezug auf die Organisation des Kohlentransports, welche kürzlich in einer größeren Zechenversammlung und in einer Eingabe des fungirenden Ausschusies des Vereins für die bergbaulichen Jntereffen im Oberbergamtsbezirk Dortmund an den Minister der öffentlichen Arbeiten Ausdruck fanden, scheinen sich rascher zu erfüllen, als man nach Lage der Dinge erwarten durfte. Auf Anordnung des Ministers Maybach soll schon in kürzester Zett für den Maffentransport auf den Eisenbahnen des niederrheinisch-westfälifchen Jndustriebezirks ein Wagenamt in's Leben treten, dem die Aufgabe der Vertheilung an die einzelnen industriellen Werke, die Controle über die Abfuhr der Producte und über die Zurückführung der versandten Wagen, überhaupt die Aufsicht überden gesammten Maffenverkehr zufallen wird, und zwar wird dieser neuen Behörde die Verfügung über das Transportmaterial nicht nur der beiden Staatsbahnen, der Rheinischen und Köln * Mindener, sondern auch der unter Staatsverwaltung stehenden Bergisch-Märkischen Bahn zustehen, so daß sie also im vollen Sinn des Wortes eine Central * Dispositionsstelle für den gesammten Kohlenverkehr in Rheinland-Westfalen und den Verkehr der Hüttenwerke bilden wird. Berlin, 17. October. Für das internationale Bureau des Weltpostvereins soll in den drei Tagen vom 20. bis 22 October die Stückzahl der Eilsendungen, der Postkarten mit bezahlter Antwort, der Geschäftspapiere und der Rückscheine zu Einschreibsendungen, ferner die Anzahl der im Postwege bezogenen Zeitungen für 1880 ermittelt werden. — Vor einigen Tagen hat daS Reichspostamt erinnert, daß im internationalen Verkehr Briefe oder Pakete, welche Geld* und andere Werthstücke enthalten, mit der Briefpost nicht befördert werden, derartige Gegenstände mithin auch in Einschreibebriefen nicht enthalten sein dürfen. Köln, 15. October. Die bei der Festfeier am Vormittag in den Knauf der Kreuzblume eingesügte Urkunde lautet: Der Dom zu Köln, das ehrwürdigste Denkmal deutscher Baukunst, auf dem Boden der alten Colonia Agrippina, an jener St ile, wo Karl des Großen Erzcaplan Hildebald die dem Apostelfürsten Petrus geweihte Kirche errichtete, von Erzbischof Konrad von Hochstaden am 15. August 1248 in Gegenwart König Wilhelms von Holland gegründet und von Meister Gerhard von Nile begonnen, wurde, in seinem Chorbau vollendet, 1322 durch Erzbischof Heinrich v. Virneburg geweiht. Nach feierlicher Uebertragung der von Kaiser Friedrich I. dem Erzbischof Reinald von Dassel 1162 geschenkten Reliquien der heiligen drei Könige gedieh der Fortbau des südlichen Domthurms, durch blutige F>hden häufig unterbrochen, im Jahre 1447 bis zur Höhe von 50 Meter. Deutschlands Macht und Wohlstand tief erschütternde Ereignisse hemmten für die nächsten Jahrhunderte den Weiterbau. Verlassen und dem Verfall preisgegeben überragte drei Jahrhunderte hindurch der Domkrahnen, das alte Wahrzeichen Kölns, den in Trümmer sinkenden Wunderbau. Der Aufschwung neuen geistigen Lebens nach den glorreichen Befreiungskriegen 1813—1815, welche Köln und die Rheinlande mit Preußen vereinten, veranlaßten, nach Auffindung der alten Dompläne, Boisseree, Göthe, Görres und Schtnckel zu erfolgreichem Wirken für des Domes Erhaltung. König Friedrich Wilhelm IH. befahl 1824, im Jahre der Wiederbesehung des erzbischöflichen Stuhles von Köln mit Ferdinand August, Grafen Spiegel mm Defenberg, die Herstellung des Domchors. Ahlert und Zwirner haben diesen Bau bis zum Jahre 1840 vollendet. Die ewig denkwürdigen Worte König Friedrich Wilhelm's IV.: „Hier, wo der Grundstein liegt, dort, mit jenen Thürmen zugleich, sollen sich die schönsten Thore der Welt erheben", am 4. September 1842, dem Tage der Grundsteinlegung zum Fortbau des Kölner Domes gesprochen, riesen die freudigste Begeisterung wach. Aus allen deutschen Ländern spendeten Fürsten und Volk reiche Gaben. Dombauvereine wirkten mit Ausdauer an des gottgeweihten Tempels Vollendung. Am 14. August 1848 weihte in Gegenwart König Friedrich Wilhelms IV. der Erzbischof Johannes v. Geissel, nachmals Cardinal, das von Kön-g Ludwig I. von Baiern mit kunstreichen Glasgemälden geschmückte Kirchenschiff, und am 3. October 1855 bei der Feier der Vollendung des von Zwirner erbauten Südportals sah das dankbare Köln den königlichen Protector und Schirmherrn des Dombaues zum letzten Male in seinen Mauern. König Wilhelm wohnte am 13. October 1863 der Inauguration der mit Ausschluß der Thürme in allen Theilen vom Dombaumeister Voigtl vollendeten, durch Wegnahme der seit 1322 bestehenden Trennungsmauer zwischen Chor und Langschiff zu einem Ganzen vereinigten Domkirche bei. Der Ausbau der beiden 16 Meter hohen Westthürme, unter dem Erzbischof Paulus Melchers begonnen und mit reichen, vom Staate und den Dombau-Vereinen gewährte,! Mitteln gefördert, wurden von dem Dombaumeister Voigtl in der zu hoher Kunstblüthe herangebildeten Dombauhütte nach 13jähriger, erfolgreicher Thätigkeit am 14. August 1880 vollendet. Zum ewigen Gedächtmß an den nach Verlauf von sechs Jahrhunderten glücklich beendeten Ausbau des größten deutschen Domes, des höchsten Bauwerkes der Erde, haben Se. Majestät der deutsche Kaiser und I König von Preußen Wilhelm und Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta, Ihre kaiserl. und fönigl. Hoheiten der Kronprinz und die Fran Kronprinzessin, die Prinzen und Prinzessinnen des preußischen Königshauses nebst den von Sr. Majestät dem Kaiser geladenen deutschen Fürsten und hoben Gästen diese Urkunde unterzeichnet, welche in den Schlußstein der Kreuzblun e des südlichen Domthurmes niedergelegt werden wird. So geschehen zu Köln am Rhein, den 15. October 1880, am Geburtstage des in Gott ruhenden königlichen Schirmherrn, Königs Friedrich Wilhelm IV., der den Plan zur Vollendung dieses herrlichsten Gotteshauses erfaßt und bis an fein I Lebensende gefördert hat, im 20. Jahre der glorreichen Regierung Sr. Majestät des Kaiseis und Königs Wilhelm, dem 3. Jahre des Pontificates des Papstes Leo XIII. | Soli Deo Gloria. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenz-Bureau. Cattaro, 18. Octbr. Der montenegrinische Delegirte Hanko Badumk ist heute nach Rijeka abgeretst, um mit Bedri Bey wegen Uebergabe Dulctgnos zu verbandeln. Konstantinopel, 18. October. Das für halbamtlich geltende Journal „Haktkat" commentirt die letzte Note der Pforte und sagt: Das Wort „Session" bedeute, die Pforte werde Dulctgno räumen und sodann auf die Uebergabe Dulctgnos an Montenegro htnarbeiten. — Der Patriarch Hassun reist demnächst nach Rom ab, um den Cardtnalshut zu empfangen und wird daselbst verbleiben. Cettinje, 18. October. Die Delegirten für die Verhandlungen mit Bedri Bey wegen Uebergabe Dulcignos sind bereits ernannt. Nustschuk, 18. Octbr. Der Fürst von Rumänien hat officiell seinen Besuch bei dem Fürsten von Bulgarien angekündtgt; der Tag des Besuches ist noch nicht festgestellt, wahrscheinlich ist Mittwoch oder Donnerstag dazu bestimmt. London, 18. October. Meldung des „Standard" aus Athen vom 17. ds. Die griechische Regierung beabsichtige an die Mächte eine Note zu richten, worin erklärt werden solle, sie werde, falls die griechische Frage nicht binnen einer bestimmten Frist endgültig gelöst werde, gezwungen sein, die ihr zugesprochenen Provinzen zu occupiren. Irankreich. Paris, 16. Octbr., Abends. Die Decrete vom 29. März sind heute in ganz Frankreich gegen die Karmeliter-Eongregationen zur Ausführung ge- Sracht worden. Die Behörden waren genöthtgt, die Niederlassungen gewaltsam zu öffnen; die Karmeliter protestirten und erklärten, nur der Gewalt zu weichen. — Die Mitglieder des internationalen Postcongreffes wurden gestern dem Pästdenten Grevy durch Minister Cochery vorgestellt. Grevy beglückwünschte den Congreß zu feiner Thäligkeit, welche dem Verkehre Europas zu Gute komme und daS Werk des Friedens und der Freiheit befestigen werde. Die Umbildung der modernen Völker aus kriegführenden und eroberungssüchtigen zu Industrie- und Handeltreibenden habe, indem sie die Nationen näher brachte und ihre Interessen solidarisch machte, mehr für Frieden und Freiheit der Welt gewirkt, als Philosophie und Politik. Der niederländische General- postdtrector Hofstede dankte für Frankreichs Gastfreundschaft und gab der Hoffnung Ausdruck, das Werk des Congreffes werde zu einem befriedigenden Er- gebntfle gelangen. Der deutsche Delegirte Günther wies auf die in Folge des Pariser Postcongreffes von 1878 eingetretenen großen Fortschritte des internationalen Verkehres hin, welche der Annäherung der Völker zum großen Vortheile gereichten. Paris, 17. Octbr. In Folge der weiteren Ausführung der Decrete vom 29. März haben wiederum mehrere richterliche Beamte ihren Abschied genommen. England. Dublin, 16. Octbr. Wie verlautet, befinden sich Parnell, Biggar, Dillon und Oconnor auf der Liste der Agitatoren, welche wegen Verschwörung in Anklagestand versetzt werden sollen. Alle der angeblichen Mitschuld an Mounthmorrts' Ermordung beschuldigten Personen sind wegen Mangels an Beweisen wieder aus der Haft entlassen worden. Frankfurt a. M., 16. Octbr. Nach einer Bekanntmachung des hiesigen Magistrats trifft der Kaiser zur Feier der Eröffnung des Opernhauses am Mittwoch den 20. ds., um 3 Uhr Nachmittgs, hier ein und begibt sich von dem Main-Neckar-Bahnhofe nach dem Panorama und dem Palmengarten und von dort nach dem Absteigequartier im Postgebäude auf der Zeil. Die Abfahrt Sr. Majestät nach dem Schluffe der Vorstellung im Opernhause findet um HVa Uhr Abends vom Postgebäude nach dem Main-Weser-Bahn- hofe statt. . Offenbach, 16. October. Unietc Polizei ist einer großen Diebs- und Hchirrbande aus dre Spur gekommen; Die ganze verflossene Nacht und 2 Tage hindurch wurden Haus- suchungen bei hi.sigkn Specerethändlem und Geschäftsleuten gehailen und hierbei massenhaftes Material zu Tage gefördert. Bereits 9 Personen wurden durch die Poiizei verhaftet und etwa 20, Die ein vollständiges Gcständniß bei dem Gioßh. Polizei Kommissariat ablegten, wieder entlassen. Es kommen fortwährend neue Beschuldigte hinzu und ist noch gar kein Ende abzu- schen. Die meisten in die Sache verwickelten Perionen ließen sich unbegreiflicher Weise beikommen, ganze Kisten voll Maaren, die einem hiesigen Fabrikanten durch den Hausbur,che,i und Packer massenhaft g.stöhlen wurden, blnft von den ihnen bekannten Dieben billig anzukaufen. Bei einem GeschäftSmanne wurden so viele Der gestohlenen Maaren nrevergelegt, daß ein bei* demselben wohnender stellenloser Reisender eigens auf die gestohlene Waaie reiste.' _ Frankfurt a M., 16. October. Gegen einen hiesigen Einwohner wurde ein Schurkenstreich vtrüdt. Derselbe begab sich zur Dombaufeier nach Köln. Am Donnerstag kurz nach seiner Ankunft erhielt derselbe eine Depesche, in welcher er aufgefordert wurde, sofort zurückzukehren, wenn er seine Frau, die ein Schlag gerührt, noch lebend antrtffen wolle, i&efte.n Morgen traf derselbe hier ein, eilte in seine Wohnung und — fand seine Frau gesund und wohl. Der Schrecken wirkte so nachtheilig auf die Gesundheit des Mannes, daß dieser nun erkrankt ist. — Heute Morgen wurde an Der großen Bockenheimergofse mit dem Aus. schlagen der zu Ehren der Anwesenheit des deutschen Kaisers zu errichtenden Triumphbogen begonnen. London. Jüngst wurde Henry Perry von dem Criminalgerichtshof von London wrgen versuchten Raubmords, begangen an einem Reisegefährten auf Der Fahrt mit Der Londoner unterirdischen Eisenbahn, zu zwanzig Jahren Zuchthaus und zu dreißig Hieben mit der „neun- schwänzigen Katze" verurtheilt. Heute wurde der letztere Theil dieses Urtheils im Ne'wgate- Gefängniß an ihm in Gegenwart des Gefängnißdirectors, des Arztes und des Oberwäners vollstreckt. Dem Mörder, der nach den ersten Schlägen sich in schrecklichen Krümmungen wand und wie wüthend um sich biß, dann aber bitterlich weinend um Gnade bat, wurde kein einziger von den Hieben, die ihm ein kräftiger Wärter zumaß, nachgesehen. Halb ohnmächtig wurde er nach vollzogener Züchtigung, die ihm, wie seiner Zeit der Richter verkündet hatte, zuerkannt worden war, damit er mindestens teilweise erkennen lerne, was sein Opfer unter seiner grausamen Mißhandlung gelitten habe, in seine Zelle zurückgeführt. Oppenheim, 12. Oktober. Hier ist der gewiß noch selten dagewesene Fall vorge- kommen, daß der Gemeinderath selbst seinen Mitbürgern Candivaten zur Gemeinberaths-Ersatz, wähl vorschlägt. Der bezügliche Vorschlag lautet: Da von Seiten der Bürgerschaft, in Bezug auf die nahe bevorstehende Gemeinderaths - Wahl, noch keine öffentlichen Besprechungen statt- fanden, erlauben wir uns, unseren Mitbürgern, unbeschadet freier Entschließung, folgende Herren vorzuschlagen: Philipp Jungkenn. Adam Möloth, Johann Georg Senfter II., Dr. Richard Senfter, welche unzweifelhaft das Vertrauen aller Einwohner besitzen. Wir ersuchen umere Mitbürger freundlichst, sich zahlreich an der Wahlurne etnfinden zu wollen. Die verblribenden Mitglieder des Gemetnberaths. Mainz, 14. Oktober. Auf der Hochfläche des Stalberges, rückwärts von Fort Zahlbach, wurde gestern bei Erdaushebungcn in geringer Tiefe ein Steinkarg gesunden. Derselbe mißt äußerlich 2.10 Meter in der Länge, 70 Centtmeter in der Breite und 50 (Zentimeter in der Tiefe, ist gleichweit in gestriegelter Art beschlagen, mit seitwärts abgedachtem Deckel versehen und aus rothem Mainsanbstein gearbeitet. Die Wandungen sind 10 (Zentimeter stark. Der Sarg steht auf dem gewachsenen lehmigen Boden und hat die Richtung nach OSO. Bei der Auffindung war der Deckel noch ganz, wurde aber ungeschickter Weise zerbrochen. Ebenso war der Inhalt des Grabes noch unberührt und ganz mit Kalk ausgegoffen. Leider ging man Cbenio eilfertig wie ungeschickt bei der Durchsuchung vor, so daß sich über den Bestand nicht völlig verläisige Angaben machen lafien. Die Leiche war theilweise erhalten; bei derselben , fanden sich zwei kleine, etwa 10 Centimeter hohe GlaSgefäße von bauchiger Form mit weiter Ausgußöffnung; auch kleine Broncebuckeln kamen vor. Im Boden neben dem Sarg stieß man weiter auf Scherben von römischen Thongefäßen. Die auf dem Festungsgebiet gemachten Arbeiten werden sich noch etwas weiter gegen SO. und auch auf das seitliche Gelände erstrecken, so daß der Boden noch weiter umgeworfen wird und sich vielleicht noch Einiges an Funden erglebt. Mainz, 14. Oktober. In heutiger Sitzung der Stadtverordneten wurde ein Polizeireglement, „die Verwendung schulpflichtiger Kinder zum Hausirhandel" betr., wie nachstehend genehmigt: „§ 1. Kindern, welche daS 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben uno noch schulpflichtig sind, ist nicht gestattet, Backwaaren, Blumen, Kurzwaaren, Drucksachen und andere Gegenstände in den Mirthshäusern zum Verkaufe, oder um Geschenke dagegen zu erhalten, umherzutragen. § 2. Mit Geldstrafe bis zu 30 oder mit entsprechender Haftstrafe werden unter Berücksichtigung des 8 55 des Reichsstrafgejetzbuches bestraft: a) Eltern, Vormünder, Pfleger, welche dulden, daß ihre Kinder ober Pflegebefohlenen dem 8 1 entgegenhandeln; b) Inhaber oder Verwalter von Gast- und Schankivirthschaften, welche gestatten, daß Kinder zu den im 8 1 bezeichneten Zwecken die den Gästen geöffneten Lokalitäten betreten, beziehungsweise welche die Kinder nicht sofort entfernen." Würzburg, 12. Octobe . Gestern Morgen kurz nach Einbringung sein's ZugeS wurde auf dem hiesigen Bahnhofe ein badischer Lokomotivführer irrsinnig. Nach Verlaffen seiner Maschine stürzte er in ein Bahnwärterhäuschen, schlug dort die Fenster em und wars mit Steinen um sich. Nachdem er dann noch mehrere Personen angefallen, gelang es 6 Beamten, den Unglücklichen zu bewältigen. Welcher schrecklichen Gefahr die Paffagiere des Zuges entgangen, ahnten wohl die wenigsten derselben. — Ein für industrielle und gewerbliche Kreise, insbesondere für Fabrikbesitzer wichtiges Erkenntniß wurde am Dienstag vom zweiten Strafsenat des Reichsgerichts gefällt. Der Besitzer einer Tabaksfabrik war mit einer Geldbuße belegt worden, weil die Behörde ermittelt hatte, daß in seiner Fabrik ein 15 Jahre altes Mädchen dazu ungehalten worden, entgegen der ausdrücklichen Bestimmung im Reichs-Gewerbegesetz länger als 10 Stunden täglich zu arbeiten. Der beklagte Fabrikbesitzer hatte gegen seine Bestrafung geltend gemacht, es könne ihn die Verantwortlichkeit nicht treffen, weil fein Wcrkführer mit dem Engagement der Arbeiier und Arbeiterinnen und mit deren Einstellung in die Arbeit beauftragt fei, und er von dem unter Anklage gestellten Thatbestand keine Kenntniß gehabt habe. Dieser Einwand war bereits in der Vorinstanz verworfen worden und das Reichsgericht trat dem bei, weil ein Fabrikbesitzer die Verantwortlichkeit für die Einhaltung der gewerbpolizeilichen und sonstigen gewerb.gesetz lichen Bestimmungen in seinem Etablissement nicht auf einen Werkführer, der die oder jene Branche zu leiten hat, abwälzen könne. Die Befreiung von dieser Verantwortlichkeit könne nur eintreten, wenn für das ganze Etablissement ein wirklicher Vertreter in Gestalt eines Fabrikdirektors bestellt werde. — sLebenSversicherung-sache.s Sehr erfreulich ist es, daß die Lebensversicherung trotz des Darnieberliegens jo vieler anderer Branchen stetig gute Fortschritte macht. So hat z. B. nach dem neuesten Ausweise der Lebensversicherungs-' und Ersparniß-Bbank in Stuttgart diese Anstalt im laufenden Jahre vom 1. Januar bis 30. September einen reinen Zugang an neuen Versicherungen von 1504 Policen mit JL 9,203,000. —. erhalten, und der Gesammt Versicherungsstand seit 31. Decemder 1879 von 36122 Policen mit 151,015,000. — hat sich dadurch auf 37625 Policen mit Jü 160,218,000. —. gehoben. Diese günstigen Ergebnisse zeugen für das allgemeine Vertrauen zur Verwaltung diesec Bank. Solches ist dadurch auch begründet, daß aller und jeder Gewinn ungeschmälert den Versicherten wieder zufließt, j e d e Prämie Anspruch auf Dividende genießt, daß die seit dem Bestände der Bank (1854) alljährlich zur Vertheilung gelangten Dividenden in Folge sparsamer und vorsichtiger Verwaltung 33-46o/o, durchschnittlich 37z6 o/o der Normt. Prämie betrugen (für die abgekürzten Versicherungen stellt sich die Durchschnitts-Dividende sogar auf 42-61% der Normal - Prämie) und dadurch die von den Versicherten zu leistenden Prämien auf cas möglichst niedrige Maß herabgemindert wurden. Die Sterbfälle werden in coulanter Weise sofort erledigt Die Versicherungsfonds erreichten pr. Ende 1879 die Summe von über 30 Millionen Mark und nach dem derzeitigen Geschäftsgang haben solche einen jährlichen Zu ^achs von über 3 Millionen Mark zu erwarten; die Bank gewährt demnach neben größtmöglicher Billigkeit alle und jede Garantie. Schl Weber ieht. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Llovc, C. W. Dtetz in Gießen Bremen» 12. October. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Llovd in Bremen, welcher am 29. September von Bremen abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 13. Oktober. Der Postdampfcr Donau, Capt. R. Bussins, vom Noroveutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. October von Newyork abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 5 Uhr Abends die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 117 Paffagiere und volle Ladung. Bremen, 17. Oktober. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Over, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. October von Bremen und am 5. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. lokales. Gießen, 19. October. Ein roher Act der Thierquälerei wurde gestern in biefiacr Stadt verübt. Es hatten nämlich 3 Handelsleute am Bahnhof 12 Kälber in einen 2 Meter langen und J/2 Meter breiten Leiterwagen geladen. Die unten liegenden 5 Kälber waren mit Stricken oben an den Leitern angebunden und hingen die Beine fast sämmtlicher Kälber durch die Leitersprossen, weßhalb auch die ersteren theilweise von den Rädern gestreift wurden. Ein Schutzmann, welcher hinzukam, ließ die Kälber sofort abladen, aber eines derselben war bereits erstickt und 4 erholten sich wieder, als sie eine Zeit lang tote tobt auf Der Straße gelegen Jatten. Das sich angesammelte Publikum war so erbost, daß es den Fuhrknecht geprügelt, hatte wenn es nicht vom Schutzmann zurückgehalten toorben wäre. Die Hanbelsleute hatten sich schon nach bet Stabt begeben, sonst würben sie einer Mißhanblung von Seiten bes Publikums Nicht entgangen fein. v . . ~ Ä.^fNacht von Samstag auf Sonntag wurde ein junger Mensch von einem Soldaten berart mit Säbelhieben tractirt, daß er zu Bette liegt und ärztlicher Hilfe bedarf. n . ~ D» Dieb, welcher in der letzten Zeit in hiesiger Stadt diverse Diebstähle mittelst E.nsteigens verübte, ist heute Morgen verhaftet worden. Derselbe ist ein Übel beleumdeter ®u(r^ unb btI^ 8 5 We Zuchthaus absolvirt. Bei seiner Durchsuchung wurden verschiebene golbene Ringe rc. vorgefunben. 1 8 n Vermischtes. Marburg, 16. October. Im benachbarten Orte Rieberwalgern entwickelte sich am vergangenen Sonntag beim Tanze em Streit über ein Mäbchen, ber so unglücklich enbete baß einem borthin beurlaubten Solbaten mittelst eines Tobtschlägers ein Ange zerscklaaen wurde ° noch ta N. A. ■w.BHt 8V««:"ÄÄe!L“au^ in hiesiger Stabt hat sich in voriger Woche ein brutaler Act von Rohheit vollzogen in bem von einem hiesigen Ökonomie - Verwalter ein armer Junge, ber auf einem Ack-r Kaitoffeln r‘8 »-rzaußelt toorben war bann s/arg durchgepruge.lt wurde baß herbeigeeilte Bahnarbeiter, wenn ber unberufene Züchtiger nickt ent, jungen Ware, wahrscheinlich etwas Lynchjustiz außgeüdt hätten. - Gestern würbe eine w Ä 0US "r^ftet, bie es sich zum Geschäft gemacht, aus hiesigen Handlungen Auswahlsendungen zu erbitten, von benen sie bann das Wiederbringen vergaß. 9 , „ ** Gelegentlich ber „Exposition Medical©“ in Genua würbe burch den Ansona« ^"ses Monats bort stattgehabten Congreß italienischer Aerzte bem Kronthaler Apollinis-B'ilnnen als Anerkennung seiner mebic.nlsch werthvollen chemischen Zusammensetzung bas Oinlome dHonneur“ verliehen. Genannter Brunnen hat unter ben deutschen Sauerwaffern den höchsten Gehalt an Kochsalz unb wirb beßhalb von namhaften Aerzten als lösendes Mittel bei Gatarrhen und bei Verdaiiungsbeschwerden sehr empfohlen. u , Dorheim, 15. Oktober. Ein 14jähriger Junge spielte mit einem scharf geladenen Revolver, ber sich entlub und einen Oeconomieverwaiter so unglücklich in bie Nähe des Auaes J traf, baß seine Verbringung in die Gießener Klinik nothwendig wurde. Gerichtliche Unteriuckuna wurde sofort eingeleitet. (9?i H. gjy 8 \ SleSen- 2/t.oo, Franks u 32 * I (Berliners WM ßlt Srbinbs gubtvW kcffen Nachlaß ivoM des wofltn, weWi selben binnen zunielden find, Aegulirung 'M |W werden. Butzbach,' del Großh. Ani 6823) S i) Heinrich Londorf, l baltenb, 31 2) Peter 2 aus Kesselt aushaltend, 3) Peter Br Mer au, zu hakend, 38 4) Peter T aus Lumda, 33 Jahre c 5) Jost Re! Merlau, zu haltend, 26 deren Aufenthalt werden beschuldig visten brzP. als wehr ohne Erl zu jtm, W\ Ar. 3 H Sv Dieselben w Mittlooch ben Äormi vor M Großt Grünberg zur f laden Bei unentji werden dieselbe § 472 der Sli dem Großherzvl Eonniando zu Erklärung verur Alsfeld, den Der Großhey b653) Sa "^8317^ Wune auf den roßen den dtachmitlaa r0°:f und S? Wtntun Z den ®roWeqo9(. jg, ___M Arbeitsh i 601 Wni »ollen in * Koninign- vvttotn. ^l)ön'beM8_! empfiehlt W empfiehlt Alt billigen Preisen verschiedener Stärke bei (6511 H- Keck. 6768) C. Wenzel 6734) 6825) 629,30 1615,63 Strickgarne, Frauenstrümpse, Kinderstrümpfe, Socken, Beinlängen, Gamaschen, I- 21.: Seultng. 2 Buchenes und tannenes Brennholz, Eichen- und Duchen-Dohlen (6770 Fr. Seibel. 684.4) Eine fünfjährige Stute, complett lammfromm, einspännig gefahren, nebst einem eleganten Wägelchen, welches sehr solid gebaut ist, und Geschirr billig zu haben. Wo? sagt die Exped. d. Bl- AufforderLttlg. Alle Diejenigen, welche rechtmäßige Forderungen an die Firma Johannes Hitzel IV., meines verstorbenen Vaters dahier, zu machen haben, werden hierdurch aufgrfordert, solche innerhalb 14 Tagen (von dieser Aufforderung an gerechnet) an den Unterzeichneten, als alleinigen und rechtinäßtgrn Erben des N rchlaffeS genannter Firma (welcher nach Ablauf dieser Frist eine Reise nach Amerika unternimmt) zur Geltung zu bringen, andernfalls eine Berücksichtigung nicht stattfinden kann. 6850 Lich, den 18 Oktober 1880. Johann Heinrich Ang. Hitzel. Arbeitsversteigmmg. Donnerstag den 21 October, Vormurags lOi/z Uhr, soll in dem Rathhauszimmer zu Heuchelheim das Sch'agen von ca. 40 cbm Unterhaltungsftetne der Straßen, öffmt- ltch wenigstfordernd versteigert werden. Heuchelheim, den 18. Oktober 1880. Gwßh. Bürgermeisterei Heuchelheim. Prima holl. Vollhäringe per Stück 8 Prima marinirte Vollhäringe Per Stück 10 H, Marinirte Delicateß-Ostsee-Häringe, Gebratene dto. Delicateß-Häringe in Tomate-Sauce, , Ffein Delicateß-Rollmops, Ffein. Delikateß-Rollaal in Gelee, Sardinen, Sardellen Handel und Verkehr. Gießen, 19 October. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. AL 0 95 biß AL 1.00, Hühnereier 1 Stück 6—7^, 2 St. 00 Enteneier 1 Stück 7-8 Käse per Stück 5—8 -3t, Käsematte ver Stück 3—0 L», Erbsen 1 Liter 24^, Linsen 1 Liter 26 L», Tauben das Paar 30—50 H, Hühner p. St. AL 0.75—1.20, Hahnen p. St. AL 0.50—1.20, Ganse pr. Pfd. 50—60 Enten per Stück AL 1.50—1.70, Ockrsrnfletsch 68—CO per Pfd., Kuh- und Rmdflciick 48—50 Kalbflcisck 56—60 Hammelfleisch 50—68 Schweinefleisch 68—00 L, Kartoffeln per 100 Kilo AL 3.70—5 Zwiebeln p. Ctr. AL 7—7.50, Milch per Liter 16 und 18 Weißkraut 100 Stück AL 3.00—6.0, Frankfurt. 18. Oclober. (Fruchtbericht.) Mebl Nr. 1 AL 40, Nr. 2 AL 38, Nr. 3 AL 32, Nr. 4 AL 2k, Nr. 5 AL 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) AL 31.50—00, do. I (Berliner Marke) AL 29.50 — 003’0, do. II (Berliner Marke) AL 24.00—00 00. Weizen Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 21. d. MtS., Nachmltkags 2 Uhr, sollen auf dem Rithhause zu Garbenteich nachverzeichnete Arbeiten zur Sr- fcaiturg eines neuen Schulhauses daselbst in Submission *) vergeben werden: AL Emil Eotz^ Ktrchenplatz. Moehrings Sicherheitsöl „ (gänzlich gefahrlos) für Petroleum-Lampen und -Kochapparate empfiehlt (6855 Wilhelm Orbig« Wcißbtnderarbeit, Glaierarbeit, „ „ 916,59 Zeichnung, Voranschläge und Ueber- Blühende Alpenveilchen, gefüllte Primeln, Gummi- baumc und sonstig- Blatt- und blühende Pflanzen mpfi h!t die H^ndetsgärtnerei 68,2) von Georg Becker. NB. Empfehle mich zugleich im Ausführen von Ball-, Braut- und Todteubouquets, sowie Lorbeerkränzen, Palmzweigen und sonst allen in das Gärtncrfach einschlagenden Arbeiten zu soliden unb billigen Preisen. Jeilgebotenes. ' 6846) Ein auf dcm Darmstädter Pferdemarkt gewonnenes Reitpferd, 4‘/2 Jahre alt, (Kohlfuchs Wallach steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.________ Neue holl. Ilariuge, beste Qualität ä 6 Pfa., empfiehlt 6839) S. Elsoffer, Marktstr. 205. Gummisehuhe, Gummisohlen, Filzschuhe und Filzstiefel für Herren, Damen und Kinder, EialegesohLett v. Filz, Stroh, Kork und Roßhaar, in größte« Auswahl bei (6736 Willi« Herbert am Markt. Neue Lamberts-Nüsse empfieblt . (6859 Emil Fischbach. . . ... (6399 Robert Stuhl, Lrchreincrarbeit, veranschl. zu 2790,04 ^L-chlofferarbeit, fottgM t.f Dcff| effektiv hiesiger ab Bahnhof hier AL 23.00 - 23.25, ab unserer Umgegend tL 22 50__23 00 fcfiW T.* SÄ ft""'- i"MS^22.o5o-^ Wch-nk-.'., g-°i- und Rüb«? d-VL 63. 2^mmun”°Ä »auS, - ($" ** * sich lä'mmttZ Die Preise stellten sich- Ochsen 1. Qual. AL 67-68, 2.’Qual. l Ä » ! R nder 1. Qual. AL. 56-58, 2. Qual. AL 48-52, Kälber 1. Qual AL 62-64 2 0? 50-56, Hämmel 1. Qual. AL 56-58, 2. Qual. AL 40-50 p„ 100 Nkd kSS 8-wicht. Sckweine se nach Qualität das Pfund - 100 ** ad)ts nahmebedtngungen sind bei dem Bau- techniker Ferd. Bro el in Gießen bis zum 20. d. M. einzusehen. Garbenteich, den 14 Oktbr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. 6763) Schwarz. *) In der ersten Bekanntmachung war irrthümlichermeise die Arbeit öffent- lich in Accord ausgeschrieben. Mittwoch den 20 d Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen in der L. Fle't'schen Hofraithe Hierselbst eine 9tähmasch,ne, ein runder Tisch, 2 Kommode und ein Billard meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. Oktober 1880. 6831) Geißler, Gerichtsvollzieher. Unterjacken und Unterhosen empfiehlt gut und billig (6178 Julius Schutze. 64131 Eine größere Steinsammlung mit schönen Versteinerungen billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 8: und A,h| , "ch '»ttbei niaff, y9|*8: lQt obl,gt nQf,(t.Ucb n^U8burirf, 1 b,li * b'.Qiq n 14,11 Unö 2ufau^ < ein bei 8m ein ? kurz lnt 8r°u •eben mit °net üthtils V^- ne des i jhüm ’ä-*-1 " * hu« ?etoe'ene Fall botoc 'klneinderaihz^ffb JW, ^°sp«chung:n ftS «8- folgenoe Herren UL- Dr. Richard ^«'uchen umere • "Nbliidenden 3i,t? W N 3abU gefunden. Drrsttde mb 50 ßtniimttn in Dickel veijebtn nnmettt stark. Da °-