* L°"» Mart «lurtine“, *h® Booten, 8n Ehrenpreis zu er Kapelle des luheimer Kur- rrasse. Anlagen. »ame. iplatz 50 ktz. agen. Seilschaft. chafl haben freies ven nebst Familie Q544G , 23. August: rttiiii fintoben, baß len? gesorgt ist. Mrthe^ iibrinus! n M hwtigm dik bat unb bittet. W Lbnttagk" J“ HarttumrUDtt. felweiß- jeder Tageszeit, jjffließt > n«d) M* ft !* Kreitiag- L flhl DOn Mr. 193» Freitag den 20. August 188«. Siebener ^tn^iger Anzeige - mb AmlsM fir den Kreis Gieße». RedaettonSbureaur ExpedittonSbureau r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Amtlicher Hheil. Loealreglement, die Benutzung der Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hof-Graß und Rodheim nach Langd innerhalb des Kreises Gießen mit schwerem Fuhrwerk betreffend. Nach Anhörung der Localpolizeibehörden und mit Zustimmung des Kreisausschufses für den Kreis Gießen wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. Juli 1880 zu Nr. M. I. 16374 hiermit angeordnet: MW 1) Die Räder der Lastfuhrwerke, welche die Straßen von Hungen nach Laubach, sowie von Hungen über Hos-Graß und Rodheim nach Langd innerhalb des Kreises Gießen gewerbsmäßig oder regelmäßig, wenn auch nur zeitweise mit Erzen, Eisen, Kalk, Steinen, Steinkohlen, Schwerspath, Natron, sowie in Kalk oder Schwerspath eingekochtem Holzessig befahren, muffen eine Felgenbreite von wenigstens 12 Centimeter haben. 2) Die Etgenthümer der unter 1 bezeichneten Fuhrwerke, deren Räder die erwähnte Felgenbreite nicht haben, werden nach § 366, pos. 10 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich mir Geldstrafe bis zu sechszig Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. 3) Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. October 1880 in Kraft. Gießen, den 2. August 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. i Der Chauvinismus. Zu Wafler und zu Lande haben die Franzosen osficiell ihre Revanchelust bekundet, und in Deutschland dämmert in Folge desien auch in den Köpfen der heftigsten Gegner der Mtlitärvorlagen die Erkenntniß, daß der Kaiser, Fürst Bismarck und Graf Moltke die französische „Friedensliebe" richtig beurtheilt haben. Die Trauben der Revanche sind sauer, aber der Fuchs ändert nicht seinen Charakter, wenn er dies etnsieht. Der Chauvinismus war niemals, wie man gern glauben machen wollte, etwas Royalistisches oder Bonapartistisches, er ist keine Eigenschaft der alten Soldaten oder der jungen Reserven und Freiwilligen, er ist nicht vertreten in irgend einer politischen Partei, sondern er ist etwas Französisches; der Chauvinismus ist national; er ist das einigende Band für alle französischen Parteien. Es ist Thorheit zu glauben, daß es einen Franzosen giebt, der nicht auf die Revanche hofft. Die „Hoffnung" sagt sogar zu wenig, wenn man dem dunklen inner« Drange der ganzen französischen Nation Ausdruck geben will; die chauvinistische Grundpimmung wird vielmehr gepflegt wie eine verbotene Religion, die Revanche ist der „Glauben" der Nation. Der Franzose erwartet die Erfüllung des Revanchegedankens von der Gerechtigkeit Gottes, und die ganze Nation lebt sich in den Gedanken hinein, daß die Niederlage von 1870/71 nichts anderes war, als eine Prüfung der Vorsehung und daß, nachdem Frankreich sie überstanden, dieselbe Vorsehung die Waffen segnen, das deutsche Reich zerschmettern und Frankreich seine Töchter Alsace und Lorraine wieder zuführen werde. Und darum hat der Toast Gambetta's gezündet und alle Herzen sich erobert. Dieser Mann ist das echte Kind seines Volks, er ist der Kenner der Stimmung der Franzosen, und nachdem er lange genug in allen friedlichen Regenbogenfarben zu schillern verstanden, hat er die Maske fallen lassen und frei von der Leber weg das ausgesprochen, was er — was alle Franzosen denken. Grevy, der besonnene Staatsmann, Leon Say, der zurückhaltende Philister — sie beide denken über die Revanche ganze ebenso wie Gambetta, aber sie verstehen zu schweigen, Gambetta aber besitzt eine urwüchsige Natürlichkeit und weß sein Herz voll ist, deß läuft sein Mund über. Das verständ- nißinnige Zujauchzen der Zuhörer ist nicht genug zu schätzen, weil dieses Auditorium nur aus Handlungsreisenden bestand. Gambetta, der Commis-voyageur der Republik, sprach aus, was alle Franzosen denken, und ganz Frankreich jauchzt bei seinen Worten ebenso wie die französischen Handlungsreisenden. Wir wissen jetzt, was von der freundschaftlichen und friedlichen Gesinnung der Franzosen zu halten ist. I zollern) 14, dazu kommen noch andere erledigte Vicar- und Seelsorgerstellen. Aus einzelnen Bezirken treffen bereits Meldungen ein, wonach eine Anzahl Geistlicher aus Grund der betr. Bestimmung des neuen Kirchengesetzes die seelsorgerischen Amtshandlungen wieder aufnehmen. Straßburg. (Elsaß-Lothringen.) In jüngster Zeit ist die politische Lage der Reichslande vielfach, und zwar stets aus Anlaß der Beurtheilung einzelner Personen, einer eingehenden Kritik unterzogen worden. Man hat dabei offen und rücksichtslos über den Statthalter, über den entlassenen Adlatus Herzog und endlich neuerdings über dessen Ersatzmann Hofmann sich ausgesprochen. Diese Offenheit und Geradheit der öffentlichen Meinung war ein Zeichen des großen Interesses, welches das Reich an der politischen Entwickelung der Reichslande etnnimmt; es darf mit Recht behauptet werden, daß trotz aller persönlichen Spitzen die Kritik ein Ausfluß der Liebe der Mutter zu den einst verlorenen, jetzt wiedererworbenen Kindern war. Das Reich ist, wie die Elsässer und Lothringer gern selbst zugeben werden, äußerst rücksichtsvoll gegen das eroberte Land gewesen; man ist ihm politisch entgegengekommen und hat in kurzer Zeit sehr freie Institutionen geschaffen ; man hat den Reichslanden große wirthschaftliche und handelspolitische Concesflonen gemacht, die oft das Reich benachtheiligten; man hat ihnen endlich eine Elite des deutschen Beamtenstandes überwiesen und einen Statthalter gegeben, der an Duldsamkeit und Entgegenkommen das Möglichste, vielleicht schon zu viel, bewiesen hat. Damit muß aber innegehalten werden, wenn die deutsche Nachgiebigkeit nicht als Schwäche betrachtet werden soll. Die Worte Gambetta's und die französische Volksstimmung beweisen uns, daß Frankreich seine Hoffnungen auf die Wwdererwerbung von Elsaß-Lothringen nicht aufgiebt, und daher muß die Stunde der Gefahr, so fern sie auch sein mag, keine schwankende Bevölkerung finden, sondern ein Land, das seinem Namen „Reichsland" Ehre macht, das zum Reiche nicht nur räumlich, sondern auch der Gesinnung nach gehört, und um dieses Ziel zu erreichen, muß rascher und praktischer germanistrt werden, als bisher. Geschieht das nicht, so werden wir einst die Folgen bedauern. Amanweiler, 18. Aug., 10 Uhr 45 Minuten Vormittags. Soeben, um 91/2 Uhr, erfolgte unter Betheiligung des Metzer Krieger- und Turnvereins seitens der Deputirten des Kriegervereins Darmstadt die Niederlegung der Kränze Se ner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Carl, der Stadt Darmstadt und des Kriegervereins, sowie der Kriegskameradschaft Hassia am Heffendenkmal bei Gravelotte. Bulgarien. — Fürst Alexander von Bulgarien ist mit seinem „Parlament" in Con- flict gerathen; er hat dem Gesetze über die National-Armee die Sanktion verweigert, weil dasselbe bestimmt, daß der Obercommandant wählbar sei. Diese lächerliche Bestimmung ist ohne Zweifel russischen Einflüssen zuzuschreiben; denn es liegt auf der Hand, daß unter den gegebenen Verhältnissen Bulgariens der gewählte Armee-Commandant ein Russe wäre, und daß dann Rußland in der bulgarischen National-Armee einen Annex seines eigenen Heeres besäße. Es ist ganz selbstverständlich, daß der Fürst, ohne seine Prärogative und seine ganze Stellung zu einer Farce herabzudrücken, diese Bestimmung nicht accep- tiren konnte. Allein sicher ist, daß aus der Verweigerung der Sanction ein Conflict zwischen Fürst und Volk entstehen wird, denn die „Nation" wird es sehr übel nehmen, daß durch die Haltung des Fürsten die Bildung der National- Armee verzögert wird, gerade zur Zeit, da es den Anschein hat, als sollten den Unionsbestrebungen die Chancen günstiger sein. Rußland. Petersburg, 16. August. In letzter Zeit sind hier wiederum mehrere Nihilistenoerhastungen vorgekommen, die, weil eine ziemliche Zeit ohne ähnliche Ereignisse verstrichen war, viel Erregung hervorriefen. Wichtig sind diese nihilistischen Vvrpostengefechte nur in so fern, als sie auch die Optimisten überzeugen müssen, daß trotz Loris-Melikoff die Propaganda noch nicht ihr Ende Deutschland. Berlin, 17. August. In einer Reihe norddeutscher Zeitungen findet sich folgende vom 13. ds. datirte Berliner Depesche des „Reuter'schen Tele- graphen-Bureaus" : „Der Austritt des linken Flügels der Nationalliberalen aus der bisherigen Fraktion steht unmittelbar bevor. Es heißt, Forckenbeck und Stauffenberg würden demnächst einen offenen Absagebrief an die bisherige Leitung der nationalliberalen Partei erlassen und darin die Grundzüge des Programmes der neuen liberalen Partei, anknüpfend an Forckenbeck's vorjährige, bei Anlaß deS Städtetages gemachte Kundgebung entwickeln. Zahlreiche Zustimmung ist im Voraus gesichert." Nach den Informationen des „Verl. Tagebl." besteht darüber völliges Einvernehmen, daß die Entscheidung der Frage, ob und welche Mitglieder der Partei den Wiedereintritt in die Fraktion ablehnen, erst bei dem Wiederbeginn der Parlaments-Session, also in dem Augenblicke, wo es sich um die Reconstituirung der nationalliberalen Fraktion handelt, praktisch werden kann. Ob die Trennung erfolgt, wird von dem Ergebniß der bis dahin vorbehaltenen Erörterungen über die weitere Haltung der nationalliberalen Partei abhängen. Berlin, 17. August. Bis zum Anfang August waren in den preußischen Diöcesen verwaiste Pfarreien: In Köln 186, in Posen-Gnesen 127, in Ermland 23, in Breslau 150, in Hildesheim 27, in Münster 106, in Trier 191, in Lnnburg 30, in Paderborn 106, in Fulda 14, in Freiburg (Hohen- I VI - innri »«»T.vwnsyv »Vhwr WTJJ1T IT .¥ M'tTJw « *? v,\¥tm • ©Mveaa. London, 18. August. Depesche des „Daily Chrontcle" aus Cork. Ein Versuch, die Kaserne in Cork in die Luft zu sprengen, wurde entdeckt und zwei Fäffer Pulver unter der Kaserne aufgefunden. Paris, 18. August. Meldung der „Agence Havas." Der tunesische Conflict ist beigelegt. Der Bey von Tunis gestattete der Eisenbahn-Gesellschaft von Bona-Guelma die Anlegung eines Hafens im Salzsee behufs Verbindung mit dem Meer. Konstantinopel, 18. August. Der Poltzetminister Hafiz ist abgesetzt. München, 18. August. Der frühere Ministerpräsident v. d. Pfordten ist gestorben. Berlin, 18. August. Ucber die Wasserschäden in Schlesien schreibt die „Prov.-Corresp." : Die nächste Pflicht der Regierung sei, der ersten Noth zu steuern. Ob außerordentliche Maßregeln umfaffenden Charakters zu ergreifen seien, werde geprüft und hänge von dem bisher noch nicht erreichbaren Üeberbltck über die Gesammtgröße des Schadens ab. Die Vorbereitung der auf die dauernde Besserung der Verhältnisse Obeischlcsiens abzielenden wirth- schaftlichen Maßregeln werde nachdrücklich fortgesetzt, um Material für die bez. Vorlage an den Landtag zu gewinnen. Montauban, 18. August. Ministerpräsident Freycinet empfing die Delegtrten des Arbeitervereins mit folgenden Worten: Wir werden beständig dem Lande den Frieden zu erhalten suchen, welcher glücklicher Weise in keiner Weise bedroht ist. Im Innern werden wir die Achtung vor den Gesetzen zu sichern suchen, welche die beste Schutzwehr der allgemeinen Freiheit ist. — Zu den Osficieren der Garnison sich wendend, belobte Freycinet die Armee, indem er dem Heroismus derselben unter schwierigen Verhältnissen Anerkennung zollte. Er zweifle nicht, daß die Armee sich mit dem gleichen Heroismus aufopsern würde, wenn dies, was Gott verhüte, eine gebieterische Nothwendigkeit erheischen sollte. Frankreich folge den Fortschritten der Armee mit berechtigtem Stolze und finde darin seine Ehre und seine Unabhängigkeit. London, 18. August. Der Unterstaatssecretär Dilke ist anläßlich eines Gichtanfalles unpäßlich. — Aus Quetta wird von gestern gemeldet, daß Ayub Khan begonnen habe, Kandahar zu beschießen. Der Schaden ist bis Jetzt geringfügig. — Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Simla von heute. Ayub Khan besetzte mit drei Divisionen Positionen auf drei Seiten von Kmdahar. Die letzte Brigade des Corps des Generals Stewart ist unbelästigt in Gan- damak etngetroffen. Berlin, 18. August. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser hielt an das erste Garderegiment in Potsdam im Lustgarten folgende Ansprache: Die preußische Armee begeht heute für die Theile, welche 1870 die erste und zweite Armee bildeten, im Vereine mit den damals Uns verbündeten sächsischen und hessischen Truppen den zehnjährigen Jahrestag der ruhmreichen Schlacht von St. Prioat-Gravelotte. Ich habe das Erste Garderegiment um Mich versammelt als das erste Regiment Meiner Armee nicht nur dem Range nach, sondern weil es denselben auf allen Schlachtfeldern der Neuzeit zu erkämpfen wußte. Ich erwarte, daß das Regiment stets dieses Tages bewußt bleiben und dies in Krieg und Frieden betätigen wird. Daher betrachte Ich es heute als Vertreter der ganzen Armee: Der schwer erkämpfte Sieg bei St. Privat- Gravelotte ist der Wendepunkt zu den großen Erfolgen des Krieges von 1870/71 geworden, was man am Abend der Schlacht kaum ahnen konnte. Sie bat große und schmerzliche Opfer verlangt; Ich brauche in diesem Kreise nur den Namen v. Röder zu nennen. Wir achten diejenigen Alle, welche ihr Leben Hingaben zum Ruhme des Vaterlandes. (Bei diesen Worten entblößte der Kaiser das Haupt.) Nie wird in Meinem Herzen die Dankbarkeit erlöschen für den Heldenmuth, die Tapferkeit, Hingebung und Ausdauer, mit welcher die Armee gefochten. Erneuert spreche ich hiermit diese Anerkennung aus. Paris, 18. August. Der „Temps" weist auf den friedlichen Ton der Rede Freycinet's in Montauban hin und bemerkt weiter: Diese so einfache und kategorische Sprache des Cabinetschefs wird alle irrigen Commen- tare abschneiden und außer allen Zweifel stellen, daß die Politik der sranzösi- scheu Regierung eine Politik des Friedens ist. Konstantinopel, 18. August. Zum Polizetminister ist an Stelle Hafiz Paschas, welcher seines fanatischen Auftretens wegen abgesetzt wurde, Hadi Hafis ernannt worden. London, 18. August. Unterhaus. Die Bill betreffs der Haftpflicht der Arbeitgeber geht ohne Abstimmung durch die dritte Lesung. London, 19. August. Nach Depeschen, welche der Regierung zeige- gangen sind, hat die Lage in Irland einen ernsten Character angenommen; der Generalsekretär für Irland, Forster, ist in Folge dessen sofort nach Dublin abgereist. Osficielle Meldung aus Gandamak. Die Lage in Kabul ist im Allgemeinen befriedigend, obwohl einige unbedeutende Ruhestörungen vorgekommen sind; nur die unteren Claffen sind den Engländern feindlich; voraussichtlich dürfte General Roberts vor dem Eintreffen in Khelatigilzai keinen Widerstand finden. Lokales. Gießen, 19. August. Wie uns mitgetheilt wurde, ist Herr Postdirector Loch mann nach Worms versetzt worden. Als sein Nachfolger wlrb Herr Postbtrector Ritsert, ein geborener Darmstädter, bezeichnet. — Die Zahl der Sterbfälle während der Woche vom 8. bis 14. August belief sich im Ganzen auf 7. Ein Kind im ersten Jahre starb an Keuchhusten, ein solches im zweiten Jahre an Masern. Bei den verstorbenen Erwachsenen wurde als Todesursache bezeichnet: Lungen- schwindsucbt 2mal, Schlagfluß, Vergrößerung dec Prostatadrüse je einmal. Ein Mann war durch unglücklichen Zufall ertrunken. G. Vermischtes. Frankfurt, 17. August. Für die Verunglückten und Hinterbliebenen der Turnfest- Katastrophe sind bis Ende voriger Woche JL 27 775,25 bet der Central-Sammelstelle, Gebrüder Wolff am Salzhaus, eingcgangen. Schleswig, 12. August. sHerings-Segen.j Die „Schlesw. Ztg." meldet: Die diesjährige Hertngsfischeret an der schottischen Küste liefert einen außerordentlich reichen Ertrag, so reich, daß schon Verluste an Menschenleben darauf zurückzuführen sind. Ein Schiff fing nämlich so viele Heringe, daß es unter der Last sank und die sechs Köpfe zählende Mannschaft ertrank. Dortmund, 12. August. Vor etwa acht Tagen.kam hier,im Römischen Kaiser ein angebliches Ehepaar, von dem sich die stärkere Hälfte durch ungewöhnliche Größe und Cor- pulenz auszeichnete. Der Herr, der das Eiserne Kreuz en miniature trug, machte den Eindruck eines hohen Militärs und erweckte dadurch das Vertrauen des Wirths. Er legicimirte sich als Officier außer Dienst und erzählte andern im Hotel anwesenden Gästen, daß er ein neues Gewehr erfunden und mit der Wittener Gewehrfabrik wegen Herstellung solcher Gewehre in Unterhandlung stehe. Mit seiner holden Gattin schien der Herr Officier sehr glücklich zu leben, fast nie wich er von ihrer Seite, ließ ihr den theuersten Sect einschenken und die leckersten Bissen vorlegen, auch ab uno zu stattete bas Ehepaar dem Stade^schen Garten einen Besuch ab. Am Dienstag kam nun ein Geschäftsreisender aus Köln im Römischen Kaiser an, der sich höchlichst verwunderte, den Herrn mit einer Dame hier anzutreffen. »Das ist ja der größte Schwindler, der existirt," sagte der Reisende zu einem Bekannten, „der ist verheirathet und seine Frau und Kinder sitzen in Köln; auch mir ift er noch 200 schuldig, und im Hotel Höltgen in Effen ist er ebenfalls mit der Zeche durchgebrannt." Dieses wurde dem Wirthe mitgetheilt; derselbe frug sogleich in Effen an, was Wahres an der Sache sei. Die Antwort lautete äußerst ungünstig; der Besitzer des Hotels Höltgen bat, wenn möglich, doch auch für ihn noch was zu retten Nunmehr sandte Herr Wencker dem Herrn die Rechnung zu, die in den paar Tagen bereits auf 180 jl angewachsen war. „Es thut mir leid, heute nicht zahlen zu können, aber ich erhalte morgen eine größere Geldsumme", so lautete der Bescheid des Fremden. Der Wirth benachrichtigte nun dle Polizei und vorgestern Abend nahm Polizeicommiffar Schröder die Verhaftung vor. Der Verhaftete war im Besitz eines guten Paffes und versprach, die Schuld sogleich zu tilgen, er brauche nur an seine Mutter zu tele- graphiren. Es wurde telegraphirt, die Antwort lautete aber „Unmöglich". Nunmehr erfolgte die Abführung des Herrn in die Untersuchungshaft. Er gab zu, verheirathet und Vater eines Kindes zu sein, Frau und Kind wohnten in Köln. Die so plötzlich zur Wittwe gewordene Begleiterin erzählte, sie sei nicht die rechtmäßige Gattin des Verhafteten, lebe aber schon fünf Jahre mit demselben zusammen. Heute ist dieselbe von hier abgedampft. Was für einen Vogel man gefangen hat, wird die öffentliche Gerichtsverhandlung ergeben. (D. Z.) Dietrichswalde, 11. August. Von hier wird einem polnischen Blatte geschrieben, daß auf Anordnung des Bischofs Kremenz die „begnadeten" Frauen und Mädchen, welche sich der Visionen der Mutter Gottes rühmen, entfernt und in ein entlegenes Kloster gebracht worden sind. Veranlassung zu dieser Anordnung soll der Umstand gegeben haben, daß die sogenannten begnadeten Personen auf die Bitte von Pilgern der Mutter Gottes in vertraulicher Weise Fragen Über die Zukunft der Fragesteller vorlegten und dabet oft Antworten auf die Fragen brachten, die der Würde der Religion nicht entsprachen. Am 15. August und 8. September wird ein großer Zusammenfluß von Pilgern hier erwartet. Gletwitz, 10. August. Am Freitag Abend 10i/2 Uhr starb im Hamburger schen Hause, in welchem sie die letzten 28 Jahre ihres Lebens verbracht, die Wittwe Formetta Singer in dem hohen Alter von 112 Jahren. Obwohl feit Jahren erblindet, war die Verstorbene geistig noch immer rege und hatte noch im vergangenen Jahre den Kaiserlichen Majestäten am Tage des goldenen Ehejubiläums, an welchem sie 111 Jahre alt geworden, ihre Glückwünsche übermitteln lassen. Die nun Verstorbene hatte, 27 Jahre alt, sich vermählt, war nach 48 Jahren ehelichen Lebens Wittwe geworden und hat als solche noch 37 Jahre gelebt. Von ihren Kindern überleben sie nur drei; die älteste Tochter starb vor nicht langer Zeit im Alter von 84 Jahren. — In Prag erzählt man sich folgende heitere Geschichte: Ein dortiger Geschäftsmann, Herr M., schickte dieser Tage an seinen Geschäftsfreund in einer böhmischen Landstadt einen Brief ab. Mit Postwendung erhielt er das Schreiben uneröffnet von der Post zurück mit der Bemerkung: „Nicht bestellbar, Adreffat gestorben." Herr M.,. welcher mit dem Adressaten wenige Tage zuvor persönlich gesprochen batte und an ein so plötzliches Verscheiden desselben nicht recht glanben mochte, dachte, daß bei Bestellung des Briefes ein Jrrthum obgewaltet, und schickle daher den Brief nochmals ab Zwei Tage später gelangte das Schreiben wieder in die Hände des Absenders. Die Bemerkung bezüglich der Unbestellbarkeit des Briefes enthielt noch eine weitere Ausführung, es stand nämlich darunter: „Noch immer tobt." — Ein seltener Diebstahl dürfte der sein, daß, wie in dem Polizetbericht der „Potsdamer Zeitung" steht, in der Nacht zum 8. August in Belitzhof bet Wannsee ein Carouffel gestohlen worden ist. Ä _ c — Zur Unverfrorenheit der Heirathsvermittler schreibt die „Berl. Ztg. : Der Kaufmann F. geht mit seinen nächsten Verwandten vom Friedhöfe der Louisengemeinde nach seiner Wohnung zurück. Er hat seine brave Frau, die Mutter von vier Kindern, begraben und ist voll des Schmerzes über den Verlust, der ihn und die Kinder betroffen. Beim Eintritt in seine Wohnung überreicht ihm das Dienstmädchen einen mir der Post eingegangenen Brief. Herr F. öffnet denselben und wirft ihn entrüstet in den Papierkorb. Absenderin deffclben ist eine in der Linienstiaße wohnende Frau X., welche dem trauernden Wittwer ihre auf Lager habenden jungen Damen mit und ohne Vermögen behufs Derbeirathung empfiehlt. Der Brief beginnt mit den Worten: „Der schwere Verlust, der Sie getroffen, kann nur dadurch gemildert werden, daß Sie schleunigst eine Mutter für Ihre noch unerzogenen Kinder finden" rc. Daran schließt sich ein Derzeichniß von zwölf jungen Damen, wovon die empfehlenswertheste als ein Ausbund von Schönheit mit einem Baarvermögen von 30,000 Thalern geschildert wird. — Wie englische Blätter melden, ist an Bord des zwischen Australien und Hongkong verkehrenden englischen Dampfers „Bowen" ein furchtbares Komplott entdeckt worden. Unter den in Singapore eingeschifften Paffagieren befanden sich 26 chinesische Piraten, welche in ihren Reisesäcken 25 Pfund Pulver, 11 geladene Revolver und verschiedene andere Waffen verborgen hatten. Sie hatten sich vorgenommen, alle an Bord befindliche Personen umzubrtngen, das Schiff zu plündern und dann anzuzünden. An Bord befanden sich 10,000 Pfd. St. in Baargeld und 313 chinesische Passagiere, welche mit ihrem gewonnenen (Selbe von Australien zurückkehrten. Um ben 26 Piraten bei ihrem Unternehmen beizustehen, erwarteten verschiebene mit anberen Piraten bemannte Dschunken ben Dampfer in einer gewissen Entfernung von Hongkong. Glücklicherweise belauschte ein chinesischer Passagier eine diesbezügliche Unterredung einiger der Piraten und meldete die Sache dem Capitän, der augenblicklich seine Maßregeln traf. Die Piraten wurden festgenommen, nach Hongkong geführt und jetzt wird ihnen der Pro- ceß gemacht. — Hebet den Nahrungswerth der Fleischbrühe äußert sich der Rector der Wiener Universität, Dr. E. v. Brücke, einer der berühmtesten Physiologen unserer Zett, wie folgt: „Im Publikum herrschen sehr irrthümliche Vorstellungen über den Nährwerth der Fleischbrühe. Sie sind verbreitet worden durch einen sehr berühmten und populären Gelehrten (Liebig), der seinen wohlverdienten Ruhm auf einem anderen Felde und nicht auf jenem der Medicin und Diätetik erworben hat. Es hat sich herausgestellt, daß dieser Gelehrte sich geirrt hat, und daß das Publikum mit irre geführt worden ist. Die Sache steht einfach so: Es ist zur Ernährung nicht unumgänglich, aber unter gewissen Umständen, für gewisse Individuen, bet gewiffer Arbeitsleistung ein bestimmtes Quantum von Fleisch nothwendig. Es ist für ben Nährwerth gleichgültig, ob man gebratenes Fletsch ober erst bic Fletschsuppe unb nachher bas ausgekochte Fleisch gerneßt. Ich muß ausbrücklich betonen, baß bas Fleisch für bic Ernährung ebenso wichtig tote bie Fleischbrühe ist. Die Fleischbrühe ist eine Nahrung, bei ber man, wenn bie übrige Kost nicht banad) geregelt wirb, verhungern kann. Es hat keinen Sinn, zur Verbefferung der Kost Fleischbrühe zu empfehlen, er hat aber «Sinn, bas Gewicht bes Fleisches zu erhöhen. — [©in Berliner Dr. Garber als Ducllant.j Am Montag früh V28 Uhr fanb in bem Walbe bei Köpnick zwischen bem Affessor P. unb bem Ingenieur K., beide -aus Berlin, ein Pistolenduell statt. Nachdem Affeffor P-, der Beleidigte, aus einer Entfernung von 15 Schritt geschossen und gefehlt hatte, feuerte der Ingenieur K-, nachdem er dir Erklärung ab- geben, er schone seinen Gegner honoris suae causa, sein Pistol in die Luft ab, überreichte ' dasselbe darauf zur neuen Ladung und befestigte nunmehr in der Rinde eines Baumes ein iZ *eli tSsS r-»» Schellern * M!° Rj Bss« W d auf ber et» ertmiifen unbh bat sich aus den ein Pfeiler derse B fünf Stunde Schaden enornn Damm der Rud würbe und der von Rumänien Promenade smc communication ^geschwollene den sonst trocke Aerslutheten C baurrude niädy ftüryn. Der ' Oder-Oesterm getreten. Fas unterbrochen, und Häuser n verkehr ist des fabrik Wirte steigend. Der Mel derHoljh lohne im Wal! Die vorbei Dienstag Boro ün Saale des lich vergeben 1 Die Großhf W umliegend ^schreiben t Gießen, der Großh. Bi 5450) 5 kominene guter Ru[ Schreiben Vorschrift- &tNerm Es sind dal Vorstehers der Jahresgehalt zweier Schuh von JL 900 t Awerbungr geschriebener (3 Witie binn Welchen. erfotbert; !) M älter n. Mstens Iei 4816) 4332 mässe für Fußböden. Emil Fischbach, Schleifsteine 5459) (5378 Kohlrnhandlung, Kaplansstraße, am Kreuz. Umzugshalber verkaufe meine Küchen- und Oaushultungsurtrkel, Bürsten im» Korbwaaren, zu herabgesetzten Preise». Louis Lony, ^olptiaarrnlager. J. Watz & Co. in Wer Bchctz, Ungarn, offerirt: Große, süße, dunkelblaue und weiße W eint rauhen zollfrei und franco gegen Postnachnahme oder Einsendung des Betrages per 10-Pfd.- Körben J4 2 80 bei Abnahme von drei Körben X 2 60 4. Versandt währt bis Mitte November.____________ (j4bl Sichern Erfolg kann das Annonciren nur gewähren, wenn die geeignetsten Zeitungen gewählt und die Annoncen wirksam arrangirt werden. In unübertroffener Weise beschafft Beides die älteste Annoncen - Expedition Haasenstein $0, Sir* *» "miL 6*"^ ^üukmarküück Um seinem Gegner zu zeigen, daß sein Ausspruch auf Wahrheit basirt und B Jin selten guter Pistolenschüße sei, gab er nunmehr aus gleicher Distanz ernen Schuß ab und Ueß alsdann das in der Mitte getroffene Geldstück dem Assessor zum Andenken Übm,i$3ien, 14. August. Di- U-berschw-mmung-n in Folge ber unaushörlichm flffpnennüiu aewinnen ein immer weiteres Terrain. Die Blatter sind nut Ueber- ^memmunasnackrichten aus Nieder-Oesterreich, Ober-Oesterreich, dem Salzkammergut nÄäbKrt bedeutend angeschwollen, überschwemmte, von KAuL änKngen, viele' W I«0enbe Orischaften Jn Pr-tzbaum stürzten »mpi Däuser ein rwei Leichen wurden angeschwemmt Der Schaden ist gsoß- <3 ^»oden mußten die Brücken abgeiperrt werden. Mödling ist Iherlweise überschwemmt- Rum dortiaen Telearaphenamt gelangt man nur auf Umwegen. In der Hinteren Nrübl sind die Mühlen und eine Fabrik unter Wasser- Hur in Wien begann der OTüpnthifi nm 8 iibr früh ravid au steigen. Bei der lLtubendrucke mußte ein Kutscher MMen^den^Waaen^ im Stichs lassmd, welcher von der Fluth ergriffen ward- Sämmt- nAe ^Itbriidkn würben um K/- bis 11 Uhr Vormittags avg-ichlossen, ebenso tue B?ück? in Schönbrunn S-itbem fällt bas Wasser fortwährenb i-tzt ist ;ebe Gefahr ^UUat Von ben zahlreichen Holzplätzen längs ber W,en mürben große Holzma sen C !5U f.rLr starke Raume entwurzelt unb viel Holzwerk aus ben über« fflätten unJ Höfen sortgesührt. In Wi-n war das Flußbett zwischen l^und 10 Ubr Vormittags wie eine Schwemme ganz mit Balken, Bäumen unb Scheitern anae^üllt Man behauptet, baß bas Hochwasser ber Wien feit vielen Jahren Sdhf fo ftarl® aeroefen fei. Es reichte in Wien bis an die Wölbung ber ftemewen 9Mden * 4n Pukersborf sollen mehrere Menschen ertrunken sein. - Auch bie Donau m m,e aus Krems telegraphisch gemelbet wirb, stark angeschwollen unb aus 3>/r Meter über bem^Normal- gestiegenDie Auen um Krems finb bereits überschwemmt- Das Matter steigt im Wiener Donaucanal unb im Donaustrom fortwährenb, wenn auch ^nasam Vorsichtsmaßregeln sinb getroffen- Abends hielt bie Commission tm Statt- balterUgebäube eine Berathung. Wie au§ Hietzing telegraphnt wirb, smb an ber Schönb?unnerbrücke um 8 Uhr Morgens zwei Manner, welch-: bie uorbeitrobenben ter aufzufangen versuchten, ertrunken. Aus Kremsrer w^d^er„N. Fr- Hr. gemeldet' Vorgestern Abend gmg ein furchtbarer Wolkenbruch über Frerstadtl, Bystrltz am Hostenn und Meseritsch nieder. Die neuerbaute steinerne Brücke über die Rufiowa ms der Straße von Holleschan nach Perau ist eingestürzt Achtzehn Personen stnb ertrunken unb bie Leichen unter ben Trümmern ber Brücke begraben. Em Gensbarm bat sich aus bent Wasser gerettet. An hunbert Perlonen standen auf der Brücke, al ein Pfeiler derselben brach unb bie Wölbung einftürjte. Auf einer Strecke von mehr alei wns Stunden Wegs ist Alles unter Wasser, bie Fruchte smb vernichtet unb ber Silben enorm - Aus Ischl wirb gemelbet, baß burch bie bertigen Regengulse ber Zkmm ber Rubolphbahn zwffchen Ischl und' ber Station Weißenbach unterwa chen würbe unb ber Verkehr eingestellt werben mußte. Der Separatzug bem Fürsten von Rumänien nahm ben Umweg Über Amstetten. Die Sophien- unb FW-Karl- Nromenade sind unter Wasser, ebenso em Theil des Stephaniequais. yie i ^mmunication von Alt-Aussee nach Markt-Assee ist unterbrochen, da bie macht g anaefchwollene Traun die Straße mehrfach überfluthet. Von allen Seiten sturzen aus den sonst trockenen Rinnsalen reißende Gießbäche herab; Alles eilt über See zur ganz überklutb et e n See wiese, wo sehr selten erscheinende, regelmäßig nur^wenige Stunden LA mächtige Wassersälle' sogenannt'- Lügen, aus ber kahlen Bergwanb heraus- ftiiripn Der Reaen. wenn auch geringer, dauert fort. — Heute Rächt stno IN ganz Obelöefterreid) neue Wolkenbrüche mebergegangen. Alle Flnsse unb Bache stnb aus- c^nft fpin Qrt Ober-Oesterreichs verschont. Der Postverkeyr i|t unterbrochen. Ried ist unter Wasser gesetzt, die Umgebung ist stark verwüstet, Brucken und ß auf er wurden demolirt- Die Audorfer Eisenbahnbrücke ist weggerissen, v^rkebr fft deßhalb ganz eingestellt. Steyr ist ebenfalls bedroht. D.e dortige Wasten- fabrik sistirte alle Arbeiten. Die Donau war um 7 Uhr Abends m Unz noch immer steigend. Der Regen dauert fort Die Situation ist trostlos. '*8 stich,r «Jj ^"«'-d-8st«ich,u ~tl nnl^nftn unb L Gauen 2 ■Mn** >D°i t» 1« tn -00 M. liulblj, unb im ,r Düsrtz »uibe dem an der Sache in. Die bar- wenn möglich, doch trm Herrn die Rechnung «w lhut mir leib, heute ««', io lautete der Be- r cvrgestern Sbend nahm n un Besitz eines guten w inw Mutter zu tele- nüch'. Nunmehr erfolgte ldmathet und Dairr eines la zur Bittai gewordene «m, lebe aber schon fünf pft- Was für einen Bogel lD. Z.) >ck'chm Blatte geschrieben, und Mädchen, Mücke sich «8 Kloster gebracht worden daß die sogenannten ns in vertraulicher Weise Antworten auf die Fragen . Lugust und 8. September starb >m Hamburger'schen ackr, die Wiltae Formetta erblindet, war die Ber- bu tm faifnlifrn Maje- ^abrt alt gtinrbm, tyit ie alt, sich vermählt, war tat noch 31 Jahre gelebt, vor nicht langer Zeit tm t. tzrn dortiger Geschästs- ; ein« böhmischen Landstadt El von der Post zmck ;m Ä., welch« M nr io rlötzliches Lnschtden Briefes tm W1* aelangtt das Schreibe .. tn Unbesteübarkeil des : Noch mm« todt. Pclueibnicht dn i$6& ’ÄI« *6a,oafi'1 3x_t Qtfl “ • Der Kauf- Ääi*** % J : 1" «ustralien w S? i - er« 3n '2ieH^t’(Sn ..-t t« > n« sein", i cciTTt hat' ^nahrUtiS (is grbetti" - bei S^h glri^ MZK ; ’ ,-n 6" “ N h» P« H cLiinfl von ' r- >,«jnl !: Die technische Hochschule zu Darmstadt, welche Fachschulen für das Studium der Architectur, der Jngenieurwissenschaften, des Maschinenbaues, der Chemie, sowie für Mathematik und Naturwissenschaften besitzt, beginnt die Vorlesungen des Winter-Semesters am 13. Oct ob er. Die Anstalt gewährt auch für andere Zweige der Technik als die erwähnten, sowie für Fabrikanten, Kunst- und Gewerbtreibende, Pharmaceuten, Geometer und Lehrer des Zeichnens, Gelegenheit zu entsprechender Ausbildung. LarrdwirthschaftlicheS. Einfluß des Futters auf die Güte des Schweinefleisches. An verschiedenen Orten Englands wurden hierüber eingehende Untersuchungen angestellt Yorkshire-Schweine, welche von Anfang der Mast bis zum Schlachten vorzugsweise mit Milch — oder Molkereiabfällen — gefüttert wurden, lieferten das bestschmeckende, sehr zartfaserige Fleisch und kamen in verhältnißmäßig kurzer Mastzeit zu den höchsten Schlachtgewichten. Nächst diesen kamen die mit Gerste gefütterten Thiere derselben Race zu hohen Gewichten und lieferten ebenfalls sehr schmackhaftes, feinfaseriges Fleisch. Auch die mit gleich viel Hafer und Erbsen gemästeten Schweine lieferten ein gutes Fleisch mit etwas stärkerer Faser und gutem festem Speck, dabel tm Verhältmß zum Gewicht des werthvollen Fleisches und des Speckes nur geringe Mengen Abfälle. Ausschließlich mit Mais ernährte Schweine gaben weichliches Muskelfleisch und ebensolches Fett, kamen jedoch zu bedeutend hohen Schlachtgewichten. Ausschließlich mit Kartoffeln gefütterte Thiere lieferten schwammiges, leichtes, unschmackhaftes Fleisch, das beim Kochen stark zusammenfiel. Vorzugsweise mit grünem Rothklee gefütterte Schweine gaben eigenthümlich gelbes unschmackhaftes Fleisch. Bei starker Fütttruna nut Oel- kuchen und Leinsamen neben Gerstenschrot bildete sich loses fettiges Fleisch nut starkem, höchst unangenehmem Beigeschmack. Die nur mit Bohnen gemästeten Thiere lieferten festes, schwer verdauliches Fleisch von nicht besonders angenehmem Geschmack. Eichelmast lieferte keine günstigen Resultate und Fleisch vor' unangenehmem Geschmack. (Biedermann s Centralbl., 1879, Bd. 2, S- 712.) Reisekoffer in großer Auswahl bei ^5465 Karl Noll, Sattler, Raplansgasse. 4616) Eine Parthie zurückgesetzte leinene Kragen von 20 4 an das Stück, sowie bunte Hemden verkauft, um damit zu räumen, zu sehr billigen Preise ■ H. Rübsamen. Extras. Champagnereffkg, Extras. Wein-Essig empstehlr (5468 Emil Fischbach, 5341) Montag, Mittwoch und Freitag von 9 Uhr an frischen Zw iebel- knch en. Heinrich Faee, Ludwigsplatz. MIKM «ÜB« Neue Häringe, per Stück 10 Pfg., 1 Neue Essiggurken, bei C. Roth, Neue Bäue. 5054) (Sin Wohnhaus mit Hinterhaus und Garten in sehr guter Lage ^reiswür- dtg zu verkaufen. Näheres ___________________Flügelsgasse A. 87. Neues la. Grüukoru eingetroffen. (5437 H. F. Nassauer, ____________B. 114 am Kreuz 8. 114. Zum Einmachen empfehle: Extras. Weinessig, sowie sämmtliche Gewürze. H. F. 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Russische Imperiales Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . JL H. 16 19-23 16 18-22 20 38-42 16 70-75 16 65 9 53-58 4 18-21 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen.