mtzers Menst! - Mmaschinen- r»« tüchtigen 1 ^Maschinen- Elchen lokal- * gegen gute bintnlagtt über? en, bat 9 Reflec- st- iZrco.-Offerten t Ännoncen-Expe-- ln*Vogler Uen egen erste Hypo- :it Reflectantm l.ch unter 352 an en lafitn. (352 3tr4 16. Dienstag den 20. Januar 1880. Meßmer Wnzeiger Ayetzr- uiö Amtsblatt fit bes Kreis Gieße«. .. —— ... 1 - -------------- " vreiS vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Nrd«rctionSdnrea«r I Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ExpeditiorrSvureau r J 1 p ___——wn— Amtlicher THeit. Nr. 1 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. d. M., enthält: (Nr. 1355.) Verordnung zur Verhütung des Zusammenstoßens der Schiffe auf See. Vom 7. Januar 1880. (Nr. 1356.) Erklärung, betreffend den Handelsvertrag zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn vom 16. Deeembcr $°m 3 (Nr^"l357Z ^^Bekanntmachung, betreffend die Fortdauer des Handelsvertrages zwischen Deutschland und Belgien. Vom 31. Decfmber^l879. ^^nntmachung, betreffend die Fortdauer des Handels- und Zollvertrages zwischen Deutschland und der Schwerz. Vom 31. December 1879. Gießen, den 20. Januar 1880. Großherzogliches Kreisamt Meßen. Dr. Boekman n._________ _____________- ation tiLer cdjenplafe ;en @la8 tankf. 8m (340 D/DÄIW ms D.e , Tu em*» Me n-, Sm ~Ät£ Mirttl nrl-nep c, ,r-n»u-d -«iei. "nsS> «J5’ m welche jtDC Srletmorten fran^ »K«8,6tn' j?,' t 46 ? srn ür.®-b,r edermissin^ c a .n.nkrankheit, iWr Mri.i ks. Ml • irrertt 11.' aratt» sS. n-"*r' Das Börsentreiben. Während man sich im deutschen Reiche an höchster Stelle bemüht, das Vertrauen auf eine friedliche Aera zu festigen, während unsere Diplomatie in Paris und St. Petersburg in entgegenkommender Weife alle auskeimenden Differenzen ausgleicht und dadurch dem wahren Bedürfniß nach Ruhe in Europa Rechnung trägt, ex.stirt eine dunkle Macht, welche fast täglich mit Senfat onsnachrichten die ruhige und vertrauensvolle Stimmung des Publikums stört und nichts unversucht läßt, um sowohl die europäische Lage als bedroht, alö auch die schwache Befferung in den deutschen Erwerbsverhält» tiffen für falsch, das Gefchäftsleben für unreell zu erklären. Diese gehüm- rißvolle Macht befindet sich nur wohl, wenn alle Verhältniffe schwankend erscheinen; heute jubelt sie über eine Friedens-Demonstration, morgen stößt sie m die Kriegsrrcmpete, heute spricht fie von einer nachhaltigen Befferung in- tustrieller Verkäst niffe, morgen sprengt sie Gerüchte über finanzielle Verlegen- Stilen großer Institute aus, heut, preist ste den socialen Frieden, morgen schleudert fie Senfationsdepeschen in die Welt hinaus, welche große Städte in Unruhe versetzen. Das ist der Charakter der sog. Börsen po ltt ik. Man kann leider nicht sagen, daß die Börsengerüchte harmlos sind. Eine einzelne Tartarenbotschast erscheint an stch lächerlich; zuweilen sind die Sensationsnachrichten halb wahnsinnig, aber in diesem Wahnsinne liegt Me- ibode. Jedes Schwindeltelegramm verfolgt irgend einen unlauteren Zweck, und, was das Schlimmste dabet 'p, dieser Zweck, irgend ein materieller Druck, sei es aus Staats-, Eisenbahn-, Bank- oder Industrie-Papiere wird erreicht. Die Wirkung tritt im Course der Effecten hervor und schädigt das private Capital gewöhnlich vollkommen in dem Maße, wie eS die mit „Mumpch" arbeitenden Börscncliquen wünschen, oft noch darüber hinaus. Trifft das Dementi ein, so erholen sich zwar die Course wieder, aber inzwischen find massenhafte Ordres des privaten Capitals effectuirt, und es Uegt auf der Hand, daß gerade dadurch Gelegenheit zu neuen Geschäften, lewer auch zu sog. „Schiebungen" und unreinlichen Mar.övern h deux mams, wie ber Franzose sagt, gegeben wird. Der Gott der Kaufleute und «Lpitzbuben aestattet ein weites Gewissen, die Börse nennt derartige Dinge Usance — es ist des Landes so der Brauch — und wenn ein strenzrechtlicher Mann auch dieses ganze Treiben nicht billigt, so kann er gegen den großen Ring, we chen die Börse bildet, mit der Stimme eines Predigers in der Wüste doch nichts dagegen thun. Die Börse lacht über moralistrende Gegner, ihr Trost liegt in der Ersahrung, daß die Dummen nicht alle werden, sie weiß, daß immer neue — „Privatleute" aus das Eis tanzen gehen, wenn ihnen 3» wohl ist. Die Schröpfung des privaten Publikums durch Courtagen, Provision, durch „Sechszehntel" und durch „Achtelchen", bei „Dummen" auch durch ganze Procente, über welche falsche Gesälligkeitsschlußscheine ausgestellt werden, kurzum der gewohnheitsmäßige Betrug, welcher trotz aller offtcteilen ßouife — denn auch diese werden „gemacht" ist nun einmal das Oel, welches die Maschinerie der Börse schmiert. Es hieße Waffer in's Meer tragen, dagegen ein Wort zu verlieren. Etwas anderes ist es aber um die gewissenlose Beunruhigung des Landes, welche zum Zwecke der wechselnden Börsenintereffen in Scene gesetzt wird, denn das ist eine keineswegs gleichgültige Sache. Dre Börse bringt die widerlichsten Enten über Hoskreise und über die Bedrohungen t des Friedens in Umlauf, ste meldet, daß Fürst Bismarck am Rande des Grabes steht, ste schleudert Nachrichten über die Mobilmachung einzelner Armee Corps, über neue Attentate, über socialistische Verschwörungen in die Welt hinaus, ohne zu bedenken, daß sie damit in tiefer Weise die Ruhe im Erwerbsleben stört und weite Kreise in fieberhafte Unruhe versetzt. Ob das nöthig ist, bas sollte die Börse überlegen! Gerade weil eine ruhrge und ehrltebende Börse zu den Kennzeichen eines moralischen Landes gehört, weil der Börse, als einem nothwendigen Institut in unserem modernen Verkehrs- lifcn, ein« größere Selbstachtung gebührt well endUch nid)i8 m-hr d-H-h liinfl unserer erst genesenden wirthschafilichen Noihverhältniffe schädigen könnte, al« eln neuer Vertraucnsbruch der Börse dem Publikum, dem Privat. Kapital gegenüber, nicht« fluchwürdiger träte, als schwinde,, und 8'ünderperiode, darum sollte ein Appell an die Ehre der Börse nicht brachtet bleiben. Keuijchland. Darmstadt, 13. Januar. In der gestrigen Sitzung de« Finanzaus. schuffes kam nochmals die Vorlage der Regierung wegen ves Verkaufs der Main-Weser Bahn znr Sprache. Die Ansichten gingen sowohl darüber ob die Sache an die zweite Kammer nochmals zur Beraihung gelang n könne, wie auch über die Rärhlichk-it des Verkaufs sehr auseinander. Der Ausschuß beschloß, die Frage der Zulässigkeit einer nochmaligen Berathung durch die Kammer selbst entscheiden zu lasten- Da einige Mitglieder des Ausschustes. welche seiner Zeit gegen den Verkauf gestimmt hatten, in ihren An sichten schwankend geworden sind, so ist es rächt nnwögiich, daß eine kleine Mehrheit des Ausschusses der Kammer die nochmalige Berathung und zugleich oie Än» nähme des Negierungsvorschlags empfehlen wird. — Die Regierung hat gestern die Interpellation des Abg. Metz, betr. t’ie Herstellung der Dämme iu der Rheinniederung bei Groß-Rohrheim m bet Sitzm g des Finanzansichustes mündlich dahin beantwortet, daß bereits allr- Veranstaltungen zur raschen provisorischen Herstellung der Dämme bet neuem Hochwasser getroffen seien, daß man aber hoffe, bei dem jetzigen niederen Waffe.- stand sofort die definitive Wiederherstellung der Dämme aussühren zu tonnen. Der Interpellant erklärte sich mit dieser Antwort vollkommen befriedigt. — Tas Grvßh. Ministerium des Innern hat an sämmtliche Bürger- Mostereien, welche von der Wasternoth und dem Eisftande heimgesucht wurden, ein Aiisschrechen gerichtet und in demselben die Bürgermeistereien aufge- sord'ert, alle Schäden, welche durch das Hochwasser und das Eis verursacht iDorbtn sind, schleunigst anzugebcn. . v m. Darmstadt, 18. Jan. In Folge der Recommumcation der ersten Kammer über die Vorlage Großh. Staatsminifteriums wegen Abtretung des hessischen Antheus an der Main-Weser-Bahn an Preuhen hat der tzinanzausschuv der zweiten Kammer nunmehr weitere Berichte erstattet. Im Allgemeinen wurde tm Ausschuß zunächst die Frage erhoben, ob unter den vorliegenden Umst än d en über Haupt em e nochmalige: Berathung einer von einer Kammer pure abgelehnten Voi läge geboten oder doch ange- ;eigt erscheine. Im Hinblick auf die einschlägigen Bestimmungen der Verfassungsurkunde und der Geschäftsordnung, sowie auf lrühere analoge Kammerverhandlungen entschred man sich dahin, daß zu einem von Seiten eine, Kammer der anderen mttgetheüten Beschluß jedenfalls durch diese letztere selbst Stellung genommen werden muste, daß dieselbe aber nicht gebunden sei, eine von ihr einmal abgelehnte Vorlage nochmalv zu berathen^o sondern daß es ihr fteistehe, von einer nochmaligen Berathung abzusehen, insbesondere wenn es sich, wie im Fragesall, nicht etwa um einzelne Dlfferenzpunkte, sondern um einfache Annahme oder Ablehnung einer an sie gerichteten Vorlage handle. Die Kroßb. Regierung mit welcher gleichfalls eine nochmalige Besprechung des ^lus- frhuffp^ ftattaefunben hat ist dieser Austastung beigetreten ste glaubte jedoch, daß eine ^chmalig" BnviMgun^ ichritten und 5 Schritte Avance bestimmt. Baron Majthenyi machte Gebrauch von der Avance. Verhovay nicht. Verhovap wurde in die Brust getroffen und ist schwer verwundet^ Majthenyi ist unverletzt. Am 11. Januar, Abends, fand vor dem Nationalcasino in Pesth in Folge des Duells eine große Volksdemonstration statt. Um 9Vs Uhr erschien am Eingänge der Hatvanergasse, von der Kerepsenftraße kommend, eine große Volksmenge. Es waren theils L-tudirende, theils Arbeiter, welche, acht Mann hoch, die ganze Breite der Hatvanergasse einnehmend, vor das Casino zogen und hier Halt machten. Wie auf ein Commando erscholl auf einmal der hundertfache Ruf: „Eljen Verhovay!" welcher bald mit den Rufen: „Nieder mit den Banditen im Frack!" „Nieder mit dem Casino!" abwechsclte. Die Menge begann sich bereits wieder zu zerstreuen, als Ober-Stadthaupt- mann Thaiß und eine halbe Compagnie Infanterie erschien. Das Militär wurde von der Menge, in welcher jetzt schon beinahe sämmtliche gesellschaftliche Schichten — Abgeordnete, Beamte, Bürger, Studirende, Arbeiter u. s. w. — vertreten waren, und welche auch durch das um jene Zeit aus beiden ungarischen, ausverkauft gewesenen Theatern durch die Hatvanergasse strömende Publikum vermehrt worden war, mit dem einstimmigen Rufe: „Abzug der Soldaten!" und „Wir brauchen keine Soldaten!" empfangen. Der Ober-Stadthauptmann forderte den commandirenden Officier auf, die Gassen säubern zu lassen. Der Officier hatte soeben seine Aufforderung zum Auseinandergehen zum dritten Male vollendet, da bahnten sich die Abgeordneten Emerich Szalap und Otto Hermann einen Weg durch die Menge, forderten den Officier auf, fofort das Militär zurückziehen zu lassen und machten ihn für alle weiteren Folgen persönlich verantwortlich. „Ich werde diese Asfaire im Abgeordnetenhause vorbringen. Sie provociren direct das Volk. Lassen Sie das Militär abrücken und die Ruhe, die überhaupt gar nicht gestört wurde, wird sofort hergestellt werden!" rief Emerich Sza- lay mit weithinschallender, vor Erregung vibrirender Stimme dem Polizeichef zu. Der Abgeordnete und Redactionsgenosse Verhovay's, Otto Hermann, riß seine Oberkleider auf und rief, mit entblößter Brust vor die Bayonnette tretend, mit weitschallender Stimme: „Ich als immuner Volksvertreter trete vor Euch, ehe ich gestatten soll, daß Einer von dem mich umgebenden ungarischen Volke, welches gekommen mar, um seinen Abscheu über das brutale Verbrechen, das gegen einen Vorkämpfer der Freiheit begangen wurde, Ausdruck zu verleihen — mit seinem Blute das Straßenpflaster röthe. Eher müßt Ihr meine Brust mit den Bayonnetten durchbohren!" Stürmische Rufe: „Elfen Hermann!" Elfen Verhovay!" „Nieder mit der Polizei!" „Abzug des Militärs !" wurden aufs Neue laut. Schließlich trat auch Professor Dr. Paul Hoitsy (ebenfalls vom „Flüggetlenscg") auf den Stadthauptmann zu und forderte denselben in energischen Worten auf, den Befehl zum Abmarsch des Militärs, welches noch immer in seiner an greifenden Stellung verharrte, zu ertheilen. „Wir übernehmen Alle die Verantwortung", rief Dr. Hoitsy, „daß in dem Momente, wo das Militär abrückt, auch die Menge sich zerstreuen wird " Ober-Stadthauptmann Thaiß gab endlich die Ordre zum Abrücken der Soldaten; die Menge brach in lebhafte Eljenruse aus. Otto Hermann aber trat vor die Menge und rief derselben zu: „Wir haben das Wort gegeben, daß, wenn das Militär abzieht, wir uns auch entfernen. Halten wir unser Wort!" In der That zerstreute sich das Publikum und nur einzelne Neugierige und die Polizisten blieben noch vor dem Casino stehen. An den folgenden Tagen wiederholten sich di-Straßendemonstrationen und am 13. Januar kam es zu einem blutig.en Zusammenstoß. Der „Pesther Lloyd" berichtet hierüber: Es scheint, als ob heute die Bewegung auch mehr planmäßig angelegt gewesen wäre; darauf deuten namentlich die massenhaften, systematischen Zuzüge von allen gegen die Hatvanergasse zulausenden Straßen hin, sowie die Wurfgeschosse allerlei Art, welche die Menge in den Kleidern mitgebracht batte. Plötzlich — es mochte etwa 8V2 Uhr gewesen sein — fing es an die Fensterscheiben des Casinos im ersten Stockwerke zu piasieln au; einige aus der Menge hatten dieselben mit Steinen und Vierkreuzerstücken eingeworfen. Da verbreitete sich in der Menge auch das Gerücht, daß zwischen Volk und M'litär an einer anderen Stelle ein Kampf aus gebrochen sei. Dadurch wurde die Ausregung der Menge gesteigert. Die Steine flogen nun dicht wie Hagel gegen das Casino; die Fenster desselben sammt den Kreuzhölzern stürzten krachend nieder; dazwischen Flüche, Rufe. „Eljen Verhovay!“ „Le a frakkos bandaval !u (Nieder mit den Banditen im Frack!) Händeklatschen, Bravos — ein höllisches Durcheinander. Jetzt erst machte sich die Polizei bemerkbar, allein in so schwacher ^ahl, daß sie sich in der Menge fast verlor und dadurch dm Muth der Excedenten nur steigerte Um 10 Uhr etwa befanden sich im Gebäude der Ober-Stadthauptmannschafl 8 Arretirte, darunter 3 Verwundete. Die Menge n ar unterdessen auf Tausende von Menschen angeschwollen und hatte fick in den in die Hatvanergasse einmündenden Gassen derart gestaut, daß die berittene Polizei nachgerade weder vorwärts noch zurück konnte. Nun hielten der Ober-Stadthauptmann und Ministerialrath Jekelsalussy die Zeit gekommen, um Militär in Anspruch zu nehmen. Bald daraus rückte von der Karlskaserne her Infanterie unter Commando des Majors Helbich mit aufgepflanztem Bayonnet und Trommelschlag heran. Die Truppe erschien jedoch zu schwach, um die viele Tausende zählende und durch immer frische Zuzüge sich verstärkende Menge, welche einen Höllenspectakel vollführte, zu zerstreuen. Es wurde sonach ein zweites Batau>on requirirt, das auch alsbald unter Commando des Oberstlieutenants Medved an Ort und Stelle erschien und nach einer kurzen Rücksprache, die der Oberstlieutenant mit dem Major Helbich und dem Ministerialrath Jekelsalussy gepflogen, mit gefälltem Bayonnet langsam vorrückte und die tobende Menge längs des Nationaltheater-Zinshauses gegen das Museum hin zurückdrängte. Zwei Männer wurden schwer verletzt in das Cafe Zrinyi getragen. Von nun an begann die Menge sich zu verlieren. Der Spectakel endete erst nach 2 Uhr Morgens. Auch am 14. und 15. ds. wiederholten sich, wie der Telegraph bereits gemeldet, die Unruhen. Das Befinden Verbovay's ist besorgnißerregend. Pesth, 17. Januar. Gestern Abend fanden in den Straßen keine Ansammlungen mehr statt. Die Hauptstadt trug ihre gewohnte Physiognomie. Arankreich. Paris, 16. Januar. Der Eingang der heute von Setten des neuen Ministeriums abgegebenen Erklärung lautet: Der Cabinetswechsel, welcher mit der neuen Session zusammenfällt, zeigt kein Aufgeben der klugen, gemefle« nen Politik an, welche im Innern tote nach Außen der Lage Frankreichs zu« kommt. Noch weniger zeigt dieselbe eine Aenderung in den Beziehungen zwischen den verschiedenen Fraktionen der republikanischen Majorität an, deren Vereinigung und aufrichtiges Einvernehmen für das Wohl deS Landes so nützlich tote jemals sind. Der Cabinetswechsel bedeutet lediglich, daß, Dank dem erworbenen Terrain und begünstigt durch die erprobte Festigkeit unserer Ji- stttuttonen, Frankreich von jetzt ab entschieden vorwärts schreiten kann aus dem Wege der nothwendigen Reform und der allmäligen Verbefferungen. Die Erklärung des Ministeriums enthält tm Uebrtgen außer dem schon gemeldeten noch folgendes Bemerkenswerthe: Die Reorganisation der Magistratur ist nothwendtg. Wir wollen mit Ihnen, daß dieselbe eine starke, geehrte, unabhängige und unseren Institutionen gegenüber achtungsvolle sei. Die Reform des Verwaltungspersonals ist unter unseren Händen. Wir wollen ihren Voreingenommenheiten ein Ende machen durch gute Wahlen für die Sitze und durch tägliche wachsame Thättqkeit für alle Staffeln der Beamten- Hierarchie. — Bezüglich des Preßgesetzes heißt es, daffelbe werde von dem Gedanken der Freiheit getragen sein, aber keine Straflosigkeit proklamtre«. Es sei nicht weise, ein Privilegium zu Gunsten der Schriftsteller zu schaffen oder die Republik waffenlos zu lassen gegenüber Angriffen und Beschimpfum gen, welche bisher keine Regierung ertragen habe. ÄÄ H.«, Ä0”’’ «Ä :rb« Ai61 an!»lii2üLmiblli ^°°> b«ä™ «»“ff“; ?lc dreite der Ha,: 6ten' Wie auf ew anLb^ WrrStQbt’* ^ -lQxmUrÖe von Ve Schichten ~ $. ^rtreten waren, uni ^erkauft gewesenen orötn war, mit dem tn 'kine Soldaten!' ^knden Officier auf, JOTbnung zum Aus! 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Februar wieder einen Cursus im Anfertigen von Damenkleidern zu eröffnen und bitte Anmeldungen zur Bethelligung gefälligst an mich gelangen zu lassen. Carotine Schneider* NB. Der Flügel von Blüthner -ist aus dem Pianosortelazer des Herrn W. Rudolph in Gießen, welcher denselben gütigst zur Ver» fügung aestellt bat. ______________________________________________________________________________________ Po(6s6i(öunfls miö Zemerbenerein. 473) Dienstag den 20. dss., Abends 8 Uhr, findet im Locale des Herrn Carl Fuhr ((5>ifd Klein) ein Vortrag des Herrn Architecteu Hug über das Thema: „Der Haus schwamm" statt. — Herr Geh. Bamath Prof. Dr. v. Ritgen ist verhindert, an diesem Abend einen seiner angekündigten Vorträge zu halten. Um Mißdeutungen wegen Aenderung des Vortrags locals zu begegnen, wird bemerkt, daß das frühere Local auf dem Lahnstein nur wegen der entfernten Lage vom Innern der Stadt und aus ausdrücklichen Wunsch einigender Herren Vortragenden und bas jetzige Local gewählt worden ist. Der Vorstand. Retoursracht auf Möbelsuhrwerlr. Ein Verschlusswagen geht per Bahn ohne Verladung am 3.— 6. Februar leer retour von Frankfurt a. M. über Giessen, Cassel, Göttingen, Kreiensen etc. nach Berlin. Billige Preise, Garantie. Ladungsofferten erbitten sofort. Dienstag den 20. Januar 1880, Abends 8 Uhr, Im Cafti Ebel. Tagesordnung: 1) Eingänge. 2) Rechnungsablage pro 1879. 3) Ersatzwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Der Vorstand. 465) Auf 1. April wird in einer belebten Straße eine Wohnung von zwei größeren und drei kleineren Zimmern nebst Zubehör zu miethen gesucht- Offerten mit Angabe des Preises, der Straße und Etage beliebe man bei der Exped. d- Bl. unter Chiffre H. E. abzugeben. Der 5 Aus bfT |oi liept, dürste zur uschrtnen, daß bei chizlich beseitigt, lies, dsß die? iWgt uvb doh hnstevurg Den itfliernrp eine s jön Wnbabne A P eir roit gebaut ttui Norbediugungen tute ©ffltnbtn t dadurch.uMtn gtwissenr da bid Hot, deir vas n hat!" Dri btt y That nur selten Wgkeit des Lc ^mch Hebung t iiaudtvirtbsckast. die Nentobilttät hältuisse genau r Zukurst ist es, Staude sein büt pichende ®ered)i Dies wäre ^hr viele Eis ;btt vst nach w. fc,n' M lebe ( toeitb sei M ’S ,fit™ y * «btfqi » Mau QMüti e|t "W »itbtt m ( Todes-Mzeige. 462) Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß heute Nachmittag 3 Uhr unser lieber theurer Vetter Herr Leopold Krebs, gewesener. Gutsverwalter von Neuhof, nach schweren Leiden sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Gießen, den 18. Januar 1880. Die trauernden Verwandten: Gustav Pilger. Max Pilger. Die Beerdigung findet Mittwoch, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Frankfurter Straße 323 Statt. Ireitag, 23. Januar a. c. 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Laut specialisirter Mittheilung an die grossherzog 1. Centralstelle für Landesstatistik in Darmstadt beträgt der Abonnentenstand der „Frankfurter Zeitung“ im Grossherzogthum Hessen am 31. Decbr. 1879 2356. Kein anderes n i chth es s is eh es Blatt hat gegenwärtig eine auch nur annähernd so grosse Verbreitung im Grossherzog- thum Hessen. Dass die Abonnentenzahl in allen Nachbarstaaten in gleichem Verhältnisse steht, ja theilweise sogar noch grösser ist, dürfen wir als bekannt voraussetzen. Die gesammte Abonnentenzahl beträgt über 94,000. Die Frankfurter Zeitung ist daher dasjenige nichthessische Blatt in welchem amtliche und private Anzeigen im Grossherzogthum Hessen sowie in allen angränzenden Ländern die grösste Verbreitung erhalten. Der Insertionspreis beträgt für die achtspaltige Zeile 35 Pfg. 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