sichten — schreibt Herr Most —, uns Einigkeit mit Jenen zumuthen, heißt von uns Verrath an der Sache, heißt ein Verbrechen fordern, das wir uns nicht zu Schulden kommen lasten wollen. Nichts wird zurückgenommen, keine Aenderung tritt ein." Angesichts solcher Thatsachen scheint dem „Social- demokrat" die Möglichkeit einer Sinnesänderung Most's bezw. der „Freiheit" so gut wie ausgeschlossen, was das Organ der deutschen Socialdemokratte begreiflicherweise im Partei-Interesse lebhaft bedauert. Zum näheren Ver- ständniß führe ich noch an, daß zu Pfingsten in Zürich ein Rendezvous mit Herrn Most stattgefunden hat, wobei sich circa 150 Parteigänger etngefunden hatten. Man „verständigte" sich und Alles verlief in schönster Eintracht, man glaubte, der „Compromiß" zwischen den entgegengesetzten Richtungen sei geschloffen; und nun ist der Gegensatz schärfer ausgeprägt, der Kampf hitziger a!L vorder und mit der „Solidarität der Interessen" ist's urplötzlich vorbei. Der ganze Streit ist übrigens sehr Lehrreich, wie eS immer interessant und lehrreich ist, hinter die Coullfsen einer Partei zu blicken; man mag eine ungefähre Ahnung bekommen, wie es in dem Lande zugehen würde, in welchem die soctaldemokratische Partei die Oberhand erhielte. — Zu der Behauptung von dem conservativen Zug, der angeblich durch das Land gehen soll, liefern die jüngsten Ersatzwahlen sowohl zum Reichstag als zum preußischen Abgeordnetenvause nicht gerade Beweise. Wir erinnern nur an die Reichstagswahlen in Tübingen und Kaffel und an die Landtagswahl in Goldap. Noch deutlicher aber wird der Rückgang der conservativen Bewegung illustrirt durch die jüngste Retchstagswahl in dem badischen Wahl- krelse Pforzhetm-Durlach'Gernsbach, wo für den verstorbenen deutsch-conserva- tiven Abg. Katz eine Ersatzwahl zu vollziehen war. Der Wahlkreis gehörte zwei Legislaturperioden lang der conservativen Partei an und konnte als deren festester Sitz in Baden bezeichnet werden. Als Candidat der Conservativen war der bekannte Oberkirchenrath Mülhäuser aufgestellt, das Haupt der badischen Orthodoxie und einer der hervorragendsten und in seinen Kreisen popu- lärsten Vertreter der Partei. Sein Sieg wurde als fast unzweifelhaft betrachtet und von liberaler Seite scheint wenig genug geschehen zu sein, um dieser Candidatur entgegenzuarbetten. Gleichwohl sind aus den erst zu später Stunde aufgestellten nationalliberalen Bewerber, Holzhändler Klumpp in Gernsbach 5965, auf den conservativen Gegen-Candtdaten nur 3846, auf einen demokratischen Candidaten 1830 und auf einen Soctaldemokraten ein paar Hundert Stimmen gefallen. Es ist eine Stichwahl nöthtg, in welcher aller Voraussicht nach, der nationalltberale Candidat den Sieg davon tragen muß. Die nationalltberale Partei, die bet den letzten allgemeinen Reichstags- wahlen in Baden erhebliche Einbußen erlitt, kann sich zu dieser Wiedererwerbung eines lange verlorenen Wahlkreises Glück wünschen. — Der Reichstagsabgeordnete Haffelmann — so schreibt die „Dresd. Abend-Ztg." — welcher bekanntlich mit seinen Fractionsgenoffen zerfallen ist, sucht sich nun an seinen früheren Parteigenoffen zu rächen, indem er in seinem Blatte die Reichstagsabgeordneten Bebel, Liebknecht und Auer, sowie die Herren Garve und Derrosst denuncirt, Gelder für die Berliner Ausgewiesenen gesammelt zu haben. Zu gleicher Zett fordert er „tu aller Freundschaft" die Genannten aus, öffentliche Abrechnung über die bei ihnen etngegangenen Gelder zu liefern. — Die seit Jahren für die deutsche Armee zur Lösung ausstehende Frage einer verbefferten Fußbekleidung der Truppen wird nunmehr als allseitig entschieden bezeichnet. Die gesammten deutschen Fußtruppen sollen nach den betr. Mitthetlungen zu den langschäfttgen Stieseln mit einer Schastlänge von 29—32cm, für welche die Entscheidung schon vor längerer Zeit erfolgt war, als AuShülse im Quartier rc. noch kurzschäfttge Stiefel erhalten, welche zu- gleich für den Nothfall auf kurze Zeit die langschäfttgen Stiefel zu ersetzen geeignet sein werden. Diese letzteren besitzen Doppelsohlen, die zur noch erhöhten Dauerhaftigkeit auf der Sohlenfläche mit verzinkten eisernen Stiften versehen sind. Die Fußbekleidung der Kavallerie, rettenden Artillerie rc. soll sich als nach allen Beziehungen entsprechend ausgewtesen haben. England. London, 17. Juni. Eine Depesche deS Botschafters Layard vom 27. April constatirt eine gewiffe Gereiztheit des Sultans gegen England. Die str. 1£L Erstes Blatr. Sonntag den 20. Juni 1880, Meßener Mnmger lisch© (4M enlogts per 15. Juli kber, MMraße, 5 möblims Zimmer Sellttsweg 10. f meines Hauses ist icich beziehbar. E-il Pistor. #n|dgtn. ijn einen anständigem en Zeugnissen gesucht. d. d. U 1288 Astr. aus der chönem Gras zu oer- H. M. Iughard. SealhtMg. rickastliche und Ml- ■ und zu ganz solidem >ei itt, Echoor D. U5. Llqulur- und Spin- WA, Md namentlich Seiten an die dnger Pierdeknecht auf ^LcTribus^ n gesucht: t Doliere) 5- Sue»i • Vermischtes. — lieber die bereits telegraphisch angezeigten Verwüstungen, welche das Unwetter in der sächsischen Oberlausitz angerichtet hat, berichtet das „Dresdener Journal": Zittau, 15. Juni, früh 7 Uhr 22 Min. wolkenbruchartig« Regengüsse im Mandau- und im Neisiegebiet verursachten gestern Nachmittag große Ueberschwemmungen. Am schlimmsten betroffen scheinen: Nieder- und Mitteloderwitz (6 Menschen verunglückt, 7 Häuser ganz weggerissen, über 100 Häuser beschädigt), die Zittauer Vorstadt, Hirschfelde (das Wohnhaus der MüLer'schen Fabrik ist halb weggerisicn), Reichenau (1 Haus weggerissen). Der an Brücken, Wegen, Feldern und Gärten angerichtete Schaden ist ungeheuer; die Commumeatton ist nach allen Setten unterbrochen. Noch gestern wurde von hier ein Militärkommando nach Htrschfelde, diese Nacht ein solches nach Oderwitz abgesendet. — Hirschfelde, 14. Juni. Vierstündiger ununterbrochener Lokales. Gießen, 19. Juni. In der am 15. und 16. d. Mts. stattgefundenen öffentlichen Sitzungen des Provinzialausschusies ergingen, nachdem einige Gegenstände durch Anzeige ihrer Erledigung Seitens der Parteien ausfielen, folgenve Entscheivungen: 1. Die Reelamation des Johannes Schneider zu Reichlos gegen das Heberegister des Schweinehirtenlohnes betreffend wurde erkannt, daß der ergriffene Recurs als formell unzulässig zu verwerfen und Reeurrent in die Kosten des Verfahrens dieser Instanz zu verurthctlen sei. 2. In Sachen des Ortsarmenverbandes Ortenberg gegen dm Ortsannenvcrbanb Selters wurde der Beklagte verurtheilt, dem Kläger die eingeklagten 96,74 JL zu ersetzen, tote Kosten des Verfahrens zu tragen, sowie den Aversionalbetrag von 10 X an die Provinzialkaffe zu bezahlen. 3. In Sachen des Ortsarmenverbandes Hanau gegen den Ortsarmenverband Nreber- Erlenbach wurde die Klage als unbegründet zurückgewiesen und der Kläger in die Kosten des Verfahrens und einen Aversionalbetrag von 20 JL verurtheilt. 4. In Sachen des Ortsarmenverbandes Queck gegen den Or^sarmenverdand Stock- Hausen wurde die Klage als unbegründet abgewiesen, Kläger in die Kosten des Verfahrens, sowie zur Zahlung eines Aversionalbetrages von 20 JL in die Provinzialkaffe verurtheilt. 5. In Sachen des Ortsarmenverbandes Gelnhaar gegen den Ortsarmenverband Con- radsdorf wurde Beklagter zur Zahlung der eingeklagten 85,60 nebst 5 °/0 Zinsen vom Tage der Klage an, Tragung der Kosten deS Verfahrens und in einen Aversionalbetrag von 20 JL verurtheilt 6. In Sachen des Ortsarmenverbandes Pfordt gegen den Ortsarmenverband U'llers- Hausen wurde die Klage für begründet erkannt und Beklagter verurtheilt, dem Kläger die ein- geklagten JL 23,30 zu ersetzen, die Kosten des Verfahrens zu tragen und einen Aversionalbetrag von 20 jü an die Provinztalkaffe zu bezahlen. 7. In Sachen des Ortsarmenverbandes Caffel gegen den Landarmenverband Gießen wurde behufs Vervollständigung des Beweismaterials die Ladung von Zeugen und Sachverständigen für nöthig erachtet und deßhalb die Verhandlung ausgesetzt. Gießen, 19. Juni. Am 13. d. M. wurden einem Manne zu Hungen aus seinem Wohnzimmer 490 JL und zwar bestehend aus 24 20.^L-Stücken und 1 10 Stück, welches Geld sich in einer Commodeschublade befand, gestohlen. Ob ein Fremder hier den Diebstahl verübt oder Näherstehende sich an demselben betheiligt haben, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. __ Es Will richtete Grün» Großherzogin worden ist. Die Be in diesem Lok, Mer in Tre fe von Letzter treffenden Feh , Zugleich Hes vom 21. treffend, di- nsordrM dem zchändts unterzeichnete , MUen d uch des Veßt ffreälichen Fr Ortsgmchisv etwaigen Gea ist, V* JrtW w Ntn st, Machen. sie Besitzer eine Nach f Mn °en Mn j 5ei dem Bis ^och eine m unterzeichne , Die u 1880 n Ti-j Brüffel, 18. Juni. Di- „Jndep. Selfie" will wissen, in Folge d-s Resultats der iünfisten Wahlen werde sich der belgische Episkopat dem neuen Schulgesetze unterwerfen und an dem im August stattfindenden Nationalfeste ^heiligen Der Vatikan mache in diesem Sinne seinen Einfluß geltend um zugleich auch der Aushebung der belgischen Gesandtschaft beim päpstliche» Stuhle vor^eugen.^, ^genee rufle" erklärt ihrerseits, die Antwort der Pforte auf die Noten der Eongreßmächte spreche keine Protestatio» gegen die Entscheidung der Conserenz aus, hebe vielmehr den Unterschied zwischen Mediation und Schiedsgericht hervor. Paris, 18. Juni. Deputirtenkammer. Der Kriegsminister legt den Gesetzentwurf über die Armeeverwaltung vor, welcher der Commission über- wiesen wird. Bet Beraihung des Budgets des Auswärtigen ersucht Louis Levrand um Aufschlüsie über Frankreichs auswärtige Beziehungen. Er wünsche die Ausdehnung des christlichen Einflusses im Orient für den Hall des Auf- Hörens der ottomanischen Herrschaft. Er wünsche auch Frankreichs Action bezüglich Montenegros, Serbiens, Rumäniens und der Libanon ander. Redner beglückwünscht die Regierung für ihr Eintreten zu Gunsten Griechenlands und constatirt schließlich, daß Frankreichs Politik aus der bisherigen Zuruckhaltung herausgetreten sei; Frankreich müsse aber zugleichbewnnenvorfiehen und aus seinen gemüthlicken Erinnerungen das Recht herleiten, an sich selbst zu denken. De la Fofie verlangt Ausklämngen über die Hartmann sche Angelegenheit und macht der Regierung de» Vorwurf, sich in der griechischen Frage allzuweit enaaairt zu haben. Er fragt ferner, welches die Sanktion der Vermittlung der Mächte sein werde. Frehcinet erinnert an die vielfach bereits dem Parlamente gemachten diplomatischen Mitthetlungen. D-r Fall Hartman» habe keineswegs die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland beeinträchtifit. Di- firiechische Frag- anlangend, könne man versichert sein, daß die französische Politik mit derjenigen Vorsicht geleitet werde, deren man sich niemals entäußern dürfe, aber auch mit der Würde, welche einem großen Lande zukomme. (Beifall.) Der Antrag Raspail auf Aushebung der Botschaft beim Vatikan wird verworsen; ebenso ein anderer Antrag Raspail's wegen Herab- setzuna der Besoldung der Botschaster. In Beantwortung einer Anfrage Marion's erklärt Freycinet: Die Unterhandlungen wegen Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen mit Mexiko nehmen guten Fortgang. Das Budget des Auswärtigen wird in seiner G-iammtb-it angenommen " Berlin 18 ^uni. Abgeordnetenhaus. Zweite Lesung der kirch-npolitisch-n Vor- laae Nachdem Referent Grimm über die zu dem Gesetzentwurf eingegangenen P-U- tionen berichtet wird die Rednerliste s-stgest-llt; es send neun Redner für und acht t'0"" MrtiM 1 'mraemelbet. Reichensperger (Olpe) bestreitet, dass es der Regierung Ernst init^der Vorlage se! und daß sie wirklich derselben so große Wichtigkeit bcilcse, wie sic behaupte Das zeige die Haltung der Liberalen und Freieonscrvatwen. Die Centrumspartei wünsche den Katholiken sehr die Erleichterungen, welche die Vorlage enthalt" aber die Bedenken, welche die Diktatur der Regierung errege, mutzten zur Ablehnmig^der^Vorlage^draiigen. fid) (p geacll das sogen. Eulturexamen erttärt dessen Beseitigung er für dringend geboten halt — v. Krocher will Nicht MI Romen seiner Partei sprechen; er wünsche die unveränderte Annahme d-r Regi-rungs- S,e und würde nur insoweit Amendements zulassen, als es erforderlich lcheme, um dst Annahme des Gesetzes zu sichern. - Gneist bemerkt: er spreche nicht im Namen s-in-r^art^ welche ernste Bedenken hege, ob und wie weit fie der Regierung entgegen ».mm« »Ännf obne die Würde des Staates zu verletzen. Der Kampt sei entstanden du7ch den Md^rstand der »>rche gegen die Anzeigeverpflichtung. Wenn der Staat ipfaf ga entaeaenfommenb zeige, so erkenne er an, der schuldige -^heil gewesen zu sein. And-rers sts könne derselbe obgleich in seinem guten Recht, mcht gleichgültig bleiben aeaen b e Uebemanbe, welche der Kampf hervorgerufen könne mcht d.e Verantwortung üb-rn-b n-n für die Verwilderung der Sitten und die Irreligiosität, welcye durch die Verwaisung der Pfarreien entstanden. Der Angelpunkt des ganzen Streites sei und bl-sbe di- ^rog- hat die Kirche das Recht und die Pflicht, die Anzeige dem Staate zu n Sin rtiT sei abfolut falsch, wenn behauptet werde, es sei eine erhebliche Con- c-ssion°d-r Kirche wenn sie sich zu dieser Anzeige verstehen wolle. Uniweiselhaft habe der Staat das Rcht, von den Geistlichen dasselbe zu fordern, was er von anderen Beamten sord-i- Nicht die Anzeige an sich, sondern dreFo gen d.e sich daran knüpfen könmn seien die Ursache des Widerstandes. Aber die Anzeige hatte nut dem etwaigen Einfvruch der Negierung ober des kirchlichen Gerichtshofes nichts gemein. sek deß- balb das Verhalten der römischen Kirche der schlagendste Beweis, daß es sich hier nicht iÄinnbenssacben bandele. Was sich heute Preußen bieten laßt, bieten lauen soll, {JX sich^keür einziger noch so Heiner beutfd?er 2)uobeaftaat gefallen laffen. ®er 2Biber= swnd unb d?r ganze Kampf sei ungerechtfertigt, btßhalb habe sich bie Kirche unb bas katholische Volk bie tromigen Folgen selbst zuzuschrelben unb dürfe von keinem Mar- tnnum reden Mit Art. 1 sei er einverstanden, da er von der Nothwendigkelt gefordert sei u7d weil mit demselben Niemand mehr glauben werde, daß der S aat d.e Kirche Lfnmnfe und den Glauben unterdrücke, wenn das Centrum den Artikel ablehne. Er und ftine Freunde würden für das Gesetz stimmen, wenn die Artikel 4 und 9 entfernt Bericht- d-r Couful» b-w-if-n, daß sich das türkisch- R-Ich noch niemals in rintm so d-sorganiflrte» und kritische» Zustande befunden hat wie gegenwärtig. Der Sultan soll auf di- Vorstellungen L'yard's stets mit Versprechungen ge- antwortet, aber nichts erfüllt habe». Di- Politik des Sultans und feiner Ratbaeber bestehe q-fienwärtig darin, ohne Europa zu handel», ihm Trotz zu «SJ - Eine Depesche Grauville's an d-n Botschafter Göschen setzt diesen von einer Mittheilung Layard's in K-nntniß, daß der Sultan beabsichtige, das Parlament nach Konstantinopel einzuberusen. aufrechtzuerhalten; deßhalb bitte er um Aufnahme der von ihm und seinen Freunden in diesem Sinne gestellten Anträge. — Hierauf wird die Discussisn über Artikel 1 geschlossen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Stengel zu Artikel 1 angenommen, sodann aber Art. 1 der Regierungsvorlage in der diesem Anträge entsprechenden Fassung mit 206 gegen 180 Stimmen abgelehnt. — Nächste Sitzung morgen. London, 18. Juni, Abends. Unterhaus. Auf eine Anfrage Bartlett's erftärt Gladstone, die Regierung habe niemals eine Erklärung betreffs Erzwingung der Durchführung einer Bestimmung des Berliner Vertrags abgegeben. Unzweifelhaft bestehe die Absicht, mit völliger Unparteilichkeit gegenüber der Türkei und Rußland, Moha- medanern und Christen zu verfahren. Er habe bis jetzt nichts von Verletzung des Vertrages gehört, auch nicht, daß Batum nicht als Freihafen eingerichtet werde. Fest- zuhalten sei die Ausführung des Berliner Vertrags dem Buchstaben und Geiste noch. Die Schleifung von Festungen sei eine kostspielige und Zeit erfordernde Sache, aber er gebe zu, daß die betreffenden Bestimmungen getreu und vollständig zur Ausführung kommen sollten. Falls Bulgarien unb Ostrumelien in ungehöriger Weise ber Rückkehr von Flüchtlingen entgegentreten sollten, sei es Pflicht ber britischen Regierung, sich möglichst für beren Schutz zu bemühen. — Auf eine Anfrage Cowen's erwiberte Gladstone: selbstverständlich muß auf Nationalität und alle anderen Verhältnisse in der albanesischen Frage ebenso wie bei anderen Ländern Rücksicht genommen werden. — „Times" erfährt, Oesterreich werbe keine Schwierigkeiten betreffs Ab» tretung von Dulcigno an Montenegro erheben, wenn die Anforderungen des Art. 29 des Berliner Vertrages, welcher Oesterreich eine gewiss? Controle über Montenegro und das Littorale von Antivart einräumt, auf Dulcigno ausgedehnt würden. Madrid, 18. Juni. Das Journal „Liberal" veröffentlicht ein Rundschreiben des Justizmintsters, welches die Präfekten benachrichtigt, daß die Regierung keiner aus Frankreich ausgewiesenen Reltgionsgesellschaft gestatten würde, sich an der Grenze oder ohne vorherige Erlaubniß anderswo tut Lande niederzulaffen. Berlin, 18. Juni, Abends. Morgen 11 Ubr findet Sitzung der Con- serenz-Deleqirten und um 3 Uhr Sitzung der Bevollmächtigten statt. Wien, 19. Juni. Zu Ehren des Großherzogs von Hessen hat gestern Nachmittag in Laxenburg eine Spazierfahrt durch den Schloßpark stattgefun- den, au welcher außer dem Kaiser und dem Großherzog, die obersten Hofchargen, die General-Adjutanten v. Mordel und v. Beck und die Suite des Großherzoqs theilnahmen. Es folgte hierauf eine dreiviertelstündige Waffer- fahrt auf dem Laxenburger Teiche und Abends um 8 Uhr die Abfahrt nach Wien. Nom, 18. Juni. Die Demission Crispi's wird bestätigt. — Der Botschafter Graf Corti kehrt demnächst nach Konstantinopel zurück. MoSkau, 18. Juni. Die Enthüllung deS Pufchkin-Denkmals fand heute in feierlicher Weise statt. Nach dem Gottesdienste im Strostnot-Kloster, wo der Metropolit eine Ansprache hielt, begaben sich die Comtte-Mitglteder, die Behörden der Stadt, viele Gelehrte und verschiedene Deputationen nach dem Denkmal. Das Comite-Mitglied Staarssecretär Korntloff verlas daselbst die Urkunde betreffs Uebergabe des Denkmals au die städtische Verwaltung, sodann erfolgte unter großem Jubel des zahlreich anwesenden Publikums die Enthüllung des Denkmals. Abends war Illumination. Grundlage zu sichern. Stroßer spricht für bie Vorlage im Sinne ber Anträge ber Conservativen. Brüel beantragt, bem Artikel 1 eine Fassung zu geben, wonach das für Bekleibung geistlicher Aemter erforberliche sog. Culturexamen auf gehoben wirb unb ber Cultus- minister befugt ist, von ben übrigen gesetzlichen Erfordernissen zu bispensiren, auch aus- länbischen Geistlichen bie Ausübung geistlicher Aemter zu gestatten; die Grundsätze, wonach dies zu geschehen habe, soll das Staatsministerium mit königlicher Genehmigung feststellen. Bruel erklärt: Auch ihm sei der Fortfall des Culturexamens bas Wichtigste; so lange bieses bestehe, könne an Frieben nicht gebacht werben, weil es die Grundlage für denselben vernichte. — Schmidt (Sagan) betont zunächst, daß die srei- conservative Fraction in allen Lagen vollkommen unabhängig und selbstständig gehandelt habe. Die Anzeigepflicht und Unterwerfung unter die Staatsgesetze seien conditio sine qua non für den zu erstrebenden Frieden; darüber seien alle Parteien außer dem Centrum einig, daß nur von dieser Basis aus die Verständigung gesucht werden könne. Ebenso wünsche er die Bestimmung über die ausländischen Geistlichen brücke ih» Qbei Ä* ä*y*. Ls chS SÄ D-r Eultusminister roenbet sich gegen die Ausführungen der Vorredner, welche sich aeaen das Gesetz aussprachen. Da die Commissionsberathungen pro mhilo ge- welen Ns-nn- es sich nur um die Regierungsvorlage handeln. Die Ansicht, datz die finitnnn einer Partei zeige, wie wenig ber Regierung an ber Vorlage liege, sei voll- ^änblg^unbegrunbet. * SDie Regierung gehe solibarisch vor in Erfüllung ihrer Pflicht aeaen bas Vaterlanb, ohne sich im Geringsten von den Parteien irgendwie beem- ffin au lassen. Die Vorlage sei ferne halbe unb keine ganze Umkehr, sonbern wolle ein in Jnb allein bem Volke ben Frieben wiebergeben. Die Vorlage )ei keineswegs neeinnet kaenbiuie au corrumpiren ober zu hinterlistigen Zwecken benutzt zu werben; «e fnn/'in wvalster Weise ausgeführt werben. Gneist habe so trefflich für bie Vorlage hir da , kaum etwas hinzuzusügen fei. Das C-Ntrum hab- stets den Fehler be- ™r ' m den Maigesetzen ein/Verfolgung d-r katholischen Kirche zu sehen. Das sei nnmbfalid) Württemberg bestehe Friede nut d-r Kirche, obschon dort dieselben Grundfötze gelten wie in an,-reu Maigesetzen. Das Amendement Bruel, wie all- von dem Cem rum -ingebracht-n, welche die Aufhebung der Mmg-s-tz- wollen, seien unannehmbar. „Wir haben überbaupt gar mcht MI.dem C-ntrum, sondern mtt unserer katbolischen Bevölkerung zu Ihun, d-r wir gern helfen mochten. Es ,st nicht ncht.g, das, wir das C-Ntrun, °-rnicht-n wollen; >°,r hoffen allerdmgs, dass es allmal.g verduften" w-rde. Sie sagen ja selbst, nur sollten den Culturkamps s°rtschaff-n. Das soll di- Vorlage bewirken; ob und wie weit das gelingen wird, bleibt ab- zuwartm. usminister fährt fort Das Amendement v. Baudemer u Gen. weiche in 4 Punkten von d-r Vorlage ab, doch ließe sich darüber -'Ne Verständigung herbei- Si-ß-N' HM 0-85. N’ 9-10 L, «-!- » 1 Citu 26 L, Ta» U 1.00-1.80, ;u u 200-0.00, ji tto * RmW'cb 3°'5t Kirschm per PfM bie Chemie im B- der «nnehmlichkeii atboten, so war d« Für die vortheilhi wenig odn gar n B^mih eine Pf Pflanzen nöthigen in derjentgtn Verb ^llfgenommert wer! wird daher durch mieden. Der Ge allen Blumenfrru Auszug sui a 31. 37, 38. 39. 40. 41. 34. Völker, Geheimerath. 35. Vogl, Heinrich, Rentner. Beck, Major. Buff, Dr., Hofgerichlspräsident. Fischer, Ludwig, Güter-Dorstehrr. Fresenius, Polizeicommiffär. Hahn, Postconducteur i. P. Hainebach, Dr., Professor. Harnack, Dr., Proseffor. Heil, Carl, Wirth. Heinemann, Buchhändler. Heffe, Dr., Professor. Jung, Philipp, Lehrer. Kauffmann, Eugen, Fabrikant. Keil, Daniel, Rentner. 4156) Sense«, Sicheln, Wetz steine empfiehlt Willi. Seibert, Marktstraße. 16. Leng, Wilh., Rentner. 17. Lindenftruth, Wilh., Fuhrmann. 18. Lips, Carl, Mitprediger. 19. Löber, Ludw., Schuhmacher. 20. Lohmann, Werkführer. 21. von Matbom, Oberförster i. P. vorbringen kann. Dr. Naumann, Pfarrer. ZiM btr Conen Gatt Hessen hat gestern lostpark stattgefun- die obersten Hos- die Suite des dftünbiflt ßafftt' tür die Kfa-rt Mgt. - Dn lUTÜd. h*Tentmai8 fand Dtrostnol'^ioster, Lom'te-MitMn, Deputationen nach loff verlas daselbst tusche Lrrivultung, Publikums die Schiele, Dtrector. Schwall, Wilh., Kaufmann. Schmidt, Otto, Rentner. Schopbach, Christian, Schreiner. Schürer, Dr., Professor. Schwan, Carl, Wetnhändler. ui. Stade, Dr., Proseffor. 32. Stamm, Gymnasiallehrer. 33. Stammler, Dr., Lasrdger.'Director. 28. 29. 30. Gestorbene. Juni. 11. Henriette Karoltne Wilhelmine Draudt, geb. Pabst, 57 I. alt, Wittwe des Pfarrers Christoph L-anhard H-tnri-h August Dr°u°i. 13. Schneide- August SB«», 24 3. alt. 14. Weichensteller Peter Hudeler, 71 I. alt. 14 Mexger Julius M°lk°m-sm«, 42 I. alt. 15. Karl, 4 I. alt, Sohn des Schneidermeisters Carl Loth. 16. Arbeiter Valentin Fröhlich, 44 I. alt, von Pappenbausen. 18. Ein todtgeb. Sohn von auswärts. 19. Christian 4 I alt, Sohn des Maurers Seraphin Staubach. 24. 25. 26. 27. 22. Noll, August, Bäcker. 23. Neuenhagen, Oberförster. Reuaing, Aug., Rechnungsrath. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Koch, Kd., Bauunternehmer. 15. Kullmann, Landgerichtsrath. 6er 1880 zu Ende. ’ Gtkßen, am Sun Großherzogliche« Amtsgericht Gießen. Stammler, Amtsrichter. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. , Den 15. Juni. Heinrich Kiefer, Metzgermeister dahier und Anna Marie PhMPPme Lang, des verst. Wirths Christian Lang dahier ehel. Tochter. Geraufte. n »<- • Den 11. Juni. Dem Stations-Aufseher Gustav Landmann em Sohn, August Theodor, geb. Iuyj. Dem Schuhmacher Heinrich Hornfeck eine Tochter, Katharine Elisabeth ®mma Uelben.^Dem öchmwer Georg Wilhelm Lotz ein Sohn, Carl Heinrich Philipp, 0/r Uhr vom Schützenhof. Der Vorstand. RA , ft: V ii? in Aufgebot. 4183) Auf Antrag des Heinrich Kammer von Obbornhofen werden die unbekannt wo abwesenden Konrad Kammer, Johannes Kammer und Wilhelm Kammer aus Obbornhofen aufgefordert bis zum Termine Mittwoch den 4. August, Vormittags 9 Uhr, über den Antritt der Erbschaft aus der Hinterlassenschaft des zu Obborn« Hofen verstorbenen ledigen Kasper Kammer Erklärung abzugeben, wid- rigenfalls sie hiermit ausgeschlossen und die Erbmasse den übrigen hierzu Berufenen überlassen werden würde- Hungen, den 16. Juni 1880. Großherzogl. Amtsgericht Hungen. Krauß. Heugras-Versteigerung. DaS Heugras der cameral-fiscalischen Wiesen der Gemarkungen Alten-Buseck, Wieseck und Gießen kommt an folgenden Tagen zur Versteigerung: 1) in der GemarkungAlten-Buseck von 7 Hektaren Donnerstag den 24. Juni, des Morgens 9 Uhr, bei Wirth Krämer daselbst, 2) in der Gemarkung Wieseck von 41 Hektaren Freitag den 25. Juni, des Morgens 10 Uhr, bei Wirth Lenz daselbst, und 3) in der Gemarkung Gießen von 36 Hektaren an demselben Tage, des Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Leib am Philosophenwald. Der Großh. Wtesenwärter Müller zu Alten-Buseck ist bereit auf Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigerung vorzuzeigen oder nähere Auskunft darüber zu geben. Gießen, den 14. Juni 1880. Großherzogliche Oberförsterei Gießen. ____________Lang.____________ Heugras- Versteigerung. Dienstag den 22. Juni d. I., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Heugras von den Gemeindewiesen an Ort und stelle versteigert werden. Der Anfang ist in der sog. Leimen- kaul am Weg nach Großen-Buseck. Altcn-Buseck, am 17. Juni 1880. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 4167) Wagenbach.________ Grasverfleigerungen. 4165) Die diesjährige Heu- und Grummetgras - Erndte auf den zum Flensunger Hofgut gehörigen Wiesen, soll am Montag den 28. ds. Mts. und auf den zum Wetterfelder Hofgut gehörenden Wiesen am Dienstag den 29. ds. MtS., jedesmal von 9 Uhr Vormittags an, versteigert werden. Das Heugras kann vor der Versteigerung auf den Wiesen eingesehen werden. Die Versteigerung findet in Flensungen bei Wirth Reitz und in Wetterfeld bet Wirth Kre icke r statt. Laubach, am 16. Juni 1880. Gräfliche Rentkammer: _________Weber.__________ Versteinerung. Dienstag den 22. Juni d. I. Vormittags 10 Uhr, werden in dem Saale der Restauration 23 r am m eineParthie Herrenkleider, als Gazeröcke, Westen und Hosen,ssowie Knabensachen öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, 19. Juni 1880. I. A.: 4181) Friebel. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 23. Juni l. I., Nachmittags 2% Uhr, soll in dem Gemeindehaus zu Lang- Göns die Schreinerarbeit in der Kirche das., veranschl. zu Jl. 275,18, öffentlich unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord vergeben werden. Lang-Göns, den 19. Juni 1880. Großh. Bürgermeisterei Lang Göns. I. A.: 4180) Seuling. Versteigerung. Freitag den 25. ds. Monats, Nachmittags 1 Uhr, soll der alte Gemeinde -Faffel- ochs auf hiesiger Bürgermeisterei meistbietend versteigert werden. Beuern, den 18. Juni 1880. Großherzogl. Bürgermeisterei Beuern. 4196)_______Ranft.___________ Heugras -Versteigerung. 4161) Das diesjährige Heugras der Freiherrlich v. Rabenauffchen Wiesen und Gärten soll Donnerstag den 24. Juni in Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden: a) Vormittags 1/2U Uhr, von 15 Morgen in der Gemarkung Alt-Buseck, b) Mittags 12 Uhr von 2i/2 Morgen in der Gemarkung Trohe. Londorf, den 18. Juni 1880. Der Rentmeister: __________Schmidt._________ Die Heugrss-Versteigerung von 21 Loosen, mit je lJ/4 Morgen, der cameral-fiscalischen Sorauwiese in der Oberförsterei TreiS a./Lda. wird Mittwoch den 23. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, bet Wirth Walter zu Daubrtngen abgehalten. Treis a./Lda., den 18. Juni 1880. Großh. Oberförsterei Treis a./Lda. 4189)Amendt. Ieilgeöolenes. 4163) Ein schöner kräftiger Hofhund zu verkaufen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Dös Heugrus" einer Wiese am Wallbrunnen zu verkaufen. 4197)_____________Spruck, Asterweg. 4198) Schöne Dickwurzpflanzen zu haben bei______Heinrich Scvomber. Heuernte sen verpachtet 4178)__________L. Chr Rübfamen. 4170) Wasch- und Badbütten, Blu« menkübel, Zuber, Brenken, Eimer empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen Joh. Arnold, Küfermeister, Asterweg HO. Reparaturen werden rasch und gut aus- geführt._____________________________________ 4187) Ein Haus mu Hof und Lagerraum in Mitte der Stadt gelegen und sich zu jedem Geschäft eignet, ist unter günstigen Zahlungsbedingungen zu ver- kaufen. Zu erfragen in der Exp. ds. Bl. Vermietungen. 4166) Ein Zimmer mit Cabinet, möb- lirt oder unmöblirt zu vermiethen bei _____Nothenberger, Kaplansgasse. 4169) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör per 1. October zu vermiethen. ____________I. Stein, Bahnhofstraße. 4173) Ein größeres und ein kleines Logis zu vermiethen bei _______________I Mannberger. 4174) Ein gut möblirtes Stübchen zu vermiethen. Seltersweg C. 50. 4177) Em kleine- Zimmer nn einen anständigen Arbeiter zu vermiethen. _____________________Neustadt No. 35. 4191) Schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Tiefenweg 144. 4193) Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar. __Neustadt D. 61. 4190) Ein Familienlogis, 3 Zimmer u. s. w-, per 1. Juli beziehbar, zu ver- miethen._________Sonnenstraße B. 106. 4192) Ein Logis von 5 Zimmern, Küche, großer Corridor mit Magd- und Geräthkammer sofort beziehbar. G. Volk am Ludwigsplatz. Vermischte Anzeigen. 4172) In meinem Hause im Garfield (Steinstraße) ist die dritte Etage, bestehend aus 6 Zimmern. iKüche, abgeschlossenem Corridor. Bodenkammern und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und per 15. Juli beziehbar. _____W. Seuling. Lchrlingsstcllen- Gesuch. 4157) Für meinen Sohn suche eine Lehrlingsstelle, am liebsten in einem gemischten Waarengeschäfte. Weilmünster.___________E. Jung. 4179) Ein junges Bürschchen vom Lande (nicht aus nächster Nähe von Gießen) gegen Anfangs geringen, später nach Leistungen steigenden Jahrlohn, sucht Fritz Flimm, Materialist. 4171) Eine gutgelegene Zödö-Wasser- Trinkhalle zu verpachten bei H. L. Allendörfer, Gießen. Nähere Auskunft bei St. Rain, Neu- ftädter Thor.______________________________ 4118) Ein tüchtiger Pferdeknecht auf sofort gesucht von Heinzerling 85 Tribus. 4155) Unterzeichneter beehrt sich hiermit anzuzeigen, daß er die seither von Herrn Friedrich Enz betriebene Bäckerei käuflich erworben, mit dem Bemerken, die geehrten Kunden Lollars, wie auch die geehrten Bewohner der Umgegend, stets durch gute Waare und reelle Bedienung zufrieden zu stellen und bittet deßhalb um geneigten Zuspruch. Lollar, den 17. Juni 1880. Achtungsvoll ________Martin Zughard. 4188) Für ein kräftiges Mädchen von 14 Jahren suche ick eine Stelle in einem Hause außerhalb Gießens, am liebsten in einem Pfarrhause, in welchem ihm liebevolle Behandlung, aber auch ernste Zucht zu Tbeil wird. Lohn wird vorerst keiner beansprucht. x Gießen, den 18. Juni 1880. ______Gg. Schlosser, Pfarrer. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntniß, dast wir bei Uebernahme des Verschleißes des Schwalheiwer - Natur - Mineral - Mass ers durch neue Einrichtungen gezwungen sind, den Preis um 2 Pfennige per Füllung zu erhöhen. Frankfurt a. M., den 1. Mai 1880, Zchwalheimer 4182) Brunnen-Comptoir. 4132) Ein junger Mann, flink und anstellig, mit guten Zeugnissen wird als Ausläufer gesucht. Stellung dauernd. Gehalt steigend. Näheres in der Erped. d. Bl. V. Deutsches Tnrnfest in Frankfurt Turnverein. Giessen. Wir setzen die verehrlichen Mitglieder unseres Vereins hierdurch in Kenntniß, daß für diejenigen Turner, welche Freiquartier beanspruchen, Einzeichnungen in die Quartierliste zum 5. Deutschen Turnfest in Frankfurt nur noch bis zum 28. ds. Mts. stattfinden können. Mitglieder, denen die Liste innerhalb dieser Zeit durch unseren Vereinsdiener Fh. Friebel nicht sollte zugestellt worden sein, ersuchen wir, fich sofort bei unserem ersten Sprecher, Herrn Fh. IThl, melden zu wollen. 4023 ___________ Der Vorstand. PoscheVs liier Jt «He» Montag den 21. Juni: flroßes äßenb=Concert 4186) von der Regimentsmusik. Anfang V28 Uhr. --------- Entree 25 Pfg. In Louy s Bierkeller Sonntag den 20. Juni: (4162 Zwei Abschieds-Vorstellungen des allbekannten und beliebten Komikers Anton Deininger aus München. Mit ganz neuen hier noch nie gehörten komischen Couplets, Intermezzos und Scenen in dazu paffendem Costüm. Specialist auf 28 Glaspokalen. Virtuos auf dem Stiefelzieher. Erste Vorstellung Nachmittags 4 Uhr. — Entree 25 Pf. Zweite Vorstellung Abends 8 Uhr. — Entree 25 Pf. Wer lachen will, der komme! Zum Abschied neue Abwechslungen. Die besten Couplets sind per Stück 10 Pf. zu haben. Gesangverein Eintracht» Sonntag den 20 Juni, Nachmittags 2 Uhr, (4176 Ausflug nach dem Ludwigsdrunnen. Der Vorstand». 1 Zöpfe von ausgekämmten Haaren werden unter Garantie solider Arbeit billigst angefertigt von Start Gerlipp, Kirchenplatz Nr. 23- Zur gefl. Beachtung. 4149) Feine, herrschaftliche und Hötel- Wäsche wird sauber und zu ganz soliden Preisen gewaschen bei Graveur Konradt, Schoor D. 145. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage. M. Die or Msangssaal Botschafter, ess zurückgekehrt w ßmmonitn kar nicht untsomtr! menaden« oder die Frage der Mnbesprechur mfl der Besch erste Sitzung v widmet; alle y Die Re Ebene schon 1 Gambetta i unterstützt die Präsident vorft scheidung, all sammte Mtnist Widerstreben, dürfte kaum r Preße heftiger offen ein revo Tages und d nickt bekehrt. Mn, baji bit Elemente wtedr M die Deutschlan Bei den unsti auch erscheint dustrie in Un In En der englischen ville's bei de Er nahm es Friede erhalte deS deutschen Anzeichen bezi äderst günstig das Wort zu he>t zu brjch^ leistungen tnt| L Der P die Berliner ( Einsicht h ehrlich vollf . In den "Enten als ge Der Si bald der M Ö ^unal-s \ vrde StpiuJ j, fl-t, Am 30 sL m Dar» 18) enth , . l. Ut6i uausonds für k 2. Ueb